Sie sind auf Seite 1von 75
Netzmusik: Musiklernen im digitalen Klimawandel Musikpädagogisches Blockseminar an der Universität der Künste Berlin

Netzmusik:

Musiklernen im digitalen Klimawandel

Musikpädagogisches Blockseminar an der Universität der Künste Berlin

Sommersemester 2010

Dozent: Matthias Krebs

Version: 15.05.2010

Kurze Vorstellung • In welchem Semester studiert ihr? Welches Instrument spielt ihr? • Wie nutzt

Kurze Vorstellung

In welchem Semester studiert ihr? Welches Instrument spielt ihr?

Wie nutzt ihr das Internet?

Welche Erfahrungen habt ihr in Bezug auf Musik im Internet?

Was sind Eure Erwartungen an das Seminar?

Zentrale Fragen der Veranstaltung • Was kennzeichnet die Internetnutzung? Welche neuen Trends gibt es? •

Zentrale Fragen der Veranstaltung

Was kennzeichnet die Internetnutzung? Welche neuen Trends gibt es?

Welche Möglichkeiten zum Musikmachen gibt es im Internet? Was kennzeichnet die Musikkultur im Internet?

Was ist Musiklernen?

Wie kann im Internet Musik gelernt werden?

Agenda • Intro • Was ist Web2.0 • Veränderte Mediennutzung • Musikmachen im Internet •

Agenda

Intro

Was ist Web2.0

Veränderte Mediennutzung

Musikmachen im Internet

• Veränderte Mediennutzung • Musikmachen im Internet • Musiklernen im Internet (erste Überlegungen) ©

Musiklernen im Internet (erste Überlegungen)

Intro: ein ganz einfacher Step-Sequenzer – Tonematrix http://lab.andre-michelle.com/tonematrix

Intro: ein ganz einfacher Step-Sequenzer Tonematrix

– Tonematrix http://lab.andre-michelle.com/tonematrix http://www.youtube.com/watch?v=OZFMpWKTAjY © Matthias Krebs
– Tonematrix http://lab.andre-michelle.com/tonematrix http://www.youtube.com/watch?v=OZFMpWKTAjY © Matthias Krebs
Intro: Beispiel – inudge.net www.inudge.net Der Step-Sequenzer iNudge ist musikalisches Miniprogramm, mit dem auch

Intro: Beispiel inudge.net

Intro: Beispiel – inudge.net www.inudge.net Der Step-Sequenzer iNudge ist musikalisches Miniprogramm, mit dem auch

Der Step-Sequenzer iNudge ist

musikalisches Miniprogramm, mit

dem auch Nutzer ohne Musikkenntnisse einfache musikalische Experimente machen können. Die kleinen Kompositionen können gleich aus der Anwendung an Freunde verschickt werden.

Die kleinen Kompositionen können gleich aus der Anwendung an Freunde verschickt werden. © Matthias Krebs 2010
Die kleinen Kompositionen können gleich aus der Anwendung an Freunde verschickt werden. © Matthias Krebs 2010
Intro: Kleine Praxisaufgabe Probiert dieses sehr einfache Browser-Musikprogramm selbst aus. http://www.inudge.net Was

Intro: Kleine Praxisaufgabe

Probiert dieses sehr einfache Browser-Musikprogramm selbst aus.

Was kennzeichnet dieses Beispiel?

Gerne auch mal gleich mitdenken:

Was kann an diesen Beispiele

gelernt werden und wie?

Gerne auch mal gleich mitdenken: Was kann an diesen Beispiele gelernt werden und wie? © Matthias
Intro: Das reale Instrument YAMAHA TENORI ON TNR-W Synthesizer mit neuartiger Bedienoberfläche In Aktion:

Intro: Das reale Instrument

YAMAHA TENORI ON TNR-W Synthesizer mit neuartiger Bedienoberfläche

In Aktion:

Im Laden:

Im Laden: http://www.thomann.de/de/yamaha_tenori_on.htm © Matthias Krebs 2010 / 8
Intro: Tonematrix in einem komplexen Browserprogramm http://www.audiotool.com © Matthias Krebs 2010 / 9

Intro: Tonematrix in einem komplexen Browserprogramm

Intro: Tonematrix in einem komplexen Browserprogramm http://www.audiotool.com © Matthias Krebs 2010 / 9
Zwischenreflexion Das Internet befördert durch seine technische Struktur und seine typischen Gebrauchsformen die

Zwischenreflexion

Das Internet befördert durch seine technische Struktur und seine typischen

Gebrauchsformen die Verwendung offener Prozesse und tendiert zur Aktivierung der Rezipienten.

Das Internet ist nicht per se für die Vermittlung von Musik geeignet! Es kommt darauf an Lernumgebungen zu gestalten, die den Lernenden Lust am musikalischen Spiel, Herausforderung und im weitesten Sinne einen Nutzen bringt.

Da Online-Musikplattformen hauptsächlich durch Interaktion geprägt sind, ähneln

sie aus dem traditionellen Repertoire der Unterrichtsgestaltung besonders der

Musikpraxis Besondere Qualität der Musikpraxis ist, dass sie sich sehr dazu eignet, Verbindungen

zu anderen Bereichen im Musikunterricht zu ziehen

Das Netz als Medium und Werkstatt Quelle: Föllmer 2005, S. 20 Wird über Musik im

Das Netz als Medium und Werkstatt

Quelle: Föllmer 2005, S. 20

Wird über Musik im Internet gesprochen, so beschränkt sich die Reflexion häufig auf

die Entwicklung totaler Verfügbarkeit jeglicher gespeicherter Musik:

Download-Shops, Tauschbörsen, Internetradio, Archive, Youtube etc.

Ein Programmangebot wird aus einer stetig anwachsenden Auswahl >angeschaltet<. Der Sendekanal des vernetzten Computers dient hier bloß als Fernbedienung.

Der Sendekanal des vernetzten Computers dient hier bloß als Fernbedienung . © Matthias Krebs 2010 /
Das Netz als Medium und Werkstatt Quelle: Föllmer 2005, S. 20 Der Computer als Werkstatt

Das Netz als Medium und Werkstatt

Quelle: Föllmer 2005, S. 20

Der Computer als Werkstatt zur Hervorbringung und Manipulation von Musik und

Produktionssystemen.

Zwei Aspekte machen den vernetzten Computer interessant für das Musikmachen der Zukunft:

zum einen die kommunikative Nutzung des Sendekanals des Hörers,

zum anderen jene Fähigkeit des Computers, die über Informationsaustausch hinausgeht, nämlich die Möglichkeit des Prozessierens von Informationen die Steuerung, Modifikation oder Herstellung musikalisch

relevanter Daten.

relevanter Daten. http://trendpiraten.tv/2009/03/geniale-mashup-musik-aus-youtube-videos © Matthias Krebs 2010 / 12
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 13

Online-Musikplattformen eine kleine Auswahl

Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 13
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 13
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 13
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 13
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 13
Musik im Internet Musik ist im Internet! Musik kann im Internet gestaltet werden! Wann, wie,

Musik im Internet

Musik ist im Internet!

Musik kann im Internet gestaltet werden!

Wann, wie, mit wem und mit welchem musikalischem Ergebnis entscheidet der Musizierende, der es vor einem Publikum präsentieren kann.

Basis WAS IST WEB2.0? © Matthias Krebs 2010 / 15

Basis

WAS IST WEB2.0?

Basis WAS IST WEB2.0? © Matthias Krebs 2010 / 15
Entwicklungsprozess des Internets Phase 1 (1995) Krise der New Economy (2000) Phase 2 (2004) •

Entwicklungsprozess des Internets

Phase 1 (1995)

Entwicklungsprozess des Internets Phase 1 (1995) Krise der New Economy (2000) Phase 2 (2004) • statische

Krise der New

Economy (2000)

Phase 2 (2004)

Phase 1 (1995) Krise der New Economy (2000) Phase 2 (2004) • statische Websites • dynamische

statische Websites

New Economy (2000) Phase 2 (2004) • statische Websites • dynamische Websites • Interaktion • Flash

dynamische

Websites

Interaktion

• Flash
• Flash

Phase 3 (2007)

Websites • Interaktion • Flash Phase 3 (2007) • soziale Netzwerke • Mashups (= Daten- Remix)

soziale Netzwerke

Mashups (= Daten- Remix)

Echtzeit

Flash Phase 3 (2007) • soziale Netzwerke • Mashups (= Daten- Remix) • Echtzeit © Matthias
Web2.0 = Version 2.0 des Internets? • für das „World Wide Web“ (Tim Berners -Lee,

Web2.0 = Version 2.0 des Internets?

für das „World Wide Web“ (Tim Berners-Lee, 1995) gibt es jedoch nicht mal eine definierte Version 1.0

nicht alle Aspekte des Web2.0 kamen gleichzeitig auf, einige Entwicklungen (z.B. die Programmierschnittstelle Ajax) gab es schon seit Beginn

neuste Entwicklungen werden von Kritikern als Modeerscheinung interpretiert

Ist der Begriff Web2.0 ein reines Marketing-Schlagwort?

> Entwicklung des Internets ist nicht in (technischen) Versionen darstellbar > Entwicklung im Netz und um das Netz herum: z.B. wirtschaftliche Aspekte und soziale Phänomene > es kann eine veränderte Nutzung des Internets festgestellt werden

„Mitmach-Internet“

Web2.0 • der Begriff Web2.0 wurde bei einer vom Verleger Tim O‘Reilly veranstal- teten Brainstorming-Session

Web2.0

Web2.0 • der Begriff Web2.0 wurde bei einer vom Verleger Tim O‘Reilly veranstal- teten Brainstorming-Session im

der Begriff Web2.0 wurde bei einer

vom Verleger Tim O‘Reilly veranstal-

teten Brainstorming-Session im Jahr 2004 geprägt

nicht die technischen Veränderungen werden beschrieben

O‘Reilly beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen mindestens eine besitzen

beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen mindestens eine besitzen © Matthias Krebs 2010 / 18
beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen mindestens eine besitzen © Matthias Krebs 2010 / 18
beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen mindestens eine besitzen © Matthias Krebs 2010 / 18
Web2.0-Begriff nach Tim O‘Reilly – Kriterien: 1. Internet wird als Plattform benutzt (komplexe Programme im

Web2.0-Begriff nach Tim O‘Reilly – Kriterien:

1.

Internet wird als Plattform benutzt (komplexe Programme im

Internetbrowser ausführbar)

2.

Interaktion als Prinzip Mitmach-Internet

3.

die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis

4.

perpetual beta ständige Weiterentwickelung von Anwendungen

5.

wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten zwischen verschiedenen Seiten

6.

die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert

7.

die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetzt

Kleine Übung: www.inudge.net 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Plattform ? Interaktion ? Datenbasis

Kleine Übung: www.inudge.net

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

Plattform ?

Interaktion ?

Datenbasis ?

Ständige Weiterentwicklung ?

? Interaktion ? Datenbasis ? Ständige Weiterentwicklung ? Wiederverwendbare Komponenten ? Gemeinschaft ?

Wiederverwendbare Komponenten ?

Gemeinschaft ?

Best Practices ?

Wahrnehmung von Web2.0 • unpersönlich, oberflächlich, exhibitionistisch? – können wir gern in der Übung

Wahrnehmung von Web2.0

unpersönlich, oberflächlich, exhibitionistisch? können wir gern in der Übung diskutieren

Positiv

einfache Bedienung

kostengünstig

Infos überall erreichbar

leicht aktuell zu halten

Interaktion

es macht Spaß

Negativ

Aktivitätsdruck

man verbringt viel Zeit am Computer

viele Kanäle

Eigendynamik

überfordernde Vielfalt

Intro: Beispiel – thounds.com www.thounds.com Auf thounds.com können Musiker kurze musikalische Gedanken mit dem

Intro: Beispiel thounds.com

Intro: Beispiel – thounds.com www.thounds.com Auf thounds.com können Musiker kurze musikalische Gedanken mit dem

Auf thounds.com können Musiker kurze musikalische Gedanken mit dem Laptopmikrophon direkt ins Internet aufnehmen. Befreundete Musiker können dann weitere Instrumente hinzuspielen.

1. Einzelaufnahme

dann weitere Instrumente hinzuspielen. 1. Einzelaufnahme 2. Kollaborative Musik • einzelne Spuren können auch
dann weitere Instrumente hinzuspielen. 1. Einzelaufnahme 2. Kollaborative Musik • einzelne Spuren können auch
dann weitere Instrumente hinzuspielen. 1. Einzelaufnahme 2. Kollaborative Musik • einzelne Spuren können auch

2. Kollaborative Musik

hinzuspielen. 1. Einzelaufnahme 2. Kollaborative Musik • einzelne Spuren können auch stummgeschalten werden ©

einzelne Spuren können auch stummgeschalten werden

Intro: Kleine Praxisaufgabe http://www.thounds.com Was ist an diesem Beispiel Web2.0? Welche Kriterien werden erfüllt?

Intro: Kleine Praxisaufgabe

Was ist an diesem Beispiel Web2.0? Welche Kriterien werden erfüllt?

Gerne auch mal gleich mitdenken:

Was kann an diesen Beispiele gelernt werden und wie?

Was kann an diesen Beispiele gelernt werden und wie? Video: http://www.youtube.com/watch?v=lGXuNPAEPtw ©

Video:

Basis WIE SIEHT WEB2.0 AUS ? © Matthias Krebs 2010 / 24
Basis WIE SIEHT WEB2.0 AUS ? © Matthias Krebs 2010 / 24

Basis

WIE SIEHT WEB2.0 AUS?

Vielfalt im Web2.0 • täglich neue Web2.0- StartUps (=neu gegründete Firmen) Logo-Übersicht einiger StartUps, 2007

Vielfalt im Web2.0

täglich neue Web2.0- StartUps

(=neu gegründete Firmen)

täglich neue Web2.0- StartUps (=neu gegründete Firmen) Logo-Übersicht einiger StartUps, 2007 © Matthias Krebs

Logo-Übersicht einiger StartUps, 2007

musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:

musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl)

musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:

Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:

Jedoch sind die meisten Dienste nicht für musikalische Gestaltung oder die

Musikvermittlung geeignet.

Ausprägungen des Web2.0 Ein Versuch Web2.0-Anwendungen anhand verschiedene Eigenschaften zu systematisieren: •

Ausprägungen des Web2.0

Ein Versuch Web2.0-Anwendungen anhand verschiedene Eigenschaften zu

systematisieren:

Usergenerated Content

Social Software Blogs

Virtual Communities

Social Network Services

Die im Folgenden vorgestellten Beispiele zeigen eine besonders deutliche

Ausprägung eines einzelnen Prinzips. Häufiger werden gleich mehrere Eigenschaften des Web2.0 bedient, was eine eindeutige Zuordnung erschwert.

Ausprägungen • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network

Ausprägungen

Usergenerated Content

Social Software

Blogs

Virtual Communities

Social Network Services

Blogs • Virtual Communities • Social Network Services http://www.indiepedia.de Usergenerated Content • Inhalte,
• Social Network Services http://www.indiepedia.de Usergenerated Content • Inhalte, die nicht vom Anbieter

Usergenerated Content

Inhalte, die nicht vom Anbieter eines Webangebots, sondern von dessen Nutzern erstellt werden

es handelt sich um Publikationen, die in kreativer Eigenleistung entstanden sind und außerhalb professioneller Routinen erfolgt

Beispiele sind Wikipedia, Youtube, Webforen und social bookmarking services (z.B. Delicious)

Ausprägungen • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network

Ausprägungen

Usergenerated Content

Social Software

Blogs

Virtual Communities

Social Network Services

Blogs • Virtual Communities • Social Network Services Social Software • ein Modewort für Software, die

Social Software

ein Modewort für Software, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit dienen

kreative Eigenproduktionen im Internet , Möglichkeiten zu kooperativer Gestaltung

Ausprägungen • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network

Ausprägungen

Usergenerated Content

Social Software

Blogs

Virtual Communities

Social Network Services

Blogs • Virtual Communities • Social Network Services Blogs • Web + Log = Weblog =

Blogs

Web + Log = Weblog = Blog; Ursprünglich: Ein Online-Tagebuch in Form einer Webseite,

die periodisch neue Einträge enthält, thematisch meist auf das Internet bezogen

Website mit ständig aktualisierten Beiträgen

Dialog über Kommentare und Vernetzung zu anderen Seiten

Blogs sind kein Hype, sondern eine neue Form der Publikation

Ausprägungen • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network

Ausprägungen

Usergenerated Content

Social Software

Blogs

Virtual Communities

Social Network Services

Blogs • Virtual Communities • Social Network Services http://www.allaboutjazz.com/ Virtual Communities • eine

Virtual Communities

eine Website, die einen Themenschwerpunkt (Grundvoraussetzung) hat und die den Surfern auf der Website u.a. Chat, Diskussionsforen und Download-Bereiche bietet

die Verbreitung und Verwendung von Informationen stammt möglichst von den Besuchern selbst

Ausprägungen • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communitys

Ausprägungen

Usergenerated Content

Social Software

Blogs

Virtual Communitys

Social Network Services

• Virtual Communitys • Social Network Services Social Networking Services (SNS) • Soziale Netzwerke sind

Social Networking Services (SNS)

Soziale Netzwerke sind Anwendungssysteme, die ihren Nutzern Funktionalitäten zum

Identitätsmanagement (d.h. zur Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils) zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern (und so die Verwaltung eigener Kontakte) ermöglichen.

Basis WAS STECKT HINTER DEM WEB2.0? © Matthias Krebs 2010 / 33

Basis

Basis WAS STECKT HINTER DEM WEB2.0? © Matthias Krebs 2010 / 33

WAS STECKT HINTER DEM WEB2.0?

Grundlegende Mechanismen des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) ©

Grundlegende Mechanismen des Web 2.0

Grundlegende Mechanismen des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) ©
Grundlegende Mechanismen des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) ©

Verschlagwortung

(Indexierung)

Verbreitung

(Sharing)

Verarbeitung

(Processing)

des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) © Matthias Krebs 2010 / 34
des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) © Matthias Krebs 2010 / 34
Grundlegende Mechanismen des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) ©

Grundlegende Mechanismen des Web 2.0

Verschlagwortung (Indexierung)

Verschlagwortung

(Indexierung)

Verschlagwortung (Indexierung)
Mechanismen des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) © Matthias

Verbreitung

(Sharing)

Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) © Matthias Krebs 2010 / 35
Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) © Matthias Krebs 2010 / 35
Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) © Matthias Krebs 2010 / 35

Verarbeitung

(Processing)

Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing) © Matthias Krebs 2010 / 35
Was sind Tags? • Verschlagwortung • Verbreitung • Verarbeitung z.B. bei
Was sind Tags? • Verschlagwortung • Verbreitung • Verarbeitung z.B. bei

Was sind Tags?

Was sind Tags? • Verschlagwortung • Verbreitung • Verarbeitung z.B. bei

Verschlagwortung

Verbreitung

Verarbeitung

• Verbreitung • Verarbeitung z.B. bei http://www.lastfm.de/charts/toptags ,

Tags

Tags sind Ein-Wort-Deskriptoren

Beliebig viele Tags pro Medieninhalt (empfohlen 7)

Einfacher und flexibler als statische Kategorien

effizienteste Weg Inhalte von Datenbänken zu organisieren, so dass Inhalte identifiziert,

gefiltert oder abgerufen werden können

Es entsteht eine kollaborative Lesezeichen-Sammlung

Cloud zum Thema Web2.0, erstellt von Markus Angermeier (2005) © Matthias Krebs 2010 / 37
Cloud zum Thema Web2.0, erstellt von Markus Angermeier (2005) © Matthias Krebs 2010 / 37

Cloud zum Thema Web2.0, erstellt von Markus Angermeier (2005)

Cloud zum Thema Web2.0, erstellt von Markus Angermeier (2005) © Matthias Krebs 2010 / 37
Grundlegende Mechanismen des Web 2.0 Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung

Grundlegende Mechanismen des Web 2.0

Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing)

Verschlagwortung

(Indexierung)

Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing)
Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing)

Verbreitung

(Sharing)

Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing)
Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing)

Verarbeitung

(Processing)

Verschlagwortung (Indexierung) Verbreitung (Sharing) Verarbeitung (Processing)
Wie kann man Verbindung schaffen? • Verschlagwortung (Tags) • • Verarbeitung Verbreitung

Wie kann man Verbindung schaffen?

Wie kann man Verbindung schaffen? • Verschlagwortung (Tags) • • Verarbeitung Verbreitung

Verschlagwortung (Tags)

Verarbeitung

Verbreitung

Verschlagwortung (Tags) • • Verarbeitung Verbreitung http://blog.kopfhoerer.ch/ RSS • RSS = Real Simple
Verschlagwortung (Tags) • • Verarbeitung Verbreitung http://blog.kopfhoerer.ch/ RSS • RSS = Real Simple

RSS

RSS = Real Simple Syndication („echt einfache Verbreitung“)

Webbasierte Aktualisierungsfunktion: Inhalte einer Website können abonniert werden

das Angebot von Artikeln im RSS-Format wird als RSS-Feed bezeichnet

Nachrichtenticker: Bei Veröffentlichung neuer Inhalte automatische Übertragung der Überschriften und Texte

über Links in den Feeds wird der Leser zum Original-Artikel verwiesen

Wie funktioniert RSS? Ein einfaches Erklärungsvideo: http://dotsub.com/view/69aa48a4- a95f-4bc8-a511-bb0a1ee95e12 Vom

Wie funktioniert RSS?

Ein einfaches Erklärungsvideo:

http://dotsub.com/view/69aa48a4- a95f-4bc8-a511-bb0a1ee95e12 Vom Weblog … o … zum Reader http://www.google.com/reader

Vom Weblog …

o
o
a95f-4bc8-a511-bb0a1ee95e12 Vom Weblog … o … zum Reader http://www.google.com/reader © Matthias

… zum Reader

a95f-4bc8-a511-bb0a1ee95e12 Vom Weblog … o … zum Reader http://www.google.com/reader © Matthias Krebs 2010 / 40
Grundlegende Mechanismen des Web 2.0 Verschlagwortung Verbreitung Verarbeitung (Indexierung) (Sharing) (Processing)

Grundlegende Mechanismen des Web 2.0

Verschlagwortung Verbreitung Verarbeitung (Indexierung) (Sharing) (Processing)
Verschlagwortung
Verbreitung
Verarbeitung
(Indexierung)
(Sharing)
(Processing)
Was macht das Web2.0 aus den Daten? • Verschlagwortung (Tags) • Verbreitung • Verarbeitung

Was macht das Web2.0 aus den Daten?

Was macht das Web2.0 aus den Daten? • Verschlagwortung (Tags) • Verbreitung • Verarbeitung

Verschlagwortung (Tags)

Verbreitung

Verarbeitung

(Tags) • Verbreitung • Verarbeitung www.inbflat.net http://www.takethisdance.com Mashup (engl.
(Tags) • Verbreitung • Verarbeitung www.inbflat.net http://www.takethisdance.com Mashup (engl.

Mashup (engl. für Vermanschung, „vermischen“)

bedeutet auch Remix

Erstellung neuer Webinhalte durch (Re-)Kombination bestehender Webinhalte und angebote aus verschiedenen Quellen

Inhalte der Mashup-Website werden über Programmierschnittstellen (API), per Web-Feed (z.B. RSS) oder JavaScript eingebunden

Yeah but I still don't get it. That's ok, you don't have to. It's pretty
Yeah but I still don't get it. That's ok, you don't have to. It's pretty
Yeah but I still don't get it. That's ok, you don't have
to. It's pretty intuitive and takes a bit of practice to
fully understand. Just try it and experiment a bit!
Basis VERÄNDERTE MEDIENNUTZUNG © Matthias Krebs 2010 / 45

Basis

VERÄNDERTE MEDIENNUTZUNG

Veränderte Mediennutzung Die klassischen Medien verlieren zu Gunsten des Internet. Täglicher Mediamix der 14-19Jährigen

Veränderte Mediennutzung

Die klassischen Medien verlieren zu Gunsten des Internet.

Die klassischen Medien verlieren zu Gunsten des Internet. Täglicher Mediamix der 14-19Jährigen in Min. 9 120

Täglicher Mediamix der 14-19Jährigen in Min.

9 120 97 100
9
120
97
100

Quelle: JIM-Studie 2008 (Jugend, Information, Multimedia)

Studie: www.mpfs.de

Veränderte Mediennutzung „Sie alle sind das, was wir „Digital Natives“ nennen – Menschen also, die

Veränderte Mediennutzung

„Sie alle sind das, was wir „Digital Natives“ nennen – Menschen also, die nach 1980 direkt in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden, als Technologien wie Usenet und Bulletin-Board-Systeme online gingen. Sie

sind durchweg vernetzt und mit den neuen digitalen Medien und

Möglichkeiten bestens vertraut.“

digitalen Medien und Möglichkeiten bestens vertraut.“ Quelle: Palfrey, John und Gasser, Urs: Generation Internet.

Quelle: Palfrey, John und Gasser, Urs: Generation Internet. München (2008)

Mediennutzung im Detail: Die neue Generation der „Digital Natives“ • Fast 96% der 14-19-Jährigen haben

Mediennutzung im Detail: Die neue Generation der „Digital Natives“

Fast 96% der 14-19-Jährigen haben Zugang zum Internet

Mehr als 50% besitzen einen eigenen

Internetanschluss

Seit 2008 besitzen Jugendliche erstmals eher Computer als Fernseher

Sie sind 123 Minuten pro Tag online

dagegen 97 Minuten vor dem Fernseher und 89 Minuten Radio

Internet ist das Medium, auf das die meisten Jugendlichen am wenigsten

verzichten könnten

95 % der Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy

Tägliche Mediennutzung in Deutschland 250 225 Min./Tag insgesamt 200 14-19jährige 150 120 Min./Tag 100
Tägliche Mediennutzung in Deutschland
250
225
Min./Tag
insgesamt
200
14-19jährige
150
120
Min./Tag
100
Min./Tag
100
58
Min./Tag
50
0
Fernsehen
Internet

Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie, 2009; JIM-Studie 2008 (Jugend, Information, Multimedia)

Studie: www.mpfs.de

Welche Themen sind im Internet für Jugendliche interessant? Bemerkenswert ist, dass das Internet gleich für

Welche Themen sind im Internet für Jugendliche interessant?

Bemerkenswert ist, dass das Internet gleich für 7 von 13 Themengebiete das Leitmedium darstellt, also alle anderen Medien als Informationsquelle überflügelt hat (JIM-Studie 2009).

als Informationsquelle überflügelt hat (JIM-Studie 2009).
Basis MUSIKMACHEN IM INTERNET © Matthias Krebs 2010 / 50

Basis

Basis MUSIKMACHEN IM INTERNET © Matthias Krebs 2010 / 50

MUSIKMACHEN IM INTERNET

Kulturelle Praktiken (Auswahl) • Internetradio – z.B.: http://www.radio.de/ • Plattformen für Musikclips –

Kulturelle Praktiken (Auswahl)

Internetradio z.B.: http://www.radio.de/

Plattformen für Musikclips z.B.: http://www.putpat.tv/

Musikspiele z.B.: http://www.jamlegend.com/

Musikdatenbanksysteme z.B.: http://www.musicline.de/

Musikforen z.B.: http://www.musiker-board.de/forum/

Empfehlungssysteme z.B.: http://www.lastfm.de/

Musik-Communities - http://musikernetz.cc/

Musikblogs z.B.: http://www.numblog.de/

Musik bei Twitter, Facebook etc. z.B.: http://blip.fm/

Soundtoys / Flash-Animationen mit Musik z.B.: http://www.sas.mdx.ac.uk/sweetshop/

Musik-Video-Livestream z.B.: http://www.ustream.tv/discovery/live/music

Musikvertrieb z.B.: http://www.musicload.de/

Musiktauschbörsen

Online-Musikmagazine z.B.: http://www.laut.de/

Veranstaltungsplattformen z.B.: http://www.livegigs.de/

Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 52

Online-Musikplattformen eine kleine Auswahl

Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 52
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 52
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 52
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 52
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 52
Beispiel: Musikbegleitung aus der Box • Jamstudio ( http://www.jamstudio.com ) ist eine Online-Musikplattform auf der

Beispiel: Musikbegleitung aus der Box

Jamstudio (http://www.jamstudio.com) ist eine Online-Musikplattform auf der man Begleitungen entwickeln kann.

Taktweise können Harmonien festgelegt und dazu Perkussion- und Begleitinstrumente in verschiedenen Stilistiken arrangiert werden.

Es können bis zu 16 Takte auf maximal

5 Seiten harmonisiert werden

Abspielfolge der Seiten frei wählbar

Harmoniewahl mit Grundakkorden und

erweiterten Akkorden (7, maj7

)

Transponieren der Akkordfolgen möglich

Slots beliebig mit Instrumenten belegbar

verschiedene Instrumententypen: Gitarre,

8

8

Drums, Bass, Klavier, Synthies, Orgel etc.

Gitarre, 8 8 Drums, Bass, Klavier, Synthies, Orgel etc. • Da sich Jamstudio wunderbar für das

Da sich Jamstudio wunderbar für das Hören

von harmonischen Wendungen eignet, kann es

im MU zum entdeckenden Lernen (Wie klingen bestimmte Harmonieverbindungen?) und zu Gehörbildungsübungen verwendet werden.

Zu eigenen Arrangements kann gesungen oder

improvisiert werden.

Beispiel: Notenschreiben und gemeinsame Kompositionen • Die Noten können auch in und aus anderen Notationsprogrammen

Beispiel: Notenschreiben und gemeinsame Kompositionen

Beispiel: Notenschreiben und gemeinsame Kompositionen • Die Noten können auch in und aus anderen Notationsprogrammen

Die Noten können auch in und aus anderen Notationsprogrammen exportiert bzw. importiert werden (MusicXML, MIDI, WAV)

Notenblätter können auf andere Seiten

und z.B. Blogs angezeigt und abgespielt

Mit Noteflight (http://www.noteflight.com/)

können Noten im Internet publiziert werden.

Notationsprogramm im Internet-Browser mit intuitiver Noteneingabe (auch Akkordsymbole,

Liedtexte und Dynamikzeichen)

Die Noten können akustisch wiedergegeben werden (auch einzelne Stimmen)

Möglichkeit zum Ausdrucken sowie Speicherfunktion

Kollaboratives Editieren von Noten ermöglicht

Gemeinschaftskompositionen oder das Unterstützen von Lehrern/Mitschülern

Die Nutzung von Noteflight ist kostenlos.

Beispiel: Lernen eines Instruments im Internet? • iPerform3D ( www.iperform3d.com/ ) ist eine kommerzielle

Beispiel: Lernen eines Instruments im Internet?

iPerform3D (www.iperform3d.com/) ist eine

kommerzielle Online-Gitarrenschule

Angefangen beim Spielen einfacher Akkorde und Anschlagarten werden auch Notenkenntnisse vermittelt

Als Gitarrenlehrer fungiert eine Gruppe realer

Menschen, die über aufwendige Technik in allen

Bewegungen digitalisiert wurden

Das virtuelles Modell eines Gitarrenlehrers kann frei von allen Seiten betrachtet (auch durch das Griffbrett hindurch) und das Tempo kann frei gewählt werden

Das System sieht Stufen unterschiedlichen

Schwierigkeitsgrades vor, die frei wiederholt oder übersprungen werden können

Der Gitarrenschüler, kann sein Spiel aufnehmen und bewerten lassen die realen Lehrer geben Feedback

Es gibt auch Funktionen um andere Schüler

kennenzulernen um auch gemeinsam zu üben

um andere Schüler kennenzulernen um auch gemeinsam zu üben • Der iPerform-Gitarrenkurs ist ganz klar kein

Der iPerform-Gitarrenkurs ist ganz klar kein

Ersatz für eine Instrumentalausbildung an einer

Musikschule

Hier werden aber Ansätze deutlich, wie das

Musiklernen im digitalen Zeitalter aussehen kann und welche Konsequenzen die neuen Technologien auch für den Instrumental- unterricht haben werden

Üben muss jeder Gitarrenschüler noch selbst!

Intro: neue Trends • Musikmachen auf mobilen Endgeräten (insb. Handys) http://www.youtube.com/watch?v=kzro3XybAQw

Intro: neue Trends

Musikmachen auf mobilen Endgeräten (insb. Handys)

http://www.youtube.com/watch?v=kzro3XybAQw http://www.youtube.com/watch?v=1Qyn3frc7Tk © Matthias Krebs 2010 / 56
http://www.youtube.com/watch?v=kzro3XybAQw http://www.youtube.com/watch?v=1Qyn3frc7Tk © Matthias Krebs 2010 / 56
http://www.youtube.com/watch?v=kzro3XybAQw http://www.youtube.com/watch?v=1Qyn3frc7Tk © Matthias Krebs 2010 / 56
http://www.youtube.com/watch?v=kzro3XybAQw http://www.youtube.com/watch?v=1Qyn3frc7Tk © Matthias Krebs 2010 / 56
Intro: neue Trends • Musikmachen auf Tablets (z.B. iPad)

Intro: neue Trends

Musikmachen auf Tablets (z.B. iPad)

http://mashable.com/2010/04/03/magic-piano-for-ipad-is-music-to-our-ears-video-review/ © Matthias Krebs 2010 / 57
Musikpraktiken im Internet (Kompositionsparadigma) Erzeugung von Musik • Musikalische Zusammenarbeit im Vordergrund:

Musikpraktiken im Internet (Kompositionsparadigma)

Erzeugung von Musik

Musikalische Zusammenarbeit im Vordergrund:

Vernetzte Live-Performances, Improvisation; kollektive Kompositionen; Austausch von Remixes

Instrumente

Multi-User Online-Instrumente

Musikalische Traditionen

(Computermusik, Klangkunst, Popmusik etc.)

Traditionen (Computermusik, Klangkunst, Popmusik etc.) technische Strukturen ästhetische Strukturen soziale
Traditionen (Computermusik, Klangkunst, Popmusik etc.) technische Strukturen ästhetische Strukturen soziale
Traditionen (Computermusik, Klangkunst, Popmusik etc.) technische Strukturen ästhetische Strukturen soziale

technische

Strukturen

ästhetische

Strukturen

soziale

Strukturen

Strukturen ästhetische Strukturen soziale Strukturen Musikstück, Werk, Produktion Quelle: Föllmer 2005, S.
Strukturen ästhetische Strukturen soziale Strukturen Musikstück, Werk, Produktion Quelle: Föllmer 2005, S.
Strukturen ästhetische Strukturen soziale Strukturen Musikstück, Werk, Produktion Quelle: Föllmer 2005, S.
Musikstück, Werk, Produktion Quelle: Föllmer 2005, S. 227
Musikstück, Werk, Produktion Quelle: Föllmer 2005, S. 227

Musikstück, Werk, Produktion

Musikstück, Werk, Produktion Quelle: Föllmer 2005, S. 227

Quelle: Föllmer 2005, S. 227

Musikstück, Werk, Produktion Quelle: Föllmer 2005, S. 227
Musikpraktiken im Internet (Kommunikationsparadigma) technische Strukturen ästhetische Strukturen soziale

Musikpraktiken im Internet (Kommunikationsparadigma)

technische

Strukturen

ästhetische

Strukturen

soziale

Strukturen

Strukturen ästhetische Strukturen soziale Strukturen Musikalische Traditionen (Computermusik, Klangkunst,
Strukturen ästhetische Strukturen soziale Strukturen Musikalische Traditionen (Computermusik, Klangkunst,
Strukturen ästhetische Strukturen soziale Strukturen Musikalische Traditionen (Computermusik, Klangkunst,

Musikalische Traditionen (Computermusik, Klangkunst, Popmusik etc.)

Traditionen (Computermusik, Klangkunst, Popmusik etc.) Musikstück, Werk, Produktion Kommunikatives Potenzial •
Traditionen (Computermusik, Klangkunst, Popmusik etc.) Musikstück, Werk, Produktion Kommunikatives Potenzial •

Musikstück, Werk, Produktion

Klangkunst, Popmusik etc.) Musikstück, Werk, Produktion Kommunikatives Potenzial • Plattformen: kommunikative

Kommunikatives Potenzial

Plattformen: kommunikative Strukturen für verschiedene Formen musikalischer und künstlerischer Zusammenarbeit

Projektplattformen; kommerzielle Idee, dass Fans Hits ihrer Stars remixen

Bindung an die Musik oder Interesse für die Software-Produkte

Quelle: Föllmer 2005, S. 227

Musikalisches Potenzial • Musikalische Kreativität wird durch die besonderen Möglichkeiten vernetzter Kommunikation

Musikalisches Potenzial

Musikalische Kreativität wird durch die besonderen Möglichkeiten vernetzter

Kommunikation gefördert

Kommunikation und gemeinschaftsbildender Charakter stehen im Vordergrund

Kollaborative Produktionsprozesse als neuartige Möglichkeit

Interaktive Rezeption von Musik

Musiker konstruieren ihre Instrumente und Materialien zunehmend selbst

Emanzipation des Musikers: Produktion, Distribution, Kommunikation

Implizite Vorgaben für das Musikmachen • Geringe Audioqualität (Übertragungsprobleme, Bandbreite) •

Implizite Vorgaben für das Musikmachen

Geringe Audioqualität (Übertragungsprobleme, Bandbreite)

Klangqualität Voraussetzung für Musik (akademisch ausgebildete Musiker) Kommunikationsaspekt über klangsinnlicher Erscheinung

Timing bzw. Latenz

Hinderlich Kreatives Potenzial

Kontaktproblem

Zwischen Musikern

Unmittelbarkeit, Fehlen des Live-Gefühls, des Spiels vor Publikum (Verzögerung)

Interaktion auf Maus und Tastatur als Controller reduziert

Hörsituation (Raum, Abspielhardware etc.)

Rezeption • Musiker sind immer in einer verantwortlichen Position, die Musik entsteht letztlich im Kopf

Rezeption

Musiker sind immer in einer verantwortlichen Position, die Musik entsteht letztlich

im Kopf

Durch die Ergänzung durch Text, Bilder und Kommunikationsmöglichkeiten ergeben sich neue Impulse

Die Nutzer eignen sich einen eigenen Umgang mit dem Vorgefundenen an

Entscheiden selbst über ihre Hörhaltung

Entdecken eines zwischen Nutzer und Nutzer geteilten Werkes

Neuverteilung der Rollen: Wer ist der Künstler?

Meist ist der interagierende Hörer weniger Gestalter als Auslöser für einzelne, vorfabrizierte Ereignisse

Veränderte musikalische Praktiken • Improvisation mit Maschinen • Abwendung im kompositorischen Prozess vom

Veränderte musikalische Praktiken

Improvisation mit Maschinen

Abwendung im kompositorischen Prozess vom Linearen zu einem Kreislauf von Einstellen, Hören, Modifizieren, erneut Hören etc.

Experimentieren ohne stilistische und mediale Grenzen

Form des Musikmachens, bei der sich der Musiker kreative Environments, Tools und

Klangmaterial selbst konstruiert

Verfügbarkeit unbegrenztem Klangmaterial

Gemeinsames Musizieren/Produzieren von Musik ist unabhängig von Ort und Zeit

Was ist Medienkompetenz? Medienkompetenz beinhaltet • die Fähigkeit, sich relativ rasch in den Informationsangeboten

Was ist Medienkompetenz?

Medienkompetenz beinhaltet

die Fähigkeit, sich relativ rasch in den Informationsangeboten orientieren und bewegen zu können,

die Fähigkeit, bestehende Informationen kritisch bewerten zu können,

die Fähigkeit, selbst eigenständige Inhalte produzieren bzw. bestehende Inhalte auf wertsteigernde Weise bearbeiten zu können,

das Wissen um den technischen Umgang mit dem Veröffentlichungswerkzeug sowie

eine Grundkenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Basis MUSIKLERNEN IM INTERNET (ERSTE ÜBERLEGUNGEN) © Matthias Krebs 2010 / 67
Basis MUSIKLERNEN IM INTERNET (ERSTE ÜBERLEGUNGEN) © Matthias Krebs 2010 / 67

Basis

MUSIKLERNEN IM INTERNET

(ERSTE ÜBERLEGUNGEN)

Musikkultur im Internet An der Musikkultur teilzuhaben, schließt heute also auch mit ein, Angebote des

Musikkultur im Internet

An der Musikkultur teilzuhaben, schließt heute also auch mit ein, Angebote des

Internets zu nutzen und damit umgehen zu können.

Da Online-Musikplattformen hauptsächlich durch Interaktion geprägt sind, ähneln sie aus dem traditionellen Repertoire der Unterrichtsgestaltung besonders der Musikpraxis Besondere Qualität der Musikpraxis ist, dass sie sich sehr dazu eignet, Verbindungen zu anderen Bereichen im Musikunterricht zu ziehen.

Musiklernen im Internet ist mehr … … als ein Gehörbildungsprogramm oder sinnfreies Herumgeklicke. Bisher wurden

Musiklernen im Internet ist mehr …

… als ein Gehörbildungsprogramm oder sinnfreies Herumgeklicke.

Bisher wurden 43 Online-Musikplattformen untersucht. Um die Vielzahl an Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Musik zu beschreiben, werden folgende Klassen unterschieden:

1.

Sequenzer-Programme

2.

Notensatzprogramme

3.

Livejamming / Begleitungen

4.

Kollaborative Plattformen

5.

Kommunikation / Community

6.

Kunst (Genre: Netzmusik)

7.

Soundtoys und Musikspiele

8.

Musik/Samplearchive und -bibliotheken

9.

Recherche: Musikblogs, Expertenseiten

Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 70

Online-Musikplattformen eine kleine Auswahl

Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 70
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 70
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 70
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 70
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl © Matthias Krebs 2010 / 70
Bezüge Online-Musikplattformen zeichnen sich durch viele Bezüge zu sowohl realen als auch virtuellen Musikbereichen aus.

Bezüge

Online-Musikplattformen zeichnen sich durch viele Bezüge zu sowohl realen als auch

virtuellen Musikbereichen aus.

Netzmusik macht Musik und Internet gleichsam erfahrbar.

Eignet sich Schüler, die kein Instrument spielen zu kreativen Handeln zu motivieren.

Handhabbarkeit In diesem Sinne relevante Online-Musikplattformen erfüllen die Bedingungen: • Ohne Übung, d.h.

Handhabbarkeit

In diesem Sinne relevante Online-Musikplattformen erfüllen die Bedingungen:

Ohne Übung, d.h. intuitiv, bedienbar bzw. in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen zumindest in ihrer Grundbedienung erschließbar zu sein

Abgesehen von Browser-PlugIns ohne Installation von zusätzlicher Software zu funktionieren

Ohne besondere medientheoretische Vorkenntnisse bzw. Informatikkenntnisse verständlich zu sein

In einem überschaubaren zeitlichen Rahmen zu reflektierten musikalischen Ergebnissen zu führen

In vollem Umfang erfahrbar zu sein, d.h. sich nicht auf Dokumentationen zu beschränken

Zielsetzungen • … grundlegende Eigenschaften des Internets und des Vernetzungsprinzips demonstrieren. • …

Zielsetzungen

… grundlegende Eigenschaften des Internets und des Vernetzungsprinzips demonstrieren.

… anschauliche Medienerfahrung sein.

… kritische Reflexion gegenüber Medieneigenschaften anbahnen (Stichwort Medienkompetenz)

… die Möglichkeit zur Faszination bieten.

… zum Musizieren bzw. zu musikalischen Produktionen anregen.

… für künstlerische Schaffensprozesse sensibilisieren.

… vielfältige Möglichkeiten der Verknüpfung mit musikgeschichtlichen Themen

bieten.

Lernen im Web2.0 Drei zentrale Elemente des Web2.0 unterscheiden dieses Medium von früheren: 1. Das

Lernen im Web2.0

Drei zentrale Elemente des Web2.0 unterscheiden dieses Medium von früheren:

1. Das Netzprinzip: Überall kann jeder jederzeit mit jedem verknüpft werden und der potentielle Austausch mit allen ist möglich. Dadurch wird sowohl der Austausch von Verschiedenem zu einem Prinzip, als auch die Möglichkeit gegeben, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. So können sich Netzwerke und Praxisgemeinschaften bilden.

2. Das Prinzip der Selbststeuerung: Die Vernetzung provoziert die Selbststeuerung und setzt sie zugleich voraus.

3. Das Prinzip des persönlichen Sinns: Das Subjekt und seine individuelle Perspektive auf die Welt erhält ausschlaggebende Bedeutung.

Das Kommunikationsmedium Internet hat seine eigenen Gesetze,

seine eigene Dynamik mit diesen gilt es selbstbestimmt umzugehen.

Lernen im Web2.0: Musikpädagogische Herausforderungen Methodische Überlegungen • Welches konkrete Lernziel soll mit

Lernen im Web2.0: Musikpädagogische Herausforderungen

Methodische Überlegungen

Welches konkrete Lernziel soll mit Hilfe der Online-Musikplattform erreicht werden?

Was sind die Vorteile gegenüber traditionellen Lehrmedien (CD, Video, Buch etc.)?

Welche technischen Bedingungen und musikalischen Vorkenntnisse sind zu berücksichtigen?

Wie kann ein erstes bewusstes Ergebnis unterstützt werden (Arbeitsblatt etc.)?

Welche Möglichkeiten gibt es, Musik bewusst zu gestalten? Ist das Klangergebnis

reproduzierbar?

Welche Möglichkeiten gibt es, das Ergebnis mit körperlicher Musikpraxis (Singen, Tanzen etc.) zu verbinden?

Entspricht die Komplexität der Bedienung der Komplexität des möglichen musikalischen Ausdrucks? Überlegungen zur Motivation

Welchen Sinn/Nutzen/Spaß/Herausforderung bietet die Online-Musikplattform für die Lernenden?

Welche Möglichkeiten zur Team-Kommunikation oder zur Präsentation von Ergebnissen gibt es?

eine Hitparade, ein großes Orchester, ein Solo-Vortrag …

eine Hitparade, ein großes Orchester, ein Solo- Vortrag … Abbildung: Grundschul-Workshop, 2009 © Matthias Krebs 2010

Abbildung: Grundschul-Workshop, 2009

Forschung Aufgrund der großen Breite des Untersuchungsbereiches und des niedrigen Forschungsstandes , wird die

Forschung

Aufgrund der großen Breite des Untersuchungsbereiches und des niedrigen

Forschungsstandes , wird die Untersuchung als Feldforschung angelegt:

In der ersten Phase der Recherche müssen die zu erfassenden Phänomene näher definiert werden, um auf dieser Grundlage das Untersuchungsfeld abzustecken und

relevante Projekte zu sammeln.

In der zweiten Phase soll es darum gehen geeignete Ziele für die Musikvermittlung zu formulieren.

In der dritten Phase geht es um die Entwicklung von Methoden und um die

Überprüfung.

Fragen zum Gebrauch von Software, zu Vernetzungskonzepten sowie zu praktischen Aspekten der Umsetzung von Projekten

Fakultät Musik, Musikpädagogik Matthias Krebs 0177 7373939 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! krebs@udk-berlin.de

Fakultät Musik, Musikpädagogik

Matthias Krebs

0177 7373939

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Auf meinen Weblogs können Sie weitere Beispiele zum Thema „Musikmachen im Internet“ sowie Skripte finden:

- Blog der Seminarergebnisse des Musikpädagogikseminars „Musiklernen im Web2.0“ im Wintersemester 2009/10 an der Universität Potsdam (Unterrichtsideen, Konzepte, Essays)

Universität Potsdam (Unterrichtsideen, Konzepte, Essays) www.facebook.com/musikmachen © Matthias Krebs 2010 / 77