Tipps zur Vorbereitung und zum Schreiben fachdidaktischer

Examensklausuren
(Mathematikdidaktik: Einführung und Mathematik in den Klassen 1-6
bzw. 5-10)
Zehn Tipps zur Vorbereitung fachdidaktischer Examensklausuren




Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Inhalte der Veranstaltungen, indem Sie z. B.
eine kommentierte Gliederung mit den wichtigsten Grundaussagen erstellen.
Wiederholen Sie die zentralen mathematikdidaktischen Begriffe und Prinzipien, indem Sie
sie mit eigenen Worten schriftlich formulieren und durch Beispiele aus den
Veranstaltungen, aber vor allem auch durch eigene Beispiele konkretisieren (z. B.:
operatives Prinzip am Beispiel des Spiegelns mit dem Spiegel, Grundvorstellungen am
Beispiel des Funktionsbegriffs). Verdeutlichen Sie sich, was sie bedeuten, warum sie
wichtig und nützlich sind und wie sie zusammenhängen.
Oft kann es hilfreich sein, wenn Sie Ihre diesbezüglichen Überlegungen mit anderen
Studierenden diskutieren (z. B. Welches Beispiel habt ihr gewählt? Warum?).
Fassen Sie die Grundaussagen der begleitenden Literatur auf ½ Seite zusammen, beziehen
Sie sie auf Inhalte der Veranstaltung. Lernen Sie keine langen Textpassagen auswendig.
Arbeiten Sie die Aufgaben aus den Übungen und der Vorlesung erneut durch, überlegen
Sie sich hierzu weiterführende Aufgabenstellungen (z. B.: Variationsmöglichkeiten für
Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Leistungsniveaus, stärkere Akzentuierung
prozessbezogener Kompetenzen) und bearbeiten Sie diese selbst.
Wiederholen und erweitern Sie den mathematischen Hintergrund der in der Veranstaltung
behandelten zentralen Unterrichtsbeispiele/Lernumgebungen (z. B. Zahlengitter,
Rechendreiecke, Fermi-Aufgaben, Mathematisierung mit Gleichungssystemen …).
Erweitern Sie Ihren Horizont, indem Sie ein Schulbuch der Grundschule bzw. der
Sekundarstufe I unter einer didaktischen Perspektive analysieren (Welche Zugänge wurden
gewählt? Welche Prinzipien sind wie realisiert? Welche fehlen? usw.).
Achten Sie auf korrekte Verwendung der mathematischen Fachbegriffe (z.B. Quotient,
Zahl, Ziffer) und didaktischen Fachbegriffe (z.B. Grunderfahrung, produktiv).
Stellen Sie sich darauf ein, dass in der Klausur nicht nur Reproduktionsleistungen verlangt
werden, sondern u. a. folgende Aufgabentypen vorkommen können:
o Stellungnahmen (z. B. zukünftige Bedeutung des halbschriftlichen und des
schriftlichen Rechnens, Stellenwert und Bedeutung des Sachrechnens / der
Winter’schen Grunderfahrungen für den Mathematikunterricht),
o Analyse von Fehlern und Aufzeigen von Fördermöglichkeiten,
o Beschreibung und Bewertung von Schülerdokumenten (z. B. in Bezug auf
Lösungsstrategien, Vorstellungen, Denkwege oder Schematisierungsstufen),
o Analyse und Bewertung eines Transkripts einer Unterrichtsszene (hinsichtlich
ausgewählter didaktischer Aspekte),
o Lösen (ggf. schülergerecht und formal) und Analysieren einer Schulbuchaufgabe
(u. a. Welche Kompetenzen werden gefördert?, Welche Variablenaspekte kommen
vor). Variation der Aufgabe hinsichtlich eines bestimmten Kriteriums (z. B.
Übertragung auf andere Klassenstufe, Öffnung der Aufgabenstellung zur
natürlichen Differenzierung).
Nutzen Sie das Angebot des IEEM zur Prüfungsvorbereitung: Offene Arbeitsräume,
Probeklausuren, Lerngruppen-Börse am schwarzen Brett des IEEM (siehe:
www.mathematik.uni-dortmund.de/ieem/new/index_l-informationen.html)
und
die
Sprechstunden der Dozierenden.

Tipps zur Vorbereitung und zum Schreiben fachdidaktischer
Examensklausuren
(Mathematikdidaktik: Einführung und Mathematik in den Klassen 1-6
bzw. 5-10)

Fünf Tipps zum Schreiben fachdidaktischer Examensklausuren

Lesen Sie sich innerhalb der ersten Viertelstunde die Aufgabenstellungen genau durch und
notieren Sie sich dazu ggf. Fragen. Einzelne Dozenten des IEEM kommen mindestens
einmal während der Klausurzeit zur Beantwortung von Fragen bezüglich des
Aufgabenverständnisses in den Hörsaal. Sie können hierzu jeden anwesenden Dozenten des
IEEM ansprechen, auch wenn er/sie nicht Ihr Themensteller ist.

Erstellen Sie sich nach dem ersten Durchlesen der Aufgaben sowie der Themenauswahl
(max. 15 Minuten) einen Plan, in welcher Reihenfolge Sie die Aufgaben bearbeiten möchten.
Beginnen Sie bei der Aufgabe, von der Sie wissen, dass Sie sie am besten bearbeiten können.
In Ihrem Zeitplan sollten Sie pro Thema ca. 50 Minuten veranschlagen. Dann verbleiben
Ihnen am Schluss noch ca. 25 Minuten als Zeitpuffer. Versuchen Sie sich, an diesem Zeitplan
zu orientieren, gehen Sie ggf. zum nächsten Aufgabenteil über, wenn Sie nicht
weiterkommen, und kommen Sie später wieder darauf zurück.

Gehen Sie beim Schreiben genau auf die Fragestellung ein. Textblöcke, die sich nicht direkt
auf die Fragestellung beziehen oder über sie hinausgehen, bringen – so schön und korrekt sie
auch sein mögen – keine Punkte. Verlieren Sie dadurch keine Zeit. Nehmen Sie die maximal
zu erreichenden Punktzahlen (sofern sie auf dem Aufgabenblatt angegeben sind) als
Anhaltspunkt für den Umfang Ihrer Aufgabenbearbeitungen.

Verfassen Sie zusammenhängende Texte mit vollständigen Sätzen, Sie können diese durch
Aufzählungen, Zeichnungen, Tabellen, etc. ergänzen.

Prüfen Sie nach der Bearbeitung Ihres Themas, ob sich Ihre Bearbeitung tatsächlich auf
ALLE in der Aufgabenstellung angegebenen Punkte bezieht.