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Johannes Tauler Predigt 54

Diese Predigt über das Ende der Mutter Gottes und ihre Aufnahme in den Himmel
mahnt uns, unsere Ruhestatt nicht in etwas Körperlichem oder Geistigem zu suchen
und uns daran genügen zu lassen, sondern in unserem unbekannten Gott; auch lehrt
uns die Predigt, wie wir in zwei Reichen wohnen sollen.
JENES WORT ist dem Buch des Jesus Sirach entnommen; man wendet es auf Gottes
Mutter an und legt ihr diese Worte in den Mund: "überall suchte ich Ruhe; ich fand sie
im Gebiet meines Herrn." Dieses Wort kann man im eigentlichen Sinn verstehen von
Unserer Lieben Frau, denn mit der Kraft ihrer Erkenntnis stieg sie über die Himmel, in
den Abgrund der Hölle, in die Tiefen des Meeres; sie umfuhr den Umkreis der Erde
und fand (doch) nirgends eine Ruhestatt. Niemand, meine Lieben, soll in diesem
Leben in seinen Übungen der Frömmigkeit so hoch steigen, daß er nicht je eine
Stunde sich frei hielte, um der liebreichen Gottesmutter ein besonderes wonniges Lob
und ebensolchen Dienst zu erbieten und sie auf liebevolle Weise zu bitten, daß sie uns
führe und ziehe und helfe, zu ihrem geliebten Kind zu kommen.
Meine Lieben! Ihre Würdigkeit überschreitet jegliche Vorstellung1, jedes Maß. Welch
ein Wunder! Sie hat ihren Gott und Schöpfer in ihrem Schoß und auf ihren Armen
getragen in der begehrenswertesten und anmutigsten Weise, die über alle Sinne geht.
Und nie hatte sie den geringsten Zweifel und war dessen stets sicher, daß dieses Kind
ihr Gott war, und konnte mit ihm verfahren, wie sie wollte; es verhielt sich ihr
gegenüber wie ihr Kind; doch hat sie durch ihr ganzes Leben hindurch daran nie ihr
Genüge gefunden; vielmehr stieg der Grund ihrer Seele zur Höhe und erhob sich ohne
Unterlaß bis in den göttlichen Abgrund; dort allein fand sie ihre Ruhe; da war ihr Erbe,
ihre Ruhestätte, ihre Wohnung.
Meine Lieben! Durch die Vergiftung, die von der ersten Sünde ausging, ist die Natur
in ihr niederstes Teil hinabgesunken. Der Mensch ist geschaffen und gestellt zwischen
zwei Grenzpunkte: zwischen Zeit und Ewigkeit. Die Zeit sollte für uns nie mehr sein
als ein Durchgang zu dem Ziel, und Ewigkeit sollte unsere Wohnung, unser Endziel
sein. Nun wendet sich der arme Mensch infolge des Falles seiner Natur und seiner
Blindheit ganz nach der schwächsten Seite, sucht seine Ruhe auf dem Weg und verliert
sein wirkliches Ziel. Und so naschhaft ist die menschliche Natur geworden:

1
Vgl. Corin, Sermons II, 368 und Anm. 1 zu der Aufgabe, für das Wort "wise" jeweils eine der Meinung Taulers und dem
Sinnzusammenhang ent sprechende Prägung zu finden. Tauler verleiht diesem Worte öfters einen erweiterten Sinn, der
dann auch von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes abweichende Übersetzungen rechtfertigt.
sie hält sich sogleich an das, worauf sie stößt, und sucht dort ihre Ruhe, es sei ein
geistliches oder leibliches Gut, ein inneres oder ein äußeres. Wie die weltlichen Leute
ihre Ruhe und ihre Lust suchen, das ist wohlbekannt, und was aus ihnen werden wird,
das werden sie schon noch erfahren. (Und offenbar wird werden,) wie es all denen
ergehen wird, in welchem Stand sie auch seien, besonders die, welche unter
geistlichem Gewand weltliche Herzen tragen und ihre Ruhe in zeitlichen Dingen
suchen, welcher Art sie auch seien. Wüssten sie, welche Sorgen ihrer warteten2, das
Herz würde ihnen vor Angst im Leibe verdorren!
Wisset, Gott hat alle Dinge erschaffen zur Befriedigung des notwendigen Bedarfes,
nichts aber, damit (die Menschen) dar an ihr Genüge finden oder sich ihrer freuen, es
sei denn er selbst.
Liebe treibt mich, euch folgendes zu sagen: ich bin missverstanden worden, wenn man
behauptet, ich habe gesagt, ich wolle niemandem die Beichte abnehmen, es sei denn,
er verspreche mir, alles zu tun, was ich wolle. Dies "was ich wolle" ist falsch
wiedergegeben. Ich verlange von niemandem anderes als das, was geschrieben steht,
und heiße niemanden, mir ein solches Versprechen abzulegen. Ich 'kann (aber auch)
niemanden lossprechen, es sei ihm denn seine Sünde leid - das kann selbst der Papst
nicht - und er habe den Willen, sich zu hüten vor der Sünde und vor den Ursachen, die
ihn selbst zur Sünde führen.
An den Ursachen, die die Gelegenheiten zur Sünde sind, halten manche Leute mit
Willen und Wissen fest; so gehen sie zur Beichte und zum Tisch des Herrn und wollen
ihr Gebrechen nicht eingestehen; solange sie nicht (geradezu) gestohlen oder grobe
Unkeuschheit getrieben haben, setzen sie (ihr Leben) in der gewohnten Weise fort.
Sie mögen (selbst) zusehen, wie sie die Lossprechung erlangen. Sie werden das wohl
noch erfahren und merken, welche Reue sie packt. Sie suchen ihre Ruhe, ihre
Befriedigung an Dingen, die nicht Gottes sind, es seien Menschen, Kleider, Speise,
Trost durch die Geschöpfe.
(Aber) auch an gut scheinenden Dingen sucht der Mensch seine Ruhe. Hat er sich
irgendwie vergangen, so eilt er zu einer äußeren Beichte, bevor er sich in innerer
Beichte Gott demütig schuldig bekannt hat. In der äußeren Beichte sucht die
(menschliche) Natur ihre Ruhe, daß sie Zufriedenheit (mit sich selbst) erlange und
das innerliche Schelten und Tadeln in sich stille und zum Schweigen bringe. Hat der
Mensch gebeichtet, so schweigt der Tadel, und jener ist dann recht zufrieden (mit sich
selbst). Wisset, die Gewissensbisse und die (Selbst)vorwürfe sind wie eine frische und
schmerzende Wunde: sie scheuern den Rost der Sünden auf wunderbare Weise ab.

2
Unter Veränderung der Zeichensetzung bei Vetter 202,25 ff. ergibt sich ein besserer Sinnzusammenhang.
Die (menschliche) Natur sucht auch Ruhe in geistlichen Übungen, manche Leute in
inneren Übungen und Werken, in ihrem Vorhaben, ihren besonderen (geistlichen)
Bräuchen; und damit hindern sie - denn sie beharren auf ihren eigenen Formen der
Frömmigkeit - den Herrn, sie zur nächsten (Stufe der) Wahrheit zu erheben. Kurz
gesagt: All das, worin der Mensch seine Ruhe sucht und das nicht lauter Gott ist, ist
wurmstichig. Es ist nicht genug, daß du (um deine Demut zu zeigen) einen
abgenutzten Mantel trägst und ein, anderer den schönen Schein der Heiligkeit: nein,
wahrlich, dazu gehört mehr.
Nun gibt, es Leute, die sprechen von den schönsten und schlichtesten Dingen, wie
alles nach Wunsch gegangen und ihnen alles leicht gefallen sei und Freude bereitet
habe: Beten, Wachen,
Fasten, Weinen, und doch sehe ich, daß sie dabei stehenbleiben. Merket, so gut, so gut
dies immer sein oder scheinen mag, auch wenn es ohne Bilder, Formen, bestimmte
Vorstellungen vor sich geht, ob es sich nun handle um übersinnliches oder um
Genießen: alles, worauf der Mensch mit Lust beharrt und was er so besitzt, wird
wurmstichig. (Wichtig ist) ein reines, schlichtes Entsinken in das reine, einfache,
unbekannte, ungenannte Gut, das Gott ist, in einer sich selbst verleugnenden Weise,
und in alles, was sich in ihm enthüllen mag. So sprach der heilige Dionysius: alles solle
sich an sein Nichts halten; nicht wissen, nichts erkennen, nichts (hienieden) wollen, es
sei denn in sich selbst verleugnender Weise, nichts suchen, nichts für sich wollen als
alles in einer (in Gott) entsinkenden Weise. Denn Gott ist nichts von all dem, was du
von ihm aussagen kannst: er ist jenseits aller (menschlichen Vorstellung von) Form,
Wesen oder Gut. Er ist nichts von dem, was du von ihm erkennen oder aussagen
kannst; er ist über alldem, was ein (menschliches) Verständnis begreifen kann, nicht
hoch noch tief, weder so noch so, sondern weit über jeden (menschlichen)
festumrissenen Begriff 3.
In diesem unbekannten Gott suche deine Ruhestätte, und blicke nicht aus nach
Empfindung noch Erleuchtung. Mach es wie ein Hund, der irgendwo ein Stück guten
Fleisches findet: er getraut sich nicht, es anzurühren, und entflieht. Man hat ihn mit
schweren Schlägen an solch Verhalten gewöhnt. Später wirst du (diese Freude)
empfinden. Für jetzt halte dich demutsvoll an dein lauteres Nichts, das du in Wahrheit
bist. Gibt es irgend etwas, so ist das Gottes und nicht das Deine. Und wende dich nicht
zu allem, was in dich leuchtet, es sei form- und gestaltlos, bildlos, über allem Sein
erhaben. "Aber, Herr", sagen solche Leute, "es ist mir ganz gegenwärtig und erweist
sich ganz wie Gott." Kehr dich nicht dahin, um dort zu ruhen, laß es sein, was es will,
frage und forsche nicht weiter, halte dich unten, tauche ein in dein Nichtwissen und
Nichtwissen-Wollen.

3
Vgl. Anm, 1 zu dieser Predigt.
Halte dich, von allem entblößt, an deinen verborgenen und unbekannten Gott, und
denke, du seist nicht der Mensch, den großen, unbekannten, verborgenen Gott
irgendwie zu erkennen; bleibe vielmehr in Stille und Ruhe ohne Erleuchtung und
Empfinden.
Beim Propheten Ezechiel steht geschrieben: "Die Menschen, die bestimmt sind, das
Allerheiligste zu betrachten, sollen keinen Erbbesitz haben; ich selbst will ihr Erbe
sein." Obgleich diese Worte den Priestern gelten, kann man sie in einem geistigen Sinn
auf all die Menschen anwenden, die das Allerheiligste betreten wollen, das ist die
Verborgenheit der vertrauten Gemeinschaft mit Gott. Diese sollen kein Erbe ihr eigen
nennen außer dem göttlichen, nicht bestimmbaren, formlosen, namenlosen,
verborgenen Sein Gottes: das allein soll ihr Erbe sein. Ihr Haupt soll auf nichts
anderem ruhen, es sei innerlich oder äußerlich, sonst verfällt es dem Wurmfraß.
Halte dich nicht auf, wenn alles so glatt geht, daß man sagen könnte, alles sei eben.
Liebe eher das Rauhe und Unebene als dieses (wohlige) Kosten und Empfinden. Nein,
ruhe dich da nicht aus, suche dein Nichts. Als Gott alle Dinge schaffen und machen
wollte, da hatte er nichts vor sich als das Nichts. Daraus allein schuf er ein Etwas; er
schuf alle Dinge aus dem Nichts. Wo Gott in der ihm eigentümlichen Weise wirken
soll und will, braucht er nichts als das Nichts. Das Nichts ist geeigneter als alles, was ist,
in leidender Weise das Wirken Gottes zu erfahren. Willst du ohne Unterlaß stets
empfänglich sein für all das, was Gott seinen auserwähltesten Freunden geben kann
oder will und in ihnen wirken, an Sein und Leben? Willst du, daß er dich mit seinen
Gaben überströme?
Dann befleißige dich vor allen Dingen (zu begreifen), daß du in deinem Grunde in
Wahrheit nichts seiest. Denn unsere Selbstsucht und unser Mangel an Entsagung
hindern Gott, sein edles Werk in uns zu vollbringen.
Job, der heilige Mann, den unser Herr lobte und von dem er sagte, daß er gerecht und
schlicht sei und seinesgleichen nicht gefunden werde, und von dem geschrieben steht,
daß er nie ein törichtes Wort aussprach, sagte: "Mein Platz und der alles dessen, was
mein ist, ist der tiefste Abgrund der Hölle. Glaubst du, daß ich dort werde Ruhe finden
können?" Seht, dieser heilige Mann verstand unter "sich und was sein war" nicht sein
geschaffenes Nichts, da ohne Zweifel von diesem Gesichtspunkt aus natürlicherweise
nichts ist, sondern er meinte mit dem "sich und was sein sei" sein schuldbares Nichts.
Dieser Gerechte wollte, seiner Schuld wegen, in den tiefsten Grund der Hölle
hinabsteigen, in deren beängstigendsten und finstersten Teil.
Es ist, als ob er hätte sagen wollen: "Es ist nicht gewiß, daß es irgendeinen Ort gibt, wo
ich für meine Sünden und verdienten Strafen genugtun kann." Und er wollte die
größten und peinvollsten Qualen ausstehen und nie mehr davon befreit sein. Weiß
man, ob er mit irgendeiner Genugtuung für diese Schuld genugtat?4
In gleicher Weise wie Job sprach einer unserer Brüder, Wigman mit Namen. Er
erkannte sein Nichts in solchem Maß, daß er seinen Platz nirgends anderswo finden
konnte als im tiefsten Grund der Hölle unter Luzifer. Als er da lag, hörte er eine
Stimme vom obersten Himmel herrufen: "Wigman, komm rasch herauf auf den
höchsten Thron, in das Herz des himmlischen Vaters." Sankt Gregorius sprach: "Diese
Leute suchen den Tod und finden ihn nicht." Der Liebe in solch abgrundtiefer
Vernichtung antwortet, in Wahrheit, das Leben, unbegehrt, ungesucht, ungewollt.
Daher, ihr Lieben, je mehr man hinabsteigt, um so mehr steigt man hinauf, je weniger
man verlangt, um so mehr erhält man.
Nun kommen wir auf das Wort Unserer Lieben Frau zurück: „Ich fand meine
Ruhestätte im Erbe meines Herrn." Wir haben ein zweifaches Erbe, in dem wir
wohnen sollen. Das eine ist zeitlich: darin sollen wir jetzt wohnen: das ist das
ehrwürdige Leben und Leiden und das heilige Vorbild unseres Herrn. Das andere Erbe
erwarten wir: das verklärte Erbe der herrlichen Gottheit. Es ward uns versprochen, daß
wir Miterben seines Landes sein sollten, Gottes Hausgenossen ewiglich. Bewahren wir
nun, meine Lieben, in Treue das zeitliche Erbe mit Liebe und wahrer Dankbarkeit -
das Leben unseres Herrn -, so werden wir das ewige Erbe um so reichlicher und seliger
in Ewigkeit besitzen, je besser wir das irdische Erbe bewahrt haben. Die Wunden
unseres Herrn sind alle heil, mit Ausnahme der fünf Wunden, die offen bleiben sollen
bis an den Jüngsten Tag. Wie klar die Gottheit da heraus scheinet und welche Seligkeit
die Heiligen und die Engel davon empfangen, das läßt sich nicht in Worte fassen.
Diese fünf Pforten sollen hienieden unser Erbe sein; durch sie sollen wir das ewige
Erbe in unseres Vaters Reich betreten. Der Pförtner dieser fünf Tore ist der Heilige
Geist. Seine gütige Liebe ist allzeit bereit, uns, wenn wir klopfen, einzulassen und
eintreten zu lassen durch sie in das, ewige väterliche Erbe. Gewiß, der Mensch, der hier
eintritt, wie es sich gehört, wird nicht irregehen. An diesen ehrwürdigen Wunden
sollen wir fünferlei lernen, dank dessen wir ungehindert eintreten können; das ist:
Meiden, Leiden, Schweigen, Verachten, Sich-selbst-Verleugnen in wahrer
Gelassenheit. Beuge dich über die Wunde des linken Fußes, presse deine Lippen
darauf, um dort die Kraft zu empfangen, alle Lust und alle Befriedigung zu fliehen, die
du ohne ihn haben oder empfangen könntest.

4
Zu Vetter 205,24: Corin verbessert den hier vorliegenden Wortlaut in folgender Weise: "als ob er spreche: es ist
misselich, ob minre schulde ... iht genügen sulle·. Das gibt einen annehmbaren Sinn.
Dann beuge dich mit all deiner Kraft über die Wunde des rechten Fußes, und lerne
dort leiden, was über dich kommt, innerlich oder äußerlich, wo immer es her kommt.
Ferner sauge aus der rechten Hand des Herrn den süßen Saft, und bitte ihn, dir die
Kraft zum Schweigen zu geben, innerlich und äußerlich; wer diese Tugend besäße, zu
allem zu schweigen, dem könnte nichts widerfahren. Schöpfe sodann aus der Wunde
der linken Hand die Gnade, ver achten zu können, das heißt, gleichgültig zu bleiben
gegenüber den zeitlichen Dingen, die von außen oder von innen auf dich zukommen,
gegenüber allem, was dir widerfährt oder dir in den Sinn kommt.
Was du weder liebst noch ,erstrebst, aber dennoch Eindruck auf dich macht, um all das
kümmere dich nicht, laß fallen, laß fahren; laß es dich nicht bekümmern. Dann dringe
mit allem, was du bist, in das liebende, gütige Herz, in das liebliche Brautbett, das er
den Seinen, die ihm gern ihr Herz schenken wollen, aufgetan hat, wo er sie mit den
edlen Armen seiner Liebe umfangen will und wo sie sich ewig seiner Gemeinschaft
erfreuen sollen. Dort soll man lehren, sich in allen Lagen selbst zu verleugnen: in
Lieben und Leiden, im Haben und Darben, in Zeit und Ewigkeit, wie es der Herr will
und es seinem göttlichen Herzen gefällt, in dir und allen Geschöpfen. Laß alle Dinge
davonstieben und fliegen, daß es ihm allein behage. So und in macher heiligen
Andacht sollt ihr dieses liebevolle (irdische) Erbe üben und durch diese sicheren
Pforten in das ewige Leben ,eingehen.
Opfert dem himmlischen Vater das unverschuldete Leiden Jesu auf für eure
wohlverdienten Leiden, seine unschuldigen Gedanken für eure schuldvollen, seine
heiligen Worte für eure unheiligen und all sein Tun, seine Demut, Geduld, Sanftmut,
Liebe für all das, woran es euch hierin. gebricht, innerlich oder äußerlich. Besitzt ihr
aber dieses liebreiche Erbe hienieden gewißlich, so dürft ihr wohl des zukünftigen
sicher sein, daß ihr wohnen bleibt und ruhet in dem Erbe des Herrn mit Unserer
Lieben Frau in alle Ewigkeit. Möchten wir (doch) in allen Dingen so unsere Ruhe
suchen, damit wir zu diesem (ewigen) Erbe gelangen, dazu helfe uns Gott.
AMEN.