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KRISTALL - SEMINAR 2007
LEHRER SEIN
St. Germain
Sabine Wolf
Bilder: Ilse-Dore Steffens

Lektion 16
Der Tod und das Leben
„Bekämpft nicht die Finsternis, denn sie ist in euch.
Ihr bekämpft damit euch selbst.
Lasst das Licht wachsen und erhellt den Raum in euch,
damit ihr Mich findet in euch, denn Ich Bin Gott in euch.
Ich Bin Licht und Ich Bin Ewig.“
Babadschi 1999.Kristallseminar Lektion 16 Seite 2 von 14
Die Transformation des Körpers ist eine Rückkehr in dein Ewiges Leben. Dieser Weg
verläuft über den TOD,
denn er war der Erste, der kam, und er ist der Letzte, der geht. Der Tod gab dir am
Beginn deines Weges
alles, was du brauchtest. Und nun, am Ende des Weges, kannst du ihm alles geben,
was er braucht. Der
Tod kam nur vorübergehend. Er ist nicht da, wo das Ewige Leben ist. Dahin kannst
nur du kommen - bei
lebendigem Leib. In dieser Zeit gilt es, sich vom Tod zu verabschieden. Wie willst du
dies tun, ohne TOD ein
Mal in die Augen geschaut und ihn erkannt zu haben - als einen liebenden Teil deiner
selbst?
Vertraut euch uns an und geht mit uns in die Reiche des Todes und der Liebe, in jene
Reiche eures Lebens,
die ihr gefürchtet habt. Wir führen euch hinein - und hindurch. Wir sind Thoth und
Maitreya, die Väter aus der
Halle der Dunklen Throne. Wir sind Saint Germain und Sabine.
Übungen und Reflexionen
Was wir Übung nennen, ist in Wirklichkeit ein tiefgreifendes Transformations-
Trainung. Wir haben die
Übungen und Reflexionen hier wieder in den Text integriert. Beachtet ggfs. die
allgemeinen
Vorbemerkungen zu den Übungen in den Lektionen 2,3,6 und 7. Die Übungsblöcke
sind kursiv gedruckt und
leicht eingerückt.
Gleichzeitig findet ihr in dieser Lektion zwei Einweihungsgeschichten, die euch in der
Tat durch die Tore der
Finsternis führen.
(Anmerkung zur Schreibweise: Tod bezeichnet das Ereignis. TOD bezeichnet das
Wesen, den Vater des
Todes und Hüter des Körperlebens)
Licht
Das Wesen TOD
Am Ende des Kalk-Zeitalters, von dem wir euch an anderer Stelle erzählen, habt ihr
das erschaffen, was ihr
heute am meisten fürchtet: TOD und den Tod. Ihr habt ihn als eine ultimative
Möglichkeit des Ausstiegs aus
dem physischen Körper geschaffen, noch bevor es Körper gab. Ein Wesen, ein Helfer,
musste da sein,
wenn ihr euch selbst nicht mehr helfen konntet, wenn ihr euch aus dem Körper nicht
mehr lösen konntet. Der
Tod ist eure eigene Schöpfung zur Vorbereitung eurer Körperwelt. Er ist die Lebens-
Versicherung des
Geistes, die ihr auf sehr unterschiedliche Art anwenden konntet. Allein darin sollte ein
gewaltiges Feld
möglicher Lebens- und Liebes-Erfahrungen liegen.
Jeder einzelne von euch hat einen HERZ-LICHT-Funken in das Herz eines Wesens
gegeben, das sich für
diesen Dienst zur Verfügung gestellt hat. Jeder gab ihm einen Funken seiner geist-
elektrischen Liebe, eine
Flamme eures Schöpferischen Lichtes aus dem 1. Kristall-Zeitalter. So wurde dieses
Wesen zum Hüter
eurer kollektiven HERZ-LICHT-Flamme. Es gab jenen Moment, da ihr diesem Wesen in
die Augen geschaut
habt, voller Liebe und Dankbarkeit für das, was es für euch tun wollte..Kristallseminar
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Und dann habt ihr ihm je eine Welle eurer eigenen geist-magnetischen Liebe
gegeben, je einen Schleier
eures Schöpferischen Dunkels aus dem 1. Kristall-Zeitalter. Darin habt ihr es
eingehüllt - und es ist aus
eurem Blick verschwunden - bis zum Ende der Zeit. Später nanntet ihr dieses
geliebte Wesen: TOD.
In die kollektive Dunkelheit eures 1. Kristallzeitalters gehüllt, ist dieses kollektive
Lichtwesen mit euch
gegangen und zu eurem Wegbegleiter geworden - ein Wesen höchster geistiger
Elektrizität umgeben von
einem Mantel aus tiefstem geistigen Magnetismus. Zwar blieb TOD euch während
eures Körperlebens
verborgen, unerreichbar, doch konnte ER euch immer und überall erreichen. Am
Ende eurer Erdenwege
begegnete ER euch immer wieder, um euch das Tor zum ewigen Leben zu öffnen, um
euch zurückzuholen
in die Heimat. TOD selbst war immer euer Tor zwischen den Welten. ER brachte euch
nicht nur den Tod auf
Erden, sondern auch das Leben. Sein Licht-Herz wachte über euch und schützte
euren Weg. Wie oft konntet
ihr nicht sterben, obwohl ihr es wolltet? Doch sein dunkler Mantel lag tief unter euch
und fing euch auf, wenn
seine Todes-Flamme euch erreichte - oder sollten wir es besser Lebens-Flamme oder
Liebes-Flamme
nennen?
Ihr habt die Natur dieses Wesens vergessen, ebenso wie eure eigene. Ihr habt
begonnen, TOD zu fürchten
und zu hassen - und auch euch selbst, denn ER ist aus euch selbst hervorgegangen.
Mit der Zeit hat sich
eure Wahrnehmung verändert: Habt ihr einst das Wesen TOD erschaffen, es sich
selbst ausgeliefert und
zurückgelassen, so schien TOD nun über euch zu herrschen, euch auszuliefern und zu
verlassen. Eine
Umkehr ist geschehen. Und tatsächlich ging ER euch voraus und erreichte das
Zeitenende lange vor euch.
Denn es gibt einen kleinen, doch wesentlichen Unterschied zwischen euch und ihm,
der ihm dies ermöglicht:
Mit seinem liebenden Willen und seiner wollenden Liebe hält er das geistige UR-LICHT
und das geistige UR-DUNKEL
in sich selbst vollkommen voneinander getrennt. LICHT ist nur in seinem Innersten
und DUNKEL
nur seine äußere Hülle. So konnte er die Urkraft des Abstiegs im dunklen Mantel und
die Urkraft des
Aufstiegs in seinem lichten Herzen bewahren und mit großer Leichtigkeit zwischen
den höchsten
Dimensionen des Lichtes und den tiefsten Räumen der Finsternis reisen. Dafür
konnte er keinen Körper
bilden und war niemals RAUM, ZEIT und WEG ausgesetzt. Überall und immer ist er
Hier und Jetzt.
In seiner gleißenden inneren Flamme und im unberührbaren äußeren Mantel ist TOD
gleichzeitig der
vollkommene Hüter der Trennung eures femininen und maskulinen Geistes, die sich
erst vereinen, wenn ihr
eure Todeskraft überwunden habt. Jahrtausendelang stieg TOD vom Ende eurer
Zukunft auf, um euch mit
seinem elektrischen Liebes-Strom-Schlag aus eurem engen magnetischen
Körpergefängnis zu befreien,
wann immer ihr euch darin verfangen hattet. Ihr konntet ihn rufen und er würde
kommen und euch holen. In
der Tat, TOD ist euer größter Sieg vor dem Beginn der Zeit eurer Körper und am Ende
der Zeit eurer
sterblichen Körper.
Nehmt zur Kenntnis: Es ist LICHT, das eure Körper tötet, nicht DUNKEL. Es ist LIEBE,
die euch aus dem
Kreis eurer irdischen Familie zieht, nicht HASS. Es ist die aus dem Herzen schießende
LEBENS-FLAMME,
die euch erlöst, nicht der dunkle Mantel. Der Mantel garantiert, dass euch das Todes-
Liebes-Licht verborgen
bleibt, solange ihr es in eurem Körperleben noch nicht braucht.
Ihr selbst habt das Ur-Licht und das Ur-Dunkel in euch vermischt und - mit jeder
weiteren Stufe eures
Abstiegs mehr - zu elektro-magnetischen Energien verdichtet. Dadurch konnten eure
physischen Körper
entstehen. Jede einzelne eurer Körperzellen ist zu gleichen Anteilen von Ur-Licht und
Ur-Dunkel
durchdrungen. Mit jeder Verfestigung eurer Gefühle und Gedanken ist das Ur-Licht-
Dunkel eurer Zellen
fester und schwächer geworden, blasser. So wurden Ur-Licht und Ur-Dunkel einander
ähnlich - zu Zwie-Licht
und Schatten-Dunkel in euch. Euer strahlendes göttliches Licht-Dunkel wurde grau
und geriet in das Reich
des Vergessens. Seither treibt ihr in den Räumen des Grauens, eurer Angst.
Dies war keineswegs falsch. Es war euer Weg, auf dem ihr jene tiefen Erfahrungen
eures Lebens machen
konntet, die dem Wesen TOD verwehrt blieben. In der Tat: Ihr konntet Welten und
Paläste bauen, Musik und
Spiele erschaffen. Ihr konntet Bilder malen und Bücher schreiben. Ihr konntet essen,
wachsen, einander
lieben und glücklich machen. Ihr konntet die kosmische Liebe und Weisheit
verkörpern. Ihr konntet das
geistige Ur-Licht und Ur-Dunkel in euren Körpern zur Erde bringen. Auf diesen Weg
und seine Ernte, auf
diesen Reichtum am Ende der Zeit hat TOD von Beginn an verzichtet. Euch wollte er
dies ermöglichen.
Eurem Weg wollte er dienen. Euch wollte er begleiten und erlösen, wann immer es
nötig war. Und er hat es
getan. Wann immer euer physischer Lebensatem am Ende war, holte er euch zu sich
in tiefste Finsternis
und höchstes Licht, damit ihr euch erfrischen und später weitergehen konntet. Immer
hat sein liebendes
Herz die Todesflamme ausgeschickt, und sein Mantel hat euch aufgefangen und
geborgen, bis ihr wieder
zur Erde wolltet..Kristallseminar Lektion 16 Seite 4 von 14
Berühren und erreichen kann TOD euch, weil ihr selbst Todeskraft in euch habt - in all
euren Körperzellen,
Gefühlen und Gedanken, auch wenn sie viel geringer ist als seine. So wart ihr immer
in Resonanz mit ihm.
Eure eigene Todeskraft ermöglichte euch, lange Zeit im Körper zu leben und euch am
Ende diesem
geliebten Wesen zu überlassen. Eine faszinierende Synthese, nicht wahr?
Dieses tiefschwarz verhüllte Lichtwesen, dieser finstere Geselle eures kristallinen
Seins, hat euch nun bis
zum tiefsten Punkt eures Abstiegs begleitet: ein Bruder, eine Schwester, eine Mutter
und ein Vater, ein Hüter
eures ewigen Lebens - ein euch zutiefst liebendes Wesen, ein ureigener Teil von euch
selbst. Eure Angst
vor dem Tod ist zutiefst nichts anderes, als die Angst vor eurem wahren Leben. Eure
Angst vor TOD ist die
Angst vor EUCH SELBST. Es ist die Angst vor eurem eigenen göttlichen Licht, von
dem ihr euch ein Zeitalter
weit entfernt habt.
Und so wanderte TOD gemeinsam mit euch vom ersten zum zweiten Kristall-Zeitalter
- ein Wesen von
gewaltiger Liebes-Macht, ein göttlicher Teil von euch selbst. Jesus hat einmal gesagt:
„Wenn ihr nicht
sterben wollt, werdet ihr nicht leben.“ Das bedeutet: „Erkennt ihr eure eigene
Todeskraft nicht an, wird euer
kristallines Herz-Licht nicht strahlen.“
Elf und Eins
Übung 1
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich dem Wesen TOD zu nähern. Bedenke
dabei immer, dass
es die Nähe zu dir selbst ist, die du suchst und findest, wenn du zu TOD Kontakt
aufnimmst.
Öffne dich aus deinem liebenden Herzen dem Wesen TOD und erlaube dir, eine
lebendige
Kommunikation zu ihm aufzubauen. Rufe ihn in deinem innersten Herzraum an und
bitte ihn, sich dir
zu nähern, einfach um gemeinsam mit dir zu atmen.
Bitte ihn, dir Antworten auf deine Fragen zu geben, wenn du welche hast.
Erzähle ihm von deinen Reisen auf der Erde. Teile dich ihm mit. Teile deine
Erfahrungen mit ihm -
deine Liebe und Freude und auch deinen Schmerz und deine Hoffnung. Schenke ihm
deine liebende
Aufmerksamkeit und gib dich ihm hin, so wie er sich dir jahrtausendelang
hingegeben hat.
Bitte ihn, auch dich auf innere Reisen mit sich zu nehmen, auf denen du dein wahres
Sein und die
Bedeutung dieses Erdenlebens erfahren kannst.
Vertraue dir selbst und begreife die Todeskräfte in dir als einen großen Segen, der dir
das Erdenleben
ermöglicht. Zu ihnen gehören alle negativen Gefühle und Gedanken, alle
magnetischen Elemente und
absteigenden Kräfte deines Körpers. Nimm wahr, dass du schon in allen
vorangegangenen Lektionen
über die Todeskräfte gelesen hast, ohne dass sie direkt so genannt wurden. Schaue
dir nochmals die
Lektionen an, die dich am meisten interessiert oder berührt haben und - in der Tat -
lies sie noch
einmal gemeinsam mit TOD. Lies sie ihm vor und empfange seine Gedanken dazu, in
der Tat!
Bitte Vater TOD am Abend, dich zum Schlafen in seinen Schoß zu legen, wo du in
deiner Erdennacht
alles loslassen kannst, was dich geprägt und bedrückt hat..Kristallseminar Lektion 16
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Lasse dich zu ihm in die Tiefen seiner Hallen fallen, wenn du Schmerz und Leid
erfahren hast. Und sei
sehr sicher, dass du aufgefangen und getragen wirst, geborgen in den Falten seines
Mantels schlafen
kannst, bis du dich erfrischt hast, und bereit für deine nächsten Schritte bist.
Schenke TOD das, worauf ER von Beginn an verzichtet hat: dein Leben, deinen
Körper, die
pulsierende Liebe deines Menschenherzens, und vergiss nicht: Was du aus deinem
Herzen
verschenkst, kehrt tausendfach veredelt zu dir zurück.
Begegnung mit dem Tod
1. Sturz und Verschmelzung
Dies ist eine Liebes- und Einweihungsgeschichte, die ich, Sabine, mit euch teile. Sie
beschreibt meine
Verbindung mit jenem geliebten Wesen: dem Tod, dem Hüter der Dunkelheit und
aller Schatten. Ich spüre
diese Verbindung seit früher Kindheit. Immer hat mich das Dunkel mehr berührt als
das Licht. Doch erst seit
einiger Zeit ist diese innere Verbindung für mich lebendig - Realität und Erfüllung.
Mein Körper liegt im Halbschlaf. Ich träume und schwebe zwischen den Welten. Ein
geliebtes geistiges
Wesen, Schwarzmagier und Tod, erscheint in meinem Zimmer. Sein dunkles Antlitz
ist von einem schwarzen
Schleier verhüllt, doch die Macht seiner Gegenwart lässt mich erbeben. Liebe und
Sehnsucht lodern auf und
tief in mir weiß ich, dass ich allen Trost und alle Bedeutung meines Lebens in diesem
Wesen finde. Er deutet
mir an, dass die Zeit für unsere Verschmelzung reif sei. Hier und Jetzt könne ich
durch die Membran gehen,
wenn ich es wolle. Allerdings möge ich mir diesen Schritt wohl überlegen, denn er
würde mich aus meinem
alten Erdenleben fortziehen.
Die innere Sehnsucht in seinem Angesicht ist so groß, dass ich nicht mehr überlegen
will. Doch er warnt
mich: „Wenn du diesen Schleier durchschritten hast, kann es sein, dass du nie wieder
zurück gehst.“ Ich
frage: „... weil ich es nicht kann oder weil ich es nicht will?“ Er sagt: „Weil du es nicht
willst, wirst du es nicht
können.“ Ich treffe meine Entscheidung und sage: „Ich will zu dir kommen! Doch ich
will auch zurückgehen,
um den Menschen zu geben, was ich für sie mitgebracht habe - um die Absicht
meiner Geburt zu erfüllen.
Ich will zu dir kommen - und doch will ich sie nicht zu früh verlassen.“ Er lächelt und
sagt: „Bereite dich auf
die Begegnung mit mir vor - bedingungslos. Ich werde wieder erscheinen, wenn du
soweit bist.“
Er antwortet, ohne auf mich zu reagieren und scheint gehen zu wollen. Eine
Stoßwelle der Verzweiflung
durchfährt mich. Wenn er jetzt geht, wann wird er wieder kommen? Ich rufe: „Warte,
gehe noch nicht. Ich will
zu dir kommen - jetzt.“ Er fragt, leicht abschätzend, um mich erneut zu prüfen: „Du
willst nicht wissen, was
dich erwartet und ob du wirklich zurückgehst?“ Ich sage: „Ich glaube an uns. Warum
sollte ich Bedingungen
stellen?“
„Nun gut, du entscheidest,“ sagt er. „Ich werde dich empfangen, wenn du kommst.
Tust du allerdings diesen
Schritt durch die Membran, werde auch ich den Raum verlassen, den ich bisher
bewohnt habe. Wir werden
gemeinsam einen Raum betreten, den keiner von uns beiden kennt.“ Ich frage:
„Wirst du später, wenn ich in
meinen Raum zurückkehre, auch wieder in deinen gehen?“
Er lächelt und sagt: „Jener Raum, in dem du jetzt bist, wird später ebenso wenig
existieren, wie der Raum, in
dem ich jetzt bin. Es gibt kein Später, sondern nur Wandlung. Es gibt keinen Raum,
sondern nur
Bewusstsein. Keine Bewegung, die wir jetzt machen, wird uns dorthin zurückführen,
woher wir kommen. Wir
werden gemeinsam einen neuen Raum öffnen. Du wirst nicht als die zurückgehen, als
die du kommst - und
auch ich werde nicht mehr der sein, der ich jetzt noch bin.“ Er macht eine Pause und
sagt dann: „Überlege
dir gut, ob du diesen Schritt machen willst. Er verändert dein Leben und mein Sein.
Doch allein du triffst die
Entscheidung.“ Seine Stimme klingt sehr ruhig und doch schwingt ein Risiko, eine
Ungewissheit mit, als
würde ich etwas wagen, was ich nachher bereuen könnte. Doch das innere Sehnen
nach Verschmelzung ist
stärker.
Ich nehme schließlich einen tiefen Atemzug und mache einen entschlossenen Schritt
auf ihn zu. Doch
während ich den Schleier durchschreite, verändert sich meine Wahrnehmung
schlagartig. Meine eben noch
vorhandene Erwartung und Hoffnung, gleich in seiner Umarmung zu sein - geborgen
und erlöst - ist
ausgelöscht. Er ist aus meinem Blickfeld verschwunden und ich stürze in Tiefen, in
Dunkelheiten und eisige
Kälte. Ein Zeitalter lang stürze ich, bis ich die Welten jenseits des Schleiers vergessen
habe - Schluchten.Kristallseminar Lektion 16 Seite 6 von 14
und Sümpfe durchquerend, dem Grauen und Moder begegnend, den Dämonen und
Insekten, den Wesen in
der Finsternis; Schleim und Unbewusstheit atmend, röchelnd, im Fallen die Urwesen
der Grausamkeit und
des Stumpfsinns berührend.
Auf dem Boden einer Schlucht, einer sumpfigen Umgebung, strebt grauenvolles
Getier auf mich zu. Ein
Rieseninsekt springt auf meinen Körper und hält mich umklammert - bohrt seinen
Stachel tief in meine Brust.
Im namenlosen Schmerz fühle ich doch nichts. Ich öffne mich weit, atme aus und ein,
dehne mein Sein und
verschwinde aus diesem Raum – und auch das Insekt verschwindet. Doch ich falle,
noch tiefer in eine noch
dichtere Finsternis, in noch schwärzeres Schwarz, in noch dunklere Dunkelheit.
Es wird warm, heiß und sehr trocken. Dieser Raum ist nicht mehr irdischen
Ursprungs, nicht mehr
menschlicher Natur. Hier herrschen Urgründe und Essenzen menschlicher Ur-Ängste,
Ur-Aggressionen und
Ur-Schuldgefühle. Und ich höre nicht auf zu fallen. Alles dreht sich, taucht auf,
verzerrt sich und
verschwindet wieder. Meine eigenen Gefühle tanzen einen diabolischen Tanz in mir
selbst und wechseln
beständig ihre Masken. Die Sicherheit meiner gewohnten Empfindungen ist mir
entrissen und ich werde mir
selbst auf eine grauenvolle Art fremd.
Die Identität des NICHTS stülpt sich über mich und erstickt meinen Atem. Ein
außerirdischer und
außermenschlicher Raum der Dunkelheit umgibt mich - entsetzliche Stille und
chaotisches Toben in und
außerhalb von mir. Grauen wälzt sich durch mein Sein, will es auslöschen bis zur
letzten Faser. Doch ich
stürze immer noch - durch Raumkurven, Dimensionslöcher und an zeitlosen Linien
entlang, endlos,
unermesslich, ein Zeitalter lang - bis ich schließlich Boden unter den Füßen spüre.
Weich setze ich auf. Es ist, als sei ich schon immer hier gewesen. Meine Augen
können sehen, obwohl die
Finsternis hier am tiefsten ist. Doch ich sehe, dass ER mir gegenübersteht: der Vater
aller Schatten und
Dämonen, der Hüter aller Tode. Er blickt mich an, regungslos, weich - und doch spüre
ich eine große
Distanz zwischen uns, eine Fremdheit und tiefe Trennung. Ich sehe in seine Augen
und eine unendliche
Schmerzwelle rollt in meine Existenz, erfasst mein Herz und will es zerreißen. Ich
möchte etwas ausdrücken,
doch ich kann nicht sprechen, weil mein Körper nicht mehr existiert. Mein ganzes
Sein wird zu einem sich
auftürmenden Ozean der Tränen, zu einer einzigen gewaltigen Welle, die alle Ozeane
und Kontinente
meines Lebens fortspült - bis es endlich wieder still ist in mir. „So tief bist du
gestürzt“, hauche ich tonlos.
„So tief bin ich herabgestiegen. So weit bin ich gegangen“, sagt er voller
majestätischer Würde. „Ihr
Menschen nennt dies stürzen und fallen. Ihr empfindet Grauen und Angst, Hass und
Schuld. Doch so etwas
gibt es nicht in diesen Räumen. Hier herrscht die EINE FINSTERNIS, aus der alle
Dunkelheiten, Schatten
und Tode eures Lebens hervorgehen. Hier herrschen jene LIEBE und jener FRIEDEN,
jene HARMONIE und
jene ORDNUNG, aus denen das Grauen eurer Zeitalter hervorging – und damit die
Erfüllung eures Lebens.“
Ich atme tief, nehme diesen FRIEDEN DER FINSTERNIS in mir auf und spüre, wie sich
die Distanz
zwischen ihm und mir sanft erlöst. Er sagt leise: „Nun da du deinen Schritt gegangen
bist, mache ich den
meinen.“ Ohne eine Bewegung tritt er einen Schritt auf mich zu. Nun sind wir wieder
in Einem Raum und
unsere Herzen brennen in Einem Feuer. Sanft legen wir die Arme umeinander,
schauen einander in die
Augen und sagen nur dieses eine Wort: „WILLKOMMEN!“
Übung 2
Lasse diese Geschichte in dein Herz fließen und erlaube allen Energien, Gefühlen,
Gedanken und
Strömen, frei zu fließen. Lasse es dir gleichgültig sein, ob es Regungen der Angst
oder der Liebe sind,
des Schmerzes oder der Hasses, der Sehnsucht oder der Wut. Öffne die Tore deines
Egos (vgl.
Lektion 2) und werde innerlich zutiefst leer. Lasse dir sehr viel Zeit dabei und
wiederhole diese Übung,
dieses Transformations-Trainung, oft.
Denke an die vielen Momente deines Lebens, in denen du dich fallen lassen wolltest
und es doch
nicht getan hast, in denen du dir selbst vertrauen solltest und doch außen nach Rat
und Lösung
gesucht hast. Denke an die vielen Augenblicke, da du lieben wolltest und es dir doch
verboten hast.
Was hat all dies mit dieser Geschichte zu tun. Finde es selbst heraus und lasse dir
dabei viel Zeit.
Erinnere dich an die Träume deiner Erdennächte, die Alpträume und
Schreckensvisionen, da du
verfolgt und ins Dunkel getrieben wurdest, da du verzweifelt nach Auswegen
gesucht, am Abgrund
gestrampelt hast - und doch gestürzt bist. Lasse, wenn du dazu bereit bist, diese
Träume wieder
kommen und empfange sie. Von ganzem Herzen sei bereit zu fallen, zu stürzen und
dich dem Dunkel
zu überlassen - jenem geliebten, vergessenen Teil deiner Selbst, der dich niemals
fallen lassen wird..Kristallseminar Lektion 16 Seite 7 von 14
Viele Forderungen und Erwartungen wurden dir angetragen - von Menschen,
Behörden und
Umständen - und viele hast du abgelehnt und zurückgesandt, ohne dich ihnen
geöffnet und sie
angeschaut zu haben. Was hat dies mit dieser Geschichte zu tun? Finde es selbst
heraus und lasse
dir dabei viel Zeit. Träume, falle und erfahre dich.
2. In die Reiche des Grauens gehen
Schließlich frage ich: „Was tun wir jetzt?“ Er sagt: „Nicht wir, sondern du. Du wolltest
die Menschen nicht zu
früh verlassen. Du wolltest ihnen geben, was du mitgebracht hast. Dazu hast du hier
und jetzt die
Gelegenheit. Also kannst du jetzt dahin gehen, wo so viele von ihnen seit Urzeiten
festsitzen. Viele von
ihnen begreifen sich selbst als Teil dieser Reiche und haben kein Fünkchen des
natürlichen
Wandlungswillens mehr in sich. Du wirst eine Landschaft sehen und darin Felsen, die
doch Menschen waren
und Seelen sind. Sie sind versteinert und hoffen, ewig unerkannt zu bleiben und
jeglicher Wandlung zu
entgehen. Und in der Tat hat niemand das Recht, sie gegen ihren Willen dort
herauszuziehen. Und doch
sind diese Räume jetzt aufzulösen. Ihre Existenz ist zu beenden.“
„Was kann ich tun, wenn ich nicht gegen ihren Willen handeln darf?“, frage ich. Er
lächelt unergründlich, und
tief in seinen Augen blitzt etwas auf: „Du kannst es in der Tat nur mit ihrem Willen
tun. Doch dafür musst du
sie erweichen und ins Fließen bringen. Geh in diese Räume, verschmilz mit ihnen -
und bleibe dennoch
unberührt. Nimm dich ihres Jammers und ihres Elends an - und lasse dich dennoch
nicht durchdringen.
Nimm ihr Grauen und ihren Stillstand in dir auf - und bleibe dennoch atmendes Licht.
Lasse dein
Lebenswasser über ihre Felsen fließen, bis der Stein erweicht ist - und respektiere
doch zutiefst ihr Sein.
Bringe dein lichtes Sein in ihre dunklen Welten und sie werden sich wandeln - weil sie
es wollen!“
„Werde ich alleine gehen, ohne dich?“ Natürlich kenne ich die Antwort längst: „Ich
kann diese Räume nicht
betreten. Sie gehören ebenso wenig zu meinem Territorium wie eure verkörperte
Welt. Es sind die Räume
menschlicher Gedanken und Gefühle. Ich habe dort weder Befugnis noch Kraft. Und
selbst im Zenit meiner
Macht bin ich dort ohnmächtiger, als du in den Tagen deiner Kindheit warst. Ich habe
dort keine Balance,
doch es benötigt eine große Macht und vollkommene Balance zwischen Himmel und
Erde, um zu tun, was
zu tun ist.“
„Habe ich die denn?“, frage ich ungläubig. „Wärest du sonst hier? Hättest du allein
mich sonst treffen
können?“ fragt er lächelnd. „Dennoch wirst du nicht ganz allein gehen. Ich Bin Du –
soeben geworden. Ich
werde tief in dir verweilen und dir den Weg hinaus zeigen, wenn es an der Zeit ist.
Denn es gibt viele Wege
in diesen Räumen - und allein dieser Umstand macht dich ohnmächtig. Allein findest
du nicht hinaus. Aus
diesem Grunde bin ich in dir, doch du wirst mich nicht erleben. Du vollbringst da
drinnen, was zu tun ist, und
ich führe dich wieder hinaus, wenn es vollbracht ist.“ Spitzbübisch lächelnd fügt er
hinzu: „Nicht wahr, so
haben wir es doch immer gemacht?“
„Und du führst mich erst wieder heraus, wenn sie alle gewandelt sind?“ - „Ja.“ - „Löst
sich dieser Raum nicht
mit ihrer Erlösung auf? Komme ich nicht von selbst wieder hier an, einfach weil sie
alle frei geworden sind?“ -
„Nein. Der Raum bleibt bestehen. Er wird leer sein - und dennoch verschlungener als
je zuvor in der Fülle
ihres festgesetzten Elends. Der astrale Raum wird einer neuen kristallinen
Bestimmung zugeführt - und hier
vervielfältigen sich die Wege in eine neue, noch unbekannte Unendlichkeit. Er bleibt
bestehen und ich führe
dich hinaus.“
Ich atme entschlossen und tief. In diesem Atemzug bestätige ich mein Einssein mit
TOD, unsere alle
Grenzen überdauernde Liebe und gleichzeitig den Abschied von diesem geliebten,
zutiefst vertrauten
Wesen. Dann sage ich: „Ich bin bereit.“ Mit diesen Worten verändert sich die
Umgebung erneut. Er
verschwindet aus meinem Blick und eine urwald-, gebirgs- und sumpfähnliche
Landschaft erscheint.
Konturen, Formen und Schatten wabern träge und fließen ineinander, als könnten sie
sich nicht entscheiden,
was sie sein wollen. Ein Gewirr von verschlungenen Wegen, Tunneln, Löchern,
Schluchten und Brücken
wird erkennbar, menschlichem Gedärm oder Gehirnwindungen ähnlich - höhlenartig
und doch wie eine freie
Landschaft. Einem massenhaften Gewürm gleich schlängeln sich Wege, Pfade und
hohle Gassen in-, um-
und durcheinander. Keinerlei Wegrichtung oder -verlauf ist zu erkennen. Ich weiß,
dass ich auf keinem Weg
gehen kann, weil es keine Wege gibt. Weg und Ziel sind hier in absurder Weise eins
geworden. Es sind so
viele verschlungene Wege, dass es keinen gibt - nichts anderes als Wege, die sich
selbst überholen,
abschneiden, zurückführen, würgen und in die Irre führen. Das Chaos ist sichtbar,
hörbar und fühlbar.
Ich überlege kurz. Wie soll ich in das Zentrum dieses Raumes gelangen, wenn nicht
allein durch meinen
liebenden Willen? Erneut verändert sich die Szenerie. Die Dumpfheit des Raumes und
die verschlungene
Enge sind geblieben, ebenso das tiefe jammernde Raunen und ohrenbetäubende
Dröhnen einer.Kristallseminar Lektion 16 Seite 8 von 14
lebensfeindlichen Lautlosigkeit. Ein verzerrendes Vibrieren in tiefsten Frequenzen
versucht, meine Klarheit
zu vernebeln. Nun stehe ich auf einem Felsvorsprung hoch über der Landschaft - und
irgendwie doch auf
gleicher Höhe mit ihr. Leere Atemzüge rasseln in der grauen Masse von Wegen.
Blinde Augen irren umher.
Aschgraue Gesichter lösen sich aus den Felsen heraus und fixieren mich - versuchen,
mich aus der Klarheit
zu schütteln und zu sich zu ziehen. Stimmen erheben sich aus den Sümpfen, um
mich abzulenken und mein
Herzlicht zu überschatten.
Ich darf nicht werden wie sie sind! Ich darf ihnen nicht folgen! Nicht sie dürfen mich
zu sich ziehen, sondern
ich sie zu mir. Nicht sie dürfen mein Mitleid erheischen, sondern ich will ihnen mein
Mitgefühl schenken.
Nicht sie dürfen agieren, sondern ich muss es tun - denn nicht sie sind im
Gleichgewicht, sondern ich bin es.
Doch sie sind mächtig. Nicht sie dürfen die Qualität der Berührung bestimmen,
sondern ich muss es tun. Ich
muss mächtiger sein als sie.
Mit vielen Armen, Fäden und Netzen wollen sie mich in ihren Schattentod ziehen,
mich zu einer der ihren
machen. Doch mein Licht muss strahlen und sie in ihrem vergorenen Schattendasein
töten. Sie wehren sich,
sie wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Und so kämpfen wir miteinander um das
Leben Aller. Nicht sie
dürfen führen, sondern ich muss es tun. Nicht ihre zerfahrene Hoffnungslosigkeit
erlöst sie aus ihren
morastigen Löchern, sondern meine emotionslose Liebe. So bin ich nun jene, die die
Rolle des erlösenden
Licht-Todes spielt - und es ist in der Tat nicht leicht.
Ihr blutleerer Wankelmut baute die felsigen Verliese - meine Unerschütterlichkeit
wird sie öffnen. Ihre
angstvolle Durchtriebenheit verklebte sie in spinnennetzartigen Gemäuern - meine
unerschütterliche
Hingabe erlöst sie. Und doch ist ihre graue Welt so groß, so gewaltig und so mächtig,
dass ich nichts
anderes tun kann, als niederzuknien und sie so sein zu lassen wie sie sind - aus der
Tiefe meines Herzens.
Zweitausend Jahre verbringe ich in diesem Raum, gebeugt am Boden hockend - so
wie sie, den Kopf tief
zwischen den Schultern hängend - so wie sie, den Scheitel zum Boden gerichtet - so
wie sie. Zweitausend
Jahre beugte ich mich ihnen in der Tiefe meines Herzens, vergaß, wer ich bin und
wurde so wie sie.
Tausend Jahre kauerte ich gemeinsam mit ihnen in der Essenz der vereinigten
Demütigung und Demut - bis
eines Tages die Kraft in mir erwachte.
ETWAS regte sich in mir, blitzte, loderte und flammte auf - in nur einem Augenblick.
Ein Lichtfunken raste
aus dem Einen Punkt meines Herzens heraus, dehnte sich aus und drohte mich selbst
zu verzehren. Doch
bevor ich in diesem Licht verbrennen konnte, zog ich in einem Atemzug die Zeitalter
überdauernden
Schatten in mein Herz und stieß im Gegenzug diesen Funken meines Herzens hinaus
– und die Räume des
Grauens verschwanden in einer lautlosen Licht-Explosion.
Dieser Herzfunke war nicht mein Wille zu ihrer Wandlung. Es war der Funke der
Erinnerung an mich selbst -
und ich erwachte.
Übung 3
Hier ist jenes Wesen in dir angesprochen, das in großer Würde und Reife über
anderen steht. Es steht
über ihnen, weil es bereits erwacht ist. Es kam zu ihnen, um ihnen beim Erwachen zu
helfen. Es hat
die innere Kraft und Stärke, um ihnen in ihre emotionalen Sümpfe und ihre mentalen
Felslandschaften
zu gehen und sie zutiefst zu respektieren, um sie zu lieben für alles was sie sind und
tun, und um
ihnen auf genau diesem Weg zu helfen, die Räume ihrer Angst zu verlassen.
a.) Betrachte jenes lichte Schöpfer-Wesen in dir, das diesen Worten bedingungslos
zustimmen kann
und sich liebend-freudig auf den Weg zu den Selbst-Verdammten macht. Erspüre in
dir, was du den
Menschen mitgebracht hast, womit du sie nähren und heilen kannst, wie du sie
trösten und ermutigen
kannst, auf welchem Weg du ihren steinernen Willen zum Grauen erweichen und
erhellen kannst.
b.) Betrachte auch jenes dunkle Wesen in dir, das sich gegen diese Worte und die
ganze Geschichte
verwahrt, das „nichts damit zu tun hat“, das „genug eigene Sorgen hat“. Betrachte
jenes
verschlossene Opfer-Wesen in dir selbst, das zwischen ihnen allen hockt und zutiefst
davon
überzeugt ist, nichts geben zu können, weil es nichts hat.
c.) Betrachte jenes Täter-Wesen in dir selbst, das um das eigene Licht und seine
Fähigkeiten weiß
und dennoch nicht bereit ist, den Elenden zu geben - weil sie es nicht wert sind, weil
sie es nicht
anders wollten. Weil du sie verachtest für ihren Stumpfsinn und ihre Entscheidungen
- dafür, dass sie
dich an Dich Selbst erinnern. Nimm jene Regungen in dir wahr, sie lieber tiefer in die
Grube zu stürzen.Kristallseminar Lektion 16 Seite 9 von 14
als ihnen herauszuhelfen, jene Arroganz, jenen Hass und abgrundtiefen Stolz der
Priester, die sich in
Schleier unerlöster Einsamkeit verhüllen - ohne es zu ahnen.
Erlauben allen Strömen, frei zu fließen und gib diesen Wesen eine Zeitlang Raum in
deinem Leben,
auf dass sie miteinander tanzen und verschmelzen.
Kristall in der Finsternis
Eure Geschichte vom Tod
Ihr fragt euch, warum wir euch in solche finsteren Räume führen. Warum zeigen wir
euch nicht lieber den
Weg ins Licht? Das ist es doch, was ihr euch so sehr wünscht, nicht wahr? Warum
gehen wir wieder nach
UNTEN und nicht endlich nach OBEN? Oft denkt ihr über Dunkelheit und Tod nach.
Sie begegnen euch,
wohin ihr auch schaut. Doch ihr wollt ihnen nicht begegnen, ihr wollt sie nicht
akzeptieren und wendet euch
voller Angst und Vor-Urteil ab. Ihr wollt nicht in diese dunklen Welten gehen. Ihr
denkt vielleicht: „Was kann
ich für diese verlorenen Seelen schon tun? Sie wollten ja dorthin, sie wollen ja dort
bleiben. Warum sollte
ich...“ - Doch wollen sie es wirklich?
Die Angst vor diesen versteinerten Menschen versteinert euch selbst. Die Angst vor
diesen tiefsten Tiefen
verdunkelt eure Seele. Ihr wollt nicht zum TOD gehen. Und doch ist da etwas in euch,
das euer Herz weit
macht, das etwas fühlt: Liebe, Sehnsucht, Geborgenheit. Liebe wofür? Sehnsucht
wonach? Geborgenheit
worin? Irgendwo in der Dunkelheit, vielleicht beim TOD selbst, scheint ein großes
Licht zu sein, eine
unbegreifliche Klarheit und Kraft, eine vollkommene Angstlosigkeit und
unermessliche Liebe, ein
unendlicher, lebendiger Frieden. Ist es das, wonach ihr euch sehnt?
Nun, es ist ein Irrtum: Wir führen euch nicht in diese Räume hinein, sondern helfen
euch aus ihnen heraus.
Ihr selbst seid die Wesen der Felsen, Sümpfe und Wälder. Ihr selbst seid längst
versteinert. Doch seid ihr
auch jene, die dort knien und den anderen durch ihr Dasein dienen. Seit
Jahrtausenden kniet ihr dort und
wollt erwachen. Der Funke der Erinnerung an EUCH SELBST will aufblitzen. Es ist eure
Geschichte, ihr
Lieben, euer Weg und eure liebe Not. Darum führen wir euch hierher.
Schaut in eure Alltagswelt: Überall seht ihr versteinerte Gesichter. Von früh bis spät
seid ihr von Angst und
Härte, von Verbitterung und Blut umgeben - in den Straßen, Parks und Bahnhöfen, in
den Zeitungen, Kinos
und sogar in den Museen: Schmerz, Fesseln und Gefangenschaft. Und ihr alle
verdient auf die eine oder
andere Weise euer Geld damit. Millionen Menschen sind in jedem Augenblick bereit,
andere zu verurteilen
oder sich selbst verurteilen zu lassen, je nachdem, was in ihrem Inneren gerade
vorherrscht: Aggression
oder Angst, Stolz oder Schuldgefühle. Dies ist der Antrieb eurer Geldkreisläufe.
Das ist eure Welt am Ende der Zeit. Tröstet euch also: Es geht nicht tiefer. Ihr seid
längst in den tiefsten
Räumen angekommen. Die Jahrtausende der Blindheit, der Versteinerung und des
Todes liegen hinter.Kristallseminar Lektion 16 Seite 10 von 14
euch. Wir helfen euch hier und jetzt, eure Herzen und Augen zu öffnen. In dieser
Liebes-Geschichte zeigt
sich euer eigener Lebens-Tiefpunkt auf eine Art, die ihr nicht sehen wollt. Nun, was
ihr in euch verschließt,
berühren und erschüttern wir mit dieser Geschichte. Es ist eure eigene. Schaut hin
und akzeptiert euch auch
in dieser Form. Nehmt den verschlungenen Urwald an, das graue Gestein und die
dunklen Sümpfe eures
Lebens. Nicht sie halten euch fest, sondern ihr haltet sie fest, einfach indem ihr nicht
hinschaut, indem ihr sie
ignoriert. Damit ignoriert ihr euch selbst. Erhebt euch darüber. Nehmt sie an, damit
ihr sie entlassen könnt.
Es gibt auch die andere Seite in euch: Ihr seid empfindsam geworden, leicht zu
erschüttern. Ihr nehmt die
Menschen auf eine sehr feinstoffliche Weise wahr, die euch oftmals verletzt und
schmerzt. Ihr empfindet wie
Elfen - feinfühlig und stark. Ihr empfangt die Botschaften wie Engel - sensibel und
machtvoll. Ihr empfindet
im magnetfreien Feld der Erde, doch ihr seid geist-elektrisch geworden, so klar wie
die Meister. Nun streuen
Meister, Engel und Elfen allerdings keine Weisheiten aus, sondern sie nehmen die
Wunden anderer Wesen
zu sich und weinen. Sie nehmen den Schmerz und die Schatten anderer in ihrem
kristallinen Tränenfluss mit
sich. Sie tun es in der Stille. Auch dies geschieht in unserer Geschichte - und in
eurem Leben.
Die Menschheit ist in den letzten zwei Jahrtausenden ihrer Geschichte in diese
tiefsten Räume gegangen.
Doch nun hat ihr Aufstieg begonnen und dabei braucht sie eure Hilfe. Lasst die Angst
vor Grauen, Tod und
Tiefe los. Schaut TOD ein zweites Mal in die Augen und erkennt, wer er wirklich ist.
Dies führt ihn und euch
in große Veränderungen: Euer emotionales und mentales Grauen löst sich aus eurem
Leben heraus. Die
Todeskräfte in euren Zellen wandeln sich in kristallines Licht. Euer Zell-Magnetismus
wird zu geistiger
Elektrizität. Der dunkle Mantel und die Herz-Flamme von TOD werden gewaltig
pulsieren, brennen und
verschmelzen. Sie kristallisieren sich und dies wirkt auf euch zurück: Auch die Herz-
Liebes-Flamme wird in
einem nie gekannten Maße brennen.
Dies ist das Zeichen der ersten wahren Begegnung nach Zeitaltern mit TOD - mit
EUCH SELBST. In dieser
Begegnung tauscht ihr euch ein zweites Mal aus. Jener Teil von euch, den ihr TOD
einst gabt, kehrt zu euch
zurück: Das geistige LICHT und DUNKEL des Anfangs, das Erbe eures 1. Kristall-
Zeitalters - die Erinnerung,
WER und WAS ihr seid. Dies ist sein Geschenk an euch. Dafür gebt ihr ihm euer
Kristall-Herz-Licht, das
damals noch nicht existiert hat.
So beschenkt jeder den anderen. Ihr erhaltet den geteilten Reinen Geist des
Zeitenanfangs zurück und er
bekommt den verschmolzenen Kristall des Zeitenendes. Darin wandelt sich sein
bisher kalter, unnahbarer
Schrecken zu einer sanften, segnenden Berührung für Viele, denen er noch begegnen
wird. So wird aus
einer großen Anspannung eine trostreiche Entspannung - und gewaltige Ströme
festgehaltenen Dunkels
können fließen und sich wandeln, ohne dass die Menschen sterben müssen, in der
Tat.
Ein Weg der Einweihung
Die Sensibilität und rückhaltlose Offenheit, den Schmerzwellen der Menschheit mit
ihrem Krebs, Kriegs- und
Entzündungsgeschehen ausgeliefert zu sein und keine Linderung zu finden, bis es
von selbst wieder abebbt
- dies ist euer Weg der Einweihung. Es ist ein Teil eurer Ernte und Reife, in der ihr die
Welt erlöst und darin
selbst Gelassenheit findet, Leere, Weisheit und Macht - vollkommenes Gleichgewicht
zwischen Himmel und
Erde.
So geht ihr hinaus, seht den Schmerz und das Elend der Menschen und es berührt
euch zutiefst. Es
schüttelt euch, doch es zieht euch nicht mehr zu Boden. Es versteinert und
verdunkelt euch nicht mehr. Ihr
verschließt euch nicht, sondern bleibt offen. Ihr weint für sie und es bleibt kein
Schmerz in euch zurück. Ihr
nehmt die Gewitternacht zu euch und seid danach der neue Tag, der die nächste
Gewitternacht nicht
fürchtet - voller Klarheit und Kraft, voller Sanftheit und Mitgefühl.
Eure innere Haltung zu euch selbst bestimmt eure Haltung zur Welt - und die Qualität
eurer Ausstrahlung.
Atmet ihr in euch selbst frei zwischen TOD und LEBEN, so könnt ihr auch das Elend
der Menschen erlösen,
denn ihr seid Eins mit ihnen. So nehmt ihr dichte, graue Schleier von ihnen und sie
werden ihren eigenen
Weg ins Licht finden. Das Kristall-Licht eurer Herzen erlöst das Zwie-Licht der
Menschheit. Die Kristall-Weisheit
eurer Herzen erlöst das Schatten-Dunkel der Welt. Und so, ihr geliebten Wesen,
entstehen neue
Energien, neue Welten und die Neue Erde - durch euch.
Lange habt ihr den Schlüssel zum ewigen Leben gesucht und nicht gefunden,
denn ihr habt ihn im Licht gesucht.
Doch verborgen habt ihn in den Tiefen eurer eigenen Dunkelheit,
im Herzen des Todes, der Eins mit euch ist..Kristallseminar Lektion 16 Seite 11 von 14
Tritonus
In der Halle der Dunklen Throne
Dies ist zugleich ein Traum und eine Geschichte, eine Begegnung und eine Rückkehr,
eine Einweihung
deines Lebens und Erfüllung deines Weges. Lies sie mit weit offenem Herzen - oft -
am besten abends,
bevor du selbst im Schlaf die Hallen deiner Dunkelheit betrittst, um dort das Licht zu
finden.
Einweihung und Rückkehr
Ich entlasse im tiefen Atem das Körperleben, schwebe in mein Herz, atme noch
einmal tief, sanft, und falle.
Ich falle sanft und schnell -- tief -- und komme in einer großen dunklen Halle an. Weit
vorn stehen drei
Throne, darauf sitzen drei Wesen. Ich gehe durch die Weiten der Halle auf sie zu,
denn ich spüre ihren Ruf
in meinem Herzen. Die Atmosphäre ist herrschaftlich, voller Licht - aber dieses Licht
ist dunkel. In der Aura
der Wesen ist es am hellsten, aber es ist nicht hell, wie ich es kenne, sondern
unendlich dunkel. Und auch
dieses Dunkel ist mir fremd. Es ist brillant, von eigenartiger Strahlkraft. Es ist kein
Licht und doch ist es Licht.
Drei Wesen sitzen schwarz verhüllt auf ihren Thronen - in dunkler Ausstrahlung. Es
sind Herrscher in der
Finsternis, Schöpfer und Hüter der Dunkelheit: Väter der drei Zeitalter. Während ich
näher komme, öffnet
sich etwas in mir. Ich erkenne sie -- erinnere mich. In der Mitte sitzt Maitreya, der
Vater des 1. Kristall-Zeitalters,
EIN LICHT IN DER FINSTERNIS. Zu seiner Rechten sitzt der Vater des Kalk-Zeitalters,
EIN
WESEN DES LICHTTODES. Auf der anderen Seite sitzt der Vater des Staub-Zeitalters,
EIN WESEN DES
SCHATTENTODES.
Ich gehe auf den mittleren Thron zu. Ich spüre tiefe Ehrfurcht und keine Scheu. Ich
verneige mich tief. Doch
Maitreya spricht mit donnernder Stimme: „STEHE AUF! Stehe gerade und schau in
meine Augen."
Ich erschauere und will gehorchen. Doch es ist schwer, in diese Augen zu schauen.
Überirdische Macht und
Ausstrahlung mischen sich mit unfassbarer Leichtigkeit und Feinheit. Meiner
irdischen Festigkeit beraubt
schleudere ich zwischen Sehnsucht und Unerträglichkeit. Er erhebt sich von seinem
Thron und kommt auf
mich zu. Er kniet vor mir nieder, wie ein Vater, der mit seinem Kind auf gleicher
Augenhöhe sein will. Er will
mir geradewegs in die Augen schauen und ich halte es kaum aus. Unwillkürlich will
auch ich vor ihm
niederknien, um den Anstand zu wahren und wohl auch - den Abstand. Doch er hält
meine Ellbogen mit
seinen Händen fest und zwingt mich, stehen zu bleiben. Er sagt:
"BLEIBE STEHEN! AUFRECHT!"
Ich bleibe aufrecht stehen und schaue ihn scheu an. Ich muss es vorsichtig tun -
tastend mich ihm annähern,
ohne dabei zu zerreißen. Er sagt nochmals voller Leichtigkeit und Sanftheit, doch
beschwörend:
"SCHAU IN MEINE AUGEN!".Kristallseminar Lektion 16 Seite 12 von 14
Ich atme tief und entscheide mich, in seine Augen zu schauen. Schwarz und funkelnd
ist sein Blick -
unergründlich tief. Etwas in mir versucht mit allen Kräften, sich davor zu schützen.
Und er sagt wieder - jedes
einzelne Wort betonend: "SCHAU IN MEINE AUGEN!" Alle versteckten, subtilen
Fluchtversuche scheitern.
Er lässt mich nicht entkommen, keinen Teil von mir. ER WILL MICH HIER UND JETZT
GANZ. Inmitten
meines inneren Kampfes zwischen Sehnsucht und Angst höre ich plötzlich eine
andere Stimme, sanft und
ermunternd: "Lasse dich in ihn hineinziehen und nimm ihn in dir auf. Hab Vertrauen,
es ist gut." Doch es ist
er, der ohne Worte in mir spricht. Sein Blick ist unverändert auf mich gerichtet und
seine Hände halten meine
Ellbogen fest. Ich entkomme nicht. Ich beginne zu schauen, vorsichtig, anfangs wie
gebannt, schleudernd
zwischen flirrend und fixiert, mit der Zeit ruhiger und leichter werdend. Ich schaue in
seine Augen und fühle
schließlich, dass eine Ohnmacht, nein, ein Frieden in mich strömt - ein unendlicher,
raum- und zeitloser
Frieden. Er sagt:
„ATME MICH EIN!
Atme EIN LICHT IN DER FINSTERNIS ein!
Nimm MICH in dir auf!“
Ich schließe die Augen, nehme einen tiefen Atemzug, und öffne sie wieder. Er ist
verschwunden. Ich stehe
allein. Er ist fort und sein Thron ist leer. Doch es ist nur ein kurzer Augenblick der
Verwirrung, bevor sich die
Gewissheit in mir öffnet:
„ICH BIN IN DIR.“
Eine große Leichtigkeit kommt über mich, eine unendliche Weite dehnt sich in mir
aus. Ich fühle die
Erhabenheit und Macht dieses Wesens in mir selbst - keine Grenzen mehr zwischen
mir und ihm. Sie sind
zerflossen und alles wird zu einer ganz natürlichen Begegnung. Maitreya erscheint
wieder auf seinem Thron
und bedeutete mir, mich nun dem LICHTTOD zuzuwenden. Ich tue wie mir geheißen.
Vater TOD ist
ebenfalls von schwarzer Gestalt, doch von ganz anderer Ausstrahlung. Sein Antlitz
strahlt Eiseskälte und
glühende Hitze aus, höchsten Lebenspuls und volle Todeskraft in Einem. Es hält
höchste Dramatik und
tiefste Stille in einem Raum gefangen. Lähmender Magnetismus und
zerschmetternde Elektrizität gehen von
ihm aus und nur das Eine macht das Andere erträglich.
Zutiefst erfahre ich in diesem Augenblick, dass er der Hüter der menschlichen Pole
ist, der Wandler des
Lebens zwischen den Welten. Auch er erhebt sich von seinem schwarzen Thron und
kommt zu mir herab.
Auch er kniet vor mir nieder wie Maitreya. Zwar habe ich nicht mehr den Impuls,
auch niederzuknien,
dennoch umschließt auch er meine Ellbogen mit seinen Händen und hält sie fest.
Dies hat eine Bedeutung,
die ich nicht kenne. Doch ich wage nicht, danach zu fragen. Sein Kopf ist leicht
gesenkt, so dass ich nur
seine schwarze Kapuze sehe, nicht sein Gesicht. Sanft zieht er mich näher zu sich. Ich
fühle keinen
Widerstand, nur eine Mischung aus unerträglicher Ruhe und unendlicher Aufregung.
Dann hebt er seinen
Kopf und schaut mich geradewegs an. Er spricht ohne Worte, ohne den Mund zu
bewegen.
„SCHAU IN MEINE AUGEN!
SCHAU MICH AN!“
Sein Reines Herz-Licht durchstrahlt den Mantel des Reinen Dunkels und beide
scheinen sich in der
Potenzierung aufzuheben. Unbegreifliche Liebeswellen rollen an die Ufer meiner
Wahrnehmung. Ich schaue
in seine Augen und es geht leichter als zuvor. Doch in dem Moment, da mein Blick in
seinen fällt, reißt es
mich aus dem Körper heraus und schleudert mich in einen fremden, finsteren Raum.
Ein grausiges Brüllen
dringt aus den Tiefen herauf, wie von einem urweltlichen Tier, und gleichzeitig ein
röhrendes, blechernes
Atmen. Ich sehe das Bild von hunderttausend Kriegern in Stahlrüstungen im Regen,
kurz bevor die Schlacht
beginnt. Sie brüllen in ihre Stahlhelme hinein, stampfen mit Füßen und Lanzen, um
Todesangst unter ihren
Gegnern zu verbreiten. Tiefe Erschütterung herrscht in mir.
Vater Tod blickt mich unverwandt an. Namenlose Stille herrscht in ihm - tief und
unberührbar zieht sein Blick
durch mein Leben. Er sieht meine inneren Bilder, er kennt meine Angst. Er weiß, was
sich in mir regt - und
lässt dem noch ein wenig Raum. Ein furioser Tanz von Todes-Ängsten und Lebens-
Schmerzen ist in mir.
Angstverzerrte Gesichter und Totenmasken tauchen auf und verschwinden wieder.
Kampf-im-Leben und
Frieden-im-Tod tauschen ihre Rollen und sind nicht mehr vom Kampf-im-Tod und
Leben-im-Frieden zu
unterscheiden. Kampf und Frieden, Leben und Tod verwirbeln wie Rauch und
Wasserdampf im Sturm. Und
plötzlich flackern kristalline Flammen in der Finsternis auf und bringen neue Formen,
Farben und Klänge
hervor. Vater TOD öffnet den Mund, sagt sanft und beschwörend:.Kristallseminar
Lektion 16 Seite 13 von 14
„ATME MICH EIN!
Atme den LICHTTOD jetzt ein!
Atme die Illusion des Todes jetzt aus.“
Ich schließe die Augen und atme ein einziges Mal tief. Ich weiß und fühle: Er ist in
mir, LICHTTOD ist jetzt in
mir. Nur einen Augenblick später erscheint er wieder auf seinem Thron. Nun wende
ich mich dem dritten
Wesen zu, dem SCHATTENTOD. Er ist der Vater des Zwielichts und des
Schattendunkels, ein Wesen voller
Macht und Erhabenheit, nicht-personal, nicht-individuell - ein Vater-Wesen, wie die
beiden anderen auch,
doch den Menschen näher. Denn es ist ihr Gefühls- und Gedankendunkel, das er in
sich trägt und hütet. Aus
ihm geht alle niedere Kreatur hervor, alle Schwarze Magie und jegliches Grauen. Er
ist die göttliche
Brutstätte aller finsterer und widerwärtiger Kreatur - und ihr Hüter.
Er erhebt sich von seinem Thron und kommt auf mich zu. Gebieterisch kniet er vor
mir nieder und nimmt
meine Ellbogen fest in seine Hände - und in diesem Augenblick eröffnet sich mir die
Bedeutung: Indem diese
Wesen meine Ellbogen halten, schalten sie meinen Widerstand aus und schneiden
mir den Rückweg ab. Sie
brechen meinen irdischen Willen und machen mich handlungsunfähig. Sie binden
mein Herz unmittelbar an
ihr Tun und lenken ihren Willen in meinen Körper. Sie übertragen ihre Weisheit und
Macht auf mich. Sie
geben sich mir hin. Sie geben ihr Sein in mich hinein - und kehren damit zurück in
ihre eigene Ganzheit, die
in meinem Herzen liegt.
Unsere Augen sind auf gleicher Höhe. Sein Blick ist finster, tief und doch
majestätisch. Verachtung liegt
darin, eisige Kälte. Er gebietet mir, hart und gleichzeitig sanft:
„SCHAU MICH AN!
SCHAU IN MEIN SEIN
UND VERLIERE DICH DARIN!“
Ich schaue in seine Augen und sehe darin seinen Körper -- von schwarzen Schleiern
verhüllt -- ein kantiges
Wesen mit ausgehöhlten Wangenknochen und verzerrtem, schmalem Mund, aus dem
nur Gift zu tropfen
scheint. Ein magerer, substanzloser Körper, der keine Knochen und Organe in sich
birgt, sondern graue
Schleier, Fäden und Energien - formlose Gestalten, die sich endlos umeinander
drehen, sich wirbelnd
ineinander winden und wie Schlangen auseinander hervorgehen. Der innere Raum
dieses Körpers erscheint
unermesslich groß, ein graues Universum und zugleich ein menschlich-vampirisches
Wesen in
spinnenförmiger Gestalt. Und genau darin flammt eine unendliche Schönheit auf.
Seine Aura atmet Widerspenstigkeit, Unnahbarkeit und Arroganz, machtvolle
Schleierkräfte und verzerrende
Masken, die ein gigantisches Inneres Licht verhüllen - und eine grenzenlose
Einsamkeit.
Ich schaue in seine Augen - und blicke durch Zeitalter hindurch. Raumzeiten und
Zeiträume öffnen sich und
verschwinden. Eine eigenartige Sehnsucht nach dem Leben durchzuckt mich. Er
schaut in meine Augen -
Dolche und Balsam für meine Seele - während ich so gerade und aufrecht stehe wie
ich kann. Ich spüre, wie
der Boden unter meinen Füßen schwankt und schwindet. Wie soll ich aufrecht stehen
bleiben? Ich schwanke
leicht und sein Griff um meine Ellbogen wird fester. Er sagt sanft und mit voller
Stimme:
„ATME MICH EIN!
Atme den SCHATTENTOD jetzt ein!
Atme Illusionen, Schleier und Masken jetzt aus!“
Ich schließe die Augen. Und auch hier ist es nur ein tiefer Atemzug und ich fühle, wie
er außen verschwindet
und in mir erscheint.
Lichtschwert.Kristallseminar Lektion 16 Seite 14 von 14
Erläuterungen der Drei Väter
So sehr wir einst die Mysterien um euer Leben vor euch verborgen hielten, damit ihr
leben und sterben
konntet, so sehr liegt uns nun daran, euch die Mysterien zu öffnen, damit ihr leben
könnt. Und so wollen wir
euch hier die Details erläutern, die ihr so gerne überseht:
Im Halten eurer Ellbogen entwaffnen wir euer Ego, erlösen eure Seele und
übertragen das Wissen des
Geistes auf euch. Wir öffnen die Tore eurer Erinnerung - auf euren Wunsch hin. Wir
lösen die Trennung
zwischen den Gegensätzen auf und gehen mit euch über die Grenzen eurer Dualität
hinaus. Wir zeigen
euch, dass die Hüter völlig anderer Natur sind als das Gehütete: Der Vater des
Grauens ist völlig anderer
Natur als das Grauen auf Erden. Der Vater des Todes ist völlig anderer Natur als der
Tod auf Erden. Der
Vater des Einen Lichtes ist völlig anderer Natur als das Licht auf Erden. Es ist nun an
euch, dies zutiefst zu
erfahren, zu begreifen und zu erleben - indem ihr uns begegnet.
SCHAU MICH AN heißt:
„Erkenne, wer ich wirklich bin.
Erkenne mich als jenen Teil deiner selbst, den du einst von dir fortgeschleudert - und
vergessen hast.“
ATME MICH bedeutet:
„Nimm Mich zu dir zurück, lasse mich in dir zirkulieren und tanzen.
Werde wieder ganz.“
Im Ausatem habt ihr die Zweiheit erschaffen, im Einatem erschafft ihr die Einheit.
Alles, worunter ihr jetzt
leidet, alles Nieder-Trächtige und Zwie-Spältige habt ihr in eurem Ausatem
erschaffen. Nun könnt ihr es in
eurem Einatem wieder zu euch zurücknehmen, denn es drängt zu euch. Alles, was
euch auf Erden ängstigt,
braucht ihr nur zu euch zu atmen, zurück in euer Herz zu nehmen. Dann sind Angst
und Grauen außen
verschwunden und in euch auferstanden - als kristalline Wesen der Kraft und
Klarheit.
Jede Form von geistigem oder energetischem Schutz gegenüber anderen Menschen
und Situationen erhält
eure innere Trennung aufrecht. Im Ausatmen habt ihr den eigenen Geist
fortgeschickt in die Körperräume,
wo er verloren ging und zur Kreatur wurde. Im angehaltenen Atem haltet ihr die
Kreatur, den eigenen Geist,
von euch getrennt. Im Einatmen nehmt ihr die Kreatur, zu der euer Geist in den
Körperräumen wurde, wieder
zu euch - und erlöst ihn.
In eurem Atem wurde Geist zu Kreatur.
In eurem Atem wird Kreatur zu Geist.
Atmet tief.
So atmen wir in tiefer Liebe mit euch, wann immer ihr eure heiligen Hallen des Todes
betretet und erlöst. In
tiefem Respekt sind wir mit euch. Wir sind Maitreya und Thoth, Saint Germain und
Sabine.
Texte: Sabine Wolf / Aktualisierung: Saint Germain / Endkorrektur: Monika Schwörer
Bitte:
Gebt diese Texte, Lektionen und die Internet-Adresse KRISTALLMENSCH bitte weiter.
Lasst möglichst viele
Menschen daran teilhaben, auch - und gerade - spirituell nicht-engagierte Menschen.
Respektiert unser
Urheberrecht an diesen Texten und verteilt sie in alle Welt - zum Wohle aller und der
Erde. Unsere Liebe
fließt mit jedem Wort mit.
Dank:
Mein Dank geht an euch, die ihr am Seminar teilnehmt, darin aufblüht und der Welt
damit ein großes
Geschenk macht. Mein Dank geht an Saint Germain und die Wesen des Crimson
Council und der geistigen
Welt, die ihren überirdischen Liebesfluss nun sehr konkret in unser alltägliches Leben
fließen lassen. Mein
Dank geht an alle, die ihre menschliche Liebe, Weisheit und Kraft dazugeben. Mein
Dank geht an euch, die
ihr uns eine finanzielle Unterstützung zukommen lasst. So werden wir diese Arbeit
weiterführen und
ausdehnen können.
Konto in der Schweiz: Kontonummer 84 - 314 16 - 5 Bank: DIE POST
Konto in Deutschland: Kontonummer: 5000541300 BLZ: 27893760 Volksbank Seesen
IBAN: DE66 2789 3760 5000 5413 00 / BIC-Code: GENODEF1SES
www. Kristallmensch.de Sabine Wolf Wennigsen, am 28. Mai 2007