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FAKTEN

85, Derzeit besitzen rund 64 Pro


zent aller deutschen Haushalte
einen schnellen Intemetzugang
per Festnetz, bis zum Jahresende
sollen es 68 Prozent werden.
Ende 2009 entfielen 22,4 Millio-
nen Breitbandanschlüsse auf
DSL, gut 2,3 Millionen auf TV-Ka
bei und nur rund 0,3 Millionen
auf andere Technologien. Zum
Jahreswechsel gab es rund 24
Millionen UMTS-Anschlüsse in
Deutschland - gegenüber dem
Vorjahr bedeutet dies einen An-
stieg um mehr als 50 Prozent.
• Umfragen zufolge geht der-
zeit jeder fünfte Internet-Nutzer
mit mobilen Computern wie
Laptops oder Netbooks ins Netz,
jeder zehnte mit dem Handy.
In Deutschland gibt es nach
Angaben des Bundes für Umwelt
und Naturschutz (BUND) derzeit
rund 260000 große Mobilfunk-
Sendeanlagen und zirka zwei
Millionen kleinere Sendeanla-
gen. Hinzu kommen rund 100
Millionen Mobiltelefone sowie
etwa 50 Millionen häusliche Sen-
der wie W-LAN, schnurlose Tele-
fone und Anlagen zur Oaten- und
Videoübertragung.
Lediglich für fest installierte
Sendeanlagen existierten laut
BUND Grenzwerte entspre-
chend der Bundesimmissions-
11;nen rte._
ii
•nn
FUNKFREQUENZEN
... stehen heute im Blickpunkt.
Bei der Versteigerung neuer
Funkfrequenzen in Mainz, die
seit fast zwei Wochen läuft, ist
die Milliarden-Marke überschrit-
ten. Mit den neuen Frequenzen
soll auch der ländliche Raum
besser fill- schnelle Intemetzu-
gänge erschlossen werden.
Während Experten bereits von
einem neuen intemetzeitafter
sprechen, warnen Umweltschüt-
zer vor den möglichen Folgen
durch wachsenden Elektro-
smog.

ZGOfirOt
Rhein Main Presse
Display reagiert
auf Berührungen
AHRENSBURG (dpa). Drehen
und Betatschen - so könnte
das Motto zu einem neuen
Notebook von Acer lauten:
Das Aspire 1825PT Timeline
Rotatable Touch besitzt ein be-
rührungsempfindliches Dis-
play, das sich drehen und nei-
gen lässt. Das 11,6-Zoll-Gerät
arbeitet mit einem Core-2-
a Duo-Prozessor und besitzt eine
E 320 Gigabyte große Festplatte.
2 Der Preis beträgt 599 Euro.
V
flair Einsteiger
SCHWALBACH/TAUNUS
(dpa). Samsung bringt einen
neuen Einsteigerbeamer auf
den Markt. Der SP-M200S eig-
ne sich aufgrund seiner relativ
hohen Leuchtstärke von 2000
Ansi-Lumen auch für Fußball-
abende in größerem Kreis. Der
LCD-Beamer bietet eine Auflö-
sung von 800 x 600 Pixel, proji-
ziert Bilder im Format 4:3 und
kostet 369 Euro. Während der
Fußball-WM bietet der Her-
steller nach eigenen Angaben
einen speziellen Kundenser-
vice mit Reparatur eines defek-
ten Beamers beim Kunden.
Notfalls werde ein Ersatzgerät
bereitgestellt.

Meehan& besitzen pas macht


sie unempfindlich gegenüber
Stößen, die Gefahr eines Da-
tenverlustes ist geringer. Auch
seien sie lautlos im Betrieb und
verschleißfrei, erläutert Andre-
as Arndt vom Hersteller Buffa-
lo Technology.
Eine SSD lässt sich so einfach
einbauen wie eine normale
Platte. Wichtig ist nur, dass der
Computer und das Speicher-
medium die gleiche Schnitt-
stelle besitzen. Beim Einbau in
einen Desktop-PC ist für eine
2,5-Zoll-SSD ein Einbaurah-
men nötig, da PC-Gehäuse jib-
licherweise auf 3,5-Zoll-Fest-
Prozessor
801 FEDDERN
Redakteur der Zeitschrift „cat"
Ein noch schwerwiegenderer
Makel sind die, am Speicher
gemessen, um ein Vielfaches
höheren Preise. 80 bis 128 Gi-
gabyte kosten uni die 200 Euro.
Und zum Beispiel die 256-GB-
SSD aus Western Digitals Serie
SiliconEdge Blue kostet 670
Euro. Eine herkömmliche
Festplatte mit einem Terabyte -
also einer viel höheren Kapazi-
tät - gibt es schon für weniger
als 100 Euro.
(miranda-im.de) und Trillian
(,vwvv.trillianim). Beide wer-
den stetig weiterentwickelt. In
den aktuellen Versionen ma-
chen sie den Anbietern zufolge
das Chatten über die gängigs-
ten IMs - AOL, ICQ und MSN
- sowie über Facebook mög-
lich. Mit Hilfe von Plug-Ins
lassen sie sich noch erweitern.
Ebenfalls seit längerem auf
dem Markt ist der Multimes-
senger vom E-Mail-Anbieter
G MX (www.multimessenger.
de). Er unterstützt unter ande-
rem ICQ, AOL und MSN und
erlaubt darüber hinaus den Zu
griff auf E-Mail-Postfächer und
soziale Netzwerke wie Stu-
diVZ. Nutzer können aus dem
Multimessenger heraus jedoch
nicht im Plauderkasten mit an-
deren StudiVZ-Nutzern chat-
ten, sondern nur auf Nachrich-
ten und Pinnwandeinträge ant-
worten.
Der GMX Messenger sowie
Miranda und Trillian haben ei-
ne wichtige Gemeinsamkeit:
Der Nutzer muss sie auf dem
Rechner installieren. Wer das
nicht will, kann webbasierte
Multiprotokoll-Messenger
nutzen. Zwei davon sind Mee-
bo (www.meebo.com) und
'maim. Sie ermöglichen den
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Kein Installieren nötig: Meebo ist ein Multi-Messenger, der rein
webbasiert direkt im Browserfenster läuft. Foto: dpa
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der besseren Gesellschaft und damit als Wegbereiter der mo-
derne geehrt. „Die Blumen des
Bösen" steht, Baudelaire zitie-
rend, als Motto über dieser Ab-
teilung - womit auch das Leit-
motiv für das gesamte folgende
Jahrhundert und seine vielge-
staltige Kunst gefunden wäre.
Eine Geschichte der überra-
schenden Wandlungen und
spektakulären Wendungen
wartet auf den Kunstfreund.
Die zerfurchten Gesichter auf
den Farbholzschnitten Ernst
0-stt.o"Da—be Ita" ;T- eri" o1—ge.. und iNesuckte-c ant xx-ten %ec.\-651,
Auterstehung:' auch. the -Leh nach '45. In
Doch Impp-
Doch einen Schritt weiter - penhaus weisen eine Streifen-
und plötzlich ist das Elend pas- tapete und ein 2 mal 3 Meter
se. Kandinskys unbeschwerte großes Poster von Marilyn auf
Kreise, Kästchen und Krakel die Op- und Pop-Art voraus
und El Lissitzkys federleicht Der Hauptsaal dann lockt mit
übers Blatt schwebende geo- Robert Indianas „Love"-Buch-
metrische Konstrukte aus den stabenwiirfeln in Rot-Grün-
frühen 20er lahren deuten auf Blau. Eine Wand ist Amerikas
Hoffnung, Licht, Zukunft. In Abstrakten vorbehalten: Sam
Kurt Schwitters' „Merz-Map- Francis, Josef Albers, Frank
pe 3" feiert die Großstadt-Op- Stella. Bei Jasper johns und
tik ein Fest, und in den skurri- Robert Rauschenberg füllen
len „Arpiaden" des Dadaisten sich die Farbflächen schließ-
auch erne auf dieser Technologie basierende externe Festplatte im
Programm: die Microstation SSD.
Sie hat etwa das Format einer
Zigarettenschachtel und wird
über USB 2.0 mit dem Rechner
verbunden. Die 32-GB-Version
kostet 115 Euro. Der Speicher-
hersteller Verbatim wartet mit
einer SSD als •Secure Express-
Card inklusive Premium-AES-
256-Bit-Hardwareverschlüsse-
lung auf. Der Speicher wird in die
entsprechende Notebook-
Schnittstelle gesteckt und
schlägt in der 32-GB-Ausführung
mit 159 Euro zu Buche.
Von
Jan Kluczniok
AUGSBURG. Kontakte knüp-
fen bei StudiVZ und Facebook,
Chatten über ICQ, telefonieren
via Skype Viele Surfer nutzen
eine ganze Reihe der Kommu-
nikations-Kanäle, die ihnen
das Web bietet Das bedeutet
aber auch: Wer für alle Kon-
takte erreichbar sein will, muss
etliche Anwendungen und
Webseiten ständig geöffnet ha
ben - denn die Plattformen
sind nicht untereinander kom-
patibel. Abhilfe schaffen dann
sogenannte Multiprotokoll-
Messenger. Diese Anwendun-
gen ermöglichen dem Anwen-
der, verschiedene IMs und so-
ziale Netzwerke zu verwalten.
„Ich muss nur ein Programm
starten, mich dort anmelden
und bin dann im Handumdre-
hen mit allen relevanten IM-
Netzwerken verbunden", sagt
Urs Mansmann von der Zeit-
schrift „cr.
Viele Programme gratis
Eine Vielzahl solcher Pro-
gramme lässt sich gratis herun-
terladen. Die bekanntesten
Multi-Messenger sind Miranda
schneller starten lassen.
MLC UND SLC
Experten unterscheiden bei
Flashspeichern, zu denen auch
die SSDs gehören, zwischen zwei
Technologien: Multi-Level-Cell-
(MLC) und Single-Level-Cell-
Speicherzellen (SLC). Erstere sind
die für den Verbraucher gedach-
ten. Die schnelleren SLCs gelten
als zuverlässiger. Sie sind aber
auch deutlich teurer und werden
deshalb vor allem im professio-
nellen Bereich eingesetzt, zum
Beispiel in Servem.
Chat über Facebook, ICQ und
Co. direkt im Browserfenster.
Vor der Entscheidung für ei-
nes der Programme und gege-
benenfalls vor dem Deinstallie-
ren des bisher genutzten Mes-
sengers empfiehlt sich aller-
dings ein intensiver Test. Denn
nicht jede Lösung bietet den
vollen Funktionsumfang der
Originalprogramme. „Die
meisten IM-Netze setzen pro-
prietäre Protokolle ein: Eigen-
entwicklungen, die keinem
Standard folgen", sagt Urs
Mansmann. Deshalb müssen
die Entwickler von Multiproto-
koll-Messengern das jeweilige
Protokoll recht mühsam nach-
programmieren. Und nicht im-
mer gelingt das vollständig.
Die Großen spielen jetzt mit
Lange Zeit kamen die Multi-
protokoll-Messenger vor allem
aus kleinen Softwareschmie-
den oder von OpenSource-
Projekten. Inzwischen mi-
schen auch Platzhirsche mit.
So können zum Beispiel seit
Februar Nutzer von Microsofts
Web-Mail-Dienst Hotmail di-
rekt aus diesem heraus auf Fa-
cebook-Nachrichten antwor-
ten, ohne dass sie sich dort
einloggen müssen.
Sharp entdeckt die
dritte Dimension
HAMBURG (dpa). Sharp kün-
digt die Einführung eines neu-
en 3D-LCD-Fernsehen an. Es
ist nach Angaben des Herstel-
lers das erste 3D-Gerät mit
Quattron-Technologie. Dabei
wird für die Bilderzeugung mit
Gelb eine vierte Pixelfarbe ein-
gesetzt, was zu einem brillante-
ren Bild führen soll. Fur die
3D-Darstellung nutzt der Fern-
seher die Shutter-Technologie,
so dass der Zuschauer für das
räumliche Bilderlebnis eine
Spezialbrille tragen muss. Das
Gerät soll im dritten Quartal in
den Handel kommen. Weitere
Details, etwa zur Größe und
zum Preis, wurden noch nicht
genannt.
Nur ein Programm statt vieler einzelner
MULTIPROTOKOLL-MESSENGER Willkommene Unterstützung für immer weiter
vernetzte Computernutzer
Toulouse-Lautrecs Farblithogra-
fie „Cha-u-Kao" von 1896.
WIESBADEN. Es ist wie immer
im Leben: Hält man das Objekt
der Begierde einmal in Hän-
den, stellt sich Ernüchterung
ein. Die Rede ist vom iPad, auf
das neben dem Hersteller - der
kalifornischen Ideenschmiede
Apple - ganze Branchen mitt-
lerweile gigantische Hoffnun-
gen setzen.
Auf den ersten Blick erscheint
es einem kleiner als in der Wer-
bung, der Bildschirm ist über-
schaubar. Insgesamt kommt ei-
nem das edel glänzende Flach-
glas wie ein iPhone in Groß vor.
Das hat nicht nur Vorteile. So
fallen jetzt die vielen Fingerab-
drücke erst recht auf. Mit einem
Lebenvurstbrot in der Hand
sollte man das iPad nicht bedie-
nen.
Ansonsten können sich aber
vor allem Mac-Freunde durch-
aus zu Hause fühlen. Das gilt
für die Handhabung des Geräts
an sich und den Einsatz der
Finger. Auch Besitzer von
Pranken, dicken Daumen und
Wurstfingern kommen zum
Zuge. Fotogalerien fliegen
ebenso federleicht vorbei wie
Zeitungsseiten. Ein kleiner
Wink, und die Seiten drehen
sich wie beim iPhone um 90
Grad. Das nächste Gerücht
hält dann der Realität wieder
nicht stand: Das iPad ist kein
Brett. Es liegt nämlich nicht
flach auf der Tischplatte auf,
sondern ist am Rücken leicht
Leberwurst stört Erotik
IPAD Am Ende auch nur ein Medium: Eine erste Begegnung mit Apples neuester
Kreation
gewölbt. Daher wackelt es beim
Bedienen. Am besten nimmt
man es also auf den Schoß, was
bei der Emotionalität der Wer-
bekampagne ohnehin ange-
messen erscheint...
Sinnlich punkten soll das Pad
bekanntlich auch in
den Diszip-
linen Bild und Ton. Im harten
Licht des Alltags stellt sich al-
lerdings heraus, dass auch die
fast schon kultisch verehrten
Apple-Kreativen die Grenzen
der Physik nicht aushe-
ben kön-
nen. .Die Videos fallen in der die schnöde Technik hinter der
Qualität vor allem dann ab, polierten Fassade? insgesamt
wenn sie nur für kleine Handy- fehlen in der ersten Version
displays gedreht worden sind. Features, die jeder Laptop-Nut-
Dann wird es milchig, die Rän- zer gewohnt ist: ein USB-An-
der fransen aus, was nun so schluss mit der Möglichkeit, Vi-
gar nicht zur Hochglanz- deos, Bilder, Grafiken zuzula-
Optik und -Haptik passt. den und vor allem einen Dru-
Die Lautsprecher fallen cker anzuschließen. Womit um
in der Qualität noch alles in der Welt will sich dieses
einmal hinter die der Gerät vernetzen, außer mit sei-
Videos zurück. Kul- nesgleichen und seinen kleine
turpessimisten aller Cousins, den iPhones und
Art frohlocken aller- iPods dieser Welt? Erst UNITS
diitniaggdesriz st uaBisfrudychohieiwrsaDeasr soll das iPad in der zweiten
p
Buchersatz Generation vollends in ein mo-
denk- und ver- biles Endgerät ver.vandeln. Zur
wBes
Buchstaben gar r.boeso sind Die a re - Zeit ist die Verbindung zum
'To H
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nur oder ikbe
r dasWl
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einen
Hotspot der Anbieter in der
gestellt, man freien Wildbahn zu nutzen. Da
-AN
kann bequem
sieht man zwar keine Leber-
zoomen. wurst, aber zum Beispiel Big
auch das Macs schon förmlich aufs edle
(virtuelle) Glas purzeln...
Umblättern
Der Gesamteindruck: ein we-
rot auf fig Enttäuschung nach dem
Hype, den Werbung und erste
Ansehrhiuebnd
am Ende auch nur Medium-
enthusiasmierte Nutzer vet-
leicht.
breitet haben. Das iPad ist ein
Und wie bei allen Medien wird
erst der intelligent gestaltete In-
halt die wirkliche Erotik des
Objekts ausmachen.
Die Eindrücke sammelten Sven Ditt-
Das Objekt der Begier-
mar, l215 liennemann, Iobias Oertel
und Stefan Schräder. Das iPad wurde
de - Apples iPad. von .Moois" in Wiesbaden zur
Fotomontage: Bartsch
gung gestellt

a
Betty, Foto von Gerhard Richter
von 1991. CGethardRkhtec
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