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Inhaltsübersicht:

Teil A:

Ziehen einen Schlussstrich unter Ihre Vergangenheit

Kapitel 1: Was ist das Selbstwertgefühl? 7

Kapitel 2: Das Paradigma der Perfektion 12

Kapitel 3: Woher unsere Selbstzweifel kommen 15

Kapitel 4: Wie Sie negative innere Monologe in positive verwandeln 17

Kapitel 5: Warum Sie Fakten von Interpretationen unterscheiden sollten 22

Kapitel 6: Gefühlslagen 27

Kapitel 7: Der Teufelskreis 29

Kapitel 8: So verändern Sie Ihre Gefühlslagen und Interpretationen


zum Positiven 31

Kapitel 9: Warum wir an unseren Gefühlslagen festhalten 33

Kapitel 10: Der Preis für eine mangelnde Selbstachtung 34

Kapitel 11: Lebensbewältigungsstrategien 38

Kapitel 12: Fallbeispiele 40

Kapitel 13: Interpretieren Sie das Erlebte um 53

Kapitel 14: Wachsamkeit im Alltag 61

Kapitel 15: Vorbei ist vorbei! 63

Kapitel 16: Die Macht des Verzeihens 65

Kapitel 17: Die Bedeutung der Dankbarkeit für das Selbstwertgefühl 68

Ein Klick auf die Seitenzahl bringt Sie zum jeweiligen Kapitel!


Ja, ich kann


Teil B:

Analysieren Sie Ihre Gegenwart

Kapitel 18: Welche Werte haben Sie? 71

Kapitel 19: Die Vergangenheit endgültig abschließen 75

Kapitel 20: Schwächen und Stärken bewerten 78

Kapitel 21: Aufbauprogramm für Ihr Unterbewusstsein 80

Kapitel 22: So gehen Sie mit Schwächen um 81

Teil B:

Gestalten Sie Ihre Zukunft!

Kapitel 23: Führen Sie ein Journal! 84

Kapitel 24: Erstellen Sie eine Lebensvision! 85

Kapitel 25: Was ist der Sinn Ihres Lebens? 89

Kapitel 26: Zielsetzung und Maßnahmen für Ihr Leben 91

Kapitel 27: Kleine Schritte - aber regelmäßig! 97

Kapitel 28: Übernehmen Sie Selbstverantwortung! 100

Kapitel 29: Verhelfen Sie anderen zu einem gesunden


Selbstwertgefühl! 102

Kapitel 30: Zwölf Schritte zu einem gesunden Selbstbewusstsein 104

Anhang 1: Formel zum Aufbau des Selbstwertgefühls


laut Dr. Napoleon Hill 106

Anhang 2: Buchauszug „Die Kraft positiven Denkens“


von Dr. Normal Vincent Peale 108

selbstbewusster sein
Teil A:

Ziehen Sie einen


Schlussstrich
unter Ihre
Vergangenheit!

Ja, ich kann


1. Was ist das Selbstwertgefühl?

Eine im Internet zu findende Definition für das Selbstwertgefühl


lautet:

“Unter Selbstwert (auch: Eigenwert, Selbstwertgefühl, All diese


Selbstvertrauen, Selbstachtung, Selbstkonzept) versteht Begriffe
man in der Psychologie den Eindruck oder die Bewertung, werden
die man von sich selbst hat. in diesem
E-Book als
Das kann sich auf die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des gleichwertige
Menschen, seine Erinnerungen an die Vergangenheit und Synonyme
das Ich-Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen...” verwendet.

Ein intaktes Selbstwertgefühl ist zweifelsohne eine der wichtigsten


Voraussetzungen für ein kompetentes, erfülltes und erfolgreiches
Leben.

Es ist ebenfalls eine Voraussetzung, um sich in andere


Mitmenschen einfühlen zu können und nicht beim kleinsten Anlaß
wie ein aufbrausendes HB-Männchen zu reagieren.

Menschen mit einem positiven Selbstwertgefühl haben eine


größere Chance, sich Ihre Wünsche zu erfüllen und haben eine
klarere Vorstellung von dem, was sie im Leben erreichen wollen.

Solche Menschen glauben an sich und an ihre Ziele und machen


sich nicht so leicht zu Sklaven oder Opfer der Umstände; sie
wissen, dass Schwierigkeiten unvermeidlich sind und geben bei
Problemen oder Kritik nicht gleich auf.

Menschen mit einem hohen Selbstwertgefühl folgen - unabhängig


von der eventuellen Religionszugehörigkeit - sogar einen
christlichen Gebot:

“Liebe dich selbst (eben)so wie deinen Nächsten!”

Diese Menschen leben die Selbst- und Nächstenliebe.

Auf der anderen Seite neigen andere, denen es nachhaltig


an einem gesunden Selbstwertgefühl mangelt, zu kriminellen
Handlungen, sind anfälliger für Abhängigkeiten und Süchte, haben
keine oder wenig Selbstbeherrschung, werden ausfallend oder
schmollen, wenn sich die Dinge nicht so entwickeln, wie sie es sich
vorgestellt haben.

Ein gesundes Selbstwertgefühl ist keinesfall gleichzusetzen mit


Eitelkeit oder Eingebildetsein!

Im Gegenteil:

Wer sich arrogant oder besserwisserisch gibt, wer andere häufig


unterbricht oder gar aggressiv reagiert, zeigt gerade dadurch,
dass er/sie in diesem Bereich ein starkes Defizit hat.


selbstbewusster sein
Es hat auch nicht zwangsläufig etwas mit der äußeren
Erscheinung zu tun.

Schlagen Sie ein beliebige Frauenzeitschrift auf.


Es dürfte Ihnen nicht schwer fallen, ein Interview mit einer
attraktiven Schauspielerin oder Sängerin zu finden, in dem diese
Dame gesteht, dass sie sich in Wirklichkeit sehr unsicher fühlt.

Bei einem gesunden Selbstwertgefühl geht es um etwas Inneres.


So wie der Fisch zwar im Wasser schwimmt, aber es nicht sieht,
und der Vogel durch die Luft fliegt und auch diese nicht sieht,
sehen wir Menschen diese inneren Eigenschaften nicht.

Doch das Unsichtbare ist wichtiger als das Sichtbare!

Menschen mit einem intakten Selbstwertgefühl sind von einer


inneren Zuversicht getragen; sie handeln mit Bestimmtheit, oder,
wie es Wallace Wattles in seinem Büchlein “Die Wissenschaft des
Reichwerdens” ausdrückt, auf eine “auf Gewissheit beruhenden
Art und Weise”.

Diese Menschen respektieren sich und andere!

Das Wesen Mensch ist von Natur aus „eine Wucht“:


Der Mensch kann Hindernisse überwinden, Glück erreichen, einen
wertvollen Beitrag leisten, vorausplanen und nicht zuletzt etwas
erschaffen.

Über sein Unterbewusstsein hat er Anteil am großen All-


bewusstsein, an dieser schöpferischen Energie, die uns alle
umgibt und durchdringt.

Doch allzu oft verlieren wir diese Dinge aus den Augen.
Die meisten Menschen haben sich darüber vermutlich auch noch
nie Gedanken gemacht und gehen durch ihr ganzes Leben, ohne
dieses Zusammenhänge jemals zu erkennen.

Im Laufe unseres Lebens machen wir eine Vielzahl von


Erfahrungen, die unser Selbstwertgefühl entweder aufbessern
oder schwächen können. Dies kann ganz schnell gehen: Es reicht
bereits, dass wir uns unzulänglich fühlen.
Wir sehen uns als andersartig oder nicht dazugehörig und
meinen, dass irgend etwas mit uns nicht stimmen müsse.

Damit haben wir den Keim für eine sich selbst erfüllende
Prophezeiung gelegt: Unser Leben wird sind nach unseren
Erwartungen entwickeln.

Diese Erwartungen haben unmittelbar damit zu tun, wie wir uns


selbst sehen. Wir halten uns entweder für würdige Empfänger der
guten Dinge, die das Leben zu bieten hat, oder wir sehen uns als
Opfer und unwürdig.

Damit vermindern wir unsere Chancen, Erfolg und Wohlstand zu


erreichen, jedoch drastisch!

Ja, ich kann


Solange wir uns so verhalten, als fehlten uns die Voraussetzungen
für eine erfüllte Partnerschaft, finanziellen Wohlstand oder ein
erfülltes Leben, ziehen wir genau das an, was uns vermeintlich
fehlt.

Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit konzentrieren, wird


größer!

Unsere Selbstachtung bekommt dann einen weiteren Dämpfer und


wir sind immer weniger im Stande, in unserem Leben selbst Regie
zu führen.

Als nächstes gesellt sich die Resignation hinzu und setzt zum
letzten Würgegriff an.

Da wir uns das nicht zutrauen, was wir in Wirklichkeit gerne hätten
oder uns für unwürdig halten, ist das Ergebnis ein Dasein, das im
Einklang mit unseren Erwartungen abläuft. Dieser Teufelskreis
verstärkt unser Gefühl der Unzulänglichkeit noch mehr.

Je tiefer das Selbstwertgefühl absinkt, umso unwahrscheinlicher


wird es, dass wir ein Verhalten an den Tag legen, das positive
Ergebnisse bringt.

Eine Zeitlang nach der Geburt ist das Leben der meisten
Menschen durchaus gut. Immerhin sorgen Eltern für unsere
Grundbedürfnisse, geben uns Nahrung, Liebe und Geborgenheit.

Irgendwann vor der Pubertät lernen wir aber, unsere Identität mit
einem Wert zu koppeln. Wir schelten uns selbst aus, wenn etwas
schiefgegangen ist oder stecken zurück, wenn jemand eine bissige
Bemerkung macht. Offenbar sind wir also nicht genug, meinen wir.

Dieses Trauma - oder auch eine Reihe derer - kann sich


unterschiedlich stark bemerkbar machen. Es gibt Menschen,
die sexuell oder körperlich missbraucht wurden, andere wurden
vernachlässigt, terrorisiert oder geschlagen. In leichteren Fällen
handelt es sich vielleicht nur um einfache Missverständnisse.

In jedem Fall geschieht etwas, das dem Kind oder Heran-


wachsenden vermittelt, dass er/sie nicht liebenswert genug
ist. Einem Außenstehenden kann der Auslöser völlig harmlos
erscheinen, aber sobald das scheinbar harmlose Ereignis, zum
Beispiel das Ausschelten eines Kindes, den inneren Frieden und
die Identität dieses Kindes durcheinanderbringt, ist der Schaden
bereits angerichtet.

Das Kind (in diesem Beispiel) fängt dann an, sich mit anderen zu
vergleichen und schneidet bei diesem Vergleich schlecht ab.
Dieses negative Selbstbild beeinträchtigt den Umgang mit
anderen. Da es sich selbst für nicht vollwertig erachtet, geht es mit
anderen Kindern und Erwachsenen auch anders um.

Dies verstärkt das Gefühl der Unwürdigkeit noch mehr.


Schließlich hat das Kind jetzt ja den „Beweis“, dass es „geschnitten“
wird.
Wieder einmal hat sich die selbst erfüllende Prophezeiung 
bewahrheitet.
selbstbewusster sein
Jetzt ist in dem Kind die Fehlvorstellung bereits fest verankert,
dass es Liebe, Wohlwollen und Glück nicht verdient hat.

Diese Selbstverurteilung bringt viel Leid über den betreffenden


Menschen. Von Natur aus sucht der Mensch Freude (die
Psychologen sagen „Lust“) und vermeidet alles Unangenehme
(„Unlust“). Unser Beispielmensch passt sich deshalb in seinem
Verhalten an, um weitere Ablehnungen zu vermeiden. Er geht
eventuell schmerzvollen Erfahrungen (zum Beispiel Beziehungen)
aus dem Wege und wird risikoscheu.

Er steckt immer mehr zurück, hängt seine Träume an den Nagel


und findet sich mit einem mittelmäßigen Dasein ab.

Ein Verlust des Selbstwertgefühls kann sich in allen Lebens-


bereichen oder auch nur unter bestimmten Umständen oder in
bestimmten Situationen bemerkbar machen.
Falls Sie sich zum Beispiel nur in bestimmten Bereichen (aufgrund
Ihres äußeren Erscheinungsbilds, in geschäftlichen Dingen oder
bei politischen Diskussionen ....) für unzulänglich halten, ist nicht
Ihr gesamtes Leben davon betroffen.

Vielleicht sind Sie körperlich sehr fit und haben eine hervor-
ragende Konstitution, tun sich aber schwer, sich mit anderen
Leuten einfach nur zu unterhalten und meiden deshalb
Partys, Geburtstagsfeiern oder dergleichen. Diese Art des
eingeschränkten Selbstbewusstseins ist leichter zu beheben als
eine, die sich generell auf alle Lebensbereiche auswirkt.

Wir alle haben unsere Stärken und Schwächen (eingehender


in den Folge-Mails zum E-Book „Wenn ich könnte wie ich wollte“
dargestellt) und fühlen uns in manchen Bereich sicher im Sattel,
in anderen wieder wie völlig deplaziert. Viel schlimmer ist ein
generelles Gefühl der Unzulänglichkeit.

Dieses sich generell auf das Leben beziehende Gefühl der


Unwürdigkeit und Unzulänglichkeit kann sich sehr rasch zu einer
selbst erfüllenden Prophezeiung auswachsen.

Wir vergleichen uns mit unseren Mitmenschen und stellen


dabei immer wieder fest, dass wir bei diesen Vergleich schlecht
wegkommen. Da wir uns selbst für minderwertig halten, machen
wir uns sofort Selbstvorwürfe, wenn etwas daneben geht.

Wir bemühen uns zwar immer verbissener um Perfektion, können


das Gefühl aber nicht loskriegen, dass wir auf verlorenem Posten
kämpfen. Wir sehen uns selbst als „doof“, „hässlich“, „tollpatschig“,
„hoffnungslos“ oder sagen, dass wir „zwei linke Hände“ hätten.

Beim kleinsten Missgeschick, das uns passiert, machen wir aus


einer Mücke einen Elefanten und unsere verzerrte Wahrnehmung
bringt uns dazu, unsere Fähigkeiten und guten Seiten völlig zu
übersehen. Und natürlich glauben wir auch, dass alle anderen
ebenfalls nur unsere Unbeholfenheit und Unzulänglichkeit sähen.

10

Ja, ich kann


Jemand lässt eine harmlose Bemerkung fällen oder rennt grußlos
an uns vorbei, weil er/sie uns wirklich nicht gesehen hat, und
sogleich nehmen wir dies persönlich und reagieren sauer.

So kann es nicht ausbleiben, dass uns die anderen als Sonderling


einstufen.

Dies verstärkt unsere Ängste umso mehr. Es schadet unseren


zwischenmenschlichen Beziehungen und entfremdet uns noch
weiter.

Damit scheint für uns bestätigt, was wir „immer schon wussten“:
dass wir einfach nicht genug sind.

Je weiter diese Selbstsabotage fortgeschritten ist, umso


schwieriger wird ein normaler und ungezwungener Umgang für
uns.

Doch es besteht Hoffnung!

Diese negative Abwärtsspirale lässt sich umkehren!

Dazu sollten wir zunächst wissen, worauf dieser Mangel an


Selbstsicherheit zurückzuführen ist. Sie sind ein einmaliger Mensch
und diese Einmaligkeit kann wieder zur Blüte gelangen!

Sie ist Teil Ihres wahren Wesens!

Danach ist es nur eine Frage der Zeit, bis das angeknackste
Selbstbewusstsein repariert ist und Sie wieder ein glückliches und
erfülltes Leben führen!

Wir wollen uns deshalb zunächst ansehen, auf welche Weise wir
unser Selbstbewusstein einbüßen. Danach werden wir behandeln,
wie wir es wieder erlangen.

Dabei führt uns unser Weg in die schmerzvolle Vergangenheit.


Es ist wichtig, diese bewusst zur Kenntnis zu nehmen - und dann
ein für allemal hinter sich zu lassen!

Negative innere Monologe müssen in positive verwandelt werden;


danach können Sie bewusst eine Zukunft planen, die mit dem
Menschen in Einklang steht, der Sie sich zu sein vorgenommen
haben und auf den Sie stolz sein können!

Es ist keinesfall unabdingbar, dass Sie leiden müssen! Indem Sie die
Verantwortung für Ihr Leben übernehmen und zu Ihrer Einmaligkeit
stehen, sind Sie nicht mehr hilflos den Umständen ausgeliefert. Ihr
Selbstbewusstsein wird von Tag zu Tag wachsen und Sie werden
Ihrem Leben immer mehr Ihren eigenen Stempel aufdrücken.

Dieses E-Book enthält auch eine Reihe von


Übungen. Lesen Sie bitte nicht einfach darüber
hinweg!
Es liegt in Ihrer Macht, Ihren Lebensweg selbst zu
gestalten und Ihr Selbstwertgefühl nachhaltig zu
verbessern. Wenden Sie diese Prinzipien deshalb 11
bitte an!
selbstbewusster sein
2. Das Paradigma der Perfektion

Ein Paradigma ist eine Annahme, von der die meisten


Leute stillschweigend ausgehen. Es ist nicht ohne weiteres
auszumachen. Die meisten Leute in einer Gesellschaft gehen
einfach von bestimmten Annahmen aus, welche ihr Denken und
Verhalten beeinflussen.

So dachten die Menschen zum Beispiel zu Zeiten eines Christoph


Columbus, dass die Erde flach sei und die Seeleute wagten sich
deshalb nicht zu weit aufs offene Meer hinaus. Wer will schon
gerne am Ende des Ozeans in einen Abgrund stürzen?

Bevor Columbus bewiesen hatte, dass dies eine irrige Annahme


war, hatte kaum jemand in Zweifel gestellt, dass die Erde eine
Scheibe ist. Danach entstand ein neues Paradigma, nämlich, dass
die Erde eine Kugel ist.

Auch war im Mittelalter allgemein „bekannt“, dass es Hexen gab.


Und man wusste, dass man diese zu verbrennen hatte.

Solche Paradigmen durchziehen die Gesellschaft und sorgen für


bestimmte Glaubensvorstellungen.

Ein modernes Paradigma unserer wesentlichen Welt ist der


Perfektionszwang. Erziehung und Medien vermitteln uns eine
Vorstellung davon, was als „perfekt“ zu gelten hat. Dies betrifft
das Aussehen, die Kleidung, die Denkweise und das Verhalten des
modernen Menschen.

Wir lernen, was akzeptabel ist und was nicht.

Zwar ist das Schönheitsideal nur ein Aspekt dieses Perfektions-


wahns, aber ein Mensch mit einem niedrigen Selbstwertgefühl
fühlt sich rasch als zu klein, zu groß, zu dick oder zu dünn, wenn
er nicht in das gängige Klischee passt. Der Enttäuschung und
Frustration sind damit Tür und Tor geöffnet.

Wie der „perfekte Mann“ auszusehen hat, ist in jeder Fernsehserie


zu sehen: attraktiv, intelligent, stark, großgewachsen, erfolgreich,
gebildet und charmant. Diese Helden sagen immer zum richtigen
Zeitpunkt das Richtige und haben sich voll im Griff.

Und natürlich gibt es auch ein Bild für die „perfekte Frau“. Diese
sollte schön, schlank, sexy und klug sein. Wer Anschauungs-
beispiele hierfür sucht, findet sie zuhauf in YouTube-Videos und
anderswo.

Solchen Vergleichsmaßstäben können wir nur schwerlich aus-


weichen. Sie werden uns von allen Seiten präsentiert.
Einem Menschen mit einem intakten Selbstwertgefühl können
sie wahrscheinlich nichts anhaben, aber wer ohnedies bereits
von einem Selbstwertdefizit geplagt wird, bekommt eine weitere
Kerbe versetzt und es genügt ein Blick in den Spiegel, um sich den
krassen Gegensatz zum Idealbild bildlich vor Augen zu führen.
12

Ja, ich kann