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MAGNUSFE 2010 - Esoterik - Okkultismus - www.jesus.de.

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BASISAUFKLÄRUNG HOMÖOPATHIE
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Quellen :

http://www.dr-kropf.de/aktuelles/mehr61-1.htm#Hom%F6opathie

http://www.dr-kropf.de/aktuelles/mehr126-1.htm#Die%20HOM
%D6OPATHIE

http://www.dr-kropf.de/aktuelles/mehr127-1.htm

http://www.clv-server.de/pdf/255222.pdf

http://www.horst-koch.de/joomla_new/index.php?
option=com_content&task=view&id=221&Itemid=217

http://www.horst-koch.de/joomla_new/content/view/295/308/

WIKIPEDIA :
Zudem gibt es für das angenommene Ähnlichkeitsprinzip keinen
wissenschaftlichen Wirkungsmechanismus und auch keine
echten Hinweise. Die mechanischen Prozeduren (Verreiben,
Verschütteln), die im Potenzierungsverfahren angewandt
werden, sind aus wissenschaftlicher Sicht Ritualen[4]
gleichzusetzen, da die damit beabsichtigten Wirkungen
elementaren physikalischen Erkenntnissen widersprechen.[5]
Für eine Wirkung extrem kleiner Substanzgaben gibt es keine
Anhaltspunkte. Sogenannte Hochpotenzen enthalten überhaupt
keinen Wirkstoff. Die von vielen Homöopathen angenommene
selektive Steigerung erwünschter Wirkungen durch das
Potenzierungsverfahren widerspricht jeglicher
wissenschaftlicher Erkenntnis. Aus diesen und weiteren
Gründen wird die Homöopathie der Pseudowissenschaft[6][7][8]
[9][10], Paramedizin [11]oder auch dem Aberglauben[12][13][14]
zugerechnet.
Homöopathie geht per definitionem von den Symptomen der
Krankheit aus und lehnt kauales Ursachendenken ab
In reinstem Wasser und Alkohol, die man beim "Potenzieren"
zum Verdünnen nimmt, kommen in Spuren fast alle wichtigen,
natürlichen Elemente vor, die es gibt. Diese Verschmutzungen
sind viel höherer konzentriert als der angestrebten Verdünnung
entspricht. Woher "weiß" das zu verdünnende Heilmittel, daß
allein nur es potenziert werden soll?
Die Theorie, daß Gleiches mit Gleichem kuriert werde und daß
beim "Potenzieren" sich "feinstoffliche Information" vom Wesen
der Ursubstanz auf den Verdünnungsstoff übertrage, wobei
"Stoffliches sich schrittweise in Unstoffliches verwandle", ist
wissenschaftlich unbelegt
Unterschiedlichste Homöopathieschulen melden ähnliche
Heilerfolge wie andere paramedizinische Methoden

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Homöopathie und deren Mittel:


Der Name Homöopathie leitet sich von dem griechischen
Wortstamm „homöos-pathos“ her, was soviel heißt wie
„Ähnliches (oder Gleiches) wird durch Ähnliches (Gleiches)
geheilt“. Die Homöopathie als Behandlungsmethode ist eng
verbunden mit ihrem Wegbereiter Samuel Hahnemann (1755-
1843). Er beschäftigte sich selbst ausgiebig mit östlicher
Weisheit, verehrte geradezu die östlichen Weisheitslehren (zum
Beispiel von Konfuzius). Hahnemann war ein Verehrer des
Buddhismus und außerdem Mitglied der Freimaurerloge. Er trat
mit 22 Jahren in die Freimaurerei ein und gehörte zur Loge „Zu
den drei Seeblättern“ in Hermannstadt (Siebenbürgen), später
dann zur Loge „Minerva“ in Leipzig (46). Dementsprechend
liegen auch die Wurzeln der Homöopathie in östlichen
Weisheitslehren und philosophischen Denksystemen. Auch das
der Homöopathie zugrunde liegende Verschüttelungsprinzip
(=Potenzieren) ihrer verwendeten Ausgangssubstanzen
mineralischer, pflanzlicher oder tierischer Herkunft war keine
Erfindung Hahnemanns. Hahnemann war aber trotzdem ein
begabter Mediziner der damaligen Zeit, der leider mit medialer
Gabe im Zusammenhang mit östlichen Weisheitslehren die
homöopathische Arzneikunde entwickelte und für das damalige
Denksystem aufbereitete.

Pfeifer schreibt (3): „Selbst der Biograph Gumpert, der


Hahnemann mit Luther, Goethe, Kant und Bismarck verglich,
meint: `Diese Art von Homöopathie zu betreiben, bleibt ein
einmaliges psychisches Phänomen und erforderte weit jenseits
der Grenzen des Erlebbaren eine fast indische Fähigkeit der
Versenkung und Konzentration´.“ Wie recht dieser Biograph
Gumpert mit seiner Einschätzung hatte! Denn Hahnemann
öffnete sich in seinem ganzen Wesen und mit seiner Medialität
bewusst dem Wirken des „Kosmischen Geistes“, und damit den
Finsternismächten dieser Welt. In seiner Tätigkeit als Freimaurer
kamen dementsprechend okkulte Belastungen hinzu. Freimaurer
sehen die Macht der Sündenvergebung im Menschen selbst.
Doch die Bibel sagt in 1. Joh 1,9: „Wenn wir unsere Sünden
bekennen, so ist er (Jesus) treu und gerecht, dass er uns die
Sünden vergibt...“. Elisabeth Syre schreibt in ihrem Büchlein
„Wege in die Freiheit“ (72) folgendes: „In der Seelsorge hat der
Herr uns gezeigt, dass gewisse Freunde, die Verbindungen mit
geheimen Gemeinschaften hatten, früher starben, Fehlgeburten
hatten oder unter Impotenz in ihren Familien litten. Bei den
Freimaurern wird ab dem vierten Grad der okkulte Gott Jabulon
angebetet. Die Silbe „Ja“ steht für Jehova, „Bul“ für Baal (Gott
der Sexorgien) und „On“ steht für Osiris (Ägyptischer Gott der
Toten und der Sonne). Im 31. und 32. Grad wird ihnen gesagt,
dass Luzifer der wirkliche Gott des Lichtes und Adonai der Gott
der Finsternis ist. Alles, was im Geheimen getan wird, führt vom
Licht weg. Die Bibel sagt uns, dass wir Kinder des Lichtes sind.
Deshalb sollten wir im Lichte wandeln.“ (Zitatende) Im Kapitel
1.4.5 „Heilungsverzögerung und ihre Ursachen“ (Punkt 8.) wird
von dem bekannten Bibellehrer Derek Prince klargestellt, dass
Freimaurerei zu den Gräuelsünden gehört. Menschen, die dieses
praktizieren und damit eine Anbetung betreiben, die den
biblischen Gott Jahwe mit anderen Götzen vermischt (Baal,
Osiris) laufen massiv Gefahr, dass Sie unter einen Fluch
kommen. Ein Teil der entsetzlichen Auswirkungen von Flüchen
können Sie im Kapitel 1.4.6 „Generationsflüche als
Heilungsblockaden“ nachlesen. Prof. Walter Veith schreibt in
seinem schon zitiertem Buch über die Freimaurerei (90): „Die
Freimaurerei verwendet die Begriffe „Solomon“ (engl. für
Salomo) und Solomons Tempel, um ihren Ritualen Legitimität zu
verleihen. Im Grunde aber sind es dieselben, die in allen
heidnischen Geheimgesellschaften zu finden sind. Sol-Om-On
sind die Namen der Sonnengötter im lateinischen, fernöstlichen
und alten ägyptischen Mystizismus. Die „Wiedergeburts“-
Erfahrung in der Freimaurerei und vielen anderen
Geheimgesellschaften und religiösen Gruppen kann mit dem
biblischen Konzept der Bekehrung nicht gleichgesetzt werden;
macht sie doch bestimmte Rituale erforderlich, wie zum Beispiel
das Liegen in einem Sarg und das Auferwecktwerden durch
einen Meister zu einem Leben in Erleuchtung. Überdies sind die
Tempelrituale genau jene, vor denen Gott sein Volk warnte. Sie
sollten ihnen nicht folgen, weil mit ihnen auch die
Himmelskörper angebetet werden.“ (Zitatende) Ausführlich habe
ich mich im Kapitel 1.2 unter: "Astrologie und Horoskop" mit
dieser Thematik auseinandergesetzt.

Der angesehene Homöopath, Freimaurer und Verfasser einer


Hahnemann-Biographie, Dr. Herbert Fritzsche (1911-1960),
erklärt die Wirkungsweise der Homöopathie als konsequent
esoterisch und übernatürlich. Er spricht in diesem
Zusammenhang gar von einer „Theologie, die der Homöopathie
heimlich innewohnt“ (46). Diese „Theologie“ schien besonders
gut mit dem geistigen Hintergrund des Nationalsozialismus zu
korrespondieren. Hochrangige Nazis wie der Reichsführer der
SS, Heinrich Himmler und Hitler Stellvertreter Rudolf Hess waren
glühende Verfechter der Homöopathie. Hess verschlang
massenweise okkulte Literatur, war ein glühender Fan der
Astrologie und gehörte auch dem deutschen Ableger eines
esoterischen Ordens an, der sich ausgiebig mit dem Studium
der Kabbala, der Theosophie, der Talismane und mystischen
Symbolik beschäftigte (46).

Für Hahnemann war Konfuzius in seiner östlichen Weisheit ein


absolutes Vorbild. Dagegen nannte er Jesus in seinen Briefen
einen „Erzschwärmer“ (3). Dies allein müsste einem lebendigen
Gläubigen schon genügen, die daraus entstandene
Arzneimittellehre vollständig zu meiden. Aber es kommt noch
schärfer! Die Ausgangssubstanzen für homöopathische
Arzneien sind pflanzliche, mineralische oder auch tierische
Produkte. Sie werden nach einem oben schon erwähnten
„Verschüttelungs-Prinzip“ gezielt aufbereitet. Man nennt dieses
Prinzip „Potenzieren“, was nichts anderes ist als ein sehr
spezielles Verdünnungsverfahren. Es gibt so genannte „D“-
Potenzen (=dezimal: 1:10) und die sehr seltenen „C“-Potenzen
(=centesimal: 1:100). Bei einer D1 zum Beispiel wird ein Tropfen
einer Ausgangssubstanz (z.B. Brennnesseltinktur) in zehn
Milliliter einer neutralen Grundlösung eingebracht (1:10) und
dieses Gemisch maschinell verschüttelt (früher von Hand).
Danach nimmt man bei einer D2 wiederum einen Tropfen der D1
Lösung, setzt ihn zehn Milliliter der Grundlösung aus (1:100) und
verschüttelt wieder. Und so geht das bis zu Potenzen von D100,
D1000 und darüber. Feste Ausgangssubstanzen werden
entsprechend diesem Prinzip mit einer neutralen Grundmasse
zu „Kügelchen“ verrieben. Ab der Potenz D6 ist praktisch schon
kein Ausgangsstoff im homöopathischen Mittel mehr enthalten.
Rein mathematisch ist ab der D23, der berühmten Loschschmidt
´schen Zahl, kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr im
homöopathischen Mittel.

Die Schüssler Salze gehen auf den homöopathischen Arzt Dr. W.


Schüßler (1821-1898) zurück. Danach sollen alle Krankheiten aus
Störungen des Mineralstoffwechsels entstehen und seien durch
Gaben von Mineralsalzen in homöopathischer Dosis zu beheben
(11 Hauptsalze, 5 Ergänzungsstoffe). Ich empfehle keinesfalls,
Schüssler Salze einzunehmen. Ausführliche Informationen
finden Sie in meiner Homepage hier!

Trotzdem sollten wir nicht in den allgemeinen Fehler vieler


klassischer Behandler verfallen und uns der irrtümlichen
Meinung hingeben, auf Grund der geringen Konzentrationen sei
keine Wirkung der homöopathischen Arzneien vorhanden. Da
das Verschüttelungsprinzip und die Quelle der Homöopathie aus
den östlichen Religions- bzw. Tempelkulten kommt und deshalb
eine willkommene Eintrittspforte für okkulte
Kräfte(=Finsternismächte) ist, können auch die Anwendungen
von homöopathischen Arzneien dementsprechende Effekte
zeigen. Genau diese Effekte verändern den Menschen, vor allem
bei höheren Potenzen im seelischen bzw. charakterlichen
Bereich. Die Handhabung des „Potenzierens“ ist genau der
Ritus (=magische Handlung), der ein „Einfallstor“ hierfür
möglich macht. Diese Idee des Potenzierens fand Hahnemann
durch sein Studium von östlichen Weisheitslehren.

Ich durfte diesen Zusammenhang bei meinen Patienten im


Rahmen der Überprüfung der Homöopathie auf ihren okkulten
Hintergrund ebenfalls deutlich erkennen. Es war hier besonders
auffällig, dass eine nicht geringe Anzahl der mit Homöopathie
behandelten Patienten wohl am Anfang scheinbare Linderungen
ihrer körperlichen Beschwerden erlangten. Tage oder Wochen
später jedoch kamen sie wieder in meine Praxis mit
psychischen, genauer gesagt seelischen Störungen. Die meisten
dieser Anlässe waren massive depressive Verstimmungen bis
hin zu richtigen Depressionen, Ängsten, Wahnvorstellungen,
Selbstmordgedanken, Alpträume, innerliches Ausgebranntsein
(„Burn-out-Syndrom“) und anderes. Vor meiner Bekehrung zu
Jesus Christus, als Ungläubiger, hatte ich diese erneuten
Konsultationen ganz natürlich als neue Krankheitsbilder
eingestuft und sie entsprechend behandelt. Nach meiner
Bekehrung zeigte mir der Heilige Geist aber direkt an
verschiedenen Krankheiten und Patienten, dass diese die
Folgen der Behandlung mit okkulten Kräften waren. Hier waren
es die homöopathischen Arzneimittel. Gott sei Dank - im
wahrsten Sinne des Wortes - Jesus kam, um die Werke des
Teufels zu zerstören (1. Joh 3,8). Seine Gnade und Sein
Erbarmen für den verlorenen Menschen gehen über unser
Vorstellungsvermögen weit hinaus. Zusätzlich betete ich zu
Jesus, dass Er mir direkt anhand der Krankheitsbilder der
Patienten zeigt, dass Homöopathie einen okkulten Hintergrund
hat. Ich durfte dann an einigen Patienten mit verschiedenen
Erkrankungen (Rheuma, Allergien, Asthma, Abwehrschwäche
und anderes) einschneidend miterleben, wie mir Gott bei jedem
Einzelnen die schädlichen Auswirkungen homöopathischer
Arzneien auf den gesamten Menschen aufzeigte. Es war immer
wieder die gleiche Bestätigung: Nach Absetzen der
homöopathischen Mittel und aufrichtigem Gebet zur Lösung der
okkulten Einflüsse in der Kraft des Namens und Blutes Jesu
bildeten sich die seelischen, aber auch körperlichen Störungen
rasch zurück. Dies war und ist natürlich nur bei Menschen
möglich, die eine bewusste Herzensentscheidung für Jesus
bereits getroffen hatten. Das größte Wunder in diesem
Zusammenhang für mich ist immer wieder, wenn Menschen
durch die Verwirrungen und Täuschungen dieser Zeit inklusive
alternativer Heilmethoden zu Jesus finden. Deshalb habe ich
auch vor Gott und den Menschen die Pflicht, Zeugnis zu geben.
Denn diese Hintergründe sind oft nur den damit vertrauten
Spezialisten bekannt, weil nur sie mit diesen verschiedenen
Behandlungsmethoden Umgang hatten oder noch haben. Wie
Hesekiel, als er zum Wächter über Israel bestellt wurde (Hes
2,17-19), so spüre auch ich in meinem Geist, dass der Herr
möchte, dass das Fortschreiten okkulter Heilmethoden durch
die Erkenntnis Seiner Herrlichkeit und Seines Wortes
unterbunden wird. Daraus soll ein leuchtendes Zeugnis allein für
Ihn werden. Ihm sei alle Ehre!

Zusammenfassend zur Homöopathie möchte ich Folgendes


festhalten: Homöopathie ist im klassischen Sinne des Wortes
keine Naturheilmethode, obwohl überall, von den Therapeuten
bis hin zu den Apothekern, die homöopathischen Arzneimittel
als biologische oder natürliche Heilmittel ohne Nebenwirkungen
angepriesen werden. Ich hoffe, dass Sie nach dem Lesen dieses
ausführlichen Berichtes erkennen, dass die Homöopathie zu den
okkulten Heilmethoden gehört, weil sie mit versteckten, der
Zauberei zuzuordnenden Kräften der Finsternis arbeitet. Echte
Naturheilmethoden lassen die natürlichen Ausgangssubstanzen
unverändert, nicht so bei homöopathischen Mitteln. Biblisch
saubere Naturheilverfahren brauchen kein Befreiungsgebet in
Jesu Namen, weil sie durch ihre Anwendung den Menschen
nicht unsichtbare Fesseln auferlegen. Diese Fesseln sind immer
geistiger Natur und machen sich durch seelische und / oder
körperliche Beschwerden beim Betroffenen bemerkbar. Darüber
gibt es zunehmend bestätigende Rückmeldungen von vielen
Seelsorgern aus deren praktischer Tätigkeit. Wie sollte sonst
eine angewandte Heilmethode wie die Homöopathie eine
Befreiung durch Gebet im Namen Jesu sichtbar werden lassen,
wenn sie nicht okkult belastet wäre? Nachfolgend einige der
vielen Erlebnisse betroffener Patienten, dass die okkulte
Beeinflussung homöopathischer Mittel bestätigt. Fast alle in
meinem Buch nur gekürzt wiedergegeben Zeugnisse können Sie
ausführlich in meiner Homepage unter „Gästebuch“ nachlesen.

„Hallo Dr. Kropf, meine Frau und ich haben eine Kassette heute
Nacht von Ihnen gehört, die wir von einem lieben Bruder aus M.
bekommen haben. Es geht dabei um die Zusammenhänge von
homöopathischen und anderen Heilverfahren... Zum Schluss
rufen Sie zu Sündenbekenntnis, Lösung und Einhalten der
Gebote Gottes auf. Ich kann nur sagen, nach dem Hören haben
meine Frau und ich genau das getan!!!! Wir sind beide
wiedergeborene Christen und sind aufgrund häufiger
Erkrankungen genau in diese "Falle" getappt. Und das, obwohl
zum Beispiel meine Frau vor über 2 Jahren an MS erkrankte und
durch unseren Herrn geheilt wurde. Seitdem "plagen" uns so
Dinge wie Müdigkeit, vor einem Jahr sind wir beide 4x an
Bronchitis erkrankt, ich leide seit meinem 20. Lebensjahr (bin
jetzt 37) an Heuschnupfen, der aber im Laufe der Jahre
schlimmer geworden ist. Letztes Jahr sind wir beide bei einer
christlichen Heilpraktikerin (??!!) gewesen, die aufgrund einer
Untersuchung bei uns eine Störung im Darmtrakt festgestellt
hatte (war eine Laboruntersuchung). Daraufhin wurden wir mit
Mutaflor und Omniflora behandelt. Leider wendet sie auch
homöopathische Mittel und ein Bioresonanzgerät an (!).
Aufgrund des Heuschnupfen begab ich mich dann nach
Gesprächen mit einer Glaubensschwester zu einem anderen
Heilpraktiker, der Irisdiagnostik, elektrische Meridianmessung
etc. bei mir durchgeführt hat. Ergebnis: Spritzen von Berberis
und Pfeifferschen Drüsenfieber in D-Potenzen. Leider (oder Gott
sei Dank) ohne Erfolg. Meine Frau begab sich auch dorthin und
ihr wurde das Gleiche verabreicht, mit dem Ergebnis, dass sie
am nächsten Tag außer Angstattacken auch wieder ein
Druckgefühl im Ohr hatte. Dieses Druckgefühl war einmal
Auslöser für eine MS-Untersuchung. Sie setzte daraufhin sofort
die Spritzen ab. Heute Nacht haben wir sämtliche
homöopathischen Mittel weggeworfen, uns zu unseren Sünden
bekannt und von diesen Dingen gelöst! Vielen Dank für Ihre
Worte, die Sie durch unseren Herrn Jesus bekommen haben...“
(A. und M. L. aus M.)
„Sehr geehrter Herr Dr. Kropf, vor einiger Zeit wurde ich
aufmerksam auf mögliche Gefahren alternativer Heilmethoden
und habe dabei gezielt in Bezug auf Homöopathie versucht,
Klarheit für mich zu bekommen. Es ist erstaunlich wie selbst
Christen konträr zu diesem Thema stehen. Ich selbst durfte
erleben wie Gott uns bei drei persönlichen Entscheidungen für
oder gegen Homöopathie den Weg ohne Homöopathie
bestätigte. Seither habe ich für mich Klarheit über dieses Thema
und lehne sie gänzlich ab. Ich danke Ihnen sehr für ihre
deutlichen Worte hierzu in ihrem Buch alternative
Heilmethoden...“
(A. M.)

Lieber Dr. Kropf, ich bin vor 29 Jahren wiedergeboren durch den
Heiligen Geist und 70 Jahre alt. Ihr Buch ist eine große Hilfe für
mich, zum Beispiel: nach der 3. Augenoperation bekam ich zu
Hause starke Kopfschmerzen und Schwindel, so dass ich
meinen Hausarzt anrief. Aber er war gerade nicht da, und so
schickte er mir eine Ärztin. Sie gab mir homöopathische
Tabletten, die ich einnahm und nach kurzer Zeit waren alle
Beschwerden weg. Doch was kam danach? Ich wurde zornig,
was ich bisher von mir nicht kannte. Alle Glauben stärkenden
Kassetten und Videos räumte ich fort....In die Gemeinde konnte
ich auch nicht mehr gehen. Ich war wie gelähmt. Meine lieben
Geschwister aus meiner Gemeinde versorgten mich. Dann bin
ich zu meinem Hausarzt gegangen, und ich sagte ihm, dass ich
diese Tabletten einnehme. Oh, so schimpfen habe ich ihn noch
nie gehört, und auch die Sprechstundenhilfe bekam dies zu
hören. Ich setzte die Tabletten ab, telefonierte mit meiner
Freundin und nach ein paar Tagen wurde es mit mir wieder
besser. Lob, Preis und Dank dem Herrn dafür!...Jetzt warne ich
jeden davor, homöopathische Tabletten einzunehmen....“ (E.S.
aus H.)

Ich möchte Ihnen deshalb als Christ und Arzt dringend


empfehlen, die Finger von jeder homöopathischen Arznei zu
lassen! Sie erkennen sie einfach an dem Buchstaben „D“ und
der nachgestellten arabischen Zahl, die die Verdünnungsstufe
angibt, zum Beispiel Cimicifuga D6: dies bedeutet, es handelt
sich hier um ein homöopathisch verdünntes
Traubensilberkerzenextrakt (=Cimicifuga), das insgesamt eins
zu einer Million mal verdünnt (=potenziert) wurde (1:1000.000
Mal). Solche Angaben finden Sie immer auf den Beipackzetteln
des Medikamentes und auf der Packung selbst.

Zuletzt noch Antworten auf häufig gestellte Fragen in meinen


Vorträgen:

* Ist bei jeder Einnahme von homöopathischen Mitteln mit


dem Wirken dämonischer Mächte zu rechnen?
Natürlich nicht, aber wollen Sie den Herrn Jesus, nachdem
Sie Erkenntnis erhalten haben, erneut versuchen? Das sei ferne!
Also, es bleibt dabei: Lassen Sie bitte die Finger nicht nur von
Homöopathie, sondern auch von allen anderen okkulten
Heilmethoden! Die Gefahr allein, dass Finsternismächte
eintreten können, sollte Ihnen genug Anlass dafür sein, es nicht
einfach so zu versuchen.

* Kann ich nicht über homöopathischen Medikamenten beten


und sie somit „gesegnet“ einnehmen?
Nein, denn hier geht es nicht um Segnungen, sondern Sie
brauchen Erkenntnis und Gehorsam durch das Wort. Bekehren
Sie sich von den alten Wegen und erhalten Sie dadurch das
Leben (Hes 18,23), denn dazu ist Jesus in die Welt gekommen,
dass er die Werke des Teufels zerstöre. Okkulte Mächte bzw.
Finsternismächte werden nicht durch Gebet umgewandelt. Das
ist eine Selbsttäuschung! Hier wirkt nur die befreiende und
heilende Kraft des Namens und des Blutes Jesu durch Glauben,
gemeinsam mit echter Buße und damit Abkehr von den
bisherigen okkulten Behandlungen. Die Bibel sagt: „In ihm
haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der
Sünden ....“ (Eph 1,7).

Alternativen zu homöopathischen Mitteln ohne okkulte


Belastung: Pflanzenheilkunde, Vitamine & Mineralien ,
Ernährungsumstellung & Säfte und andere biologische
Behandlungen!

Befreiung von okkulten Wirkungen homöopathischer Mittel


durch folgenden Gebetsvorschlag!

-> -> zum Kapitel "Homöopathie aus biblischer Sicht" aus


dem Buch von Heilpraktiker Bernd Mayer mit wertvollen
Ergänzungen zu den Themen: Spagirik / Alchimie / Nosoden /
"Erbgifte"!

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Anthroposophie und deren Mittel


Sie leitet sich vom Wortstamm ab aus „anthropos“ = Mensch
und „sophia“ = Weisheit. Hier entlarvt schon die deutsche
Übersetzung des Namens, um was es sich eigentlich handelt.
Somit sind es Lehren menschlicher Weisheit entsprechend der
zu Beginn dieses Kapitels schon erklärten Bibelstelle aus Kol
2,8-10. Anthroposophie ist deshalb auch ein buntes,
verwirrendes Gemisch aus buddhistischem, christlichem,
indischem und spiritistischem Gedankengut. Einer der
bekanntesten Namen und Begründer der Anthroposophischen
Gesellschaft war Rudolf Steiner (1861-1929). Manfred Heide
schreibt in seinem Buch (4): „Die Anthroposophie bezeichnet
sich als Erkenntnisweg, der über die Grenzen der Sinneswelt
hinausführt und im Übersinnlichen eine erfahrbare Realität
erkennt. Sie ist eine ganzheitliche Lehre, die versucht, den
Menschen als seelisch-geistiges Wesen in seinem
Zusammenhang mit der Welt und dem Kosmos zu begreifen. So
ist allzu verständlich, dass der anthroposophisch orientierte
Heilmittelschatz in der Astrologie wurzelt.“ Selbst bei
landwirtschaftlichen Betrieben (zum Beispiel Demeter, Biodyn,
Weleda) hat anthroposophisches Gedankengut Einzug gehalten
einschließlich der Anwendung astrologischer Kenntnisse
(Mondzyklus).

Da ich bei meinen Vorträgen immer wieder zu der


Problematik anthroposophischer Medikamente und deren
Einnahme gefragt werde, gehe ich hier kurz darauf ein.
Anthroposophische Medikamente durchlaufen einen
homöopathischen Herstellungsprozess (bekannte Firmen Wala
und Weleda).
Doch es gibt noch einige zusätzliche Besonderheiten. Die
Vertreter dieser Denkrichtung lehnen die aus der Bibel bekannte
göttliche Schöpfung ab. Darüber hinaus gibt es bei ihnen auch
keine ewige Verdammnis, sondern es wird besonderes
Augenmerk auf das menschliche Schicksal, „Karma“ genannt,
gelegt. Zudem kann und darf sich jede menschliche Seele durch
mehrere „Wiedergeburten“ in einem komplizierten Kreislauf
erneuern und verbessern. Der entsprechende Begriff hierzu
heißt „Reinkarnation“. Die Bibel spricht hierzu eine klare
unmissverständliche Sprache: „Und wie den Menschen
bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht...“
(Hebr 9,27).

Anthroposophische Heilmittel haben zusammenfassend vor


allem ihre Wurzeln im Humanismus, in Okkultismus, in der
Astrologie - hier vor allem die Berücksichtigung der
„Mondphasen“ für Pflanzung und Ernte der verwendeten
Heilkräuter - und in der Berücksichtigung von „Erdstrahlen“
(Rutengehen etc.). Letzteres ist im Kapitel 1.2 „Rutengehen“ /
Pendeln / „Wasseradern“ abgehandelt.

Ausführlicher über die Anthroposophie kann man nachlesen


in den Büchern von Samuel Pfeifer (3), dem schon zitierten Buch
von Manfred Heide (4) und dem Buch von Wolfgang Vreemann
(18). Wer mehr über die geistigen Wurzeln des Humanismus
erfahren möchte, dem sei der Lehrbrief von Derek Prince
„Humanismus – Vorreiter des Antichristen“ unter (17) im
Literaturverzeichnis sehr empfohlen. Wegen der obigen
Ausführungen empfehle ich, diese Art von Medikamenten
keinesfalls einzunehmen.

Alternativen zu anthroposophischen Mitteln ohne okkulte


Belastung: siehe unter Homöopathie !

Die HOMÖOPATHIE aus der Sicht der Bibel


Viele Leute sind krank in unserer Zeit. Sie finden körperliche und
seelische Hilfe in HOMÖOPATHISCHEN MITTELN. Was ist
HOMÖOPATHIE? Homöopathie bedeutet Heilung mittels
Hervorrufung ÄHNLICHER Leiden. Wir geben hier eine
Aufklärung:
über den Ursprung
die Lehre
die Herstellung und
die Anwendung HOMÖOPATHISCHER MITTEL aus der Sicht der
BIBEL.

Der Ursprung:

1. Epoche: Die Homöopathie hatte ihren gedanklichen Ursprung


"Similia similibus curentur" oder " Ähnliches werde durch
Ähnliches geheilt" unter Hippokrates (460 -375 v. Chr.).

2. Epoche: In der Zeit der Renaissance durch Paracelsus. (1493-


1541 n. Chr.)
Paracelsus, Theophrastus von Hohenheim war Arzt, Chemiker,
ASTROLOGE, CHIROMANTIKER (Wahrsager) und ALCHEMIST
(Spagyriker).
Paracelsus war der eigentliche Vorläufer Samuel Hahnemanns.
Für Paracelsus waren alle das homöopathische Prinzip
kennzeichnenden Arzneien ein Geheimmittel, etwas Unsagbares,
Unvergleichliches, dessen Kraft, wie er glaubte, tausendmal
stärker wirkte als der Stoff, die Ursubstanz selbst.
Oder wie Hahnemann sagte, "dass jede Arznei NICHT auf Grund
ihrer chemischen Bestandteile, sondern durch ihre
DYNAMISCHE, GEISTARTIGE KRAFT wirkt“.
(§16 des Organon der Heilkunst, Anmerkung 53)

3. Epoche: Unter Samuel Hahnemann (1755 - 1843 n. Chr.) In


dieser 3. Epoche unter Samuel Hahnemann entstand dann die
endgültige Form und Entfaltung der heutigen Lehre der
Homöopathie. Alle hier folgenden Darstellungen und Auszüge,
sowie Zitate über das Leben Samuel Hahnemanns und die
Entwicklung der heutigen Homöopathie, sind dem Buch von
Herbert Fritsche: "Idee und Wirklichkeit der Homöopathie"
Similia similibus curentur“, entnommen.
Der Autor Herbert Fritsche bezeugt, dass „alles Dargestellte sich
urkundlich belegen lässt, und alle Zitate wörtliche Wiedergaben
seien“.
Das Buch von Herbert Fritsche "Samuel Hahnemann - Idee und
Wirklichkeit der Homöopathie", wird als die beste Biographie
Samuel Hahnemanns bezeichnet.
Da wir in Deutschland und in der Schweiz, Freiheit der religiösen
Meinungsäußerung haben, will ich hier auf die Lehre
Hahnemanns, in Bezug auf die Bibel, hinweisen.
Es liegt mir in jedem Falle fern, den Autor, Herbert Fritsche
anzugreifen und ihn in Misskredit zu bringen!
Herbert Fritsche schrieb anstatt einer Widmung in dem oben
erwähnten Buch an seinen Freund Dr. med. Otto Buchinger: hier
einige Ausschnitte daraus:

"Als mich 1942 der TEUFEL (mit dem es die Homöopathie als die
kunstgerechte Verwerterin des GIFTIGEN besonders intim zu tun
hat) unnachsichtlich ritt, dieses mein Buch hier zu schreiben, da
geschah's bei Dir in Bad Pyrmont, mitten in Deiner biologischen
Kuranstalt. Wir wussten, Du der Gereifte und ich der heurige
Hase, dass der alte Hahnemann ein ZAUBERER war, ein
magischer Mensch - und das heißt stets: ein Methodiker im
FEINSTOFFLICHEN. In Deinem Pyrmonter Dachsbau durfte ich
den alten Hahnemann BESCHWÖREN - und siehe: ER
ERSCHIEN. Du gabst den SEGEN dazu. Du bist Spezialist des
Segnens, wie ich Spezialist für TEUFELSPAKTE bin.
Eine sachgemäße Kombination, denn die HOMÖOPATHIE, was
ist sie anders als ein SEGEN- und TEUFELSPAKT-INZEST
(Inzest insofern, als nach meinem besten Wissen und Gewissen
die Instanzen, die SEGEN und SATANISMEN spenden,
GESCHWISTER sind)! Wir bangten Tag und Nacht um dies und
jenes, aber um eines bangten wir nie: um die Zukunft der
Homöopathie Hahnemanns. Und deshalb RUFEN von DRÜBEN
die Stimmen der GEISTER, die Stimmen der MEISTER ihren ewig
gültigen Refrain: "Wir heißen euch hoffen!"

Christian Friedrich Samuel Hahnemann, geb. 10. April 1755 in


Meißen und gest. 2.Juli 1843 in Paris, ist der Begründer der
heutigen Homöopathie, der Heilkunst durch Arznei, die durch
ihn in Gesetzesform festgelegt ist.
Samuel Hahnemann war:
- Arzt und Chemiker
- Freimaurer
- Spiritist
- Zauberer, ein magischer Mensch.

Hahnemanns Glaube wurde von der östlichen, chinesischen


Religion bestimmt.
Sein Vorbild war Konfuzius. (Gründer der chinesischen
Staatsreligion) ( 551- 479 v. Chr.)
Alle Bemerkungen in den nachfolgenden "Auszügen", die in
einer Klammer stehen, sind Erklärungen des Verfassers zum
besseren Verständnis.
Hahnemann arbeitet als Medizinstudent in Wien, im Jahre 1777
in dem Spital der Barmherzigen Brüder, an der Seite des
kaiserlichen Leibarztes Dr. Josef von Quarin, als die Mächte aus
dem ABGRUND auf Hahnemann einzuwirken beginnen:
Auszüge (Seite 26):
"Während Hahnemann an der Seite Quarins, des allen ihm
einleuchtenden Methoden wohlgesinnten Klinikers, durch die
Krankensäle der Barmherzigen Brüder schreitet, RÜHRT ihn -
entstofflicht fast und deshalb schulmedizinischer Kontrolle und
Kompetenz in Ewigkeit entzogen - vom sommerlichen Fenster
her ein HAUCH an, der aus einer anderen Landschaft kommt. Ein
HAUCH, in dem VERBORGENES Wissen weht und auch ein
wenig HOHN. Dieser HAUCH ist Hahnemann zum Schicksal
geworden".
2 Jahre später, im Frühjahr 1779, schreibt Hahnemann in
Erlangen eine Abhandlung über krampflösende Mittel.
Hahnemann ist noch mit den schulmedizinischen Ansichten im
Einklang, als wieder die Mächte aus dem Abgrund auf
Hahnemann einwirken:
Auszug (Seite 31):
"Das Erstlingswerk Hahnemanns fällt nicht aus dem Rahmen
des schulmedizinischen Denkens der Zeit. Eine lange Liste
krampflösender Mittel ist darin zusammengestellt, aber wieder
weht der HAUCH aus dem ABYSSUS (ABGRUND) ganz leise in
die kühle Luft hinein."
Hahnemann verspürt einen, noch unbewussten Drang zu den
Mächten, um dort das Wissen und die Erleuchtung zu suchen.
Auszüge (Seite 35):
"Der Trieb, hineinzusteigen ins INNERE der Erde, lebt mit
elementarer Wucht... um ein Erleuchteter zu sein. Indem ich
HINABSTEIGE, steige ich empor. Da ist er wieder, der chymische
(nicht ans Ende angelangte) WIND, der schon in Wien durchs
Fenster wehte."
Hahnemann lässt sich immer weiter vom schulmedizinischen
Denken und Handeln abbringen. Er wendet sich zuerst zur
Chemie, und gibt schließlich den Arztberuf auf:
Auszüge: (Seiten 37, 40, 41, 44)
"Hahnemanns Zutrauen zum Arztberuf zerrinnt mehr und mehr.
Hahnemann ist entschlossen der Medizin neue, wohlbegründete
Methoden zu geben. Hahnemanns Weg wendet sich mehr und
mehr der Chemie zu. Er gibt auf, Arzt zu sein. "Wage, weise zu
sein" . Die Mächte aus dem ABGRUND lehren Hahnemann das
Geheimnis der Homöopathie „Ähnliches werde durch Ähnliches
geheilt ".
Es ist eine ganz andere Behandlungsart und Anschauung über
Krankheiten und den Menschen, als die der Schulmedizin.

1790 ist das Jahr, in dem die Homöopathie „geboren“ wird.


DIE FINSTERNISMÄCHTE aus dem ABGRUND inspirieren
Hahnemann, Selbstversuche am gesunden Menschen, mit
GIFTIGEN, dem Menschen SCHÄDLICHEN Stoffen
(Ursubstanzen) zu machen.
Auszüge (Seiten 50, 51, 122, 57):
„1790 ist das Jahr, in dem Hahnemanns DUNKEL DICHT genug
ist, um den STERN (das Geheimnis der Homöopathie) zu
gebären. Da jagt ihm eine INTUITION durch Herz und Hirn, wie
ein Blitz: 'Was braucht der Arzt, um sichere Kenntnis der
Arzneiwirkung eines bestimmten Mittels zu erlangen? Er braucht
Einblick in die Auseinandersetzung der KRÄFTE dieses Mittels
mit dem Menschen. Arzt, WILLST DU wirklich wissen, WAS DU
verordnest, SO ERPROBE ES zunächst auf seine Wirkung am
Gesunden!' Aus dem ABYSSUS (ABGRUND) ist ihm SEINE
INTUITION GEKOMMEN, in den ABYSSUS (ABGRUND) muss er
selbst hinein - er selbst, seine Frau, seine Kinder und sein als
Werdeziel vor ihm aufschimmerndes LEBENSWERK. Abyssus
abyssum invocat. EIN ABGRUND RUFT DEN ANDEREN AN.
Hahnemanns Weg führt mitten ins MYSTERIUM (Geheimlehre)
des Menschentums. Länder im Zwielicht tauchen auf,
Schattenländer, Schlünde des ABGRUNDS“ .
Hahnemann befolgt die INTUITION - Selbstversuche zu machen -
die er aus dem ABGRUND bekommen hat.
Hahnemanns Selbstversuch am Gesunden besteht darin, eine
dem Menschen GIFTIGE, SCHÄDLICHE Substanz einzunehmen,
bis sich Vergiftungserscheinungen zeigen.
Die Symptome, die durch diese Vergiftung entstehen, schreibt er
alle ganz genau auf. Dieses nennt man das Mittelbild.
Wie zum Beispiel einer seiner Selbstversuche, die Hahnemann
mit dem GIFTIGEN Tollkirschenextrakt (Belladonna) machte:
Auszüge (Seite 77, 78):
„Hahnemann stellt einen Tollkirschenextrakt her und setzt sich
selbst in vorsichtiger und planvoller Weise dessen Wirkungen
aus. Allmählich beginnen seine Halsschlagadern zu klopfen, im
Rachen und auf der Zunge herrscht lästige Trockenheit, das
Gesicht glüht, ein bellender Husten erschüttert die Brust, immer
mehr und mehr Symptome treten auf. Er notiert sie sorgsam,
sowohl die objektiv wahrnehmbaren als auch die subjektiven,
die das Gemüt betreffen. Verlangen nach frischer Luft, Neigung
zu Tränen usw. All das gehört mit zu den Prüfungssymptomen
und muss registriert werden. Klagt ein Patient (der krank ist)
sein Leiden, indem er auf die Trockenheit im Mund und Rachen
hinweist, auf das Klopfen der Halsschlagadern, die Hitze im
Kopfgebiet, den bellenden Husten, so spricht bereits dies für
eine ÄHNLICHKEITSBEZIEHUNG seines Krankheitsbildes zu den
Erscheinungen, die der Tollkirschenextrakt beim Gesunden
hervorruft. Je ÄHNLICHER sich die Erscheinungsreihen
(Symptome) des Krankheitsbildes und des Prüfungsergebnisses
sind, desto besser passt die Arznei."
In diesem obengenannten Beispiel hätte Hahnemann dem
Patienten einen hoch verdünnten und verschüttelten
Tollkirschenextrakt (Belladonna) als HOMÖOPATHISCHES
HEILMITTEL mitgegeben, da sich die Symptome sehr ÄHNLICH
sind.

Von diesen Selbstversuchen mit GIFTIGEN, SCHÄDLICHEN


Stoffen, praktizierte er Hunderte an sich selbst.
Die Familie von Hahnemann, seine Frau und seine Kinder
mussten auch diese Selbstversuche an sich selbst mit
GIFTIGEN und SCHÄDLICHEN Stoffen mitmachen.
Auszüge (Seiten 74, 77):
"Seine Frau und seine Kinder mussten sich für Arzneiversuche
zur Verfügung stellen - mussten einnehmen, beobachten und
ihm die auftretenden Beschwerden mitteilen“.
So wusste nun Hahnemann, wie jede dieser GIFTIGEN und
SCHÄDLICHEN Substanzen im gesunden Körper wirkte.
Der allererste Selbstversuch, den Hahnemann an sich machte,
erprobte er mit der Chinarinde.
Das Geheimnis des VERDÜNNENS und des VERSCHÜTTELNS
wurde Hahnemann auch offenbart von den MÄCHTEN.
Auszüge: (Seiten 237, 98)
"Hahnemann entdeckte das große Geheimnis der
ENTSTOFFLICHTEN Arznei (VERDÜNNUNG) und der
Potenzierung (VERSCHÜTTELUNG). Hahnemann stellte von
jeder der GIFTIGEN und SCHÄDLICHEN Substanzen, deren
Wirkung er ja kannte, homöopathische Heilmittel her, die sehr
hoch VERDÜNNT waren und VERSCHÜTTELT wurden.“
(Dieses geheime Herstellungsverfahren der VERDÜNNUNG ist in
dem Abschnitt: "Herstellungsverfahren homöopathischer Mittel"
auf Seite 16 erklärt).
Auszüge (Seiten 191, 192):
"Hahnemann entgeht es nicht, dass er mit seinen höheren und
höchsten Verdünnungsgraden, wenn das Mittel richtig gewählt
ist, die höchsten Heilerfolge erzielt. Hahnemann erfährt, dass die
Potenz C30 die stärksten Heilwirkungen ausübt. Es handelt sich
um eine VERDÜNNUNG 1 zu 1 Dezillion, von der man eine vage
Vorstellung erst erlangen kann, wenn man sie in Zahlen
ausschreibt: 1 zu 1 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000
000 000 000 000 000 000 000 000 000. In Hahnemanns Potenz
C30 ist nur noch die "Gnade", nur noch das Heilende der
(HOMÖOPATHISCHEN) Arznei, der "Leib“, das Physikalisch-
Chemische, ist ganz und gar verschwunden“.
Auch das VERSCHÜTTELN homöopathischer Arzneien mit der
Hand war unerlässlich. Es setzte die DYNAMISCH „Geistartige"
Kraft frei.
Auszüge(Seiten 191, 193, 93, 189, 169, 96, 120, 105, 198):
"Mit starken, systematischen, wiederholenden VERSCHÜTTELN
mit der Hand, machte Hahnemann, die VERDÜNNTEN
(homöopathischen) Arzneien DYNAMISCH, als Arznei höchst
wirksam. Durch die besonderen Herstellungsverfahren,
(VERDÜNNUNG und VERSCHÜTTELUNG) wirken und heilen die
(homöopathischen) Arzneien indirekt - DYNAMISCH (Kraftvoll) -
feinstofflich - "GEISTARTIG“. Im Gegensatz zu unverdünnten
Stoffen, die chemisch - stofflich - direkt wirken ".

Hahnemann kommt mit den Heilungen chronischer Krankheiten


nicht voran.
Hahnemann konnte früher nur Krankheiten heilen, die akut
waren. In seinen Selbstversuchen, mit GIFTIGEN,
SCHÄDLICHEN Substanzen entstanden immer nur
Krankheitssymptome der Vergiftungen. (Beispiel:
Tollkirschenextrakt)
Hahnemann sucht Hilfe bei den MÄCHTEN, um auch chronische
Krankheit heilen zu können.
In das Geheimnis der Behandlung, von chronischen, auch
generationsbedingten Krankheiten, mit ganz bestimmten,
auserwählten homöopathischen Mitteln, wird Hahnemann
eingeführt. (Hahnemann nannte die chronischen Krankheiten
der Ursache wegen: PSORA).
Hahnemann erscheinen Heraklit, ein griechischer Philosoph,
Paracelsus, Hahnemanns Vorläufer der Homöopathie, und
Mesmer, ein MAGIER, der auch zur Zeit Hahnemanns in Paris
lebt, der die Lehre von der Heilkraft des MAGNETISMUS
praktiziert.
Auszüge (Seiten 214, 200)
„Wo Hahnemann hingegen als Erkennender ringt, und um
Erleuchtung bittet, gerät er in enge GEISTESNACHBARSCHAFT
zum Osten. KONFUZIUS ist sein Vorbild. Hahnemann muss...auf
ein fernes Rauschen lauschen, das vom OSTEN kommt. Es ist
das Rauschen des GÖTTERSTROMES Ganga... die heilige Flut
aus dem Gebirge der GÖTTER... ABGRÜNDIG,
SCHRECKENERREGEND, der keine Ufer kennt. Allerlei Schatten
bedrängen sein Pult. Heraklit ist da. Auch Mesmer, der NOCH in
seinem Fleisch wohnt, schreitet als PHANTOM durchs Zimmer.
Der von Hahnemann verachtete Paracelsus stützt sich auf sein
Schwert mit dem Knauf, der das dunkle Wort Azoth trägt. SIE
DICHTEN MIT AN DER „Psoraballade"."
Die Lehre und Behandlung von chronischer, auch
generationsbedingter Krankheiten, wird hier in der Entstehung,
PSORABALLADE genannt.
Die Heilungen in der HOMÖOPATHIE wird von den GEISTERN
bewirkt, denen Hahnemann sich immer mehr verschwört.
Auszüge (Seiten 290, 120, 165):
„Hahnemanns Umgang mit den MÄCHTEN wurde immer
intensiver. Er verschwört sich immer mehr in seinem Denken
und Handeln dem FEINSTOFFLICHEN, dem "GEISTARTIGEN".
Der jeden einzelnen Arzneistoff zur Heilung besonderer
Krankheitszustände beseelende individuelle GEIST lässt sich
nicht mit Händen betasten, sondern ist bloß aus seinen
Wirkungen im lebenden Körper erkennbar“.
Wohlgemerkt: Der "individuelle GEIST, der die Arznei zur
Heilung "beseelt", ist nur als GEIST unerkennbar, in seiner auf
den Organismus gerichteten Wirktätigkeit offenbart ER sich aber
".
Hahnemann hat, die dem Menschen GIFTIGEN, SCHÄDLICHEN
Substanzen verehrt.
Hahnemann hat den Umgang und Gebrauch mit den GIFTIGEN,
SCHÄDLICHEN Substanzen - die von SATAN in die Welt gesät
wurden -, von den MÄCHTEN gelernt.
Es war das GEHEIMNIS des GIFTES, es in Heil zu verwandeln.
Auszüge (Seiten 282, 280, 217, 260, 181, 122, 109, 260, 261):
„Hahnemann, ein ZAUBERER, der jeden Geplagten mit seinen
hochpotenzierten Arzneien (VERDÜNNT und VERSCHÜTTELT)
gesund machte. Hahnemann, ein aufflammender MAGIER,
beinahe ein Wundertäter. Hahnemann...hat viel BITTERES
geschluckt. Viel GIFT ist in seinem Leben. Denn nie zuvor, hat
sich ein Arzt so wie er mit dem GIFT eingelassen. Unterschwellig
nagt und bohrt eine DUNKLE GEWALT in ihm. Der rastlose
SELBSTVERGIFTER, der es immer wieder darauf ankommen
lässt, mit den GEFÄHRLICHEN und ZERSTÖRERISCHEN in die
Ineinander- und Auseinandersetzung zu geraten. Hahnemanns
Frau kannte die DÄMONEN ihres Mannes. Hahnemann setzte
sich mit ihnen (den GIFTEN) auseinander und suchte nach dem
GEHEIMNIS des GIFTES, um es in Heil zu verwandeln.
So werden ihm die "SCHÄDLICHEN" , "FEINDLICHEN" Stoffe zu
Gegenständen tiefster Verehrung, wie Hahnemann es
ausdrücklich betont. GIFT bleibt nicht Gegner, sondern wird
Freund. Die "Reine Arzneilehre", die Basis jeder Homöopathie,
kam von Hahnemanns erstem Chinarinden-Selbstversuch bis
heute...dadurch zustande,...sie (= Hahnemanns Anhänger)
nahmen das FEINDLICHE, sie nahmen SATANS in die Welt
gesäte Substanzen und LUZIFERS mit WAHN und TOD lockende
Elixiere, gastlich in sich auf, sie LERNTEN, was es damit auf
sich hat.“

Hahnemanns Heilkunst ist eine echte KETZEREI (Götzendienst).


Die Auswirkung der HOMÖOPATHIE auf Hahnemanns Familie:
Auszüge (Seiten 183, 76, 182, 185, 63, 226):
“Die Kinder Hahnemanns schlagen mehr oder weniger fehl.
Soweit die Töchter heiraten, scheitern die Ehen. Zwei Töchter
werden - unabhängig voneinander – ermordet. Die übrigen
werden von neurotischer Angst geplagt. Zwillinge werden
geboren, eines der Mädchen kam tot zur Welt. Ein weiteres Kind
Hahnemanns, der Knabe Ernst, ging an den Folgen des
Wagenunfalls bei Mühlhausen als Säugling zugrunde.
Hahnemanns Sohn Friedrich, (der auch Homöopathie betrieb)
übernahm vom Vater die zigeunerhafte UNRAST. Sein Sohn
musste zu Ende leben, was sein Vater ihm an Dämonie mitgab.
Er ging im Wahnsinn unter. Hahnemanns Frau Henriette starb an
einer BÖSARTIGEN Lebergeschwulst“.
Hahnemann machte Selbstversuche mit dem Menschen
GIFTIGEN, SCHÄDLICHEN, FEINDLICHEN Substanzen. Auch
seine Familie machte diese Selbstversuche mit. Solche
Inspirationen, Selbstversuche mit GIFTIGEN, SCHÄDLICHEN,
dem Menschen FEINDLICHEN Substanzen zu machen und sich
zu schaden, kamen aus dem Reich der Finsternis.
Denn: Im Gegensatz zu der Schrift:

Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst


versucht niemand. (Jak.1,13)

Ohne diese Selbstversuche mit GIFTIGEN, SCHÄDLICHEN, dem


Menschen FEINDLICHEN Substanzen, wie Hahnemann sie
machte, wären die HOMÖOPATHISCHEN Mittel nicht entstanden.
Diese GIFTIGEN, SCHÄDLICHEN Substanzen waren die
Grundlage der homöopathischen Mittel.
Denn von jeder dieser Substanzen, die von Hahnemann und
seiner Familie eingenommen wurde, machte er später
HOCHVERDÜNNTE, VERSCHÜTTELTE, homöopathische
Heilmittel.

Die HOMÖOPATHIE und ihr Ursprung aus der Sicht der Bibel.
Hahnemann war ein ZAUBERER.
Auszug (Seite 282):
"Hahnemann ein ZAUBERER, der jeden Geplagten mit seinen
hochpotenzierten Arzneien (die "GEISTARTIG" wirkten) gesund
machte“.

Im Gegensatz zu der Schrift:


„...dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn
oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei,
Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder
Bannungen oder Geister-beschwörungen oder Zeichendeuterei
vornimmt oder die Toten befragt." (5.Mose 18,10-11)

SATAN wirkt Wunder durch Menschen, die religiös sein können,


aber dem Evangelium Jesu Christi NICHT gehorchen.
Hahnemann wollte mit den Heilungen, (akuter u. chronischer
Krankheiten) durch seine HOMÖOPATISCHEN MITTEL, die
Menschen Gott ÄHNLICH, selig und vollkommen machen.
Hahnemann lehnt Jesus Christus als Erlöser ab.

Auszug (Seite 217):


"In Wahrheit will Gott von uns, dass wir als Erleuchtete und
Zugleich als Liebende ALLES DASEIN durchläutern -
durchglühen -HEILEN - und neu machen. Den DUNKLEN Urstoff
gilt es zu potenzieren, seine rohen Energien in lebendige
KRÄFTE des Heils zu wandeln, bis das Geschaffene - dem
Schöpfer nahe ist, bis wir - nach Hahnemanns eigenen Worten -
uns seiner Vollkommenheit und Seligkeit nähern und ihm
ÄHNLICHER werden in alle Ewigkeit".

Im Gegensatz zu der Schrift:


Jesus Christus sagt: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das
Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh. 14,6)

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht
wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens
haben.“ (Joh. 8,12)

„...ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh. 15,5)

Gott selber sagt:


„Ich will den dritten Teil durchs Feuer gehen lassen und läutern,
wie man Silber läutert, und ihn prüfen, wie man Gold prüft. Die
werden dann meinen Namen anrufen und ich will sie erhören.
Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen: HERR,
mein Gott!" (Sach. 13,9)

JESUS CHRISTUS HEILTE die Menschen DURCH DIE KRAFT


DES LEBENDIGEN GOTTES.

DIE LEHRE:
Der Lehrsatz der Homöopathie lautet: "Similia similibus
curentur" – „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.
Mit anderen Worten: Krankheit werde durch eine ÄHNLICHE
Krankheit geheilt.

Ist die Homöopathie Pflanzenheilkunde ? NEIN.


Sie hat NICHTS mit der Pflanzenheilkunde zu tun.

In der Pflanzenheilkunde werden:


Pflanzen: Blüten - Blätter - Wurzeln - Früchte - Beeren und dgl.
verwendet, um zu Tee, pflanzlichen Extrakten, Tabletten oder
Salben verarbeitet zu werden.
GRUNDSUBSTANZEN:
Grundsubstanzen der HOMÖOPATHIE bilden nicht nur Pflanzen,
sondern auch:
Tiere wie: Fliegen, Bienen, Spinnen, Schlangengifte,
Ochsengalle und dgl. mehr werden zu homöopathischen
Medizinen verarbeitet sowie: Organe, Urin, Blut,
Tuberkelbazillen, Oralauszüge: Nabelschnur usw. Auch alle
Stoffe des Mineralreiches werden zu sogenannten "Heilmitteln"
verwendet, wie zum Beispiel:
Graphit, ein weiches, schwarzes Mineral aus reinem Kohlenstoff.

HERSTELLUNG homöopathischer Mitte!:


Das "Geheimnis" der Herstellung, das auf Samuel Hahnemann
zurückgeht, besteht aus 2 Vorgängen:

Erster Herstellungsvorgang sind die Potenzen, d.h. die


VERDÜNNUNG.
Als zweiter Vorgang soll das Mittel, nach Hahnemann, nach
jeder VERDÜNNUNG 10 mal GESCHÜTTELT werden
(Potenzierugsprozeß) mit Ausnahme der C = Centesimal-
Potenz, die nach jeder VERDÜNNUNG 100 mal GESCHÜTTELT
wird. Durch diese starken, systematischen, wiederholenden
Verschüttelungen, werden die Mittel DYNAMISCH, KRAFTVOLL,
GEISTARTIG, als Arznei höchst wirksam gemacht.

Im Gegensatz zu der Schrift:


Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das
Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

Die HOMÖOPATHIE ist ein ganz und gar ANDERES Gebiet, als
die Pflanzenheilkunde.
Diesen 2 Vorgängen des VERDÜNNENS und VERSCHÜTTELNS
wird die OKKULTE HEILKRAFT zugeschrieben.

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht
wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens
haben.“ (Joh. 8,12)

„...ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh. 15,5)

Gott selber sagt: „Ich will den dritten Teil durchs Feuer gehen
lassen und läutern, wie man Silber läutert, und ihn prüfen, wie
man Gold prüft. Die werden dann meinen Namen anrufen und
ich will sie erhören. Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie
werden sagen: HERR, mein Gott!“ (Sach. 13,9)

JESUS CHRISTUS HEILTE die Menschen DURCH DIE KRAFT


DES LEBENDIGEN GOTTES.

Die Potenzierung = VERDÜNNUNG muss nach folgenden


Vorschriften von Hahnemann geschehen:

D = Dezimal-Potenzen:
Man nimmt 1 Teil des Ausgangsstoffes (Pflanzen, Tiere,
Minerale, menschliche Sekrete). Dies nennt man URSUBSTANZ.
Zu dieser Ursubstanz gibt man 9 Teile Alkohol (Weingeist) oder
Milchzucker. Dann erfolgt ein 10maliges SCHÜTTELN. Dies
ergibt die D1.
Von dieser Mischung (D1), die einen Teil Grundsubstanz und 9
Teile Alkohol (Weingeist) oder Milchzucker enthält und 10 mal
geschüttelt wurde, nimmt man wieder nur einen Teil (D1) und
VERDÜNNT DIESEN mit 9 Teilen Alkohol (Weingeist) oder
Milchzucker. Dies ergibt die D2 = Dezimalpotenz 2.
Nun muss diese Mischung (D2) wieder 10 mal GESCHÜTTELT
werden, bevor sie ihre Wirkung entfaltet. Davon wird wieder nur
1 Teil (D2) genommen und mit 9 Teilen Alkohol (Weingeist) oder
Milchzucker VERDÜNNT. Dann erfolgt ein 10maliges
SCHÜTTELN. Dies ergibt die D3 Dezimalpotenz 3 usw.
Dieses VERDÜNNEN und 10malige SCHÜTTELN nach jedem
Verdünnungsvorgang kann ins Unendliche fortgeführt werden.
Die Verdünnung der Ursubstanz der D1 beträgt: 1 zu 10
Die Verdünnung der Ursubstanz der D2 beträgt: 1 zu 100
Die Verdünnung der Ursubstanz der D3 beträgt: 1 zu 1000 usw.
Nun müsste man ja denken, dass eine Substanz in ihrer Wirkung
schwächer wird, wenn man sie verdünnt.
Im natürlichen Bereich ist das auch so.
Beispiel:
Essigessenz plus 5 Teile Wasser ergibt Essig und nicht eine
stärkere Essigessenz.
Aber in der Homöopathie, und darin besteht das OKKULTE,
entwickelt sich die Wirksamkeit gerade durch die VERDÜNNUNG
und das 10malige SCHÜTTELN.
Ab einer „D 24“ = 24 x 1 Teil plus 9 Teile mit Alkohol verdünnt, je
10 x geschüttelt, ist nicht einmal ein Molekül enthalten, d. h.
chemisch ist KEIN Molekül mehr nachweisbar. Jetzt wirken nur
noch die dynamischen Schwingungen der Homöopathie.
Neben diesen D gleich Dezimal-Potenzen (1 Teil plus 9 Teile) gibt
es noch die C gleich Centesimal-Potenzen (1 Teil plus 99 Teile)
und LM Potenzen (1 Teil plus 49999 Teile)

C = Centesimal-Potenzen:
Hier ist die Verdünnung 1 Teil plus 99 Teile, d.h. 1 Teil
Ursubstanz wird mit plus 99 Teile Alkohol (Weingeist) oder
Milchzucker VERDÜNNT. Dann erfolgt ein 100maliges
SCHÜTTELN. Dies ergibt dann die C1 = 1. Centesimal-Potenz.
Von dieser Mischung (C1) die aus einem Teil Ursubstanz und 99
Teilen Alkohol (Weingeist) oder Milchzucker besteht, nimmt man
1 Teil (C1) und fügt als VERDÜNNUNG wieder 99 Teile Alkohol
(Weingeist) oder Milchzucker hinzu. Dann erfolgt ein 100maliges
SCHÜTTELN. Dies ergibt dann die C2 = 2. Centesimal-Potenz
usw.
Dieses VERDÜNNEN und100malige SCHÜTTELN nach jedem
Verdünnungsvorgang kann ins Unendliche fortgeführt werden.
Die Verdünnung der Ursubstanz der C1 beträgt: 1 zu 100
Die Verdünnung der Ursubstanz der C2 beträgt: 1 zu 10 000
Die Verdünnung der Ursubstanz der C3 beträgt: 1 zu 1 000 000
Die Verdünnung der Ursubstanz der C4 beträgt: 1 zu 100 000 000
usw.

LM Potenzen:
Die höchsten Verdünnungen pro Herstellungsvorgang sind die
LM Potenzen.
LM steht für 50 000-fache Verdünnung, d. h. 1 Teil Ursubstanz
plus 49999 Teile Alkohol.
Auch hier erfolgt die Verdünnung nach demselben Prinzip.
1 Teil Ursubstanz wird mit plus 49999 Teilen Alkohol (Weingeist)
VERDÜNNT. Dann erfolgt ein 10-maliges SCHÜTTELN. Dies
ergibt dann die LM 1.
Von dieser Mischung (LM 1) nimmt man zur Herstellung der LM 2
1 Teil ( LM 1) und VERDÜNNT sie mit plus 49999 Teilen Alkohol
(Weingeist). Dann erfolgt ein 10maliges SCHÜTTELN. Dies ergibt
dann die LM 2 usw.
LM-Potenzen werden überwiegend in 6er Stufen angewandt, d.h.
als LM 6, LM 12, LM 18, LM 24, LM 30, LM 36 usw. Nach oben
sind keine Grenzen gesetzt.
Die LM-Potenzen sind zu Zeit bis zur LM 120 erhältlich.

D = Dezimal-Potenz
d. h., dass das Verdünnungsverhältnis hier bei D immer
(ausgehend von der Ursubstanz) aus:
1 Teil Substanz plus 9 Teile Alkohol - als VERDÜNNUNG besteht.

C = Centesimal-Potenz
d. h., dass das Verdünnungsverhältnis hier bei C immer
(ausgehend von der Ursubstanz) aus:
1 Teil Substanz plus 99 Teile Alkohol - als VERDÜNNUNG
besteht.
LM = Potenzen
das heißt, dass das Verdünnungsverhältnis hier bei LM immer
(ausgehend von der Ursubstanz) aus:
1 Teil Substanz plus 49999 Teile Alkohol, - als VERDÜNNUNG
besteht.

Die Zahl, hinter den Buchstaben D, C, LM, sagt aus, wie oft ein
Verdünnungsvorgang wiederholt worden ist.

Als Beispiel: China D 15


D = Dezimal-Potenz steht hier für das Verdünnungsverhältnis: 1
Teil plus 9 Teile Alkohol
15 = steht für die Anzahl der Verdünnungsvorgänge. Der
Verdünnungsvorgang ist also 15 mal ausgeführt worden.

Als Beispiele seien hier die VERDÜNNUNGSGRADE


(Verdünnungsverhältnisse) von einigen LM -Potenzen
aufgeführt:
Bei der LM 1 (1 Teil Ursubstanz plus 49 999 Teile Alkohol) wurde
die Ursubstanz 49 999 mal verdünnt und 10 mal geschüttelt. Das
Verdünnungsverhältnis beträgt bei der LM 1 = 1 zu 50 000.
Diese Mischung wird 10 mal GESCHÜTTELT.
Bei der LM 2 beträgt das Verdünnungsverhältnis: 50000 x 50000
= 1 zu 125 000 000 000 000. Diese Mischung wird 10 mal
GESCHÜTTELT.
Bei der LM 3 beträgt das Verdünnungsverhältnis: 125 000
000000 000 x 50000 = 1 zu 6 250 000 000 000 000 000. Diese
Mischung wird 10 mal GESCHÜTTELT.
Bei der LM 4 beträgt das Verdünnungsverhältnis:
6 250 000 000 000 000 000 x 50000 = 1 zu 312 500 000 000 000
000 000 000. Diese Mischung wird 10 mal GESCHÜTTELT.
Bei der LM 5 beträgt das Verdünnungsverhältnis:
312 500 000 000 000 000 000 000 x 50000 = 1 zu 15 625 000 000
000 000 000 000 000 000.
Diese Mischung wird 10 mal GESCHÜTTELT.
Hergestellt werden die LM-Potenzen von LM 1 bis LM 120.

Eine LM 18 kann nicht mehr von mir errechnet werden, da sie


zahlenmäßig keinen Platz mehr hat auf diesem Blatt.
Um die Verdünnungen bis LM 120 zu errechnen, bräuchte man
einen Computer. Es wären astronomisch große Zahlen, die kein
Mensch mehr lesen und erfassen könnte.

ANWENDUNG:
Diese LM - Potenzen sind HOCH WIRKSAM. Diese besondere
Potenzart gilt als: die KRÄFTIGSTE und zugleich MILDEST
WIRKENDE, d.h. als die VOLLKOMMENSTE, nach Hahnemanns
Aussage.
Sie wirken auf die Psyche und die körperlichen Leiden des
Menschen. Oft genügt schon 1-2 Tropfen eines
homöopathischen Mittels in der VERDÜNNUNG von LM 18 und
der Mensch ist geheilt.
Es wird auch oft mit Hilfe des PENDELS entschieden, welche
Potenz (VERDÜNNUNG) verabreicht wird.
Hahnemann lehrte die OKKULTE Wirkung der Homöopathie in
Mitteln, die VERDÜNNT und 10 mal GESCHÜTTELT werden
MÜSSEN, um zu wirken.
Die homöopathischen Mittel wirken auch besonders gut bei
Tieren, Kindern sowie Säuglingen, Bewußtlosen und
Ohnmächtigen.

Homöopathische Mittel werden in folgenden


Darreichungsformen hergestellt:
zum Einnehmen - als Tropfen (Flüssigkeit)
- als Tabletten/Dragees
- als Pulver
- als Globuli (kleine Kügelchen) zum Einreiben
- als Salben
- als Ampullen zum Spritzen

Alle homöopathischen Mittel sind käuflich - ohne Rezept - nur in


der Apotheke erhältlich.

Wie erkennt man HOMÖOPATHISCHE Mittel in seiner


Hausapotheke ?
Sie sind gekennzeichnet mit:
D = Dezimal-Potenz
C = Centesimal-Potenz
LM = Potenz
1. Beispiel: Bryonia D4; Lycopodium D6; Boldo D10; Kal. phos.
D6 usw.
2. Beispiel: Drosera D3; Spongia C30; Silicea D1000; Aspis
D6000; Graphits C3; Lachesis D8 usw.
3. Beispiel: Thuja LM12 oder Nux vomica LM 18 usw.

ACHTUNG: VITAMIN C und das VITAMIN D3 hat NICHTS mit der


Homöopathie zu tun.

HOMÖOPATHISCHE Mittel gibt es als Komplex Mittel, d. h. dass


mehrere homöopathische Mittel in einem Medikament sind.
HOMÖOPATHISCHE Mittel gibt es auch als Einzelmittel, d. h. sie
sind einzeln in jeder gewünschten Potenz zu haben.
HOMÖOATHISCHE Mittel können auch in rein pflanzlichen
Präparaten enthalten sein, auch hier wieder erkennbar durch die
Kennzeichen: D, C, (LM).
Rein pflanzliche Mittel werden NICHT verdünnt nach der
Vorschrift Hahnemanns:
1 Teil Ursubstanz plus 9 Teile Alkohol oder
1 Teil Ursubstanz plus 99 Teile Alkohol oder
1 Teil Ursubstanz plus 49 999 Teile Alkohol.

Rein pflanzliche Mittel werden NICHT nach der Vorschrift


Hahnemanns 10 mal geschüttelt.
Rein pflanzliche Mittel haben auch KEINE Kennzeichen der
Potenzangaben wie: D, C, LM.

Wie erkennt man REIN PFLANZLICHE Mittel ohne Homöopathie


in seiner Hausapotheke?
Beispiele für rein pflanzliche Mittel:
1. Beispiel: eine Tropfenmischung
Extr. Taraxacum 30.0
Tinct. Boldo 10.0
Ol.Carduus Marianus 5.0
Extr. fluid. Hyperici aa ad 50.0

2. Beispiel: ein Tee


Herb. Hyperici 20.0
Flor. Chamomillae 20.0
Sem. Juniperi 5.0
Fruct. Cynosbati 15.0
Fol. Calendulae 30.0
Rad. cum Herb. Taraxaci aa ad 100.0

Gott hat weder ähnliches mit ähnlichem geheilt , NOCH


Krankheit mit Krankheit, SONDERN JESUS CHRISTUS HEILTE
die Menschen DURCH DIE KRAFT DES LEBENDIGEN GOTTES.

DIE NOSODEN
Lehre von ERBGIFTEN und EIGENGIFTEN:

Die Nosoden sind homöopathische Mittel (die allgemein aus


Krankheitsstoffen bestehen.
Nosoden sind eine Gruppe HOMÖOPATHISCHER MITTEL, die

1. die Aufgabe haben: die ERBBELASTUNGEN (Erbgifte) von


Kindern und von Erwachsenen auszuschalten.
Folgende Nosoden sollen die ERBBELASTUNGEN (Erbgifte)
ausschalten:
zum Beispiel: Luesinum D30 - D200 auch höher
Tuberculinum D30 - D200 auch höher
Syphillinum D30 - D200 auch höher
Medorrhinum D30 - D200 auch höher
werden zum Beispiel auch vorzugsweise in erster Linie
Schwangeren gegeben, damit das Kind ohne
ERBBELASTUNGEN (Erbgifte) zur Welt kommt.
Auch diese Nosoden werden nach der Vorschrift Hahnemanns
VERDÜNNT und 10 mal GESCHÜTTELT.

Nosoden sind eine Gruppe HOMÖOPATHISCHER MITTEL, die


2. die Aufgabe haben: die EIGENGIFTE von durchgemachten
Krankheiten auszuschalten.

Eine solche Nosode wäre zum Beispiel:


Influenzinum (Grippe-Nosode), die auch nach der Vorschrift
Hahnemanns VERDÜNNT und 10 mal GESCHUTTELT wird.

D I E S P A G I R I K aus der Sicht der Bibel


Die Spagyrik oder ALCHEMIE
Spagyricus = Alchemist
Der Begründer dieser Lehre war Paracelsus, Theophrastus von
Hohenheim, der Arzt, Chemiker, ASTROLOGE, CHIROMANTIKER
(Wahrsager) und Spagyriker (1493- 1541 n. Chr.). Dieser Name
wird aus dem griechischen „span = ziehen, herausziehen,
trennen" und „ageirein = sammeln, vereinigen", gebildet.
Die Alchemie ist eine Destillationskunst zur LÄUTERUNG der
Substanzen = Heilmittel-
zubereitung - auch in HOMÖOPATHISCHER FORM - aus
Pflanzen und Mineralien.
Sie galt früher als Geheimwissenschaft des Mittelalters, die aus
UNEDLEN Metallen Gold und Silber, zudem das Lebenselixier,
ein Allheilmittel, künstlich herzustellen versuchte.
Im höheren Sinne erstrebt die Alchemie die
HERAUSLÄUTERUNG DES GÖTTLICHEN AUS DEM
NATÜRLICHEN.

Wie erkennt man spagirische Mittel in seiner Hausapotheke?

Sie sind gekennzeichnet mit "spag."

SPAGIRISCHES Mittel:
1. Beispiel:
Extr. Rubiae e rad. 24 ml
Extr. Saxifragae ex herb. 5 ml
Berberis spag. Essenz e cort. 8 ml
Rubia spag. Essenz e rad. 8 ml
Saxifraga spag. Essenz ex herb. 8ml

SPAGIGIRSCHES Mittel HOMÖOPATHISCHER Form:


2. Beispiel:
Berberis spag. D8
Conium spag. D4
Aconit spag. D5
Echinacea spag. D6

Auch mit SPAGIRISCHEN Mitteln werden Krankheiten behandelt.

Im Gegensatz zu der Schrift:


Gottes Wort sagt, dass der natürliche Mensch, der "tot ist in
Sünden und Übertretungen" (Eph.2,1+5) der göttlichen Natur
NICHT teilhaftig ist.
Er wird der göttlichen Natur erst teilhaftig durch den GLAUBEN
an Jesus Christus und den GEHORSAM zu seinem Wort.
Der natürliche Mensch aber vernimmt NICHTS vom Geist Gottes.
(1.Kor.2 ,14)
"Denn fleischlich gesinnt sein ist eine FEINDSCHAFT wider
Gott... ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, so
anders Gottes Geist in euch wohnt."(Röm.8,7+9)
"Teilhaftig WERDEN der göttlichen Natur“ (2 .Petr.1, 4) durch die
Wiedergeburt, wie Jesus sagt: "Wahrlich, wahrlich ich sage dir:
Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist,
so kann er NICHT in das Reich Gottes kommen. Was vom
Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist
geboren WIRD, ist Geist." (Joh.3, 5+6)
"TUT BUSSE und lasse sich ein JEGLICHER taufen auf den
Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, SO werdet ihr
empfangen die Gabe des heiligen Geistes." (Apg.2,38)
Gott selber sagt: ICH WILL den dritten Teil durchs Feuer führen
und LÄUTERN, wie man Silber läutert, und prüfen wie man Gold
prüft. Die werden dann meinen Namen anrufen, und ich will sie
erhören. Ich will sagen: Es ist MEIN VOLK; und sie werden
sagen: Herr, mein Gott!" (Sach. 13,9) Viele werden gereinigt,
geläutert und bewährt WERDEN." (Dan.12,10)

Leicht gekürzte Wiedergabe des Buches:


Die okkulte Heilweise der Homöopathie und Biochemie
Eine Warnung aus biblischer Sicht von Otto Markmann

[mit freundlicher Genehmigung durch Fam. Ernst Burmeister]

Vorwort
Der Verfasser, der mir ein lieber Bruder im Herrn ist, kommt mit
dieser Veröffentlichung einem besonderen Wunsch von mir
nach. In jungen Jahren war ich selbst unwissentlich mit
spiritistischen Kreisen in Berührung gekommen und konnte tiefe
Einblicke in das Reich der Finsternis tun. Dort lernte ich
gleichzeitig die Homöopathie kennen und praktizierte diese
teilweise selbst lange Zeit. Ich war damals mit einem der
berühmtesten und bekanntesten Berliner Heilpraktiker
befreundet, der zu dem spiritistischen Zirkel gehörte und in
seiner gut-gehenden überlaufenen Praxis die Homöopathie bei
seinen Patienten anwendete.
Während ich durch die Gnade und Barmherzigkeit unseres Herrn
aus der spiritistischen Bindung völlig herausgeführt und
innerlich gelöst worden bin und nun schon seit Jahrzehnten in
Seinem Dienst stehe, Sein Wort und die Kraft des Namens Jesus
und Seines Blutes verkündigen darf, war mir der okkulte,
spiritistische Hintergrund der Homöopathie und der aus ihr
herkommenden Biochemie jahrzehntelang nicht bewußt. Heute
danke ich meinem Herrn auch für die Erkenntnis und die
Befreiung von dieser okkulten Heilweise und möchte alle
Geschwister und Leser aus meiner eigenen Erfahrung heraus
warnen und herzlich bitten, alle homöopathischen und
biochemischen Mittel nicht zu nehmen.
Nachdem mir das Wesen der Homöopathie bewußt geworden
war, habe ich alle homöopathischen bzw. biochemischen
Arzneimittel verbrannt und mich im Herzen vor Gott von diesen
Bindungen losgesagt. Wir haben es hier mit einer okkulten
Heilweise zu tun, von der Christen sich fernhalten müssen, weil
sie sonst in Verbindung mit der Finsterniswelt Satans kommen.
Möge unser treuer Herr dieser kleinen Warnschrift weite
Verbreitung und Beachtung schenken und den Leser segnen.

"Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in


Ewigkeit." (Hebr.13, 8)
"Welche auf Ihn schauen, die werden erquickt und ihr Angesicht
wird nicht zu Schanden." (Ps. 34, 6)
Im November 1978
Adolf Neumann

Vorwort zur 2. Auflage


Die zweite Auflage berücksichtigt weiteres Belegmaterial über
die okkulte Heilweise der Homöopathie und nimmt zu
Einwendungen und Zuschriften Stellung.
Der treue Herr schenke dieser Warnschrift weiterhin Verbreitung
und Beachtung und segne den Leser.
Im Mai 1980 Lorenz
Keip Verlag

Gliederung

* Die Gefahr einer dämonischen Bindung


* Zum Begriff der Homöopathie
* Die okkulte Grundlage der Homöopathie
* Die geheime Arzneikraft
* Zur Verdünnung
* Die besondere Kraft der Verdünnung
* Zum Übergang der Kraft in die Arznei
* Die spiritualistischen Auffassungen
* Die Verbindung zum Heilmagnetismus (Mesmerismus)
* Der Mesmerismus
* Die Verbindung zur Homöopathie
* Der Mesmerismus als Quelle des modernen Spiritismus
* Der Zusammenhang mit der Lehre des Paracelsus
* Zur Person Samuel Hahnemanns
* Zur Anerkennung der Homöopathie im Okkultismus
* Über Äther- und Astralkörper
* Die geistige Heilweise der Homöopathie
* Die Homöopathie in hermetischer Betrachtung
* Die Homöopathie und Anthroposophie
* Zur homöopathischen Beeinflussung des Charakters
* Die Biochemie des Dr. Schüssler
* Stellungnahme zu einigen Einwendungen mit Aussagen
über:
--> Zur Erkenntnis der Physik
--> Zum Übergang der Kraft in die homöopathische Arznei
--> Zum Vergleich mit anderen unerklärlichen Kräften
--> Zu biblischen Warnungen
--> Zur Gefahr bei okkulten Gegenständen
--> Zum Heilungserfolg als Beurteilungsmaßstab
--> Zur Suggestionswirkung
--> Zur Gefahr des Heilmagnetismus
* Schlußwort
* Anmerkungen
Die Gefahr einer dämonischen Bindung
Wir leben in einer Welt, die in der "Hand des Argen" liegt. Am
Ende der Tage wird der "Fürst dieser Welt" dem Antichrist Macht
geben können zu einer beispiellosen Verführung der Menschen
durch Zeichen und Wunder. "Groß Macht und viel List sein
grausam Rüstung ist." Der Feind Gottes versucht bis zum Ende
mit allen Mitteln, den Menschen in seiner Umklammerung zu
halten und ihm den Weg zum Heil, der allein in Jesus Christus
unserem Herrn liegt, zu versperren. Es gelingt ihm durch immer
festere Bindung des Menschen an die Welt, die Sünde, die Lust
und Begierde des Fleisches und durch Bindung an Sekten und
Irrlehren, indem er richtige Heilswege vortäuscht. In besonderer
Weise versperrt er den Heilsweg, indem er Menschen
unmittelbar durch Spiritismus, Okkultismus, Magie, Horoskopie,
Wahrsagerei, Zauberei usw. in Verbindung mit Dämonen bringt.
Wer sich nämlich dem okkulten Reich der Finsternis zuwendet,
der mißachtet Gottes ausdrückliche Gebote und ist dem Herrn
ein Greuel, denn ein solcher Mensch gibt nicht Gott, sondern
dem Teufel die Ehre und betet diesen an. Gottes Wort warnt uns
ausdrücklich vor einer solchen Verunreinigung der Seele und
Anbetung Satans. Christen wissen um die Gefährlichkeit solcher
okkulten Bindungen und wollen mit ihnen nicht in Berührung
kommen. Es gibt aber Bereiche, in denen die spiritistischen,
okkulten Grundlagen nicht ohne weiteres erkennbar sind, so daß
auch für Christen die Gefahr besteht, mit finsteren Dingen in
Berührung zu kommen. Weite Bereiche der Kunst und
Wissenschaft werden zunehmend von dämonischen Einflüssen
durchdrungen und tragen widergöttlichen Charakter. In
Teilbereichen der Heilkunst und Medizin lassen sich okkulte
Grundlagen nachweisen. Man denke etwa an die
Augendiagnose, auf welche viele gutgläubig vertrauen, oder an
Heilbehandlungen durch "Besprechen", durch Akupunktur,
ferner durch Suggestion, Hypnose und dergleichen, die im
Bereich der Psychoanalyse angewendet werden. Hier stehen
Menschen einer verborgenen, geheimen Kraft gegenüber und
kommen häufig in unmittelbare Berührung mit den Mächten der
Finsternis. Auch Teile der Naturheilkunde haben eine okkulte
Grundlage. Das ist der Fall bei der Homöopathie.

Zum Begriff der Homöopathie


Die Homöopathie wird als Teil der Naturheilkunde bezeichnet.
Die Begriffe Naturheilkunde und Homöopathie sind nicht
identisch, der Begriff Naturheilkunde ist umfassender. Teilweise
wird die Homöopathie und die ihr verwandte Biochemie zu den
Außenseiterverfahren der Naturheilkunde gerechnet.

Die Homöopathie wurde von dem deutschen Arzt Dr. Samuel Ha


h n e m a n n (1755-1843) entwickelt. Es handelt sich um ein
Heilverfahren, das mit Medikamenten arbeitet. Die
homöopathischen Heilmittel werden dem Mineralreich, dem
Pflanzenreich und dem Tierreich entnommen; die Homöopathie
ist also eine arzneiliche Heilmethode im Gegensatz zur reinen
Naturheilkunde z. B., die sich des Wassers, der Luft, der
Massage usw. bedient. Als Arzneimittel verwendet die
Homöopathie fast alle Stoffe, die überhaupt bekannt sind,
allerdings in winzigen Dosen (Gaben). Die Homöopathie
unterscheidet hauptsächlich folgende Arzneiformen:
Flüssigkeiten = Dilutionen (dil.), Verreibungen = Triturationen
(trit.), Tabletten = Tabulettae (tbl.) und Streukügelchen = Globuli
(glob.). Die Behandlungsmethode beruht auf dem Prinzip,
Krankheiten durch kleine Mengen jener Stoffe zu heilen, die in
größeren Mengen eben diese Krankheiten (oder ihr ähnliche
Symptome) bewirken. Der Begründer hatte durch alte Schriften,
Beobachtungen und besondere Experimente die Überzeugung
gewonnen, daß kleine und große Gaben derselben Substanz
entgegengesetzte Wirkungen haben können. Ein Mittel, das, in
größeren Mengen genommen, beim Gesunden
Krankheitserscheinungen erzeugt, kann - so meinte er - in
kleinen Mengen gegeben, eine Krankheit, die in ähnlichen
Erscheinungen verläuft, heilen. Nach dieser Ähnlichkeitsregel
behandelte Samuel Hahnemann seine Patienten. Er war der
Auffassung, daß schädliche Einwirkungen im Tiefsten auf etwas
Unsichtbares, die Lebenskraft, das Lebensprinzip treffen, und
diese Lebenskraft " wird dann verstimmt, verändert das
Befinden und bringt Leiden und Krankheitssymptome hervor;
die homöopathische Medizin könne nun auf diese unsichtbare
Lebenskraft einwirken. Die Homöopathie will also in erster Linie
nicht durch äußere Anwendung von Salben und Einträufelungen
heilen, sondern durch Beseitigung von Grundstörungen.
Das Wort Homöopathie kommt aus dem Griechischen (homoios
= ähnlich, pathos = Leiden). Der Grundsatz der Homöopathie
lautet lateinisch: "Similia similibus curantur" - auf deutsch:
"Ähnliches mit Ähnlichem heilen".
Im Gegensatz dazu steht der bekannte Ausdruck "Allopathie",
was soviel bedeutet wie "anders" oder "gegen die Krankheit"
gerichtet, also "Gegenmittel-Heillehre" (griech. allos = anders).
Die Allopathie ist die heute überwiegend angewandte
Heilmethode; sie ist Teil der wissenschaftlich exakten, auf der
strengen naturwissenschaftlichen Lehre aufbauenden
(Hoch-)Schulmedizin. Die Behandlung erfolgt durch
Gegenmittel, durch Zuführen von Stoffen, welche zwar dem
Körper an sich fremd, oft auch in der Natur gar nicht - oder nicht
in der verwendeten Form - vorhanden sind, dem
Gesamtorganismus aber nicht oder nicht wesentlich schaden.
Die Stoffe greifen wirksam in das krankhafte Geschehen ein, sei
es durch Schädigung von Bakterien, durch Veränderung des
chemischen Milieus oder durch Beeinflussung einzelner Organe.
Soweit die kurze Gegenüberstellung der Heilweisen.

Die okkulte Grundlage der Homöopathie


Bei den nachfolgenden Ausführungen geht es uns nicht um eine
wissenschaftlich begründete Ablehnung der homöopathischen
Heilweise - das wäre Aufgabe der Wissenschaftler und Mediziner
-, wir möchten nur der Gemeinde Jesu einen Dienst tun und aus
unserer biblisch begründeten Sicht unsere interessierten Brüder
und Schwestern im Herrn, die uns um Aufklärung gebeten
haben, warnen. Deshalb beschränken wir uns auch nur auf einen
wesentlichen Teilbereich der Homöopathie.

Die geheime Arzneikraft


Bekanntlich werden die homöopathischen Arzneien in einer
stark verdünnten Weise verabreicht. Ein "D" und eine Zahl vor
oder bei dem Arzneimittelnamen kennzeichnen den Grad der
Verdünnung. Diese Verdünnungen sind derart ungeheuerlich
groß, daß der zugrundeliegende Arzneistoff in diesen
Verdünnungen überhaupt nicht mehr vorhanden ist, auf jeden
Fall aber keine Heilkraft mehr haben kann. Samuel Hahnemann,
der Begründer der Homöopathie, hat daher auch von seinen
Mitteln gesagt, sie wirken nicht "chemisch", sondern
"dynamisch". Er meint also - wie sich aus dem Begriff
"dynamisch" bereits ergibt -, daß besondere Kräfte auf die
Arzneimittel einwirken. Die nähere Begründung dieser Theorie
und die weiteren Zusammenhänge zeigen, daß die Homöopathie
tief in Magie und Okkultismus verwurzelt ist. Diese Kräfte
gehören nämlich in den Bereich des Okkultismus und sind auch
wissenschaftlich nicht nachweisbar. Hahnemann hat diese Kraft
mit verschiedenen anderen Kräften verglichen. "Dynamisch"
nannte Hahnemann z. B. auch die Schwerkraft, die Anziehung
des Eisens durch den Magneten, die Bewegung des Armes bei
einem Willensantrieb usw. Von besonderer Bedeutung ist, daß
er in der "Heilkunde der Erfahrung" die "dynamischen"
Arzneimittel zusammen mit dem Mesmerismus erwähnt 1), denn
bei diesem Mesmerismus (dem Heilmagnetismus seines
Zeitgenossen Mesmer) handelt es sich um satanische Kräfte.
Auf den Mesmerismus, der eine Quelle der Homöopathie ist,
gehen wir an anderer Stelle näher ein.
Nach Hahnemann soll jedenfalls auch eine verborgene Kraft den
Heilerfolg bewirken. Deshalb waren für Hahnemann die
"Verdünnungen" keine eigentlichen Verdünnungen, sondern ein
Weg, eine besondere Art und Weise, um die Arznei mit einer
bestimmten Kraft zu versehen, damit ein Heilerfolg eintreten
könne. Und deshalb hat Hahnemann schließlich auch gar nicht
von einer Verdünnung gesprochen, sondern von einer
"Dynamisation", von einer Krafterhö-hung (Potenzierung).

Rudolf Tischner, der das "Werden der Homöopathie"


wissenschaftlich dargelegt hat, schreibt:
"Was das besagen will, lernt man am besten aus dem Aufsatz
(von Hahnemann) ,Wie können kleine Gaben. ..noch große Kraft
haben?' R. A. Bd. 6). Wenn man in einen großen See einen
Tropfen Arznei fallen lasse, könne man nicht durch intensive
Mischung eine Arznei daraus machen, die Arzneikraft gehe darin
bald zugrunde. Erst das starke Schütteln der Flüssigkeit und
Reiben der Pulver in kleinen Mengen entwickle die
Arzneikräfte."2)
Es sind mithin besondere Einwirkungen bei der Herstellung der
homöopathischen Mittel erforderlich (Schütteln, Reiben),
wodurch diese Mittel mit geheimen Kräften versehen werden.
Zusammengefaßt läßt sich also folgendes feststellen: Samuel
Hahnemann hat nicht nur eine ungeheuer starke Verdünnung
vorgeschrieben, mit der an sich ohnehin ein Heilerfolg nicht
mehr erzielt werden kann, sondern er hat darüber hinaus der
Verdünnung eine besondere Kraft beigemessen, die diesen
Heilerfolg bewirken soll, und er hat erklärt, daß eine Kraft in die
Arznei übergeht. In diesem Zusammenhang hat Hahnemann
spiritualistische Auffassungen über das geistartige Wesen der
Arznei und der Krankheit vertreten. Hierzu im folgenden einige
weitere Ausführungen.

Zur Verdünnung
Hahnemann hat Anweisungen für einen Verdünnungsmaßstab
gegeben, der sich in Zahlen kaum ausdrücken läßt. Er stellte
seine "Arzneien" aus Säften von Pflanzen her, die er mit
Weingeist versetzte. Von diesen Urtinkturen versetzte er einen
Teil mit 9 oder 99 Teilen starken Weingeistes, vermischte dies
durch 10 starke Schüttelschläge und erhielt auf diese Weise die
erste Dezimal- oder Zentesimalverreibung. Von dieser erreichten
Potenz mischte er wieder 1 Teil mit 9 bzw. 99 Teilen Spiritus und
erhielt die zweite Dezimal- oder Zentesimalpotenz usw. bis zur
30. Verdünnung. Die Zahl der Verdünnung wird vor den
Arzneimittelnamen gesetzt. Die Verdünnung D 30 kennzeichnet
das Verhältnis 1 zu 1 Quintillion. Schreibt man das in Zahlen,
dann sieht das wie folgt aus: 1 zu
1000000000000000000000000000000.
Umgerechnet erhält der Patient 0,00000000000000001 Gramm
des Pflanzenextrakts gelöst in 100 Millionen Liter Flüssigkeit. Im
homöopathischen Sprachgebrauch handelt es sich hierbei um
sogenannte "Hochpotenzen" 3).

Von einer bestimmten Größe an sind die Hochpotenzen für eine


stoffliche Betrachtungsweise nicht mehr zu fassen. In einer
Verdünnung D 30 (1 zu 1 mit 30 Nullen) ist kein Molekül der
Ursprungssubstanz mehr vorhanden. In diesen Verdünnungen
kann es jedenfalls nur noch ein Zufall sein, wenn in einem
Fläschchen noch ein einziges Molekül des verdünnten Stoffes
vorhanden ist 4). Es ist also somit auch schlechterdings nicht
denkbar, wie jene homöopathischen Mittel, in denen sich keine
oder nur unwägbar kleinste Arzneimengen befinden, eine
entscheidende Wirkung äußern können. Die beobachteten und
behaupteten Heilwirkungen können eben nur verborgene,
geheime Kräfte zur Ursache haben. Diese Kräfte werden nun
tatsächlich von dem Begründer der Homöopathie, Samuel
Hahnemann, behauptet. Bei der Herstellung der
homöopathischen Dosen fließt nach Hahnemann eine Kraft aus
der Person des Herstellers auf geheimnisvolle Weise in die
homöopathische Medizin ein.

Die besondere Kraft der Verdünnung


Die Lehre der Homöopathie geht dahin, daß die Verdünnung die
Arzneikraft steigert (Doppelsinn der Potenzierung). Die tiefen
Potenzen, also die chemisch konzentrierteren, seien weniger
wirksam als die hohen Potenzen 5).

Nur anfänglich sprach Hahnemann von "verdünnen", denn er


war bereits frühzeitig der Meinung, daß die Medizin bei der
Bereitung nach seinem Verfahren mittels Schütteins und
Reibens nicht eigentlich verdünnt würde, sondern daß dadurch
eine "Krafterhöhung" eintrete. Diesen Vorgang nannte er
"potenzieren". Erst das starke Schütteln der Flüssigkeiten und
Reiben der Pulver in kleinen Mengen entwickle die Arzneikräfte
6).

In dem Informationsbüchlein über Homöopathie kann der


aufmerksame Leser immer wieder entsprechende Hinweise
finden, z. B. mit folgenden Worten:
"Mit der Höhe der Potenz wächst der Verdünnungsgrad, und
entsprechend nimmt die Menge des Arzneiträgers (Alkohol,
Milchzucker) zu und der Arzneigehalt ab."7)

Zum Übergang der Kraft in die Arznei


Durch die Art und Weise, wie die Krafterhöhung in die verdünnte
Medizin kommt, wird das Okkulte der homöopathischen
Behandlungsweise deutlich. Hahnemann war der Auffassung,
daß durch die Art, besonders durch das Schütteln, mit der die
steigenden Verdünnungen hergestellt werden, eine Art von
Energievermehrung, eine "Potenzierung" der Lösungen erzielt
werde. Hahnemann nahm an, daß die Armkraft, welche er beim
Verreiben fester Substanzen durch die Reibung oder beim
Verdünnen der Flüssigkeiten in Form der Schüttelschläge
verbraucht habe, in die Arznei übergehe, ihr eine Kraft verleihe,
welche sie vorher nicht besessen habe, sie also potenziere,
beseele. Diese Kraft wurde in der Literatur als Hahnemannismus
bezeichnet 8).

Das Verschütteln der arzneilichen Substanz in der Urtinktur


geschah ursprünglich nach einer bestimmten Methode.
Hahnemann hat nach einem genau festgelegten System die
Substanz verringert und die Mittel verschüttelt, indem er die
verschlossene Flasche mehrmals gegen eine federnde Unterlage
schlug. Es soll sich um ein "dickes, in Leder gebundenes Buch"
gehandelt haben.
So ist Hahnemann - wie bereits angedeutet - auch bei der
Arzneimittelzubereitung verfahren. Er benutzte diesen
eigenartigen Ritus des mehrmaligen Schütteins, wodurch die
Kraftentwicklung gewonnen wird. Die in die Schüttelschläge
gelegte Armkraft teilt sich der Arznei mit und bewirkt, daß "ihre
geistartigen geheimen Kräfte freigesetzt und zu einem vordem
unerhörten Grade gesteigert werden".
Die Schüttelschläge waren Hahnemann das Wichtigste zur
Dynamisierung 9). Die dreißigste Kraftentwicklung, die
potenzierte Dezillionsverdünnung, ist nach Hahnemann die
zweckmäßigste. Durch weiteres Verdünnen und Schütteln
könnte zwar noch höher potenziert werden. Allein die Wirkung
würde zu stark und könnte den Kranken umbringen. Darum
warnt er, diese Grenzen nicht zu überschreiten 10). In dem
erwähnten Informationsbüchlein kann man heutzutage
folgendes lesen:
"Flüssigkeiten. .., die aus den Urtinkturen nach Hahnemanns
Vorschriften durch Verschüttelung (meist mit Alkohol) bereitet
werden"11).

Die spiritualistischen Auffassungen


Bestimmte Äußerungen von Hahnemann lassen den Schluß zu,
daß Hahnemann überhaupt eine rein spiritualistische
Krankheitsauffassung gehabt hat. In § 31 seines Hauptwerks
"Organon" (6. Aufl., Anm.) äußert er, die Krankheiten seien "blos
geistartige, dynamische Verstimmung des Lebens".
Spiritualistisch ist auch die Theorie von Hahnemann über die
geistige Wirkung der Arznei-mittel, daß sich nämlich die
angewandte Arznei durch die ungeheure Verdünnung (der
sogenannten "Dynamisation") "zuletzt gänzlich in ihr
individuelles geistartiges Wesen auflöse".

Rudolf Tischner schreibt:


"Die spiritualistische Ausdeutung Hahnemanns durch die
Hahnemannianer kann sich auf manche Aussprüche zur
Krankheitslehre berufen, derzufolge die Wirkung der Mittel ,fast
geistig' sein soll und deshalb durch Potenzie-rung von der
Materie tunlichst befreit werden muß."12)

Im "Organon"13) betont Hahnemann selbst, durch die


mechanische Bearbeitung werde die Arzneisubstanz mittels
immer höherer "Dynamisationen endlich ganz zu geistartiger
Arzneikraft subtilisiert". Bei dem dreißigsten Grad der
Dynamisation sei "die Materie so verringert, daß es einen
Bruchteil gibt, der sich kaum mehr in Zahlen aussprechen
lassen würde. Ungemein wahrscheinlich wird es hierdurch, daß
die Materie mittels solcher Dynamisationen sich zuletzt gänzlich
in ihr individuelles geistartiges Wesen auflöse und daher in
ihrem rohen Zustande eigentlich nur als aus diesem
unentwickelten geistartigen Wesen bestehend betrachtet werden
könne."

Es handelt sich also um eine Lehre über die Vergeistigung der


Materie. "Hier haben wir wirklich eine spiritualistische
Auffassung in reinster Form".14) Deshalb erfreut sich die
Homöopathie auch einer Verbreitung und Beliebtheit in
parapsychologischen, okkulten und spiritistischen Kreisen.
Unter Berücksichtigung dieser spiritualistischen Auffassung
wird erklärlich, daß Hahnemann seine Patienten die
hochverdünnten Arzneimittel nicht mehr einnehmen, sondern
nur noch
r i e c h e n ließ 15).
"Je geringer die Dosis, um so größer die Wirkung - das war
Hahnemanns Motiv. Die Potenzierung selber wurde zu einem
magisch-alchemistischen Akt; der alte Hahnemann ließ seine
Patienten nur noch an den Arzneien riechen."16).
Diese okkulte, spiritualistische Lehre von der Krafterhöhung
durch Potenzieren wird nach wie vor von Homöopathen
unbekümmert um alle Einwände praktiziert. Dr. med. Ernst
Meyer-Camberg meint sogar: "Es gibt immerhin zu denken, daß
auch kritische Homöopathen sich im Laufe der Jahre allmählich
entgegen ihrer ursprünglichen Meinung zu Hochpotenzlern
entwickelt haben."17)
Die Berechtigung, vor einer Behandlung mit solchen
"homöopathischen Dosierungen" ernsthaft zu warnen, ergibt
sich darüber hinaus, wenn man die Quellen betrachtet, die für
diese Heillehre bedeutsam waren.

Die Verbindung zum Heilmagnetismus (Mesmerismus)


Hahnemann sagt in seiner Arzneimittellehre von seinen Mitteln,
sie wirken nicht chemisch, sondern "dynamisch". "Dynamisch"
umfaßte seinerzeit im allgemeinen Sprachgebrauch alles, was
nicht grob materiell verstanden werden konnte. Dynamisch
nennt Hahnemann - wie bereits erwähnt - auch die Schwerkraft
und die Anziehung des Eisens durch den Magneten. Er bejaht in
seiner Heillehre magnetische Kräfte, wie sie sein Zeitgenosse
Franz Anton
M e s m er (1734-1815) ausgeübt hat.
Diese magnetischen Kräfte werden auch in "frommen Kreisen"
bejaht und von "frommen" Heilmagnetopathen angewandt. Es
folgen daher zunächst Ausführungen über den okkulten
Heilmagnetismus, weil dieser eine Quelle der Homöopathie ist.

Der Mesmerismus
Mesmer, ein Wiener Arzt, ist der Begründer der okkultistischen
Lehre vom tierischen Heilmagnetismus. Er ließ sich Magnete
fertigen und erprobte sie an Kranken und heilte damit. Mesmer
hatte 1766 über ein astrologisch-mystisches Thema promoviert:
"Über den Einfluß der Wandelsterne auf den menschlichen
Körper". In seiner Arbeit erklärte er die geheimnisvolle Kraft der
Gestirne durch einen Uräther, ein geheimnisvolles, mit
physikalischen Methoden nicht mehr nachweisbares Fluidum.
Später erklärte er, die Kraft des Magneten ist mit diesem
universalen Fluidum identisch. Es findet - so lehrte Mesmer - ein
wechselseitiger Einfluß unter den Himmelskörpern, der Erde und
allen belebten Wesen statt. Er erkannte, daß besonders von
seiner Person auch ohne Anwendung des Magneten Kraft
ausging, daß also auch der belebten Natur dieses Fluidum eigen
war, und nannte die Kraft "animalischen" oder "tierischen
Magnetismus", "Die Kraft und Wirkung des tierischen
Magnetismus kann anderen belebten Körpern mitgeteilt
werden", lehrte er 18). Hier spricht Mesmer also von einer
besonderen Fähigkeit, andere Menschen magnetisch zu
beeinflussen und seine Kraft auf Lebewesen und auf unbelebte
Gegenstände zu übertragen. Bei seinen "Sitzungen" übertrug er
seine Kraft (Fluidum) auf die sogenannten Baquets-Zuber, die
mit Flaschen voll magnetisierten Wassers gefüllt waren und das
Fluidum über eiserne Stäbe zu den Patienten leiteten.

Mesmers Methode hatte (besonders in Wien, Paris und später in


Preußen) einen ungeheuren Erfolg. Die Menschen strömten in
seine Praxis. Zur Veran-schaulichung ein Bericht:
"In Mesmers Wohnung sammeln sich die reichen Patienten.
..Man mietet schon Tage vorher einen Platz am magnetisierten
Baquet ...Während der Vorbereitung darf kein Wort gesprochen
werden (denn auch Schallwellen wirken auf das Fluidum);
andächtig schweigen die um den Zuber Versammelten, bis
Mesmer selbst eintritt, einen eisernen Zauberstab in der Hand, in
seidener Robe, und mit Würde von einem Kranken zum anderen
schreitet, bald einem nach seinem Leiden fragt und ihn an der
schmerzenden Stelle berührt, bald nur die Stirn des Patienten
umkreist und ihn fest anblickt. Gewöhnlich dauert es nicht
lange, und die Kranken beginnen zu zittern, zu schwitzen (jeder
weiß, was Tagesgespräch ist: daß eine "Krise", heftige
Zuckungen, Krämpfe und Ekstase, das Ziel der magnetischen
Behandlung ist und die Heilung herbeiführt). Von einer der am
Rand des Baquets vereinigten Hände springt die Erregung wie
ein Funke auf den nächsten über. Immer mehr Kranke verfallen
in Krämpfe, Schweiß bricht ihnen aus, sie beginnen grell zu
lachen, zu schreien, manche tanzen wie wild, andere wälzen sich
am Boden, manche schlafen ruhig und teilnahmslos, ein seliges
Lächeln auf den Lippen. .."19)

"Mesmer konnte den Andrang von Heilungssuchenden kaum


bewältigen. Die luxuriös eingerichteten Zimmer seines Hauses
wurden Behandlungszimmer. Die Spiegel, Teppiche, das
gedämpfte Licht, ja sogar die Töne der Glasharmonika benutzte
er als theatralische Nebeneffekte. Bald jedoch reichte das große
Haus für den Massenandrang nicht mehr aus. Die Kranken, die
im Garten herumsaßen und warteten, mußten beschäftigt
werden. Mesmer war außerstande, sich jedem Patienten zu
widmen, und da er andere nicht in die Geheimnisse seiner Kunst
einweihen mochte, ging er zur Massenbehandlung über. Die
Bäume des Gartens wurden von Mesmer durch Bestreichen
magnetisiert, die Kranken um einen Baum gelagert, der die
empfangenen magnetischen Kräfte in die Leidenden abströmen
ließ...20)

Physikalisch war das alles natürlich unhaltbar. Jeder beliebige


Physiker hätte Mesmer das sagen können. Aber er achtete die
Einwände nicht. Er »magnetisierte« Wasser und ließ es die
Kranken trinken oder darin baden; er »magnetisierte«
Eßgeschirr, Kleider und Betten der bettlägerigen Kranken, zu
denen er gerufen wurde; er »magnetisierte« Spiegel, damit sie
die magnetische Kraft reflektieren; ja sogar Musikinstrumente,
auf denen zu den Seancen aufgespielt wurde, waren
magnetisiert, auf daß sie mit dem Schall das heilende
magnetische Fluidum in den Raum trugen."21)

Über die letzte Phase des Mesmerismus in Deutschland


berichtet der Mediziner Glasscheib:
"Mit dem Nachfolger Friedrichs des Großen, seinem Neffen
Friedrich Wilhelm II., hatte die Mystik den Thron bestiegen,
Scharlatane, Schwindler, Obskuranten jeder Art waren obenauf
und trieben ihr Unwesen. Am Hofe und im Schloß Tegel wurden
spiritistische Sitzungen und Totenbeschwörungen veranstaltet.
Eine Mätressenwirtschaft beherrschte das Land. Auf dem so
gedüngten Boden entwickelte sich die dritte und letzte Phase
des Mesmerismus, nämlich die preußisch-deutsche. Sie ist von
der Wiener und Pariser Phase dadurch unterschieden, daß die
Errungenschaften des Okkultismus wie Hypnose, Hellseherei,
Traumeingebung und Geisterbeschwörung hier in die
Magnetotherapie aufgenommen sind."22)

"Dem Nachfolger Friedrich Wilhelms II., Friedrich Wilhelm III.,


waren die magnetischen Zirkel ein Greuel. Als Betrug und
sexuelle Übergriffe überhandnahmen, griff auf königlichen
Befehl die Polizei ein und löste die Zirkel und Logen der
,Harmonie' auf. Was die Aufklärung nicht vermocht hatte, gelang
im Handumdrehen der Polizeigewalt; das Magnetisieren nahm
plötzlich ein Ende. .."23)

Zur Person des Franz Anton Mesmer sei lediglich darauf


hingewiesen, daß er von frühester Jugendzeit Interesse für
okkulte Dinge und geheime alte Schriften hatte. Schon als
Knabe "fühlte er in sich eine okkulte Macht". Er machte
Versuche mit der Wünschelrute, die ihm gelangen.
Mesmer selbst hatte, bevor er seine Lehre aufstellte, ein
eigenartiges Erlebnis: in äußerster Unruhe durchquerte er
Felder, Wälder und die entlegensten Einöden, anfallartig
beschwörte er die Natur. "Zum Glück", so beschreibt er es
selbst, "hatte meine Heftigkeit in der Stille der Wälder niemand
als die Bäume als Zeugen. Denn wahrlich, ich muß einem
Wahnsinnigen sehr ähnlich gesehen haben."24) Schließlich
hatte er eine Phase mystischer Versenkung und intuitiver Schau,
in der er auch keine Ausdrücke mehr für seine Gedanken
suchte. "Drei Monate dachte ich ohne Worte. Als sich dieses
tiefes Nachdenken endete, sah ich mich voll Erstaunen um... Alle
Gegenstände hatten für mich eine neue Gestalt."25)

Die Verbindung zur Homöopathie


Die Ausführungen über den Mesmerismus sollen verdeutlichen,
wie böse, okkult, ja spiritistisch die Quellen waren, aus denen
Hahnemann geschöpft hat, denn dieser Mesmerismus ist eine Q
u e l l e der Homöopathie. Tischner schreibt:

"Eine weitere Quelle konnte gerade für Hahnemann der


Mesmerismus sein, den er gewiß schon 1777 in Wien
kennengelernt hatte, wo damals gerade der Streit um die
,magnetischen' Heilungen Mesmers tobte. .. Seitdem hat
Hahnemann den Mesmerismus immer mit einer gewissen
Vorliebe genannt von seiner Doktorarbeit an bis zur letzten
Auflage des »Organons'<."26)

Hahnemann hat diesen spiritistischen Magnetismus nicht nur g


e l o b t , sondern von Mesmer übernommen und hat selbst
diese unheimliche Methode praktiziert. Die Nachforschungen
Tischners bestätigen das:
"Wie ich aus Briefen feststellen konnte, hat er ihn in der Tat bei
seinen Kranken angewendet oder bei seinen auswärtigen
Kranken anwenden lassen."27)

Die Behandlungsweise der Homöopathie ist dem Mesmerismus


innerlich verwandt, denn wie beim Mesmerismus eine
geheimnisvolle Kraft auf den Kranken übergeht, so wirken auch
nach der Lehre der Homöopathie die hochpotenzierten, "fast
geistigen" Arzneien unmittelbar auf die “geistartige Lebenskraft"
ein. Davon ist Hahnemann auch ausgegangen.
Diese Zusammenhänge zeigen das eigentliche Wesen der
Homöopathie. Hahnemann, der offen war für den tierischen
Magnetismus und diesen selbst bei seinen Patienten anwendete,
hat eine diesem Magnetismus ähnliche Heilmethode entwickelt,
die ebenfalls von okkulten Kräften ausgeht. Beide Heilweisen,
Mesmerismus und Homöopathie, sind aus diesem Grunde
gefährlich und bringen Menschen in Verbindung mit finsteren
verborgenen Mächten.

Der Mesmerismus als Quelle des modernen Spiritismus


Der Mesmerismus hat sich als eine unheilvolle Quelle erwiesen.
Aus dieser finsteren Quelle hat Samuel Hahnemann geschöpft,
und aus ihr hat Allan K a r d e c den mit seinem Namen
verbundenen S p i r i t i s m u s geschöpft. Allan Kardec (mit
seinem bürgerlichen Namen Hippolyte Denizard Rivail, 1804-
1869) kam in Paris in mesmerische Kreise und empfing dort in
den spiritistischen Zirkeln des Mesmerismus seine spiritistische
Berufung. Er hielt danach spiritistische Sitzungen mit Medien
ab, verfaßte eine Reihe von spiritistischen Lehrbüchern ("Buch
der Geister", "Buch der Medien", "Das Evangelium nach dem
Spiritismus") und wurde so der Gründer und Systematiker des
europäischen Spiritismus.

Die Entstehung des Spiritismus hängt also ebenfalls unmittelbar


mit dem Mesmerismus zusammen. Der bekannte Marburger
Kirchen- und Religionshistoriker Ernst Benz, der diesen
Zusammenhängen im Rahmen eines Forschungsauftrages
nachgegangen ist, schreibt in seinem 1978 erschienenen Buch
"Kosmische Bruderschaft":
"Die Entstehung des Spiritismus des 19, Jahrhunderts hängt
unmittelbar mit dem Mesmerismus zusammen, jener großen
Bewegung der Heilung, die auf Franz Anton Mesmer, den
Entdecker des animalischen Magnetismus, zurückgeht und die
für einige Jahrzehnte nicht nur die europäische Medizin
revolutionierte, sondern auch einen tiefen Einfluß auf die
europäische Literatur- und Kunstgeschichte ausübte. In
Frankreich haben sich eine Reihe von Anhängern des
Mesmerismus als magnetische Heiler betätigt. Mesmerschüler
wie Puységur und Deleuze studierten in Paris aufmerksam die
parapsychischen Phänomene, die im Zusammenhang mit den
somnambulen Trancezuständen hervortraten, welche eine große
Rolle in dem mesmerischen Heilverfahren spielten. Sie
beschäftigten sich vor allem mit den Ahnungen, den
Präkognitionen, den prophetischen Erfahrungen, den
telepathischen und telekinetischen Erscheinungen den
visionären Erlebnissen im Zustand des somnambulen Schlafes,
die von den Betroffenen als Begegnung mit der Welt der Engel
und heimgegangenen Seligen verstanden wurden. Bei einer der
Somnambulen offenbarten sich die Geister verstorbener Ärzte,
auch der Geist Mesmers, die medizinische Diagnosen und
therapeutische Anordnungen, vor allem aber auch Mitteilungen
über das Leben nach dem Tode gaben. Es kam zu
automatischen Aufzeichnungen von Geisterbotschaften...“

"Im Jahr 1856 wurde ein gewisser Hippolyte Denizard Rivail in


diesem mesmerischen Kreis eingeführt: "...Seit 1854 geriet er
unter den Einfluß zweier Personen aus den Kreisen des Pariser
Mesmerismus, die den spiritistischen Zirkeln dieser Bewegung
angehörten. Nach anfänglichem Widerstand ließ er sich von der
Wahrheit der Geisteroffenbarungen Überzeugen. 1858 gründete
er die erste spiritistische Zeitschrift in Paris, die ,Revue Spirite',
dann die ,Société Parisienne des études spirites' und wurde
Verfasser verschiedener spiritistischer Lehrbücher, zunächst
des Livre des Exprits. Seit 1855 hielt er selber spiritistische
Sitzungen mit Medien ab. Hippolyte Rivail hat die
Offenbarungen, die ihm von seiten der Bewohner der
Geisterwelt durch seine Medien zukamen, zu einem System
zusammengefaßt. Bald folgten weitere Bücher, die eine
unerwartete Verbreitung erfuhren und in viele Sprachen
übersetzt wurden. Mit der Verbreitung der Schriften Hippolyte
Rivails breitete sich die spiritistische Praxis in ganz Europa und
in der Neuen Welt mit einer unerwarteten Geschwindigkeit aus."

"Für die antiklerikalen und freimaurerischen Kreise vor allem


Brasiliens wurde Allan Kardec zum Vorkämpfer und Märtyrer
des sogenannten ,wissenschaftlichen Spiritismus'."28}
In den Spiritismus des Allan Kardec flossen auch im übrigen
Ideen des Gei-stersehers Emanuel Swedenborg (1688-1772) ein,
weil die Anhänger Swedenborgs "vielseitige innere
Zusammenhänge zwischen der Lehre Mesmers und
Swedenborgs" sahen. Die Lehren Mesmers vom animalischen
Magnetismus könne man nur dann vollständig verstehen, wenn
sie im Sinne der visionären spirituellen Erkenntnisse
Swedenborgs interpretiere.29)

Der Zusammenhang mit der Lehre des Paracelsus


Die Auswirkungen und Folgen der Lehre vom Heilmagnetismus
des Anton Mesmer werden verständlich, wenn man die okkulten
Grundlagen betrachtet, aus denen Mesmer seinerzeit seine
Lehre abgeleitet hat. Bei seinen Studien über die Einwirkungen
des tierischen Magnetismus auf den Menschen stützte sich
Mesmer nämlich auf die Lehren des
P a r a c e I s u s, van Helmont und Maxwell. Der Nervenarzt Dr.
E. Trömmer schreibt:
"Eine Theorie dieser mystisch-magnetischen Einflüsse
begründete der berühmte Theophrastus Bombastus Paracelsus
von Hohenheim: Eine Mischung von Genie und Zauberkünstler.
Nach ihm werden sowohl die Gestirne untereinander als auch
die irdischen Wesen mit den Gestirnen, besonders mit Sonne
und Mond, durch magnetische Kräfte verbunden. Speziell der
Mensch hat zweierlei Magnetismus in sich, einen kranken und
einen gesunden. Die Heilung von Krankheiten geschieht
dadurch, daß der Magnetismus eines Gesunden den des
Kranken an sich zieht und paralysiert oder aufhebt.
Schon Paracelsus verwendete verschiedentlich Magnete zur
Stillung von Blutungen und hysterischen Krämpfen und glaubte,
deren Heilkraft auch auf Wasser, Amulette und andere leblose
Dinge übertragen zu können. Seine Lehre spielte fortan eine
große Rolle. Glockenius, Professor der Physik in Marburg,
schrieb 1608, über magnetische Heilung von Krankheiten', van
Helmont 1621 über magnetische Heilung von Wunden. Mit Hilfe
des Magneten könnten, so schrieb er, Krankheiten nicht nur von
Mensch zu Mensch, sondern sogar von Menschen auf Tiere und
Bäume übertragen werden. Mit besonderer Liebe aber wurde
diese Lehre durch die Rosenkreuzer, die Freimaurer damaliger
Zeit, kultiviert. Robert Fludd, der berühm-teste Rosenkreuzer
des 17. Jahrhunderts, beschrieb in seiner ,Philosophia Mosis'
zwei Arten von Magnetismus, einen geistigen und einen
körperlichen. Sein Schüler, der Schotte Maxwell, erklärte ihn für
das Universalheilmittel; denn Krankheiten rührten nur von
Erschöpfung des Magnetismus - der hier also völlig mit
Lebenskraft identifiziert wird - her. Maxwell benutzte - horribile
dictu - sogar Menschenkot, um ihn durch Einwirkung des
Magneten zu einem Heilmittel für alle Krankheiten zu machen.
Man beachte, wieviel von den Requisiten unsrer
Kurpfuscherheilmethoden, speziell dem Handwerkszeug
unsrer ,Magnetopathen' noch aus der Mystik jener Zeit herrührt."

... "Um diese Zeit war es, als der Wiener Arzt Anton Mesmer
(1734-1815), gestützt auf die Lehren des Paracelsus, van
Helmont und Maxwell, die Einwirkungen des tierischen
Magnetismus auf den Menschen studierte und in einer
Dissertationsschrift: ,Über den Einfluß der Planeten auf den
menschlichen Körper' niederlegte.30) Auch andere Schriftsteller
betonen diesen Zusammenhang. "Diese Auffassung des
Magneten als allmächtigen Heilers ist von den Schülern des
Paracelsus getreulich weitergegeben worden, und so erfuhr
auch Franz Anton Mesmer. ..von ihr."31)

Paracelsus (Theophrastus von Hohenheim, 1493-1541) wird in


der einschlägigen Literatur als "ein exzentrischer Mystiker"32)
bezeichnet, in dessen "teilweise aktuell anmutendem Werk
krauser Unsinn und tiefsinnige Einsicht seltsam
verschmelzen"33). Er spiegelt in seinen Theorien "die alte Magie
der Astrologen und Alchimisten wider" und "verstrickte sich tief
im Mystizismus"34). Er studierte alte Geheimbücher 35),
arbeitete mit Geheimrezepten und lehrte den Einfluß der
Gestirne auf Gesundheit und Krankheit des Menschen 36) (und
hoffte im übrigen auf eine spätere Wiederherstellung der Kirche
durch den Papst) 37).
Paracelsus führte die Wirkung seiner Arzneien u. a. auf
alchemistische Aufbereitung der Heilkräuter oder Mineralien
zurück. Er gilt in einschlägigen Kreisen als derjenige, der die
Spagyrik (bestimmte Art der Arzneimittelzubereitung unter
Anwendung der auf die okkulten Lehren der alten Hermetiker
zurückgehenden Alchemie} angewandt und neu begründet hat.
"Die alchymische Kunst erst" - schreibt Paracelsus - "bringt die
inneren Wirkkräfte vor die arzneilischen Augen und führt sie
schließlich in die ultima materia. So enthüllt die Scheidekunst
den letzten Grund wie auch das letzte Ziel der Dinge. .."38)

Nach ihm wurde die 1972 in den USA gegründete


Aktiengesellschaft PARALAB (Paracelsus Laboratories Inc.}
genannt. Paralab produziert nach alchemistischen, inzwischen
als parachemisch bezeichneten Prinzipien. Das Angebot umfaßt
pflanzliche Präparate, mineralische Produkte - auch in
homöopathischen Potenzierungen - und einige Kosmetika 39).
In diesem Zusammenhang gewinnt die Tatsache an Bedeutung,
daß von verschiedenen homöopathischen Schriftstellern
geäußert wurde, Hahnemann habe seine Lehre ohnehin von
Paracelsus entlehnt 40), und die homöopathischen Grundfakten
gehörten mit hinein in das spagyrische Denken 41).

Zur Person Samuel Hahnemanns


Hierzu sei nur auf folgendes aufmerksam gemacht: Hahnemann
wurde im Geist eines undogmatischen, aufklärerischen Deismus
erzogen 42). Besonders beeinflußt war er später durch die
Lehren von Rousseau und Schelling 43). Er zeigte sich als
unruhiger Geist: Allein zwischen seinem 20. und 50. Lebensjahr
wählte er sich 27 verschiedene Orte als Wohnsitz 44). Während
seines unruhigen Wanderlebens kommt er immer wieder in
Konflikt mit Ärzten und Apothekern, die seine
Behandlungsweise ablehnen. Jeden, der nicht völlig seiner
Meinung ist, bekämpft er aufs schärfste. In schroffer Form und
teilweise auch in einem sehr persönlichen Ton verteidigte er
sich. In seiner Schrift "Die Allöopathie, ein Wort der Warnung an
Kranke jeder Art" wird in einseitigster Weise der "Unheilkunst"
der Allopathie alles Ungünstige nachgesagt und die
Homöopathie in den Himmel gehoben. Sein Geltungsbedürfnis
und sein Ehrgeiz waren stark ausgeprägt und steigerten sich
schließlich zu einem "unduldsamen Selbstherrschertum"45).
In einer Lebensbeschreibung heißt es: "Wo er fortfuhr, lag
Feindschaft, wo er ankam, wartete Kampf."

Bemerkenswert ist, was über seine Familie berichtet wird:


"Elf Kinder wurden dem Dr. Hahnemann von seiner Frau, einer
Apothekerstochter, in 48 jähriger Ehe geboren; drei Söhne und
acht Töchter. Von den Söhnen starb einer als Säugling, ein
anderer wurde später geisteskrank, und eines Tages war er
verschollen. Von den acht Töchtern starb eine bei der Geburt,
eine andere mit 30 Jahren. Drei führten unglückliche Ehen, die
geschieden wurden. Geschiedene Frauen aber hatten damals
kein leichtes Los. Und endlich starben zwei der Hahnemann-
Töchter eines grauenhaften Todes: Sie wurden ermordet. Der
Eigenbrötler Hahnemann, der nie einen wirklich vertrauten
Freund hatte und sich mit all seinen Schülern irgend-wann
überwarf, verlor im Alter von 75 Jahren seine Frau. Und heiratete
mit 80 Jahren eine reizende und ziemlich emanzipierte junge
Dame aus Paris, die 45 Jahre jünger war."46)
Auch sein Ende ist eigenartig: Nachdem er seiner 45 Jahre
jüngeren Frau nach Paris folgte und dort von seinen Anhängern
mit Ehren überschüttet wurde, stirbt er 1843. Seine junge Frau
schirmt den Todkranken ab. Niemand durfte zu ihm, nicht einmal
seine Tochter Amalie und ihr Sohn, sein Enkel. Die Stunde der
Beisetzung blieb ein Geheimnis. Am 11. Juli, einem
regnerischen, schwülen Tag, fuhr der Sarg nach Montmartre.
Nur wenige folgten ihm zu Fuß: die Frau, die Diener, die Tochter,
der Enkel. Es gab kein Gebet, keinen Gesang und keine Rede
47).

In christlicher Hinsicht ist zur Charakterisierung seiner Person


und seiner Lehre wichtig, daß Hahnemann F r e i m a u r e r war.
Bereits 1777 als 22jähriger war er in den Freimaurerorden
eingetreten 48). Wir halten aber mit Lorenz Keip 49) die
Freimaurerei für eine Hochburg des Teufels. Dem Christentum
hat Hahnemann seit seiner Jugend ferngestanden. Noch im
Jahre 1826 schreibt er in sehr lobendem Sinne über den
chinesischen Philosophen Kungtse (Konfuzius) - während er in
Gegensatz zu diesem unseren Herrn Jesus Christus einen
"Erzschwärmer" nennt.

Zur Anerkennung der Homöopathie im Okkultismus


Ausführungen über die Beurteilung der Homöopathie durch die
(Hoch-)Schulmedizin u. dgl. sind im Hinblick auf den Zweck
dieser Abhandlung nicht erforderlich. Bemerkenswert ist aber,
daß die Homöopathie aus dem Bereich des Okkultismus
Anerkennung erfährt und daß hier zur Homöopathie Aussagen
gemacht werden, die zur Bestätigung der okkulten Grundlagen
dieser Heilweise dienen können. Anhänger der Homöopathie, die
sich nämlich unmittelbar dem Spiritismus oder dem
Okkultismus geöffnet haben, begründen die Anerkennung der
Homöopathie mit ihren okkulten Erkenntnissen. Zunächst einige
Ausführungen über spiritistische Behauptungen.

Über Äther- und Astralkörper


In der Parapsychologie wird die Existenz von Fe i n s t o f f l i c h
e m behauptet. Das geht bereits auf Anton Mesmer zurück, der
die Worte "animalischer Magnetismus" brauchte. K. Freiherr von
Reichenbach nannte die alles durchströmende Lebenskraft
"Od." Nach parapsychologischen Behauptungen wird ein
Astralleib (Gestirnleib) angenommen. Ein "feinstofflicher"
nebelähnlicher Körper soll den realen grobstofflichen Körper als
dessen bewegende Kraft umgeben (feinstoffliche Aura). Der
Astralleib sei der Doppelgänger des grobstofflichen realen
Körpers. Der Astralleib wird teilweise auch Ätherleib genannt.
Durch Hellsehorgane könne die Aura bzw. der Astralleib
wahrgenommen werden (so nach der Auffassung der
Anthroposophie).

Wenn wir diesen uns aus dem okkulten Bereich der Finsternis
angebotenen Fragen nach der Existenz von Astralleibern
nachgehen, uns mit Behauptungen, Erscheinungen,
Experimenten und Versuchen von Parapsychologen
beschäftigen, sind wir bereits dem Teufel "auf den Leim
gegangen" 51).
Im Hinblick auf spiritistische Auffassungen vom "Feinstoffleib"
und "Grobstoffleib" wird im Bereich des Spiritismus und
Okkultismus zu Heilweisen gegriffen, die Wirkungen auf den
"Feinstoffleib" haben. Solche Wirkungen werden auch von
homöopathischen Arzneien behauptet. Im Grunde werden
Einwirkungen bejaht, die typisch "geistigen Heilweisen"
entsprechen.

Die "geistige" Heilweise der Homöopathie


Spiritisten haben in der Homöopathie eine Heilweise, die ihren
spiritistischen Vorstellungen von Geist, Seele, Materie usw.
entspricht, denn Hahnemann hat im Grunde bei der
Wirkungsweise seiner Arzneien spiritualistische Auffassungen
über eine Vergeistigung der Materie vertreten. Hahnemann
spricht von dem Prinzip der "Unsichtbaren Lebenskraft" und der
Verstimmung der Lebenskraft als Ursache für "sinnliche
Krankheitserscheinungen". Es wird von einer "geistähnlichen
Lebenskraft" ausgegangen, auf die im Falle der Verstimmung
(mit sichtbaren Krankheitserscheinungen) die homöopathische
Arznei einwirken soll.

Die homöopathischen Arzneien gehören mithin der g e i s t i g e


n E b e n e an.
Deshalb muß die Arznei, wie oben zitiert, durch die
unaussprechliche Verdünnung "von der Materie tunlichst
befreit" werden.
Es war Hahnemanns "leitender Gedanke dabei, für die
geistähnliche Lebenskraft auch der geistigen Ebene angehörige
Arzneien zu schaffen, wobei er an Schellingsche Vorstellungen
anknüpfte." 52)

Es kann also von der homöopathischen Heilweise geurteilt


werden, daß sie im Grunde den typischen "geistigen Heilweisen"
(wie sie z. B. aus der Christlichen Wissenschaft bekannt sind)
sehr nahesteht. Das wird auch von Schriftstellern aus dem
Gebiet der Parapsychologie so gesehen. Wilhelm Otto
Roesermueller schreibt z. B.:
"Vielfach greifen unsere Naturärzte auch zu homöopathischen
Heilmethoden und Mitteln, zumal diese völlig unschädlich sind
und der geistigen Heilweise sehr nahestehen, denn nach
parapsychologischen Erkenntnissen wirken diese
hochverdünnten Arzneien zunächst auf den Feinstoffleib des
Menschen und erst über diesen auf den grobstofflichen Körper."
53)
Er erwähnt hier im übrigen die anderen, der reinen Homöopathie
verwandten Heilsysteme, so die Komplexhomöopathie, die
Elektrohomöopathie, die Isopathie, Biochemie usw. G. W. Surya
gibt in seiner Sammlung "O k k u I t e M e d z i n" in dem Werke
Homöopathie - Isopathie, Biochemie, Iatrochemie und
Elektrohomöopathie mit dem Anhang "Praktische Homöopathie"
von Dr. Ferd. Frhr. v. Hohenstein eine genaue Orientierung.

Dr. med. Alexander Rosendorff erklärt die geistige Heilweise der


homöopathischen Arznei u. a. wie folgt:
"Man kann das Wesen und die Wirkungsweise der Homöopathie
nicht verstehen, wenn man nur die materielle Teilung der Materie
berücksichtigt... Wenn wir uns die Teilung immer weiter
fortgesetzt denken, so wird die wirkende Kraft immer weiter
verfeinert bis zum ätherischen Zustand. Der Äther besteht aus
allerkleinsten Atomen und ist die Quelle des universellen
Plasmas. Er steht nicht nur höher als die Materie, sondern die
Materie ging aus ihm hervor, aus ihm wurden unser Planet und
die Welten im Raume geboren.
Der sichtbare materielle Körper ist eine Verdichtung eines
feineren, ätherischen, aber immerhin noch molekularen und
folglich materiellen ätherischen Körpers. Die Seele könnte ohne
dieses ätherische Verbindungsglied nicht auf den
grobmateriellen Körper einwirken. Wenn also eine Arznei bis
zum ätherischen Zustand verdünnt wird, so kann sie auf die
Seele einwirken, und die Seele kann in einem Augenblick den
erkrankten Körperteil heilen. So erklärt es sich, daß ein
Simillimum die Krankheitser- scheinung beseitigt." 54)

Die Homöopathie in hermetischer Betrachtung


Der Arzt Dr. med. Hermann E. Helmrich 55), der an
spiritistischen Sitzungen teiIgenommen hat und ein geistig
philosophisches System aus der jenseitigen Welt kennenlernte
und der einer okkulten Literatur vertraut, gibt beispielsweise für
die homöopathischen Heilerfolge Erklärungen, die mit seinen
spiritistischen Erfahrungen übereinstimmen. Auch er
unterstreicht, daß sich die Auswirkungen der Homöopathie
"einer orthodox-wissenschaftlichen Beweisführung entziehen"
und "daß die Homöopathen letztlich ihren eigenen disziplinären
Untergrund nicht erkennen können". Ihm ist das okkulte Buch
"Der Kybalion" "ein durch nichts anderes zu ersetzender
Schlüssel ... zum Problem der Homöopathie geworden".
Der Kybalion ist eine von "Drei Eingeweihten" herausgegebene
Spruchsammlung hermetischer Lehren (Hermes Trismegistos
wird von seinen Verehrern als der größte Weisheitslehrer aller
Zeiten angesehen). Helmrich legt diese okkulte Lehre zugrunde
und meint, daß alles in Schwingung oder eben Schwingung ist,
die sich aus drei Komponenten (Qualität, Quantität und
Frequenz) ergebe, und daß die Hilfe der homöopathischen Mittel
durch ihre hohen Frequenzen im Schwingungsbereich
geschehe. "Was also die Homöopathen ... bis heute wissen" - so
schreibt er -, "das ist die vor ihnen bereits aus der hermetischen
Weisheit abgeleitete und von uns Heutigen wieder
nachvollziehbare Einsicht in frequentative Wirkungsverhält-
nisse, wenn sich unter solchen Umständen der Spiritus vitae
eines Kranken und der Spiritus naturae der ihm gemäßen Arznei
begegnen." ",Alles ist Schwingung' (Der Kybalion). Also muß
auch jede Arznei und damit auch jede komplexe Arznei in
Schwingung sein oder ihre Schwingung haben. Zur Schwingung
gehört ihre Periodizität, ihre Frequenz, die durch das
hermetische Prinzip des Rhythmus angesprochen wird. Wir
haben bereits davon gesprochen, daß umfassendere qualitative
Komplexbildungen sich - wenn sie echte Komplexe sind - erst
auf einer höheren Frequenzstufe darstellen lassen. Wir dürfen in
solchem Zusammenhang darauf hinweisen, daß in der hier
beschriebenen Spagyrik nicht einfach Pflanzensäfte
zusammengeschüttet werden, sondern die verfeinerten
Essenzen ihrer bereits frequentativ gehobenen und somit
gesteigerten ,Geisten'. Schließlich sollen doch diese geistigen
Potenzen aus der Natur in einer adäquaten Form mit dem
Spiritus vitae des Mikrokosmos, also des Menschen, in eine
diesem nützliche, helfende Konfrontation gebracht werden nach
dem Prinzip von Ursache und Wirkung. Freilich, trotz unseres
heutigen technisch-wissenschaftlichen Denkens sind wir - seit
dem Verlust dieser so anspruchsvollen alten Denkformen - noch
nicht wieder in der Lage, die Begegnung von Patient und Arznei
in einer Schwingungs-reaktion zu erkennen!"56)
Hier handelt es sich um Auffassungen, die sich durch die
Verwendung wissen- schaftlicher Begriffe wissenschaftlich
anhören, die aber doch nur spiritistisch sind. Satan will
Menschen täuschen; wer sich auf diese Dinge einläßt, kommt
mehr und mehr unter seinen Einfluß und seine Gewalt.

Die Homöopathie und Anthroposophie


Auch von dem Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner,
der als Kind okkulte Erlebnisse, Verkehr mit Verstorbenen und
Naturgeistern hatte, wurde die homöopathische Heilweise, die
der geistigen Ausrüstung der Anthroposophie entgegenkam,
übernommen und hat dort in der homöopathischen Weleda-
Medizin eine neue Variante erhalten 57). Die Hersteller
anthroposophischer Mittel berücksichtigen besonders den
Stand von Mond und Sonne 58). Der 1974 verstorbene
homöopathische Arzt Dr. med. E. Rehm in Geislingen 59), der
sich besonders bemühte, Brücken zu schlagen zwischen der
klassischen Homöopathie nach Hahnemann und der
anthroposophischen Medizin, schrieb in seinem Artikel
"Homöopathie in Gefahr!": "Solange die heutige Wissenschaft in
der homöopathischen Arznei nur Atome und Moleküle sucht,
kann sie nichts finden. Die heutige Wissenschaft geht von der
Materie aus und kann daher alles auf materieller Basis
untersuchen. Unser Körper gehört zur materiellen Welt. Wir
haben aber auch eine Seele. Die Seele ist eine Art Kraftstation
für den Körper. Ein allopathisches Chemiemittel besteht aus
Materie und wirkt auf den materiellen körperlichen Teil des
Menschen. Ein homöopathisches Mittel stellt eine Kraft dar und
wirkt auf den seelischen Teil des Menschen."

Bei der Herstellung der Weleda-Medizin wird der Prozeß der


Verdünnung und die rhythmische Behandlung der Auflösung
(Beladung mit Kräften) besonders herausgestellt.
Dipl.-Ing. Wilhelm Pelikan schreibt:
"Nachdrücklich sprechen wir von zwei Prozessen. Der
Lösungsvorgang bewirkt etwas ganz anderes als der
Schüttelvorgang. Durch ersteren werden die stofflichen
Eigenschaften des Grundstoffes - Form, Farbe, Dichte,
Geschmack, chemische Wirksamkeit - schrittweise zum
Abnehmen, schließlich zum Verschwinden gebracht. Durch
letzteren wird der Trägerstoff, in unserem Beispiel Wasser,
schrittweise mit Kräften beladen, die beim stufenweisen
Aufheben der Substanzkräfte des Grundstoffes aus diesem frei
werden. Diese einst zum Stoff erstarrten Kräfte werden rege
gemacht. Statik wird wieder Dynamik. Es ist schade, daß diese
Zweiheit nicht immer genügend deutlich dargestellt ist. So wird
in dem Deutschen Homöopathischen Arzneibuch HAB 1 zwar
der Erzeugungsvorgang - Lösen und Schütteln - geschildert,
jedoch der seit Hahnemanns Tagen dafür übliche, von ihm
geprägte Ausdruck "Potenzieren" teilweise durch den
unprägnanten, ja irreführenden Ausdruck "Verdünnung"
ersetzt."60)

Zur homöopathischen Beeinflussung des Charakters


Auf die übrigen Bereiche der Homöopathie (z. B.
Krankheitsdiagnose, Arzneimitteldiagnose, Arzneibilder usw.)
und ihre Anwendung braucht im Rahmen dieser kleinen
Stellungnahme nicht eingegangen zu werden. Wichtig erscheint
aber der Hinweis, daß die homöopathischen Arzneien auch bei
Leiden im geistig-seelischen Bereich angewendet werden. Bei
seinen Arzneimittelprüfungen stellte Hahnemann im übrigen die
"Geistes- und Gemütssymptome" voran, ging dann vom Kopf
bis zum Fuß und von innen nach außen61).

Dr. med Heinz Sighartner erwähnt in seinem "Großen


Gesundheitsbuch"62) bei den homöopathischen Mitteln u. a.
Ignatia, die Ignatiusbohne, als das große "Hysteriemittel" der
Homöopathie - "ein Mittel für Kummer und Schreck und deren
Folgen" -; ferner Kalium phosphoricum u. a. als Mittel gegen
Angstzustände, Unfähigkeit zu geistiger Arbeit, Reizbarkeit und
Depression; Staphisagria, die Stephanskörner, als Mittel bei
Konfliktneurosen u. dgl. m.

Zu den erstaunlichsten Auswüchsen homöopathischer


Heilbehandlung gehören wohl die Erfahrungen des
angesehenen homöopathischen Arztes Dr. med. Jean Pierre
Gallavardin (1825-1898), dessen Schriften in mehreren Auflagen
wieder neu veröffentlicht wurden 63). Er berichtete über
frappierende Erfolge bei psychischen Störungen, Süchten,
Lastern und Charakterfehlern mit homöopathischen Mitteln in
unvorstellbar hohen Centesimalpotenzen (200-5000). Im Vorwort
zur 2. Auflage seines Buches "Homöopathische Beeinflussung
von Charakter, Trunksucht und Sexualtrieb", schreibt Dr. med.
Hans Triebel über Gallavardin:
"Sein ganzes ärztliches und schriftstellerisches Wirken stand
unter dem Gedanken, durch die homöopathische Behandlung
nicht nur dem Einzelnen Heilung zu bringen, sondern auch
durch Besserung des Charakters der Menschen, durch
Entwicklung ihrer Geistesfähigkeit und durch Befreiung von
Sucht und Laster zur Höherentwicklung der Menschheit in
geistiger und moralischer Hinsicht beizutragen."64)

Dr. Gallavardin vertrat folgende Auffassung:


"Alle homöopathischen Ärzte wissen, daß bei einem
Arzneimittelversuch am Gesunden nicht nur somatische,
sondern auch psychische Symptome hervorgerufen werden.
Durch die Verordnung der Arzneien nach dem Simile-Gesetz
können die psychischen Symptome ebenso zum Verschwinden
gebracht werden wie die somatischen. Aus den
Arzneimittelprüfungen wissen wir, daß jede Arznei in einer
bestimmten Weise auf die Gemüts- und Geistesverfassung
einwirkt, hemmend, fördernd, ändernd. So kann sie, passend
gewählt, auch die fehlerhafte Veranlagung des Charakters und
der Intelligenz beeinflussen."65)
Zur Erläuterung Auszüge aus einem seiner vielen Berichte: "Ein
Mädchen von 22 Jahren war verschlossen, sehr erregbar und
jähzornig, unintelligent, ungehorsam und faul..." (Nachdem er
mehrere Gaben Calcarea carbonica 2000 bzw. 6000 gegeben
hatte, schreibt er wie folgt:) "Am 10.3.1877 berichtet mir die
Mutter, daß ihre Tochter besonders seit der letzten Arzneigabe
intelligent, gehorsam und arbeitsfreudig geworden ist. Den Vater
des jungen Mädchens heilte ich mit Nux vomica 12 fast völlig
von seiner Neigung zum Jähzorn, einen Bruder von sieben
Jahren mit Causticum 30 völlig von seiner Veranlagung zur
Bösartigkeit und der Sucht, andere zu ärgern. Vor der
Behandlung schlug er nach seiner Mutter, wenn sie ihn anzog,
nachher nicht mehr."66)

Die Biochemie des Dr. Schüssler


Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß aus denselben
Gründen auch die sich auf der Grundlage der Homöopathie von
dem homöopathischen Arzt Dr. Wilhelm Schüssler entwickelte
Biochemie abgelehnt wird. Schüssler ließ sich 1857, als wohl
einer der ersten rein homöopathischen Arzte Norddeutschlands,
in Oldenburg nieder. Fünfzehn Jahre lang war er einer der
eifrigsten Vorkämpfer für das homöopathische Gedankengut
und verteidigte dieses mit seiner angeborenen Standhaftigkeit
gegenüber allen großen ärztlichen Gegnern.

In einem Lexikon der Medizin 67) heißt es zur Biochemie:


"Eine von der Wissenschaft nicht anerkannte Heilweise, die auf
den Arzt Dr. W. Schüßler (1821-1898) zurückgeht. Danach
entstehen alle Krankheiten aus Störungen des
Mineralstoffwechsels und sich durch Gaben von Mineralsalzen
in homöopathischer Dosis zu beheben (11 Hauptsalze, 5
Ergänzungsstoffe). Man nennt diese Biochemie auch
»abgekürzte Homöopathie«."

Schüssler hat die Salze in homöopathischer Verdünnung bzw.


Verreibung gegeben, er arbeitete vorwiegend mit der
Verdünnung D 6 und D 1268). D 12 ist eine Verdünnung von
1 : 1 000000000000. Viele Stoffe sind schon in einer Verdünnung
von D5 oder D6 garantiert unwirksam 69). Auf die Lehre der
Biochemie kann nicht näher eingegangen werden. Dr. Schüssler
will aus der Asche von Organen, die er verbrannt hat, besondere
Erkenntnisse gewonnen haben. Es fiel ihm auf, daß gerade die
Salze, die sich bei der Veraschung von Körpergewebe als im
menschlichen Organismus normal vorkommend erwiesen, in
hoher Verdünnung eine tiefgreifende umstimmende Wirkung
entfalteten.

Nach den Befürwortern dieser Lehre soll den biochemischen


Salzen "wohl eine Reizwirkung zugrunde liegen". Nach Dr. H.-G.
Jaedicke 70) schrieb Dr. Schüssler "die Wirkung seiner Mittel
einer lebhaften molekularen Tätigkeit zu."
Dr. Jaedicke meint:
"Wir würden heute sagen, einer chemisch-elektrischen
Zustandsänderung innerhalb eines Organsystems."
Er spricht daher von "elektrisch aktiven Einzelbestandteilen".
Anhänger dieser Heilweise geben zu, daß eines von Schüsslers
Hobbys der Spiritismus gewesen sei 71).
Seine Heilmittel sollen entsprechend den Symptomen
angewendet werden. Deshalb wurden im Laufe der Zeit
therapeutische Kataloge zusammengestellt, die für jedes
Krankheitssymptom das entsprechende biochemische Salz
angeben. Aus diesen Verzeichnissen ergeben sich sehr
weitgehende therapeutische Indikationen. So soll z. B. Kalium
phosphoricum (Kaliumphosphat) nicht nur bei psychischer
Depression, übersteigerter Reizbarkeit usw., sondern sogar bei
"Abneigung gegen Konversation" helfen. Gegen
"Zukunftsangst" soll Natrium phosphoricum (Natriumphosphat),
Ferrum phosphoricum (Eisenphos-phat) anzuwenden sein 72).

Ein Teil der Biochemiker sieht auch einen Zusammenhang


zwischen den zwölf Mineralsalzen des menschlichen Körpers
und den zwölf Zeichen des Tierkreises der Astrologie. In einem
Handbuch der "Astro-Chemie" heißt es zu diesen bei den
Biochemikern umstrittenen Zusammenhängen:
"Diejenigen, die nicht glauben, daß »an der Astrologie etwas
dran ist", werden sich für diesen Aspekt der Frage nicht
interessieren, und man kann in der Biochemie zweifellos auch
ohne Astrologie gute Arbeit leisten. Aber mit ihr kann man
unendlich viel mehr vollbringen."73)

Auch hier ist also eine nachdrückliche Warnung angebracht. Dr.


Karl Kirchmann (gestorben 1967), der sich in Deutschland rund
50 Jahre für die Entwicklung und Ausbreitung der
biochemischen Lehre nach Dr. Schüssler eingesetzt hat, meint
in seinen Schriften sogar, die biochemische Heilmethode nach
Dr. Schüssler gewinne dank ihrer oft staunenswerten
Heilwirksamkeit das Vertrauen immer weiterer
Bevölkerungsschichten 74). Auch die Ärzteschaft interessiere
sich in steigendem Maße für diese Heilmethode 75).

Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß es noch a n d e r


e Heilmethoden gibt, die auf homöopathischen Grundlagen
beruhen, z. B. die Homöosiniatrie des Dr. Weihe mit den von ihm
entdeckten Akupunkturpunkten.

Auch die H o m o t o x i n l e h r e des Dr. med. Hans-Heinrich


Reckeweg, eines überzeugten Anhängers der Homöopathie, hat
viele Berührungspunkte mit der Homöopathie. Nach dieser
ebenfalls nicht anerkannten Außenseiterlehre sollen alle
Krankheitserscheinungen auf Giftwirkungen (Homotoxin =
Menschengift) zurückzuführen sein und durch eine
antihomotoxische Therapie, die auf den Erfahrungen und Lehren
der Homöopathie Samuel Hahnemanns beruht, bekämpft
werden. Auch hier kennt man ein Homotoxin-Simile und sog.
Hochpotenzen. Dr. Reckeweg: "Die Homöopathie kann mit
vollem Recht ,als die Mutter der Heilkunde bezeichnet werden'
".76)

Stellungnahme zu einigen Einwendungen


Es folgen einige Einwendungen, die gegen Ausführungen in der
ersten Auflage dieses Büchleins erhoben wurden, mit
anschließenden kurzen Stellungnahmen.

* Die heutige Physik habe längst die Erkenntnisse


Hahnemanns bestätigt.

Ein Heilpraktiker ergänzt: Nur für Leute, die mit ihrem


materialistischen Denken im 18. und 19. Jahrhundert hängen
geblieben sind und die von der Physik des 20. Jahrhunderts
keine Ahnung haben, ergeben sich hier natürlich
Schwierigkeiten. Daß auch einige schulmedizinische Größen 77)
dazugehören, spricht jedenfalls nicht gegen Hahnemann.

Es ist nicht Aufgabe unserer Darlegungen, wissenschaftliche


Gegenbeweise zu führen. Nur soviel sei auf die obige Art der
Argumentation gesagt: Die "Krafterhöhung durch Verdünnung"
ist wissenschaftlich nicht beweisbar. Das wird auch von vielen
homöopathischen Schriftstellern nicht bestritten. Der Physiker
Prof. Norman Hirst hat in seinem Vortrag "Die Wissenschaft und
die Homöopathie" (gehalten in Washington am 5.6.1974 bei der
Tagung der amerikanischen homöopathischen Ärzte)
zusammenfassend u. a. erklärt:

"Kurz gesagt, es gibt bisher keine plausible Erklärung in


,wissenschaftlichen' Begriffen über die Wirkung der
Infinitesimaldosen."78)

Auch Dr. phil. E. Fräntzki geht in seiner philosophischen


Untersuchung über "Die Idee der Wissenschaft bei Samuel
Hahnemann" (1976) davon aus, daß es bisher nicht gelungen ist,
"die Wirkung der Hochpotenzen c h e m i s c h zu beweisen"79).
Und Harms schreibt:
"Richtig ist, daß das homöopathische Potenzieren chemisch-
quantitativ eine sehr starke Verringerung der ursprünglichen
Substanz bedeutet, so daß diese sich mit chemischen Methoden
nicht mehr nachweisen läßt."80)

Hahnemann wußte, daß die Wirkung seiner Arzneien nicht


verstandesmäßig erkennbar ist. Der § 20 des Organon sagt:
"Diese innern Wesen der Arzneien verborgene, geistartige Kraft,
Men- schenbefinden umzuändern und daher Krankheiten zu
heilen, ist an sich auf keine Weise mit bloßer
Verstandesanstrengung erkennbar..."81 )

* Der Begründer der Homöopathie (Hahnemann) sei niemals


der Meinung gewesen, daß durch das Schütteln oder Verreiben
beim Potenzieren der homöopathischen Arzneien eine Kraft in
die Arzneien übergehe.

So schreibt ein Heilpraktiker. Hahnemann habe vielmehr


gemeint, daß durch die Verschüttelung die Arznei s e l b s t ihre
Kraft entwickle, und das sei ein himmelweiter Unterschied. Und
er fährt fort: Denn im letzteren Falle spielt der Mensch und seine
irgendwie gearteten Kräfte überhaupt keine Rolle, sondern
dieser Vorgang kann auch von Maschinen übernommen werden.
Dementsprechend haben und hatten viele Firmen und Ärzte, die
homöopathische Arzneien herstellen und herstellten, ihre
Verreibungs- und Schüttelmaschinen.

Hier irrt der Heilpraktiker. Einmal wäre der Unterschied nicht


derart entscheidend (denn es wäre auch unbegreiflich, wie die
Arznei durch Schüttelschläge selbst ihre Kraft entwickeln sollte),
zum anderen nahm Hahnemann tatsächlich an, daß durch die
Verschüttelung eigenartige Kräfte in die Arznei ü b e r g i n g e n.
Hierzu ein homöopathischer Fachmann. Dr. Heinz Schoeler
schrieb als Leiter der homöopathischen Arzneimittel-Prüfungen
an der Leipziger Homöopathischen Poliklinik des Deutschen
Zentralvereins homöopathischer Ärzte in seiner
Veröffentlichung "Grundsätzliches zum Verständnis der
Homöopathie" folgendes:

"Hahnemann. ..kam später im Alter in eine verstiegene,


theoretisierende Ansicht über die Wirkungsweise der
Arzneimittel, indem er annahm, daß durch seine besondere
Pharmakotechnik des fortgesetzten Verschüttelns und
Verreibens "e i g e n a r t i g e
d y n a m i s c h e R i c h t k r ä f t e" in das Lösungs- bzw.
Verreibungsmittel übergehen würden, denen besonders starke
Wirkungen heilender Natur zuzurechnen seien. Er kam
schließlich dahin, daß er den Verdünnungsgrad C30 (!!) zur
Grundlage seines Dosierungsschemas erhob."82)

Die Schüttelmaschinen gehören deshalb zum Bereich der


okkulten Heilweise wie der Elektropsychometer bei der Therapie
im Scientismus des L. R. Hubbard, wie der Wohlmuth-
Galvanisator bei der elektro-galvanischen Heilkunde, wie
Akupunktur-Utensilien u. dgl. mehr.

* Die homöopathische Methode könne nicht als okkult


abgelehnt werden, weil ähnliche dynamische, wissenschaftlich
unerklärliche Wirkungen und Kräfte, die tatsächlich bewiesen
sind, existierten.

Der Verfasser, ein Pfarrer und Schriftsteller, geht zwar ebenfalls


von der logischen Unbeweisbarkeit der Homöopathie aus und
räumt ein: "Diese Methode ist logisch nicht zu verstehen,
gründet sich aber auf die tatsächliche Erfahrung und beruht auf
der unerkärlich dynamischen Wirkung der Heilmittel." Er meint
aber, es existierten eben ähnliche wissenschaftlich unerklärliche
Wirkungen und Kräfte wie beispielsweise im Magnetismus.
Hier folgert der Verfasser zu Unrecht aus der (durch die
Erfahrung) festgestellten Existenz von wissenschaftlich
unerklärlichen Wirkungen und Kräften, daß homöopathische
Kräfte nicht okkult seien und daß ein Christ somit solche
unerklärlichen Kräfte auf sich einwirken lassen könnte, denn er
läßt die Tatsache unberücksichtigt, daß neben dem von ihm
erwähnten Magnetismus eben eine ganze Reihe von
unerklärlichen Kräften, Wirkungen und Ereignissen, die ohne
weiteres als Finsterniskräfte beurteilt werden können, der
Erfahrung nach feststellbar sind.
Bei Radiastesie, Telepathie, Hellsehen, Präkognition und
geistiges Heilen haben wir es mit solchen unerklärlichen Kräften
und Ereignissen zu tun. Diese paranormalen Phänomene sind
wissenschaftlich eingehend geprüft worden mit dem Ergebnis,
daß sie n i c h t
w i s s e n s c h a f t l i c h b e w e i s b a r sind. In einem
Untersuchungsergebnis aus dem Jahre 1979 heißt es:

"Aus alldem folgt der Schluß, daß weder elektromagnetische


Effekte noch irgendeine andere Strahlungsart paranormale
Phänomene erklären können. Es gibt auch keinen Grund,
anzunehmen, daß es für solche Phänomene möglicherweise
doch eine wissenschaftliche Erklärung gibt, die aber noch nicht
gefunden wurde."83)

Der Verfasser hätte hier also richtigerweise folgern sollen, daß


gerade die Existenz paranormaler Phänomene ein warnendes
Beispiel dafür ist, unerklärlichen Kräften zu vertrauen.

Es sei hier nochmals betont: Satan verfügt auch über Kräfte. Der
Kosmos befindet sich in dem Machtbereich des satanischen
Geistes (1. Joh. 5, 19). Nicht mit "Fleisch und Blut" haben wir zu
kämpfen, "sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den
Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit
den bösen Geistern unter dem Himmel" (Eph. 6, 12). Wie Satan
seine falschen Propheten und Lehrer beruft und die Verführten
als seine Werkzeuge benutzt, so hat er auch sein Wesen in den
Zauberern, Hellsehern usw. und stattet sie mit unerklärlichen,
finsteren Kräften aus.

Um nicht in diesen Wirkungsbereich des Feindes zu gelangen,


dürfen Christen auf Heilkräfte und Mächte nicht vertrauen, die
ihnen unbekannt und unerklärlich sind. Wir haben kein Gebot in
der Heiligen Schrift, uns solchen Heilkräften zu öffnen, die
unerklärlich sind. Ein solches Vertrauen auf eine unserem Ver-
stande nach unerklärliche Heilkraft wäre im Grunde Glauben.
Den Glauben ist man aber nur der Wahrheit schuldig; Wahrheit
aber gibt es keine: außer Gott allein. Nur dem Herrn darf und soll
der Christ glauben und vertrauen (Joh. 14). Er gehört nur seinem
Gott an, und zwar mit Leib, Seele und Geist, und darf sich
deshalb unerklärlichen, geheimnisvollen Kräften und Mächten
nicht öffnen und diese nicht auf sich einwirken lassen.

* Wenn Homöopathie - wie alles andere - mit Danksagung (1.


Kor. 10, 30) genommen werde, könne nichts Okkultes oder
Dämonische an ihr sein.
"Den Reinen ist alles rein" (Titus 1, 15).

Wenn diese Bibelworte in Finsternisbereichen Anwendung


finden sollten, könnten sogar die nach den Rezepten des alten
Zauberbuches “ 6. und 7. Buch Mose" (in der Bibel gibt es nur
fünf Bücher Mose!) bereiteten Heilmittel benutzt werden. Das
wäre eine teuflische Bibelauslegung. Wir haben klare biblische
Warnungen vor Bösem und Falschem, die beachtet werden
müssen. Wir sollen "nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren
Werken der Finsternis haben, vielmehr diese strafen" (Eph. 5,
11); wir sollen vorsichtig wandeln (Eph. 5, 15), prüfen (Eph. 5,
10; 1. Joh. 4, 1), dem Götzendienst fliehen (1. Kor. 10, 14),
ketzerische Menschen meiden (2. Tim. 3, 5), Verführern nicht
folgen und nicht hingehen (Matth. 24, 23-26, Luk. 17, 23), von
falschen Lehrern weichen (Röm. 16, 17) usw.
Der Teufel hält seine Kräfte für diejenigen, die diese Warnungen
mißachten, bereit; er kann auch heilen und tut es durch
spiritistische Behandlungsmethoden und okkulte Medizin. In
einem Prospekt über "Geistiges Pendeln" heißt es
beispielsweise: Das Buch bringe Anleitungen für
Pendelexperimente, die z. B. zeigten, ob okkulte Kräfte wie
Hellsehen, Hellhören, Heilmagnetismus vorhanden seien, ob bei
einer Krankheit mit Besserung oder Verschlechterung zu
rechnen sei, ob Störungen in den feinstofflichen Körpern des
Menschen (Äther-, Astral- oder Mentalkörper) vorlägen, welche
Yoga-Übungen zuträglich seien, welche Atemübungen
vorgenommen werden sollten, welche Kost am verträglichsten
sei, welche Diät bei Krankheiten angezeigt sei usw.
Wer in dem dunklen Bereich der okkulten Heilweisen meint,
"den Reinen sei alles rein", der hat sich bereits verirrt und zeigt,
welche Vernebelungskräfte und Finsternismächte hier wirksam
sind. Der Evangelist Johannes Seitz betont diese Gefahr:
"Überall heilt der Teufel jetzt durch Spiritismus, Theosophie und
durch alle Arten von Aberglauben und Zauberei, und der Teufel
hat eine große Kraft, er kann etwas, wenn auch nur scheinbar,
und alle die Leute, welche durch den Teufel und seine
Werkzeuge Heilung finden, kommen unter die Macht der
Finsternis, und dadurch hält der Teufel eine so große
Ernte..."84)

* Okkulte Macht sei niemals an eine Sache selbst gebunden,


sondern trete immer in Verbindung mit Menschen auf; deshalb
sei das Einnehmen homöopathischer Medikamente gefahrlos.

In einer veröffentlichten Besprechung der 1. Auflage dieses


Heftes schreibt der Rezensent
u. a. : "Natürlich ist es richtig, daß die Homöopathie okkulte
Wurzeln hat, aber okkulte Macht ist niemals an eine Sache selbst
gebunden, sondern tritt immer in Verbindung mit Menschen auf,
die sich diesem Bereich geöffnet haben. Das ist unbedingt beim
Mesmerismus, der magnetischen Heilkraft eines Menschen, der
Fall, wo ich mich willentlich einer okkulten Person ausliefern
muß, damit ein Heilungserfolg erzielt wird, und das ist ebenso
der Fall, wenn ich einen okkulten Heilpraktiker oder Arzt
konsultiere, der mich mit homöopathischen Mitteln behandelt.
Zweifellos kann ich dadurch in Verbindung mit bösen, okkulten
Mächten kommen und belastet werden, aber diese okkulte
Belastung erfolgte nicht durch das homöopathische Mittel an
sich, sondern durch den Behandler, dem ich vertraue. Es ist also
richtig, daß die Homöopathie spiritistisch-okkulte Hintergründe
hat, und daß sie von Spiritisten und Okkultisten nicht selten
erfolgreich eingesetzt wird. Es ist aber falsch, zu sagen, daß die
Homöopathie, losgelöst von Okkultbehandlern, okkulte Kräfte
beherberge, die einen Menschen in satanische Abhängigkeit
bringen könnten."85)

Diese Auffassung vertritt der Beurteilende, obgleich er


ausdrücklich schreibt: "Homöopathie und Biochemie sind
okkulten und spiritistischen Ursprungs (Hahnemann und
Schüssler waren Spiritisten)."86)
Die Auffassung, nach der eine Gefahr nur von Menschen, nicht
aber auch von Sachen ausgehen kann, ist falsch und findet
keine Bestätigung in der Bibel. Allein der Besitz (auch ohne
Benutzung) des 6. und 7. Buches Mose, der Besitz von
Wahrsage-Büchern, spiritistischer Literatur, Astrologie-
Kalendern, Zauberbüchern, Wünschelruten, siderischen Pendeln
bringt bereits die Gefahr einer Verstrickung in eine okkulte
Macht. Das gilt auch für Schutzmittel, die man sich um den Hals
hängt, Amulette, Hufeisen u. dgl. m.
Aus der Seelsorge wissen wir: Nach der Lösung von finsteren
Gebundenheiten müssen auch die entsprechenden "Sachen",
über die der Bann eingetreten ist oder mit denen er verknüpft
war, vernichtet werden. Wahrsagerspiegel, Kristalle, Horoskope,
Hufeisen, Amulette müssen aus dem Haus; Zauberbücher,
Traumbücher usw. müssen verbrannt werden; Gegenstände, mit
denen "gependelt" wurde, dürfen nicht mehr im Besitz des
Betroffenen bleiben (und sei es der eigene Ehering, mit dem
gependelt wurde). Wie oft liegen hier Ursachen für seelische
Störungen und Glaubenshindernisse, für Gleichgültigkeit gegen
die Sünde, Schwermut, unreine Gedanken, Hochmut und
Selbstgerechtigkeit usw. Aber auch körperliche Störungen
können hier ihre Ursache haben.

Pfarrer Lüscher sieht allein im Sammeln von Gegenständen der


Zauberei auf den Missionsfeldern und im Ausstellen dieser
Gegenstände eine Gefahr und hält die Schaustellung solcher
Gegenstände für ein Greuel vor dem Herrn, indem er auf 5. Mose
7, 25. u. 26 verweist:
"Ihre geschnitzten Götzenbilder sollt ihr mit Feuer verbrennen;
du sollst nicht nach dem Silber und Gold, das sich an ihnen
findet, Verlangen tragen und es nicht für dich hinnehmen, damit
du da-durch nicht ins Verderben gerätst; denn es ist ein Greuel
für den Herrn, deinen Gott. Und du sollst einen solchen Greuel
nicht in dein Haus bringen, um nicht gleich ihm dem Banne zu
verfallen; du sollst es vielmehr mit Ekel verabscheuen und für
etwas Greuelhaftes halten; denn es ist dem Banne geweiht."87)

Dieses Verbot der Zauberei hat nicht nur alttestamentliche


Gültigkeit, denn Satan ist derselbe damals wie heute. Auch nach
Apg. 19, 18 u. 19 wurden alle entsprechenden Bücher verbrannt.
Gott fordert die Vernichtung aller im Besitz befindlichen
Zaubereigegenstände.

Es gibt eine Finsternismacht, die an die Sache selbst gebunden


ist. Das gilt auch für die okkulte Medizin, für alle Heilmittel, die
nach "Geheimrezepten" hergestellt oder besprochen bzw.
bependelt worden oder die mit besonderen mystischen
Handlungen verbunden sind (Aussaat oder Ernte nach okkulten
Riten, bestimmten Mondphasen usw.) und die sogar dem Körper
zugeführt werden sollen. Eine okkulte Medizin bleibt eine
okkulte Medizin, auch wenn sie nicht aus der Hand eines
Okkultbehandlers kommt. Die Erzeugnisse, Produkte und Werke
der Spiritisten sind genauso zu meiden wie die Spiritisten selbst.
Durch das gläubige Vertrauen auf die unerklärliche Wirkung des
spiritistischen Produkts (z. B. des okkulten Heilmittels) entsteht
gleichzeitig eine mittelbare Abhängigkeit zu der spiritistischen
Hand, aus der dieses Mittel stammt.
....

* Es komme überhaupt nur auf die Heilung an, entscheidend


sei nicht das Wie, sondern der Erfolg.

Die Antwort gibt dieses Heft. Es kommt nicht auf den Erfolg an.
Entscheidend ist vielmehr, aus welcher Macht, aus welcher Kraft
geheilt wird. Würde man es auf den Erfolg abstellen, könnte man
alle Heilmethoden der übrigen Außenseiter der Medizin
(Akupunktur, Irisdiagnose usw.), die durchweg Heilerfolge
haben, anerkennen. Dann müßte man aber konsequenterweise
auch Medizinmänner und Schamanen mit ihren nachweisbaren
Heilerfolgen und die Heilungen "afrikanischer Geistheiler",
bejahen. Das gleiche gilt für die Heilungen bei der "Christlichen
Wissenschaft"...

Erst kürzlich hat sich ein bekannter Autor und Regisseur


zahlreicher Dokumentarfilme in einem neuen Buch mit dem
Wirken und den Praktiken der südamerikanischen
Medizinmänner beschäftigt; mehrere Expeditionen führten ihn in
die Regionen der Anden, wo unzählige Hexer ihre Wunder
vollbringen und wo es immer wieder zu medizinisch-
wissenschaftlich nicht erklärbaren Heilungen kommt. Er
berichtet über geheimnisvolle Heilverfahren in nächtlichen
Zeremonien, über dabei benutzte Geisterdrogen und
Arzneipflanzen der peruanischen Guranderos, die mit einem
ebenfalls magischen Medium, der Wünschelrute, auf ihre
arzneilichen Wirkstoffe getestet werden.

Noch ein weiteres Beispiel: In allen asiatischen Heilverfahren


sind physische und religiöse Elemente eng verflochten. Der
asiatische einheimische Arzt berücksichtigt bei seinen Patienten
fortbestehende Beziehungen zur Geisterwelt, zu spirituellen
Vorgängen und magischen Kräften. Im tibetanischen Medizin-In-
stitut in Indien werden aus Kräutern und Mineralien 1000
verschiedene Arzneien hergestellt; hier spielt der
"Medizinbuddha", den auch die Tantralehre nennt, eine Rolle
(Buddha habe selbst die "vier geheimen Tantras" verfaßt).

Wir sind überzeugt davon, daß hier aus dunklen, verborgenen,


okkulten Kräften geheilt wird; und bisweilen ist es sogar klar
erkennbar, wie die satanischen Finsterniskräfte wohl körperliche
Leiden aufheben oder vermindern können, aber die Seele
belasten. Angesichts der erwähnten Tatsachen ist es
erschreckend, wie unter dem verharmlosenden Begriff der
Naturheilkunde bedenkenlos auch heidnischen Wirkkräften in
Verbindung mit bestimmten Pflanzen, Wurzeln, Säften,
Wildfrüchten u. dgl. vertraut wird.

Es gibt heute im übrigen okkulte Behandlungsmethoden, die


den uralten heidnischen Zaubergebräuchen sehr ähnlich sind.
Prof. Dr. Erwin Liek beschreibt die Heilung eines Magnetiseurs
mit magnetisiertem Wasser und äußert, daß es sich hier um
Methoden handelt, die den uralten Gebräuchen von heidnischen
Zauberern gleichen.
"Die Verwendung "geweihten“ Wassers zu Heilzwecken ist,
nebenbei, sehr alt und heute noch unter den Naturvölkern weit
verbreitet. Vor kurzem besuchte ich das Inselparadies Bali
(östlich von Java). Auf 1 Million Einwohner kommen nur 5
wissenschaftlich ausgebildete Regierungsärzte. Die primitive
Heilkunde liegt in der Hand von Zauberern (doekoenen). Neben
zahlreichen Heilkräutern, die zum Teil von den approbierten
Ärzten übernommen werden, spielt Brunnenwasser, durch uralte
Zaubersprüche geweiht, eine besondere Rolle."89)

* Es kommt nicht auf den Erfolg an, es kommt darauf an, daß
eine Bindung an okkulte Mächte vermieden werden muß, daß die
Seele nicht Schaden nimmt. Die Heilerfolge des Mesmerismus
und der Homöopathie beruhten auf bloßer Suggestionswirkung.

Diese Einwendung wird von Gegnern der Homöopathie erhoben,


die unerklärliche Heilerfolge von Außenseitern der Medizin auf
"bloße Suggestion" zurückführen.

Was ist aber Suggestion (und Hypnose)? Welche Kraft wird hier
wirksam? Wer steht hinter dem "Heiler" und seinem "Erfolg"?
Der Begriff Suggestion erklärt im Grunde nichts, weil er selbst
ebenfalls im Grunde nicht erklärbar ist. Anton Mesmer nannte
seine Kraft "Uräther", "übersinnliches Fluidum", "animalischer
Magnetismus", andere nennen es "Suggestionswirkung".

Der bekannte wissenschaftler Professor Dr. Wolfgang


Kretschmer schreibt hierzu:
"Schon zu Zeiten Mesmers meinten die rationalistischen
Skeptiker, er heile durch "Einbildung". Später nannte man es
"Suggestion", das heißt unbewußte Beeinflussung. Mit dieser
psychologischen Deutung ist gegenüber Mesmers Anschauung
nur wenig gewonnen. Sie behauptet, daß es keine heilende Kraft
in der Welt gibt, diese vielmehr nur ein Erlebnis, das heißt ein
Faktum des Innenlebens bildet und daß die Kranken auf
bestimmte sinnlich angeregte Vorstellungen hin nach
bestimmten Gesetzen reagieren, bis ins Körperliche hinein.
Damit wird jedoch das magische Grundproblem nur von der
Gegenstandswelt in die Innenwelt verlegt. In der
psychologischen Perspektive läßt sich nicht unterscheiden, ob
durch Sinneswahrnehmung oder außersinnliche Heilung
vermittelt wurde. Der Begriff der Suggestion, auch wenn er
regelhaftes Reagieren einschließt beschreibt nur einen
Tatbestand, ohne zu erklären, wie eine Vorstellung zu einer
körperlichen Veränderung führen kann. Niemand weiß sogar,
wie er seinen Arm bewegt oder wie er Objekte wahrnimmt. Wenn
wir statt Fluidum oder Kraft "Suggestion" sagen, so setzen wir
ein Unbekanntes für ein anderes Unbekanntes. Daß jemand
durch das Erlebnis der Gegenwart Mesmers gebessert werden
kann, ist vor dem Verstande ebenso geheimnisvoll wie ein
telepathisches Ereignis zwischen Berlin und New York."90)

Personen, die dieses dunkle Geschäft ausüben (Hypnotiseure,


Suggesteure Magnetiseure usw.), führen zwar auch vieles auf
die "sog. Suggestion" zurück und wissen auch, daß der "Glaube
des Behandelten" eine erhebliche Rolle spielt, sie erkennen aber
auch zugleich an sich darüber hinaus eine ganz besondere
"mediale Begabung", eine "göttliche Gabe" 91).
Wir sind der Überzeugung, daß alle diese "Heiler" irgendwann in
ihrem Leben selbst in Berührung gekommen sind mit diesen
dunklen Kräften und sich ihnen und damit dem Feind Gottes,
von dem sie ausgehen, geöffnet haben.

Die Aussagen eines Hamburger Heilpraktikers, die Homöopathie


sei mit dem Verstande nicht zu begreifen und sie erfordere wie
alles Tun der homöopathischen und nichthomöopathischen
Heilpraktiker i n t u i t i v e s, m e d i a l e s Erfassen in Diagnose
und Therapie (in dem Sinne, daß das Erscheinungsbild des
Patienten viel wichtiger sei als die richtige Diagnosefindung),
ermöglicht einen aufschlußreichen Einblick in das eigene
Selbstverständnis von homöo-pathischen Heilpraktikern 92).

* Den Heilmagnetismus des Anton Mesmer könne man nicht


gegen die Homöopathie verwerten, weil auch namhafte
evangelische Schriftsteller den Mesmerismus nicht in vollem
Umfange ablehnten.

Es wurde u. a. folgendes geschrieben: "Kurt Koch teilt über den


Mesmerismus mit, daß er, wenn er nicht mit Magie oder
Spiritismus vermischt wird, ethisch neutral und in
seelsorgerlicher Hinsicht vielfach ohne Befund ist. Es kommt
nur auf das Vorzeichen an, unter dem er angewandt wird. Diesen
Gesichtspunkt stellt auch Modersohn heraus"93).

Hierzu ist festzustellen, daß der Mesmerismus stets mit Magie


oder Spiritismus vermischt ist (vgl. die Ausführungen in diesem
Heft), einen ethisch neutralen Heilmagnetismus gibt es nicht.
Modersohn hat sich hier geirrt. Ich verweise auf die
Stellungnahme des bekannten Evangelisten Johannes Seitz, der
seinerzeit in Teichwolframsdorf bei Heilungen an Kranken und
Besessenen tiefe Einblicke in das Reich der Finsternis tun
konnte und die rettende und heilende Kraft Gottes kennenlernen
durfte; er sagte: "Ich rate niemand, zu einem Heilmagnetopathen
zu gehen."94)
Mesmer handelte mit okkulten Kräften. Er selbst behauptet
solche Kräfte:
"Die Sterne beeinflussen einander wie große Magnete und
beeinflussen Dinge und Menschen. Der Sterneneinfluß macht
die Körper sensibel und sie werden dadurch mit einer Kraft
geladen, mit einem Fluidum getränkt, das sich bereit hält zur
Entladung auf andere Wesen. Der Magnet, wie der
magnetisierende Behälter sind nur mittelbar tätig, ihre Kraft
entspringt einer
o k k u l t e n Kraft, die von besonderer Anlage vermittelt
wird."95)

Schriftsteller aus dem Bereich der Parapsychologie wissen um


diese geheimnisvollen Kräfte:
"In der akademischen Wissenschaft wird die Existenz einer
solchen Kraft meistens bestritten. Es gibt jedoch Menschen, die
solche magnetischen Kräfte an den Fingerspitzen, teilweise
auch durch die Augen ausstrahlen und für Heilzwecke einsetzen
können."96)

Wie gefährlich der Mesmerismus ist, zeigt auch die Bedeutung


der Handauflegung, die im Grunde ein Zeichen des
Besitzergreifens ist. In bestimmten Logen der Freimaurer
bedeutet sie u. a. die Übertragung des Geistes und der Kraft auf
den zu Weihenden. In der okkulten Medizin wird das
Magnetisieren als Handauflegung angesehen 97).
Mit diesen satanischen Dingen dürfen Christen sich nicht
einlassen. Über die Ablehnung des Heilmagnetismus liegen viele
Zeugnisse bewährter Gottesmänner vor. Pfarrer A. Lüscher
warnt nachdrücklich:
"Die meisten Magnetopathen stehen unbewußt im Dienst der
Finsternismacht, d. h., sie erkennen nicht, wer ihnen Kraft gibt.
Andererseits stehen viele bewußt im Dienst Satans. Sie holen
ihre Kraft bewußt aus der dunklen satanischen Tiefe. Doch
bewußt oder unbewußt, nicht darauf kommt es an, sondern auf
die vermittelte satanische Kraft, die den Menschen unter dem
Deckmantel der Hilfe unter einen von Gott verfluchten Bann
bringt. Der Vollständigkeit halber müssen wir noch erwähnen,
daß es auch christliche Magnetopathen gibt, die sich von den
oben erwähnten Magnetopathen distanzieren. Damit wird der
Anspruch erhoben, die Magnetopathie, von christlichen
Magnetopathen ausgeführt, sei unschädlich. Demgegenüber
möchten wir sagen, daß es weder eine christliche noch
unchristliche Magnetopathie gibt, sondern nur eine
Magnetopathie schlechthin."98)

Pfarrer Wilhelm Gottwaldt, theologischer Lehrer am Seminar der


Liebenzeller Mission in Bad Liebenzell/Schwarzwald, schreibt
unter der Überschrift "Wie ist der Heilmagnetismus zu
beurteilen?" in "durchblick und dienst", Heft 8/ August 1973,
Seite 187, u. a. folgendes:
"Die Methode des Heilmagnetismus stützt sich vielfach auf die
okkultistische Lehre, daß von der Person des Menschen ein
geheimnisvolles Fluidum oder, wie der Spiritismus sagt, eine
rätselhafte Kraft, Od genannt, ausstrahlt. Schon vor mehr als
100 Jahren hat der deutsche Chemiker Karl von Reichenbach
behauptet, daß von Menschen, Pflanzen und Tieren eine nach
dem nordischen Gott Odin genannte "odische Kraft" ausgehe.
Spiritistische Medien berichten, daß diese Ausstrahlung von
dem geheimnisvollen Astralleib oder Energiekörper des
Menschen verursacht und deutlich von ihnen gesehen werde. Es
handelt sich also um okkulte Energie..."
"Eine gläubige Frau, die an Kreuzschmerzen litt, ließ sich von
einem Heilmagnetiseur behandeln. Ihre Krankheit wurde sofort
geheilt, aber seitdem konnte sie nicht mehr beten und fühlte
sich völlig von Gott getrennt. Es handelt sich also bei diesem
Heilmagnetismus um eine gefährliche Behandlungsmethode mit
okkulten Kräften, durch die der Patient einer finsteren Macht
unterworfen wird."

Schlußwort
Es kam uns - wie bereits eingangs erwähnt - nicht auf eine
Ablehnung der Homöopathie aus medizinischen Gründen an,
sondern um eine Warnung aus christlicher Sicht. Lorenz Keip
rechnet zu den Abarten des Aberglaubens "alle okkulten
Wissenschaften (schwarze und weiße Magie, Augendiagnose,
besser Irisdiagnose)". Gottes Wort macht darin keinen
Unterschied und verbietet beides, weil es in Gemeinschaft mit
Dämonen bringt; Jes. 47, 9-15. Ausdrücklich erwähnt Keip den
Heilmagnetismus, Suggestion, Hypnose. Einige Warnungen aus
seinem Buch "Glaubensheilungen", die für alle okkulten
Behandlungsweisen grundsätzliche Bedeutung haben:

"Alle diese Dinge sind Werke des Satans, und wer dergleichen
getan hat, steht unter einem dämonischen Bann, der sich früher
oder später im Leben auf die verschiedenartigste Weise
bemerkbar macht. Dein Leib kann geheilt worden sein, wenn du
im Krankheitsfall deine Zuflucht zur Zauberei genommen hast,
aber um deine Seele hat der Lügner von Anfang, der Teufel, eine
Kette geschmiedet, die du selber nicht mehr los wirst, die dir als
Fluch der bösen Tat fürs ganze Leben anhängt, wenn du nicht
mit deiner Sünde ans Licht kommst und bei Jesus Befreiung von
diesen Banden der Finsternis suchst."99)

Und zum Spiritismus schreibt Keip:


"Der Spiritismus ist aber nichts anderes als eine der
verschiedenen Auswirkungen finsterer Mächte, hinter denen der
Fürst dieser Welt, der Satan, steht. Satan, der Teufel, ist ein
geistiges Wesen von einer Intelligenz, gegenüber der alle
menschliche Wissenschaft ernsthaft gar nicht in Frage kommt.
Wer immer es sei, der sich mit ihm einläßt, auch durch
Spiritismus, ob Wissenschaftler oder nicht, kommt allmählich
mehr und mehr unter seinen Einfluß und unter seine Gewalt.
Alles Licht, das er den Menschen aufsteckt, ist Irrlicht, ist
Wahrheit mit Lüge vermischt, auch wenn es noch so sehr
besticht. Es führt, wie jedes Irrlicht, in den Sumpf - hier in
menschliches Elend -, erlischt dann, und der Mensch, der ihm
folgte, versinkt in Nacht und Grauen."100)

Zu einer Warnung vor diesen Auswirkungen finsterer Mächte will


diese Schrift beitragen. Unsere Zeit zeigt ohnehin in einem
bisher unbekannten Maße Heilsangebote aus fremden
Religionen und Ideologien, eine erschreckende Zunahme von
Irrlehren, schwarmgeistigen Bewegungen und Okkultismus. Wie
viele Menschen suchen in Psychoanalyse, Meditation und
Mystik, in Yoga, Gruppendynamik, Akupunktur und Magie Heil
und Heilung! Auch Gläubige sehen oft nicht den bösen
Hintergrund; sie lassen sich vom Äußeren, vom Erfolg blenden
und greifen, besonders wenn es in Krankheitsnot um die
Heilung des Leibes geht, zu verbotenen Mitteln.

Der Evangelist Richard Ising schreibt:


"Wohin diese Entwicklung geführt hat, zeigt sich heute in allerlei
ungöttlichen Heils- und Heilpraktiken. Suggestion und Hypnose,
die nach Gottes Wort den Menschen in eine Hörigkeit zu einem
anderen Willen bringen (Paulus sagt: »Werdet nicht der
Menschen Knechte«, 1. Kor. 7, 23), werden als harmlos, ja sogar
berechtigt angesehen... Der Abstieg geht noch weiter: fromme
Heilpraktiker bezaubern unsere Kreise durch ungöttliche Mittel:
Heilmagnetismus, Irisdiagnose, okkulte Medizinen, Anwendung
des Pendels bei Feststellung der Krankheit und bei der Auswahl
der Mittel. Dieses Pendeln hat in unseren gläubigen Kreisen
Hausrecht genommen."101)

Bei der Anwendung der gefährlichen Dinge am Leibe wird nicht


beachtet, daß der Leib doch auch heilig und ein Tempel des
Heiligen Geistes sein sollte. "Unglauben und Abfall von dem
lebendigen Gott" nennt es Johann Christoph Blumhardt; und er
weist darüber hinaus auch auf die Wirkung bestimmter Mittel auf
den Geist und die Seele des Menschen hin:
" ...das will mir oft bedenklich vorkommen, daß man nirgends
auch nur entfernt daran zu denken scheint, wie viele Mittel, die
gebraucht werden, insbesondere auf den Geist des Menschen
zerstörend wirken können. Leib und Seele stehen doch in engem
Zusammenhang miteinander. Ist es aber recht, auf den Leib so
gewaltsam loszugehen, ohne daran zu denken, daß auch eine
Seele da ist? Man weiß es nur zu gut, und die medizinischen
Bücher reden oft unverholen darüber, wie so manches auch eine
schädliche Einwirkung auf das Seelen- und Gemütsleben des
Menschen hat; und dennoch scheut man sich häufig nicht,
zuzufahren, komme für die Seele heraus, was wolle. .."102)

Der gläubige Christ weiß sich geborgen in der Hand seines


Gottes; seine Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und
Erde gemacht hat. Auch in Krankheitsnot vertraut er auf seinen
Gott. "Ich bin der Herr, dein Arzt" (2. Mose 15, 26). Das hat ER
bewiesen, im Alten und Neuen Testament bis heute. "Die
Gesunden", sagt der Herr Jesus, "bedürfen des Arztes nicht,
sondern die Kranken". So können wir mit freudigem, einfältigem
Herzen zu IHM gehen! Er bekennt sich zu denen, die sich ihm
nahen. Niemand wird zuschanden, der seiner harrt.

Manfred Heide

Homöopathie – aus biblischer Sicht

In den letzten Jahren explodierte der naturwissenschaftliche


Wissensstand. Homöopathie erscheint wieder vielen ganz
modern. Aber sie trägt immer noch das alte Kleid, das ihr von
Samuel Hahnemann Anfang des letzten Jahrhunderts
geschneidert wurde. Hahnemann war zweifellos ein
außergewöhnlicher Mann und Arzt. Sein hingebungsvolles
Arzttum sollten sich viele der modernen Routineärzte als Vorbild
nehmen. Mit den nachfolgenden Ausführungen soll nicht eine
wissenschaftlich begründete Ablehnung der homöopathischen
Heilweise erfolgen. Vielmehr möchte ich - von verschiedenen
Seiten darum gebeten - eine Aufklärung aus biblisch
begründeter Sicht geben.

Die Anwendung und Wirkung homöopathischer Mittel erhitzt


immer wieder nicht nur die Gemüter der Ärzte. Homöopathie
wird von Ärzten und Heilpraktikern praktiziert und oft als eine
Heilmethode beschrieben, die durch planvolle Ausnutzung
erkannter Gesetzmäßigkeiten in vielen Fällen weiterführt als die
sonst übliche Schulmedizin. Auf die Schulmedizin und das sei
vorweg gesagt kann allerdings ein verantwortungsbewußter
Arzt nicht verzichten. Wissenschaftlich exakte Kenntnisse und
moderne Diagnoseverfahren sind immer noch die Grundlage
einer medizinischen Behandlung. Und auch Homöopathen
geben zu, daß es selbstverständlich Erkrankungen gibt, die mit
schulmedizinischen Methoden weit besser zu behandeln sind.
Außerdem gibt es für die Homöopathie, d.h. für die Wirksamkeit
homöopathischer Mittel noch keine wissenschaftlichen Beweise.
Bislang ist die eigene praktische Erfahrung der einzige Weg,
sich von der Wirksamkeit dieser Heilweise überzeugen zu
lassen. Die Homöopathie ist eine Erfahrungswissenschaft und
die größte medizinische Außenseiterbewegung wohl auch auf
dem Gebiet der Naturheilverfahren.

Ihr Begründer war der Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755 - 1843),
etwa ein Zeitgenosse von Goethe. Nach K. Blatter war er ein
Freund von Mesmer, der den Magnetismus entwickelte und der
zu seiner Zeit als großer Gotteslästerer galt und den Namen
Jesu verabscheute. „In christlicher Hinsicht ist zur
Charakterisierung seiner Person und seiner Lehre wichtig, daß
Hahnemann Freimaurer war. Bereits 1777 als 22 jähriger war er
in den Freimaurerorden eingetreten (nach Tischner). Wir halten
aber mit Loren Keip die Freimaurerei für eine Hochburg des
Teufels. Dem Christentum hat Hahnemann seit seiner Jugend
ferngestanden". Er war ein selbständiger Denker, denn er
übernahm nicht einfach das, was die damalige Schulmedizin
lehrte, sondern er kam zu eigenen Überlegungen; er verfocht
eigene Auffassungen, und durch Selbstversuche angeregt, reifte
in ihm der Gedanke, daß es möglich sein könnte, mit den
Stoffen, die am Gesunden bestimmte „Krankheitszeichen" und
Funktionsstörungen auslösen, in größerer Verdünnung die
Krankheiten zu heilen, die sich in ähnlichen, am besten
deckungsgleichen Symptomen äußern. So stellte er die
sogenannte „Ähnlichkeitsregel" (lateinisch Simile Regel) auf, die
besagt, daß „Ähnliches durch Ähnliches geheilt werde" (Similia
similibus curentur). Diese Simile Regel ist der Kern der
Homöopathie, setzt sich doch das Wort Homöopathie aus den
griechischen Wörter homoion (ähnlich) und pathos (Krankheit;
pathein = leiden) zusammen.

Hahnemann kam rein zufällig zu dieser Anschauung. Er


entdeckte in einem Selbstversuch mit peruanischer Chinarinde,
von der man wußte, daß sie das Sumpffieber heilt, daß Chinin
bei ihm dem Gesunden – Fieber erzeugte. Für ihn stand fest,
daß Arzneimittel in großen Gaben gerade jene Krankheit bei
Gesunden hervorrufen können, die sie in kleinen Mengen bei
Kranken heilen. Dieses Experiment aus dem Jahre 1790 lehrte
ihn auch einen anderen Hauptsatz der Homöopathie, nämlich die
Prüfung von Arzneien am Menschen. Der vorgenannte Arznei
Selbstversuch wird als die Geburtsstunde der homöopathischen
Medizin betrachtet.
Im Gegensatz zu dem „Ähnlichkeitsgesetz" will die
Pharmakotherapie, die „Allopathie", eine von Hahnemann
geprägte Bezeichnung für die Schulmedizin, eine Heilung durch
eine Vielzahl von Arzneimitteln bewirken, und zwar im Sinne der
Unterdrückung krankhafter Symptome; sie ist also gegen die
Beschwerden gerichtet. Allopathie bedeutet soviel wie „anders"
oder „gegen die Krankheit" gerichtet, also „Gegenmittel
Heillehre" und stammt ab von dem griechischen Wort allos =
anders. „Die Allopathie ist die heute überwiegend angewandte
Heilmethode; sie ist Teil der wissenschaftlich exakten, auf der
strengen naturwissenschaftlichen Lehre aufbauenden (Hoch )
Schulmedizin ... Die Stoffe greifen wirksam in das krankhafte
Geschehen ein... " (Otto Markmann).

Die Homöopathie geht einen anderen Weg. Hier soll die


Krankheit mit demselben Stoff zum Verschwinden gebracht
werden, etwa so: „Das homöopathische Arzneimittel hält den
Körperzellen eine Art Spiegel vor, in dem sie erkennen, daß sie
falsch funktionieren. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden
dadurch angeregt, sich mit dem ,Fehler` auseinanderzusetzen
und die Krankheit an ihren Wurzeln zu packen. Damit das klappt,
muß die Wirkung der Arznei am Gesunden mit dem
Krankheitsbild des Patienten in möglichst vielen Punkten
übereinstimmen sonst kann sich der Körper nicht in diesem
Spiegelbild wiedererkennen", so war in der Zeitschrift „Brigitte"
Nr. 7,1984, zu lesen.

Ein weiteres Prinzip der Homöopathie ist das der Verdünnung


oder Potenzierung, die Lehre von den kleinen Arzneigaben. Man
will also nicht - im Gegensatz zur allopathischen Therapie -
durch viele und starke Medikamente wirken, sondern durch ein
ganz spezifisches, das dem Kranken nur in erheblicher
Verdünnung (der „homöopathischen Dosis") dargereicht wird.
Die Homöopathie beruht auf der Anschauung, daß gerade von
dieser Verdünnung eine wesentliche, die Heilkräfte anregende
Reiztherapie ausgeht. Kritiker der Homöopathie behaupten oft,
in diesen Arzneimitteln sei nur noch „ein Molekül Wirkstoff pro
Bodensee" enthalten. Das hieße also: praktisch gar nichts!

Was ist nun unter homöopathischen Potenzen zu verstehen?


Das Herstellen von Verdünnungen (Verdünnen bedeutete für
Hahnemann potenzieren = dynamisieren, also verstärken) erfolgt
im allgemeinen nach dem Dezimalsystem (hierher rührt der
Buchstabe D mit der Ziffer auf den homöopathischen Arzneien)
und zwar bei Tinkturen durch Alkohol (Dilutionen) und bei nicht
löslichen Stoffen durch Verabreichung mit Milchzucker
(Triturationen). Die Ausgangssubstanzen heißen Urtinkturen
oder Essenzen und die Verdünnung Potenzen. Der Name
„Potenz" wurde von Hahnemann gewählt, weil es sich nicht nur
um eine „Verdünnung", sondern um eine Steigerung der
Wirkung, eine Potenzierung der Wirkung, handelt.
Nach Hahnemann waren die „Verdünnungen" keine eigentlichen
Verdünnungen, sondern ein Weg, um die Arznei mit einer
bestimmten Kraft zu versetzen, damit ein Heilerfolg eintreten
könne. So sprach er auch von einer Dynamisation, von einer
Krafterhöhung (Potenzierung). Hahnemann führte zunächst das
Zentesimalsystem ein; er verdünnte jeweils 1 Gramm
Ursubstanz mit 99 Gramm des jeweiligen Verdünnungsmittels.
Später ging man dazu über, statt des Zentesimalsystems das
Dezimalsystem für die Herstellung von Potenzen anzuwenden.
Wie es der Name sagt, wird jeweils in der Zehnerstufe verdünnt,
1 Teil mit 9 Teilen Verdünnungsmittel. Eine Verdünnung von
1:10 ist D1, von 1: 1000 000 (eins zu einer Million) heißt D6. Im
Bereich bis D6 spricht man von tiefen, über D12 von hohen
Potenzen. Mit Hilfe der „Loschmidtschen Zahl" hat man
errechnet, daß ab D² keine stofflichen Arzneimittel (Moleküle)
mehr in den Potenzen vorhanden sind. „Man weiß, daß bei der
D²³ bereits kein einziges Molekül der Ursubstanz mehr
vorhanden sein kann. Alles, was ab der D²³ noch geschieht, ist
ein rituelles Verschütteln von Alkohol . . . Der echte Homöopath
aber benützt die D30, damit er sicher ist, daß er nicht mehr mit
Materie arbeitet. - Welches Wirkungsprinzip hier noch wirkt,
kann nicht genau gesagt werden.
Das Prinzip der Verdünnung besagt, daß durch sie schwache
und mittlere Reize ausgeübt werden, welche die Lebenstätigkeit
des Patienten anfachen und fördern, wogegen die von der
Schulmedizin angewandten Medikamente starke und stärkste
Reize auslösen.

Schon vor Hahnemann wurden Prinzipien der Homöopathie


vertreten. Etwa 400 v.Chr. erwähnte der griechische Arzt
Hippokrates bereits in seinen Schriften das
„Ähnlichkeitsprinzip". Der Schweizer Arzt und Alchimist
Paracelsus lehrte im 16. Jahrhundert, daß der Vergleich des
Ähnlichen mit dem Ähnlichen zur Entdeckung der geheimen
Heilmittel führte.

Zur Homöopathie schreibt Dr. Samuel Pfeifer: „Ich persönlich


könnte ... keinem Patienten homöopathische Mittel verschreiben.
Wer es dennoch tut, ist sich meistens nicht bewußt, welche
Hintergründe diese Lehre hat. Speziell warnen möchte ich vor
Mitteln, die über die Potenz D6 hinausgehen, gibt es doch über
diese Grenze nur noch okkulte Erklärungen für deren Wirkung."
„Stellt schon die Tatsache, daß in den Medikamenten ’nichts’
von dem, was die Aufschrift verspricht, enthalten ist, vor einige
Probleme, so vergrößert die Dosierung die Verwirrung noch um
einiges. Bekommt ein Patient zum Beispiel eine D6
verschrieben, so muß er von dieser eventuell alle 2 Stunden eine
Gabe nehmen eine Gabe = immer sieben Tropfen oder sieben
Globuli ... Von einem Medikament in der dreißigsten Potenz
(D30) darf er nur einmal am Tag eine Gabe einnehmen, eine D200
bekommt er nur ein einziges Mal und dann sechs Wochen kein
weiteres Medikament. Es ist für einen an Tablettenkonsum
gewöhnten Bürger ein sehr eigenartiges Gefühl, von einem
Medikament sieben Tropfen zu erhalten und zu hören, er möge
sich nach sechs Wochen wieder einmal melden und das bei
einer D200, ,wo doch schon so lange gar nichts mehr drin ist`.

Die Verwirrung steigert sich noch, wenn man erlebt, daß ein
Homöopath einer Frau das gleiche Medikament, das ihrem
Ehemann so gut bei seiner Mandelentzündung geholfen hat, nun
gegen ihre Krampfadern verschreibt. Dafür bekommt die Ehefrau
bei der nächsten Mandelentzündung wieder ein gänzlich
anderes Mittel. So fällt es auch auf, daß auf den Medikamenten
keinerlei Hinweise zu finden sind, wo sie helfen".(Th. Dethlefsen.
Schicksal als Chance)

Bezüglich der Wirkung dieser extrem hohen Verdünnungen (der


sog. „Hochpotenzen") erklären die Homöopathen: „Bei jeder
Stufe der Verdünnung wird das die Substanz enthaltende
Fläschchen kräftig geschüttelt. Dies geschieht heute noch teils
manuell, teils aber auch rein maschinell. Feste Stoffe werden
pulverisiert (Trituration) und auf diesem Weg verdünnt und
gleichzeitig geschüttelt. Feinstoffliche Kraft und Energie strömt
durch den Schüttelprozeß von außen in die hochverdünnte
Flüssigkeit."

In dem Informationsbüchlein über Homöopathie, herausgegeben


von der „Deutsche Homöopathie-Union", wird gesagt: „Mit der
Höhe der Potenz wächst der Verdünnungsgrad und
entsprechend nimmt die Menge des Arzneiträgers (Alkohol,
Milchzucker) zu und der Arzneigehalt ab." Die Homöopathen
sehen diese feinstoffliche Energie identisch mit kosmischer
Kraft. Hahnemann selbst hat auch von seinen Mitteln gesagt,
daß diese nicht „chemisch" sondern „dynamisch" wirken, daß
also besondere Kräfte auf die Arzneimittel einwirken.
„Dynamisch" nennt Hahnemann auch die Schwerkraft und die
Anziehung des Eisens durch den Magneten. Er bejaht in seiner
Heillehre auch magnetische Kräfte, wie sie Mesmer ausgeübt
hat.

„Die nähere Begründung dieser Theorie und die weiteren


Zusammenhänge zeigen, daß die Homöopathie tief in Magie und
Okkultismus verwurzelt ist. Diese Kräfte gehören nämlich in den
Bereich des Okkultismus und sind auch wissenschaftlich nicht
nachweisbar... Von besonderer Bedeutung ist, daß er
(Hahnemann) in der ,Heilkunde der Erfahrung` die
,dynamischen` Arzneimittel zusammen mit dem Mesmerismus
erwähnt, denn bei diesem Mesmerismus (dem Heilmagnetismus
seines Zeitgenossen Mesmer) handelt es sich um satanische
Kräfte"(O.Markmann). Daß Hahnemann selbst die Methode des
spiritistischen Magnetismus Mesmers praktizierte, bestätigen
Nachforschungen Tischners: „Wie ich aus Briefen feststellen
konnte, hat er ihn in der Tat bei seinen Kranken angewendet
oder bei seinen auswärtigen Kranken anwenden lassen."

Was steht nun eigentlich hinter den homöopathischen Mitteln?


„Hinter diesen Medikamenten steht die Idee von der kosmischen
Kraft. Kosmische Kraft deutet auf eine okkulte Weltanschauung
hin. Kosmische Kraft, angeboten von der Weißen und
Schwarzen Magie, dem Yoga, der Radiästhesie, der
Anthroposophie u.a.m. kann nie identisch sein mit Gottes Kraft"
(Kurt Blatter: Paramedizinische Praktiken).

Tischner schreibt: „Was das besagen will, lernt man am besten


aus dem Aufsatz (von Hahnemann) ’Wie können kleine Gaben ...
noch große Kraft haben?` Wenn man in einen großen See einen
Tropfen Arznei fallen lasse, könne man nicht durch intensive
Mischung eine Arznei daraus machen, die Arzneikraft gehe darin
bald zugrunde. Erst das starke Schütteln der Flüssigkeit und
Reiben der Pulver in kleinen Mengen entwickle die Arzneikräfte."

Mithin sind also besondere Einwirkungen (geheime Kräfte) bei


der Herstellung homöopathischer Mittel erforderlich! Da also
durch die ungeheuer starke Verdünnung kein Heilerfolg erzielt
werden kann, muß der angebliche Heilerfolg nur einer
besonderen Kraft zugeschrieben werden. „In diesem
Zusammenhang hat Hahnemann spiritualistische Auffassungen
über das geistartige Wesen der Arznei und der Krankheit
vertreten ...

Bei der Herstellung der homöopathischen Dosen fließt nach


Hahnemann eine Kraft aus der Person des Herstellers auf
geheimnisvolle Weise in die homöopathische Medizin ein ...
Durch die Art und Weise, wie die Krafterhöhung in die verdünnte
Medizin kommt, wird das Okkulte der homöopathischen
Behandlungsweise deutlich ... Hahnemann nahm an, daß die
Armkraft, welche er beim Verreiben fester Substanzen durch die
Reibung oder beim Verdünnen der Flüssigkeiten in Form der
Schüttelschläge verbraucht habe, in die Arznei übergehe, ihr
eine Kraft verleihe, welche sie vorher nicht besessen habe, sie
also potenziere, beseele" (Otto Markmann: Die okkulte Heilweise
der Homöopathie). Diese Kraft wurde lt. Meyers
Konversationslexikon als „Hahnemannismus" bezeichnet.

„Bestimmte Äußerungen von Hahnemann lassen den Schluß zu,


daß Hahnemann überhaupt eine rein spiritualistische
Krankheitsauffassung gehabt hat. In § 31 seines Hauptwerkes
’Organon’ äußert er, die Krankheiten seien ’bloß geistartige,
dynamische Verstimmung des Lebens’. Spiritualistisch ist auch
die Theorie von Hahnemann, über die geistige Wirkung der
Arzneimittel, daß sich nämlich die angewandte Arznei durch die
ungeheure Verdünnung (der sog. Dynamisation) ’zuletzt
gänzlich in ihr individuelles geistartiges Wesen auflöse’ ... Im
’Organon’ betont Hahnemann selbst, durch die mechanische
Bearbeitung werde die Arzneisubstanz mittels immer höherer
Dynamisation endlich ganz zu geistartiger Arzneikraft
subtilisiert’ ... Es handelt sich also um eine Lehre über die
Vergeistigung der Materie. Hier haben wir wirklich eine
spiritualistische Auffassung in reinster Form"(Markmann).

Eine interessante Beobachtung, die vielleicht den Zweiflern


unter den Lesern weiterhelfen mag, ist die, daß Depressionen
gehäuft in Familien vorkommen, in welchen homöopathische
Mittel eingenommen werden.

Besonders synkretistisch, ja gotteslästerlich erscheint uns die


Behauptung, kosmische Kraft sei identisch mit Gottes Kraft.
Wenn von christlichen Publizisten der Odem Gottes, welcher in
Psalm 104 beschrieben wird, mit kosmischer Energie
gleichgesetzt wird, zeigt dies nur Verwirrung im geistlichen
Be¬reich in unseren endzeitlichen Tagen auf: ’Darum wird ihnen
Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge’ (2.
Thessalonicher 2,11). Für uns aber, die wir Christus treu und
ganz nachfolgen wollen, steht das Wort: ’Denn das Wort vom
Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden, uns aber, die
wir selig werden, ist's eine Gotteskraft’ (1. Korinther 1,18).

Die Homöopathie ist dem Mesmerismus innerlich verwandt; bei


beiden gehen geheimnisvolle Kräfte auf den Kranken über.
Hahnemann hat eine dem Magnetismus ähnliche Heilmethode
entwickelt, die ebenfalls von okkulten Kräften ausgeht. Diese
Zusammenhänge zeigen das eigentliche Wesen der
Homöopathie (Markmann).

Auch von dem Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner,


der als Kind okkulte Erlebnisse, Verkehr mit Verstorbenen und
Naturgeistern hatte, wurde die homöopathische Heilweise, die
der geistigen Ausrüstung der Anthroposophie entgegenkam,
übernommen und hat dort in der homöopathischen Weleda-
Medizin eine neue Variante erhalten.

Vor finsteren Mächten soll hier gewarnt werden, zeigt doch


unsere Zeit ein bisher unbekanntes Angebot an fremden
Religionen und Ideologien. Wieviel Menschen - auch Gläubige -
suchen Heilung in Dingen, deren bösen Hintergrund sie nicht
sehen. Lassen wir uns nicht von Äußerlichkeiten und
eventuellen Erfolgen blenden! Greifen wir nicht zu verbotenen
Mitteln, wenn es in Krankheitsfällen um die Heilung des Leibes
geht! Bedenken wir, daß unser Leib heilig und ein Tempel des
heiligen Geistes sein soll. Ein gläubiger Mensch weiß sich
geborgen in der Hand Gottes. Gott ist unser Arzt!

Anhang:
Zur Frage der Wirkungsweise der homöopathischen Mittel
werden hier als Ergänzung einige Gedanken von Dr. Kurt E.
Koch angefügt, entnommen dem Artikel Homöopathie im Buch
OKKULTES ABC:
>Hören wir einige Sätze Fritsches, des Biographen Hahnemann:
»Du bist ein Spezialist des Segnens wie ich Spezialist für
Teufelspakte bin. Eine sachgemäße Kombination, denn die
Homöopathie, was ist sie anders als ein Segens und
Teufelspakt Inzest, Inzest insofern, als nach meinem besten
Wissen und Gewissen die Instanzen, die Segen und Satanismen
spenden, Geschwister sind!" So schrieb Fritsche in seinem Brief
an den Freund Dr. med. Buchinger. Natürlich können diese Sätze
umgedeutet werden, aber sie zeigen das geistige und geistliche
Milieu, in dem die Hahnemann Biographie von Fritsche
geschrieben worden ist.

Die Homöopathen behaupten, daß solche Mittel wirksam wären.


Auf was gründen sie ihre Meinung?
Sie sagen, das Wesentliche sei die Krafterfüllung, die kosmische
Aufladung, die beim Verschütteln eintritt. Wie man sich das
vorstellen kann, las ich in einem Lehrbuch der Weleda
Heilmittelwerke mit dem Titel „Die Grundlagen der
Potenzierungsforschung". Darin wird gesagt, daß die
Verdünnung in einer Vollmondnacht um 24 Uhr in 12 mal 12
Schwingungen in der Richtung zum Mond oder zu den 12
Tierkreiszeichen versetzt wird.

Was sagen unsere Mediziner zu diesen Vorstellungen? Eine


Antwort erhalten wir in zwei Artikeln der Zeitschrift „Die
Medizinische". Der Ärztliche Direktor des Robert Bosch-
Krankenhauses in Stuttgart, Dr. med. et phil. N. N., versuchte in
diesem Artikel, die Berechtigung der Homöopathie
nachzuweisen. Ihm entgegnete Prof. Dr. Lendle von der
Universität Göttingen mit einem Referat „Theoretische
Betrachtungen zur homöopathischen Lehre".

Lendle berichtete, daß die sogenannte naturwissenschaftliche


Richtung der Homöopathie (Wapler, Schoeler) die Hochpotenzen
der Verdünnungen als unmöglich ablehnen. Diese Meinung
vertreten heute viele Homöopathen, die nur bis D 6
verschreiben. Damit wurde selbst unter den Vertretern der
Homöopathie ein Graben aufgerissen, der sich sogar zu einer
Feindseligkeit ausweitete. So hat z. B. Fritsche, dessen Buch in
diesem Kapitel erwähnt ist, als Hochpotenzler die Tiefpotenzler
ironisch kritisiert, sie würden nur Kurpromenadenmischungen
verschreiben.

Trotz der Ablehnung der substanzlosen Verdünnungen bleibt


aber die Tatsache bestehen, daß sie eine Wirkung haben. Die
Schulmediziner erklären sich das als eine Placebowirkung
aufgrund einer Suggestion, sei es als Fremdsuggestion durch
die Arztpersönlichkeit, sei es als Autosuggestion oder durch
beides bedingt. Diese Erklärung reicht aber nicht aus, wie wir
noch vor dem dritten Forum zu untersuchen haben.

Das schwerste Geschütz gegen die Homöopathie fährt Prof.


Lendle mit folgenden Sätzen auf: Nach ihrem Wesen ist die
Homöopathie eine medikamentöse Therapie. So ist es
verständlich, daß sie schon im Bereich der operativen Fächer
(Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe, aber auch Narkose usw.)
keine Aufgabe findet. Es entfällt ferner das Gebiet der
Chemotherapie, der spezifischen Serumtherapie usw. " Lendle
erwähnt noch viele andere Bereiche, in denen die Homöopathie
kein Betätigungsfeld hat. Dem Nichtmediziner fällt auch auf, daß
die Homöopathie häufig mit allen Outsider Richtungen der
Heilberufe wie Irisdiagnostik, Akupunktur, Pendelpraxis und
anderen gekoppelt wird. Diese Querverbindung wird zum
Beispiel in einem Artikel der Pharmazeutischen Zeitung vom 12.
2. 81 deutlich. Dieser Bericht ist überschrieben „Homöopathie
und Akupunktur an der Wiener Universität".

Vor dem dritten Forum wird nun die Frage untersucht, warum
die Homöopathie häufig doch eine verblüffende Wirkung hat. Mit
dem chemischen und physikalischen Verständnis läßt sich die
Wirkung der homöopathischen Mittel nicht erklären. Der
Placebo-Effekt stellt sich nur bei 30 bis 40 % der Patienten ein.

Wo liegt also das Geheimnis? Darauf bleiben die meisten


Mediziner die Antwort schuldig.
Es ist ein Verdienst von Fritsche, daß er uns in die
„Hexenküche" Hahnemanns hineinschauen läßt.
An vielen Stellen macht die Biographie Hahnemanns deutlich,
daß dieser Begründer der neueren Homöopathie unter einer
besonderen negativen Inspiration stand. Auf Seite 31 steht zu
lesen: „Das Erstlingswerk Hahnemanns fällt nicht aus dem
Rahmen des schulmedizinischen Denkens. Eine lange Liste
krampflösender Mittel ist darin zusammengestellt. Aber wieder
weht der Hauch aus dem Abyssus (Unterwelt) ganz leise in die
kühle Luft hinein."
Hahnemanns Inspirationen sind ein Zufluß aus der
Finsterniswelt. Das wird in Fritsches Buch an vielen Stellen
offenbar. „Hahnemann hat ein Fenster zur kosmischen Allflut.
Ein wenig Schwarze Kunst gehört zum Erfolg. Aus dem Abyssus
ist ihm seine Intuition gekommen, in den Abyssus muß er selbst
hinein - er selbst, seine Frau, seine Kinder und sein als
Werdeziel vor ihm aufschimmerndes Lebenswerk. Ein Abgrund
ruft den anderen an" (Seite 57). Die Arznei habe metaphysische
Tugend, eine ungreifbare Dynamik. „Nicht der Stoff heilt,
sondern die in ihm waltenden Kräfte, Richtkräfte, Wirkpotenzen.
Die Quantität des Stoffes bleibt unwesentlich, die Qualität der
Richtkräfte entscheidet über die wahre Wirksamkeit der Arznei
(Seite 70). Nicht chemisch wirken die Arzneien, sondern
dynamisch. Dynamis ist die geistartige, über den Stoff
herrschende Macht (S. 96). Das Arzttum der Macht ist im Typus
des dämonisch Handelnden begründet (S. 119). Hahnemann, der
Zauberer, der jeden Geplagten mit seinen hochpotenzierten
Arzneien geistartig gesund machte."

Hahnemann ist damit Vorläufer der geistigen Heiler, die nach


ihm ihr Metier ausübten. Dazu gehört Dr. Trampler mit seinem
Buch „Geistige Heilung", auch Harry Edwards, der Präsident
von 2000 spiritistischen Heilern in England. Sein Buch „Spiritual
Healing" (Geistige Heilung) ist in viele Sprachen übersetzt.

Religiös gesehen steht Hahnemann in der engen


Geistesnachbarschaft zum Osten. Konfuzius ist sein Vorbild.
Sein Lebensziel ist, nach dem Eingang in die andere Welt
Konfuzius zu umarmen. Für Jesus von Nazareth hat Hahnemann
nur ein mitleidiges Lächeln. Er nennt ihn Erzschwärmer, der dem
Liebhaber der ätherischen Wahrheit anstößig ist.
Diese Einstellung entspricht der spiritistischen Haltung des
finsteren Zauberers, wie ihn Fritsche gelegentlich nennt. Diese
geistige Ausrichtung geht auch konform mit der
selbsterlöserischen Höherentwicklung der östlichen Religionen.

Von drei Seiten her wurde die Homöopathie angegangen. Zuerst


erhielt diese dubiose Wissenschaft das Wort. Dann ließen wir
den Schulmediziner dazu ein klärendes Wort sagen. Zuletzt
mußte vom christlichen Glaubensgut her Stellung bezogen
werden.
Das Potenzieren, die Kraftanreicherung, Kraftspeicherung, die
kosmische Aufladung der Verdünnungen ist ein medialer,
okkulter Vorgang. Natürlich wissen die meisten Patienten, die
nach der Methode Hahnemanns Arznei einnehmen, kaum etwas
von ihrer medial behandelten Herkunft. Christen sollten sich
aber überlegen, ob sie weiterhin solche Medikamente nehmen
wollen.
Ein Mann, der homöopathische Medikamente radikal ablehnt, ist
der schon erwähnte ehemalige Heilpraktiker Bernd Mayer. Er
gab mir einen Bericht, wie er sich von der Homöopathie
lossagte. Hören wir sein Zeugnis:

Mein Weg zu Jesus Christus


Vor einigen Jahren lebte ich in einer süddeutschen Großstadt
und hatte eine gutgehende Praxis als Heilpraktiker. Ursprünglich
war ich Masseur gewesen. Diesen Beruf hatte ich wegen eines
Wirbelsäulen Leidens und einer mißgebildeten linken
Brustkorbseite aufgeben müssen. Zu allem hatte ich noch ein zu
kurzes Bein. Die Umschulung zum Heilpraktiker war mir
willkommen gewesen, weil ich das Ideal hatte, den Menschen zu
helfen. Sensationelle Heilerfolge mit Hilfe von verschiedenen
Naturheilverfahren bestärkten mich in meinem Glauben, daß ich
auf dem rechten Weg sei.
Gottes Führung in meinem Leben begann damit, daß ich eine
gläubige Frau bekam, die sich schon in jungen Jahren bei einer
Evangelisation bekehrt hatte. Da sie ebenfalls in der Ausbildung
als Heilpraktikerin war, half sie mir in der Praxis. Sie übte
intensive Fürbitte für mich, weil ihr Wunsch war, daß ich mit ihr
den gleichen Weg der Nachfolge Jesu gehen möchte.
Gottes Stunde kam für mich, als ein gläubiges Ehepaar uns
eines Abends zum Essen einlud. Er war Pastor einer
freikirchlichen Gemeinde. Diese lieben Menschen erzählten uns,
wie sie den Weg zu Christus gefunden hatten. Sie zeigten mir
auch den Weg des Heils. An diesem Abend rührte Gott mein
Herz an. Ich erkannte und bekannte meine Sünden, bat um
Vergebung und nahm Jesus als meinen Herrn an. Damit zogen
Friede, Freude, Hoffnung und Heilsgewißheit in mein Leben ein.
In unserer Ehe gab es dann sofort eine segensreiche
Erneuerung. Wir lasen gemeinsam die Bibel und beteten
zusammen. Nach Gottes Wort ließ ich mich aus dem
geschenkten Glauben heraus taufen.
Etwa drei Wochen nach meiner Bekehrung erlebte ich eine
wunderbare Tat der göttlichen Hilfe, eine plötzliche Heilung. In
einer Nacht befreite mich Gott von meinen langjährigen
Wirbelsäule Leiden. Meine linke Brustkorbseite ragte jetzt nicht
mehr heraus. Meine beiden Beine waren gleich lang.
Nach dieser Heilung griff Gott noch deutlicher in mein Leben
ein. Durch den Dienst des befreundeten Ehepaares wurde
meiner Frau und mir klar, daß die Homöopathie, die Akupunktur
und vor allem das Pendeln ins Reich des Teufels gehörten. Für
mich war das ein furchtbarer Schock, weil ich alle diese Dinge
praktizierte und auch an mir selbst mit gutem Erfolg
ausprobierte.
Da ich zunächst die erhaltenen Informationen bezweifelte, fing
meine Frau und ich an, diese Aussagen am Wort Gottes zu
prüfen. Wir erkannten, daß es zwei Reiche gibt: das Reich
Gottes und das Reich Satans. Wir verstanden, daß das Reich
Gottes eine wunderbare Einheit darstellt und mit dem Reich
Satans nichts zu tun hat. Es wurde uns auch deutlich, daß Satan
durch die erwähnten okkulten Heilmethoden die Menschen
betrügt. Er gibt Heilungen, die mit den biblischen Heilungen
nichts zu tun haben und fordert dafür einen furchtbaren Preis:
das Heil der Seele. Wer den Hintergrund dieser satanischen
Heilungen nicht kennt, meint, es sei doch etwas Gutes, wenn
dem kranken Menschen auf diese Weise geholfen wird.
Mit diesen Erkenntnissen standen wir am Scheideweg. Meine
ganze Existenz hing an den okkulten Praktiken. Sollte das nun
alles aufgegeben und zerschlagen werden? Der innere
Widerstreit war so stark, daß ich darüber körperliche Schmerzen
empfand. Der Herr Jesus aber schenkte den Sieg. Ich entfernte
alles okkulte Arbeitsmaterial aus der Praxis: die
Akupunkturnadeln und Akupunkturbücher, die Elektro
Akupunkturgeräte, alle homöopathischen Hilfsmittel wie Bücher
und Medikamente und das Pendel.

Damit setzten aber furchtbare Angriffe Satans ein, der unsere


Entscheidung verhindern wollte. Wir erlebten eine massive
Opposition der Finsternismächte, die sich bis zu seltsamen
Spukerscheinungen steigerte. In der Küche sprang der Brotlaib
im Speiseschrank von einer Seite zur anderen. Nachts hörten wir
heulende Stimmen in unserem Zimmer. Es schlug laut an die
Fenster wie mit Steinen oder Fäusten. Türen öffneten sich oder
schlugen zu, ohne daß ein Windzug das verursacht hätte. Einmal
hörte ich deutlich meinen Namen rufen. Ich antwortete, weil ich
meinte, meine Frau hätte mich gerufen. Es war aber zu diesem
Zeitpunkt niemand im Haus außer mir.

Auch andere Schwierigkeiten häuften sich. Die eigenen


Verwandten hielten uns für Spinner, die leichtfertig ihre Existenz
aufs Spiel setzten. Dazu ging die Praxis stark zurück, weil wir
keine okkulten Methoden mehr anwandten. Auch nach der
Umsiedlung nach Fulda änderte sich diese notvolle Situation
nicht. Es kamen nur sehr wenig Patienten.
In dieser Zeit schwerster Bedrängnis beteten wir viel, auch unter
Fasten, und baten den Herrn, uns zu zeigen, ob noch etwas
zwischen ihm und uns stand. Da erhielten wir neues Licht und
Anweisungen. Nachdem wir alle Hilfsmittel für die Homöopathie,
Akupunktur und das Pendel, wie erwähnt, schon vernichtet
hatten, hielten wir doch noch an einigen diagnostischen und
therapeutischen Systemen fest, die wir nun auszuräumen
hatten. Es waren: die Irisdiagnose, chinesische Pulsdiagnose,
Moxa und Nosodenbehandlung, die Spagyrik und anderes.
Über alle okkulten Behandlungsmethoden taten wir Buße und
empfingen im Glauben die Vergebung durch Jesus Christus.
Danach kehrte tiefer Friede in unser Herz ein. Verfolgungsängste
meiner Frau und die störenden Spukerscheinungen im Haus
hörten mehr und mehr auf.

Nachdem ich alle okkulten Heilmethoden ablegen konnte, hatte


ich keine Möglichkeit mehr, den Heilpraktiker Beruf weiter
auszuüben. Was hinter diesen Behandlungsmethoden steht,
erkennt man erst, wenn man sich davon lösen will. In eigener
Kraft wäre ich nicht davon frei geworden. Es gilt aber: „Wen der
Sohn Gottes frei macht, der ist recht frei."

Nachdem ich selbst durch die Gnade Gottes frei geworden bin,
ist es mir ein Anliegen und Auftrag, auch andern den Weg der
Befreiung zu zeigen.
Dazu soll auch eine Ausarbeitung - die alle diese erwähnten,
okkulten Heilmethoden genau belegen - und meine Erfahrung
darüber, dienen. Die okkulten Heilmethoden sind durch das Wort
Gottes widerlegt.
Alle Ehre sei unserem Herrn Jesus Christus!

Homöopathie
- Gedanken für eine kritische Auseinandersetzung -

Herwig Kunze, Wien

Vorbemerkung

Warum, so mag sich mancher fragen, befassen wir uns mit


diesem Thema Homöopathie derart ausführlich? Warum sind wir
nicht einfach dankbar, daß es eine »natürliche«
Behandlungsmethode gibt, ohne Schmerzen, ohne schädliche
Nebenwirkungen, wie man sie bei vielen der üblichen
Medikamente findet? Warum fragen wir nach Herkunft,
Zusammenhängen, Hintergründen, wenn es doch offensichtlich
wirkt? Sagt uns nicht die Schrift, daß wir alles mit Danksagung
genießen sollen, ohne lang zu fragen, woher es kommt?

Zumindest drei Gründe waren ausschlaggebend, mich diesen


Fragen zu stellen, mich mit der Problematik
auseinanderzusetzen und auf die Schrift gegründete Antworten
zu suchen.

1. Weil uns die Schrift lehrt, nicht alles, womit wir konfrontiert
werden, einfach hinzunehmen (oder gar anzunehmen), sondern
entsprechend unserem Wandel irn Lichte alles zu prüfen, was
dem Herrn wohlgefällig ist und was nicht (Eph 5, 10).

2. Weil zahlreiche Anzeichen darauf hindeuten, daß uns eine


solche Prüfung auf Tatsachen stoßen lassen wird, die mit
wesentlichen Prinzipien der Heiligen Schrift nicht vereinbar sind.

3. Weil wir gerade am Beispiel Homöopathie erkennen können,


wie sehr die Gemeinde Gottes in Gefahr ist, zeitgeistlichen
Strömungen nachzugehen, sie unwidersprochen anzunehmen,
ja diese sogar als Wille und Werk Gottes mißzuverstehen.

Ein weiterer Beweggrund ist auch meine persönliche


Begegnung mit der Homöopathie, die zu einer Zeit stattfand, da
ich, fern vom lebendigen Glauben an den Herrn Jesus Christus,
tief in östliche Mystik und im Okkultismus verstrickt war. Neben
meiner Beschäftigung mit Yoga, Pendel und Wünschelrute,
Astrologie, Anthroposophie u. a.. stieß ich damals auch auf die
Homöopathie, deren Geistesverwandtschaft zu diesen
transzendenten »Wissenschaften« mich faszinierte. Ich begann
mein Medizinstudium mit dem Ziel, einmal meine okkulten
Fähigkeiten (z.B. Krankheitsdiagnose mittels Pendel) in
Verbindung mit der Homöopathie zum »Wohle der Menschheit«
einzusetzen.

Zwei Jahre später kam ich aber zum Glauben an Jesus Christus
und brach mit all den Praktiken, derer ich mich bis dahin
bediente. Da für mich damals die Zusammmenhänge zwischen
Homöopathie und den anderen okkulten Wissenschaften ganz
offensichtlich waren, beschäftigte ich mich auch nicht mehr
weiter damit. Um so größer war dann meine Verwunderung, als
ich feststellen mußte, daß diese Methode in christlichen
Gemeinden keineswegs allgemein abgelehnt wurde, sondern
daß sich viele ihrer mit Vorzug bedienten. Denn dies war der
erste Anstoß für die vorliegende Arbeit, deren Ziel es ist,
darzustellen, was Homöopathie wirklich ist (von vielen wird
darunter ja einfach eine Art Kräutermedizin verstanden), d. h. auf
welchem Prinzip sie aufgebaut ist, welchen Ursprung sie hat,
und auf welchem geistigen Nährboden sie entstehen konnte.
Weiterhin ist die Frage wichtig, ob die Homöopathie heute ohne
Beziehung zu ihrem Ursprung, d. h. auf rein wissenschaftlicher
Ebene, angewendet und erklärt werden kann. Da christliche
Homöopathen ihr Bekenntnis zur Homöopathie
selbstverständlich auch zu rechtfertigen suchen, wird ihrer
Argumentation auch besonders Raum gegeben. Schließlich soll
das zusammengetragene Material im Lichte des Wortes Gottes
betrachtet werden, das in allen Fragen unser wesentlichster und
letztgültiger Maßstab ist.

1. Prinzipien der Homöopathie

Zunächst müssen wir festhalten, daß die Auffassungen über die


Wirkungen der homöopathischen Heilmethode und über
diejenigen der herkömmlichen allopathischen Behandlung
vollkommen verschieden sind. Unter dem Begriff Allopathie (gr.
»allos« = anders; »pathos« = Leid) wird eine Medizin verstanden,
die Mittel gegen eine Krankheit, bzw. deren Verursacher oder
deren Symptome anwenden, und zwar mit dem Ziel, diese zu
beseitigen oder zumindest zu unterdrücken. Grundsätzlich
bedient man sich dabei physiologischer, biochemischer und
pharmakologischer Grundsätze, die zwar einer gewissen
individuellen Schwankung unterworfen sind, im wesentlichen
aber experimentell nachweisbar und reproduzierbar sein
müssen.
Ganz anders verhält es sich mit der Homöopathie (gr.
»homoios« = ähnlich). Dieser Begriff kommt von der Annahme,
daß ein Stoff in homöopathischer Verdünnung dann eine
Krankheit zu heilen vermag, wenn er die Symptome derselben
Krankheit nach Gabe am Gesunden hervorruft. In der
Homöopathie wird diese Annahme Ähnlichkeits- oder
Simileprinzip genannt (lat. simila similibus curentur = Ähnliches
soll mit Ähnlichem geheilt werden).

M. Dorcsi: »Das Ähnlichkeitsprinzip wurde in den Schritten aller


Medizinkulturen von Tibet, China und Arabien bis zu
Hippokrates und Paracelsus angeführt und angewandt. Das
Verdienst Hahnemanns war es, dieses Heilprinzip 1796 neu zu
entdecken und in den folgenden Jahren experimentell zu
untermauern und auszubauen«. (Dr. M. Dorcsi ist Leiter der
Wiener homöopathischen Schule.)

M. Dorcsi: »Das Heilmittel heilt um so sicherer, je näher die


Ähnlichkeit zur Krankheit ist«. (M. Dorcsi: Prinzipien der
Homöopathie, Österr. Ärztezeitung, 33/1978)

In welchem Licht diese »Entdeckung« Hahnemanns zu sehen ist,


wird später, gemeinsam mit der Person Hahnemanns,
Gegenstand näherer Betrachtung sein.

Wie wird nun diese homöopathische Arznei gewonnen? Zuerst


stellt man aus der Ausgangssubstanz eine sogenannte Urtinktur
her, die dann schrittweise verdünnt wird. Es handelt sich dabei
aber nicht um eine gewöhnliche Vordünnung, sondern um eine
stufenweise Potenzierung (Hahnemann bezeichnete es
ursprünglich als Dynamisierung). Diese beiden Termini sollen
ausdrücken, daß mit dieser Verdünnung nicht eine Abnahme,
sondern eine Zunahme der Heilkraft einhergeht. Bei einer
Potenzierung selbst wird z.B. 1Teil der Urtiriktur mit 9 (zw. 99; 49
999) Teilen des Lösungsmittels verschüttelt.
Der Verdünnungsgrad des Heilmittels wird mit den Buchstaben
D (für Dezimalpotenzen, 1:10), C (für Centesimalpotenzen, 1:100)
und LM (für Fünfzigtausenderpotenzen, 1:50 000) und der Zahl
der Potenzierungsstufe angegeben, z. B.: Nux vomica D 12 (das
entspricht etwa der Verteilung von 1 Tropfen auf 100 Millionen
Liter). Erst durch die Potenzierung soll die eigentliche Heilkraft
der Pflanzen, Minerale, Organpräparate etc. entfaltet werden.

S. Hahnemann: »Wenn man in einen großen See einen Tropfen


Arznei fallen lasse, könne man nicht durch intensive Mischung
eine Arznei daraus machen, die Arzneikraft geht darin bald
zugrunde. Erst das starke Schütteln der Flüssigkeit und Reiben
des Pulvers in kleinen Mengen entwickle die Arzneikräfte«.

H. Fritsche: »Stoffe, die bislang für arzneilich gleichgültig galten


die Kieselsäure oder Lindenholzkohle oder die Sporen des
Bärlapps -, entwickeln, wenn sie durch systematisches
Verschütteln potenziert, höchste arzneiliche Wirksamkeit. ...
Stoffe sind es, die ehedem für den Arzt ein »Nichts« waren und
die jetzt, indem Hahnemann sie - für das Verständnis des bloßen
Theoretikers - tatsächlich in ein »Nichts« hineinpotenziert, ein
»Etwas« werden. Der mephistophelische Intellekt redet
immerfort vom Nichts, aber der Arzt antwortet mit seinem
Kollegen Faust: ’In deinem Nichts hoff’ ich das All zu finden’«.
(H.Fritsche, Hahnemann - Die Idee der Homöopathie, Suhrkamp
Berlin, 1944)

In der homöopathischen Literatur wird immer wieder betont, daß


erst das Verschütteln (bzw. das Verreiben) die eigentliche
Heilkraft entfalte. Eine gleichstark verdünnte, aber nicht
geschüttelte Substanz könne keinesfalls diese Heilwirkung
erzielen, da hierbei nur der reine Stoffaspekt in Betracht käme,
und dieser tritt ja mit zunehmender Potenzierung zurück.
Spätestens ab der Potenz D 23 ist (entsprechend der
Loschmidtschen Zahl NL = 6,023 x 10/hoch23; diese Zahl gibt
die Anzahl von Molekülen in 1 Mol eines Stoffes an), statistisch
gesehen, kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr vorhanden.
Tatsächlich muß aber die Wirkung des Arzneistoffes an sich
schon bei wesentlich niedrigeren Verdünnungen aufhören. Wir
haben es also bei den hochpotenzierten Arzneien ausschließlich
mit Lösungsmittelmolekülen zu tun, die aber dennoch eine
spezifische, der Ausgangssubstanz entsprechende Wirkung
haben sollen.

Die Erklärungen für diesen Sachverhalt sind sehr weitgespannt.


Hahnemann selbst betont in seinem »Organon der Heilkunst«,
daß die Arzneisubstanz mittels immer höherer
»... Dynamisationen endlich ganz zu geistartiger Arzneikraft
subtilisiert...« wird. Ab C 30 (eine von Hahnernann bevorzugte
Potenz) ist »... die Materie so verringert, daß es einen Bruchteil
gibt, der sich kaum mehr in Zahlen aussprechen lassen würde.
Ungemein wahrscheinlich wird es hierdurch, daß die Materie
mittels solcher Dynamisationen sich zuletzt gänzlich in ihr
individuelles, geistartiges Wesen auflöse und daher in ihrem
rohen Zustand eigentlich nur als aus diesem unentwickelten
geistartigen Wesen bestehend betrachtet werden könne«.

Rudolf Tischner schreibt in seinem Buch »Das Werden der


Homöopathie«: Die spiritualistische Ausdeutung durch die
Hahnemannianer kann sich auf manche Aussprüche zur
Krankheitslehre berufen, derzufolge die Wirkung der Mittel fast
geistig sein soll und deshalb durch Potenzierung tunlichst von
Materie befreit werden muß.«

Ähnliches ist bei Paul Hühnerfeld zu lesen:

»Je geringer die Dosis, um so größer die Wirkung - das war


Hahnemanns Motiv. Die Potenzierung wurde zu einem magisch-
alchimistischen Akt; der alte Hahnemann ließ seine Patienten
nur noch an der Arznei riechen«.

Daraus wird ersichtlich, daß Hahnemann diese verborgene,


geistartige Kraft wesentlich höher und wirkungsvoller
einschätzte als die rein materielle Wirkung des Arzneimittels.
Prof. Dr. H. Ritter: »Die Kraft dieser Potenzen wird ganz von der
Zahl der Schüttelschläge bestimmt. Bei einigen Schülern ging
dieser, nüchterner Empirie abgewandte Wahn soweit, daß sie
sich nicht mehr trauten, flüssige Arzneien bei Hausbesuchen
mitzunehmen, da durch das Rütteln des Gefährtes diese
Kraftzunahme gefährlich erhöht werde.«.

Adolf Voegeli: »Von der 10. Potenz an sind unsere Medikamente


völlig frei von Molekülen der Ausgangssubstanz. Wir verwenden
aber viel höhere Potenzen, die 200., die 1000., sogar die 10 000.,
die sämtlich molekülfrei sind, also keine substanzielle Wirkung
mehr entfalten können. - Das homöopathische Heilmittel, nach
Hahnemann zubereitet, wirkt demnach nicht durch eine
Arzneisubstanz, sondem dadurch, daß ein uns in seinem Wesen
unbekannter Umwandlungsprozeß stattgefunden haben muß,
infolge des Reibens und Schüttelns. Es handelt sich dabei, mit
an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, um eine
Umwandlung der Substanz in eine Energie, die nun in der
Flüssigkeit durch Schütteln immer weiter verfeinert, ihrem
Wesen nach aber nicht verändert wird, und die in der Flüssigkeit
erhalten bleibt, wie weit man die Potenzierung auch treibt«.
(A.Voegeli: Was ist Homöopathie?, Tagesanzeiger Nr. 17, 1976).

Die Wiener homöopathische Schule unter M. Dorcsi macht den


Versuch, diese Effekte rein physikalisch zu erklären. Es handle
sich um die Übertragung von Information von der
Ausgangssubstanz auf das Lösungsmittel.

M. Dorcsi: »Bei der Verreibung oder Verschüttelung (beim


Potenzieren) ist es möglich, daß die von den Oberflächen der
Arzneistoffteilchen ausgehenden Energiefelder an der
Oberfläche des Arzneiträgers (Milchzucker oder Alkohol-
Wassergemisch) durch lockere absorptive Bindungen
Umlagerungen induzieren, so daß an ihnen ein dem Arzneistoff
gleiches oberflächenkomplementäres Relief zustande kommt; -
dadurch würden die Lösungsmittel die Gestaltsqualität der
betreffenden Arzneimittelteilchen kopieren, das neue
Oberflächenmuster nicht nur annehmen, sondem vervielfacht
wiedergeben können. Über die physikalischen Grundlagen der
potenzierten Arznei hat sich ein Arbeitskreis ’Physik’ an der TU-
Wien im Auftrag des Ludwig Boltzmann-Institutes für
Homöopathie intensiv beschäftigt - mit dem vorläufigen
Ergebnis, daß die derzeitigen Untersuchungsmöglichkeiten
keinen ausreichenden Schluß auf die physikalische Wirkung der
potenzierten Arznei zulassen«.

F A. Popp beginnt seinen Artikel »Homöopathie aus


physikalischer Sicht«, der ein physikalisches Denkmodell
darstellen soll, mit den Worten:

»Ohne Zweifel sind homöopathische Effekte, falls es sie


überhaupt gibt, im Grenzbereich physikalischer Nachweisbarkeit
angesiedelt«.
Popp geht (wie Dorcsi) davon aus, daß es sich bei der
Potenzierung um Übertragung von Information handelt und
meint, »... daß bestimmte Schwingungen von
Wasserstoffbrücken in der Wassermatrix um geringfügig
verschobene Ruhelagen stattfinden, die in ihrer Gesamtheit ein
Muster ausbilden, das von der gelösten Substanz abhängig ist«.

Hier dürfen wir uns nicht blenden lassen von wissenschaftlich


klingender Ausdrucksweise. Popp selbst weist darauf hin, daß
seine Ausführungen nur ein Gedankenmodell darstellen, aber
nicht als tatsächlicher Verhalt mißverstanden werden dürfen.
Er sagt: »Zum Schluß dieser Ausführungen soll nicht unerwähnt
bleiben, daß diese Vorstellungen als Modell, als einfacher
Denkansatz ... aufzufassen sind. Der physikalische Nachweis
homöopathischer Effekte (Potenzierung und Simileprinzip) wird
nach diesen Überlegungen mit direkten Mitteln kaum möglich
sein.«

In diesem Zusammenhang ist auch wichtig zu erwähnen, daß


keiner der Autoren, die sich mit wissenschaftlichen
Erklärungsversuchen beschäftigen, auf den Vorgang des
Schüttelns (also warum überhaupt schütteln?) eingeht. Alle sind
sich aber darin einig, daß es ohne Schütteln nicht geht. Manche
sprechen von der Notwendigkeit einer innigen Vermischung.
Dieser innige Kontakt zwischen Arzneimolekülen und
Lösungsmittelteilchen findet aber aufgrund der
Wärmebewegung auch ohne Schütteln statt. Ebenfalls offen
bleibt die Frage nach den Verhältnissen im festen Medium (d. h.
z. B. die Verreibung in Milchzucker), wo das oben erwähnte
Gedankenmodell keine Anwendung mehr findet. Ich möchte aber
an dieser Stelle auch erwähnen, daß die wissenschaftliche
Unhaltbarkeit der Homöopathie keineswegs der wesentlichste
Grund meiner ablehnenden Haltung ist, sie vervollständigt nur
das Bild und soll aus diesem Grund angeführt werden.

Schließlich sei noch die Erklärung der anthroposophischen


Medizin, die sich ja ebenfalls homöopathischer Mittel bedient,
erwähnt. Jedes Lebewesen hat (nach anthroposophischer
Anschauung) nicht nur einen materiellen, grobstofflichen
Körper, sondern auch einen feinststofflichen, ätherischen, und
dieser soll es sein, der in dem potenzierten Heilmittel erhalten
bleibt und wirkt. Diese Vorstellung steht wahrscheinlich der
Hahnemannschen am nächsten.

Die Tatsache, daß die Erklärungsversuche so weitgespannt sind,


nämlich von einer rein okkulten, übersinnlichen bis hin zum
Versuch einer physikalischen Deutung, zeigt, daß hier ein
Dunkelfeld besteht, in das man alles hineinproduzieren kann,
was einem zur Erklärung des Systems nützlich erscheint.

Die dritte Säule der Homöopathie, neben dem


»Ähnlichkeitsprinzip« und dem »Potenzieren«, ist das
»Arzneimittelbild« und die damit zusammenhängende
»Typenlehre«. Der Patient wird einem sog. Typ zugeordnet, der
einem bestimmten Arzneimittelbild entsprechen soll. Dies
geschieht aufgrund einer ausführlichen Anamnese, d.h. einer
detaillierten Erhebung der Krankheitsgeschichte sowie der
charakterlichen Eigenschaften und psychischen Empfindungen.
Dazu einige Zitate:

M. Stübler: »So wie ein Künstler durch das Portrait eines


Menschen einen ganzheitlichen Eindruck hervorruft, indem wir
den portraitierten Menschen erkennen, so soll das
Arzneimittelbild im homöopathischen Arzt ein Innbild
hervorrufen, welches er nach langer Zeit der Beobachtung und
Tätigkeit in seinem Patienten an zahlreichen einzelnen Zeichen
oder auch im ganzen wiederzuerkennen vermag.«
Hahnemann selbst schreibt in seiner Vorrede zur Pulsatilla-
Prüfung (damit ist die Arzneimittelprüfung am gesunden
Probanden gemeint):

»Am zweckmäßigsten ist die homöopathische Anwendung


sowohl aller übrigen Arzneien, als insbesondere dieser, wenn
nicht bloß die körperlichen Beschwerden von der Arznei den
ähnlichen körperlichen Symptomen der Krankheit entsprechen,
sondern wenn auch die der Arznei eigenen Geistes- und
Gemütsveränderungen ähnliche in der zu heilenden Krankheit
oder doch in dem Temperamente der zu heilenden Person
antreffen. Es wird daher auch der arzneiliche Gebrauch der
Pulsatilla um desto hilfreicher sein, wenn in Übeln, zu denen in
Rücksicht der Körperzufälle dieses Kraut paßt, zugleich ein
schüchternes, weinerliches, zu innerlicher Kränkung und stiller
Ärgernis geneigtes, wenigstens mildes und nachgiebiges Gemüt
im Kranken zugegen ist, zumal, wenn er in gesunden Tagen
gutmütig und mild (auch wohl leichtsinnig und gutherzig
schalkhaft) war. Vorzüglich passen daher langsame,
phlegmatische Temperamente, dagegen am wenigstens
Menschen von schneller Entschließung und rascher
Beweglichkeit, wenn sie auch gutmütig zu sein scheinen.

Am besten ist's, wenn auch untermischte Frostigkeit nicht fehlt,


und Durstlosigkeit zugegen ist. Bei Frauenzimmern paßt sie
vorzüglich dann, wenn ihre Monatszeit einige Tage über die
rechte Zeit einzutreten pflegt; so auch besonders, wenn der
Kranke abends lange liegen muß, ehe er in Schlaf geraten kann,
und wo der Kranke sich abends am schlimmsten befindet. Sie
dient in den Nachteilen vom Genuß des Schweinefleisches«.

Der Wiener Primarius Dr. M. Dorcsi in einem Zeitungsinterview


auf die Frage, eines Reporters des »Kurier«: »Können Sie an
einem Beispiei sagen, wie die Homöopathie vorgeht?«

Dorcsi: »Primär chronische Arthritis bei einem


’Schneewittchentyp’. Das ist ein zartes Mädchen mit schwarzem
Haar und großen Augen, zarten Händen, friert und fröstelt
überall. Sie ist geliebt, no, und dann bringt man's um, legt's in
den Sarg dann wird's wieder munter. Das ist ganz im
Gegensatz zur primär chronischen Polyarthritis beim
’Rotkäppchentyp’. Die ist warm, rot, kräftig, vollblutig. Beide
kriegen eine Säure, etwa Salizylsäure. Wie wirkt die? Es wird
einem warm, man schwitzt - und zudem wirkt das Mittel auf das
rheumatische Geschehen. Benzoesäure wirkt auch darauf, nur
läßt sie frösteln. Aber der Homöopath behandelt ja nicht den
Rheumatismus, sondern den Menschen mit seinem
Rheumatismus...«

Kurier: »... und demzufolge bekommt Schneeewittchen


Benzoesäure und Rotkäppchen Salicylsäure«. (Tageszeitung
Kurier, 11.1. 1981, Wien)

Diese Zitate machen deutlich, daß es in hier das Mittel gegen


Polyarthritis, Kopfschmerz etc. gibt, sondern nur das Mittel
gegen die Polyarthritis des »Schneewittchentyps« etc. Da die
Zuordnung zu einem Typenbild aufgrund einer Vielzahl
physischer und psychischer Parameter erfolgt, erhebt sich hier
die Frage nach der Objektivität einer solchen Zuordnung. Die
Beurteilung charakterlicher Eigenschaften bzw. seelischer
Zustände unterliegt weitgehend dem subjektiven Empfinden des
behandelnden Arztes. Das legt die Vermutung nahe, daß ein
bestimmter Patient von verschiedenen homöopathischen Ärzten
unterschiedlich beurteilt und damit zugeordnet wird. Bei dem
geforderten hohen Maß an Übereinstimmung zwischen
Arzneimittelbild und Typenbild (d. h. zwischen dem für einen
Patienten gewählten Typ und dem für ihn verwendeten
Heilmittel) erscheint es nahezu unmöglich, »homöopathisch
richtig« zu behandeln.

Schramm: »Das multifaktorielle Vorgehen der Homöopathie


beinhaltet auch die Gefahr, manches in einen Fall hineindeuten
zu können, ähnlich den Verhäftnissen bei der Psychoanalyse.
Dazu muß auch die Subjektivität des Arztes bei der
Interpretation und Bewertung von Symptomen gerechnet
werden, die dann auf eine völlig fälsche Fährte der
Arzneimittelwahl führen kann«.

H. Leers: »Das homöopathische Medikament mit der richtigen


Wellenlänge ist dasjenige, das auf einen ganz bestimmten
Menschen mit seiner einmaligen Veranlagung abgestimmt ist.
Wenn es nicht hilft, war es vom Arzt falsch gewählt. Jedem
Patienten sein eigenes Heilmittel. Mein Husten ist nicht dein
Husten«.

Diese für die Homöopathie charakteristische Aussage möchte


ich einer näheren Betrachtung unterziehen und dabei von dem
erwähnten physikalischen Denkmodell ausgehen. Wenn es also
eine Information in Form veränderter Schwingungen der
Wasserstoffbrücken in der Arznei gäbe, müßte man daraus
schließen, daß es im menschlichen Körper auf irgendeine Art
Rezeptoren gäbe, die diese Information aufnehmen könnten.
Solche Rezeptoren müßten, um die Information ablesen zu
können, auf demselben Energieniveau wie dem des Heilmittels
(d. h. im Bereich der veränderten Schwingungen der H-Brücken,
welche ja ebenfalls rein hypothetisch sind) ansprechbar sein.
Weiterhin müßten sie vom Krankheitsgeschehen sowie von
charakterlichen und seelischen Gegebenheiten bzw.
Veränderungen beeinflußbar sein. Aus dem Zitat von Adolf
Voegeli
»Wichtig ist, daß, von seltenen Ausnahmen abgesehen, stets
nur ein einziges Mittel aufs Mal gegeben werden darf, nämlich
das jeweilen homöopathische, das heißt ähnliche. Wer mehr
Mittel gleichzeitig gibt, kann nicht als echter Jünger
Hahnemanns und der klassischen Homöopathie gelten. Denn
jedes Mittel hat eine ganz spezifische Wirkung, die durch nichts
gestört werden darf«

schließe ich, daß es im Organismus jeweils nur eine, der


Krankheit entsprechende Rezeptorart geben könnte, die
wiederum nur auf ein Heilmittel, nämlich das homöopathisch
richtig gewählte, reagieren würde. Das würde bedeuten, daß es
nur eine richtige Typenzuordnung und auch nur eine richtige
Therapie geben würde. Da aber die Zuordnung zu einem Typ,
wie schon erwähnt, nicht nach objektiven Kriterien erfolgen
kann, sondern immer vom subjektiven Empfinden des
Therapeuten abhängt. wird man bei (nach Voegeli) ca. 2000 zur
Verfügung stehenden Mitteln, denen jeweils 500 - 2000
Symptome zugeordnet sind (das ergibt ca. 4 Mill.
Symptomenkombinationen), leicht einsehen, daß eine aus
homöopathischer Sicht korrekte Behandlung gar nicht möglich
ist.

Wie so ein »Arzneimittelbild« und damit das »Typenbild«


aufgebaut wird, sei am Beispiel des Eisens erläutert:

»Das reine, metallische Eisen ist ein silberweißes, zähes


Metall, das bei Rotglut weich und damit schmiedbar wird... In der
Erde stammt Eisen aus dem Erdkern, welcher sämtliche Metalle
der Eisengruppe in Form von flüssigfesten Legierungen
enthält ... « (M.Stübler).

Weiter werden die Ergebnisse homöopathischer


Arzneimittelprüfung am Gesunden den Erkenntnissen der
Toxikologie (Lehre von den Vergiftungen) und der klinischen
Pathologie (Lehre von den Krankheiten) gegenübergestellt. Aus
all den Informationen, die man über das Eisen bekommen hat,
wird nun folgendes Typenbild erstellt:

»Es paßt für Personen mit sanguinischem Temperament,


launisch, zänkisch, vorn leisesten Widerspruch verärgert. Sie
sind empfindlich gegen Geräusche, z. B. gegen das Rascheln
von Papier. Oft sind es schwächliche Frauen mit blassen Lippen
und Schleimhäuten, sie sehen glutrot aus bei leisesten
Bewegungen oder Anstrengungen«.

Der Schluß, daß silberweißes Eisen, das bei Rotglut schmiedbar


wird, besonders für zarte Frauen mit blassem (weißem) Gesicht
paßt, ist symptomatisch für die Erstellung von
homöopathischen Typenbildern. Man kann hier nicht von
wissenschaftlichem Vorgehen sprechen.

Aus dem bisher Gesagten sehen wir, daß alle drei Säulen der
Homöopathie, nämlich Ähnlichkeitsprinzip, Potenzierung und
Arzneimittel- bzw. Typenbild, von wissenschaftlicher Seite her
gesehen unhaltbar sind.
Um so interessanter wird für uns daher die Frage sein, auf
welche Weise homöopathische Behandlungserfolge (die häufig
rein subjektiv empfunden werden und sich einer exakten
Nachprüfung entziehen) zustande kommen können. Eine
genauere Betrachtung der Herkunft dieser Heilweise sowie
deren vielfältige Verflechtung mit okkulten »Wissenschaften«,
wird uns als Christen, sofern wir ehrliche Bereitschaft haben,
»die Geister zu prüfen« (1. Joh. 4, 1), einigen Aufschluß geben.

2. Samuel Hahnemann (1755 - 1843) - Seine Lehre und sein


Glaube

Die genauen Daten seiner Biographie brauchen uns hier nicht zu


beschäftigen. Viel wichtiger ist es, klarzumachen, welche
Geisteshaltung, welchen Glauben S. Hahnemann, der
unumstrittene Begründer der Homöopathie, hatte, mit welchen
Menschen er verkehrte und welche Einflüsse auf ihn wirkten, d.
h. auf welchem Nährboden sich seine Lehre enwickelte. Mit 22
Jahren trat er in den Freimaurerorden ein, war in Leipzig Mitglied
der Loge »Minerva zu den drei Palmen« und hat es, nach Prof. H.
Ritter, angeblich früh zum »Meister vom Stuhl« gebracht.

Ritter schreibt weiter:

Er glaubte, im Sinne der Vorsehung zu handeln. Während


seines ganzen Lebens war er ein gottgläubiger Mensch. Aber
sein Glaube war eigener Art, bestimmt, wie sein ursprüngliches
ärztliches Denken, von der Aufklärung und dem Freimaurertum.
In diesem Geist sprach er von Gott als dem »Erhalter aller
Dinge«, dem »höchsten Wesen«, der »allgültigen Gottheit«, dem
»gütigen Erhalten und Erzieher des Menschengeschlechtes«. Es
war eine Frömmigkeit ohne Gebet. Allein, von der christlichen
Dreieinigkeit hielt er offensichtlich nichts. Er sprach vom
’Erzschwärmer Christus’, nicht ahnend, daß er hier in Leipzig
schon auf dem Wege war, aus dem Wissenschaftler zu einem
Erzschwärmer, zum Erzschwärmer des Simile, zu werden».

H. Fritsche zum gleichen Thema:

»Christ kann Hahnemann nicht sein, obwohl er fromm ist wie


ein Pietist. Wo er hingegen als Erkennender ringt und um
Erleuchtung bittet, gerät er in enge Geistesnachbarschaft mit
dem Osten. Konfuzius ist ihm Vorbild. Er liest ihn während der
Köthener Jahre mit tiefer Zustimmung. In einem seiner Briefe
heißt es über diese Lektüre: ’Da ist göttliche Weisheit zu lesen,
ohne Wunder, ohne Fabel und ohne Aberglauben. Es ist ein
wichtiges Zeichen der Zeit, daß Konfucius bei uns nun kann
gelesen werden. Ihn selber werde ich im Reiche der glücklichen
Geister nun bald umarmen, den Wohltäter der Menschheit, der
uns den geraden Weg zur Weisheit und zu Gott führt,
sechseinhalbhundert Jahre vor dem Erzschwärmer.’
Der Erzschwärmer Jesus von Nazareth, der nicht Erleuchtete
auf dem geraden Weg zur Weisheit führt, sondern mit Zöllnern
und Sündern den schweren Weg zum Gottesreich auf Erden
erkämpfen will, der nicht durch Erkenntnis zum Reiche der
glücklichen Geister aufsteigen lehrt, sondern vom Kreuz her
noch zu dem in Reue stöhnenden Schächer spricht, dieser das
Dunkel der Welt auf sich nehmende Schmerzensmann ist dem
Liebhaber der ätherischen Wahrheit anstößig«.

Ich möchte bereits hier darauf aufmerksam machen, von welch


gotteslästerlichem Geist Hahnemann oftnsichtlich getrieben
war. Jesu heilbringendes Wirken als Fabel und Aberglauben zu
bezeichnen und ihm Konfuzius als den wahren Erlöser
gegenüberzustellen, kann als nichts anderes verstanden
werden, als ein satanischer Angriff gegen die Heilsbotschaft
unseres Herrn Jesus Christus. Es wird wichtig sein, dies im
Hinblick auf die von Hahnemann entwickelte Lehre im Auge zu
behalten.

Auf die Idee des Simileprinzips kam Hahnemann durch einen


Artikel von William Cullen (1710-1790) über die
Vergiftungssymptome, die Chinarinde hervorufen kann, und sah
darin eine Ähnlichkeit zu den Krankheitserscheinungen bei
Malaria. Da man aber Chinin, das aus der Chinarinde gewonnen
wird, als Therapeuticum gegen Malaria verwendet, schloß er
daraus, es mit einem allgemeingültigen Prinzip zu tun zu haben,
nämlich, daß arzneiliche Stoffe diejenigen Krankheiten zu heilen
vermögen, deren Symptome sie beim Versuch am Gesunden
hervorufen. Um dies zu beweisen, führte er eine Reihe von
Selbstversuchen durch, bei denen er Chinin einnahm und darauf
Fieber und Schüttelfrostanfälle bekam; darin sah er die
Bestätigung seiner Annahme. In zweifacher Hinsicht war jedoch
dieser Schluß falsch:
Erstens handelt es sich bei Cullens Beschreibung um reine
Vergiftungssymptome (hervorgerufen durch Überdosierung) und
nicht um eine allgemeine Reaktion von Gesunden auf Chinin.
Hahnemann ging aber bei seinen Versuchen keireeswegs an die
Intoxikationsgrenze heran, sondern er bekam seine Zustände
nach normalen Gaben. Zweitens konnten diese
Versuchsergebnisse in keinen späteren Prüfungen
nachvollzogen werden, was den Schweizer Arzt Dr. S. Pfeifer zu
folgendem Schluß veranlaßte:

»Diese Wirkungen ließen sich später in keinem Versuch am


Gesunden nachvollziehen. Da Hahnemann als junger Mann in
Siebenbürgen schon einmal Chinin genommen hatte, liegt die
Vermutung nahe, daß es bei seinem Selbstversuch zu
allergischen Erscheinungen kam, die typischerweise so
verlaufen können, wie Hahnemann sie beschrieb. Von ihm
wurden sie jedoch als Malariasymptome gedeutet«.

Offensichtlich beruhte schon der erste Schritt in Richtung


Homöopathie auf einem Irrtum. Aus der heutigen Pharmakologie
und Toxikologie wissen wir, daß eine derartige Verbindung
zwischen Medikament, seinen Nebenwirkungen (bzw. toxischen
Erscheinungen bei Überdosierung) und zu behandelnder
Krankheit, wie sie Hahnemann herzustellen versuchte, nicht
existiert. Hahnemann war aber von seiner Idee so sehr
besessen, daß er jegliche Objektivierung und sachliches
Vorgehen verließ und alle Ergebnisse seiner Versuche blindlings
so zurechtbog, wie sie seinen Vorstellungen entsprachen.

Prof. Ritter:

»Im Banne seines Systems wich er immer häufiger von der


exakten Beobachtung ab und führte auf das Mittel zurück, was
wahrscheinlich nichts anderes als der unglückliche Ausgang
einer mißglückten Behandlung war«.

Ritter schreibt über Hahnemanns Vorlesungen an der


Universität, die schließlich nur noch von einem sehr engen Kreis
von Anhängern besucht wurden:

»Aber allmählich weicht die Würde einem hemmungslosen


Wüten gegen die herrschende Medizin. Dabei schießt er weit
über das Geziemende und sachlich Gerechtfertigte hinaus«.

Mit welch zunehmendem Fanatismus er seine Lehre verfocht


und auch gegen alle vorging, die nicht kompromißlos ihm
nachfolgten, geht aus einem Brief an seinen Schüler W. E
Wislicenus hervor:

»Die Konvertiten sind nur Zwittergeschöpfe, Amphibien, die


meistens noch im Schlamm des allopathischen Sumpfes
kriechen und nur selten das Haupt frei nach der äthedschen
Wahrheit zu erheben wagen«.

Zur Hahnemannschen Symptomensammlung, die er nach


unzähligen Versuchen an sich selbst und an Mitgliedern seiner
Familie, später auch an seinen Patienten, erstellte und die auch
heute noch unverändert Güttigkeit besitzt, sei noch folgendes
bemerkt: Die potenzierten Heilmittel wurden damals mit
normalem Wasser hergestellt; Hahnemann wußte nicht, daß
dieses Wasser Spuren von Elementen, die er als Arzneien
verwendete und potenzierte, enthält, d.h., daß diese spuren
immer noch im Wasser vorhanden waren, auch vorhanden
waren, auch wenn seine Ausgangssubstanz schön völlig
herausvordünnt war. Diese Tatsache zeigt, daß Hahnemanns
Symptomensammlungen schon aus theoretischen Gründen
nicht richtig sein kann, da er zunehmend dazu überging,
Arzneimittelprüfungen auch mit Hochpotenzen durchzuführen,
Die Spurenelemente im Wasser wurden nämlich ebenfalls von
Anfang an mitpotenziert und müßten daher auch (nach
homöopathischer Denkweise) ihre Heilkraft entfaltet haben.
Welches dieser Elemente hätte nun gewirkt? Auch die Frage,
nach welchem dieser Stoffe sich die Schwingungen dert
Wasserstoffbrücken ausgerichtet hätten, wird schwer zu
beantworten sein.

Ritter: »Es läßt sich nicht umgehen, an dieser Stelle auf


moderne Nachprüfungen homömathischer Arzneien im
einfachen und doppelten Blindversuch hinzuweisen. Solche
Versuche wurden von Paul Martini, Ferdinant Hoff und Rud.
Pirtkien vorgenommen und brachten keine Bestätigung der alten
Angaben. Es ging einwandfrei aus diesen Nachpfüfungen
hervor, daß die alten Symptomensammlungen nicht den Wert
besitzen, den man ihnen heute noch zuschreibt«.

Dennoch sagt aber z. B. M. Dorcsi: »Bei uns sind die


Indikationen seit 180 Jahren unverändert güftig«.

Freimaurerei und Konfuzianismus waren aber keineswegs die


einzigen Wurzeln des Hahnemannschen Denkens. Zurecht zitiert
Dorcsi auch van Helmont und Paracelsus (Theophrastus
Bombastus von Hohenheim 1493-1541) als Väter der
Homöopathie. Was bei Dorcsi abschwächend gemeint ist,
nämlich in dem Sinn, daß man diese Lehre nicht auf eine einzige
Person, Hahnemann, zurückführen muß, unterstreicht in
Wirklichkeit aber das Bild der okkulten Herkunft. Van Helmont
(1579-1644) studierte Magie und Alchemie und schrieb 1621 über
magnetische Heilung von Wunden:

»Mit Hilfe des Magneten könne man Krankheiten nicht nur von
Mensch zu Mensch, sondern auch von Mensch auf Tiere und
Bäume übertragen«.

Über Paracelsus ist zu lesen:

»Paracelsus wird in der einschlägigen Literatur als ein


exzentrischer Mystiker bezeichnet, in dessen teilweise okkult
anmutendem Werk krauser Unsinn und tiefsinnige Einsicht
seltsam verschmelzen. Er spiegelt in seinen Theorien die alte
Magie der Astrologen und Alchimisten wider und verstrickt sich
tief in Mystizismus. Er studierte alte Geheimbücher, arbeitete mit
Geheimrezepten und lehrte den Einfluß der Gestirne auf
Gesundheit und Krankheit des Menschen«.

Der Nervenarzt Dr. E. Trömmer schreibt ferner über ihn:

»Eine Theorie dieser mystisch magnetischen Einflüsse


begründete der berühmte Theophrastus Bombastus von
Hohenheim: Eine Mischung von Genie und Zauberkünstler. Nach
ihm werden sowohl die Gestirne untereinander als auch die
irdischen Wesen mit den Gestimen, besonders mit Sonne und
Mond durch magnetische Kräfte verbunden. Speziell der Mensch
hat zweierlei Magnetismus in sich, einen kranken und einen
gesunden. Die Heilung geschieht dadurch, daß der Magnetismus
eines Gesunden den des Kranken an sich zieht und paralysiert
oder aufhebt«.

Dies führt uns direkt zur Lehre von Franz Anton Mesmer (1734 -
1815), die einen wesentlichen Einfluß auf Hahnemann ausübte.
Mesmer glaubte, ein geheimnisvolles »Fluidum« entdeckt zu
haben, das von jedem Magnet ausgeht und das man zur Heilung
verwenden kann. Später meinte er, daß von seinem Körper
ebenfalls diese Kraft ausgehe, und er bezeichnete sie als
»Tierischen Magnetismus«. Ein Patient Mesmers berichtet seine
Eindrücke während einer Behandlung:

»... andächtig schweigen die um den Zuber Versammelten, bis


Mesmer selbst eintritt, einen eisernen Zauberstab in der Hand, in
seidener Robe, und mit Würde von einem Kranken zum anderer
schreitet, bald einen nach seinen Leiden fragt und ihn an der
schmerzenden Stelle berührt, bald nur die Stirn des Patienten
umstreicht und ihn fest anblickt. Gewöhnlich dauert es nicht
lange, und die Kranken beginnen zu zittern, zu schwitzen (jeder
weiß, was Tagesgespräch ist: daß eine Krise, heftige
Zuckungen, Krämpfe und Ekstase, das Ziel der magnetischen
Behandlung ist und die Heilung herbeiführt). Von einer der am
Rande des Baquets vereinigten Hände springt die Erregung wie
ein Funke auf den nächsten über. Immer mehr Kranke verfallen
in Krämpfe, Schweiß bricht ihnen aus, sie beginnen grell zu
lachen,. zu schreien, manche tanzen wie wild, andere wälzen
sich"am Boden, manche schlafen ruhig und teilnahmslos, ein
seliges Lächeln auf ihren Lippen« (W.Schmidbauer:
Psychotherapie - Ihr Weg von der Magie zur Wissenschaft, dtv
Nr. 1056, München,1975).

Ein erschütterndes Bild offensichtlicher Dämonie. Diese von


Mesmer verkündete Magnettherapie, um deren
wissenschaftlicher Anerkennung er kämpfte, gilt heute als
Ursprung der Hypnosetherapie.

H. S. Glasscheib schreibt über die letzte Phase des


Mesmerismus in Deutschland:

»Mit dem Nachfolger Friedrichs des Großen, seinem Neffen


Friedrich Wilhelm II., hatte die Mystik den Thron bestiegen,
Scharlatane, Schwindler, Obskuranten jeder Art waren obenauf
und trieben ihr Unwesen. Am Hofe und in Schloß Tegel wurden
spiritistische Sitzungen und Totenbeschwörungen veranstaltet.
Eine Mätressenwirtschaft beherrschte das Land. Auf dem so
gedüngten Boden entwickelte sich die dritte und letzte Phase
des Mesmerismus, nämlich die preußisch deutsche. Sie ist von
der Wiener und Pariser Phase dadurch unterschieden, daß die
Errungenschaften des Okkultismus wie Hypnose, Hellseherei,
Traumeingebung und Geisterbeschwörung hier in die
Magnetotherapie aufgenommen sind«.

Hahnemann nahm von Anfang an Mesmers Gedanken begeistert


auf und versuchte, sie in seine Praxis einzubeziehen. Dazu Prof.
Ritter:

»Als Franz Anton Mesmer seinen tierischen Magnetismus


verkündete und unter ungeheurem Zulauf in der
Krankenbehandlung angewandt hatte, war Hahnemann
nachhaltig davon beeindruckt. Nichts lag ihm darauf näher, als
Prüfungen am Gesunden mit Anlegen des Magneten am Körper
zu machen. Es kamen, nach Nord- und Südpol getrennt,
Hunderte von Symptomen zustande, die in den 2. Band der
Arzneimittellehre aufgenommen wurden. Damit wird deutlich,
wie leicht es bei der Prüfung zu falschen Ergebnissen kommen
kann, denn niemand wird heute behaupten, daß dieses
Magnetanlegen solche Wirkung auf den Menschen hat«.

Auch aus der 5. Auflage des »Organon« geht hervor, daß


Hahnemann sich mit zunehmendem Alter fast ausschließlich der
Hochpotenzen bediente und auch die Arzneimittelprüfung mit
Hochpotenzen durchführte (§128), was im klaren Widerspruch
zu seinen früheren Ansichten steht und einen großen Teil seiner
Symptomensammlung, aus schon erwähnten Gründen, von
vornherein gegenstandslos macht. Außerdem widerspricht
dieses Vorgehen der von Homöopathen immer wieder betonten
Behauptung, Homöopathika hätten keinerlei Nebenwirkungen,
bzw. würden einfach wirkungslos bleiben, wenn sie nicht richtig
gewählt waren. Wenn die Homöopathie wirklich auf einem
wissenschaftlichen Prinzip beruhen würde, müßte jeder Patient,
dem ein nicht richtig gewähltes homöopathisches Medikament
verabreicht wurde, jene Krankheitssymptome bekommen, die
dieses Mittel »normalerweise« bei der Arzneimittelprüfung am
Gesunden hervorzurufen pflegt. Julius Metzger, der
entscheidend zur weiteren Verbreitung der Homöopathie in
Deutschland beitrug, sagte, Hahnemann

»... verwendete bei seinen Prüfungen Hochpotenzen nur deshalb


nicht, da er die Ungewißheit über die Echtheit der
Prüfungsergebnisse nicht noch um einen weiteren Faktor
erhöhen wollte« (G. Bayr, Arzneimittelprüfungen; aus:
Homöopathie in der Diskussion, Kap. V).

Diese Betrachtung zur Person Hahnemanns, die uns in eine


finstere Welt des Okkultismus geführt hat, sollte genügen, um in
uns eine kritische und prüfende Haltung wachzurufen. Wir
müssen uns auch darüber im klaren sein, daß die heute
betriebene Homöopathie nicht losgelöst von ihrem Begründer
denkbar ist, und selbst christliche Homöopathen scheuen sich
nicht, die Verdienste Hahnemanns zu würdigen, ja sich sogar
ehrfurchtsvoll vor diesem »großen Meister« der Heilkunst zu
verneigen.

3. Homöopathie heute

Bevor wir uns die Lehre christlicher Homöopathen näher


betrachten, wollen wir noch einen Blick darauf werfen, wie eng
die Homöopathie auch heute noch mit aus christlicher Sicht
abzulehnenden Geisteshaltungen verflochten ist, und wie sehr
sie sich geradezu anbietet von verschiedenen, ihrem Wesen
nach äußerst fragwürdigen Strömungen aufgegriffen zu werden.
Ja, für manche wird sie sogar zur Ersatzreligion. Martin Stübler
schreibt hierzu beispielsweise über die südamerikanische
Homöopathie, in die, neben einem klaren Bekenntnis zu
Hahnemann, auch viele Elemente aus den alten Medizinkulturen
der Azteken und Inkas eingeflossen sind:

»Das homöopathische Similium vermag wieder die echte


Beziehung zu den Dingen und dem Wesen der Welt, zu dem
göttlichen Gesetz herzustellen. Auch hier begegnet uns ein
religiöser Aspekt, welcher an die Vorgänge der Eucharistie
erinnert. In dieses ebenso interessante wie explosive geistige
Gebäude ist die denkerische Leistung der Tiefenpsychologie
eingeschaltet. ... Vorrangig bei der homöopathischen
Arzneimittelwirkung erscheint die Wirkung auf die Tiefenperson.
Etwas überspitzt läßt sich sagen, daß der tiefenpsychologische
Konflikt der Person zu diagnostizieren und dann nach
homöopathischer Art mit der Wirkung unserer Arzneimittel, im
Sinne des Ähnlichkeitssatzes, zu konfrontieren ist. So begegnet
der Patient sich selbst. Der Arzt bewirkt eine Transformation und
stellt die Totalität wieder her. Nicht nur im Blick auf den
Menschen, sonderre auch in der Auswahl seiner Arznei tritt der
psychische Aspekt in den Vordergrund. ... Im Süden des
Kontinents ist die homöopathische Medizin ganz in die Nähe
einer Weltanschauung, ja einer Kirche gelangt«.

Da zwischen Exponenten der österreichischen (M. Dorcsi) und


der südamerikanischen (Pablo Paschero) homöopathischen
Schule ein reger Gedankenaustausch besteht, haben diese
Aussagen auch für uns Bedeutung.

In der Publikation »Homöopathie in der Diskussion« fällt eine


Arbeit von Horst Flemming auf unter dem Titel »Die Wirksamkeit
potenzierter Substanzen wissenschaftlich belegt«. Flemming
betrachtet das Problem der Potenzierung und Potenzwirkung
ganz im Lichte Steinerscher Philosophie. Er schließt seinen
Artikel wie folgt:

»Für die Richtung, in der gesucht werden muß, kann folgender


Hinweis Rudoff Steiners wegleitend sein: ’Das ist ja eigentlich
dasjenige, was - ich möchte sagen - in den Verzweiflungen des
modernen Ärztetums liegt, daß man in der modernen Medizin
nicht mehr hinschaut auf dasjenige, was eigentlich dem
Irdischen zugrunde liegt: auf das Außerirdische. Und daß man
immer mehr zurechtkommen will mit demjenigen, was nur im
Irdischen daliegt. Über das strebt das homöopathische System
hinaus. ... Aber ein wirklich günstiger Weg wird sich nur wieder
öffnen, wenn man durch Geisteswissenschaft eindringt in den
Zusammenhang zwischen dem Mineralischen und dem
Außertellurischen, zwischen dem Pflanzlichen und dem
Außertellurischen und dem Tierischen und dem
Außertellurischen«.

Ein weiteres Faktum, das uns nachdenklich stimmen muß, ist


die Behandlung seelischer und charakterlicher Beschwerden
bzw. Mängel, mittels homöopathischer Arzneien. M. Dorcsi in
einem Interview: »Oder einer Frau, deren Mann häufig zornig ist,
sag' ich. Wenn er nervös ist - fünf Kugerln Nux vomica D30«.

In J. P. Gallavardins Buch »Die homöopathische Beeinflussung


von Charakter, Trunksucht und Sexualtrieb« ist ähnliches zu
lesen:

»Alte homöopathischen Ärzte wissen, daß bei einem


Arzneimittelversuch am Gesunden nicht nur somatische,
sondern auch psychische Symptome hervorgerufen werden.
Durch die Verordnung der Arznei nach dem Similegesetz können
die psychischen Symptome ebenso zum Verschwinden gebracht
werden wie die somatischen«.

Er berichtet dazu aus seiner Praxis:

»Ein Mädchen von 22 Jahren war verschlossen, sehr erregbar


und jähzornig, unintelligent, ungehorsam und faul.« (Nach
mehreren Gaben von Calcarea carbonica C 2000 bzw. C 6000
schreibt er): »Am 10. 3. berichtete mir die Mutter, daß ihre
Tochter, besonders seit der letzten Arnzeigabe intelligent,
gehorsam und arbeitsfreudig geworden ist. Den Vater des
jungen Mädchens heilte ich mit Nux vomica C 12 fast völlig von
seiner Neigung zum Jähzorn, einen Bruder von sieben Jahren
mit Causticum C 30 völlig von seiner Veranlagung zur
Bösartigkeit und der Sucht, andere zu ärgern. Vor der
Behandlung schlug er nach seiner Mutter, wenn sie ihn anzog,
nachher nicht mehr«.

Auch die Tatsache, daß viele Heilpraktiker und homöopathische


Ärzte neben der Homöopathie auch andere höchst fragwürdige
Methoden anwenden, wie z. B. Irisdiagnose, Akupunktur,
Pendeln und Wünschelrutengehen (besonders in der
anthroposophischen Medizin werden die homöopathischen
Mittel ausgependelt!), Reflexzonenmassage, Heilmagnetismus u.
a. m., zeigt, in welch enger geistiger Nachbarschaft die
Homöopathie zu diesen Praktiken steht. Gerade dieser Umstand
muß für uns um so mehr Anlaß sein, die Argumentation
christlicher Heilpraktiker und Ärzte, die sich der Homöopathie
bedienen, kritisch im Lichte des Wortes Gottes zu prüfen.

4. Homöopathie - eine christliche Heilweise?

Der Grund für den Titel dieses vierten Abschnitts unserer


Betrachtung ist ein Aufsatz von Gerhard Risch, einem
christlichen Homöopathen, den er mit »Homöopathie - eine
christliche Heilweise« überschrieben hat (allerdings ohne
Fragezeichen), den ich später noch genauer betrachten möchte.
Interessant für unsere Auseinandersetzung ist die jüngst
erschienene »idea«-Dokumentation, zum Thema »Homöopathie -
Heilen mit nichts?« An einigen Beispielen möchte ich aufzeigen,
wie hier versucht wird, dem unvoreingenommenen Leser die
Homöopathie sowie auch ihren Begründer Samuel Hahnemann
in einem Licht der Wissenschaftlichkeit und des objektiven
Vertrauens darzustellen, wobei auch offensichtliche Tatsachen,
die auch den Autoren bekannt sein müßten, wie z. B. die okkulte
Herkunft des S. Hahnemann, verschwiegen werden. Frank
Lauermann schreibt darin u. a. über Hahnemann:

»Hahnemann war also sehr belesen, arbeitete als Übersetzer,


kannte sich in der Chemie aus und hatte Medizin studiert, Von
verschiedenen Seiten wird bezeugt, daß er ein versierter Mann
war, geniale, originelle Einfälle hatte, alles hinterfragte und allem
auf den Grund ging. Sein Wissensdurst war nie zu stillen....
Wohltuend hebt er sich mit seinen Ideen von der damaligen
Medizin ab. ... Hahnemann durchschaute das gefährliche
Blendwerk der hochtrabendeii medizinischen Theorien seiner
Zeit und versuchte, nur nach Beobachtung und Erfahrung zu
heilen«.

Zweifellos hatte Hahnemann intellektuelle Fähigkeiten, aber sind


»originelle Einfälle, Wissensdurst« etc. wirklich Eigenschaften,
von denen sich ein prüfender Christ über Tatsachen
hinwegtäuschen lassen soll, wie sie etwa in den angegebenen
Zitaten angeführt sind?

Ein anderes Beispiel findet sich ebenfalls bei Lauermanns


Artikel:

»... der Substanznachweis wurde am eindrucksvollsten mit Hilfe


radioaktiver, homöopathisch potenzierter Elemente erbracht ...
Der Wirksamkeitsnachweis läßt sich in der Natur an vielen
Phänomenen erbringen, denn dort rufen Stoffe in höchster
Verdünnungen Wirkungen hervor. Eisen ist im Blut in einer D5
enthalten, Hormone wirken in der D6 - D8 und Enzyme sogar bis
zur D20!«

Die Absicht, die hinter dieser Aussage und einigen weiteren


Beispielen steht, ist, den Leser davon zu überzeugen, daß auch
natürlicherweise homöopathische Verdünnungen im
Organismus vorkommen. Dazu ist zu bemerken, daß z.B. »D6«
nicht einfach Ausdruck einer Verdünnung eins zu einer Million
ist, sondern eine homöopathische Verdünnung, d.h. eine durch
stufenweise Verschüttelung oder Verreibung potenzierte
Substanz. Solche Substanzen kommen aber im Organismus
keineswegs vor. Wie jeder weiß, der sich mit Homöopathie
befaßt, ist eines der wichtigsten Prinzipien der Homöopathie
gerade dieses stufenweise Verschütteln. Eine Substanz, die
zwar gleichstark verdünnt, aber nicht geschüttelt wurde, hat wie
bereits erwähnt, nach homöopathischer Auffassung keine
homöopathische Arzneikraft. Warum bezeichnet also Herr
Lauermann Substanzverhältnisse im Organismus als
homöopathische Potenzen? Eisen kommt im Blut keineswegs in
einer D5 vor; auf ein gewisses Blutvolumen kommt wohl eine
gewisse Menge Eisen, aber das ist keine homöopathische
Potenz. Auch Hormone und Enzyme sind keine potenzierten
Substanzen, sondern hochwirksame und hochspezifische
Wirkstoffe, die zweifellos in sehr geringen Mengen wirksam
sind. In welcher Dosis eine Substanz im Organismus wirksam
ist, hängt von ihren pharmakodynamischen Eigenschaften ab,
das hat mit homöopathischen Verdünnungen nichts zu tun.
Lauermann gebraucht also Beispiele natürlicher Wirkstoffe, die
überhaupt nichts mit den Prinzipien der Homöopathie zu tun
haben (Potenzieren, Simileprinzip, Arzneimittelbild und
Typenlehre), um durch einen (unzulässigen) Analogieschluß die
Wirksamkeit homöopathischer Verdünnungen plausibel zu
machen!

Unter dem Titel »Okkulte Praktiken in der Heilkunde« versucht


Dieter A. Oesch (ebenfalls »idea«-Dokumentation) die
Homöopathie aus dem Umfeld des Okkulten herauszuführen. In
6 Punkten werden Praktiken aufgezählt, die der Autor als okkult
erkennt und damit ablehnt. Auffällig ist aber hier, daß Oesch
sich zu keiner klaren Definition des Okkulten, zu keinen
eindeutigen Kriterien der Prüfung durchringen kann. Lediglich
allgemeine Formulierunger führt er an, wie z. B.:

»Wir wollen dem Wort Gottes vertrauen und auf seine Botschaft
hören. Dann sind wir überzeugt, daß Gott uns genügend
Hinweise gibt, damit der Gläubige herausfinden kann, ob er
sündigt oder nicht, ob es eine Verführung des Teufels ist oder
nicht. Der Rat eines Menschen kann gut sein, aber auch ein
gewaltiger Irrtum ! ... Ich frage mich also bei der Beurteilung
menschlicher Lehren und Methoden - eben auch der Heilkunde -,
ob sie Inhalte haben, die ich als Christ nicht akzeptieren kann,
weil sie gegen Gottes Gebot sind und die Liebe zu Gott
beseitigen, verdrängen wollen - dann sind es okkulte Praktiken«.

Wie unklar letztlich diese Formulierungen sind, wird deutlich,


wenn man sieht, daß Oesch zwar Heilmagnetismus
(Mesmerismus) und die anthroposophische Medizin R. Steiners
als okkult ablehnt, die enge Beziehung und
Wesensverwandtschaft zwischen diesen Methoden und der
Homöopathie jedoch nicht sehen will. Die Ablehnung der
anthroposophischen Medizin begründet Oesch folgendermaßen:
»Anthroposophische Medizin wird meist von Ärzten ausgeführt.
Die Art und Weise, wie die Anhänger dieser Richtung ihren
Gründer verehren – der auch Spiritist war -, ist Götzendienst.
...Das pseudochristliche, verdreht angewandte Reden von Jesus
ist eine Gotteslästerung«.

Nun muß man sich doch fragen, warum dieselben Kriterien, die
hier für Rudolf Steiner gelten, nicht auch tür Samuel Hahnemann
und seine Medizin gelten sollen? Auch sein Leben war durch
und durch von einem okkultistischen Weltbild geprägt. Auch
seine Äußerungen über Jesus Christus, den er als
Erzschwärmer bezeichnete, waren durchaus gotteslästerlich.
Wird hier nicht mit zweierlei Maß gemessen? Weiter
argumentiert Oesch:

»Wer mit solchen Unterstellungen die chemische Medizin in ein


gutes Licht rücken will, wie Homöopathie, Biochemie nach
Schüssler, Akupunktur und Fußreflexzonenmassage seien
okkult, weil sie einen okkulten Hintergrund hätten oder okkult
belastete Entdecker hätten, der beleidigt geistlich die Brüder
und Schwestern im Glauben, die seit Jahrzehnten auf der
ganzen Welt mit diesen Methoden behandelt werden oder selber
behandeln.«

Hier scheinen mir die Akzente deutlich verschoben zu sein. Es


zählt also nicht in erster Linie die Frage nach der Wahrheit,
sondem die eigene Haltung wird durch die Haltung solcher
gerechtfertigt, die dasselbe tun. Wenn wir wirklich aufrichtig
nach der Wahrheit fragen, so müssen wir uns doch in erster
Linie prüfen, ob wir mit unserem Tun den Herrn beleidigen. Er
allein muß unser Maßstab sein, nicht die Geschwister, die der
gleichen Ansicht sind wie wir. Der Tatsache, daß sich kürzlich
um Oesch noch 13 weitere christliche Heilpraktiker zu einer
Vereinigung zusammengeschlossen haben, die die oben
genannten Methoden verteidigen, sei die Tatsache
entgegengehalten, daß es ebensogut christliche Heilpraktiker
gibt, die sie aus wissenschaftlichen und geistlichen Gründen
ablehnen. Zum Beispiel lehnt der Heilpraktiker Karl Heinrich
Däumer, Schwelm, folgende Methoden ab und praktiziert sie
auch nicht: Irisdiagnose, Bioelektrische Funktionsdiagnose,
Akupunktur, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Biochemie
nach Schüßler, Hypnose und Psychotherapie. Ein anderer
gläubiger Heilpraktiker berichtet, wie bei ihm schwere Störungen
im nervlichen und physischen Bereich auftraten:
Konzentrationsstörungen, innere Unruhe und Angstzustände,
Schlaflosigkeit und Depressionen; schließlich noch
Zwangszustände wie Mord und Lästergedanken. In seiner Not
fiel ihm ein befreundeter Arzt ein, mit dem er in seiner
Studienzeit in einer christlichen Gruppe längere Zeit zusammen
war, und den er als Geschenk Gottes erlebte, da dieser sich in
den letzten Jahren viel mit okkult bedingten Erkrankungen
befaßt hatte. Dieser Heilpraktiker schrieb darüber an Samuel
Pfeifer:

»... Auf seine Empfehlung hin las ich Ihr Buch »Gesundheit - um
jeden Preis?«. Wie Schuppen fiel mir vieles von den Augen. Ich
gewann geistliche Klarheit über Homöopathie, Akupunktur usw.
und deren okkulten Hintergründe. Teilweise war ich entsetzt...
Aus meiner heutigen Erkenntnis, die ich erst durch Gottes
schwere Führung bekam, kann ich Ihnen nur für Ihr sehr
aufschlußreiches und tiefgründiges Buch danken. Ich möchte
aber auch Gott danken, daß er mir die Augen geöffnet hat!«

Nach einigen seelsorgerlichen Gesprächen mit Bekenntnis und


Lossagung von den genannten okkulten Praktiken begann er,
von den Zwängen und Störungen frei zu werden.

Hier wird deutlich, wie wir nicht umhin können, an eindeutigen


Kriterien der Prüfung festzuhalten, statt uns auf einen mehr oder
weniger großen oder prominenten Personenkreis zu berufen und
einfach Aussage gegen Aussage zu stellen.

Homöopathie wird von vielen, vielleicht von den meisten


christlichen Homöopathen sogar als »Werkzeug Gottes«
dargestellt, was Grund genug für uns sein muß, uns die
Argumentation dieser Ärzte und Heilpraktiker näher anzusehen.
Die Behauptung, Homöopathie sei ein Werkzeug Gottes, wird
häufig damit begründet, daß Homöopathen sich im allgemeinen
viel Zeit für ihre Patienten nehmen und anhand einer sehr
ausführlichen Anamnese (Aufnahme der Krankengeschichte)
auch die Persönlichkeit des Patienten besser kennenlernen.
Dies wiederum, so heißt es, ermögliche ihnen dann eventuell
auch einen geistlichen Zugang zu dem Menschen. Man könne
ihn mit dem Evangelium konfrontieren und so durch die
Homöopathie Menschen zum Herrn führen. Mein Einwand: Sich
Zeit zu nehmen für den Patienten und eine genaue Anamnese zu
erstellen, sind zweifellos sehr positive Aspekte der
Patientenbetreuung, aber sie haben nichts damit zu tun, welche
Arzneimittel der Arzt dann, als Folge seiner umfangreichen
Erhebungen, einsetzt. Wenn ein Homöopath auf diesem Weg
einen Menschen zum Herrn führen konnte, so sicher deshalb,
weil er sich Zeit für das persönliche Gespräch nahm, aber nicht
deshalb, weil er ihn mit homöopathischen Mitteln behandelte.
Wenn schon, so ist die ausführliche Anamnese ein »Werkzeug
Gottes«, geeignet als Anknüpfungspunkt zur persönlichen
Evangelisation, nicht aber die Homöopathie selbst.

Eine noch wesentlich weitergehende geistliche Deutung der


Homöopathie als »von Gott kommend« versuchte G. Risch in
seiner Arbeit »Homöopathie - eine christliche Heilweise«. Wir
werden hier sehen, daß es nun gar nicht mehr in erster Linie um
die Frage geht, ob potenzierte Heilmittel wirken können oder
nicht, sondern um die Darstellung der Heilsbotschaft im Licht
homöopathischer Denkweise, die ich, das sei schon hier
bemerkt, als einen zentralen Angriff auf das Evangelium unseres
Herrn Jesu werte. Ich möchte die Aufmerksamkeit des Lesers
besonders darauf lenken, wie sehr hier versucht wird, Gottes
Heilshandeln an uns Menschen einer von Samuel Hahnemann
erfundenen und, meiner Ansicht nach, in Finsternis geborenen
Weltanschauung zu unterwerfen.

»Jeder Christ wird nämlich, wenn er sich hinreichend sowohl mit


der Bibel als auch mit der Homöotherapie beschäftigt, eine
gewisse innere Verwandtschaft zwischen beiden feststellen. Und
er wird darum - wenn er im Namen Jesu vor Menschen hintreten
soll und ihnen neben der Botschaft von Ihm, dem sanftmütigen
König und dem Hirten, der dem einzelnen Menschen nachging,
auch körperliche Hilfe zuteil werden lasse möchte dankbar sein
für eine Heilmethode, die sanft und auf den Menschen
individuell zugeschnitten ist... . Sie ist aber in keiner Weise eine
unseriöse Therapie, sondern richtet sich nach ganz strengen
Regeln der Natur, deren Entdeckung das Verdienst Samuel
Hahnemanns ist«.

Von Anfang an schärft Risch hier dem Leser ein, daß »jeder
Christ«, wenn er sich nur ausreichend damit beschäftigt, diese
»innere Verwandtschaft« zwischen Homöopathie und
Evangelium erkennen wird. Der »sanftmütige König«, neben der
sanften Medizin, das klingt wirklich einleuchtend, besonders
wenn dazu noch betont wird, daß es eine seriöse Therapie ist,
die »nach ganz strengen Regeln der Natur« ausgerichtet ist und
noch dazu von Christen ausgeübt wird. Man zeihe mich hier
nicht des Polemisierens, denn ich halte es für äußerst wichtig,
auf diese offensichtlichen Verirrungen hinzuweisen. Es gibt
keine »strengen Regeln der Natur«, auf denen die Homöopathie
beruht, diese Aussage ist ganz einfach falsch. Nicht
vertrauenswürdig ist es aber in der Tat, Schriftworte
rücksichtslos für seine Zwecke zu mißbrauchen. Ich möchte
dazu dem »sanftmütigen König« (Mt. 21, 5) den König aus Offb.
19, 15.16 gegenüberstellen: Und aus seinem Mund geht ein
scharfes Schwert hervor, damit er mit ihm die Völker schlage;
und er wird sie weiden mit eisernem Stab, und er tritt die Kelter
des Weines des Grimmes des Zornes Gottes, des Allmächtigen.
Und er trägt auf seinem Gewand und an seiner Hüfte einen
Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.«
Hätten bei dieser Art der Schriftauslegung nicht die Allopathen
auch das Recht, sich auf solche Bibelworte zu beziehen? Ich
glaube, wir sollten uns sehr davor hüten, der Schrift auf diese
Weise Gewalt anzutun.

Worauf G. Risch mit seiner homöopathischen Therapie zielt,


möchte ich anhand einiger Zitate darstellen:

»Der Arzt hat das ,Similimum' zu suchen und zu finden wie sich
die Homöopathen ausdrücken. Und dabei sollen vor allen
Dingen die Geistes- und Gemütssymptome berücksichtigt
werden, die ein Patient hervorbringt. Eine Krankheit kann
nämlich auch den seelischen und geistigen Normalzustand
eines Menschen verändern, und ebenso kann ein
homöopathisches Mittel, das an gesunden Menschen geprüft
wird, solche Veränderungen hervorrufen. Und gerade die
Veränderungen in diesem Bereich sind für den Homöopathen
das Wichtigste. An diesen Geistes und Gemütssymptomen gibt
der erkrankte Mensch sozusagen Einblick in sein Zentrum, und
wenn man mit der Arznei da hineintreffen kann, dann hat man
ins Schwarze getroffen«

»Hahnemann, der sicher ein eigenwilliger, aber klarer Denker


und Beobachter war, und der seine Entdeckung, die
Homöopathie, selber als eine Gabe Gottes bezeichnete, hat
natürlich auch eine ’Theorie’ über seine Heilweise aufgestellt. ...
Er schloß daraus, daß nur derjenige Mensch erkrankt, der schon
vorher in seinem Lebenszentrum, in seiner ’Lebenskraft’ gestört
war. Man mußte daher nicht die Erreger bekämpfen, sondern die
gestörte Lebenskraft mit Hilfe seiner ’geistartigen Arznei’ wieder
in Ordnung bringen ... Nicht die äußeren Symptome sind für ihn
die eigentliche Krankheit, sondern diese sind nur Folge und
äußerer Ausdruck einer inneren Störung im Zentrum des
Menschen, die man mit Hiffe des ’Similimum’ wieder ins
Gleichgewicht bringen kann. . .. Erst wenn die homöopathische
Arznei das Zentrum wieder ins Gleichgewicht gebracht hat, kann
die Gesundung eintreten«.

Das Ziel homöopathischer Therapie ist es demnach also, das


gestörte Zentrum des Menschen wieder ins Gleichgewicht zu
bringen. Die Ursache dieser Störung ist, nach Risch, die Sünde:

»Die ,Krankheit zum Tode’, um deren Heilung es in der ganzen


Bibel geht, wird dort durchgehend als ‚’Sünde’ bezeichnet. Und
schon auf den ersten Seiten der Bibel wird die Sünde so
definiert, wie Dr. Samuel Hahnemann die natürliche Krankheit
begreift: Als Fehlfunktion des Zentrums des Menschen«.

Wenn man also diese Fehlfunktion des Zentrums mittels


Homöopathie beseitigen kann, hat man ins Schwarze getroffen.
Ist das nicht ein »anderes Evangelium« (vgl. Gal. 1, 6 8), das uns
gepredigt wird, um mit etwas anderem als allein mit dem Wort
Gottes das Zentrum des Menschen zu treffen? Soll hier nicht
durch etwas anderes als allein durch Umkehr und Glaube des
Sünders das gestörte Zentrum wieder ins Gleichgewicht
gebracht werden? Dieses Bild des »anderen Evangeliums« wird
noch unterstrichen, wenn man Rischs Ausführungen über
Gottes Heilshandeln in der Bibel in Beziehung zur Homöopathie
betrachtet:

»Und nun berichtet die Bibel nichts anderes als die


Bemühungen Gottes, diese Krankheit seiner Menschheit zu
heilen . ... Es ist auffällig, daß Gott dabei zunächst hauptsächlich
»allopathisch« handelt. Er setzt Gegensätze zur Sünde ein:
Seinen Zorn und das Gesetz ... Nur kommt es dadurch in keiner
Weise zu einer Heilung,... Oder da wurden Gesetze und Gebote
gegeben, mit deren Hilfe Sünde verhindert oder bestraft werden
sollte. Immer war es dasselbe: Gegen die Sünde - oder richtiger
gesagt: gegen die äußerlichen Folgen der inneren Störung
’Sünde’ - setzte Gott seinen Zorn oder drastisches Gesetz ein.
Contraria contrariis! Nur an einer Stelle im Alten Testament - so
weit ich weiß - gibt Gott ’homöopathische Anweisungen’ zur
Heilung eines Schadens: Während der Wüsterwanderung wurde
das Volk von giftigen Schlangen überfallen, und viele wurden
durch deren Biß getötet. In der Not wandte sich Mose an Gott
und bekam die eigenartige Anweisung, eine Schlange aus
Bronze zu fertigen und sichtbar aufzuhängen. Jeder von den
Giftschlangen Gebissene, der diese Bronzeschlange ansah,
sollte geheilt werden. Und so geschah es. Hier haben wir es
ohne Zweifel mit einem echten homöopathischen Gedanken zu
tun«.

Aber auch damit ist es noch nicht genug; nun wird noch »Gottes
wahrhaft homöopathisches Handeln« an den Menschen in
Christus ausgebreitet. Er, der Schuldlose mußte dem Sünder
ähnlich werden, mußte zum Fluch werden, damit die Verfluchten
geheilt werden können. Dies, so meint Risch, wäre Gottes
Ähnlichkeitsprinzip. Aber auch die homöpathische Verdünnung
meint er in Christus gefunden zu haben:

»Und gleichzeitig wird betont, daß er in »menschlicher Gestalt«,


als »Knecht«, also klein, arm und schwach und nicht in seiner
herrlichen, himmlischen, mächtigen Gestalt gekommen ist. Da
hätten wir die Dosierung! ... Bei der göttlichen Homöotherapie
gehören Ähnlichkeitsregeln und Dosierung unlöslich und
ursächlich zusammen«.

Ich denke, hier muß einiges richtiggestellt werden: Die


Behauptung, Gott habe im Alten Testament »allopathisch«
gehandelt und Gegensätze, nämlich seinen Zorn und sein
Gesetz, als Heilmittel gegen die Sünde seiner Menschheit
einzusetzen versucht, und zwar ohne Erfolg, ist nicht nur falsch,
sie ist auch durchaus blasphemisch. Gott hat niemals seinen
Zorn oder das Gesetz als Heilmittel gegen die Sünde verwendet.
Gottes Zorn entbrannte im Alten Testament gegen die Sünde,
genauso wie er heute gegen die Sünde entbrennt und letztlich
zum Gericht führen wird. Durch das Gesetz wird unsere Sünde
offenbar! Römer 3,20. Blasphemisch finde ich die Behauptung:
Nicht mehr der Mensch ist der Versager, der in seiner
Sündhaftigkeit gescheitert ist, sondern Gott ist angeblich
gescheitert an seinem Versuch, die Menschheit allopathisch zu
heilen. Hätte Gott tatsächlich die homöopathische Idee in sein
Schöpfungswerk integriert, müßte man Samuel Hahnemann
wirklich für diese »Wiederentdeckung« dankbar sein. Warum
sich Gott dabei aber eines Menschen bedient haben sollte, der
sich tief in einer Geisteswelt verstrickt hat, die Gott ein Greuel
ist, das wird jedem Christen unverständlich bleiben. »Welche
Gemeinschaft hat Licht mit Finsternis?« (2. Kor. 6,14), so kann
man hier mit Paulus nur fragen. Ich fürchte, daß wir, sofern wir
solchen Lehren nachgehen, unter das Wort des Paulus an
Timotheus fallen: »Denn es wird eine Zeit sein, da sie die
gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen
Lüsten sich Lehrer anhäufen werden, und sie werden sich zu
den Fabeln hinwenden« (2. Tim. 4, 3.4). Um so mehr sollten wir
uns da die Worte zu Herzen nehmen: »Du aber sei nüchtern in
allem!« (2. Tim. 4, 5). Nüchternheit - das ist es, was hier not tut.

Wir sollten uns anrühren lassen von den Worten, die Gott durch
Mose geredet hat: »Und du sollst gedenken, daß du ein Knecht
gewesen bist im Lande Ägypten, und daß Jahwe, dein Gott dich
erlöst hat« (5. Mo.15,15) - vielleicht würde uns das helfen,
weniger neidisch nach den »Fleischtöpfen Ägyptens« zu
blicken; denn gerade dieses Liebäugeln mit den Strömungen
unserer Zeit ist es, was das Zeugnis der Gemeinde bedroht. Je
mehr die Gemeinde sich dafür öffnet, am »Kuchen« der Welt
mitzunaschen, desto mehr wird sie den brennenden Hunger und
das Verlangen nach der »wahren Speise« verlieren und ihrem
ganzen Wesen nach »lau« (Offb. 3, 16) werden. Unter »Kuchen
der Welt« verstehe ich all jene Strömungen (Biowelle, Alternativ ,
Grün , Friedensbewegung u. a. m.) die der »Fürst dieser Welt«
den Menschen anbietet, um sie von ihrer eigentlichen Not, ihrer
unversöhnten Beziehung zu Gott, abzulenken. Wir dürfen uns
nicht davon blenden lassen, daß das Anliegen solcher
Bewegungen bisweilen an sich gut sein mag. Letztlich sind alle
Bemühungen des Menschen, diese Welt noch zu retten oder zu
verbessern, ohne Gott und ohne die Beugung unter das Kreuz
Christi vergeblich.

In diesem Zusammenhang müssen wir auch die Homöopathie


sehen. Sie erlebt jetzt ihre größte Renaissance auf dem Boden
einer allgemeinen »zurück zur Natur« Bewegung. Leider wird
diese Bewegung (wegen ihres positiven Scheins) auch von
vielen Christen als eine allgemeine »zurück zu Gott« Bewegung
mißverstanden. Ich möchte es noch einmal betonen: Sie ist
genau das Gegenteil, nämlich das Angebot des Satans an die
Menschen, nicht die wahre Ursache ihres Dilemmas erkennen zu
müssen, sondern in dem »Gott Natur«, »Gott Gesundheit«, »Gott
Friede« etc. Befriedigung zu finden. Wenn wir dieses Trugspiel
des »Engels des Lichts« und seiner »Diener der Gerechtigkeit«
(2. Kor 11, 14.15) durchschauen und richtig zu deuten wissen,
sollte es keine Frage mehr sein, ob wir uns von diesen Dingen
distanzieren sollen oder nicht. Wie traurig muß er sein, wenn wir
um unserer leiblichen Gesundheit willen Wege beschreiten, die
ihm nicht gefallen, und auf denen uns letztlich auch der Blick
getrübt wird, Reines von Unreinem und Heiliges von Unheiligem
zu unterscheiden.

Wie wir aus Gottes Anweisungen an sein Volk Israel erkennen


können, möchte er keine Vermischung und Verschwägerung
seines Volkes mit den anderen Völkern. Das bedeutet für uns,
daß wir uns auch von allen Strömungen der »Welt« und von aller
»Verschwägerung« mit einer fragwürdigen (okkulten)
Geisteshaltung klar distanzieren sollen. Ich denke, daß wir diese
Warnung Gottes ernst nehmen sollten.
Damit möchte ich diese Betrachtung über die Homöopathie
abschließen. Ich habe die herzliche Bitte an den Leser, diese
Dinge doch vor dem Herrn zu prüfen. Wir wollen aufschauen zu
unserem Herrn Jesus Christus, dem Anfänger und Vollender
unseres Glaubens, und in Demut bedenken, wieviel es ihn
gekostet hat, uns zu erlösen, uns aus der Finsternis zu einem
wunderbaren Licht zu berufen (1. Petr. 2,9), Da wollen wir auch
Abstand nehmen von allem, was in diesem Lichte Gottes nicht
bestehen kann.

Herwig Kunze, Wien