Sie sind auf Seite 1von 8

1

Kurze Vorbemerkung
Lies den Fragebogen…
…ganz, ganz langsam.
An manchen Stellen wirst du sagen: Och, hab ich kein Problem mit. Denk ets
darüber nach! Man sieht die eigenen Schwachstellen nur selten.
…ganz, ganz vorsichtig.
Die Fragen sind nicht als Anweisung gedacht. Wenn da steht: „Was erzählst du
niemandem, damit er dich nicht verletzen kann?“ heißt das nicht, du sollst allen
alles erzählen! Es geht nur darum, dass du dein Herz kennen lernst und deine
Götzen entdecken kannst.
…ganz, ganz ehrlich.
Götzen töten deine Freude. Du musst wissen, ob du lieber auf deine Götzen oder
deine Freude verzichten willst.
…nur(!) auf dem Weg zum Kreuz. Und unter dem Kreuz.
Jesus war der einzige Mensch, der Gott allein ständig von ganzem Herzen liebte.
Jesus war derjenige, der am Kreuz für unseren Götzendienst bezahlte, ohne
schuldig zu sein.
Jesus allein ist deine Hoffnung. Sein Opfer ist perfekt! Sein Tod vergibt alle Schuld,
sei sie noch so eklig, krass oder häufig.

Es gibt nur einen Weg, diese Liste ehrlich und hoffnungsvoll zu lesen:
Es gibt demnach kein Verdammungsurteil mehr für die,
die mit Jesus Christus eins sind.
(Röm 8,1)

Denke daran: Mache niemals etwas was „gut“ ist zu einem „gott“.
2

Die Fragen

Gesellschaft
1. Welche Götzen kannst du in der Gesellschaft entdecken?
a. Schau dir die Zeitschriften im Regal an – was versprechen sie?
Diäten? Coole Autos? Neuste Technik?
b. Schau dir die Werbung an: Womit locken dich die Video-Clips?
„Freude am Fahren“ wenn du einen BMW kaufst?
Selbstwertgefühl, weil du dich mit Loréal schminkst?
2. Nenne einige Götzen, die du bei deinen Freunden siehst.
a. „Der redet ständig nur über…“
b. „Der hat keine Zeit für mich, weil er immer…“
3. Nenne Götzen, die du bei anderen Menschen siehst.
a. „Meine Eltern wollen lieber… anstatt mit mir etwas zu machen“
b. Mein Lehrer interessiert sich doch gar nicht für uns! Er will doch
nur beweisen, dass er das Sagen hat.
4. Was macht mir am meisten Angst?
5. Wonach sehnst du dich am Meisten? Nach wem sehnst du dich?
a. Wenn ich doch endlich erwachsen wäre, Führerschein hätte, nen
Freund hätte, ausgezogen wäre,… dann fängt das wahre Leben
an…

Identität/Zugehörigkeit
Wer du bist – wie du dich siehst – kann zu einer großen Fehleinschätzung führen.
Unsere Gesellschaft und unser sog. Individualismus („DU bist Deutschland“)
fordern dich gerade dazu auf: „Sei dein eigener Gott!“
Als einzelne Personen können wir entweder auf Erfolg, Romantik, Familie,
Status, Beliebtheit und Schönheit schauen um uns wichtig, wertvoll und
sicher zu fühlen. Oder wir schauen auf Gott.
Als Kultur können wir entweder von der Wirtschaft, der Regierung, der
Bildungselite, der Wissenschaft, dem Militär, dem menschlichen Verstand
oder anderes erwarten, dass wir uns wichtig, wertvoll und sicher fühlen.
Oder wir erwarten es von Gott.
3
6. Du selbst kannst dich zum Götzen machen! Es ist sogar sehr
wahrscheinlich, dass du einer der größten Götzen in deiner Sammlung
bist.
a. Was tust du, um dich „besser“ darzustellen?
b. Wo lügst du, damit du dein Gesicht bewahrst? Wo sagst du die
halbe Wahrheit?
c. Was erzählst du niemandem, damit er dich nicht verletzen kann?
d. Wie oft handelst du so, dass es zu deinem Vorteil ausschlägt?
Und du dafür andere Dinge opferst
e. Wie oft dienst du nur solchen Leuten, von denen du weißt, dass
sie dir auch „etwas bringen“?
7. Wie beschreibst du dich?
a. Welche Eigenschaften würdest du in eine Heiratsanzeige
schreiben?
b. Was steht in deinem SchuelerVZ-Profil oder auf Facebook?
c. Worauf bist du stolz?
d. Welche Eigenschaften oder „große Taten“ erwähnst du,
vielleicht ganz beiläufig, bei anderen?
8. Drehst du dich zu sehr um dich selbst?
a. Stolz? Selbstmitleid? „Ich kann nichts. Alle Welt muss Mitleid mit
mir haben! Niemand sieht mich.“ Siehst du denn andere?
b. Reißt du Gespräche an dich? Sagst du nie etwas, weil du Angst
hast, dich zu blamieren, obwohl es anderen helfen könnte?
c. Wirst du von deinen Gefühlen dominiert oder sprichst du zu
deinen Gefühlen (vgl. Psalm 42!)?
9. Womit kann dich jemand so richtig wütend machen?
a. Was muss ich dir wegnehmen?
b. Was müssen dir deine Eltern verbieten?
c. Was würdest du dir sogar von Gott nicht nehmen lassen?
10. Kannst du folgende Aussage unterstreichen?
„Ich halte mich nicht für was Besseres bei Gott oder Menschen! Nur weil
ich besondere Gaben habe oder einen guten Charakter. Und obwohl ich
meine Schwächen und Fehler kenne, stelle ich niemals in Frage, dass ich
durch Jesus Gottes Kind bin – geliebt und angenommen. “
Nein? Dann gehört deine Identität in deine Götzensammlung.
4

Personen
Personen können zu Götzen werden. Wenn du ihnen „opferst“, also irgendetwas
unternimmst, damit sie dich mögen. Irgendetwas sagst, nur damit sie dich loben.
Wenn du davon abhängig bist, dass sie dich mögen. Wenn du dich nicht mehr
wertvoll fühlst ohne ihr Lob. Wenn du Freunden nur „ihre“ Meinung sagst. Wenn
dich die Meinung deiner Freunde, Familie davon abhalten, wie Jesus zu leben,
deine Zeit zu verbringen, zu evangelisieren oder zu spenden.
Personen sind auch deine Götzen, wenn du sie brauchst. Wenn du sie
kontrollieren willst. Wenn du sie anschreist oder sie einschüchterst. Wenn du sie
manipulierst. Wenn du sie schlägst oder drohst. Wenn du geschlagen oder
gemobbt wirst und du dich damit abfindest und der Lüge glaubst, du hättest es
verdient.
Hier ein paar Fragen, die dir helfen können.
11. Wen möchtest du beeindrucken mit dem
a. …wie du redest?
b. …wie du dich anziehst?
c. …welche Musik du hörst?
d. …über wen du lästerst?
e. …wofür du dein Geld ausgibst?
f. Wen?
i. Deine Eltern?
ii. Die „coolen“ Leute?
iii. Die „frommen“ Freunde?
iv. Deine Jugendleiter?
12. Lob und Kritik
a. Von wem würdest du gerne mal so richtig gelobt werden?
b. Von wem tut dir Kritik am meisten weh?
13. Vergleich
a. Mit wem vergleichst du dich? Auf wen bist du neidisch?
b. In welchen Punkten vergleichst du dich?
14. Kannst du folgende Aussage vor Gottes Augen unterschreiben?
„Mir ist egal, was Menschen von mir denken. Alles was ich sage und tue
geschieht nur um Gott zu ehren und den Menschen zu dienen.“
Nein? Dann gehören Personen in deine Götzensammlung.
5

Religion
Religion kann dein Götze sein. Religion ist der Versuch, Gott zu beeindrucken.
Gott davon zu überzeugen, dass man eigentlich gar nicht so schlimm ist.
Damit ist aber nicht Jesus dein Retter, sondern du willst dich selbst retten. Du bist
also nicht Jesus dankbar für seine große Tat, sondern du möchtest dass Gott sich
bei dir bedankt, wie toll du lebst. Du vertraust also dir selbst und sagst Gott:
„Eigentlich brauche ich dich nicht“.
15. Womit möchtest du Gott beeindrucken?
a. Fühlst du dich nach einer langen Gebetszeit mehr von Gott
geliebt?
b. Bist du stolz, dass du nicht rauchst, nicht trinkst und noch
niemals Sex hattest?
c. „Ich bleibe von Partys weg und geh lieber in den Gottesdienst?“
d. Was macht dich stolz? Moralischer zu sein als deine
nichtchristlichen Freunde? Wenn du überhaupt welche hast…
e. Welche Sünde verurteilst du bei anderen, damit du dich selbst
besser fühlst?
f. Welche anderen Gründe gibst du Gott, dass er dich mögen soll?
g. Dass du besonders herausfordernde Bücher liest und bekannte
Autoren kennst (du aber die Herausforderungen niemals wirklich
umsetzen willst…)?
h. Sonstiges…
16. Womit möchtest du deine Gemeinde beeindrucken?
a. Wie regelmäßig du bei Gemeindeevents dabei bist?
b. Dass du Bibelverse auswendig kennst und alle Früchte des
Geistes aufzählen kannst?
c. Dass du nicht zu den „ganz Frommen“ gehörst, sondern auch
noch ein bisschen „normal“ bist?
17. Kannst du folgende Aussage unterschreiben?
„Ich weiß, dass mich keine meiner Taten bei Gott retten kann oder mich
in einen besseren Status rückt. Meine umgesetzte Liebe für Menschen,
meine Gebetszeiten, mein „Nein“ zur Sünde – all das tue ich allein aus
Dankbarkeit, Liebe zu Gott und durch seine Kraft.“
Nein? Dann gehört Religion in deine Götzensammlung.
6

Sünde
Viele Dinge, die zu Götzen werden, sind an sich nichts Schlechtes. Fußball zu
gucken, ein Bier zu trinken, stylisch kleiden, auf seine Gesundheit achten. Das ist
sogar alles gut. Nur wir machen es durch unser Verhalten zu Götzen, weil wir es zu
sehr wollen.
Es gibt aber auch die Variation, dass wir letztlich Sünde zu unserem Götzen
machen. Manche trinken aus selbstgeschaufelten Erdlöchern. Andere trinken aus
der Kläranlage! Manche machen etwas Gutes zu einem Gott. Andere machen
Sünde zu ihrem Gott.

18. Was beherrscht dich, dein Verhalten?


a. Wie heißt dein Sklavenhalter? Wovon kommst du einfach nicht
frei? Was hat dich unter Kontrolle?
b. Welche Sünde würdest du niemals beichten wollen?
19. Spezielle Sünde/Probleme/Kämpfe. Dein Jugendleiter beginnt
„Problembereiche“ aufzuzählen. Bei welchem versuchst du immer –
möglichst unauffällig – geradeaus zu starren? Damit (hoffentlich)
niemand denkt, du hättest ein Problem damit. Dabei ist es doch gerade
das, was dich quält…
a. Wut? g. Unkontrolliertes Essen oder Nicht-
b. Habgier? Essen?
c. Geiz? h. Selbstmordgedanken?
d. Sexuelle Abhängigkeiten? i. Lästern?
e. Alkohol? j. Eltern verachten oder missachten?
f. Drogen? k. Diebstahl?

(Anmerkung: In manchen Fällen ist es dringend geraten, eine Vertrauensperson


einzubeziehen. Besonders d)-g) und besonders h). Bitte spiel nicht mit deinem Leben!)
20. Wenn andere nicht hinschauen, was tust du?
a. Wenn du alleine zu Hause bist?
b. Bist du dann noch immer so christlich wie im Gottesdienst?
21. Wenn Gott einen Tag lang mal nicht hinschauen würde, was würdest
du tun?
a. Welche Sünde würdest du begehen?
b. An wem würdest du dich gerne rächen?
7

Freude/Zufriedenheit
Freude zu suchen ist nicht falsch. Gott hat diese Welt erschaffen, damit wir sie
genießen – und ihm dafür danken, und ihn ehren. Benutze Gott nicht, um etwas
zu bekommen.
22. Freude
a. Was bringt dich zum Jubeln?
b. Was macht dich wütend?
c. Welche Umstände im Leben sind dein Albtraum?
d. Was siehst du als dein Recht an? Was darf dir niemand
nehmen?
e. Worüber redest du?
23. Zufriedenheit
a. Was nimmst du nicht „dankbar“ von Gott an?
b. Was brauchst du noch an „Dingen“ um glücklich zu werden?
c. Wovon hast du immer „das neuste“?
d. Worauf könntest du nicht mehr verzichten?
e. Wofür betest du? Benutzt du Gott, um deine eigenen Wünsche
erfüllt zu bekommen?

Sinn
24. Wofür lebst du?
a. Wofür investierst du
i. Deine Freizeit? Dein Geld? Deine Gaben?
ii. Investierst du überhaupt in „irgendetwas“?
b. Wie heißt die Sonne, um die sich dein Leben dreht?
i. Ist es ein Ziel? „Einfach nur durchkommen“,
„Mittelstand“, Studium, Familie…
ii. Oder eine Person? „Mrs. X“ oder „Mr. Y“?
Dein Vater oder deine Mutter? Deine Freunde?
c. Wer oder was treibt dich dazu morgens aufzustehen?
Abgesehen von der Schulpflicht ;)
d. Welche 3 Dinge möchtest du tun bevor du stirbst?
e. Worüber machst du dir die meisten Sorgen?
25. Wenn dir einer sagt, er will sich das Leben nehmen und du sollst ihm einen
Grund nennen, warum es sich zu leben lohnt, was ist deine Antwort?
8

Die große Frage


> Ist „Gott“ dein Gott? Oder opferst du andern Götzen??

Sie hielten sich für weise und wurden zu Narren. Die Herrlichkeit des
unvergänglichen Gottes vertauschten sie mit Bildern von sterblichen Menschen,
mit Abbildern von Vögeln, vierfüßigen und kriechenden Tieren.
Röm 1,22-23
> Wogegen tauscht du „Gottes Herrlichkeit“ ein?
> Was ist deine „Ersatzfreude“?

In zweifacher Hinsicht hat mein Volk gegen mich unrecht gehandelt:


Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, verlassen sie
und graben sich stattdessen undichte Brunnen, die das Wasser nicht halten.
Jer 2,13

Aus welchem Dreckloch schlürfst du?


Meinst du nicht, es ist Zeit, zur echten Quelle zurückzukehren? Sich nicht
mit diesem Schmuddelzeug abzugeben? Und nicht mehr durstig zu sein?

Wo du dieses Wasser findest? In Joh 4 :)

Jesus spricht:
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde,
wird niemals mehr Durst bekommen.
Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm eine Quelle werden,
aus der Wasser für das ewige Leben heraussprudelt."
Joh 4,14