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WALLIS

Walliser Bote
Samstag, 7. November 2015

PARTEIENFORUM

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NACHRUF

CSPO sagt Nein zur Volksinitiative
«Jede Stimme zählt»
Der Parteirat der CSPO hat anlässlich seiner Sitzung vom 5.
November 2015 die Parolen für
die kantonalen Vorlagen vom
kommenden 29. November
2015 einstimmig gefasst. Die
CSPO erteilt der Volksinitiative
«Jede Stimme zählt» eine deutliche Absage und empfiehlt ein
Nein einzulegen. Grossrat und
Fraktionschef Diego Clausen
zeigte in seiner Analyse auf,
dass diese Vorlage, welche von
einer «unheiligen Allianz» der
SP und der SVP eingereicht worden ist, negative Auswirkungen
für das Oberwallis hätte, würde

diese angenommen. Das Oberwallis würde zwei bis drei
Grossräte verlieren.
Grossrat und Parteipräsident Alex Schwestermann zeigte auf, dass die Annahme des
Dekretes des Walliser Staatsrates bei der Ausgaben- und Schuldenbremse Sinn macht. Dieses
Dekret sieht über drei Jahre jeweils 26 Mio. Franken Einnahmen für den Kanton Wallis vor.
Die CSPO empfiehlt ein überzeugtes Ja zum Dekret und folgt
damit den Empfehlungen von
Parlament und Regierung.
CSPO

LESERBRIEF

Der private Tod
Ein freier Mensch kann natürlich frei über seinen Tod und
dessen «Zelebrierung» bestimmen. Es gibt zuweilen auch andere Stimmen. «Unsere Gesellschaft muss aufpassen, dass der
Tod nicht privatisiert wird», so
die Meinung eines Oberwalliser
Pfarrers, der diese Freiheit anscheinend gern eingeschränkt
sähe. Dabei gibt es kaum etwas
Privateres als das Sterben eines
Menschen und alle Entscheidungen, die damit zusammenhängen. Will ich eine Medienpublikation? Eine Erd- oder Feuerbestattung? Ziehe ich einen
Gottesdienst, ein nicht religiöses Ritual oder eine Abdankung
im privaten Kreis vor?
«Ein richtiger Trauergottesdienst mit der Anteilnahme
der Pfarreigemeinschaft ist eine
Stärkung für die Angehörigen
und für die Toten», sagt derselbe Pfarrer. Gebetsmühlenartig
wird das Abschiednehmen «en
masse» und die Publikation einer Todesanzeige propagiert,
um dann einzuräumen, dass
das Abschiednehmen im Stillen
stetig zunimmt. Was bei der

Verarbeitung der Trauer im individuellen Fall hilft, müssen
die Angehörigen für sich selber
entscheiden. Auch sind sie frei
beim Entscheid, ob und von
wem sie sich beraten lassen.
Der Satz eines einheimischen Bestatters: «Deshalb bin
ich nicht dafür, Menschen in
einer Nacht-und-Nebel-Aktion
verschwinden zu lassen» klingt,
als hätte die Mafia ihre Finger
im Spiel. Soll damit ein negatives Bild gegenüber privaten Abdankungen gezeichnet werden?
Die Hinterbliebenen eines Verstorbenen sind keine Mafiosi
und der Ausdruck «verschwinden lassen» ist deshalb völlig
fehl am Platz.
Die Freiheit im täglichen
Leben wird durch Gesetze und
Regeln schon genug eingeschränkt, deshalb sollen Sterbende und ihre Angehörigen beim Abschied nicht auch
noch «der Bevölkerung» und
«der Pfarreigemeinschaft» ihre
Selbstbestimmung opfern müssen. Dazu gibt es keinen ersichtlichen Grund.
Max Theler, Visp

† This Jenny
4. 5. 1952 – 15. 11. 2014

PARTEIENFORUM

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SPO zum untauglichen
Bergbahnen-Gesetz (4)

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Ein Leuchtturm strahlt weit.
Sein Licht ist Orientierung im
Dunkeln, das uns sicher zum
Hafen leitet oder uns davor bewahrt, an gefährlichen Klippen
zu zerschellen. Für viele warst
Du dieser Leuchtturm, so auch
für mich.
Du warst ein Macher.
Und das bereits in Deiner Kindheit, die von Armut und
Vernachlässigung gezeichnet
war. Du warst Menschenfreund und hast Deine Mitmenschen geprägt.
Im Februar 2014 kam von
einem Tag auf den anderen
die Hiobsbotschaft: unheilbarer
Magenkrebs. Innert Minuten
war nichts mehr wie zuvor. Mit
der Gewissheit, viel erlebt zu haben, akzeptiertest Du dieses
ärztliche Verdikt, obwohl es Dir
auf dieser Welt durchaus noch
lange sehr gefallen hätte.
Am 15. November 2014
schiedest Du selbstbestimmt
mithilfe von «Exit» aus dem Leben. Ein letzter, mutiger Entscheid. Ein Entscheid, der zu
Deiner Gradlinigkeit passte. Ein
Entscheid, für den ich letztlich
dankbar bin. Ich ziehe den Hut
vor Dir. Vor Deinem Leben. Vor
Deinem Handeln. Du wirst mir
für den Rest meines Daseins ein
grosses Vorbild sein.

Dein Schaffen, Dein Wohlwollen, Deine Fürsorge und Dein
schlagfertiger Humor – für
Deine Nächsten eine unersetzbare Lücke. Wir sind tieftraurig. Aber jedes Mal, wenn
wir uns an Dich erinnern, spüren wir ein inneres Lächeln
und freuen uns, DICH gekannt
zu haben.
Nichts an Dir, This, war
gewöhnlich.
Und jetzt, in diesem Moment, höre ich Dich aus weiter
Ferne mahnen: «Bitte denk daran: Niemand ist so schlecht
wie sein Ruf, aber niemand so
gut wie sein Nachruf!» Typisch
This. Und ich sehe Dich
dabei voller Schalk schelmisch
schmunzeln…
«Nehmt Euer Leben in die
Hände!» – einer Deiner letzten
Ratschläge an uns.
Du willst nicht, dass wir
um Dich weinen, unsere Herzen leer sind und wir uns zurückziehen. Du willst, dass wir
die Augen öffnen, lieben, fröhlich sind und vorwärts gehen.
Genauso überzeugt beendetest du auch einmal ein Votum in einer Ständeratsdebatte:
«Punkt. Fertig. Aus die Maus.»
Du fehlst!!! Punkt.
In liebevoller Erinnerung
Ursula Abgottspon

Die Durchsicht der Unterlagen
zum neuen Bergbahngesetz
zeigt: Die Verantwortlichen der
Bergbahnen betrachten Kanton
und Gemeinden als Selbstbedienungsläden. Der Staatsrat
kommt mit dem Gesetzesentwurf dieser Anspruchshaltung
entgegen. Die bisherige Förderpolitik führte in eine Sackgasse.
Es ist nicht Aufgabe der Walliser Steuerzahler, untaugliche
Strukturen zu subventionieren.
Die Bahnen sind nachweislich nicht in der Lage, ihre
Anlagen effizient zu betreiben.
Jetzt wollen sie zusätzlich noch
eigene Ferienresorts bauen oder
sich an solchen beteiligen. Und
auch hierfür beanspruchen sie
Subventionen. Und dies, obwohl wir bereits viel zu viele Betten haben. Die SP Oberwallis
vertritt einen anderen Ansatz:
Die Politik muss Anreize schaf-

fen, damit möglichst viele kalte
Betten intensiver genutzt werden, z.B. dank übertragbarer
Bergbahn-Generalabos.
Viele Gemeinden stecken
bereits heute in der Subventionsfalle und müssen jedes Jahr
immer mehr Mittel in die Bahnen stecken. Anstatt noch mehr
Fehlinvestitionen braucht es
endlich Innovation. Die Vorlage
bringt aber keinerlei Innovationen. Die Vorlage kostet pro Jahr
so viel Geld, wie bei den Krankenkassenprämien
gespart
wird. Die SP Oberwallis wird im
Grossen Rat und allenfalls auch
vor dem Volk diese Verschleuderung von Steuermitteln bekämpfen. Wir haben dies bereits erfolgreich beim ersten
Tourismusgesetz gemacht, das
jene Bürokratie alimentieren
wollte, die diesen Entwurf fabriSP Oberwallis
ziert hat.

Redaktion Walliser Bote
Furkastrasse 21
3900 Brig
Tel. 027 922 99 88