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Weiterführende Literatur:

1. Mose 1,31; Kol. 1,16; Hebr 11,3; Mk 1,40-42; Mt 19,3-8

2. Petr 3,3-7
Evolution –
Röm 5,12-19; 1. Kor 15,20ff.;
Schöpfungsmethode
Gottes?
Röm 8,19-22; Mt 19,7-8

Eph 2,1+5;

Neue Schöpfung
Lk 19,10;
Wassergericht

Mt 20,28;

Feuergericht
Sündenfall

Joh 1,29
Schöpfung

?
JESUS
Mt 24,35-39

Abb 1: Vielfältige inhaltliche Beziehungen bestehen zwi- Die hier kurz geschilderten Argumente werden aus-
Weil die Evolutionslehre Gottes Existenz nicht notwen-
schen der biblischen Urgeschichte und zentralen führlicher und reichlich bebildert behandelt in:
Aussagen des Neuen Testaments.
digerweise in Frage stellt, halten viele Christen die
R. Junker: „Jesus, Darwin und die Schöpfung. Warum die
biblische Schöpfungslehre und die biblische Heilsge-
Welt gekommen sein. Wenn Paulus daher über Adam Ursprungsfrage für Christen wichtig ist“ (Hänssler-Ver-
lag, Holzgerlingen, 2. Aufl. 2004; 36 Seiten, großforma- schichte für vereinbar mit der Evolutionsanschauung.
bildlich gesprochen hätte, warum sollte sich das in sei-
tig, zahlreiche Abb., zweifarbig, 2,95 € / 5,90 sfr). Anhand der biblischen Lehre von Sünde, Tod und Erlö-
nen Aussagen über Jesus Christus anders verhalten?
sung kann jedoch gezeigt werden, daß wesentliche
Petrus verweist auf einen Zusammenhang zwischen W. Gitt befaßt sich mit dieser Thematik in einem
Sintflutgericht und Endgericht (2. Petr 3,3-10). Auch Jesus biblische Inhalte bei konsequenter Akzeptanz der Evo-
Kapitel des Buches „Schuf Gott durch Evolution?“

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bestätigt die Historizität der Sintflut (Mt 24,37-39). Jesus (Bielefeld, 6. Aufl. 2002; Tb., 160 S., 2,50 € / 4,95 sfr) lutionslehre nicht aufrechterhalten werden können.
selbst beruft sich mehrmals auf die ersten Seiten der
Eine sehr ausführliche Auseinandersetzung zur Schöpfung gleich Evolution?
Bibel und geht mit ihnen wie mit einem Tatsachenbe-
Thematik aus biblischer Sicht bietet das Buch „Leben
richt um. So betont er auch die Erschaffung des ersten Eine Zusammenschau von biblischer Schöpfung und der
durch Sterben? Schöpfung, Heilsgeschichte und Evoluti-
Menschenpaares und die Ehe als ursprüngliche Schöp- Evolution der Lebewesen wird als „theistische Evolution“
on“ (von R. Junker, Reihe Studium Integrale, Hänssler-
fungsordnung Gottes (Mt 19,4f.). bezeichnet (= durch Gottes Schöpfertätigkeit ermöglichte
Verlag, Neuhausen, 2. Aufl. 1994; 284 S., Format 16,5 x 24,
Schließlich: Ist in einer evolutiven Sicht die Erwartung oder gelenkte Evolution). Der häufig verwendete Sprachge-
20,95 € / 37,– sfr).
der baldigen Wiederkunft Jesu noch möglich? Eine in brauch „Schöpfung durch Evolution“ oder „Schöpfung
Millionen Jahren gezählte Urgeschichte der Menschheit Diese Literatur ist erhältlich bei: gleich Evolution“ darf allerdings nicht darüber hinwegtäu-
läßt diese Hoffnung leicht in der Ungewißheit ferner schen, daß nahezu jede Zusammenschau von Schöpfung
SG Wort und Wissen W+W-Medienstelle Schweiz
Jahrmillionen verblassen, wenn mit einem solchen und Evolution darauf hinausläuft, an einer allgemeinen
Rosenbergweg 29 Bottighofer Weg 1
Ereignis überhaupt noch ernsthaft gerechnet wird. Man- Evolution aller Lebewesen „von der Amöbe bis Goethe“
72270 Baiersbronn CH-8280 Kreuzlingen
che evolutionistische Zukunftsentwürfe deuten Jesu (Makroevolution) festzuhalten.
Tel. 07442/81006 email: farago@gmx.ch
Wiederkunft in ein Zum-Ziel-Kommen der Evolution um Nach manchen Vorstellungen der theistischen Evoluti-
Fax 07442/81008
(Teilhard de Chardin), das mit dem biblischen Zeugnis onslehre wird ein Wirken Gottes angenommen, um Erklä-
email: sg@wort-und-wissen.de
vom göttlichen Gericht und der göttlichen Neuschöp- rungslücken des Evolutionskonzepts auszufüllen. Gott soll
fung von Himmel und Erde nichts mehr zu tun hat. Das Internet-Portal zur Ursprungsfrage – eingegriffen haben, um die Entwicklung auf „gute Bah-
Diese Beispiele machen deutlich, daß die biblische pro Schöpfung: www.genesisnet.info nen“ zu lenken, insbesondere bei der Menschwerdung.
Urgeschichte mit zentralen Heilsaussagen der gesamten Evolutionäre Mechanismen sollen also nicht allein aus-
Heiligen Schrift unauflösbar verwoben ist (Abb. 1).
Internet: www.wort-und-wissen.de
schlaggebend gewesen sein, um die Lebensvielfalt entste-
hen zu lassen. Dabei muß man sich fragen, ob Gott nicht herstellung von Gliedern und die Neuschaffung einer der Bilanz positives Ereignis, als die ‘reale Schöpfung’,
zum bloßen Lückenbüßer wird. Andernfalls, d. h., wenn gesunden Haut ist gleichermaßen ein Wunder wie die ansehen, akzeptieren wir damit auch unseren Tod als
mit den Methoden der Wissenschaft Evolution vollständig Erschaffung der Sterne. An diesem Handeln erkennt man, einen positiven und kreativen Faktor” (Leiden und Ster-
erklärt werden könnte, wäre die Annahme eines souverä- daß Schöpfung aus dem Wort keine evolutiven Zeitspan- ben als Faktum in der Evolution. Herrenalber Texte 44,
nen Gottes, der die Evolution initiiert haben und lenken nen erfordert und daß Gott in seinem Wirken nicht durch 1983, S. 9–25).
soll, unnötig. Von Gott als dem souveränen Herrn der die biologischen, chemischen oder physikalischen Gesetz- Der Tod als notwendige Voraussetzung zum Hervor-

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Geschichte könnte dann kaum mehr gesprochen werden. mäßigkeiten eingeschränkt ist (wenn er sich ihrer auch bringen des Lebens! Nichts könnte weiter von der bibli-
bedienen kann). schen Sicht des Todes entfernt sein (Röm 6,23; 1. Kor 15,26).
Die „Schöpfungsmethode“ Gottes Die Schöpfungslehre versucht nicht, den Schöpfungsakt Der Tod ist der Feind des Lebens, der von Jesus am Kreuz
selbst zu erforschen (Gottes Handeln bleibt ein Geheim- und durch seine Auferstehung besiegt wurde, und nicht
Welcher Gott stünde hinter dem postulierten Evolutionsge-
nis), sondern sie beschäftigt sich mit der Geschichte der ein lebensspendender Faktor. Hier liegt ein zentraler
schehen? Wäre die stammesgeschichtliche Evolution die
Lebewesen nach ihrer Erschaffung, und versucht zu zeigen, Grundwiderspruch zwischen theistisch-evolutionisti-
Schöpfungsmethode Gottes, hieße das beispielsweise, daß
daß die Schöpfung nicht durch „Selbstorganisation“ ent- schen Vorstellungen und Aussagen der Bibel. Nach bibli-

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der Schöpfer auf der frühen Erde eine „Ursuppe“ Hunderte
standen ist. schem Zeugnis sind der geistliche sowie der leibliche Tod
von Millionen Jahren existieren ließ, um ein erstes Bakteri-
eine Folge der Sünde (Röm 5,12ff.) und keinesfalls ein
um zu erschaffen, oder daß er einen erbarmungslosen Kon-
Sehr gute Schöpfung? Schöpfungsmittel. Daß die ganze Schöpfung vom Tod als
kurrenzkampf ums Überleben als Triebfeder benutzte, um
Die Bibel sagt, daß die Schöpfung vom Schöpfer selbst als Sündenfolge betroffen ist, macht besonders Röm 8,19ff.
affenähnliche Wesen in Menschen zu transformieren. Er
sehr gut beurteilt wurde (1. Mose 1,31). An welcher Stelle des deutlich, wo bezeugt wird, daß die ganze Schöpfung der
hätte sich des Selektionsvorgangs (Auslese) bedient, um alle
Evolutions-Szenarios ließe sich dagegen sagen, die Schöp- Vergänglichkeit unterworfen wurde (und zwar nicht frei-
Arten, auch den Menschen, zu erschaffen. Auch wenn die
fung sei „sehr gut“? Dieses Urteil des Schöpfers könnte willig, das heißt nicht durch eigene Schuld, sondern auf-
Selektionstheorie in der Biologie nicht das „Recht des Stär-
allenfalls als „zweckmäßig“ oder auf andere Weise umge- grund der Ungehorsams-Tat des ersten Menschenpaares).
keren“ bedeutet, so folgt aus ihr doch, daß nur auf Kosten
deutet werden – was der Text aber sicher nicht nahelegt. Sie seufzt darunter und wartet wie die Christen auf Erlö-
des Todes ungezählter Individuen und Arten (Aussterben)
Bei diesen Überlegungen spielt es keine Rolle, ob Gott sung. Auch eine theistisch geprägte Evolutionsvorstel-
eine allmähliche Höherentwicklung erfolgte. Ohne diesen
ein Evolutionsgeschehen nur einmal angestoßen hat, etwa lung vom Tod ist also das genaue Gegenteil zur bibli-
zahlenmäßig weit überwiegenden „Ausschuß“ wäre

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bei einem Urknall, oder ob er weitergehend in das Evoluti- schen Lehre.
eine Evolution höherorganisierter Organismen nicht
abgelaufen. Auch der Mensch wäre dann nicht entstan- onsgeschehen eingegriffen hat. Wenn die Evolutionslehre
den. Denn Selektion beruht auf Überproduktion von Nach- wahr wäre, hätte Gott z. B. Tausende von Parasiten von Heilsgeschichte gegen Evolutionsgeschichte
kommen und bedeutet eine Auslese der am besten Ange- vornherein gewollt, ebenso die auf Fressen und Gefressen- Die Vorstellung, der Mensch habe sich langsam aus dem
paßten auf Kosten der weniger gut Angepaßten. werden angelegten ökologischen Zusammenhänge. Nach Tierreich emporentwickelt, ist mit dem Zeugnis des histo-
Biblische Charakterisierungen des Schöpfungshandelns dem biblischen Zeugnis dagegen hat Gott dem Menschen rischen Sündenfalls unvereinbar. Worin sollte der Sün-
Gottes betonen dagegen Gottes Weisheit, Einsicht, Kraft und den Tieren zunächst ausdrücklich nur pflanzliche denfall bestanden haben? Alles, was der Mensch und
und Größe in seinem schöpferischen Wirken (Spr 3,19; Jer Nahrung zugewiesen (Genesis 1,29f.; es wird dort aus- seine angenommenen Vorfahren getan haben, war gut
10,12; Jer 27,5; Röm 1,19f. u. a.). Selektion – als Schöpfungs- drücklich gesagt, daß es auch so geschah). Der heute zu und notwendig für die Höherentwicklung. Sünde und
methode gedacht – könnte mit diesen Begriffen nicht beobachtende Daseinskampf zwischen den Organismen Schuld im biblischen Sinne kann es im Evolutionsdenken
umschrieben werden. Somit wird deutlich, daß Selektion („Fressen und Gefressenwerden“) ist Kennzeichen einer nicht geben. Damit könnte der Mensch aber auch nicht
als Mittel der Schöpfung im biblischen Sinne höchst frag- von Gott abgefallenen Schöpfung. Im Schöpfungsmodell für seine Sünde zur Rechenschaft gezogen werden. Die
wird von einer ursprünglich anderen Ökologie ausgegan-

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würdig ist. Erlösung durch das Blut Jesu wird dadurch unnötig, ja
Um einem Mißverständnis vorzubeugen: Es wird nicht gen (Genesis 1,29f.). geradezu sinnlos. Das zentrale Thema der Bibel, Gottes
bestritten, daß Selektionsprozesse existieren. In einer von Heilsgeschichte mit den Menschen, ginge an der Wirk-
der Sünde gezeichneten Welt ist Selektion jedoch nur ein
Leben durch Sterben? lichkeit vorbei.
regulierender, kein kreativer Faktor. Ohne den Tod wäre Evolution nicht möglich. Stellvertre- Paulus nennt den ersten Adam, durch den die Sünde in
Das schaffende Handeln Gottes kann man sich nicht tend zitieren wir dazu den Biologen Hans Mohr: die Welt kam, in einem Atemzug mit dem zweiten Adam,
anschaulich vorstellen. An den Taten Jesu ist jedoch das „Gäbe es keinen Tod, so gäbe es kein Leben. Der Tod ist Christus, der die Erlösung von der Sünde bewirkt hat
Schöpfungshandeln Gottes durch das Wort beispielhaft nicht ein Werk der Evolution. Der Tod des einzelnen ist (Röm 5). Wer war Adam im evolutionären Modell? Im
erkennbar, etwa an der im 1. Kapitel des Markusevangeli- vielmehr die Voraussetzung für die Entwicklung des Stam- Evolutionsmodell ist Adam als Person schwer vorstellbar.
ums berichteten Heilung eines Aussätzigen. Die Wieder- mes. ... Wenn wir also die Evolution des Lebens als ein in Durch ihn kann die Sünde mit der Todesfolge nicht in die