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Geschichte vom verlorenen Sohn, der ja

Was bewirkt der zunächst beim Vater ist und ihn dann ver-
lässt (Lukasevangelium 15). Die Bibel sagt,
dass der Heilige Geist uns nicht daran hin-
Heilige Geist? dert, sondern traurig und in seiner Wirkung
gedämpft wird (Epheserbrief 4, 30; 1. Thes-
salonicherbrief 5, 19). Es kann zu einem
richtigen Konflikt in uns kommen: „Der Hang
zum Sündigen streitet gegen den Heiligen
1. Die Frucht des Geist. Beide kämpfen gegeneinander, so
Heiligen Geistes dass ihr nicht tut, was ihr wollt” (Galaterbrief
5, 17).
Jesus führt in die Freiheit
Die Kraft Gottes nutzen
Wenn Gott als Heiliger
Geist in uns kommt, Das muss aber nicht so sein. Wenn wir wol-
beginnt ein neues Leben. len, steht uns Gottes Kraft voll zur
Bei manchen Menschen Verfügung: „Lasst euer Leben vom Heiligen
geschieht das in einem ein- Geist bestimmen. Wenn er euch führt, wer-
zigen Augenblick, an den sie sich zeitlebens det ihr allen selbstsüchtigen Wünschen und
erinnern können. Manchmal sind sogar kör- Verlockungen widerstehen können” (Galater-
perliche Erfahrungen der Kraft und Liebe brief 5, 16).
Gottes damit verbunden wie zum Beispiel ein
warmer Strom, der durch den Körper geht, Wir müssen die Hilfe des Heiligen Geistes
oder ein Zittern, das über einen kommt. jedoch in Anspruch nehmen, und zwar
Andere wachsen langsam und fast unmerk- immer wieder neu.
lich in das neue Leben hinein. Manche brau-
chen mehrere Anläufe. Sie können keinen Wenn wir das tun, werden wir unter anderem
konkreten Start für ihr Christsein nennen. zwei Wirkungen des Heiligen Geistes erfah-
Das macht nichts. Wichtig ist nicht, wie wir ren. Die eine nennt Paulus die Frucht, die
Gottes Kinder geworden sind, sondern dass andere die Gaben des Geistes. Von der
wir es sind. Frucht spricht er im Galaterbrief 5, 22: „Die
Frucht des Geistes ist Liebe und Freude,
Warum gibt es solche Differenzen? Ist die Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte
Macht Gottes zu schwach, um uns sofort ein und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherr-
für allemal zu verwandeln? Warum wirkt sich schung.”
sein Einfluss so unterschiedlich aus? Der
Grund liegt darin, dass Gott nicht aufhört, Frucht ist in der Regel etwas, was Zeit zum
unser liebender Freund zu sein. Das aber Reifen braucht. Gott hat diese Zeit. Er ist
schließt jeden Zwang aus. Er will uns ja nicht geduldig. Wir dürfen deshalb auch mit uns
zu ferngesteuerten Robotern machen, die selbst geduldig sein. Wir sind noch in der
automatisch Gutes tun. Er möchte uns in die Welt und nicht vollkommen. Wir machen
Freiheit führen und dabei unterstützen, dass immer wieder Fehler, die uns dann leid tun.
wir aus innerer Überzeugung seinem Vorbild Aufs Ganze gesehen aber kann und soll es
folgen. Christen sind freie Menschen. Jesus mit uns vorangehen. Die Eigenschaften, die
sagt: „Wer sündigt, ist ein Sklave der Sünde. Paulus hier nennt, sollen an uns sichtbar
Wen ich aber befreie, der ist wirklich frei” werden. Nicht aus Leistungsdruck, sondern
(Johannesevangelium 8, 34 und 36). aus innerer Überzeugung. Ein Baum presst
ja auch nicht mit großer Mühe Früchte aus
Keine Freiheit ohne Risiko seinen Zweigen. Er steht einfach da und
lässt sich von oben bescheinen und begie-
Und weil wir wirklich frei sind, können wir ßen. Die Frucht des Geistes wächst, wenn
auch wieder in die Sünde zurückmarschieren wir dem Heiligen Geist in uns und unserem
und sogar erneut in Abhängigkeit von ihr Leben Raum geben. Diese Frucht besteht
geraten. Das zeigt Jesus sehr deutlich in der
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aus guten Charaktereigenschaften, und zwar oder auch eine Weisung (Beispiele finden
genau denen, die Jesus hat. sich in Apostelgeschichte 5, 1-11; 11, 28;
1. Korintherbrief 14, 24). Andere Wortgaben
Natürlich ist Paulus’ Liste nicht vollständig. sind Ermutigung und Trost, Lehre (das heißt
Aber sie vermittelt eine gute Übersicht. Lies pädagogische Begabung), Erkenntnis (ver-
sie einmal einige Tage nacheinander regel- borgener Tatsachen oder biblischer Zusam-
mäßig durch und sprich mit Gott darüber. menhänge), Weisheit (gute Ideen für anste-
Setz dich in seine Sonne! hende Probleme), Unterscheidung (göttlicher
und widergöttlicher Kräfte), Evangelisation
2. Die Gaben des Heiligen Geis- zu Hause und Mission im Ausland. Gaben
der Tat sind praktische Fähigkeiten (zum
tes Beispiel Essen verteilen in Apostelge-
schichte 6, 1-3; Stricken in Apostelge-
Ein Korb voll Geschenke schichte 9, 39), soziale Dienste, Heilung,
und Wunder (erstaunliche Gebetserhörun-
Nicht nur unseren Charakter verändert der gen wie zum Beispiel in Apostelgeschichte
Heilige Geist, sondern auch unsere Fähigkei- 16, 26). Eine besondere Gabe des Gebets
ten. Er rüstet uns mit Gaben aus. Auf Grie- ist die Fähigkeit, eine oder mehrere fremde
chisch heißen sie Charismen (beziehungs- Sprachen spontan sprechen zu können. Es
weise in der Einzahl Charisma), das heißt kann sich dabei um konkrete Fremdspra-
wörtlich: Geschenke! In unserem deutschen chen handeln (so in Apostelgeschichte 2)
Wort „Gaben” ist der doppelte Sinn von oder um eine unbekannte Sprache, die der
Geschenk und Begabung gut wiedergege- Heilige Geist schenkt (vergleiche 1. Korin-
ben. therbrief 13, 1). Diese Gabe trat neben Pro-
phetie bei den ersten Christen häufig auf
Die Gaben haben einen dreifachen Nutzen: (Apostelgeschichte 2, 4; 10, 46; 19, 6). Auch
Erstens können wir damit anderen Christen Paulus hatte sie (1. Korintherbrief 14, 18). Zu
helfen und darüber hinaus der Welt in Wort dieser Gabe gehört eine weitere, nämlich die
und Tat Gottes Liebe weitergeben. Die Fähigkeit, das Sprachengebet für die
Gaben sind Werkzeuge, um Menschen zu Gemeinde zu übersetzen (1. Korintherbrief
helfen. Zweitens dienen manche Gaben 14, 13).
auch uns selbst, insbesondere in unserer
Beziehung zu Gott. Und drittens dienen die Die Gaben entfalten sich nur zusammen
Gaben dazu, Gott Freude zu machen. mit der Frucht
Welche Gaben gibt es? Die Antwort lautet: Aus dem „normalen” Leben sind wir es
unendlich viele. In der Bibel haben wir vier gewöhnt, dass besondere Gaben sofort ein
Listen (1. Korintherbrief 12, 8-10; 28-30; Mittel der Selbstdarstellung, Objekte des
Römerbrief 12, 6-8; Epheserbrief 4, 11), die Stolzes und des Neides und womöglich noch
aber alle voneinander abweichen und auf finanzielle Einnahmequellen werden. Das
jeden Fall unvollständig sind. Ganz grund- aber widerspricht völlig der Grundhaltung
sätzlich kann man drei Arten von Gaben des Heiligen Geistes. Deshalb kann er seine
unterscheiden: Gaben des Wortes, Gaben Gaben oft nicht im vollen Umfang schenken.
der Tat und Gaben des Gebets. Wir wären charakterlich damit überfordert.
Tatsächlich wird schon in der Bibel vom
Was es da alles gibt Missbrauch der Gaben berichtet (zum Bei-
spiel im 1. Korintherbrief 14). Die Gaben ver-
Eine Gabe des Wortes ist zum Beispiel die lieren oder verkehren sogar ihre Wirkung,
Prophetie oder Weissagung. Hier gibt Gott wenn wir nicht zugleich die Frucht des Geis-
einem Menschen Gedanken ein, die dieser tes in unserem Leben kultivieren. Paulus
anderen weitersagen soll. Das muss nicht macht deutlich: Ohne Liebe sind die besten
unbedingt die Zukunft betreffen, woran wir Gaben sinnlos (1. Korintherbrief 13, 1-3).
vielleicht zunächst denken. Es kann auch Wenn wir sie jedoch in Demut und Liebe
etwas Verborgenes aus der Vergangenheit anwenden, erzielen sie unglaubliche
oder Gegenwart sein, das aufgedeckt wird,
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Wirkungen. Das war bei den ersten Christen bereits klar, um was es geht. Man kann es
so, die innerhalb weniger Jahre trotz Verfol- so zusammenfassen: Weihe dem Herrn dein
gung im ganzen römischen Reich ungezählte Denken, dein Handeln und dein Reden. Im
Menschen zum Glauben führen konnten. Einzelnen heißt das folgendes.
Über manches erstaunliche Ereignis, das
sich dabei zutrug, berichtet die Apostelge- Denken
schichte.
Erstens: Verstehe, was der Wille des Herrn
Nach Gaben streben ist! Denke über dein Leben nach, und höre
auf Gott. Sei auf Empfang eingestellt! Lass
Wie bekommen wir Geistesgaben? Es gibt Predigten, tägliche Erfahrungen, Bibelarbei-
einige Möglichkeiten: Oft erhält man sie, ten und Gespräche mit Christen nicht gleich-
wenn man Christ wird und zum ersten Mal gültig über dich ergehen. Rechne immer und
den Heiligen Geist erlebt. Manchmal knüpft überall damit, dass Gott dir etwas zeigen will,
Gott dabei auch an Fähigkeiten an, die wir auch außerhalb christlicher Veranstaltungen.
schon als Nichtchristen hatten (so ganz „Alles, was wahr ist, was ehrbar, gerecht,
deutlich bei Paulus). Oft werden Gaben auch rein und liebenswert ist, was gut klingt, zum
später gegeben, zum Beispiel wenn Leute Beispiel eine Tugend oder ein Lob” - denk
eine neue Aufgabe in der Gemeinde über- darüber nach (Philipperbrief 4, 8). Nimm dir
nehmen (2. Timotheusbrief 1, 6). Häufig Zeit, die Bibel zu lesen. Mach dir Gedanken
geschieht das in Verbindung mit Gebet über dein Leben und dein Verhalten.
(2. Timotheusbrief 1, 6 und 1. Korinther- Beobachte, was um dich herum geschieht,
brief 14, 13). In der letztgenannten Stelle achte auf die Menschen, mit denen du
wird auch deutlich, dass Gaben brach liegen zusammenkommst, nimm die Welt wahr. Sei
und verkümmern können, dass es aber auch offen für Gottes Ideen und Aufträge. Rechne
möglich ist, sie neu zu erwecken und zu för- mit kleinen Hinweisen. Überlege und verste-
dern. Gott will, dass wir unsere Gaben gut he, was Gott dir zeigen will. Versuche dabei
einsetzen (Matthäusevangelium 25, 24ff) nicht, alles auf einmal zu begreifen oder
und danach streben, sie auszubauen und Probleme zu lösen, die dich im Moment nicht
neue dazu gewinnen (1. Korintherbrief 12, betreffen. Beschäftige dich mit dem, was
31; 14, 1). Das Beste, was wir in dieser Gott dir jetzt gerade deutlich macht.
Sache tun können, ist, uns dem Heiligen
Geist zu öffnen und von ihm beschenken zu Handeln
lassen.
Und tu es! Das ist der zweite Punkt: Weihe
3. Die Erfüllung mit dem Heiligen Gott dein Handeln. Hör auf mit dem, was
Gott nicht will, und was dein Leben stört und
Geist zerstört. Sünde verdrängt Gott. Sie dämpft
und betrübt den Heiligen Geist (1. Thessalo-
Im Epheserbrief 5, 18 fordert uns Paulus auf, nicherbrief 5, 19; Epheserbrief 4, 30). Fang
uns vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen. an zu tun, wovon du den Eindruck hast, dass
Wie soll man das machen? Was kann man es Gottes Wille für dich ist. Dabei kannst du
dafür tun? Wovon hängt es ab, wie viel dich irren. Das macht nichts. Du musst nicht
Raum der Heilige Geist in uns hat? Hören mehr tun, als du erkennst. Aber du solltest
wir auf den engeren Textzusammenhang: versuchen, möglichst viel zu erkennen und
„Seid nicht unweise, sondern versteht, was umzusetzen. Beginne mit dem, was dir jetzt
der Wille des Herrn ist. Betrinkt euch nicht schon klar ist. Benutze das, was dir noch
mit Wein, was euer Leben zerstört, son- unklar ist, nicht als Vorwand, gar nichts in
dern werdet voll Geistes, indem ihr mitei- Angriff zu nehmen. Der Heilige Geist erwar-
nander Psalmen, Loblieder und geistliche tet, dass du bereit bist anzupacken, was er
Lieder singt, ja, indem ihr dem Herrn von dir heute aufs Herz legt. Auch Jesus spricht
Herzen singt und musiziert” (Epheserbrief 5, in Johannes 14, 23 von der Notwendigkeit
17-19). des Gehorsams: „Wer mich liebt, der wird
Der Brief enthält noch mehr Anweisungen.
mein Wort halten; und mein Vater wird ihn
Aus diesem kleinen Ausschnitt wird jedoch
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lieben, und wir werden zu ihm kommen und dem Herrn ein neues Lied!” (Psalm 33, 3; 96,
bei ihm wohnen.” 1; 98, 1; 144, 9; 149, 1; Jesaja 42, 10). Und
fast alle Lieder, die in der Heiligen Schrift
Dabei erwartet der Heilige Geist keine Per- gesungen werden, sind ganz frisch kompo-
fektion. Er weiß, dass wir nicht vollkommen niert und getextet worden (zum Beispiel 2.
sein können, aber er möchte, dass wir der Mose 15, 1; 4. Mose 21, 17; 5. Mose 31, 30;
Heiligung nachjagen (Philipperbrief 3, 12; Richter 5, 1). Es kommt nicht auf die Musika-
Hebräerbrief 12, 14). Wir können den guten lität, sondern auf die Einstellung an!
Kampf aufnehmen, auch wenn wir zwischen-
zeitlich Niederlagen einstecken (Sprüche 24, Das ist also der Weg, sich vom Geist füllen
16; Galaterbrief 6, 1; Jakobusbrief 3, 2; zu lassen: Gott das Denken, Handeln und
1. Johannesbrief 1, 8; 2, 1). Wir haben den Reden weihen.
Sieg in Jesus. Er tut das Entscheidende.
Und dennoch will er uns beteiligen. Er möch- 4. Ganz praktisch
te, dass wir uns voll einsetzen, nicht aus
Angst und Druck, sondern aus Überzeugung Gottes Geist wirkt
und Liebe zu ihm (1. Johannesbrief 4, 18).
Die ersten Christen trafen sich zum gemein-
Reden samen Beten und warteten auf den Heiligen
Geist (Apostelgeschichte 1, 14; 2, 1). Paulus
Und schließlich fordert uns Paulus auf, Gott legte in Ephesus Menschen die Hände auf,
unser Reden zu weihen und ihn auf vielfäl- die daraufhin vom Heiligen Geist erfüllt und
tige Weise zu loben. mit den Gaben der Prophetie und des
Sprachengebets ausgerüstet wurden
Grundsätzlich soll alles, was wir äußern, zum (Apostelgeschichte 19, 6). So geschieht es
Lob Gottes geeignet sein. Dennoch haben auch heute in vielen Gemeinden. Wenn wir
die unmittelbare Anbetung, der Gesang und darum bitten, schenkt Gott uns beim gemein-
das persönliche und gemeinsame Gebet samen Gebet oft erstaunliche Erfahrungen
natürlich eine herausragende Bedeutung. seiner Gegenwart. Der Heilige Geist handelt
Hier schauen wir ganz von uns selbst weg erkennbar an einzelnen Menschen. Zu zweit
und bringen unsere Liebe und Freude über oder in kleinen Gruppen kann man füreinan-
unseren Herrn zum Ausdruck. Im Alten der beten, einander segnen und erleben, wie
Testament heißt es von Gott, dass er über Gott unmittelbar oder durch Geschwister zu
den Lobgesängen Israels thront (Psalm 22, einzelnen spricht, Schuld offenbart, tröstet,
4). Wie viel mehr wird heute gelten, dass der Weisungen und Verheißungen gibt und von
Herr gegenwärtig ist, wenn wir ihn anbeten seelischen und körperlichen Leiden befreit.
(vergleiche Matthäusevangelium 18, 20).
Gottes Versprechen gilt
Lobpreis soll laut Paulus „mit dem Herzen”
geschehen. Hier ist also unsere ganze Per- Natürlich muss das nicht unbedingt passie-
son beteiligt, unser Wille und nicht zuletzt ren. Und nicht jeder Teilnehmer erlebt das
unsere Gefühle. Wenn ein Mann seiner Frau Gleiche. Der Heilige Geist hält sich an kein
sagt, was er für sie empfindet, dann ist das Schema. Jesus sagt, dass der Geist (grie-
kein rein rationaler Vorgang, sondern hat chisch pneuma, das heißt auch „Wind”)
etwas mit Emotionen zu tun, mit Freude, weht, wo er will (Johannesevangelium 3, 8).
Dankbarkeit, Begeisterung und Bewunde- Wenn wir uns ihm öffnen, ihm Raum geben,
rung. Das gilt genauso, wenn wir Gott anbe- und uns nichts bewusst ist, wodurch wir ihn
ten. Lobpreis kann sich nicht im pflichtschul- betrüben und dämpfen, dann dürfen wir fest
digen Vortrag von schablonisierten Texten davon ausgehen, dass er uns ganz erfüllt.
erschöpfen, wie bei einer Ansprache zum Nicht weil wir es spüren, sondern viel besser:
Dienstjubiläum. Echtes Lob kommt aus dem weil Gott es verspricht.
Herzen und sucht sich passende Ausdrucks-
formen. Nicht umsonst lautet deshalb ein Wir können also nicht vorhersagen, dass
häufig wiederholtes Gebot der Bibel: „Singt etwas Bestimmtes geschehen wird, wenn wir

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uns zum ersten Mal oder neu dem Heiligen
Geist öffnen. Es steht aber außer Frage,
dass Gott uns beschenken will. Er möchte
seine Frucht in unserem Leben wachsen las-
sen. Wo sein Geist ist, entstehen Eigen-
schaften, die ein Leben so schön machen,
wie man es sich nur wünschen kann: Liebe,
Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit,
Güte, Vertrauen, Sanftmut und Selbstbeherr-
schung. Und da zeigen sich Begabungen.
Menschen werden reich an guten Eigen-
schaften und Fähigkeiten. Das bewirkt der
Geist Gottes, wenn wir es ihm erlauben.

Wir dürfen bitten

Jesus hat seine Freunde ermutigt, ganz kon-


kret um den Heiligen Geist zu bitten: Er ver-
gleicht den Heiligen Geist mit den guten
Gaben, mit denen ein Vater seine Kinder
versorgt: Wie ein Kind um die Tafel Schoko-
lade bettelt, dürfen wir Gott um seinen Geist
bitten: „Darum sage ich euch: Bittet Gott,
und er wird euch geben. Sucht, und ihr wer-
det finden. Klopft an, dann wird euch die Tür
geöffnet. Denn wer bittet, der wird bekom-
men. Wer sucht, der findet. Und wer
anklopft, dem wird geöffnet. Welcher Vater
würde seinem Sohn eine Schlange geben,
wenn der ihn um einen Fisch bittet, oder
einen Skorpion, wenn er ein Ei haben möch-
te? Wenn schon ihr hartherzigen, sündigen
Menschen euren Kindern Gutes gebt, dann
wird doch der Vater im Himmel erst recht
denen seinen Heiligen Geist geben, die ihn
darum bitten” (Lukasevangelium 11, 9-13)

Wir dürfen Gott um seinen Heiligen Geist bit-


ten. Und mehr noch: Wir sollen uns danach
ausstrecken und uns darum bemühen, dass
Gott uns die Gaben seines Geistes schenkt:
„Bemüht euch um die Gaben, die der Heilige
Geist gibt!” (1. Korintherbrief 14, 1)

Wie kann das praktisch aussehen? Wir kön-


nen im Rahmen eines Gottesdienstes oder
einer Gebetsversammlung um die Erfüllung
mit dem Heiligen Geist beten. Wir können es
auch in einer kleinen Gruppe oder allein in
unserer persönlichen Zeit mit Gott tun. Über-
all ist es möglich, dem Heiligen Geist in uns
und unserem Leben Raum zu geben und mit
ihm Gott selbst zu uns einladen. Warum also
nicht auch hier und jetzt?

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