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GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde - 8.8.1953

5742 Erdenleben Selbstzweck oder Mittel zum Zweck


.... Wesen Gottes ....
Lernet die Welt betrachten nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel
zum Zweck .... Dann werdet ihr auch euer Erdenleben anders
bewerten, ihr werdet es nicht zum Ziel aller eurer Wünsche und
Begierden machen, sondern euer Ziel anderswo suchen.

Wer nur das irdische Leben von Wert erachtet, wer nur strebet nach
Dingen, die irdisch sind und das körperliche Leben angenehm
machen, wer danach trachtet, sich nur ein sorgenfreies, ihm
Erfüllung bringendes Erdenleben zu schaffen, der sieht dieses
Erdenleben auch als Selbstzweck an, und sein Denken ist verkehrt.
Denn es ist nur Mittel zum Zweck ....

Das Erdenleben ist dem Menschen gegeben, um darin ein anderes


Leben zu erwerben, ein Leben, das ewig währet, aber nicht vom
Körper, sondern nur von der Seele gelebt wird. Wer darüber
nachdenkt, daß er nur für kurze Zeit die Erde bewohnet, daß er
selbst nicht die Zeit seines Wandels auf Erden bestimmen kann, daß
ein anderes, über ihm stehendes Wesen die Dauer seines
Erdenlebens bestimmt, wer darüber nachdenkt, daß er selbst auch
nicht den Verlauf seines Erdenlebens bestimmt, sondern dieser als
schicksalsmäßig von ihm zurückgelegt werden muß, wie es das
über ihm stehende Wesen will, der müßte schon daraus ersehen,
daß ein Zweck mit seinem Erdenleben verbunden ist, daß irgendein
Erfolg gezeitigt werden soll in der Zeit des Wandels auf dieser Erde.

Doch darüber denken die Menschen nicht nach, die der materiellen
Welt allein zugewandt sind und sich gewissermaßen ausleben
wollen. Vielmehr ist ihnen die Tatsache, daß ihr Leben ein
beschränktes ist, Anlaß dazu, ihm zu entziehen, was sie nur können,
denn sie denken nicht an das Nachher, sondern nur an die
Gegenwart, die sie sich zu gestalten suchen nach ihren Wünschen
und Begierden.

Sie fordern Beweise dafür, daß es ein Fortleben gibt; sie bewerten
nur das, was sie sehen, und wehren alle Gedanken ab, die an ein
Nachher gemahnen. Sie bewerten das Erdenleben zu hoch .... und
würden es doch nicht hoch genug werten können, so sie es mit
geistigen Augen betrachteten .... Und die Welt bietet ihnen wahrlich
Freuden genug, die sie nicht aufgeben wollen um eines ihnen nicht
beweisbaren Lebens nach dem Tode willen ....

Und doch könnten sie sich Beweise schaffen, wenn sie es ernstlich
wünschten .... Denn nichts auf Erden ist beständig, alles vergeht,
wie auch der Mensch selbst vergeht dem Körper nach. Eines aber
bleibt auch für den ungläubigsten Menschen unleugbar: die alles
erhaltende und immer neues schaffende Kraft ....

Denn nachweislich bleibt die Schöpfung bestehen, bzw. sie erneuert


sich ständig und gibt also Zeugnis von einer Kraft, die ewig nicht
vergehen kann und daher auch ewig wirken wird .... Und diese Kraft
mit sich selbst in Zusammenhang zu bringen müßte eines jeden
Menschen Bestreben sein, dann würde auch der Mensch selbst
überzeugt sein, daß sie in ihm gleichfalls tätig ist und auch nach
dem Tode nicht vergehen kann.

Da der Mensch ein lebendes, Kraft-beweisendes Schöpfungswerk


ist, muß also auch diese Kraft in ihm sein und nur die Hülle beim
Tode verlassen, aber als Kraft noch weiterwirken können im
Universum. Sie wechselt also nur ihren Aufenthalt, kann aber
ewiglich nicht vergehen .... Denn diese Kraft ist eine Ausstrahlung
des Wesens, Das alles erschaffen hat.

Und wer diese Erkenntnis einmal gewonnen hat, der sieht auch das
Erdenleben nur als ein Übergangsstadium an, wo die Kraft sich
manifestiert hat in einem Menschen zum Zwecke bestimmten
Wirkens .... alles Materielle zu überwinden, um als völlig frei nach
dem Tode des Leibes tätig sein zu können, was aber nur möglich ist
durch Überwindung der Materie, nicht durch Anstreben und
Vermehren dieser und sonach Ketten der Kraft an Dinge, die keinen
Bestand haben. Diese Dinge belasten dann das Unsterbliche des
Menschen, die Seele, die nun kraftlos ist, wenngleich sie in sich die
Kraftausstrahlung Gottes ist, doch sie ist noch von dichten Hüllen
umgeben, die ihr jegliche Freiheit nehmen, die sie sich im
Erdenleben aber wohl erringen konnte, wenn sie den Zweck dessen
erkannt und angestrebt hätte ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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