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W+W-Disk.-Beitr.

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Der Fall des Richard Sternberg


Eine Dokumentation von Christoph Heilig

In my country [China] you can question Darwin, but you can’t question the government.
In this country [USA] you can question the government, but you can’t question Darwin.
J. Y. CHEN, zitiert von Stephen C. MEYER in
Talk of the Times: Intelligent Design vs. Evolution

Zusammenfassung: „Intelligent Design“ (ID) ist ein bank des NIH verwenden und die restlichen 50%
Ansatz einiger Wissenschaftler, die Entstehung der als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschung
organismischen Komplexität durch Bezugnahme am NMNH, welches zur Smithsonian Institution (SI)
auf eine intelligente Ursache zu erklären. Kritiker gehört, investieren würde.
dieses Ansatzes lehnten wiederholt eine Betrach- Während der Zeit als leitender Redakteur vom
tung auf wissenschaftlicher Ebene ab mit der Be- Dezember 2001 bis zum August 2004 war er ver-
gründung, ID-Befürworter würden ihre Argumen- antwortlich für 11 Ausgaben der Proceedings. In
te nicht in angesehenen wissenschaftlichen Fach- dieser Zeit bearbeitete er mehr als 200 Artikel und
zeitschriften publizieren. Im Jahr 2004 wurde je-
war für die Veröffentlichung einer umfangreiche-
doch in einem referierten Wissenschaftsjournal ein
ren Monographie zuständig.
Artikel von Stephen C. Meyer veröffentlicht, wel-
Im Oktober 2003 wollte er seine Tätigkeit als
cher für den ID-Ansatz argumentierte. Der verant-
wortliche Redakteur des Journals, Richard Stern- verantwortlicher Redakteur beenden, um mehr
berg, sah sich daraufhin mit heftigen Reaktionen Zeit für eigene Forschung und eigene Veröffentli-
aus dem Lager der ID-Kritiker konfrontiert. Diese chungen zu haben. Da jedoch zu dieser Zeit kein
gingen so weit, dass sogar Sternbergs Entlassung Ersatz zu finden war, willigte Sternberg ein, seine
an seinen Arbeitsplätzen, der National Institutes of Position weiter wahrzunehmen, bis das Gremium
Health (NIH) und dem National Museum of Natural einen geeigneten Nachfolger gefunden hätte. Im
History (NMNH) gefordert wurden. Im Folgen- Mai 2004 war es soweit und schließlich löste Dr.
den sollen die Geschehnisse nachgezeichnet wer- Richard Banks im September 2004 Sternberg ab.
den, die sich durch die Veröffentlichung des Mey-
er-Artikels ereigneten.
Der tiefe Fall

Einleitung Doch mittlerweile war der bis dahin so stetige


Aufstieg auf Sternbergs Karriereleiter stark ins
Richard von Sternbergs Lebenslauf liest sich zu- Stocken gekommen. Mehr noch – er befand sich
nächst wie ein Musterbeispiel einer gelungenen sozusagen im freien Fall: Zu diesem Zeitpunkt
Karriere als Wissenschaftler1: Zwei Doktortitel aus stand Sternberg kurz davor, seinen Forschungs-
dem Bereich der Evolutionsbiologie, wovon einer platz im NMNH zu verlieren, seine neuen Arbeit-
den Distinguished Dissertation Award gewinnen konn- geber, die NIH wurden aufgefordert, ihn zu entlas-
te, schmücken seinen Lebenslauf. Er ist als Redner sen. Sternberg selbst stand unter ständiger Beob-
zu zahlreichen Kongressen eingeladen worden, be- achtung, und hohe Vertreter akademischer Kreise
sitzt Lehrerfahrungen an diversen Universitäten forderten seine Entfernung von der SI, er erhielt
und Colleges und ausgeprägte Erfahrungen als ak- keinen Zutritt mehr zu seinem Büro und es kur-
tiver Forscher. Er publizierte über 30 Artikel in sierten allerlei Gerüchte bezüglich seiner Person,
referierten („peer-reviewed“, s. u.) Wissenschafts- die dazu führten, dass ehemalige Kollegen einen
zeitschriften. Bogen um ihn machten und erst recht die Zusam-
Im Dezember 2001 nahm er die Einladung der menarbeit mit ihm verweigerten. Sternberg war
Biological Society of Washington (BSW) an, die unbe- am Tiefpunkt seiner Karriere angelangt – in aka-
zahlte Arbeit des leitenden Redakteurs bei dem demischen Kreisen gemieden; man könnte aus den
von der BSW herausgegebenen Journal Proceedings zur Verfügung stehenden Quellen fast den Ein-
of the Biological Society of Washington (im Folgenden druck gewinnen, als ob er als Verräter betrachtet
„Proceedings“) zu übernehmen. wurde.
Zu dieser Zeit lief Sternbergs Zeit als Post-Dok- Was war geschehen?
torand am National Museum of Natural History
(NMNH) aus und er begann in seiner neuen Anstel-
lung bei der GenBank der Behörde National Institutes Vorgeschichte
of Health (NIH) zu arbeiten.
Dabei war vereinbart worden, dass er 50% sei- Zum Verständnis dieser erstaunlichen Wendung
ner Arbeitszeit als Kurator der NCBI-DNA-Daten- sind einige Vorinformationen notwendig.

DISKUSSIONSBEITRÄGE, BERICHTE,
INFORMATIONEN 1/07
Peer-review und begründete anhand aktueller Primärliteratur sei-
Seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts werden ne Meinung, dass diese nicht die notwendigen Vor-
neue Erkenntnisse und Beobachtungen in den biologi- aussetzungen erfüllten, um die Kambrische Explosion
schen Wissenschaften praktisch nur noch in referier- hinreichend zu erklären. Dann brachte Meyer ID als
ten Fachzeitschriften (die ein sog. „peer-review“ durch- sich anbietende Alternative ins Spiel und kam zu dem
laufen haben) in englischer Sprache veröffentlicht. Der Schluss, dass dieser Ansatz die beste Erklärung für die
peer-review-Prozess soll die wissenschaftliche Kor- Kambrische Explosion bieten würde.
rektheit und Qualität eines eingereichten Artikels si-
chern.
Dieser Vorgang war bei den Proceedings so gestal- Der Publikations-Prozess des Meyer-Artikels
tet, dass an den leitenden Redakteur eingereichte Ar-
tikel von diesem an einen Mitherausgeber seiner Wahl
Dieser Artikel war die Ursache der oben erwähn-
gesendet wurden, welcher entsprechende Qualifika-
tionen in dem jeweiligen Fachbereich aufzuweisen ten massiven Probleme von Richard Sternberg.
hatte. Dieser Mitarbeiter hatte sich dann um Begut- Betrachten wir den Gang des Artikels vom Zeit-
achtungen (peer-reviews) zu kümmern und war für punkt seiner Einreichung zu Anfang des Jahres 2004
das Redigieren des Artikels zuständig. Die letzte Durch- an: Der Meyer-Artikel folgte dem oben beschriebe-
sicht und letzten Änderungen des Textes vor Druckle- nen Standard-Prozess, wie er für das Proceedings
gung standen wiederum dem leitenden Redakteur zu. üblich ist. Da Systematik und Evolutionstheorie
Das Gremium der BSW hatte außerdem festgelegt, zum Hauptfeld des Interesses und der Fachkennt-
dass dieser leitende Redakteur volle Freiheit bezüg- nis von Sternberg gehörten und es keinen entspre-
lich aller Aspekte des Begutachtungsprozesses der
chend qualifizierten anderen Mitherausgeber gab,
Proceedings hätte und die Mitherausgeber nach eige-
nem Gutdünken auswählen und beaufsichtigen durfte. übernahm er als leitender Redakteur die direkte
Diese Vorgehensweise wird bis heute nach wie vor bei Verantwortung für die anstehenden Schritte. Es
der Herausgabe der Proceedings praktiziert. war nicht das erste Mal, dass Sternberg so ent-
schied und einen Artikel selbst bearbeitete, und
„Intelligent Design“ (ID) und peer-review dieses Vorgehen war bislang stets als gewöhnliche
ID vertritt den Standpunkt, dass manche Aspekte des Angelegenheit betrachtet worden und aufgrund
Universums am besten durch eine intelligente Ursa- des Beschlusses des Herausgebergremiums (s. o.)
che erklärt werden und nicht durch ungelenkte Pro- auch rechtlich abgesichert. Darüber hinaus ist das
zesse, wie es heute in der Wissenschaft allgemeiner
auch bei anderen wissenschaftlichen Zeitschriften
Konsens ist.2
Von ID-Kritikern wurde in der Vergangenheit oft ein durchaus übliches Verfahren.
gefordert, sie sollten doch ihre Position untermauern- Sternberg, der die kontroverse Natur des Arti-
de wissenschaftliche Artikel in referierten Zeitschrif- kels erkannte, entschied sich jedoch, darüber hin-
ten veröffentlichen, um die Wissenschaftlichkeit des aus einen Kollegen zu befragen, was dieser von
eigenen Ansatzes und damit dessen Diskussionswür- einer Veröffentlichung hielte. Bei diesem Kollegen
digkeit nachzuweisen. handelte es sich um einen Wissenschaftler des
NMNH, der Mitglied des Herausgebergremiums
Der Artikel von Stephen C. Meyer war und dessen Urteil Sternberg hoch einschätzte.
Es waren zwar durchaus schon viele Artikel in Wissen-
Sternberg und sein Kollege besprachen den Artikel
schaftsjournalen veröffentlicht worden, welche indi-
rekt für eine intelligente Ursache des Lebens argu- bei mindestens drei Treffen, in denen der Kollege
mentiert hatten, indem die bis dahin bekannten natu- Sternberg zu einer Veröffentlichung ermutigte.
ralistischen Ansätze als unzulänglich für die Erklärung Sternberg versandte den Artikel danach an vier
der gesamten Spannbreite organismischer Komplexi- Experten, wovon sich drei, die allesamt Fachleute
tät eingestuft wurden – die explizite Bezugnahme auf in relevanten Bereichen der Evolutions- und Mole-
ID und die offene Nennung der Option „Intelligenz“ kularbiologie waren und vollzeitlich bei bedeu-
war bis dato jedoch in einem referierten, unabhängi- tenden Forschungsinstituten angestellt waren,
gen, Wissenschaftsjournal nicht erfolgt. 3 dazu bereit erklärten, den Artikel kritisch zu be-
Stephen C. Meyer, Direktor des Center for Science
gutachten.
and Culture (CSC) im Discovery Institute (DI) in Seattle,
erwarb seinen Doktortitel durch eine Arbeit in „Ge- Die drei Experten und Sternberg selber mit ih-
schichte und Philosophie der Wissenschaft“ in Cam- ren insgesamt fünf Doktortiteln beurteilten den Ar-
bridge. Er studierte außerdem Geologie und Physik. tikel einstimmig als einer Veröffentlichung wert,
Anfang des Jahres 2004 reichte Meyer den Artikel nachdem sie Meyer über ihre Einwände in einigen
„The Origin of Biological Information and the Higher Taxo- Punkten informiert hatten und dieser daraufhin
nomic Categories“ bei den Proceedings ein, der die Pro- noch einmal signifikante Änderungen an seiner
blematik der Entstehung neuer biologischer Informa- Arbeit vorgenommen hatte.
tion anhand der „Kambrischen Explosion“4 erläuterte,
bei der in einem sehr kurzen geologischen Zeitraum
die meisten der auch heute noch vorkommenden
Grundbaupläne der Tiere, und somit auch große Men- Anschuldigungen, Folgen, Richtigstellung
gen an biologischer Information, entstanden. Meyer
unterzog die für dieses Ereignis in Frage kommenden Die Veröffentlichung dieses ID-befürwortenden
naturalistischen Erklärungen einer kritischen Analyse Artikels löste eine Welle der Entrüstung aus. Sie
richtete sich jedoch nicht gegen Meyer als Autor, gen mehr, die er für seine Forschung benötigte.
sondern gegen Sternberg, den verantwortlichen Er wurde außerdem einem neuen Kurator un-
Redakteur. Viele Protestschreiben und zahlreiche terstellt, mit dem er berufliche Differenzen hatte,
Telefonanrufe empörter ID-Kritiker erreichten das die aber nicht die Evolutionstheorie betrafen. Da-
NMNH und Sternbergs Vorgesetzte vom NIH. Da- mit erhielten die ihm missgünstig gesonnenen Mit-
bei wurde sogar die Entlassung Sternbergs aus arbeiter die Kontrolle über seine Forschungstätig-
seinen Beschäftigungen sowohl beim NMNH als keit.
auch beim NIH gefordert. Kritisiert wurde jedoch Dass die Veränderungen und Verschlechterun-
nicht sein wissenschaftliches Urteil, sondern seine gen in Sternbergs Arbeitsumfeld nicht zufällig
Entscheidung, den Artikel publiziert zu haben, ob- waren, bestätigte auch eine Untersuchung des Of-
wohl die umstrittene darin vertretene Position ge- fice of Special Counsel (OSC), an die sich Sternberg
sellschaftspolitisch kontrovers diskutiert und von gewendet hatte, als die destruktiven Folgen seines
der Wissenschaftsgemeinde abgelehnt wurde. außerberuflichen Engagements bezüglich des Mey-
Sternberg selbst besteht darauf, ausschließlich in er-Artikels seine Anstellung in starkem Maß be-
seiner Eigenschaft als Wissenschaftler Fachbeiträ- drohten.5
ge zu editieren und zu beurteilen, und nicht – wie Das OSC gibt auf seiner Website an, es gehöre
es ein Politiker täte – die über die Wissenschaft zu seinen Aufgaben, „Nestbeschmutzer“ vor „Ver-
hinausgehenden Aspekte der Kontroverse zu be- geltungsaktionen“ zu schützen.
achten. Er habe den Artikel angenommen, auch Nach ersten Untersuchungen musste das OSC
wenn er ihm in vielen Aussagen nicht zustimmte, seine Ermittlungen jedoch einstellen, da sich Stern-
da er ein Thema behandelte, welches für die Syste- berg in einer besonderen juristischen Situation be-
matik von fundamentaler Bedeutung sei. fand, aufgrund welcher er offiziell nicht als Ange-
Die Tatsache, dass sich Sternberg an den übli- stellter der SI gelten konnte. Daher wären weitere
chen peer-review-Prozess gehalten hatte und der Nachforschungen nur unter der Bedingung mög-
begutachtete Artikel von allen vier Experten als lich gewesen, dass die SI ihr Einverständnis gege-
wissenschaftlich korrekt eingestuft worden war, ben hätte. Dieses wurde aber verweigert. Dennoch
nützte wenig: Kurz nach der Veröffentlichung zeig- sind die Ergebnisse der ersten Untersuchungspha-
te ein leitender Angestellter der SI, Hans Sues, den se offen zugänglich und geben ein Bild von der
Artikel einigen Kollegen und versandte dann an Situation, in der Sternberg nach Veröffentlichung
verschiedene Personen eine eMail, die offenbar eine des Meyer-Artikels arbeiten musste. Das OSC be-
weite Verbreitung fand. Darin bezeichnet er Mey- stätigt in diesem Dokument, dass es klar sei, „dass
ers Artikel als „unwissenschaftlichen Müll“. ein feindliches Arbeitsumfeld geschaffen wurde mit
dem letztendlichen Ziel, Sie [Sternberg] zu zwin-
Auskünfte über private Ansichten. Zur selben
gen, die SI zu verlassen.“
Zeit wurde Sternbergs Dienstvorgesetzte zum Vor-
Die Untersuchung des OSC konnte auch zeigen,
sitzenden der Zoologie-Abteilung, Jonathan Cod-
dass ein reger Austausch zwischen der SI und dem
dington, gerufen; sie sollte über Sternbergs private
National Center for Science Education (NSCE) bestand.
Ansichten Auskunft geben.
Das NCSE ist eine Organisation, die sich der Aufga-
Zuerst wurde sie gefragt, ob Sternberg ein reli-
be verschrieben hat, evolutionskritische Inhalte
giöser Fundamentalist sei. Sie verneinte dies. Dar-
von Schulen fernzuhalten. Weiter wurde nachge-
aufhin fragte Coddington, ob Sternberg irgendei-
wiesen, dass Mitarbeiter des NSCE daran beteiligt
ner religiösen Organisation nahe stehe oder ange-
waren, eine Strategie zu entwerfen, mit der Stern-
höre. Schließlich wollte er wissen, wo Sternberg
berg in der SI untersucht und in Misskredit ge-
politisch gesehen einzuordnen sei. Sternbergs welt-
bracht werden sollte, und dass sie ihren Wunsch
anschauliche Hintergründe waren plötzlich von
formulierten, Sternberg möge von der SI entfernt
großem Interesse und bezüglich der Beurteilung
werden.
seiner Person das einzig maßgebliche Kriterium,
während die Qualität seiner fachlichen Arbeit kei-
Gerücht fehlender Gutachten. Zudem förderte
ne Rolle spielte.
die geschäftsführende Direktorin des NCSE, Euge-
Diese Befragung ließ nicht nur unangenehme
nie C. Scott, das Gerücht, der Artikel sei gar nicht
Folgen für Sternberg erwarten, sondern führte au-
begutachtet worden, durch folgende Aussage:
ßerdem zu einer Verunsicherung religiös orien-
„Leute, die für die Begutachtung des Artikels angemes-
tierter Kollegen Sternbergs. Sie befürchteten be-
sen gewesen wären, wären Evolutionsbiologen gewesen
rufliche Nachteile, falls ihre weltanschaulichen
[Anmerkung: Sternberg selbst ist Evolutionsbiolo-
Positionen bekannt werden würden.
ge!]; und ich bezweifle, dass irgendein Evolutionsbiologe
Veränderungen im Arbeitsumfeld. Im Oktober diesen Artikel begutachtet hat.“
2004 musste Sternberg auf einen Beschluss Cod- Dieses Gerücht hielt sich hartnäckig, obwohl
dingtons hin sein Büro aufgeben und seinen Schlüs- nachgewiesen werden konnte, dass die drei Begut-
sel für das Departmentgeschoss abgeben. Somit achter sehr kritisch mit dem Artikel umgegangen
hatte er keinen Zugang zu den Muster-Sammlun- waren, 50 Einwände zu Bedenken gegeben hatten
und nicht notwendigerweise mit Meyers Argu- Seinen tatsächlichen, oft falsch dargestellten
menten und Schlussfolgerungen übereinstimmten. Standpunkt macht Sternberg in einem Interview
Entgegen der weltweit akzeptierten Berufsethik deutlich: „Ich bin kein Evangelikaler, ich bin kein
hinsichtlich des peer review-Verfahrens wurde Fundamentalist, ich bin kein Kurzzeitkreationist,
Sternberg mehrere Male ausdrücklich dazu aufge- ich bin kein Vertreter der Theistischen Evolution.“
fordert, die Identitäten der Begutachter preiszuge- Vielmehr ist Sternberg Vertreter des Struktu-
ben. ralismus, der eine neutrale Auseinandersetzung
Neben der Behauptung, Sternberg habe den Ar- mit der Ursprungsfrage anstrebt und Gesetzmä-
tikel nicht begutachten lassen, wurde er außerdem ßigkeiten im Aufbau der belebten Welt untersucht,
mit dem Vorwurf konfrontiert, er habe den Artikel ohne diese einer bestimmten Ursprungsoption oder
eilig durch den peer review-Prozess geschleust. auch nur einem historischen Zusammenhang zwin-
Fakt ist jedoch, dass von der Einreichung des Arti- gend zuzuordnen. Diese Haltung ermöglicht ihm
kels bis zur Veröffentlichung sechs Monate vergin- den Dialog mit Vertretern der ganzen Bandbreite
gen und der fertige Artikel selbst noch zwei Wo- an Ursprungsvorstellungen, wozu Sternberg so-
chen auf Sternbergs Schreibtisch lag, ehe dieser wohl Kreationisten als auch Neo-Darwinisten
ihn zum Druck freigab, da er anderen Aufgaben zählt, ohne dass er mit deren Anschauungen über-
zunächst höhere Priorität zumaß. Zum Vergleich: einstimmen muss.
Als es in einem anderen Fall notwendig war, mög-
lichst schnell zu veröffentlichen, war es Sternberg Überwachung und Diskriminierung. Neben
auch schon einmal gelungen, den gesamten Begut- dem OSC setzte sich auch The House of Government
achtungsprozess in einem einzigen Monat abzu- Reform Subcommittee on Criminal Justice, Drug Policy and
schließen. Die Behauptung des schnellen Durchrei- Human Resources mit Sternbergs Fall auseinander
chens des Meyer-Artikels ist folglich aus der Luft und schrieb in seinem Bericht, dass der eMail-Ver-
gegriffen. kehr während August und September des Jahres
2004 zwischen NMNH-Beamten deren Absicht of-
Weitere Gerüchte. Durch die nach der Veröf- fenbarte, ihre staatlich finanzierte Tätigkeit dazu
fentlichung des Meyer-Artikels in der SI zirkulie- zu nutzen, Wissenschaftler aufgrund ihrer außer-
renden eMails entstanden jedoch auch noch ganz beruflichen Aktivitäten bezüglich Evolution zu dis-
andere Gerüchte, welche Sternbergs Ansehen kriminieren. Aufgrund der in diesen eMails geäu-
enorm schadeten. Beispielsweise hieß es in einer ßerten Einstellungen könnten nach Ansicht des Be-
eMail, Sternberg habe eine Ausbildung als ortho- richts Wissenschaftler, von denen man wüsste,
doxer Priester und sei gar kein ausgebildeter Wis- dass sie gegenüber der Darwinistischen Evoluti-
senschaftler - eine völlig unbegründete Behaup- onstheorie skeptisch eingestellt sind – völlig unge-
tung, ebenso wie die nicht den Tatsachen entspre- achtet ihrer Qualifikationen oder ihrer Forschungs-
chende Meinung, Sternberg habe seine Doktortitel erfahrungen – keine Gleichbehandlung oder glei-
gar nicht in wissenschaftlichen, sondern theologi- che Beachtung erwarten.
schen und philosophischen Gebieten erworben. Die im Anhang veröffentlichten eMails zeigen
In anderen eMails wurde behauptet, Sternberg außerdem, dass Sternberg einer so strengen Über-
sei Kurzzeitkreationist, was in akademischen Krei- wachung ausgesetzt war, dass sogar seine Auslei-
sen einem „Todesurteil“ gleich kommt. hen bei der Bibliothek kontrolliert wurden, in der
Sternberg gehört seit 2001 zwar zum Editorial Hoffnung, ihm etwaige Fehler nachweisen zu kön-
Board von O ccasional Papers of the Baraminology Study nen, um eine offizielle Begründung für eine Entlas-
Group (BSG), teilt aber nicht deren Auffassung. Die sung angeben zu können.
BSG ist eine kreationistische Gruppe von Wissen- Der Bericht geht auch auf neuere Entwicklun-
schaftlern, die versuchen, zum Thema „Biblische gen ein und zeigt auf, dass sich die Situation auch
Art“ Wissenschaft zu betreiben.6 Sternberg war später nicht signifikant gebessert hatte: Sternberg
2001 zur BSG-Konferenz eingeladen worden, um sei noch diskriminiert worden, lange nachdem be-
über die Geschichte des Strukturalismus zu refe- kannt war, dass die Anschuldungen gegen ihn un-
rieren. Im Anschluss an diese Konferenz, auf der begründet waren. Die Untersuchung habe zwin-
Sternberg auch seine Kritik am Kreationismus ge- gende Hinweise aufgedeckt, wonach Sternbergs
äußert hatte, wurde er als objektiver Außenste- Bürger- und Verfassungsrechte von Beamten der
hender in ein Redaktionsteam aufgenommen, um SI verletzt worden seien. Überdies zeigten sich die
die neutrale Bewertung der eingereichten Beiträge leitenden Beamten des SI komplett ungewillt, die
für ein neu gegründetes elektronisches Journal zu Fehler zu korrigieren, die begangen worden wa-
gewährleisten. Sternberg vertritt selbst jedoch ren, oder auch nur ernsthaft das Fehlverhalten zu
nicht den Kurzzeitkreationismus und nicht ein- untersuchen. Erst kürzlich hätten führende NMNH-
mal „Intelligent Design“. Angestellte zugestimmt, dass Sternberg von Mit-
Auch wenn er anerkennt, dass ID schwierige arbeitern zur Position des Research Collaborator de-
Fragen aufgeworfen habe, betont Sternberg weiter- gradiert wurde – völlig ungeachtet früherer Versi-
hin, sei er nicht von „Intelligent Design“ überzeugt. cherungen, dass Sternberg ein angesehener wis-
senschaftlicher Mitarbeiter sei und volle und faire Original)
Beachtung für sein Gesuch erhalten würde, sein Hätte Meyer wirklich einen inhaltlich deckungs-
„Research Associateship“ möge verlängert wer- gleichen oder sehr ähnlichen Artikel anderweitig
den. Der Bericht folgert: veröffentlicht, wäre das eindeutig gegen das Be-
„Das Versäumnis von Small und Burke [die leitenden rufsethos von Wissenschaftlern. Das aber wäre
Beamten], irgendetwas gegen solche Diskriminierung zu Meyers und nicht Sternbergs Vergehen gewesen.
unternehmen, wirft ernsthafte Fragen auf über die Bereit- Hier geht es lediglich um Sternberg und das Bild
schaft der SI, freie Rede und Bürgerrechte von Wissen- von ihm, das durch solche Behauptungen wie die
schaftlern zu schützen, die abweichende Meinungen zu des Skeptiker erzeugt wird.
Themen wie biologische Evolution vertreten.“ Die vom Skeptiker wirklich gegen Sternberg er-
Keine Reue zeigt auch Eugenie C. Scott vom hobenen Vorwürfe wurden im obigen Zitat fett
NCSE, die neben anderen Mitgliedern derselben hervorgehoben. Sie zeichnen ein sehr deutlich von
Organisation maßgeblich an der Verbreitung der den Tatsachen abweichendes Bild Sternbergs, das
haltlosen Anschuldigungen gegen Sternberg betei- seinem Ansehen als Wissenschaftler sehr abträg-
ligt war (s. o.). Sternberg sei Kreationist und habe lich ist.
den Meyer-Artikel nicht den Vorschriften gemäß Scotts Behauptungen sind in manchen Teilen
behandelt: jedoch nicht nur tendenziös, sondern teilweise
„Offensichtlich waren die Leute ungehalten, sie waren auch eindeutig falsch: Sternberg musste eindeuti-
frustriert, haben Dampf abgelassen ... einige haben sich ge Kürzungen seiner Forschungsprivilegien hin-
wahrscheinlich einer unangebrachten Sprache bedient. Ihre nehmen, er wurde aufgefordert, seine Schlüssel
Besorgnis war, dass aufgrund der Verbindung mit diesem abzugeben und wurde seines Büros verwiesen. Ein
Journal, das einen kreationistischen Artikel veröffentlicht freundlicher Kurator erlaubte ihm lediglich, einen
hat, irgendwie mit der Unterstützung des kreationistischen Tisch in seinem eigenen Büro zu benutzen, wäh-
Anliegens assoziiert werden könnte.“ rend Sternbergs Büro weiter unbenutzt leer stand.
Dennoch habe Sternberg nicht wirklich leiden Außerdem ging die Feindseligkeit seines Arbeits-
müssen: umfeldes soweit, dass ihm offen gesagt wurde, dass,
„Er hat seine Anstellung behalten dürfen, es hat keine falls irgendetwas verloren ginge, oder beschädigt
Gehaltskürzung gegeben, er hat immer noch seine For- würde, er dafür verantwortlich gemacht werden
schungsprivilegien, er hat immer noch sein Büro. Wissen würde. Viele Kollegen ignorierten ihn nun und auch
Sie, was seine Beschwerde ist? Dass Leute nicht nett zu ihm alte Kollegen von anderen Institutionen weigerten
waren. Nun, das Leben ist unfair.“ sich, mit ihm zusammenzuarbeiten und gaben als
Dass jedoch die Behauptung, Sternberg sei doch Grund den Meyer-Artikel an.
eigentlich gar nichts widerfahren angezweifelt Aus diesen Gründen kam er immer seltener in
werden kann, wird deutlich, wenn man sich die das Museum. Der Arbeitsplatz, der ihm nun noch
Rufschädigung Sternbergs vor Augen führt. Selbst zugebilligt wurde, hatte in etwa die Größe eines
hier in Europa ist er nun als der Wissenschaftler Wandschranks und war „kalt und zappenduster“.
bekannt, der angeblich auf illegale und unwissen- Er selbst war damit jedoch noch einverstan-
schaftliche Art und Weise einen pseudowissen- den. Erst als ein Mitarbeiter an ihn herantrat und
schaftlichen Artikel in eine Fachzeitschrift ge- ihm erzählte, wie verabscheut er am SI sei, und
schmuggelt haben soll. So schreibt beispielsweise nachdem er eine Notiz erhielt, die ihm die Verant-
der Skeptiker noch in seiner letzten Ausgabe des wortung für fehlende Materialien zuschrieb, gab
Jahres 2006, also lange nachdem die rufschädigen- er auf.
den Gerüchte über Sternberg widerlegt worden Sternberg merkt außerdem an, dass die Tatsa-
waren, in dem Artikel „Freispruch für Darwin?“ che, dass er seine Anstellung am NIH letztendlich
unter der Überschrift „Unsaubere Geschäfte“: behalten konnte, alles andere als Scotts Verdienst
„Steven Meyer gelang es 2004 indes, einen ID-Artikel gewesen sei. Vielmehr sei den an das NIH gestell-
in einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu veröffentlichen. ten Forderungen nach seiner Entlassung nur des-
Nachdem aber offensichtlich wurde, dass der Artikel (wel- wegen nicht stattgegeben worden, weil mehrere
cher nur eine Zusammenfassung bereits vorhandener Arbei- U.S. Senatoren eingegriffen hätten.
ten war), grobe fachliche Fehler aufwies, und dass der
Chefredakteur des Journals den Artikel an dem obli-
gatorischen Begutachtungsverfahren durch andere Schluss
Wissenschaftler und am editorial board des Journals
vorbeigeschmuggelt hatte, erklärten die Herausgeber auf- Die Sternberg-Affäre ist von mehrfacher Bedeu-
grund des öffentlichen Drucks, dass sie den Artikel in dieser tung: Zum einen zeigt sich, dass selbst in einer
Form nicht mehr veröffentlichen würden. Außerdem zeigte modernen, demokratischen Wissenschaftsnation
sich kurz darauf, dass Meyer einen sehr ähnlichen Artikel wie den USA Wissenschaftler aufgrund ihrer (ver-
mit geringen Änderungen, aber mit einer unterschiedlichen meintlichen!) privaten Ansichten massiv diskri-
Autorenliste bereits in einem ID-internen Journal veröffent- miniert werden können. Diese Diskriminierung
licht hatte (Elsberry 2004).“ (Hervorhebung nicht im kann soweit gehen, dass der Arbeitsplatz solcher
Wissenschaftler ernsthaft in Gefahr gerät, auch Anmerkungen
wenn dies anhand der nachgewiesenen Arbeitslei- 1 Wer sich mehr für Sternbergs Lebenslauf und seine Qualifi-
stung nicht begründet werden kann. Vermutlich kationen interessiert, kann auf seiner Webseite seinen Le-
wird es kaum ein Herausgeber eines biologischen benslauf einsehen: http://www.rsternberg.net/CV.htm
Journals nach diesen Ereignissen mehr wagen, ei- 2 Dr. William Dembski, einer der bekanntesten Vertreter des
nen offen für ID argumentierenden Artikel zu ver- ID-Konzeptes definiert ID auf seinem Blog www.
öffentlichen. uncommondescent.com wie folgt:
Zum anderen wurde ein fragwürdiger Umgang „The theory of intelligent design (ID) holds that certain fea-
mit dem ID-Ansatz offenbar. Richard Dawkins be- tures of the universe and of living things are best explained by
an intelligent cause rather than an undirected process such as
hauptete in seiner bekannten Schrift „Why I won’t
natural selection. ID is thus a scientific disagreement with the
debate creationists“ folgendes: core claim of evolutionary theory that the apparent design of
„Habe keine Angst, dass der Herausgeber ihn [den wis- living systems is an illusion.
senschaftlichen Artikel] ablehnen wird, nur weil er gegen In a broader sense, Intelligent Design is simply the science of
Evolution argumentiert. Im Gegenteil, die Zeitschrift, wel- design detection — how to recognize patterns arranged by an
che den Artikel veröffentlichen würde, der wirklich einen intelligent cause for a purpose. Design detection is used in a
number of scientific fields, including anthropology, forensic
Irrtum der Evolution oder überzeugende Indizien dagegen sciences that seek to explain the cause of events such as a
feststellen würde, hätte den Knüller des Jahrhunderts in death or fire, cryptanalysis and the search for extraterrestrial
wissenschaftlicher Hinsicht. Herausgeber würden einander intelligence (SETI). An inference that certain biological infor-
umbringen, um ihn in ihre Hände zu bekommen.“ Behaup- mation may be the product of an intelligent cause can be
tungen dieser Art sind mit der Sternberg-Kontro- tested or evaluated in the same manner as scientist’s daily test
for design in other sciences.
verse wohl widerlegt.
ID is controversial because of the implications of its evi-
Zusätzlich hat der Fall einiges über die wirk- dence, rather than the significant weight of its evidence. ID
lich an ID gestellten Forderungen offenbart: proponents believe science should be conducted objective-
Ein Zitat von Klinghoffer bringt das auf den ly, without regard to the implications of its findings. This is
Punkt. Seiner Meinung nach habe das „Meyer-Fi- particularly necessary in origins science because of its histo-
asko“ eine zirkuläre Argumentationsstrategie of- rical (and thus very subjective) nature, and because it is a
science that unavoidably impacts religion.
fenbart, mit der gegen ID vorgegangen werde:
Positive evidence of design in living systems consists of the
„Critics of ID have long argued that the theory was semantic, meaningful or functional nature of biological infor-
unscientific because it had not been put forward in a peer- mation, the lack of any known law that can explain the se-
reviewed scientific journal. Now that it has, they argue that quence of symbols that carry the “messages,” and statistical
it shouldn’t have been because it’s unscientific.“ and experimental evidence that tends to rule out chance as a
plausible explanation. Other evidence challenges the adequa-
cy of natural or material causes to explain both the origin and
Quellen diversity of life.“
http://rsternberg.net 3 Ein sehr schönes Beispiel hierfür ist ein Artikel von David
http://www.discovery.org/scripts/viewDB/index.php? Abel und Jack Trevors: „Chance and necessity do not explain
command=view&id=2399&program=News&callingPage= the origin of life.“, der in Cell Biology erschien. Zufall und
discoMainPage Notwendigkeit – wer sich mit der Debatte zur Ursprungsfrage
auseinandergesetzt hat, dem sind diese Optionen sehr geläu-
http://www.rsternberg.net/Documents/OSC-Sternberg-pre- fig. ID stellt genau diese Frage: Zufall, Notwendigkeit oder
closure-ltr2.pdf doch Intelligenz – was ist verantwortlich für die Entstehung
http://www.souder.house.gov/sitedirector/~files/ und Entwicklung des Lebens, welche dieser Ursprungsoptio-
IntoleranceandthePoliticizationofScienceattheSmithsonian.pdf nen? Wenn es nicht Zufall und Notwendigkeit sind, wie Abel
http://www.souder.house.gov/sitedirector/~files/Appendixto- und Trevors bereits im Titel ihrer Arbeit hervorheben – ist es
ReportIntoleranceandthePoliticizationofScienceatthe dann nicht die Intelligenz, welche als Möglichkeit ins Spiel
Smithsonian.pdf gebracht wird? Dennoch: Die Autoren benennen in ihrer
Studie ID nicht und argumentieren nicht offen die Einbezie-
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/
hung einer Intelligenz in den Prozess der Entstehung einer
2005/08/18/AR2005081801680.html
ersten lebenden Zelle.
http://www.opinionjournal.com/taste/?id=110006220 4 Der Artikel findet sich hier: http://www.discovery.org/
http://www.npr.org/templates/story/story.php? scripts/viewDB/index.php?command=view&id=2177
storyId=5007508 &program=CSC&callingPage=discoMainPage. Meyer hat
http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp? auch speziell zur Kambrischen Explosion publiziert: Meyer
ARTICLE_ID=54257 SC, Nelson PA & Chien P (2001) The Cambrian Explosion:
http://www.pandasthumb.org/archives/2005/08/ Biology’s Big Bang. http://www.theapologiaproject.org/
sternberg_and_t.html Cambrian.pdf
5 In „The Branding of a Heretic“ von David Klinghoffer, wird
http://www.foxnews.com/story/0,2933,166831,00.html
Sternberg beispielsweise folgendermaßen zitiert: „I’m spen-
http://pages.sbcglobal.net/amun_ra/
ding my time trying to figure out how to salvage a scientific
http://danielmorgan.blogspot.com/2005/12/sternberg-saga- career.“
continues.html 6 Ein Überblick über das Konzept der BSG kann in dem
http://www.bryancore.org/bsg/clarifications.html Überblicksartikel „A Refined Baramin Concept“ auf folgender
http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2006/4/media/ Webseite eingesehen werden: http://www.bryancore.org/
skeptiker_intelligentdesign.pdf bsg/opbsg/003.pdf

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