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Lā ilāha illa Allah

Ein Wort des Überlebens


Eine Lebensweise

von Scheikh Yāsir Burhāmi


Lā ilāha illa Allah: Ein Wort des Überlebens 3
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung………………………………………………………………………3

La ilāha illa Allah: Ein Wort des Überlebens…..………………………….4

La ilāha illa Allah: Eine Lebensweise


Die Bedeutung von La ilāha illa Allah…………..…………………………6

Die Bedeutung von Tāghūt


und seine Merkmale für den Unglauben………………………………...10

Al-Wala’ wal-Bara’ (Loyalität und Lossagung):


Aus dem Wesen der Bedeutung von Lā ilāha illa Allah……………..…13

Islam ist eine Religion der Vergebung und Gerechtigkeit…………….17

Sind wir Extremisten?...……………………………………………………..18

Glossar………………………………………………………………………...19

3
Lā ilāha illa Allah: Ein Wort des Überlebens 4
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Einleitung

Alles Lob gebührt Allah. Wir lobpreisen Ihn, ersuchen Seine Hilfe und bitten um
Seine Vergebung. Wir suchen Zuflucht bei Allah vor dem Übel unserer Seelen und
vor den verschiedenen Konsequenzen unserer Taten. Wen Allah rechtleitet, kann
keiner in die Irre führen, und wen Allah in die Irre führt, für den gibt es niemanden,
der ihn rechtleiten kann. Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt, die
anbetungswürdig ist, außer Allah, gepriesen und erhaben ist Er, und ich bezeuge,
dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist.

„O die ihr glaubt, fürchtet Allah in gebührender Furcht und sterbt ja nicht anders
denn als Muslime“ 1P0F

„O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf, und
aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus beiden viele Männer und Frauen sich
ausbreiten. Und fürchtet Allah, in Dessen (Namen) ihr einander bittet, und die
Verwandtschaftsbande. Gewiss, Allah ist Wächter über euch “ 2 P1F

„O die ihr glaubt, fürchtet Allah und sagt treffende Worte, so lässt Er eure Werke als
gut gelten (gut sein) und vergibt euch eure Sünden. Und wer Allah und Seinem
Gesandten gehorcht, der erzielt ja einen großartigen Erfolg.“ 3
P2F

Und die beste Rede ist die Rede Allahs, gepriesen und erhaben ist Er, und die beste
Rechtleitung ist die Rechtleitung Muhammads, Frieden und Segen seien auf ihm,
und die schlechtesten Dinge sind die neu erfundenen Angelegenheiten, und jede
Neuerung ist eine Irreführung und jede Irreführung ist im Höllenfeuer.

1 3:102
2 4:01
3 33:70-71

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La ilāha illa Allah: Ein Wort des Überlebens

Hast du dich jemals gefragt, was du von diesem Leben willst, und was Allah wollte,
als Er uns in diesem Leben hervorbrachte?

Es gibt keinen Zweifel darüber, dass die gesamte Menschheit auf der Suche nach
Zufriedenheit, Seelenfrieden und Ruhe ist. Diese Sachen können nicht erreicht
werden bis unser freier Wille mit dem übereinstimmt, wofür Allah uns erschaffen
und geformt hat. Allah, groß und erhaben ist Er, sagt:

“Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir
dienen.“ 4

Und genauso wie wir ohne unseren Befehl oder ohne unsere Zustimmung erschaffen
wurden, werden wir von diesem Leben ohne unseren Befehl oder ohne unsere
Zustimmung ausscheiden. Wir würden unser Leben ziellos leben, wenn Allah uns
nicht mit der Gabe der Auswahlmöglichkeit und dem freien Willen getestet hätte. Er
sandte uns Gesandte und Bücher der Rechtleitung, um uns zu informieren und um
uns zu warnen. Er inspirierte all Seine Gesandten mit einer einzelnen Da’wah, die
sich niemals geändert hat. Ihre Absicht war es, den Menschen das endgültige Ziel,
weswegen wir erschaffen wurden, und ohne das wir niemals Zufriedenheit erlangen
werden, deutlich zu machen. Allah, groß und erhaben ist Er, sagt:

„Und Wir haben ja bereits in jeder Ummah (Gemeinschaft/Volk) einen Gesandten


erweckt: „Dient Allah und meidet den Tāghūt." Unter ihnen gibt es manche, die Allah
rechtgeleitet hat, und unter ihnen gibt es manche, an denen sich das Irregehen
bewahrheitet hat. So reist auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Leugner
war.“ 5

„Und Wir haben vor dir keinen Gesandten (O Muhammad) entsandt, dem Wir nicht
(die Weisung) eingegeben hätten: La ilāha illa Ana (niemand hat das Recht angebetet
zu werden, außer Ich (Allah)), so dient Mir (alleine und niemand anderem)“ 6

„Und als Ibrahīm zu seinem Vater und seinem Volk sagte: »Gewiss, ich sage mich los
von dem, dem ihr dient, außer Demjenigen. Denn Er wird mich gewiss rechtleiten“ 7

Und als Nūh, Frieden sei auf ihm, zu seinem Volk sagte:

4 51:56
5 16:36
6 21:25
7 43:26-27

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„Ihr sollt keinem außer Allah dienen. Gewiss, ich fürchte für euch die Strafe eines
schmerzhaften Tages“ 8

Wie es Hūd, Sālih und die anderen Gesandten, Frieden sei auf ihnen allen, taten. Es
gab keinen einzigen Gesandten oder Propheten, dessen erste Erklärung zu seinem
Volk nicht lautete:

„Und (Wir sandten) zu 'Ad ihren Bruder Hūd. Er sagte: »O mein Volk, dient Allah!
Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Ihr ersinnt ja nur Lügen. «“ 9

Und der Masīh (’Isa, Frieden sei auf ihm) sagte:


„Doch al-Masīh (selbst) gesagt hat: „O Kinder Isra'ils, dient Allah, meinem Herrn
und eurem Herrn!" Wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet fürwahr Allah das
Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein. Die Ungerechten
werden keine Helfer haben.“10

Die Erklärung von „La ilāha illa Allah“ war der Ruf von allen Gesandten, es ist das
Kennzeichen des Tawhīd, es ist die festeste Handhabe und es ist das Wort des
Überlebens. Der Prophet, Frieden und Segen seien auf ihm, sagte:

Wessen letzten Worte, die er von sich gibt, » La ilāha illa Allah « sind, der wird ins Paradies
eintreten.“ 11

Sind es also nur bloße Worte, welche gesagt werden, ohne Beziehung zu Taten,
welche darauf folgen?

8 11:26
9 11:50
10 5:72
11 Abu Dawud, Al-Hākim und er erklärte ihn als sahih, und es wurde von Al-Albani als sahih eingestuft

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La ilāha illa Allah: Eine Lebensweise

„Sag (O Muhammad): Gewiss, mich hat mein Herr zu einem geraden Weg geleitet,
einer richtigen Religion, dem Glaubensbekenntnis Ibrahīms, als Anhänger des rechten
Glaubens (Hanīfan), und er war keiner der Götzendiener (Al-Muschrikūn).“ 12

„Sag: Gewiss, mein Gebet und mein (Schlacht)opfer, mein Leben und mein Sterben
gehören Allah, dem Herrn der Weltenbewohner (Alamīn). Er hat keinen Teilhaber.
Dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste der (Ihm) Ergebenen.“ 13

Die Erklärung von Imān ist nicht bloß ein Wort, das man sagt, oder eine Idee, welche
übernommen wurde. Imān ist eher Wissen und Handeln. (Ein System von) Glauben
und (ein System von) Gesetz.

Es bedeutet, an Allah, Seine Engel, Seine Gesandten, Seine Bücher, an den Jüngsten
Tag, an die Vorherbestimmung (Schicksal) – sei es gut oder schlecht – zu glauben.

Es bedeutet, Allah zu gehorchen und zu lieben, Ikhlās zu haben und dem Gesandten,
Frieden und Segen seien auf ihm, zu folgen. Es bedeutet, Allah zu lieben und nur Ihn
zu fürchten, sich nach Seinem Treffen zu sehnen und auf Seine Huld zu hoffen. Es ist
das Beten zu Allah, Ihm und alleinig Ihm gegenüber Demut und Unterwerfung
gewährend.

Es bedeutet Dankbarkeit gegenüber Allahs Gaben, und geduldig zu sein gegenüber


Seinen Prüfungen. Es bedeutet, Abstand zu halten von weltlichen Wünschen.

Es bedeutet Gebet, Fasten, Almosen, Pilgerfahrt und Jihād. Es bedeutet Schlachten


für (Allah), bei Allah und nur Ihm allein zu schwören. Es bedeutet, nach dem
Erlaubten zu streben und das Verbotene zu vermeiden (bezüglich dem Essen,
Trinken, Anziehen und Verdienen).

Es bedeutet, wohltätig zu den Eltern zu sein (Birr al-Wālidayn), die


Verwandschaftsbande zu pflegen, mit den Nachbarn eine gute Beziehung zu führen,
und all jenen gegenüber gutes Benehmen zu z eigen, die man trifft (indem man
Verträge erfüllt, das anvertraute Gut zurückgibt und Verbrechen vermeidet).

Es bedeutet, sich von Riba, Bestechung, Glücksspiel und Betrügerei fernzuhalten. Es


bedeutet das Streben nach dem Gesetz von Allah, es durchzuführen und damit

12 6:161
13 6:162-163

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zufrieden zu sein. Es bedeutet den Blick zu senken und die Keuschheit zu bewahren.
Es ist der Hijāb und es ist die Bedeckung der 'Awrah.

Es bedeutet Da’wah zu machen, sich auf dem Wege des Dīn abzumühen, das Gute zu
gebieten und das Schlechte zu verbieten und die islamische Gesetzgebung in allen
Gebieten der Erde zu etablieren.

Es bedeutet, zu der Gruppe/Partei der Gläubigen zu gehören – der Partei Allahs –


und die Parteien der Irreleitung zu verlassen (welche die Gefolgsleute des Schaytāns
sind).

Also ist Imān, überall zu erklären, dass eine Person in allen Angelegenheiten Hanīf
ist. Diese Person wendet sich in Richtung Allahs bezüglich (seiner) Erwartung, und
kommt Allah gemäß den Lehren Seines Gesandten, Frieden und Segen seien auf ihm,
näher.

„So richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als Anhänger des rechten
Glaubens (Hanīf), - (gemäß) der natürlichen Anlage (Fitrah) Allahs, in der Er die
Menschen erschaffen hat. Keine Abänderung gibt es für die (Khalq-illah) Schöpfung
Allahs. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht. (Tafsir
at-Tabari)“ 14

14 30:30

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Die Bedeutung von La ilāha illa Allah

„Wisse also (O Muhammad), dass La ilāha illa Allah (es keinen Gott außer Allah
gibt, niemand das Recht hat, angebetet zu werden, außer Allah)).“ 15

Daher ist es für jeden erwachsenen Muslim zwingend notwendig, nach Wissen zu
Streben bezüglich der Bedeutung von „La ilāha illa Allah“. „Ilāh“ (Gottheit) ist, was
angebetet wird, zu dem sich alle Geschöpfe hinwenden, um ihre Bedürfnisse zu
erfüllen. So ist die Bedeutung von „La ilāha illa Allah“: Es gibt keine Gottheit, die es
wert ist, angebetet zu werden, außer Allah. Die Diener suchen keine Zuflucht und
demütigen sich nicht außer (bei) Ihm. Ferner ist Er (der Ilāh), welchen die Seelen
ersehnen, deren Herzen sich in Seine Richtung neigen.

Einige Leute dachten fälschlicherweise, dass die Bedeutung von Ilāh nur „derjenige,
der Macht über erschaffene und erfundene Sachen hat“ ist. Die Muschrikīn nahmen
diese Bedeutung von Ilāh an:

„Sag: Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über Gehör
und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote
aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die Angelegenheit? Sie werden sagen:
„Allah." Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? Dies ist doch Allah, euer
wahrer Herr. Was gibt es denn über die Wahrheit hinaus außer dem Irrtum? Wie
lasst ihr euch also abwenden?“16

Und trotzdem beharrten ihre Gesandten darauf, dass sie bestätigen sollten, dass
niemand das Recht hat, angebetet zu werden außer Allah.

Dies bedeutet, dass, wer die Existenz Allahs bestätigt und dabei jemand anderen
neben Ihm anbetet oder seine Gesandten leugnet, ein Ungläubiger
bezüglich/gegenüber/in Allah ist und für Ewigkeit in der Hölle sein wird. Genauso
wird derjenige, der zu jemand anderem Bittgebete neben Allah macht oder Zuflucht
sucht oder Opfer bringt neben Allah (nachdem die Beweise der Ungültigkeit dieser
Taten ihn erreicht haben), denselben Ausgang haben.

Und die Worte „La ilāha illa Allah“ beinhalten den Unglauben an Tāghūt in der ersten
Hälfte – ’La ilāh’ – ’Es gibt keine Gottheit’. Diese Worte bezeichnen eine Leugnung
des Rechts, jemanden neben Allah anzubeten. Ferner beinhalten die Worte in der
zweiten Hälfte den Glauben an Allah – ’illa Allah’ – ’außer Allah’.

15 47:19
16 10:32-33

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„Wer also an Tāghūt ungläubig ist, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der
festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend und
Allwissend.“ 17

Die Gelehrten haben gesagt, dass „die festeste Handhabe“ in dem oben erwähnten
Verse la ilāha illa Allah ist. Der Gesandte Allahs, Frieden und Segen seien auf ihm
sagte:

„Wer la ilāha illa Allah sagt und an allem ungläubig ist, was neben Allah angebetet wird;
dessen Besitz und Blut wird verboten (heilig) für die Muslime, und seine Rechnung ist bei
Allah.“ 18

So ist die Äußerung von „la ilāha illa Allah“ der Beweis für den Unglauben des
Sagenden an allem, was neben Allah angebetet wird. Daher kann Imān an Allah nicht
erfüllt werden ohne Unglauben an Tāghūt. W a sist a lso Tā ghūt und wa s ist die
Bedeutung vom Unglauben an Tāghūt?

17 2:256
18 Überliefert bei Muslim und Ahmad

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Die Bedeutung von Tāghūt und die Charakteristiken der Ablehnung

Der Wortstamm von Tāghūt ist „Überschreitung/Übertretung“ und bedeutet, die


Grenzen zu überschreiten. Tāghūt ist alles, für dessen Sache der Diener die Grenzen
des Gottesdienstes überschritten hat. Es ist jeder, der für sich eine Eigenschaft oder
ein Recht von den Rechten der Ulūhiyyah oder Rubūbiyyah für sich in Anspruch
nimmt. Daher ist Tāghūt alles (Person oder Sache), was neben Allah angebetet wird
und was damit zufrieden ist.

Es gibt die fünf größten Tawaghīt, welche die Ursache für die Irrleitung der meisten
Menschen sind:

Der erste unter ihnen ist der Schaytān, der Rufer zum Gottesdienst zu allem neben
Allah. Allah, gepriesen ist Er und erhaben, sagt:

„Habe Ich euch, o Kinder Adams, nicht als Verpflichtung auferlegt, dass ihr nicht
dem Satan dienen sollt“ 19

Was bedeutet nun die Anbetung vom Schaytān? Gibt es jemanden, der sagt, dass sein
Gott Schaytān ist?

Sehen wir denn nicht, dass jeder, sogar die Ungläubigen, Schaytān beleidigen und ihn
verfluchen? Die Anbetung des Schaytān ist der Gehorsam zu ihm: Unglauben, Schirk,
und das Leugnen der Gesandten, Frieden sei auf ihnen. Wer das von ihm annimmt
und ihm darin gehorcht, dann hat diese Person Schaytān neben Allah angebetet.

Der zweite der größten Tawaghīt ist der Herrscher, welcher mit etwas anderem, als
dem, was Allah herabgesandt hat, regiert. Der endgültige Beweis ist im Qur’an.
Allah, gepriesen und erhaben ist Er, sagt:

„Siehst du nicht jene, die behaupten, an das zu glauben, was zu dir (als Offenbarung)
herabgesandt worden ist, und was vor dir herabgesandt wurde, während sie sich in
Entscheidungfragen an Tāghūt wenden wollen, wo ihnen doch befohlen worden ist, es
zu verleugnen“? Aber der Satan will sie weit in die Irre führen.“ 20

Dieser Vers wurde aufgrund eines Mannes offenbart, der das Urteil eines Juden
wünschte, Kāb al-Aschraf, oder einige der Wahrsager. Ferner bezieht es sich auf
jeden, der das Urteil dessen sucht, der mit etwas anderem, als dem, was Allah
offenbart hat, richtet. Jedoch gibt es keinen Zweifel daran, dass derjenige, der mit

19 36:60
20 4:60

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etwas anderem richtet, als dem, was Allah offenbart hat, die Grenzen der Ubūdiyyah,
was das Urteil von Allah anzunehmen erfordert, passiert hat. Und es gibt keinen
Zweifel daran, dass derjenige, der nach eigenem Ermessen richtet, sich selbst
Rubūbiyyah zugeschrieben hat, indem er seine eigene Gesetzgebung vollstreckt hat.

Allah, der Erhabene, sagt:

„Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl.“21

Und Er sagt:

“Oder haben sie (etwa) Teilhaber, die ihnen als Religion festgelegt haben, was Allah
nicht erlaubt hat?“22

Also bezeichnet Allah denjenigen, der mit etwas anderem richtet als dem, was Allah
herabgesandt hat, als Ungläubigen. Und diese „Gesetzgeber“ sind die falschen
Partner und Allah hat keine Partner in Seiner Schöpfung.

Die dritte Gruppe der Tawaghīt sind die Mönche und Rabbiner, welche das Gesetz
Allahs ersetzt haben. Mit anderen Worten sind dies die üblen Gelehrten, welche für
den üblen Diener, der nach dem Wohl des diesseitigen Lebens strebt, handeln.

Allah, gepriesen und erhaben ist Er, sagt:

„Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie
al-Masih ibn Maryam (Isa), wo ihnen doch befohlen worden ist, einem einzigen Gott
zu dienen. Es gibt keinen Gott außer ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über dass,
was sie (Ihm) beigesellen.“ 23

Der Prophet, Frieden und Segen seien auf ihm, erklärte diesen Vers, als er sagte:
“Erlaubten sie euch nicht das Verbotene und verboten sie euch nicht das Erlaubte
und ihr folgtet ihnen darin, so war dies eure Anbetung zu ihnen.“ 24

Die vierte und fünfte Gruppe der Tawaghīt sind die Magier und Wahrsager. Die
Magier behaupten, die Macht zu haben, um zu schaden und zu nutzen und die
Herzen der Schöpfung zu wenden. All diese Qualitäten sind Qualitäten der
Rubūbiyyah. Die Wahrsager behaupten, sie hätten Wissen über das Verborgene, was
Allah nur Sich behalten hat.

21 7:54
22 42:21
23 9:31
24 Hassan: überliefert al-Tirmidhi, Baihaqi in al-Kabīr und es wurde hassan von al-Albani eingestuft (in
Sahih al-Tirmidhi)

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„Er verfügt über die Schlüssel des Verborgenen; niemand kennt sie außer Ihm. Und Er
weiß, was auf dem Festland und im Meer ist. Kein Blatt fällt, ohne dass Er es weiß;
und (es gibt) kein Korn in den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts
Trockenes, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.“ 25

25 6:59

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Die Charakteristiken der Ablehnung des Tāghūts sind folgende:

(a) Es einfach mit der Zunge zu sagen und an die Falschheit über das, was sie für
sich an Eigenschaften und Rechten vom einzigen, wahren Gott in Anspruch
nehmen, zu glauben.
(b) Zu wissen, dass, wenn jemand sagt: „la ilāha illa Allah“, dies bedeutet, dass
alles, was neben Allah angebetet wird, geleugnet wird. Unglaube in Tāghūt
beinhaltet weiterhin, dass die Handlungen desjenigen in Wort und Tat
zusammenpassend sind.
(c) Nicht dem Schaytān zu gehorchen, zu welchem Unglauben und zu welcher
Sünde er auch aufrufen mag.
(d) Nicht das Urteil desjenigen zu suchen, der mit etwas anderem richtet, als dem,
was Allah herabgesandt hat.
(e) Nicht demjenigen zu folgen, der das Gesetz Allahs ersetzt hat.
(f) Nicht zu Magiern oder Wahrsagern zu gehen.

Die Erledigung all dessen ist Jihād mit der Zunge und der Hand, mit dem Geld und
dem Leben, um die falsche Anbetung zu den Tawaghīt aufzudecken, sie auf der Welt
auszurotten und die Diener von der Anbetung von Dienern ihresgleichen zur
Anbetung des Herrn aller Diener hinzuführen.

Allah, der Erhabene, sagt:

„Und kämpft gegen sie, bis es keine Fitnah (Unglaube und Polytheismus und
Anbetung von etwas anderem neben Allah) mehr gibt und (bis) die Religion
(Anbetung) gänzlich Allahs (auf der ganzen Welt) ist.“26

26 8:39

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Al-Wala’ wal-Bara’ (Loyalität und Lossagung):


Vom Wesen der Bedeutungen von Lā ilāha illa Allah

Der Prophet, Frieden und Segen seien auf ihm, sagte:

„Die festeste Handhabe des Imān ist die Liebe für Allahs Sache und der Hass für Seine
Sache.“ 27

Ist es einem Gläubigen möglich, Allah zu lieben und Ihn anzubeten, und dabei die
Gläubigen zu hassen und sie als Feinde, ohne ihnen zu helfen, zu nehmen? – Dies ist
unvorstellbar, außer für denjenigen, der das wahre Wesen des Imān nicht verstanden
hat.

Allah, gepriesen sei Er und erhaben, sagt:

„Du (O Muhammad) findest keine Leute, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben
und denjenigen Zuneigung bezeigen, die Allah und Seinem Gesandten (Muhammad)
zuwiderhandeln, auch wenn diese ihre Väter wären oder ihre Söhne oder ihre Brüder
oder ihre Sippenmitglieder(Leute/Volk). Jene - in ihre Herzen hat Er den Glauben
geschrieben und sie mit Ruuh (Beweisen, Licht und wahrer Rechtleitung) gestärkt. Er
wird sie in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben.
Allah hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Jene sind
Allahs Gruppierung. Sicherlich, Allahs Gruppierung, dies sind diejenigen, denen es
wohl ergeht.“ 28

Und Er, der Erhabene, sagt:

„O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Awliya’ (Freunden,
Schutzherren/Helfer)! Sie sind einer des anderen Awliya’. Und wer von euch sie zu
Awliya’ nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah leitet das Volk der Dhalimūn
(Polytheisten, Ungerechten) nicht recht.“ 29

Wenn nun gesagt wurde: „Doch glauben die Christen und Juden nicht an Gott?“

Dann werden wir sa gen: „ W ri werden euch nicht antworten, sondern der Qur’an
wird euch antworten.“

Allah, gepriesen und erhaben ist Er, sagt:

27 Hassan: Überliefert von Al-Tabarani in al-Kabīr und es wurde von al-Albani in Sahīh al-Jame’ als
hassan eingestuft
28 58:22
29 5:51

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„Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gewiss, Allah ist al-Masih (Isa),
der Sohn Maryams…“ 30

Und Er, gepriesen ist Er und erhaben, sagt:


„Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: ’Gewiss, Allah ist einer von
dreien.’" 31

Und Allah, der Gepriesene, sagt weiterhin:

„Die Juden sagen: ’Uzair ist Allahs Sohn’, und die Christen sagen: ’Al-Masih ist
Allahs Sohn.’ Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche
Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allahs Fluch sei auf ihnen, Wie sie
sich (doch) abwendig machen lassen! Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu
Herren genommen außer Allah, sowie al-Masih ibn Maryam, wo ihnen doch nur
befohlen worden ist, einem einzigen Ilāh (Gott – Allah) zu dienen. La ilāha illa
Huwa (Es gibt keinen Gott außer Ihm). Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was
sie (Ihm) beigesellen.“32

Der Prophet, Frieden und Segen seien auf ihm, sagte:

„Bei Dem in dessen Hand meine Seele ist, es gibt keinen Juden oder Christen aus dieser
Nation, der von mir gehört hat und dann stirbt, ohne daran zu glauben, womit ich gesandt
wurde, außer dass er in das Höllenfeuer eintreten wird.“ 33

Und wenn gesagt wird: „Sind sie nicht Ahlul-Kitāb?“ Dann antworten wir:

Allah, gepriesen ist Er und erhaben, sagt:

„Gewiss, diejenigen unter den Leuten der Schrift (Juden und Christen) und den
Muschrikūn (Götzendienern), die ungläubig sind, werden im Feuer der Hölle sein,
ewig darin zu bleiben. Das sind die schlechtesten Geschöpfe.“34

Wer auch immer an Muhammad, Frieden und Segen seien auf ihm, nicht glaubt, der
ist ein Ungläubiger, sogar wenn er von Ahlul-Kitāb ist.

Und wenn zu uns gesagt wird: „Ist der Dīn nicht für Allah und das Land für jeden?“

30 5:72
31 5:73
32 9:30-31
33 Überliefert von Muslim und Ahmad
34 98:6

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So antworten wir: Nein. Der Dīn ist für Allah, so wie die gesamte Erde und nur das
Land alleine. Allah der Herr der Welten hat keine Partner darin.

Allah, gepriesen ist Er und erhaben, sagt:

„Musa sagte zu seinem Volk: ‚Sucht Hilfe bei Allah, und seid standhaft! Gewiss, die
Erde gehört Allah; Er gibt sie zum Erbe, wem von Seinen Dienern Er will. Und das
(gute) Ende gehört den Muttaqūn (Gottesfürchtigen).’“35

Und die folgenden klaren Verse der Sura al-Mumtahina sind an Beweisen genug für
die Sinnlosigkeit von nationalen und patriotischen Bindungen:

Allah, gepriesen ist Er und erhaben, sagt:

„Wir sind unschuldig an euch und an dem, dem ihr anstatt Allahs dient. Wir
verleugnen euch, und zwischen uns und euch haben sich Feindschaft und Hass auf
immer offenkundig gezeigt, bis ihr an Allah allein glaubt." (Dies), außer das Wort
Ibrahīms zu seinem Vater: „Ich werde ganz gewiss für dich um Vergebung bitten;
doch vermag ich für dich vor Allah gar nichts auszurichten. Unser Herr, auf Dich
(allein) verlassen wir uns, und Dir (allein) wenden wir uns reuig zu. Und zu Dir
(allein) ist der Ausgang.“ 36

Und wenn sie sagen: „Sagt Allah, der Erhabene, nicht:

„Und du wirst ganz gewiss finden, dass diejenigen, die den Gläubigen in
Freundschaft am nächsten stehen, die sind, die sagen: ’Wir sind Christen.’ Dies, wie
es unter ihnen Priester und Mönche gibt und wie sie sich nicht hochmütig
verhalten.“ 37

Zu denen sagen wir: Vervollständige den Vers und trenne es nicht, damit du weißt,
wer mit diesem Vers gemeint ist. Allah, gepriesen ist Er und erhaben, sagt:

“Wenn sie (welche sich Christen nennen) hören, was zum Gesandten(Muhammad)
(als Offenbarung) herabgesandt worden ist, siehst du ihre Augen von Tränen
überfließen wegen, dessen, was sie (darin) als Wahrheit erkannt haben. Sie sagen:
’Unser Herr, wir glauben. Schreibe uns unter den Zeugnis Ablegenden auf.’“ 38

35 7:128
36 60:4
37
5:82
38 5:83

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Dieser Vers wurde bezüglich derjenigen offenbart, welche unter ihnen glaubten, wie
An-Najāschi und andere. Was diejenigen anbelangt, die nicht glauben, über die hat
Allah, gepriesen ist Er und erhaben, gesagt:

„Kämpft gegen diejenigen, die (1) nicht an Allah und (2) nicht an den Jüngsten Tag
glauben und (3) nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandte verboten haben, (4)
und nicht die Religion der Wahrheit (Islam) befolgen – von denjenigen, denen die
Schrift gegeben wurde – bis sie die Jizyah aus der Hand in voller Unterwerfung
entrichten.“ 39

Und einer der eindeutigsten Beweise der verbotenen Muwāla’ mit den Ungläubigen
ist ihre Na chahmung, sei es die offensichtliche oder versteckte (Na chahmung). Der
Prophet, Frieden und Segen seien auf ihm, sagte:

“Wer ein Volk nachahmt, ist von ihnen.“40

Ein Beispiel dessen ist die Teilnahme an ihren Feiern anlässlich ihrer falschen
Feiertage, welche zu den Symbolen ihres falschen Dīns gehören.

Allah, gepriesen ist Er und erhaben, sagt:

“ Und (auch) diejenigen, die keine Falschaussage bezeugen und, wenn sie im
Vorbeigehen unbedachte Rede (hören), würdevoll weitergehen.“ 41

Die Gelehrten haben in ihren Tafasir zu diesem Vers gesagt, dass damit die Feiertage
der Ungläubigen gemeint sind.

39
9:29
40 Überliefert bei Abu Dawud, Ahmad, Al-Tabarani in Al-Awsat, Ibn Hibban und er erklärte ihn für
sahih, und außerdem sahih erklärt in Sahih al-Jami’ von al-Albani.
41 25:72

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Islam ist die Religion der Vergebung und der Gerechtigkeit

Das stimmt, doch gibt es gewiss einen Unterschied zwischen Liebe und
Zufriedenheit bezüglich Religionen außer dem Islam und zwischen Gerechtigkeit
und Vergebung.

Der Muslim ist zu niemandem ungerecht, selbst wenn es ein Ungläubiger ist. Er
täuscht niemanden und bricht bei niemandem sein Versprechen. Er ist gut zu
demjenigen, der keinen Krieg gegen ihn und seinen Dīn führt, sogar wenn er ihn
wegen seines Glaubens hasst. Das ist (wahre) Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit,
nicht Liebe, Verbindung und Nachahmung. Ferner ist es dem Muslim erlaubt, mit
den Ungläubigen Geschäfte im Bereich des Verkaufens, Kaufens und Leihens zu
tätigen und Geschenke austauschen, um die Ungläubigen an den Islam zu
gewöhnen. Doch es ist ihm (dem Muslim) nicht erlaubt, sie zu lieben, ihnen (den
Ungläubigen) gegen die Gläubigen zu helfen und sie bezüglich ihrer Falschheit zu
loben. Und es nicht erlaubt, ihnen zu folgen, ihnen zu gehorchen oder sie als Freunde
zu nehmen. Der Prophet, Frieden und Segen seien auf ihm, sagte:

“Nimm keinen Gefährten, es sei denn einen Gläubigen." 42

42 Überliefert von Abu Dawud, Al-Tirmidhi und es wurde von Al-Albani als hassan eingestuft.

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Sind wir Extremisten?

Wir haben unsere ’Aqīdah in die Worte des Tawhīd – „lā ilāha illa Allah“ – mit klaren
Beweisen aus Qur’an und der authentischen Sunnah gelegt. Da her gez iemt es sich
für niemanden, eine Rede oder Tat zum Islam zu zählen, ohne Beweise aus Qur’an
und Sunnah, welche gemäß dem Verständnis der Salaf dieser Ummah und ihren
Gelehrten angenommen werden müssen. Ist derjenige, der daran glaubt, ein
Extremist?

Wenn es so ist, dann hängen wir, bei Allah, dem Extremismus an, der auf Qur’an
und die Sunnah basiert, sogar wenn uns deshalb die gesamte Welt entgegensteht.
Und das Zusammentreffen wird bei Allah sein.

Allah (swt) sagt:

„Nicht nützen werden euch eure Blutsverwandten und auch nicht eure Kinder. Am
Tag der Auferstehung wird Er (Allah) zwischen euch entscheiden'. Und was ihr tut,
sieht Allah wohl.“

So schaue für dich wo du morgen sein wirst, du entscheidest dich dafür heute.

Allah, der Erhabene, sagt:

„Und wahrlich, Unsere Heerschar ist es, die Sieger sein wird.“43

43 37:173

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Glossar

Da’wah – Zur Religion des Islams aufrufen/einladen

Lā ilāha illa Allah – Niemand hat das Recht angebetet zu werden außer Allah.
Das erste fundamentale Prinzip des Islams und darauf
folgend: Muhammad-ur-Rasul-Allah – Muhammad, Frieden
und Segen seien auf ihm, ist Sein Gesandter.

Alayhimul-Salām – Friede sei auf ihnen

Tawhīd – Tawhīd bedeutet, Allah als den einzigen Gott anzuerkennen


Hierbei gibt es drei Kategorien:
1. Die Einheit der Herrschaft; Tawhīd ar-Rubūbiyah: Zu glauben,
dass es nur einen Herrn für das gesamte Universum gibt und
Er dessen Schöpfer, Planer, Versorger und Derjenige, Der ihm
Sicherheit gibt, ist, und das ist Allah.
2. Die Einheit der Anbetung von Allah; Tawhīd-al-Ulūhiyah: Zu
glauben, dass niemand das Recht hat, angebetet bzw. um Hilfe
gebeten zu werden, auf ihn zu schwören, für ihn Opfer zu
schlachten, zu fasten, die Pilgerfahrt zu verrichten etc., außer
(zu) Allah.
3. Die Einheit der Namen und Eigenschaften Allahs; Tawhīd-al-
Asmā’ was-Sifāt: Daran zu glauben, dass:
a. wir Allah nur so benennen und bezeichnen wie Er und Sein
Gesandter Ihn benannt und bezeichnet haben;
b. niemand mit den Namen oder Eigenschaften Allahs – z. B. Al-
Karīm – benannt oder bezeichnet werden darf.
c. wir an alle Namen und Eigenschaften von Allah, die Er in
Seinem Buch (dem Qur’an) genannt und erwähnt hat oder die
Sein Gesandter Muha mmad (sa s) erwähnt ha t, glauben, ohne
ihre Bedeutungen zu verändern oder sie komplett zu ignorieren
oder deren Bedeutungen zu verdrehen oder sie mit irgendeinem
erschaffenen Wesen zu vergleichen. Allah ist über Seinem Thron,
wie im Qur’an erwähnt und wie der Prophet (sa s) in einem
Hadith bestätigt, kommt Allah in den ersten Himmel herunter
im letzten Drittel der Nacht und auch während des ’Arafah
Tages. Er ist mit uns, durch Sein Wissen, nicht durch Sein Wesen.

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Lā ilāha illa Allah: Ein Wort des Überlebens 22
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„Nichts ist Ihm gleich, und Er ist der All-Hörende und All-
Sehende.“44 Dieser edle Vers beweist, dass Allah die Eigenschaft
des Hörens und Sehens hat, ohne dabei anderen zu ähneln.
Und genauso sagt Er: „was Ich mit Meinen beiden Händen
erschaffen habe“45.
Und Er sagt auch: „Allahs Hand ist über ihren Händen.“46
Dies bestätigt die zwei Hände von Allah, doch gibt es keine
Ähnlichkeit (seitens der Geschöpfe) für Sie (die Hände
Allahs). Dies ist der Glaube der wahren Gläubigen, und es
war der Glaube der Propheten Allahs, von Nuuh, Ibrahīm, Musa,
’Isa und dem letzten Propheten Muhammad (sas). Es ist nicht so,
wie manche Leute denken, dass Allah überall ist, hier und dort
und sogar in den Brüsten der Menschen. Diese drei Kategorien
des Tawhīd gehören zu den Bedeutungen von lā ilāha illa
Allah. Es ist auch essentiell wichtig, dem Propheten Muhammad
(sa s) zu folgen und es ist ein Teil von Tawhīd al-Ulūhiyah.
Dies gehört zur Bedeutung von „Ich bezeuge, dass
Muhammad der Gesandte Allahs ist.“ Und das bedeutet,
dass „niemand das Recht hat nach Allah befolgt zu
werden, außer Allahs Gesandter (sas).
Imān – Glaube
Ikhlās – Aufrichtigkeit in der (alleinigen) Anbetung Allahs.
Jihād – Kämpfen für Allahs Sache oder irgendeine andere Leistung
oder Bemühung, um Allahs W ort (Isla m) da s Höchste zu
machen. Jihād wird als eine der Grundlagen des Islams
betrachtet.
Birr al-Wālidayn – Rechtschaffen und wohltätig gegen der Eltern zu sein.
Riba – Wucher, welcher aus zwei Arten besteht:
1) Riba Nasī’ah – Zins aufs Leihen und Verleihen
2) Riba Fadl – Zins auf Kauf und Verkauf
Hijāb – Ein langes Kleid, welches für muslimische Frauen
vorgeschrieben ist, um ihren ganzen Körper von Kopf bis
Fuß zu bedecken.
’Awrah – Der Teil des Körpers, welcher verboten ist (anderen) zu zeigen.
Dīn – Religion (z. B. Islam)
Schaytān – (singular) Satan; Schayatīn (plural).
Hanīf – Derjenige, der dem reinen islamischen Monotheismus folgt
(Allah allein anzubeten, Ihm nichts beigesellend)
Muschrikīn – Diejenigen, die neben Allah etwas anderes anbeten.

44 42:11
45 38:75
46 48:10

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Tāghūt – Das Wort Tāghūt deckt einen weiten Bereich an Bedeutungen


ab. Damit ist alles gemeint, was neben Allah angebetet wird:
alle falschen Gottheiten, sei es der Satan, Teufel, Götzen, Steine,
Sonne, Sterne, Engel, menschliche Wesen, Gesandte von Allah,
die fälschlicherweise angebetet und als Tāghūt genommen
wurden. Ebenfalls Heilige, Gräber, Herrscher, Führer, die
fälschlicherweise angebetet werden und denen gefolgt wird.
Tawaghīt (plural).
Ulūhiyyah – Siehe weiter oben Tawhīd
Rubūbiyyah – Siehe weiter oben Tawhīd
Schirk – Götzendienst und es bedeutet, neben Allah etwas anderes
anzubeten.
’Ubūdiyyah – Anbetung/Gottesdienst
Al-Wala’ wal-Bara’ – Loyalität und Lossagung
Ahlul-Kitāb – Die Leute der Schrift; Christen und Juden
Suratul-Mumtahinah – Surah aus dem Qur’an
An-Najāschi – Der König von Abessinien zur Zeit der ersten Auswanderung
der Muslime
Muwāla’ – Bündnis/Verbundenheit
’Aqīdah – Glaube
Sunnah – Die erlaubte(n) Weg(e), Befehl(e) und Tat(en) der Anbetung
und Aussagen des Propheten (sas), welche Muster für
die Muslime sind, um sie zu befolgen.
Salaf – Die frühen rechtschaffenen Vorgänger – die ersten
Generationen im Islam
Ummah – Nation; gemeint ist die Nation vom Propheten Muhammad
(sas)

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