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Bulletin AL332-M1/DE Installationsanleitung Serie PVS Flügelzellen- pumpe Parker Hannifin GmbH Hydraulic Controls

Bulletin AL332-M1/DE

Installationsanleitung Serie PVS

Flügelzellen-

pumpe

Installationsanleitung Serie PVS Flügelzellen- pumpe Parker Hannifin GmbH Hydraulic Controls Division

Parker Hannifin GmbH Hydraulic Controls Division Gutenbergstr. 38 41564 Kaarst, Deutschland Tel.: 02131-513-0

 

Fax: 02131-513-230 www.parker.com

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Installationsanleitung

Flügelzellenpumpen Serie PVS

Hinweis

Die in diesem Katalog oder in Form anderer Informationen durch die Parker Hannifin GmbH, ihre Niederlassungen, Vertriebsbüros oder ihre autorisierten Werksvertretungen gemachten Angaben sind für Anwender mit Sachkennt- nissen bestimmt. Vom Anwender ist eine Überprüfung der über das ausge- wählte Produkt gemachten Angaben auf Eignung für die geforderten Funktio- nen erforderlich. Bedingt durch die unterschiedlichen Aufgaben und Arbeits- abläufe in einem System muß der Anwender prüfen und sicherstellen, daß durch die Eigenschaften des Produkts alle Forderungen hinsichtlich Funktion und Sicherheit des Systems erfüllt werden.

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Parker Hannifin GmbH Hydraulic Controls Division

Installationsanleitung

Flügelzellenpumpe Serie PVS

Aufbau

Die PV-Flügelzellenpumpen werden in drei Baugrö- ßen ausgeführt. Um vielfältigste Kombinationen zu ermöglichen, gibt es zwei Grundausführungen:

Einzelbzw. Hauptpumpe und Anbau- bzw. Zwischen- pumpe.

An Haupt- und Zwischenpumpe lassen sich weitere Pumpen anflanschen. Eine Umrüstung von Einzel- auf Hauptpumpe bzw. von Anbau- auf Zwischen- pumpe kann auch kundenseitig durch Entfernen der Deckelplatte vorgenommen werden. Bei allen Pumpen ist die Antriebswelle für einen Anbau vor- bereitet.

Die wesentlichen Elemente der Flügelzellenpumpe sind: Gehäuse, Rotor mit Flügel (15), Hubring, Druck- und Steuerplatte, Regelkolben, sowie der Regler (Servo-, hydraulischer Förderstrom-/ Druck-, Proportional-, Zweidruck- und Fernsteuerregler).

Funktion

Die frei in den Rotorschlitzen beweglichen Flügel werden durch die Drehbewegung des Rotors radial nach außen bewegt, daß sie an der Innenringfläche des Hubrings anliegen. Zwischen je zwei Flügeln,

Schnittdarstellung

Hubring, Rotor und den axial dichtenden Druck- und Steuerplatten entsteht eine geschlossene Kam- mer, deren Volumen sich stetig über den Dreh- winkel verändert. Im aufgeregelten Zustand för- dert die Pumpe, in dem der Hubring eine zum Rotor exzentrische Lage einnimmt. Dadurch ver- größert sich das abgeschlossene Kammervolumen im Saugbereich stetig, wodurch das Medium an- gesaugt wird. Zwischen Saug- und Druckbereich wird das in der Kammer befindliche Hydraulik- medium komprimiert, wodurch der Kammerdruck ansteigt. Der Druckaufbau in der Kammer wird einerseits durch die Steuergeometrie und ande- rerseits durch die Einstellung der Geräusch- optimierungsschraube beeinflusst. Somit kann eine Anpassung an J . eden gewünschten Betriebs- druck erfolgen. Im Druckbereich wird das Medium aus der jeweiligen Kammer verdrängt, da sich hier das Volumen stetig verkleinert. Erreicht der Systemdruck den am Regler vorgegebenen Wert, wird der Hubring in eine zum Rotor konzentrische Lage bewegt, so daß die Kammervolumina über dem gesamten Drehwinkel nahezu konstant blei- ben. Die Pumpe fördert nur noch so viel, wie zur Aufrechterhaltung des Drucks erforderlich ist.

viel, wie zur Aufrechterhaltung des Drucks erforderlich ist. I-PVS_d.PM6.5MM Hydraulics Home 3 Parker Hannifin

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Installationsanleitung

Flügelzellenpumpen Serie PVS

P V Z Flügelzellen- Regler Kombination Serie Konstr.- pumpe stand verstellbar Hubvolumen Nenndruck
P
V
Z
Flügelzellen-
Regler
Kombination
Serie
Konstr.-
pumpe
stand
verstellbar
Hubvolumen
Nenndruck
Schließung
Code
Funktion
Code
Ausführung
S
Servo-Druckregler
ohne
Standard
Y
Fernsteuerregler
mit DIN Schließung
Zweidruckregler
D
Z
Niederdruck- Hochdruck
für Reglereinstellung
Zweidruckregler
H
Hochdruck- Niederdruck
Förderstromregler
M
(load-sensing)
Code
Ausführung
K
Förderstrom/Druckregler
L
Proportional-Druckregler
C
Standard
Code
Nenndruck
Code
Hubvolumen
08
8.3
cm 3 /U
140
bis 140 bar
BGI
12
12.8
cm 3 /U
16
16, cm 3 /U
BGII
25
24, cm 3 /U
32
31, cm 3 /U
40
40, cm 3 /U
BGIII
50
51.5
cm 3 /U
Code
Kombination
EH
Einzelpumpe/Hauptpumpe
AZ
Anbaupumpe/Zwischenpumpe
BY
Anbaupumpe/Zwischenpumpe
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Installationsanleitung

Flügelzellenpumpe Serie PVS

Kenndaten

Befestigungsart

Flanschbefestigung nach DIN/ISO 3019-2 und VDMA-Richtlinie 24 560

Drehrichtung

Rechtsdrehend mit Blick auf Pumpenwelle. Drehrichtungspfeil beachten

Druckflüssigkeit

Mineralöl ISO VG22 bis 100. Andere Medien auf Anfrage

Viskositätsbereich

22

- 100 mm 2 /s bei Betriebstemperatur; max. 800 mm2/s kurzzeitig beim Anlauf

Temperaturbereich

10

bis + 70°C

Drehzahlbereich

1000 bis 1800 min -1 mit entsprechender Volumenstromänderung

Betriebsdruck

Die Einstellung des Betriebsdruckes wird an der Druckverstellung (Regler) bei ab- geregelter Pumpe vorgenommen

Rechtsdrehung Druckerhöhung

 

Linksdrehung Druckreduzierung

Eingang: Unterdruck 0,2 bar

 

Überdruck

1,0 bar

Ausgang: P max

15 bar

 

P

140 bar

max

Aus Sicherheitsgründen wird bei Auslieferung der Betriebsdruck auf ca. 40 bar eingestellt.

Förderstrom

Bei Auslieferung ist der maximale Förderstrom eingestellt. Durch Rechtsdrehung der Förderstrombegrenzungsschraube ist eine Reduzierung um 1/3 zulässig.

Optimierung des

Die Optimierung wird beim Höchstdruck im Werk vorgenommen. Sollte eine andere

Geräuschverhaltens

Einstellung erforderlich sein, bitte mit dem Werk Rücksprache halten.

Inbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme ist zu kontrollieren, ob die Anlage sauber und sorgfältig montiert ist. Drehrichtung beachten.

Die Pumpe ist selbstsaugend, vorteilhaft ist- jedoch beim Erstanlauf oder längerem Stillstand die Füllung des Pumpengehäuses, über Druck- und Leckölanschluß

Pumpe, wenn möglich, ohne Last anlaufen las- sen, damit für genügend Schmierung gesorgt ist. Nach kurzer Anlaufzeit kann der Druck bis zum Maximalwert entsprechend Angabe auf dem Typenschild eingestellt werden (Rechts- drehung = Druckerhöhung, Linksdrehung = Druckreduzierung). Druck nur im Nullhulb ein- stellen (abgeriegelte Pumpe)!

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Ist die Flüssigkeitstemperatur beim Anlauf um mehr als 20°C höher als die Pumpentemperatur, so ist die Pumpe entweder drucklos oder im Tipp-Betrieb zu betreiben, bis ein Temperatur- ausgleich erfolgt ist.

Stellt sich nicht nach wenigen Sekunden ein Förderstrom ein, ist die Pumpe sofort stillzu- setzen und die Ursache zu suchen (z.B. Füll- höhe zu niedrig, Luft in der Saugleitung).

Wichtig:

Die von Parker Hannifin GmbH gelieferten Pum- pen werden auf ihre Funktion und Leistung geprüft und auf den Maximalförderstrom einge- stellt. Es dürfen keine Änderungen an der Pumpe vorgenommen werden, andernfalls erlischt der Garantieanspruch.

Technische Änderungen vorbehalten.

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Flügelzellenpumpen Serie PVS

Einbauhinweise

Einbaulage

Beliebig, über oder unter dem Ölspiegel. Ausgenommen Regler oben!

Bevorzugte Einbaulage P-Anschluß oben. Bitte Abschnitt Leckölleitung beachten!

Anbaulage des

Der Druckregler kann wahlweise um 90°, gedreht montiert werden. (waagrecht zur

Druckreglers

Rückseite oder vertikal zum Druckanschluß zeigend)

Kupplung

Die Pumpenwelle darf nur über eine längs- und querkraftfreie elastische Kupplung angetrieben werden. Der max. zulässige Achsversatz zwischen Antriebs- und Pumpen- welle beträgt 0,25 mm, der Winkelfehler darf 0,2° nicht überschreiten. Schläge auf die Pumpenwelle vermeiden!

Achtung: Bei Montage der Pumpen muß ein axiales Spiel zwischen den Kupplungs- hälften vorhanden sein. Herstellerangaben beachten.

Saugleitung

Anschluß S: Unter 4511 angeschrägt, möglichst kurz und mit dem Anschraubgewinde entsprechenden Querschnitt versehen. Luftdicht montieren,

Saugölgeschwindigkeit

maximal 0,5 m/s. Es ist sicherzustellen, daß die Saugleitung mindestens 50 mm unterhalb des niedrigst zulässigen Flüssigkeitsspiegels endet, um das Ansaugen von Luft zu vermeiden. Rück- und Leckölleitung so anordnen, daß das Leck- und Rücköl nicht sofort wieder angesaugt werden kann. Schaumbildung im 01 vermeiden. Das Saugöl muß gekühlt und beruhigt der Pumpe zur Verfügung stehen, nur dann kann ein einwandfreier Betrieb garantiert werden.

Druckleitung

Anschluß P:

Auf ausreichende Festigkeit und ausreichenden Querschnitt ach- ten. Die Pumpe sollte stets mit Schlauchleitungen geräuschlich entkoppelt werden.

Leckölleitung

Anschluß L:

So verlegen, daß das Gehäuse der Pumpe stets mit Öl gefüll ist. Der

Rückstaudruck in der Leitung darf 0,5 bar nicht überschreiten. Die Leckölleitung muß auch bei niedrigstem Ölstand unter der Öloberfläche enden. Die Entfernung zum Saugbereich im Ölbehälter sollte möglichst groß sein, mindestens 200 mm.

Filter

Rücklauf- oder Druckfilter entsprechend der geforderten Reinheitsklasse nach NAS 1638. Mindestrückhalterate vom 25 75 bZW. 10 75 zur Erhöhung der Lebensdauer.

Baumaße

Wir bitten um Beachtung, daß sich die Abmaße der Pumpe Konstruktionsstand

PV

Cl gegenüber der Ausführung mit Konstruktionsstand PV

Bl verändert

haben.

Auf Anforderung senden wir Ihnen gerne ein Maßblatt zu.

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