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W+W-Disk.-Beitr.

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Biblische Argumente gegen die Vorstellung,


Evolution und Schöpfung seien miteinander vereinbar
zusammengestellt von Herfried Kutzelnigg

Viele Christen meinen, das Leben sei durch Evolu- Jahre wie ein Tag (Ps 90,4; zitiert in 2 Petr 3,8).
tion (Höherentwicklung über Millionen von Jahren Gegen eine solche Auffassung spricht aber vieles:
vom Einzeller bis hin zum Menschen) entstanden, so heißt es 6 mal ausdrücklich „und es wurde
und diese Vorstellung sei mit den Aussagen der Abend und wurde Morgen“. In solchem Zusam-
Bibel vereinbar. Dabei ändern sie die Evolutions- menhang läßt das hebräische Wort für „Tag“ nur
lehre in dem einen Punkt ab, daß sie sagen, nicht die Bedeutung eines Kalendertages zu. Auch be-
der Zufall sei die treibende Kraft der Evolution, zieht sich das Sabbat-Gebot (2 Mose 20,11) aus-
sondern Gott habe den Weg der Evolution gewählt, drücklich auf die 6 Tage und den einen Ruhetag
um das Leben zu erschaffen (theistische Evoluti- (nicht Ruhe-Zeitalter). Im übrigen steht die Aussa-
on). ge, daß bei Gott 1000 Jahre wie ein Tag sind, nicht
im Zusammenhang mit Aussagen zur Schöpfung.
Aus naturwissenschaftlicher Sicht kann die Evolu- Sie kann daher nicht zur Interpretation der Schöp-
tionstheorie keinesfalls als Tatsache gewertet wer- fungstage herangezogen werden. In diesem Zu-
den, so daß ohnehin keine zwingende Notwendig- sammenhang wird auch öfter darauf hingewiesen,
keit besteht, nach Vereinbarungsmöglichkeiten daß die Reihenfolge der Erschaffung im Schöp-
zwischen biblischem Glauben und der Evolutions- fungsbericht ähnlich sei wie die Reihenfolge nach
lehre zu suchen. Da andererseits die Evolution- der Evolutionslehre. Doch bringt dieser Harmoni-
stheorie mehr denn je als „wissenschaftliche Tatsa- sierungsversuch Probleme, die im Falle der 7 Tage
che“ verbreitet wird, ist die Frage doch aktuell. entfallen: z. B. die Erschaffung der Sonne nach den
Tatsächlich zeigt die Bibel im Alten ebenso wie im Pflanzen oder das Auftreten der Vögel vor den
Neuen Testament, daß die Vorstellung einer Hö- Landtieren.
herentwicklung nicht richtig ist:
Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Er-
1. Nach dem Schöpfungsbericht der Bibel (1 Mose de gemacht und das Meer und alles, was darinnen
1-2,4a) werden die Pflanzen und die unterschiedli- ist (2 Mose 20,11b).
chen Tiergruppen unabhängig voneinander ge-
schaffen und jeweils von Gott selbst als „gut“ be- 4. Gemäß Hebr 11,3 ist das jetzt Sichtbare nicht
zeichnet. Somit bedurften sie keiner Höherent- aus dem entstanden, was man mit den Sinnen
wicklung. wahrnehmen kann, vielmehr wurden alle Dinge
„aus dem Nichts ins Dasein gerufen.“ Genau über-
2. In 1 Mose 1 heißt es 10 mal, daß Gott die Pflan- setzt heißt es: „nicht aus dem Erscheinenden“, d. h.
zen und Tiere nach ihrer Art schuf. Das wider- nicht aus dem Sichtbaren, aus schon Vorhandenem.
spricht der Vorstellung einer Höherentwicklung D. h. die Lebewesen haben sich nicht aus Vorstu-
über den Artrahmen hinaus, wie der Bibeltext ihn fen entwickelt.
vorgibt. Gott hat jede Art als solche geschaffen und
die Grenzen der Variationsbreite innerhalb jeder 5. In Gottes Schöpfung gab es keinen Tod. Dieser
Art festgelegt. Nach der Evolutionstheorie aber kam erst durch den Sündenfall Adams in die Welt
müßten unzählige Male die Artgrenzen überschrit- (1 Mose 2,17, Röm 5,12), wobei auch die Tiere von
ten worden sein. Die biblische Artauffassung ist der „Knechtschaft der Vergänglichkeit“ betroffen
allerdings weiter gefaßt als der heutige biologische wurden (Röm 8,19-21). Da die Evolutionstheorie
Artbegriff und entspricht etwa einer Gattung oder wegen des Überlebens der „bestangepaßten Arten“
Familie.* den Tod ungezählter Individuen und Arten ver-
langt, damit eine Höherentwicklung überhaupt
3. In den Harmonisierungsversuchen zwischen Bi- stattfinden kann, ist es unmöglich, daß Gott auf
bel und Evolutionsmodell werden gerne die Schöp- diesem Wege, d. h. auf dem Umweg über den Tod,
fungstage geologischen Zeitaltern gleichgesetzt. Tiere und Menschen geschaffen hat. Darüber hin-
Dabei argumentiert man, bei Gott seien ja 1000 aus ist in biblischer Sicht der Tod ein Feind Gottes,

DISKUSSIONSBEITRÄGE, BERICHTE,
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der besiegt werden wird (1 Kor 15,26) und kann 11. Die Sintflut als weltweite Katastrophe wird
daher unmöglich ein Schöpfungsmittel zum Her- von der Evolutionslehre ausdrücklich abgelehnt,
vorbringen von Leben sein. Biblisch gesehen ist der die Bibel stellt sie aber eindeutig als solche dar. 1
Tod ein Eindringling in die Schöpfung, der durch Mose 6,13: „Da sagte Gott zu Noah: das Ende aller
die Sünde des Menschen in die Welt kam (s. o.), al- lebenden Geschöpfe ist bei mir beschlossen.“
so ein Zeichen des Gefallenseins der Schöpfung. Stattdessen spricht die Evolutionstheorie davon,
daß in der Vergangenheit alle Prozesse meist
6. Nach der Evolutionstheorie hat sich das heutige gleichförmig, ähnlich wie heute und nur mit loka-
Leben durch den Kampf ums Dasein entwickelt. len oder regionalen Katastrophen abgelaufen seien
Kampf kann aber niemals Prinzip göttlicher Schöp- (Uniformitarismus oder Aktualitätsprinzip). Vgl.
fung sein. Vielmehr hat Gott „die Erde, die Men- aber 2 Petr 3,3-7: „In den letzten Tagen werden
schen und die Tiere durch seine große Kraft“ ge- Spötter auftreten und sagen, es bleibt doch alles,
schaffen (Jer 27,5) und hat Mensch und Tieren wie es von Anfang an war … Dabei lassen sie au-
ausdrücklich nur pflanzliche Nahrung angewiesen ßer acht, daß der Himmel und die Erde durch das
(1 Mose 1,30), jedenfalls zunächst. Heute zu beob- Wort Gottes entstanden sind, und daß die damalige
achtende Kämpfe zwischen Tieren oder zwischen Welt durch die Flut im Wasser zugrunde gegangen
Menschen sind ebenfalls Kennzeichen einer von ist …“
Gott abgefallenen Schöpfung.
12. Auch Jesus spricht in Mt 24,37-39 von der
7. Bei konsequenter Anwendung der Evolutions- Sintflut als von einer historischen Tatsache.
theorie müßte eine Höherentwicklung auch noch
nach dem Auftreten des ersten Menschen angedau- * Literaturhinweise
ert haben und wäre auch heute noch zu erwarten bis Allgemeinverständliche Broschüren zu Themen,
an das Ende der Zeiten. Dies steht aber im Wider- die im Text angesprochen wurden (erhältlich bei
spruch zu den biblischen Berichten (z. B. über die den untenstehenden Adressen oder im Buchhan-
Endzeit), wonach die als vollkommen (!) geschaf- del):
fene Menschheit (1 Mose 1,31; 2,1) sich aufgrund
der Sünde abwärts entwickelt, und Gott schließlich • R. Junker: Evolution ohne Grenzen? – Fakten zur
„einen neuen Himmel und eine neue Erde“ schaf- Entstehung der Arten. Hänssler-Verlag, Neuhau-
fen wird (Offb 21,1). Die Geschichte Israels zeigt sen 1993. Abgrenzung und Veränderlichkeit der
einen „Aufwärtstrend“ nur dort, wo eine Hinwen- geschaffenen Arten. 29 S.; 40 Abb.; zweifarbig,
dung zu Gott erfolgte. Wenn die Menschheit sich Format: 17x24; DM 4,80 / sfr 5,50 / ÖS 39,-.
höherentwickelt, wozu mußte Jesus sterben? Die • R. Junker: Stammt der Mensch von Adam ab?
Erlösung zum Guten hin erfolgt nicht durch Ent- Hänssler-Verlag, Neuhausen 1993. (Abhandlung
wicklung, sondern durch das Eingreifen Gottes. über fossile Menschen und Menschenaffen.) 33
S., 39 Abb., zweifarbig, Format: 17x24, DM 4,80
8. Nach 1 Mose 3,20 ist Eva als erste Frau die / sfr 5,50 / ÖS 39,-.
Mutter aller Lebenden. Das schließt aus, daß es • W. Gitt: Schuf Gott durch Evolution? Hänssler-
schon vor Adam und Eva Menschen gab.* Verlag Neuhausen-Stuttgart, 3. Aufl. 1993.
• R. Junker & S. Scherer: Entstehung und Ge-
9. Das Neue Testament bezieht sich auf den schichte der Lebewesen. Weyel-Verlag Gießen, 3.
Schöpfungsbericht wie auf eine Tatsache. So schil- Aufl. 1992.
dert z. B. Paulus in Röm 5,12-21 den heilsge-
schichtlichen (und damit für uns lebensnotwendi-
gen) Zusammenhang zwischen der Sünde des einen
Menschen (Adam) und dem Gehorsam des einen
Weitere Exemplare dieses Blatts können kostenlos angefordert werden
Menschen (Jesus). Es gibt keinen guten Grund, den bei: SG WORT UND WISSEN, Rosenbergweg 29, D72270 Baiersbronn,
einen Teil dieser Aussage faktisch, den andern aber Tel. 07442/81006 (Fax 81008), oder bei W+W-Medienstelle,
nur bildlich zu sehen. Heimgarten 2163, CH-8180 Bülach.
Für Kosten bei Abnahme größerer Mengen wird eine Spende erbeten:
Sparkasse Hagen BLZ 450 500 01, Kto. 128 041 660; Postfinance CH-
10. Auch Jesus selbst bezieht sich in Mt 19,5 ganz 4040 Basel, Kto. 80-76159-5.
Internetadresse: http://www.wort-und-wissen.de
selbstverständlich auf den Wortlaut des Schöp- Studiengemeinschaft WORT UND WISSEN, 1990 – kopieren erlaubt!
fungsberichtes in 1 Mose 1 und 2.

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