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Jerusalem und der dritte Amerikanische Evangelikale

Tempel • 19 gegen Druck auf Israel • 22

ISRAEL
NACHRICHTEN AUS

Nr. 10 – Oktober 2009

Die Zukunft
Israels
«Hört das Wort des Herrn, ihr Hei-
denvölker, und verkündigt es auf den
fernen Inseln und sprecht: Der Israel
zerstreut hat, der wird es auch sam-
meln und wird es hüten wie ein Hirte
seine Herde» (Jer 31,10).

Seite 4
BETH-SHALOM
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EDITORIAL 3

Liebe Israelfreunde
Die Zusammensetzung der Regierung Netanjahu ist von
ihrer politischen Ausrichtung her derart extrem, dass Skeptiker ihr
keine lange Lebensdauer zutrauten. Doch trotz Konflikten unter
den Koalitionspartnern aus den unterschiedlichsten politischen
Lagern hält sich dieses Bündnis erstaunlich gut. Eine mögliche Das Entjudungsinstitut in Eisenach. Seite 10
Erklärung dafür liefert ein Artikel mit der Überschrift «Israels
neuer nationaler Konsens» in der englischsprachigen Zeitung Jerusalem Post. Der Autor Barry
Rubin erwähnt in der Einleitung, dass dieser Artikel sein wichtigster in diesem Jahr sein könnte,
weil für Israel eine neue Ära des politischen Denkens begonnen habe. Zum ersten Mal seien
die alten politischen Kategorien wie «Linke und Rechte, Falken und Tauben» in einer neuen,
nationalen Einheitsregierung bedeutungslos geworden. Wie ist es zu dieser erstaunlichen
Entwicklung gekommen?
Zwischen 1948 und 1992 herrschte in Israel eine breite Übereinstimmung darüber,
dass ein Frieden mit den Palästinensern unmöglich ist, zumal die PLO und die meisten
arabischen Staaten die Zerstörung Israels anstrebten (und weiterhin anstreben). Durch das
Oslo-Abkommen entstand später eine tiefe Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern eines
Friedensvertrages. Im Jahr 2000 scheiterten die Verhandlungen in Camp David, weil die ara- Biblische Botschaft
bische Seite die grosszügigen Zugeständnisse Israels ablehnte. Seitdem ist Israel auf der Suche 4 Die Zukunft Israels
nach einem neuen Konzept für einen Frieden mit den Palästinensern, zumal die einseitigen
Angebote von Ariel Scharon, Ehud Olmert und Tzipi Livni nur zu erneuten Forderungen der Jeschua und Israel
palästinensischen Seite geführt haben. 9 Das Neue Testament auf einer
Weiter erwähnt Barry Rubin, dass inzwischen ein neues Konzept für eine Friedenslösung internationalen Konferenz über
entstanden ist. Zwar strebt Israel weiterhin einen Frieden mit den Palästinensern an, aber es Hebräische Sprache
nennt dafür auch konkrete Bedingungen, unter anderem diese fünf Punkte:
– die Anerkennung Israels als jüdischen Staat, Hintergrundinformationen aus Israel
– absolute Klarheit darüber, dass ein Friedensabkommen den Konflikt ein für alle Mal
beendet und keine weiteren Forderungen an Israel gestellt werden, 10 Das Entjudungsinstitut in Eise­
– wirksame Sicherheitsvorkehrungen mit ernst zu nehmenden internationalen Garantien, nach
– ein Palästinenserstaat ohne Armee, jedoch mit einer Sicherheitstruppe für die innere 12 Original-Auschwitz-Baupläne für
Sicherheit und Selbstverteidigung, Netanjahu
–  ein Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge nur nach Palästina, nicht jedoch 14 Die unglaubliche Hinterlassen­
nach Israel. schaft einer Holocaust-Überleben­
Wenn diese Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden erfüllt werden, ist Israel bereit, den
einer Zweistaatenlösung zuzustimmen. 15 Vorsitzender von Yad Vashem ehrt
Der zweite Teil des neuen Konzepts besteht aus der Erkenntnis, dass Probleme wie ein fester seinen Lebensretter
Grenzverlauf und der Status von Jerusalem zwar wichtig sind, aber auch später gelöst werden 18 108 bewegte Lebensjahre
können. Barry Rubin zufolge ist dieser neue Plan nicht aus den Forderungen und dem Druck 19 Jerusalem und der dritte Tempel
seitens der USA entstanden, sondern hat sich aus der gegenwärtigen Situation Israels und aus 21 Beweis für die Existenz der vier
früheren Erfahrungen entwickelt. Falsch sei jedoch die Ansicht, dass das Handeln Israels von Stammmütter gefunden?
Schwäche oder einer falschen Selbstsicherheit bestimmt werde oder etwa von dem Eindruck, 22 Amerikanische Evangelikale ge­
die Zeit arbeite gegen den jüdischen Staat. Der neue nationale Konsens beruhe vielmehr auf gen den Druck der USA auf Israel
der aktuellen strategischen Lage, die sich im Laufe der Jahrzehnte erheblich verbessert habe. 23 Amerikanische UNO-Botschafterin
Das israelische Volk bilde eine starke und zuversichtliche Gesellschaft, die sich mit offenen kritisiert anti-israelische Haltung
Augen den wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen der modernen Zeit stelle. der UNO
Aus diesen Erläuterungen des Journalisten können wir entnehmen, dass alle Umstände 24 Versöhnliche Töne aus Bahrain?
vordergründig für eine Friedensregelung sprechen, wie sie im Wort Gottes vorausgesagt wird. 25 Der zweite Unabhängigkeitstag
Dabei spielt es keine Rolle, welche Regierung in Israel gerade an der Macht ist. des Staates Israel
In Dankbarkeit für das Licht aus dem Wort Gottes, das uns die Zeichen der Zeit verstehen 26 UNO-Kontrollbehörde für Atom­
und uns erkennen lässt, dass die Zeit nahe ist, mit Ihnen verbunden, grüsst Sie mit einem energie unterschlägt wichtige
herzlichen Shalom Erkenntnisse
28 Wie neutral ist Human Rights
Watch?
Ihr Fredi Winkler
28 Israelische Antwort auf eine
Demenz-Frage
30 Palästinensische Häftlinge
erlangen Universitätsabschluss
4 Die Biblische Botschaft
Nachrichten aus Israel • 10/2009

Die Zukunft Israels


«Hört das Wort des Herrn, ihr Heidenvölker, und verkündigt es auf den fernen Inseln und
sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte
seine Herde» (Jer 31,10).

Fredi Winkler

Jeremia 31,10 ist nur eine von vielen wohl kein Israel gegeben. Denn solange 600 000 Juden in Eretz Israel. In jenem
Bibelstellen im Alten Testament, die die Türken an der Macht waren, hätten Jahr lief das britische Mandat ab. Die
davon reden, dass Gott Sein Volk wieder sie es nie zugelassen, dass in Palästina Frage stellte sich, wie es weiter gehen
sammeln wird. Diese Sammlung geht ein jüdischer Staat entstanden wäre. sollte. Sollte das britische Mandat über
alle Nationen an. Es ist kein isoliertes Man kann viel gegen die Engländer, ihre Palästina verlängert oder das Land in
Ereignis im Nahen Osten oder etwas, das Vorgehensweise oder auch über ihren die Unabhängigkeit entlassen werden?
nur das jüdische Volk betrifft. Jeremia Umgang mit den Juden sagen, doch erst Die Vereinten Nationen schickten eine
31,10 macht deutlich, dass es alle Nati­ nach dem Ersten Weltkrieg begann die Kommission, um die Lage vor Ort zu
onen angeht – bis zu den fernen Inseln Rückwanderung der Juden nach Eretz erkunden. Diese kam zum Schluss, dass
der Erde. Israel im grossen Stil. das Mandat auf keinen Fall verlängert
Schauen wir in der Weltgeschichte Vor dem Ersten Weltkrieg gab es in werden sollte. Weiter befand sie, es gehe
etwas zurück: Der Erste Weltkrieg war Palästina etwa 60 000 Juden. Durch die nicht, aus dem Land einen Staat zu ma­
ein weltweiter Krieg, wie es zuvor keinen Wirren des Krieges verliessen viele von chen, weil die Gegensätze viel zu gross
gegeben hatte. Jesus sprach schon in Sei­ ihnen das Land. Am Ende des Krieges seien. Somit sei es das Beste, Palästina
ner letzten Rede auf dem Ölberg davon: waren nur noch etwa 30 000 Juden da. in einen jüdischen und arabischen Teil
«Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsge- Doch dank der dann errichteten neuen aufzugliedern. Darüber wurde dann in
rüchten hören; habt Acht, erschreckt nicht; britischen Mandatsregierung war es für der UNO abgestimmt.
denn dies alles muss geschehen; aber es ist die Juden viel leichter, wieder in das Die UNO, das waren die Nationen.
noch nicht das Ende» (Mt 24,6). Und am Land einzuwandern  – bis es zu viele Wir sehen, dass sie, die Heidenvölker
Ende dieses Ersten Weltkrieges geschah wurden, die einwandern wollten. Es war (Jer 31,10), von Anfang an miteinbe­
etwas: Man könnte sagen, es habe eine wie immer: Die Juden waren willkom­ zogen waren. Die UNO stimmte der
neue Weltordnung begonnen. men, bis man es mit der Angst zu tun Gründung eines israelischen Staates zu.
Die Engländer stellten fest, dass der bekam. So ging es auch den Engländern. Und weil sie damals Ja sagte, ist sie bis
Krieg für sie eigentlich ganz gut gelaufen Die Araber wurden nervös. Sie machten heute fortwährend mit Israel beschäftigt.
war, und so wollten sie im Nahen Osten Druck auf England, die Einwanderung Heute würde sie das wohl nicht mehr
eine neue Ordnung errichten. Für sie zu limitieren. tun. Daraus ersehen wir, dass es damals
war es die Gelegenheit, den Türken die Und dann kam es zum Zweiten Gottes Zeit war. Die Nationen hatten zu
letzten Teile ihres Weltimperiums abzu­ Weltkrieg. Dieser Krieg hatte vor allem jener Zeit noch ein schlechtes Gewissen
ringen. Infolgedessen nahmen die Alli­ mit den Juden zu tun. Ihre Verfolgung in gegenüber den Juden, nach alldem, was
ierten den Türken Palästina, Libanon, Europa veranlasste viele dazu, nach Pa­ im Holocaust geschehen war. Sie waren
Syrien, Irak und Jordanien weg. Wäre lästina auszuwandern. So gab es 1948, sich daher einig, dass man etwas machen
das nicht geschehen, hätte es später nach dem Zweiten Weltkrieg, schon etwa musste. So entstand Israel.
5

Hinter der Aufrichtung des jüdi- und was nicht mehr. Aber: «Der im Sammlung ist auch der Grund dafür,
schen Staates können wir ganz klar Himmel thront, lacht; der Herr spottet dass die antigöttlichen Mächte in gröss­
Gottes Hand sehen. Und jetzt, in un­ über sie» (Ps 2,4). te Aufregung geraten sind. Sie wollen
seren Tagen, sind wir bei einem neuen die Aufrichtung des Reiches Gottes auf
Höhepunkt der Geschichte angekom­ Die Sammlung Israels ist das vor- Erden verhindern.
men. Lange Zeit waren die Amerikaner, nehmste Anliegen Gottes in unserer Darum ist es geradezu unbegreiflich,
Israels Verbündete, eher gegen die Ver­ Zeit. Gott hat einen Plan. Wiederholt und dass es heute immer mehr Christen gibt,
einten Nationen eingestellt. Doch schon ausführlich redeten die Propheten von die sagen, dass all das, was in und mit
unter US-Präsident George W. Bush
begann sich das Blatt zu wenden und in
der jetzigen amerikanischen Regierung
ist zunehmend eine Pro-UNO-Stimmung
festzustellen. Gleichzeitig nimmt die
kritische Haltung gegenüber Israel zu.
Die ganze Welt wird in diesen Prozess
einbezogen. Amerikas Präsident Barack
Obama will die Mitarbeit der Araber,
Europas, Russlands und der ganzen üb­
rigen Welt. Schon Sacharja prophezeite,
dass sich am Ende alle Völker gegen
Israel versammeln werden.
Die Vollversammlung der Vereinten
Nationen hat bereits zahlreiche Reso­
lutionen gegen Israel verabschiedet.
Die Völker haben sich gegen Israel
versammelt. Und nun herrscht wegen
der neuen Regierung in Amerika die
Stimmung vor, das Problem endlich
lösen zu wollen. Israel kommt immer
mehr unter Druck. Hinter alldem kann
man eine gewisse Ungeduld entdecken. Die Wiedererrichtung des Staates Israel ist für uns Gläubige, die wir die Schrift, Gottes Wort, ernst
Die Welt hat genug vom Nahost-Kon­ nehmen, das klarste Zeichen des Wiederkommens Jesu
flikt. Und ein Stück weit ist das auch
verständlich, denn dieser dauert nun der zukünftigen Sammlung Israels. Sie Israel geschieht, keine biblische Bedeu­
schon 61 Jahre an. wird in der Bibel als eine Vorbereitung tung mehr habe. Für sie ist das Ganze
Nicht zu verstehen ist jedoch die für die Aufrichtung des Reiches Gottes ein Zufall, eine Laune der Geschichte,
Tatsache, dass es heute immer mehr auf Erden dargestellt. Der Auftakt zur während Israels Sammlung für uns doch
Christen gibt, die von Israel genug ha­ Aufrichtung dieses Reiches von Recht das klarste Zeichen ist! Und deswegen ist
ben. Es gibt sogar welche, die sagen, und Gerechtigkeit ist die Rückkehr des es auch nicht weiter verwunderlich, dass
Israel habe keine biblisch-propheti­ Volkes Israel in sein Land. Und darum dieselben Leute, die Israels Bedeutsam­
sche Bedeutung mehr. Wie kann man ist die Wiedererrichtung des Staates keit verneinen, auch nicht auf das Wie­
nur so etwas behaupten? Damit wird Israel für uns Gläubige, die wir die derkommen Jesu warten. Für sie kann
das Wort Gottes zum Märchenbuch Schrift, Gottes Wort, ernst nehmen, das Seine Wiederkunft auch erst in 100 000
degradiert! Und sogenannte Christen klarste Zeichen des Wiederkommens Jahre stattfinden, wie einmal jemand
entscheiden, was noch Gültigkeit hat Jesu, das nahe gekommen ist. Und diese sagte. Für solche Christen ist denn auch
Nachrichten aus Israel • 10/2009

nichts, was das prophetische Wort der tagt immer wieder und hat alle Hände
Bibel sagt, von Bedeutung. Doch gerade voll zu tun, um den Konflikt im Nahen
die Prophetie öffnet uns die Augen für die Osten einer Regelung zuzuführen. Und
Zeichen des Wiederkommens Jesu und auch das Hohngelächter von gewissen
lässt uns erkennen, in welcher Zeit wir Palästinensern und Arabern kann man
leben. Leute, die damit nichts anfangen immer wieder hören: «Ha, was denken
können, sind wie die, von denen Jesaja die sich eigentlich, mit uns macht man
30,10-11 spricht: «Die zu den Sehern das nicht so!»
sagen: ‹Ihr sollt nicht sehen!› und zu den Aber es ist Einer, der im Himmel
Schauenden: ‹Schaut uns nicht das Richtige, wohnt, der hat Seinen Plan, und dieser
sondern sagt uns angenehme Dinge und Plan wird ausgeführt: «Menschensohn, als
schaut uns Täuschungen! Verlasst den Weg, das Haus Israel in seinem Land wohnte und
biegt ab von dem Pfad, lasst uns mit dem sie es mit ihrem Weg und mit ihren Taten
Heiligen Israels in Ruhe!›» Viele wollen verunreinigten, sodass ihr Weg vor mir war
nichts mehr hören von Israel, doch der wie die Unreinheit einer Frau in ihrer Mo-
Heilige Israels selbst spricht davon. Er natsblutung, da goss ich meinen Zorn über
hat einen Plan. Und diesen Plan wird Er sie aus wegen des Blutes, das sie im Land
nicht ändern, weil es da einige gibt, die vergossen hatten, und weil sie es durch ihre
es anders haben möchten. Götzen verunreinigt hatten. Ich zerstreute
Gott hat die Rückführung Seines sie unter die Heidenvölker, und sie wurden
Volkes in dessen Land wiederholt an in die Länder versprengt; ich richtete sie
In diesem Buch kommt Norbert verschiedensten Stellen durch die Pro­ entsprechend ihrem Weg und entsprechend
Lieth ohne Umschweife auf den pheten vorausgesagt. So zum Beispiel ihren Taten» (V 17-19).
in Hesekiel  36. In nur wenigen Versen Wir kennen Israels Geschichte: Gott
zentralen Punkt des christlichen
sehen wir dort im Grunde die Geschichte war zornig über Sein Volk und zerstreute
Glaubens. Hier finden Menschen Israels: «Du aber, Menschensohn, weissage es unter alle Nationen. Aber das war (und
Antworten auf brennende Fragen über die Berge Israels und sprich: Ihr Berge ist) nicht das Ende. Die Propheten spra­
des Lebens und der Autor zeigt Israels, hört das Wort des Herrn!» (V 1). chen wiederholt davon, dass Gott Sein
auf, wie sehr es sich lohnt, ein Nicht nur die Nationen, sondern auch die Volk zurückführen würde: «Denn ich will
Gotteskind zu sein. Das Buch ist Berge Israels (das Land Israel) sollen euch aus den Heidenvölkern herausholen
äusserst evangelistisch und eig- das Wort des Herrn hören: «So spricht und aus allen Ländern sammeln und euch
net sich hervorragend zum Wei- Gott, der Herr: Weil der Feind über euch wieder in euer Land bringen» (V 24). Wir
gesprochen hat: ‹Ha! Ha! Die ewigen Höhen können sagen, dass das in unseren Tagen
tergeben. Bestellen Sie beliebig
sind unser Besitz geworden!›» (V 2). Das geschehen ist und geschieht. Gott sam­
viele Exemplare. Es ist in vielen klingt bekannt. Heute trachtet der Islam melt Sein Volk aus allen Nationen, wohin
Sprachen erhältlich. danach, die ewigen Höhen zu besitzen. es zerstreut wurde. Ist das das Ende der
«So weissage nun und sprich: So spricht Geschichte? Nein, es ist erst der Anfang.
Taschenbuch, 80 S. Gott, der Herr: Darum, ja, darum, weil man Auch in Israel gibt es Leute, die sich
euch verwüstet und von allen Seiten nach fragen, ob Gott noch etwas mehr im Sinn
Bestell-Nr. 18744 euch geschnappt hat, sodass ihr den übrigen hat. Die Antwort gibt das Wort Gottes:
Kostenlos Völkern zum Besitz geworden seid, und weil «Ich will reines Wasser über euch sprengen,
ihr ins Gerede der Zungen gekommen und und ihr werdet rein sein; von aller eurer Un-
zum Geschwätz der Leute geworden seid ...» reinheit und von allen euren Götzen will ich
Französisch = 19047 (V 3). Auch das tönt ganz aktuell. Israel euch reinigen. Und ich will euch ein neues
Italienisch = 19048 wird von allen Seiten bedrängt; die ganze Herz geben und einen neuen Geist in euer
Holländisch = 19051 Welt redet über Israel – einige gut, die Inneres legen; ich will das steinerne Herz
Ungarisch = 19049 meisten schlecht. Es ist weltweit ins aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein
Gerede gekommen. fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen
Rumänisch = 19050 «Darum, o ihr Berge Israels, hört das Geist in euer Inneres legen und werde bewir-
Russisch = 19146 Wort Gottes, des Herrn! So spricht Gott, ken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt
Serbisch = 19147 der Herr, zu den Bergen und Hügeln, zu und meine Rechtsbestimmungen befolgt und
Türkisch = 19148 den Gründen und Tälern, zu den öden tut. Und ihr sollt in dem Land wohnen, das
Arabisch = 19149 Trümmern und verlassenen Städten, die ich euren Vätern gegeben habe, und ihr sollt
Kroatisch = 19145 den übrigen Heidenvölkern ringsum zum mein Volk sein, und ich will euer Gott sein»
Mazedonisch = 19144 Raub und zum Gespött geworden sind; ja, (V 25-28).
darum spricht Gott, der Herr, so: Fürwahr,
in meinem feurigen Eifer rede ich gegen Die nationale Neugeburt Israels
die übrigen Heidenvölker» (V  4-5)  – die ist eine Tatsache, aber die geistliche
übrigen Nationen, das heisst, alle Na­ Neugeburt steht noch aus. Gott wird
tionen, sind in dieses Geschehen mit Sein Volk in die Stellung zurückbringen,
einbezogen. Die UNO-Vollversammlung für die Er es bestimmt hat: Israel soll
7

mitten auf der Erde ein Segen sein. Die schwerste Zeit über das jüdische Volk densregelung kommen wird. Zurzeit
nationale Wiedergeburt war ein äusserst kommen, wie es nie zuvor eine gegeben gerät Israel immer mehr unter Druck.
schmerzlicher Prozess. Er kostete das hat; aber nicht nur über das jüdische Für die Welt ist eine Zweistaatenlösung
jüdische Volk im Holocaust 6 Millionen Volk, sondern über die ganze Welt. Und bereits eine unumgängliche Bedingung.
seiner Leute. Doch drei Jahre später dann erst wird der Messias kommen.» Und Israel wird eines Tages sogar einer
wurde der Staat Israel gegründet. Noch Genau das ist es, was die Bibel ankün­ von der Welt diktierten Friedenslösung
am Vorabend der Gründung des jüdi­ digt. Auch Jesus nahm in Seiner letzten zustimmen. Doch im Gegenzug will es
schen Staates hatte der Vorsitzende Rede auf dem Ölberg darauf Bezug: von den Nationen Garantien, zum Beispiel
des Jüdischen Weltkongresses, Nahum «Denn dann wird eine grosse Drangsal Hilfe bei einem möglichen Angriff in der
Goldmann, gesagt: «Jetzt ist nicht der sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt Zukunft. Und so wird die ganze Welt in
richtige Zeitpunkt, um den jüdischen keine gewesen ist und auch keine mehr den kommenden Konflikt hineingezogen.
Staat auszurufen. Wir müssen uns vorher kommen wird» (Mt 24,21). Er zitierte den Davon spricht Sacharja 12 bis 14. Und in
mit den Arabern arrangieren.» Da hätte Propheten Daniel: «Denn es wird eine Zeit Jesaja 34 schildert Gott in fast unglaubli­
Israel tausend Jahre warten können. der Drangsal sein, wie es noch keine gab, cher Weise, was das für ein kommendes
David Ben Gurion dagegen sah ganz seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit» Gericht sein wird. Wir sollten uns keine
klar: «Jetzt ist der Zeitpunkt, jetzt müs­ (Kap 12,1). Illusionen machen. Letztendlich kommen
sen wir es tun.» Es war Gottes Zeitpunkt! Dann erst wird der verheissene Erlö­ nicht die Globalisierung und der Weltfrie­
Durch alle Wirren hindurch kommt Gott ser nach Zion kommen. Wie gesagt, das, den  – wie einige meinen  –, sondern es
zum Ziel. Doch die Rückführung des was kommt, gilt nicht nur Israel, sondern kommt zum grossen Knall: «Ihre Erschla-
jüdischen Volkes in die Segensstellung, der ganzen Welt, allen Nationen: «Kommt genen sollen hingeworfen werden und der
zu der Gott es bestimmt hat, wird leider herzu, ihr Heidenvölker, um zu hören, und ihr Gestank ihrer Leichname aufsteigen, und die
ein noch leidvollerer Prozess sein. Die Völker, horcht auf! Es höre die Erde und was Berge werden von ihrem Blut triefen. Das ge-
Bibel redet eindeutig davon: Es werden sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm samte Heer des Himmels wird vergehen, und
noch schlimme Zeiten kommen. entsprosst! Denn der Herr ist zornig über alle die Himmel werden zusammengerollt wie eine
Als ich in Israel den Kurs zum Reise­ Heidenvölker und ergrimmt über ihr ganzes Buchrolle, und all ihr Heer wird herabfallen,
leiter machte, sagte unser Lehrer – ein Heer (= das sind die militärischen Heere). wie das Laub am Weinstock herabfällt und
Rabbiner  – in einem Abriss über das Er hat über ihnen den Bann verhängt und sie wie die verdorrte Frucht des Feigenbaums.
Judentum: «Bevor der Messias kommen zur Schlachtung dahingegeben» (Jes 34,1-2). Denn mein Schwert ist trunken geworden
wird – so glauben wir Juden –, wird die Die Bibel redet davon, dass eine Frie­ im Himmel …» (V 3-5).

Marcello Cicchese

Gott hat Israel erwählt


Die Existenz der Juden ist eine
Herausforderung für alle Völker

Seit Jahrhunderten gibt es in der


Welt ein jüdisches Problem, das sich
dauernd mit neuen Motiven, aber
immer gleichen Folgen stellt.
Welches ist die tiefe Ursache dieses
historischen Rätsels? Die vom Autor
vorgeschlagene Antwort ist einfach:
Der Kern des jüdischen Problems
liegt in der Tatsache, dass es die Ju-
den gibt. Die Existenz der Juden ist
das Problem der anderen Nationen,
die mit ihrer Ablehnung Israel ge-
genüber ihre tiefgründige und radi-
kale Rebellion Gott gegenüber be-
weisen. Denn Gott hat Israel er-
wählt.

• Best.-Nr. 18020
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8 Die Biblische Botschaft
Nachrichten aus Israel • 10/2009

den arabischen Staaten in Asien,


weil Israel dazwischen liegt.
Schon 1949 wollte der König
von Jordanien, Abdallah I., mit
Israel einen Handel machen. Is­
rael sollte Jordanien den Süden
des Landes geben, den Negev.
Jordanien seinerseits war bereit,
Israel mehr Land in Judäa und
Samaria zu geben. Klugerweise
haben die Juden das abgelehnt.
Sonst wäre nämlich Jordani­
en das wichtigste Transitland
geworden. Jordanien wusste
genau, worum es geht. Es wollte
den direkten Durchgang von
Afrika nach Asien. Israels Exis­
tenz verhinderte dies. Auch aus
diesem Grund wird Israel von
den Arabern auch so gehasst.
Es ist wie eine Barriere mitten
in der arabischen Welt.
Jesaja 19 bezeugt auch, dass
das Land Israel mitten auf der
Die nationale Neugeburt Israels ist eine Tatsache, aber die geistliche Neugeburt steht noch aus Erde ist und eines Tages zum
Segen sein wird: «Der Herr wird
In dieser kommenden schrecklichen eine Zuflucht sein: «Sagt zu denen, die sich den Ägyptern zu erkennen geben, und
Zeit des Zornes Gottes über die Nationen ein verzagtes Herz haben: Seid tapfer und die Ägypter werden an jenem Tag den Herrn
wird allerdings Gott selbst Seinem Volk fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! erkennen; sie werden ihm mit Schlachtopfern
Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes; und Speisopfern dienen, sie werden dem
er selbst kommt und wird euch retten!» (Jes Herrn Gelübde ablegen und sie auch erfül-
35,4). Wenn Er selbst kommt, wer ist len. So wird der Herr die Ägypter schlagen,
damit gemeint? Ist es der allmächtige wird sie schlagen und dann heilen, und sie
Norbert Lieth Gott oder Sein Messias? Es ist der von
Gott lange verheissene Messias Israels,
werden sich zum Herrn wenden, und er wird
sich von ihnen erbitten lassen und sie heilen.
spricht über das aktuelle Thema: der wiederkommende Herr Jesus Chris­ An jenem Tag wird von Ägypten eine gebahn-
tus. Er wird dann kommen, den Überrest te Strasse nach Assyrien gehen (Assyrien

«Der Messias in Israel retten und Sein Reich des Friedens


aufrichten.
ist nicht das heutige Syrien, sondern der
Irak); der Assyrer wird nach Ägypten und
der Ägypter nach Assyrien kommen, und
den Psalmen» China ist das bevölkerungsreichste
Land der Erde mit ca. 1,3 Milliarden
Menschen. Es nennt sich das Reich
die Ägypter werden mit den Assyrern dem
Herrn dienen. An jenem Tag wird sich Israel
als drittes zu Ägypten und Assyrien gesellen
der Mitte. Wissen Sie warum? Weil die und inmitten der Erde ein Segen sein, denn
Chinesen in alter Zeit dachten, sie seien der Herr der Heerscharen segnet es, indem
DE 67149 Meckenheim der Mittelpunkt der Erde. So hat es jedes er sagen wird: Gesegnet bist du, Ägypten,
Evangelische Gemeinschaft Volk gedacht oder denkt es noch immer. mein Volk, und du, Assyrien, das Werk mei-
Meckenheim, Sandgasse 31 Früher waren es die Römer, heute die ner Hände, und du, Israel, mein Erbteil!» (V
Amerikaner. 21-25). Man könnte meinen, hier sei ein
� Freitag, 06.11.2009, 19:30 Aber die Bibel lehrt etwas anderes. Druckfehler unterlaufen, aber es heisst
Israel ist das Volk, das auf dem Mittel­ tatsächlich: «Ägypten, mein Volk.»
� Samstag, 07.11.2009, 19:30 punkt der Erde lebt. Das bezeugen Hese­ Das Zentrum der Vereinten Nationen
� Sonntag, 08.11.2009, 14:00 kiel 5,5 und 38,12, wo geschrieben steht: wird nicht mehr in New York sein, son­
«An das Volk, das aus den Heidenvölkern dern im Nahen Osten, in Israel. Von dort
gesammelt worden ist, das Vieh und Güter wird die Herrschaft des Friedens über die
bekommen hat und das den Mittelpunkt der ganze Erde ausgehen, wenn das Reich
Erde bewohnt.» Israel ist der Mittelpunkt Gottes aufgerichtet und Jesus als König
Büchertisch mit der Erde und das ist auch logisch. Afrika, regieren wird. Das ist unsere grosse und
Exklusiv-Neuheit! Asien und Europa – und Israel ist mit­ lebendige Hoffnung. Und wir sind getrost,
tendrin. Es gibt heute keinen Weg von dass Gott Seine Verheissungen einlösen
den arabischen Staaten Nordafrikas zu wird. 
JesChua UND ISRAEL 9

ein messianisches Panorama aus Jerusalem

Das Neue Testament auf einer internationalen


Konferenz über Hebräische Sprache
«Als er es aber erlaubt hatte, winkte Paulus, auf den Stufen stehend, dem Volk mit der Hand; nachdem aber eine
grosse Stille eingetreten war, redete er sie in hebräischer Mundart an» (Apg 21,40).

Dr. Gershon Nerel – TEIL 39

Vom 27. bis zum 28. Juli 2009 ver­ bräischen Wort Aluf für den Rang des und historischen Hintergründen dient
anstaltete das Institut für hebräische Generals in der israelischen Armee. ihnen deshalb jede hebräische Überset­
Sprache an der Rothberg International Ausserdem stammt von der Wurzel elef zung des Neuen Testaments als bedeu­
School der Hebräischen Universität in auch das Tätigkeitswort he’elif mit der tendes Instrument für den vertrauten
Jerusalem eine internationale Konfe­ Bedeutung «tausendfach vermehren». Umgang mit der Landessprache in Israel
renz zum Thema «Die hebräische Spra­ Ein biblisches Beispiel finden wir in und für ihr persönliches Glaubensleben.
che in Forschung und Lehre». Zu den Psalm 144,13: «Unser Kleinvieh mehre Ich erwähnte auch, dass man bei
Rednern gehörten Wissenschaftler aus sich tausendfach …» Im modernen Heb­ den unterschiedlichen hebräischen Aus­
Israel, den USA, Kanada, Russland, räisch haben wir deshalb auch den Aus­ gaben des Neuen Testaments vor allem
Schweden und Deutschland. Ich möchte druck «berachot ma’alifot», der wörtlich drei Tendenzen feststellen kann, und
von den vielen interessanten Themen, übersetzt «tausendfache Segnungen» zwar erstens den Wunsch, die heilige
die bei dieser Veranstaltung behandelt bedeutet. Sprache des Tanach (des Alten Testa­
wurden, nur eine kleine Auswahl nen­ In meinem Vortrag sprach ich über ments) weitgehend beizubehalten, um
nen. Die Redner hielten unter anderem «Hebräische Übersetzungen des Neu­ vom ersten Buch Mose bis zur Offenba­
Vorträge über das Cambrigde Biblical en Testaments; die Sprache der Bibel/ rung eine Kontinuität und sprachliche
Hebrew Workbook (Arbeitsbuch für bib­ Mischna neben dem modernen Sprach­ Einheit zu erzielen, auch wenn man
lisches Hebräisch) und zu Themen wie: gebrauch». Meine wichtigste These dabei auf Begriffe aus rabbinischen
«Haben wir zwei Sprachen – das jüdi­ lautete, dass die verschiedenen hebrä­ Quellen in der Mischna (einer nachbi­
sche und das israelische Hebräisch?»; ischen Ausgaben des Neuen Testaments, blischen Sammlung jüdischer Gesetze)
«Hebräisch in China: Hebräischkurse an sowohl in der «klassischen» Sprache der zurückgreifen muss; zweitens den Ver­
der Universität von Peking»; «Hebräisch Bibel oder der Mischna (aus nachbibli­ such, die Lesbarkeit des hebräischen
für Vorschulklassen an nordamerikani­ scher Zeit) als auch im modernen Stil Textes zu erleichtern, indem man sich
schen Schulen» und «Hebräisch leicht für das Lernen und Lehren der hebräi­ des Stils und Satzbaus aus der tägli­
gemacht für Olim (Neueinwanderer) aus schen Sprache einzigartige Hilfsmittel chen Umgangssprache in Israel bedient;
Russland». sind. Deshalb dient das hebräische Neue und drittens das Bestreben, sprachliche
Besonders interessiert hat mich der Testament als Vermittler einer beson­ Anachronismen zu vermeiden, indem
Vortrag über den «Bedeutungswandel deren Botschaft, nicht nur jüdischen man bestimmte Wörter ihrer heutigen
von hebräischen Wörtern», nämlich von Gläubigen an Jeschua (das versteht sich Bedeutung anpasst. Ein Beispiel: In
biblischen Begriffen, die im Verlauf der eigentlich von selbst), sondern auch manchen hebräischen Übersetzungen
Geschichte in verschiedenen Formen vielen anderen, vor allem Studierenden des Neuen Testaments wird das grie­
erscheinen und unterschiedliche Bedeu­ der Geschichte und Sprache, Forschern, chische Wort «hegemon» (Statthalter)
tungen annehmen können. Es folgt ein Reiseleitern und allen, die sich für klas­ einfach mit hebräischen Buchstaben ge­
Beispiel zur Veranschaulichung. Das sische Kultur und Bildung interessieren. schrieben, wie in Lukas 3,1 («als Pontius
Wort elef steht für die Zahl 1000, wird Weiter erklärte ich, dass für die jü­ Pilatus Statthalter von Judäa war»). Aber
aber auch für den Teil eines Stammes, dischen Jünger Jeschuas in Israel das im modernen Hebräisch wird das Wort
vielleicht für 1000 Familien innerhalb Neue Testament nicht nur ein normales hegemon normalerweise (manchmal so­
einer Sippe, verwendet: «Bitte, mein Buch ist, sondern ein heiliger Text und gar ausschliesslich) für einen Bischof
Herr, womit soll ich Israel retten? Siehe, ein fester Bestandteil der Bibel, weil es einer christlichen Kirche verwendet …
meine Tausendschaft (hebr.: alpi) ist die eine Fortführung und Erfüllung des Al­ Heute bezeichnet in Israel niemand
geringste in Manasse» (Ri 6,15). Von ten Testaments ist. Tausende messiani­ mehr einen Statthalter oder Gouverneur
derselben Wurzel elef stammt der bib­ sche Juden sind seit der Staatsgründung als hegemon.
lische Begriff Aluf, der soviel heisst wie im Jahr 1948 nach Israel eingewandert, Nach meiner Präsentation bedauer­
«Stammesfürst» (vgl. 2.Mo 15,15). Eine in letzter Zeit vor allem russisch und ten einige Konferenzteilnehmer, dass
Ableitung davon ist die Bezeichnung amharisch Sprechende. Sie alle studie­ sie über das Neue Testament in hebrä­
Aluf mit der Bedeutung «Exzellenz», ein ren das Neue Testament in hebräischer ischer Sprache so gut wie nichts wüss­
Ehrentitel für herausragende Thora­ Sprache, ob privat während ihrer stillen ten. Aber dieses Thema spielt auch im
gelehrte an den religiösen Akademien Zeit oder öffentlich in mehreren Dutzend heutigen Judentum tatsächlich eine
der Juden im Mittelalter. Von dort ist es Gemeinden und Hauskreisen. Wegen ih­ wichtige Rolle, weil es ein fester Be­
nur ein kurzer Weg zum modernen he­ res Reichtums an Bedeutungswurzeln standteil des jüdischen Erbes ist. 
10 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

Dunkle vergangenheit

Das Entjudungsinstitut in Eisenach


Am 6. Mai 1939 wurde in Eisenach ein «Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf
das kirchliche Leben des deutschen Volkes» gegründet. Es bestand bis 1945. Ein Bericht über ein dunkles und
weitgehend ausgeklammertes Kapitel der deutschen Kirchengeschichte.

Vor einigen Jahren las ich in einer Thüringen, Mecklenburg, Pfalz, Anhalt, Gottes» präsentiert. Bereits die erste
Veröffentlichung im Kleingedruckten Oldenburg, Lübeck und die neudeutsche Auflage umfasste 200  000 Exemplare.
den Hinweis auf ein «Entjudungsinstitut Evangelische Kirche in Österreich; also Dazu stand im Vorwort: «Die Arbeit, ent­
in Eisenach». Als ehemaliger Bewohner keineswegs nur Repräsentanten der so­ standen in der Zeit des deutschen Ent­
dieser Stadt wollte ich zunächst nicht genannten Deutschen Christen1, wie es scheidungskampfes, will ein Dienst an
wahrhaben, was ich da zu lesen bekam. fälschlicherweise gerne behauptet wird. der Seele des deutschen Volkes sein …»
Nach einer tief bewegenden Begegnung Der Sitz des Institutes war im evan­ In dieser Übersetzung ist keine Rede
wikiedia
mehr vom «Sohn Davids», von der
«Stadt Davids», vom «jüdischen
Land» und vom Stammbaum Jesu.
Zwar hat die theologische Kritik
eine ganze Reihe fachlicher Fehler
bemängelt, aber leider gab es auch
von einem Führer der Bekennenden
Kirche2 ein volles Lob für dieses
Machwerk. Er hielt die Sprache des
«Volkstestamentes» für in der Tat
«lobenswert», denn die Verfasser
hielten sich doch eng an die Luther­
sprache. Aber steckt nicht gerade
darin der teuflische Hintergedanke?
Auch die Apostelbriefe wurden
neu zusammengestellt: Die gezielte
Auswahl der Texte war so gestal­
tet, dass positive Aussagen zum
Judentum gestrichen, polemische
Äusserungen gegen die Juden und
ihren Glauben aber vollständig zi­
tiert wurden. Da es keine traditio­
nelle Kapitel- und Verseinteilung
Kirchenratswahlen 1933: Wahlpropaganda Deutscher Christen mit SA-Unterstützung gab, war es schwierig, mit der Ori­
ginalbibel zu vergleichen, um Aus­
mit einer aus Eisenach stammenden Jü­ gelisch-lutherischen Predigerseminar lassungen und Fehlinterpretationen zu
din im Jahr 2003 in Tel Aviv liess mich der thüringischen Landeskirche in der erkennen.
aber die Sache nicht mehr los. So mach­ Bornstrasse 11 in Eisenach. In zahl­ Nach vielen Aufsätzen und Studien
te ich mich auf Spurensuche. Sie sollte reichen Arbeitskreisen waren fast 200 wurde im Juni 1941 – auch wieder an
sich damals allerdings als schwierig er­ haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter einem geschichtsträchtigen Ort – in der
weisen. Es gab kaum Hinweise im Inter­ tätig, unter ihnen Theologieprofessoren, Wartburgkapelle das «judenreine» Ge­
net und nur ganz wenige wissenschaft­ Pfarrer, Lehrer, Schriftsteller, die teil­ sangbuch vorgestellt: Unverzichtbare
liche Veröffentlichungen zur Thematik. weise aus jenen Landeskirchen stamm­ alte und vertraute Kirchenlieder, die alt­
Traurige Tatsache ist allerdings, ten, die ursprünglich die Institutsgrün­ testamentliche Worte und Wendungen
dass am 6.  Mai 1939 im Hotelgasthof dung nicht unterstützt hatten. Hauptziel enthielten, wurden durch Umdichtung
unterhalb der traditionsreichen Wart­ aller Veröffentlichungen war, auf der Ba­ «judenrein» gemacht. Aus «Herr Zeba­
burg bei Eisenach ein «Institut zur Erfor­ sis der germanischen Rasse und Ideolo­ oth» im Lutherchoral «Ein feste Burg
schung und Beseitigung des jüdischen gie ein neues deutsches Christentum zu ist unser Gott» wurde «der Retter in
Einflusses auf das kirchliche Leben des begründen. Bereits Anfang März 1940 Not». Das Papier für die erste Auflage
deutschen Volkes» gegründet wurde. Ein lagen beachtliche Arbeitsergebnisse vor. in Höhe von 55 000 Exemplaren wurde
Förderkreis mit Mitgliedern aus dem ge­ Während einer öffentlichen Arbeits­ vom Reichsministerium für die kirchli­
samten Deutschen Reich unterstützte tagung mit ca. 600 Teilnehmern in der chen Angelegenheiten bereitgestellt;
die Arbeit finanziell. Die elf Gründer­ Lutherstadt Wittenberg wurde in der Lu­ zum Druck stellten etliche evangelische
kirchen waren: Altpreussen, Sachsen, therstube ein «entjudetes» Neues Volks­ Landeskirchen grössere Geldbeträge
Hessen-Nassau, Schleswig-Holstein, testament mit dem Titel «Die Botschaft zur Verfügung. Da es viele Vorbestel­
Bücher für unsere Zeit
lungen von überall her aus dem Reich
gab, folgte bald darauf eine 2. Auflage
von Dr. Roger Liebi
mit weiteren Tausenden von Exempla­
ren. Auch hier wurden die Worte wie
«Halleluja» getilgt, ebenso «Jerusalem» Weltgeschichte im Visier des
und «Zion». Um wegfallende Lieder zu Propheten Daniel
ersetzen, wurden Neuschöpfungen auf­ Anhand des Propheten Daniel zeigt Roger Liebi eine
genommen, die in einigen Fällen sogar konkrete Zukunftsschau, deren Zuverlässigkeit und Prä-
noch einen kriegsverherrlichenden Cha­ zision durch über 200 erfüllte Weissagungen zum The-
rakter hatten. ma Weltgeschichte eindrucksvoll untermauert wird. Da-
Übrigens wurde schon 1934 im Bre­ niel – ein Buch mit einer detaillierten Prophetie, die sich
mer Gesangbuch ein Liedvers von Paul über Jahrtausende erstreckt und doch unfehlbar erfüllt.
Gerhardt «entjudet» und 1937 wurde • Taschenbuch, 127 S., Bestell-Nr. 17060
das Fest der deutschen Kirchenmusik CHF 4.90, EUR 2.90
mit folgenden Worten eröffnet: «Die
deutsch-evangelische Kirchenmusik ist
der frohen Überzeugung, dass sie dem
neuen Deutschland Adolf Hitlers einen
wichtigen Dienst zu leisten schuldig Sprachenreden oder
und berufen ist …»
Schliesslich gab es im Jahre 1941
Zungenreden?
folgerichtig auch einen neuen juden­ Das Thema «Zungenreden» hat in den vergangenen
Jahrzehnten für viel Aufregung, Verunsicherung, Fra-
freien Katechismus unter dem Titel
gen und Auseinandersetzungen unter dem Volk Gottes
«Deutsche mit Gott», es wurde vom Au­ gesorgt. In der vorliegenden Studie werden alle Stellen
tor am 25.09.1941 den evangelischen der Bibel zu diesem Thema untersucht und Fragen be-
Religionslehrern und der deutschen antwortet.
Öffentlichkeit wie ein Kriegsbericht • Taschenbuch, 91 S., Bestell-Nr. 17028
angepriesen: «Unser Glaubensbuch CHF 4.90, EUR 2.90
Deutsche mit Gott ist in lebendiger Ge­
meinschaftsarbeit erwachsen und in
blutvoller Verbundenheit mit dem gross­
deutschen Lebens- und Schicksalkampf
entstanden, in dem sich erweist, dass
Deutsche mit Gott den Glauben haben Der verheissene Erlöser
dürfen: Gott mit uns!» Dazu wurde ein Beim Durchlesen des AT bekommt man einen tiefen
neues Glaubensbekenntnis verfasst. Eindruck von der Sehnsucht nach einem kommenden
Die Zehn Gebote wurden ersetzt durch Erlöser, dem Messias, der das Grundproblem des Men-
die Neuschöpfung von zwölf Geboten. schen beseitigen und eine ewige Gerechtigkeit einfüh-
ren sollte. Dieser verheissene Messias wird in den
So wurde beispielsweise im elften Gebot
Schriften des AT bis in kleinste Details beschrieben. Es
gefordert: «Ehre Führer und Meister.» handelt sich dabei um über 330 erstaunlich genaue
Anmerkung: Auch der ehemalige und äusserst differenzierte Prophezeiungen. In diesem
Staatschef der DDR (Walter Ulbricht) Buch soll geschichtlich belegt werden, dass sich diese
verkündete einst die  – neuen  – Zehn Prophezeiungen im historischen Jesus von Nazareth
Gebote der sozialistischen Moral und wortwörtlich erfüllt haben.
Ethik in einer grossen Sporthalle in • Taschenbuch, 123 S., Bestell-Nr. 17061
Ostberlin; die DDR ist inzwischen von CHF 4.90, EUR 2.90
der Landkarte verschwunden, Gott sei
es gedankt, ohne einen einzigen Schuss.
Weitere grosse überregionale Ar­
beitstagungen fanden 1941 in Eise­
nach und 1942 in Nürnberg statt. Das Der Messias im Tempel
Institut konnte sogar seine Arbeit 1942 Im Neuen Testament spielt der Zweite Tempel eine
international mit der Eröffnung einer grosse Rolle. Aber können Sie mit Ausdrücken wie
«Schaftor» oder «Sanhedrin» etwas anfangen? In
Zweigstelle in Rumänien ausweiten. diesem Buch leben solche Begriffe plastisch auf.
Ebenso gab es eine enge Zusammenar­ Dieses Buch ist insbesondere all denen gewid-
beit mit schwedischen Theologen an der met, die von dem gleichen Wunsch beseelt
Universität Lund. sind, wie damals jene Griechen, die zum Hei-
Kurz vor Kriegsende erschien die ligtum in Jerusalem kamen, um dort dem hi-
letzte Veröffentlichung dieses Instituts, storischen Jesus zu begegnen. Sie baten
eine Denkschrift von 10 Seiten Umfang. Philippus von Bethsaida: «Herr, wir möch-
ten Jesus sehen» (Joh 12,21).
Sie ist eine kaum nachvollziehbare
• Gebunden, 704 S., Bestell-Nr. 18788
CHF 59.30, EUR 34.90
12 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

Rechtfertigung des menschenverach­ sichtliche Verblendung weiter Teile der bel, von 1. Mose 1 bis Offenbarung 22,
tenden gotteslästerlichen Tuns und wid­ Anhängerschaft Luthers zu dem so de­ als das untrügliche Wort Gottes sehen
met sich sogar noch der Frage der Um­ solaten geistlichen Klima in Deutsch­ und ihr glauben. Die Bibel allein muss
organisation des bisherigen Instituts; land (und Österreich) bei? Heinrich W. der Massstab unseres Lebens sein,
man wollte nach dem Krieg weiterar­ Hebeler und zwar auf allen Gebieten. CM 
beiten. Es ist erschütternd zu erfahren,
dass die führenden Mitarbeiter dieser Kommentar: Einmal mehr zeigt Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung
unseligen Einrichtung bald nach Kriegs­ sich, welch fatale Folgen es haben von Heinrich W. Hebeler, Ringstr. 12a, 91217
ende im Osten und im Westen wieder an kann, wenn sich die Christenheit von Hersbruck. Der Verfasser steht gerne als Refe-
massgeblichen Stellen innerhalb der der Bibel entfernt: Dann ist es nur rent zu diesem Thema zur Verfügung.
Kirche und an den theologischen Hoch­ noch ein kleiner Schritt, bis man die Lesen Sie mehr zum allgemeinen Problem des
schulen zu finden waren. Für kaum ei­ Bibel zerpflückt und das, was passt, Judenhasses in der aktuellen Oktober-Ausgabe
nen Institutsmitarbeiter gab es einen für sich nimmt, und das andere löscht. des Mitternachtsruf, im Blickfeld: «Das ge-
Karriereknick; je einer der Mitarbeiter So wurde der Holocaust erst möglich. fährlichste Gift der Welt – Teil 2» von Norbert
bekam sogar einen hohen Orden der Im letzten Buch der Bibel, der Offen­ Lieth.
Bundesrepublik bzw. der DDR zur Ver­ barung, wird jenen schlimmstes Ge­
1
«Die Deutschen Christen (DC) waren
abschiedung aus dem Berufsleben. richt angedroht, die vom Wort Gottes eine rassistische, antisemitische und am Füh-
So bleibt das Entjudungsinstitut etwas wegnehmen oder hinzufügen rerprinzip orientierte Strömung im deut-
ein dunkles Kapitel in der deutschen (Offb 22,18-19). Auch im Alten Testa­ schen Protestantismus, die diesen von 1932
Kirchengeschichte. Leider ist es in ment warnt der allmächtige Gott sehr bis 1945 an die Ideologie des Nationalsozia-
vielen Teilbereichen noch nicht aufge­ vor dieser Sünde (vgl. 5.Mo 4,2 und lismus angleichen wollte» (Wikipedia; http://
arbeitet. Dankenswerterweise hat das 13,1). Geschieht heute nicht Ähnli­ de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Christen).
private Luthergymnasium in Eisenach ches? Denn die zahlreichen Anhänger
2
«Die Bekennende Kirche (BK) war eine
dazu eine sehenswerte Wanderausstel­ der sogenannten «Ersatztheologie» Oppositionsbewegung evangelischer Christen
lung erarbeitet. nehmen die Verheissungen für sich, die gegen Versuche einer Gleichschaltung von
Zum Schluss drängt sich die Fra­ Gerichtsworte aber beachten sie nicht. Lehre und Organisation der Deutschen Evan-
ge auf: Trägt eventuell das bislang Diese sind gemäss ihrer Überzeugung gelischen Kirche (DEK) mit dem Nationalsozi-
unterbliebene echte Erkennen und für Israel bestimmt. Es ist von gröss­ alismus» (Wikipedia; http://de.wikipedia.org/
Bekennen der Schuld über diese offen­ ter Wichtigkeit, dass wir die ganze Bi­ wiki/Bekennende_Kirche).

Tournee durch Deutschland und Holland 17.11. bis 29.11.2009


mit
Norbert Lieth und  17.11.2009, 19:00  25.11.2009, 20:00
Jonathan Malgo DE 49593 Bersenbrück
Freie evangelische Baptistengemeinde, In der Halle 10
DE 73340 Amstetten
Gemeindehalle, Im Burrach, Ortsteil: Hofstett-Emerbuch

Sie hören eine biblisch  18.11.2009, 18:30  26.11.2009, 19:00


DE 32758 Detmold DE 59555 Lippstadt
prophetische Botschaft Evangelische Freikirche, Adolf-Meier-Strasse 36 Christliche Gemeinschaft Lippstadt, Fleischhauerstr. 7
zum Thema:  19.11.2009, 19:00  27.11.2009, 19:30
DE 49152 Lintorf DE 74072 Heilbronn
«Der Messias in Evangelische Christliche Baptistengemeinde, Lintorferstr. 80 Schiesshaus Heilbronn, Frankfurter Str. 65

den Psalmen»  21.11.2009, 14:30 und 16:30


NL 3941 KA Doorn
 28.11.2009, 16:00 und 19:00
DE 85055 Ingolstadt
Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht), Postweg 18 Freie Baptistengemeinde, Friedrich-Ebert Str. 68
Grosser Büchertisch  22.11.2009, 10:00  29.11.2009, 09:30
mit Exklusiv-Neuheit! NL 4205 ZR Gorinchem DE 91126 Schwabach
Vrije Evangelische Gemeente «De Ark», Kennelweg 14 Rumänische Baptisten-Gemeinde Bethel, Lerchenweg 8
 22.11.2009, 19:30  29.11.2009, 15:00
NL 3751 WB Bunschoten DE 90478 Nürnberg
Evangeliegemeente de Reddingsark, Plecht 1 Meistersingerhalle, Konferenzraum 6, Münchenerstr. 2
 23.11.2009, 19:30  29.11.2009,18:00
DE 36275 Kirchheim DE 90449 Nürnberg
Freie Gemeinde, Haus der Hoffnung, Alter Bahnhof, Sinti-Gemeinde Nürnberg-Fürth, Gebersdorferstr.
Bahnhofstr.
 24.11.2009, 20:00
DE 66539 Neunkirchen-Ludwigsthal Sie sind herzlich willkommen!
Sinti-Gemeinde Ludwigsthal, Hauptstr. 25
13

Deutsches Geschenk

Original-Auschwitz-Baupläne für Netanjahu


Gegen Ende des Sommers trat Benjamin Netanjahu eine Deutschlandreise an. Besondere Beachtung fand der
Besuch in Israel, als dem israelischen Ministerpräsidenten ein aussergewöhnliches Geschenk gemacht wurde.

Vor Kurzem schrieb der Sprecher Jerusalem und seht euch diese Pläne an, Kommentar: Diese Pläne von Ausch­
der Knesset, Reuven Rivlin, eine kurze diese Pläne für die Todesfabrik.› Dies witz zeigen ganz klar, wie kaltblütig die
Abhandlung zur Geschichte der Juden sind sehr wichtige historische Dokumen­ Nazis diese Vernichtungsmaschinerie bis
in Deutschland. Sein einleitender Satz te, die wir verwahren werden. Danke Ih­ ins letzte Detail geplant hatten und straft
sagte alles: «Die Geschichte des europäi­ nen abermals für diese wichtige Aktion damit Holocaustleugner einmal mehr Lü­
schen Judentums im Allgemeinen und die zur Bewahrung der historischen Wahr­
Geschichte des deutschen Judentums im heit. Ein Teil der historischen Wahrheit,
Besonderen ist eines der schwersten Ka­ die wir bewahren, besteht nicht allein in
pitel in der Historie unseres Volkes …» den Tatsachen des Holocaust, sondern
Nichtsdestotrotz bestehen längst sehr in den Lehren, die aus dem Holocaust zu
gute Beziehungen zwischen Israel und ziehen sind. Die Lehren für das jüdische
Deutschland. Aus diesen Beziehungen Volk sind klar.»
ist die Vergangenheit allerdings nicht Die Axel-Springer-Stiftung übergab
wegzudenken. dem israelischen Ministerpräsidenten
Ende August dieses Jahres war Isra­ die Pläne, damit sie an die israelische
els Ministerpräsident Benjamin Netan­ Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in
jahu in Deutschland zu Besuch. Für Is­ Jerusalem überstellt werden. Dort sol­
raelis und Juden war es ein bewegender len sie ausgestellt werden. Der 1985
Benjamin Netanjahu
Moment, als er im Axel-Springer-Haus in verstorbene Axel Springer galt als ein
Berlin die Baupläne des Vernichtungsla­ treuer Freund Israels. Er stand seit der gen! Sie zeigen aber auch, dass es nicht
gers Auschwitz von Bild-Redakteur Kai Gründung des Staates vielen namhaften nur ein kleiner Kreis von Nazis war, wel­
Diekmann überreicht bekam. Auch Ne­ Persönlichkeiten des Landes sehr nahe. cher um die Judenverfolgung wusste. Es
tanjahu selbst war von diesem Moment Springer machte sich als Philanthrop gab Millionen Mitwisser. Was die Macht
persönlich sehr berührt, da fast die gan­ in verschiedenen Bereichen verdient, der Finsternis hier zuwege brachte, sind
ze Familie seiner Frau Sarah in Ausch­ zum Beispiel beim Aufbau des Israel- die grössten Verbrechen aller Zeiten, be­
witz ums Leben gekommen war. Museums in Jerusalem. In den 1970er gangen am jüdischen Volk. Satan wollte
Die Zeichnungen mit der Unterschrift Jahren erhielt er Ehrendoktorwürden alle Juden vernichten, aber der Gott Is­
Heinrich Himmlers sind die «einzigen an der Bar-Ilan-Universität und an der raels hat seine Pläne durchkreuzt. Denn
Originale dieser Art, die in Deutschland Hebräischen Universität von Jerusalem. nach nur 12 Jahren ging das vermeintli­
bislang entdeckt wurden», heisst es sei­ 1983 verlieh ihm der legendäre Bürger­ che tausendjährige Reich Adolf Hitlers
tens der Axel Springer AG dazu. Die 29 meister von Jerusalem, Teddy Kollek, in Flammen auf. Die Folge war drei Jahre
Skizzen waren bei der Entrümpelung den Ehrentitel der Stadt: «Bewahrer später die Ausrufung des Staates Israel –
BCB Anz 137.4x96.5 4c RZ 26.02.2009 15:50 Uhr Seite 2
einer Berliner Wohnung entdeckt wor­ Jerusalems». AN die Antwort Gottes. CM 
den. Nachdem unter anderem das Bun­
desarchiv deren Echtheit bestätigt hatte,
erwarb die Axel-Springer-Stiftung die
Pläne im Dezember 2008 und stellte sie
Lernen. Wachsen. Leben.
anschliessend aus. Experten in Deutsch­ Die Bibelschule.
land sprachen von einem «bedeutenden
Fund». Die Skizzen offenbaren die Pla­
Gleich g
Studienkaetranlo
nung und Ausbauphasen des grössten
Vernichtungslagers, in dem die Nazis
rund eine Million Menschen ermordeten. anford
Netanjahu sprach von einem «Geschenk
der Wahrheit» und sagte: «Ich möchte
■ 3 Jahre Ausbildung
der Axel-Springer-Stiftung dafür dan­ zur Praxis
ken, dass sie Israel dieses Geschenk der ■ Bibeltreue
Wahrheit gegeben hat, das nicht leugnet, ■ Israel konkret*
dass der Holocaust stattgefunden hat. *während der
Bis zu diesem Moment hätten wir ge­ Ausbildungszeit
sagt: ‹Lasst sie (die Holocaust-Leugner) bieten wir eine
kostengünstige
nach Berlin kommen›, und von morgen Israelreise!
an werden wir ihnen sagen: ‹Kommt nach
www.bibel-center.de
Bibel-Center, Freie Theologische Fachschule
58339 Breckerfeld, Telefon 0 23 38/10 71
14 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

Obdachlose Jüdin

Die unglaubliche Hinterlassenschaft einer Holocaust-


Überlebenden
Es ist eine unglaubliche Geschichte: Eine 92-jährige obdachlose Jüdin hinterliess der Hebräischen Universität
von Jerusalem eine beachtliche Erbschaft, wie man sie von einer Obdachlosen nicht erwarten würde.

Wendungen genommen hat, was bei Holo­


Die Frau lebte ob- caust-Überlebenden leider keine Ausnah­
dachlos und anonym me darstellt. Die Hebräische Universität
in den Strassen Man-
hattans
erhält immer wieder mal Erbschaften von
älteren Menschen, die in Armut leben,
aber möchten, dass ihr Name in Ehren
Es ist die Geschichte einer Holo­ gehalten wird und sie nach ihrem Tod et­
caust-Überlebenden. Sie wurde 92 Jahre was zur akademischen Bildung in Israel
alt und lebte in den Strassen New Yorks – beitragen.
im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie In diesem Fall geht es jedoch nicht
war obdachlos. Nach ihrem Tod wurde um die Verewigung des Namens. Denn der
bekannt, dass sie die Hälfte ihres Vermö­ Name der Verstorbenen wurde der Univer­
gens der Hebräischen Universität von Je­ sität nicht bekannt gemacht. Das gilt auch
rusalem überschrieben hatte. Es handelt für die Anschrift, schliesslich lebte sie ja als
sich um eine Erbschaft in Höhe von sage Obdachlose in den Strassen Manhattans.
und schreibe 150  000 US-Dollar (rund «Wir haben schon unter den merk­
105 000 Euro). würdigsten Umständen Spenden und Erb­
Das ist ein bewegendes Ende eines schaften erhalten, doch noch nie zuvor ist
Lebens, das offensichtlich sehr traurige uns so ein Fall untergekommen», sagte Ye­

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fet Ozery von der Abteilung für Öffentlich­ Beschützer in Buchenwald


keitsarbeit der Hebräischen Universität
von Jerusalem. Ein Mitglied des Freundes­
vereins der Universität in den USA setzte
Vorsitzender von Yad Vashem ehrt
diese auch von der Erbschaft in Kenntnis.
Der Mann und seine Ehefrau leben in New
seinen Lebensretter
York und haben sich mehrere Jahre lang
Lange hatte der heutige Vorsitzende Yad Vashems und ehemalige asch-
um die Verstorbene gekümmert. Sie ha­
ben ihr ab und zu etwas zu Essen gegeben kenasische Oberrabbiner Israels, Meir Lau, nach einem für ihn wichtigen
und sich um ihren Wiedergutmachungs­ Menschen gesucht: einem jungen Mann, der während des Holocaust über
antrag für Holocaust-Überlebende bei sein Leben als kleiner Junge im Konzentrationslager Buchenwald gewacht
den deutschen Behörden gekümmert. Als hatte. Nun fand diese Suche ein bewegendes Ende.
Gegenleistung hat die ältere Frau öfters
versucht, für die Eheleute einen Parkplatz
in der Nähe ihrer Wohnung frei zu halten. «An den Abschied von Feodor er­ Konzentrationslager. Er war 1993 auf­
«Als die Obdachlose dem Ehepaar innere ich mich heute noch immer mit grund einer Krebserkrankung verstor­
unseres Freundeskreises in den USA er­ Schmerzen, vor allem, weil mir trotz ben. Sein vollständiger Name lautete
zählte, dass sie ein Testament vorbereite, meines jungen Alters klar war, dass Feodor Mikhailichenko. Posthum wurde
haben sie dem nicht weiter Beachtung ge­ ich ihm mein Leben verdanke und er ihm von Yad Vashem nun der Ehrenti­
schenkt», führte Ozery aus. «Sie dachten, für mich mehrmals sein eigenes Leben tel «Gerechter der Nationen» verliehen.
dass es sich dabei im besten Fall um einige riskiert hatte. Ich hätte viel dafür gege­ Seine beiden Töchter Yulia Selutina und
wertlose Dinge handeln könne. Sie waren
mehr als nur erstaunt zu hören, dass die­
se in Armut lebende Frau anscheinend gar
nicht so arm war. Als Holocaust-Überle­
bende muss sie eine enge Verbundenheit
mit Israel verspürt haben, weshalb sie ei­
nen Teil ihres Vermögens der Hebräischen
Universität von Jerusalem vermachte.»
Bei dem Testament dieser Frau, die
bereits vor zwei Jahren verstarb, handelt
es sich um recht schlichte Zeilen. «Ich ver­
mache der Hebräischen Universität von
Jerusalem für medizinische Forschung die
Hälfte meines Vermögens», heisst es in
ihrem Testament. Ozery erklärte, dass die
Stifterin darum gebeten habe, dass mit der
Erbschaft Stipendien eingerichtet würden.
Zudem soll sie verfügt haben, dass dies an­
onym geschieht. «Dennoch werden wir den
Stipendiaten wenigstens die Geschichte
der Erbschaft erzählen», sagte Ozery. ZL

Kommentar: Vielleicht werden wir,


wenn wir dereinst im Himmel sind, in dem Yad Vashem
Sinne Ähnliches erleben, indem wir dort
Menschen antreffen, die wir dort nicht er­ ben, ihn noch einmal sehen zu können», Yelena Belayaeva nahmen die Ehrung
wartet hätten. Oder wir werden Menschen so schrieb Rabbiner Meir Lau in seiner entgegen.
vermissen, die wir absolut dort erwarte­ 2000 veröffentlichten Autobiografie. Zwischen 1999 und 2003 war Meir
ten. Wie erst nach dem Tod dieser Jüdin Darin schildert er ausführlich die Bezie­ Lau aschkenasischer Oberrabbiner
bekannt wurde, dass sie nicht arm war, hung, die er als achtjähriger Junge im des Staates Israel. Im November 2008
so ist es auch mit uns Menschen. Nach Konzentrationslager zu einem Russen wurde er zum Vorsitzenden der israe­
unserem Ableben schlägt die Stunde der namens Feodor hatte. lischen Holocaust-Gedenkstätte Yad
Wahrheit: Dass «es den Menschen bestimmt Dieser Mann war damals in Buchen­ Vashem gewählt. Lau kam 1937 in Po­
ist, einmal zu sterben, danach aber das Ge- wald selbst gerade erst 18 Jahre alt len zur Welt. 1942 wurde er zusammen
richt», lesen wir im Neuen Testament gewesen. Da Rabbiner Lau nur seinen mit anderen jüdischen Familien seiner
(Hebr 9,27). Wohl dem, der während sei­ Vornamen kannte, war es sehr schwie­ Heimatstadt in das Vernichtungslager
nes Erdenlebens sein Leben mit Gott in rig, Feodor ausfindig zu machen. Nach Treblinka deportiert. Seine Familie kam
Ordnung bringt. Genau dafür ist Christus jahrelanger Suche schloss sich für Lau in den dortigen Gaskammern ums Le­
gekommen, um für Dich und mich zu ster­ nun endlich der Kreis – leider jedoch ben. Wie durch ein Wunder entging der
ben. CM  nicht für seinen Beschützer aus dem damals Achtjährige diesem Schicksal.

Fortsetzung auf Seite 18


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Mi 21.10 bis 24.10 Aguas de Lindóia/SP, Brasilien Hotel Monte Real Resort, R. São Paulo, 622 Norbert Lieth B H
Mi 21.10 20:00 CH 3600 Thun Pflegeheim Berntor, Bernstrasse 4 Nathanael Winkler B H
Sa 24.10 16:00 DE 91555 Feuchtwangen Schranne Saal, Untere Torstrasse 3 Samuel Rindlisbacher B H
So 25.10 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Fredy Peter K
So 25.10 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Marcel Malgo B K
So 25.10 15:00 DE 90478 Nürnberg Meistersingerhalle, Konferenzraum 2, Münchenerstrasse 2 Samuel Rindlisbacher B H
Sa 31.10 09:30 CH 8600 Dübendorf Mitternachtsruf-Haus, Ringwiesenstrasse 12a Johannes Vogel (WOBI) B H
So 01.11 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Nathanael Winkler K
So 01.11 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Johannes Vogel B K
So 01.11 10:00 DE 71065 Sindelfingen Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23 Marcel Malgo B H K
So 01.11 14:00 DE 71065 Sindelfingen Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23 Norbert Lieth B H K
Fr 06.11 19:30 DE 67149 Meckenheim (Pfalz) Evangelische Gemeinschaft Meckenheim, Sandgasse 31 Norbert Lieth B H
Sa 07.11 16:00 DE 68167 Mannheim Evang.-Freikirchliche Gemeinde Mannheim, Hoffnungskirche, Lenaustr. 53 Fredy Peter B H
Sa 07.11 19:30 DE 67149 Meckenheim (Pfalz) Evangelische Gemeinschaft Meckenheim, Sandgasse 31 Norbert Lieth B H
So 08.11 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Samuel Rindlisbacher K
So 08.11 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Marcel Malgo B K
So 08.11 14:00 DE 67149 Meckenheim (Pfalz) Evangelische Gemeinschaft Meckenheim, Sandgasse 31 Norbert Lieth B H
So 08.11 14:30 FR 67720 Hoerdt Restaurant «Zum Engel», Rue de la Republique 53 Fredy Peter B H
So 08.11 16:00 DE 79618 Rheinfelden Schloss Beuggen, Evangelische Tagungs- und Begegnungsstätte Samuel Rindlisbacher B H
Sa 14.11 16:00 DE 80637 München Innere Mission München, Landshuter Allee 40 Samuel Rindlisbacher B H
So 15.11 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Marcel Malgo K
So 15.11 09:30 DE 72336 Balingen-Weilstetten Freie Biblische Versammlung, Tieringer Str. 4/1 Samuel Rindlisbacher B H
So 15.11 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Peter Blaser B K
Di 17.11 19:00 DE 49593 Bersenbrück Freie evangelische Baptistengemeinde, In der Halle 10 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Mi 18.11 18:30 DE 32758 Detmold Evangelische Freikirche, Adolf-Meier-Strasse 36 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Mi 18.11 20:00 CH 3600 Thun Pflegeheim Berntor, Bernstrasse 4 Hermann Schmälzle B H
Do 19.11 19:00 DE 49152 Lintorf Evangelische Christliche Baptistengemeinde, Lintorferstrasse 80 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Fr 20.11 19:30 DE 34117 Kassel CVJM Kassel, Wolfsschlucht Marcel Malgo B H
Sa 21.11 14:30 NL 3941 KA Doorn Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht), Postweg 18 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Sa 21.11 15:00 DE 30625 Hannover Gemeindezentrum, Helstorfer Str. 21 (Nähe med. Hochschule) Marcel Malgo B H
Sa 21.11 16:30 NL 3941 KA Doorn Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht), Postweg 18 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
So 22.11 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Thomas Lieth K
So 22.11 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Fredy Peter B K
So 22.11 16:00 DE 08280 Aue/Sachsen Kulturhaus «Aue», Goethe-Strasse 2 Marcel Malgo B H
So 22.11 19:30 NL 3751 WB Bunschoten Evangeliegemeente de Reddingsark, Plecht 1 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Mo 23.11 19:30 DE 99089 Erfurt CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a Marcel Malgo B H
Mo 23.11 19:30 DE 36275 Kirchheim Freie Gemeinde, Haus der Hoffnung, Alter Bahnhof, Bahnhofstrasse Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Di 24.11 20:00 DE 66539 Neunkirchen Sinti-Gemeinde Ludwigsthal, Hauptstrasse 25 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Mi 25.11 20:00 DE 73340 Amstetten Gemeindehalle, Im Burrach, Ortsteil: Hofstett-Emerbuch Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Do 26.11 19:00 DE 59555 Lippstadt Christliche Gemeinschaft Lippstadt, Fleischhauerstrasse 7 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Fr 27.11 19:30 DE 74072 Heilbronn Schiesshaus Heilbronn, Frankfurter Str. 65 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Sa 28.11 16:00 DE 85055 Ingolstadt Freie Baptistengemeinde Ingolstadt, Friedrich-Ebert Strasse 68 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
Sa 28.11 19:00 DE 85055 Ingolstadt Freie Baptistengemeinde Ingolstadt, Friedrich-Ebert Strasse 68 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
So 29.11 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Samuel Rindlisbacher K
So 29.11 09:30 DE 91126 Schwabach Rumänische Baptisten-Gemeinde Bethel, Lerchenweg 8 Norbert Lieth B H
So 29.11 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Erich Fischer B K
So 29.11 15:00 FR 67100 Strasbourg Centre Culturel de Neudorf, Place Albert Schweitzer Thomas Lieth B H
So 29.11 15:00 DE 90478 Nürnberg Meistersingerhalle, Konferenzraum 6, Münchenerstrasse 2 Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
So 29.11 18:00 DE 90449 Nürnberg Sinti-Gemeinde Nürnberg-Fürth, Gebersdorferstrasse (hinter Rewe-Laden) Norbert Lieth, Jonathan Malgo B H
18 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

stammte aus Russland und war entdeckte der amerikanische Holocaust-


seit November 1943 in Buchen­ Forscher Kenneth Waltzer den vollen
wald interniert. Er stahl für sei­ Namen dieses Mannes in Dokumenten
nen kleinen Schützling Essen des Archivs von Bad Arolsen. Darauf­
und Kleidung und strickte ihm hin machte Yad Vashem eine der Töch­
Ohrschützer, um ihn vor der ter des Lebensretters von Rabbiner Lau
bitteren Kälte etwas besser zu ausfindig. Sie bestätigte die Geschichten
schützen. Das alles und noch von Lau, denn auch sie hatte darüber
viel mehr tat er unter Gefahr von ihrem Vater erfahren. Für Rabbiner
für sein eigenes Leben. «Er war Lau und seine grosse Familie und für
der einzige Mensch, der sich die Töchter von Mikhailichenko war die
damals um mich kümmerte. Er Zeremonie in Yad Vashem ein äus­serst
sorgte für mich, wie ein Vater bewegendes Ereignis. ZL
für seinen Sohn sorgt», sagte
Lau rückblickend. Kommentar: Auch wenn Feodor
Obgleich Feodor dem jungen Mikhailichenko diese Ehrung in Jerusa­
Lau damals nach der Befreiung lem nicht mehr selbst entgegennehmen
anbot, ihn zu adoptieren, er­ konnte, so dürfen wir ganz sicher wis­
füllte Lau den Wunsch seiner sen, dass in der Ewigkeit vor dem Thron
ermordeten Familie und ging Gottes alles ans Licht kommen wird. Ob
nach Israel. Feodor Mikhaili­ es nun um das Böse oder Gute geht, in
Yad Vashem chenko kehrte nach Russland der zukünftigen Welt wird alles ans Licht
zurück. Als Rabbiner Lau schon kommen. Jesus hat gesagt: «Es ist aber
Lolek, wie er als Kind genannt wurde, längst ein Mann des öffentlichen Lebens nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt wer-
wurde nach Buchenwald verschleppt. in Israel war, begann er mittels Suchan­ den wird, und nichts verborgen, das nicht
Er kam in Block Nummer 8 unter, in zeigen nach Feodor zu suchen, denn es bekannt werden wird» (Lk 12,2). CM 
dem Kinder und Jugendliche inter­ verging kein Tag – wie er selbst sagte –,
niert waren. Dort nahm sich ein junger an dem er nicht an seinen Lebensretter Homepage von Yad Vashem:
Mann namens Feodor seiner an. Feodor dachte. Erst im vergangenen Sommer www.yadvashem.org

Yaakov Slavin

Nathanael Winkler 108 bewegte Lebensjahre


spricht über das aktuelle Thema mit Er hatte den Ersten Weltkrieg erlebt und war vor dem Zweiten Weltkrieg
einer Multimedia-Präsentation: nach Eretz Israel ausgewandert. Yaakov Slavin, Gründer der ersten Spra-
Versammlungen NAW chenschule Israels, wurde 108 Jahre alt. Er hinterlässt zwei Kinder, fünf

«Der Augapfel Enkel, fünf Urenkel und so manches Schulbuch im Bereich der Sprachen.
Yaakov Slavin wurde 1901 in Li­ beherrschte er fliessend. Yaakov Slavin

Gottes
Fr. – Israel»
09.10.2009
tauen geboren. Als der Erste Weltkrieg
ausbrach, war er bereits 13 Jahre alt.
In seiner Jugend spielte er im Armee­
gründete die erste Sprachenschule des
Landes. Als er dann 1963 nach Jerusa­
lem zog, widmete er sich dem Verfassen

Kassel orchester der litauischen Armee, später


im Orchester der Roten Armee der So­
Slavin verdiente sich seinen
Freitag, 09.10.2009, 19:30 wjetunion. 1937 hörte er eine Rede von
Sa.DE10.10.2009

NS-Propagandaminister Josef Goeb­bels Lebensunterhalt dank seiner
34117 Kassel im fernen Deutschland. Dem damals Sprachkenntnisse. Insgesamt
Freudenstadt
CVJM Kassel, Wolfsschlucht 36-Jährigen war sofort klar, was in Eu­
ropa geschehen würde. Er wanderte 13 verschiedene Sprachen
aus, und zwar nach Eretz Israel. Leider beherrschte er fliessend. Er
So.Samstag,

11.10.2009
10.10.2009, 16:00 konnte er seine Verwandten nicht zu gründete die erste Sprachen-
DE 72250 Freudenstadt einem solchen Schritt bewegen. Seine
schule des Landes
Hoerdt
Kurhaus Freudenstadt,
Am Promenadenplatz
gesamte Familie kam im Holocaust ums
Leben.
Im damals britischen Mandatsgebiet von Schulbüchern im Bereich der Spra­
liess sich Slavin zunächst in Tel Aviv nie­ chen. Bis zu einem halben Jahr vor sei­
Sonntag, 11.10.2009, 14:30
DLM

der. Er verdiente sich seinen Lebensun­ nem Tod gab er diese Aktivität nicht auf.
terhalt dank seiner Sprachkenntnisse. Zuletzt arbeitete er an einem Schulbuch
FR 67720 Hoerdt Insgesamt 13 verschiedene Sprachen für Französisch. Diese Schulbücher, die
Restaurant «Zum Engel»,
Rue de la Republique 53
19

vom Erziehungsministerium auch offizi­ Erstaunliche Umfrageergebnisse


ell anerkannt wurden, enthalten auch
Kurzgeschichten aus der Feder Slavins.
Sein Sohn Schimon Slavin, ein Arzt,
Jerusalem und der dritte Tempel
gründete 1978 das erste israelische Zen­
Eine Mehrheit von 64 Prozent der Israelis will die Wiedererrichtung
trum für Knochenmarktransplantatio­
nen am Tel Aviver Ichilov-Krankenhaus. des im Jahr 70 n.Chr. von den Römern zerstörten Tempels. Die Umfrage
Gegenüber der bekannten israelischen wurde anlässlich des Trauertages Tisha BeAv, dem 9. Tag des jüdischen
Tageszeitung Haaretz sagte er, dass Monats Av, durchgeführt, wenn Juden sowohl der Zerstörung des ersten
sein Vater immer ein sehr bescheidener als auch des zweiten Tempels gedenken.
Mann gewesen sei. Nie habe er in den
Besitz von Geräten und Gegenständen Die Umfrage wurde vom Gesher-In- pels befürworten. Unter den weltlichen
kommen wollen, die die Jüngeren aus stitut für die Überbrückung der Kluft zwi- Juden sind es 47 Prozent. Insgesamt
ihrem modernen Leben gar nicht mehr schen Religiösem und Säkularem durch­ stimmten 64 Prozent der Israelis für die
wegdenken könnten. «Ausserdem ass er geführt, das unter der Leitung des Rab­ Wiederrichtung des Tempels. Tropper
immer sehr wenig», weshalb Schimon biners Dr. Daniel Tropper steht. Befragt räumte ein, dass die Frage keine An­
vermutet, dass die geringe Kalorienzu­ wurden repräsentative 516 jüdische gabe über den Zeitpunkt enthielt, wann
fuhr ein Rezept dafür war, dass sein Va­ Israelis. Die Fehlerquote liegt nach An­ der Tempel wieder errichtet werden
ter ein so hohes Alter erreichte. gaben des Instituts bei vier Prozent. Bei sollte, ob heute oder in ferner Zukunft,
Trotz seines hohen Alters lebte Sla­ der Umfrage wurde folgende Frage ge­ nach der Ankunft des Messias. Das Um­
vin immer in seiner eigenen Wohnung. stellt: «Der Tempel wurde vor 2000 Jah­ frageergebnis wäre anders ausgefallen,
Lediglich wenige Monate vor seinem Tod ren zerstört. Wollen Sie oder wollen Sie hätte man das Wörtchen «jetzt» oder
musste er sich erstmals in seinem Leben nicht, dass der Tempel wiedererrichtet «heute» eingefügt. «Alle Menschen in
eine Hilfe nehmen. Slavin hinterlässt wird?» Israel wissen, dass der Versuch, heute
einen Sohn und eine Tochter sowie fünf Rabbi Tropper äusserte sich auf den Tempel anstelle der muslimischen
Enkel und fünf Urenkel. Er starb im Al­ Nachfrage «überrascht» über das Ergeb­ Heiligtümer zu errichten, einen Welt­
ter von 108 Jahren im Tel Aviver Ichilov- nis. Eine Detailanalyse ergab, dass fast krieg auslösen würde. Solche Absichten
Krankenhaus aufgrund von Komplikatio­ 99 Prozent der befragten orthodoxen entsprechen nicht den Vorstellungen
nen nach einer Beinverletzung. AN  Juden die Wiedererrichtung des Tem­ der meisten Juden.» Gleichwohl über­

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20 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

Alle Menschen in Israel wis-


sen, dass der Versuch, heute
den Tempel anstelle der mus-
limischen Heiligtümer zu er-
richten, einen Weltkrieg aus-
lösen würde

unverputzten Ausstellungssäle
oder vom Dach mit dem Modell
bietet sich ein atemberaubender
Ausblick auf die Klagemauer, die
goldene Kuppel des Felsendoms
und die Bleikuppel der al-Aqsa-
Moschee. Auch interessierte
Christen seien willkommen, mehr
über das Judentum zu erfahren,
sagte Shore.
Das Modell aus Jerusalem-
Stein (Meleke), Marmor und ech­
tem Gold wiegt 1,2 Tonnen, ist 1,3
Meter breit und 3 Meter lang. Der
aus Russland stammende Modell­
bau-Spezialist Michael Osanis
erschuf die Tempelnachbildung
in zweijähriger Arbeit. Als diese
dann mit Stricken gesichert aus
der Luft auf das Dach herabge­
lassen wurde, sah es für einen
Augenblick so aus, als würde der
Tempel des Herodes neben dem
raschte ihn das Umfrageergebnis, weil Felsendom herabsinken. Das war nur
es zeige, dass sogar weltliche jüdische eine optische Täuschung. Die Organi­
Israelis wichtige Werte des Judentums satoren von Aish HaTorah sind sich der
kennen und würdigen. Dazu gehörten symbolischen Bedeutung der Aufstel­
Tage der Verkündigung mit der Tempel und der Opferdienst im Hei­ lung dieses Modells in nächster Nähe

Fredy Peter ligtum.


Um «Erziehung zu jüdischen Wer­
ten» geht es Rabbi Hillel Weinberg, Di­
zum Tempelplatz sehr wohl bewusst.
Für einen kurzen Moment erinnerte das
Geschehen an Offenbarung 21,2-3: «Und
rektor des Aish HaTorah-Zentrums für ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das
jüdische Kultur in der Altstadt Jerusa­ neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel
lems. «Möge der Tempel in Eile wieder­ herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren
errichtet werden», sagte er, als Anfang Mann geschmückte Braut. Und ich hörte
� Samstag, 07.11.2009, 16:00 August ein Kran ein steinernes Modell eine laute Stimme aus dem Himmel sagen:
DE 68167 Mannheim des herodianischen Tempels im Mass­
stab 1:60 auf die Dachterrasse des Zen­
Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen!
Und er wird bei ihnen wohnen; und sie wer-
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde trums hievte. den seine Völker sein, und Gott selbst wird
Mannheim, Hoffnungskirche, Lenaustr. 53 Das Kulturzentrum westlich der Kla­ bei ihnen sein, ihr Gott.» US
gemauer soll im Dezember für 300 000
Thema: «Der Trost, erwartete Besucher pro Jahr eröffnet
werden. «Wir wollen die Beziehung zu
Kommentar: Ist dieser Bericht nicht
von gewaltiger prophetischer Spreng­
der wirklich tröstet» Jerusalem und die Sehnsucht nach dem kraft? Die Umfrage zeigt, dass der gröss­
Tempel unter jüdischen Besuchern ver­ te Teil des Volkes Israel dazu bereit
tiefen», sagte Rabbi Weinberg. Die mit wäre, wenn der Tempel aufgebaut wür­
Spendengeldern finanzierte orthodoxe de, in den sich dann der Antichrist set­
� Sonntag, 08.11.2009, 14:30 Organisation Aish HaTorah wolle zu­ zen wird. Mit anderen Worten: Die Zeit
dem vorführen, wie jüdische Lehren zu ist nahe. Gleichzeitig scheint dadurch
FR 67720 Hoerdt universeller Bildung und Nächstenliebe die Entrückung der Gemeinde Jesu in
Restaurant «Zum Engel», Rue de la Repu- beigetragen und jüdische Gerechtig­ greifbare Nähe zu rücken. In welch ein­
blique 53 keit die Welt verändert haben, meinte zigartiger Zeit leben wir! CM 
Efraim Shore, Leiter des Zentrums.
Thema: «Wie werde Aus den halbrunden Fenstern der noch Homepage von Aish HaTorah: www.aish.com

ich wirklich frei?»


HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL 21

Naturwissenschaften

Beweis für die Existenz der vier Stammmütter gefunden?


Die Bibel scheint eine wunderbare Bestätigung durch die Naturwissenschaften bekommen zu haben. Israelische
Wissenschaftler machten dank modernster Technologie Entdeckungen, die mit den Stammmüttern Sarah, Rebek-
ka, Lea und Rahel in Verbindung gebracht werden können.

Israelische Wissenschaftler mach­ Ausbildung am Technion Haifa ab. Nun ren des jüdischen Priestergeschlechts
ten eine aufsehenerregende Entde­ arbeitet er als Leiter der Abteilung für der Cohen anscheinend auf einen einzi­
ckung: Anhand genetischer Forschun­ medizinische Entwicklung und For­ gen Erzvater zurückgehen, der vor rund
gen wiesen sie nach, dass rund die schung des Rambam-Krankenhauses 3000 Jahren lebte. Damit bestätigte die
Hälfte aller Juden, die als aschkenasi­ in Haifa. Er kooperierte schon häufiger moderne Naturwissenschaft eine seit
sche (europäische) Juden gelten, auf mit Prof. Ehud Shapira vom Weizmann- der Antike bestehende jüdische Tra­
vier Frauen zurückgeht, die vor meh­ Institut in Rehovot. Beide beschäftigen dition: Jeder männliche Jude, der den
reren Tausend Jahren gelebt haben. sich mit der genetischen Ahnenfor­ Nachnamen Cohen führt, ist ein Nach­
Wenngleich die Wissenschaftler nicht schung und wenden dafür hochmoder­ fahre des biblischen Aaron, dem älteren
in Eile sind, nun zu verkünden, wer die­ ne Methoden an. So gehen sie beispiels­ Bruder Moses. ZL
se Personen wohl sein mögen, lassen weise dem genetischen Ursprung ver­
sich gewisse Parallelen mit den bibli­ schiedener Bevölkerungsgruppen nach, Kommentar: Wieder bestätigen
schen Berichten über die vier Stamm­ indem sie die Herkunft des männlichen israelische Wissenschaftler die Bibel.
mütter Sarah, Rebekka, Lea und Rahel Y-Chromosoms, das unverändert vom Wer heute die Heilige Schrift leug­
bestimmt nicht von der Hand weisen. Vater auf den Sohn vererbt wird, nach­ net, muss sehr verstockt sein und
Die Forschungsstudie stand unter zuvollziehen versuchen. Dabei machten ist wohl kaum fähig, objektiv zu den­
der Leitung von Prof. Karl Skorecki, die beiden israelischen Wissenschaftler ken. Tatsächlich hat die Sünde den
der aus Kanada stammt. Nach seiner schon mehrmals bemerkenswerte Ent­ Verstand der Menschen verfinstert, wie
Einwanderung nach Israel im Jahre deckungen. Sie fanden beispielsweise es die Bibel bezeugt (Eph 2,1-3; 4,17-
1995 schloss er seine akademische heraus, dass die männlichen Nachfah­ 19). CM 

� NORBERT LIETH � JOHN ANKERBERG / JOHN WELDON

Halloween – der Ernst Fakten über Halloween – mehr als


hinter der Maske nur ein harmloses Vergnügen?
Halloween ist kein harmloser Ende Oktober begeben sich jedes Jahr fröhli-
Spass. In dieser Schrift wird che Kinder auf eine magische Jagd nach Süs-
gewarnt und das Evangelium sigkeiten und kleinen Geschenken. Aber ist
auf den Leuchter gestellt. dieses «Erntefest» wirklich harmlos, oder hat
es auch eine dunkle Seite? Dieses Buch bie-
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22 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

Solidaritäts-Konferenz

Amerikanische Evangelikale gegen den Druck der


USA auf Israel
An einer von Pastor John Hagee einberufenen Konferenz nahmen rund 4000 evangelikale Christen der USA teil.
Auch namhafte israelische Prominenz war anwesend. Hagee rief an der Konferenz dazu auf, Israel zu unterstüt-
zen.

Pastor John Hagee ist der Gründer Besondere Beachtung fand in Israel Jude das Amt innehat. Der 1955 gebore­
der Organisation Vereinigte Christen für in erster Linie die israelische Repräsen­ ne Oren, der in den USA Internationale
Israel (CUFI). Auf einer Konferenz in tanz auf der Konferenz. Ministerpräsi­ Beziehungen studiert hatte, wanderte
Washington D.C. rief Hagee die teilneh­ dent Benjamin Netanjahu übermittelte 1979 nach Israel aus. Im Laufe seiner
menden Mitglieder und ihre Gemeinden den Teilnehmern per Videoaufzeichnung Karriere veröffentlichte er als Histori­
dazu auf, Israel zu unterstützen. Als eine Grussbotschaft. Darin beteuerte er: ker mehrere Bücher. Oren spielte auch
eine wichtige Rolle bei der Gründung
des Shalem-Zentrums, das 1994 von
rechtskonservativen jüdischen Kreisen
in Jerusalem ins Leben gerufen wurde.
Dieses akademische Forschungsinstitut
spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei
der Klärung von Fragen, vor denen das
jüdische Volk, der Staat Israel und der
Zionismus stehen. Aufgrund der sehr
rechtskonservativen Ausrichtung be­
steht eine enge Verbundenheit zu nam­
haften Persönlichkeiten der gegenwärti­
gen israelischen Regierung.
Beachtung fand in Israel auch die
Teilnahme des israelischen Tourismus­
ministers an der Konferenz: Stas Misezh­
nikov war angereist, um mit Pastor Ha­
gee Einzelheiten zur Gründung einer
speziellen Arbeitsgruppe zu vereinbaren.
Diese Arbeitsgruppe unter der Leitung
von Hagee soll die Beziehungen zwischen
Israel und den evangelikalen Gemeinden
in den USA intensivieren. Geplant sind
zur Vertiefung der Beziehungen unter
anderem Telefonkonferenzen zwischen
Hagee, Netanjahu und Misezhnikov, die
Christen seien sie verpflichtet, sich «Heute stehen Millionen von Christen alle drei Monate abgehalten werden sol­
mit dem jüdischen Staat solidarisch zu hinter Israel, denn sie treten für Freiheit len. Ferner ist eine jährliche Konferenz
erklären, betonte er. Hagee hielt eine ein. Millionen von Christen stehen hin­ der Arbeitsgruppe in Israel geplant. AN
inbrünstige Rede, in der er es vermied, ter Israel, denn sie stehen für die Wahr­
den Namen Obama zu erwähnen. Er heit. Und Millionen von Christen stehen Kommentar: Eine der ganz grossen
sagte unter anderem: «Trotz aller Ri­ hinter Israel, weil sie einen wirklichen Aufgaben der Gemeinde Jesu in dieser
siken, die Israel eingegangen ist, um Frieden im Nahen Osten wollen. Ich Endzeit ist nebst der Verkündigung
einen Frieden zu erlangen, übt unsere glaube, dass die moralische Klarheit un­ des Evangeliums die Unterstützung
Regierung Druck auf Israel auf, damit serer Unterstützer heute wichtiger denn Israels. Gerade in dieser Zeit, wo die
das Land weitere Risiken eingeht.» Er je ist, denn Israels Feinde sind nicht ta­ Nationen mehr und mehr auf Distanz
unterstrich seine Ansicht, dass die US- tenlos.» zu Israel zu gehen scheinen, braucht
Regierung auf den Falschen Druck aus­ Auf der Konferenz selbst anwesend das Volk wahre Freunde. Wenn so­
übe. Vielmehr müsse man hart gegen war unter anderem auch der neue isra­ gar ein Ministerpräsident Israels sol­
Terroristen vorgehen. Keineswegs je­ elische Botschafter in den USA, Michael che Israel-Konferenzen wahrnimmt,
doch dürfe man die einzige Demokratie Oren. Seine Ernennung war in den isra­ so zeigt das, wieviel Israel an die­
des Nahen Ostens unter Druck setzen. elischen Medien umfassend behandelt ser Freundschaft gelegen ist. Stehen
Diese Aussagen zitierte auch die Jewish worden. Denn es ist das erste Mal, dass wir hinter Israel, kämpfen wir für Isra­
Telegraphic Agency. ein in Israel lebender amerikanischer el! CM 
23

Susan Elizabeth Rice

Amerikanische UNO-Botschaf-
terin kritisiert anti-israelische
Haltung der UNO
Susan Elizabeth Rice ist die dritte Frau in der Geschichte, die die
USA als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertritt und die
erste afroamerikanische Frau in dieser Position. Und sie kritisierte
nachhaltig die anti-israelische Haltung der Organisation.
Israelis bezeichnen die UNO-Ab­ Susan Rice: «Israel wird noch
stimmung zur Teilung des britischen immer unfair ausgesondert!»
Mandatsgebietes im Jahre 1947 und die Diesbezüglich erwähnte sie vor
anschliessende Abstimmung zur Aner­ allem den UNO-Menschen-
rechtsrat, den sie als «offen-
kennung des Staates Israel gerne als
sichtlich anti-israelisch» be-
Sternstunden der Vereinten Nationen, in zeichnete und in dem ihrer
der 192 Staaten organisiert sind. Doch Meinung nach weiterhin «be-
alles, was in den Vereinten Nationen da­ sessene, unproduktive verbale
nach bezüglich Israel herausgegeben, Angriffe auf Israel» an der Ta-
verabschiedet oder ratifiziert wurde, ist gesordnung sind
in den Augen der Israelis zumeist nichts
anderes als ein Ärgernis. Die UNO-Re­
solutionen sind sozusagen Dauerbren­ Meinung nach unfaire Behand­
ner, die immer wieder für Spannungen lung durch die UNO auf, wird
sorgen. Begehrt Israel gegen die seiner dem Land oftmals vorgeworfen,

Musik
Fabio Ambrosino

Kommt, preist den HERRN


Diese CD enthält eindrückliche Orches-
terarrangements bekannter Glaubenslie-
der wie «Näher, noch näher», «Welch
ein Freund ist unser Jesus», «Wie ein
Strom von oben» u.a.m.
Audio-CD
Bestell-Nr. 13191
CHF 19.–, EUR 12.–

Zionssänger Charis-Sänger Govert Roos

Jesus, der einzige Weg Charis 1 Danke Vater


Die Zionssänger bezeugen mit starker In ihrer eigenen, ergreifenden Art tragen Eine abwechslungsreiche und harmoni-
Stimme und einfühlsamer melodischer die rumänischen Sänger Lieder vor von sche Instrumental-CD, wo immer wieder
Umrahmung, dass Jesus der einzige Weg Gottes herrlicher und unbegreiflicher andere Instrumente zur Geltung kom-
ist. Gnade. Ruhige Musik, die das Herz be- men. Wunderbar arrangiert von Govert
rührt. Roos.
Audio-CD
Bestell-Nr. 13016 Audio-CD Audio-CD
CHF 19.–, EUR 12.– Bestell-Nr. 13186 Bestell-Nr. 13181
CHF 19.–, EUR 12.– CHF 19.–, EUR 12.–
24 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

zu kritisch oder gar zu dünnhäutig zu der ehemaligen US-Aussenministerin Entschlossenheit» lenken lasse, sodass
sein. Schliesslich, so wird dann entge­ Condoleezza Rice verwandt ist, scheint das Gremium eher einem «politischen
gengehalten, stütze sich die UNO doch grundsätzlich kein Blatt vor den Mund Theater» gleiche.
auf eine enorme Spannbreite von Staa­ zu nehmen. Natürlich ist sie parteipo­ In diesem Zusammenhang sagte sie
ten, und wenn so viele unterschiedliche litisch gebunden, doch wenn ihr eine dann einen wichtigen Schlüsselsatz:
Stimmen einen Konsens hätten, könne Angelegenheit faktisch und sachlich «Israel wird noch immer unfair ausge­
dieser doch gar nicht falsch sein. nicht richtig erscheint, dann sagt Rice sondert!» Diesbezüglich erwähnte sie
Doch genau dies kritisierte nunmehr das offen und ohne Animositäten oder vor allem den UNO-Menschenrechtsrat,
Susan Elizabeth Rice, die, nachdem falsche Zurückhaltung gegenüber Par­ den sie als «offensichtlich anti-isra­
sie mehrere hochrangige Ämter in der teifreunden oder Kollegen. elisch» bezeichnete und in dem ihrer
Administration von Bill Clinton inne Genauso verhält es sich mit ihrer Meinung nach weiterhin «besessene,
hatte, Ende Dezember 2008 vom neu­ harschen Kritik an die UNO, die sie im unproduktive verbale Angriffe auf Isra­
en US-Präsidenten Barack Obama zur Rahmen einer Rede an der New York el» an der Tagesordnung sind.
Botschafterin der Vereinigten Staaten University vorbrachte. Dabei sagte sie: Einen wirklichen Wandel kann man
bei der UNO ernannt wurde. Andere «Ich habe keinerlei Illusionen. Eine gra­ ihrer Auffassung nach nur bewirken,
Mitglieder der Obama-Regierung sag­ vierende Kluft trennt noch immer die Vi­ wenn eine «mühevolle und prinzipien­
ten bei ihrer Ernennung, dass sie «im sion der UNO-Gründer von der heutigen feste Diplomatie angewandt wird. Also
Team des neuen Präsidenten eine zent­ Institution. Der Sicherheitsrat ist weni­ werden wir hart daran arbeiten müs­
rale Rolle spielen wird». Sie vertritt ihr ger zerrissen, als er es in den kältesten sen, um die üblichen Spaltungen zu
Land nicht nur bei der UNO, sondern Tagen des Kalten Krieges war, aber er reduzieren. Ich werde nachhaltig eine
hat auch einen Sitz im Kabinett und im strauchelt weiterhin, sobald Interessen faire Behandlung Israels fordern», kün­
Nationalen Sicherheitsrat. Noch viel und Werte auseinanderklaffen.» Sie er­ digte sie auf dieser Rede an der New
wichtiger ist, dass sie zu jenen Per­ wähnte Themen wie Darfur, Simbabwe York University an. AN 
sonen gehört, die direkt und jederzeit und Burma, bei denen sich die Vollver­
mit Präsident Obama kommunizieren sammlung der UNO-Mitgliedstaaten Homepage der Vereinten Nationen:
können. Rice, die übrigens nicht mit «nicht von wirklicher Überlegung und www.un.org

Israel und die Araber

Versöhnliche Töne aus Bahrain?


Vor einiger Zeit schrieb der Kronprinz von Bahrain, Scheich Salman ibn Hamad ibn Isa Al Chalifa, zu den Frie-
densbemühungen einen bemerkenswerten Artikel in der Washington Post.

Salman ibn Hamad: Der Frie-


den ist ein Prozess, der neben
einer guten Idee auch eine
Menge Einsatz erfordert. Da-
ran müssen alle Parteien ge-
duldig und fortwährend ar-
beiten. Hier haben wir als
Araber nicht genügend getan,
um direkt mit dem Volk Israel
zu kommunizieren

Über den Druck, den die USA im


Friedensprozess auf Israel ausüben,
haben wir bereits ausführlich berich­
tet. Doch die US-Initiative enthält auch
Forderungen an die arabischen und isla­
mischen Staaten. Von ihnen fordern die
USA im ersten Schritt eine Annäherung
an Israel und letztlich eine offizielle An­
erkennung des jüdischen Staates.
Wenngleich auf Regierungsebene
zwischen Israel und den USA eine fros­
tige Atmosphäre zu herrschen scheint,
25

bezieht sich dies wohl nur auf gewisse Befragten sind zudem der Ansicht, dass unabhängig. Das Land pflegt gute Bezie­
Bereiche. Die USA haben zwar sogar eine palästinensische Anerkennung des hungen zu den USA. Wenngleich Bah­
Sanktionsbereitschaft gegenüber Israel israelischen Existenzrechtes nicht nur rain nicht zu den arabischen Staaten ge­
bekundet, es kam aber noch nicht zu überfällig, sondern dringend notwendig hört, die gegenüber Israel eine fanatisch
einem Zerwürfnis mit der Netanjahu-Re­ ist. ablehnende Haltung haben, hält Bahrain
gierung. Es bleibt weiterhin offen, wie Um mehr oder weniger dieselbe Zeit dennoch den wirtschaftlichen Boykott
und in welche Richtung sich die momen­ meldete sich der Kronprinz von Bahrain Israels aufrecht. Das Land orientiert
tanen Spannungen entwickeln werden. in der Öffentlichkeit zu Wort. Scheich sich in seiner Haltung an den Beschlüs­
Deutlich wurde in den letzten Wochen Salman ibn Hamad ibn Isa Al Chalifa sen der Arabischen Liga, die Israel wei­
allerdings auch, dass die USA trotzdem schrieb in einem Artikel für die Washing- terhin als Front gegenübersteht.
weiterhin an der Seite Israels stehen. ton Post deutlich und klar: «Araber müs­ Vor Kurzem kam es auch zu einem
Zum einen forderte die US-Botschafterin sen mit Israel reden.» Weiter führte er überraschenden «Besuch» einer bahrai­
bei den Vereinten Nationen eine «faire­ aus: «Der Frieden ist ein Prozess, der nischen Delegation in Israel. Dieser war
re Behandlung Israels». Zum anderen neben einer guten Idee auch eine Men­ allerdings alles andere als freiwillig. An
schrieben mehr als 70 der 100 US-Sena­ ge Einsatz erfordert. Daran müssen alle Bord eines Schiffes, das von Zypern aus
toren einen offenen Brief an Präsident Parteien geduldig und fortwährend ar­ nach Gaza in See stach, um «Solidarität
Obama, in dem sie mit Nachdruck ein­ beiten. Hier haben wir als Araber nicht mit den palästinensischen Brüdern» zu
klagen, dass er von den arabischen Staa­ genügend getan, um direkt mit dem bekunden, befand sich auch eine Dele­
ten nicht nur eine Annäherung an Israel Volk Israel zu kommunizieren.» Zudem gation aus Bahrain. Das Schiff wurde
verlangen, sondern diesbezüglich auch schrieb der in seinem Land mit wichtigen von der israelischen Marine abgefangen.
Druck auf sie ausüben muss. In diesem öffentlichen Aufgaben betraute 40-jähri­ Und so mussten die fünf Delegierten aus
Zusammenhang wurde ebenfalls gemel­ ge Kronprinz: «Wir sollten uns jetzt auf Bahrain unter Geleit der israelischen
det, dass trotz des frostigen Verhältnis­ einen echten Frieden zubewegen, indem Behörden vom Flughafen Ben Gurion
ses auf Regierungsebene weiterhin eine wir unsere Leute beraten und ausbilden aus dem Land ausreisen. Über diesen
grosse Mehrheit der US-Bürger zu Isra­ und der israelischen Öffentlichkeit die Zwischenfall berichteten auch die bah­
el steht. Laut einer Umfrage des Mei­ Hand reichen, um die Vorteile eines ech­ rainischen Medien, die schrieben, dass
nungsforschungsinstituts Rasmussen ten Friedens hervorzuheben.» alle gesund und munter nach einem Flug
sehen 70 Prozent der Amerikaner in Is­ Das Königreich am Persischen Golf, von Tel Aviv über Amman nach Bahrain
rael einen Verbündeten. 81 Prozent der bestehend aus 33 Inseln, ist seit 1971 zurückgekehrt seien. AN 

Atomare Unabhängigkeit
Tage der Verkündigung mit
Der zweite Unabhängigkeitstag des Samuel Rindlisbacher
Staates Israel
Der Staat Israel feiert am 5. Tag des jüdischen Monats Ijar seinen Unab- Versammlungen SAR
Samstag, 24.10.2009, 16:00

hängigkeitstag, der im Jahr 1948 auf den 14. Mai fiel. Nur sehr wenige DE 91555 Feuchtwangen
Menschen wissen, dass das Land eigentlich noch einen zweiten Unabhän- Schranne Saal, Untere Torstrasse 3
gigkeitstag hat.

Der 4.  November 1968 ist ein un­ gesetzt hatten, den Atomwaffensperr­
Sa.Thema: «Gottes Reich auf Erden»
24.10.2009
Sonntag, 25.10.2009, 15:00
Feuchtwangen

bekanntes Datum. Tatsächlich kann es vertrag zu unterzeichnen. Der Vertrag
aber der zweite Unabhängigkeitstag des wurde 1968 von den USA, der Sowjet­ DE 90478 Nürnberg
Staates Israels genannt werden. Der jü­
dische Staat errang damals nach zähem
diplomatischen Ringen seine atomare
union und Grossbritannien ausgearbei­
tet und trat 1970 in Kraft. Seither haben
sich diesem Vertrag weitere Staaten an­
So.Meistersingerhalle,
25.10.2009
Münchenerstrasse
Konferenzraum 2,
2
Thema: «Gottes Reich auf Erden»
Unabhängigkeit. Aus israelischer Sicht
ist dies bis auf den heutigen Tag ein
geschlossen, die als Atommächte gel­
ten. Darüber hinaus haben 184 Länder Nürnberg
wichtiger Garant für die Sicherheit des der Welt, die nicht über Atomwaffen � Samstag, 14.11.2009, 16:00
Landes. verfügen, den Vertrag unterzeichnet.
DE 80637 München
DLM
Diese bislang unbekannte Geschich­ Nicht beigetreten sind Indien, Pakistan
te tauchte kürzlich in Dokumenten des und Nordkorea. Innere Mission München, Landshuter
amerikanischen Aussenministeriums Aus den nun bekannt gewordenen Allee 40
auf, die zur Publikation freigegeben Dokumenten ist ersichtlich, dass die Thema: «Israel und seine Zukunft»
wurden. Aus den Unterlagen geht her­ USA Israel damals vom Beitritt über­
vor, dass sowohl das amerikanische zeugen wollten, indem sie dem Land � Sonntag, 15.11.2009, 09:30
Aussenministerium als auch das Vertei­ 50 für die damalige Zeit hochmoderne
digungsministerium Israel unter Druck Kampfflugzeuge des Typs Phantom an­ DE 72336 Balingen-Weilstetten
Freie Biblische Vers., Tieringer Str. 4/1
Thema: «Israel und seine Zukunft»
26 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

boten. Die amerikanischen Unterhänd­ legenheit Israel und «Phantom gegen gehängt und sich der Politik zugewandt.
ler, die dem damaligen Aussenminister Atom»-Vertrag nicht unterstützte, ver­ Er vermittelte damals glaubhaft, dass
Dean Rusk und dem Verteidigungs­ schwand dieser in den Archiven. Da­ Israel nicht die Absicht habe, der erste
minister Clark Clifford der Regierung mals spielte auch ein gewisser Israeli Staat im Nahen Osten zu sein, der über
unter Lyndon B. Johnson un­ Atomwaffen verfüge. Doch nur ein Jahr
terstanden, stellten mehrere später kam die damalige israelische
Bedingungen an Israel: Israel Ministerpräsidentin Golda Meir mit US-
sollte ohne das Wissen der Präsident Nixon zu folgender geheimen
USA weder strategische Waf­ Übereinkunft: Die USA erlauben wei­
fen entwickeln oder erwerben terhin das Betreiben des israelischen
noch solche testen. Israel Atomforschungsreaktors in Dimona,
wurde unter massiven Druck der mit französischer Hilfe aufgebaut
gesetzt, umgehend zuzustim­ wurde, wenn Israel sich im Gegenzug
men … dazu verpflichtet, keine Atombomben­
Der damalige Vertrag, versuche zu unternehmen. ZL
der in den Dokumenten als
«Phantom gegen Atom» be­ Kommentar: Man kann sagen, dass
zeichnet wird, wurde US- der Herr auch darüber wachte, dass der
Präsident Lyndon B. Johnson damalige US-Präsident Johnson dieses
am 4. November 1968 zum Dokument nicht unterschrieb. Des­
Gegenzeichnen vorgelegt. wegen ist Israel nun eine Nation, die
Das war nur einen Tag vor man nicht so einfach angreifen kann.
den Präsidentschaftswahlen Auch der Iran wird aufgrund dieser
in den USA, bei denen der Atom­unabhängigkeit den israelischen
Demokrat Johnson nicht mehr Staat nun nicht einfach so vernichten
antrat. Hubert H. Humphrey können, wie er es gerne tun würde.
kandidierte. Johnson zögerte, Israel hatte schon damals wie heute
den Vertrag zu unterzeichnen, die Überzeugung, das es sich, wenn es
obwohl seine Minister ihn re­ darauf ankommt, letztendlich nur auf
gelrecht drängten. Präsident sich selbst verlassen kann. Natürlich
Johnson gab nicht nach. Er Rabin hatte ein halbes Jahr nach dem israelischen Sieg im wissen wir als wiedergeborene Chris­
Sechs-Tage-Krieg von 1967 seinen Posten als Generalstabs-
unterzeichnete den Vertrag chef an den Nagel gehängt und sich der Politik zugewandt. ten, dass allein der Herr die Garantie
nicht sofort während der Un­ für die Sicherheit Israels ist. Doch das
terredung mit seinen Minis­ noch nicht bekehrte Israel sieht noch
tern. Im Hinblick auf den 4. November eine wichtige Rolle bei den Verhandlun­ keinen anderen Weg. Aber eines Ta­
1968 als Israels Atomunabhängigkeits­ gen mit den USA. Es handelte sich um ges wird Israel Den erkennen, den es
tag spielt das Wort «sofort» hier eine einen hochdekorierten ehemaligen Ge­ durchstochen hat (Sach 12,10), und bei
Rolle, denn die Wahlen am darauf fol­ neralstabschef der israelischen Armee: Ihm Hilfe finden. CM 
genden Tag konnte der republikanische Jitzchak Rabin. Rabin hatte ein halbes
Gegenkandidat Richard Nixon für sich Jahr nach dem israelischen Sieg im Mehr zu Israels Atomforschungszentrum in
entscheiden. Da Nixon die Haltung der Sechs-Tage-Krieg von 1967 seinen Pos­ Dimona: http://de.wikipedia.org/wiki/Negev_
vorherigen US-Regierung in der Ange­ ten als Generalstabschef an den Nagel Nuclear_Research_Center

Internationale Atomenergieorganisation

UNO-Kontrollbehörde für Atomenergie unterschlägt


wichtige Erkenntnisse
Die IAEO (Internationale Atomenergieorganisation) der Vereinten Nationen sollte eigentlich ein unabhängiges
und objektives Gremium sein, das losgelöst von irgendwelchen Interessen eine übergeordnete Kontrollfunktion
über die Nutzung von atomarer Energie ausübt. Wie jedoch neueste Erkenntnisse zeigen, ist dies nicht der Fall.

Der Staat Israel und die Nachrich­ Dabei geht es um Informationen, dass lag dieser Bericht jedoch immer noch
tendienste anderer westlicher Staaten der Iran auch ein Programm zur militä­ auf dem Tisch des Generaldirektors
legten der Internationalen Atomener­ rischen Nutzung von Atomenergie be­ der IAEO – und zwar zu gut geheim
gieorganisation (IAEO), einem Gre­ treiben soll. Der Bericht sollte natürlich gehalten. Generaldirektor Mohammed
mium der Vereinten Nationen, besorg­ geheim bleiben, aber doch zu gewissen el-Baradei scheint alles daran zu set­
niserregende neue Erkenntnisse vor. Massnahmen führen. Ein Jahr später zen, dass diese nachrichtendienstli­
27

chen Erkenntnisse bleiben, wo sie sind. energiekommission, um


Nun wurden aber einige Details dieser dieses Thema. An deren
Erkenntnisse von den internationalen Seite stehen auch Mitarbei­
Medien veröffentlicht. Diese Details ter des Jerusalemer Aus­
beziehen sich auf einen zusammenfas­ senministeriums.
senden Bericht der IAEO bezüglich der Bei Redaktionsschluss
iranischen Absichten, atomare Energie dieser Ausgabe war noch
auch militärisch nutzen zu wollen. Es nicht klar, ob el-Baradei,
liegen Informationen zu ersten eindeuti­ der im Dezember 2009
gen iranischen Tests auf diesem Gebiet seine Amtszeit als IAEO-
vor. Diese bestätigen die Warnungen, Generaldirektor beenden
die Israel immer wieder vorbrachte  – wird, tatsächlich dem
nicht nur betreffs iranischer Absich­ Druck nachgeben und die
ten, sondern auch bezüglich der Politik vorliegenden Erkenntnisse
der IAEO. Immer wieder hat Israel der vollständig veröffentlichen El-Baradei scheint alles daran zu setzen, dass nachrichtendienst-
UNO-Behörde vorgeworfen, Erkenntnis­ wird. lichen Erkenntnisse nicht an die Öffentlichkeit gelangen
se über das iranische Atomforschungs­ Israel und auch andere
programm zurückzuhalten, zu vertu­ westliche Staaten haben zudem ein gro­ Fürst dieser Welt. Dabei ist die Stoss­
schen oder herunterzuspielen. sses Interesse daran, vor allem China richtung immer dieselbe: Gegen Isra­
Jetzt haben sich die Repräsentanten und Russland an Bord der Koalition zu el und gegen die Christen. Es ist der
der USA, Frankreichs, Grossbritanniens ziehen, die sich für weitreichende Sank­ seit Jahrhunderten währende Kampf
und Deutschlands zusammengetan und tionen gegen den Iran einsetzt, damit zwischen Licht und Finsternis. Darum
Druck auf Generaldirektor el-Baradei das Problem der iranischen Atombe­ kann Israel einer «weltlichen» Instituti­
ausgeübt, damit die Erkenntnisse der strebungen noch auf diplomatische und on nie ganz vertrauen, weil diese sich
Öffentlichkeit vollständig und ohne friedliche Weise gelöst werden kann. ZL meistens auf die eine oder andere Weise
Zurückhaltung präsentiert werden. In gegen Israel richtet. Das geht so wei­
Israel kümmert sich ein Expertenteam Kommentar: Die ganze Welt ist ver­ ter bis Jesus wiederkommt, unter Dem
unter der Leitung von Dr. Schaul Horev, logen. Das ist auch kein Wunder, denn es dann endlich Gerechtigkeit geben
Generaldirektor der israelischen Atom­ der Satan ist nach den Worten Jesu der wird. CM 

Herzlich willkommen
zum Freundestreffen des Mitternachtsruf in

Strasbourg
Centre Culturel de Neudorf
Place Albert Schweitzer, FR 67100 Strasbourg

Sonntag, 29.11.2009 • 15.00 Uhr


Thomas Lieth spricht über das Thema:
«Die Erlösung Israels»
Dieser Vortrag wird ins Französische übersetzt!

• Grosser Büchertisch
28 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

tendendziöse Berichterstattung

Wie neutral ist Human Rights Watch?


Kürzlich waren die Zeitungen wieder einmal voll von Berichten zum Thema Kriegsverbrechen im Nahen Osten.
Gerade die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch tat sich dabei besonders hervor.

Die internationale Menschen- Eigentlich sollte man von einem Mann palästinensischen Terrors aufgetreten.
rechtsorganisation Human Rights in einer derartigen Position und von Wirklich neutral wirkt Storks Bericht
Watch legte gleich mehrere Berichte einer internationalen Menschenrechts­ denn auch nicht. Stork selbst hatte sich
zu Kriegsverbrechen im Nahen Osten organisation Neutralität erwarten, vor einigen Jahren einmal zum Thema
vor. Schon das doch weit gefehlt. Neutralität geäussert, als er das Buch
Titelblatt eines Stork, so meldete eines palästinensischen Professors be­
Berichts gab die
eindeutige Rich­
Stork ist als Feind Israels hin- kürzlich die isra­
elische Tageszei­
gutachtete, der versuchte, eine ausge­
wogenere Sichtweise als üblich in den
tung vor: Im Hin­ länglich bekannt. Sein Hass ge- tung Ma’ariv, ist israelisch-palästinensischen Konflikt
tergrund sieht gen den jüdischen Staat liess als Feind Israels zu tragen. «Akademische Neutralität ist
man einen Palästi­ hinlänglich be­ nichts anderes als eine lügnerische An­
nenser im Pyjama ihn in der Vergangenheit sogar kannt. Sein Hass gelegenheit», schrieb Stork damals.
inmitten von Trüm­ das Massaker an den israeli- gegen den jüdi­ In einem anderen Bericht fasst Hu­
mern. Er winkt mit schen Olympia-Teilnehmern in schen Staat liess man Rights Watch allerdings die Angrif­
einem weissen ihn in der Ver­ fe der Hamas und anderer palästinensi­
Tuch. Das Bild München 1972 gutheissen gangenheit sogar scher Terrororganisationen ab Novem­
trägt den Unterti­ das Massaker an ber 2008 zusammen. Dieser Beschuss
tel: «Weisse-Flag­ den israelischen wurde von der Organisation als Kriegs­
gen-Morde». Israel wird vorgeworfen, Olympia-Teilnehmern in München 1972 verbrechen bezeichnet. Auch der Rake­
zwölf Einwohner des Gazastreifens im gutheissen. Ausserdem schlug er sich tenbeschuss israelischer Zivilisten nach
Zuge der Operation «Gegossenes Blei» immer wieder auf die Seite des ehe­ der Lancierung der Militäroperation
ermordet zu haben, obwohl sie sich mit maligen irakischen Diktators Saddam «Gegossenes Blei» wird in dem 31-seiti­
dem internationalen Zeichen der kampf­ Hussein. Schon in den 1970er Jahren gen Bericht ausdrücklich verurteilt.
losen Aufgabe gezeigt hatten. veröffentlichte Stork Artikel, in denen Dazu sagte der Programmdirektor
Israel soll ohne moralische Werte un­ er immer wieder Israels Existenzrecht für Nachforschung und Berichterstat­
erbittlich gekämpft haben. Wenngleich angriff. Er lehnte unter anderem auch tung von Human Rights Watch, Iain Le­
sich in dem Bericht auch einige stan­ Verhandlungen der Palästinenser mit vine: «Die Raketenangriffe der Hamas
dardisierte Aussagen finden, die den Israel ab, denn  – so seine Argumenta­ auf israelische Zivilisten sind unrecht­
Raketenbeschuss der Hamas auf Israel tion  – das bedeute eine Anerkennung mässig und nicht zu rechtfertigen und
verurteilen, so macht dies das Ganze der Existenz Israels. 1976 nahm er an kommen Kriegsverbrechen gleich. Als
dennoch nicht zu einem ausgewogenen einer Konferenz im Irak teil, zu dem herrschende Autorität in Gaza sollte die
Report. Im Vordergrund stehen nämlich Saddam Hussein geladen hatte. Das Hamas öffentlich den Raketenangrif­
ausschliesslich Vorwürfe gegen Israel. Treffen fand anlässlich des ersten Jah­ fen auf israelische Bevölkerungszen­
Vorgelegt wurde der Bericht von Joe restages der UNO-Resolution statt, die tren abschwören und die Verantwort­
Stork, dem stellvertretenden Direktor den Zionismus zum Rassismus erklärt lichen bestrafen, einschliesslich der
der Abteilung für den Nahen Osten und hatte. Stork war auf dieser Konferenz Mitglieder ihres eigenen bewaffneten
Nordafrika bei Human Rights Watch. als einer der grössten Befürworter des Armes.» ZL/AN 

Alzheimer

Israelische Antwort auf eine Demenz-Frage


Weltweit leiden rund 14,5 Millionen Patienten an Alzheimer. Die Demenzerkrankung gibt den Medizinern noch
immer Rätsel auf. Wissenschaftler der Hebräischen Universität von Jerusalem fanden nun die Antwort auf die
Frage, warum bei einigen Patienten die Krankheit zwar erst spät auftritt, dafür dann aber sehr aggressiv verläuft.
Schon länger weiss die Wissen­ spät einsetzende Krankheitsverlauf als transmitters Acetychlorine zurück. Die
schaft, dass Menschen, die Träger extrem rapide und massiv. In der Theo­ Neurotransmitter sitzen an den Synap­
des mutierten Gens BChE-K sind, erst rie sollte dieses mutierte Gen die Betrof­ sen der Nervenzellen und sind für die
relativ spät an Alzheimer erkranken. fenen eigentlich vor einer Erkrankung Weitergabe von Informationen zustän­
Erkrankt jedoch ein Träger dieser mu­ schützen. Bei Alzheimerpatienten geht dig. Aber das mutierte Protein, das vom
tierten Genversion, so gestaltet sich der nämlich gerade das Niveau des Neuro­ BChE-K-Gen produziert wird, zersetzt
29

diesen Neurotransmitter sehr viel lang­ richtungsweisenden Hinweis


samer, weshalb er weiterhin in grossen machten sich die Forscher
Mengen vorhanden bleibt. Das ist die des Wolfson-Zentrums für
Erklärung, warum die Träger dieser strukturelle Biologie der He­
Genmutation eigentlich besser gegen bräischen Universität auf die
Alzheimer geschützt sein sollten. Suche. Sie entdeckten, dass
So weit, so gut. Tatsächlich erkrank­ das mutierte Gen BChE-K
ten Träger dieses Gens verhältnis­ eines der Enden des von ihm
mässig spät an Alzheimer. Trotzdem produzierten Proteins be­
stand die Medizin bisher vor einem Rät­ schädigt. Aufgrund dieser mi­
sel, warum gerade diese Menschen, die nimalen Schädigung kann die
eigentlich besser geschützt sein sollten, Proteinmutation irgendwann
dennoch an Alzheimer erkranken, und einmal nicht mehr Alzhei­
warum bei ihnen darüber hinaus noch ein merproteine an sich binden,
extrem schneller und massiver Verlauf der sodass es zum Ausbruch und
Krankheit zu beobachten ist. massiven Verlauf der Erkran­
Wissenschaftler der Hebräischen kung kommt.
Universität von Jerusalem scheinen die In Zusammenarbeit mit In Ziegenmilch fand man Protein, das Alzheimer-Patienten hel-
Antwort auf diese spezifische Teilfrage dem amerikanischen Phar­ fen kann
gefunden zu haben, die rund 20 Prozent makonzern Pharmathene ent­
der Alzheimerpatienten betrifft. An der deckte das Wissenschaftlerteam ferner, geschützt sind. Die Firma für angewandte
Studie war eine Vielzahl von Wissen­ dass man dieses Protein in nicht beschä­ Forschung der Hebräischen Universität
schaftlern beteiligt. Den eigentlichen digter Form in Ziegenmilch finden kann. von Jerusalem, Yissum, beantragte bereits
Anstoss zur Lösungsfindung gab der is­ Damit dieses Enzym beim Menschen wirk­ das notwendige Patent, um die Entwick­
raelische Doktorand Erez Podoly. Er hatte sam ist, muss es labortechnisch behandelt lung eines solchen Medikaments weiter
ein Forschungsstipendium der amerika­ werden. Dann jedoch könnte man es jener vorantreiben zu können. AN 
nischen Universität Stanford bekommen besonderen Gruppe von Alzheimerpa­
und wurde mittlerweile auch mit dem tienten als Medikament verabreichen, Homepage der Hebräischen Universität:
Doktortitel ausgezeichnet. Nach seinem sodass sie besser gegen die Erkrankung www.huji.ac.il/huji/eng

NEUE BOTSCHAFT-CDs ! ! !

Norbert Lieth Norbert Lieth Hans Peter Royer Marcel Malgo

100 Jahre Tel Aviv Die «unheilige» Heiligung Vorherbestimmung oder Des Propheten schwere
Vor 100 Jahren stampften die Juden aus Was ist die «unheilige» Heiligung? Nor- freier Wille? Botschaft
dem Nichts die heute so moderne Stadt bert Lieth erklärt es uns und macht deut- Ist die Erlösung vorherbestimmt? Oder Anschaulich legt Marcel Malgo in seiner
Tel Aviv aus dem Boden. In eindrückli- lich, wie echte und wirkungsvolle Heili- zählt der freie Wille? Diese Frage hat Auslegung von Micha 1 dar, dass selbst in
cher Weise beschreibt Norbert Lieth die gung funktioniert. Lassen Sie sich mit schon für viele Spaltungen gesorgt. Nüch- Gottes Gerichtsbotschaft Seine ewige Lie-
prophetischen Hintergründe. dieser CD in Ihrem Glaubensleben nach- tern legt Hans Peter Royer seine Sicht dar be steckt. Dabei vermittelt er auch eine
haltig helfen! und erklärt, dass dieses Thema kein kraftvolle Anwendung für die Gemeinde
Audio-CD
Bestell-Nr. 13658 Audio-CD Grund zum Streiten ist. Gottes heute.
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CHF 6.50, EUR 4.– CHF 6.50, EUR 4.–
30 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL Nachrichten aus Israel®
Nachrichten aus Israel • 10/2009
Schweiz:
Missionswerk Mitternachtsruf
«Open University» Abteilung Beth-Shalom
Ringwiesenstrasse 12a ®

Palästinensische Häftlinge
CH 8600 Dübendorf
Tel. 0041 (0)44 952 14 17
Fax 0041 (0)44 952 14 19

erlangen Universitätsabschluss E-Mail: beth-shalom@mnr.ch

Deutschland:
Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.
Im Spätsommer dieses Jahres schrieben israelische Medien anlässlich sei- Abteilung Beth-Shalom
Kaltenbrunnenstrasse 7
nes Geburtstages über den von Palästinensern gefangenen Soldaten Gilad DE 79807 Lottstetten
Tel. 0049 (0)7745 8001
Schalit. Vor diesem Hintergrund wurde auch über die palästinensischen Fax 0049 (0)7745 201
Häftlinge in Israel berichtet, die im Gefängnis einen Universitätsabschluss E-Mail: beth-shalom@mnr.ch

erlangen konnten. Zeitschriften Schweiz:


Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom
«Nachrichten aus Israel»
Ringwiesenstrasse 12a, CH 8600 Dübendorf
Niemand weiss, unter welchen Be­ Behörde machte bekannt, dass unter Tel. 0041 (0)44 952 14 15, Fax 0041 (0)44 952 14 11
E-Mail: nai@mnr.ch
dingungen Gilad Schalit festgehalten diesen Studienabsolventen auch Häft­
Deutschland:
wird oder ob er noch lebt. Zu seinem linge sind, die der Hamas angehören. Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom
Geburtstag am 28. August berichtete Die Studiengebühren werden von der «Nachrichten aus Israel»
die israelische Presse wieder über ihn. Palästinensischen Autonomiebehörde Kaltenbrunnenstrasse 7, DE 79807 Lottstetten
Tel. 0049 (0)7745 8001, Fax 0049 (0)7745 201
Sicherlich, so wurde geschrieben, habe (PA) getragen, wie der stellvertretende E-Mail: nai@mnr.ch
er nicht den ganzen Tag lang warmes Minister für Häftlingsangelegenheiten
Die «Nachrichten aus Israel» erscheinen auch in
Wasser, Ventilatoren, Fernsehen und Siad Abu-Ajin gegenüber der israeli­ englischer, französischer, holländischer, portugiesischer,
Bibliotheken zur Verfügung  … Genau schen Presse bestätigte. Dies soll laut rumänischer, spanischer und ungarischer Sprache.
Erscheinungsweise: monatlich.

Abonnementspreise jährlich:
Der regelmässige Bezug der Zeitschrift in der Schweiz, Deutsch-
land und Österreich bedingt Kosten von jährlich
15 EUR / 24 CHF. Übrige Länder, Preis auf Anfrage

Einzahlungen Schweiz:
Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom
Postkonto 80-11535-0
oder ­Zürcher Kantonalbank, CH 8330 Pfäffikon ZH
Konto 1152-0772.695, Bank Clearing 752

Einzahlungen Deutschland:
Missionswerk Mitternachtsruf, Abteilung Beth-Shalom
Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Konto 139220-700
oder Sparkasse Hochrhein, Waldshut, BLZ 684 522 90
Konto 06600670

Einzahlungen Österreich:
Allgemeine Sparkasse Oberösterreich, Linz
Kontonummer 00000-118902
BLZ 2023

Herstellung: GU-Print AG, Urdorf

Israelreisen:
Missionswerk Mitternachtsruf
Die israelische Open University im Internet
Abteilung Beth-Shalom-Reisen
Ringwiesenstrasse 12 a, CH 8600 Dübendorf
Tel. 0041 (0)44 952 14 18, Fax 0041 (0)44 952 14 19
solche und weitere Privilegien stehen Aussagen der PA dazu beitragen, dass E-Mail: reisen@mnr.ch
palästinensischen Häftlingen in israeli­ die Gefangenen nach ihrer Entlassung Gästehaus:
schen Gefängnissen aber sehr wohl zu. «dem palästinensischen Volk dienen Beth-Shalom, P.O.B. 6208, Hanassi Avenue 110
IL 31060 Haifa-Carmel, Israel
In diesem Sommer wurde in Israel können». Selbstverständlich ist ein sol­ Tel. 00972 4 837 74 81, Fax 00972 4 837 24 43
bekannt gegeben, dass 100 palästinen­ ches Fernstudium aber nur mit einer E-Mail: beth-shalom-israel@mnr.ch
sische Häftlinge in israelischen Gefäng­ umfassenden Kooperation der israeli­ Eingedenk dessen, dass alle menschliche Erkenntnis Stück-
nissen an der «Open University» des schen Institutionen möglich. AN werk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverantwortlich
ihre persönliche Sicht dar.
Landes einen akademischen Abschluss
erlangt haben. Die Open University, die Kommentar: Welch ein Unterschied Initialen der Autoren und Quellenangaben in dieser Ausgabe:
ZL = Zwi Lidar; CM = Conno Malgo; AN = Antje Naujoks;
eine staatlich anerkannte Institution im Vergleich zu den arabischen Län­ US = Ulrich Sahm
der höheren Bildung in Israel ist, bietet dern! Israelische Gefangene in arabi­
Für die Inhalte der fremden Webseiten, auf die verwiesen wurde,
Fernstudien an. Von den insgesamt 350 schen Ländern werden meistens sehr wird keine Haftungsverpflichtung übernommen. Wir erklären
eingeschriebenen palästinensischen schlecht behandelt oder gar gefoltert. hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine
illegalen Inhalte auf den zu verlinkenden Seiten erkennbar
Häftlingen bestanden in diesem Som­ Wie gesagt: Niemand weiss sicher, ob waren. Auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung, die Inhalte
mer also 100 die Abschlussprüfungen Gilad Schalit noch am Leben ist. Dem­ oder die Urheberschaft der verknüpften Seiten haben wir
und führen jetzt einen Bachelor-Grad. gegenüber können arabische Gefangene keinerlei Einfluss. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige
Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder
Die für die Oberaufsicht der israe­ in israelischen Gefängnissen studieren. Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen,
lischen Gefängnisse verantwortliche Wo in der Welt gibt es so etwas?! CM  haftet allein der Anbieter der Seite, auf die verwiesen wurde,
nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung
lediglich hinweist.
Freundestreffen des
Mitternachtsruf in

Sindelfingen
Stadthalle, Schillerstrasse 23
Sonntag, 01.11.2009
10.00 Uhr – Marcel Malgo:
«Eine unabwendbare
Konsequenz»
14.00 Uhr – Norbert Lieth:
«Kommt es zu einer neuen
Sintflut?»
• Musikalische Umrahmung
• Grosser Büchertisch
Besonderes Kinderprogramm mit
Hans-Jürgen Braun und seinem
rollenden Kindertreff

Veranstalter: Missionswerk Mitternachtsruf • www.mnr.ch


Israelreisen 2010
32 HINTERGRUNDINFORMATIONEN AUS ISRAEL
Nachrichten aus Israel • 10/2009

Sie sparen viel Geld ... wenn Sie ihren Flug selber buchen!

29.04. – 09.05.10 Beth-Shalom-Fühlingsreise


mit Samuel Rindlisbacher
Ohne Flug: CHF 1 463.–, EUR 971.–
Mit Flug ab Zürich: CHF 2 362.–, ab Frankfurt: EUR 1 450.–

21.05. – 02.06.10 Beth-Shalom-Fühlingsreise

mit Norbert Lieth


Ohne Flug: CHF 1 404.–, EUR 932.–
Mit Flug ab Zürich: CHF 2 203.–, ab Frankfurt: EUR 1 372.–

02.08. – 15.08.10 Beth-Shalom-Jugendreise

mit Nathanael Winkler


Ohne Flug: CHF 1 463.–, EUR 971.–
Mit Flug ab Zürich: CHF 2 448.–, ab Frankfurt: EUR 1 420.–

22.08. – 03.09.10 Beth-Shalom-Sommerreise

mit Marcel Malgo


Ohne Flug: CHF 1 371.–, EUR 910.–
Mit Flug ab Zürich: CHF 2 241.–, ab Frankfurt: EUR 1 359.–

06.09. – 17.09.10 Beth-Shalom-Herbstreise

mit Norbert Lieth


Ohne Flug: CHF 1 463.–, EUR 971.–
Mit Flug ab Zürich: CHF 2 543.–, ab Frankfurt: EUR 1 520.–

Beth-Shalom-Reisen
Schweiz: Ringwiesenstrasse 12a
CH 8600 Dübendorf
Tel. 0041 (0)44 952 14 18, Fax 0041 (0)44 952 14 19
Deutschland: Kaltenbrunnenstrasse 7
DE 79807 Lottstetten
Tel. 0049 (0)7745 8001, Fax 0049 (0)7745 201
E-Mail: reisen@beth-shalom.ch