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Das Ohr

Beim Menschen wird das Ohr in


drei Bereiche eingeteilt:

• Außenohr
• Mittelohr
• Innenohr

Das Außenohr umfasst

• Ohrknorpel
• Ohrmuschel
• Ohrläppchen
• Äußerer Gehörgang oder
auch Ohrkanal und die
Außenseite des
Trommelfells.

Zum Mittelohr gehört

• Trommelfell
• Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel)
• Das ovale Fenster
• Die Eustachische Röhre (auch Ohrtrompete genannt, verbindet Mittelohr
und Nasenrachenraum).

Zum Innenohr gehört

• Gehörschnecke
• Gleichgewichtsorgan (Bogengänge)
• Hörnerv

Im Mittelohr findet eine mechanische Impedanzwandlung statt, die eine


optimale Übertragung des Signals vom Außenohr zum Innenohr ermöglicht.

Das Innenohr liegt in einem kleinen Hohlraumsystem innerhalb des


Felsenbeines, eines Teils des Schläfenbeines. In diesem knöchernen Labyrinth
befindet sich das membranöse oder häutige Labyrinth, bestehend aus
der Gehörschnecke, in der der Schall in Nervenimpulse umgesetzt wird, und
dem Gleichgewichtsorgan.
Das Gleichgewichtsorgan besteht aus den Bogengängen und zwei
bläschenförmigen Anteilen, dem Utriculus und dem Sacculus. Es dient dem
Erkennen von Bewegungsänderungen und der Richtung der Erdanziehungskraft.
Gehörschnecke und Gleichgewichtsorgan sind ähnlich gebaut: Beide sind mit
einer Flüssigkeit (Endolymphe) gefüllt und besitzen Haarzellen. Die Haarzellen
sind zylinderförmig und haben ihren Namen von den etwa 30 bis 150 haarartigen
Fortsätzen am oberen Ende der Zelle (Stereozilien). Durch Bewegungen der
Flüssigkeit werden die Härchen gebogen und lösen dabei Nervenimpulse aus. Am
unteren Ende befindet sich eine Synapse mit einem sensorischen Neuron.
Diese schüttet schon im Ruhezustand Neurotransmitter aus. Werden nun durch
Schallschwingungen oder Bewegungsänderungen des Kopfes die Haarfortsätze
ausgelenkt, ändert sich die Menge der Neurotransmitter.
Im Gleichgewichtsorgan sind die Haarfortsätze mit einer Art Gallertschicht
überzogen, auf die kleine Kristalle von Calciumcarbonat aufgelagert sind, welche
die Auswirkung von Bewegungen verstärken. Von der Gehörschnecke geht
der Hörnerv gemeinsam mit den Nervenbündeln des Gleichgewichtsorganes
als Nervus vestibulocochlearis in Richtung Gehirn.

Beim Drehsinnesorgan bleibt die Flüssigkeit in den Bogengängen durch


Trägheit an der Stelle stehen, während die der Bogengang sich dreht und mit
diesem die Gallerte mit den Sinneshärchen. Dadurch, und auch durch ihre eigene
Trägheit wird die Gallerte mit den Sinneshärchen gebogen, die daraufhin einen
Reiz aussenden.

Der Schweresinn hilft uns zu erkennen wo Oben und Unten ist. Die beiden
Bläschen Utriculus und Sacculus haben ebenfalls eine Gallerte mit
Sinneshärchen, die je nach Lage des Kopfes verbogen werden und einen Reiz
aussenden.

Weg der Schallwellen

Die Ohrmuschel ermöglicht ein besseres auffangen der Schallwellen sowie ein
besseres Richtungshören. Dann gehen die Schallwellen durch den äußeren
Gehörgang bis zum Trommelfell. Vom Trommelfell wird der Schall vom Medium
der Luft auf die Knöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel übertragen die
sich in der Paukenhöhle im Mittelohr befinden. Im Mittelohr findet eine
mechanische Impedanzwandlung statt, die eine optimale Übertragung des
Signals vom Außenohr zum Innenohr ermöglicht.

Der Steigbügel schließt durch


das ovale Fenster an der
Hörschnecke an. Der Gang der
Schnecke ist durch eine Wand
getrennt, sodass zwei Gänge
entstehen, die Schneckengang
(Scala vestibuli) und
Paukentreppe (Scala tympani).
Diese beiden sind an der Spitze
der Schnecke durch das
Schneckenloch (Apex)
verbunden.

Die Flüssigkeit im
Schneckengang wird durch die
Schallwellen in Schwingung
versetzt die dann das
Tektorialmembran in
Schwingung versetzt, das mit den Haarzellen verbunden ist. Weiter oben in der
Schnecke werden die hohen Töne und weiter unten die tieferen wahrgenommen.
Selbst wenn die Härchen im Ruhezustand sind senden sie ein Signal aus und
wenn sie angeregt werden wird es nur verstärkt.

Danach gehen die Schallwellen durch das Schneckenloch in die Paukentreppe


und schließlich durch das runde Fenster nach außen.