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NTIBERLINER

A
K a m p f b l a t t f ü r d e n G e n e r a l s t r e i k / / N r. 1 5 / / D e z e m b e r 2 0 0 7 / J a n u a r 2 0 0 8

2 STREIK I. Mag Wompel im


Interview über aktuelle
4 STREIK II. Kapital und
Arbeit. Arbeitskämpfe
6 REPRESSION. Im italieni-
schen Genua steht die
Arbeitskämpfe und die dürfen nicht beim volle- antikapitalistische
Rolle der Gewerkschaft ren Geldbeutel aufhören Bewegung vor Gericht
■ In eigener Sache
Der Anti-
berliner ist
»Leider wurde bisher kein
eine Zei-
tung für
Flächenbrand ausgelöst«
linke Politik
und Kultur, die alle Der Antiberliner sprach mit Spülmaschinen hätten kaum ei- Wort, das zudem zeitliche Stabi-
zwei bis drei Monate der Journalistin und Indu- nen solchen Erfolg haben kön- lität unterstellt. Reden wir also
erscheint und kosten- striesoziologin Mag Wompel nen! Ein Glücksfall auch, weil lieber von einer neuen Qualität
los in Berlin verteilt über die gegenwärtige Wirk- die Besetzung und der Bau der der Arbeitskämpfe. Sie finden al-
wird. Oft werden wir samkeit von Arbeitskämpfen Strike-Bikes eine breite Debatte lerdings aus der Not heraus, mit
verständnislos nach innerhalb der Linken, nicht nur dem Rücken zur Wand und in

D
unserem Namen ge- erzeit kann mit dem in den Gewerkschaften ausgelöst großer Angst vor Hartz-IV statt.
fragt und was wir Streik der Gewerk- haben, auch über längst verges- Meist nach jahrelangen, wieder-
denn gegen die Berli- schaft der Lokführer sene geschichtliche Fälle besetz- holten Verzichtserklärungen und
ner hätten. Dabei le- (GDL) einer der größten und me- ter Fabriken und eigenprodu- der Enttäuschung heraus, dass
ben wir sogar sehr dienwirksamsten Arbeitskämpfe in zierter Waren. diese nichts genützt haben. Und
gern in Berlin. Ihren der BRD der jüngeren Vergangen- Darüber – und den nicht ein- sie finden – entweder von Be-
Namen hat die Zeitung heit beobachtet werden. Wie kann schätzbaren Gewinn an Selbst- ginn an oder irgendwann im Ver-
vom ehemaligen Berli- dieser Streik eingeschätzt werden? achtung bei den KollegInnen – lauf - zwangsweise an den Ge-
ner CDU-Bürgermeister Es ist eine sehr spannende und werkschaften vorbei statt, ent-
Eberhard Diepgen, der hoch symbolische Auseinander- weder, weil ihre Verhandlungs-
die Kreuzberger als setzung. Die breite Unterstüt- künste nicht erfolgreich genug
»Antiberliner« brand- zung aus linken Kreisen darf sind oder weil sie diese Arbeits-
markte, nachdem sie zwar nicht darüber hinwegtäu- kämpfe wenn schon nicht ver-
am 1. Mai 1987 nach- schen, dass es keinesfalls geklärt hindern, so doch behindern
drücklich darauf be- ist, ob bzw. inwieweit die GDL wollen. Dies dürfte die ange-
standen hatten, den wirklich gegen die Privatisie- sprochene, aufkeimende neue
Tag der Arbeit ohne rung der Bahn ist und auch Qualität ausmachen: dass die
Polizei zu feiern. Ein nicht, wie es um die innerge- KollegInnen auch allein kämp-
Ehrentitel also für an- werkschaftliche Demokratie fen, wenn der Betriebsrat oder
ständige Berliner ... oder um die Öffnung dieser Ge- die Gewerkschaft es nicht wol-
werkschaft der Lokführer für an- len. Auch dass sie anders kämp-
Kritikerin und über-
dere, weniger einflussreiche fen, v. a. versuchen, andere Be-
zeugte Kämpferin
■ Impressum: Bahnbeschäftigte steht. Ganz si- legschaften einzubeziehen. Lei-
bei ver.di und
· V.i.S.d.P.: E. Diepgen, cher ist die GDL keine linke, ge- der ist es bisher nicht gelungen,
LabourNet
Fasanenweg 30,
schweige revolutionäre Gewerk- Solidaritätskämpfe, geschweige
10123 Berlin
schaft. Und dennoch verdient hinaus hat sich nun der Fall für einen »Flächenbrand« auszulö-
· Redaktionskontakt:
antiberliner@web.de sie unsere breite Unterstützung. die Belegschaft leider als nicht sen und doch ist es weit mehr, als
www.antiberliner.de Lohndumping und Hunger- viel anders geartet erwiesen, als die bisherigen gewerkschaftli-
· Unterstützer: Antifa- löhne haben wir bereits und im- bei Opel Bochum oder AEG chen Aktivitäten, die aus Angst
schistische Linke Berlin mer mehr – trotz Einheitsge- Nürnberg: dort höhere Abfin- vor Kontrolleverlust lieber jede
· Namentlich gekenn- werkschaften und Flächentarifen! dung und Beschäftigungsgesell- Bude für sich allein sterben las-
zeichnete Artikel spie- Dies scheinen auch viele Ge- schaft als »Lohn« des Kampfes – sen wollen.
geln nicht unbedingt werkschaftsmitglieder so zuse- in Nordhausen steht die Abfin- Abgesehen von diesen expliziten
die Position des Redak- hen, die momentan von Transnet dung noch nicht mal fest. Fällen, wie kann die Entwicklung
tionskollektivs wider und verdi zur GDL wechseln. Gate Gourmet und Bosch-Siemens der Arbeitskämpfe in der BRD und
Neben dem Bahnstreik kam es zur Hausgeräte sind die Namen weite- vielleicht auch im benachbarten Aus-
Übernahme eines Fahrradwerkes rer Betriebe die bestreikt wurden. land generell eingeschätzt werden?
durch die Belegschaft (strike-bike). Scheint es nur so, oder erleben wir Wir erleben – national wie in-
Ein Präzedenzfall? eine neue Qualität der Organisie- ternational – zunehmende Ver-
Ein Glücksfall, denn eigenpro- rung? zweiflung und Wut angesichts
duzierte Opel-Autos oder AEG- Organisierung ist ein großes massiver Entlassungen und stei-

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oder Proteste an den Arbeitge- ■ mg-Verdacht bröckelt

ber gesorgt, Spenden gesam- Die drei Angeklagte im


melt, überbetriebliche und »Terrorismusverfahren«
übergewerkschaftliche Kontak- gegen die militante
te organisiert und bei organisa- gruppe (mg) sind vor-
torischen Fragen geholfen ha- erst frei. Am 28. No-
ben. Und schließlich:Angestell- vember 2007 setzte der
te eines Unternehmens dürfen Bundesgerichtshof die
und die gesetzestreuen Gewerk- Haftbefehle außer Voll-
Glücksfall »Strike-Bike«, Auslöser für
schafterInnen wollen nicht die zug. Die Anschuldigung,
Debatten in Gewerkschaften und der Linken
Tore einer besetzten Fabrik Axel, Florian und Oliver
gender Erwerbslosigkeit und so- wichtig und erfordern breite, in- blockieren und/oder Streikbre- hätten im Sommer
mit schwindende Chancen, ei- ternationale Unterstützung. cher aufhalten.Die betriebs- und 2007 drei Fahrzeuge
nen Ersatzarbeitsplatz zu finden. Welche Unterstützungsmöglichkei- gewerkschaftsexternen Unter- anzünden wollen, bleibt
Die Wut bezieht sich auf die ten gibt es für Sympathisanten? stützerInnen können dies tun! jedoch. Der Vorwurf der
gleichzeitig explodierenden Ge- Immer mehr kommt betriebs- Was hältst du von der DGB-Forde- Bildung einer »terrori-
winne, die angesichts der aktu- und gewerkschaftsexternen Un- rung nach einem gesetzlichen Min- stischen Vereinigung«
ellen Kräfteverhältnisse genauso terstützerInnen der Kämpfe eine destlohn von 7,50 Euro pro Stunde (Paragraphen 129a)
wenig verschwiegen werden, zentrale Rolle zu. In all den ge- Natürlich ist es viel zu wenig, al- wurde auf eine »krimi-
wie die horrenden Managerge- nannten Fällen bisheriger be- lerdings oft weit mehr, als diese nelle Vereinigung« ab-
hälter. Die Angst, abgehängt zu trieblicher Kämpfe außerhalb Gewerkschaften als Tariflohn ver- geschwächt. Bei einer
werden angesichts der steigen- der üblichen Tarifrituale der be- edelt haben. Immerhin ist es ein Verurteilung drohen den
den, zunehmend internationalen ruflichen Stellvertreter war die Eingeständnis, dass die eigene, ta- Drei mehrere Jahre Haft.
Konkurrenz auf dem Arbeits- Rolle der jeweiligen Gewerk- rifliche Kraft nicht ausreicht. ◆ einstellung.so36.net
markt und den sinkenden Löh- schaft als Unterstützer sehr kläg- Meines Erachtens brauchen wir
nen, führt zu Kämpfen, die vor lich bis bremsend. Es waren im- auch ein neues Arbeitszeitgesetz – ■ Berliner Polizei tasert

den ersten Verzichtsrunden hät- mer die UnterstützerInnen/ tarifliche Verbesserungen sind ja
ten geführt werden müssen und Sympathisanten, die für die Öf- in beiden Fällen nicht ausge-
sich immer noch um die Lohn- fentlichkeit dieser Kämpfe und schlossen,sie erreichen aber einen
abhängigkeit, nicht gegen sie ihre breite, auch internationale immer geringeren Teil der arbei-
drehen. Dennoch sind sie alle Unterstützung durch Solidarität tenden Lohnabhängigen.
Nach einer Meldung der
taz geht die »Testphase«
der Polizei bezüglich
Tante Käthe plaudert aus dem Nähkästchen der Benutzung der
Elektrowaffe »Taser« be-
»New Colonia« reits in das siebte Jahr.
Seit dem Jahr 2000
wird erprobt, ob sich
würde, könnte man glatt von Gentrifikation sprechen. die neue Waffentechnik

W o wohnste, Neukölln? Da wurden doch


Rosa und Karl in den Kanal geschmissen,
nee, das is kein guter Ort..
So bekam ich es letztens in der Ausstadt von einem
älteren unwissenden Ausstädter zu hören.Ansonsten wäre
Jener Prozess, der sich räumlich, mit den treffenden
Worten eines Neuköllner Vermieters, von Mitte über
Prenzlberg, Friedrichshain bis nach Kreuzberg vollzogen
habe und nun auch hier ankäme. Aber jetzt habe ja hier
bewährt.
Der Taser ist eine pi-
stolenartige Waffe, die
statt eines Projektils
er wohl nicht abgeneigt gewesen, mich mit seiner Karre in auch eine Kneipe aufgemacht. Darüber sei man sehr
glücklich. Pfeile abschießt, die ei-
den Berliner Moloch zu fahren. Früher hätte er so etwas
schon mal spontan gemacht. Tja, Neukölln, mein Doch des Vermieters Glück ist meist des Mieters Pech. nem Menschen läh-
Wohnzimmer, Kakerlaken, Fernsehn läuft, Talkshows, Und so steigt der Mietpreis auch im Ghetto fröhlich wei- mende Stomstöße ver-
wie immer. Noch vor drei Jahren von Bundesinnen- ter. Uns gefällts hier trotzdem am Besten, die Gründe setzen können.
minister Schäuble zum Ghettobezirk stigmatisiert, zwi- dafür aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, genau-
Vor kurzem wurden
schenzeitlich dieses Image mit den bezahlten Steinwürfen so, wie jetzt mit dem alten Kiezgedisse wieder anzufan-
gen. Man soll sich besser solidarisieren. Zumindest mit in Kanada binnen sechs
des Rütlipausenhofes anbiedernd, vollzieht sich doch in
letzter Zeit ein stetiger Wandel.Wenn nicht allein schon der Mehrheit. Und ein äußerer Feind schweißt ja auch Wochen drei Männer
die Benutzung des entsprechenden Wortes aus der zusammen. So schließe ich mit den altbekannten Worten: durch den Einsatz von
Stadtgeographie heutzutage für eine Inhaftierung reichen »Mitte? –Das ist doch kein Name für einen Bezirk!« Tasern getötet.

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SCHWERPUNKT

Arbeitskampf muss Kritik


der Gesellschaft bedeuten
Wenn sich die Vertreter der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) auf eine Beilegung
des Tarifkonfliktes geeinigt haben, wird sich daran folgendes aufzeigen lassen. Erstens, Arbeitskämpfe scheinen
sich auch in Deutschland wieder zu lohnen. Und zweitens, Arbeitskampf ist nicht gleichbedeutend mit Arbeitskri-
tik

Selbst der schönste Bahnhof kann auch mal zum Erliegen kommen, wenn der
Arbeiter seine Macht erkennt – Hauptbahnhof Erfurt

Z
war werden die Lokführer, nach einem der größ- duktion verhungern lassen, unterliegt auch das gemeine GDL Mit-
ten Streiks in der Geschichte Deutschlands, et- glied. Kapitalismus ist nicht ein lokal begrenztes Wirtschaftssystem,
was mehr Geld in der Tasche haben, was zwei- sondern eine globale Ordnung, die Ökonomie, Gesellschaft und
felsohne zu begrüßen ist, doch die realen Aus- Subjekte strukturiert. Das heißt nicht, dass die Bedingungen über-
beutungsverhältnisse wurden während dieses all und für jeden gleichgesetzt werden können – doch das Prinzip
Streiks (wie bei so vielen anderen Streiks auch) nicht thematisiert. ist dasselbe.
Denn die Ausbeutung welche den ökonomischen Verhältnissen zu-
grunde liegt, lässt sich eben nicht durch bessere Entlohnung oder Konflikt zwischen Kapital und Arbeit
humanere Arbeitszeiten aufheben, sondern nur durch eine kom- Zentral für das Funktionieren des kapitalistischen Systems ist eine
plette Umstrukturierung der Wirtschaft. Nichtinfragestellung der Lohnarbeit.
Ausgangspunkt der kapitalistischen Ökonomie bilden der Pri- Denn erst durch die menschliche Arbeitskraft, d.h. die Fähigkeit
vatbesitz an Produktionsmitteln und die Ausrichtung der Produk- Arbeit in der unterschiedlichsten Weise zu verrichten, ist es mög-
tion auf Profitmaximierung. Nicht die Bedürfnisbefriedigung der lich einem Produkt Wertzuwachs zu verschaffen. Ist dieser Wertzu-
Menschen steht im Mittelpunkt des Wirtschaftens, sondern eben wachs größer als der sich im Lohn widerspiegelnde Wert der Ar-
die Vermehrung des investierten Kapitals. Um ein drastisches Bei- beitskraft selbst, wird die Differenz »Mehrwert« genannt. Der von
spiel zu nennen: Jährlich werden viele tausend Tonnen Lebensmit- Karl Marx geprägte Begriff wird bis heute in der Ökonomie, wenn
tel vernichtet, damit die Preise stabil bleiben.Während dessen ver- auch umstritten, verwendet. Der Wert der Arbeitskraft wird in Form
hungern täglich rund 100.000 Menschen. Und das sollte einem zu von Lohn oder Gehalt bezahlt und bestimmt sich anhand eines ge-
denken geben. Denn hier zeigen sich deutlich die Konsequenzen, sellschaftlich anerkannten und erkämpften Rahmen und ist somit
wenn Konkurrenz zu einem der obersten Prinzipien der Produk- veränderbar.
tion erhoben wird. Der Wert der Arbeitskraft wird in gesellschaftlich als notwendig
Doch was hat das mit den Lokführern und der GDL zu tun? erachteten »Lebensmitteln« bemessen, die zur Reproduktion des Ar-
Viel, denn denselben Verhältnissen, die Menschen trotz Überpro- beiters und seiner Familie nötig sind. Dabei sind »Lebensmittel«

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nicht allein als Nahrung zu verstehen, sondern als gewisse kulturel- winn. Im Kapitalismus wird also Menschen ihre Arbeitskraft abge-
le Standards wie z. B. eine Wohnung, eine Waschmaschine oder ein kauft um Profit zu erwirtschaften. Dabei spielt es keine Rolle, ob
Fernseher. Dinge, die der Mensch zum Leben braucht, bzw. solche dies im Dienstleistungssektor, in der Landwirtschaft oder in der In-
die ihm gesellschaftlich zugestanden werden. dustrie geschieht.
Es waren vor allem Gewerkschaften, die historisch für höhere Zweierlei geht hieraus hervor. Zum einen, wird das Verhältnis
Löhne gekämpft haben und so für eine Anhebung des gesellschaft- zwischen den Menschen zu einem Warenverhältnis, indem Men-
lich anerkannten Lohns gesorgt haben. In Zeiten einer schwachen schen die Arbeitskraft anderer Menschen kaufen und sie für sich
Arbeiterbewegung sinkt der Lebensstandart wieder. Die Hartz IV arbeiten lassen. Das bedeutet gleichzeitig eine unterschiedliche ge-
Gesetze sind hierfür ein gutes Bespiel. Zweifelsohne liegt schon al- sellschaftliche und vor allem ökonomische Stellung der Menschen,
lein in diesem Aspekt die nämlich in Käufer und
Notwendigkeit der Exi- Verkäufer von Arbeits-
stenz von Gewerkschaf- kraft: Arbeit und Kapital.
ten als auch einer Arbei- Zum anderen zeigt sich
terbewegung allgemein. hier noch ein anderer
Lohnsteigerungen und Ausbeutungsaspekt. Die-
Vermehrung eines gewis- jenigen, die den Mehr-
sen persönlichen Luxus wert produzieren, sind
sind Resultate von Ar- von diesem fast gänzlich
»Bitte Ansage beachten!« – Bei Streik helfen auch
beitskämpfen. Dennoch ausgeschlossen. Nicht
k e i n e n e u e n S c h n ä p p c h e n - S p a r -Ta r i f e d e r B a h n
kann es sich bei diesen durch die eigene Arbeit
auch um eine affirmative Art der Politik handeln, eben dann wenn wird man reich, sondern durch die Arbeit anderer. Selbstständige
der grundsätzliche Konflikt zwischen Arbeit und Kapital negiert Handwerker können hiervon ein Lied singen. Dieser Umstand
wird. Denn eins ist klar: die Interessen der Arbeitnehmer/innen kön- schließt ein solidarisches Miteinander schon fast aus, so stark sind
nen nicht die Interessen der Unternehmen sein. Und das »Sozial- die damit verknüpften gesellschaftlichen Zwänge.
partnerschaftsmodell«, das zu Zeiten relativen Wohlstands noch Allein schon deshalb ist eine starke Linke so wichtig. Eine Lin-
funktioniert und gemeinsame Anliegen suggeriert haben mag, ist ke die immer wieder auf ein Leben fern von Profitmaximierung,
spätestens im Lauf der letzten Jahre zur Farce geraten. Konkurrenz, Ausbeutung und Unterdrückung besteht und dabei
dennoch das Hier und Jetzt nicht vergisst. Arbeitskämpfe sind ein
Wem gehört der Mehrwert? wichtiger Bestandteil linker Politik, allerdings darf ein emanzipa-
Ein wichtiger Aspekt der Ausbeutung besteht eben in dem Um- torischer Arbeitskampf die Kritik der gesellschaftlichen Verhältnis-
stand, dass der Wert der Arbeitskraft geringer ist, als der Wert, der se nicht vergessen. Und bei aller Realpolitik gilt es die Utopie ei-
durch diese produziert wird. Der Mehrwert gehört dem Käufer der ner freien Gesellschaft aufrecht zu erhalten, in der die freie Ent-
Arbeitskraft, welche zu ihrem vollen Wert bezahlt worden ist. Über wicklung des Einzelnen die Bedingung der freien Entwicklung al-
den Mehrwert wird der Profit realisiert, ohne Mehrwert kein Ge- ler ist.

B u c h e m p fe h l u n g

■ Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung (2007), herausgeben und ausführlich kommentiert. Dabei befreit
Michael Heinrich, (5. Aufl.), ISBN 3-89657-593-7, Bro- Kurz von Marx Theorien von etlichen historischen und
schiert, 10 Euro – Michael Heinrich führt in dem 200 Sei- ideologischen Interpretationen.
ten langen Werk, in Grundbegriffe der marxistischen Öko- ■ Entfesselter Kapitalismus. Joachim Bischoff, 2003,
nomie ein. Sehr übersichtlich geschrieben und absolut le- ISBN 3-89965-034-4, 15,95 Euro – Bischoff geht der Frage
senswert der wissen will wie der Kapitalismus funktioniert. nach welche Widersprüche sich im Kapitalismus entwik-
■ Marx lesen. Robert Kurz, 2006, ISBN 3-8218-5646-7, keln. Dabei nimmt er Bezug auf Theorien der Frankfurter
12 Euro – Robert Kurz hat mehre Texte von Marx aus neu Schule und Gramsci.

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■ Brennender Asphalt

Nach dem Unfalltod von »Wir vergessen nicht«


zwei migrantischen Ju- Die antikapitalistische Linke hierzulande ist, sechs Monate nach den Protesten gegen den
gendlichen in einem G8 Gipfel an der Ostsee, verstärkt mit Antirepressionsarbeit und dem Thema Innere Sicher-
Vorort der französischen heit beschäftigt. Ein Blick über die Alpen verrät, dass die repressiven Nachwehen eines sol-
Hauptstadt Paris, ist es chen Widerstandsspektakels die lokalen Zusammenhänge noch Jahre beschäftigen könn-
Ende November zu ten
mehrtätigen Krawallen

A
gekommen. m 17. November 2007
Es wurden zahlreiche gingen mehr als 50.000
Autos in Brand gesetzt, Menschen in der italie-
Geschäfte geplündert nischen Hafenstadt Genua auf die
und in Brand gesteckt. Straße um gegen die Anklage von
Auch zwei lokale Poli- 25 Demonstranten zu demonstrie-
zeiwachen wurden ab- ren. Aufgrund ihrer vermeintli-
gebrannt. Ein Polizist chen Beteiligung an den Straßen-
wurde mit einem schlachten beim G8 Gipfel 2001 in
Schrotgewehr beschos- Genua sollen die Angeklagten, zu
sen. Auch seine Kollegen Haftstrafen zwischen sechs und 16
eröffneten das Feuer. Jahren verurteilt werden. Den De-
monstranten, die unter Slogans wie Die Bewegung kehrt zurück nach Genua
■ Musik gegen Neonazis »Die Geschichte sind wir« und
Um den erstarkendem »Wir vergessen nicht« protestier- Um den absurden Vorwurf Disziplinieren
Faschismus und Rassis- ten, ging es jedoch nicht nur um trotzdem aufrecht zu erhalten, hal- Neben der erinnerungspoliti-
mus in England etwas die Freiheit der 25 Gipfelgegner. luziniert die Staatsanwaltschaft schen Dimension hat der Pro-
entgegen zu setzten, Sie kritisierten, dass die Staats- eine internationale Terrorgruppe zess aber auch eine disziplinie-
haben linke Aktivisten, anwälte durch die Anklage mit namens »Black Bloc« herbei. Die- rende Funktion. Er stellt eine
Gewerkschaften und dem Artikel »Verwüstung und se soll die Stadt Genua verwüstet unmißverständliche Botschaft
Künstler »Love Music – Plünderung« versuchen die Ge- und in Brand gesteckt haben. Ob- an die außerparlamentarische
schichte der Proteste umzuschrei- wohl weder diese Organisation, Bewegung dar: Widerstand ge-
ben. Nicht die Gewalt der Polizei, noch das Szenario jemals Wirk- gen staatliche Maßnahmen wird
welche die Demonstrationen an- lichkeit waren und die Angeklag- aufs Schärfste sanktioniert. Inso-
griff, faschistische Lieder sang, auf ten aus den unterschiedlichsten fern sind die sich in Genua Bahn
den Wachen folterte und schliess- Lebensrealitäten kommen, wird brechende Brutalität der Beam-
Hate Racism« ins Leben lich Carlo Giuliani erschoss, wür- jedem von ihnen vorgeworfen ten und die nun folgende Ankla-
gerufen. Mit Konzerten de sich so im kollektiven Gedächt- Mitglied in diesem »Black Bloc« ge zwei Seiten der selben Me-
und Aktionen soll auf nis verankern, sondern die gewalt- zu sein. daille.
das Thema aufmerksam tätige Form, des als Reaktion er- Dies betrifft letztendlich uns
gemacht werden. folgenden, massenhaften Auf- Ruinieren alle, und zwar nicht nur weil die
Im November lag der stands. Auch die Mitte-Links-Regierung internationale Beteiligung damals
Musikzeitschrift NME beteiligt sich an diesem Angriff auf unübertroffen groß gewesen ist.
eine kostenlose CD der Diskreditieren das kollektive Gedächtnis, indem Denn spätestens seit den Ereig-
Kampagne bei, die im Die konkrete Anklage ist zudem sie sich innerhalb des erinnerungs- nissen rund um die Gipfelprote-
Internet herunter gela- ein einziger Skandal, stammt doch politischen Diskurses klar positio- ste von Rostock, bei denen Poli-
den werden kann. Mit der Artikel »Verwüstung und Plün- niert. Sie forderte kürzlich von je- zeigewalt und Massenverhaftun-
dabei sind neben Mano derung« aus dem Faschismus und dem der Angeklagten 100.000 gen mit einer Welle von Paragra-
Chao und dem Babys- sollte Überfälle militärischer Ein- Euro Entschädigung für den phen 129a Verfahren einhergin-
hambles Sänger, Pete heiten auf italienische Städte sank- Imageverlust,den Italien wegen der gen, ist deutlich geworden, dass
Doherty, alles was in tionieren. Richtigerweise wurden Ereignisse in der Weltöffentlichkeit die Repression gegen den antika-
der Club- und Popszene nicht einmal die oft mit Pistolen erleiden musste.Dabei stand damals pitalistischen Widerstand kein lo-
eine Namen hat. bewaffneten Straßenkämpfer der hauptsächlich die Brutalität der kales Phänomen ist, sondern so
◆ Download:lovemusi- 70’er Jahre mit dieser Anklage Ordnungskräfte im Fokus des in- international wie die Bewegung
chateracism.com konfrontiert. ternationalen Interesses. selbst.

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Die Wölfe heulen wieder ■ Antifa ermordet
Mitte November 2007
In Berlin kam es am letzten Oktoberwochenende zu massenhaften, kurdenfeindlichen An- ist in der spanischen
griffen. Verantwortlich hierfür war vor allem eine türkisch-nationalistische Bewegung, von Hauptstadt Madrid ein
der hierzulande schon lange nichts mehr zu hören war Antifa von einem Neo-
nazi getötet worden.

D
ie in Deutschland vor In den folgenden Jahren ging Der 16jährige Carlos Ja-
allem unter dem Na- das Morden auf einem niedrige- vier Palomino war mit
men Graue Wölfe be- ren Niveau weiter, und zwar zahlreichen Genossen
kannte Bewegung wurde 1968 nicht nur in der Türkei. In auf dem Weg zu einer
unter dem Namen Ülkücü Gen- Deutschland, wo die Grauen Antifa-Demo, als sie in
çlik (Idealistische Jugend), als pa- Wölfe bis 1993 regelmäßig ge- der U-Bahn auf eine
ramilitärische Jugendorganisation walttätige Aktionen verübten, Gruppe Neonazis tra-
der Partei der nationalistischen finden sie heutzutage besonders fen. Es kam zu einer
Bewegung (MHP), gegründet. bei Jugendlichen zuspruch, die Auseinandersetzung, in
Ihre Geschichte ist untrennbar mit von gesellschaftlicher Partizipati- Folge derer Carlos töd-
der ihres obersten Führers Alpars- on ausgeschlossen werden. Zum lich und ein Bekannter
lan Türkes verbunden. Der inzwi- Teil seit Jahren in Deutschland schwer verletzt wurde.
schen verstorbene, ehemalige Of- lebend oder hier geboren und In ganz Spanien so-
fizier und rechte Putschist wird noch immer als »Fremde« behan- wie in Katalonien und
von den türkischen Ultra-Natio- delt und ausgegrenzt, gibt ihnen im Baskenland fanden
nalisten noch heute mystisch ver- ihr agressiver Nationalismus das als Reaktion Demon-
ehrt. Gefühl zu einem starken Kollek- strationen statt. In
tiv zu gehören. Berlin versammelten
Rechtsextreme Ideologie sich rund 300 Personen
Ihre ideologischen Ursprünge sind Wolf im Schafspelz und gedachten Carlos
der Panturkismus und der Islam. Die sich in den letzten Jahren mo- mit einer Spontande-
Erstgenannter ist die Bewegung derater gebenden Ultra-Nationa- mo.
für ein türkisches Weltreich, dass listen rekrutieren ihren Nach- ◆ nodo50.org/antifa
Graue Wölfe,
sich über den Balkan bis nach Jugendorganisation wuchs in eigenen Moscheen,
China erstrecken soll. Dem Pant- d e r M H P, b e s t i m m e n Sport- und Kulturvereinen. Dort ■ Neues AIB erschienen

urkismus, dem der Islam ursprüng- i n d e r Tü r k e i g a n z e werden ihnen nicht nur Freizeit- Seit Ende November
lich fremd war, liegt ein oft völ- Straßenzüge und angebote gemacht, sondern auch gibt es das aktuelle An-
Viertel. Foto:
kisch, machmal auch kulturali- die Ideen der Grauen Wölfe näher tifaschistische Info-
Istanbul, 2007
stisch begründeter Nationalismus gebracht.In Berlin-Kreuzberg ste- blatt. Die Ausgabe hat
zu Grunde. Mit ihm einher geht, nung von Demokratie und Plura- hen dafür exemplarisch die Mo- den Schwerpunkt Bun-
neben dem Autoritarismus, vor al- lismus. Es muss bei den Grauen scheen der Türkischen Föderation. deswehr und (Nicht)-
lem die rassistische Diskriminie- Wölfen also zweifelsohne von ei- Doch auch diverse Kultur-, oder Aufarbeitung mit der
rung nicht-türkischer Minderhei- ner rechtsextremen Bewegung Sportvereine wie der BSV Hür- NS-Geschichte. Die An-
ten. gesprochen werden. Dies wurde türkel e.V. sind zur kreuzberger tifaschistische Linke
Durch die von Türkes vorge- nicht zuletzt durch die politische Infrastruktur der Rechtsextremen Berlin liefert einen
nommene Integration des Islam, Praxis bis Anfang der 80’er Jahre zu zählen. Gastbeitrag zu antifa-
als einen vermeintlich untrennba- klar. Die einleitend erwähnte, mas- schistischen Stratgien
ren, kulturellen Aspekt des Tür- senhafte, kurdenfeindliche Gewalt und Hans Coppie zieht
kentums, bildete sich die heutige Verhältnis zur Gewalt zeigt was für Früchte diese Art Resumé aus 60 Jahren
Weltanschauung der Grauen Wöl- Vorwiegend in der Türkei übten von Kulturarbeit trägt. Nicht um- VVN/BdA. Elias Bierdel,
fe in den 70’er Jahren heraus. die »Grauen Wölfe« damals un- sonst waren unter den Angreifern Vorsitzender der Cap
Zu den ihren Grundlagen ge- zählige Attentate und Massaker immer wieder die MHP-Symbo- Anamur schreibt in ei-
hören, neben bereits erwähntem, gegen Kommunisten und religiö- le zu sehen. Seien es der nem Gastbeitrag über
auch die Diskriminierung religiö- se, sowie nicht-türkische Minder- »Bozkurt«, also der »Graue Wolf« »Europas größtes Mas-
ser Minderheiten, der Antikom- heiten aus. Sie hatten nach etwa oder die drei Halbmonde auf ro- sengrab«, das Meer
munismus, Antiliberalismus und zehn Jahren mehrere tausend tem Grund zeigende, osmanische zwischen Afrika und
Antisemitismus, sowie die Ableh- Menschen auf dem Gewissen. Kriegsflagge. Europa.

0 7 /// A n t i b e r l i n e r 1 5 / 2 0 0 7
■ Kriegsästhetik gung.Allerdings wird hier nicht
US-amerikanische Mili-
»Die Repression hat nur mehr der bewaffnete
tärstrategen sprechen
von einem »Theater of
wieder zugenommen« Kampf einer starken Repressi-
on unterworfen, sondern auch
War« – und rücken den Obrint Pas, was soviel be- der politische.
Krieg damit in die Nähe deutet wie einen Weg öff- Also hat sich unter der neuen so-
einer Inszenierung. Tat- nen, verpacken ihre politi- zialdemokratischen Regierung von
sächlich werden mo- schen Botschaften in lyri- Zapatero in den letzten drei Jah-
derne Kriege zusehends schen Texten. Der Antiberli- ren gar nichts verändert?
unsichtbarer. Der Vor- ner sprach mit ihrem Front- Es gab am Anfang die Hoff-
trag untersucht die In- mann Xavi Sarrià nung, dass sich etwas verändern
szenierung der Unsicht- würde. Zapatero hatte verspro-

I
barkeit des Krieges. hr seid eine politische Band chen, dass nun eine Politik er-
Xavi Sarriá
◆ Hans-Joachim Len- und erfolgreich mit euren folgen würde, die weniger na-
ger, Unsichtbarkeit. Zur Ska- und Punkliedern. Was sehr wichtig. Wir haben uns tionalistisch, sondern sozialer
An-Ästhetik des Krie- thematisiert ihr in euren Texten? schon immer mit der Antiglo- sein sollte. Natürlich hat es ei-
ges, 7. Januar Die Texte thematisieren vor al- balisierungsbewegung verbun- nige kleine soziale Verbesserun-
lem die Probleme, die uns als den gefühlt. gen gegeben, aber die Rechte
■ Anatomie der Folter junge Menschen berühren, und Wie siehst du die derzeitige Re- in Spanien hat sehr viel Druck
Der Vortrag untersucht all das was uns sonst noch be- pression gegen die baskische Linke? aufgebaut. Als Zapatero zum
Abu Ghraib jenseits der schäftigt.Wir sagen immer, dass Dazu muss man wissen, dass es Beispiel die homosexuelle Ehe
bekannten Bilder und wir über unsere Gefühle reden, vom spanischen Staat aus schon gesetzlich durchgesetzt hat, ist
stellt weiter das politi- unsere Gefühle als Individuen, immer eine starke nationalisti- die rechtskonservative PP auf
sche System dar, das aber ebenso über unsere Gefüh- sche Dynamik gegeben hat. Das die Strasse gegangen und hat
solche Ereignisse er- le, die mit dem Wunsch verbun- heißt nichts anderes, als dass der dort Großdemonstrationen mit
möglicht. den sind die Sachen zu verän- Staat sehr an der territorialen 50.000 bis 100.000 Personen
◆ Carolin Emcke, Ana- dern, dem Bedürfnis Alternati- Einheit des Landes festgehalten gegen dieses Gesetz durchge-
tomie der Folter jen- ven zu dem aufzubauen was der- hat und nach wie vor festhält. führt. Und das Schlimme ist,
seits der medialen und zeit existiert. Die Wurzeln dieser Ideologie dass die Rechte in Spanien
politischen Inszenie- Ihr engagiert euch bei verschiedenen stammen vor allem aus der Zeit nicht wie in anderen europäi-
rung, 22. Januar sozialen und politischen Aktionen. des franquistischen Falange, die schen Ländern in der Öffent-
Dieses Jahr habt ihr u. a. in Ro- die Einheit Spaniens als zentra- lichkeit delegitimiert wird. Es
■ Schocksituationen stock bei dem »Move against G8« len Punkt behandelt hat. Das ist hier etwas ganz normales,
Im Vortrag sollen die gespielt. Militär und der König sind bis wenn hier die Massen gegen
Phänomene diskutiert Wir treten bereits seit mehreren heute der Garant für die Einheit Homosexualität auf die Straße
werden, die über das Jahren immer wieder in des Landes. Deswegen wird je- gehen.
Fallbeispiel Kolumbien Deutschland auf, dadurch sind der Versuch unterschiedliche Der ganze Druck der Rechten
hinausweisen: Die Irre- verschiedene politische Kontak- Kulturen innerhalb des spani- hat auf die Politik von Zapate-
gularisierung und Pri- te entstanden. Auf einem so schen Staates zu verteidigen mit ro Einfluss genommen und ent-
vatisierung von Kriegen großen Festival wie in Rostock einer großen Repression über- sprechend ist diese heute natio-
sowie die Bedeutung aufzutreten, wo so viele politi- zogen. Der letzte große Schlag nalistischer, patriotischer und
gesellschaftlicher sche Aktivisten sind, ist für uns war gegen die baskische Bewe- repressiver als am Anfang.
»Schocksituationen«.
◆ Raul Zelik, Informel-
E r n a t a g e s p o lit i s c h : B a h n v e r s a gt a uf g a n z e r Li ni e
ler Ausnahmezustand in
Kolumbien, 4. Februar

◆ Alle Veranstaltungen
beginnen um 19.30
Uhr, Kulturhaus Mitte,
August Str. 21, mehr
unter Informationen:
www.jourfixe.net

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