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Was heute noch verborgen, wird einst offenbart

Es ist ganz natürlich, wenn wir uns fragen, was die Zukunft für
uns bereithält. Haben Sie sich niemals gewünscht, den Vorhang
wegziehen zu können, um einen Blick in die Zukunft zu werfen?
Und haben Sie sich niemals gewundert, warum Gott die Zukunft
großenteils im Dunkeln lässt? Haben Sie nie vergeblich
versucht, die Tür in das Morgen zu öffnen, so wie die Jünger, als
sie fragten: »Herr, wirst du zu dieser Zeit das Königreich Israel
wiederherstellen?«

Die Antwort darauf ist Seine Botschaft an uns alle im Blick auf
die Zukunft: »Es ist nicht an euch, die Zeit oder Stunde zu
wissen. Das hat der Vater sich selbst vorbehalten.« Das ist
Gottes klare Aussage an alle, die versuchen möchten, diesen
Schleier des Geheimnisses zu lüften, indem sie hierzu Hellseher,
Geisterbeschwörer, Kartenleger und Ähnliches bemühen. Gott
hält die Zukunft verborgen, weil es so am besten für uns ist. Er
sieht, dass es besser für uns ist, einen Schritt nach dem andern
zu tun und uns ganz auf das Heute zu konzentrieren. So, Schritt
für Schritt geführt, von Tag zu Tag lebend, blenden uns die
Freuden des Lebens nicht, weil unsere Herzen geläutert sind.
Wenn einige unter uns die zukünftigen Freuden und Erfolge im
Voraus gewusst hätten, wären sie vielleicht kopflos und
gleichgültig geworden im Umgang mit Pflichten und Gefahren.
Vielleicht hätten wir uns von Gott entfernt und unser Vertrauen
auf uns selbst gesetzt und so den Segen versäumt, der dem
Glaubenden winkt. Schritt für Schritt geführt, einen Tag um den
andern nehmend, können uns die Sorgen des Lebens nicht
überwältigen. Wenn wir von den Kämpfen und Nöten, die vor
uns lagen, gewusst hätten, wären wir möglicherweise mutlos
geworden und hätten so die Kraft zum Durchhalten verloren.
Christus hat uns das Wissen um die Einzelheiten der Zukunft
vorenthalten, weil es besser für uns ist. Wenn wir das jetzt nicht
glauben können, werden wir es sehen, wenn der Schleier fällt.

Haben Sie sich niemals gewundert, warum Gott nicht mehr über
den Himmel und seine Herrlichkeit offenbart hat? Glauben wir
nicht, dass der helle Glanz uns so faszinieren würde, dass wir
unseres Erdendaseins müde würden? Wenn wir unsere Lieben
in der ewigen Heimat sehen könnten, würden wir uns damit
begnügen, hierzubleiben und unser Werk zu beenden? Gewiss
ist es besser, dass uns nicht mehr offenbart wurde. Die
verborgene Herrlichkeit kann uns nicht blenden, und doch weiß
der Glaube genug, um auszuharren, bis der letzte Morgen
anbricht. Es ist besser für uns, dass die Zukunft verborgen
bleibt und uns nur Schritt für Schritt enthüllt wird. Wir können
geduldig warten, wenn wir unerklärliche Wege geführt werden,
oder wenn Schatten auf unserem Weg liegen, vertrauensvoll
festhalten, dass wir zwar den Weg nicht kennen, aber den, der
uns diesen Weg führt. Und er verhüllt das Morgen, weil es so am
besten für uns ist.

Wie deine Tage, so deine Kraft

Es ist wirklich eine Gnade, dass wir das Leben nicht an einem
Stück erhalten, sondern Tag für Tag, denn so haben wir nie
mehr als die Kämpfe eines Tages auszutragen, nur eines Tages
Arbeit zu tun, eines Tages Last zu tragen, nur eines Tages Sorge
durchzustehen. Gott hat einen Grund dafür, das Leben in
kleinste Einheiten aufzuteilen und es uns Tag für Tag zuzuteilen.
Auf der Wüstenwanderung gab Gott seinem auserwählten Volk
nie mehr als eine Tagesration, außer am Tag vor dem Sabbat. Er
verwehrte ihnen ausdrücklich, mehr als eine Ration zu sammeln.
Das war Gottes Art, sein Volk zu lehren, einen Tag um den
andern zu leben und das Morgen in Seine Hand zu legen. Er gab
ihnen die für sie ausreichende Zusage: »Wie deine Tage, so
deine Kraft« (5. Mose 33:25).

Kraft wird nicht im Voraus versprochen – genug für das ganze


Leben oder für ein Jahr oder auch nur für einen Monat – nein,
aber die Verheißung ist da, dass für jeden Tag unseres Lebens
mit seinen Nöten, Pflichten, Kämpfen und Sorgen genug Kraft
gegeben wird. Wenn die Last zunimmt, wird auch mehr Kraft
zugeteilt. Wenn die Nacht dunkler wird, strahlen die Lampen
umso heller. Der wichtige Gedanke hier ist, dass Kraft nicht
einfach unbegrenzt als Vorrat für Jahre gegeben wird, sondern
Tag für Tag, so wie wir sie brauchen.

Ein Tag nach dem andern

Das Leben ist wie eine Schule, wo eine gut gelernte Lektion uns
für die nächste – aber immer nur für die nächste – vorbereitet.
So vorwärtsgehend, jeden Tag für sich lebend, gleichen wir
einem Reisenden mit Laternenlicht. Immer nur der nächste
Schritt ist erhellt bis zum Ende der Reise. Auf diese Weise
erleuchtet auch Gott unseren Weg. Er zeigt uns nie den ganzen
Weg, wenn wir aufbrechen, sondern bereitet nur den nächsten
Schritt vor, und wenn wir den getan haben, wieder einen und
dann wieder einen weiteren. »Wie deine Tage, so deine Kraft.«
Auf diese Weise sind wir am sichersten.

Oft fragen wir uns, wie wir bestimmte Krisensituationen, vor


denen uns bange ist, bewältigen sollen. Wir sorgen uns, weil wir
glauben, nicht die Gnade zu haben, Krisen gut überstehen zu
können. Das kommt daher, weil wir die Bedeutsamkeit dieser
Verheißung nicht erfassen. Gott verspricht nicht Kraft für
Schwierigkeiten, die noch in der Zukunft liegen. Er stärkt unsere
Arme nicht heute für die Kämpfe von morgen. Hilfe zum
Bestehen von Versuchungen wird nicht versprochen für Zeiten,
wo sie nicht auftreten. Manchmal grämen und sorgen wir uns
darüber, weil wir meinen, keine Gnade zum Sterben zu haben.
Aber diese Gnade ist uns nicht zugänglich, solange wir noch am
Leben sind.

Mein ganzes Leben habe ich mich gefragt, wie ich wohl
weiterleben könnte, wenn meine Mutter einmal nicht mehr lebe.
Doch als dieser Tag schließlich kam, erlebte ich eine der größten
Überraschungen meines Lebens. Niemals zuvor habe ich solch
inneren Trost erfahren. Das werde ich nie vergessen.

Gott ist der Herr des Weltalls

Was vor uns liegt, ist noch verhüllt. Doch brauchen wir uns nicht
zu fürchten, denn Gott selbst führt uns auf allen Wegen. Viele
finden es schwierig, an göttliche Führung zu glauben. Sie
wissen, dass Er Sonnen und Sterne in ihren Umlaufbahnen mit
solcher Sorgfalt leitet, dass sie niemals auch nur um
Haaresbreite von ihrem Kurs abweichen. Sie wissen auch, dass
Er die Planeten so exakt führt, dass im gesamten Universum mit
seinen Millionen Welten und unzähligen Milchstraßen absolute
Präzision in all den Abläufen und Bewegungen herrscht, und
zwar über Jahrtausende hinweg. Kein Stern bewegt sich je zu
schnell oder zu langsam. Kein Planet verlässt jemals seine
Bahn. Die Sonne geht nie zu spät auf. Gott hat dem Universum
Seine Ordnungen gegeben, und Er hält sie ein. So genau lenkt
Er es, dass die Wissenschaftler den genauen Moment einer
Verfinsterung vorhersagen können.

Er ist auch der Herr über Menschenleben

Doch interessiert sich Gott für etwas so Kleines wie ein


Menschenleben? Wenn er wirklich führt und leitet, ist das nicht
beschränkt auf große Männer, die die Geschichte der Welt
lenken und Weltpolitik machen? Oder achtet Er auch auf den
Alltag von Millionen seiner Kinder?

Er führt seine Kinder

Die Heilige Schrift gibt eine Fülle von Antworten auf diese
Fragen. Zum Beispiel wird uns gesagt, dass Gott unser Vater ist.
Was aber ist eines der Hauptmerkmale der Vaterschaft? Nun,
gibt es irgendetwas im Leben der Kinder, was so unbedeutend
wäre, dass es den Vater nicht interessierte? Alles, was an einem
irdischen Vater gut ist, ist nur ein Abglanz unseres himmlischen
Vaters. Es wird uns gesagt, dass er nicht nur die Sterne beim
Namen nennt, sondern dass der gute Hirte auch die Namen
seiner Schafe kennt. Wenn Er die Sperlinge mit Nahrung
versorgt und die Lilien bekleidet, können wir sicher sein, dass Er
auch die Seinen auf ihren Wegen leitet. Niemand sollte denken,
er sei in Gottes Augen nur ein Teil der Masse. Nein, ein jeder hat
bei Ihm seinen persönlichen Platz und wird von Ihm versorgt, als
sei er ganz allein da. Gott liebt uns als Einzelne. Die Natur steht
unter Seiner Kontrolle; da geschieht nichts zufällig. Kein Sturm,
kein Erdbeben, kein Tornado, keine Flutwelle, nichts ereignet
sich ohne seine Zustimmung. Angesichts dieser Wahrheit
können wir gewiss sein, dass wir unseren Weg nicht allein
suchen müssen.

Wenn wir nicht genau hinsehen, nehmen wir Gottes Führungen


überhaupt nicht wahr, denn er führt uns oft auf ganz
gewöhnlichen Wegen. Wir laufen Gefahr, nur in großen,
dramatischen und ungewöhnlichen Dingen Seine Führung zu
erkennen. Wenn aber Gottes Führung nur auf große,
herausragende Dinge beschränkt ist, würde unser Leben kaum
von Ihm bestimmt, denn große Ereignisse sind selten. Sind wir
nicht in der Lage, Gottes Führung in der Routine des Alltags zu
entdecken, verpassen wir sie wahrscheinlich ganz und gar. Wir
müssen uns dessen bewusst sein, dass sich wichtige Prinzipien
ebenso unter ganz gewöhnlichen Umständen auswirken wie in
ungewöhnlichen Situationen. Vergessen wir das nicht. Es ist
eine Binsenwahrheit. Gottes Führung gilt uneingeschränkt in der
Routine des Alltags wie auch in den sogenannten wichtigen
politischen Ereignissen. Obwohl unser Leben sich weitgehend
im Verborgenen abspielt, bedeutet das nicht, dass Gott sich mit
uns weniger Mühe gibt als mit denen, die im Scheinwerferlicht
der Öffentlichkeit stehen. Auf dem Meeresgrund in einer Tiefe
von mehreren tausend Metern blühen Blumen von seltener
Schönheit und Vollkommenheit.

Die Erde ist voller Himmel

Es gibt so viele Pflichten in unserem Leben, die uns lästig sind.


Junge Leute finden ihre Schularbeiten langweilig. Müttern wird
die endlose Folge häuslicher Pflichten zu einer Last. Männer
werden müde in der Routine der Fabriken. Häufig überkommt
uns das Gefühl, für unsere tägliche Arbeit zu schade zu sein. Wir
meinen, wir wären für bessere Dinge geschaffen.

Doch inmitten der Pflichten, unter denen wir natürlicherweise


seufzen, finden wir die Möglichkeit, unseren Charakter zu
entwickeln. Erinnern wir uns an Mose, der zu der Zeit, als er die
Schafe mitten in der Wüste hütete, die Erscheinung des
brennenden Busches hatte. Wenn er so reagiert hätte wie einige
von uns in ihren täglichen Pflichten, hätte er wahrscheinlich
nichts erlebt.

Gott führt durch alltägliche Dinge

Gott ist meist dort zu finden, wo wir Ihn nicht erwarten. Den
einfachen Hirten auf den Hügeln von Judäa wurde die
wunderbare Botschaft verkündigt. Sie fanden Gott nicht in den
Palästen dieser Welt, sondern in einem Stall. Wahrscheinlich
hätten sie Gottes Führung verpasst, wären sie nicht mit
gewöhnlichen Aufgaben beschäftigt gewesen. Gideon war beim
Dreschen des Getreides und Elisa beim Pflügen mit dem
Ochsengespann, als Gott sie rief. Gott begegnet uns häufig auf
ganz gewöhnlichen Wegen.

Philippus sagte zu Jesus: »Zeige uns den Vater«, und Jesu


Antwort bekundet seine Enttäuschung: »So lange Zeit bin ich
bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich
gesehen hat, der hat den Vater gesehen« (Johannes 14:9).
Philippus dachte offensichtlich, Gottes Offenbarung würde sich
mit Glanz und Herrlichkeit vollziehen, und hatte versäumt, den
Vater im täglichen Leben Jesu zu entdecken. Christus offenbart
sich meist im einfachen Gewand und auf gewöhnlichen Wegen.
Wir lehnen oft Aufgaben und Pflichten, die uns zugeteilt werden,
ab, weil wir meinen, sie seien unter unserer Würde, ohne zu
bedenken, dass sie uns von Gott gegeben sind und Engel sie
gern erfüllen würden.

Offensichtlich nahm nicht einer der Jünger Schüssel und


Handtuch, um die Füße der andern und des Meisters zu
waschen. Füßewaschen war der niedrigste Dienst und wurde im
Allgemeinen vom einfachen Sklaven ausgeübt. Während aber
diese Männer dachten, es sei unter ihrer Würde, die Aufgabe
eines Sklaven zu erfüllen, nahm der Herr des Himmels und der
Erde das Handtuch und machte sich an die Arbeit. Und er hielt
sie nicht für unter seiner Würde.

P. Billheimer

Gekürzt
NACHGEDACHT:

Trostpflaster?

Wer trauert, braucht Trost. Wo sich Trauer und Trost treffen,


sind wir sensibel: in der Seele. Sie unterscheidet zwischen
Tröstung und Vertröstung, die nur schnell die Seele aus der
Lähmung der Trauer herausholen will. Vernünftige Argumente,
die den Tod annehmbar machen sollen, aber: »Meine Seele will
sich nicht trösten lassen!« (Psalm 77:3)

Wirklicher Trost geschieht, wenn ein Mensch darauf vertraut,


dass im Schmerz Gott selbst wirkt. Das Vertrauen, dass auch
»im finsteren Tal«, in unserer Schwachheit Gottes Kraft am Werk
ist, hilft uns. Die traurige Seele hat ein feines Gespür dafür, wie
viel Schmerz, Schuldgefühl, Aufwallung, Unruhe oder Lähmung
sie uns wann zumuten darf.

Sie wehrt sich aber nicht nur gegen zu viel Trauer, sondern auch
gegen zu viel Vertröstung. Umso heftiger meldet sie sich zu
Wort, wenn wir ihr das Traurigsein verbieten. Trauer ist die
Auseinandersetzung mit einem unwiederbringlichen Verlust und
die Suche nach der Zukunft, einem Neuanfang. Jede Trauer hat
einen doppelten Schmerz: den des Sterbens und die Wehen
einer Neugeburt.

Trauer kann sich in Trost wandeln, wenn wir mit uns selbst
Geduld haben. Sowohl für ein Sterben als auch für das neu
Geborenwerden. Trost finden wir, wenn wir unser verletztes Ich,
unsere Seele vertrauensvoll Gott hinhalten und Trauer und
Schmerz zulassen. »Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft!«
(Psalm 62:2)
Getröstet darf man sein mit Blick auf den gekreuzigten,
lebendigen Christus, und darauf vertrauen, dass auch unsere
Todes- und Leiderfahrungen in das Gottesgeschehen
einbezogen sind. Trost wird erfahren als eine Kraft, die Gott der
Seele schenkt. Ein Ja zu finden auch zu dem, was der Tod
abgeschnitten hat. Die Bereitschaft zur Zukunft und die
Erlaubnis wieder Freude zu haben. »Siehe, um Trost war mir
sehr bange; du aber hast dich meiner Seele herzlich
angenommen ...« (Jesaja 38:17)

K. H. Gries

Letzte Worte großer Männer

Kaum etwas ist aufschlussreicher als das Zeugnis Sterbender.


Ein Blick auf das Sterbelager verrät oft mehr als all die großen
Taten und Worte zu Lebzeiten. Im Augenblick, wo Menschen
dem Tod gegenüberstehen, verlieren viele ihre Maske. Mancher
musste dann erkennen, dass er auf Sand gebaut, sich einer
Illusion hingegeben hatte und einer großen Lüge gefolgt war.

Aldous Huxley schreibt im Vorwort zu seinem Buch »Schöne


Neue Welt«, dass man alle Dinge so beurteilen sollte, als sähe
man sie vom Sterbelager aus.

Die Bibel drückt diesen Gedanken in folgenden Gebeten aus:


»Herr, lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss
und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss« (Psalm 39:5).

Und an anderer Stelle: »Herr, lehre uns bedenken, dass wir


sterben müssen, damit wir klug werden« (Psalm 90:12).
KAISER AUGUSTUS: »Habe ich meine Rolle gut gespielt? Nun,
so klatscht Beifall, denn die Komödie ist zu Ende.«1

HEINRICH VIII: »So, nun ist alles dahin – Reich, Leib und
Seele!«²

CESAR BORGIA, italienischer Staatsmann: »Ich habe für alles


Vorsorge getroffen im Laufe meines Lebens, nur nicht für den
Tod, und jetzt muss ich völlig unvorbereitet sterben.«³

KARDINAL MAZARIN: »O, meine arme Seele, was wird mit dir? –
Wohin gehst du?«4

THOMAS HOBBES, englischer Philosoph: »Ich bin dabei, einen


Sprung ins Finstere zu tun!«5

DAVID HUME, der Atheist, schrie: »Ich bin in den Flammen!«


Seine Verzweiflung war eine furchtbare Szene.«6

VOLTAIRE, der berühmte Spötter, hatte ein schreckliches Ende.


Seine Krankenschwester sagte: »Für alles Geld Europas möchte
ich keinen Ungläubigen mehr sterben sehen!«7

Von NAPOLEON schrieb Graf Montholon: »Der Kaiser stirbt, von


allen verlassen, auf diesem einsamen Felsen. Sein Todeskampf
ist furchtbar.« 8
GOETHE: »‘Die Gesichtszüge waren verzerrt, das Antlitz
aschgrau, ... der Blick drückte die grässlichste Todesangst aus’,
notierte der Weimarer Arzt Carl Vogel, nachdem er ans Bett
seines 82-jährigen Patienten geeilt ist. In den Mittagsstunden
des 22. März 1832 atmet der Kranke ein letztes Mal aus. Dann ist
es vorbei.« (Reader’s Digest, März 2007, S. 37)

HEINRICH HEINE, der große Spötter, änderte später seine


Gesinnung. Im Nachwort zu seiner Gedichtsammlung
»Romancero« (30.9.1851) schrieb er: »Wenn man auf dem
Sterbebett liegt, wird man sehr empfindsam und möchte Frieden
machen mit Gott und der Welt ... Gedichte, die auch nur
halbwegs Anzüglichkeiten gegen Gott enthielten, habe ich mit
ängstlichem Eifer den Flammen übergeben. Es ist besser, dass
die Verse brennen als der Versemacher ... Ich bin zu Gott
zurückgekehrt wie ein verlorener Sohn, nachdem ich lange bei
den Hegelianern die Schweine gehütet habe*... In der Theologie
muss ich mich des Rückschreitens beschuldigen, indem ich zu
einem persönlichen Gott zurückkehrte.«

* in Anlehnung an das biblische Gleichnis

vom Verlorenen Sohn (Lukas 15)

NIETZSCHE starb in geistiger Umnachtung.

SIR THOMAS SCOTT, der frühere Präsident des englischen


Oberhauses: »Bis zu diesem Augenblick dachte ich, es gäbe
weder Gott noch die Hölle. Jetzt weiß und fühle ich, dass es
beides gibt, und ich bin dem Verderben ausgeliefert durch das
gerechte Urteil des Allmächtigen.«9
Über das Ende von STALIN sagte seine Tochter Swetlana
Allilujewa, die im März 1953 zu dem sterbenden Diktator auf
seine Datscha in Kunzewo gerufen wurde:

»Vater starb schrecklich und schwer. Gott gibt den Gerechten


einen leichten Tod.«10

CHURCHILL: »Welch ein Narr bin ich gewesen!«11

JEAN-PAUL SARTRE: »Ich bin gescheitert!«12

JESUS CHRISTUS:

»Es ist vollbracht!«

STEPHANUS, der erste christliche Märtyrer: »Herr Jesus, nimm


meinen Geist auf!«

Die Bibel sagt: »Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu


sterben, danach aber das Gericht.« (Hebräerbrief 9:27); und an
anderer Stelle steht: »Wie gar nichts sind alle Menschen, die
doch so sicher leben« (Psalm 39:6).

Lieber Leser, wir müssen es Ihnen sagen: Ohne Jesus Christus


und die Vergebung Ihrer Sünden durch Ihn können Sie nicht
gerettet werden vor dem Gericht Gottes. Wenn Sie aber meinen,
dass mit dem Tode alles aus sei, dann leben Sie in einem großen
Irrtum. Oder wenn Sie meinen, Sie seien ein guter Mensch und
Gott müsste ja mit Ihnen zufrieden sein, irren Sie sich genauso.
Wir alle werden in unserem Leben tausendmal schuldig, Gott
und unseren Mitmenschen gegenüber. Da gibt es nur einen
Ausweg: wir brauchen Jesus Christus, der für unsere Sünden
und unser ewiges Heil zuständig ist. Er hat gesagt: »Ich bin
gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist.« (Lukas
19:10)

Ich glaube nicht, dass die hier zitierten Männer fromme Komödie
machten, als es zu Ende ging. Sie wussten auf einmal: Das Spiel
ist aus. Jetzt werden die Karten ganz neu gemischt. Die Realität
Gottes, die viele in ihrem Leben nicht wahrhaben wollten, hatte
sie eingeholt.

Ein chinesischer Kommunist, der viele Christen der Exekution


ausgeliefert hatte, kam zu einem Pastor und sagte: »Ich habe
viele von euch sterben sehen. Die Christen sterben anders. Was
ist euer Geheimnis?«

Das Geheimnis ist, dass wir Frieden mit Gott haben. In der
heutigen Zeit ist sehr viel vom Frieden zwischen Völkern und
Rassen die Rede, doch das Wichtigste für jeden Menschen ist,
dass er Frieden mit Gott hat. Möchten Sie nicht auch Frieden mit
Gott machen, bevor es zu spät ist?

Wie kann dies geschehen, fragen Sie?

Durch Seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung von den


Toten hat Jesus Christus die Voraussetzung dafür geschaffen.
Er lebt in der unsichtbaren Welt Gottes. Dort ist er unser Anwalt,
unser Fürsprecher vor Gott. Er allein hat die Berechtigung, uns
Sünden zu vergeben, und uns die Schuld, die wir auf uns
geladen haben, zu erlassen – ja, er kann und will uns ein großes,
einmaliges Geschenk machen: Das ewige Leben.

Wir laden Sie ein, ja, wir bitten Sie, nehmen Sie dieses Angebot
wahr: Frieden mit Gott zu bekommen, durch Jesus Christus.
Jetzt in diesem Augenblick kann es geschehen. Die Bibel sagt:
»Wer den Namen des Herrn wird anrufen, der soll gerettet
werden.« (Römer 10:13)

Das gilt auch für Sie! Deshalb, beten Sie zu diesem Herrn Jesus
Christus. Wenn Sie folgende Worte von Herzen beten, wird es
geschehen – Sie bekommen Frieden mit Gott und ewiges Leben
geschenkt. Hier und heute!

Gebet

Herr Jesus Christus, bitte vergib mir alle meine Schuld und
Sünde, meinen Ungehorsam gegen Dich und Dein Wort. Ich
danke Dir, dass Du für mich gestorben bist und mit Deinem Blut
den Preis für meine Schuld bezahlt hast. Du hast gesagt, dass
jeder zu Dir kommen kann und dass Du ewiges Leben dem gibst,
der an Dich glaubt. Ich bitte Dich, komm nun in mein Leben und
sei von jetzt an mein Herr. Danke, dass ich Dir vertrauen darf
und dass Du mich annimmst, so wie ich bin. Amen.

Bei einem Gebet kommt es nicht auf die Formulierung an,


sondern auf die ehrliche Einstellung in Ihrem Herzen.

Seien Sie gewiss, Jesus Christus hat Ihr Gebet vernommen. Er


hat gesagt:

»Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.«


(Johannes 6:37)

Wenn Sie noch Zweifel oder Fragen haben, dann wenden Sie
sich an einen vertrauenswürdigen Christen oder schreiben Sie
uns. Wir helfen Ihnen gern. Lesen Sie vor allem in der Bibel,
damit Sie fest werden im Glauben.
A.Seibel/ W. Schlittenhardt