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Ausgabe 11 - WiSe 15/16

COGITO

Ausgabe 11 - WiSe 15/16 COGITO DAS ERSTE LINZER STUDIERENDENMAGAZIN. VSSTÖ - SEIT 1966. Seite 2

DAS ERSTE LINZER STUDIERENDENMAGAZIN. VSSTÖ - SEIT 1966.

Seite 2

Identitären-Demo in Wien

Seite 3

Lesbe gegen China

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Satire: OGH-Urteil gefällt - Schazal Gadeghi muss sitzen!

JEDE WOCHE NEU! Die Menschenrechte in der Realität Bericht Seiten 4-5
JEDE
WOCHE
NEU!
Die Menschenrechte
in der Realität
Bericht Seiten 4-5
Die Menschenrechte in der Realität Bericht Seiten 4-5 VERBAND SOZIALISTISCHER STUDENT_INNEN ÖSTERREICHS I

VERBAND SOZIALISTISCHER STUDENT_INNEN ÖSTERREICHS

I

http://linz.vsstoe.at

WIST Punschstand

16. Dezember ab 17:00 Uhr WIST Haus Linz

Zur kältesten Jahreszeit erfreut euch auch wieder das WIST Haus Linz mit seinem leckeren Glühmost, Glüh- wein, Punsch und Essen. Leute, die das Ski-Outfit auspacken, erhalten ein Special! Danach seid ihr herzlich eingeladen, mit uns bei der Après-Ski- Party in der WIST Heimbar zu feiern.

EDITORIAL Gazal Sadeghi Vorsitzende VSStÖ Linz Niemand hat vor eine Mauer zu bauen? Letzte Woche
EDITORIAL
Gazal
Sadeghi
Vorsitzende
VSStÖ Linz
Niemand hat vor eine
Mauer zu bauen?
Letzte Woche begann der Aufbau
eines Grenzzauns in Spielfeld.
Dieser soll 3,7 Kilometer lang und
2 Meter hoch werden. Vorläufig
wird kein Stacheldraht verwendet.
Dieser ist jedoch in den Containern
gelagert und soll zum Einsatz
gebracht werden, wenn es zu
einem „unkontrollierten Ansturm“
an Flüchtlingen kommen soll.
Dieses Vorgehen wird vom
VSStÖ aufs Schärfste kritisiert.
Dieser ganze Prozess kostet den
Steuerzahler_innen knapp 10
Millionen Euro. Man stelle sich
nur mal vor, wie viele Unterkünfte
für Flüchtlinge mit diesem Geld
geschaffen werden könnten.
Mauern und Stacheldraht haben
auch noch nie Menschen davon
abgehalten zu fliehen. Menschen,
die noch dazu auf unsere Hilfe
angewiesen sind, so zu behandeln,
als ob sie ungewollte Eindringlinge
seien, ist jedem demokratischen
Land unwürdig.
Somit bleiben wir dabei: Refugees
welcome!

Buchtipp: Jenseits von Staat, Macht und Ge- walt

Abdullah Öcalan, Vorsitzender der Arbeiterpartei Kurdistans, kurz PKK, legt mit seinen Verteidigungsreden, zusammengefasst in “Jenseits von Staat, Macht und Gewalt” das Fundament für das politische Ziel des demokratischen Konföderalismus, der Selbstverwaltung der Kurd_innen.

IRIE VIBES

18. Dezember ab 20:30 Uhr Alter Schlachthof Wels

Dieses Mal stehen die IRIE VIBES ganz im Zeichen des Modern-Roots- Reggae. Für inhaltliche Musik ist gesorgt. Sichere dir noch schnell Kar- ten und sei mit dabei, wenn SOULDJA, MARTIN ZOBEL & SOULRISE und BANDULU den alten Schlachthof in Wels mit guter Musik fluten!

den alten Schlachthof in Wels mit guter Musik fluten! Insolvenz von Zielpunkt fordert Arbeitsplätze Letzte Woche

Insolvenz von Zielpunkt fordert Arbeitsplätze

Letzte Woche teilte der Eigentümer der Pfeiffer-Gruppe den Zielpunkt- Mitarbeiter_innen mit, dass die Handelskette insolvent sei. Jetzt bangen diese nicht nur um ihr Weihnachtsgeld, sondern auch um die Gehälter für November und Dezember aufgrund der Zahlungsunfähigkeit. Bis vor kurzem war der Zielpunkt- Geschäftsführer Erich Schönleiter noch von einem Fortbestand überzeugt. Im Interview mit „Profil“ meinte er, es wäre ein Fehler gewesen, 2014 Zielpunkt zu übernehmen, um sie beim Weg aus der Krise zu unterstützen. Er fügte hinzu, sie hätten nicht die

wiwi

Merima Zukan

studiert WiWi merima.zukan@reflex.at

erforderlichen finanziellen Ressourcen als regionale Handelsgruppe gehabt, um Zielpunkt aus der wirtschaftlichen Lage zu helfen. Somit musste sich das Trauner Unternehmen gegen die Beibehaltung der Lebensmittelkette entscheiden. Aufgrund der Insolvenz verlieren über 2700 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze - mit Ausnahme der Lehrlinge.

ihre Arbeitsplätze - mit Ausnahme der Lehrlinge. Identitären-Demo in Wien Am Samstag, den 06. Juni 2015,

Identitären-Demo in Wien

Am Samstag, den 06. Juni 2015, kam es bei der zweiten Demonstration der rechtsextremen Gruppierung der „Iden- titären“ am Praterstern zu körperlichen Auseinandersetzungen. Es wurden Festnahmen durchgeführt, als die etwa 300 Teilnehmer_innen der Demonstra- tion auf die 500 Gegendemonstrant_ innen der „Offensive gegen Rechts“ und der „Antifaschistischen Aktion“ trafen. Eine der vielen rechtsextremen Forderung der „Identitären“, die sich größtenteils aus Gesinnungskol- leg_innen aus dem Ausland, wie etwa Frankreich oder Deutschland,

gespol

Miriam Soldan

studiert Jus miriam.soldan@reflex.at

zusammensetzten, ist es, „Multikulti zu verhindern“ und „den großen Aus- tausch zu stoppen“. Ein klares Zeichen gegen derartige Parolen setzten hier die 500 Teilnehmer_innen der Antifa- Demonstration, die lautstark „gegen Neofaschist_innen“ und „gegen die kapitalistischen Verhältnisse“ auf- traten, die „die Grundlage menschen- verachtender Ideologien darstellen“.

Name: Sophie Scholl

15. Dezember, 10:00 Uhr TRIBÜNE Linz Theater

Ein Theaterstück über Zivilcourage und den Mut des_der Einzelnen. Dabei wird die Geschichte der Jus- Studentin Sophie Scholl mit jener der gleichnamigen Widerstandskämpfer- in verflochten. Wie möchten wir miteinander leben? Dieser Frage wird hier auf den Grund gegangen!

Lesbe gegen China

Die 21-Jährige lesbische Studentin Chen Qiuyan, auch unter dem Pseudonym Qiu Bai bekannt, klagt nun Chinas Bildungsministerium an. In den dortigen Lehrbüchern wird Homosexualität immer noch als „Geisteskrankheit“ beschrieben. Homosexuelle haben es in China nach wie vor sehr schwer. Die sexuelle Orientierung wird dort immer noch als psychische Störung betrachtet. In den Krankenhäusern gibt es zum Teil noch Elektroschock-Therapien oder Hypnosemöglichkeiten, um sich von der Homosexualität „heilen“ zu lassen. Doch die Queere-Bewegung setzt sich

VSStÖ

Punschstand

14. Dezember ab 14:00 Uhr Bankengebäude, JKU

Der VSStÖ lädt herzlich zum ge- meisamen Punschen ein! Leckere Raclette Brote und weihnachtliche Stimmung erwarten euch. Wir freuen uns auf euer Kommen!

nun zur Wehr. Die ersten Erfolge sind noch nicht sehr lange her. So stand bis 1997 gleichgeschlechtlicher Sex in China unter Strafe.

Erst 2001 wurde Homosexualität von der offiziellen Liste psychologischer Krankheiten gestrichen. So wird zwar an der Liberalisierung der Gesetze gearbeitet, doch die Betroffenen werden nach wie vor diskriminiert. So enthielt sich China am 17. Juni 2011 bei der knapp angenommenen Resolution des UN-Menschenrechtsrats gegen die Diskriminierung aufgrund

Void - die Leere - der gesetzfreie Raum

Void ist der Name eines öster- reichischen Filmes, welcher auf einer wahren Gegebenheit basiert. Im Jahr 2006 wurde der junge Gambier Bakary J. von vier WEGA-Polizisten schwerstens misshandelt.

Handlung: Der Schubhäftling Ba- kary J. wurde im April 2006, infolge einer rechtskräftigen Verurteilung we- gen Drogenbesitzes, bei einem Poli- zeieinsatz der Sondereinheit WEGA in eine Lagerhalle in Wien verschleppt und dort schwer verletzt. Die Polizis- ten fügten dem Gambier umfang- reiche Frakturen von Jochbein, Kiefer

und Augenhöhle zu und wollten ihn schlussendlich töten, indem sie ihn mit dem Auto überfuhren. Der Grund für die Misshandlung war ein gescheitert- er Abschiebeversuch.

Nicht nur aufgrund der Aktualität des Themas Rassismus und Polizeigewalt in Österreich befassen wir uns mit dem Thema, sondern auch deswegen, weil genau diese vier Polizisten vor kurzem die Beantragung auf Wieder- aufnahme des Prozesses verlangten.

Dieses Ansuchen wurde vom Wiener Straflandesgericht abgewiesen. Un-

Ansuchen wurde vom Wiener Straflandesgericht abgewiesen. Un- queer Selma Music studiert Jus & Soz

queer

wurde vom Wiener Straflandesgericht abgewiesen. Un- queer Selma Music studiert Jus & Soz selma.music@reflex.at der

Selma Music

studiert Jus & Soz selma.music@reflex.at

der sexuellen Orientierung, während es in den Jahren zuvor bei ähnlichen Anträgen immer mit “Nein” gestimmt hatte.

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich China in den nächsten Jahren endlich zur Förderung von Queer-Personen entschließen wird.

jus

zur Förderung von Queer-Personen entschließen wird. jus Dominique Forstner studiert Jus & Soz

Dominique Forstner

studiert Jus & Soz dominique.forstner@reflex.at

fassbar ist auch, dass drei von den Vieren nur zu 8 Monaten bedingter Haft verurteilt und erst nach langem Hin und Her aus dem Polizeidienst en- tlassen wurden. Der Vierte ist weither- hin Polizist und wurde zur “Strafe” in den Innendienst versetzt.

Menschenrechte in de Am 10. Dezember jährte sich der Tag der Menschenrechte zum 31. Male.

Menschenrechte in de

Am 10. Dezember jährte sich der Tag der Menschenrechte zum 31. Male. 1984 wurde durch die Gener- alverasammlung der Un die Erklärung der Menschenrechte ratifiziert. Die Deklaration der Menschenrechte stellt ein Dokument dar, das aus 30 Artikeln besteht, in welchen die grundlegenden Rechte eines jeden Menschen geregelt werden, ohne Unterschied der Eth- nie, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozia- ler Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Geschichte und Hintergrund Nach dem Grauen des zweiten Welt- krieges in Form von Kriegsverbrechen und der systematischen Verfolgung und Vernichtung von Millionen Menschen, einigten sich die Vereinten Nationen darauf, einen Rechtekatalog für alle Menschen zu erstellen. Es bildete sich eine Kommission unter der Leitung El- eanor Roosevelts.

Die Erarbeitung der Erklärung war zu dem damaligen Zeitpunkt der späten 50er Jahre bereits von den aufziehen- den Konflikten zwischen West- und Ost- block geprägt. Ein Stellvertreterkrieg drohte in der Kommission auszubrech- en. Während sich der Westen für einen Schwerpunkt auf Bürgerrechte und die persönlichen Freiheiten stark machte, sprach sich der Osten unter der Führung der Sowjetunion für ökon- omische und soziale Ziele aus.

Roosevelt schaffte es schließlich bis 1984 einen Kompromiss zu finden. Der Antrag wurde mit 48 Stimmen, 0 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen, darunter die Sowjetunion, Jugoslawien und Saudi-Arabien angenommen.

Artikel und Inhalt In 30 Artikeln werden die grundleg- enden Rechte eines jeden Menschen erklärt. Artikel 1 selbst fasst den Tenor der Erklärung bereits sehr gut zusam- men:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüder- lichkeit begegnen.“

Artikel 4 betrifft den vermeintlich über- holten Fall von Sklaverei:

„Niemand darf in Sklaverei oder Leib- eigenschaft gehalten werden; Skla- verei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten.“

Tatsächlich war bei der Erstellung der Erklärung das Thema der Sklaverei, vor allem in Indien und anderen asia- tischen und afrikanischen Ländern ein großes Thema. Darüber hinaus haben weitere Stellen der Deklaration gerade heute mehr Be- deutung denn je. Gerade die Problema- tik der Folter ist noch längst nicht aus der Gesellschaft verschwunden. Dabei gibt es auch keinen Unterschied mehr zu „guten westlichen“ und „bösen östli- chen“ Ländern. Sowohl in China, Russ-

land und Amerika wurden und werden immer noch Fälle von Folter bekannt. Amnesty International beschäftigt sich jedes Jahr mit dieser Problematik und veröffentlicht regelmäßig Berichte.

Im letzten Bericht des Jahres 2014 wurde unter anderem gezeigt, dass Folter Menschen aus jeder sozio-öko- nomischen Schicht betreffen. Besonders gefährdet sind aber insbesondere Frauen, Kinder, Schwule, Lesben oder Minderheiten, die keinen starken Rück- halt in der Gesamtbevölkerung finden.

Friedensnobelpreis Am 10. Dezember ist auch der Todes- tag Alfred Nobels und damit wird auch traditionell der Friedensnobel- preis vergeben. Der mit umgerech- net 867.000 Euro dotierte Preis fand seine_n Preisträger_in unter anderen in Malala Yousafzai, Al Gore und der Or- ganisation Ärzte ohne Grenzen.

Die Vergabekriterien des Nobel- preises haben sich dabei in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. 1960 wurde er noch aufgrund von Tätigkei- ten im Rahmen von Menschenrechten vergeben, wird er inzwischen auch Nachhaltigkeits- und Entwicklungs- arbeit mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.

Der Preis selbst ist aber auch durchaus kontrovers. So erhielt beispielsweise Barack Obama ein Jahr nach Amtsan- tritt als 44. Präsident der Vereinigten Staaten 2009 den Friedensnobel- preis für „seine außergewöhnlichen

r Realität Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken.“

r Realität

Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken.“ Bedenkt man die Menschenrechtsver- letzungen, die Amerika durch Hinrich- tungen und Fälle von Folter in dem Ge- fangenenlager Guantanamo ausübt, bekommt die Verleihung des höchsten Preises der Menschenrechte einen negativen Beigeschmack.

sehr viel Aufholbedarf im Umgang mit Menschenrechten. Ein großes Problem ist, dass der Katalog durchaus von den meisten Staaten angenommen wird. Oft handelt es sich dabei aber nur um ein fadenscheiniges Lippenbekenntnis. Nationale Interessen stehen im Vor- dergrund und verdrängen oft den politischen Willen, Menschenrechte auf jeden Fall einzuhalten.

>>Einem Menschen seine Menschenrechte verweigern bedeutet, ihn in seiner Menschlichkeit zu missachten. <<

(Nelson Mandela)

Kritisch ist auch für manche Länder die Vergabe des Nobelpreises für Aktivist_ innen, die sich gegen das herrschende System auflehnen.

Als Beispiel sei hier Liu Xiaobo ge- nannt. Liu ist chinesischer Schriftsteller, Systemkritiker und Menschenrechtler, der 2009 für sein Bürgerrechtsmanifest Charta 08 zum Internationalen Tag der Menschenrechte zu elf Jahren Haft ver- urteilt wurde. 2010 wurde ihm der Friedensnobel- preis verliehen. Aufgrund seiner Inhaf- tierung und eines massiven Ausreise- verbots von über 200 Personen konnte weder Liu selbst noch ein Familienmit- glied oder ein_e Freund_in den Preis entgegennehmen. Menschrenrechte! Welche Menschen- rechte? Laut Amnesty International gibt es noch

Auch das Einklagen der Menschen- rechte ist de facto ein schwieriges Un- terfangen. Umso wichtiger sind Orga- nisationen wie Amnesty International, die UN und Reporter ohne Grenzen. Letztere vergibt am selben Tag übri- gens auch den Menschenrechtspreis.

Ein Grund mehr sich der eigenen Rechte zu besinnen und sich darüber klar zu werden, dass Menschen- rechtsverletzungen nach wie vor ein großes Thema sind.

KOMMENTAR René Röbl Vorsitzender ÖH SoWi Der Deckmantel der Menschenrechte Fälle wie der Liu Xiaobos
KOMMENTAR
René Röbl
Vorsitzender
ÖH SoWi
Der Deckmantel der
Menschenrechte
Fälle wie der Liu Xiaobos machen
mir deutlich, dass es auf unserer
Erde im 21. Jahrhundert immer
noch unterdrückende Staatssysteme
gibt, für die Menschenrechte mehr
eine grobe Anleitung als ein Kodex
sind.
Wir vergessen in unserer europä-
ischen Blase viel zu gerne, welche
Privilegien wir genießen. Kritik an
der Regierung in Form von Satire
gehört in Österreich zum guten Ton.
In einem chinesischen System könn-
te einem das schnell zum Verhäng-
nis werden. Mit Fällen von Hinrich-
tungen oder Folter zeigt nicht nur
der asiatische Raum sein Gesicht;
auch der große Bruder jenseits
des Pazifiks bricht Menschenrechte
unter dem Deckmantel der „libe-
ralsten Nation“ der Welt. Und ge-
rade beim Thema Asyl sollten wir
uns die Frage stellen: Wollen wir
Mitglied in diesem Klub sein?
PS: Für alle Nicht-Linzer_innen un-
ter euch gibt es übrigens noch ei-
nen Geheimtipp. Es gibt einen sehr
schönen Brunnen, auf dem alle Ar-
tikel zu lesen sind. Der Brunnen be-
findet sich – passenderweise – am
Friedensplatz in der Linzer Innen-
Achtung: Satire

Achtung: Satire

OGH-Urteil: Sitzredakteurin Schazal Gadeghi zu 47 Jahren Häfn veruteilt!

Wien. Schazal Gadeghi wurde letzten Donnerstag vom Obersten Gerichtshof (OGH) im Sinne des § 111 Strafge- setzbuch (StGB), der den Tatbestand der Üblen Nachrede regelt, zu 47 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist ab sofort rechtskräftig.

• Werner Faymann, immerhin der Bundeskanlzer (!) dieser Republik wurde in einem Meme sogar als So- zialdemokrat beschimpft. Wo doch alle wissen, dass die SPÖ das S für sozialdemokratisch eh schon seit dem Tagespresse-Artikel vor zwei Jahren abgeschafft hat.

• Von der aktuellen Vorsitzenden des VSStÖ Gazal Sa- deghi wurde in der letzten Satire sogar ein Fotomon- tage in der Satire veröffentlicht. „Auf dem Bild trage ich einen Alu-hut. Dabei weiß doch jeder, dass ich immer irgendwie daher komm. Stylisch spielts bei mir sicher nicht!“

Auslöser für diese äußerst unübliche Handlungsweise des OGH war ein Beschwerdebrief einer betroffenen Person. In jenem Brief beschwerte diese sich über einen Artikel, der in der 10. Ausgabe des Cogitos (das einzige Studie- rendenmagazin Österreichs, das wöchentlich erscheint). Bei dem Artikel handelte es sich um ein Interview aus der Rubrik Satire, in der die Cogito-Redaktion bereits seit Monaten Unfug getrieben hat, wie der OGH später erkennen muss. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich also dieser Satire-Ar- tikel und schaffte es sogar nach Wien an den Obersten Gerichtshof. Dieser konnte und wollte nicht die unglau- bliche Impertinenz der Cogito-Redaktion ertragen und entschied sofort zu handeln: Nach gründlicher Recher- che-Arbeit in der Nacht auf Donnerstag mussten die Rich- ter_innen erkennen, dass rund 50 Personen im vergangen Jahr Opfer der satirischen Arbeit des Cogito wurden – da noch auf eine Anzeige der Einzelpersonen zu warten wäre unverantwortlich. Bereits am darauffolgenden Tag erging das Fernurteil des OGH, das dieser auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte:

„Schazal Gadeghi, Sitzredakteurin des Cogito, die laut Cogito-Impressum für sämtlichen lustigen Shit verant- wortlich ist, den man in den letzten Jahren im Cogito zu lesen bekommen hat, muss – wie es sich für eine Sitzre- dakteurin gehört, die rechtlichen Konsequenzen ziehen. In ihren Artikeln und Memes hat sie die Gefühle von rund 50 Menschen verletzt, wie zum Beispiel:

Der OGH wollte aufgrund der erdrückenden Beweislast (auf die man auf der scribd-Seite des Cogito einsehen kann) nicht länger warten und entschloss sich auch alle Instanzenzüge zu ignorieren, „zu groß war die Gefahr, dass die Lulu-Richter_innen da unten an Schas reden“, so die gscheiteste aller Obersten Richter_innen in einer Auss- endung der APA. Das Urteil-Posting lautete weiter: „Frau Gadeghi hat sich wohl bei der Verübung dieser schlim- men Straftaten in Sicherheit gewähnt, aber es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel der Satire einfach ALLES getan werden darf! Meinungsfreiheit und Kunst: Das ist Satire sicher nicht. Denn immerhin konkuriert das eine Menschenrecht mit den Persönlichkeitsrechten. Und da muss man immer danach abstellen, ob die persönlichen Gefühle der Menschen durch die Satire verletzt wurden. In vorangegangen Entscheiden waren wir ja noch der Meinung, dass vor allem Politker_innen, Menschen die öffentliche Ämter bekleiden oder jene die generell in der Öffentlichkeit stehen weit mehr Kritik ertragen müssten, vor allem wenn sie in ihrer öffentlichen Funktion kritisiert werden, ABER: der Brief der Betroffenen war von solch juristischer Exzellenz, dass wir sie jetzt als Praktikantin aufnehmen wollen.“

Gefasst! Schazal Gadeghi zeigt sich vom Urteil wenig beeindruckt, wie bei diesem Polizeifoto

• Donna Krasniqi, damals noch Vorsitzende des VSStÖ Linz, wurde in einem Artikel als karrieregeil bezeich- net, außerdem wurde ihr vorgeworfen, eine weiße Bluse zu besitzen, was gar nicht stimmt.

• Die Spaßfraktion „Yo Ma’am“ versucht aufgrund eines Artikels von Schazal Gadeghi noch immer die Namensänderung wieder rückgängig zu machen. „Wenns in der Zeitung steht stimmts, hat meine Mama gesagt, die ist jetzt auch Obfrau von Yo Ma’am. Weil sie so gscheit ist.“, äußert sich ein Mitglied über Ob- frau Maria Altmann.

• Quathrin Kell von der Gras wurde sogar in einer an- maßenden Karikatur in der Satire-Rubrik dargestellt. „Das war auch bestimmt die Schazal, weil die hat mal ein Strichmaderl gezeichnet. Das kann kein Zu- fall sein!“

klar zu erkennen ist. Mit den Worten “A bissi Spaß muss sein!” tritt sie nun

klar zu erkennen ist. Mit den Worten “A bissi Spaß muss sein!” tritt sie nun ihre Haft an.

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Verband Sozialistischer Student_innen Österreichs Sektion Linz: J.W.Kleinstr. 72, 4040 Linz Tel. 0732 24 38 58 | office@linz.vsstoe.at Für den Inhalt verantwortlich: VSStÖ Linz Fotos: Stefan Mayerhofer

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