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www.alexandersuleiman.com

www.patriciahoy.com

Recording:

02/2015 – City Hall Neutraubling/Germany

Recording Producer:

Andreas Ziegler – afz-music.com

Bösendorfer 225 Intonation: Nikolaus Metz – pianometz.com

Producer:

Andreas Ziegler

Artwork/Layout:

gruppeblau@gmx.de

Liner Notes:

Les Mackoff

Translations:

DE: Florian Gassner FR: Laurence Wuillemin – GeoPolyGlob (p. 14), Lise Michel (p.15)

Photos:

Kai Hummel (Cover, p.16, Inlay inside); private

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P

+

C 2015

TYXart © Germany, Andreas Ziegler

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8 0 0 1

Ord. No. / Best.-Nr. / n° de cde / 申し込み番号: TXA15050 | GTIN (EAN): 4250702800507

All rights reserved. All trademarks, logos, texts and photos are protected.

Made in Germany for a worldwide community of creative music-lovers.

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09 - 18

Robert Schumann (1810-1856)

Three Fantasy Pieces,Op.73 / Drei Fantasiestücke,op.73

Zart und mit Ausdruck

02:41

Lebhaft, leicht

03:05

Rasch und mit Feuer

04:02

Frédéric Chopin (1810-1849)

Introduction et Polonaise brillante,op.3

09:00

Frédéric Chopin

Sonata for Cello and Piano in G minor,Op.65 / Sonate fürVioloncello und Klavier g-Moll,op.65

I Allegro moderato

16:24

II Scherzo

04:34

III Largo

04:03

IV Finale. Allegro

06:17

Atavistic Music

27:33

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Aufschwung, 10 Melancholie, 11 Unter dem Mikroskop,

Fremdartige Begegnung, 13 UnterWasser, 14 con vandalismo,

Orient-Express, 16 Kernfusion, 17 Verdichtung, 18 Tanzattacken

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Total time / Gesamtspielzeit / Durée totale / 総合演奏時間: 78:10

Alexander Suleiman cello Patricia Hoy piano

DE

Zu Beginn des Jahres 1849 verfasste Schumann die Fantasiestücke op. 73: drei eigenständige und dennoch eng miteinander verwobene Kompositionen. Zuvor hatte die Welle der Revolution, die seit 1848 durch Deutschland rollte, Dresden erreicht. Robert und Clara sahen sich gezwungen, ihre Woh- nung in der Stadt zu verlassen und aufs Land zu fliehen. Dort schrieb Schumann die Werke in nur zwei Tagen nieder. Die Ära war ebenso turbulent wie die persönlichen Lebensumstände der Schumanns – und dennoch verraten diese drei Stücke keinerlei Anzeichen von Zwiespalt oder Unruhe. Im Gegenteil:

Sie zeichnen ein harmonisches Bild, ganz als würden sie Schumanns idyllische Umgebung widerspie- geln. Diese spielerischen Stücke bezeugen Schumanns uneingeschränkte Wertschätzung der romantischen Ästhetik.Alle folgen einer losen A-B-A-Form und entwickeln sowohl in sich selbst, als auch im Bezug aufeinander feine und dramatische Kontraste. Kennzeichnend für die Romantik ist das Streben nach Freiheit von formalen Beschränkungen, und überzeugend stellt Schumann seine Bereitwilligkeit unter Beweis, diese Freiheiten zu ergreifen. Letztendlich ist es dieAnweisung, die Stücke attacca aufzuführen, die eine thematische Einheit zwischen den Teilen herstellt und zugleich eine jeweils individuelle Wür- digung zulässt. Im Zusammenhang beschreiben die drei Stücke einen Höhenflug, der in einer langsameren, düsteren Stimmung seinen Anfang nimmt, sich dann aber im Übergang hin zu einem überschwänglichen Finale in A-Dur steigert. Fantasiestücke op. 73 ist gewiss keine umfangreiche Komposition. Doch sichern ihr die komplexe Gestaltung von Übergängen, Klang und Stimmung eine bedeutende Rolle in Schumanns beträchtlichem Oeuvre.

Introduction et Polonaise Brillante in C-Dur, op. 3 – ursprünglich bekannt als Polonaise in C- Dur, op. 3 – komponierte Chopin 1829 für den Celloliebhaber Prinz Radziwill und seine klavierspielende Tochter Wanda. Es ist eine von nur drei Kompositionen für Cello und Klavier von Chopin, wobei diese drei zusammen mit dem Piano Trio in g-Moll op. 8 Chopins gesamtes Schaffen für Kammerensembles umfassen, ausgenommen eines Stückes für Klavier und Flöte. Mehreren Kritikern zufolge habe Chopins Liebe zum Klavier dazu geführt, dass seine Werke für dieses Instrument alles andere in den Schatten stellen. Doch hat man auch eingeräumt, dass Chopin eine tiefe Zuneigung zum Cello empfand, und dass er das enorme kreative Potenzial zweier Instrumente

mit gleichermaßen gewaltigem Temperament und Tonumfang erkannt hat.

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Blendwerk.“

Letzen Endes wurde die Polonaise jedoch einem anderen Cellisten gewidmet, nämlich Josef Merk. Im

darauffolgenden Jahr 1830 komponierte Chopin die Introduction für den Cellisten Józef Kaczynski,

um sie gemeinsam mit der Polonaise aufzuführen. Chopin selbst beschrieb das Werk als „nichts außer

Doch wiewohl man von Effekthascherei sprechen kann, so ist die damit verbundene Brillanz nicht nur

technisch anspruchsvoll, sondern auch im Stil der Polonaise angelegt. Die Einleitung ist elegant und

rhapsodisch. Dies ermöglicht dem Cello, die Melodie in ungebundener Form zu singen, bis die wir-

belnden Harmoniewechsel auf der Dominante zum Stehen kommen. Hier beginnen wir die Polonaise,

mit fröhlichen Tänzen durch bekannte Rhythmen und wechselseitigen Solomelodien für jedes Instru- ment. Wie man es von Chopin erwartet werden die herabstürzenden Läufe und verwickelten Figura- tionen des Klaviers von der subtilen und sinnlichen Stimme des Cellos ausgeglichen und ergänzt.

Die Sonate für Cello und Klavier in g-Moll, op. 65 von 1845-46 ist das letzte Werk, das Chopin zu Lebzeiten niedergeschrieben hat. Der Freund und Cellist Auguste Franchomme hatte die Komposi- tion in vier Sätzen inspiriert, und ihm wurde sie auch gewidmet. Die Premiere erfolgte kurz vor Chopins Tod, doch wurden damals nur die ersten drei Sätze aufgeführt. Für den ersten Satz wählte Chopin eine quasi-Sonatenform, seinen Klaviersonaten sehr ähnlich, aber mit einem eher ungewöhnlichen Ansatz zur Entwicklung seiner Themen. Die Komplexität ist für den Hörer rätselhaft. Melodien wandeln sich von gefühlvollem Klagen und zar- tem Geflüster hin zum offenen Ausdruck tief empfundener Verzweiflung. Man meint, Stimmung und Melodie der Sonate riefen an dieser Stelle insbesondere das erste Lied „Gute Nacht“ aus Schuberts Liederzyklus Winterreise in Erinnerung: „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus…“ Möglich, dass sich hierin Chopins zunehmender gesundheitlicher Verfall widerspiegelt. Der zweite Satz – ein scherzo – setzt sich hiervon mit einer schalkhaft spielerischen moll-Tonart ab, mit eng ineinander verflochtenen Klavier- und Cellopartien. Die Bewegung wird kurzzeitig unterbro- chen von einem wunderbaren Walzer, der sich über lange Phrasen entwickelt, angeführt von einer prächtigen Melodie auf dem Cello. Darauf folgt eine Rückkehr zur ursprünglichen Stimmung des Sat- zes. Der dritte Satz – ein Largo in b-Moll – hat einen introspektiven Charakter. Die schlichte Komposition verleiht dem Satz ein Gefühl von Flüssigkeit und Zeitlosigkeit. Es entsteht ein Eindruck zarter Ruhelo- sigkeit, der sich nie ganz aufzulösen scheint.Aus den Anklängen an Chopins Nocturnes erwächst zu- gleich das Gefühl aufrichtiger Intimität. Das Finale weckt uns im lebhaften g-Moll aus dem Tagtraum. Das dramatische und turbulente Sona- tenrondo entwickelt durchweg eine Reihe komplexer Melodien und Rhythmen. Chopins späte Neigung zur Chromatik kommt hier voll zur Geltung und trägt noch weiter zur harmonischen Spannung bei. Der Höhepunkt des Satzes wird jedoch in der rasanten Coda erreicht, mit einem triumphalen Schluss in G-Dur.

Atavistic Music ist eine von aller Form befreite Kollaboration, ein Medium, das es Klavier und Cello

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erlaubt auf sich kreuzenden musikalischen Ebenen nebeneinander zu bestehen und dabei erstaunliche

Klangfolgen und -fragmente zu erschaffen, die schließlich in höhere abstrakte Formen zusammenflie-

ßen. Es ist ein intuitiver und dabei doch zutiefst geistiger Prozess. Zeitgleich erzeugen und antworten

die Künstler auf ihre jeweiligen Ideen. Sie fördern dabei ihr Innerstes zutage um das Gefühl des ge-

teilten Moments vollkommen zu verwirklichen. Es entsteht eine Dynamik zwischen Erwartung und

Erfüllung, zwischen Zeit und Distanz, eine Meditation über den Moment und die Räume dazwischen.

DE Möglicherweise wirken die Stimmungen und Motive vergänglicher als in konventionellen Komposi- tionen, und dennoch sind sie deutlich präsent.Wie Erscheinungen leuchten die rhythmischen und mo- tivischen Ideen im Austausch zwischen den Künstlern auf. Sie überlassen es dem Gehör und ästhetischen Gespür des Zuhörers, die musikalische Landschaft zu malen. So feiert die Musik den be- ständigen Wandel der Schönheit – die blühende Blume oder den feurigen Sonnenuntergang, auf des- sen überwältigende Intensität das Nichts folgt. Der aufmerksamen Hörer wird zweifelsohne über die Beziehung zwischen den romantischen Werken auf der CD und einem solchen musikalischen Atavismus nachsinnen. Letztendlich zielen die Stücke gleichermaßen darauf ab, der Suche nach Gleichmut und Schönheit Ausdruck zu verleihen, in einem Moment, der von zwei Instrumenten entwickelt und geteilt wird. Jedes derWerke auf dieserAufnahme vermag den Zuhörer zu überraschen und bei ihm rasch wechselnde Emotionen hervorzurufen. In ihrer Einheit bieten die Stücke eine Vielzahl an Kontrasten, die in ihrem Zusammenwirken eine klare und bemerkenswert stimmige Aussage treffen über Schönheit, Freude, und das menschliche Dasein.

Patricia Hoy Klavier

“Kraftvoll”, “leidenschaftlich” und “sinnlich” – mit diesen Worten beschrieb die kanadische Presse die Auftritte der Pianistin Patricia Hoy auf einer unlängst abgeschlossenen Tournee. Derartiges Lob für Hoy ist nicht ungewöhnlich: Die Los Angeles Times rühmte in ihrem Spiel die „anziehende Mischung von romantischer Träumerei und disziplinierter Zielstrebigkeit, die von herausragender Meisterschaft zeugt“ (Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 1). Ihre gewaltigen Interpretationen des romantischen Re-

pertoires haben der Solistin besonderen Beifall beschert: Man empfand sie als „lyrisch und subtil“,

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doch zugleich alsAusdruck „erstaunlicher Energie und technischer Gewandtheit“. IhreAnziehungskraft

auf das Publikum wird womöglich aus der Einschätzung eines Kritikers verständlich, dem zufolge sie

„ohne Einschränkung einen reinen Stil und ein erstklassiges Verständnis von Musikalität vermittelt“.

Hoy tritt gemeinsam mit herausragenden Künstlern in Nordamerika und Europa auf. Bekannte und

zeitgenössische Werke versieht sie gleichermaßen mit einer persönlichen Note und erschafft damit

neu- und einzigartige Interpretationen. Ihre Talente werden ebenso in den virtuosen und empfindsa-

men Kollaborationen offenbar, für die sie weithin bekannt ist. Aus dem Zusammenspiel ihrer vorzüg-

lichen Technik, ihres tiefen Gefühls und ihres sinnreichen Stils ergibt sich ein einmaliger Klang: brillant,

poetisch und außerordentlich nuanciert.

Hoy hat sich der Aufgabe verschrieben, ihre Zuhörer mit einer Erweiterung des Standardrepertoires DE durch weniger bekannte Werke zu fordern, und sie hat hierfür sowohl vom Publikum, als auch von ihren musikalischen Partnern großes Lob geerntet. Renommierte Veranstalter, wie das Banff Centre, haben ihre Fähigkeiten als Künstlerin und Programmleiterin gewürdigt. Zudem wurde sie wiederholt als musikalische Beraterin für Filmmusik herangezogen. Hoy vereinbart ihre rege Tätigkeit als international auftretende Künstlerin mit ihrer Arbeit als Dozentin im Fachbereich Kammermusik an der University of British Columbia School of Music. Sie selbst ist im kanadischen Vancouver geboren und reifte als Musikerin unter dem pädagogischen Einfluss des her- ausragenden John Perry. Unter seiner Anleitung promovierte sie an der Thornton School of Music, Uni- versity of Southern California. Hoys Aufnahmen sind bei Centredisk, CBC und Wildwest Records erschienen. Zudem ist sie im kana- dischen Fernsehen und Rundfunk, sowie bei PBS und WQXR zu hören gewesen.Als Solistin wirkte sie unter anderem mit den Symphonieorchestern der Städte Vancouver und Montreal, dem CBC Radio Orchestra und dem Kammerorchester der Stadt Quebec. Ihre Vortragsabende führten sie durch Nord- amerika, Europa und Asien.

und dem Kammerorchester der Stadt Quebec. Ihre Vortragsabende führten sie durch Nord- amerika, Europa und Asien.

DE

Alexander Suleiman Violoncello

Gleich, ob er im Amsterdamer Concertgebouw gastierte, im Nationalen Zentrum für darstellende Kün- ste in Peking oder in der Carnegie Hall – stets sicherte sich der deutsch-amerikanische CellistAlexander Suleiman den Beifall der Kritiker, durch sein künstlerisches Talent ebenso wie durch seine Fähigkeit, das volle Potenzial seines Instruments auszuschöpfen. Suleiman gilt heute als einer der führenden Cellisten, der sich als Solist, Kammermusiker und künstlerischer Leiter ausgezeichnet hat.Als Schüler von Eldar Issakadze, Daniil Shafran und Natalia Gutman bildet er das jüngste Glied einer hochkarätigen Kette. Suleimans künstlerischer Persönlichkeit gelingt es mittels wagemutiger musikalischer Ideen neue Aus- drucksformen zu erschließen. Grundlage hierfür sind seine Leidenschaft für zeitgenössische Musik, wie auch seine umfassende Beherrschung des gesamten Repertoires aus der Zeit vor 1900. Regelmäßig bringt er Cellokonzerte führender zeitgenössischer Komponisten zur Aufführung, beispielsweise von Franz Hummel, Erik Sven Tueuer,Vaza Azarshvili, und Petris Vasks, und viele haben ihm ihre Werke ge- widmet. Seine umfangreiche Diskographie beinhaltet Weltpremieren einiger dieser Kompositionen. Suleimans glänzendes Improvisationstalent wird schon seit langer Zeit gewürdigt, insbesondere von seinen Musikerkollegen. Die CD “Trio Zero: Out of the Blue” (TYXart) machte dieses Talent zum ersten Mal einem breiten Publikum zugänglich. 2012 wurde diese CD für den Preis der deutschen Schall- plattenkritik nominiert. Auch die zweite CD “Atavistic Music Extreme Jazz” – ein Werk in freier, im- provisierter Form – erntete 2014 das Lob der Kritiker. Suleiman ergänzt seine rege Tätigkeit im Studio und auf der Bühne mit einem nachhaltigen Interesse für Schnittstellen zwischen der Musik und anderen kulturellen und politischen Bereichen. Er ist ein engagierter Botschafter europäischer Musikkultur in Asien und Lateinamerika, in Israel, den Ländern des Kaukasus und in der arabischen Welt. Schon lange engagiert sich Suleiman bei Kammermusikfestivals in Europa und Nordamerika. Dazu gehören das Kuhmo Chamber Music Festival in Finnland, das Oleg Kagan Music Festival, das YAE Fe- stival in Vancouver, das Pax Vobiscum Festival in Georgien und das Duxbury Music Festival in Massa- chusetts. Als künstlerischer Leiter hat er das CoralWind Chamber Music Festival in Kanada betreut, und er leitet derzeit die Neuburger Sommerakademie.

In der Spielzeit 2014/15 brachte er unter anderem Cellokonzerte von Antonín Dvo ř ák, Edward Elgar,

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Robert Schumann, Dmitri Shostakovich, sowie die Doppelkonzerte von Brahms und Nassidze auf die

Bühne, in China, Deutschland, Korea, Italien, und in den Niederlanden.

EN Fantasiestücke Op. 73, three distinct yet intricately interconnected pieces were composed by Schu- mann in early 1849. The wave of revolutions that had rolled across the German states since 1848 came to Dresden forcing Robert and Clara to flee their home for the country. There Schumann com- posed the works in just two days. While the era was tumultuous as were the personal circumstances of the Schumanns at the time, these three pieces do not betray any hint of unrest or discord. To the contrary, they portray an environment that is idyllic and harmonious, seemingly a reflection of Schu- mann’s physical surroundings. These are playful pieces that reflect Schumann’s unbridled appreciation of the romantic aesthetic. Each is composed in a loose A-B-A form and contains dramatic and subtle contrasts both within and among the three works. Romanticism almost by definition chafes against the restraint of form and Schumann demonstrates convincingly his willingness to embrace its freedoms. Ultimately with the direction that the pieces be performed attacca there is a thematic continuity that imparts a singularity to the works while at the same time permitting each to be appreciated on its own. In combination the three works create a flight of fancy beginning with a slower sombre mood in A minor, then growing livelier with a transition and exuberant finish in A major. While it cannot be said to be a large work, nonetheless there are complexities and transitions in both mood and tone that make Fantasiestücke Op. 73 an important part of Schumann’s considerable and varied body of work.

Introduction and Polonaise Brillante in C Major, Op. 3 was composed by Chopin in 1829 in- itially known only as the Polonaise in C Major, Op. 3 for the amateur cellist, Prince Radziwill and his pianist daughter Wanda. It is one of just three compositions for cello and piano by Chopin although these three along with his Piano Trio in G minor Op. 8 constitute his entire output of chamber music with the exception of one piece for flute and piano. It has been noted by several commentators that Chopin’s deep love of the piano caused his piano works to eclipse all else. Yet, it has also been recognized that Chopin had a strong attraction to the cello and recognized the enormous creative capacity of two instruments each with such tremendous tonal range and temperament. Ultimately the dedication of the Polonaise was made to another cellist, Josef Merk. In the following year, 1830 Chopin wrote the Introduction for the cellist, Józef Kaczynski to be performed with the Po-

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lonaise. In his own words, Chopin described the work as “nothing to it but dazzle.”

Indeed, while there is plenty of dazzle, the brilliance that is associated with it is not only technical but

inherent in the style of the Polonaise. The introduction is elegant and rhapsodic allowing the cello to

sing the melody freely and without restraint until the harmonies of change swirl to a pause on the

dominant. Here we begin the Polonaise joyously dancing through familiar rhythms and exchanges of

solo melodies for each instrument. True to Chopin’s style the cascading runs and intricate figurations

of the piano are balanced and complimented by the cello’s subtle and sensuous voice.

Chopin’s Sonata for Cello and Piano in G minor, Op. 65 was the final work written in Chopin’s EN life from 1845-1846. This work in four movements was inspired by and dedicated to his friend and cellist Auguste Franchomme. It received its premiere shortly before Chopin died although only the last three movements were performed at that time. In the first movement, Chopin chooses a quasi sonata form, much like his piano sonatas, yet with a more unusual approach towards the development of his themes. The complexity one hears is mysti- fying. Melodies transform from soulful laments and gentle whispers to openly anguished moments of despair. It is believed that elements of Schubert’s first song “Good Night” from his cycle Winterreise was referred to particularly in the sonata’s opening melody and sentiment “Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus.…” (I came here as a stranger, I leave as a stranger), possibly mirroring the decline in Chopin’s personal and physical health. The second movement, Scherzo, contrasts with a mischievously playful minor key with close exchanges between the cello and piano. It is interrupted briefly by a beautiful waltz spun out over long phrases led by a sumptuous cello line, only to return to the initial mood of the movement. The third movement, Largo, is introspective in character. Written in B flat major, there is a feeling of timelessness and fluidity created by the simplicity of the writing.There is a feeling of gentle restlessness throughout which never seems to resolve completely. Reminiscent of Chopin’s Nocturnes, it possesses an intimacy that is revealing. The finale awakens us from the reverie in a brisk Allegro beginning in G minor. In sonata-rondo form, it is dramatic and tumultuous throughout developing a series of complex melodies and rhythms. Cho- pin’s late style chromaticism is on full display contributing to even greater harmonic tension.The mo- vement culminates however in an exciting coda ending triumphantly in G major.

Atavistic Music is a collaboration freed of all form, a vehicle to permit the cello and piano to co-

exist on musical planes that collide with one another producing amazing sound threads and fragments that coalesce into refined abstract forms of expression. The process is at once visceral and intensely intellectual.The players both originate and respond to ideas simultaneously, drawing from deep within themselves in order to best realize the sense of each moment they share. There is a dynamic between anticipation and expression, between time and distance, a meditation of the moment and the spaces

in between.

The moods and motives are perhaps more transient than in a conventional composition but are clearly

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present. In each of the performances an exchange of rhythmic and motivic ideas flashes mirage-like

throughout, permitting the listener’s own ear and aesthetic sensibility to paint the musical landscape.

It is a celebration of the impermanent nature of beauty, the blossoming flower or the fiery sunset so

intense and all-absorbing then gone.

The astute listener will surely contemplate the relationship between the romantic works on the CD

and such musical atavism. Ultimately, each is about an expression of the moment and the quest for

EN beauty and equanimity within each moment nurtured and shared by two instruments. Each of the

works on this recording has the capacity to surprise and to elicit contrasting emotions with alacrity. Thematically the whole serves up a host of contrasts which somehow, when all is said and done make

a statement about beauty, joy and the human condition that is remarkably constant.

Patricia Hoy piano

"Powerful," "passionate" and "sensuous," were words chosen by the press to describe Canadian pianist Patricia Hoy's performances during a recent concert tour. Ms. Hoy is no stranger to such acco- lades, having been described by the Los Angeles Times as possessing a "pleasing blend of romantic reverie and disciplined direction demonstrating excellence throughout (Rachmaninov Piano Concerto No. 1)." As a soloist, her tremendous interpretation of the romantic repertoire has garnered particular praise, as at once "subtle and lyrical" yet demonstrating "prodigious technique and elan." Her appeal to audiences is perhaps best explained by one critic's comment that she "entirely conveys elements of pure musical style and superb musical understanding." Ms. Hoy performs with leading artists throughout North America and Europe. Her personal voice always shines through creating fresh and original interpretations of well known repertoire and con- temporary works alike. Known for her sensitive and virtuosic collaborations Ms. Hoy’s gifts are mani- fest. Her exquisite technique, profound depth and intelligence of style create a sound that is at once brilliant, poetic and extraordinarily nuanced. Hoy's dedication to challenging her audiences with less familiar repertoire interspersed amongst more conventional works has won her praise from audiences and collaborating colleagues alike. Her ex- pertise as a programmer/performer has been recognized in prestigious venues including the Banff Centre. She has also served as a music consultant for several film scores. Ms. Hoy maintains a busy international performance schedule and is a member of the music faculty

of the University of British Columbia where she specializes in chamber music. Born in Vancouver, Ca-

nada her major pedagogic influence was the iconic John Perry under whom she obtained her Doctorate of Musical Arts at the University of Southern California, Thornton School of Music.

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Ms. Hoy has recorded for Centredisc, CBC and Wildwest records and has been featured numerous

times on CBC radio and television, PBS stations and WQXR. She has been a soloist with the Vancouver

and Montreal symphonies, CBC Radio Orchestra and the Quebec Chamber Orchestra among others

and has performed in recital throughout North America, Europe and Asia.

EN

Alexander Suleiman cello

From the Concertgebouw to the National Performing Arts Centre in Beijing and Carnegie Hall, Ger- man/American cellist Alexander Suleiman has won critical acclaim for his artistry as well as his ability to draw upon the full potential of the cello. Considered one of the premiere cellists of the day, Mr. Su- leiman has distinguished himself as a soloist, recitalist, chamber artist and artistic director. His lineage is of the highest calibre having studied with Eldar Issakadze, Daniil Shafran and Natalia Gutman.

His passion for contemporary music and his comprehensive mastery of the complete repertoire before

1900 make Suleiman an artistic personality who is able to forge new paths of expression using bold musical ideas. He frequently performs cello concerti by leading composers of our time such as Franz Hummel, Erik Sven Tueuer,Vaza Azarshvili, and Petris Vasks, many of whom have dedicated works to him. His extensive discography includes world premieres of several of these works. Mr. Suleiman’s

brilliant improvisational skills have long been recognized, especially by his fellow musicians. On the

CD “Trio Zero: Out of the Blue” (TYXart label) they were presented to a larger audience for the first

time. The CD was nominated for the German Record Critics’ Award in 2012. In 2014, the second CD “Atavistic Music Extreme Jazz,” an extemporaneous free form improvisational work has also garnered critical acclaim.

In addition to his busy recording and performance career Mr. Suleiman is also deeply interested in the intersection of music with other cultural and political issues. He is a committed ambassador of Euro- pean musical culture to theArab world, Israel, the Caucasian countries,Asia,Africa and SouthAmerica. Mr. Suleiman has long been involved in chamber festivals throughout Europe and North America in- cluding the Kuhmo-Music Festival in Finland, the Oleg Kagan Music Festival, the YAE Festival in Van- couver, the Pax vobiscum Festival in the Republic of Georgia and the Duxbury Music Festival in

Massachusetts. He has served as Artistic Director of the CoralWind Chamber Music Festival in Canada

and

The

bert Schumann, Dmitri Shostakovich and the double concertos by Brahms and Nassidze in China, Ger-

many, Korea, Italy, and the Netherlands.

2014/2015 season included performances of cello concerti by Antonin Dvorak, Edward Elgar, Ro-

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currently directs the Neuburg Sommerakademie.

FR

Patricia Hoy piano

« Puissant », « passionné » et « sensuel » sont les termes avec lesquels les critiques canadiens ont

salué le passage sur scène de la pianiste Patricia Hoy au cours de sa tournée achevée récemment. De telles louanges n’ont rien d’inhabituel pour l’artiste : le Los Angeles Times a vanté son jeu pour « le

cocktail captivant de rêverie romantique et de ténacité disciplinée témoignant d’une maîtrise hors pair » (Rachmaninov, Concerto n° 1 op. 1). Sa fabuleuse interprétation du répertoire romantique a reçu un accueil peu commun : si elle a été perçue comme étant à la fois « lyrique et subtile », elle a néanmoins fait preuve « d’une technique et d’un élan prodigieux ». Peut-être la meilleure façon

d’expliquer l’attraction que Patricia Hoy exerce sur le public est de laisser la parole à un critique :

« Elle est à même de transmettre à la perfection les éléments d’un style musical pur et d’une grandiose

compréhension musicale ». Patricia Hoy se produit avec des artistes remarquables en Amérique du Nord et en Europe. Que les œuvres soient connues ou contemporaines, elle leur attribue toutes une griffe personnelle, créant ainsi des interprétations à la fois neuves et uniques. Ses talents se manifestent également dans les collaborations virtuoses et sensibles, pour lesquelles elle est largement connue. De l’interaction entre sa technique irréprochable, son sentiment profond et son style ingénieux résulte une sonorité excep- tionnelle : brillante, poétique et extraordinairement nuancée.

La pianiste s’est attelée à la tâche d’enrichir le répertoire classique en défrichant pour son auditoire des œuvres moins connues, ce qui lui a valu d’obtenir de grandes louanges, autant de son public que de ses partenaires. Des organisateurs renommés, comme le Banff Centre, ont fait appel à ses compé- tences de pianiste et de conceptrice de programmes. En matière de films, on a de surcroît fait appel à ses conseils de manière renouvelée. Artiste se produisant à l’échelon mondial, Paricia Hoy partage son temps entre ses tournées et son travail d’enseignante dans la discipline musique de chambre à la School of Music de l’Université de Colombie-Britannique. Née à Vancouver, elle a mûri sous la houlette pédagogique du remarquable John Perry. Sous son égide, elle a passé ses diplômes à la Thornton School of Music de l’Université de Californie du Sud. Les enregistrements de Patricia Hoy sont parus chez Centredisk, CBC et Wildwest Records. Elle s’est

en outre produite à la télévision et la radio canadiennes, ainsi que sur PBS et WQXR. En tant que

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soliste, elle a joué entre autres avec les orchestres symphoniques des villes de Vancouver et de

Montréal, le CBC Radio Orchestra et l’Orchestre de chambre de la ville de Québec. Ses concerts l’ont

conduite à travers l’Amérique du Nord, l’Europe et l’Asie.

Alexander Suleiman violoncelle

fit ses études avec Eldar Issakadze, Daniil Shafran et Natalia Gutman.

Suleiman compte parmi les musiciens les plus intéressants et les plus particuliers de sa génération. Il

a donné des concerts partout dans le monde avec des orchestres renommés. Il est considéré comme

interprète exceptionnel et original. En plus des concerts habituels pour un violoncelliste de sa classe,

il est fortement motivé par des intérêts culturels et politiques. C'est ainsi qu'il opère en tant qu'am-

bassadeur des cultures musicales de l'Europe centrale de préférence dans les pays arabes, la Jordanie, Israël mais aussi en Afrique, en Asie et en Amérique du Sud. Récemment il joua avec le Cape Town Symphony Orchestra la première du Concerto pour violoncelle de Jacques Offenbach, disparu pendant longtemps, enrichissant ainsi la littérature pour violoncelle, peu abondante par ailleurs, d’une œuvre importante et intéressante.

Sa préférence particulière pour la musique contemporaine et sa maîtrise quasiment totale du répertoire d'avant 1900 font de lui une personnalité artistique qui évite les chemins battus. Ce violoncelliste à

la culture musicale très étendue n'a pas seulement gagné des premiers prix dans sa discipline mais

également comme pianiste. Ainsi par exemple, encore très jeune, lors du concours de la Musikhoch- schule Frankfurt am Main et au concours Brahms en Autriche. De 2007 à 2012 Suleiman fut professeur de violoncelle à la University of Southern California à Los Angeles. Il fut"co-artistic-director" du Coralwind-Chambermusic- Festival au Canada et le Edward Said Festival à Jerusalem décerne même un"Prix Alexander Suleiman". Comme s'il avait le don d'ubi- quité: on le rencontre au festival"Wörthersee-Klassik", au Kuhmo-Musicfestival en Finlande, au Yae- Festival à Vancouver, au festival Pax vobiscum à Tiflis, au festival Oleg Kagan au bord du lac de Tegernsee et ainsi de suite Une sorte de "Suleimanie" s'est déclarée chez ses adeptes qui en dit long à propos de l'omniprésence d'un artiste d'exception qui, chose étonnante, reste prêt à apprendre et répéter des œuvres modernes compliquées pour les présenter avec gloire et succès à ses auditeurs. Depuis l’automne 2013 Suleiman est professeur de violoncelle à l’université de Soochow, une des plus anciennes universités de Chine.

FR

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