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Kristallseminar Lektion 17 Seite 1 von 15

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KRISTALL - SEMINAR 2007
LEHRER SEIN
St. Germain
Sabine Wolf

Lektion 17
Der Tod und das Sterben
Arten der Geburt und des Todes
Ein Mord aus geistiger Sicht
Nur wer Leben gibt, kann auch Leben nehmen:
DIE LIEBE.
Und sie bedient sich aller Mittel
und der Hilfe aller..Kristallseminar Lektion 17 Seite 2 von 15
Vorwort
Wir wollen angemessen über die Themen Tod und Sterben, insbesondere Mord und
Selbstmord sprechen.
Wir wollen euch zu einem tiefen Verständnis für diese bisher angsteinflößenden und
schmerzhaften Themen
verhelfen. Wir wollen gemeinsam mit euch Voraussetzungen und Hintergründe
anschauen, hinter jene
Schleier blicken, die ihr lange Zeit nicht durchschauen wolltet - und schließlich nicht
mehr konntet. Doch hier
und jetzt, an eurem Zeitenende und Zeitenanfang, öffnen sie sich von selbst.
Was geschieht auf den inneren Ebenen, bevor ein geistiges Wesen in einen Körper
einfließen - geboren
werden - und wieder herausfließen - sterben - kann? Wir wollen gemeinsam mit euch
jene Zusammenhänge
betrachten und erspüren, die durch die Schleier hindurch in eurem Leben wirkten.
Wir werden uns der Sache
mit offenem Herzen nähern und ihr werdet vieles erkennen, was ihr bisher nicht
erkennen wolltet und
konntet. Dennoch werden wir die Welten und Wesen, die Dimensionen und
Geschehnisse, die hier
ineinander greifen und miteinander tanzen, nur sehr vereinfacht darstellen können -
jedoch klar genug, dass
ihr versteht, wenn ihr verstehen wollt.
Übungen und Reflexionen
Was wir Übung nennen, ist in Wirklichkeit ein tiefgreifendes Transformations-
Trainung. Wir haben die
Übungen und Reflexionen hier im Text selbst versteckt. Die Aufgaben bestehen im
hier Gesagten selbst und
die Lösungen in euren eigenen Reflexionen zu den jeweiligen Themen, in euren
Tränen, die laufen mögen,
in euren Momenten der Erleichterung und des Verstehens, die jene Tore eurer
Energiekörper weit öffnen
und den frischen Geist der Neuen Erde hereinfließen lassen. Beachtet ggfs. die
allgemeinen
Vorbemerkungen zu den Übungen in den ersten Lektionen sowie die Lektion 1 selbst:
„Das eigene Dunkel
überwinden“.
(Anmerkung zur Schreibweise: Tod bezeichnet das Ereignis. TOD bezeichnet das
Wesen, den Vater des
Todes und Hüter des Körperlebens)
Der Tod und das Sterben
Ein Weg durch die Dimensionen
Der Geburt auf Erden geht ein langer Weg voraus, denn es ist kein Mensch, der im
Körper wohnt, sondern
ein machtvolles, weises und erhabenes Wesen des kosmischen Bewusstseins. Dieses
spaltet einen Teil von
sich ab, der zur Erde reist. Auf dem Weg begibt er sich in eine Seelengemeinschaft,
um hier die Grundlagen
der Erdanbindung zu erhalten, die dem Geistraum fremd sind, und um die
menschlichen Erfahrungen der
Zeitalter in sich aufzunehmen. Hier, im Überseelenraum, spaltet er sich erneut und
sendet einen Teil seiner
selbst, eine Seele, in den Körperraum.
Der Weg deines Geistes bis zur Inkarnation auf Erden ist lang. Er führt durch viele
Dimensionen und
Zeiträume, in denen du jeweils Teile deiner selbst zurücklässt, gewissermaßen
stationierst. Einerseits
spaltest und teilst du dich auf diesem Weg vielfach, andererseits bist du dadurch mit
unendlich vielen Wesen
verwoben und verbunden. Denn im geistigen Raum bedeutet TEILUNG nicht
Trennung und Halbierung,
sondern Verschmelzung und Ausdehnung.
Die Zeugung deines Körpers geschieht lange nach dem Beginn deiner Reise zur Erde.
Sie zieht eine weitere
empfindliche Teilung von den Seelen- und Geisträumen, eine Abspaltung, nach sich
und führt dich in die
massive Verdichtung des Körpers – in eine Verhärtung und Erstarrung. Diese Teilung
entspricht in der Tat
eher einer Trennung als einer Verschmelzung - eine äußerst schmerzhafte Erfahrung
deines Geist-Seele-Wesens,
die zum völligen Vergessen deiner wahren Herkunft führt. Diese Teilung ist der Tod
deines wahren
Lebens - für eine lange Zeit. Die Entfernung zwischen deinem zurückgebliebenen
hohen Geist und jenem
abgestiegenen niederen Geist, der zu einem Menschen wurde, ist nun sehr groß. Die
Grenzen, Schleier und
Membrane, die nun zwischen dir und DIR SELBST liegen, werden undurchdringlich -
und die Jahrsiebte
deines Menschenlebens lassen sie immer dichter werden (vgl. Lektion 14
Geistgeburt).
Bei der Geburt auf Erden verkörpert sich also nicht dein ganzes Geistwesen, sondern
nur ein sehr kleiner
Teil davon. Er schlüpft über die Seele in den Körper und wird Mensch: Du selbst. Mit
dieser Verteilung - der
kleinste Teil geht zur Erde und der größte bleibt im Geistraum zurück - ist eine
lückenlose Führung deines.Kristallseminar Lektion 17 Seite 3 von 15
Lebens gewährleistet und nichts, ABSOLUT NICHTS kann schief gehen! ZUFALL ist
das, was der Geist dir
in den Weg wirft, wenn die Zeit dafür reif ist. Dann fällt es dir auf Erden zu - in die
Hände, vor die Füße oder
auf den Kopf.
Liebesakt, Zwischenlösung und Toröffnung
Den Tod des physischen Körpers können wir grundsätzlich als eine Notlösung
betrachten, die allerdings
viele tausend Male gewählt wird, solange der Geist keine andere Ausstiegsart findet.
Der Tod ist
vergleichbar mit dem Notausstieg aus einem fahrenden Zug, dessen Bremsen
versagt haben. Er ist ein
Retter in der Not, der dem tief abgestiegenen Geist zum Aufstieg verhilft – ein Tor-
Öffner. Wann immer du
dich zu weit entfernt hast, kam TOD und befreite dich mit seinem elektrischen
Liebes-Strom-Schlag aus
deinem magnetischen Körpergefängnis. Der Tod ist die Versicherung deines Ewigen
Lebens. Er ist das Tor
zur Rückkehr des ausgewanderten Geistes nach Beendigung seines Etappenziels auf
Erden. Er war eine
Notlösung, die deinem abgestiegenen Geist die Möglichkeit gab, wieder aufzusteigen,
nachdem du dich
soweit von seiner Heimat und Familie entfernt hast, dass die Verbindung reißen
müsste oder sich nie mehr
aktivieren könnte.
Der Körpertod ist die Umkehrfunktion der Körpergeburt. Der Einstieg in den Körper
war lange Zeit ebenso
kompliziert, aufwendig und schmerzhaft ist wie der Ausstieg. Doch nun wird beides
leichter und freudvoll.
Der Tod des Körpers war keineswegs das endgültige Ziel des Geistes. Es war
durchaus nicht sein Ziel, nach
dem Erdenweg in die Geisträume zurückzukehren. Der Tod war lange Zeit nur ein
Zwischen-Ziel, eine gute
Zwischenlösung, die es deinem Geist erlaubte, sein Langzeit-Projekt der
Verkörperung auf Erden
durchzuführen. Das letztendliche Ziel ist es, einen Körper auf Erden zu erschaffen,
der weit und licht genug
ist, dass alle zurückgelassenen Anteile der Geist- und Seelenräume nachkommen
können. Das wahre Ziel
ist die Verkörperung und Ausdehnung des Geistes auf Erden - die Vergeistigung des
Planeten.
Wann immer also ein Mensch stirbt, geht ein kosmisches Wesen zurück in die
Geisträume und macht sich
anschließend wieder auf den Weg zur Erde. Das tut es so lange, bis es ihm gelungen
ist, im Körper
unsterblich zu sein. Denn nicht auf dem Rückweg in die Geisträume verschmilzt du
mit allen von dir
getrennten Wesensteilen, sondern hier auf der Erde. Und so gehst du eines Tages
nicht mehr zurück zu
ihnen, sondern ziehst sie zu dir. Eines Tages ziehst du alle Teile deiner selbst zu dir
und kommst GANZ auf
Erden an. An diesem Tag verschmelzen der niedere und der hohe Geist in deinem
Körper - und du erwachst
im Geiste. Der Geist erwacht in dir. An diesem Tag verschmelzen Geist und Körper
und das 2. Kristall-Zeitalter
beginnt.
Viele Entscheidungen
Bevor ihr euch aus der höheren Lebensform des Geistes in die niedere Lebensform
des Körpers aufmacht,
trefft ihr eine generelle Entscheidung für das Erdenleben sowie viele einzelne
Entscheidungen zum
Lebensweg. Eine der wichtigsten Entscheidungen, die gleich zu Beginn vorgeformt
wird, ist die Frage nach
dem Ausstieg aus dem Erdenleben, nach den Umständen und der Art des
körperlichen Todes. Der Antwort
auf diese Frage liegen alle Erfahrungen, spezifischen Kräfte, Eigenschaften und
Wünsche zugrunde, die der
Geist in anderen Körperleben und Dimensionen gesammelt hat. Das Ergebnis ist eine
sehr feine,
ausgleichende und ausgeglichene Abstimmung aller Einflüsse aller Dimensionen.
Und niemals geht es nur um die eigenen Belange, sondern um die aller beteiligten
kosmischen Wesen und
Menschen auf Erden. Der Tod des Einen geht Alle an. Denn wie bitter der Abschied
und wie grausig die
Todesart auch erscheinen mögen: Alles was auf Erden geschieht, sind Geschenke, die
ihr einander macht.
Es sind Jesus- und Judas-Dienste, die euch die Räume des Luzifer ebenso öffnen wie
jene des Christus.
Dies anzuerkennen, ist eure größte Herausforderung und schwerste Aufgabe. An ihr
wirkt ihr viele Leben
lang, Jahrtausende hindurch. Für diese Aufgabe geht ihr immer wieder zurück zur
Erde - steigt immer wieder
ab, um die Liebe des Todes, die Weisheit des Sterbens, zu erfahren.
Politischer Rat
Bei der Absicht und Freigabe zur Geburt auf Erden verkörpert sich nur ein sehr
kleiner Teil des Geistwesens.
Dieser schlüpft über die Seele in den Körper und wird Mensch. Diese Verteilung
garantiert eine lückenlose
Führung des Menschen.
Ab dem Moment der Inkarnation sprechen wir vom abgestiegenen niederen Geist und
vom
zurückgebliebenen hohen Geist. Hoch und niedrig bezeichnet nicht gut und schlecht,
sondern schnell und
langsam - die Schwingungsfrequenzen eures jeweiligen Lebensatems und die
Drehzahlen eurer Zellkerne.Kristallseminar Lektion 17 Seite 4 von 15
betreffend. Der niedere Geist wird im Laufe der Kindheit zum quirlig-lebendigen
Egogeist, der den
Lebensatem und die Drehzahl auf Hochtouren bringt. Später, wenn er nicht loslassen
will, obwohl die Zeit
reif ist, wird er zum Quälgeist, der nun Lebensatem und Drehzahl abbremst und an
den einzig möglichen
Tiefpunkt bringt - genau dahin, wo TOD euch wieder abholen kann.
Vor dem Abstieg wurde verfügt, wer zu welchen Lebensthemen die letzte
Entscheidungsgewalt hat. Alle
wesentlichen Entscheidungen zu Erdenleben und Erdentod werden generell aus dem
Geistraum heraus
getroffen. Dies geschah einmalig vor der Inkarnation und geschieht laufend während
des Körperlebens, das
von Tag zu Tag upgedatet wird, wie ihr sagen würdet. Zwar fließt der Lebensfluss
auch für den planenden
Geist in immer wieder unvorhersehbare Richtungen - sonst wäret ihr eure eigenen
Marionetten - doch er
wird immer wieder korrigiert, geführt und geschützt, denn euren Ur-Plan, eure Ur-
Absicht wollt ihr einhalten.
Zwar herrscht der Freie Wille, doch dieser beschränkt sich beileibe nicht auf das Ego
und seine enge
Weltsicht. Es ist der gemeinsame freie Wille aller Wesensteile und Instanzen deiner
multidimensionalen
Persönlichkeit, ja es ist der kollektive Wille all deiner Zeiten und Zeitalter, all deiner
Räume und
Nebenräume.
Ähnlich einem politischen Rat bestehst du aus unterschiedlichen Gremien, die
Stimmrechte zu
unterschiedlichen Anteilen haben. Zwar hat dein großer Geist die größte
Entscheidungsgewalt, dennoch
kann der kleine Quälgeist ihm das Leben schwer machen, indem er ständig „NEIN“
sagt oder: „JA, ABER...“.
Doch niemals kann dein Ego allein, und sei es noch so krank und lebensmüde, den
Tod des Körpers
verursachen - nicht einmal, wenn die Seele und der Körper ihre Zustimmung geben.
Eine solche ultimative
Entscheidung ist Chefsache. Hier kann und wird der hohe Geist die letzte
Entscheidung treffen. Und an
dieser Stelle wiederum kann er dem niederen Geist das Leben schwer machen,
einfach indem er ihn nicht
sterben lässt. Doch allein dies gewährleistet, dass jeder Tod auf Erden, jede Todesart
und jeder
Todeszeitpunkt nicht Launen der Natur, Zufällen, Mordlust anderer oder unhaltbaren
Selbstmordabsichten
des Egos entspringt, sondern dem Willen und Bewusstsein deines kosmischen
Geistes. Jeder Tod ist, wie
jede Geburt auch, ein Akt der Liebe und der Weisheit. Und dies gilt in der Tat für alle
Zeiten des Krieges und
des Friedens, gleichgültig wann und wo du dich aufhältst.
Der Schutz des Lebens im Angesicht des Todes
Malen wir hier einige alltägliche Situationen, die dein Gefühl für deinen politischen
Rat vertiefen mögen:
Lebensmüdigkeit: Nehmen wir an, du befindest dich in einem völlig desolaten
Gemütszustand. Dein Ego
will nicht mehr weitergehen, sich nicht mehr entscheiden. Es will weder den Körper
noch die Seele ihrer
Wege gehen lassen. Es will weder Kontrolle noch Ängste loslassen. Es will sich von
niemandem helfen
lassen. Die Wandlung des irdischen Lebens wird aussichtslos und du gerätst in eine
Erstarrung, in eine
graue Zone.
Der niedere Geist sagt: „Ich will nicht mehr weiterleben. Es hat alles keinen Sinn
mehr. Ich will sterben.“ Die
Seele quält sich einerseits unter dem depressiven Würgegriff des Egos und leidet
unter dessen
Gedankengiften. Andererseits muss sie als Botschafterin zwischen dem niederen und
dem hohen Geist
vermitteln. Sie gibt diese Information nach oben weiter und ist geneigt, ebenfalls zu
gehen, um aus dieser
körperlichen Folterkammer frei zu werden.
Zwar ist der hohe Geist am weitesten vom Kriegsschauplatz entfernt, doch ER ist es,
der über Leben und
Tod entscheidet, denn es ist SEIN Leben auf der Erde. Er hat es gewollt. Er
entscheidet, ob es ihm noch
wertvoll und aussichtsreich erscheint oder nicht. Er fühlt weniger als die beiden
anderen, doch er sieht, weiß
und will mehr als sie. Er riskiert mehr und hält mehr aus. Daher erhält das Ego keine
Freigabe für das
Durchschreiten des Tores, für den Tod. Stattdessen sendet er Impulse in sein
irdisches Leben, neue Kraft
und Hoffnung, eine plötzliche Wendung.
Nun kann das kleine Ego, bockig und starrsinnig wie es nun einmal ist, so viele
Selbstmordversuche
unternehmen, wie es will. Es kann sich in allen zwielichtigen Vierteln der Welt
herumtreiben, um vielleicht
zufällig von irgend jemandem um die Ecke gebracht zu werden. Es kann sich im Zoo
ins Krokodilgehege
stürzen oder sich vor die U-Bahn werfen. Es kann sich ein großes, schnelles Motorrad
kaufen, wie Sabine
dies in ihrer Phase getan hat und unbewusst hoffen (Anmerkung: freches Geplauder
aus meinem
Nähkästchen! Monsieur will nicht, dass ich dies lösche!), bei aller Freude wenigstens
hier einen kleinen
Hinausschlupf zu finden. ES WIRD NICHT GELINGEN. Im Gegenteil, mit jedem neuen
Versuch, sich das
Leben zu nehmen, wird die geistige Leibgarde verdoppelt und vervielfacht. Warum?
Nun, weil bereits zuviel
in diesen Körper investiert wurde, um ihn sterben zu lassen, weil er so wertvoll
geworden ist, dass der Geist.Kristallseminar Lektion 17 Seite 5 von 15
lieber einige Jahre wartet, drangsaliert und operiert - in der Hoffnung, dass der
Mensch wach wird, denn dies
kann der hohe Geist selbst nicht erreichen.
Lebensfreude: Ein anderer Mensch, vielleicht der Nachbar, ist bester Dinge in
seinem Leben. Er steht in der
Blüte seiner Jahre, schwimmt auf einer Glücks- und Erfolgswelle, verdient so gut wie
nie zuvor. Er ist ein
Liebling von jedermann und erst recht aller Frauen. Er genießt das Leben in vollen
Zügen. Nichts läge ihm
ferner als der Gedanke an seinen Tod. Und doch - plötzlich und unerwartet - findet
sein Begräbnis statt. Was
ist geschehen? Der höhere Geist hat seinen Atem zurückgezogen und ihn wieder zu
sich geholt. Auch dafür
gibt viele gute Gründe: Geschenk des Schmerzes und der Verwirrung an alle
Hinterbliebenen,
Herausforderungen an deren Gefühle, Gedanken und Entscheidungen. Irdische
Gerechtigkeit ist in der Tat
weit entfernt von kosmischer Ordnung und geistigem Gleichgewicht.
Begegnung mit dem Täter (1): Nehmen wir an, ein Mörder läuft umher - oder
sollten wir eine Mörderin
nehmen? Gleichgültig! Du begegnest diesem Menschen, diesem Judas, diesem
Teufel, der nach eurer
Wahrnehmung schon 17 Menschen auf dem Gewissen hat. Du begegnest ihm in einer
für seine Taten
typischen Situation und - überlebst. Er berührt dich nicht, er kann dich auf seiner
Frequenz nicht erreichen.
Aber du berührst ihn, nicht wissend wer es ist. Du sprichst freundlich mit ihm. Du
ahnst nichts böses, fühlst
allerdings einen tiefen Schmerz und eine große Verwirrung in seinem Lebensfeld. Du
empfindest tiefes
Mitgefühl mit ihm. Und du strahlst dein kristallines Herzlicht aus, wie du es immer
tust, wenn du das Haus
verlässt. Siehst du, ES KANN NICHT PASSIEREN, weil du in deinem liebenden Herzen
geborgen bist.
Begegnung mit dem Täter (2): Nehmen wir an, du bist keineswegs in deinem
liebenden Herzen geborgen
und denkst überhaupt nicht daran, dein kristallines Herzlicht auszustrahlen, weil du
dies ohnehin für einen
ausgemachten Schwachsinn hältst. Stattdessen beschäftigst du dich seit Monaten
mit dem hoffnungsvollen
Gedanken, das Opfer irgendeines beliebigen Mörders zu werden. Das würde alle
deine Probleme auf einmal
lösen, deinen Hinterbliebenen hättest du endlich eins ausgewischt, sie sollen doch
(endlich mal!) um dich
weinen, der Schuldenberg wäre endlich erledigt – und der andere geht eben in den
Knast – geschieht ihm
recht...! Welch ein Szenario! Und tatsächlich begegnest du dem Ersehnten in einem
düsteren Moment.
Doch er tut nichts, er bringt dich nicht um. Er haut maximal auf deine linke Wange
und geht seiner Wege.
Schlimmer noch: Er beginnt, mit dir zu reden, dich zu trösten und dir die trüben
Gedanken auszutreiben -
schlicht weil dein Geist dir keinen Tordurchgang gestattet hat, weil sein und dein
Geist keine Verabredung
miteinander haben. Nein, ihr Lieben, es gibt definitiv keine Ausnahmen und keine
Ausreden.
Unwetter und Erdkatastrophen: Und natürlich verhält es sich im Feld der
gewaltigen Erd- und Wetterkräfte
ebenso. Wenn du im Körper bleiben sollst, können sich Erdspalten auftun, Vulkane
können ausbrechen und
Stürme das Land verwüsten – DU WIRST LEBEN. Es ist immer eine Frage der
Resonanz zwischen dir und
der Welt. Und über diese Resonanz entscheidet dein hoher Geist. Daraus entstand
euer schönes Wort: „Das
Glück ist mit die Doofen“ oder „Gesegnet sind die geistig Armen“. Tatsächlich ist es
so, dass das
Himmelreich so lange über euer Erdenleben wacht, bis ihr Zuhause wieder
willkommen seid.
Edgar Cayce bezeichnet ihr als den Schlafenden Propheten, da er Anfang des
letzten Jahrhunderts in der
Lage war, in seiner Trance den Menschen zur Heilung von ihren Krankheiten zu raten.
Er wollte eines Tages
den Paternoster eines Verwaltungshochhauses in Chicago betreten, um hinab ins
Erdgeschoss zu fahren.
Im letzten Augenblick des Einsteigens zog er seinen Fuß zurück und ließ ihn
weiterfahren. Die Aura des
Todes war ihm entgegengeweht und hatte ihn gewarnt und ausgeschlossen. Jene fünf
Personen im
Fahrstuhl hatten die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten und ihrer Aurafelder, den
Lebensatem, bereits
abgelegt. Kurz darauf stürzte das Gefährt ab - ohne ihn.
Lichttod und Schattentod
In der Lektion 16 seid ihr den Wesen LICHTTOD und SCHATTENTOD begegnet. Dort
wurde das Wesen
TOD mit seinen beiden Aspekten der Dualität erläutert und euch in Erinnerung
gebracht. Auch in unserer
Kreuzigungsgruppe (zu finden unter: Seminarprotokolle, Januar 2006) ist von diesen
beiden die Rede sowie
in den Dokumentionen der KRISTALLMENSCH-Treffen, die in der nächsten Zeit im
Netz erscheinen. Hier
könnt ihr dieses Thema noch vertiefen..Kristallseminar Lektion 17 Seite 6 von 15
Arten der Geburt
Geburt auf Erden ist Tod im Geiste. Tod auf Erden ist Geburt im Geiste. Nimm an,
dass sich dein Leben auf
Erden tausendfach wiederholt hat. Nicht wiederholt, im Sinne des ewig gleichen
Weges, sondern wiederholt
im Sinne der ewigen Wiedergeburt, des Todes, der Wiedergeburt, des Todes - der
Wiederankunft und des
Wiedergehens, des erneuten Kommens und Gehens, und Kommens und Gehens,
einfach um deinen langen
Weg fortzusetzen und eines Tages am Ziel anzukommen.
Stell dir vor, du hast 1000 Körper gehabt - nehmen wir die Zahl 1000, um eine
gerade, glatte Zahl zu haben,
vielleicht warst du 600 mal auf Erden, vielleicht 70.000 mal. Stell dir vor, du hast dir
1000 verschiedene
Möglichkeiten des Einstiegs in deine Körper gewählt - 1000 verschiedene Formen der
Geburt, 1000
verschiedene Zeitpunkte, Orte und Räume, 1000 verschiedene und Weg- und
Lebenslängen, 1000
verschiedene Arten des Weges, 1000 verschiedene, Orte und Umfelder, Aufgaben
und Umstände.
Und schließlich 1000 verschiedene Tode - 1000 Möglichkeiten des Ausstiegs aus dem
Körperleben, der
Rückkehr in die Heimat. 1000 Rückwege in dein ewiges unsterbliches Leben bist du
gegangen. Machen wir
uns ein Bild von nur wenigen Einstiegen ins irdische Leben und sehen wir, wie wenig
sich Geburt und Tod
wahrhaft voneinander unterscheiden.
1.
Ein Einstieg mag jene Geburt gewesen sein, die nach allen Regeln der irdisch-
kultivierten Normalität verlief.
Nach neun Monaten glücklicher Schwangerschaft, bei Wohlbefinden deiner Mutter
und Vorfreude des Vaters
auf dich, bist du als ein sehnlichst erwartetes und geliebtes Kind zur Welt gekommen.
Nun, das klingt ein
wenig langweilig. Schauen wir uns andere Fälle an.
2.
Ein anderes Mal warst du nicht willkommen. Deine fötale Entwicklung kämpfte sich
durch Engpässe und
Widerstände, durch Angst- und Ablehnungs-Energien. Dein Körper wuchs in einem
Feld des Selbsthasses
und der Schuld heran, die deine Mutter in sich trug. Sie ernährte dich mit Gefühls-
und Gedankengiften und
du nahmst all diese Kräfte in dir auf.
Alle Versuche deiner Seele, die Mutter von deiner Liebe kosten zu lassen, schlugen
fehl. Und so bist du
schließlich drei Monate vor der Zeit geboren, weil sie dich von sich abgespalten hatte
- dich nicht mehr
tragen wollte. Fremde Menschen haben mit der Hilfe von Maschinen und
Instrumenten dein ungewolltes
Leben erhalten und es in eine Welt der Gleichgültigkeit und Ohnmacht entlassen – in
jene Welt, die du vor
deinem Abstieg gewählt hast.
3.
Ein anderes Mal hast du selbst nicht herausgewollt aus der warmen Geburtshöhle. Du
hast dich geweigert
herauszuschlüpfen. Das Gefühl, dass du dir für dieses Leben zuviel vorgenommen
hast, war immer stärker
geworden. Du konntest dich nicht entscheiden - weder zurückzugehen noch vorwärts.
So bist du nach
Wochen fast im Fruchtwasser ertrunken, bevor du im harten Griff der Menschen mit
einem alle Dimensionen
durchschallenden NEIN deinen ersten Atemzug getan hast, mit einer schweren
Gelbsucht das Neonlicht des
Kreißsaals erblicktest – aufgedunsen und hässlich wie eine kranke Kröte. Und deine
geliebten Eltern haben
sich abgewandt, als sie dich zum ersten Mal erblickten, weil sie nicht glauben
konnten, dass dieses
reptilienhafte Wesen ihr ersehntes Kind sein sollte. Die Freude deiner Eltern über
deine Ankunft wurde dein
Schmerz und deine Abwehr, da du nicht ankommen wolltest. So hast du dein
Erdenleben mit nur einem
Bruchteil deiner wahren Kraft begonnen und geführt - viele Jahrzehnte abgelehnt,
was dein größtes
Geschenk war. Und auch dies war von Beginn an so gewollt.
4.
Ein anderes Mal wurdest du in aller Einfachheit und Gleichgültigkeit geboren,
geradezu widerstandslos zur
Welt gebracht - entbunden und ausgesetzt. In ein paar Laken eingehüllt, an den
Straßenrand gelegt, weil
dich niemand wollte - empfangen und verlassen. Von diesem Leben kehrtest du
bereits nach wenigen
Stunden zurück nach Hause. Und auch dies war genau der Weg, den du gewählt hast.
5.
Ein anderes Mal hast du dir die Geburtshöhle mit zwei Brüdern geteilt. Ihr seid
gemeinsam abgestiegen,
eingeflossen und herangewachsen, aneinander geschmiegt, habt jede Regung und
Bewegung miteinander
geteilt. Doch als ihr größer wurdet, habt ihr begonnen, um den Raum zu kämpfen,
der euch im Leib der
Mutter zur Verfügung stand..Kristallseminar Lektion 17 Seite 7 von 15
Eines Tages stand es fest: Der Stärkere sollte bleiben und der Schwächere wieder
gehen. Und so
erdrückten zwei von euch den Dritten und dehnten sich weiter aus - in seinem Atem,
den ihr ihm genommen
habt, in seinen Raum hinein, den er freigegeben hat. Und dann bist du geschlüpft, als
Erstes, und hast
Ausschau gehalten nach dem Bruder, der eine Zeit lang nach dir kam - doch auch
schon nicht mehr lebte.
Und hier hast du dir zu allem Beginn deines Lebens ein tiefstes Bewusstsein von
Verlust und Schuld, von
Trennung und Tod, von Verlassenheit und Unvollständigkeit erschaffen, dunkle
Kräfte, die du bis zu deinem
eigenen irdischen Tod erhalten wolltest.
Seht ihr, Geburt ist nicht gleich Geburt. Jeder Einstieg in das Erdenleben ist ein
einzigartiges Geschehen,
das einen einzigartigen Lebensweg vorbereitet, einer einzigartigen Entscheidung
eures Geistes folgend. Auf
all euren fötalen Wegen bis zur Geburt erlebtet ihr euer anschließendes Leben bereits
in der Kürze und
Essenz. Lange vor der Geburt richtetet ihr dieses Leben ein und machtet
Erfahrungen, die ihr nirgendwo
sonst machen konntet. So reichte oftmals schon der fötale Weg für eine Erdenreise
aus. Tausende von
Erfahrungen machtet ihr, die eure Herzflammen immer höher lodern ließen und eure
Lebenskristalle Facette
um Facette schliffen.
Arten des Todes
Betrachten wir nun verschiedene Formen des Ausstiegs oder Ausgangs aus dem
Körperleben -
verschiedene Tore, die ihr schon vor dem Einstieg vorgeformt habt, um sie während
des Erdenlebens zu
konkretisieren, um ihre Schöpfung zu realisieren und ihren Erfahrungswert zu
erfüllen.
Wir beginnen mit jenen Toren, die eurer irdischen Sicht, eurem Ego-gesteuerten
Empfinden normal,
angenehm, zumindest gerechtfertigt erscheinen mögen - eurem kultivierten,
spirituellen und Gerechtigkeit
fordernden Verstand willkommen. Es gab Leben, die ihr aus eigener Kraft beendet
habt. Es gab Leben, in
denen ihr dies nicht konntet oder wolltet und die Hilfe anderer brauchtet. Immer gab
es Wesen, die euch
halfen, die Tore zu öffnen, damit ihr sie durchschreiten konntet. Immer gab es
Menschen, die euch den Tod
gebracht haben - scheinbar, wie wir später sehen werden ....
1.
Betrachten wir ein Leben, das du durch Krankheit beenden wolltest, im Siechtum.
Dein Geist war noch wach,
der Körper schon zerfallen, voller Schmerzen, Elend und Krankheit - nichts mehr wert.
Doch konntest du
lange Zeit nicht sterben. Du hattest entsetzliche Angst vor dem Tod und klammertest
dich an jedem
Strohhalm fest, den der Ozean des Lebens an die Ufer deines gequälten Daseins
spülte.
Deine Familie hielt dich fest, deine Kinder und Enkel. Die einen wollten dich aus Liebe
nicht gehen lassen,
die anderen hielten dich im Zorn, in ungesühnten Schmerzen und Forderungen fest.
So unterstützten sie alle
die Qualen deines Egos und des Körpers und verlängerten dein Martyrium - weil du es
so wolltest. Denn
wertlos war auch dieses nicht. Sogar in diesen grauen Räumen konnte sich der
Kristall deines Geistes
schleifen und seine Strahlkraft erhöhen. Doch irgendwann war die Zeit abgelaufen
und dein Geist zog dich
zu sich zurück. Es war der Augenblick, da dir der liebevolle Pfleger half, dieses
schmerzhafte, hilflose Leben
zu beenden. Er reichte dir den Kelch, den du leeren wolltest, und wurde dafür vor den
Richter gezerrt. Hast
du ihm jemals gedankt?
2.
Ein anderes Mal beendetest du dein Leben durch das Fallbeil. In diesem Lebens-Zeit-
Raum hattest du
deinerseits das Leben vieler anderer beendet, ausgelöscht und den irdischen Besitz
dieser Menschen, die
dich zweifellos zu sich gerufen hatten, an dich genommen. In der letzten Zeit hast du
einige Monate in
dunklen, nass-kalten Kerkern verbracht - gewählt nach allen Betrachtungen deiner
inneren und äußeren
Lebensbewegungen. Und schließlich hast du eines nasskalten Novembertages um 6
Uhr früh deinen Kopf
hingehalten - 1894 in Paris.
Und als nach dem Fall des Messers der Kopf deines Körpers in den Staub vor die Füße
der schreienden,
stampfenden Menge rollte, die froh war, dich endlich los zu sein, hörtest du, wie ihr
frenetisches Gebrüll
plötzlich in sphärische Harmonien überging, in eine Symphonie der Liebe. Dann bist
du aufgestanden, hast
sie nicht ohne Häme angelacht, dem Henker freundlich zugenickt und bist gegangen
- nicht ohne dich nach
einigen Schritten noch einmal umzudrehen, ihnen zuzuwinken und zu sagen: „Bis
bald - wir sehen uns.“
3.
Ein weiteres Lebensende, das Tor hinaus aus dem Körperraum, kreiertest du dir
bereits im Mutterschoß. Du
hast während der fötalen Phase einen tiefen und schmerzvollen Einblick in dein
künftiges Leben erhalten.Kristallseminar Lektion 17 Seite 8 von 15
und wurdest lange Zeit das Gefühl nicht los, dass du dir zuviel vorgenommen hast.
Allein dieser Raum, in
dem du dich hier neun Erdenmonate auf das Tor der Geburt vorbereiten wolltest, war
alles andere als
gemütlich - ja es schien von Beginn an weder Hoffnung noch Perspektive zu geben.
Die Geburtshöhle war, da du eine schmerzbeladene Mutter und ein dunkles Umfeld
gewählt hattest, eng und
hart, von beständigen kalten Schauern durchzogen. Du trafst schließlich im letzten
Augenblick jene
Entscheidung, die du schon seit Wochen vorbereitet hattest: Du stranguliertest dich
am Tag der erwarteten
Geburt mit der Nabelschnur und ließest den toten Körper hinausgleiten in die Welt.
Du gingst durch das Tor
zurück in den Geistraum, noch bevor du das Tor zum Erdenraum durchschritten
hattest.
4.
Ein anderes Leben wolltest du im Alter von sieben Jahren beenden, da du jenen, mit
denen du lebtest, alles
gegeben hattest, was sie brauchten und annehmen wollten. Sieben Jahre hast du sie
glücklich gemacht. Sie
haben bedingungslos von dir empfangen und dir alles gegeben, was du brauchtest.
Dann hat sich das Blatt
gewendet. Nun wollten sie nichts mehr von dir annehmen, sondern dich stattdessen
in ihre Regeln pressen.
Der Moment kam, da du innerlich wusstest, dass auch deine Umkehr kommt, da
deine Absicht und Mission
erfüllt war. Der Lebensatem wurde enger und es gab hier nichts mehr zu tun - nicht
mehr zu sein.
Nun konntest du sie nur noch einmal beschenken - durch deinen Fortgang.
Nächtelang sandtest du deine
Liebe in ihre Herzen, auf dass sie sich erweichen und öffnen mögen, denn es war ein
Geschenk der Liebe,
das sie bald in große Schmerzen stürzen würde.
Warst du wach, hast du nichts von alledem geahnt. Doch in deinen Träumen
begegnete dir immerzu diese
wunderschöne, weiß-verschleierte Frau, die lachend ihre Hände nach dir ausstreckte.
Sie lockte dich mit
ihrem lieblichen Antlitz und gab dir eine große Kraft. In deiner kindlichen Weisheit
wusstest du, dass du es
selber bist - dass du dir selber folgen wirst.
Also bist du an einem sonnigen Wintermorgen hinausgelaufen in das strahlende Licht
und die glitzernde
Kälte, immer den Sonnenstrahlen nach. In deinen inneren Bildern und Welten
versunken, sorglos, verträumt
- und innerlich ein wenig aufgeregt, als ahntest du, dass heute ein ganz besonderer
Tag sei, dass du heute
vielleicht einem Zauberer begegnen würdest.
Als der Abend hereinbrach und du müde wurdest, erinnertest du dich an dein
irdisches Zuhause. Doch du
warst weit fort und konntest den Rückweg nicht finden. Es wurde dunkel und du
weintest ein wenig,
erschrocken über deine Entdeckung. Doch da stand plötzlich wieder diese weiße
Frau, lachend dir entgegen
gebeugt, die Arme ausgestreckt, um dich zu empfangen. Dein Herz jauchzte vor
Freude auf und schlug hoch
- und du sprangst ihr entgegen.
Die Menschen fanden deinen kleinen erfrorenen Körper erst einige Tage später. Und
die weiße Frau stand
neben ihnen, als sie ihn aufhoben - strahlte ihre Liebes-Wärme in deren verzweifelte
erfrorene Herzen. Aber
was erzählen wir dir, daran erinnerst du dich schließlich selbst, nicht wahr?
Ein Mord aus geistiger Sicht
.... Immer gab es Menschen, die euch den Tod gebracht haben - scheinbar, wie wir
nun sehen werden ....
Jesus sagte einst: „Es ist Liebe. Denn es gibt im Kosmos nichts anderes als Liebe. Ich
gehe voraus und du
wirst mir folgen.“
Wir beginnen mit der Erzählung des „Opfers“ drei Tage nach ihrem Tod.
Zuhause angekommen
„Dieses Erdenleben wollte ich selbst beenden, doch irgend etwas in mir hatte Angst,
es zu tun. Dieses
Leben erschien mir von Beginn an schmerzhaft und aussichtslos. Ich war mutlos und
auf eine tiefe Weise
halbherzig in allem, was ich tat. So hatten sich alle Hoffnungen und Perspektiven mit
der Zeit in grauen
Rauch aufgelöst. Ich war schon lange Zeit zufrieden beim Gedanken an den Tod
meines Körpers. Es war
nur die Frage, wie ich es tun sollte..Kristallseminar Lektion 17 Seite 9 von 15
Da war ein Wesen der Kleinmut in mir, das nicht an den Endpunkt des Weges gehen
wollte, an den
Umkehrpunkt. Es wollte sich nicht in sein Dunkel fallen lassen, es wollt nicht die
hohen Pläne von Licht und
Wachstum, so wie ich dies verstand, loslassen. Dieses Wesen stand schon geraume
Zeit am Rande einer
Schlucht.
Ich habe zu einer bestimmten Zeit alle Hoffnung auf das Leben aufgegeben. Immer
wieder habe ich
versucht, gearbeitet, mich angestrengt, mein Leben zu verbessern. Oft habe ich von
anderen gefordert,
ihnen die Schuld gegeben und erwartet, dass sie für mich tun, was ich selbst nicht
tun wollte. Und alle
Geschenke, die sie mir machten, habe ich nicht wahrgenommen, geschweige denn
empfangen.
Ich habe an meinem Leben gearbeitet, wollte nichts dem Zufall überlassen, nichts
frei fließen lassen. Ich
habe um mein Leben gekämpft und gleichzeitig gespürt, dass mein Atem immer
schwächer wurde, immer
stockender. Ich habe nicht geruht und nicht gerastet, und all meine Kraft für jene
Dinge aufgewendet, die ich
für wichtig hielt. So bin ich am Rande der Schlucht meines Lebens angekommen,
zwischen der körperlichen
und der körperlosen Welt - und dort stehen geblieben.
Einige Zeit habe ich einen Steg gesucht, ein Übergang oder ein Ende der Schlucht, an
dem ich sie
umgehen konnte. Tagelang ging ich schluchtaufwärts, viele Tage schluchtabwärts,
doch nichts hat sich mir
angeboten. Ich wollte nicht springen, weil ich Angst hatte, grausam sterben zu
müssen. Also habe ich mir
einen Platz gesucht, mich gesetzt und gewartet.
Ich wusste nicht, worauf ich warte, doch das war gleichgültig. Springen wollte ich
nicht. Irgendwann merkte
ich, dass sich nichts mehr veränderte. Es wurde nicht mehr dunkel, aber auch nicht
mehr hell. Kein neuer
Schmerz erreichte mich und kein alter wich von mir. Kein Dämon erschien mehr in
meiner inneren Welt, vor
denen ich ein Leben lang geflüchtet bin, aber auch kein Wesen des Lichtes, kein
Erlöser der mir Hilfe anbot.
Kein Geräusch war mehr zu hören, weder das gehässige Lachen der Feinde, noch das
Zwitschern der
Vögel. Kein Ein-Atemzug war mehr vom Aus-Atem zu unterscheiden. Und so
schwebte ich in die grauen
Welten - lebte nicht mehr und war doch nicht gestorben. Ja, Schattenleben ist
dasselbe wie Schattentod. Der
Raum zwischen dem Tor der Geburt und dem Tor des Todes hatte sich in graue
Schleier aufgelöst. Er war
zerflossen in einen Raum des Nicht-Seins. Kein Tor war mehr zu sehen.
Ich lebte und lebte doch nicht – war da und war doch nicht da. Ich wollte und wollte
doch nicht. Alle Zeit, die
mir in meinem Leben immer davongelaufen war, die mich in ständiger Unrast und
Atemlosigkeit gehalten
hatte, alle Zeit hatte aufgehört zu existieren. Aller Raum, von dem es in meinem
Leben so viele gab, dass
ich weder Orientierung noch Wege gefunden habe, aller Raum war auf einen Punkt
zusammengeschmolzen
- und doch unendlich endlos. Aller Geist, von dem es so viel gab in meinem Leben,
dass ich nicht wusste,
wie ich atmen sollte, aller Geist hatte aufgehört zu atmen.
Und so kaufte ich mir eines Tages ein Flugticket in ein fernes Land, weit von meiner
Heimat entfernt. Fliehen
wollte ich aus dem alten Leben - fort, einfach fort. Weggehen und irgendwo anders
ein neues Leben
beginnen. Ja, das waren meine irdischen Gedanken, da mein göttlicher Geist
beschlossen hatte, mich nun
zu sich zurückzuziehen, aus diesem Körperleben auszusteigen, da Er Selbst keine
Absichten in diesem
Spiel mehr hatte. Er verschmolz mit dem göttlichen Geist jenes geliebten Menschen,
der mir helfen sollte,
das Tor zu durchschreiten, da ich selbst nicht gehen wollte.
Er wollte mich in die Schlucht meines Lebens stoßen, in die ich selbst nicht fallen
wollte. Er wollte mich auf
die andere Seite meines Lebens führen, da ich selbst den Weg nicht fand.
Trotz aller Warnungen von Menschen, mich nicht in dieses Feld zu begeben, ging ich
hinein. So wie ich
Warnungen und Ratschläge anderer Menschen immer ignoriert habe, ignorierte ich
auch diese, denn nun
war beschlossen, die Schlucht zu überqueren. Und so stand ich an der Straße und
winkte ihm zu, wollte von
ihm mitgenommen werden. Und er hielt an und nahm mich mit - half mir heraus aus
diesem grauen Raume
meines Lebens. Dafür wird er nun auf Erden mein Mörder genannt. Und während ich
selbst die Erfüllung
einer tiefen Liebe erlebe, ist er in die Verdammnis gestürzt. Während ich in meinem
geliebten Leben
angekommen bin, ist er in seinem Herzen zerbrochen.
Ich kann lange Zeit nichts für ihn tun, daher bitte euch, die ihr dies lest: Erbarmt
euch seiner und segnet ihn
mit der Liebe eurer Herzen. Heilt jenen durch eure Liebe, den ich nicht mehr heilen
kann, da ich keinen
Körper mehr besitze. Mir geht es gut – kümmert euch um ihn.“.Kristallseminar Lektion
17 Seite 10 von 15
Verabredung und Begegnung
Hier erzählen wir euch das Geschehen, wie Sabine es in Neuseeland erlebt hat. Eine
Frau, nennen wir sie
Britt, steht als Anhalterin an der Straße und will mitgenommen werden. Ein Mann,
nennen wir ihn Mikel, hält
an. Viele Stunden später wird ihr toter Körper aufgefunden.
Was hat sich hier auf unsichtbaren Ebenen abgespielt? Wo liegt der Sinn und wo die
Liebe? Was hat sich
hinter den Schleiern zugetragen? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Welche
Botschaft gaben sie
und vor welche Herausforderung stellten sie uns?
Kein menschliches Wesen kann ein anderes töten, ebenso wie kein Mensch sich
selbst töten kann, wie wir
oben erläutert haben. Ebenso wie ihr aus der Geist- und Seelen-Gemeinschaft
kommend in das Körperleben
schlüpft, so verlasst ihr es in der Gemeinschaft vieler beteiligter Wesen und
Dimensionen.
Der erste Helfer ist ein Dämon, ein wandelbares Energie-Bewusstsein in den grauen
Astralräumen der
Menschheit, das in einem übergeordneten Plan selbständig agiert. Es ist vor
Jahrtausenden aus jenen
Gefühlsenergien entstanden, mit denen es später agiert: Gewalt und Gier, Angst,
Schmerz und Schock. Es
ist ein duales Energiewesen: es besteht aus Opfer- und aus Täterenergien.
Damit steht er in Resonanz zum Opfer und zum Täter und kann beide in Begegnung
und Tat miteinander
verbinden. Er überzieht und besetzt das Opfer mit den Opferenergien Angst,
Ohnmacht, Verwirrung,
Schmerz und Schock und den Täter mit den Täterenergien Gewalt, Gier,
Hemmungslosigkeit, aber auch
Klarheit und Kraft. Beide Menschen strahlen nun ihre eigenen Energien aus, die durch
die dämonischen
Energiekonzentrate verstärkt, gebündelt und in eine Richtung gebracht wurden.
Damit ziehen sie einander
an. Sie treffen sich zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt an einem ganz bestimmten
Ort. Sie können sich
nicht verpassen. Wie verabredet, hält sie den Daumen hoch und er hält an. Der
Dämon vollbringt mit ihnen
gemeinsam diese Tat. Denn es ist der Wille aller.
Umkehr der Kräfte
Nach der Tat wendet sich das Blatt. Das Opfer hat das Tor durchschritten und der
Täter bleibt allein zurück.
Der Dämon hat das Opfer losgelassen und bleibt beim Täter. Er zieht sich sowohl am
Tatort als auch in die
unbewusste Räume des Mannes zurück, um auf die nächste Gelegenheit eines
Einsatzes zu warten. Nun
findet eine Umkehr der Energien statt. Die Tat löst im Täter, der nach dem Rausch
wieder zu sich kommt,
massive Opfer-Energien aus: Schock, Verwirrung und Ohnmacht, Schmerz und Angst
sind nun auf seiner
Seite.
Britt war in ihrem Körper gefangen und ist nun frei geworden. Ihr Wille zu sterben,
hat sich erfüllt. Aus ihrem
Lebens-Dunkel ist geistiges Licht geworden - sie ist aufgestiegen. Mikel war in seinem
Körper frei und ist nun
gefangen. Sein Wille zu leben, hat sich noch nicht erfüllt. Aus seinem Lebens-Dunkel
ist Finsternis
geworden, Grauen. Er ist noch tiefer abgestiegen.
Der Täter steht sich selber fassungslos gegenüber. Tief in sich weiß er: Er wollte doch
nur lieben und geliebt
werden. Doch wie absurd dies jetzt erscheint. Sein Schock wird schnell von einer
dritten Energieform
überdeckt und in eine neue Richtung gelenkt. Nun erwacht der Schuld-Sühne-
Komplex und beherrscht ihn
mit seinen Kräften: Scham, Schuld und Unwert, Urteil und Verdammnis. Niemand
kann dieses graue Tuch
so schwer über ihn legen, wie er selbst. Und es spricht: „Dein Leben ist zerstört. Es
gibt keinen Ausweg
mehr, keine Wiedergutmachung, keine Hoffnung. Du hast nichts mehr zu verlieren
als dein nacktes Leben.“
Täter sind von geistiger Natur aus Schöpfer. Sie tun etwas. Sie tun selbst etwas - für
sich und für andere und
riskieren dabei auf Erden oftmals Kopf und Kragen, Ruf und Würde. Opfer sind von
geistiger Natur aus
Geschöpfe. Sie lassen andere etwas - für sich - tun. Will ein Geschöpf das Tor
durchschreiten, so kann es
dies nur mit der Hilfe eines Schöpfers tun. Schöpfer und Geschöpfe im Geiste sind
Täter und Opfer auf
Erden. Opfer sind re-agierende Geschöpfe, deren Lebenswille gering ist. Täter sind
agierende Schöpfer. Ihr
Lebenswille ist groß.
Diese Urkraft regt sich in ihm: Mikel will leben! Diese Kraft strahlt nun aus seinem
Herzen im diffusen Feld
aller Täter-, Opfer- und Schuld-Energien hervor. Sie ist die klarste und stärkste Kraft
in ihm - das
Gegenstück zur Kraft des Opfers, das nicht mehr leben will.
Also flüchtet er, der leben will, vor den anderen, die ihn töten wollen. Er flüchtet vor
sich selbst, der sein
Leben als wertlos und gefährlich für andere erkannt hat. Das Netz seiner eigenen und
aller kollektiven
verdunkelten Gefühle wird immer dichter. Das Grauen aller menschlichen Gefühle
und Zeitalter ist nun in
ihm lebendig geworden. Es lässt ihm auf Erden keinen Ausweg..Kristallseminar Lektion
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Der Täter, Schöpfer und Toröffner ist vollkommen aus seiner Herzkraft
herausgestürzt. Er selbst hat sich
Licht- und Liebeskräfte endgültig aberkannt. Er selbst verflucht sich mehr, als jeder
andere auf Erden es täte.
Er selbst ist der Letzte, der sich vergeben wird.
Und dennoch: Er will leben . Er flüchtet in der Wildnis und versteckt sich vor den
Menschen. Und alle Mittel
sind ihm recht, um zu über-leben. So wird in kurzer Zeit aus dem Schöpfer ein
reißendes Tier.
Interdimensionales Wirken
Jedes Ereignis auf Erden ist ein fließender Austausch von Dunkel und Licht, von ab-
und aufsteigenden
Kräften, von Angst und Liebe - ein gemeinschaftliches Wirken aller Dimensionen.
Unendlich viele Wesen
sind an der geistigen Begleitung allen irdischen Geschehens beteiligt. Alle
Entscheidungen und möglichen
Durchführungen werden gemeinsam beschlossen.
Die letzte Entscheidung trifft der hohe Geist aller Beteiligten - insbesondere wenn ein
Mensch das Tor des
Todes zu durchschreiten und ein anderer Mensch diesem helfen darf. Das
Durchschreiten des Tores ist für
alle ein sehr bedeutsames Geschehen, gleichgültig ob es dramatisch verläuft oder
nicht. Einerseits ist der
menschliche Körper das Wertvollste, was der göttliche Geist erschaffen hat und nicht
ohne weiteres aufgibt.
Andererseits birgt jede Entscheidung mit ihren Konsequenzen einen großen Reichtum
an Erfahrungen.
Betrachten wir unseren Fall weiter. Wer ist vor der Tat an ihr beteiligt, wer kommt
während der Tat hinzu und
wer führt die Zeit und den Raum danach?
Im körperlichen Raum sind es nur zwei Menschen: Mikel als Täter und Britt als
Opfer. Sie will nicht mehr
leben - er will leben. Sie will keine Liebe mehr empfangen und geben - er will lieben
und geliebt werden. Sie
ist blutleer - er will ihr Blut und dessen weibliche Essenzen. Sie ist übersättigt vom
nicht gewollten Leben - er
ist unterernährt vom ersehnten Leben. Sie will allein sein - er will verschmelzen. Sie
will gehen – er will
bleiben. Sie gibt ihm ein Zeichen - und er hält an.
Im energetischen Raum ist es ein Dämon aus dem gewaltigen Gefühls-Grauen der
letzten Jahrtausende
der Menschheit. Große, finstere Gefühlsräume, Räume des Grauens, haben sich in
den letzten
Jahrtausenden aus Krieg, Folter und Mord, aus Rache, Vergeltung und Angst gebildet
und gefüllt. Darin
wurde der Dämon geboren, darin hat er sich ernährt und ist sehr stark geworden. Er
hat sich für diesen
Moment erhoben, hat die Grenzen zur Körperdimension überschritten und ist dort
aktiv geworden.
Er ist in der Lage, das zu tun, was die Menschen nicht tun können: Die Todesenergie
so hoch zu
konzentrieren, dass sie den Tod eines Körpers nach sich zieht. Der Dämon nimmt die
schwachen
Todesenergien des Opfers – „nicht mehr leben wollen“ hat keine ausreichende Kraft
zu sterben - und die
schwachen Todesenergien des Täters - „sich gewaltsam nehmen, was er braucht“ hat
keine ausreichende
Kraft zu töten - in sich auf. Die einzelnen Todesenergien der beiden reichen für einen
Tordurchgang nicht
aus. Sie müssen gebündelt und verstärkt werden, sie müssen tanzen und in einen
machtvollen Wirbel
gelangen. Erinnert euch an unsere Neue Schöpfungsgeschichte: Wann immer ihr ein
Tor zu neuen Räumen
durchschritten habt, tatet ihr es drehend, wirbelnd. So auch hier.
Der Dämon vereinigt die beiden Menschen mit seinen eigenen konzentrierten
Todesenergien, die er in
vielen Jahrhunderten des dunkelsten Zeitalters in sich gesammelt hat – ein
Konzentrat an Todeskraft (vgl.
der Eine Ring im „Herrn der Ringe“). Doch auch er kann nicht töten, denn er hat
weder einen Körper, der ein
Schwert führen könnte, noch die geistige Befugnis, Leben zu nehmen. Er ist ein
Helfer, ein
Zwischenhändler, ein Bindeglied in der Hierarchie der Liebe, die hier agiert. Der
Dämon erregt die
Todesenergien der beiden Menschen und bringt sie in Schwingung, in eine wirbelnde
Drehung um sich
selbst und das Zentrum des Geschehens, einen furiosen Tanz. Dies ist es, was der
Täter als Rausch und
das Opfer als Lähmung erlebt. Er wandelt festgesetzte, magnetische Todesenergien
in frei fließende,
elektrische Liebesenergien und schwingt sie so hoch, dass sie einen
Dimensionsschleier überwinden und
die nächste Ebene der Hierarchie das Geschehen übernehmen kann.
Der Dämon erfüllt seinen Dienst im astralen Raum, den innerhalb des Geschehens
niemand außer ihm
betreten kann. Er agiert in zweifachem Sinne. Er übernimmt seine Vermittlerrolle
zwischen den verkörperten
und den hohen geistigen Welten und gibt sich dabei gleichzeitig zu erkennen. Seine
Rolle ist Liebesdienst -
Segen - und Gefangenschaft – Fluch - in einem. Er entstand aus allen Formen des
Fluchs und dient in
genau dieser verfluchten Weise segnend. Er entkommt diesem Kreislauf zwischen
Himmel und Hölle von
sich aus nicht. So ist dieser Dienst gleichzeitig seine Chance, selbst erkannt und
begnadigt zu werden. Er.Kristallseminar Lektion 17 Seite 12 von 15
dient in der Weise, die seiner niederen Natur entspricht, er kann nicht anders. Er liebt
und hasst - sich selbst
und alle anderen auch - wie Gollum („Herr der Ringe“). Er will erkannt und erlöst
werden. Denn auch seine
höhere Natur ruft ihn am Ende der Zeit zurück ins Licht, aus dem er kam. Doch er
allein kann sich nicht
befreien, denn er hat weder einen Körper noch einen eigenen Willen. Er ist als Helfer
der menschlichen
Evolution gekommen und an deren Ende auf die Hilfe der erwachten Menschen
angewiesen. So tief hat er
sich herabgelassen, um Dienste in der Dunkelheit zu tun (vgl. Lektion 19 „Die Inneren
Mächte“). Hat ihn das
Dunkel des Menschenherzens erschaffen, so kann er nur durch das Licht des
Menschenherzens erlöst
werden. So werden ihm jene, die er oft getötet hat, am Ende der Zeit das Leben
schenken.
Im erdnahen geistigen Raum wirken lichte und dunkle Geistführer und Engel. Drei
Tage vor dem
Geschehen haben die hohen Geistwesen der beiden Beteiligten die Erlaubnis zum
Tordurchgang (Opfer)
und zur Toröffnung (Täter) gegeben. Seitdem treffen unverkörperte Wesen aller
Dimensionen und Räume
die notwendigen Vorbereitungen für einen harmonischen und ungestörten Ablauf.
Seit der geistigen
Entscheidung ist eine Annullierung der Tat auf Erden zumeist nicht mehr möglich.
Nun muss und wird es
geschehen. Vor und während der Begegnung des Täters und des Opfers strahlen die
Wesen schöpferische
Kräfte der Standhaftigkeit in ihre Herzen. Sie legen schützende Kräfte um ihre Seelen
und führen diese in
höhere schmerzfreie Dimensionen, fort vom Geschehen. Hier sind die Seelen
geborgen und können das
Geschehen in einer gewissen Emotionsfreiheit beobachten. Diesen Zustand kennen
viele von euch, die
bereits eine unmittelbare Gefahren- oder Nahtodsituation erlebt haben: Plötzlich
verlangsamt oder
beschleunigt sich das Geschehen und es tritt eine ungewöhnliche Klarheit auf, eine
tiefe Ruhe und
Liebeskraft mit dem sicheren Wissen, um was es hier geht und was jetzt zu tun ist.
Die geistigen Wesen
trennen nun sanft die niederen verdunkelten Energien vom höheren lichten
Bewusstsein und bereiten so die
Entbindung des Geistes aus dem Körper vor – die Abnabelung.
In allem was sie tun, halten sie das Gleichgewicht zu den dunklen Kräften, deren
Wirken sich nun massiv
verstärkt. Im Augenblick der Tat, da menschliches Dunkel und irdisches Chaos in
höchster Form entfesselt
sind, tun die geistigen Geschwister und Meister zwei Dinge. Zum Einen riegeln sie
den Raum des
Geschehens geistig ab, damit die Chaos-Energien konzentriert sind und nicht über
die ganze Erde
schleudern. Zum Anderen legen sie geistige Kanäle von diesem Raum aus zu vielen
außerhalb liegenden
Räumen, in denen die hier und jetzt entfesselte Schmerz-Energie aufgenommen und
gewandelt werden
kann. Darauf kommen wir später zurück.
Am Höhepunkt der Chaos-Energien, am Punkt der schnellsten Drehung im Todestanz,
fährt ein Blitz in das
Geschehen und bringt die Umkehr der Kräfte. Er elektrisiert das magnetische Angst-
Schmerz-Dunkel mit
einem gigantischen Liebes-Stromschlag. Dies ist der Moment, da TOD erscheint, das
Opfer zu sich nimmt,
das irdische Drama beendet und ihm eine Wendung gibt. Der göttliche Geist nimmt
das dargebrachte Opfer
des menschlichen Lebens an. Er übernimmt den Tanz, deaktiviert den Dämon und
entlässt ihn aus diesem
Dienst. Er überrollt den Täter in seinem Gewalt-Gier-Rausch mit einer gigantischen
geistigen Liebeswelle, in
der er zu sich kommen und erwachen kann - und erkennen, was er getan hat.
Was im höchsten Geistraum, in den kristallinen Sphären, ist und geschieht, können
wir nur sehr vereinfacht
übermitteln. Stellt euch das Ganze als ein unendliches Weben und Strahlen vor, als
ein beständiges
Ineinandergreifen und Verschmelzen von Kräften, Wesen und Welten. Stellt es euch
vor als das
Ineinanderfließen von alten und das Auseinanderhervorbringen von neuen Formen
und Kräften, die es nie
zuvor gegeben hat. Stellt es euch vor wie ein gewaltiges Schöpfungsmoment, dessen
Farben, Lichter,
Klänge, Formen und Bewegungen unplanbar, unerklärbar und doch in einer
bezaubernden Harmonie
tanzen. Räume und Zeiten, Absichten und Erfüllung, kristalline Sphären des ersten
und graue Räume des
dritten Zeitalters, Engel, Menschen und Dämonen erzeugen gemeinsam neue Muster
und Matrixe, neue
Kristalle und Kosmen. Denn wir sagten schon: Das irdische Drama ist ein geistiges
Geschenk, das hier in
vollem Umfang angenommen wird.
Der hohe Geist des Opfers erwartet sein Menschenkind zurück. Er hat Botschafter zur
Brücke der Blumen
gesandt, die es empfangen. Sie begleiten es zunächst in Räume der Regeneration,
der Erholung und des
Erwachens. Die Schock- und Trauma-Energien der Seele werden hier geklärt und mit
dem Reichtum dieser
jüngsten irdischen Erfahrung harmonisiert. Die ursprünglichen Absichten des Geistes,
das Leben dieses
Menschen seit der Geburt und die jüngsten Umstände des Todes werden in Einklang
gebracht und
resümiert. Die Realitätsebenen der verschiedenen Räume fließen zusammen,
gleichen sich aus und finden
ihre neue Ordnung: Jede Dimension, in der beim Abstieg zur Erde ein Teil des eigenen
Wesen
zurückgelassen wurde, bereichert sich auf ihre spezifische Art mit den Erfahrungen
dieses Lebens und
dieses Todes. Alles öffnet sich zu einem Bild von großer Schönheit..Kristallseminar
Lektion 17 Seite 13 von 15
Gleichzeitig werden hohen geistige Wesen zu den Hinterbliebenen gesandt, um
Kräfte des Trostes und der
Öffnung, der inneren Wahrnehmung und der Herzöffnung in deren Lebensfelder zu
strahlen. Auch am Tatort
postieren sie sich, um jene zu empfangen und in Licht zu hüllen, die die Leiche finden
werden – und all jene
die danach kommen werden. So herrscht auch am irdischen Tatort neben dem
Grauen das Licht - das
Potenzial völliger Erkenntnis, das sich dem eröffnen wird, der wahrhaft sehen will.
Erinnert euch an Lektion 3
„Zeitenwende“: 1945 herrschten Licht und Dunkel zu gleichen Anteilen auf Erden,
auch wenn das
menschliche Auge nur das Grausen sehen konnte. Es ist immer nur eine Frage der
eigenen inneren
Ausrichtung und Absicht, welche der vielen Realitätsebenen ihr sehen wollt.
Der hohe Geist des Täters, der seinen Menschen diesen Judas-Dienst vollziehen und
ihn diese mörderische
Erfahrung machen ließ, sendet seinerseits Botschafter zur Brücke der Blumen. Doch
nicht für ihn, denn so
tief wie er gestürzt ist, können sie ihn nicht mehr erreichen. Stattdessen rufen sie die
Erwachten unter den
Menschen herbei, die Sterbe- und Geburtshelfer des Geistes auf Erden - EUCH, die ihr
zu jenem wahren
Mitgefühl fähig seid, das alle Grenzen des menschlichen Verstandes überschreitet, zu
jenem Mitgefühl, das
tiefen Respekt vor der Schöpfung und jedem einzelnen Wesen dieser Schöpfung hat,
gleichgültig ob es
Täter oder Opfer genannt wird.
An euch Vermittler zwischen der geistigen und der verkörperten Welt übermitteln die
Botschafter der
kristallinen Sphären den Willen des kosmischen Geistes: Nun, da jener Schöpfer zum
Täter wurde und in
weitere Abgründe der menschlichen Finsternis gestürzt ist, mögen die Erwachten
unter euch eine geistige
Patenschaft für ihn übernehmen, eine Patenschaft der Liebe. Sie wird das jüngst
gerissene Band, den
geistigen Lebensfaden zwischen dem hohen und dem niederen Geist des Täters eine
Zeitlang halten und
ersetzen, solange, bis er selbst die Liebe in seiner Tat erkennen und sich in seinem
Licht erheben kann.
Seid Paten der geistigen Liebe für die Täter eurer Gesellschaft. Wisst, dass deren
Entscheidungen und
Taten eure Erfahrungen sind - seit 2005, da EIN HERZ wieder auf Erden herrscht und
euch alle aneinander
bindet. Solange ihr andere gebeugt haltet, werdet auch ihr selbst euch nicht erheben
können. Indem ihr sie
erhöht, ersteht ihr auf.
Vgl. Heft 10 „Ich rufe dich bei deinem Namen“: „Erhebe dich in mein Licht“ und
„Berührung im Schmerz“ und
Lektion 19 „Die inneren Mächte“
Reiche Ernte
Kommen wir zurück zur Erde, zum Tatort. Nach der Tat, an der bisher nur zwei
Menschen beteiligt waren,
kommen Tausende dazu: Betroffene und Hinterbliebene, Fahnder und Ermittler,
Nachbarn und Arbeitgeber,
Richter und Vollstrecker, Wärter und Sozialarbeiter, Psychologen und Journalisten,
Medienkonzerne und
Millionen Zuschauer. Nur eine einzige Nachrichtensendung, nur eine einzige
Zeitungsausgabe erschafft
weltweit Millionen neuer verurteilender, hassender und angstvoller, verzweifelter und
rachsüchtiger
Menschen - Millionen neuer Opfer und Täter.
Auf Millionen von Menschen kann jener Dämon, der diesen Tanz entfesselt und die
Tat ermöglicht hat, nun
überspringen, denn sie alle fühlen das, was er ist: Hass, Triebhaftigkeit und
Zerstörung, Angst, Verwirrung
und Schuld. Damit ist der Weg zu ihnen offen. Sie alle sind in Resonanz mit ihm und
er findet erneut
massenhaft Nahrung und wächst rasend schnell, wird zu neuen, größten Todestänzen
fähig. Das Grauen
vergangener Zeitalter wurde in nur einem Augenblick wach und entfesselte seine
Kraft für nur zwei
Menschen - nach geistiger Erlaubnis und Verabredung, nur für sie. Der Dämon
musste diesen Dienst tun
und hätte damit erkannt und erlöst werden können. Doch Millionen Menschen sehen
nur mit irdischen
Augen, fühlen nur als Opfer, denken nur als Täter. Damit fangen sie den Dämon auf
und lassen ihn auch in
ihrem Leben erwachen. Eine Nachrichtensendung reicht aus, um den Dämon über die
ganze Welt
auszudehnen, anstatt ihn einfach nur in Liebe zu erlösen. Welch eine Ernte in der
Finsternis - sie ist die
wahre Verschmutzung eurer Umwelt!
Doch es gibt auch andere Beteiligte. Kommen wir noch einmal zurück auf die
geistigen Kanäle, die die Engel
und Meister vom hermetisch abgeriegelten Raum des Geschehens nach außen gelegt
haben: in viele
außerhalb liegende Räume, in denen die hier und jetzt entfesselte Schmerz-Energie
aufgenommen und
gewandelt werden kann. Es sind Licht-Kanäle zu den Licht-Körpern und Kristall-
Herzen der Erwachten. Die
Erwachten sind Menschen, deren hoher Geist bereits im Körper angekommen ist und
wirkt. Es sind jene
Menschen, die wahrhaft lieben können, deren überirdische Liebe zwischen Tätern
und Opfern, zwischen
Dämonen und Meistern, zwischen Licht und Dunkel nicht mehr unterscheiden. Ihr
seid es, „die um jene
Menschen weinen können, die sie auf Erden nie getroffen haben“ (Heft 10
„Berührung im Schmerz“)..Kristallseminar Lektion 17 Seite 14 von 15
Ihr liebenden Menschen empfangt die Energien der Tat in euren Herzen bereits drei
Tage vorher, seit dem
Moment der Freigabe der Tat durch den hohen Geist. Über Tausende von Kilometern
strömen, wirbeln und
tanzen die Schmerz- und Schockwellen dieser Tat über die Erde und suchten
Erlösung. Zielgerichtet fließen
sie in eure durchlässigen Lichtkörper (vgl. Lektion 5), denn auch ihr seid in Resonanz:
mit den Engeln und
Geistwesen, dem hohen Geist des Opfers und des Täters, mit dem Liebesakt des
Todes auf Erden und der
Geburt im Geistraum.
Diese Schmerz- und Chaos-Wellen erlösen sich durch euer transformierendes Herz-
Licht und stürzen euch
gleichzeitig, solange euer Lichtkörper noch eng und instabil ist, solange ihr noch an
eigene Unzulänglichkeit,
Schuld und Opferschaft glaubt, eine Zeitlang in abgrundtiefe Räume der Finsternis.
Tagelang müssen einige
von euch weinen oder sind zutiefst verwirrt und traumatisiert, ohne zu wissen
warum. Nun, jetzt wisst ihr es!
Und auch dies ist eine reiche Ernte - eine Ernte des Lichtes, die wahre Reinigung und
Erhöhung eurer
Umwelt.
Eure Herzen entscheiden
Eure Herzen sind über Raum und Zeit hinaus an jeder einzelnen solcher Taten und
Tode, solcher
Tordurchgänge und Geburten in die Geisträume beteiligt. Eure Herzen sind
miteinander verbunden und so
gebaut, dass sie niemals unberührt bleiben können, wenn irgendwo in der Welt etwas
passiert. Ihr kommt
aus EIN HERZ und geht dahin zurück (vgl. Eine neue Schöpfungsgeschichte). EIN
HERZ ist bereits seit Mai
2005 wieder auf Erden anwesend und dabei, euch alle miteinander zu verschmelzen.
Je nach eurer inneren
Entscheidung tragen eure Herzen das Banner des Grauens weiter und vervielfältigen
es oder die Flamme
des Lichtes und erhöhen diese. Eure Herzen schlagen keineswegs nur für euch selbst,
sondern für die
ganze Menschheit - vom Beginn aller Zeiten bis zum Ende.
Vielleicht seid ihr schon so stumpf geworden, dass eure Gedanken und Gefühle
weder verurteilen noch
segnen. Ihr haltet euch da heraus, ihr resigniert und seid in die seelische Depression
gegangen, ins
psychische Koma. Doch auch Stumpfheit und Resignation sind dunkle Kräfte, die eure
grauen Räume
stärken. Entscheidet euch, welche Art der nichtverkörperten Wesen ihr durch euch
wirken lassen wollt:
dunkle Wesen der Gefangenschaft oder lichte Wesen der Befreiung.
Entscheidet euch, welche Welten ihr durch eure innere Haltung wachsen lassen wollt,
draußen in der Welt
und in euch selbst: die grauen oder die kristallinen. Entscheidet euch, ob ihr die
Dämonen und Täter
verurteilen und damit stärken oder lieben wollt - und sie und euch selbst damit
erlösen.
Entscheidet euch, welche Form der Berührung ihr zulassen wollt: die dunkle Form der
Rache und
Verdammnis oder die lichte Form der Barmherzigkeit und Segnung. Entscheidet
euch, ob ihr lieben oder
hassen wollt. Entscheidet euch, ob eure Herzen elektrisierendes Licht ausstrahlen
oder magnetisierende
Dunkelheit verbreiten sollen.
Ihr habt in der Tat die Wahl nur zwischen diesen beiden Optionen. Eine andere
Möglichkeit habt ihr euch
nicht eingerichtet. Was immer ihr fühlt, sendet ihr aus. Es verändert die Welt und
kommt in gleicher Art und
in immer größerem Umfang zu euch zurück. Die Ernte ist gewiss. Entscheidet, ob es
eine dunkle oder lichte
Ernte sein soll..Kristallseminar Lektion 17 Seite 15 von 15
Nun, ihr geliebten Wesen, dieser Dämon wurde wenige Taten nach der Tat erkannt
und erlöst. Dieses Opfer
ist in den kristallinen Welten angekommen und dieser Täter erhielt eine geistige
Patenschaft und
Versorgung, die heute noch andauert, da er im Gefängnis sitzt und unsere
regelmäßigen Besuche und
Gespräche genießt.
Doch es gibt noch viele andere, die auch auf eure Begnadigung und euer Mitgefühl
warten. Es gibt noch
viele potenzielle Opfer auf der Welt, die keine Täter und Dämonen mehr brauchen,
sondern ihre Lebens-Probleme
auf andere, sanftere Weise lösen können, in der Tat. Jedem von euch Paten und
Erlösern werden
wir uns an die Seite stellen, um mit euch zu wirken. So sind auch wir in tiefem
Mitgefühl in diesem
Schöpfungsspiel mit jedem Einzelnen von euch verbunden – und in tiefer Liebe und
großem Respekt.
Ich Bin Saint Germain.
Texte: Sabine Wolf
Aktualisierung: Saint Germain
Endkorrektur: Monika Schwörer - der diese Lektion 17 als Geburtstag-Geschenk
gewidmet ist.
Bitte:
Gebt diese Texte, Lektionen und die Internet-Adresse KRISTALLMENSCH bitte weiter.
Lasst möglichst viele
Menschen daran teilhaben, auch - und gerade - spirituell nicht-engagierte Menschen.
Respektiert unser
Urheberrecht an diesen Texten und verteilt sie in alle Welt - zum Wohle aller und der
Erde. Unsere Liebe
fließt mit jedem Wort mit.
Dank:
Mein Dank geht an euch, die ihr am Seminar teilnehmt, darin aufblüht und der Welt
damit ein großes
Geschenk macht. Mein Dank geht an Saint Germain und die Wesen des Crimson
Council und der geistigen
Welt, die ihren überirdischen Liebesfluss nun sehr konkret in unser alltägliches Leben
fließen lassen. Mein
Dank geht an alle, die ihre menschliche Liebe, Weisheit und Kraft dazugeben. Mein
Dank geht an euch, die
ihr uns eine finanzielle Unterstützung zukommen lasst. So werden wir diese Arbeit
weiterführen und
ausdehnen können.
Konto in der Schweiz: Kontonummer 84 - 314 16 - 5 Bank: DIE POST
Konto in Deutschland: Kontonummer: 5000541300 BLZ: 27893760 Volksbank Seesen
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www. Kristallmensch.de Sabine Wolf Wennigsen, am 30. Mai 2007