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INTEGRIERTE NETZBERECHNUNGSSOFTWARE

SILENT DIG
SILENT
DIG

PowerFactory

DIgSILENT

PowerFactory 15

Tutorial

DIgSILENT PowerFactory

Version 15

Tutorial

Online-Edition

DIgSILENT GmbH Gomaringen, Deutschland März 2015

Herausgeber:

DIgSILENT GmbH Heinrich-Hertz-Straße 9 72810 Gomaringen / Deutschland Tel.: +49 (0) 7072-9168-0 Fax: +49 (0) 7072-9168-88

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März 2015

r1733

Inhaltsverzeichnis

A Einführung in das Tutorial

 

1

A.1

Den Tutorial-Manager verwenden

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A.1.1

Die Übungen des Tutorials initialisieren .

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A.2

Problembehandlung .

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A.3

In diesem Handbuch verwendete Konventionen, Begriffe und Abkürzungen

 

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A.4

DIgSILENT-Kontakt und -Support

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A.4.1

Technischer Kundendienst (Support)

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A.4.2

Allgemeine Informationen

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B Programmübersicht

 

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B.1

Datenbankverwaltung und Datensicherung

 

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B.2

Für Anfänger und Experten konzipiert

 

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C Übung 1: Das Tutorial-Projekt anlegen

 

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C.1

PowerFactory starten

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11

C.2

Das Tutorial-Projekt anlegen

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C.3

Den Berechnungsfall umbenennen

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C.4

Das Programm DIgSILENT PowerFactory schließen und neu starten

 

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D Übung 2: Elemente des Energieversorgungssystems erstellen

 

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D.1

Die Komponenten des Energieversorgungssystems erstellen

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D.1.1

Schaltanlagen mit Einfachsammelschienen erstellen

 

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D.1.2

Zweigelemente erstellen

 

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D.1.3

Elemente mit einem Anschluss erstellen

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D.2

Die Komponenten des Energieversorgungssystems bearbeiten .

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D.2.1

Sammelschienen und Schaltanlagen bearbeiten

 

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INHALTSVERZEICHNIS

 

D.2.2

Zu anderen Elementen springen

 

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D.2.3

Elemente mit zwei Anschlüssen bearbeiten

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D.2.4

Elemente mit einem Anschluss bearbeiten .

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D.3

Eine Lastflussberechnung ausführen

 

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D.4

Das Format der Ergebnisboxen bearbeiten

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D.4.1

Hintergrund-Information über Ergebnisboxen

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D.4.2

Das Format der Ergebnisboxen bearbeiten

 

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D.5

Kurzschlussberechnungen durchführen

 

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39

E Übung 3: Der Datenmanager

 

43

E.1

Der Datenmanager: Grundlagen

 

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E.2

Den Datenmanager verwenden

 

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E.3

Eine Abzweigleitung hinzufügen

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E.4

Die neuen Elemente bearbeiten

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E.5

Berechnungen durchführen

 

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55

F Übung 4: Ein zweites Teilsystem erstellen

 

59

F.1

Die Topologie erstellen

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F.2

Die Elemente bearbeiten

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63

F.3

Berechnungen durchführen

 

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67

G Übung 5: Die Teilsysteme verbinden

 

71

G.1

Die beiden Teilsysteme aktivieren

 

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G.2

Zwei Netze verbinden

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H Übung 6: Motorhochlaufsimulation

 

77

H.1

Das Kraftwerk nachbilden

 

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77

H.2

Das Kraftwerk bearbeiten

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H.3

Eine Motorhochlaufsimulation durchführen

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H.4

Die Arbeitsmaschine ändern

 

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I Übung 7: Analyse von Ausgleichsvorgängen

 

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I.1

Zurück zu den zusammengesetzten Modellen

 

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I.2

Eine transiente Kurzschlusssimulation einrichten

 

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I.2.1

Die Anfangsbedingungen festlegen

 

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INHALTSVERZEICHNIS

 

I.2.2

Ereignisse definieren

 

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I.3

Ergebnisobjekte und Variablenauswahl definieren

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I.4

Transiente Simulationen ausführen und Diagramme erstellen .

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I.4.1

Eine transiente Simulation ausführen .

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I.4.2

Neue virtuelle Instrumente festlegen

 

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I.4.3

Variablen zur Anzeige in einem Diagramm auswählen

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I.4.4

Eine neue leere Seite mit virtuellen Instrumenten erstellen .

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I.5

Das Tutorial abschließen

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Index

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INHALTSVERZEICHNIS

Kapitel A

Einführung in das Tutorial

Mit diesem Tutorial soll der Benutzer in die Umgebung von PowerFactory eingeführt werden. Indem er eigene Projekte anlegt und weiterentwickelt, lernt er die grundlegenden Funktionen der Software kennen. Ein Projekt wird schrittweise weiterentwickelt, wobei jede Übung auf der vorhergehenden Übung aufbaut. Der Benutzer kann jede Übung des Tutorials über einen speziellen PowerFactory - Befehlsdialog mit der Bezeichnung ’Tutorial-Manager’ starten.

Hinweis: Um das Tutorial ausführen zu können, benötigen Sie eine Demo- oder Lizenzversion von PowerFactory mit einem Lizenzumfang von mindestens 30 Knoten.

A.1

Den Tutorial-Manager verwenden

Am Anfang einer jeden Übung leitet der Tutorial-Manager den Benutzer standardmäßig bei der Imple- mentierung der Netzgrafiken an. Am Ende einer jeden Übung erhält der Benutzer eine Musterlösung, wenn er die nächste Übung mit dem Tutorial-Manager initialisiert.

Mit dem Tutorial-Manager ist es möglich, das Tutorial mit einer beliebigen Übung zu starten, das zu Übungszwecken verwendete Projekt wird automatisch installiert. Dadurch können Sie mit dem Tutorial- Manager bestimmte Teile des Tutorials überspringen, ohne Daten aus den vorhergehenden Übungen neu eingeben zu müssen, verzichten dadurch jedoch auf nützliche Übungen.

Hinweis: Der Leitgedanke des PowerFactory -Tutorials besteht darin, den Benutzer durch die Funktio- nen der Software zu führen. Es werden die Daten für ein kleines, aber vollständiges Modell eines Energieversorgungssystems eingegeben.

Neuen Benutzern wird empfohlen, zunächst eine Einführung in das Paket PowerFactory zu lesen, bevor sie erste Schritte durchführen, damit sie sich ein Bild vom Aufbau des Programms machen können. Der Einfachheit halber ist die Einführung in PowerFactory im ersten Kapitel dieses Handbuchs für Einsteiger eine teilweise Wiederholung der im Benutzerhandbuch gegebenen Einführung.

Die Anleitungen zur Durchführung einer jeden im Tutorial gestellten Aufgabe erfolgen schrittweise durch diese Unterlagen. Im Kapitel C (Übung 1: Das Tutorial-Projekt anlegen) kann mit dem Tutorial selbst begonnen werden.

KAPITEL A. EINFÜHRUNG IN DAS TUTORIAL

A.1.1

Die Übungen des Tutorials initialisieren

Mit dem Tutorial-Manager initialisieren Sie jede Übung:

• Öffnen Sie den Tutorial-Manager, indem Sie die Option Hilfe Tutorial auswählen.

• Markieren Sie dann die Option Starte Übung X.

• Bestätigen Sie mit Ausführen.

im Hauptmenü

Sie sind nun am Anfang der ausgewählten Übung des Tutorials. Bei der Übung 1 findet keine Initialisie- rung statt, da diese Übung mit dem Anlegen eines völlig neuen Projekts beginnt. Wenn Sie die Übung 1 aus dem Tutorial-Manager heraus starten, öffnet der Tutorial-Manager nur das Kapitel C (Übung 1:

Das Tutorial-Projekt anlegen) dieses Tutorials, ohne ein Projekt in der Datenbank von PowerFactory zu initialisieren.

Weitere Hinweise zur Verwendung des Tutorial-Managers finden sich am Anfang des Kapitels D (Übung 2: Elemente des Energieversorgungssystems erstellen).

A.2

Problembehandlung

Wie vorstehend erwähnt wurde, installiert der Tutorial-Manager die erforderlichen Daten zu Beginn einer jeden Übung. Dazu gehört ein Hintergrundschema, das zeigt, wo die Elemente in der Netzgrafik abgelegt werden sollen.

Nachstehend sind einige Fragen aufgeführt, die während der Arbeit mit dem Tutorial häufig gestellt werden:

Das Hintergrundschema ist in der Netzgrafik nicht sichtbar. Wie macht man es wieder sichtbar? So wird das Schema wieder sichtbar:

Klicken Sie auf das Symbol Anzeigen von Ebenen ( ). Der Dialog ’Grafikebenen’ wird angezeigt. Die Ebene ’Hintergrund’ wird im rechten Fensterbereich angezeigt (’unsichtbar’).

Verschieben Sie die Hintergrundebene in den linken Fensterbereich: Klicken Sie mit der lin- ken Maustaste auf die Ebene ’Hintergrund’ und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche . Dadurch wird der Hintergrund in die Liste der sichtbaren Ebenen eingefügt.

Schließen Sie den Ebenendialog.

Ebenen eingefügt. – Schließen Sie den Ebenendialog. • Ich möchte mit dem Tutorial fortfahren, aber es
Ebenen eingefügt. – Schließen Sie den Ebenendialog. • Ich möchte mit dem Tutorial fortfahren, aber es

Ich möchte mit dem Tutorial fortfahren, aber es ist nicht aktiv. Wie kann ich es wieder aktivieren und an der Stelle fortfahren, an der ich zuletzt gearbeitet habe? Wenn Sie die Arbeit im Tutorial unterbrochen haben, um an einem anderen Projekt zu arbeiten oder um das Programm PowerFactory zu schließen, können Sie das Tutorial wieder aktivieren, indem Sie es im Menü Datei auswählen. Dieses Menü enthält eine Liste der letzten 5 aktiven Projekte. Das Tutorial sollte eines davon sein.

Das Tutorial-Projekt kann auch mit dem Datenmanager aktiviert werden. Klicken Sie auf das Symbol , suchen Sie im Verzeichnisbaum (links im Fenster) nach dem Projekt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Projekt und wählen Sie ’Aktivieren’. Es wird empfohlen, dass Sie zunächst die Übung 3 durchführen, um sich mit dem Datenmanager vertraut zu machen, bevor Sie das Tutorial mit ihm starten. Eine kurze Beschreibung, wie man ein vorhandenes Tutorial-Projekt im Datenmanager aktiviert, finden Sie im Kapitel E.2: Den Datenmanager verwenden Manager.

Sie im Kapitel E.2 : Den Datenmanager verwenden Manager. 2 DIgSILENT PowerFactory 15, Tutorial Technischer

A.3. IN DIESEM HANDBUCH VERWENDETE KONVENTIONEN, BEGRIFFE UND ABKÜRZUNGEN

Wenn Sie das Tutorial-Projekt weder im Datei-Menü noch mit dem Datenmanager finden können, müssen Sie am Anfang der Tutorial-Übung beginnen, an der Sie das Tutorial verlassen haben, indem Sie Start Übung X im Tutorial-Manager wählen.

A.3

In diesem Handbuch verwendete Konventionen, Begriffe und Abkürzungen

Die Handhabung der Maus und der Tastatur wird mit den folgenden Begriffen in Kurzform wiederge- geben, und vom Benutzer durchzuführende Aktionen werden mit Hilfe von Kürzeln beschrieben. Die Beschreibung dieser Kürzel ist durch eine besondere Formatierung wie folgt hervorgehoben, damit sie für den Benutzer leichter erkennbar ist:

Wie in „linke Maustaste drücken“. Eine Taste ist entweder eine Maustaste oder eine Taste auf der Tastatur. Maustasten werden manchmal auch als „Maus-Buttons“ bezeichnet.

Schaltfläche Wie in „Bestätigen Sie mit der Schaltfläche OK“. Der Begriff „Schaltfläche“ wird für Bild- schirmbereiche verwendet, in denen eine bestimmte Aktion durchgeführt wird, wenn man mit der Maus die betreffende Schaltfläche anklickt. Anders ausgedrückt, es handelt sich dabei um eine „virtuelle“ Taste.

Symbole Die Bezeichnung von Symbolen wird gewöhnlich angezeigt, wenn man mit dem Cursor kurz über dem jeweiligen Symbol verweilt. Wenn Sie beispielsweise auf klicken, wird der Dialog Benutzereinstellungen geöffnet. Die Darstellung der Symbole entspricht ihrer Darstellung auf dem Bildschirm, wie dies zum Beispiel bei der Schaltfläche der Fall ist, über die sich der Dialog ’Benutzereinstellungen’ öffnen lässt.

Mit der rechten/linken Maustaste klicken Wie in „mit der rechten Maustaste auf den Browser klicken“. Dies bedeutet, dass mit dem Mauszeiger auf das angegebene Objekt (den Browser) gezeigt und die rechte/linke Maustaste gedrückt wird.

Doppelklicken Wie in „Maustaste doppelklicken“. Doppelklicken bedeutet, dass mit dem Mauszeiger auf das angegebene Objekt gezeigt und die linke Maustaste dann innerhalb von ca. einer halben Sekunde (das Zeitintervall wird im Windows-Betriebssystem eingestellt) doppelt geklickt wird.

STRG-B (Beispiel für eine Tastenkombination) bedeutet, dass der Benutzer die angegebene Tasten- kombination drücken soll. „Drücken Sie STRG-B, um zwischen dem Fall symmetrisch/unsymme- trisch zu wechseln“ bedeutet beispielsweise, dass die erstgenannte Taste (in diesem Beispiel die Taste „STRG“ auf der Tastatur) gedrückt und bei niedergedrückter erster Taste gleichzeitig die zweite Taste (B) gedrückt werden soll.

Menüfolgen Wenn der Benutzer einen Befehl über kaskadierte Menüoptionen auswählen muss, wird die Abfolge durch Pfeile angezeigt, die die als Nächstes wählbare Option angeben, wobei bei der ursprünglichen Menü-Schaltfläche begonnen wird. Das Zeichnungsformat kann beispielsweise festgelegt werden, indem man das Optionsmenü über die Schaltfläche Optionen aufruft, dann

Taste

über die Schaltfläche Optionen aufruft, dann Taste „Grafik“ aus der angebotenen Liste auswählt und
über die Schaltfläche Optionen aufruft, dann Taste „Grafik“ aus der angebotenen Liste auswählt und

„Grafik“ aus der angebotenen Liste auswählt und schließlich in der letzten Liste „Zeichnungs- “

markiert; diese Reihenfolge der Aktionen wird einfach durch Optionen Grafik angegeben.

„ “ und ´’ Die einfachen Anführungszeichen dienen zur Angabe, dass es sich bei der Beschreibung um eine vom Programm vergebene Beschreibung handelt, die nicht benutzerdefinierbar ist. Die Sprechblasenhilfe ’Lastflussberechnung durchführen’, die angezeigt wird, wenn man mit dem Cursor kurz über dem Symbol ’Lastfluss’ verweilt, ist ein Beispiel für eine solche Beschreibung. Die doppelten Anführungszeichen sind ein Hinweis auf Daten, die ein Benutzer bereits einge- geben hat oder noch eingeben muss. Sie kennzeichnen auch einen Prozess oder eine Gruppe von Objekten, der bzw. die keinen erkennbaren Namen haben, aber angegeben oder beschrie- ben werden müssen. Hierzu zählt zum Beispiel die „Zeichenwerkzeugleiste“, die sich rechts im Zeichnungsbereich befindet.

format

KAPITEL A. EINFÜHRUNG IN DAS TUTORIAL

> and [1 [2] [3], etc.] Diese zeigen eine Folge von durchzuführenden Vorgängen an. Wenn Sie num- meriert sind, werden sie der jeweiligen Grafik zugeordnet, in der die Nummer erscheint.

Mit der linken/rechten Maustaste klicken, klicken, doppelklicken usw. Die Anweisung „Klicken“ oder „Doppelklicken“ bedeutet, dass dieser Vorgang mit der linken Maustaste durchzuführen ist. In den Fällen, in denen die rechte Maustaste zu verwenden ist, wird ausdrücklich darauf hingewiesen.

A.4

DIgSILENT-Kontakt und -Support

Wenn Sie weitere Informationen über das Unternehmen DIgSILENT , unsere Produkte und Dienstlei- stungen wünschen, besuchen Sie bitte unsere Webseite oder nehmen Sie unter folgender Anschrift Kontakt mit uns auf:

DIgSILENT GmbH

Heinrich-Hertz-Straße 9

72810 Gomaringen / Deutschland

www.digsilent.de

A.4.1

Technischer Kundendienst (Support)

DIgSILENT Experten bieten Benutzern von PowerFactory , die einen gültigen Wartungsvertrag haben, direkte Unterstützung am Telefon oder online über Support-Anfragen, die auf dem Kundenportal gestellt werden können.

oder rufen Sie über

den nachstehenden Link direkt die Registrierungsseite auf. Die Anmeldedaten werden Ihnen unmittel-

bar nach Ihrer Registrierung per E-Mail zugesandt.

Um sich für das Online-Portal zu registrieren, wählen Sie Hilfe

Um sich auf dem Portal anzumelden, geben Sie Ihre E-Mail-Adresse (oder Ihren Anmeldenamen) und das Ihnen übermittelte Passwort ein. Wenn Sie eine neue Support-Anfrage stellen, geben Sie bitte

die Versions- und die Build-Nummer Ihrer PowerFactory - Version in Ihrer Anfrage an. Sie finden diese

Informationen unter dem Menüpunkt Hilfe Über

im Hauptmenü. Ihre Anfrage lässt

sich gegebenenfalls leichter beantworten, wenn Sie auf Ihr Problem bezogene *.dz- oder *.pfd-Dateien beifügen. Das Kundenportal ist in Abb. 2.1 gezeigt.

Telefon: +49-(0)7072-9168-50 (Deutsch) +49-(0)7072-9168-51 (Englisch)

Portal-Anmeldung und Registrierung: http://www.digsilent.de/index.php/support.html

A.4. DIGSILENT-KONTAKT UND -SUPPORT

A.4. DIGSILENT-KONTAKT UND -SUPPORT Abbildung A.4.1: DIgSILENT-Kundenportal A.4.2 Allgemeine Informationen Wenn Sie

Abbildung A.4.1: DIgSILENT-Kundenportal

A.4.2

Allgemeine Informationen

Wenn Sie allgemeine Informationen über DIgSILENT oder Ihre PowerFactory -Lizenz benötigen, kon- taktieren Sie uns bitte unter:

Phone: +49-(0)7072-9168-0

Fax: +49-(0)7072-9168-88

E-mail: mail@digsilent.de

KAPITEL A. EINFÜHRUNG IN DAS TUTORIAL

Kapitel B

Programmübersicht

TDas Berechnungsprogramm PowerFactory von DIgSILENT ist ein rechnergestütztes Planungs- und Entwicklungswerkzeug zur Analyse von Übertragungsnetzen, Verteilnetzen und industriellen Energie- versorgungssystemen. Es wurde als ein integriertes, interaktives Software-Paket mit einem reichhalti- gen Funktionsumfang entwickelt, das zur Analyse von elektrischen Energieversorgungssystemen und deren Steuerungs- und Regelungsprozessen dient, um allen Anforderungen in den Bereichen Planung und Betriebsoptimierung gerecht zu werden.

Der Name „DIgSILENT “ steht für „DIgital SImuLation and Electrical NeTworks calculation program“. DIgSILENT Version 7 war die weltweit erste Netzberechnungssoftware, die über eine integrierte gra- fische Benutzeroberfläche mit Netzdiagramm verfügt hat. Dieses interaktive Netzdiagramm enthielt Zeichnungs- und Bearbeitungs- sowie alle wichtigen Funktionen für statische und dynamische Berech- nungen.

Das Programmpaket PowerFactory wurde von qualifizierten Ingenieuren und Programmierern entwickelt, die sowohl auf dem Gebiet der Netzberechnung als auch auf dem Gebiet der Programmierung über eine langjährige Erfahrung verfügen. Die Genauigkeit und die Zuverlässigkeit der mit diesem Programmpa- ket erzielten Ergebnisse konnte in einer Vielzahl von Implementierungen bei Unternehmen bestätigt werden, die Energieversorgungssysteme planen oder betreiben (siehe Referenzliste).

Um den heutigen Anforderungen an die Analyse von Energieversorgungssystemen gerecht zu werden, wurde die Berechnungssoftware DIgSILENT PowerFactory als ein integriertes Planungs- und Entwick- lungswerkzeug konzipiert, das sich nicht aus verschiedenen Software-Modulen zusammensetzt, son- dern von überall schnellen und bequemen Zugriff auf alle verfügbaren Funktionen bietet. Das Programm stellt folgende Hauptfunktionen und - einrichtungen bereit:

1. Kernfunktionen des Programms PowerFactory . Definieren, Modifizieren und Verwalten von Be- rechnungsfällen; Bereitstellen von wichtigen numerischen Routinen; Ausgabe- und Dokumentati- onsfunktionen

2. Bearbeiten von integrierten interaktiven Netzgrafiken und Berechnungsfällen

3. Datenbank für Elemente des Energieversorgungssystems und Basisfälle

4. Integrierte Berechnungsfunktionen (z.B. zur Berechnung von Leitungs- und Maschinenparame- tern auf der Grundlage von geometrischen Daten oder auf dem Typenschild befindlichen Informa- tionen)

5. Konfiguration des Energieversorgungsnetzes mit interaktivem oder Online-Zugang zum SCADA- System

6. Generische Schnittstelle für rechnergestützte Abbildungs - (Mapping-) Systeme

KAPITEL B. PROGRAMMÜBERSICHT

Durch die Verwendung einer einzigen Datenbank, die die notwendigen Daten für alle in einem Ener- gieversorgungssystem befindlichen Geräte und Betriebsmittel enthält (z.B. Leitungsdaten, Generator- daten, Schutzdaten, Reglerdaten, Daten von Harmonischen), kann PowerFactory beliebige oder alle verfügbaren Funktionen innerhalb derselben Programmumgebung problemlos ausführen. Zu diesen Funktionen gehören unter anderem Lastfluss-, Kurzschluss- und Stabilitätsberechnungen, die Analyse von Oberschwingungen sowie die Schutzkoordination und die Modalanalyse.

B.1

Datenbankverwaltung und Datensicherung

Die Datenbank von PowerFactory hat sich als eine äußerst stabile Datenbank erwiesen. Dennoch kann es wie bei allen elektronischen Datenbanken aufgrund von externen oder internen Ursachen zu einer Beschädigung oder Verfälschung der Daten kommen. Externe Ursachen sind beispielsweise Stromausfälle, die zu einem plötzlichen Abschalten des Systems führen, ein Schaden der Festplatte, Computerviren oder das unbeabsichtigte Löschen von Dateien. Um einen Datenverlust zu vermeiden, sollten Sie folgende Anweisungen befolgen:

• Sichern Sie in regelmäßigen Abständen das Datenbankverzeichnis von allen DIgSILENT Power-

Factory -Installationen. Eine täglich automatisch durchgeführte Datensicherung wird empfohlen.

kann der Arbeitsbereich ent-

Über Werkzeuge ArbeitsbereichArbeitsbereich

sprechend exportiert werden. Das Paket wird im .zip-Format gespeichert.

• Speichern Sie regelmäßig alle Projekte, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Projektord- ner im Datenbank-Verzeichnisbaum klicken und die Option Daten exportieren wählen. Sie werden aufgefordert, einen Dateinamen einzugeben.

Hinweis: Wenn Sie ein Projekt exportieren, werden nur die in diesem Projekt und allen sei- nen Unterordnern enthaltenen Daten gespeichert. Falls die exportierten Objekte Daten (z.B. Energieversorgungssystem - Typen wie Leitungs- oder Transformatortypen) verwenden, die an einem anderen Ort abgelegt sind, werden diese Daten nicht gespeichert. Stellen Sie also sicher, dass die Energieversorgungssystem - Typen und alle anderen referenzierten Daten ebenfalls exportiert werden. Es wird empfohlen, die Anzahl der Bibliotheken für Objekte, die nicht zum Projekt gehören, auf eine oder zwei zu begrenzen und diese ebenfalls regelmäßig zu exportieren.

• Durch Anklicken des Symbols in der Symbolleiste des Datenmanagers können exportierte Pro- jekte wieder in den Verzeichnisbaum der Datenbank importiert werden. Sie werden aufgefordert, einen Namen für die exportierte Datei (*.pfd oder *.dz) einzugeben.

• Legen Sie unbedingt regelmäßig Sicherungskopien von allen exportierten Daten und auch von der PowerFactory -Datenbank an.

• Sollte dennoch einmal die Situation eintreten, dass der Inhalt Ihrer Datenbank beschädigt ist und keine Sicherungskopien vorhanden sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Nicht alle Daten sind in diesem Fall zwangsläufig verloren, und wir werden uns um Wiederherstellung bemühen.

verloren, und wir werden uns um Wiederherstellung bemühen. B.2 Für Anfänger und Experten konzipiert Die Software

B.2

Für Anfänger und Experten konzipiert

Die Software DIgSILENT PowerFactory wurde ursprünglich als Komplettpaket für Anwender entwickelt, die über die normalen Standardfunktionen hinaus Funktionen für anspruchsvolle Aufgaben fordern. Folglich gibt es keine speziellen Light-Versionen, d.h. abgespeckte Versionen mit eingeschränktem Funktionsumfang. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Programm PowerFactory für den weniger an- spruchsvollen Anwender zu kompliziert wäre. Das Programm erweist sich auch gegenüber dem Normal- benutzer als benutzerfreundlich. Studierende oder Berufsanfänger, die sich mit Energieversorgungssy- stemen beschäftigen, können Lastfluss- und Kurzschlussberechnungen problemlos und schnell durch- führen, ohne gleich die mathematischen Feinheiten der Berechnungen beherrschen zu müssen. Mit

B.2. FÜR ANFÄNGER UND EXPERTEN KONZIPIERT

dem PowerFactory -Tutorial erwirbt der Benutzer in erster Linie Kenntnisse über die Modellierung und Analyse von Energieversorgungssysteme. Grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit dem PC werden vorausgesetzt.

Zum Lieferumfang des Programms gehören alle Komponenten und Algorithmen, die zur Durchführung komplexer Aufgaben notwendig sind. Der vom Benutzer erworbene Funktionsumfang wird in einer Matrix konfiguriert, in der die lizenzierten Berechnungsfunktionen zusammen mit der maximalen An- zahl von Knoten als Koordinaten angegeben sind. Überdies sind für einige der Funktionen Optionen verfügbar, mit denen die Software entsprechend den Erfordernissen des Benutzers konfiguriert und auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Nicht jede Lizenzversion des Programms PowerFactory beinhaltet folglich die gesamte in diesem Hand- buch beschriebene Funktionalität, sondern nur die tatsächlich benötigten Funktionen, was den Einstieg in das Programm erleichtert. Bei Bedarf kann die Lizenzversion dann um weitere Funktionen ergänzt werden. In diesem Fall braucht sich der Benutzer nicht mit einer ganz neuen Schnittstelle vertraut zu machen, um die neuen Funktionen nutzen zu können; vielmehr verwendet er lediglich neue Befehle in derselben Umgebung. Außerdem werden die ursprünglichen Netzdaten verwendet, und nur von der neuen Berechnungsfunktion gegebenenfalls benötigte Daten müssen zusätzlich eingegeben werden.

KAPITEL B. PROGRAMMÜBERSICHT

Kapitel C

Übung 1: Das Tutorial-Projekt anlegen

Der erste Schritt bei der Konzeptionierung eines neues Energieversorgungssystems (einschließlich des Energieversorgungssystems im Tutorial) besteht im Anlegen eines Projekts. Ein Projekt gibt die grund- legende Struktur vor, innerhalb der Definitionen eines Energieversorgungssystems zusammen mit den Entwurfsphasen und Netzdiagrammen, Typbibliotheken, Berechnungsvarianten, Berechungsbefehlen usw. festgelegt und gespeichert werden.

In diesem Kapitel wird beschrieben, wie ein neues Projekt angelegt wird, und die meisten seiner Funk- tionen werden erläutert. Neuen Benutzern wird empfohlen, zuerst die Einführung (Kapitel B: Programm- übersicht) in das Programm PowerFactory zu lesen, bevor sie mit dem Tutorial beginnen. Der Benutzer wird dabei mit der in PowerFactory verwendeten Terminologie sowie Konzepten vertraut gemacht, deren Kenntnis notwendig ist, um den verbleibenden Teil dieses Dokuments leichter verstehen zu können.

Der Tutorial-Manager ist eine spezielle von PowerFactory bereitgestellte Funktion, dessen Aufgabe dar- in besteht, den Benutzer durch dieses Tutorial zu führen. Er installiert für jede Übung das erforderliche Projekt. Bei der ersten Übung können Sie den Tutorial-Manager noch nicht verwenden, da das erste Projekt von Ihnen selbst angelegt werden muss.

C.1

PowerFactory starten

Beim Start von PowerFactory wird automatisch ein Benutzerkonto erzeugt, welches als Benutzernamen Ihren Windows Benutzernamen verwendet.

Die Tutorial-Projekte werden direkt im sogenannten Benutzer-Ordner abgelegt (der Benutzer -Ordner trägt den Benutzernamen, der im Dialogfenster ’Anmelden’ eingegeben wurde). Der Benutzer -Ordner ist der Ordner, der entweder vom Administrator für Sie angelegt worden ist oder den Sie selbst angelegt haben, wie vorstehend beschrieben wurde. Der aktive Benutzer -Ordner wird im Datenmanager mit einem kleinen blauen Bildschirmsymbol gekennzeichnet (der Datenmanager wird in Übung E: Der Datenmanager erklärt). Abb. C.1.1 zeigt ein Beispiel, in dem der Benutzer den Namen „Tutorial“ hat.

KAPITEL C. ÜBUNG 1: DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN

KAPITEL C. ÜBUNG 1: DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN Abbildung C.1.1: Beispiel für einen aktiven Benutzerordner C.2 Das

Abbildung C.1.1: Beispiel für einen aktiven Benutzerordner

C.2

Das Tutorial-Projekt anlegen

So legen Sie ein neues Projekt in Ihrem Benutzer -Ordner an:

• Öffnen Sie das Menü Datei in der Hauptmenüleiste.

• Wählen Sie die Option Neu.

• Wählen Sie

, wie in Abb. C.2.1 gezeigt ist.

Neu . • Wählen Sie , wie in Abb. C.2.1 gezeigt ist. Abbildung C.2.1: Ein neues

Abbildung C.2.1: Ein neues Projekt aus dem Datei-Menü anlegen

• Der in Abb. C.2.2 dargestellte Dialog wird angezeigt. Wie die meisten anderen Dialoge in diesem Tutorial wird auch dieser Dialog so angezeigt, wie er nach erfolgter Bearbeitung aussehen soll.

C.2. DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN

C.2. DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN Abbildung C.2.2: Der Projektdialog (IntPrj) • Geben Sie als Projektnamen

Abbildung C.2.2: Der Projektdialog (IntPrj)

• Geben Sie als Projektnamen „Tutorial-Übung 1“ ein.

• Bestätigen Sie mit OK.

Durch das Anlegen eines neuen Projekts werden das gerade aktive Projekt (sofern vorhanden) deakti- viert und alle zugehörigen Grafikfenster geschlossen.

Ein Projekt benötigt mindestens einen Netzordner, in dem ein Energieversorgungs-(Teil)- System defi- niert wird. Deshalb wird automatisch ein Netzordner angelegt und sein Bearbeitungsdialog erscheint, wie in Abb. C.2.3 gezeigt ist.

KAPITEL C. ÜBUNG 1: DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN

KAPITEL C. ÜBUNG 1: DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN Abbildung C.2.3: Der Netz-Bearbeitungsdialog • Geben Sie „Part 1“

Abbildung C.2.3: Der Netz-Bearbeitungsdialog

• Geben Sie „Part 1“ als Namen für das Netz ein

• Wählen Sie für die Frequenz 50 Hz. Das System des PowerFactory -Tutorials ist für 50 Hz ausge- legt.

• Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Schaltfläche OK.

Das Feld Besitzer ist optional und dient normalerweise zur Eingabe eines Projekt- oder Firmennamens. Auch ein anderer geeigneter Name kann eingegeben werden. Zwar wurde in Abb. C.2.3 DIgSILENT Tutorial“ eingegeben, doch wird in diesem Tutorial im Feld Besitzer kein Name eingetragen.

Im Hintergrund wird für das Projekt das neue Netz „Part 1“ zusammen mit einem Ordner ’Berech- nungsfall’ angelegt, mittels dem das Netz aktiviert und Berechnungen durchgeführt werden. Dieser Berechnungsfall erhält einen Standardnamen (in diesem Fall „Berechnungsfall“).

Das neu angelegte Projekt und der Berechnungsfall werden automatisch aktiviert, und eine leere Netz- grafik wird angezeigt. Der Arbeitsbereich von PowerFactory sollte nun wie in Abb. C.2.4 dargestellt aussehen. In dieser Abbildung sind folgende Teile des Arbeitsbereichs zu sehen:

1. Die Hauptmenüleiste als die erste Zeile des Fensters.

2. Die Hauptsymbolleiste unmittelbar darunter. Sie enthält ein Listenfeld, das alle verfügbaren Be- rechnungsfälle anzeigt. Wenn man in dieser Liste einen anderen Berechnungsfall auswählt, erfolgt ein Wechsel zu diesem Berechnungsfall. Wenn aus Platzgründen nicht alle Schaltflächen im Fen- sterbereich angezeigt werden können, wird diese Symbolleiste mit kleinen Pfeil-nach-oben- und Pfeil-nach-unten-Schaltflächen dargestellt, über die sich die restlichen Schaltflächen anzeigen lassen.

3. Die lokale Symbolleiste des Grafikfensters - gleich unterhalb der Hauptsymbolleiste - mit ihren Schaltflächen. Diese Symbolleiste wird ebenfalls mit Pfeilschaltflächen angezeigt, über die wei- tere Schaltflächen sichtbar gemacht werden können, wenn das Fenster für die Anzeige aller Schaltflächen zu klein ist. Die in dieser Symbolleiste verfügbaren Symbole hängen vom Inhalt des angezeigten Fensters ab. In diesem Fall ist es das Grafikfenster mit dem Netzdiagramm.

C.3. DEN BERECHNUNGSFALL UMBENENNEN

4. Das leere Fenster mit Netzgrafik und Zeichenraster, wobei die Koordinaten der Grafikelemente mittels Fangfunktion abgegriffen werden können, wenn diese Option aktiviert ist.

5. Die Projektübersicht. Es zeigt eine Übersicht des Projekts und erleichtert dem Anwender den Zustand des Projekts zu sehen und erlaubt einen schnellen Zugriff auf die Projektdaten.

6. Die Zeichnungssymbolleiste, die sich im angedockten Zustand rechts vom Grafikfenster befindet.

7. Das Ausgabefenster, welches das weiße Fenster unterhalb des Grafikfensters ist. Im Ausgabe- fenster werden Textnachrichten und Textberichte sowie aktive Verknüpfungen (Links) angezeigt, um Fehler im Datenmodell aufzuspüren und zu beseitigen.

8. Die Statusleiste (unterhalb des Nachrichten-Ausgabefensters) für Rückmeldungen über den ak- tuellen Status von PowerFactory . Die Statusleiste gibt beispielsweise die Position des Cursors im Grafikfenster oder aber im Ausgabefenster an. Sie zeigt auch den Namen des gerade aktiven Projekts an.

9. Das Navigationsfenster. Es zeigt dem Nutzer eine Übersicht über die gesamte Netzgrafik in einem kleinen Fenster.

über die gesamte Netzgrafik in einem kleinen Fenster. Abbildung C.2.4: Der Arbeitsbereich nach dem Anlegen eines

Abbildung C.2.4: Der Arbeitsbereich nach dem Anlegen eines neuen Projekts

C.3

Den Berechnungsfall umbenennen

Obwohl das angelegte Projekt unverändert benutzt werden kann, wird der Name des neuen Berech- nungsfalls normalerweise in einen etwas aussagekräftigeren Namen als „Berechnungsfall“ geändert.

• Wählen Sie die Option Bearbeiten Projektdaten

im Hauptmenü.

KAPITEL C. ÜBUNG 1: DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN

Abb. C.3.1 zeigt den Bearbeitungsdialog des Berechnungsfalls.

C.3.1 zeigt den Bearbeitungsdialog des Berechnungsfalls. Abbildung C.3.1: Der Bearbeitungsdialog des Berechnungsfalls

Abbildung C.3.1: Der Bearbeitungsdialog des Berechnungsfalls

• Ändern Sie den Namen in „Fall 1“.

• Klicken Sie auf die Schaltfläche mit den drei Punkten (

), um den Zeitpunkt des Berechnungs-

falls zu ändern. Ein Fenster „Setze Datum/Uhrzeit im Berechnungsfall“ wird angezeigt, wie in Abb.

C.3.2 dargestellt ist.

wird angezeigt, wie in Abb. C.3.2 dargestellt ist. 16 DIgSILENT PowerFactory 15, Tutorial Technischer

C.4. DAS PROGRAMM DIGSILENT POWERFACTORY SCHLIESSEN UND NEU STARTEN

PROGRAMM DIGSILENT POWERFACTORY SCHLIESSEN UND NEU STARTEN Abbildung C.3.2: Datum und Uhrzeit im Berechnungsfall setzen

Abbildung C.3.2: Datum und Uhrzeit im Berechnungsfall setzen

• Klicken Sie auf die Schaltfläche - > Datum und die Schaltfläche - > Uhrzeit, um das vom Rechner angegebene aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit für den Berechnungsfall zu setzen.

• Bestätigen Sie mit OK. Das Dialogfenster des Berechnungsfalls sollte nun wie in Abb. ?? darge- stellt aussehen.

• Bestätigen Sie mit OK, um die Einstellungen für den Berechnungsfall zu speichern.

Der Name in der Liste der Berechnungsfälle im Projektfenster sollte sich nun auch in „Fall 1“ geändert haben.

C.4

Das Programm DIgSILENT PowerFactory schließen und neu starten

Das Programm PowerFactory verfügt über keine Schaltfläche „Speichern“ für Projekte. Alle an der Systemdatenbank vorgenommenen Änderungen werden sofort in der Datenbank auf Festplatte gespei- chert. Das bedeutet, dass Sie das Programm jederzeit beenden können, ohne Ihre Eingaben speichern zu müssen. Lediglich Betriebsfälle müssen manuell gespeichert werden. Das Konzept der Betriebsfälle ist im Benutzerhandbuch beschrieben, sie sind noch nicht Teil des Tutorials.

Beim Starten der Software wird das zuletzt aktive Projekt nicht automatisch geladen. Die zuletzt ver- wendeten Projekte werden jedoch im Menü Datei aufgeführt. Indem Sie mit der linken Maustaste auf einen dieser Einträge klicken, wird ein zuletzt verwendetes Projekt wieder aktiviert.

Das Tutorial kann folglich jederzeit, ohne weitere Maßnahmen ergreifen zu müssen, unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden, indem einfach das Tutorial-Projekt wieder aktiviert wird.

KAPITEL C. ÜBUNG 1: DAS TUTORIAL-PROJEKT ANLEGEN

Kapitel D

Übung 2: Elemente des Energieversorgungssystems erstellen

Im vorherigen Kapitel wurden ein Netz-Ordner („Part 1“) und ein Berechnungsfall („Case 1“) angelegt. Normalerweise reicht dies aus, um mit dem Arbeiten beginnen zu können. Für dieses Tutorial wurden jedoch einige Ordner zusätzlich angelegt und Einstellungen vorgenommen, die die Arbeitsschritte etwas einfacher gestalten. Zur Installation dieser Extras wurde ein spezieller Befehlsdialog mit der Bezeich- nung „Tutorial-Manager“ vorgesehen (siehe Kapitel A.1). Dieser Tutorial-Manager dient hauptsächlich zur Durchführung der folgenden Schritte:

• Er aktiviert ein Projekt, welches das vordefinierte Energieversorgungssystem des Tutorials ent- hält, sowie die Betriebsmitteltyp-Bibliothek für Sammelschienen, Leitungen, Transformatoren und andere Objekte.

• Er bereitet das Grafikfenster vor und legt ein Hintergrundschema fest, das eine einfachere Posi- tionierung der Elemente der Energieversorgungsnetze des Tutorials ermöglicht.

Um alle für dieses Tutorial vorgeschlagenen Aufgaben durchführen zu können, muss der Benutzer den Tutorial-Manager zu Beginn einer jeden Übung des Tutorials aktivieren. Er installiert das vordefinierte Projekt. Der erste Schritt bei der Erstellung des Energieversorgungssystems im Tutorial besteht daher in der Aktivierung des Tutorial-Managers.

Hinweis: Der Tutorial-Manager löscht nicht alle benutzerdefinierten Experimente oder an dem Tutorial- Projekt vorgenommen Änderungen. Statt das benutzerdefinierte Tutorial-Projekt zu ersetzen, in- stalliert er parallel dazu das entsprechende vordefinierte Tutorial-Projekt. Wenn das Tutorial- Projekt für die Übung bereits vorhanden ist, fügt der Tutorial-Manager dem Namen des neu installierten Projekts eine in Klammern gesetzte Nummer hinzu.

Starten Sie den Tutorial-Manager:

• Öffnen Sie das Menü Hilfe in der Hauptmenüleiste.

• Wählen Sie die Option Tutorial

Daraufhin wird der Tutorial-Manager-Dialog angezeigt.

Um diese Übung des Tutorials durchzuführen, gehen Sie folgendermaßen vor:

KAPITEL D. ÜBUNG 2: ELEMENTE DES ENERGIEVERSORGUNGSSYSTEMS ERSTELLEN

• Wählen Sie die Option Starte Übung 2.

• Bestätigen Sie mit Ausführen.

Starte → Übung 2. • Bestätigen Sie mit Ausführen. Abbildung D.0.1: Der Tutorial-Manager, um mit der

Abbildung D.0.1: Der Tutorial-Manager, um mit der Übung 2 zu beginnen

Der Tutorial-Manager hat einige zusätzliche Funktionen installiert und die Netzgrafik erneut geöffnet. Im Hintergrund ist nun ein graues Netzdiagramm zu sehen. Hierbei handelt es sich lediglich um eine Vorlage, die als Orientierungshilfe bei der Anordnung der eigentlichen Komponenten des Energiever- sorgungssystems dient.

D.1

Die Komponenten des Energieversorgungssystems erstellen

Das Programm PowerFactory ermöglicht die Erstellung von Entwürfen neuer Energieversorgungssy- steme (von Teilen neuer Energieversorgungssysteme), indem alle Komponenten in einer textbasierten Datenbankumgebung (mit der Bezeichnung ’Datenmanager’) erstellt und diese manuell verbunden wer- den, um die Topologie festzulegen. Wesentlich komfortabler ist jedoch die Verwendung der interaktiven Netzgrafiken.

Mit den Netzgrafiken können Komponenten eines neuen Energieversorgungssystems erstellt und in das Topologienetz eingebunden werden. Auf diese Weise werden die Datenbank des Energieversorgungs- systems und dessen Netzgrafik in einem Schritt erstellt.