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Befreiung von der Macht der Sünde

Joh. 1,16+ 4+7 - Formalismus und Zeremonien bringen uns nicht weiter...
J.T. Mawson
© SoundWords Zugriffe: 493 seit: 02.07.2001

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Leitverse: Johannes 1,16; Johannes 4 und 7; 2.Könige 3; Hesekiel 47

Inhalt
Einleitung
Befreiung von der Macht der Sünde
Die Welt und ihr Zauber
Das Versagen von Formalismus und Zeremonien
Was wir tun müssen?

"Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade." Joh.
1,16
Einleitung
Es mag sein, daß in diesen Tagen unseres Zusammenkommens in manchen Herzen Frage
n aufsteigen: Fragen über die Vergangenheit, Fragen über die gegenwärtige Lebens
weise und Fragen über die Zukunft, und das, was man tun und wie und wo man dem H
errn, dem wir angehören, dienen soll. Einige mögen sogar schlaflose Nächte haben
, weil sie durch diese Dinge in ihren Herzen beunruhigt sind. Doch braucht deswe
gen keiner betrübt zu sein, denn je tiefer die Übung, desto größer die Segnung,
wenn du nur dadurch völlig zu dem Herrn gebracht wirst. In Seiner Fülle empfängs
t du eine Antwort auf jede Schwierigkeit, auf jede Frage.
"Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,... voller Gnade und Wahrheit. Denn
aus Seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade und Gnade". Was bedeut
et dies? Es redet von dem grenzenlosen Meer der Gnade, daß sich Woge um Woge in
das Gebiet menschlicher Not ergießt, um jede kleine Bucht, jeden Schlupfwinkel u
nd jede Höhle zu füllen. Alles, wonach es ausschaut, ist Raum, den es mit Segnun
g überschütten möchte. Es ist die Fülle der Gottheit, die in Jesu zu uns gebrach
t wurde, denn es gefiel dem Vater, daß in Ihm die Fülle wohnen sollte, und sie w
ohnte wirklich in Ihm. Und noch immer ist sie in Ihm, denn in Ihm - deinem Rette
r - wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Da ist keine Not, der er nich
t gewachsen wäre. Da ist keine Stelle in deinem Herzen, die er nicht füllen könn
te. Willst du nicht von ihm empfangen?
Befreiung von der Macht der Sünde
Es ist eine Eigenart der Schrift, daß, wenn uns ein tiefer Ausspruch zu Beginn e
ines Bibelbuches vorgestellt wird, wir auch meistens die Erklärung dieses Ausspr
uchs in diesem Teil der Bibel finden. Und so glaube ich, daß wir auch in dem Joh
annesevangelium finden werden, was Seine Fülle, Gnade um Gnade, bedeutet. Wenn j
emand von euch über die Vergangenheit in Unruhe ist, wenn deine Sünden auf deine
m Gewissen als eine unerträgliche Bürde lasten, so will ich dir zurufen: "Siehe,
das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt wegnimmt " (Kapitel 1,29). Dies ist
das erste öffentliche Zeugnis, das von Jesus abgelegt wurde, nachdem er unter d
en Menschen erschienen war. Und du mußt mit Ihm zuerst als "dem Lamm Gottes" bek
annt werden. Dies ist der Anfang Seiner Fülle für dich. Es ist die erste Woge, d
ie dein durch die Sünde verursachtes Elend hinwegschwemmt und dich von der Bürde
und der Strafe deiner Sünde für immer befreit. Denke über den Titel nach, der I
hm hier gegeben ist. Es ist das Lamm. Dies bezeichnet Ihn zu Anfang seiner öffen
tlichen Laufbahn als den, der zum Leiden und Sterben bestimmt ist. Sein Leben im
Dienst für Menschen und für Gott erreichte den Höhepunkt am Kreuz. Dort hatte E
r als ein Opfer für die Sünde zu sterben. Und Er machte sein Angesicht fest, die
ses vorausgesagte Ziel zu erreichen. Nichts konnte Ihn davon abbringen, denn ohn
e seinen Tod konnte Seine Fülle dich niemals erreichen und du konntest nicht err
ettet werden. Doch jetzt darfst du wissen, daß Er deine Sünde an Seinem eigenen
Leibe am Kreuz trug, daß Er verwundert wurde um unserer Übertretungen willen, un
d zerschlagen wurde wegen unserer Missetaten. Bist du verzagt? Bist du noch mit
der Sünde schwer beladen? "Siehe, das Lamm Gottes". Gehe hin an den Platz, wo da
s Kreuz steht, und du wirst deine Last verlieren - du wirst errettet werden von
der Strafe für deine Sünden.
Doch da ist noch mehr! Die Gnade fließt Woge um Woge. Im 33. Vers lesen wir: "Di
eser ist es, der mit Heiligem Geist getauft". Er beseitigt die Strafe der Sünde,
und Er bricht auch ihre Macht. Ich glaube, daß sogar einige von euch, die sich
sicher sind, von der Strafe der Sünde befreit zu sein, wenn auch nur im geheimen
, aber trotzdem noch unter ihrer Macht seufzen. Du bist ein Sklave, wo du doch f
rei sein solltest. Seine Fülle allein kann dich in Freiheit setzen. Wenn du dem
Evangelium geglaubt hast, dann hat Er dir den Heiligen Geist gegeben, welcher in
dir wohnt. "Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib der Tempel des Heiligen Geiste
s ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euer selbst s
eid? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden". Der Preis ist das Blut des La
mmes. Und nun hat Er durch die Innewohnung des Heiligen Geistes von dem Besitz g
enommen, was Er erworben hat. Durch den Geist erreicht dich Seine Fülle, um dich
von der Macht der Sünde zu befreien.
Laßt uns dies betrachten. Wie wird es zustandegebracht? Aus eigener Erfahrung we
iß ich, daß ein junger Christ gewöhnlich denkt, sich ernstlich mit seiner eigene
n Sünde beschäftigen zu müssen, wie mit einer Riesenschlange, die einen umschlun
gen hat. Und er hofft und glaubt, daß der Heilige Geist gekommen ist, ihm in die
sem Kampf zu helfen und ihm endlich den Sieg zu verleihen. Weil er nun aber nich
t über diese Vorstellung hinaus sieht und nicht anders belehrt ist, strengt er s
ich vergebens an, bis er in Verzweiflung ausruft: "Ich elender Mensch! Wer wird
mich retten von diesem Leibe des Todes?" Und dies ist der Augenblick des Sieges,
den du, wie ich hoffe, bald erreichen wirst. Der Heilige Geist muß dabei stehen
, wenn ich das einmal so sagen darf, und warten, bis dieser Punkt erreicht ist.
Aber wenn du als eine hilflose, elende Seele daliegst, dich selbst vergessend, f
rei von allem Selbstvertrauen, dann bist du für Seine Fülle bereit, für Woge um
Woge.
Beachtet die Tatsache, die der Ankündigung, daß das Lamm mit heiligem Geist tauf
t, folgt: "und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesu nach". Johan
nes war außer sich und legte von dem Zeugnis ab, dessen Herrlichkeit seinen Blic
k erfüllte, und dieses Zeugnis wurde durch den Geist gebraucht, jene beiden Männ
er Jesum nachzusenden. Hier liegt das Geheimnis der Befreiung von der Macht der
Sünde - dein Herz muß einen Gegenstand haben, der deine eigenen Gedanken und Wün
sche aus dir verdrängt. Jesus ist der einzige, der würdig und imstande ist, dies
zu tun. Das große Werk des Heiligen Geistes ist nicht, dir außergewöhnliche Gab
en und große Macht zu verleihen, wodurch du einen Namen erlangst, sondern deine
Gedanken mit der Gnade und der Herrlichkeit deines Retters zu erfüllen. Er ist g
ekommen, um von den Dingen des Herrn zu nehmen und sie dir zu zeigen. Ein unbefr
iedigtes und selbstgefälliges Herz kann niemals von der Macht der Sünde befreit
werden; die Frage der Befreiung von der Sündenmacht ist eine Herzensfrage. Du mu
ßt lernen, was mit der austreibenden Macht einer neuen Zuneigung gemeint ist. Da
nn bist du imstande zu sagen: "Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn
!"
Die Welt und ihr Zauber
Ich komme nun zu Kapitel 4, in dem von der Frau berichtet wird, welche unter den
Zauber der Welt gekommen ist und enttäuscht wurde und sich selbst entwürdigte.
Ihr Leben war unbefriedigt, ein Spiel Satans. Müde trug sie an jenem Mittag, wie
gewohnt, ihren Krug zu der Quelle Jakobs - eine einsame Sündern, von allen gemi
eden. Doch welch ein Tag lag vor ihr! Sie kam mit Jesus zusammen. Denn Er war um
ihretwillen nach Samaria gekommen, und an jenem Brunnen wartete Er auf sie. Was
für eine Veränderung war durch jene kurze Unterhaltung mit ihr vorgegangen! So
eilte sie zu den Bewohnern der Stadt und rief ihnen zu: "Kommt, sehet einen Mens
chen... den Christus". Natürlich war Er ein Mensch, da konnte es keinen Zweifel
geben, denn Er war durstig und hungrig. Aber dieser Mensch war der Christus! Ihr
e Augen waren geöffnet und sahen, was andere nicht unterscheiden konnten, die Ih
n nicht durch Glauben anblickten. Ihr Herz war geöffnet, und es hatte von Seiner
Fülle empfangen. Vielleicht haben die Bewohner der Stadt sie gefragt: Willst du
uns wirklich erzählen, daß er mit dir geredet hat? "Ja", wird sie dann gesagt hab
en, "Ihr würdet nicht mit mir reden und weicht mir aus, und kein Jude würde sich
mit mir abgeben, aber er saß an meiner Seite dort an dem Brunnen und flößte mir
keine Furcht ein. Er sprach vielmehr mit mir bis mein Elend mich verließ und di
e Hoffnung in mir einzog, und mit der Hoffnung die Freude."
Doch was hatte Er zu ihr gesagt, das diese Veränderung hervorbrachte? Nicht das
Ins-Licht-Stellen dessen was sie war, sondern die Enthüllung Seiner Fülle. Höre
auf Seine Worte, denn es sind Worte des ewigen Lebens: "Jeden, der von diesem Wa
sser trinkt, wird wiederum dürsten; wer irgend aber von dem Wasser trinken wird,
daß ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser
, daß ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige
Leben quillt". Welch ein fesselndes Wort! Und ein wahres Wort, ein Wort von Ihm
, der Worte sprach, die niemals ein Mensch gesprochen hat. Diese Welt kann das M
enschenherz nicht befriedigen. Das kann nur die Fülle Gottes; aber diese Fülle i
st in Christus, und Er gibt sie. Er kam nicht, um von uns zu fordern, was wir ni
e geben konnten, sondern um zu geben, und er gibt ohne Einschränkungen, Gnade um
Gnade. Sieh doch, wie er sich vornimmt, diese Frau von einem erniedrigenden Suc
hen nach Glück in einer Welt, die dies niemals geben kann, zu Gott zu erheben, d
en sie so völlig vergessen hat. Seine Gabe von lebendigem Wasser war nicht nur z
u ihrer Befriedigung, sondern um in ihr zu seinem Ursprung zurückzukehren; zu je
ner Region, aus der es kam, zu Gott selbst. Das war mehr als die Freiheit von de
r Macht der Sünde. Das Geschöpf wurde in die rechte Beziehung zu Gott, dem Schöp
fer gebracht. Aber Gott machte sich nicht nur als Schöpfer kund, nein, Er will s
ich in Seiner Liebe als Vater, der seinen Sohn gesandt hat als Retter der Welt,
offenbaren. Denn der Vater sucht Anbeter.
Das Versagen von Formalismus und Zeremonien
Wir kommen nun zu Kapitel 7; und hier wird uns eine andere Seite der Welt vorges
tellt. Es ist nicht die unreine, niedere Seite, sondern ihre religiöse. Es war a
n dem letzten großen Tag des größten religiösen Festes der Juden, als Jesus stan
d und rief: "Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke. Wer an mich gla
ubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen
Wassers fließen". Der Herr blickte auf die müden Angesichter jener eifrigen rel
igiösen Menschen und in ihre Herzen. Er wußte, daß ihre Gebräuche und Zeremonien
ohne Segen und wie verhaßt deren herzlose Ausübungen vor Gott waren. Er hatte w
ährend des Festes über sie gewacht und wartete auf den letzten, den großen Tag,
und dann bot Er sich ihnen anstelle alles dessen an, was sie so enttäuscht hatte
. "Kommt zu mir!" rief Er. Wie herrlich war Sein Angebot und wie gesegnet muß Se
ine Fülle sein, die dies zustandebringt? Er spricht nicht nur von einem Strom, s
ondern von Strömen, von Strömen lebendigen Wassers! Und diese fließen nicht nur
hinein, sondern auch heraus, heraus zu einer verdorrten, befleckten, sündenbelad
enen und enttäuschten Welt. Und das einzige, was nötig ist, ist Durst! "Wenn jem
and dürstet, so komme er zu mir". Es gibt in unseren Tagen sehr viele, die es mi
t einer gemachten Religion versuchen. Kirchliches Formenwesen hat es ihnen anget
an. Doch dies ist ein totes, unfruchtbares Ding. Da gibt es kein lebendiges Wass
er. Es läßt die Seele unbefriedigt und unbefreit; während es die Gefühle erregt,
tötet es das Gewissen. Nun, du magst durch jene Dinge nicht angezogen werden, d
och hast du Durst? Oder hast du es versucht, dich durch den Besuch der Gemeinde
und durch das Erfüllen religiöser Pflichten zufriedenzustellen? Merkst du, daß d
ein Leben nicht das Leben ist, von dem die Bibel spricht? Merkst du, daß da ein
Mangel besteht und daß du deshalb nicht glücklich bist und auch kein Segen für a
ndere sein kannst, was du doch aber so gern möchtest? Hier ist dir Antwort und d
as Heilmittel: "Komme zu mir!" Denke an die Worte: "Seine Fülle" und du darfst m
it den größten Erwartungen kommen. Sage doch einfach zu Ihm: Herr Jesus, deine Wo
rte habe ich noch nicht in ihrer Bedeutung erfaßt, doch ich komme zu dir und bit
te dich, laß mich sie erleben."
Suche nicht länger mehr in deinem Herzen nach etwas, was dich befriedigen und an
deren zum Segen werden soll. Komme zu Ihm! Wende dich nicht zu religiösen Zeremo
nien oder toten Formalismus. Komme zu Ihm! Setze dein Vertrauen nicht auf begabt
e Menschen oder christliche Zusammenkünfte, schriftgemäße Literatur oder eine ri
chtige kirchliche Stellung. Komme zu Ihm! Pflege ganz persönlichen Umgang mit Je
sus. Trinke aus Seiner Fülle, und die Wasser des Lebens werden aus dir hervorstr
ömen: zu Hause und bei deiner Arbeit, wenn du lehrst oder in der Welt von deinem
Retter Zeugnis ablegst, im Leben und im Dienst, Tag für Tag, Stunde um Stunde f
ließen dann Ströme lebendigen Wassers von dir.
Was wir tun müssen?
Noch auf zwei Stellen aus dem Alten Testament möchte ich hinweisen, um auf Übung
und Fleiß unsererseits hinzuweisen. In 2.Kön 3 finden wir drei Könige mit ihren
Heeren vor Durst am Rande des Todes. Es gab kein Wasser für sie alle. Aber der
Prophet, der Mann Gottes, erschien als der Prophet der Gnade, um die Fülle Gotte
s ihnen in ihrer Not zu öffnen. Er sagte: "So spricht der Herr: Macht in diesem
Tal Grube an Grube. Denn so spricht der Herr: Ihr werdet keinen Wind sehen und k
einen Regen sehen, und doch wird diese Tal sich mit Wasser füllen, so daß ihr tr
inken werdet, ihr und eure Herden und euer Vieh... Und es geschah am Morgen, zur
Zeit da man das Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser des Weges von Edom her,
und das Land füllte sich mit Wasser." Gott allein konnte das Wasser senden. Es
war die Gabe aus Seiner Fülle. Doch sie hatten Raum für das Wasser zu machen - K
anäle zu graben und alles wegzuräumen, was das Wasser behinderte, in das Tal zu
strömen. Hier ist deine Seite in dieser Sache. Einige von euch haben sich nach e
iner tieferen Erkenntnis der Fülle Christi gesehnt, doch noch nicht so, um Grube
n zu graben. Da sind noch Dinge, die ein Fließen des Wassers hindern, und du ken
nst sie genau. Wenn aber nicht, dann wende dich im Gebet zu Gott: "Erforsche mic
h, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh,
ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Wege!" (Ps 139, 23
u 24) Er wird dir zeigen, was und wo die Hindernisse sind. Dann erhebe dich in
der Kraft der Gnade, die Er dir gibt, und mache dich los von ihnen. "Mache im Ta
le Grube an Grube". Zur Zeit des Morgenopfers floß das Wasser. Dieses Opfer spra
ch bildlich von der Kostbarkeit Christi für Gott. Und in dem Maße, wie wir Ihn s
chätzen und bereit sind, andere Dinge für Dreck zu achten, wegen der Vortrefflic
hkeit der Erkenntnis Seiner selbst, beginnt ein neuer Morgen für uns und die Was
ser fangen an zu fließen.
Doch es ist noch etwas anders nötig und das zeigt Hesekiel 47. Es ist die Geschi
chte von dem Strom der Segnung, der aus dem Haus Gottes hervorfließt und in den
der Prophet Schritt für Schritt hineingeführt wurde. Das ging so weit, bis er sc
hwimmen konnte - bis das Wasser unergründlich und uferlos war. Aber der Prophet
hätte nicht in dieses Wasser gehen können, wenn er nicht in der Gesellschaft des
Mannes gewesen wäre, der die Meßschnur hielt. Dieser Mann ist ein Bild von dem
Heiligen Geist, "der alle Dingen erforscht, auch die Tiefen Gottes" (1.Kor 2, 10
). Er ist es, der dich in die ganze Wahrheit leiten wird (Joh 16, 13). Die Fülle
muß in uns einfließen können. Wir müssen Raum, Platz, für sie schaffen, und sie
Woge um Woge empfangen. Wir müssen in sie hinein geleitet werden. Nur der Heili
ge Geist kann das tun. Laßt uns die Ermahnung deshalb beachten: "Betrübet nicht
den Heiligen Geist Gottes, durch welchen ihr versiegelt worden seid auf den Tag
der Erlösung" (Eph 4, 30). Möchte ein jeder von uns imstande sein, aus vollem He
rzen und mit strahlendem, glücklichem Angesicht zu sagen: "Aus seiner Fülle habe
n wir alle empfangen und zwar Gnade um Gnade", um Seines Namens willen.
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