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Das Buch Noctemeron

Das Werk Noctemeron von Frater Mordor wird von den meisten Schatten als eine Art Regel- und Lehrwerk angesehen. Der Name Noctemeron ist von den beiden bekanntesten Werken im Vampirismus „Das Buch Nod“ und „Necronomicon“ abgeleitet. Er enthält zwar das lateinische Wort „Nocte“ für Nacht, der Rest des Namens existiert jedoch im Lateinischen nicht.

Es besteht hauptsächlich aus den drei Büchern „Das Buch Noctermeron“, „Von Der Quelle Zum Fluss“ und „Die Dunklen Künste“. Zum Teil bauen sie aufeinander auf, können jedoch auch einzeln gelesen und verstanden werden.

Das eigentliche Noctemeron stellt das Fundament dar. Es bezieht sich auch als einziges explizit auf den Vampirismus, während die Fortsetzungen sich hauptsächlich auch die Esoterik konzentrieren. Im Grunde ist es in drei Teile geteilt. Der erste Teil, die Reflektionen, enthält Texte und Geschichten, die den Schatten charakterisieren sollen. Die zwei anderen Teile, Zwielicht und Wissenschaften, kann man zusammen fassen. Dort sind magische Rituale, wie das „Io Umbra“, das vor dem Eröffnen eines Tempels durchgeführt werden soll, und die wesentliche Weltanschauung dargestellt - die sich sehr an fernöstliche Religionen anlehnt. So herrscht der Glaube an Chakrenbeherrschung, Aurasehen und Wiedergeburt vor. Es wird versucht Erklärungsansätze für das Dasein und die Entstehung von Schatten zu geben und enthält Anleitungen, wie ein geregeltes Zusammenleben auszusehen hat.

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Dieses Werk vertritt die Auffassung, dass Schatten eine Unterart des Menschen sind, die durch genetische Veränderungen eine bessere Verträglichkeit von Blut haben und dieses auch benötigen. Ein neuer Schatten kann erschaffen werden, indem man einem Menschen das Blut eines Schattens gibt. Dadurch übernimmt der Körper das Schatten-Gen und baut es in seine eigene Genetik ein. Das beste Zusammenleben zwischen Schatten bestehe in Tempeln, die dem Schatten das Wichtigste zum Überleben lehren und eine streng innere Ordnung aufweisen. Diese Ordnung ist zum Teil an die Entwicklungsstufen angepasst, die ein Schatten durchlaufen muss, um zum höchsten Wesen zu werden, und wird durch festgelegte, strenge Regeln gewahrt.

Als Kritik an diesem Werk wird oft vorgebracht, dass es sehr dogmatisch geschrieben ist und an sich einen hundertprozentigen Wahrheitsanspruch stellt. Auch das Kapitel Reflektionen wirkt auf die meisten sehr irritierend, da es nach Vampirfiktion klingt. Von Befürwortern wird das Gegenargument gebracht, dass die Geschichten nur Metaphern darstellen, die das Wesen des Schattens herausstellen sollen. Häufig wird dazu auch angeführt, dass das Noctemeron lediglich als Leitfaden dienen soll, jedoch jeder selber entscheiden sollte, was er aus diesem übernehmen möchte.

Weitere Kritikpunkte sind die inhaltlichen Fehler. So macht der Autor große Fehler, wenn er die Blutgruppenverträglichkeit beschreibt. Der zweite und der dritte Teil des Werkes sind zum Großteil einfach nur Zusammenfassungen anderer spiritueller und magischer Werke, ohne wirkliche Eigenleistung des Autors.

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Sehr detaillierte Beschreibungen an welchen Stellen am schnellsten und meisten Blut gewonnen wird - ohne Rücksicht, welche Gefahr manche für den Spender bergen - ebenso wie Anleitungen, wie man die Halsschlagader durchbeißt, könnten durchaus zum Nachmachen anregen. Auch wird nicht auf die Gefahren durch Krankheiten hingewiesen. Eine weitere Gefahr stellen die beschriebenen Rituale dar, da für die meisten Blut benötigt wird.