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Gealsbrief Ne. 1 Dad ewige Leben Wolken wir das Wissen, melehes wie aus der “Urreligion” geronnen haben, in ber Paris amoenden, 60 ‘miiesen wit uns den Grimdetein fire alles andere, die alletviebtigste Grteménis, voll umd gan verinnerti chen: Ge gibt teinen Tod als Aulosung dee Selel Veder Mensch ist ein ungerstorbares Wesen aus Geist, Seele und dem von der Ueteaft gegebenen Leben, Diese Dreiheit wird fte alle Seit bedtehen und nichts tinnte das andern, Dee Libergang nach dem ixdischen Tod findet vollfommen bawusst stat, Das Baussesein tiber das Seelenselbst geht nicht verlo- J ven, sondern weitet sich in bie Unendlichteit bes tte, Und «8 gibt auch fein Bergedsen unseres menscbli- hen Selbse, tein Verlieren unserer inst an die Mhysis gebundenen Crinnecung, Unger erworbenes ‘Wissen nehmen wir mit, und exweitern ¢8 um das Bewusstsein ber Urfralt. Genau dieses wird von und aS bas “Ur-Gericht” empfimben, den Zustand, in welehem alles Denten, alles Sprechen und alle Zaten als physischer Mensch dem Empfinden der Urtraft als hichster Benusétseins-Instany Ubergeben wird. Bei Tod ist das Wesen des Menschen mit sich selbst alleine. Ale physisehe Bindung schvindet bis git volltommenen Entbindung. Cin Grossteil dev Heutigen Menschheit ist sich dieser Tatsache nicht mebr bewusst, Sn der Urtultur dev | Mensehheit aber war dieses Wisden aberall verbreitet. Fie den normalen Menschen der heutigen Beit Forme nach tem Tobe nichts mebe, gerade wveil ex in seiner physisehen Priseny davon ausgeht, bas sein innetes QBeGen mur dann eyiétiert, wenn «6 pliysiseh an die Materie gebunden ist, LBEt sich biese Vindung auf, so muss nach seinem Verstindnié auch dic an die Materie gebundene Gristens exlosehen, Bile ihn jablen daher vorvangig materielle Dinge: Karriere, Gelb, cin grosses Haus, cin Schidkes Auto ‘ud, Mes und jedes seiner persinlichen Identitit iS gebunden an cinen physisden Geaenstand, an einen pbpéischen, nachweisbaren Wert, und Sein ganged Denten Hort dort auf, wo ex diese Geaenstinde verfiert. Gs i8t Selbstverstindlich teine "Siinde” sich an ixdisehen Dingen gu erfreuen, wir Sollten nicht vor der Wirtlichteit der Materie fltichten oder in volletandige Wstese wd in Wotehe an materielle Werte verfallen. Heute ist 6 allerdings 60, dass swir in einer dusserst matertalistigehen Beit Leben ~ db. die Menschen beéchrdinten sich grésstenteilé tomplett auf bos SrdigchMaterielle. Die Konsecuens it, dads viele Wen- Gehen den Cefolg im Dicsseits wim jeden Peels wollen, jed_ Form von geistigen Werten fategoriseh abweisen, dabuireh egoistiseh andeln, sich vor andere étellen und dabei ihre Mitmensehen vergessen. Genau bier liegt bie Gefabr, die dich dann dudseet in Seitgen wie "Was Kimmert’s mich? Nan let nuv cinmalt”. Wobe Soleh cine Anssage gar nicht mal weit von der Wabrbeit entfernt t6t; Denn man lebt tatdichlih nav cimmeal ~ aber ewig! Grtennt der Mensch mm, bass e6 nach dem irdischen Leben weitergeht, 60 wird ex sein Verbalten gran Dlegend verdndern. Er wird sich bemusét, bass ex materielle Dinge nach dem physischen, irdischen Zod gutietfassen muss. Golglich treten ste gegenitber dem Getstigen in den intergrund. Sie sind wichtig fite eben, dienen ader niche mefr sum Bereicherung in der Zeit wnd fiir die eigene Persinlichteit, sondern ae vielmehr mrrnoch als Werkeng, als Nittel der Lat, wm das ewige Sein yu Gereichern unt et Leta: tendlichen su ber 1D Sein Bestimmung suguflihren. Dies sst der Panett, an welche der Mensch in seiner geistigen Ent- wirlung den Geist tiber die Materie exbebt, und seh selbst gunn Urgustand zuvieetfibet, deveindt ausgegangen, und in welchen ex wiederum suciicffebren muss.