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M AT T H Ä U S A R B E I T

Ein bisschen Hexerei mit einer kleinen Prise Christentum,


ein wenig Buddhismus und ein Hauch jüdischer
Mystizismus – alles angeblich kein Problem. Oder doch …?
F O T O : C L A U D I A D E WA L D

Vom Glauben
reden Und man kann es doch lernen

Man müsste und man sollte – ja! Aber den konnte. Die 31-jährige Sozialpädagogin ist fenen Haltung durch den Alltag geht. Danie-
mal ehrlich: Wie vielen von uns fällt es Teilnehmerin der jetzigen Staffel von „Berufung la hat das schon mehr als einmal erlebt. „Ich
leicht, mit anderen über den Glauben konkret“. Vom Seminar war sie mit der Aufgabe war mal an der Elbe joggen“, erzählt sie, „und
nach Hause gekommen, das Gelernte zu prak- mir ging noch das Gehörte aus dem Seminar
zu reden? Natürlich soll es sein, nicht
tizieren. Zu ihrer Nachbarin hat sie einen gu- durch den Kopf. „Vom Glauben erzählen... Das
aufdringlich und dennoch klar. Wie ten Draht; Daniela ging geradewegs auf die Auf- wäre toll, aber ich brauche einen konkreten
also das Ganze angehen? „Üben“, gabe zu, indem sie die Nachbarin bat, sie bei Anlass, sagte ich Gott!“ Während des Laufens
fand das Team von „Berufung Kon- der Hausaufgabe zu unterstützen. „Es gibt ein fiel ihr ein Mann auf, der am Elbufer im Re-
kret“ und entschied, dieses Thema Heftchen, in dem der Glaube erklärt wird – Gott gen hockte. „Ich rannte ein paar Mal an ihm
breiter als bisher in den Lehrplan der persönlich kennen lernen. Darf ich Dir das mal vorbei. Es war mir irgendwie nicht geheuer.
erklären?“ Sie durfte, und Daniela findet, dass Ich wollte auf keinen Fall zu ihm gehen, weil
9-monatigen Jüngerschaftsschule auf-
es ein sehr schönes Gespräch war, auch wenn ich Angst hatte. Dann habe ich gebetet, und auf
zunehmen. Gesagt, getan…, und die sich die Nachbarin nicht auf der Stelle für Gott einmal war es, als würden meine Beine mich
Erfahrungen sind erfreulich! entschieden hat. Immerhin: Sie kennt nun den wie von allein zu ihm tragen. Ich war ganz ru-
Weg zu Gott! hig und hatte keine Angst mehr.“ Sie kam mit
Daniela Kerkau z.B. war überrascht, wie offen Mit Menschen ins Gespräch kommen kann ihm ins Gespräch und durfte für den Mann be-
sie mit ihrer Nachbarin über den Glauben re- man an vielen Orten, sofern man mit einer of- ten. Erst danach sieht sie, dass er schon ange-

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fangen hatte, sich die Pulsadern aufzuschneiden. „Er blutete, und
ich sagte ihm, er brauche einen Arzt. Aber in dem Moment ka-
men schon Polizisten. Irgendwelche Passanten hatten sie wohl
gerufen.“ Auch wenn sie nicht weiß, wie es mit dem Mann wei-
terging, war es doch eine Chance für ihn, von Gott zu hören. So
schockierend das Erlebnis war, Daniela ist froh, dass sie für den
Mann beten konnte und hofft, dass Gott eine gute Zukunft für
ihn hat. Herzliche Einladung zu
Jan Köber bot sich eine Gelegenheit ganz anderer Art auf einem Urlaub mit der Bibel:
einem Dresdener Weihnachtsmarkt: Er fasst sich ein Herz und
- günstige Angebote für Familien, Allein-
spricht eine Standverkäuferin an. Die meint, er hätte mit ihr die reisende, Ehepaare, Kinder, Senioren usw.
skeptischste Person hier in Glaubensfragen erwischt. Wie sich - Freizeitheime für christliche Gruppen
herausstellt, sind es tiefe alte Wunden, die sie zu dieser Haltung
Freizeitprospekt:
bringen: Als Jugendliche hatte www.christliche-freizeiten.de
sie ihre Mutter zur Weihnachts- oder bei: Württ. Brüderbund e.V.
zeit verloren. Der Schock zieht Beutelsbacher Str. 16 · D-71384 Weinstadt
Tel. 00 49 (71 51) 60 30 34 · Fax: -609768
sich durch ihr weiteres Leben. E-Mail: info@wbb-online.de
Jan wiederum kann nun bezeu-
gen, welch tragende Rolle der www.christliche-freizeiten.de
Glaube an Gott im Leben sei- www.kurzbibelschule.de
nes besten Freundes und des-
sen Frau spielte. Der junge Va-
ter von zwei Kindern war vor gut
zwei Wochen im Frieden gestor-
ben, seine Frau und er hatten An die Hecken und Zäune:
Gott als tragende Kraft erlebt, Teilnehmer des Kurses „Berufung
die sie durch die traumatische konkret“ üben, mit Menschen )*&'+,-'(./
Zeit hindurch trug und seine über den Glauben ins Gespräch )01%(2. ! "#$"%"
zu kommen. &'()#*+,-'./+)0/).11-2)3.'(-+0-4,-25
Frau bis heute trägt. 3$45(2./
In privaten Treffen zu Hause, 6#25(-. !"#$%&%'()&*#+, -".%&/'%"$%"0%#
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in Kneipen und Fußgängerzonen, „Wichtig ist, dass wir es trotz 8#44(-./
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Bedenken wagen. Nur so lässt sich entdecken: es geht! Und Üben 9(41%(-"( 1'4*%#B, EF##%'B *#9 5%#")'%#/'%"$%"0%#
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hilft. So werden wir sicherer und im Gespräch natürlicher“, sagt 5="%&=&F0$%, 1*J.4&&=&40$, 54#9IF'6%&"%+%,
Friedemann Schwinger, der Leiter des Seminars. !"# $%&!'( %.%#% :4#9%'I%+%, @4'H 6"0 K*(%.F#H%#
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Im Magazin STERN konnte man im November 2009* lesen, <(*-41%#;(-/&$%-5/4*1%= 6728-(-20)/29):(-40-4,+,*,,-
dass sich immer mehr Menschen ihren Glauben aus den un- 6#5#&$>(/>2#5*4!/?@ABCDE@DDF?
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sammenbasteln. Ein bisschen Hexerei mit einer kleinen Prise -=?.415)'7'->(-,-Q,=72142-J9-
Christentum, ein wenig Buddhismus und ein Hauch jüdischer
Mystizismus – alles angeblich kein Problem. Der Matthäusarbeit,
einem Arbeitsbereich von Campus für Christus, ist es wichtig,
endlich die Botschaft der Bibel unter die Leute bringen!
Vom Glauben reden! Ja, man müsste und man sollte! Es tut
IMPULSE
so Not! Und wie sich herausstellt, kann man es auch tatsächlich
tun! Die Teilnehmer des Seminars „Berufung konkret“ haben es
im Internet
gewagt! Judith Westhoff alle Artikel unter
Infos über „Berufung konkret“ (Inhalte, Ablauf, nächster
www.Campus-D.de/impulse
Start) erhalten Sie bei Campus für Christus Dresden:
Tel. 0351-84 00 658, E-Mail: Dresden@Campus-D.de
www.matthaeusarbeit.de
*NR. 49, 26.11.09, „SELIG OHNE GOTT“

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