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Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.

2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Dies academicus

Berichterstatter_in: Gerrit Aust

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt sich an der nationalen Bolognakonferenz des BMBF, der KMK,
der HRK und Studierenden am 17. Mai.
An diesem Tag wird an der HU ein Dies academicus durchgeführt, bei dem anstelle der ordentlichen
Lehrveranstaltungen ganztägig ein Thementag zum Thema „Bologna“ stattfindet.
Dieser umfasst zum einen die Übertragung und universitätsweite Rezeption der nationalen
Bolognakonferenz (9.30-13 Uhr, wird bundesweit vom BMBF übertragen) und zum anderen eine eigene
Diskussion zum Stand der Überarbeitung der Bologna-Implementierung an der HU.
Für die betreffenden Podien, Veranstaltungen und eine universitäre Vollversammlung werden die
entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.
Auf den Dies academicus wird in einer gesonderten E-Mail an alle Studierenden, Lehrenden und
Angestellten der HU sowie in den allgemeinen Publikationen und Bekanntmachungen der HU hingewiesen.

Begründung:
wird mündlich vorgetragen

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage 43/2010 neu – überarbeitet


zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Verbesserung des Zugangs zu Räumen für Studierende

Berichterstatter_in: Paul Stähler

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Studierenden ist der Zugang zu Räumlichkeiten der Universität zu erleichtern. Dies soll durch folgende
Maßnahmen umgesetzt werden:
a) An jeder Fakultät sind die Seminarräume, die jeweils nicht durch Lehrveranstaltungen belegt sind,
für Studierende offen zu halten.
b) In jedem Seminargebäude ist eine Übersicht über alle jeweils freien Räume an zentraler Stelle
auszuhängen.
Die Darstellung der Raumplanung – insbesondere der nicht verschlossenen Räume – ist fortan für
Studierende zugänglich zu machen.
Mit der technischen Umsetzung, die durch eine Anpassung in AGNES erfolgen kann, wird die
Studienabteilung beauftragt.
c) Für das Abhalten studentischer Vollversammlungen ist unkompliziert das Audimax zur Verfügung
zu stellen.

Begründung:
Um den Anforderungen des Studienalltags zu genügen, ist es unabdingbar, dass Studierenden genügend
Räumlichkeiten für das individuelle Arbeiten sowie für das Arbeiten in der Gruppe zur Verfügung stehen.
Hierfür müssen Studierende einerseits Einblick in den Raum- und Belegungsplan der HU haben,
andererseits auch kurzfristig entsprechende Räume belegen können.
In Zeiten, in denen das Audimax sich nicht in studentischer Hand befindet, ist es mitunter sehr schwierig,
Räumlichkeiten für eine Vollversammlung zu organisieren. Vollversammlungen, die das höchste
beschlussfassende Organ der studentischen Selbstverwaltung darstellen, müssen aber über unkomplizierten
Zugang zum Auditorium Maximum verfügen.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage 44/2010 neu


zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Ermittlung und ständige Prüfung der Standards zum Raumbedarf

Berichterstatter_in: Paul Stähler

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Bei der Erhebung des Raumbedarfs, wie sie im Rahmen der Einführung des ‚Mieter-Vermieter-Modells’
durchzuführen sind, ist auch und gerade der studentische Bedarf zu berücksichtigen. Hierfür sind folgende
Kriterien zu beachten:
a) der Erhalt von Fachschaftsräumen
b) der Bedarf an (Gruppen-) Arbeitsräumen
c) der Bedarf an Ruheräumen
d) Räume für studentische Initiativen, z.B. für studentisch verwaltete Cafés
Die Festsetzung des relativen sowie des absoluten Bedarfs hat unter Beteiligung der betroffenen
Studierenden zu erfolgen.
Über die Erhebung des Raumbedarfs, über die bisherige sowie die geplante Nutzung ist Bericht zu erstatten.
Mit der Umsetzung wird die Technische Abteilung beauftragt.

Begründung:
Die Studierenden kritisieren das neue ‚Mieter-Vermieter-Modell’ (MVM) im Ganzen und wünschen sich
dessen Nichteinführung. Da das MVM jedoch in den abgeschlossenen Hochschulverträgen verankert ist, ist
die Umsetzung dieses Wunsches derzeit nicht möglich.
So bestehen die Studierenden wenigstens darauf, bei den Berechnungen des Raumbedarfs der jeweiligen
Fakultäten bzw. Institute hinreichend Berücksichtigung zu finden.
Eine regelmäßig durchzuführende Evaluation der Raumsituation ist hierfür unabdingbar.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
für die Durchführung der Evaluation
Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage 45c/2010 neu – überarbeitet


zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Raum für Studierende

Berichterstatter_in: Paul Stähler

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Der Initiative der Protestteilnehmer_innen bekommt als Treffpunkt für Diskussionen und zur Organisation
ihrer Interessen fakultätsübergreifend dauerhaft einen selbstverwalteten Raum zur Verfügung gestellt, der
folgende Kriterien erfüllt:

a) barrierefrei zugänglich
b) studentisch verwaltet
c) jederzeit frei zugänglich
d) zentral gelegen
e) mind. 60 m²
f) WLAN-Internetanschluss
g) angemessene Ausstattung an Mobiliar

Begründung:
Um sich auch als Studierende_r langfristig am universitären Leben, einschließlich der Gestaltung des
Bolognaprozesses, beteiligen zu können, ist eine dauerhafte Organisationsstruktur vonnöten. Eine zentrale
Anlaufstelle, in der Veranstaltungen stattfinden können und Material gelagert werden kann, erleichtert dies
maßgeblich.
Hierbei handelt es sich um universitätsweite Arbeit, weshalb Fachschaftsräume nur begrenzt dafür dienlich
sind.
Anbieten würden sich zum Beispiel Räume in den derzeit leerstehenden Fachbereichsibliotheken.
Um die Aufnahme der Arbeit zeitnah zu ermöglichen, wird eine angemessene Ausstattung an Stühlen,
Tischen, Schränken etc. benötigt.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage 45/2010 neu – überarbeitet


zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Keine Durchführung von Zwangsexmatrikulationen

Berichterstatter_in: Tobias Roßmann

Beschlussentwurf:
Die Humboldt-Universität versichert, keine Zwangsexmatrikulationen durchzuführen aufgrund von
a) nicht erfüllten Auflagen bei Zwangsberatungen;
b) ausgelaufenem „Vertrauensschutz“ für Magister- und Diplomstudiengänge.

Begründung:
Zwangsexmatrikulationen in diesen Fällen scheinen Mittel der Kostenreduzierung für die Universität zu sein,
welche vollständig zu Lasten der Studierenden gehen und daher nicht verantwortbar sind. Andererseits
werden sie sich im Rahmen des in den Hochschulverträgen vereinbarten so genannten Preismodells negativ
auf die Finanzierung der Universität auswirken.
Da Zwangsberatungen eine Bevormundung der Studierenden durch die Universität und somit einen Eingriff
in die Freiheit und Verantwortung derselben darstellen, zu welcher sich die HU in der Präambel ihrer
Verfassung bekennt, sind auch Zwangsexmatrikulationen abzulehnen, die durch solche bestimmt wurden.
Das Auslaufen des so genannten „Vertrauensschutzes“ für Studierende der Magister- und
Diplomstudiengänge darf kein Kriterium für den Ausschluss aus der Universität sein, da Studierende sonst
ohne jegliche Qualifikation aus der Universität austreten würden. Vielmehr sollte diesen ermöglicht werden,
ohne viel Zeitverlust in vergleichbare Studienordnungen der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge
überzuwechseln.
Da Zwangsexmatrikulationen in den Fällen a) und b) von der Universität nach Aussage des Vizepräsidenten
für Studium und Internationales nicht praktiziert werden, dürfte eine derartige, verbindliche Erklärung
problemlos sein.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage 39/2010 neu


zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Transparenz der universitären Organisation

Berichterstatter_in: Martin Rohde

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
I. Zur Steigerung der Transparenz der universitären Organisation beschließt der Akademische Senat
folgende Maßnahmen:
a) Veröffentlichung der Tagesordnungen vorab sowie der Beschlüsse der Gremien der akademischen
Selbstverwaltung, z.B. an zentraler Stelle im Hauptgebäude und an den einzelnen Instituten sowie in
Newslettern und auf schnell zu erreichenden Seiten der Homepage www.hu-berlin.de
b) Informationen zum Stand folgender wesentlicher inneruniversitärer Prozesse:
– Umsetzung von Beschlüssen des Akademischen Senats auf Universitäts- und Fakultätsebene
(Fortschritte bei der Überarbeitung der BA-Studiengänge, Aussetzen von Anwesenheitskontrollen,
Abschaffung und Löschung aller Maluspunkte, Einführung einer Gremienzeit)
– Berichte entsprechend AS 32/2010, 33/2010 sowie 35/2010
– Abläufe im Rahmen der Exzellenzinitiative
– Berufungsverfahren
Auf Anfrage ist über weitere Entwicklungen zu informieren.
c) Informationen zum Stand folgender wesentlicher außeruniversitärer Verhandlungen:
– Hochschulvertragsverhandlungen
– Verhandlungen zum hochschulübergreifenden Studium
Auf Anfrage ist über weitere Entwicklungen zu informieren.
d) Darstellung der Zusammensetzung der verantwortlichen Gremien und Arbeits- und Projektgruppen
sowie Bekanntgabe der beteiligten Personen
Bei Gründung neuer Kommissionen und Arbeits- oder Projektgruppen ist über deren Bildung zu
informieren. Bei deren Auflösung sind die erarbeiteten Ergebnisse offen zu legen.
e) Durchführung und Veröffentlichung von universitätsinternen Evaluationen u.a. zu
– Studierbarkeit, Studienerfolg und Studienabbruch
– Barrierefreiheit
– Lehre und Lehrenden
Evaluationen, die auf Personen rückführbar sind, sind unter Maßgabe des Datenschutzes
durchzuführen.

II. Die in a) bis f) enthaltenen Informationen sollen auf folgende Weise veröffentlicht werden:
a) Einrichten von Informationstafeln
– im Foyer des Hauptgebäudes
– den einzelnen Instituten
b) die Umstrukturierung der Homepage derart, dass
– eine über die Startseite erreichbare „News-Seite“ nicht nur Neuigkeiten für die Öffentlichkeit,
sondern auch Interna (Beschlüsse der Gremien der universitären Selbstverwaltung, Berichte)
bekannt gibt;
– Informationen zur akademischen Selbstverwaltung leicht zugänglich sind und an zentraler Stelle in
die Gremienstruktur der HU sowie in Aufgaben und Zusammensetzung der jeweiligen Gremien und
Kommissionen eingeführt wird;
– Informationen von seiten der studentischen Selbstverwaltung (Referent_innenRat und
Studierendenparlament) und studentischer Initiativen und Projekte (z.B. HUgo) von der Startseite
aus zu erreichen sind.
c) Sämtliche Informationen müssen barrierefrei zugänglich sein.
Die entsprechenden Informationen sollen mindestens vier Wochen an zentral gelegenen
Informationstafeln aushängen. Nach Ablauf dieser Frist müssen sie, z.B. in einem direkt erreichbaren
Online-Archiv, dauerhaft zugänglich sein.

Mit der Umsetzung wird das Präsidium beauftragt.

Begründung:
Die Humboldt-Universität zeigt sich bemüht, nach außen attraktiv und umfassend präsentiert zu sein, wovon
bspw. die Anlage der Homepage sowie die personelle Ausstattung des Öffentlichkeits-Referates zeugen. Die
interne Kommunikation hingegen bedarf des dringenden Ausbaus, Studierenden ist der unkomplizierte
Zugriff auf allgemeine wie aktuelle Informationen über Gremien und universitäre Entscheidungsprozesse zu
ermöglichen.
Dass die Struktur für alle Mitglieder durchschaubar und Entscheidungsprozesse nachvollziehbar sind,
müsste für jede Institution in einer demokratischen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit darstellen.
Die Struktur der akademischen Selbstverwaltung zu erläutern kann nicht ausschließlich Aufgabe
studentischer Initiativen – die zudem nicht mit der Hauptseite verlinkt sind – sein. Vielmehr sollte auch die
Universitätsleistung ein Interesse an studentischer Beteiligung – und somit Bereicherung – haben.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
Keine
Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage 42/2010 neu – überarbeitet


zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Ausfinanzierung des musikalischen Angebots

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Humboldt-Universität setzt sich zum Ziel, die Ausfinanzierung des musikalischen Angebots
sicherzustellen.
Sie unterlässt Kürzungen der finanziellen und personellen Ausstattung bei allen musikalischen Ensembles.

Begründung:
Die Musik an der HU hat sich seit 1993 quantitativ und qualitativ erheblich weiterentwickelt. Die finanzielle
Ausstattung blieb trotz steigender Preise weitgehend gleich, die personelle hat sich verschlechtert. Dadurch
ist das hohe Niveau der Musik an der HU nicht mehr zu leisten.
Für eine bedeutende akademische Einrichtung sind musikalische Ensembles unverzichtbar. Die Konzerte
der Studierenden stellen eine der wichtigsten Repräsentationsformen der Universität nach außen wie nach
innen dar. Die gemeinsame Musikausübung bietet eine ideale Möglichkeit zur Integration ausländischer
Studierender und zur Bildung interdisziplinärer Netzwerke. Vor allem trägt die Teilnahme an den
musikalischen Ensembles zur individuellen Bildung und freien persönlichen Entfaltung bei.
Eine Verringerung der finanziellen und personellen Ausstattung wäre untragbar. Eine angemessene
Ausfinanzierung über den bisherigen status quo hinaus bedeutet für uns einen langfristig zugesicherten
Basisetat von 30.000 Euro im Jahr statt bisher durchschnittlich 24.000 Euro. Für die notwenige Organisation
und Kommunikation bei der Musik an der HU sind zusätzlich sowohl eine 100% BAT II-Mitarbeiterstelle (statt
ab April 40% BAT II) als auch eine 50% BAT III-Stelle unverzichtbar.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine oder geringfügige Erhöhung der bisherigen Ausgaben für das musikalische Angebot
Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 30.04.2010
Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Einrichtung einer Zentraleinrichtung für Musik

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Alle Institutionen der „Musik an der Humboldt-Universität“ sind in einer Zentraleinrichtung für Musik unter
Leitung des Universitätsmusikdirektors zusammenzuführen.

Begründung:
Um die Rolle der Musik an der HU zu stärken und ihr eine fakultätsunabhängige personelle und finanzielle
Struktur zu ermöglichen, ist eine Zentraleinrichtung für Musik unter Leitung des
Universitätsmusikdirektors zu gründen. Dadurch wird eine bessere Integration der Musik an der HU in die
Universität und eine optimale Form für ihre repräsentative Funktion gewährleistet.

Haushaltsmäßige Auswirkungen: