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James G. McCarthy

Was nicht nur


Katholiken
wissen wollen

Christliche
Literatur-Verbreitung e. V.
Postfach 110135 - 33661 Bielefeld
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Inhaltsverzeichnis

Eine persönliche Beziehung zu Gott ... 7


Kann ein Mensch wissen,
dass er ewiges Leben hat? ................. 9
Wie sieht mich Gott? ........................ 12
Was lief falsch? ................................. 15
Gibt es einen Weg zurück zu Gott? .. 20
Gottes Wille oder meiner? ............... 25
Warum kam Jesus auf die Erde? ..... 30
Warum starb Jesus? .......................... 33
Was ist Gottes Angebot? .................. 37
Was muss ich tun? ............................ 41
Was geschah
mit der Frohen Botschaft? ............... 45
Gottes Wort oder Menschen Wort? .... 49
Wie soll ich Christus verehren? ...... 52
1. Auflage 2000 Wer war Maria in Wirklichkeit? ..... 56
Originaltitel: What Every Catholic Should Ask
Wie soll es mit mir weitergehen? .... 60
© 1999 by James G. McCarthy Wesentliche Lehren über Jesus,
© der deutschen Ausgabe 2000 by Errettung und Gnade ....................... 62
CLV • Christliche Literatur–Verbreitung
Postfach 110135 • 33661 Bielefeld
Übersetzung: Martin Plohmann

ISBN 3-89397-434-2
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Eine persönliche Beziehung zu Gott

Obwohl meine Jugend mit Religion ge-


füllt war, fehlte mir Gott. Mein Leben in
dieser Zeit drehte sich um die katholi-
sche Kirche: Sonntagsmesse, Konfessi-
onsschule, die Erstkommunion, der
Dienst als Messdiener, Firmung, Ju-
gendkreis und schließlich eine große ka-
tholische Hochzeitsfeier. Erst nach dem
Abschluss vom College lernte ich Gott
auf persönliche Weise kennen. Als ich
das Neue Testament las, erkannte ich
Gottes Angebot der Errettung und ei-
nen Erlöser, der versprach: „Ich bin ge-
kommen, damit sie Leben haben und es
in Überfluss haben“ (Joh 10,10).

Ich bin zwar nicht mehr Katholik, aber


mein Herz schlägt noch immer für die
Katholiken. Ich verdanke ihnen viel,
besonders meinen Eltern und den Pries-
tern und Nonnen, die sich so liebevoll
um mich gekümmert haben. Aus die-

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sem Grund habe ich diese Broschüre Kann ein Mensch wissen,
geschrieben. Es beunruhigt mich, dass dass er ewiges Leben hat?
andere Menschen ein Leben führen, wie
ich es einst geführt habe. Sie wurden Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr
getauft und besuchen die Messe, doch wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr
tief im Innern spüren sie, dass Gott ein an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.
Fremder für sie ist. 1. Johannes 5,13

Wie steht es mit Ihnen? Kennen Sie Ihn? Als Jane — eine katholische Lehrerin —
Ist Er der Mittelpunkt Ihres Lebens? Was die obigen Verse gezeigt bekam, las sie sie
nicht nur Katholiken wissen wollen wirft viermal falsch vor. Jedesmal ließ sie drei
wichtige Fragen auf, die jeder Katholik Worte aus. Sie las: „Dies habe ich euch ge-
erwägen sollte. Die Broschüre erklärt, schrieben, dass ihr ewiges Leben habt, die
wie Sie eine persönlichen Beziehung zu ihr an den Namen des Sohnes Gottes
Gott erlangen können. Dazu liefert sie glaubt.“ Der Vers fängt aber tatsächlich
Antworten aus der Heiligen Schrift. Sie so an: „Dies habe ich euch geschrieben,
zeigt auch, wie Sie sicherstellen können, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben
die Ewigkeit mit Gott im Himmel zu habt.“
verbringen.
Seit ihrer Kindheit brachte man Jane
bei, dass bis zum Tode niemand wis-
sen kann, ob er in den Himmel kommt.
Ihr wurde gesagt, dass jeder Mensch
eine Todsünde begehen, in einem Zu-

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stand der Sünde sterben und somit in ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod
die Hölle gelangen könnte. Deshalb las in das Leben übergegangen“ (Joh 5,24).
Jane den Vers mehrfach falsch vor. Sie
las ihn so, wie sie dachte, dass er gele- Beachten Sie, dass Jesus sagt, dass der-
sen werden sollte. Erst nachdem je- jenige der Ihm glaubt ewiges Leben hat.
mand den Fehler herausstellte, merkte Der Himmel kann unser gegenwärti-
sie, was sie tat. „Ich dachte nicht, dass ger Besitz sein. Gott möchte Ihnen jetzt
irgendjemand wissen könnte, ob wir in schon einen Platz im Himmel bereithal-
den Himmel kommen“, erklärte Jane. ten.

Das ist es, was viele Menschen denken. Denken Sie daran, was das bedeutet.
Die Bibel lehrt jedoch das Gegenteil. Sie Sie können die Sicherheit erhalten, dass
sagt, dass man sicher sein kann, in den Sie nach dem Tod in den Himmel ge-
Himmel zu kommen. Zum Beispiel sagt langen. Sie müssen nicht einmal an dem
die Schrift aus: „Denn jeder, der den schrecklichen Tag erscheinen, an dem
Namen des Herrn anrufen wird, wird Gott die Sünden anderer richten wird.
errettet werden“ (Röm 10,13). Im glei- Sie können wie der Dieb am Kreuz sein,
chen Kapitel steht die Verheißung: „Je- dem Jesus versprach: „Wahrlich, ich
der, der an ihn glaubt, wird nicht zu- sage dir: Heute wirst du mit mir im Pa-
schanden werden“ (Röm 10,11). radies sein“ (Lk 23,43).

Jesus lehrte ebenso: „Wer mein Wort Sie müssen jedoch verstehen, wie die
hört und glaubt dem, der mich gesandt Sünde Sie von Gott getrennt hat, bevor
hat, hat ewiges Leben und kommt nicht sie das ewige Leben erhalten können.

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Wie sieht mich Gott? bar passenden Lösung daher. „Übe
deine Religion aus“, sagt uns diese Per-
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein son „und alles wird in Ordnung gehen.
Herz. Prüfe mich und erkenne meine Ge- Glaube an Gott, gehe zur Kirche und
danken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal empfange die Sakramente. Führe ein
bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen anständiges Leben nach den zehn Ge-
Weg! boten und versuche zu jedem freund-
Psalm 139,23-24 lich zu sein. Wenn du diese Dinge ein-
hältst“, versichert er Ihnen „dann soll-
Wir alle benötigen es, dass Gott unser test du in den Himmel kommen.“
Herz erforscht und uns zeigt, wie wir
wirklich sind. Wenn die Beurteilung Und dennoch, was wäre, wenn unsere
uns selbst überlassen bleibt, neigen wir Sünde ernstzunehmender ist, als wir
dazu, unsere Sündhaftigkeit zu unter- denken? Was wäre, wenn unser Bestes
schätzen. Wir vergleichen uns mit den nicht gut genug ist? Was wäre, wenn
Menschen um uns herum, halten uns unsere Taten uns nicht in den Himmel
für gleichwertig oder besser als sie und bringen? Lassen Sie uns die Schrift zu
glauben, dass die Dinge nicht so schlecht Rate ziehen und auf das schauen, was
stehen können. Wir wissen, dass wir ge- Gott über Sünde sagt. Auch wenn Sie
sündigt haben, doch entschuldigen wir das Thema als unangenehm empfin-
uns mit dem Argument: „Ich bin nur ein den sollten, bitte ich Sie, diesen Ab-
Mensch.“ schnitt nicht zu überspringen. Sie kön-
nen Gottes Lösung für Ihr Sünden-
Dann kommt jemand mit einer schein- problem nicht eher verstehen, bis Sie

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Ihre Sünde als Problem erkannt haben Was lief falsch?
und sie zu Herzen nehmen.
Und Gott, der HERR, gebot dem Menschen
Ebenso sollten Sie beim Lesen keine und sprach: Von jedem Baum des Gartens
Entschuldigungen suchen, das Pro- darfst du essen; aber vom Baum der Er-
blem herunterspielen, auf andere ver- kenntnis des Guten und Bösen, davon
weisen oder es dem religiösen Stolz darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da
erlauben, Sie für Ihre Sünde blind zu du davon isst, musst du sterben!
machen. Gestehen Sie sich Ihre Sünde 1. Mose 2,16-17
ehrlich ein. Nur dann werden Sie fä-
hig sein zu verstehen, wie Sie Ihre Es war Gottes Absicht, dass Adam und
Schuld loswerden. Eva für immer im Garten Eden in der
Gemeinschaft mit Gott Freude haben
Sie werden Gottes Hilfe benötigen, um sollten. Sie zogen es jedoch vor, gegen
den Mut zu fassen, dies zu tun; so hal- Ihn zu rebellieren und Seinem Gebot
ten Sie inne und sprechen Sie im Gebet in direkter Weise ungehorsam zu sein.
mit Gott. Bitten Sie Ihn, dass er Ihnen Das verstieß gegen Gott und zerbrach
erlaubt, sich so zu sehen, wie Er Sie die enge Freundschaft, die Adam und
sieht. Teilen Sie Ihm mit, dass Sie den Eva mit Ihm genossen hatten. Nach
vollen Umfang Ihrer Sünde erkennen Gottes vorheriger Warnung kam da-
wollen. Wenn Sie das tun, werden Sie durch schließlich der Tod in die Welt.
Ihr Herz vorbereiten, um Gottes Ver-
heißung des ewigen Lebens zu emp- Adams Sünde, welche die katholische
fangen. Kirche Erbsünde nennt, ging auf seine

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Nachkommen über. Durch sie kam es meine Unterlassungen.“ Die Bibel sagt,
„für alle Menschen zur Verdammnis“ dass unser Herz mehr als alle anderen
(Röm 5,18). Konsequenterweise sind Dinge trügerisch ist (Jer 17,9). Unsere
Sie und ich unter dem Fluch der Sün- Gedanken sind in den Augen Gottes
de geboren worden. Wir alle haben ständig dem Bösen zugewandt (1Mo
sündige Herzen, müssen einmal ster- 6,5). Man findet eine Spur von Egois-
ben und gehen auf die Hölle zu. Der mus, Stolz, Zorn, Begierde, Habsucht
Beweis, dass wir von Geburt aus Sün- oder Unreinheit in beinahe allem, was
der sind, ist nicht zu leugnen. Niemand wir tun.
musste uns beibringen, zu lügen, zu
hassen, sexuelle Unmoral zu begehen, Wir können die Folgen der Sünde des
Alkohol oder Drogen zu missbrauchen, Menschen überall um uns herum erken-
zu betrügen oder zu stehlen. Diese Din- nen. Sie brauchen sich nur die Nachrich-
ge können wir von Natur aus. ten im Fernsehen ansehen oder die Zei-
tung lesen. Die Sünde hat unser Leben
Wir sündigen in unseren Gedanken, infiziert und unseren Planeten mit Un-
Worten und Taten. Das Ritual der gerechtigkeit, Leiden, Hass und Blutver-
Beichte, das während der Messe vor- gießen verunreinigt. Was Gott in Rein-
getragen wird, drückt folgendes aus: heit und Pracht geschaffen hat, ist un-
„Ich bekenne dem allmächtigen Gott ter unserer Verwaltung schmutzig und
und euch, meinen Brüdern und Schwes- verdorben geworden.
tern, dass ich in meinen Gedanken und
in meinen Worten gesündigt habe, Wir sind untauglich, um mit Gott in
ebenso wie durch meine Taten und Seiner Heiligkeit im Himmel zu leben.

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Die Schrift sagt: „Und alles Unreine Gott wird uns am Tag des Gerichts ver-
wird nicht in sie hineinkommen, noch dammen, wenn wir sterben und die
derjenige, der Gräuel und Lüge tut“ Schuld unserer Sünde noch auf uns
(Offb 21,27). Dies schließt uns vom liegt. Wir werden Seinen Zorn erfah-
Himmel aus. Wenn Gott uns in der ren und das, was die Bibel den „zwei-
Weise lassen würde, wie wir sind, dann ten Tod“ (Offb 20,14) oder die Hölle
würden wir den Himmel wie unsere nennt (Mt 10,28). Dort werden wir in
Erde schon bald mit Bösem vergiften. Ewigkeit von Ihm getrennt sein.

Der Tod ist unser Schicksal, da er die Doch Gott schenkt uns Hoffnung. Er
Strafe für Sünde ist. Das ist der Grund, hält die gute Nachricht der Errettung
weshalb wir letzten Endes alle sterben für uns bereit.
— trotz der größten Anstrengungen
der modernen Medizin. Der Fluch der
Sünde ist jedoch nicht nur der physi-
sche Tod (die Trennung unserer Seele
von unserem Körper); er wird ebenfalls
im geistlichen Tod erkennbar (die Tren-
nung unseres Geistes von Gott). Sün-
de trennt uns von Gott. Das ist der
Grund, weshalb Er so weit von uns
entfernt scheint, so anders als wir. Wir
können unsere Entfremdung von Ihm
empfinden.

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Gibt es einen Weg zurück zu Gott? des Abendmahlritus’ mit dem Priester:
„Herr, ich bin nicht würdig, Dich zu
Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig! empfangen, aber sprich nur ein Wort
Lukas 18,13 und ich bin geheilt.“ Das sind zwar
gute Worte, aber sehen Sie sich tatsäch-
Gott hat eine Lösung für unsere Sün- lich als unwürdigen Sünder?
de, die die Todesstrafe von unsere See-
le nehmen und uns verändern kann; Viele von uns ähneln Mary, einer ka-
durch sie werden wir für den Himmel tholischen Frau, die ich traf, als sie aus
passend gemacht. Seine Lösung kann der Messe kam. Ich fragte sie, welche
uns zu einer engen Freundschafts- Antwort sie Gott auf ihre Sünden ge-
beziehung mit Ihm zurückführen. Vor- ben würde, wenn sie im Endgericht
her verlangt Gott jedoch, dass wir Ihm steht. Mary erwiderte: „Ich bin nicht
unsere Schuld bekennen. Dieses Einge- sicher, ob das, was ich in der Vergan-
ständnis ist mehr als die Zustimmung, genheit getan habe, mich jemals mit
dass jeder Mensch sündigt. Jeder ein- Gott versöhnen könnte. Aber es gibt
zelne von uns muss bekennen: „Herr, auch keine schrecklichen Dinge, die ich
ich bin ein Sünder.“ getan habe. Ich bin kein Mörder oder
so etwas Ähnliches.“
Ein einfaches Nachsprechen der Wor-
te oder die Ausübung eines Rituals wie Das ist die Weise, in der die religiösen
zum Beispiel das Empfangen der Sa- Menschen zur Zeit Jesu über ihre Sün-
kramente reicht nicht aus. In der Mes- den dachten. Sie wussten, dass sie ge-
se sagen Sie beispielsweise während sündigt hatten, doch sie erkannten sich

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nicht als schlechte Menschen. Sie wa- hinauf in den Tempel ging und betete:
ren keine Ehebrecher oder Mörder. Sie „Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin
dachten, dass es nichts „Schreckliches“ wie die übrigen der Menschen: Räuber,
in ihrem Leben gab, keine schwerwie- Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie
gende Sünde oder etwas Ähnliches. dieser Zöllner“ (Lk 18,11). Der Pharisä-
er verwies auf einen „wirklichen“ Sün-
Jesus sagte ihnen etwas anderes. Er sag- der, der neben ihm stand. Dieser ande-
te, dass, wenn ein Mann eine Frau re Mann, ein Jude, der an seinen eige-
begierdevoll anschaut, er „schon Ehe- nen Volksgenossen Verrat übte, indem
bruch mit ihr begangen hat in seinem er als Zöllner für die Römer arbeitete,
Herzen“ (Mt 5,28). Er sagte, dass jeder, war aufgrund seiner Sünden untröst-
der einen anderen Menschen im Zorn lich. Beschämt vor Gott konnte er nicht
Narr nennt „der Hölle des Feuers ver- einmal zum Himmel aufschauen. Er
fallen sein wird“ (Mt 5,22). Die Bibel schlug an seine Brust und sagte: „Gott,
sagt: „Da ist kein Gerechter, auch nicht sei mir, dem Sünder, gnädig!“ (Lk 18,13).
einer“ (Röm 3,10) und „alle haben ge-
sündigt und erlangen nicht die Herr- Jesus sagte über den Zöllner: „Dieser
lichkeit Gottes“ (Röm 3,23). ging gerechtfertigt hinab in sein Haus
im Gegensatz zu jenem; denn jeder, der
Geradeso wie in den Tagen Jesu können sich selbst erhöht, wird erniedrigt wer-
wir uns selbst betrügen, indem wir mei- den; wer aber sich selbst erniedrigt,
nen, dass wir gute und „religiöse“ Men- wird erhöht werden“ (Lk 18,14).
schen sind. Nur zu leicht handeln wir
wie der Pharisäer in dem Gleichnis, der Wie steht es mit Ihnen? Sind Sie ein

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schuldiger Sünder? Sind Sie bereit, sich Gottes Wille oder meiner?
vor Gott zu demütigen und von Her-
zen zu sagen: „Herr, sei mir gnädig; ich Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes
bin ein Sünder“? ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt
an das Evangelium!
Wenn das so ist, ist Gott bereit, Ihnen Markus 1,15
zu helfen.
Die Frohe Botschaft, die Jesus der Welt
verkündete, ist Gottes Lösung für un-
sere Sünden. Diese Lösung steht allen
zur Verfügung, die Buße tun und an
das Evangelium glauben.

Buße erfolgt als erstes. Sie besteht in ei-


nem veränderten Denken über sich
selbst und über Gott, wodurch das Herz
für Gottes Heil vorbereitet wird. Es fängt
damit an, dass Sie auf Ihr Gewissen hö-
ren, der leisen Stimme in Ihnen. Gott hat
es Ihnen als Hilfe gegeben, um das Rich-
tige vom Falschen zu unterscheiden. Es
ist dazu da, Sie zu stören, wenn Sie ge-
gen Gott verstoßen und erzeugt ein Ge-
fühl von Scham, Schuld und Reue. Doch

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Ihr Gewissen spricht normalerweise nur Mal in meinem Leben entschied ich
flüsternd zu Ihnen. Um es zu hören, mich, den Willen Gottes über den mei-
müssen Sie zum Zuhören bereit sein. nigen zu stellen.“

Der nächste Schritt der Buße ist das Buße ist kein Vorsatz Ihr Leben zu refor-
Bekennen Ihrer Sünde, indem Sie sagen: mieren, um Gottes Gunst zu verdienen.
„Herr, ich stimme Dir zu, dass ich Sie sündigen, weil Sie von Natur aus
falsch gehandelt habe. Ich habe gegen Sünder sind. Daran können Sie nichts
Dich und gegen die Menschen in mei- ändern. Konsequenterweise werden Sie
ner Umgebung gesündigt. Ich suche durch den Versuch, Ihr Leben selbst zu
keine Ausreden für meine Sünden.“ reinigen, niemals Annahme bei Gott fin-
den. Ebensowenig beinhaltet Buße das
Schließlich muss die Buße ein veränder- Gelübde Ihre Sünden abzubüßen. Sie
tes Denken über Ihren Lebensstil bein- können keinen Ausgleich zu Ihren Sün-
halten. Es ist der Wunsch sich von der den schaffen, indem Sie in die Messe ge-
Sünde weg und hin zu Gott zu wenden, hen, den Rosenkranz beten, Ablass erhal-
eine Unterwerfung unseres Lebens ten, sich von bestimmten Lebensmitteln
unter Seine Autorität. Die Buße sagt: enthalten, gute Werke tun, Leiden als
„Herr, ich möchte ein neues Leben, die Opfer auf sich nehmen oder gar Ihr Le-
Art von Leben, die dich erfreut. Ich ben dem Priesterdienst weihen. Die Stra-
möchte das tun, was du von mir willst. fe für die Sünde ist der Tod. Nichts we-
Bitte, mache mich dazu fähig.“ Ein niger als das kann Sünde bezahlen.
Mann beschrieb seine Entscheidung
zur Buße in dieser Weise: „Zum ersten Gott erwartet von Ihnen nicht, dass Sie

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Ihr Leben reformieren oder Ihre Schuld Ihr Leben nach Seinen Vorstellungen
abbüßen. Stattdessen ruft er Sie zur ausrichten wollen, wenn Er Ihnen die
Buße auf: Fähigkeit dazu gibt. Erkennen Sie vor
Gott an, dass Sie Ihr Leben nicht
• Bitten Sie den Herrn Jesus Christus, selbst ändern oder Ihre Sünden wie-
Ihnen Ihre Sünden zu zeigen. Sagen der gutmachen können.
Sie Ihm, dass Sie Ihre wirkliche
Schuld erkennen wollen, da Sie ge- • Bitten Sie Gott schließlich, dass Er
gen Gott verstoßen haben. Ihnen Seine Lösung für Ihre Sünden
aufzeigt. Tun Sie dies im Glauben an
• Nehmen Sie eine Bestandsaufnahme die Verheißung Jesu, jedem zu hel-
Ihres Lebens vor. Fragen Sie sich, ob fen, der bereit ist den Willen Gottes
es irgendeine Sünde in Ihrem Leben zu tun (Joh 7,17).
gibt, die Sie nicht aufgeben wollen.
Die nächsten Seiten werden anhand
• Wenn Sie bereit sind, sich von Ihren der Schrift erklären, wie Sie zur Verge-
Sünden abzuwenden, dann beken- bung Ihrer Sünden gelangen, zu einem
nen Sie sie vor Gott. Sagen Sie Ihm, echten Freundschaftsverhältnis mit
dass Ihnen leid tut, was Sie getan Gott kommen und die Sicherheit erhal-
haben. Erwähnen Sie jene Sünden ten, in den Himmel zu kommen.
mit Namen, über die Sie besonders
beschämt sind.

• Sagen Sie Gott, dass Sie von nun an

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Warum kam Jesus auf die Erde? Einige sagen, dass Jesus Mensch wur-
de, um uns zu zeigen, wie man lebt.
„Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein „Tue das, was Er tat“, versprechen sie
und einen Sohn gebären, und sie werden „und du wirst in den Himmel kom-
seinen Namen Emmanuel nennen“, was men.“ Die Bibel stimmt wenigstens
übersetzt ist: Gott mit uns. dem ersten Teil dieser Aussage zu, in-
Matthäus 1,23 dem sie uns aufruft, „selbst auch so zu
wandeln, wie er gewandelt ist“ (1Jo
Die meisten Menschen wissen, dass die 2,6). Das Problem ist natürlich: Wer
Bibel lehrt, es gibt nur einen wahren kann das tun? Jesus, der keinen mensch-
Gott. Er existiert in drei Personen — der lichen Vater hatte, wurde ohne sündi-
Vater, der Sohn und der Heilige Geist. ge Natur geboren. Im Gegensatz dazu
Der Vater ist Gott. Der Sohn ist Gott. sind Sie und ich Kinder Adams, Sün-
Der Heilige Geist ist Gott. Und trotz- der von Geburt an. Wir sind unfähig in
dem ist Gott einer. den Himmel zu kommen, auch dann,
wenn wir versuchen, ein Leben wie Je-
Jesus, der Sohn Gottes, von der Jung- sus zu führen.
frau Maria geboren, wurde Mensch. Er
tat dies ohne Seine Gottheit aufzugeben. Ein weiterer Grund, den einige Men-
Aus diesem Grund ist Jesus wahrer Gott schen für die Menschwerdung Jesu lie-
und wahrer Mensch. Warum nahm Je- fern, ist, dass „Er kam, um uns die Lie-
sus menschliche Gestalt an? Wenn Sie be Gottes zu zeigen“. Auch das ist wahr.
diese Frage richtig beantworten, haben In Christus sehen wir, dass Gott Liebe
Sie die Lösung für Ihr Sündenproblem. ist und dass Er uns liebt. Aber, indem

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wir das verstehen, kommen wir noch Warum starb Jesus?
nicht in den Himmel. Im Gegenteil,
wenn wir Gottes Liebe mit unserer Lie- Denn auch der Sohn des Menschen ist
be vergleichen, sehen wir wie lieblos nicht gekommen, um bedient zu werden,
und egoistisch wir sind — wie unpas- sondern um zu dienen und sein Leben zu
send sind wir doch für den Himmel. geben als Lösegeld für viele.
Markus 10,45
„Jesus kam als Opfer“, sagen andere.
Wenn man sie allerdings nach dem Wa- Der oben aufgeführte Vers nennt uns den
rum fragt, zucken die selben Leute mit Hauptgrund, weshalb Jesus Mensch
den Schultern. „Es hat etwas mit dem wurde. Er diente der Menschheit, indem
Alten Testament zu tun“, ist alles, was Er Sein Leben für uns gab. Denken Sie
sie zur Erwiderung anbieten können. darüber nach; es macht wirklich Sinn.

Jede dieser Antworten ist teilweise rich- Gott warnte Adam, dass die Bestrafung
tig. Jedoch erklärt keine von ihnen, war- der Sünde der Tod sein würde. Das gilt
um der Sohn Gottes menschliche Gestalt ebenso für uns. Das Neue Testament
annahm und weshalb wir deswegen die sagt: „Denn der Lohn der Sünde ist der
Möglichkeit haben, mit Gott versöhnt zu Tod“ (Röm 6,23). Wir verdienen für
werden und in den Himmel gelangen unsere Sünden die Todesstrafe. Und
können. selbst Gott kann uns von diesem Ur-
teil nicht befreien ohne es auszuführen.
Er hat Sein Urteil über uns gefällt und
kann Seine Entscheidung nicht einfach

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ignorieren. Er kann unsere Sünde nicht Ungerechten, Interesse. Er bot Seine Be-
unbeachtet lassen, da Er gerecht ist und zahlung ein für allemal an. Sein voll-
Seinem Wort treu bleibt. kommenes Leben, das Er am Kreuz
gab, um alle unsere Sünden zu bezah-
Trotzdem möchte Gott uns vergeben. Er len. Es ist keine weitere Bezahlung er-
liebt uns und möchte uns vor der Hölle forderlich. Wir wurden „mit dem kost-
erretten. Gibt es für Ihn eine Mög- baren Blut Christi“ (1Petr 1,19) erlöst.
lichkeit, uns zu verschonen und den-
noch gerecht zu bleiben? Diese Lösung Nach der Kreuzigung Christi legten Ihn
gibt es, aber nur eine einzige, die er- Seine Jünger in ein Grab. Am dritten Tag
staunlich ist. Jesus, der Sohn Gottes, der erweckte Gott Ihn von den Toten auf.
sich anbot, auf diese Erde zu kommen, Auf diese Weise zeigte der Vater, dass
um „sein Leben zu geben als Lösegeld Er das Opfer Christi für unsere Sünden
für viele“ (Mk 10,45). Das ist es, was Er annahm (Röm 4,25). Nach Seiner Auf-
am Kreuz tat. Er gab Sein Leben als Be- erstehung erschien Jesus Seinen Jüngern
zahlung für unsere Sünden. Er starb an viele Male, einschließlich einer Gruppe
unserer Stelle. von mehr als 500 Menschen (1Kor 15,6).
Apostelgeschichte 1,3 bezeugt: „Diesen
Der Apostel Petrus erklärt das folgen- hat er [Jesus] sich auch nach seinem
dermaßen: „Denn es hat auch Christus Leiden in vielen sicheren Kennzeichen
einmal für Sünden gelitten, der Gerech- lebendig dargestellt, indem er sich vier-
te für die Ungerechten, damit er uns zu zig Tage hindurch von ihnen sehen ließ
Gott führe“ (1Petr 3,18). Jesus, der Ge- und über die Dinge redete, die das Reich
rechte, starb in Ihrem und meinem, der Gottes betreffen.“ Nachdem Er Seinen

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Nachfolgern gesagt hatte, dass Er ihnen Was ist Gottes Angebot?
eine Stätte bereiten würde, fuhr Er in
den Himmel auf. Jesus verhieß: „So Denn aus Gnade seid ihr errettet durch
komme ich wieder und werde euch zu Glauben, und das nicht aus euch, Gottes
mir nehmen“ (Joh 14,3). Gabe ist es; nicht aus Werken, damit nie-
mand sich rühme.
Wenn die Bedeutung und die Wichtig- Epheser 2,8-9
keit des Todes Christi, Seiner Auferste-
hung und Seiner Verheißung zurück- Da der Tod Jesu zur Bezahlung aller Sün-
zukommen Ihnen nicht klar ist, bitten den ausreicht, kann Gott Ihnen nun ein
Sie Gott, dass Er Ihnen hilft, sie zu ver- wunderbares Angebot machen. Er möch-
stehen. te Ihnen jede Sünde vergeben — ver-
gangene, gegenwärtige und zukünftige
Sünden — und unter die Auflistung Ih-
rer Sünden den Stempel ‘Vollständig be-
zahlt’ setzen. Er möchte die Macht bre-
chen, die die Sünde über Sie hat, eine
neue Schöpfung aus Ihnen machen und
Sie in das Bild Christi verwandeln. Gott
ist bereit, Sie in Seine Familie aufzuneh-
men und mit Ihnen für immer im Him-
mel zu leben.

Es ist Gottes Wille, Ihnen alles „aus

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Gnade“ zu geben. Aufgrund Seiner Lie- nicht das Ziel der Gebote. Gott gab sie
be, Großzügigkeit und Güte möchte Er uns, um uns zu zeigen, wie weit wir
Sie unbeschreiblich segnen. Diese gro- von Seinem vollkommenen Maßstab
ße Erlösung ist „Gottes Gabe“. Sie kos- entfernt sind. „Denn durch Gesetz
tet Sie nichts, weil Christus den furcht- kommt Erkenntnis der Sünde“ (Röm
baren Preis bereits bezahlt hat. Sie brau- 3,20). Das Gesetz hilft uns zu erkennen,
chen sie nicht zu verdienen, denn sie dass wir einen Retter benötigen, und
ist „nicht aus Werken“. Was könnten somit Jesus brauchen.
Sie denn schon tun, um sich Vergebung
und ewiges Leben im Himmel zu ver- „Ich denke, dass das Gute in meinem
dienen? Leben mehr Gewicht haben wird als
das Schlechte”, sagte mir ein anderer
„Ich denke, ich werde in den Himmel Katholik außerhalb der gleichen Kir-
kommen“, sagte mir eine Katholikin, che. Auch dieser Mann hat keine Chan-
während wir vor ihrer Pfarrkirche stan- ce. Alle guten Werken in der Welt kön-
den „weil ich zur Kirche gehe, ein gu- nen die Sünde eines Menschen nicht
tes Leben führe und die zehn Gebote ausgleichen. Noch kann es das jetzige
halte. Ich denke, dass ich eine wirklich Leiden auf der Erde oder das spätere
gute Chance habe.“ Leiden im sogenannten Fegefeuer tun,
wie manche Menschen einbringen. Die
Diese arme Frau hat nicht die gerings- Strafe für Sünde ist der Tod, die ewige
te Chance. Die Bibel sagt, dass niemand Trennung von Gott.
durch das Halten der zehn Gebote in
den Himmel kommen wird. Das ist Sie können Ihren Weg in den Himmel

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nicht erarbeiten. Das ist eine hoffnungs- Was muss ich tun?
lose Anstrengung. Stattdessen sollten
Sie Gott loben, dass Er Seinen Sohn ge- Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich er-
sandt hat, um für Sie zu sterben! Dan- rettet werde? Sie aber sprachen: Glaube an
ken Sie Ihm, dass Er bereit ist, Ihnen Ihre den Herrn Jesus, und du wirst errettet
Sünden zu vergeben und das ewige werden, du und dein Haus.
Leben schenken möchte. Apostelgeschichte 16,30-31

Was müssen wir tun, um Gottes Ge-


schenk der Errettung in Empfang zu
nehmen? „Glaube an den Herrn Jesus
und du wirst errettet werden.“ Viel-
leicht denken Sie: Was ist daran neu? Ich
habe schon immer an Jesus geglaubt. Sie
akzeptieren wahrscheinlich die grund-
legenden historischen Wahrheiten über
Christus. Und sie werden womöglich
das Apostolische Glaubensbekenntnis
während der Messe mehr als tausend
Mal aufgesagt haben.

Jedoch bedeutet der Glauben an Jesus


zur Errettung mehr als die Zustimmung
zu gewissen Fakten über Ihn. Weiterhin

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bedeutet es, sich auf Ihn zu verlassen, de und Schuld ein. Drücken Sie Ih-
dass Er Ihr Verhältnis zu Gott in Ordnung ren Wunsch aus, Seinen Willen zu tun
bringt. Gemeint ist den Glauben in Chri- und vertrauen Sie Ihm, dass Er Ih-
stus zu setzen, als demjenigen, der an nen die Fähigkeit gibt, das Richtige
Ihrer Stelle starb und Ihre Bestrafung auf zu tun.
sich nahm. Es beinhaltet Ihm zu vertrau-
en — und Ihm allein — um Sie vor dem • Als Nächstes setzen Sie Ihr Vertrau-
kommenden Zorn Gottes zu retten. Got- en in den Herrn Jesus, um Sie zu er-
tes Wort sagt, dass die Erlösung durch retten. Sagen Sie Gott, dass Sie sich
Christus geschieht: „Und es ist in keinem auf den Tod Christi als vollständige
anderen das Heil; denn auch kein ande- Bezahlung Ihrer Sünden stützen.
rer Name unter dem Himmel ist den
Menschen gegeben, in dem wir gerettet • Erklären Sie vor Gott, dass Ihre Erret-
werden müssen“ (Apg 4,12). tung von nichts und niemand ande-
rem abhängt — nicht von Ihnen selbst,
Wenn Sie Christus bisher nicht vertraut Ihrem Priester, Maria, den Heiligen,
haben, um Sie vor der Bestrafung Ihrer der Kirche, Ihrer Taufe, Ihrer Teilnah-
Sünde zu erretten, dann können Sie Ihn me an anderen Sakramenten, Ihren
jetzt als Ihren Erretter annehmen: Versuchen die zehn Gebote zu hal-
ten — und auch nicht von Ihren gu-
• Die Errettung fängt mit der Buße an. ten Werken. Teilen Sie Gott mit, dass
Wenn Sie dies bisher noch nicht ge- Sie sich entschieden haben, allein
tan haben, dann demütigen Sie sich Christus zu Ihrer Errettung zu ver-
vor Gott und gestehen Sie Ihre Sün- trauen.

42 43
• Danken Sie Gott für Sein freierhält- Was geschah
liches Angebot der Vergebung und mit der Frohen Botschaft?
des ewigen Lebens. Erkennen Sie an,
dass Sie eine solch großzügige Be- Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr
handlung nicht verdient haben, sie das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Über-
aber als ein Geschenk Gottes demü- lieferung haltet.
tig annehmen. Markus 7,9

Sie können das heute tun, indem Sie in Gott gab dem Volk Israel die zehn Ge-
Ihren eigenen Worten mit Gott im Ge- bote am Berg Sinai und sprach zu ih-
bet sprechen. Wenn Sie das einmal ge- nen durch Mose. Als Jesus 1400 Jahre
tan haben, erzählen Sie Ihrer Familie später zu ihnen kam, hatten sie sich von
und Ihren Freunden von Ihrer Entschei- der Wahrheit abgewendet. Sie hatten
dung, Buße zu tun und Jesus zu Ihrer die geschriebenen Aufzeichnungen
Errettung zu glauben. Ermutigen Sie sie von Gottes Anweisungen beiseite ge-
das Gleiche zu tun. Die Bibel sagt, dass setzt — das Alte Testament — um den
Gottes Angebot der Errettung für Sie Überlieferungen ihrer Lehrer und Füh-
und Ihr Haus gilt (Apg 16,31). rer zu folgen. Jesus wies sie deshalb
hart zurecht (vgl. Mk 7,1-13).

Leider hat die römisch-katholische


Kirche den gleichen Fehler begangen.
Indem sie den Traditionen von Men-
schen gefolgt ist, hat sie sich von dem

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wahren christlichen Glauben weg- • ein treues Mitglied der katholischen
gewendet und das Wort Gottes beisei- Kirche sein
te gesetzt. Die römisch-katholische
Kirche lehrt nicht länger die Errettung • Gott lieben
aus Gnaden allein durch den Glauben
an Christus, wie es in den Heiligen • seinen Nächsten lieben
Schriften gefunden wird. Sie verkün-
det nicht mehr die Botschaft Jesu: „Tut • die zehn Gebote halten
Buße und glaubt an das Evangelium!“
(Mk 1,15). • die Sakramente empfangen, insbe-
sondere die heilige Kommunion
Heute lehrt Rom, dass der Himmel eine
Belohnung ist, die durch das Ausüben • beten
von guten Taten mit der Hilfe Gottes
verdient werden kann. Um in den Him- • gute Werke tun
mel zu kommen, muss man „heilig-
machende Gnade“ in der Seele emp- • in einem Zustand der Gnade sterben,
fangen und sie bis zum Tod bewahren. ohne eine Todsünde begangen zu ha-
Die Kirche sagt, dass man zehn Dinge ben, die man nicht bekannt hat
tun muss, um dies zu erreichen:
Die Ausübung dieser zehn Dinge zum
• an Gott glauben Eintritt in den Himmel ist nicht die Bot-
schaft der Errettung, die Christus brach-
• getauft sein te und im Neuen Testament durch den

46 47
Heiligen Geist aufgezeichnet wurde. Gottes Wort
Dort verheißt Gott: „Glaube an den oder Menschen Wort?
Herrn Jesus und du wirst errettet wer-
den“ (Apg 16,31). Das ewige Leben ist Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort
laut der Bibel keine verdiente Belohnung, ist Wahrheit.
sondern die Gabe Gottes (Röm 6,23). Johannes 17,17

Gott benutzte Menschen, um die Bibel zu


schreiben. Was sie aufschrieben, waren je-
doch nicht ihre Gedanken. Petrus sagt,
dass die Schreiber „getrieben vom Heili-
gen Geist“ waren (2Petr 1,21). Deshalb ist
die Schrift Gottes Wort. Sie ist inspiriert,
„von Gott eingegeben“ (2Tim 3,16).

Als solche enthält die Bibel ausschließ-


lich Wahrheit. Gott stellt sie zur Verfü-
gung, „nützlich zur Lehre, zur Überfüh-
rung, zur Zurechtweisung, zur Unter-
weisung in der Gerechtigkeit, damit der
Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute
Werk ausgerüstet“ (2Tim 3,16-17). Sie ist
das vollkommene Handbuch des christ-
lichen Glaubens.

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Die katholische Kirche stimmt dem den Maßstab zu benutzen, um die
nicht zu. Sie sagt, dass die Bibel nicht Wahrhaftigkeit jeglicher Lehre zu be-
ausreicht. Man muss ebenso den Tra- urteilen und sich in Acht zu nehmen
ditionen folgen, den ungeschrieben Leh- vor „falschen Aposteln, betrügerischen
ren, die angeblich innerhalb der Kirche Arbeitern, die die Gestalt von Aposteln
existieren und jahrhundertelang über- Christi annehmen“ (2Kor 11,13).
liefert worden sind. Die Kirche sagt,
dass Katholiken den Traditionen die Wir haben bereits gesehen, wie die Tra-
gleiche Ehre geben müssen wie der dition die ursprüngliche Botschaft der
Schrift. Errettung verändert hat. Nun lassen Sie
uns noch anschauen, wie sie die katho-
Zusätzlich behaupten der Papst und lische Sichtweise über die Messe und
die Bischöfe, dass nur sie die wahre über Maria beeinflusst hat.
Bedeutung der Schrift und der Tradi-
tionen bestimmen können. Da sie be-
anspruchen „die Nachfolger der 12
Apostel“ zu sein, sind ihre Entschei-
dungen endgültig. Niemand darf ihre
Lehren in Frage stellen.

Im Gegensatz dazu sagten Christus


und Seine Apostel den ersten Gläubi-
gen: „Prüft aber alles“ (1Thes 5,21). Sie
lehrten ihre Nachfolger die Schrift als

50 51
Wie soll ich Christus verehren? nern. Mittlerweile opfert der Priester
Christus angeblich auf dem Altar und
Und er nahm Brot, dankte, brach und gab folgt dabei der Tradition. Dies findet in
es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der Messe statt, während der Priester
der für euch gegeben wird. Dies tut zu die Worte Christi wiederholt, die Er
meinem Gedächtnis! beim Gedächtnismahl sprach. Die Kir-
Lukas 22,19 che behauptet, dass in diesem Moment
das Brot und der Wein zum wahrhafti-
Als der Herr das Gedächtnismahl ein- gen Leib und Blut Jesu werden, deren
setzte, bat Er Seine Jünger, Brot und göttliche Gegenwart somit angebetet
Wein zu nehmen, um sich an Ihn zu er- wird. Indem der Priester das Brot und
innern. Diese dienten als Symbole für den Wein über den Altar hebt, reprä-
Seinen Leib und Sein Blut. Solche Sym- sentiert er Christus in Seiner Opfer-
bole sollten den Christen helfen, ihre funktion für den Vater. Die Kirche sagt,
Verehrung auf das zu konzentrieren, dass dieses Opfer die Sünden der Le-
was der Herr am Kreuz für sie tat. Auf benden und der Toten sühnt. Sie be-
diese Weise „verkündigt ihr den Tod hauptet, dass es ein wahrhaftiges Op-
des Herrn, bis er kommt“ (1Kor 11,26). fer ist, das Opfer auf dem Kreuz.

Die römisch-katholische Kirche hat die- Dieses Ritual findet keine biblische
se einfache Handlung in ein mysteriö- Grundlage. Nirgendwo in der Schrift
ses Ritual verwandelt. Es ist nicht län- lesen wir, dass die ersten Christen ver-
ger bloß das Ziel, sich an einem Tisch sucht haben, Christus durch Brot und
mit Brot und Wein an Christus zu erin- Wein zu opfern. Das Kreuz war ein

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entsetzliches Ereignis, bei welchem die erfüllen. Deshalb führen katholische
Feinde Christi Ihn zu Tode peinigten. Priester das Opfer während der Messe
Warum sollten Christen den Wunsch einige 120 Millionen Mal im Jahr aus.
haben, das fortzusetzen?
Jeder von uns muss sich entscheiden,
Einmal reichte aus. Als Jesus am Kreuz wie er Christus verehrt. Unser Ver-
starb, sagte Er: „Es ist vollbracht!“ (Joh ständnis von der Errettung wird diese
19,30). Er ist „das ein für allemal ge- Entscheidung beeinflussen. Wenn wir
schehene Opfer des Leibes Jesu Christi“ hoffen durch einen lebenslangen
(Hebr 10,10). „Wo aber Vergebung die- Prozess von Sakramenten, Gehorsam
ser Sünden ist, gibt es kein Opfer für und guten Werken in den Himmel zu
Sünde mehr“ (Hebr 10,18). Des weite- gelangen, dann werden wir wahr-
ren ist Christus nun verherrlicht im scheinlich das Bedürfnis nach einem
Himmel. Er ist kein Opfer, welches in andauernden Opfer während der Mes-
einer ständigen Opferung angeboten se haben. Wenn wir hingegen in den
werden muss. Die Bibel sagt: „Da wir Kreuzestod Christi vertrauen als einem
wissen, dass Christus, aus den Toten vollkommenen und ausreichenden Op-
auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod fer für unsere Sünden, werden wir Sein
herrscht nicht mehr über ihn“ (Röm 6,9). vollendetes Werk preisen wollen. Unser
Trotz alledem sagt die römisch-katholi- Wunsch wird es sein, Ihn mit Christen
sche Kirche, dass das Opfer auf dem zu verehren, die Brot und Wein als
Kreuz immer wieder erneuert werden Symbole verwenden, um sich an Chris-
muss. Es wird behauptet, dass dies nö- tus zu erinnern, Ihn aber nicht erneut
tig sei, um das Werk der Erlösung zu opfern wollen.

54 55
Wer war Maria in Wirklichkeit? melfahrt kehrte sie mit den Jüngern in den
Obersaal zurück. Dort widmete sie sich
Und er kam zu ihr hinein und sprach: Sei dem Gebet (Apg 1,14).
gegrüßt, Begnadete! Der Herr ist mit dir.
Lukas 1,28 Die Bibel sagt nichts über das restliche
Leben Marias. Wenn man alles zusam-
Das Neue Testament stellt Maria als eine mennimmt, ist es in der Tat wenig, was
hingegebene Dienerin Gottes vor. Als über sie gesagt wird.
ihr der Engel Gabriel sagte, dass Gott
sie erwählt habe, den Sohn Gottes zu ge- Im Gegensatz dazu hat die katholische
bären, nahm sie es demütig an. „Siehe, Kirche eine Menge über Maria zu sagen
ich bin die Magd des Herrn; es gesche- und geht oft weit über den biblischen
he mir nach deinem Wort“, antwortete Bericht hinaus. Zum Beispiel erklärt die
Maria (Lk 1,38). Kirche, Maria sei ohne Erbsünde gebo-
ren worden. Sie bezeichnet dies als die
Die Schrift erwähnt Maria kurz im Zu- „Lehre von der Unbefleckten Empfäng-
sammenhang mit verschiedenen Ereig- nis“. Im Jahr 1854 erklärte Papst Pius IX
nissen im Leben Jesu. Während der Hoch- diese Auffassung zum Dogma, zur offi-
zeitsfeier zu Kana, als der Wein ausging, ziellen Lehre, die angeblich von Gott
bat Maria Jesus um Hilfe und wies die offenbart sei. Obwohl die Bibel sagt,
Diener an: „Was er euch sagen mag, tut!“ „alle haben gesündigt und erlangen
(Joh 2,5). (Das ist ein guter Rat für uns alle.) nicht die Herrlichkeit Gottes“ (Röm
Als Jesus am Kreuz hing, stand Maria in 3,23), behauptet die Kirche, dass Maria
der Nähe (Joh 19,25). Nach Christi Him- nie gesündigt habe.

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Die Kirche lehrt außerdem, dass Gott tus Jesus“ (1Tim 2,5). Sie legt den Chris-
Maria am Ende ihres Leben leiblich in ten nahe, ihre Bedürfnisse im Namen
den Himmel aufnahm. Das ist die Leh- Jesu direkt zu ihrem himmlischen Va-
re von „Mariä Himmelfahrt“. Papst ter zu bringen (Joh 14,13-14). In der gan-
Pius XII. erklärte sie im Jahr 1950 zum zen Bibel gibt es kein Beispiel, in dem
Dogma. In der Bibel wird nicht er- jemand zu Maria oder zu den Heiligen
wähnt, dass Gott Maria in den Himmel betet.
nahm.
Schließlich sagt die Kirche, dass Maria
Die Kirche sagt, dass Maria als „Köni- die „Zuflucht der Sünder“ ist. Nach
gin des Himmels und der Erde“ im dem Katechismus der Katholischen Kirche
Himmel throne. Sie weist die Treuen sollten Katholiken ihre Seele in ihrer
an, zu ihr zu beten als „die voll- Todesstunde Marias ganzer Fürsorge
mächtige Jungfrau“, „Mutter der übergeben. Im Gegensatz dazu lehrt
Barmherzigkeit“, „Thron der Weisheit“ die Bibel, dass wir unser völliges Ver-
und „Allerheiligste“. Die Menschen trauen in Christus zur Errettung setzen
sollen ihre Gebete zu ihr senden als sollen (Röm 10,8-13).
„Fürsprecherin“, „Helferin“, „Mutter
der Gnade“ (durch welche alle Segnun-
gen fließen) und als „Mittlerin“.

Die Bibel reserviert solche Titel für Gott.


Sie lehrt, dass „einer Mittler ist zwischen
Gott und Menschen, der Mensch Chris-

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Wie soll es mit mir weitergehen? er sagte, richtig war. Deshalb „unter-
suchten [sie] täglich die Schriften, ob
Diese aber waren edler als die in dies sich so verhielte“. Als sie über-
Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereit- zeugt waren, dass seine Lehren mit
willigkeit das Wort auf und untersuchten dem Wort Gottes übereinstimmten,
täglich die Schriften, ob dies sich so nahmen sie Paulus’ Botschaft auf und
verhielte. vertrauten Christus zur Errettung.
Apostelgeschichte 17,11
Jeder von uns hat es nötig, das Gleiche
Nach der Auferstehung Christi und zu tun. Wir müssen die persönliche
Seiner Rückkehr in den Himmel gin- Verantwortung für unsere Seelen über-
gen Seine Jünger durch die ganze Welt nehmen, die Wahrheit herausfinden
und predigten die gute Nachricht des und Gott eine entsprechende Antwort
Heils. Die meisten Menschen, die ihre geben. Der folgende Leitfaden ist zu
Botschaft hörten, lehnten sie ab; man- Ihrer Hilfe entwickelt. Fangen Sie mit
che wurden sogar zornig und zeigten Gebet an, bitten Sie Gott, Ihnen Weis-
offene Feindseligkeit. Andere jedoch heit zu schenken und vertrauen Sie
hörten zu und zeigten Interesse. Unter Ihm anschließend, dass Er Sie durch
ihnen waren die Menschen von Beröa. Sein Wort führen wird. Sie werden
Die Bibel sagt, dass sie von edlerem nicht enttäuscht.
Charakter waren. Sie waren zwar da-
ran interessiert, was der Apostel Pau-
lus zu sagen hatte, wollten sich aber
auch selbst vergewissern, dass das, was

60 61
Wesentliche Lehren über Jesus, derung, wie die ersten Christen ihren
Errettung und Gnade Glauben lebten
Apostelgeschichte
Jesu Einladung zu einer persönlichen
Beziehung mit Ihm Paulus erklärt, dass zur Errettung kei-
Matthäus 11,25-30; Johannes 10,1-18 ne religiöse Praktiken nötig sind
Philipper 3,1-11
Ein Bericht der Lehren Jesu und Seines
Lebens, der erklärt, wie man durch den Eine Erklärung wie der wahre, retten-
Glauben an Ihn ewiges Leben empfängt de und lebendige Glaube sich in guten
Das Evangelium von Johannes Taten zeigt
Jakobus 2,14-26
Die vollständigste Darlegung des Evan-
geliums der Errettung in der ganzen Zwei Beschreibungen der Kreuzigung
Bibel Christi, die von jüdischen Propheten
Römer 1,16 - 5,21 Hunderte von Jahren vor dem irdischen
Leben Jesu Erden aufgezeichnet wurden
Eine Warnung vor der irrigen Annah- Psalm 22; Jesaja 53
me, durch Glauben plus gute Werke in
den Himmel gelangen zu können Der Wunsch des Herrn, dass Christen
Galaterbrief Brot und Wein zu Seinem Gedächtnis
nehmen
Eine Geschichte der frühen Kirche, mit Matthäus 26,26-30; Markus 14,22-25;
Predigten der Apostel und einer Schil- Lukas 22,14-20; 1. Korinther 11,17-34

62 63
Die Großartigkeit des ein für allemal ge-
schehenen Opfers Christi
Hebräer 9,1 - 10;18

Alle Bibelstellen des Neuen Testamen-


tes, in denen Maria erwähnt wird
Matthäus 1,18 - 2,23;
12,46-50; 13,55.56;
Markus 3,20-35; 6,3.4;
Lukas 1,26 - 2,51; 8,19-21;
Johannes 2,1-12; 6,42; 19,25-27;
Apostelgeschichte 1,14;
Galater 4,4

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