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AUS ])BN V m{.ö~'~' I~N 'J'LLü ll U N@N

DE lI

CASA ~COALELOR IN BUKARES'r

DIE G~~P!DEN

IHRE WANDF.RUNGEN UND DIE GESCHlCH 'I'~; IH R,;S RF.ICHES IN DAZIEN

VON

DR. CONS'l'AN'l'IN C. DICU L ESCU

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LE IPZ IG

KO MMI RSJONSV ~:ltljAfl VON ( :. KAOI ' I'S(J U

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DIE GEPIDEN

i"OIlR CJ-I UNGEN

ZUR

GESC BICH1'F:

DAZIENS

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I .' RÜ HE N ~fI 'lv r ELA LTER UND

ZUR

V()HGf:~C J-I[CH 'l'E DES RUMÄN I SC H EN VOL K ES

r. BA ND

" UT I TAl-' KL, 10 TEXT ·ABB lLD UlW EN

UND 2 KARTEN

r fl WC:K

VON

~

HALLE (SAALE)

I<AHRA S, KR ÖBKR & NH ;'I'S( :HM ANN

1922

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Das Recht der Ü bers etzung dem Verfasse r, die son stigen Rechte der Casa ljicoalelor in Bukarest vorbehalten

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Vorwort.

Seit de m i c h VOI" mehr a l s ze hn Jahr en di e Üb erz e u g un g ge wann ,

d e r

hCITs duJIl tl cn Ans ic h t eine Bede ntung zukomm t, di e jene r de r Frank en

'

fl n ß ei er Gesc lli di Le d e r Ge pid e n für un s

Rumän e n

e n tgege n

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die

l?ra m:OSCIl

oder der L angobarden , fiir di e Italiener g leich-

z

us t e ll e n iii t" fesse lt e mi c h der

G edank~ zu vers uche n, di ese Gesc h ic hte

z

ur

I)nr/lLelllln g zn bringen. lI el der Au sfil hl'un g dtlS Planes war ich

bes tre ut,

das gesamte

~ u lJ l1 c ull1 l;tt.ol"i1l1 e in sc hli eß li c h d es archä o l o gi sc h e n , s pra

c hli c h e n , e pi-

1' n1ll li tt c'. h c ll uml n umi s mati sc hen zu s amm e ln lind zu v e rw e r te n.

A'

IIIIUO k t ll ndlllluk

tlfdllll , wies mir Il e ue W ege

II lI l' h zu UIllie n J<:: rg e bni sse n

111 fl t ' l" BI!/ld IllITI ' uh e it

D e r

t, von de m au s ich di e Behandlung des Th emas unte r-

und ich wurde dab ei auf Schritt und Trit t

gefiihr t .

lHe Schwi eri g k ei ten, auf di e ich dabei stieß, li egen vornehmli ch

der Sc hriftqu e llen, Di ese s ind zu n ä c h st ä uß ers t

II

Ur fl,ig, Verwe rtung Sämtli che r überlieferten Nachri cht e n , so we it. s ie

IJ

I'U(lI; ll !JI\! ' s ind und s ic h au sfindig ma ch en lass en , war sc hon des ha lb

e llm ater i a l e rf o rd e rte dann vi e lfa ch ers t B e l e uc htung

U nter g rund d e r F o r sc hun g di e n e n könn te .

g ri echisc hen

u d u l ' HU ll ll ti gm l W o rtlaut w a r dah e r ni c h t zu um ge h e n, z umal man c he

It; in (\ kr iti sc he Wiede r g ab e der St ell en in ihr em la te ini sc he n,

li nd l~ rHlllt.erllllg, e h e es zum

$llJ uut. e ll .

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and e rer Dar s t e ll e r ein e fal

sc h e Deutun g e rfahren hab e n,

A u d l

II ln ß!.e

Hl lI lI

SOli st zur

Nac hprü f ung mei n er Auff assu nge n gan ze

Ml l l tlJII 11I01ltll' l.J;ucll cn durchlesen , um den un t.er ein er lä.stig en Wort· rtl1l u s ich vur kl'i ech end en Beweis zu find en.

Die dUl'chweg im Wortl aut a ngeführten Belegst ellen hab en freilich

tl lu

der Berü cksichtig ung und E rörterung aller neuer er Fo rsc he r iib er um stritten e Punkte

11, 11 \\' I'i l z u ge h e il. l i' lIl ' d p, n sacbkundi~en L eser wär e dies au c h no c h

YIII'SI' hlc dfl nc ll

,\ IImerkllll geu z iemli cll angeschw ellt. AllS diesem Grunde mußte

11'11 tllll"Ullf ve rzidd,en , in

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IllJu l' untjl!ig gewc:se ll ,

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'IIn l't.lll'g ill l,i~ll AlJluuu llulI gC II v or li ege n , durf lu Il id . !. 1111 1111111111111

lIuf 11l 1! wmn

D I~ rs t.c l1l1l1g 1 ) 11\11.

finden .

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Gebiete vorbringen konn te, sowe it dies s ich spez iell auf e1io gU)IJdlsc hll Geschichte bez ie ht , habe ich a n de n betr effe nd en St.e ll e n cul ,wcchll' In

den 'l'ext oder in Fußnoten angemerkt .

Wo die Schl'i ftque ll ell ZII spröde sind oder gänzlich ver sagen, treten

di e a r chäolog isc hen und sprachli chen Aufsc hlüsse in di e LUck e. In

methodischer Hinsi cht wurzelt di e archäologische Seite mein es Buches

Für di e

sprachli che Seite muß te ich da.<;; nötige Mater ial größtenteil s selbs t schaffen , und die Grundl age dafür gewann ich erst in ei ngehenden

hin ausgingen.

Bei der Darstellung de1o! Sto ffes ist dem doppelten Zweck des Bu ches Rechnung getragen worden. Nich t bloß di e Er geb nisse me iner Untersucbungen den Facbkreisen vor7.uführen, lag in mei ner Absicht, sondel1l zugle ich a ll en Gebild eten, die Sinn für geschichtli che Studien

Untersu chungen, die Ober

in der von Kossinna und sein er Schul e gepft egten Ri chtun g.

den Rahm en die.'ieS Werk es

dem Volke zu ver mitteln,

der hun nischen Gefahr err ettet ha t und vieles im J(u lturl eben des rumäni sche n

Volkes schafft, was man bi sher nicht wußte oder fa lsch de utete.

Völk er, die im Mi tte lalter

Boden Rumäniens heimgesucht haben , sind es nur

di e Gepid en , die hi er ihre endgültige Heimat fanden. Gepidi sche

Generationen

ihre Herde n geweid et, di e F eld er best ell t, ein politiscll und kirchlich

sechs Jahrhunderte haben hi er Hntten gebaut,

nachein allder den

haben , eine grü ndliche Bekanntschaft mi t

das di e mittelal terliche Welt von dessen Geschicht e Klarheit über

Von

de r

gro ßen Reihe wa nd e rnder

voll er

organisiert es S t o.atsleben geführ t, Kri ege unternomm en , das Land verteidi gt und es als ihl' Eigen tum betl'achtet. 'rrotzdem wil'd ih re

Geschichte ill der rum äni schen Hi stOl' iograpllie aus Grü nd en, di e ich

a n der betr effe nden St-ell e gezeigt habe , nur mit ein Ilaar Worten

abgetan.

Doch ~ind diese

Bul garen i) eine recht ausfnhrliche B ehandlun g zute il.

Dafür wird aber den Goten, Wandalen, Hunn en, Awal'en und

Völker im Gegensatz zu den Gepiden nur wie Schatten eil ender Wolken dahingezogen. Bl ei bendes haben sie hier nicht gescha ffen.

') Ieh meine hi er tli e türkiache.tl Altbu1gare.u und nieht das ebenso gena nnte

au f dieRumlnen

slawillierte Volk stldlieh der Do~atl,dessen kirchli ch.politischer EinfluD

ent DAch dem 9. Jahrhundert, d. h. nach seiner Cbri stianisiernng un d besondef.'l nach

der endgUltigen T renn un g der Kirchen im Jahre 10M einseute.

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e I' Hellit! un ill die Mi LLe dol' 1'; l' zähl ull g !l Lell c u uu t! di e Ge.'!chi chlo

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eI' iibl'igell Stämm e IIUI' dl\ ulII'cihen , wo sie

fii l' di e Schi cksa le des

t.and tlil bedeutsam wird. Nie werde n wil' Il.lIders in dei' Vorgeschichte

des I'umänischen Volk es resten Boden unter den Fü ßen bekommen. I ch ha.be hi er demgemäß, nach einer vorangehenden Untersuchung ilbm' die ethnol ogisc h e S t ellung deI ' Gepi den sowie übel' ihren Volk, - lIum cn und ihre Ursitze, ihre Geschi chte seit den fünfziger Jahr en i h l 3. Jahrhunderts, als sie nach Da zien zogen, bi s zur Vel'lli cht ullg illl'es Reiches im Jahre 56 7{71 dargestellt und ein ethnographisches Bild ihres Staates in Dazien entworfen. Dann habe ich von ihren

Sc hi cksalen na c h d e r Vernic h t un g ihr es

(9. Ja hrh und er t ) el"'iäb lt, da.

bestehen aufll ör eo. In den let zten 'feilen des Buches, die den

die Kul t llTZustAnd e un d religiösen

z we iten Band aus machen, wi rd iiber

Reic h es b is 7. U der Zeit germa ni sc he r Na tionalität

sie

a l s

Volk

zn

Verhält nisse geband elt nnd schli eßli ch der Beweis geführt, daß das i';I~de des ge pidi sche n Volke s m i t. se in e r R o mani s i e l ' twg zusa mm en häng t, lind fem el' daß se in An te il an der Bildung des rumänischen Vol kes we nn nicht größer jedellfa1ls ein gleicher mit dem der Franken und La ngobarden bei der Bil dung des fra.nz ösischen bzw. itali enischen Volk es gewesen se in muß. Die bi s j etzt nur von wenigen Fo rsc hern

vertretene Annahme der r umänischen "Kontinuität~ in Dazien wird (hulu l'ch in neues Li cht gerückt und - ich wage es zn glauben -

c nd giil tig bestätigt. So wird die Geschichte der Gepiden, wie sie hi er

dargestellt ist ,

zu

ein cr nellen Qu ell e der rllm änischen Vorgeschi chte, wie andrerseits

Nac hweis gepid ischel' Bestand-

de i' im Zusammenhang damit gefilhrte

te il e im Ullmäni schen der german ischen und der rumänischen Philolog ie uiu lieues Forschungsgebi et el'ßchli eßt. Ei ni ge Ergebn isse mein er IJ lIllJnmchllu gell a u f di esem slll'ac hli ch en Gebiet llabe ich i n kü,i este m

l\ bl'lß i'lchon am End e des vorigen Jahres in ei ner Fachzeitschrift

ilu l' Q' we l u llt

, habe, in di eser für die rumä.ni sch e Vorgeschichte hoclt wiebtige n

U nd i c h l ege große n W ert d arauf, daß ein herv o r ragen d er desse n unb efa nge ne Sachli chk ei t ich beso nder en Gru nd zu

II

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ell

,

l~l'ngtl I!.ich mei nem Standpunk t angeschlossen hat. I)

' ) IJri erlich; Ihre AtUrjj}lrIm~ aber d~ Gepiden. Iw./)e ich 111" grofkm

lVal

tUl tI ";1' yef'Ü U llC hl'lI ./<Jlemen te im. li_ii"i~ betrifft, 10 ist Natürlich I hr

folgt eine

I n / ereue ~lt!V 'l ,mtl rersuM d~ ~ti""lIulIg, di.e S~ ~ r"~ haben.

!lrljl(,/~n '.tlicher ") t(U~IJ!unkt S. ~2 J d u reha"8 r iel1liU

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fn s l , 1I1H'I'sdlwing l ic h eu

HCI' i<tellu n gsko s ten

gf' I'ek h ' " von III tj i n l'm leid er I\ II :w fl'llh

s owie YO II Dich' i c h Sc h äf e r II /l e h d e I' h i s wl'isc h e ll un d vom litH'ml\ lIi~l.tm

He Ils le I' na c h dei' phil ologisc ht.1II Seit.e hin gepr iHt. li nd I\ lIf i hr Urt.eil

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vllI'l!w rh CII CIl 1,1,I1,rt ' l' M, ' l'fl Ug l

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Faku ltä.t. ang enommen,

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1, , 10 1" 1' u d . \ ' 111 1 ;o; u wf' lI igem hl ~J;lIilg e l1 ,

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l'I ' Pl'O fesso l' Koss inna ,

wtJI'1,voll e n Hat.e uuten,Uitzte, erwies mir

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in der beschrä nkten Za hl dei' Pflichtexemplare unter dem 'l'i tel

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I( I'Uß' I HUt I,

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We1'k im Mau

ll s k l'illt e in er g611au" n

Durc hsic h t

"Hiswrisch ·topographiscbe Forschungen zur Geschichte der Gepiden"

1111/1 1'l'lIrllll g gflwU I'd ig t, I) li nd ihm ,Iic ermu ti gendste 'l'eil na hm 6 gesche nkt

bei E. Ehering in Berlin. In veränd erter Gestal t., vennehrt. un d

lud

.wH ,

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I'I ' ofms

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,I. Mal'lillill ' t. hat die M ü h e n icht gesc h e u t,

wesentlich verbessert ist derselbe in diese:; Buch aufgenommen worden.

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l\ Ih 'u, 'klxJgl'l1

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und manc hes mit mir zu beSIJl'echell , wobe i

Nun ein Wort h insichtli ch der Orthograp hie. Die altgermanischen

111'

mich

vel'lllll l\ßle,

auf einige Fragen

im

letzt.en

Kapitel

näher

Personennamen, die oft in mehreren Varianten und auch in verderbten

(' i 1I 1.111;C11(l11,

 

Formen üb erli efert si nd , habe ich nur in derjenigen Form gebraucht,

NUll sei d ieses Buch , desse n Abfass un g und a.lI mä hli c hes We l' d en

die a llei n litera.risch und sprachli ch ber echtigt ist. Daß dabei die lat.ei nischen odel' griechischen Endu ngen zum Fortfall kommen muß ten, lä Bt sich l 'on selbst verstehen, Die Ortsnamen Rumäniens si nd in den nlm äni scben Formen aufgenommen worden, mit Au snahme freilich der weltbekannten, I st auBer dem rumäni schen Namen noch ei n

di ese n

fr

dan eben in Klamm ern gesetzt, Der Schreibun gen K arpatlte", l 'lIei/l,

Sereth und l )rl4th statt der allein berechtigten K arpattm , Tci/l,

Siret

und Pmt g laubte ich mich enUedigen zu müssen, Das It ist hier ei n

un sinniger Bu chstaben hu us, Seit nicht lange!' Zeit hat man aus dem -

sel ben Gnmde ebenfalls verzi clltet, den

Gotennamen mi t h zu schreiben,

Die in den Text ein geschalteten zwei Karten haben den Zweck,

z u erle i c ht er n w i e die Abbildungen

d as Verständni s d e r Darste ll Ull g

au sfllhrli che Besprechuug der 1G " Oll mi r in der Zeitschrift f, rom, P hil ologie

emde r

(ll ngal'iscll er

oder

deutsch er)

üblich , dann

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ich

41 (1921), S, 420f, veröflentliehte.u Etymologien und daun Iier SchinIl :

Ikrr Dr , C, Dicul~

41, 420

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hat

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{k r ?eilw .ri(t für r O"IflKi&CM I Jllilo·

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logu

, Er uigt sielt (labei all( (kr H öhe der 1<'or8<:111I11g i'l

nmuhliscltn

l Vörur

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Gt pidiad.e

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akM ren tv:r811e1I1,

den in lk lracht komm enden Gebiete" mld u r(iJ.yt nber SChnrfsill" uua Komb i llat io"sgab e , Es liegt jll der Nlltur der S ac/.e, dall'licht nl/c 8CilU~ Iku/ungell g/cicl.e Übcmmgmlfjskrl.ft habe'. , eI', .ige tliir(teil wlsiichlich t'Cr· fehlt sein, amkre abt r Bind ebenso ~inlew::ht~tld, kl ll(lP (lls ganzes grolwu.

der AII(M'" al s d

zustell.rn ist,

J:'cwtschn' U z u bcz~ich~ und der SlaKdpunkt f e st· man i llt JlUlnänitchtn ",il gepu,lisdltm .Eltmt:nlt'tl Zu

dap

rech_I haI, Bonn , 16. Mai. 1922

W. Merer.LiI'lke.

Herr lleyer-Lllbke berilcksichtigt hier, wie ersichtlicb, nur meinen Aufsatz iu

dem erwähnt e Il Band der Zeitschrift fIIr ronuwisehe Philologie, B uch bat er lIur den erfllen und muflen Druckbogen gelesen,

AllS dem ~ol'iiegellden

11111' hei der

nll ll HI.iII CI' K lau se e n t lassen und

Widm'wärl.igkeit der Zei ten

viele Freude

gemacht

se i dem L eben iiberge ben,

hat,

11 tJ I'i i 11 ,

A ngu s t

1922,

C. llienleseu,

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zu e in lca ndfr e ien ErgcbllilJSf:II

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({ ' w : beso'lIk" I",zuerkenne" ist es, el/l ll lEer Verfa sser, IC(lIlltolb~t ill lJcul 8chla l!(l

G es chichl s for JChe r n uch di e Er gcb /li ue lk r

hat,

t'r lICill c l/I· lVe rke ~iMli f este ,. fm""",ückbarCt I U'It cl' g rull(l gcw Ulffe n

ir/IC r R i c h/II'lfj Ilill wei t 1lber seiuc Vorg ( ing c r Ilill(l u sgek o lllll lC lI,

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1921.

Prof . Or . Gusla, K0 8s luna , Geh, Regierungsrat,

Erläuterungen .

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adiln. =

altdänisch

 

lat. =

lateinisch

abies. =

altfriesisch

md.

=

mitteldcIl tscb

abd. =

althochdeutsch

rubd. =

mittelhochdeutsch

lugl!!. =

mnd. = mittelnieder(leutsch

 

auof'1. = _altnordisch

 

mCllgL =

mittelenglisch

apers. =

altpcrsisch

ndd. = niederdeutsch nhd.

=

 

a!!iichs.

=

alt.siicb sisclJ

 
 

IIscbwed. =

alts<:lhwediscb

 

norw.

=

nor wegisch

ba.ir. =

bayerisch

oheTd. =

oberdeutsch

dak. =

dakisch

ofries.

= ostfri elS"isch

diD. =

dänisch

rum. =

rumänisch

fram;, =

fnmzösisch

russ.

=

ru Sl5isch

germ.

=

german isch

slaw. =

got. =

gotisch

SÜ,!rUDl. =

mazedOrllmii.niBch

griech.

=

gr iechisch

 

ukrain. =

ukrainisch

hoH. =

holJändiscll

uug. =

ungarisch

isliind. =

isländisch

 
 

Andere AbkilrznngclI.

 

 

Akk. =

Akkusativ

Anm. =

Anmerkung

HG. =

BelJum GotieulU

 

BV. =

Helium ValldaliculU

} l'roeopius

,

HP. =

Bellum Persiellm

 

Gen. =

Genitiv

Get. =

n_

,11I.

=

Getica.

n .

,maua

}

J

oru&.lles

,

Hist. =

Historia

Fr(agUl .) =

FragmentulU (priaeus

,

i'dellanuer ,

,).

Andere \'erwendete Abkürzungen bedürfen keiner besonderen Erklärnng.

(priaeus , i'dellanuer , ,). Andere \'erwendete Abkürzungen bedürfen keiner besonderen Erklärnng. •

Inhalt.

f

l nl.lIen ll n

Die Gepiden Volk snllme S. 7- 12.

ein

Zweig

ller Ooten

S.

Die Ursiue S. 12-16.

I -

7.

,

.

.

.

De,' gepidische

Enter Abachnitt.

Xltcr c Gesc h ichte .

Kapitell.

Ztll

der

Wlnduwnll

um

24 8 / 49

11. ellr.

bra ll ung der Gepiden In Dulen zwische n 249 -

Die

418

a ll mä bUche

n. eh r.

Au s-

Seite

1-

16

17-52

Vor Ilew Abzug 8.17-20. Die Abwamlcf\lngS. 20- 22. Durch- ma r.IChkämllfe und der Sieg iiber die Bllrguudell S.22 - 24. De r

Einbru ch iJl Siebenbürgen; Kjhupfe mit den Römern unter Philipli

dem JlIllgere n im Jabre 249 aU5 dem Sta mm lande 1111 der

.siegt Hber d ie in Da.tien eillgebrocbeneu Gepillcll UluJ8 cbließt Fried e n

Datum des gCllitlischen .-\b:UgB

S. 2"'-26.

unteren Weichsel 8.26-28.

Kaiw r Dcciu s

mit. ihnen im Jabre 250

S.29-31.

Die I,age Jer ne nen Oel,ideufiitze

1111", 11

Hl! l li, l c u lu( ALLitlll< F e hht llge u :-l . f.r.-

.Ie.~ lle l ,ideuvolkell hll

I(Cpid i!IChe r "; inflnll anf die Hunn en, S.OO.

gege n

&7.

"je vul J

Anltfl' Oltli,

(j(Jt.i~r h ·

<lilllllig~ Jtn hm e n d elJ H Ulln e n reich~ ~ S. r,7 r.s,

der Hetrein ugHt.:rieg R 59-m.

nie }:rh e1mng lle r Ue]lideu

Aufln.,un g (Ier

,I ie

IInnu eoj

IIII1In iac ben Jllacht S. 67- ß!l.

Zweite r Ab8 c hnitt.

lU stQt'i sch - 'l'opogrn pIIISc.bes.

K."it .pI I ll .

Uml a ng un d Gren zen du

Gep lde nr elch u

.

.

.

.

.

.

.

.

Die Lage Ge!lidiena ukh J ordaues S. 70--71.

S.72-

nn J

76.

72.

lrrige Auffll8ll ung

Die ~'m8se Gepidien H\lnd ih r e I den! i·

Arebll.·

moderner Hi storik e r S. 71 -

litieru ng

ologisc he

Gepidien soviel wie AIMuiell S. 76-77.

Bewe ise S. 77 -82.

namenknndli cbe

Aull e rdak ise he

IIC!1i~lIn gen der G eldde n S. 82--&l.

K/lI,;lel IV.

Das germanische Ze ll all e r In Oulen im Spiegel der Orl uamen (J1"]ndi« , DrCHko, iJIi/ia, Gilpil, 1 'II/i8, AIIII(I, 1'/ucsi3 S. 85-9 1.

" •.,in, 1'ibisia, 1Il«r;3;a, Gri&ia S. 91-9'./. Mnr;.·o ;:: M o", · 1/;: .31ul"tf

Hecid;tJII, S"cilli~(( S. 93-9 4.

.M«ra, SQrca, DoftMla, Grud a, Am(l·

rmlilr,

Arpadiu , Ciocndia,

Vrit:a(liu,

1 00 .

iIf",.,i~~ I, Jl I Il f' I'ff,

1),,,.are S. 94 -

CÄ'Nuil:1ia,

CisnlUlia,

J.(Jpml!«

Kal,iWI

V.

Dritter Ab lle hllitL

I nner e ß ozi ehun ge n•

Di e a~swi rlige Poli ti k des GepidenreIc h es se it 4 5 4

bis zum

F es l ·

lU II

"1

11 .

,

70-84

85-100

. in ~'1ordd!l.zielL S. 32. Goti8ch-gel)idischer Krieg 11U1 d e u

Beshz Sieben·

nl ze n de r Lang Obarden

in Pan no nien Im Jahre

546

.

.

10 1-

182

 

bllrgc n s im Jabre 262 S. 38 - 37 .

Dt1i ppu s

1s

QlIelle der

iüteatellZ'iacl (·

ße%ie hungcn

zu

deu Byzantinern S. 10 1-

104.

r iciHe n

piden 1\11

im Jahre

Sta.mmland e JasseIl aieb in der Gegend \'on

gepi disehe

de r

gepidiaehen Ge!ebiehte S. 37-38.

d em Koalitioll.krieg der Ostge rm

269 S.38-39.

Xelle

Beteiligu ng der Ge-

j m

Dud

Konflikt wegeu Sirmium

deH Ostrogoteu

Sar mat CII S. I Q

I-

Gotiach·gepidis<lhe r

Be.r.iehullgen zn den Heruleru

I06,

uen g<lgen die Römer

1:1.106- 112.

Auswaud er er aus dem

IHIi I die vorilbergeheude Ansietlelllllg derselben in Daz ie u S.

11 2- 1I 8.

Kiew nieder mll] Teile

Mnudo

u nd

die

den Goteu

augeacblossencn

Gellide n

S.

114-

119.

von ihnen wenlell 'l'on Kaiser Probus in T"razien angesiedelt um 278

i\ e ue Ve rwi ck lungeu wegeo Si rmiulllllj

d ie

endgültige Besitznabme

S.39-JO. Gepidileh·walula!iscbe Kämpfe gege n die Goten mltl

,Ie~selben (Inrch die Oel,ill en im Jahre 536

S. I20-125. Sllan nlUlg

'fai fal en 11m den Besitz Siebenbllrgeu~ im Jahre 290 S. ,l,1 - J2.

In ,Ien byzantinisch·gel)idischell Beziehuugen, Eroberuug du

Anre·

Bedeutende VergröllenllJg des GepidenJaudes in Dauen infolge I\eS

IiIUl

i!IChell D&zien Ihu eh di e Gepi(len im Jllhre 539 S. 12&- 131.

walldali se lJeu : \Inug s im J ahre

B8ß und d e r da ra u s erwach~e ll e W o hl·

Ahe rmali ge r An sch!uO ei ne s beruLi scheu

Volksteiles

IlU die

Gepiden

\' 1.

DIe ä uß ere n 8 n le hu ngen d er Ge piden seI l 5 4 6 bI s z ur Ve r nic htun g

Kelches .

139

stand des Gepidenvolkes im Siliegel ILrchllo!ogiseher Fnn'de S. 43- 45. AnkUllft der letzten ge]lid is chen NachzUgler a ll S ~lem al te ll west-

K_ I,II"I

f.l. IUI.

Ilreullischen Hei matland um 350 S. 46. Freuudscha ftl iche Beziehungen (Ier Gepid en Zl1 den Röme rn wllhrend des 4. JahrhundertJ! S. 46.

Ih r

lIi e A li/ äuge der gel)idiijch.lallgobardi~ehell ßelliebllugen j ge-

-

167

Die Besi tznahm e SiebcnbUrgens durch die Ge pideu um 876 S. 47-48.

1' 1.1l8C It C ' · Gcb i etz ll w achll

ll o r dwe~tlich d e r

IIwische ll

den

Teill

(;ellüleu

S. 1 38 -

Dud

1 35.

Langobarden

d er Byza n ti ner

551 uu(1 liie \'c rmitt.elu (l e RoUe

Übenriedel un g des in der Kiewe r Gegend wohnenden ge pi3.ischen

,h'!lerntl e :; tre iti gkci teu

Vol k steila in Dl\Zien S.48. Die Oepi(l en als PlUm!erer Galliena im

wU hr e ,. " llcl' Jahre 517 -

Jahre 406; die Weslgepiden S. 48-52.

!'O. 1!1ü -

14ü .

Der byzantini8d(.lnllg<lbarili~ch .gep idi sche t 'rie d e UB'

Kapitell!. Oie Ge plcltn nnl. t de r hunnischen Bol mlßigkellzwllche n 418 - 454 ;

. Oatgotische M.itwirkoug bei der Unterwe.r{uug ,ler Gepiden

,ler

.

d er

durdl

Bef rel u ngsktl e g Im J ah r.

die

Hnnnen

im

4 5 4

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Jahre 418

S.53 - 55 .

Die

B et eiligu ng

ba- ti!!

\'o'rl rng

vom

Jahre

551 S.

146 -

Feldzug gt:gell

De r gepidifch .laugoba rdi sc he Krieg

Au(tau c heu der Awaren S. 100- 1&7.

152.

GC]lidi scher

,liu S I/lw c u in l\[unte ni e n

y "m . I/lbre 565,' 00 S. 152- 1 00.

S. 152.

n(~r Augriff der

vereinigten

Langoban]cu

lind

Awareu

gege n ,!je

ll el,i,len ;

Kude der I!'epidischen Macht S. 157-

167.

'"

In lll . 1t

h~

Viert e r Ah "'1hrli t t.

V ö l kl sc h o Zllslllllmellfn~s ull g d ei> U ll l l ld ll ll l ' tlic h fl14.

Kflopitel VII .

zahl

Germane n lind ROlllan en. Gep id en D e b s~ andere n ge n nnni ac h c ll V o l k!ll!plitttrtl;

S. 163- 17 0 .

di e \'o lk~ ·

Di e K o ntinl\itKt ~ rra ge der Rn11lll n e u in nl!. 7. i ~ 1I

lI08itiv

beantwortet S.171-

Rumänischen S. 114-

195.

174.

AltgermRui sche

Besta mlteil e im

Ka pitel vln

DIe Re cht sla ge der UrrulII ln en Im Gepldlnrelc: hl

hl Unls lllm H.rußvolke

.

.

.

.

.

.

lind

.

Die Urrl1m!l. mm mioller(rei

VOll

Ue burt S. 1!lG - t !l7.

,

Ih r V.r -

,

Die VI'·

rll mil.llcu als Viehzllcbt er S. 197- 201.

S.201-210.

Di e

Urm mlinen ,,11 Ackerb aller

100- 210

Fün ft e r Ab sch nitt.

l)I e Sch icksa le de s Gepide ll vo lkes nac h tl e m Unt.el'gllllge

se in es Uelches.

K ll llitel I X.

Auswanderung vereinzelte r Yo l ks ' elle; deren Schicksal, In n aUen

li nd Bynnz

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

. 21 1-

Der gepi di.se he Volkssplitter i n I talien S. 211 - 214.

Flnchtliuge im

ostdl mischen Rei che S.2 14-2 17.

Gepidi cbe

2 17

Ka l ,i t el X.

ZurDckb lel ben di r Hauptmasse des tlepidenvo lkes In Dul,n.

awarlsthe Herrschalt

.

.

.

.

.

.

Die

. 218-2 48

Zurll.ckweiche n der Gepiden und l a l ul &e hafte n na :tien s . A w arillc h e un d

nru:ieu S.2 18-22 I. Beteiligung der Gepi den an den a warillchen Zilgen gegen du byuntinische Reich in den J lh ren 583 und 586

S.

in

UrrumlLn en in di e Gebirgs.

Au s i e dl un ge n

8law~h 8

222.

Der

(li e

Se it e n d e r Awar euj eine A udeut un g d e r UlT um lLnen

byzan tin ische Feldzu g

im

Banat i m Jahre 601 j

G epi d e n Imf

im l.Iy.u.ntiu iscben Beri cht bei 'l'bsollbylak t Simokatta

S. 222-2'lG.

Die Beteiligung der Gepiden

an

tlem awarischen Zug

gege n Kon ·

~taut.iuopel im J ahre 626 S. 227. Charakteristik du aWlLffl<lben

n n ul niseheA waren sa.ge S. 227- 228. Die Bezieh nnge n

tier Gepiden z u den sl awischen Ei n wanderern S.228- 229. Ver·

t r eibu ng d er Sl aw en au s Uazien du rch tUe Ge pi den in elen 8ecl1ziger oder ~iebziger Jahren (Ies 7. JahrhlUlIlerts S.229- 2!.l2. DieGepi(leu

lIelT8cb aft ; d ie

lIud i hr Land während

des 8. Ja hrh un derts

S. 233 - 285.

Vernichtun g

Iier a

war illche u Macht und das IIWtzli clie Ve rach winde n

des Awaren·

vol kes

Die

Ge pide ll

v on 'l'he s t.lo niki s pr i c h t., s ind RlI lIl lt n c n S. 2-1r., - 2-18. S ciJlull.

S. 23ö-2S6. Dazien unter bulgarischer Oberhohei t S.236- 239.

(l t.kiscben

d es

Gaufllrsten

d es

12. Jt.hrhuuderts ,

O. Jahrbunde rts

v o n

dene n Ii e r

S. 2#)-2-15.

Bi s c h o f

Die

}<:lIstathi u8

Nachtrlg. Hlstorlsc hs , a rcUDloglschu wnd geograp hisc h

P hilolo g l M: h S Regi s ter

Reg ister

. 249-

.2M - 2GI

262

. 261-

U

,

Ve rzeic hni s der Abbildun gen und der Ka r te n.

Seit.

I .

nie

Ka rte

de!l

Gep i denlaDdef

an

tier

nnteren

Weichsel

 

'for

Beginn

de!

MII.rk o m anue nkr ieges im Ja h re I GG n. C hr .

.

.

.

.

.

.

.

.

.

1. 5

:! . II' l [ d e ue nnd s ilb er n e Se hmll c k g

ege n stli. lIIle

.n~ einem

gelli!li~ ben }<'ra u e ll.

 

I( ra be um

200

1) .

Chr .

IG

u.

'I'Y ]1e n (goti w l l·)gepidisch e r Mitte (Ies 8. J t.hrhullderts.

Fib e ln .

.

.

in W e 8tJlr ell ll e ll .

.

.

.

U1\1 1 Dal:i e n n Mh

der

89

"

!luMk e t te

1;li",llili

mi t daranhllnge nde n MiDit.tu rgerilteu 1.118 dem

.

(Szill.gy .Somly6)

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

ersten Sc hatlt .

.

.

'fon

45

r.

t \

"

H

\I

I r.lb ku ge lfö nn ige Go ld ftbel a l18 dem zw e i ten Sc hab: 'f 01l I fl tl kleine Oohl 8chal e au s dem zweiten Scht.tx vom ~iml1in

"w Kll rt e (l eH Oep id enr eic heR iu Dazi e

 

.

 

u

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Il "I, lr iIlK mi t K r OIiZ lUid ill lIChrift a us (Ie m to'lIrst engrab vo n Apa bi (la

H,II ' l'Tkn lg 111 11 d e m FÜ flI t ellgra b v on Ap ahida

.

.

.

.

.

.

.

49

W

76

77

8 4"

I

Ein leitendes.

Ul ß Ofl il lfhm

e in

Zwe i g d e r

Gote o j Ihr Volksnam e

und Ihre Ursltze.

Illb 111111 I\uc h k ein ge pid isches li te rar isches

Gt

"I c h

doc h

di e F r age

nach

de r H er k u nft

Denkmal erhalten, des Ge pidenvo lk es

.\11 tJlhn olog iMche r Stell ung mi t a.ndere n Hil fs mi tte ln besti mmt

h.ft,

Ihlll j(1i()f(rl'llhhcdHlU Verhältnissen und dem histor ischen Zusamme n·

II

II.nl.

1l11hnt 'ull

di o Ge pi de n

z um K r e is jener g e r man isc h en Völk er,

11111

11, ,"1 1111

, !I ' I'

c hl"i s tli c b e n

Ze i t r ec h n u n g, d a

d

as

L i cht d e r

Ge -

•• ·11 1. hll t I hlul'

111.,

nur

,ode

Z \1

f al l e n beg inn t, un ge f ä h r das Ge bi

des Unterla ufs derselben, denn a m

dav on -

bis jense its

b is

zu d e n B es k ide n

u n te r

s i c h

a u f nahm e n ,

et ost w ärts de r

Oberlauf lief der Weichse l

bewohnt e n .

Es

nll "' lIl1tlid,

lI'I ' I\ 'l. lIul u wl 'i l. wes twär ts

VOll , I n l' O ~l.;cek liste h e r

dl ' ll Basta r nen,

fr 'e md e

E l e me n te

I 1. 111 1111 ",

die schon früh zeitig den Heimatboden

d ie Go t e n ,

il ll lJl lltlll , W,, "d ,lI cl1 m it. me hr ere n Abzw eig un gen, da nn di e Burgund en, lIu Klnr, O.t,wft l'lu m u nd Skiren,

bild en f ür sich ei ne ger ma nische Völkergruppe

vnll I' Hll i ll s un ter dem Name n Wandili er l ) und von eini gen

•••1 Wil l dj lll

. ,,1 "' 111 1" 111" 11 Ht:1l l' iflst.e l l tl l'll

1111I~tl1J ( IIV , I, :!), Uy r illu s

.11111 111,,11, (mllul'

~" ll hlal\lI UI1I I

1I ll,w' j HUbll lll (l

d es 6 . n ac h c h ri stl i c h e n J

von

a h rhund e rts, wi e

Skyt hopolis (Vita S, Sabae, LXXll)

 

I )

l'!hl ll l _,

NMI " Jl i~L IV , 92:

German!»'UIIJ

gener a

quing~: Vandili,

quorum

11""

1I

/l1tfl1l 1u ,

, ' ·"ri ,,,,,. , Gfum'ni, GMlQne'j

~n NI l nguaeone. ,

qwonun

, 11tH

( 14 ",I ,r{ 11 1. 11 .

1 1M

" li nin ~ Varin {«!

-

n i c ht Varinnae

od e r V arim «!,

d en n

du

111'

11l1li ,. , nl _Illml""

1111 11

11 11 " hlt~ ~~In" 11t1l1 1!"~d li('hW che Berechtigung u n d i st

I n

-

w,' nlo 'lI

W' ) . l lClI l1 l\ le "

rlUcb

einfll~b d u r c h Ve r lesu n g

von Pto lemllll (oftenbar verscbrieben) Ava",,'O{ geoan ot

gezeigt.

DieBe Ostwarnen, die im Lll u fe m e i ner

w ie ge wöhnl ich

w er de n

sollen,

eind

nieht,

nl ~ w n h nen d

1/1II'. I,Qllulllr

cl lI lge

~"\le e rwlLbut

MIIIIl, II I. III., rnl~ ,Ien w CIIlgt rmR ll iscben W arnen -

Varini oder Yt rim: anderu Quelleu

In ""' hI CII W IIr, lI ol ~ te in l.U \ 'e rwechseln.

1J1, ' ''I ~ . un,

01 0 (1 111'1<1011 .

"

"

ft:i 111~1t"11,1011.

lind A gll lhiH

( 1 2),

l '?nl, zllsnm1J1t~lIgerItßI

unter der

B I' II I'Il IHlIl

g ~go',i~c:h e Völker", I1n,'J.octi

Prok OJ) nimmt 11Il, daO f\ll mtliclm ,.gotischen

Stiim me"

ursJlrünglich

ein

Vo lk

ge bildet

lind

Namen und der 'r at nach geschi eden hlLtten.')

s ich

erst.

Slläter

dem

Es liegt freilich kein

Anzeichen vor, aus dem siell

schli eße n lieSe, daß der Wandalen. oder

der Gotenname einheimische Gesamtnamen all dieser Stämme je ge- wesen seien. Diese Namen sind vielmehr durch di e Nachbarn auf

die übrigen Völk er der Gruppe übertragen word en, je nachdem ihnen

die Wandal e n oder di e Goten am nächsten wohnten oder am mächtigsten

schienen.

Demnach faßt die neue Forschu ng alle diese Stämme viel

anspreehender unter dem Namen Ost germanen zusammen, im Gegen. satz zu den West- un d Nordgermanen.

der Beziehungen dieser drei Völkergruppen zu-

einander ist hier nur das hervorzuh eben, daß die Ostgermanen den

Nordgermanen näher stehen als den Westgermanen. Zwischen den

Ost- und

Sprache, Verfassung und Bewaffnung wie überhaupt materi elle Kultur,

während zwischen den Ost,

solche Unterschied e bestehen, di e aus der verschiedenart igen Ent,

wicklung dieser beiden Gruppen in folge der großen Beweg lichkeit

der

gegangen sind. ' )

Hinsichtlich

Westgermanen besteht nämli ch eine sch arfe Scheidung durch

und Nordgermanen haupt säc hlich nur

und

der örtlicben Abgeschl ossen heit der ande ren hervor-

einen

Hauptzeugnis für die Zugehörigkeit der Gepiden zur ostgerma- nischen Gruppe ist di e eben angedeutete Angabe Prokops und dessen

Zeitgenossen Cyrillus, des Bischofs von Skythopoli s. daß nämlich die

gotischen ", d. i. ost-

germanischen Völ ker sind. 1 ) Prokop bemerkt dazu, daß diese Völker

durch nichts

anderes als durch den Namen zu unterscheiden si nd

Gepiden eines der größten

und

angesehen.<!ten

~) Proeopiu s, BV . 1 ,2 (ed. Haury,

vol. I ,

S. SI t ):

wai pOl

l2va. Mal't"l ,. "l"0 1ta1.c"o~ 19-1'()~. J~opaof 6~ UaT~t>o)'.'tw)' !

4fa

l

p'obaf.

6o

aoTo.,.

ofi~ tvo. ph

~y'1f1afd)'w)'

") DarUber besonders G. K088inna: Jnd ogenn. ~'orlChnngen VII (1897), 276f.;

Zeit.l!chr. f . Ethn ologie 190';,

und sprachliche Gliederurr g der Ge rman en

genn

Stamme.'kunde' S.65f. Die übrige Li~eratur be i Sehmidt, Geschic ht e der deutsch e n

R. Much,

Bremer, Ethn ographi e d.

R. Loewe, Die ethnische

S.869 ' .;

MamlU 8 vrn. 1'l4f.;

(HRIl e 1899) ; O.

Stämme S. 69 =

Paula GruDdriB d. genn. Philo!ogie In ' , 815

und

Stämme 1, 1 S. 301. (in Sieglins Quellen u. F orsc huug e n z. Riten Geach. u. Geogra p hie).

' ) Proc:opius, BV. T,2 (ed. Haury vol.l, S.8 11): rOt(J,/ta eb"'1 no1.1." ~~)'

u!

a1.1.a 1tPOrf~), "l"l ~)' al Ta~li)' l lJrt, Ta dl J.j na~f"'~ pEy , a"l"a t"E al d~",.toywtat"a

r

O tb of T i dOll

al

H a l ' 6Uo. /tal

OI ;, olyo ~O ", /tal

r ,j

der im Te:tt angegeh eue Il S telle.

Ahulie h CyrilJU8 I U

 

Hl e

cth

logi

llChe S to\!llulllj.

 

3

fll4U

1111 11

1, IIMIlIUIJlßn

lI i e h

durch

h o h e n

Wu c h s,

schö n e

Augen ,

Ihul , 1111(1 !Jlond OH Haar auszeic hn e n ; na c h d ense lb en Gesetzen

Wl l f/h ' lI

lind

dl cRe lb e S JlI'ache, di e gotisc ll e genannt, reden.~)

IUI'Wtl•• lrIUlII Morkmal e der äußeren Erscheinung kennzeichnen hl'k lUIIIWl'l11l\ßOII Mil mtli che Germanen, aber in der Eigenart de r und S III'l\Che hat. Prokop zwei Ke nn zeichen getroffen,

sagen, ostgennanischen Stämme

IUI ij hUlr VOIk ergl'uI1lle für sich stempeln. Tacitus führt in ".llIlllIl" o. •3 I\IM Kennzeichen der "Gotonen" noch die Eigen- IJbW.n· lIl1ug I e r hat aber dafür das noch wiclitigere Kenn-

.1'" i41H'IUl h u UburllChell. AnftMohu dtH' !Je iden Griecben, da.ß die Ge lJiden ein ost-

s ich sp r achlich durch das un s Ileute

" tuhulldo S Jlrachmaterial vollauf bestätigen. Es sind '';11 (Itmldon wie bei allen Ostgermanen schwache maskuline I'" 11 hij~ijLlgl" ~. B. Gepida, Fastid a, Thra(stila, R eJltila,

.OI.I-ol!clI

oder, wi e wir

Vo lk

Hl nd ,

laßt

whl bol dlln Go ten:

Ovida , Athala, Ul/ila, Sellila. USW.j

Gibika,

''''/lUft , fhljll ; ostwarnisch Wannat;

burgundlsch

'HII IIII l h

1 " ml'lI;

bastarnisch

Ba ster ,~ae und

skirisc h Edika ,

~n.'lhnl'IKkIlit der Gepiden zur Gruppe der Ostgennanen

"", IiII . ll lll1lr' II·, nls !lnd ere Beweise darauf hind euten, daß sie

Goten im engeren Sinne, d. h.

AIJ.WI·I"Utlff i!llI'\>1ulbell, ebenso wie die Ostro- und Wisigoten sind.

r gotische Geschichtas c hl ·e iber J or d a n es die

11111' OltlkUI ' I1I1UIIJI1 , I!OlIdern

Ijl1t1uluh ll u L d e

~I

sogar

~ U Mottlllirnukll cit fl ll'l

nah e Stammverwandte der Goten und

sagt,

"" VOm C:h !ltl' hl ec: hl. u

der letzteren abstammen.1)

Di e nah e

Ver -

~

"

" I"i}MJl hi l

II V, 1, 2

(öbt'l ml l

S.

311): O~to. {(na "U,. o)'o~aa, Pl)' d}J.~AW),

,' . AlIt"~41 .r"'I ' '''' «H .p M uu)' 1ravrw)' o{d~~l d.a1.1.aOaOt!Of

".

, A ""I/H /I ,; du,

/'~~

/tul

I(;~ /t opa,.

-

Ir; ", i ",1. zeW",af

.

.tEV/tO[ TE

~al'bo l, l~~~/tl' " u /tC/i d Y(OfD-ol "l"lx"

'pw )' 1/ tl

aJro l,. "all p l a, r Ot(JI/t,j

II _MII /l 1! ' l ' h "O I· tr ft UIlI Il. 111.593 1-

' ) 1 U" 1I ~ 1 ~1f. 1 ~ 1I11 11 111 1l~\lr AGw i e aller wei ter \ln ten zu behaudeludeu Iltge rma-

, ••_u".

SeM nf el d , Wörterhuch der

1'_ r!h I H_ II , tHIII VIl l kllr nll.nr 6 11 ( Heidelberg 1911) zu /loden. Die hi e r feLi e ndeu

"'~IIIH tllIl~ 'n IW"I,' kU UHll \l 1l vor : oute r e r in der " Le :t. Burg." !ib . ao u a t . ILI . letzterer IM ~tlf . I 'M.~IO" , " '.I~n!ll" ill ( .hj(ef"Bt in de r RegierulIgtlzeit Theud ibe rtll ll , 500-6 12).

11" ~tlll( . ~\("I.w/, I.~ di ll

h~1I fjrtlt1~ 11 ~ IH II , If/ l w \ll t

k

lr , i e nkllt "ugebe,

b e i M .

"' I.l dl~ c he Dirninutivf o rm 1 ' hrtlj n liltl zu vergleichen.

,) Jiirrl~lu,., (IM I., -lV II , IiH

[MG. Auet. ant. V, 1 S.82]:

Quomodo vero GelM

U#ifl~/j'IiNfl IIIi,1 11'",.111"" .( qllflrri" p(l~i.

"_li 1I Itt' (j Ott ll ) I limit '( li #! dl/bi o toll O o lhono/l. pro 8 a~ to t I li IraJumt lWiginem . -

ab soltlC/1n (folgt di e nRtiOllale Stamm-

!~ ""I "i t, '",I, ·~

win l VOll

An ei ne r

be l'i ch tet,

uemcrkt c r nämli ch, dllß di e Gellid en es waren, di e zuerst d as

" Bündnis der

nun·

ertr ägliche Streitsucht " verl etzt haben, An dem gotisch·wand alischen

Krieg

lSl.l.lll e,

\\ 'Iwdl,"u' h nfl.

wo

I l l'

tw il le !'

VU ll w l'

iJtm

vitJ Uncll

hot.md"

iI lJe r deli er~t.cn goti sc h ·ge pidisc hen K rieg

Bluts verwandtschaft " mit den Goten durch

nimmt der

Gote

kei nen

AnstoB , obscbon

Von den W isig oten erz ählt

J

eine

auch

hingegen

die

Wand alen Ostgermanen wllren, 8)

orda n es

111, \ ., .h,,,,I,,t(iM" he S16I1I1 I1 !t' ,

,

.,

II IIIM K\}~tl\l,tct UllH wo lt!

die ell ge

de r Ge lJid en mit den Gote n be wußt war.

lud lOSll\ mll1verwand tscbaft der Gepid en mi t den Goten

di e Fol ge ru ng ,

daß ih m

"hwohl dill

l lll l b ( 11 11' Oli l Kf' ! ' mlluu l!lc h c n ~ ruppe a~ s drüc kli c h lIur vo n J o ~ o.l~es

ItYlirrcnh ohl l1\ wir d , d etlll(l u 7,e ng lll s a b e r hi e r um so

_\lI UI' IIulus t ei n Gote

me h l' Glaubwur<bg-

s ich doch tauc h

'

tI.4!t' Il t

ist., t1) so

l äßt s ie

MIM

11 \11 11 8

VOll

Bo welse n I\lId e r e l' Na tur vollau ,f b es t il. t.i g e n :

a nd ers wo,

d aß

diese sowohl

den Ostrogoten

als

auch den

Gepiden

,

WI IlllU Il

wh '

tlU t!

dm ' Ge.'lc h ic h

te der Ge pid e n,

daß

di ese di e

"

ihren Stammverwandten" das Evangel iu m und

den

arianischen Irr·

I1I1WiltfIllI U.

lind

g lok he

Ka mpf e.1;3rt

hatte n

wi e di e Goten;

glauben

mitgeteilt

haben.

Die Gepiden, Ostro-

und Wis igoten,

be-

11

I ti r l ul oll dl el>ltJll IULllpt-sä cbHch e in Fußvolk , im Gege n-

ha nptet er schließli ch an derselb en Stelle, bilden

zusamm en ein Volk

tt.'_pl ' j l " w "h,u 1'.1\ 11011 Wandal e n und Taif a l e n , di e a l s Reit e r-

derse lb e n Sprac he. $)

ItIIhllut I1l nd,

Bezeic hn c nd

ist

übrigens

n och

di e Tatsache ,

Aus

de n Sc hriftquell e n

des 6_ Jahrhunderts dürfte man f e rner

C"' h 'O-

111111

Wi "lgo Le n

so wi e

Gepide n

sic h

s elbst für

eine

Belege für die gotische Abstammung der Gepide n in der sogenannten

fräukiscben

unbenutzbar, da ihr Verfasser sein ethnologisches Gebäude au f mytho- logischer Grundlage - germanische Etlmogo nie, wie di ese in l.'acitus'

Moses' VOlk e rtafel ist hi er jedoch die

Tatsache, da ß der unb ekannte Verfasser di e Gepiden unmittelbar nach

di es

- künstli cher weise errichtet hat.

Ge rmania 2 vorliegt, kombini ert mit Angab e

ist diese Quell e

Völk el'tafel

zu

fin den

glauben.

Doch

n aus

Beachte nswert

den Gote n

trotz der zu seiner Zeit voneinander entfernten Wohnsitze dieser drei

a u fzäh lt : GOthU8,

lValagothus, Gebidus 10) usw

und

Die Stelle bei Ekkehard [MG, S8. VI 11 9]: ex GOUIi', ll utli, G e pidi qlW'l~ et

Sie

i st Ilämüch ei ne KombinAtion aus der ebe n an gefü hrteu Stelle bei J ordan ea Und au a

der gotischen Sa~ über den Ur sprung der Buuen u nd Amazo nen bei demselben eben<!a XXIV u. VII. ") Jordanes, Get. XVII, 97 (ebenda S,93): GOIMS g«ogue male pro"oca,~ co",allguinita tis foedll S pMUS i mportuna concntafiollt\' viola"i' (seI. F a Hida,

Amazollo!' procelli l8t! di$CNlllur in

fü r

die uni beechllfti gende Fragt wertJoB,

~l lIlIult I lIlI c rhl:llb der ostge r manische n Gruppe zusamme n·

CU84

d or got. i sc h e n Sta mmsage d eu tli cb h e r vorge ht . nlhnlich di e Goten unter König Berik auf drei

11.111111 /J,lI1 (l lno die späte r en Gepiden t rug , von Ska n-

hin übergefa hr en sein. 12 ) Die

" 11 11

'iHlhm

ltt~11 Kll lI l O dßM Festl a nd es

11\11'111111 AII

Klllt o hi e rüb e r kann ni c ht e rn stlich in Zweif el ,"ogen

I

,

lItII "" (J t'tI ["r,urrm yc"lis praedictoe, q ll/l#

tX ipsa ttahemi origiMIR,

,1;1'.l1li

VIII

1""" ,,1 ,

1/"'''" 'IUC leyi t:I

nicht

_

CO tllperi

,

,

,

,

.

(Get. I, X, 9 16).

Der Name

(Germania 34,

Itll,tlIH';UIIWlh

Viialllli lh, wie v. Grieuberger

_

-,

nu ll 11,., fdA , uu, K IfJS, Anm , 1) leseu will - s pr ich t ferner k eineswegs

"'1I""IHua (l riuu))! (Geachicbte der deutachen Sprache" S,478) und

ers te s W onglied der

n n aeh sl& vis che r m, E. enw e hi e d e n

e in

"',l IIUUMIIH, ,Ior,l",u es S, I 4.G),

,n.

da rin stecke als

sogar · AI"noy! n H 10 u m V olksna m e d e r A lane n!

~ I nll e nho !f A. a. O. sie b t

da rin

1t1~ .I1.lIi'

~

Ihl~l•• "'I IJ

I."

n.r

- NMUl ö lI l1 lhll lt lal'!ileblich n i c h ts f rem de!! und i st in Bei n en b eide n

IIfIh~ ."I 'u !lu,I ~,' h e r. Illl.ll el'8l.e Glie d ist uUllu'wia- =

&bd . alaniwi, ol li llillwi

JIIII " hl~nhM IIn jofOt. "i.v i8 " nen K in Zusammenseuun~n 7ti1lja- (vgl.

und got. ala-, abd.

.fill llililI/t " ) ,

"j{II ,

Iti,,~, '11i~, abd . "iltlt', ni u wi n s w.

GepidaNtn rex) ,

Dazu des Jordanes Bericht tlber den gotiach -wa.ndl\lischen Krieg :

I

\f, u II, ullu le u IIO I , r;lIl1ge u gebräuchliche

Nebenfonn v o n got. all, "all,

Got. XXII, 114.

I I

,.Iu

/J III ' I

~"" nJl aTm ~, alts. (l w - jlmg

"g anl; jung U usw.

Ober das

.) Jordane.s, Get, XXV, 133 (ebenda 8.92): de celero [Vesegotbae] lam Os/ro·

+I

lI"tt llllll i"chl' lI

Na m ll n ers c h ei n e n de -muth ( dane be n - mad und -111M)

gOIhis quam Gepidis porentibu, ,ui, pro offeelioNi, grl.dia nl angclizontel hwju s per_

fidio.e rnllurom edocente6, omncm tlbique l illguae IIIQU8 lIatioflem ad uctae i"fJilarenmt,

cull ura m hfiju,

Den tsch er

aueh Friedrich in Sittungsber. der Münchener Akademie 19 10,

Abb andl. 11, der di e An sic h t ve rtri tt, da ß d iesel be ni cbt vor dem Jahre 568 abge faflt sein kan n. Von d en erhaltenen Varianten derMlben komm$ für uns in Betracht

nur (liejeuige in der P ariser Handschr ift 4628 A sowie die von Nennius ( Billt.

'Obe r

diese Villkertalel

'0) Ed,

Mü ll enh off

gI.

i n

desse n

Altertumskund e m, S, S2.5 f.

B ritonum § 17) benutzte.

Die Stelle in

der e rwihnten H andschrift lau tet : GotMJS,

Wl.I lago lholl, Gippei1ioa cl Sa%Ont8.

Di e im Tut gege bene i s t a u a Neu n ill8.

, TTT~ ' PI . " 111"1 ' 1111 , I n r O~lb>()ten S. 34 . V on d en vier Il be r lie ferten Varia n te n

1 1'j1Mll

wi e derbentd i e n I18t.

!l6 (e benda S . 82): I/ w llli"u sc ilek8 me i~ illilio

, JlIIWhllll""

I/"

AlfI, lQlliu l/Ul t ll,

d er ~kh di e

Alan ouiialllu !h u od A WIlOVU4l11ocI J, Ist

~'orm le ich t

1t

,!Ii~~I~ fU,

", . 111, AIU I

r i chtige

"1 ,luI.hul tIIt , tln l

XV 11 , !}4 -

/If~HJI" 111""/0'

0 1'101111"

(;01110 8 rli.J;iS8t!

t.gre~ao, cum Jkricll rq]t!

6110, tn'b1l8

QUOnlm

"1 ,,"/0 "/11'1., 11/ Ulhulr l, I ltr,[ior ft(INcla- ' Wtllt!!' !JC" l i [erlu r dtdi ll8t!: _m lingllO.

1

111111

",

tllU 'I

_1'1/• •

ml

" ; JIIUlI Ocooni

ciltt'iori8, id

eilt Go lll i8cl.llulza .

Ml f+l"" , 11/1,(1 /11' / )/1 11111 ,N"' /II" ,

lI ille {a c tuln

eil t , u t poulalilll t!l COl 'f'Up la e , wm en ef8

pfttj'l#lI

1I1I.ttVW /III '

O (lJlil/ll ~, -

Ober

di ese Stelle Tg l

R. ?!lu c h , Zeitac brilt für

tIMIHlIf'M'

Wiltlllll'llchlllli' I, H2'4,

I,'"

~~ln,,'I" 'I

Ilulmllil·tl

AmltII'lH:k rn ,· di e :-Ililltero r.:inl, ·iltlug der Got6n in diij tl rei erwllhnten SUlmmtj : {)sLm- uml Wi:-ligolcn sow ie Gepiden.

dafür in Betracht zu zie hen:

auf -ida nur

di e Gepide n und Goten besitzen. So kommen bei den Gepiden von solchen vor: FasUda, der Name ihres zuerst überlieferten Königs und weiter der Volksname Gcpida selbst, und bei den Goten Ovida, ei n Ahne des Gotenkö ni gs Geberik und ein VOll Odowaker getötete r Mann, Kniwida, ein Gotenkönig, Uldida, ein spanischer arian ischer Bischof aus dem 6. Jahrhundert, also ein Wisigote, und endlich Daritla,

I' n l,, ' lh llr,

Er z ! II ,IIIII /{

\ ' 1111

.[.'11

dl'l'i

SclJilT" 1I

i:-lt

wohl

.1"1 '

Noch ein

sprachli cher B.,weis

ist

die ' l' llt.sac he nämli ch, daß Personen- und Völkern amen

ein in Gregors des Großen Dialogen erwähnter "dux Gothorum ". Bei k einem anderen altgermanischen Stamm außer den Gote n und Gep ide n wird man solche Namen nachweisen können. Ein nur bei den Gepiden und Goten bezeugter Personenname ist ferner Ost"ogota, fern. Ostro- golo. Os trogota hi eß ein Gotenköuig a us der zwe i ten Hälfte des

3. Jahrhunderts,

prätend ent aus dem

Großen hi eß Oslrogolo nnd ähnlich e in e gepidische Pri n zess in, Ostrigoto, w elche in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts die Gemahlin des

Langobard enkölligs Wakk o wurde. DeI' Unterschied zwischen

gotischen und gepidisch en Form dieses Namens ist, wie ersichtlich nur der Bindevokal. Derselbe ist abel' als i nur in der gepidischen Form regelrecht, während 0 in der ostrogotischen für eine so späte Zeit ganz auffällig ist, denn altes indogermanisches 0 wird, wie F. Wrede (Über di e Sprache der Ostgoten, Straßburg 189 1, S. 48) bemerkt, im

Germanischen zu a, welches dann im Ostgoti schen vielfach zn c ge- schwächt oder gar zu i palatalisiert wird. Der Name der Gellidin Oslrigoto ist allerdings nur durch die langobardischen Quellen und dements prechend auclt nur in langobardi sc her Gesta1t. , Austrigllsa,

überliefert

und

denselben

Namen

trug ein gepid ischer Kron -

6. Jahrhundel·t. Eine i'achter 1'h euderiks des

der

Im Langobardischen wurde nämlich der Diphthong au

nicht zu 0 kontrahiert - vgl. W. Bruckner, Die Sprache der Lango- barden, Stmßburg 1895, S. 229 - wie im Ostrogotischen (vgl. Wrede

Auch die Endung a statt 0

in A 1l$tn'gusa is t langobardisch. S statt t im zweiten Kompositi ons- glied weist auf eine gepidiscbe Diminutivbildung *Oslrigllso aus . Oslrigut-so, mit s-Suffix wie beispielsweise schwed. gossc "Junge" aus · got-se zu norw.gut, anord.gubaa" (Sing. ·go~) "Männer". Übrigens verllält sich OSt1'igltSO beziehungsweise Ostrigllsa zu Ostrigoto , wie

a. a. O. 165) und wohl anch im Gepidische n.

I',,,

d

l",

,,

I

" ~ '''''I,, '

~;

t" II"

"

1:

7

1/" ,1,;(,,;·,)11 bei I'rokop, zu Thiu(l igQ/o be i .JordaliCS I:') -

'1'10,·111.1'" 'I'hcuderiks des Großen. IIm' letzte ßewei!:l dafl\l', daß die Gepiden ZII111 go ti schcn Stam m Im 11ugcren Si nn e gehören, wird uns schließli ch von der Archäol ogie

Il ll ll urcl't. Es steht n ämlich auf Grund der BotlenCorscllllug fest, daß lu OIlI-R'CrllIlUlien wä.hrend der ersten drei Jahrhunderte nach Christus,

, cillo a ndcre

wl u

KOHsi ll lla zuerst erka nnt h at, nllr di e Goten und Gepiden e in en

111111

tl. ' lIsclben Grabritus und zwar die mit Leichenbrand gemisc hte

K' O"l lo l' h cstatt ung pflegten; a1l den übrigen Ostgermanen wal' die aus -

",!hllcßli che Leichenverbrennung eigen. Nnch allem bisher Vorgebrachten läßt sich mit voller Sicherheit Imlllwpten, daß sowohl die Zugehörigkeit der Gepiden zur ost-

rl" I'uHu!ischen Gruppe als auch die

'1'III.t1üclltln sind, die keinem Zweifel unterliegen dürfen. In den vor- hllndl ' lIcll Geschichtsquellen werden jedoch die Gepide n ni e schlec ht- hin Oote n genannt ; der Gotenname blieb nur an den wi sigotischeu 11 nil II s lrogotisch e n Zw e igv ölk e rn haften , di e, jede s fIir sic h , anch iI/llhi~ sch lechthin genannt werden. Dies hat in der germanischen Mtttmmesknnde mehrere Seitenstücke. Von den wandalischen Zweig- vll lhl 'll s ind beispielsweise nur di e Hasdingen-Wiklovale n und die Hl l ingen.Naharvalen Träger des Wandalennamens geworden. Den I ,llkl'ingen -1' aifal ell, dem dritte n Zweig des wandalischen Stammes (vgl. weiter unten), kommt diese Benennung nicht zu. Ebenso werden v\Jn den drei großen swebischen Völkern: Alemannen, Quaden und Mltrkomannen (= Baiern) nur die ersten zwei auch Sweben bzw.

gotische Abstammung derselben

HWl!.ben, Schwaben gena.nnt.

Da, wie gezeigt, unter den Zeugnissen für die gotische Stammes- ",ngehörigkeit der Gepiden ihr Volksname einen wichtigen Platz ein-

'"J VerfebU Wrede a. • . O. S.I64 und Schönfeld &. •• O. S.230, die in -zoü(Jr<

hel Prokop statt ·g.d6 be:z:w. -golD Entstellung oder Schreibfehler sehen wollen. In fl e r miluuli ebcn !\lLwenSfOrDl bOlplyor8oi bei Prokop Btatt Oslrigom ist die Endung

" rbi _Ie rt.

"ArianlA! DuatplyotDo, ausgeht und du ente Namensglied zu germ. aveatetl, -ar - ~UlIJt, kann ich nicht beipt!.ichten. Der gepidische Kronpriltendent Oiltrigota war

nllmlich , wie wir weiterhin "hen werden, der Bruder der Prioz eaa:in Ostrigoto, 10 IlaB die Namen beider sieb nnr durch Gennsweehscl voneinander unterscheiden. Der NAme O~trigotenB aber stellt sieb, wie die Lautvari8Jlte Austriguaa. :z:eigt, un-

verken nbar zum

oluogotiBehen Volbnamen, vgl Oiluogotbi = llter AulrOgOti bei

S. 248, der von der Lant-

Dtr etymo logiscbeu Dentnng SehlSnfelda &. a. O.