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Thema: Achsensymmetre und Punktsymmetrie

Problem: Wie bestimme ich, ob ein Graph achsensymmetrisch oder punktsymmetrisch zum Ursprung des Koordinaten-
systems ist, oder vielleicht sogar gar keine Symmetrie aufweist?
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Beispiel: f (x) = x + 6x + 3
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie wir eine solche Aufgabe berechnen können.
1) Ohne Rechnung: Hierbei gehen wir nach folgenden Prinzip: Wenn nur gerade Exponenten in der Gleichung vorkom-
men, dann ist der Graph Symmetrisch zur y-Achse (Achsensymmetrisch). Unser Beispiel ist also Achsensymmetrisch
(die 3 stellt einen konstanten Faktor dar, für welchen gilt: 3 = 3 ∗ 1 = 3 ∗ x0 und da 0 eine gerade Zahl ist (unglaublich
aber wahr!) gilt für konstante Faktoren immer, dass sie gerade Exponenten besitzen.
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Analog wird verfahren, wenn man die Punktsymmetrie nachweisen möchte. Nehmen wir als Beispiel: g(x) = x + x
so sehen wir nur ungerade Exponenten, womit direkt nachgewiesen ist, dass der Graph punktsymmetrisch ist.
In Klausuren wird meistens eine Rechnung als Nachweis verlangt. Sie wird auch dann wichtig, wenn die Symmetrie
nicht ablesbar ist (z.B. bei e-Funktionen). Diese Berechnung wollen wir uns nun näher anschauen.

2) Mit Rechnung: Für Achsensymmetrie muss hierbei geprüft werden ob die Bedinung
f (x) = f (−x)
erfüllt ist. An unserem Beispiel bedeutet das, dass wir uns vorstellen, dass die Funktion für x=-1 und x=1 exakt dasselbe
Ergebnis liefert. Da wir den Fall allgemein betrachten, verwenden wir anstelle dessen -x und x. Konkret bedeutet das:
x4 + 6x2 + 3 = (−x) ∗ (−x) ∗ (−x) ∗ (−x) + 6[(−x) ∗ (−x)] + 3
Was folglich dasselbe ist. Bei der Punktsymmetrie wird analog verfahren, jedoch prüfen wir hier die Bedinung
f (x) = −f (x)

An unserem Beispiel sieht das dann so aus: x3 + x = −(x3 + x) Wir nehmen einfach die zu untersuchende Glei-
chung, setzen Klammern herum und ein Minus davor
und schauen, ob sie gleich der Ausgangsgleichung ist

Nun fehlt uns nur noch ein möglicher Fall: Es liegt gar keine Symmetrie vor. Nehmen wir als Beispiel die Gleichung
h(x) = x3 + x2 + 2
Schnell fällt uns schon mit unserer ersten Methode auf, dass hier keine Symmetrie vorherrschen kann, da sowohl gera-
de wie auch ungerade Exponenten vorkommen.
Rechnerisch zeigen wir dies, indem wir zuerst auf Achsensymmetrie prüfen und anschließend auf Punktsymmetrie.
Schritt 1: Prüfung auf Achsensymmetrie:
x3 + x2 + 2 = −x3 + x2 + 2
Diese Aussage ist FALSCH (was links vom Gleichheitszeichen steht ist nicht dasselbe wie rechts. Somit ist die Bedinung
nicht erfüllt, also liegt schon einmal keine Achsensymmetrie vor.
Analog verfahren wir für die Punktsymmetrie. Hier erhalten wir: x3 + x2 + 2 = −x3 − x2 − 2
Auch diese Aussage ist unwahr, weswegen bewiesen ist, dass dieser Graph keine besonderen Symmetrieeigenschaften
aufweist.
Lernvideos auf Oberprima.com zum Thema:
→Basisvideos Achsen
→ Achsensymmetrie
→ Punktsymmetrie

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