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Renzension

Walter James ReMine


The Biotic Message
Evolution versus Message Theory.
St. Paul Science Publishers, Saint Paul, Minnesota, 1993 (539 S.)

Tragen die Lebewesen eine Botschaft, die auf ihren Ur- on findet sich auch bei zahlreichen anderen Evolutions-
sprung verweist? Viele Evolutionsbiologen bejahen dies biologen.
und meinen Spuren einer Evolutionsgeschichte an den Gould spricht geradezu von einer "Botschaft" des Le-
Merkmalen der Lebewesen erkennen zu können. Mit die- bens: Über den Organismus schreibt er: "In seiner Form
ser Sichtweise setzt sich Walter J. ReMine auseinander und in seinem Verhalten verkörpert er eine allgemeine
und kommt zu ganz anderen, ungewohnten Schlußfolge- Botschaft, die wir nur lesen lernen müssen. Die Sprache,
rungen. in der seine Lektionen abgefaßt sind, ist die der Evoluti-
onstheorie." (Gould 1989, 9).
Das Argument der Unvollkommenheit Abgesehen von der schwierigen Frage, wie man Un-
Der Autor beschäftigt sich zunächst mit der Auffas- vollkommenheiten in der Natur erkennen kann (auch beim
sung vieler Biologen, das Leben sei so beschaffen, daß es Panda ist das angesichts der faszinierenden Geschicklich-
offensichtlich auf einen evolutiven Ursprung verweise. Als keit seiner Hand nicht evident), beruht diese Argumentati-
Belege für diese Sicht werden neben den einschlägigen on stillschweigend auf einem "Entweder - Oder": Entwe-
"Evolutionsbeweisen" vor allem Beispiele von Unvoll- der Schöpfungsglaube oder Evolutionslehre - und zwar
kommenheiten der Natur angeführt: Rudimentäre Organe, steht ein ganz bestimmter Schöpfungsglaube im Hinter-
scheinbar unverständliche ontogenetische Entwicklungs- grund, nämlich der Glaube von einer heutigen perfekten
abläufe oder funktionell scheinbar nicht erklärbare Ähn- Schöpfung. (Am Rande sei vemerkt, daß diese undifferen-
lichkeiten bei Lebewesen. Daraus wurde geradezu ein zierte Form der Schöpfungsvorstellung nicht der bibli-
"Argument aufgrund von Unvollkommenheit" gemacht. schen entspricht.)
Dieses Argument versteht sich nicht primär als Beleg für Walter J. ReMine setzt an dieser Stelle an. Die Evolu-
Evolution, sondern als Indiz gegen Schöpfung, denn - so tionstheorie würde die Handkonstruktion des Panda gar
wird argumentiert - ein Schöpfer würde keine Unvoll- nicht vorhersagen, daher könne sie nicht als Beleg für
kommenheiten in der Natur erschaffen. Von dieser Argu- Evolution gelten. ReMine geht aber noch viel weiter und
mentation hat bereits Charles Darwin reichlich Gebrauch glaubt, aus der Konstruktion der Lebewesen eine der Bot-
gemacht. Stephen J. Gould spricht in diesem Zusammen- schaft Goulds genau entgegengesetzte Botschaft herausle-
hang vom "Panda-Prinzip". Benannt ist es nach dem sen zu können: eine "Nachricht des Lebens" ("Biotic Mes-
"Daumen" des Panda, der anatomisch gar kein Daumen sage"), die besagt, daß das Leben gerade nicht durch
ist, sondern aus dem radialen Sesambein der Hand gebil- Evolution entstanden sei. Wie kann es zu derart gegen-
det ist. Dieser zusätzliche Daumen bildet einen sechsten sätzlichen Einschätzungen kommen?
Finger, mit dessen Hilfe die Pandas sehr geschickt Früchte
bearbeiten können. Warum aber ist der Daumen nicht so
konstruiert wie beim Menschen, weshalb ist diese seltsame
Die Message Theorie
Konstruktion eines sechsten Fingers verwirklicht? "Die Der Kerngedanke der "Message-Theorie" ReMines hat
beste Lösung eines Ingenieurs wird von der Geschichte eine einfache Struktur:
verhindert. ... Der Sesambein-Daumen gewinnt keinen
Preis in einem Ingenieurswettbewerb", schreibt Gould • Einerseits ist die Ähnlichkeit der Lebewesen auf al-
(1989, 24). Der ursprüngliche Daumen sei durch die vor- len biologischen Ebenen derart ausgeprägt, daß der
laufende Evolution auf eine andere Rolle verpflichtet, aus Rückschluß auf einen gemeinsamen Ursprung un-
der er nicht entlassen werden konnte, so daß ein vergrö- vermeidlich erscheint. Dieser gemeinsame Ursprung
ßerter Handwurzelknochen als Ersatz verwendet werden kann grundsätzlich entweder durch gemeinsame Ab-
mußte. stammung oder durch einheitliche Planung (Schöp-
Solche scheinbar nur zweitbesten Lösungen und selt- fung) begründet werden. Diesen Aspekt nennt ReMi-
samen Konstruktionen versteht nun Gould als untrüglichen ne "Botschaft der Gemeinsamkeit" ("unifying mes-
Hinweis auf die evolutive Entstehung. Die (mutmaßlich) sage").
nicht perfekten Konstruktionen sind es, die auf Evolution • Andererseits ist die Unterschiedlichkeit der Lebewe-
hinweisen, nicht die perfekten, denn Perfektion lasse sich sen dergestalt, daß deren Ursprung durch makro-
ebensogut mit einem Schöpfungsglauben vereinbaren evolutionäre Theorien nicht schlüssig erklärt werden
(Gould 1989, 39). Unvollkommenes dagegen sei mit ei- kann. ("nicht-naturalistische Botschaft" nach ReMi-
nem Schöpfungsglauben unvereinbar. Diese Argumentati- ne, "non-naturalistic message").

REZENSIONEN
• Aus beiden "Botschaften" zusammen hört ReMine den (im Gegenteil: ihre Funktion ist in der Regel bekannt)
die "Lebensbotschaft" heraus, daß das Leben in einer - seltsam sind sie gleichwohl, aber gerade deshalb können
Weise beschaffen ist, daß es wie das Ergebnis eines sie die message-Funktion als Hinweisgeber auf denselben
einzigen Designers aussieht und zu anderen Entste- Urheber ausüben. Von der Evolutionstheorie wurden diese
hungskonzepten nicht paßt. Sowohl Ähnlichkeit als Strukturen andererseits nicht vorhergesagt, sondern wer-
auch Verschiedenheiten spielen in der Message den allenfalls im Nachhinein erklärt (s. u.).
Theorie besondere Rollen: Ähnlichkeiten weisen auf
einen einzigen Ursprung hin, während die Unter- Test der Message Theorie
schiede eine Erklärung durch natürliche Vorgänge
erschwert oder unmöglich macht und somit auf einen Der Autor bemüht sich, die Message Theorie in einer
absichtsvoll schaffenden Designer hinweist. wissenschaftlichen, d. h. prüfbaren Form zu präsentieren.
ReMine glaubt sogar, daß die Lebewesen bewußt so Er gibt Prüfkriterien an, anhand derer seine Theorie be-
konstruiert wurden, daß an ihnen diese Lebensbotschaft stätigt oder verworfen werden kann. Die Botschaft der
erkannt werden kann, und macht sich Gedanken darüber, Gemeinsamkeit und die nicht-naturalistische Botschaft
wie die Lebewesen und ihre Vielfalt gebaut werden muß- müssen durch Daten belegt werden. Da zum Bereich der
ten, damit das Ziel, mit ihnen die Lebensbotschaft zu Gemeinsamkeiten zwischen der Message Theorie und der
schicken, erreicht werden kann. Evolutionstheorie keine besonderen Unterschiede beste-
Seine Argumentationsweise soll beispielhaft am Phä- hen, läuft die Prüfung der Message-Theorie auf den
nomen der Formenvielfalt und der Ähnlichkeit der Lebe- Nachweis hinaus, daß die Unterschiede zwischen den Le-
wesen vorgestellt werden. ReMine stellt sich die Frage, bewesen nicht durch natürliche Prozesse zu überbrücken
wie ein Designer die Merkmale der Lebewesen auf die sind. Dieser Test ist prinzipiell möglich, und durch Nach-
Organismen verteilen muß, damit das Merkmalsmuster die weise einer solchen Überbrückung würde die Message-
Lebensbotschaft tragen kann. Würden alle überhaupt nur Theorie geschwächt werden. Die Message-Theorie macht
denkbaren Kombinationen von Merkmalen verwirklicht somit die Voraussage, daß die Unterschiede zwischen den
(Matrix-Struktur der Ordnung der Lebewesen) oder wäre Lebewesen auch künftig nicht durch natürliche Prozesse
die Formenvielfalt der Lebewesen so beschaffen, daß man (Evolution) erklärt werden können.
die Lebewesen der Ähnlichkeit nach geordnet in Form ei-
nes Kreises darstellen könnte, würden Kenntnislücken (z. Die Plastizität der Evolutionstheorie
B. ausgestorbene Formen, die nicht gefunden wurden) die-
An dieser Stelle startet ReMine gleichzeitig einen An-
ses Muster zerstören, so daß die dahinterstehende Ord-
griff auf die Wissenschaftlichkeit der Evolutionstheorie.
nung nicht mehr erkannt werden könnte. Mit einer hierar-
Sie mache keine Voraussagen, sondern passe sich im
chisch strukturierten Ordnung dagegen kann dieser Effekt
Nachhinein den Daten an und sei dabei so flexibel, daß sie
vermieden werden, denn eine hierarchische Ordnung kann
sich auch an einander widersprechende Daten anpasse. Ein
auch bei erheblicher Lückenhaftigkeit erkannt werden.
Großteil der Daten, die heute durch Evolution gedeutet
Andererseits könnte eine hierarchische Struktur der Ord-
werden, sei nie durch die Evolutionstheorie vorhergesagt
nung der Lebewesen erheblich leichter durch Evolution
worden, auch nicht der Daumen des Panda, nicht die hier-
gedeutet werden als eine Matrix-Struktur. Gegen die evo-
archische Ordnung der Lebewesen oder der Fossilbericht.
lutionstheoretische Deutung spricht aber das zahlreiche
Lediglich im Nachhinein werde die Theorie immer wieder
Vorkommen von Konvergenzen: Viele Merkmale sind so
den Daten angepaßt, wie sich ein Nebel der Landschaft
verteilt, daß sie sich der Anordnung in einem wider-
anpasse (S. 24 und öfter).
spruchsfreien Stammbaum widersetzen. Aus diesen Beob-
achtungen und Überlegungen resultiert für ReMine die Als Beispiel sei der Punktualismus genannt, der das
"Lebensbotschaft": unerwartet diskontinuierliche Muster der Fossilüberliefe-
rung durch kurzfristige explosive Evolutionsphasen erklä-
• "unifying message": Es gibt eine Reihe von Ähnlich- re, von denen jedoch kaum Spuren erkannt werden könn-
keiten die allen Lebewesen gemeinsam sind (z. B. ten. ReMine: "Punctuated equilibria explains that ancestry
Struktur der Erbsubstanz, wichtige Stoffwechselmo- should not be discernible in the fossil record. That idea
leküle). Der Rückschluß auf einen gemeinsamen Ur- makes evolutionary theory untestable" (S. 336). Der
sprung ist unvermeidbar. Punktualismus könne nur dadurch widerlegt werden, daß
• "non-naturalistic message": Die Unterschiede zwi- eine allmähliche evolutionäre Abfolge im Fossilbericht
schen den Lebewesen können nicht durch bekannte nachgewiesen werden könne, also durch eine andere
natürliche Vorgänge überbrückt werden und die Evolutionstheorie. Folglich sei die Evolutionstheorie gar
Merkmalsverteilungen entsprechen nicht evolution- nicht mehr falsifizierbar. Dem Kreationismus habe der
stheoretischen Erwartungen. Punktualismus dadurch eine Prüfmöglichkeit "gestohlen" -
Beides zusammen ergibt die "biotic message". in den Worten Weinbergs: "So the creationist prediction
Die eingangs erwähnten scheinbaren Unvollkommen- of systematic gaps in the fossil record has no value in va-
heiten der Lebewesen finden im Rahmen der Message lidating the creationist model, since evolution theory
Theorie eine überraschende Erklärung. Sie dienen als makes precisely the same prediction" (zit. S. 335). Das sy-
Hinweise darauf, daß es nur einen einzigen Designer gibt stematische Auftreten der Fossillücken könnte auf frühe
und gehören somit zur "unifying message". Eine Nutzlo- ontogenetische Änderungen zurückzuführen sein, weil
sigkeit dieser Strukturen kann zwar nicht aufgezeigt wer- solche Abweichungen gravierende Änderungen nach sich

STUDIENGEMEINSCHAFT WORT UND WISSEN


ziehen und damit zu schneller Makro-Evolution führen Die mangelnde Vorhersagbarkeit der Evolutionslehre
könnten. Diese Überlegung ist aber genau entgegengesetzt ist von ReMine ebenfalls richtig erkannt worden; er ist
zur früheren Auffassung im Sinne der Biogenetischen nicht der erste, der hier einhakt. In der Tat können durch
Grundregel, wonach die frühen Embryonalstadien gerade die Evolutionslehre - sobald es um die entscheidenden
zu den konservativsten gehören sollten (S. 380). Aufgrund großen Übergänge geht - nur Erklärungen im Nachhinein
von Beispielen dieser Art kommt ReMine zum Schluß, gegeben werden. Das liegt aber in der Natur der Sache, da
daß die Evolutionstheorie nichts erkläre, weil sie (auf- vergangene Abläufe rekonstruiert werden sollen. Dieselbe
grund ihrer Plastizität) alles erkläre. Kritik muß sich ReMine auch an seiner Message Theorie
Gegen diesen nicht neuen Vorwurf haben sich Evolu- gefallen lassen. Seine Darlegungen wirken ebenfalls als
tionstheoretiker durchaus gewehrt. So sei eine Widerle- Konstruktionen, die bekannte Befunde eben auch im
gung der Evolutionstheorie möglich, wenn zum Beispiel Nachhinein erklären sollen. Denn auch ReMine kann nicht
moderne Säugetiere im Paläozoikum gefunden würden. in die Rolle des unvoreingenommenen Betrachters schlüp-
ReMine kontert, daß solche Funde nur die Ausgestaltung fen, der sich zuerst (ohne Kenntnis der Strukturen und
der Evolutionstheorie ändern würden, nicht aber als Wi- Ordnung der Lebewesen) überlegt, wie wohl ein Designer
derlegung interpretiert würden. Vermutlich hat ReMine vorgegangen sein müßte, damit sein Werk als "Schöp-
recht, denn etwas weniger dramatische Beispiele hat die fung" erkannt wird, und dann erst prüfen, ob die Realität
Evolutionstheorie tatsächlich oft unbeschadet überstanden. dazu paßt. Hier sitzen Evolutions- und Message-Theorie
im selben Boot und stellen sich als Konkurrenten dar, die
denselben Datensatz zu erklären haben. ReMine hat aber
Versuch einer Würdigung gezeigt, daß die Message-Theorie nur deshalb, weil sie
Bezug auf einen Designer nimmt, nicht aus dem Feld der
ReMine handelt eine große Palette von Teilgebieten
Wissenschaft verbannt werden darf, denn sie ermöglicht
der Evolutionstheorie ab: Abiogenese, Selektionstheorie,
neue, interessante Fragestellungen, Testmöglichkeiten und
Neutrale Evolutionstheorie, Populationsgenetik, Systema-
damit Erkenntniszuwachs. Daß planerische Absichten
tik, Biogenetische Grundregel, Rudimentäre Organe, Pa-
hinter den beobachteten Phänomenen stecken können und
läontologie, Biogeographie. Die einzelnen Disziplinen
aus der wissenschaftlichen Arbeit nicht generell ausge-
werden in sehr unterschiedlicher Ausführlichkeit behan-
klammert werden können, verdeutlicht ReMine mit dem
delt. Manches wird nur kurz andiskutiert und bleibt daher
Hinweis auf das SETI-Programm (Suche nach extraterre-
unbefriedigend. Auch viele Themengebiete, auf die Re-
strischer Intelligenz; diese Suche macht nur Sinn, wenn
Mine ausführlicher eingeht, werden unzureichend abge-
man davon überzeugt ist, daß man Zufallssignale von ab-
handelt, so daß die Darstellung oft oberflächlich wirkt.
sichtsvollen an den registierten Phänomenen unterschei-
Bei der enormen Bandbreite der angesprochenen Themen
den kann) oder der Aufklärung der berühmten Piltdown-
ist das allerdings kaum vermeidbar. Fachleute werden in
Fälschung. (Dort konnte durch bestimmte Analysemetho-
vielen Fällen mit einer differenzierteren Diskussion einha-
den herausgefunden werden, daß ein Schädel aus ver-
ken können.
schiedenen Arten zusammengesetzt war, und daß dahinter
Doch wenn das Buch genau dazu führt, tut es einen eine Absicht steckt, ohne die Urheber der Fälschung sel-
guten Dienst. Denn ReMine zeigt viele angreifbare For- ber entdeckt zu haben.)
mulierungen von Evolutionstheoretikern durch eine Fülle Der entscheidende Knackpunkt der Bewertung der Er-
von Zitaten ihrer eigenen Vertreter auf und fordert mit klärungskraft der Message-Theorie ist die exakte Erfas-
Recht eine um mehr Objektivität bemühte Terminologie sung der "non-naturalistic message". Auf der analytischen
und die Formulierung testbarer Aussagen. Eine konse- Ebene ist sie sehr schwer zu greifen. Dazu sollten folgen-
quente Unterscheidung von Daten und Deutungen kann de Voraussetzungen gegeben sein: Alle natürlichen Evo-
nur hilfreich sein. lutionsprozesse sowie die Struktur-Funktions-
Auch die Kritik an der Plastizität der Evolutionstheorie Beziehungen des fraglichen Systems müssen hinreichend
erscheint mindestens teilweise berechtigt und könnte dazu gut verstanden sein. Weil dies eine kaum zu erfüllende
anspornen, möglichst klare Voraussagen zu entwickeln. Forderung ist, läuft ein nicht unwesentlicher Teil der Er-
Dennoch ist die Formulierung, die Evolutionstheorie passe kennung der "nicht-naturalistischen Botschaft" auf der in-
sich den Daten an wie ein Nebel an die Landschaft, und tuitiven Ebene ab und ist dementsprechend von persönli-
die Behauptung, sie sei daher nicht wissenschaftlich, über- chen Meinungen mitbestimmt. Aber Anregungen für For-
zogen. Denn in vielen Detailbereichen werden prüfbare schung gibt das ReMinesche Konzept allemal, und das
Vorhersagen abgeleitet und Tests unterzogen. Diese Tests alleine ist schon Grund genug, die Natur mit anderen als
führen denn auch häufig zu Modifikationen evolution- nur evolutionstheoretisch ausgerichteten Blicken zu stu-
stheoretischer Vorstellungen - und so läuft nun einmal dieren.
Wissenschaft. ReMine ist jedoch insofern recht zu geben,
als die Evolutionsanschauung als generelle Rahmentheo- [Gould SJ (1989) Der Daumen des Panda. Frankfurt.]
rie durch diese Tests, die nur Teilbereiche betreffen, nicht
zur Disposition gestellt wird. Daran würden möglicher- Reinhard Junker
weise selbst Funde menschlicher Hinterlassenschaften im
Präkambrium nichts ändern. Die Evolutionstheorie bekä-
me ein neues Gesicht, würde aber nicht fallengelassen Die Studiengemeinschaft WORT UND WISSEN im Internet:
werden. http://www.wort-und-wissen.de

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