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November / 2009

MISSIONSDIENST PANAMA

GOTT ZU NAHEN IST MIR GUT. ICH HABE MEINE ZUVERSICHT


AUF DEN HERRN GESETZT, ZU ERZÄHLEN ALLE DEINE TREUE
Psalm 73, 28

Liebe Freunde, der Ewigkeit antreffen. Es ist uns ein


besonderes Anliegen, dass die Kalender
unsere Tochter Noemi, hat einige auch dieses Jahr an suchende Menschen
Fahrstunden hinter sich. Nach der gelangen oder sie suchend machen.
zweiten Fahrstunde liess sie uns an
einem ermutigenden Zeugnis teilhaben. Auf der vergangenen Reise an die
Schon nach der ersten Lektion erzählte Antlantikküste während des
sie uns, dass ihr Fahrlehrer ein Mitarbeitertreffens und Seminars wurde
ehmaliger Buschauffeur war, der ihren ich durch manches Zeugnis aus dem
Schulbus während der Sekundarschule Alltag im persönlichen Austausch mit
lenkte. Bevor sie ihre zweite Lektion Glaubensgeschwistern ermutigt.
begann, sagte ihr der Fahrlehrer, dass er Obwohl wir unsere Grundlage des
schon seit langer Zeit Noemi für das Glaubens nicht auf Erfahrungen
sehr spezielle Geschenk danken wollte, gründen. Grundlage unseres Glaubens
welches sie ihm vor 4 Jahren übergab. ist das Wort Gottes. Trotzdem sind es
Zuerst wurde Noemi nervös, sie habe doch gerade auch Erfahrungen, die
ihm doch nie etwas geschenkt.” unser Glaubensleben lebendig erhalten,
„Doch”, bestätigte der Fahrlehrer, “ein ermutigen und Gottes Interesse an
sehr wertvolles Geschenk” und erhöhte unserem Leben bestätigen, ohne dabei
dadurch die Spannung. “Du hast mir ein Wohlstandsevangelium zu
einen evangelistischen Abreisskalender verkünden. Ohne in theologische
“Die gute Saat” zum Jahresanfang Fragen zu diesem Thema einzusteigen,
geschenkt. Auf Grund der täglichen was nicht die Idee dieses Rundbriefes
Botschaften sah ich mich gedrängt eine ist, möchte ich sie daran teilhaben
evangelische Gemeinde zu suchen und lassen wie Indianer
habe Jesus Christus als meinen Erlöser Glaubenserfahrungen im Alltag erleben.
gefunden.” Gerade in diesen Tagen ist
die neue Sendung der Kalender in Eine der Köchinnen (Melva) erzählte
Panama eingetroffen. Einmal mehr mir strahlend während des Seminars,
wurde uns durch das Zeugnis von dass ihre Tochter erkrankte und
Noemi bewusst, dass manchmal Jahre dringend ärztliche Betreuung brauchte.
vergehen um die Frucht der Saat zu Sie verfügte jedoch nicht über das
sehen. Manche werden wir wohl erst in nötige Geld um Medizin zu besorgen
und ihre Tochter mit einem Motorboot und Medikamente zu finanzieren. Da
an die Küste in die nächstgelegene seine Hütte in der Nähe des Flusses
steht, musste der Sohn immer in
Begleitung sein, um einen Unfall beim
Baden oder Fischen zu verhindern. Ich
mag mich gut daran erinnern, dass es
Nicho war, welcher mich vor Jahren bei
einem der ersten Besuche in diesem
Urwalddorf bat, für sein todkrankes
Mädchen um Genesung zu beten. Es
Melva beim wurde mir damals in besonderer Weise
Hähnchen bewusst, dass wir keinen grossen
zubereiten Glauben, sondern den Glauben an die
Grösse Gottes brauchen. Gott hatte sich
Krankenstation zu fahren. Ihr Mann war
schon damals auf wunderbare Weise
auf einer längeren Reise, so musste sie
offenbart und zu seiner Ehre dem
selber Entscheidungen treffen und sich
Mädchen sofortige Gesundheit
auch um die Landwirtschaft kümmern
geschenkt. Nicho war auch der erste in
und das Essen vom Feld holen. So legte
seinem Dorf, der das Geschenk Gottes
sie vor dem Verlassen des Hauses alle
des ewigen Lebens in Anspruch nahm.
Alltagslast, ihre kranke Tochter, das
Nun berichtete er mir mit strahlendem
nötige Geld für Transport, Medizin und
Gesicht, dass ihm Jesu aufs Herz gelegt
Nahrungsmittel zu Jesu Füssen und
hatte, eine Gebets– und Fastenzeit zu
schlug den Weg Richtung Feld ein, um
halten, um auch seinen Sohn zu heilen.
Maniokwurzeln zu holen. Auf halbem
Der Sohn ist nun seit einigen Monaten
Weg auf dem Urwaldpfad fiel ihr ein
total frei von den Anfällen. Er begleitet
glitzerndes Steinchen auf, das in der
den Vater sogar zum Goldwaschen, wo
Morgensonne leuchtete. Beim
er über längere Zeit am Tauchen ist,
genaueren Betrachten konnte sie sich
um das Rohr zu führen, welches den
am Fund eines 1 ½ Gramm schweren
Sand mit einer Pumpe an die Oberfläche
Goldkornes freuen, welches ihr 35 USD
bringt.
einbrachte. Sie ist überzeugt, dass Gott
ihr an diesem Tag dieses Geschenk
machte, welches ihr die momentanen
Probleme lösten. Zu Beachten ist, dass
Santiaguito im Goldgräbergebiet liegt,
ein solcher Fund auf diese Art jedoch
höchst selten ist.

Nicho, ein junger Mann, welcher einen


Sohn mit täglichen epileptischen
Anfällen hatte, war sehr besorgt, weil er
nicht die nötigen finanziellen Mittel Wasserpumpe, welche den Sand in
hatte um einen längeren einen selbstgebastelten Trichter
befördert. Das Gold bleibt in
Spitalaufenthalt, teure Untersuchungen
einem Plastikteppich hängen
Ich war beim Besuch in Santiaguito Spitalkosten 700 Dollar betragen. Sein
überrascht über die besondere leerer Magen hatte ihm bereits
Gastfreundschaft, die wir antrafen. Wir angekündigt, nicht einmal fürs Nötigste
wurden in einem speziell für unseren Kleingeld zu haben. Arbeit hatte er seit
Besuch gebauten Holzhaus für Gäste einigen Tagen nicht mehr gefunden.
empfangen. Auch über die Plötzlich stand ein gut gekleideter Mann
ausgezeichnete Organisation in der neben ihm, welcher ihn auf seinen
Küche war ich erstaunt. Reynaldo, einer besorgten Gesichtsausdruck ansprach.
der Hauptorganisatoren, erzählte mir in Reynaldo erklärte ihm in kurzen Sätzen
einer Mittagspause ebenfalls ein seine Situation. Der Mann lud ihn zum
besonderes Zeugnis. Sein Sohn hatte Mittagessen ein. Danach kehrten sie ins
sich schwer das Knie verletzt und Spital zurück. Der unbekannte Mann
wurde nofallmässig über den kam für die ganze Summe der
Meeresweg ins Spital gebracht. Der Spitalkosten auf, drückte ihm zusätzlich
Aufenthalt dauerte lange und erforderte etwas für die Rückreise in die Hand und
eine Operation. Am Tag der Entlassung verabschiedete sich. Für Reynaldo blieb
stand Reynaldo mit einem sehr es ein unbekannter Mann. Noch heute
besorgten Gesichtsausdruck im fragt er sich, ob es wohl ein Engel
Wartesaal. Soeben erfuhr er, dass die Gottes war.
In Kürze:

- Auf der vergangenen Atlantikreise nach Santiaguito begleiteten mich die Missionare
Hubert Binder und Stefan Bongni von der Werkmissionsschule LIL in Costa Rica.
Sie besuchten ihre ehemaligen Schüler Emilio Abrego von Platanal und Leonardo
Miranda aus Alto Marañon. Die beiden jungen Mitarbeiter vermittelten praktische
Lektionen in Aufforstung und Landwirtschaft.
- Die regionale Frauenkonferenz in Rio Luis war erneut
gut besucht. Trotz schwierigen Wegverhältnissen
nahmen auch Missionarinnen an diesem besonderen
Event teil. Hilda blieb erneut eine Woche länger in Rio
Luis, um den Kontakt mit verschiedenen Besucherinnen
zu vertiefen.
- Auf Beginn des neuen Schuljahres 2010 im Monat März wird es einen Wechsel in
der Administration der Herberge in Santa Fe geben. Leider muss Angel und seine
Familie diesen Dienst wegen persönlichen Problemen abgeben. Wir sind sehr
dankbar, dass der einheimische Missionar Isidro Prado mit seiner Familie bereit ist,
diese Lücke zu füllen.
- Roberto und Angel begleiteten uns auf
der Reise nach Santiaguito bis Rio
Guazaro. Dort verliessen sie uns, um das
Grundgerüst mit Blechdach und
Zementboden von zwei Kapellen, in
Peña Blanca und Alto Marañon
aufzubauen. Roberto fiel ein schwerer
Balken auf den Fuss. Mit gebrochenem Zehen musste er noch stundenlang auf
einem Urwaldpfad den Rückweg bewältigen. Gnädigerweise traf er später zum
richtigen Zeitpunkt einen Jeep in einem Urwalddorf, den einzigen an diesem Tag.
Der Jeepfahrer war im Begriff nach Santa Fe zurückzukehren. Zwei Wochen später
musste Roberto notfalls wegen einer akuten Blinddarmentzündung operiert werden.
Gott sei gedankt, dass dies nicht im Urwald geschah.

- Vom 10.- 16 Januar 2010 sind erneut die Kindererlebnisswochen in Alto Ortiga, Rio
Luis, Caloveborita und Rio Guazaro geplant. Wir erhalten Unterstützung durch
Jugendliche aus Kirchen von Panama Stadt, welche die biblischen Themen, dazu
Spiel- und Sportaktivitäten durchführen. Nebst offenen Kinderherzen und deren
Eltern, sind uns gutes Wetter und unfallfreie Reisen und Aktivitäten ein besonderes
Gebetsanliegen.
- Vielen Dank auch für die Gebetsunterstützung für uns als Familie. Der Kommentar
des Arztes, welcher die Tomografie von Hilda las: “Im Moment brauchen sie sich
keine Sorgen zu machen”.
- Dankbar sind wir auch, dass die Tablettendosis von Manuela stark reduziert wurde.
Bisher regiert sie positiv darauf. In diesen Tagen konnten wir sie für das nächste
Schuljahr für eine administrative Studienrichtung einschreiben.
- Projekte: Kapellenbau in Alto Bilingüe und Santiaguito

Ganz herzlichen Dank auch für das treue Mittragen in Gebet und Gaben während dieses
Jahres, welches in diesen Tagen bereits wieder sein Ende nimmt. Es erfüllt uns mit
grosser Dankbarkeit mit Eurer Unterstützung die vielfältigen Dienste hier in Panama zur
Ehre Gottes zu tun. Eine gesegnete Adventszeit wünscht Euch

In dankbarer Verbundenheit

Familie Zimmermann

Die geltenden Adressen:


Adresse und Kontoverbindung
der Schweizerischen Missions-
Familie Gemeinschaft (SMG) Rundbriefversand:
Werner und Hilda Industriestr. 1 Ueli Mörgeli
Apdo. 183 Postfach Hof Oberkirch 7
Santiago/Veraguas CH-8901 Winterthur CH-8722 Kaltbrunn
Rep. de Panama Tel. 044 910 73 91 E-Mail: info@mbrz.ch
Fax 044 910 92 28

Postcheck: 80-42881-3
Vermerk:
Fam. W. und H. Zimmermann