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Blended-Learning-Curriculum

„Qualifikation Tabakentwöhnung“
Online-Kurs
Texte und Materialien der Bundesärztekammer
zur Fortbildung und Weiterbildung

Herausgeber: Bundesärztekammer

In Zusammenarbeit mit:
Prof. Dr. Anil Batra, Ltd. Oberarzt Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie), Dr. Thomas
Hering, Stellvertretender Vorsitzender Bundesverband der Pneumologen, Peter Arbter, Arzt für Allgemeinmedizin,
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ)
Modul 5

Patientenansprache, Diagnose
und Intervention
Einführung
Wenn Raucher einen Arzt aufsuchen, bietet sich eine gute Chance, aktiv ein
Nachdenken über den Tabakkonsum zu bewirken sowie erstmalig oder erneut
zum Ausstieg zu motivieren. Da der Arztbesuch in der Regel im
gesundheitlichen Kontext stattfindet, ist eine Nachfrage zum Raucherstatus
sehr viel naheliegender als in anderen Situationen. Verschiedene Studien
konnten zeigen, dass der ärztliche Rat mit dem Rauchen aufzuhören
verbunden mit dem Angebot der therapeutischen Unterstützung nachweislich
wirksam ist und somit zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit des
Patienten beiträgt.
Beschreibung
Dieses Modul vermittelt Kenntnisse, wie eine Ansprache des Patienten zu
seinem Tabakkonsum gestaltet, wie zum Rauchstopp motiviert und eine
Verhaltensänderung bewirkt werden kann . Es zeigt zudem Methoden auf, wie
Patienten mit einer Bereitschaft für eine Tabakentwöhnung erfolgreich betreut
werden können.
Die in diesem Modul vermittelten theoretischen Kenntnisse dienen der
intensiven Vorbereitung auf die praktischen Übungen im Präsenzkurs.
Inhalte
5.1 Anamnese und Diagnostik
5.2 Erkennen von Risikogruppen
5.3 Motivierende Gesprächsführung
5.4 Gesprächs- und Beratungstechniken
5.5 Intervention
5.6 Strukturierte Tabakentwöhnung im eigenen Arbeitsalltag
Lernziele
Nach bearbeiten dieses Moduls können Sie:

• eine Anamnese zum Rauchstatus durchführen und bewerten


• verschiedene Subgruppen von Rauchern identifizieren und auf ihre
Besonderheiten eingehen
• Grundlegende Elemente der motivierenden Gesprächsführung in die Praxis
umsetzen
• Gesprächs- und Beratungstechniken zur Förderung der Motivation
anwenden
• Entsprechend dem Anamnesestatus die richtige Intervention durchführen
• einen Algorithmus zur Tabakentwöhnung für die eigene Praxis oder Station
erstellen
5.1
Anamnese und Diagnostik
Modul 5
Patientenansprache, Diagnose
und Intervention
Dokumentation der
Raucheranamnese
Die Dokumentation der Raucheranamnese sollte folgende Aspekte abdecken:
• Rauchverhalten
• Abhängigkeit nach ICD-10
• Stärke der Abhängigkeit nach FTND
• Tabakassoziierte Gesundheitsstörungen
• Anzahl der bisherigen Abstinenzversuche
• Bislang in Anspruch genommene Therapieformen
• Aktuelle Entwöhnungsmotivation
• Risikofaktoren für einen frühen Rückfall (Depression, Suchterkrankungen,
Gewichtsprobleme, Rauchverhalten in der Umgebung)
• Aktuelle Medikation
• Objektive Maße der Tabakrauchexposition (fakultativ): CO in der
Ausatemluft, Cotinin oder Nikotin im Serum, Speichel oder Urin
Beschreibung des aktiven, passiven
und ehemaligen Rauchverhaltens, z.B.
Welche Aussage trifft auf Sie zu?
• Ich habe noch nie geraucht.
• Ich bin seit weniger als 12 Monaten Ex-Raucher,
• Ich bin seit mehr als 12 Monaten Ex-Raucher.
• Bevor ich aufgehört habe, habe ich seit x Jahren geraucht.
• Ich bin Passivraucher. (Wo? Wie oft? Wie viel wird dort geraucht?)
• Ich rauche hin und wieder, aber nicht täglich.
• Ich rauche täglich.
• Ich rauche Pfeife / Zigarre / Zigarillos / Zigarette.
• Ich rauche x Zigaretten täglich.
• Ich konsumiere andere Tabakprodukte. (z.B. Kautabak)
• Ich glaube, dass meine gesundheitlichen Beschwerden (welche?....) im
Zusammenhang mit dem Rauchen stehen.
• Ich glaube, dass ich von einem Rauchstopp gesundheitlich profitieren könnte.
• Ich habe schon x Mal versucht mit dem Rauchen aufzuhören.
• Ich habe bereits Nikotinersatzprodukte oder andere Medikamente benutzt.
Die sechs Fragen des
Fagerström-Test (1)
1. Wann rauchen Sie Ihre erste Zigarette nach dem Aufstehen?
Innerhalb von 5 Minuten…………………….3 Punkte
Innerhalb von 6 bis 30 Minuten……………. 2 Punkte
Innerhalb von 31 bis 60 Minuten……………1 Punkt
Es dauert länger als 60 Minuten……………0 Punkte

2. Finden Sie es schwierig, an Orten, wo das Rauchen verboten ist


(z.B. in der Kirche, in der Bibliothek, im Kino) auf das Rauchen zu
verzichten?
Ja………………………………………………1 Punkt
Nein……………………………………………0 Punkte

3. Auf welche Zigarette würden Sie nicht verzichten wollen?


Die erste nach dem Aufstehen……………..1 Punkt
Eine andere…………………………………...0 Punkte
Die sechs Fragen des
Fagerström-Test (2)
4. Wie viele Zigaretten rauchen Sie pro Tag?
Mehr als 30……………………. …………….3 Punkte
21 – 30………..……………………………….2 Punkte
11 – 20…………………………….. …………1 Punkt
Weiniger als 10………………….……………0 Punkte

5. Rauchen Sie in den ersten Stunden nach dem Erwachen im


Allgemeinen mehr als am Rest des Tages?
Ja………………………………………………1 Punkt
Nein……………………………………………0 Punkte

6. Kommt es vor, dass Sie rauchen, wenn Sie krank sind und tagsüber
im Bett bleiben müssen?
Ja…………………………….…………………1 Punkt
Nein………..…………………………………...0 Punkte

Bild: Bundesverband der Pneumologen


Auswertung des FTND
0-2 Punkte: sehr leichte Abhängigkeit
3-4 Punkte: leichte Abhängigkeit
5 Punkte: mittelschwere Abhängigkeit
6-7 Punkte: schwere Abhängigkeit
8-10 Punkte: sehr schwere Abhängigkeit
Mögliche Befragung zur
Ausstiegsmotivation
Wie sieht es bei Ihnen damit aus, mit Rauchen aufzuhören?
oder
Wie groß ist Ihr Wunsch mit dem Rauchen aufzuhören?
sehr groß
eher groß
eher klein
ich will gar nicht aufhören
oder
Auf einer Skala von 1 bis 10, auf der 1 bedeutet „überhaupt nicht
motiviert“ und 10 bedeutet 100%ig motiviert – Welchen Wert würden Sie
sich geben?

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Quelle: rauchfrei - Leitfaden zur Kurzintervention bei Raucherinnen und Rauchern


Biochemische Marker des
Tabakkonsums

• Nikotin-Plasma-Konzentration
• Cotinin-Spiegel im Serum, Speichel oder Urin
• Thiozyanat
• CO in der Ausatemluft

Bild: Microsoft Clipart


CO-Messung
Gemessen wird die Konzentration des Kohlenmonoxid (CO) in der Ausatemluft.
Da die Halbwertszeit von CO (Zeit bis zum Abbau / Ausscheiden der Hälfte der
Substanz) durchschnittlich nur ca. 8 Stunden beträgt, ist die CO-Messung kein
Beweismittel für das Rauchen, sondern lediglich für die Inhalation innerhalb der
letzten Stunden vor der Messung. Eine Messung kann jedoch sehr motivierend
wirken und bietet einen guten Gesprächseinstieg.

CO-Wert Tabakkonsum
< 5ppm Abstinenz
15-30 ppm ca. 20 Zigaretten pro Tag
> 40 ppm > 25 Zigaretten pro Tag
Quelle: AKdÄ
5.2
Erkennen von Risikogruppen

Modul 5
Patientenansprache, Diagnose,
Intervention
Subgruppen, die besondere
Aufmerksamkeit bedürfen
Raucher mit bestehenden Der Krankheitsverlauf wird durch das Rauchen sehr
Begleitsymptomen oder – ungünstig beeinflusst. Der Patient profitiert auch bei
erkrankungen fortgeschrittener Krankheit von einem Rauchstopp.

Rauchende Schwangere Das Rauchen beeinträchtigt auch das ungeborene Kind –


zunächst in seiner Entwicklung im Mutterleib und später
durch eine schlechtere Gesundheit.
Das Risiko von Gefäßerkrankungen ist durch die
Raucherinnen mit
Kombination Rauchen und Kontrazeptiva um ein
Kontrazeptiva-Verschreibung Vielfaches erhöht.
Die Fruchtbarkeit wird durch das Rauchen herabgesetzt.
Rauchende mit Kinderwunsch

Diese setzen ihre Kinder den Gefahren des Passivrauchs


Rauchende Eltern aus.

Raucher mit früheren Hier besteht der Wille aufzuhören. Eine intensivere
Ausstiegsversuchen Betreuung erhöht die Ausstiegschancen.
Subgruppen, die besondere
Aufmerksamkeit bedürfen
Raucher, die sich in einem für Diese Raucher benötigen intensivere Betreuung.
einen Ausstieg ungünstigen
Umfeld bewegen
Raucher, die sich in einem für Diese Raucher haben eine gute Prognose für einen
einen Ausstieg günstigen erfolgreichen Ausstieg. Ein Ausstieg mit
Umfeld bewegen. Minimalintervention ist wahrscheinlich.

Raucher, die erst seit kurzem Auch hier ist es möglicherweise vergleichsweise einfach,
Tabak konsumieren. erfolgreich zu intervenieren.

Raucher, die Tabak nur in s.o.


geringen Mengen
konsumieren
5.3
Motivierende Gesprächsführung
Modul 5
Patientenansprache, Diagnose,
Intervention
Nicht!!!
Wenn Sie:
• Drohen – (mit dem „Leichentuch wedeln“)
• ver- und beurteilen
• diagnostizieren
• moralisieren
• belehren
• konfrontieren Wird Ihr Patient:
• ignorieren • Widerstand leisten
• Verzweifeln
• Aggressiv werden
• sich zurückziehen
• zum Schein auf Ihre Vorschläge eingehen

Bild: Microsoft Clipart


Die motivierende Gesprächsführung
geht davon aus, dass:
• jeder Mensch zu jeder Zeit spezifische eigene
Stärken, Ressourcen und Fähigkeiten hat.
• jeder Mensch über eigenes Veränderungspotential
verfügt.
• jeder Mensch das Tempo der Veränderung nur für
sich bestimmt und verantwortet.
• jeder Mensch sich letztlich auch gegen eine
Veränderung entscheiden kann.

Bild. Microsoft ClipArt


Die motivierende Gesprächsführung
basiert auf folgenden Grundsätzen:
• unterstützen und fördern anstatt zu überreden und zu forcieren
• eigene Motivation und Fähigkeiten aufdecken
• mit Widerstand umgehen anstatt ihn zu bekämpfen
• keine Beweisführung anstreben, sondern Diskrepanzen aufdecken oder
entwickeln
• Zuversicht in die angemessene Selbstwirksamkeit des Patienten stärken
• wertschätzende, empathische und akzeptierende Haltung dem Patienten
gegenüber einnehmen
Merkmale der motivierenden
Gesprächsführung
• Empathie zeigen
• Diskrepanz erzeugen
• Beweisführung vermeiden
• Mit dem Widerstand arbeiten
• Selbstwirksamkeitserwartung fördern
• Selbstexploration unterstützen
• Aktiv zuhören
• Rückmeldung geben
• Eigenverantwortlichkeit stärken
• Ziele klären
• Bestätigen
• Selbstmotivierende Aussagen der Jugendlichen fördern
• Konstruktiver Umgang mit Defensivstrategien
• Ratschläge geben
• Alternativen anbieten
Ambivalenz
Die meisten Raucher sind nicht unbelehrbar
oder unwillig, sondern ambivalent und befinden
sich im Zustand der „Kognitiven Dissonanz“.
Für oder gegen das Rauchen sprechen eine Vielzahl von Vor- und
Nachteilen. Sich bewusst mit diesen Pros und Contras auseinanderzusetzen
verschärft die Dissonanz, erhöht die innere Spannung (und führt so zum
Konsum um die entspannende Wirkung der Zigarette zu nutzen) steigert aber
auch die Motivation, sie durch ein verändertes Verhalten aufzulösen.
Ein wichtiger Bestandteil der motivierenden Gesprächsführung ist es, Vor-
und Nachteile sowohl einer Änderung, als auch einer Nichtänderung zu
beleuchten.
Ziel
Es geht nicht darum, den Patienten
„auszutricksen“ durch die bessere
Argumentation. Einem Raucher Angst
vor Erkrankungen oder ein schlechtes
Gewissen wegen seines unvernünf-
tigen Verhaltens zu machen, ist für
einen Arzt nicht besonders schwer.
Für einen erfolgreichen Rauchstop reicht das jedoch in der Regel nicht.
Wichtiger ist, dem Patienten zu helfen, seine eigene Motivation und sein
Bewältigungspotential zu entdecken. Denn eine Entwöhnung kann langfristig
nur erfolgreich sein, wenn Ihr Patient gute persönliche Gründe für einen
Ausstieg hat, es von sich aus will und daran glaubt, dass er es schafft!
Die Chancen dafür sind gar nicht so schlecht, weil die meisten Raucher nicht
etwa unbelehrbar oder unmotiviert sind, sondern in der Regel ambivalent.
Unbewusst kennen sie die Pros und Contras ihres Tabakkonsums. Helfen Sie
Ihrem Patienten dabei, zu einer Entscheidung für den Rauchstopp zu finden
und stärken Sie seine Zuversicht auf einen erfolgreichen Ausstieg.

Bild. Microsoft ClipArt


5.4
Gesprächs- und
Beratungstechniken
Modul 5
Patientenansprache, Diagnose,
Intervention
Offene Fragen stellen
Die Gesprächstechnik der „offenen Fragen“ dient nicht primär der
Informationsbeschaffung oder diagnostischen Erkenntnisgewinnung, sondern
ist ein geeignetes Instrument, um die Selbstexploration des Patienten zu
erleichtern und zu unterstützen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit dem
eigenen Rauchverhalten gefördert. Der Patient übernimmt so eine aktive Rolle.
Geschlossene Fragen sind bei bestimmten Gelegenheiten, z.B. zur Klärung
von Sachverhalten sinnvoll, verleiten aber dazu mit „Ja“ oder „nein“ zu
antworten, ohne über die eigene Haltung näher nachzudenken.
Mit Ihren Fragen lenken Sie den Gesprächsverlauf. Stellen Sie offene Fragen,
die ihrem Patienten helfen, seine eigene Motivation herauszustellen und ihn
sein Veränderungspotential entdecken lassen.

Quelle: rauchfrei - Leitfaden zur Kurzintervention bei Raucherinnen und Rauchern


Beispiele für offene Fragen
Arzt: Was hält Sie davon ab, mit dem Rauchen aufzuhören?
Arzt: Wie wichtig wäre es Ihnen, mit dem Rauchen auszuhören?
Arzt: Was glauben Sie, welche Ihrer gesundheitlichen Beschwerden haben
mit dem Rauchen zu tun?
Arzt: Was gefällt Ihnen am Rauchen?
Arzt: Was stört Sie am Rauchen?
Arzt: Was außer Rauchen hat Ihnen in stressigen Situationen schon
geholfen?
Arzt: Was glauben Sie, in welcher Weise Sie gesundheitlich profitieren,
wenn Sie mit dem Rauchen aufhören?
Arzt: Was bedrückt Sie, wenn Sie ans Aufhören denken?
Arzt: Welche Vorteile hätte es für Sie, wenn Sie nicht mehr rauchen?
Arzt: Was glauben Sie, würde Ihnen helfen durchzuhalten?

Ein guter Einstieg in ein Gespräch über das Rauchverhalten ist die Frage
nach einem typischen Tagesablauf:
Arzt: Um Sie besser zu verstehen, würde ich gerne etwas über Ihren
Alltag erfahren. Könnten Sie mir vielleicht einmal schildern, wie
Ihr Tag gestern oder vorgestern ausgesehen hat. - Und welche Rolle
hat das Rauchen an diesem Tag gespielt?
Aktives Zuhören und Rückmelden
Beim „aktiven Zuhören“ sind Sie mehr Zuhörer als Redner. Sie sind
aufmerksam aber zurückhaltend und geben Ihrem Patienten Raum, sich zu
äußern. Halten Sie Blickkontakt und versuchen Sie Empathie auszuüben und
sich innerlich in die Situation Ihres Patienten zu versetzen. Bedenken Sie, dass
es Ihr Ziel ist, zu verstehen - nicht gutzuheißen. Haben Sie Geduld und
versuchen Sie auch kleinere Pausen auszuhalten. Bei Unklarheiten fragen Sie
nach. Lassen Sie sich durch Widerstand oder mögliche provokante, trotzige
Äußerungen nicht aus der Ruhe bringen. Wichtig ist, nicht nur auf die
Sachebene, sondern auch auf die Gefühlsebene der sprachlichen Mitteilungen
zu achten. Signalisieren Sie verbal oder non-verbal, dass Sie das Gesagte
aufnehmen. Geben Sie Rückmeldung indem Sie die Äußerungen
zusammenfassen und mit ihren eigenen Worten wiedergeben. Wenn es sich
anbietet, sollten die Rückmeldungen auch Widersprüche aufzeigen oder
Verständnis und Anerkennung ausdrücken. Ihr Patient erlebt dabei die
Bereitschaft zur Unterstützung und Kooperation. So fällt es ihm leichter, auch
über Unangenehmes zu sprechen. Über die Rückmeldungen kann er ein
tieferes Verständnis für seine Lage und Haltung erlangen.
Beispiele für aktives Zuhören und
Rückmelden
Zusammenfassen
Arzt: Was bedeutet Ihnen das Rauchen?
Patient: Ich brauch das einfach. Die Zigarette gehört für mich dazu. Wenn‘s
hoch hergeht, rauche ich ziemlich viel, weil‘s mir hilft, bei der
Sache zu bleiben, ohne wär‘ ich viel zu hibbelig. Da halte ich
mich dran fest, dann läuft‘s besser. Und wenn Ruhe ist, hilft
es mir runterzukommen. Da kann ich besser abschalten. Das genieß‘
ich dann richtig.
Arzt: Das Rauchen hilft Ihnen also mit Stress umzugehen und sich zu
entspannen.

Widersprüche aufzeigen:
Arzt: Einerseits legen Sie sehr viel Wert auf Ihr Äußeres, andererseits
nehmen Sie in Kauf, dass das Aussehen Ihrer Haut und Ihrer Zähne
durch das Rauchen leidet.
Arzt: Einerseits sind Ihnen Ihre Kinder sehr wichtig und Sie möchten nur
das Beste für sie, andererseits setzen Sie sie dem Zigarettenrauch
aus, der Ihnen schadet.
Beispiele für aktives Zuhören und
Rückmelden
Anerkennen
Arzt: Es fällt Ihnen nicht leicht, auf das Rauchen am Arbeitsplatz zu
verzichten, aber Sie machen sich Gedanken, wie Sie es schaffen
könnten. Das ist ein erster Schritt.

Verständnis zeigen
Arzt: Sie sind im Moment in einer belastenden Situation. Da ist es
besonders schwer mit dem Rauchen aufzuhören.

Lob aussprechen
Arzt: Das ist ein sehr guter Schritt, nicht mehr vor den Kindern zu
rauchen.
Sterben müssen wir
schließlich alle einmal.

Richtig mit Widerstand umgehen


Der Widerstand Ihres Patienten kann Ausdruck seiner Ambivalenz sein. Er
raucht, obwohl er weiß, dass das auch negative Folgen für ihn hat. Weil dies
ein unangenehmer „dissonanter“ Zustand ist, wird er versuchen z.B. durch
Verharmlosung der Nachteile des Rauchens oder durch Überbewertung der
Vorteile seinen Rauchwunsch für sich zu legitimieren.
Bedenken Sie, dass Ihr Patient diesen Widerstreit nicht mit Ihnen, sondern mit
sich selber führt. Versuchen Sie nicht, einen Schlagabtausch von Argumenten
zu beginnen. So konzentriert sich ihr Patient immer mehr auf die
Rechtfertigung seines Tabakkonsums und beschäftigt sich nicht mit einer
möglichen Verhaltensänderung.
Stattdessen können Sie versuchen, den Widerstand aufzunehmen, indem Sie
Rückmeldungen geben, die eine erneute Reflexion ermöglichen oder das
Gespräch in eine andere Richtung lenken.

Ich esse gesund, da kann Mein Opa raucht auch


ich ruhig rauchen. und ist schon über 80.
Ich muss schon auf genug
anderes verzichten.
Beispiele für Umgang mit
Widerstand
feststellende Rückmeldung
Sie glauben nicht, dass Ihnen Ihr Tabakkonsum gesundheitlich schadet.

Sie denken, dass Sie trotz des Rauchens sehr alt werden können.

Thema wechseln
Sprechen wir mal über Ihre Freizeitgestaltung.

neu einordnen
Sie machen sich keine Sorgen, um ihren Tabakkonsum, aber Ihre Familie hätte
gerne, dass Sie aufhören.
Patient und Arzt im Dialog (1)
P: Wie kann ich am besten mit dem Rauchen Aufhören?
Arzt: Nichtraucher wird man in zwei Schritten: Mit dem Rauchen
aufzuhören verlangt zuerst einen Willensentschluss. Nichtraucher
zu werden und zu bleiben ist dann ein Lern- und Trainingsprozess,
der Zeit und Ausdauer braucht. Oft ist mehr als ein Anlauf zum
Aufhören nötig und manchmal müssen mehrere Methoden ausprobiert
werden. Gute Unterstützung in der Umgebung ist wichtig.
Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Aufhören gemach?

P: Ich habe nicht die Willenskraft zum Aufhören!


Arzt: Mit Rauchen aufzuhören ist nicht eine Frage der Willenskraft und
schon gar nicht des Charakters. Nichtrauchen muss man lernen.
Durch Rauchen hat der Raucher viele unangenehme Empfindungen
unterdrückt oder durch kurzfristig angenehme ersetzt. Wer aufhört,
muss und kann lernen, dieselbe Wirkung durch günstigere Strategien
zu erreichen. Dazu braucht es Arbeit und eine Portion guter Ideen.
Ich bin bereit, Sie beim Aufhören zu unterstützen.

Quelle: Frei von Tabak, BÄK/KBV


Patient und Arzt im Dialog (2)
P: Ich hab‘s versucht, habe aber immer wieder angefangen.
Arzt: Lernen kann man gerade auch aus scheinbaren Misserfolgen.
Misserfolge sind eigentlich Teilerfolge mit einem
Schönheitsfehler. Und beim nächsten Mal kann man diesen erkannten
Fehler besser vermeiden.
Die Fahrprüfung (o.Ä.) haben Sie doch auch geschafft. Wieso
sollten Sie das Aufhören nicht auch schaffen?

P: Ich bin oft im Stress, und das Rauchen hilft mir beim Entspannen.
Arzt: Ihr Körper hat sich daran gewöhnt, die Stresssymptome durch die
Nikotinwirkung zu überdecken. Es gibt auch andere, weniger
riskante Wege, um mit dem Stress fertig zu werden. Und echte
Entspannung zu finden.
Könnten Sie sich vorstellen, was Ihnen statt der Zigaretten auch
helfen könnte?

Quelle: Frei von Tabak, BÄK/KBV


Patient und Arzt im Dialog (3)
P: Rauchen regt mich an und macht mich leistungsfähig bei der Arbeit.
Arzt: Ja, Nikotin scheint die Leistungsfähigkeit zu steigern. Leider ist
das nur sehr kurzfristig. Und dann ist die nächste Zigarette
fällig, der Teufelskreis geht weiter.
Wie könnten Sie sich längerfristig leistungsfähig halten?

P: Ich rauche schon seit 30 Jahren, das hat doch keinen Sinn mehr.
Arzt: Aufhören hat in jedem Alter und auch nach längjährigem starken
Rauchen noch einen Sinn; nicht nur weil langfristig die
Lebenserwartung steigt, sondern und vor allem auch weil schon
kurzfristig Lebensqualität, Lebensgenuss und Leistungsfähigkeit
sich bessern. Die allgemeine Krankheitsanfälligkeit wird weniger
und Atembeschwerden bessern sich, sich Geruchs- und Geschmackssinn
kehren wieder...
Welche weiteren persönlichen Vorteile könnten Sie vom Aufhören
haben?

Quelle: Frei von Tabak, BÄK/KBV


Patient und Arzt im Dialog (4)
P: Darüber mag ich schon gar nichts mehr hören!
Arzt: Sie scheinen ziemlich geladen zu sein. Ich kann verstehen, dass
Sie sich so fühlen, wenn vom Aufhören die Rede ist. Sie haben
offensichtlich schon einiges versucht und sind vom fehlenden
Erfolg enttäuscht. Andererseits hat das Aufhören weiterhin einen
Sinn für Sie und Misserfolge sind genau genommen Teilerfolge, wenn
man sie benützt, um aus ihnen etwas für das nächste Mal zu lernen.
Was meinen Sie haben Sie aus Ihren Erfahrungen für einen nächsten
Versuch gelernt?

P: Ich möchte mein Leben genießen. Schließlich muss jeder mal sterben
und ob ich nun mit 70 oder 80 sterbe ist mir egal.
Arzt: Sie möchten das Leben genießen, und dazu gehört für Sie jetzt das
Rauchen. Leider kann Ihnen das Rauchen schon mittelfristig einen
Strich durch die Rechnung machen. Nicht einmal wegen des
vorzeitigen Sterbens - aber Raucher sind auch ganz allgemein öfter
krank, erholen sich weniger rasch und haben ein größeres Risiko,
vorzeitig, invalid und chronisch krank zu werden.
Was würde das für Sie bedeuten?

Quelle: Frei von Tabak, BÄK/KBV


Patient und Arzt im Dialog (5)
P: Mein Großvater hat zeitlebens geraucht und ist doch 90 Jahre alt
geworden.
Arzt: Es gibt immer Ausnahmen, die die traurige Regel bestätigen. Also
Menschen, denen alles Rauchen nichts auszumachen scheint. Leider
gehören nur wenige zu diesen Widerstandsfähigen, und weder Sie
noch ich können vorhersagen, ob gerade Ihnen das Rauchen nichts
ausmachen wird.
Wie viel ist es Ihnen wert, es drauf ankommen zu lassen?

P: Werde ich zunehmen?


Arzt: Beim Aufhören fällt die Zigarette als Gewichtskontrolleur weg.
Vorher dämpfte das Nikotin den Appetit, und die Zigarette hielt
den Mund beschäftigt. Wer aufhört, soll deshalb auf seine
Ernährung besonders gut aufpassen und sein Gewicht regelmäßig
kontrollieren. Zwei bis drei Kilo Gewichtszunahme sind akzeptabel;
wenn es mehr werden, kann eine gute Ernährungsberatung helfen.
Was werden Sie bereithalten für den kleinen Appetit?

Quelle: Frei von Tabak, BÄK/KBV


Patient und Arzt im Dialog (6)
P: Soll ich zuerst weiniger rauchen?
Arzt: Das Reduzieren ist manchmal ein erster Schritt, speziell bei einem
starken Raucher: es bereitet aufs Aufhören vor, indem es das
Rauchen besser bewusst macht und verringert etwas die
Gesundheitsgefahren. Der absolute Rauchstopp hat aber mehr
Erfolgschancen. 90% aller erfolgreichen Ex-Raucher hören
schlagartig auf.
Was meinen Sie?

P: Darf man als Ex-Raucher von Zeit zu Zeit eine Zigarette rauchen?
Arzt: Das ist wenig sinnvoll, denn damit setzen Sie den verdienten
Aufhörerfolg auf‘s Spiel: Nikotin ist eine verführerische Droge,
und eine frühere Abhängigkeit ist sehr rasch wieder geweckt. Ex-
Raucher, die als Passivraucher mitrauchen müssen, kennen das nur
zur Genüge.
Was könnten Sie anderes tun anstatt wieder einmal zu rauchen?
Was könnten Sie tun, um mit einem gelegentlichen Rauchwunsch
fertig zu werden?

Quelle: Frei von Tabak, BÄK/KBV


Patient und Arzt im Dialog (7)
P: Ich wohne mit Angehörigen bzw. arbeite mit Kollegen, die rauchen.
Was kann ich tun?
Arzt: Mit Rauchern zusammenzuleben oder zu arbeiten schafft für den
Raucher oder Ex-Raucher einen steten Anreiz zum Rauchen. Zudem ist
auch das Passivrauchen nicht gefahrlos. Diese Situation verlangt
deshalb etwas Verhandlungsgeschick: Vereinbaren sie rauchfreie
Zonen, und pochen Sie freundlich aber bestimmt auf die Rücksicht
Ihrer rauchenden Angehörigen oder Kollegen. Teilen Sie vor dem
Aufhören Ihren Angehörigen oder Mitarbeitern Ihren Entschluss mit
und bitten Sie sie um faire Unterstützung dabei.
Was wollen Sie tun?

P: Ich habe das Rauchen bereits stark reduziert./ Ich bin auf eine
leichtere Zigarette umgestiegen.
Arzt: Dies ist keine gute Lösung. Es zeigt sich oft, dass man dann
tiefer inhaliert und / oder mehr Zigaretten raucht. Zudem gibt es
keine sichere Menge oder Marke.
Was denken Sie darüber?

Quelle: Frei von Tabak, BÄK/KBV


Beispiel Dialog 1
zur Patientenansprache
Arzt: Ich sehe, dass Sie laut Anamnesesbogen Raucher sind.
Patient: Ja.
Arzt: Als Ihr Arzt muss ich Ihnen dringend anraten, aus gesundheitlichen
Gründen auf das Rauchen zu verzichten.
Patient: Ja, ich weiß ja selber, dass es besser wäre.
Arzt: Wenn sie nicht aufhören, ist es kein Wunder, wenn Ihre Beschwerden
noch schlimmer werden. Außerdem ist das Rauchen eine der
Hauptursachen für weitere tödlich verlaufende Krankheiten.
Patient: Hmm... im Moment komm ich aber ganz gut klar. Mit geht‘s gar nicht
so übel. Und das Rauchen lass ich mir nicht nehmen. Das brauch ich
gegen den Stress. Außerdem - was hab ich denn sonst.

Der Patient wird in die Defensive gedrängt. Er sucht nach Vorteilen, die ihm
das Rauchen verschafft. Ein Umdenken in Richtung persönliche Vorteile durch
den Rauchstopp wird blockiert. Das Thema anzusprechen ist für den Patienten
unangenehm.
Beispiel Dialog 2
zur Patientenansprache
Arzt: Ich sehe, dass Sie im Anamnesesbogen angegeben haben, dass Sie
rauchen. Ist es Ihnen recht, wenn ich Ihnen dazu ein paar kurze
Fragen stelle?
Patient: Ja.
Arzt: Könnten Sie sich vorstellen, mit dem Rauchen aufzuhören?
Patient: Hmm... weiß nicht, vielleicht.
Arzt: Also ganz abwegig wäre es nicht. Wenn Sie näher drüber nachdenken,
wie wichtig wäre es Ihnen, nicht mehr zu rauchen?
Patient: Gut wäre es schon, nicht mehr zu rauchen. Aber im Moment ist es
mir nicht so wichtig.
Arzt: Fällt Ihnen spontan ein, was gut daran wäre, wenn Sie nicht mehr
rauchen würden?
Patient: Ich könnte das Geld sparen und der Zwang ständig rauchen zu müssen
wäre weg. Ich bräuchte nicht immer Zigaretten dabei haben, hätte
den Kopf frei und würde mehr schaffen.
Arzt: Das stimmt. Das wäre ein großer Vorteil für Sie. Sie würden
außerdem profitieren, weil Sie so auch etwas gegen ihr erhebliches
Infarktrisiko tun würden, das mir Sorgen macht. Wie groß schätzen
Sie denn Ihre Chancen ein, dass Sie es schaffen aufzuhören?
Æ
Beispiel Dialog 2
zur Patientenansprache
Patient: Also jetzt sofort würde ich das nicht packen. Ich rauche ja schon
so lange. Aber wenn abzusehen ist, dass es im Job ein
bisschen ruhiger wird, so in zwei Monaten.
Arzt: Ich könnte Ihnen dabei helfen. Es gibt einiges, was Ihnen das
Aufhören erleichtern kann. Ist es Ihnen recht, wenn wir uns in 2
Monaten bei Ihnen melden und einen Beratungstermin vereinbaren?
Patient: Ja. Versuchen kann ich‘s ja mal.

Durch die Beantwortung „offener Fragen“ erhält der Patient Gelegenheit, über
sein Rauchverhalten zu reflektieren.
Die Fragen nach seiner momentanen Motivation und dem Selbstvertrauen,
machen deutlich, dass kein Druck auf ihn ausgeübt wird und er über weitere
Schritte selbst entscheiden kann.
Es wird eine konkrete Vereinbarung getroffen, das Thema Rauchstopp wieder
anzusprechen. So kann eine „unbedrohliche“ Verbindlichkeit geschaffen
werden, die dem Patienten vermittelt, dass er auf Unterstützung zählen kann
und es bietet sich ein Gesprächseinstieg für den nächsten Termin.
Technik: Ratings
Diese Technik dient der genaueren Erfassung und Stärkung der
Änderungsbereitschaft:
"Ich würde gerne erfahren, ob Sie in absehbarer Zeit etwas an Ihrem
Rauchverhalten verändern wollen. Auf einer Skala von 1 bis 10, auf der 1
bedeutet - es ist gar nicht wichtig - und 10 bedeutet, - es ist extrem
wichtig - welchen Wert würden Sie sich im Moment selbst geben?"

oder der Zuversicht:


"Wenn Sie sich jetzt entscheiden würden, mit dem Rauchen aufzuhören - wie
zuversichtlich wären Sie auf einer Skala von 1 bis 10 es zu schaffen?"
"Wie kommt es, dass Sie den Wert x und nicht den Wert y gewählt haben?"

Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Zahlenskala zu verwenden. Es geht


darum, zu wissen, wie die Motivationslage des Patienten ist und wie
zuversichtlich er daran glaubt es zu schaffen, damit Sie Ihm die richtige
Unterstützung geben können.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Quelle: modifiziert, rauchfrei - Leitfaden zur Kurzintervention bei Raucherinnen und Raucher, BZgA
Technik: Bilanz-Viereck
Lassen Sie Ihren Patienten die Vor- und Nachteile dokumentieren.

Vorteile bei Änderung, z.B. Nachteile bei Änderung, z.B.


• bessere Gesundheit • keine richtige Entspannung
• weniger Familienprobleme • schlechte Konzentration
• mehr Geld • Langeweile
Vorteile bei Nichtänderung, z.B. Nachteile bei Nichtänderung, z.B.
• weniger Stress • Streit mit Partner
• Entspannung • Gesundheitliche Probleme
• Geselligkeit unter Rauchern • Schlechtes Vorbild für Kinder
Technik: Entscheidungswaage
Lassen Sie Ihren Patienten die Vor- und Nachteile gewichten.

Vorteile des Rauchens


Vorteile des Aufhörens
Die Nachteile des Aufhörens
Nachteile des Rauchens
Technik: Rauchertagebuch
Lassen Sie Ihren Patienten sein typischen Rauchverhalten dokumentieren, z.B.

Uhrzeit Situation Wichtigkeit Stimmung Erwartung erfüllt

0 = unwichtig 1= sehr gut 0 = gar nicht


5 = sehr wichtig 6 = sehr schlecht 5 = vollkommen

7.05 Zu Hause 4 3 wach werden 4



11.00 Arbeit 3 2 Konzentrieren 4

14.00 Arbeit 2 3 Nachdenken 1


18.00 Zu Hause 5 2 Entspannen 5

21.40 Zu Hause 5 2 Entspannen 5

Quelle: Ja, ich werde rauchfre!, BZgA


Technik:
Versuchungssituationen identifizieren
Besprechen und dokumentieren Sie mit Ihrem Patienten
Versuchungssituationen, z.B.
Zum Beispiel:
• im Stress, bei Aufregung
• bei Unsicherheit
• am Morgen nach dem Aufwachen
• nach dem Essen zum Kaffee
• in Pausen, beim Warten
• vor dem Fernseher
• beim Trinken von Alkohol
• beim Autofahren
• nach vollbrachter Leistung
• bei Langeweile
• bei Müdigkeit
• bei der Arbeit
• im Restaurant/Café/Lokal
• in Gegenwart von Rauchern
Bilder: Microsoft ClipArt
Technik:
Bewältigungsverhalten entwickeln
Besprechen Sie mit Ihrem Patienten, wie er Versuchungssituationen
voraussehen und ihnen ausweichen kann und vermitteln Sie ihm mentale
Strategien, um negative Stimmungen zu reduzieren, z.B.
• zuckerlosen Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen
• einige Male langsam und tief durchatmen
Abstinenztechnik der 4 „A“s:
• Entspannungsübungen
Ausweichen
• ein Glas Wasser oder Saft trinken
Abhauen
• rohes Gemüse knabbern oder Apfel essen
Ablenken
• Spaziergang, Joggen oder Walken an frischer Luft
Aufschieben
• an die persönlichen Vorteile denken
• sich vorstellen, was der Rauch im Körper anrichtet (Lunge, Gefäße, Gehirn)
• die Hände beschäftigen, z. B. mit Kugelschreiber, Würfel
• Gespräch suchen, telefonieren
• Angehörige und Gäste bitten, zu Hause nicht zu rauchen
• mit Kindern spielen
• die Atemwege beschäftigen, z. B. musizieren, pfeifen
• Dusche oder Bad nehmen, Zähneputzen
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Technik:
Alltag verändern und sich belohnen
Vermitteln Sie Ihrem Patienten wie er einen gesunden Lebensstil, der Stress vermindert,
Lebensqualität verstärkt und Lebensfreude fördert, umsetzen kann.
neues „Nicht-Raucher-Leben“ planen und gestalten, z.B.:
• anfangs Umgebung und Kontakte mit Versuchungspotential meiden, rauchfreies
Umfeld suchen
• etwas Neues anfangen, für das bisher das Geld oder die Muße fehlte
• ein besonderes Highlight planen (Reise, Anschaffung, Veranstaltung)
• Sport treiben - Laufgruppe suchen, Fitnessclub, Verein
• sich mit gesunder Ernährung und Lebensweise beschäftigen
• Kontakte zu Familie und Freunden bewusster pflegen oder neu knüpfen
• Körperpflege - neue Frisur, neuer Duft, Zähne reinigen und polieren lassen
• Wohnung „auffrischen“ - Gardinen waschen, malern
• Entspannung – sich Zeit nehmen für persönlichen Genuss (Sauna, Spaziergänge,
Musik, Bücher, Filme, Zeitschriften, Teetrinken)

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Technik:
Basisinformationen vermitteln
Informieren Sie Ihren Patienten über die wesentlichen Fakten der
Tabakentwöhnung:

• Gesellschaftliche Bedeutung des Tabakkonsums


• Rauchen als Sucht
• Gesundheitliche Risiken
• Dauer und Wesen des Entzugs
• Gesundheitliche Verbesserungen nach dem Rauchstopp

Die Aufklärung über die Manipulationen und


Werbetechniken der Tabakindustrie mit dem Ziel, ein
gesundheitsgefährdendes Produkt begehrlich und
unbedenklich erscheinen zu lassen, könnte auf
manche Patienten motivierend wirken.
Æ „Darauf fall‘ ich nicht mehr rein!“

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Technik:
Zuversicht stärken
• Weisen Sie darauf hin, dass jetzt effektive Entwöhnungsbehandlung
zugänglich ist.
• Machen Sie darauf aufmerksam, dass etwa die Hälfte aller Personen, die je
geraucht haben, inzwischen aufgehört haben.
• Vermitteln Sie, dass Sie daran glauben, dass Ihr Patient es schafft.
• Fragen Sie, was Ihr Patient in Bezug auf den Rauchstopp empfindet.
• Drücken Sie Ihrem Patienten unmittelbare Anteilnahme und Bereitschaft zur
Unterstützung aus
• Seien Sie offen für Befürchtungen, Ängste, erlebte Schwierigkeiten und
Ambivalenzen.
Versuchen Sie Ihr mögliches Unverständnis
für Schwäche und Unvernunft Ihres Patienten
außen vor zu lassen. Wichtig ist, dass Sie sich
in Ihren Patienten hineinversetzen und sein
Verhalten verstehen – auch wenn Sie es
persönlich nicht gutheißen - und ihm helfen, im
Rahmen seiner Möglichkeiten zu agieren.
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5.5
Intervention
Modul 5
Patientenansprache, Diagnose,
Intervention
Ansprache
Grundsätzlich sollten alle Patienten gefragt werden, ob sie rauchen und
grundsätzlich sollten alle Raucher das Angebot einer Kurzintervention erhalten.
Hemmungen, einem Patienten damit zu nahe zu treten oder zu verärgern sind
in den meisten Fällen unbegründet. Æ 2 von 3 Rauchern halten ihr eigenes
Rauchverhalten für problematisch und wünschen dieses zu ändern. (Hoch et
al. 2004). 65% der Raucher haben bereits versucht, mit dem Rauchen
aufzuhören.
Es wird ein „routinemäßiger Ratschlag für einen Rauchstopp“ von einer im
weiteren Sinne verhaltenstherapeutischen „Unterstützung von
Ausstiegswilligen“ unterschieden.
Im Fall des kurzen routinemäßigen Ratschlags für einen Rauchstopp ist
vorrangiges Ziel, einen Rauchstoppversuch zu initiieren.
Die Ansprache sollte nicht nur einmalig, sondern wiederholt erfolgen.
Kurzintervention
Für die Kurzintervention wird von der Leitlinie Tabakentwöhnung der Dt. Ges. f.
Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) und der Dt. Ges. f. Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) die Beratungsprozedur der
sogenannten 5 „A“s empfohlen.
Wenn der Raucher nicht bereit ist, bei einem bestimmten Kontakt einen
Rauchstopp zu vereinbaren, soll eine motivierende Intervention – die
sogenannten 5 „R“s zum Einsatz kommen.
Empfohlene Beratungsprozedur –
die 5 „A“s
1. Nachfragen Feststellen der Rauchgewohnheiten bei
ASK allen Patienten und Konsultationen

2. Aufhören anraten Empfehlung eines Rauchstopps


ADVICE

3. Ausstiegsmotivation Erkennen der Bereitschaft, unmittelbar


ASSESS erfassen einen Rauchstopp zu vereinbaren
Æ ggf. 5 „R“s
4. Hilfe anbieten Aktive Unterstützung beim
ASSIST Rauchstoppversuch

5. Nachbetreuen Vereinbarung von Nachfolgeterminen zur


ARRANGE Rückfallprophylaxe

Quelle: Leitlinien der Dt. Ges. f. Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) und der Dt. Ges. f. Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), AWMF Leitlinien, 2004 (www. leitlinien.net)
Die 5 „R“s – Abfolge einer
motivierenden Gesprächsführung (1)
1. Bezug Anknüpfend an den körperlichen Zustand, die
RELEVANCE herstellen familiäre und soziale Situation, gesundheitliche
Bedenken, Alter, Geschlecht und andere
Merkmale, wie frühere Ausstiegsversuche, soll
die persönliche Bedeutung der Tabakabstinenz
für den Raucher unterstrichen werden.
2. Risiken Die Schilderung der potentiellen Risiken sollte
RISK benennen auf die Situation des Rauchers abgestimmt sein.
Erwähnt werden können: kurzfristige Risiken
(z.B. Kurzatmigkeit, Impotenz, Unfruchtbarkeit,
Hautveränderungen), langfristige Risiken (z.B.
erhöhte Infektanfälligkeit, Herzinfarkt,
Schlaganfall, Lungenkrebs und andere
Karzinome), Risiken für Umgebung (z.B.
Erhöhung der Infektanfälligkeit bei Kindern)
Quelle: Leitlinien der Dt. Ges. f. Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) und der Dt. Ges. f. Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), AWMF Leitlinien, 2004 (www. leitlinien.net)
Die 5 „R“s – Abfolge einer
motivierenden Gesprächsführung (2)
3. Vorteile des Der Patient sollte mögliche individuelle
REWARDS Rauchstopps Vorteile des Aufhörens benennen – hier
verdeutlichen gilt es, die mit der höchsten emotionalen
Bedeutsamkeit zu betonen.
4. Hindernisse Die Ängste der Raucher beziehen sich
ROADBLOCKS und häufig auf Entzugssymptome, die Angst zu
Schwierigkeiten scheitern oder eine Gewichtszunahme.
ansprechen
5. Wiederholung Raucher, die noch nicht an eine Abstinenz
REPETITION der Beratung denken, sollten bei jedem Folgekontakt
erneut nach dem gleichen Schema
angesprochen werden.

Quelle: Leitlinien der Dt. Ges. f. Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) und der Dt. Ges. f. Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), AWMF Leitlinien, 2004 (www. leitlinien.net)
ASSIST:
Aktive Unterstützung beim Rauchstoppversuch
Wenn der Patient das Rauchen aufgeben will, sollte aktiv Hilfe angeboten werden:
• Festlegen des Ausstiegsdatums • Ernährungsberatung
• Erstellen eines Verhaltensplans • Basis-Informationen zur
(Rauchertagebuch, Tabakentwöhnung
Versuchungssituationen, • Selbsthilfe-Materialien empfehlen
Bewältigungsverhalten) oder mitgeben
• Einbeziehen des sozialen • Verhalten bei Rückfall besprechen
Umfeldes (Familie, Freunde, • Zuversicht stärken
Kollegen informieren und um
Unterstützung bitten) • Folgekontakte vereinbaren
• Hindernisse und Schwierigkeiten • ggf. Weitervermittlung in
der Entwöhnung ansprechen Gruppenentwöhnungstherapie
(Gewichtszunahme, oder Einzeltherapie
Entzugssymptome, Rückfall)
• Beratung zur medikamentösen
Unterstützung
Zum Rauchstopp
Für den Rauchstopp gilt: Das Reduzieren ist manchmal ein erster Schritt,
speziell bei einem starken Raucher: Es bereitet auf das Aufhören vor, indem es
das Rauchen besser bewusst macht und verringert etwas die
Gesundheitsgefahren. Wissenschaftliche Studien zeigen aber, dass der
absolute Rauchstopp mehr Erfolgschancen hat. 90% aller erfolgreichen Ex-
Raucher hörten schlagartig auf.
Mit der Schlusspunkt-Methode aufzuhören bedeutet, dass ab einem
bestimmten Zeitpunkt nicht mehr geraucht wird - ohne vorher, wie bei der
Reduktionsmethode, die Anzahl der Zigaretten schrittweise zu verringern.
Der Nachteil der Reduktionsmethode ist, dass nach anfänglichen Erfolgen die
"letzten" Zigaretten an Bedeutung gewinnen und das endgültige Aufhören
deutlich schwerer fällt.
Und auch wer nur zum Gelegenheitsraucher werden möchte, wiegt sich in
falscher Sicherheit. Weniger Zigaretten schaden zwar etwas weniger, bergen
aber dennoch vielfältige Gesundheitsrisiken und erschweren die Regeneration.
Zudem gelingt es nur den wenigsten langjährigen Rauchern auf Dauer, sich
auch in Stress-Zeiten einzuschränken.
Folgekontakte
Wie Sie wissen, stellt das Aufhören einen Lernprozess dar, den viele Raucher
mehrmals durchlaufen. Viele Patienten werden nach einem kurzfristig
erfolgreichen Aufhören wieder rauchen. Ein Rückfall ist der erste Schritt in den
nächsten Lernzyklus.
Für viele Patienten ist das Aufhören an sich nicht besonders schwierig. Die
Probleme entstehen in der Regel erst nachher, wenn es gilt, den vielen
Verführungen zum Rauchen und dem manchmal heftigen Verlangen nach
Nikotin zu widerstehen.
Die längerfristige Unterstützung des Patienten und das Auffangen von
Rückfällen sind deshalb wichtige Aufgabe des Arztes.
Der erste Folgekontakt sollte wenige Tage nach dem Aufhörtag stattfinden.
Wiederholte Kontakt über 6 bis 12 Monate erhöhen die Chance eines
Langzeiterfolges. Anzahl und Dichte der Konsultationen hängen davon ab, wie
oft der Lernprozess durchlaufen werden muss.

Absichtslosigkeit, Absichtsbildung, Vorbereitung,


Handlung, Aufrechterhaltung, Abstinenz oder Rückfall
Typische Rückfallauslöser (1)
Mangelnde Unterstützung • mit dem Patienten persönliche oder telefonische
Termine zur Nachbetreuung vereinbaren
• dem Patienten helfen, in seinem persönlichen Umfeld
Unterstützungsmöglichkeiten zu finden
Entzugssymptome • bei anhaltendem Verlangen oder anderen
Entzugssymptomen sollte eine längere Gabe von
erprobten Medikamenten erfolgen, oder
• die Kombination von verschiedenen Medikamenten
zur Verringerung von Entzugssymptomen in
Erwägung gezogen werden
Negative Stimmungen oder Wenn diese sehr auffällig sind:
Depressionen • eine Beratung anbieten
• geeignete Medikamente verschreiben
• Patienten zu einem Spezialisten überweisen
• u.U. Abstinenz abbrechen

Quelle: Strukturierte Raucherberatung, Bundesverband der Pneumologen


Typische Rückfallauslöser (2)
Nachlassende Motivation, spüren • deutlich machen, dass diese Gefühle üblich sind
eines schmerzlichen Verlustes • sich vergewissern, ob der Patient nicht gelegentlich
Tabak konsumiert
• Aktivitäten empfehlen, die Spaß machen
• betonen, dass der Drang zum Rauchen zunimmt,
wenn wieder geraucht wird – und sei es nur ein Zug
und damit der endgültige Rauchstopp schwieriger wird.
Gewichtszunahme • dem Patienten versichern, dass eine geringfügige aber
begrenzte Gewichtszunahme im Rahmen der
Tabakentwöhnung üblich ist
• mehr sportliche Aktivitäten empfehlen und vor strikten
Diäten warnen
• die Bedeutung einer gesunden Diät unterstreichen
• den Patienten mit einem Medikament versorgen, dass
dafür bekannt ist, die Gewichtszunahme zu hemmen
(z.B. retardiertes Bupropion, Nikotinkaugummi)
• den Patienten zur Ernährungsberatung oder in eine
Selbsthilfegruppe überweisen.
Quelle: Strukturierte Raucherberatung, Bundesverband der Pneumologen
Folgekontakte
Erster Folgekontakt wenige Tage nach dem Aufhörtag!

Wie ist es mit dem Rauchen gegangen?

Zum Erreichten gratulieren

Zu den Problemen Lösungen suchen,


nächste Schritte vereinbaren,
Unterstützung zusichern

Weitere Kontakte während 6-12 Monaten,


Nachfragen bei üblichen Konsultationen
5.6
Strukturierte Tabakentwöhnung
im eigenen Arbeitsalltag
Modul 5
Patientenansprache, Diagnose,
Intervention
Strukturierte Tabakentwöhnung im
eigenen Arbeitsalltag
Sie haben nun die wesentlichen Fakten und Elemente der Tabakentwöhnung
kennengelernt. Jetzt geht es darum, diese in der Praxis anzuwenden. Wie Sie
dazu vorgehen wollen, hängt sehr von der konkreten Situation in Ihrer Praxis
oder auf Ihrer Station ab.
Im folgenden stellen wir Ihnen mögliche Muster vor, die Sie nach Ihren
Bedürfnissen anpassen können.
Entweder:
• vor dem Arztgespräch durch
Praxispersonal oder Ausfüllen
eines Anamnesebogens,
oder
Beispiel Anamnese
• im Verlauf des Gesprächs

Rauchen Sie?

„Nein“ „Ja“

nein, ich nein, aber ich nein, aber ich Wollen wir darüber sprechen?
habe nie habe mal bin Passivrauch
geraucht geraucht ausgesetzt

„Nein“ „Ja“
Dokumentation Dokumentation
Glückwunsch! ehemaliges passives
Rauchverhalten Rauchverhalten
• Rauchverhalten
• Fagerströmtest
• Ausstiegsmotivation
• CO-Messung
Interventionsziele
Die in der Anamnese erhobenen Daten zur Tabakabhängigkeit und zur
Ausstiegsmotivation ermöglichen eine unmittelbare Zuordnung von einzelnen
Patienten in eines der vier Felder. An diesem Schema orientieren sich die
Maßnahmen der Kurzintervention bei rauchenden Patienten.
Motivation

niedrig hoch
Niedrig • Ein Ausstieg ist • Ein Ausstieg mit
FTND < 5 unwahrscheinlich, könnte aber Minimalunterstützung ist
ohne Unterstützung geschehen. wahrscheinlich.
Abhängigkeit

• Hauptsächliches Ziel: • Hauptsächliches Ziel:


Motivation schaffen. Anstoß eines Ausstiegsversuchs
Hoch • Ein Ausstieg ist • Ein spontaner Ausstieg ohne
FTND ≥ 5 unwahrscheinlich. Unterstützung fällt schwer; diese
• Hauptsächliches Ziel: Patienten profitieren besonders von
Motivation schaffen, um den der Unterstützung durch eine
Patienten für eine Behandlung Behandlung.
zugänglich zu machen. • Hauptsächliches Ziel:
Behandlung offerieren.
Quelle: modifiziert, rauchfrei - Leitfaden zur Kurzintervention bei Raucherinnen und Raucher, BZgA
Beispiel Intervention
ASK - Raucht der Patient gegenwärtig?
Ja: Nein:
ADVICE Weisen Sie im gegebenen Kontext Hat der Patient in den letzten 12 Monaten
auf die gesundheitlichen Risiken hin geraucht?
und
ASSESS Ausstiegsbereitschaft erfassen –
Ist der Patient jetzt bereit mit dem Rauchen
aufzuhören?
Nein: Ja: Ja: Nein:
5 „R“s ASSIST ARRANGE Keine
Klären Sie warum Bieten Sie wirksame Bieten Sie Kurzintervention
nicht und verhelfen Hilfe an Rückfallprävention an notwendig
Sie zu einer
Ausstiegsmotivation

Quelle: modifiziert, Leitfaden zur Kurzintervention bei Raucherinnen und Raucher, BfGA
Rauchstatus und Änderungsbereitschaft
Raucher Diese Symbole können
Keine akute Änderungsbereitschaft zur Kennzeichnung des
Rauchstatus und der
Raucher Änderungsbereitschaft
O Akute Änderungsbereitschaft verwendet werden.

Kurzzeit-Exraucher
O In der Aktionsphase

Exraucher
Seit weniger als 12 Monaten

Exraucher
Seit mehr als 12 Monaten

Nie-Raucher
N
p Ggf. Passivraucher

Quelle: modifiziert, rauchfrei - Leitfaden zur Kurzintervention bei Raucherinnen und Raucher, BfGA