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Inhalt Inhalt 10/2002 10/2002 Biblische Botschaft 4 Die neue Weltordnung – eine Utopie oder Realität?

InhaltInhalt 10/200210/2002

Biblische Botschaft

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Die neue Weltordnung – eine Utopie oder Realität?

Im Blickfeld

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Die Jahrhundertflut und die Suche nach der Ursache

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Klimastudie scheint Recht zu haben

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Ein Wort zum Erntedank

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Sie versprechen das Paradies, aber schaffen die Hölle

Aus der Arbeit des Mitternachtsruf

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Mitternachtsruf-Israelseminar in Aarau

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Israeltagung in Wettingen

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Mitternachtsruf-Europadruckerei

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Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf

Fragen – Antworten

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Falsche Prophezeiungen

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Grusswort

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Aufgegriffen

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Dir kann nur Jesus helfen

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Impressum

Eingedenk dessen, dass alle menschliche Erkennt- nis Stückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverantwortlich ihre persönliche Sicht dar.

GrusswortGrusswort

Grusswort Grusswort Die Wasserpegel in den überfluteten Gebieten sind mittlerweile gesunken. Zurückgeblieben sind
Grusswort Grusswort Die Wasserpegel in den überfluteten Gebieten sind mittlerweile gesunken. Zurückgeblieben sind

Die Wasserpegel in den überfluteten Gebieten sind mittlerweile gesunken. Zurückgeblieben sind trostlose, verwüstete Strassen, zerstörte Häuser und vernichtete Existenzen.Wie konnte das so schnell geschehen? Man reibt sich die Augen, sucht nach Erklärungen. Einige Wissenschaftler meinen, auch für diese Katastrophe passende Begründungen zu ha- ben. Als die Flut in Österreich eben gerade ihren Höhenpunkt überschritten hatte, das totale Desaster in Deutschland aber noch bevorstand, war in einem Rundfunkinterview zu hören, dass derartige Phänomene durchaus nicht ungewöhnlich seien. Die übermässigen Wassermassen, die vom Himmel strömten und die daraus resultierenden Überflutungen würden sich innerhalb nor- maler Bandbreiten bewegen. Naturereignisse könnten nun mal so, mal anders ausfallen. Ob jener Wissenschaftler, wenn er in Dresden wohnen würde, immer noch solche verharmlosenden Aussagen machen würde, sei dahingestellt. Fest steht jedoch, dass dramatische Ereignisse, de- nen der Mensch absolut machtlos gegenübersteht, weltweit immer häufiger auftreten. Da erhebt sich die bange Frage: Was kommt als Nächstes? Noch glimmt die Glut in den Wäldern Nordamerikas, und in Europa brechen die ersten Däm- me.Auch hier müssen wir wieder einmal feststellen: Wenn im fernen Asien über 1 000 Menschen in den Wassermassen ertrinken, berührt uns das viel weniger, als wenn solches Unheil in nächs- ter Nähe geschieht! Nun aber müssen wir uns zwangsläufig damit auseinandersetzen. Es ist keineswegs so, dass derartige Katastrophen für alle Betroffenen eine Strafe Gottes sind. Auch tief gläubige Christen wohnten entlang der Elbe oder hatten ihr Haus am Donau-Ufer. Aber solche Geschehnisse wer- den von Gott zugelassen, wie es in Amos 3,6 steht: «Ist auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tue?» Der Allerhöchste redet, und Er spricht immer intensiver auch durch solche Katastrophen. Vor allem im Buch des Propheten Jeremia finden wir viele Aussagen, dass Gott Unglück über die Menschen kommen lassen will. Dass dieses Reden Gottes besonders auch den Nichtbetroffenen gilt, bestätigt der Herr Jesus mit den Worten: «Meint ihr, dass diese Galiläer mehr gesündigt haben als alle andern Galiläer, weil sie das erlitten haben? Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Busse tut, werdet ihr alle auch so umkommen. Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen sind als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen?» (Lk 13,2-4). Da höre ich, wie ein Mann aus dem verschont gebliebenen Baden-Württemberg mit hämi- scher Schadenfreude über die Flutopfer in Ostdeutschland sagt: «Jetzt haben sie’s! Schliesslich haben die im Kalten Krieg unter dem Kommunismus so viele Gräueltaten vollbracht – das ge- schieht ihnen recht.» Diese Worte offenbaren die egoistische, verwerfliche Gesinnung des Men- schen. Von Natur aus steckt in jedem Menschen eine Spur davon. Schon in der Äusserung: «Ich bin froh, dass es mich nicht getroffen hat», ist dieses ichbezogene Denken verborgen. Und die Grenze, über andere zu richten, ist schnell überschritten. Das Reden Gottes durch solche Ereignisse ist ohne Zweifel zuerst einmal an eine gottlose Menschheit gerichtet, um ihr zu zeigen, dass da ein Höherer ist. Gott redet dadurch aber auch zu echten Christen und sagt ihnen, dass ihre Zeit hier auf Erden dem Ende zu geht. «Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht» (Lk 21,28). Die Flut der Endzeitgerichte kommt. Doch wie damals im Schilfmeer, als Gott das Wasser zurückhielt, um die Kinder Israel ans andere Ufer gelan- gen zu lassen, weiss Er die Seinen zu bewahren, um sie dem himmli- schen Ufer entgegenzuführen. Er wird alle, die Sein Eigentum sind, nach «Kanaan», in die ewige Heimat, führen. Gehören Sie schon zur Schar der Erlösten? Gehen auch Sie Jesus entgegen, der am anderen Ufer steht? In herzlicher Verbundenheit

Sie schon zur Schar der Erlösten? Gehen auch Sie Jesus entgegen, der am anderen Ufer steht?
Sie schon zur Schar der Erlösten? Gehen auch Sie Jesus entgegen, der am anderen Ufer steht?
Sie schon zur Schar der Erlösten? Gehen auch Sie Jesus entgegen, der am anderen Ufer steht?

Mitternachtsruf > Oktober 2002

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BiblischeBiblische BotschaftBotschaft

Die neue Weltordnung – eine Utopie oder Realität?

Die Frage einer neuen Weltordnung, die Gerech- tigkeit und dauerhaften Frieden bringen soll, ist das zentrale Thema der ganzen Bibel. Schon durch den Propheten Jesaja offenbart Gott selbst: «Siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird» (Jes 65,17).

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WALTER MOSIMANN

M it einer neuen Weltordnung

befassen sich heute viele

Völker und Nationen und

stellen die wohl brennends-

ten Fragen unserer Zeit: Wo

gehen wir hin, was ist unser Ziel? Wie wird unsere Zukunft sein? Haben wir überhaupt eine Zukunft? Wir leben in einem Zeitalter der Verunsicherung. Die Stiftung Weltethos hat kürzlich zu die- ser Frage in einem ihrer Berichte zu die- sen Fragen Stellung genommen:

«Unsere Welt geht durch eine funda- mentale Krise – eine Krise der Weltwirt-

schaft, der Weltökologie und der Welt- politik. Überall beklagt man die Abwe- senheit einer grossen Vision, man be- klagt den erschreckenden Stau ungelös- ter Probleme. Die politische Lähmung, nur mittelmässige politische Führung ohne viel Einsicht und Voraussicht und allgemein zu wenig Sinn für das Gemein- wohl. Hunderte Millionen von Men- schen auf unserem Planeten leiden zu- nehmend unter Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger und Zerstörung der Familien. Die Hoffnung auf dauerhaften Frieden unter den Völkern schwindet.» Dass nun als Schlussfolgerung aus die- sem Bericht eine neue Weltordnung ge- fordert wird, ist im Grunde genommen

logisch. Irgendetwas muss doch gesche- hen, wir brauchen eine neue Ordnung. Die Frage ist nur: Wie soll sie denn aus- sehen, diese neue Weltordnung? Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat kürzlich in der Ausgabe Nr. 3 von Schweiz Global zu dieser Frage einen Bericht veröffentlicht und darin einen Arabisch-Lehrer zitiert, der seine Frie- dens-Lösung präsentiert:

«Der Name Islam bedeute Frieden fin- den und den Frieden finde man auf ein- fache Weise, nämlich mit dem Glaubens- bekenntnis: ‹Es gibt keinen Gott ausser Allah, und Mohammed ist sein Prophet.› Und da sollte man auch die anderen vier Gebote beachten, das ist: Fünfmal beten am Tag, im Monat Ramadan fasten, Al- mosen geben und die Wallfahrt nach Mekka durchführen. Das Allerwichtigs- te aber sei die Überzeugung, dass es nur einen Gott gebe und nicht so etwas wie die christliche Dreifaltigkeit, die ja darauf hindeute, dass das Christentum nicht wirklich monotheistisch sei.» Diese Aussage steht stellvertretend für die religiöse Welt, die den Frieden ohne Jesus, den Sohn des lebendigen Gottes, herbeiführen will. Über diese «Lösung», sagt die Bibel: «Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet» (1.Joh 2,22).

Eine politische Lösung wird von der UNO angestrebt. Dort wurde am 24.10.1997, anlässlich des Tages der Vereinten Nationen, ein Weltbürger- Manifest, eine Grundsatzerklärung, ver- abschiedet mit den Worten: «Es gibt nur eine Erde, es gibt nur eine Menschheit, es gibt nur eine Gerechtigkeit, es gibt nur einen Frieden, es gibt eine Hoffnung und es gibt ein Ziel.» In dieser Grund- satzerklärung wird das Modell für eine neue Weltordnung skizziert – ein Mo- dell, dessen Konturen aus einem bisher nur wenig erkannten Hintergrund immer deutlicher hervortreten. Gefor- dert wird ganz konkret eine Weltregie- rung und ein Weltstaat mit Weltbürgern, mit einem Weltparlament, einem inter- nationalen Gerichtshof und mit der UNO. Nationale Grenzen sollen an Be- deutung verlieren und die Gegensätze zwischen den Völkern, den Religionen und Geschlechtern sollen harmonisiert werden! «Es gibt nur eine Erde, es gibt nur eine Menschheit» bezeugt das Weltbür- germanifest. Und der Islam behauptet, dass es den einen Gott nur im Götzen Allah geben kann. Das eine ist die reli- giöse, das andere die politische «Lö- sung». Sie gehen Hand in Hand und haben einen gemeinsamen Nenner: Bei- de fragen nicht nach dem lebendigen Gott der Schöpfung und beide wollen von Jesus Christus nichts wissen. Der gemeinsame Nenner dieser «Lö- sungen» heisst Humanismus, ein Begriff, der aus der Sehnsucht des Menschen nach geistiger und religiöser Erneuerung hervorgegangen ist. Mit diesem gemein- samen Nenner soll die Menschheit po- litisch und religiös zusammengeführt werden und mit vereinter Kraft eine neue Weltordnung gestalten. Dieses Vorhaben ist in seinem Ausmass ver- gleichbar mit dem Turmbau zu Babel. Aber die Gerechtigkeit mit einem dau- erhaften Frieden ist auf diesem Weg genauso unerreichbar wie die Vollen- dung dieses Turmbaus.

Eine radikale Lösung tut Not

Eine neue Weltordnung kann weder auf religiösem noch auf politischem Weg herbeigeführt werden, sondern nur durch eine radikale Lösung – durch das Kreuz von Golgatha. Dort ist das Ende der alten Weltordnung. Dort wurde über alles alte, sündige und vergängliche Wesen das Todesurteil gesprochen. Bevor etwas Neues entstehen kann, muss zuerst das Alte vergehen, und be-

vor eine neue Weltordnung entstehen kann, muss zuerst die alte verschwin- den. Für diesen Prozess gibt es nur ei- nen einzigen Weg, und der führt zum Kreuz von Golgatha, denn in der Aufer- stehung Jesu am Ostermorgen hat die neue Weltordnung bereits begonnen. In der Auferstehung wurde das neue Le- ben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht. Zwischen dem Kreuz und der Aufer- stehung liegt die Ablösung vom Alten zum Neuen. Darauf hat Jesus vor Seiner Kreuzigung bereits hingewiesen mit den Worten: «Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; nun wird der Fürst dieser Welt ausgestossen werden» (Joh 12,31). Jesus wählte mit dieser Aussage eine Formulierung, die einerseits für die da- malige Zeit gegenwartsbezogen war und andererseits in die Zukunft wies. Gegen- wartsbezogen war sie, weil die Macht des Fürsten dieser Welt besiegt wurde. Zukunftsweisend war sie, weil der Fürst dieser Welt ausgestossen werden wird. Aber noch ist er da und offenbart sich als Vater der Lüge, als Initiator aller reli- giöser und politischer Friedenslösungen ohne Jesus, bis zu der Stunde, wenn er aus dieser Welt ausgestossen wird. Das am Kreuz von Golgatha über die Welt ergangene Gericht ist das Gericht über die Sünde, denn die Vollendung der Welt erfordert, dass alles Sündige, alles

Verkehrte, das Unrecht, alle Schuld und vor allem jede Übertretung göttlicher Ordnungen, beendet wird, bevor etwas Neues entstehen kann. Richten bedeutet «richtig machen», Recht schaffen; das Alte muss «hinge- richtet», und das Neue «hergerichtet» werden. Und das geschieht, indem Gott selbst in das Geschehen auf dieser Erde eingreift.

Erkennen wir das richtende Handeln Gottes – gibt es das heute noch?

Wer wünscht sich nicht, dass Gott einmal direkt und ganz persönlich zu ihm reden würde, so wie damals zu Mose oder den Propheten des Alten Tes- tamentes? Hier stellt sich jedoch die Fra- ge, ob man dann auch bereit wäre für das, was Er zu sagen hat. Allerdings ist es nicht so, dass Gott heute nicht mehr reden würde – im Gegenteil! Gott redet auch heute noch, und das geschieht ge- rade in unseren Tagen auf mancherlei Weise. Am deutlichsten redet Er zu uns durch die Bibel, die Er uns als Sein le- bendiges Wort gegeben hat. Wir müs- sen uns jedoch fragen: Wer glaubt denn noch, dass die Bibel das lebendige Wort Gottes ist? Gott redet aber auch durch besonde- re Ereignisse, und das nicht nur zum Volk Israel des Alten Testa-

mentes. Er spricht gerade in unseren Tagen eine deutliche Sprache zu allen Völkern, Na- tionen, aber auch zu einzel- nen Menschen. Durch Ereignisse redet Er vor allem dann, wenn die Botschaft von Jesus Christus nicht angenommen, missach- tet oder gar verachtet wird. Dann folgt das richtende Handeln Gottes, weil Er die Menschen auf anderen We- gen zur Umkehr und zur Ein- sicht bewegen möchte. Aber hier stellt sich abermals die Frage, ob das heute noch wahrgenommen und verstan- den wird, ob die Menschen erkennen, dass Gott in den Ereignissen unserer Zeit Sei- ne Hand im Spiel hat. Vielleicht erinnern Sie sich noch an einen Zwischen- fall, der sich vor etwa zwei Jahren in Indien, im Bundes- staat Orissa, zugetragen hat. Dort wurde der australische

Der Islam lehnt Jesus ab. Dazu sagt die Bibel: «Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet» (1.Joh 2,22)

«Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet» (1.Joh 2,22) Mitternachtsruf > Oktober

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Die neue Weltordnung im Licht des Humanismus

Missionar Graham Staines mit seinen zwei Söhnen in einem Jeep von Hindu- Fanatikern bei lebendigem Leib ver- brannt. Weltweit wurde in der Presse über dieses Ereignis berichtet. Es ging ein Aufschrei durch christliche Gemein- den. – Nur wenig später wurde der Staat Orissa, fast genau an der gleichen Stel- le, wo der Missionar mit seinen Söhnen ermordet wurde, durch einen Orkan schwer verwüstet. Da haben manche Hindus Angst bekommen und gesagt:

«Das ist die Antwort des christlichen Gottes, dem Staines gedient hat und der nicht widerspruchslos hinnimmt, was man den christlichen Kirchen zufügt.»

hinnimmt, was man den christlichen Kirchen zufügt.» Unsere Welt geht durch eine fundamentale Krise Diese

Unsere Welt geht durch eine fundamentale Krise

Diese Menschen haben erkannt, dass Gott durch diesen Orkan zu ihnen ge- sprochen hat! Im Nordwesten Indiens liegt der Uni- onsstaat Gujarat mit etwa 45 Millionen Einwohnern. Weniger als ein halbes Pro- zent dieser Menschen sind Christen. Der Staat Gujarat ist eine Hochburg des Hinduismus und bekannt als ein Zent- rum für die Verfolgung der Christen in Indien, wo manche um ihres Glaubens willen verfolgt, gefoltert, hingerichtet und umgebracht werden; darüber gibt es viele Berichte und Zeugnisse. Ein Team, das kürzlich einen Film über Je- sus zeigen wollte, wurde kurzerhand aus einem Dorf hinausgeworfen mit der Drohung: «Wenn ihr wiederkommt, werden wir euch die Beine brechen!» – Gujarat feiert jeweils am 26. Januar den Nationalfeiertag, den Tag der Republik. Mir liegt ein Bericht über die RSS vor (eine fundamentalistische Hindubewe- gung in Indien), die am 26. Januar 2001 öffentlich bekannt geben wollte, dass Gujarat nun frei von Christen sei und als Muster und Vorbild für die anderen indischen Bundesstaaten gelten müsse. – Am gleichen Tag, am 26. Januar 2001,

Der Begriff «Humanismus» geht zu- rück auf das lateinische Wort humani- tas und bedeutet in etwa: «Hervorbrin- gen menschlicher Tugend zu ihrem höchsten Mass.» Der Freimaurer Robertson Davis sagt:

«Wenn ein Mensch von grösstmögli- chem Nutzen sein will, setzt ihn an die lange, einsame Aufgabe der eigenen Vervollkommnung.» Das sind humanis- tische Ziele, hinter denen der Fürst die- ser Welt steht, der am Kreuz von Golga- tha zwar besiegt, aber noch nicht aus- gestossen ist. Noch ist er in der Welt, aber er gibt sich uns nicht so zu erken- nen, wie er wirklich ist. Er verstellt sich als ein «Engel des Lichts» (vgl. 2.Kor 11,14), lässt seine Pläne als biblisch er- scheinen und versucht, wo es ihm mög- lich wäre, auch die Auserwählten zu verführen. Er will den Menschen weis- machen, dass sie die neue Welt und ei- nen dauerhaften Frieden aus eigener Kraft herbeiführen können. In Jesaja 2,4 steht: «Und er wird rich- ten zwischen den Nationen und für vie- le Völker Recht sprechen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um- schmieden und ihre Speere zu Winzer- messern. Nicht mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.» Im Zusammenhang mit dem zweiten Teil dieses Verses steht vor dem UNO-Ge- bäude in New York eine Statue im mar- tialischen Stil des sozialistischen Realis- mus. Sie wurde vom russischen Bildhau- er Ewgenij Wutschetitsch geschaffen; die UdSSR hat diese Statue den Vereinten Nationen zum Geschenk gemacht. Die Skulptur zeigt einen Menschen, der mit einem Hammer auf die Klinge eines Schwertes einschlägt, um etwas Neues daraus zu machen. Mit dieser Statue manifestiert die UNO, zur Gestaltung einer neuen Weltordnung berufen zu

morgens um 8.46 Uhr, wurde Gujarat von einem der schwersten Erdbeben der letzten 100 Jahre, mit einer Stärke von 7,9 auf der Richterskala, heimgesucht. Das in Indien tätige Missionswerk AVC berichtete von mindestens 125 000 To- ten. War das ein Zufall? Ein gewisser Mr. John war in jenen Tagen Luftfahrtminis- ter in Karnataka. Er erkannte, dass das kein Zufall sein konnte, und er musste sogar von seinem Amt zurücktreten, weil er kurz nach dieser Katastrophe gesagt hatte: «Das Erdbeben ist eine Stra- fe Gottes für das Volk, weil wir die Chris- ten im Staat so schlecht behandelt ha- ben.» Vor Wochen war in der Presse zu er- fahren, dass neben den zentralen Tei- len Indiens gerade der Staat Gujarat im Nordwesten unter einer aussergewöhn- lichen Dürre leidet, während der Nord- osten des Landes gleichzeitig von einer Flutkatastrophe heimgesucht wird. Es gibt einen lebendigen Gott! Wer die Botschaft von Jesus mit dem Aufruf zur Busse ablehnt, wird früher oder spä- ter das richtende Handeln Gottes erfah- ren. Aber es stellt sich auch hier die Fra- ge, ob diese Sprache Gottes heute noch verstanden wird. Ein Kommentar in der Londoner Ta- geszeitung «Daily Telegraph» (31.10.2000) trug die Überschrift «Gött- liches Missfallen». Es folgt ein Zitat. «Vor wenigen Jahrhunderten hätte wohl ein jeder in diesem Inselreich zu- gestimmt, dass, wenn der Fluss über seine Ufer trat, oder wenn der Wind von Cornwall bis Kenth an die Küste peitsch- te, es dann nur eine Erklärung geben konnte: ‹Gott war zornig.› Heute sind wir anspruchsvoller geworden, wir schauen nach den Ursachen ungewöhn- licher Wetterverhältnisse. Meteorologen verweisen auf Hoch- und Tief-

druck, auf Zyklone und Antizyk- lone, und die Ökologen schrei- ben die Überflutungen der glo- balen Erwärmung zu. Vielleicht haben wir zu rasch die einfachen Gewissheiten unserer Vorfahren beiseite geschoben!» Gott redet auch heute noch zu ganzen Völkern, zu einzelnen Nationen und zu einzelnen Men- schen. Darum: Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Millionen Menschen leiden zunehmend unter Arbeitslosigkeit

den Gemeinden sagt! Millionen Menschen leiden zunehmend unter Arbeitslosigkeit 66 Mitternachtsruf > Oktober 2002
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sein. – Mit der Bezugnahme auf die Bi- belstelle in Jesaja 2,4 werden sowohl po- litische als auch religiöse Friedens-Ele- mente in den Dienst des Humanismus gestellt. Daraus ist der Anbruch einer neuen, noch nie da gewesenen Epoche in unserer Weltgeschichte hervorgegan- gen. Noch nie wurde auf so breiter Front «Ja» zur Sünde gesagt und verlangt, dass zum Beispiel homosexuelle Lebensfor- men ohne Vorbehalt der Ehe gleichzu- stellen seien. Fast 2 000 Jahre lang wur- de die Homosexualität von den Kirchen verurteilt, und es wurden Hilfen für ei- nen Ausstieg aus dieser Lebensweise angeboten. Heute wird Homosexualität nicht nur gut geheissen, sondern auf al- len Ebenen unterstützt und sogar durch Gesetze geregelt. Kürzlich war in der Presse zu lesen, dass in Schweden ein Mann mit einem Plakat auf die Strasse ging. Da- rauf stand der Text des Apostels Paulus aus dem Rö- merbrief, in dem er die Ho- mosexualität als Sünde ver- urteilt. Diesen Mann hat man brutal zusammenge- schlagen, mit Dreck bewor- fen und dann auch noch an- gezeigt. Doch nicht etwa die Angreifer wurden zur Re- chenschaft gezogen und zu einer Gefängnisstrafe verur- teilt, sondern der Mann mit dem Plakat! Bemerkenswert war die Urteilsbegründung des schwedischen Gerichts:

«Wer biblische Texte, insbesondere Römer 1, als historisches Zitat erwähnt, der macht sich nicht straf- bar. Wer jedoch geltend macht, dass solche Texte auch heute noch ihre Gültig- keit haben und dass diese zu res- pektieren seien, der macht sich strafbar und kann nach geltenden Gesetzen mit einer Gefängnisstrafe von bis zu vier Jah- ren bestraft werden.» Solche Entwicklungen führen letzten Endes zu einem Ruf nach dem starken Mann, der in der Bibel «Antichrist» ge- nannt wird und der eine Herrschaft auf- richtet, in der zwar grosse, aber lügen- hafte Wunder geschehen werden (vgl. 2.Thess 2,9). Es wird ihm sogar gelingen, die ganze Welt «friedlich» zu vereinen, jedoch nur bis zu jenem Zeitpunkt, wenn er sein wahres Gesicht zeigt. Die Zusammenballung der Welt zu einer letzten und hochmütigen Aufleh-

nung gegen Gott ist bereits zu erken- nen, und diese Entwicklung erinnert uns an den Turmbau von Babel. Damals wurden Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk verarbeitet. Heute werden die ge- setzlich geregelte Homosexualität und der Götzendienst zu Bausteinen für die neue Weltordnung. Mit diesem Materi- al kann man weder einen Turm bauen, dessen Spitze bis in den Himmel reicht, noch eine neue Weltordnung aufrichten,

er (Gott) wird richten zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen.» Das Alte muss zuerst gerich- tet und ausgeschieden werden, bevor etwas Neues entstehen kann. Und die- ses richtende Handeln offenbart uns Gott durch Ereignisse, die wir gerade in diesen Tagen für uns alle sichtbar erle- ben. Als in Deutschland im August 2001 das neue Lebenspartnerschafts-Gesetz in

Fotos: Keystone In diesem Jeep (l.) wurde der Missionar Graham Staines mit seinen zwei Söhnen
Fotos: Keystone
In diesem Jeep (l.) wurde der
Missionar Graham Staines mit
seinen zwei Söhnen von Hindu-
Fanatikern bei lebendigem Leibe
verbrannt.
Nur wenig später wurde der Staat
Orissa, fast genau an der gleichen
Stelle, durch einen Orkan schwer
verwüstet (u.)

die wahre Gerechtigkeit und dauerhaf- ten Frieden bringt. Der Turmbau zu Babel wird von un- serer modernen und gebildeten Gesell- schaft bestenfalls als Märchen oder Sage abqualifiziert. Aber wer hat erkannt, dass uns jenes Geschehen als Zeichen dessen gegeben ist, was heute in unse- rer modernen Gesellschaft geschieht? Man kann andere belächeln, ohne zu merken, dass man selbst gemeint ist! Mit der Skulptur vor dem UNO- Hauptgebäude in New York wird nur auf den zweiten Teil von Jesaja 2,4 Bezug genommen. Ohne den ersten Teil aber geht es nicht, denn dort heisst es: «Und

Kraft getreten war, und somit gleichge- schlechtliche Paare den Ehepaaren gleichgestellt wurden, warnte der Direk- tor des baptistischen Seminars in Mos- kau die Deutschen. Er sagte, sie sollten sich vor Gottes Zorn fürchten und feu- erfeste Regenschirme kaufen, denn auf dieses Gesetz werde Gott mit Feuer und Schwefel antworten. Im Sommer 2002 hat Gott mit Wasser geantwortet. Das ist aber nicht das Ende, sondern erst der Anfang. – In den vergangenen Monaten ereigneten sich grosse Flutkatastrophen in Europa, bis hin nach Russland, Korea und China. Allein in Südasien kamen über 1 000 Menschen bei Überschwem-

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mungen um, von denen man hier zu Lande kaum spricht. Wenn wir aber se- hen, wie die Flut Millionen Menschen in Angst und Schrecken versetzt hat, wie viele ihr ganzes Hab und Gut verloren haben und nicht mehr aus noch ein wis- sen, dann muss uns die Mahnung die- ses Direktors zu denken geben. Für Deutschland war es die grösste Natur- katastrophe in der Geschichte des Lan- des. Unsere Welt ist gerichtsreif gewor- den, und wir sollten erkennen, dass Gott direkt in die Ereignisse auf dieser Erde eingreift.

Was müssen wir tun, um der gerichtsreifen Welt zu entfliehen …

… und der neuen Weltordnung, dem neuen Leben «im Licht der Bibel», teil- haftig zu werden? Was hat Ahab getan, als ihm Elia das Gericht Gottes ankündigen musste: «Sie- he, ich will Unheil über dich bringen und dich vertilgen samt deinen Nachkom- men und will von Ahab ausrotten, was männlich ist …» (1.Kön 21,21)? Dieser gottlose König zerriss «seine Kleider und legte ein härenes Tuch um seinen Leib und fastete und schlief darin und ging bedrückt einher» (V 27). Ahab tat zwar Busse, aber ohne sich wirklich zu be- kehren und sich bewusst vom alten Wesen abzuwenden – das genügt jedoch nicht!

Die Busse Ahabs war gleichsam der

Versuch, die Erlösung ohne das Kreuz zu empfangen; er wollte das neue Le- ben, ohne zuvor das alte abzulegen – und das geht nicht. Es muss sich etwas ändern: Unser altes Leben muss abge- legt und unser Wesen muss gerichtet werden. Das ist der einzige Weg, auf dem wir der gerichts- reifen Welt entfliehen können. «Richten» heisst dafür zu sorgen, dass sich etwas ändert. Wenn wir der Gerechtig- keit, dem wahren Frie- den, teilhaftig werden wollen, dann müssen wir etwas bekommen, was uns in der Natur des ers-

ten Adam nicht gegeben

ist, und das ist die We- senhaftigkeit unseres Schöpfers. Wir müssen die Gotteskind- schaft empfangen, um dadurch der gött- lichen Natur teilhaftig zu werden. Das können wir uns aus eigener Kraft nicht aneignen, weder mit List oder Gewalt noch mit guten Werken oder frommen Leistungen. Wir brauchen eine neue Natur, ein neues Leben, ein neues Wesen. Aber wie bekommen wir das? Das geschieht allein durch den Geist

Gottes, der in uns als Träger Seines We- sens den Samen des Wortes

Gottes zum Aufleben bringt und dann zusammen mit unse- rem Geist das neue Leben zeugt. Beides ist dafür nötig – der Geist des Herrn und unser Geist. Das verbindende Ele- ment ist der Same des göttli- chen Wortes, durch den in uns das neue Leben gezeugt wird. Die Bibel nennt das «Wieder- geburt» (vgl. 1.Petr 1,23). In Seinem Geist schenkt Gott sich uns, und nur das, was uns als Wesenhaftigkeit durch Jesus von oben gegeben wird, kann Gott gefallen.

Es gibt nur einen einzigen Weg, und der führt über Golgatha

gibt nur einen einzigen Weg, und der führt über Golgatha dieser Frage: «Siehe, wenn ich zu

dieser Frage: «Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen:

Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt! Und sie zu mir sagen werden:

Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen?» (2.Mo 3,13). Daraufhin nannte Gott ihm Seinen Namen: «Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Isra-

el sagen: Der Ich bin – hat mich zu euch gesandt» (V 14). Der Name Got- tes heisst also «Ich bin». Warum sagt Gott «Ich bin, der ich bin»? Was meint Er damit? Fragen wir uns einmal selber: Bin ich, der ich bin? Sind Sie, der Sie sind? Sind wir, die wir sind – oder spielen wir Thea-

ter? Geben wir vor, etwas zu sein, was wir gar nicht sind? Prüfen wir uns ganz persönlich, in unserem innersten Wesen: Sind wir immer diejenigen, die wir sind, oder geben wir vor, etwas zu sein, was wir gar nicht sind? Müssen wir nicht feststellen, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dass da manchmal et- was nicht stimmt? Mit Seinem Namen «Ich bin, der ich bin», bringt Gott Seine unveränderliche Wesenhaftigkeit zum Ausdruck. «Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige» (Offb 1,8). Gott ist, «der da ist», ganz im Gegensatz zum Fürsten dieser Welt, der nicht das ist, was er zu sein vorgibt. Müssen wir nicht bekennen, dass wir von Natur aus Kinder des Fürsten dieser Welt sind? Gott ist der Unwandelbare, Er ist, der Er ist. Er lässt sich nicht täuschen, durch kein Theater, auch nicht durch die frömmsten Formen und Zeremonien. Er kennt jeden Menschen sehr genau; Er kennt unser Wesen, sei es nun gut oder böse. Und die Erlösten kennt Er nur an dem, was sie in seinem Sohn Jesus Chris- tus geworden sind, und das allein aus Gnade, ohne jeden Verdienst.

Was bedeutet es, «aus Gnaden angenommen zu sein»?

Unter welchen Voraussetzungen kann ein Mensch aus Gnaden angenommen

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Dürre im Unionsstaat Gujarat (Indien)

Wie heisst Gott?

Kennen wir die Wesenhaftig- keit unseres lebendigen Got- tes? Ist uns Sein Name be- kannt? Schon Mose stand vor

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werden? Ich möchte es gleichnishaft an einem profanen Beispiel zeigen. Damit

ein zum Tode verurteilter Straftäter be- gnadigt werden kann, müssen drei Vo- raussetzungen erfüllt sein:

sündigt haben, machen wir ihn zum Lüg- ner, und sein Wort ist nicht in uns» (1.Joh 1,9-10). Die wahre Botschaft des Evangeliums fängt mit dem Aufruf zur Umkehr an. Jesus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zur Busse zu rufen und zu neu- em Leben zu erwecken. Man hört oft, dass die Zeit der Erweckungen vorbei sei. Ich weiss nicht, ob das wirklich der Fall ist, aber ich frage mich: Könnte es sein, dass die Bussprediger fehlen? Es ist unser Anliegen, dass sich die Leute wohl fühlen. Aber vielleicht sollten wir gelegentlich dahin wirken, dass sich die Leute nicht so wohl fühlen, dass sie mer- ken, in welcher Situation sie sich im Licht der Bibel befinden.

Warum muss das Gericht am Hause Gottes anfangen?

Weil es im ersten Petrusbrief so ge- schrieben steht: «Die Zeit ist da, dass das Gericht anfängt an dem Hause Got- tes. Wenn aber zuerst an uns, was wird es für ein Ende nehmen mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben?»

Golgatha vergossene Blut Jesu. Durch das Blut des Lammes, das uns reinigt von aller Sünde, wird uns in Jesus Christus eine neue Natur gegeben. Die alte, sün- dige Natur bringt uns nur Verzweiflung und Tod. Gottes Geist aber schenkt uns Frieden und Leben. Kein Mensch auf dieser Erde, auch nicht der frömmste und vollkommenste Humanist, kann den wahren Frieden aus eigener Kraft herbeiführen und eine neue Weltordnung aufrichten. Das ist eine Utopie. Wir können uns den wah- ren Frieden nur schenken lassen vom wahren Friedefürsten, dem Sohn des le- bendigen Gottes. Bei jedem Versuch, den Frieden aus eigener Kraft, ohne Jesus Christus, her- beiführen zu wollen, wird der wah- re Zustand des Menschen aus der Sicht des göttli- chen Ur- teils über unsere sündige

1. Er kann nur begnadigt werden,

wenn er zuvor rechtmässig verurteilt wurde.

2. Das Urteil darf noch nicht voll-

streckt sein.

3. Er muss sein Gesuch um Begnadi-

gung einreichen. Wenn das Begnadigungsgesuch ange- nommen werden soll, müssen nochmals

drei Voraussetzungen erfüllt werden:

1. Er muss seine Lage erkennen; es

muss das Eingeständnis der begangenen Straftat vorhanden sein.

2. Er muss seine Tat bereuen, und

man muss merken, dass ihm die Vergan- genheit Leid tut.

3. Es muss ein glaubhafter Wille zur

Umkehr und zur Veränderung seines Le- bens erkennbar sein. Was bedeutet im Licht der Heilsge- schichte dieses Beispiel für uns? Wir alle,

ohne Ausnahme, sind in der Natur des alten Adams rechtsgültig verurteilt: «Da ist keiner, der gerecht ist, auch

nicht einer» (Röm 3,10). Der na- türliche Mensch hat keinen An- teil am ewigen Leben, denn der Tod ist zu allen Menschen hin- durchgedrungen, weil sie alle ge- sündigt haben. «… der Tod ist der Sünde Sold» (Röm 6,23). Das persönliche Urteil für

unser Leben ist noch nicht voll- streckt. Wir leben in der Zeit zwischen Urteil und Vollstreckung, in der wir noch die Gelegenheit haben, ein «Gnadengesuch» einzureichen für die Begnadigung, die uns allein in Jesus Christus geschenkt wird. Er hat uns los- gekauft von unserem alten und sündi- gen Wesen und dafür mit Seinem eige- nen Blut teuer bezahlt. Aber jetzt müssen wir noch die an- deren Voraussetzungen erfüllen: Es muss die Erkenntnis und das Eingeständnis unseres Unvermögens, des sündigen Wesens unserer alten Natur, vorhanden sein. Wir müssen erkennen, in welcher Lage wir uns befinden, die Sünde als Sünde empfinden und aufrichtig bereu- en, ohne uns rechtfertigen zu wollen. Vielmehr muss ein glaubhafter Wille zur Umkehr und zur Veränderung des eige- nen Lebens erkennbar sein: «Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtig- keit. Wenn wir sagen, dass wir nicht ge-

jeder Ungerechtig- keit. Wenn wir sagen, dass wir nicht ge- Fragen Fragen wir wir uns uns

Fragen Fragen wir wir uns uns einmal einmal selber: selber: Bin Bin ich, ich,

der der ich ich bin? bin? Sind Sind Sie, Sie, der der Sie Sie sind? sind? Sind Sind

wir, wir, die die wir wir sind sind oder oder spielen spielen wir wir Thea- Thea-

ter? ter? Geben Geben wir wir vor, vor, etwas etwas zu zu sein, sein, was was

wir wir gar gar nicht nicht sind? sind?

(1.Petr. 4,17). Heisst das, dass die Ge- meinde Jesu durch Gottes richtendes Handeln aufgerüttelt wird? Sicherlich spricht Gott auch durch Ereignisse. Aber zuerst redet Er zu Seinen Kindern durch Sein Wort. In 1. Korinther 11,31 schreibt Paulus: «Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerich- tet.» Es ist höchste Zeit, dass jeder sein eigenes Leben im Licht des Wortes Got- tes beurteilt und erkennt, dass wir uns zwischen einem gesprochenen Urteil und dessen Vollstreckung befinden. Dieser Urteilsvollstreckung können wir nur dann entrinnen, wenn bei uns eine rechtschaffene Frucht der Busse mit einem klaren Nein zur Sünde erkenn- bar ist. Für diese Menschen steht hier das tröstliche Wort: «Wenn wir uns sel- ber richteten, so würden wir nicht ge- richtet.» Das bedeutet, dass an diesen Personen das schon gesprochene Urteil nicht vollstreckt wird, weil sie begna- digt sein dürfen durch das am Kreuz von

und verlorene Natur verkannt. Es mag paradox erscheinen, aber in diesem Licht besehen ist letztlich jeder eigene Frie- densaktivismus eine Auflehnung gegen- über dem von Gott gesprochenen Urteil. Man will beweisen, dass man den Frie- den selbst, ohne Gott, herbeiführen kann. Das ist aber so unmöglich wie die Voll- endung des Turmbaus zu Babel. Es gibt nur ein Fundament, auf dem sich die neue Weltordnung errichten lässt – den Stein, der von den Bauleu- ten verworfen wurde, der aber von Gott selber zum köstlichen Eckstein in Zion auserwählt wurde: Jesus Christus (vgl. 1.Petr 2,4). «… wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden» (V 6). Ein Lied drückt es so aus: «Am Kreuze meines Heilands, da ist mein sichrer Stand …» Darum, lieber Leser, liebe Leserin, kommen auch Sie zu Jesus! Er allein ist der Weg, die Wahrheit und das neue, ewige Leben – das ist keine Uto- pie, sondern Realität.

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Fotos: Keystone

Tausende

Menschen

haben ihre

Existenz

verloren …

Tausende Menschen haben ihre Existenz verloren …

Die Jahrhundertflut

und die Suche nach der Ursache

… Die Jah rhundertflut und die Suche nach der Ursache Weite Teile Europas wurden von einer

Weite Teile Europas wurden von einer noch nie da gewesenen Flutwelle regelrecht überrascht und fortgeschwemmt. Über fünf Millionen Menschen sind allein in Deutschland von der Flut betroffen; die Schäden belaufen sich nach ersten Schät- zungen auf etwa 15 Milliarden Euro.

mittel knapp. Abertausende Polizisten und Soldaten, technische Hilfswerke, das Rote Kreuz und andere Hilfsorgani- sationen waren Tag und Nacht im Ein- satz. Die Situation, so berichteten die Medien, war wie im Krieg. Plötzlich er- kannte man wieder das Wesentliche. Je- der half jedem. Der trennende Garten- zaun war nicht nur buchstäblich, son- dern auch im geistigen Sinn mit den Flu- ten verschwunden. Nächstenliebe wur- de wieder praktiziert. Viele meldeten sich freiwillig und halfen mit Spenden, Schaufeln und Kettensägen, Maschinen und Lebensmitteln. Doch es gab auch so genannte Katastrophentouristen, die nur in die betroffenen Gebiete fuhren, um neugierig das Ausmass der Schäden, des Leides und der Not mit eigenen Augen zu begaffen und auf Film festzu- halten.

Weltweit zunehmende Not

Nicht einmal ein Jahr nach dem Ter- rorangriff auf die USA am 11. Septem- ber 2001 hat es nun Europa erwischt. Die Börsendaten rutschten in den Kel- ler, der Dollar wurde schwächer, die Konjunktur können mittlerweile sogar die Politiker nicht mehr «schön reden».

J ournalisten prägten den Begriff «Jahr-

hundertflut»; manche sprechen sogar

von einer «Jahrtausendflut». Kaum

überblickbare Gebiete wurden über- schwemmt, Dämme brachen, über hun- dert Brücken sind allein in Deutschland zerstört, Hunderte Kilometer Strassen und Schienennetz sind praktisch ver- schwunden, unzählige Häuser fortgeris- sen, zerstört, aufgeweicht und unbe- wohnbar. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden. Das Drama schien kein Ende zu nehmen, in vielen Gebieten herrschte der Ausnahmezu-

stand. Immer neue und intensivere Schreckensmeldungen drangen durch die Nachrichten, ganz zu schweigen von den vielen Obdachlosen, denjenigen, die ihre Existenz verloren haben oder gar in den Fluten umkamen. Viele, die vorher ein eigenes Haus hat- ten, besassen plötzlich nur noch das, was sie am Körper trugen. Sie schliefen auf primitiven Matrat- zen irgendwo in einer Turnhalle. Viele haben ihre berufliche oder selbstständige Existenz buchstäb- lich untergehen sehen. Mit den steigenden Wasserfluten stieg die Infektions- und Seuchengefahr. Ausserdem wurden die Lebens-

stieg die Infektions- und Seuchengefahr. Ausserdem wurden die Lebens- 1010 Mitternachtsruf > Oktober 2002
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Wir stecken in einer welt- weiten Wirtschaftskrise; die Arbeitslosenzahlen steigen unaufhörlich, ein Betrieb nach dem anderen meldet Konkurs an. Es überstürzen sich die Mel- dungen über Kriege, Unru- hen und Terrorangriffe praktisch auf dem ganzen Erdball. Die Hoffnung auf Frieden schwindet, und die Gefahr eines dritten Weltkrieges steigt. Ameri- ka und Australien leiden unter Feuersbrünsten. Die

Immunschwächekrankheit Aids bekommt man trotz al- ler Massnahmen nicht in den Griff, und die Zahlen der Infizierten steigen. Auch China wurde von einer unheimlichen Flut überwältigt. Dort waren 10 Millio- nen Menschenleben in Gefahr. Angesichts dieser verzweifelten Lage ist es nicht erforderlich, dass von Sek- ten eine Weltuntergangsstimmung er- zeugt wird; sie ist von ganz allein ge- kommen. Die Menschen haben Angst, sind verzweifelt, und die Zukunft sieht düster aus. Jetzt brauchen wir Hoffnung, aber auch Wahrheit, denn nur die Wahr- heit macht frei und führt zur Hoffnung.

Jetzt Jetzt brau- brau-

chen chen wir wir

Hoffnung, Hoffnung,

aber aber auch auch

Wahrheit, Wahrheit,

denn denn nur nur die die

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macht macht frei frei

und und führt führt zur zur

Hoffnung Hoffnung

und und führt führt zur zur Hoffnung Hoffnung Klima in der Vergangenheit auch ohne menschlichen Einfluss

Klima in der Vergangenheit auch ohne menschlichen Einfluss geschwankt habe. «Die Forschung hat die ungeheu- er komplexe irdische Wettermaschine noch längst nicht verstanden», so Mül- ler.

Das Wagnis, tiefer zu suchen

Wir sollten vielleicht die noch tiefe- ren Ursachen ganz woanders suchen und den Mut haben, auch Dinge anzu- sprechen, die man nicht gerne hört, zum Beispiel in Amos 3,6: «Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, und der Herr hat es nicht bewirkt?» Oder: «Wasser wäscht Steine weg, und seine Fluten schwemmen die Erde weg: so machst du die Hoffnung des Menschen zunichte» (Hiob 14,19). Natürlich sind das keine angenehmen Bibelverse, und sicherlich sind die Men- schen, die von der Flut betroffen wur- den, nicht schuldiger als andere. Im Gegenteil, gerade in Sachsen gibt es sehr viele Christen, und auch Gemeinden und Kirchen sind vom Hochwasser be- troffen. Es gibt in der Bibel Beispiele von Gottlosen, denen es gut ging, die Sieg und Sicherheit hatten; umgekehrt kom- men darin Beispiele von gottesfürchti- gen Menschen vor, die ins Unglück stürzten. Jesus erwähnte einmal ein Unglück in Jerusalem: «Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger

gewesen sind als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen? Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Bus- se tut, werdet ihr alle auch so umkommen» (Lk 13,4-5). Wenn das der «heiligen Stadt» Jerusalem galt, wie viel mehr uns! Wir sollten deshalb nicht mit selbstgerechten Fin- gern auf die Gebiete der Flut- katastrophe zeigen, sondern helfende Hände ausstrecken. Dennoch: Die weltweit zu- nehmende Dramatik ist auch eine Sprache Gottes für unse- re Zeit und für uns alle, denn sie weist auf Den hin, der wie- derkommt und dessen Wie- derkunft mit deutlichen Zeit- zeichen verbunden ist.

Welche geistlichen Prinzipien können wir den weltweiten Katastrophen abgewinnen?

1. Wir sollten die Zeichen der Zeit beurteilen. Phänomene, die es schon immer gab, wollen wir nicht spekulativ oder schwärmerisch überbetonen. Aber wir dürfen auch nicht die Augen vor Tatsachen verschliessen, die in diesem Ausmass noch nie da gewesen sind. Jesus hat einmal gesagt: «Wenn es Abend geworden ist, so sagt ihr: Heite- res Wetter, denn der Himmel ist feuer- rot; und frühmorgens: Heute stürmi- sches Wetter, denn der Himmel ist feu- errot und trübe. Das Aussehen des Him- mels wisst ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht beurteilen» (Mt 16,2-3). Man kann heu- te Wetterprognosen für mehrere Tage im Voraus erstellen. Klimaforscher berech- nen durch Computersimulationen extre- me Wetterlagen. Man kann auch die Stärke von Erdbeben messen und mit Satelliten das Universum sowie kleinste Veränderungen auf der Erde beobachten. «… aber die Zeichen der Zeit könnt ihr nicht beurteilen.» Unsere Weltlage wird zunehmend unruhiger, weil «die Welten durch Got- tes Wort bereitet worden sind» (Hebr 11,3) und sich das noch nicht erfüllte prophetische Wort Gottes vor unseren Augen zu erfüllen beginnt. Eine der grossen prophetischen An- kündigungen Jesu nimmt Bezug auf die zu Ende gehenden Zeiten der Nationen und hängt direkt mit Israel zusammen:

«… und Jerusalem wird zertreten wer-

Die Suche nach der Ursache

Man ist verzweifelt auf der Suche nach der Ursache. Alles Mögliche, so erkennt und bekennt man, ist aus menschlicher Sicht missglückt. Nicht nur der Regen ist an der Flut schuld – denn geregnet hat es schon immer –, sondern vielmehr der Mensch. Flüsse wurden seit Jahrzehnten in künstliche Betten eingezwängt, natürliche Über- schwemmungsgebiete zerstört, einge- meindet und bebaut. Wasserströme wurden rücksichtslos begradigt und ein- gedeicht, um Schifffahrtsstrassen zu bau- en, wodurch die Wasserstrassen regel- recht zu Wasser-Autobahnen wurden. Aber auch Treibhausgase, die globale Erderwärmung, das Abholzen der Re- genwälder, die Klimaveränderung usw. sollen an der Zunahme der Naturkatast- rophen schuld sein. Man grübelt und macht sich tief ge- hende Gedanken, aber vielleicht nicht tief gehend genug. Das Nachrichtenma- gazin Der Spiegel (Nr. 34/2002) stellte im Hinblick auf die Flut die Frage: «Kann das noch Zufall sein?» Und der Klima- forscher Heinz Müller sagte, Untersu- chungen hätten gezeigt, wie stark das

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den von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden» (Lk 21,24). Diesbezüglich sagt der Herr dann weiter: «Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leu- ten bange sein, und sie werden zagen; und das Meer und die Wasserwogen werden brausen» (V 25). Eine andere Übersetzung sagt es so: «Zu dieser Zeit werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen Unheil verkünden. Angst und schreckliche Ratlosigkeit beherrschen die Menschen, weil Sturmfluten und Katastrophen über sie hereinbrechen.» Diese Aussagen beziehen sich auf die Wiederkunft Jesu, auf das nahende Ende der Zeiten der Nationen und die geistli- che Aufrichtung Israels. Es sind gewissermassen Vorboten dafür, dass die Zeiten der Nationen zu Ende gehen. Eine prophetische Aussage im Alten Testament lautet: «Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Noch einmal – wenig Zeit ist es noch – und ich werde den Himmel und die Erde und das Meer und das Trockene erschüttern. Dann werde ich alle Nationen erschüttern, und die Kostbarkeiten aller Nationen werden kommen, und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit füllen, spricht der Herr der Heerscharen» (Hag 2,6-7). Die neutestamentliche Parallele dazu steht im Hebräerbrief: «Dessen Stimme er- schütterte damals die Erde; jetzt aber hat er verheissen und gesagt: ‹Noch einmal werde ich nicht nur die Erde bewegen, sondern auch den Himmel›» (Hebr 12,26). Das Haus Israel soll mit Herrlichkeit erfüllt und ein neuer Tempel gebaut werden, in den der Herr sich setzen und regieren wird. Wir steuern dieser gros- sen Wahrheit unaufhaltsam entgegen. Diese Kraft des prophetischen Wortes erschüttert die Welt.

2. Solange Israel keine Ruhe fin- det, wird auch die Welt nicht zur Ruhe kommen. Die Ruhe, der Frieden und der Segen der Welt ist von der Ruhe, dem Frieden und dem Segen Israels ab- hängig. Ebenso hängt der Terror in der Welt vom Terror gegen Israel ab. Die Welt gerät immer mehr ins Tau- meln, weil Jerusalem zum Taumelbecher wird, und der Terror wird zu einer welt- weiten Last, weil Jerusalem den Natio- nen ein Laststein ist. Das Schicksal der

Billy Graham: «Unsere Welt ist Billy Graham: «Unsere Welt ist voller Angst, Hass, Begierde, Hab-
Billy Graham: «Unsere Welt ist
Billy Graham: «Unsere Welt ist
voller Angst, Hass, Begierde, Hab-
voller Angst, Hass, Begierde, Hab-
sucht, sucht, Krieg Krieg und und tiefer tiefer Verzweif- Verzweif-
lung. lung. Mit Mit Sicherheit Sicherheit umfasst umfasst die die
Wiederkunft Wiederkunft Jesu Jesu Christi Christi die die einzi- einzi-
ge ge Hoffnung Hoffnung darauf, darauf, dass dass an an die die
Stelle Stelle dieser dieser bedrückenden bedrückenden Merk- Merk-
male male Vertrauen, Vertrauen, Liebe, Liebe, allumfas- allumfas-
sender sender Friede Friede und und Wohlergehen Wohlergehen
treten» treten»

rung zu verstehen geben? Denen, die entwöhnt sind von der Milch, denen, die von der Brust abgesetzt sind?›» (Jes 28,9). Eine andere Übersetzung lautet:

«Sie ärgern sich über mich und sagen:

‹Der will uns belehren? Er will uns bei- bringen, was Gottes Wille ist? Für wen hält er uns? Sind wir vielleicht kleine Kinder, die eben von der Mutterbrust entwöhnt worden sind?›» «Wenn die brausende Flut daherfährt, wird sie uns nicht treffen; denn wir ha- ben Lüge zu unsrer Zuflucht und Trug zu unserm Schutz gemacht» (Jes 28,15). «Und ich will das Recht zur Richt- schnur und die Gerechtigkeit zur Waa- ge machen. So wird Hagel die falsche Zuflucht zerschlagen, und Wasser sol- len den Schutz wegschwemmen» (Jes

28,17).

Gericht muss nicht immer bedeuten, dass Gott aktiv in das Geschehen der Welt eingreift, sondern dass Er den Aus- wirkungen der Sünde freien Lauf lässt. Eigentlich ist das ein Beweis dafür, dass wir unter dem ständigen Schutz Gottes stehen, denn Jesus trägt und erhält die Welt mit Seinem mächtigen Wort (vgl. Hebr 1,3). Aber dieses Wort kann auch die Welt erschüttern (vgl. Hebr 12,26). Wenn vor dem Rathausgebäude in Berlin vom regierenden Bürgermeister anlässlich der Homosexuellenparade ei- genhändig die Regenbogenflagge gehisst wird, dann müssen wir uns nicht wun- dern, wenn der Regen kommt und die Dämme brechen; denn moralisch und

Welt ist abhängig vom Schicksal Israels und nicht umgekehrt. In Römer 11,15 wird beispielsweise gesagt, dass die zukünftige Wieder- annahme Israels für die Welt «Leben aus den Toten» bedeutet. In Psalm 29,10-11 lesen wir: «Der Herr thront auf der Wasserflut, der Herr

thront als König ewig. Der Herr möge Kraft geben sei- nem Volk, der Herr möge sein Volk segnen mit Frie- den.» Die Herrschaft des Messias als König in Israel und der daraus resultieren- de Frieden bedeutet auch Frieden für die Völker:

«Und er verkündet Frieden den Nationen. Und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde» (Sach 9,10). Erst «am Ende der Tage», wenn Isra- el im Messias zur Ruhe gefunden hat, werden alle Völker ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Speere zu Win- zermessern umschmieden und keinen Krieg mehr lernen (vgl. Mi 4,1-4; Jes 2,1-

5).

3. Kommt unsere Welt in die «We- hen»-Periode? Die Bibel bezeichnet die Zeit vor der Wiederkunft Jesu als eine Zeit der Wehen, wie bei einer schwan- geren Frau (vgl. Mt 24,8; 1.Thess 5,3). Wehen treten zuerst leicht, dann immer stärker und in immer kürzeren Abstän- den auf, bringen dann aber durch den Schmerz hindurch neues Leben und Freude in die Welt. Offenbar beginnt diese «Wehen»-Pe- riode langsam, und die Intervalle wer- den immer heftiger und kürzer. Doch schliesslich bringt diese schlimme Zeit der bevorstehenden Trübsal das neue Leben in der Wiederkunft Jesu hervor.

4. Fehlende Erkenntnis Gottes und daraus resultierende Sünde trägt dazu bei, dass unsere Umwelt in Mitleidenschaft gezogen wird. Im Buch des Propheten Jesaja finden wir einige Aussagen, die wir sinnbildlich auch auf unsere Zeit anwenden können:

«‹Wen›, sagen sie, ‹will der denn Er- kenntnis lehren? Wem will er Offenba-

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ethisch sind die Dämme schon lange gebrochen. Es gab in der ganzen Weltgeschichte keine Epoche, in der auf breiter Front gefordert wurde, homosexuelle Lebens- formen vorbehaltlos der Ehe gleichzu- stellen. Der Philosoph Immanuel Kant sagte: «Würde man homosexuelle Prak- tiken als allgemein verbindlich erklären, wäre dies das Ende der Menschheit.» In dem Masse, wie die Welt die Er- kenntnis Gottes verliert bzw. verwirft, wird das Land und die Umwelt in Mit- leidenschaft gezogen (vgl. Hos 4,1-6; Jes 24,20). Das gilt aber auch im umgekehr- ten Sinn: Wenn die Welt durch die Wie- derkunft Jesu von der Erkenntnis Got- tes erfüllt ist, wird ihr im selben Masse auch der Segen zuteil werden. Von die- ser Zeit sagt Jesaja 11,9: «Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des Herrn sein, wie Wasser das Meer bedeckt.» Die Lösung – auch für jeden Men- schen ganz persönlich –, damit man

nicht untergeht, in den ewigen Tod ver- sinkt und alles verliert, ist die Erkennt- nis Gottes und Jesu Christi: «Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du ge- sandt hast, Jesus Christus, erkennen» (Joh 17,3). Ein alter Pfarrer schrieb in Idea Spekt- rum (Nr. 34/2002, S. 4) über Katastro- phen in der Vergangenheit: «Die Glo- cken läuteten, Menschen

taten Busse und beteten über Jahre für ihre fernen Lieben. Heute vermisse ich ein entsprechendes Wort der Kirchen. Wir sehen viel Elend, hören viele Klagen über materielle Schäden.

Ich vermisse die Glocken, die betenden Gemeinden, die Stimme des Glaubens in den Trümmern des Geschehens. Bleibt Gott vergessen, ver- drängt? Ist der Allmächtige abgeschrie- ben?»

Schwefels bereits einatmen. Doch es ist eine Tatsache, dass die Menschen in späteren Zeiten keine Busse mehr tun werden (Offb 9,20-21). Das prophetische Wort kommt von Gott selbst; es ist von Jesus bestätigt, von den Aposteln geglaubt und verkündigt worden. Wer sind denn wir, dass wir meinen, es nicht mehr ernst nehmen zu müssen? Überdies werden wir aufge- fordert, peinlich darauf zu achten: «Und so besitzen wir das prophetische Wort umso fester, und ihr tut gut, darauf zu achten als auf eine Lampe, die an ei- nem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht, indem ihr dies zuerst wisst, dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht. Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorge- bracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist» (2.Petr 1,19-21).

6. Durch die Schreckensereignis-

se hindurch dürfen wir auf Den se- hen, der wiederkommt und alles neu macht. Jesus hat gesagt: «Siehe, ich kom- me bald» (Offb 22,12). Und es ist Sein Wort, das uns sagt, «was bald gesche- hen muss» (Offb 1,1; 22,6). Über Seine Wiederkunft und Seine zukünftige Welt- regierung heisst es: «Gross ist die Herr- schaft, und der Friede wird kein Ende haben …» (Jes 9,6). Der am Kreuz Frie-

Immanuel Immanuel Kant: Kant: «Würde «Würde man man

homosexuelle homosexuelle Praktiken Praktiken als als allge- allge-

mein mein verbindlich verbindlich erklären, erklären, wäre wäre

dies dies das das Ende Ende der der Menschheit» Menschheit»

den machte, wird auch der Welt den Frieden bringen! Billy Graham fasste das einmal folgen- dermassen zusammen: «Unsere Welt ist voller Angst, Hass, Begierde, Habsucht, Krieg und tiefer Verzweiflung. Mit Si- cherheit umfasst die Wiederkunft Jesu Christi die einzige Hoffnung darauf, dass an die Stelle dieser bedrückenden Merk- male Vertrauen, Liebe, allumfassender Friede und Wohlergehen treten.»

7. Sie sollten die Chance nutzen.

Nur mit Jesus im Herzen kann man ge- trost in die Zukunft blicken. Mit Sünde leben zu müssen, ohne den Frieden Gottes zu besitzen, ist die schlimmste Katastrophe! Ihre persönliche Sünde

5. Statt über das prophetische Wort zu spotten, sollten wir es ernst nehmen und uns nach Gott ausstre- cken. Viele machen die Aussagen der Bibel lächerlich und merken nicht, dass sie sich nur selbst lächerlich machen. Sogar in christlichen Kreisen wendet man sich vom Wort Gottes ab, obwohl man dessen Erfüllung miterlebt. Man- che Menschen glauben nicht an die Hölle, selbst wenn sie an deren Abgrund stehen und den beissenden Geruch des

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AufgegriffenAufgegriffen

 

Mehr als die Hälfte der jüdischen Bevöl- kerung Israels (53 %) will nach einer Umfra- ge der Tageszeitung «Jerusalem Post» wieder einen Tempel, und zwar dort, wo der salo- monische und herodianischeTempel gestan- den haben, also auf dem Platz des umstrit- tenen Tempelberges.

Die deutsche Fussball-Liga (DFL/Frank- furt am Main) hat ihren Spielern verboten, T-Shirts mit religiösen Aussagen unter dem Trikot zu tragen. Vor allem brasilianische Spieler präsentierten bisher nach Torerfol- gen Aufschriften wie «Jesus lebt» oder «Je- sus liebt dich». Das Nachrichtenmagazin «Focus» bezeichnete das Verbot als «Anti- Jesus-Verordnung».

Der US-Fernsehsender ABC bietet sei- nen Zuschauern in Kalifornien «Jesus-freie Programme». Die Sendeleitung habe be- schlossen, das Wort «Jesus» in den Ausstrah- lungen zu streichen. An seiner Stelle ist ein Piepton zu hören.

In Saudi-Arabien wird das Internet zen- siert. Wer sich dort durch dieses Medium über das Christentum, den Nahostkonflikt oder eine neue amerikanische Musik-CD in- formieren möchte, hat es schwer. Es seien mindestens 67 christliche Internetseiten von der Zensur betroffen, so zum Beispiel eine Homepage, die Fragen von Muslimen über das Christentum beantwortet.

Die 13 Palästinenser, welche in Bethle- hem die Kirche besetzten und als Top-Terro- risten des Landes verwiesen wurden, führen jetzt im spanischen Exil auf Kosten der Eu- ropäischen Union ein Luxusleben. Drei von ihnen sind in einem feudalen Park unterge- bracht, der dem spanischen Staat gehört. Sie haben dort Satellitenfernsehen, damit sie die arabischen Sender empfangen kön- nen, eine Tischtennisplatte, Fussball und andere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Das Essen wird ihnen aus dem besten Res- taurant der Stadt geliefert, und jeden Mor- gen kommt eine Putzfrau.

Vier riesige Eisberge driften durch die Drake-Strasse zwischen Südamerika und den

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Süd-Shetland-Inseln in Richtung Atlantik. Wissenschaftler machen die globale Klima- veränderung für das immer häufigere Aus- einanderbrechen grosser antarktischer Eis- massen verantwortlich.

Vertreter von Union und SPD haben sich für die bundesweite Einführung des Islam- Unterrichts an staatlichen Schulen ausge- sprochen. Niedersachsen hat diese Mass- nahme bereits beschlossen. Eine Kritikerin stellte dazu die Frage: «Wäre im Umkehr- schluss christlicher Religionsunterricht in islamischen Ländern möglich? Wohl kaum!»

Das Wetter wird wegen höherer Tempe- raturen in der Atmosphäre extremer und tro- penähnlicher. Die Menschen müssen sich auf den Klimawandel einstellen. Wenn man Kli- maforschern Glauben schenkt, werden die derzeitigenWetterkapriolen zum «Normalfall» oder sind gar der Beginn von Schlimmerem. Der bekannte Klimaforscher Latif meint: Ent- scheidender als Gegensätze zwischen Sub- tropen und Subpolarregionen seien tempe- raturbedingte Veränderungen in der Vertika- len: «In einer generell wärmeren Atmosphä- re sind die Energieumsätze höher. Es ver- dampft mehr Wasser, mehr Energie wird in die höhere Atmosphäre befördert, und der Wettermotor wird angetrieben. Daraus resul- tierten die Stürme und Starkniederschläge.»

Der palästinensische Journalistenver- band hat Fotoreportern untersagt, Fotos von palästinensischen Kindern, die bewaffnet sind, und von maskierten Männern, zu ma- chen. Fotografen haben in der Vergangenheit immer wieder von Drohungen durch PA-Ver- treter und Sicherheitsleuten berichtet, wenn sie für die Palästinenser unvorteilhafte Auf- nahmen machen wollten.

Palästinensische Aktivisten nutzten die Eröffnung des UNO-Gipfels für nachhaltige Entwicklungen in Johannesburg als Plattform für ihre Anschuldigungen gegen Israel. So wurde Israel in einer Pressekonferenz ange- klagt, einen «Holocaust in Palästina» zu ver- anstalten. Des Weiteren wurde behauptet, 230 palästinensische Kinder würden in La- gern des israelischen Inlandsgeheimdiens- tes «Schin Bet» gefoltert.

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führt Sie in den Untergang, denn «die Sünde ist der Leute Verder- ben» (Spr 14,34). Wenn alles in dieser Welt zusammenbricht und man keinen Halt in Jesus hat, dann ist man den Turbulenzen des Welt- geschehens hilflos ausgeliefert. Aber das Schlimmste ist, wenn man über den Tod hinaus ohne Hoffnung in die Ewigkeit blicken muss. Das kann alles anders werden,

wie es im letzten Kapitel der Of- fenbarung geschrieben steht: «Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, neh- me das Wasser des Lebens umsonst!» (Offb 22,17). Anders übersetzt: «Wer dies hört, soll sagen: ‹Komm!› Wer durs- tig ist, soll kommen, und wer von dem Wasser des Lebens trinken will, wird es geschenkt bekommen.» Kürzlich erhielt ich aus einem Ge- fängnis ein Schreiben, aus dem ich aus- zugsweise zitiere:

«Anfangs 1993 wurden meine Freundin und ich in Amsterdam verhaf- tet und in die Schweiz ausgeliefert. Erst im Gefängnis wurden mir die Konse- quenzen aus meinen Taten bewusst. Schuld und Angst führten dazu, dass ich in meiner Verzweiflung über 6 Jahre hinweg versuchte, mich zu töten. 1998 wurde ich wegen versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung und Kindes- missbrauch zu 17 Jahren Gefängnis mit Verwahrung verurteilt. Im Herbst 1998

Keystone
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René Osterwalder (m.)

fiel ich in meiner Zelle auf meine Knie und fing an, im Gebet Jesus um Verge- bung zu bitten. Nach einigen Tagen Gebet hörte ich plötzlich eine Stimme in mir: ‹René, deine Sünden sind dir vergeben, du darfst dort weitermachen, wo du als 8-Jähriger aufgehört hast zu beten.› Von dieser Minute an verflüch- tigten sich alle meine zerstörerischen Gedanken. Ich empfand einen tiefen, noch nie erlebten Frieden. Meine Angst vor der Zukunft verschwand, und ich wusste, dass Jesus meine verdiente Stra- fe vor Gott auf sich genommen hatte. Er starb für mich! Heute besitze ich nichts Materielles mehr, und ich weiss auch, dass ich le- benslang eingesperrt bleibe. Trotzdem bin ich freier und glücklicher als ich es jemals war. Jesus Christus werde ich nie mehr verlassen, denn Er hat meinem verpfuschten Leben eine wunderbare Wendung gegeben und mich in Seinen Dienst gestellt. René Osterwalder» N.L.

Klimastudie scheint Recht zu haben

Schon Anfang Februar dieses Jahres wurde eine Klimastudie veröffentlicht, die mehr Regen und vor allem Überschwemmungen voraussagte. Heute, nach der schrecklichen Flutwelle in weiten Teilen Europas, haben sich die darin enthal- tenen Prognosen bestätigt.

H olen Sie Ihre Gummistiefel aus dem

Keller, decken Sie sich mit Regen-

schirmen ein und stellen Sie sich

Ihr Traumhaus am Strand besser auf Pfählen vor. Warum? In Zukunft wird es

feuchter und stürmischer, Regen und Überschwemmungen nehmen drama- tisch zu.» Das ist das Ergebnis einer Kli- mastudie, die schwedische und britische Wissenschaftler erarbeitet haben. Dem-

nach soll es in den nächsten hundert Jahren in den Wintermonaten bis zu fünfmal mehr Regen geben. Betroffen davon sind vor allem Nord- und Mittel- europa. Die so genannten «Jahrhundertstür- me» der vergangenen Jahre waren nur der Vorgeschmack von dem, was kom- men wird. Aber auch Asien wird vom Klimachaos nicht verschont bleiben. Durch heftige Monsunregen in den Som- mermonaten werden die Flüsse dort immer öfter über die Ufer treten. Die Folgen sind verheerende Überschwem- mungen, insbesondere in Bangladesch. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. «Wenn Sie das Chaos lieben, wird Ihnen dieses Jahrhundert Freude bereiten. Wenn nicht, ziehen Sie häufi- ge Ortswechsel in Betracht.» Klimafor- scher aus Schweden und Grossbritanni- en haben eine neue Methode entwi- ckelt, die genauere Wetterprognosen als bisher ermöglicht. Alle 19 gängigen globalen Klimamodelle fliessen dabei in ihre Berechnungen ein. Die ausgeklü- gelten Statistiken kompensieren Unge- nauigkeiten der einzelnen Modelle. Zu- sammen mit weiteren Faktoren entsteht das Bild einer stürmischen Zukunft:

mehr Regen und fünfmal mehr Stürme in den kommenden hundert Jahren. Eine weitere Studie belegt zudem, dass es in den vergangenen hundert Jahren bereits eine Zunahme an Überschwem- mungen der grossen Flüsse gegeben hat. So haben sich 16 der 21 weltweiten Jahr- hundert-Hochwasser nach 1953 ereig- net. Dies alles als natürliche Klima- schwankungen abzutun, halten die For- scher für unwahrscheinlich. «Treibhaus- gase und andere Faktoren werden für eine genaue Wettervorhersage immer wichtiger», sagt auch Reiner Schnur vom Max-Planck-Institut in Hamburg. Insbesondere die neuen Forschungsme- thoden müssten weiterentwickelt wer- den, da Klimaforschung auch eine politi- sche Dimension hätte. «Wenn Städte der Zukunft auf Wasser und nicht Asphalt gebaut werden, kann man ihm wohl nur zustimmen. Decken Sie sich also lieber rechtzeitig mit Regenschirmen, Sandsä- cken oder einem Schlauchboot ein …» Der Klimawandel bedroht das Leben in der Tundra und könnte weit reichen- de Folgen für ganz Europa haben. Die normalerweise flächendeckend gefrore- nen Permafrost-Böden in grossen Teilen Sibiriens tauen auf – eine Folge der welt- weiten Erderwärmung. Zu diesem Er- gebnis kommt eine Studie der Russi- schen Akademie der Wissenschaften, die

der World Wide Fund for Nature (WWF) jetzt vorgestellt hat. Demnach führen grosse sibirische Flüsse mehr Wasser als noch vor eini- gen Jahren, obwohl in den Einzugsge- bieten der Flüsse weniger Regen und Schnee gefallen ist. Die enormen zusätz- lichen Wassermengen stammen aus dem Boden der Tundra, der normalerweise mehrere Meter tief gefroren ist. Der ei- sige Tundrauntergrund besteht nicht aus gewachsenem Fels, sondern aus einem Gemisch von Erde und Steinen, das nur durch das Eis zusammengehalten wird. «Schmilzt dieses Eis durch einen Anstieg der Temperatur, wird aus solidem Un- tergrund ein grosser Schlammpool», er- klärt Dr. Peter Prokosch vom WWF-Ark- tis-Programm. «Siedlungen, die auf die- sem Boden stehen, werden über kurz oder lang im Matsch versinken. Der ge- samte Lebensraum kann sich verän- dern.» Dass der Tundraboden «bis in die

tet wie folgt: «Die Ergebnisse der Kli- mastudie sowie der Bericht über das Schmelzen des Permafrostbodens in Si- birien sind äusserst aufschlussreich, und zwar aus mehreren Gründen: Wenn die klimatischen Verhältnisse in den nächs- ten Jahren noch extremer werden als jetzt, werden die Menschen noch stär- ker als bisher darunter zu leiden haben, und zwar sowohl in gesundheitlicher als auch in ‹materieller› Hinsicht. Die Schä- den durch Stürme und Flutwellen wer- den schlimmer als je zuvor. Könnten diese klimatischen Umwälzungen schon Vorboten oder gar Einleitungen der kos- mischen Katastrophen sein, die für die Trübsalszeit prophezeit sind? Meiner Meinung nach muss man diese Frage mit Ja beantworten.» Wissenschaftlichen Berichten zufolge hat sich das Klima seit dem Jahr 1900 in den Polargebieten in noch nie da ge- wesener Weise erwärmt. Ein wissen-

in noch nie da ge- wesener Weise erwärmt. Ein wissen- Die Erderwärmung lässt das Eis am

Die Erderwärmung lässt das Eis am Polarkreis schmelzen

Tiefe auftaut, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Klimawandel auch auf die Arktis Auswirkungen hat.» Schwerwiegende Folgen für die Meere und Europa: Auch die arkti- schen Meere könnten durch das Schmel- zen des sibirischen Bodens betroffen sein. Nach Einschätzungen des WWF besteht die Gefahr, dass die erhöhte Menge an Süsswasser aus den vielen grossen Flüssen Sibiriens die Salzkon- zentration im Meer senkt. Das würde nicht nur Lebensräume verändern und zerstören, sondern auch neue und ver- änderte Meeresströmungen entstehen lassen, die dann ihrerseits zu einer Kli- maveränderung beitragen könnten. Käme beispielsweise der Golfstrom zum Stehen, dann könnte für Nordeuropa eine neue Eiszeit anbrechen. Ein Kommentar zu dieser Studie lau-

schaftlicher Bericht (U.S. Coast and Ge- odetic Survey Report) aus den USA zeigt,

was mit den dortigen Küsten während der letzten 40 bis 50 Jahre geschehen ist. In dieser Zeit ist der Ozean in jenen Regionen um rund 20 Zentimeter ange- stiegen. Die Erwärmung der Arktis nimmt seit etwa 40 Jahren beständig zu. Wo aber mehr Wasserfläche ist, ver- dampft auch mehr Wasser, was schliess- lich zu mehr Niederschlägen führt. Um etwa 0,3 Grad soll die Temperatur auf der Erde bereits gestiegen sein. Sicherlich wird die Erde keine Sint- flut mehr treffen, wie sie zur Zeit Noahs geschah, denn das hat der Herr verspro- chen (vgl. 1.Mo 9,11-15). Aber die Zei- chen der Zeit sprechen eine deutliche Sprache und weisen in die Richtung, die uns im letzten Buch der Bibel aufgezeigt

wird.

N.L.

Mitternachtsruf > Oktober 2002

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ImIm BlickfeldBlickfeld

Ein Wort zum Erntedank

Nicht «Erntedank», sondern «Gott sei Dank», müsste es meines Erachtens heissen. Denn: «Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten» (Jak 1,17).

L eider klammerte man Gott im Laufe

der Geschichte immer mehr aus

Mutter geschenkt bekam. Auf einer Sei- te war das Rezept für einen Bauernrahm- kuchen abgedruckt. Im Vorwort dazu fand sie folgende Zeilen eines Bäcker- meisters:

«Happy birthday. Es war soweit. Die

Gäste kamen. Die Fete stieg. Es ging rund. Doch auch schon vorher ging es rund. An alles musste gedacht werden. An das kalte Büffet. An die Getränke. Und na- türlich an den Ku- chen zum Nach-

mittagskaffee. ‹Den backen wir selbst›, war die einhellige Meinung. Käse- kuchen natür- lich. Man sah ihn schon vor sich, mit feinem Duft und unverwechselbarem Geschmack. Oft war er gebacken worden. Es war jedes Mal ein Genuss. Das Rezept altbewährt. Es konnte eigentlich nichts schief gehen. Und so war es auch: Herr- lich duftend stand der Kuchen auf dem Tisch. Das altbewährte Rezept. Nun müssen ja nicht nur Geburtsta- ge und Käsekuchen gelingen. Was un- endlich wichtiger ist: Unser Leben muss

dem aus, was wir täglich so selbst-

verständlich geniessen. So prahlten die Kommunisten: «Auch ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein.» Im Westen sagte man früher noch vor den Mahlzeiten: «Gott segne diese Mahl- zeit!» Später aber vergass man Gott und sagte lediglich noch «Gesegnete Mahl- zeit». Doch wo man Gott ausklammert,

«Gesegnete Mahl- zeit». Doch wo man Gott ausklammert, «Jede «Jede gute gute Gabe Gabe und und

«Jede «Jede gute gute Gabe Gabe und und

jedes jedes vollkommene vollkommene

Geschenk Geschenk kommt kommt von von

oben oben herab, herab, von von dem dem

Vater Vater der der Lichter» Lichter»

geht auch der Segen verloren. Schliesslich sagte man nur noch «Mahl- zeit!» Die Bibel aber lehrt uns, dass al- les durch Jesus Christus geschaffen wur- de und nur durch Ihn Bestand hat:

«Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es sei- en Throne oder Herrschaften oder Ge- walten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn» (Kol 1,16-17). Alles, was wir wie selbst- verständlich ernten, wird durch Jesus ge- tragen und erhalten. Darum gebührt Gott aller Dank. Jesus selbst aber trägt nicht nur das Erschaffene, vielmehr ist Er zum Träger unserer Erlösung und damit zur unaus- sprechlichen Gabe des Lebens für uns Menschen geworden. In Seiner Person wird uns das Brot des Lebens dargebo- ten. Wer es annimmt und im Glauben in sich aufnimmt, erhält Vergebung und das ewige Leben. Vor einiger Zeit blätterte meine Frau in einem Kochbuch, das sie von meiner

M an zeigte ihr die Bombe, die sie

zünden sollte. Sie steckte in ei-

nem schwarzen Rucksack, gefüllt

gelingen. Weil es einmalig ist. Unwie- derholbar. Da greifen wir nach ver- schiedenen Rezepten: Liebe, Geld, Reisen, Sport, Familie usw., und doch gelingt der Kuchen unseres Lebens nicht so recht. Es bleibt eine Leere. Manchmal fast eine Depression. Mehr schlecht als recht bringt man sich über die Runden. Lassen Sie sich sagen: Es gibt ein altbewährtes Rezept für unser Leben. Von vielen erprobt. Die Quote, dass es gelingt ist 100%. Entwickelt ist das Rezept vom Schöpfer unseres Lebens. Von dem, der allein weiss, wie ein Leben glücklich wird und gelingt. Sein Rezept heisst:

‹Durch den Glauben an Meinen Sohn Jesus Christus findet ihr die Bestim- mung eures Lebens. Er behebt eure Sinnkrise. Zerstörende Mächte haben kein Anrecht mehr an euch.› Gott gibt uns noch viele andere Rezepte. In der Bibel, dem Rezeptbuch Gottes für uns Menschen. Alle altbewährt und auch brandaktuell. Schon vor Tausenden Jah- ren sind Menschen an diesen Rezep- ten satt geworden. Und auch heute noch stillen Menschen ihren Hunger nach Leben an diesem Wort. Greifen Sie nach diesen Rezepten. Sie werden satt werden wie nie zuvor. Diese ‹Voll- wertkost› wird Ihnen Kraft, Gesund- heit und Freude geben.» «Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten» (Joh

6,35).

«Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt» (Joh

6,51)

N.L.

Sie versprechen das Paradies, aber schaffen die Hölle

Sie liess sich für einen Selbstmordanschlag anheuern, doch dann bekannte die 20-jährige Palästinenserin und Betriebswirtschaftsstudentin Arin Ahmed:

«Das war der grösste Fehler meines Lebens.»

mit Dynamit, Schrauben und Metallku- geln. Er war ihr zu schwer, doch man antwortete nur: «Es hilft nichts, du

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Mitternachtsruf > Oktober 2002

Keystone

Per Handy redeten die Tanzim- Führer dem 16-jährigen Issa (Bild) ins Gewissen, damit er den
Per Handy redeten die Tanzim-
Führer dem 16-jährigen Issa
(Bild) ins Gewissen, damit er
den Selbstmordanschlag in
Rischon le Zion verübt.
Der Attentäter und zwei
Israelis wurden dabei
getötet

musst das so ma- chen.» Arin und ihrem 16- jährigen Kom- plizen Issa Badir wurde ein schrottreifes Auto

um sie bemühten. «Keiner fragte mich, wie ich denke, warum ich das überhaupt tun will.» Sie versprachen ihr lediglich: «Bald bist du bei deinem Freund im Paradies!» Arins Freund war an mehre- ren Vorbereitungen für Anschläge auf Israelis beteiligt und kam schliesslich selbst bei einer Explosion ums Leben. Sie wollten hei- raten, und die Trauer um ihren Freund trieb sie nun zu einer grau- enhaften Tat.

Im letzten Moment stieg sie aus. Ihr Kom- plize Issa war sich seiner Sache plötz- lich auch nicht mehr so sicher. Doch die Tanzim-Führer redeten ihm per Handy ins Gewissen. Mehrere Stunden trieb sich der Junge in Rischon herum, dann

zündete er seine Bombe. Zwei israeli- sche Zivilisten riss er mit in den Tod, einen 65-jährigen Mann und einen 16-

jährigen Jungen, der sich gerade im Park mit Freunden treffen wollte. Hätte Arin wie geplant die zweite Bombe gezündet, hätte es sehr viel mehr Opfer gegeben. Was sind das für Menschen,

• die aus Hass gegen Israel die eigenen Leute, ja sogar noch halbe Kinder und junge Frauen, mit

• für Politiker, die es nicht fertig brin- gen, ein klares und entschiedenes Wort gegen den Terror in Israel auszuspre- chen?

• für Parteien, die den einzigen demo-

kratischen Staat im Nahen Osten ver- unglimpfen?

• für Vereinte Nationen, die sich immer

wieder gegen Israel aussprechen?

• für Journalisten, die einseitig infor-

mieren und die grosse Masse ihrer Zu- hörer oder Leser gegen Israel beeinflus- sen? Warum liest und hört man praktisch nichts darüber, dass am 10. August die- ses Jahres ein Gespräch christlicher Kir- chenführer mit der Hamas-Bewegung über die Unterbindung des Terrors ge-

gen Israel gescheitert ist? Der religiöse Führer der Hamas, Scheich Achmed Jas- sin, wies dieses Ansinnen schroff zurück mit den Worten: «Wir können keine Ini- tiative ergreifen, solange der zionistische Feind sich nicht von unserem Land zu- rückgezogen hat …» Sowohl die Hamas- Bewegung als auch die Al-Aksa-Märty- rer-Brigaden von Jassir Arafat wollen die Anschläge in Israel fortsetzen. Hamas weigerte sich auch, ein Dokument zu unterzeichnen, in dem als Ziel die Er- richtung eines Palästinenserstaates und der Rückzug Israels auf die Grenzen von 1967 vorgesehen war. Stattdessen be- harren die Islamisten auf einem Palästi- nenserstaat auf dem gesamten Terri- torium (einschliesslich Israel); man werde Israel, den «Zio-

nistenstaat», nicht aner- kennen. Warum, so fra- gen wir, schweigt man angesichts eines derart frechen und kaltblütigen Auftretens? Gott aber wird ant- worten – auf Seine Wei- se und zu Seiner Zeit. Die Welt gerät immer mehr ins Taumeln, weil Jerusalem zum Taumel- becher wird, und der Terror wird zu einer

weltweiten Last, weil Je- rusalem zum Laststein wird. Aber der Tag ist nicht mehr fern, an dem sich Hesekiel 39,21-22 erfüllen wird: «Und ich werde meine Herrlichkeit unter den Nationen erweisen; und alle Nationen werden mein Gericht sehen, das ich gehalten habe, und meine Hand, die ich

an sie gelegt habe. Und das Haus Israel wird erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott bin, von jenem Tag an und in alle

Zukunft.»

zur Verfügung ge- stellt, dessen Brem- sen und Scheinwerfer beschädigt waren. Sie machten sich Sorgen, von der israelischen Polizei an- gehalten zu werden und wollten sogar schon umkeh- ren. Doch der vor ihnen her fahrende Lotse Ibrahim Sa- rahna beruhigte sie per Handy. Seine Nummer war die einzige, die auf ihrem Handy eingespeichert war, weil die Terroristenführer Angst hatten, dass die Angeheuerten in letzter Minu- te abspringen könnten und womöglich die Attentatspläne verrieten. Ziel war ein Park im israelischen Rischon le Zion. Issa sollte sich neben den Tischen, an denen viele Karten- und Schachspieler sassen, in die Luft sprengen, Arin an der Stras- se, denn – so kalkulierte man – dorthin würden sich nach der ersten Explosion viele Leute flüchten. Inmitten der Flie- henden sollte Arin ihren Sprengsatz zün- den, um das Blutbad zu vergrössern. Doch Arin stieg aus, bevor sie ihren Auftrag erfüllt hatte und liess sich von der israelischen Polizei bereitwillig fest- nehmen. Sie berichtete später, wie in ihr und ihrem Komplizen auf jedem Ki- lometer hin zum Zielort Zweifel aufstie- gen. Auf ihre Frage, wohin sie denn fah- ren würden, hatte der Kurier Sarahna bloss geantwortet: «Den Ort kennen nur Gott und ich.» Was dachte sie, würde sie nach der Tat sehen? Das Paradies? Arin antwortet auf diese Frage: «Eher die Hölle. Ich hatte Angst, Gott zu miss- fallen», und das trotz der Tatsache, dass sie als gläubige Muslimin fünfmal am Tag betet. «Wir haben kein Recht zu töten», sagte sie jetzt, «auch nicht uns selbst.» Gleich nach ihrem ersten Anruf traf sie sich mit einem Kontaktmann. Vier Tage später spürte dieser sie wieder auf und teilte ihr mit: «Wir akzeptieren dich. Halte dich bereit!» Arin fühlte sich über- rumpelt, als er bereits am nächsten Morgen bei der Universität auf sie war- tete und sagte: «Heute müssen wir die Sache durchziehen.» Arin sagte, die has- tigen Vorbereitungen für den Anschlag habe sie «wie erfroren» erlebt. Sie war enttäuscht, wie wenig sich die Milizen

leeren Versprechun-

gen in den Tod trei- ben?

• die um ihrer ego-

istischen, teufli- schen Ziele willen nicht davor zurück- schrecken, das Para- dies zu versprechen und harmlose Zivi-

listen auf brutalste Art und Weise tö- ten?

• die mit Lügen

eine Regierung zer- stören wollen, nur um ihre eigene Dik- tatur aufzurichten?

• die es nicht einmal fertig bringen, den

Kindern in ihren Gebieten einen Spiel- platz zu bauen, anstatt ihnen beizubrin- gen, wie man Bomben bastelt? Und was sind das

• für europäische Regierungen, die ta-

tenlos zusehen, wie ihre gespendeten

Gelder von der PLO-Führung sogar für Terroraktionen missbraucht werden?

Sowohl Sowohl die die Hamas- Hamas-

Bewegung Bewegung als als

auch auch die die Al-Aksa- Al-Aksa-

Märtyrer-Brigaden Märtyrer-Brigaden

von von Jassir Jassir Arafat Arafat

wollen wollen die die An- An-

schläge schläge in in Israel Israel

fortsetzen fortsetzen

N.L.

Mitternachtsruf > Oktober 2002

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Aus Aus der der Arbeit Arbeit des des Mitternachtsruf Mitternachtsruf
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Mitternachtsruf-

Israelseminar in Aarau

Israeltagung in Wettingen

M it grosser Freude denken wir an

die Israeltagung in Wettingen

zurück, die das internationale

F ür den 24. und 25. August lud das

Christliche Zentrum Aarau

Werk CFI (Christian Friends of Israel) im Hotel Winkelried in Wettingen (Schweiz) organisierte und zu welcher auch das Missionswerk Mitternachtsruf eingeladen war. Der Saal füllte sich mit Israelfreunden aus den verschiedensten Denominationen. Alles war sehr gut, mit viel Liebe und bis ins Detail von der CFI- Sekretärin Karin Stärk vorbereitet. Das Programm erstreckte sich von morgens 9 Uhr bis abends 18 Uhr und stand un- ter dem Generalthema: «Mein geliebtes Israel». Gründer und Leiter des CFI, der Amerikaner Ray Sanders, der bereits 17 Jahre in Jerusalem

lebt, eröffnete den Tag mit einem aus- führlichen und zu Herzen gehenden Bericht über ihre Arbeit unter dem jüdischen Volk. Der messianische Jude und Leiter des Werkes Cha-

zon Yeruschalaym aus Jerusalem, Shmu- el Suran, sprach zu den Themen «Die Verantwortung der Kirche gegenüber Is- rael» und «Der neue Mensch, Jude und Heide» (Eph 2,14-15). Daniel und Bir- git Seidenberg umrahmten den Tag mit wunderschönen Israelliedern, wobei Da- niel noch einen packenden Vortrag hielt, in dem er besonders herausstrich, wie wenig Christen heute noch wirklich mit Israel gehen. Ich (Norbert Lieth) sprach über die beiden Themen: «Letzte Schrit- te zur geistlichen Wiederherstellung Is- raels» und «Letzte Hindernisse zur geist- lichen Wiederherstellung Israels». Fre- dy Peter war auch hier mit ganzer Hin- gabe um den Büchertisch besorgt und damit, viele Menschen mit der Litera-

tur des Verlags Mitternachtsruf zu errei- chen. Insgesamt schauen wir auf einen gesegneten Tag zurück, worüber wir dem Herrn Jesus alle Ehre geben wol-

len.

(Schweiz) mich (Norbert Lieth) zu

einem Israelseminar ein. Die Gemein- de wird von dem aus England stammen- den Pastor Edward Wells geleitet. Drei Versammlungen standen unter dem Ge- neralthema: «Was hat die Gemeinde mit Israel zu tun?» Der Gemeindeleitung

war es ein grosses Anliegen, ihre Ver- sammlung tiefer in das prophetische Wort und die Zusammenhänge in Bezug auf Israel und die Gemeinde einzufüh- ren. Dementsprechend gross war das In- teresse. Man hörte gespannt zu, schlug in der Bibel nach und

verfolgte aufmerksam die heilsgeschichtlichen Linien der Heiligen Schrift. Wir wurden weither- zig und sehr gastfreund- lich empfangen. Den hinteren Teil des Saals hatte man in den jüdi- schen Farben ge-

schmückt. Das israelische Verkehrsbüro in Zürich schenkte der Versammlung, eigens zu diesem Anlass einige Kilos fri- scher Datteln aus Israel. Fredy Peter, der den Büchertisch or- ganisierte und die Literatur anbot, kon- zentrierte sich, auf Wunsch der Veran- stalter, hauptsächlich auf Schriften, die mit Israel zu tun haben. Manch einer be- zeugte: «Jetzt habe ich einen ganz neu- en Blick für Israel, die Prophetie der Bi- bel und die Weltsituation.» Vom Ange- bot am Büchertisch wurde reichlich Ge- brauch gemacht. Wir durften etliche Neu- abonnenten für unsere Zeitschriften ge- winnen und viele Israelkalender für das Jahr 2003 verkaufen. Dass es nicht beim Hören allein geblieben war, zeigte das Opfer nach der Abschlussversammlung. Die Gemeinde überreichte uns eine grös- sere Gabe speziell für die Arbeit in Israel und für die messianischen Juden, wofür wir herzlich danken. N.L.

 

Manch Manch einer einer bezeug- bezeug-

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einen einen neuen neuen Blick Blick für für

Israel, die

Prophetie

Israel, die Prophetie

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N.L.

Mitternachtsruf-

Europadruckerei

W ie wir Ihnen schon in der April-

Ausgabe dieser Zeitschrift berich-

ten konnten, hat in Budapest

Mitte des Jahres der Umzug stattgefun- den von unseren viel zu kleinen Räumen in das neue grosse Gebäude an der Paloc Utca 2. Das unterste Geschoss dieses Hauses ist bereits «in Betrieb», das heisst hier wird schon fleissig gedruckt. Allerdings geschieht das immer noch auf einer kleinen Druckmaschine, da wir bis jetzt noch keine grösseren Maschinen kaufen konnten. Aber wir sind dabei, ver- schiedene Angebote und Möglichkeiten zu prüfen, und wir beten, dass der Herr uns in dieser wichtigen Frage leitet und dass wir für dieses Missionsprojekt auch die nötigen Gelder erhalten werden.

Dazu kommt, dass das 1. und 2. Geschoss des Gebäudes noch einer umfangreichen Renovation bedarf. Auch hier sind wir auf Hilfe angewiesen. Wir sind sehr dankbar, dass wir die- ses grosse Gebäude erwerben konnten, denn es ist eine gute Basis, um ganz Osteuropa und auch den deutschspra- chigen Raum mit Literatur zu beliefern.

den deutschspra- chigen Raum mit Literatur zu beliefern. Mitternachtsruf-Europadruckerei in Budapest Gerade in

Mitternachtsruf-Europadruckerei in Budapest

Gerade in dieser ernsten Zeit, wo die Naturkatastrophen zunehmen, sind viele Menschen ohne Hoffnung. Und da ist es unser Auftrag, diesen Hoffnungslosen das Evangelium und die Botschaft der Hoffnung «Jesus kommt wieder!» zu

bringen. Helfen Sie uns, lieber Leser, lie- be Leserin: Unterstützen Sie das wichti- ge Projekt «Mitternachtsruf-Europadru- ckerei» mit Ihren Gebeten und Gaben.

J.M.

Vielen Dank!

1818
1818

Mitternachtsruf > Oktober 2002

tig gestellt wurde auch das umfangrei- che Werk von Norbert Lieth über das Buch des

tig gestellt wurde auch das umfangrei- che Werk von Norbert Lieth über das Buch des Propheten Sacharja: «Vision für eine neue Zeit» (280 Seiten). Ebenfalls erscheint demnächst das Buch von Lothar Gassman, Roger Liebi und Norbert Lieth: «Was uns die Zukunft bringt». Dieser Titel ist aus den Vorträ- gen der Osterkonferenz 2002 in der Zi- onshalle entstanden. Bereits Anfang Sep- tember wurde das evangelistische Büch- lein von Holger Klaewer «Die letzten drei Minuten» ausgeliefert. In Franzö- sisch erscheint der Titel «L’Etat juif, même contrariant, est une nécessité pour le salut du monde» (in Deutsch:

«Der Judenstaat, vom Weltärgernis zum Weltbedürfnis»), und in Italienisch wird das Buch «Il rapimento» (in Deutsch:

«Die Entrückung») hergestellt. Dann freut es uns auch ganz be- sonders, dass wir eine Neuerscheinung aus unserem Studio bekannt geben kön- nen: Die Musikproduktion «Auf Dein Wort hin». Diese ist als CD oder Kas- sette erhältlich. Elke Lieth und Erika Schmidli singen wunderbare, glau- bensstärkende Lieder (alles neue Kompositionen, sowohl bezüglich der Texte als auch der Melodien!), arrangiert von Govert Roos. Wann diese einzelnen Titel erhält- lich sein werden, können Sie, liebe Leser, den Bekanntmachungen in der Werbung entnehmen. J.M.

den Bekanntmachungen in der Werbung entnehmen. ■ J.M. Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf E nde
den Bekanntmachungen in der Werbung entnehmen. ■ J.M. Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf E nde
den Bekanntmachungen in der Werbung entnehmen. ■ J.M. Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf E nde
den Bekanntmachungen in der Werbung entnehmen. ■ J.M. Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf E nde

Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf

■ J.M. Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf E nde September gingen wiederum verschiedene neue Bücher
■ J.M. Neuerscheinungen im Verlag Mitternachtsruf E nde September gingen wiederum verschiedene neue Bücher

E nde September gingen wiederum

verschiedene neue Bücher in

nde September gingen wiederum verschiedene neue Bücher in Druck. Wie schon letztes Jahr, ha- ben wir

Druck. Wie schon letztes Jahr, ha-

ben wir auch dieses Mal wieder ver- schiedene Buchtitel zu einem Grossauf- trag zusammengefasst. Die finanzielle Belastung ist dann zwar auf einmal sehr hoch, jedoch kommt uns das einzelne Buch in der Herstellung wesentlich günstiger, als wenn es pro Buchtitel ei- nen Einzelauftrag an die Druckerei ge- geben hätte. Im Einzelnen handelt es sich um fol- gende Titel, wobei hier festgehalten wird, dass diese Bücher, sofern nichts anderes vermerkt, vorerst nur in deut- scher Sprache erhältlich sind. Aus der Faktenreihe sind es die nächsten sechs

Titel: «Fakten über falsche Lehren in der Gemeinde Jesu», «Fakten über die Glaubensbewegung», «Fakten über Geistwesen», «Fakten über En- gel», «Fakten über Homosexualität» und «Fakten über Abtreibung». Wei- ter freuen wir uns, einen Titel des be- kannten amerikanischen Autors John F. Walvoord herausgeben können: «Pro- phetie im neuen Jahrtausend». Fer-

F. Walvoord herausgeben können: «Pro- phetie im neuen Jahrtausend». Fer- Mitternachtsruf > Oktober 2002 19 19

Mitternachtsruf > Oktober 2002

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F. Walvoord herausgeben können: «Pro- phetie im neuen Jahrtausend». Fer- Mitternachtsruf > Oktober 2002 19 19
F. Walvoord herausgeben können: «Pro- phetie im neuen Jahrtausend». Fer- Mitternachtsruf > Oktober 2002 19 19

FragenFragen AntwortenAntworten

Falsche

Prophezeiungen

Der Journalist und «Sektenspezialist» des in Zürich erscheinenden Tages-Anzeigers, Hugo Stamm, stellte Norbert Lieth folgen- de Fragen:

Sehr geehrter Herr Lieth, Wim Mal- go hat schon vor über 40 Jahren das bal- dige Ende der Zeit vorhergesagt und dass wir in den letzten Tagen leben würden. Ausserdem würde die Sowjetunion in Israel einfallen. Hat der Mitternachtsruf nach den Fehlprognosen seine Legitima- tion nicht verloren? Auch Ihre Prophe- zeiungen sind nicht eingetroffen. Die Interpretation der Geschichte mit Ma- ria und Josef, die den entlaufenen Jesus zwei Tage lang gesucht haben, hat sich auch nicht bewahrheitet (apokalyptische Entwicklung zur Jahrtausendwende). Fühlen Sie sich nicht als falscher Pro- phet? Müsste ein Evangelist nicht de- missionieren, wenn er die Gläubigen in die Irre geführt hat? Dann hätte ich noch ein paar allge- meine Fragen zu Ihrem Evangelisations- werk. Wie gross ist der Umsatz? Wie viele Spenden bekommen Sie? Wie gross sind die Einnahmen aus dem Bücher- und Kassettenverkauf? Ist die Entwick- lung rückläufig oder ungebremst? Gibt es Zahlen über die «Anhängerschaft» in der Schweiz? International? Gibt es weitere Expansionspläne? Sie sind na- türlich nicht verpflichtet, zu antworten. Es würde mich aber freuen. Ich wäre froh, wenn ich bis morgen Donnerstag um 16 Uhr eine Antwort bekäme. Vielen Dank und freundliche Grüsse Hugo Stamm

A ntwort: Sehr geehrter Herr Stamm,

zunächst möchte ich Ihnen herzlich

danken, dass Sie sich vor der Ver-

öffentlichung Ihres Artikels im Tages-An- zeiger an uns gewandt haben und uns so die Möglichkeit geben, Stellung zu nehmen. Wir sind als Missionswerk Mitter- nachtsruf ein freies evangelisches Werk, das im Sinne von Martin Luther und anderen Glaubensvätern der Reformati-

2020
2020

Mitternachtsruf > Oktober 2002

Artikel in der Zeitung «Tages-Anzeiger» über das Missionswerk Mitternachtsruf … «Ihr «Ihr sollt sollt vor
Artikel in der Zeitung «Tages-Anzeiger»
über das Missionswerk Mitternachtsruf …
«Ihr «Ihr sollt sollt vor vor allem allem wissen, wissen, dass dass
in in den den letzten letzten Tagen Tagen Spötter Spötter
kommen kommen werden, werden, die die ihren ihren Spott Spott
treiben, treiben, ihren ihren eigenen eigenen Begierden Begierden
nachgehen nachgehen und und sagen: sagen: Wo Wo bleibt bleibt
die die Verheissung Verheissung seines seines Kom- Kom-
eignisse zur Einleitung der
Wiederkunft Christi, der
mens?» mens?»

on an die ganze Bibel als unfehlbares Wort Gottes glaubt, so wie es Jesus Christus selbst und Seine Apostel taten und bezeugten (Joh 17,17; 1.Thess 2,13; 2.Tim 3,16). Das Missionswerk trägt den Namen «Mitternachtsruf», weil es in den Anfangsjahren seines Bestehens um Mit- ternacht evangelistische Radiosendungen ausstrahlte, da dieselben um diese Zeit am kostengünstigsten waren. Später dehnten sich die Aufgaben von der rein evangelistischen Arbeit auf glaubensstär- kende und zur Heiligung aufrufende Ver- kündigung sowie die Verkündigung des biblisch-prophetischen Wortes und die Israelarbeit aus. Zwei Monatszeitschrif- ten, die Gründung eines Verlags und so- ziale Tätigkeiten kamen hinzu. Hierbei wurde das Wort Gottes aus Matthäus 25,6 zur Grundlage: «Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!» (Mitternachtsruf). Wir sehen es als biblischen Auftrag, auf die Zeichen der Zeit aufmerksam zu machen und dabei auf Den hinzuwei- sen, der von sich behauptete: «Ich kom- me wieder» (Jesus Christus). Nicht zuletzt gehört es ja nach 2. Petrus 1,19ff. zur Aufgabe der Kirche, auf das prophe- tische Wort der Bibel zu achten. Mit der so genannten «Endzeitbotschaft» ver- kündigen wir nicht den Weltuntergang, sondern die biblisch vorhergesagten Er-

Gerechtigkeit und Frieden für die Welt bringen wird. Wenn Wim Malgo – nebst anderen – schon vor über 40 Jah- ren auf das baldige Ende der Zeit hinge- wiesen hat und darauf, dass wir in den letzten Tagen leben, dann hat er in gu- tem Glauben nur das verkündigt, was der Herr und Seine Apostel selbst immer wieder gesagt haben. Nicht an die be- vorstehende Endzeit zu glauben, hiesse demnach, Jesus selbst und die Bibel in- frage zu stellen. Jesus sagte nicht nur von sich: «Ich komme wieder» und gab für die Zeit vor Seiner Wiederkunft un- missverständliche Zeichen (Mt 24 und 25); vielmehr sagte Er auch: «Siehe, ich

komme bald

schehen muss», oder: «Denn die Zeit ist nahe» (Offb 1,1.3; 3,11; 22,6.10.12.20). Auch Seine Apostel verkündigten die Naherwartung der Rückkehr Jesu. Um nur zwei Beispiele zu nennen: «Denn noch eine ganz kleine Weile, und der Kommende wird kommen und nicht säumen» (Hebr 10,37); «Kinder, es ist die letzte Stunde …» (1. Joh 2,18). Es ist allerdings wahr, sehr geehrter Herr Stamm, dass wir mit Detailaussa- gen nicht immer «ins Schwarze» getrof- fen haben, sondern gewisse biblische Aussagen falsch interpretierten. Das tut uns Leid. Dennoch möchte ich doch entschuldigend auch hinzufügen, dass die Kernaussagen nicht verkehrt waren, denn es bleibt bestehen, dass Jesus wie- derkommt, und in diesem Sinn waren

oder: «… was bald ge-

»,

sie zielorientiert. Es ist uns sehr be- wusst, dass – nach 1. Korinther 13,9 – unsere Erkenntnis (and. Übersetzung:

«Wissen») Stückwerk ist. Und selbst dort, wo wir etwas über das Ziel hinaus- geschossen haben, stellt sich die Frage,

ob es sich nicht doch noch erfüllen wird, vielleicht zu einem etwas späteren Zeit- punkt und in einer etwas anderen Art und Weise. Dass zum Besipiel die Nati- onen, allen voran Gog aus dem Lande Magog (Hes 38; 39), eines Tages Israel überfallen werden, lässt sich nach un- serer Erkenntnis des propheti-

schen Wortes nicht leugnen. Fra- ge: Ist nicht der terroristische Islam eine grosse Gefahr für Is- rael? Nicht wenige dieser Län- der gehörten zur ehemaligen UdSSR oder waren stark von ihr

(Mt 24,48-50). Auch der Apostel Petrus richtet sich mit starken Worten gegen eine gleichgültige Haltung der Wieder- kunft Jesu gegenüber: «Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spöt- ter kommen werden, die ihren Spott trei- ben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheissung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist» (2. Petr 3,3-4). Wir befürchten nicht, Christen in die Irre geführt zu haben, nur

nau kann niemand voraussagen, ich erst recht nicht. Man kann uns manches – durch menschliche Begrenztheit auch Irrtümer – vorwerfen, aber nicht, dass wir unauf- richtig wären. Wir tun unseren Dienst auch nicht aus Eigeninteressen, sondern verkündigen nach bestem Wissen und Gewissen, was in der Bibel steht. Unse- re Botschaft soll keine Panikmache sein. Die Bibel spricht aber von einer Zeit, die den Geburtswehen ähnelt, bevor ein Mensch geboren wird. Es wäre doch

Wir Wir sehen sehen es es als als biblischen biblischen Auftrag, Auftrag, auf auf die die Zeichen Zeichen der der Zeit Zeit

aufmerksam aufmerksam zu zu machen machen und und dabei dabei auf auf Den Den hinzuweisen, hinzuweisen, der der

von von sich sich behauptete: behauptete: «Ich «Ich komme komme wieder» wieder» (Jesus (Jesus Christus) Christus)

beeinflusst. Dennoch: Wo gehobelt wird, fallen auch Späne, und wo Licht ist, da ist auch Schatten. Aber wir stellen ja auch nicht die ganze Reformation oder die Lutheri- sche Kirche nur deswegen infrage, weil Luther stark antisemitische Aussagen machte, auf die sich die Nazis später stützten. Selbst Luther glaubte an die baldige Rückkehr Jesu. War er ein «fal- scher Prophet»? Gerade zu diesem Punkt möchte ich übrigens gerne etwas ganz klar festhal- ten: Weder Wim Malgo noch ich noch irgendeiner unserer Verkündiger hat sich je als Prophet betrachtet! Wir versuchen lediglich, das biblisch-prophetische Wort Gottes auszulegen, wobei wir als Men- schen selbstverständlich begrenzt sind. Aber welcher Pastor oder Verkündiger oder Berufsmann ist das nicht? Die gros- se Gefahr unserer Zeit besteht doch nicht darin, zu sagen: «Der Herr kommt bald, seht auf die Zei- chen!», sondern da- rin, trotz aller Zei- chen nicht an die Wiederkunft Jesu als Hoffnung für die Welt zu glauben und diese Wahrheit totzuschweigen. Je-

sus betonte diese Gefahr der Vernach-

lässigung, indem Er mahnte: «Wenn aber jener als ein böser Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen: dann wird der Herr dieses Knechts kommen an ei- nem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt»

weil wir uns in Detailaussagen irrten. Wir haben im Laufe der Jahre unzählige Be- richte von Christen aus allen Konfessi- onsrichtungen empfangen, die bezeugen, dass sie wachgerüttelt und genötigt wur- den, selbst auf das prophetische Wort zu achten, Jesus im Glauben zu folgen und mit Seiner Wiederkunft zu rechnen. Und Tausende(!) haben in Jesus ihren persön- lichen Erlöser erkannt, der alle Schuld vergibt. Eine grosse Irreführung besteht um- gekehrt darin, dass man den Menschen unserer Zeit, die so von Katastrophen, Leid und Unglück heimgesucht werden, das biblische Evangelium der Erlösung in und durch Jesus Christus verschweigt und ihnen auch nicht sagt, dass das Licht am Ende des Tunnels die Wiederkunft Jesu ist. Was nun meine Auslegung bezüglich Joseph und Maria betrifft, die den Herrn zwei Tage suchten, wird sich noch he- rausstellen, ob ich so daneben lag. Denn schliesslich ist Israel bereits 2000 Jahre auf der Suche und es ist, wie es die bibli- schen Propheten

voraussagten,

und es ist, wie es die bibli- schen Propheten voraussagten, Das Licht am Ende des Tunnels

Das Licht am Ende des Tunnels – die Wiederkunft Jesu

wieder in sein Land zurückgekehrt. Es ist nicht zuletzt deshalb zurückgekehrt, um dort seinem wiederkommenden Messias zu begeg- nen. Heute leben wir zu Beginn des «dritten Tages». Ich behauptete nie, dass dies zur Jahrtausendwende geschehen müsse, wohl aber, dass es wahrschein- lich am dritten Tag sei, doch wann ge-

töricht von einem Arzt, nicht auch über die Wehen zu sprechen, und noch tö- richter von einer Frau, wenn sie sich nicht darauf einstellen würde. Geburts- wehen sind sehr schmerzhaft, aber die Hoffnung auf ein neues Menschenleben überstrahlt alles. So werden die Geburts- wehen unserer oder der kommenden Zeit neues Leben durch die Wiederkunft Jesu bringen. Diese Hoffnung wollen wir hochhalten, denn sonst wüssten wir nicht, welche Hoffnung es für unsere Welt noch gäbe. Als überzeugte Christen sind wir na- türlich darauf bedacht, unsere Arbeit aus- zudehnen, um möglichst viele Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Wir danken dem Herrn, dass es durch viele Freunde, die unsere Missionsarbeit un- terstützen, möglich ist, sehr viel Gratisli- teratur herzustellen, in Israel zu helfen, verschiedene Hilfsprojekte zu unterstüt- zen (zum Beispiel vor Jahren in den Hoch- wassergebieten der Ukraine) und in Un- garn mit Hand anzulegen. Gegenwärtig suchen wir Wege, um in Deutschland Hochwassergeschädigten zu helfen. In Bolivien unterhalten wir eine Schule mit bis zu 1 500 Kindern, hinzu kommt ein Internat mit ca. 100 Kindern. Mit unse- ren Zeitschriften in den verschiedenen Sprachen (nebst deutsch in englisch, fran- zösisch, italienisch, holländisch, rumä- nisch, ungarisch, portugiesisch, spanisch) erreichen wir monatlich über 100 000 Menschen. Wir danken Gott, dass diese Arbeit bisher möglich gewesen ist, und dass Er uns in Seiner Gnade die Grenzen erweitert hat.

Mit freundlichen Grüssen Missionswerk Mitternachtsruf Norbert Lieth

Mitternachtsruf > Oktober 2002

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Die nächste Ausgabe erscheint am 25.10.2002, mit u.a. diesem Thema*: «Die Abrechnung» *Änderung vorbehalten
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Mitternachtsruf > Oktober 2002

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DirDir kannkann nurnur JesusJesus helfenhelfen

Wollen Sie ein Segen sein …

… für Ihre Familie, für Ihre Umgebung? Dann müssen Sie zuerst ein neuer Mensch werden. Die Bibel sagt: «Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde …» (Joh 3,3).Wie aber geschieht das? Sie können nur am Kreuz Jesu Christi von neuem geboren werden. Dort können Sie Ihm Ihr altes Leben geben, so voller Sünde und voller Versäumnisse. Dort ist der einzige Ort, wo Sie sich selbst «los werden» können. Aber Jesus ist nicht mehr am Kreuz, Er ist auferstanden. Der lebendige Christus gibt Ihnen Sein eigenes, neues Leben. So macht Er Sie neu, wie Er es schon durch den Propheten Hesekiel gesagt hat: «Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben» (Hes 36,26). Wenn wir durch die Lebenskraft Jesu Christi wiedergeboren worden sind, so sind wir neue Men- schen geworden.Die Schuld ist bezahlt,der Geist,der tot war,ist lebendig geworden,und die Ketten Satans sind zerbrochen. Das ist eine gewaltige Veränderung. Wer Jesus als seinen persönlichen Heiland angenommen hat, darf sagen: «… das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden» (2.Kor 5,17). Das ist doch herrlich! Das heisst: Ein neuer Charakter, ein neues Wesen, eine neue Art, die so ist, wie Jesus Christus auch war. Nun aber ist die wichtige Frage: Was kann der neue Mensch und was kann er nicht? Der neue Mensch hat ein neues Wesen erhalten, ganz bestimmt. Das Wesen des Menschen ist konzentriert in seinem Willen. Der neue Mensch hat einen neuen Willen. Er will das Gute, er hat Lust an Gottes Gesetz, er liebt das Ewige, er verlangt nach Gott. Ihm ist diese Welt öde und leer geworden.Aber der neue Mensch kann das Gute nicht tun. Er muss bekennen: «Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht» (Röm 7,18).Wie viele Gläubige streben und fallen, kämpfen und wer- den besiegt! Sie wollen und können nicht. Ist das wirklich alles, was uns die Erlösung Jesu Christi erworben hat? Dann wären alle Forderungen des Neuen Testaments an den neuen Menschen Überforderungen und leere Worte, lauter Theorie und keine Praxis. Hören Sie, was die Bibel dazu meint. Das Wort Gottes sagt klar und deutlich: «Niemand kann ohne den Heiligen Geist.» Wir können also sagen: Jeder kann durch den Heiligen Geist. Sie wollen mehr Kraft? Gott hat Ihnen doch den Heiligen Geist der Kraft gegeben! Jeder Sünder, der dem Heiland Jesus Christus sein Herz auftut und Ihn in aufrichtiger Busse und im Glauben annimmt, erhält den Heiligen Geist. Er kommt als Antwort und Siegel des Vaters in das Herz dessen, der sich zu Jesus Christus kehrt. Die Bibel sagt: «In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheissung» (Eph 1,13). Dann sind also zwei «Persönlichkeiten» in dem Gläubigen: er selbst und der Heilige Geist. Der neue Wandel ist nun eine Zusammenarbeit zwischen dem Heiligen Geist und dem neuen Men- schen. Der neue Mensch will, und der Heilige Geist kann! Der Heilige Geist achtet unseren Willen vollkommen, so dass Er nie gegen unseren Willen ein Gebiet unseres Lebens einnimmt. Er geht in unserem Leben nur so weit, wie wir wollen. Er nimmt uns ein und gebraucht uns, so weit wir es Ihm erlauben. Wie reich wird ein Leben,das sich Jesus freiwillig voll und ganz unterstellt!Wie fruchtbar wird der Dienst eines solchen Menschen, wie gross die innere Befriedigung! Wahrhaftig, so können Sie ein Segen sein für andere! Sieht Ihr Leben so aus? Wenn nicht, geben Sie dem Herrn Jesus heute die volle Herrschaft über sich und über Ihr Leben. Er nimmt ein, was Sie Ihm geben, und Er bleibt keine Antwort schuldig. Er fängt an, mittels Seines Geistes durch Sie zu wirken, wie Sein Wort sagt: «Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fliessen» (Joh 7,38). Wollen Sie Ihr Leben heute voll und ganz dem Herrn Jesus Christus zur Verfügung stellen und glauben, dass Er die Herrschaft tatsächlich übernommen hat? Sagen Sie es Ihm jetzt in der Stille und beten Sie: «Herr, ich will ein Segen sein. Mach Du mich neu durch Deine Lebenskraft. Ich glaube, dass Du es jetzt tust! Ich will aber auch, dass Dein Heiliger Geist Herr sei in meinem Herzen und Leben, damit ich wirklich in meiner Familie und überall, wo Du mich hinstellst, ein

Segen sein kann.Amen.»

G.W.