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Gymnasium Oberaargau Mathematik Isler

REPETITION TERTIA: LOGARITHMEN

1. Der Begriff des Logarithmus


b
a =c Beispiel: 2 3  8

a: Basis
b: Exponent
c: (ausgerechnete) Potenz

Auflösen nach c: c  ab Potenzieren c  8  23


1 1
Auflösen nach a: a c c
b b
Radizieren a2 8 8 3 3

Auflösen nach b: b  log a c Logarithmieren b  3  log 2 8

Der Logarithmus von c zur Basis a ( log a c ) ist der Exponent, mit dem man a
potenzieren muss, um c zu erhalten.

b  log a c  a b  c a  R \{1}, b R, c R
+ +

Der Taschenrechner kann meistens Logarithmen zur Basis 10 (Zehnerloga-


rithmen: lg) und zur Basis e = 2.718281828 (natürliche Logarithmen: ln) direkt lg

berechnen. Somit wird es ein Ziel sein, alle anderen Logarithmen auf eine dieser ln
beiden Basen umrechnen zu können. (siehe Seite 2).

2. Logarithmengesetze
Bei einer fest gewählten Basis a ist Logarithmieren die Umkehroperation zum Potenzieren.
So wird durch Potenzieren der Basis a mit dem Exponenten b der Wert der Potenz c
berechnet, durch Logarithmieren zur Basis a erhält man umgekehrt aus der Potenz c den
Exponenten b.
a b  c  b  log a c
Somit müssten die Logarithmengesetze auch gerade umgekehrt zu den Potenzgesetzen lauten

rs
ar  as  a  log a  uv   log a u  log a v
u v uv    
rs r s

rs  u
ar : as  a  log a    log a u  log a v
u v u  v   
  r s
v rs

ar  arss  
s
 log a u s  s  log a u
  
u rs r
us

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3. Basiswechsel
Durch Anwenden der Logarithmengesetze auf die folgende Gleichung können wir
Logarithmen beliebiger Basis mit Hilfe des Zehner- bzw. des natürlichen Logarithmus
ausrechnen.
ax = b  logarithmieren (z.B. zur Basis e)
ln (ax) = ln b
x·ln a = ln b
ln b
x =
ln a

lnb log c b
log a b 
lna
loga b  , für irgendeine Basis c
log c a

4. Logarithmusfunktionen
Wie Potenz- und Wurzelfunktionen sind Exponential- und Logarithmusfunktionen
Umkehrfunktionen voneinander.
 Die Funktionsgleichung der Umkehrfunktion erhält man, indem in der Funktionsgleichung
x und y vertauscht werden und anschliessend nach y aufgelöst wird.
 Den Graphen der Umkehrfunktion erhält man durch Spiegelung des Funktionsgraphen an
der 1.Winkelhalbierenden. y  2x
y

3
y  log 2 ( x)
2

-7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9

-1

-2

-3

-4

-5

4
y  log 2 ( x)
3

-2 -1 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

-1

-2

-3

-4
y  log 1 ( x)
2

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5. Anwendungen

5.1 Logarithmisches Rechnen

Ein Taschenrechner mit n-stelligem Display kann offenbar alle Zahlen exakt darstellen, die
nicht mehr als diese n Stellen (als Vor- und Nachkommastellen) benötigen. Darüber hinaus
wird er einen grossen Teil der reellen Zahlen als entsprechend gerundete Werte in
wissenschaftlich-technischer Schreibweise anzeigen (z.B. 1/3 als 3.3333333E-01).
Offensichtlich gibt es aber auch Zahlen, die gar nicht mehr darstellbar sind. Das sind alle
Zahlen, bei denen der Exponent von 10 nicht zwischen -99 und +99 liegt. Auf der reellen
Zahlengeraden liegen diese Zahlen sehr weit links bzw. rechts, aber auch nahe bei Null.

R
0
99 99
9.9999999  10 0.0000001  10 0.0000001  10 99 9.9999999  10 99

Logarithmen bieten uns nun die Möglichkeit auch bei Rechnungen mit nicht darstellbaren
Zahlen noch die Hilfe unseres Taschenrechners in Anspruch zu nehmen. Indem wir statt das
gesuchte Resultat den Zehnerlogarithmus davon berechnen und anschliessend zur Basis 10
exponieren, liegen unsere Zwischenresultate meist im Darstellungsbereich unseres
Taschenrechners. Einzig kleinere Umformungen mit Hilfe der Logarithmen- und
Potenzgesetze bleiben uns überlassen.

Beispiel: x  3192  57 49
 
log x  log 3192  57 49  log 3192  log 57 49  92  log 31  49  log 57  223.243143
x  10 223.2431437  10 0.2431437  10 223  1750422955
.  10 223

5.2 Logarithmische Skalen

Manchmal ist es nötig, Zahlen verschiedener Zehnerpotenzen in einer Skala darzustellen. In


einer Skala mit festen Einheiten könnten entweder die kleinen Zahlen nicht mehr
unterschieden werden oder die grossen Zahlen fänden nicht mehr Platz bzw. die Skala würde
unübersichtlich gross. Um eine Skala zu bekommen, auf der alle Werte abgetragen werden
können und trotzdem von übersichtlicher Grösse ist, verteilt man die Einheiten logarithmisch.
Man erhält eine solche logarithmische Skala, indem man ausgehend von einem Punkt ‘1’
anstelle des wirklichen Abstandes x die Länge des Logarithmus von x, üblicherweise log10 x ,
abträgt.

103 10 2 10 1 1 101 102 103

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