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Ulrich Kobbe

Immer neue und mehr Drogen - wie geht es weiter?

Ein Essay

"Die Geschichte lehrt immer wieder: versucht man die Struktur der
Menschen allein zu ändern, so widerstrebt die Gesellschaft. Ver-
sucht man die Gesellschaft allein zu ändern, so widerstreben die
Menschen. Das zeigt, daß keines für sich allein verändert werden
kann, was begreiflich ist, denn subjektive menschliche und objek-
tive gesellschaftliche Struktur sind nicht nur einander gegensei-
tig Objekt, sondern auch identisch."(105, S.283-284)

Einführung
"Über Drogen etwas sagen zu wollen, nach De Quincey, nach Baudelaire,
nach Huxley und Michaux, nach Allen Ginsberg, nach Leary, Laing und
Castaneda, da noch etwas Neues über Drogen sagen zu wollen, ist ein
vermessenes und hoffnungsloses Unterfangen. Das Feld scheint ausge-
schöpft: in der Poesie und Malerei, in der Wissenschaft und in der
Politik" (141, S.105-106)*; das schrieb Wulff (141) bereits vor Jah-
ren - nichtsdestotrotz will ich den Versuch hier machen und den Vor-
trag in 2 Teile gliedern. Zunächst geht es um Drogenmarktinforma-
tionen, um sogenannte harten Daten, dann anschließend um den gesell-
schaftliche Kontext, die individuelle Dynamik und Motivation des
Konsumenten, die drogenpräventiven und drogentherapeutischen (Un)Mög-
lichkeiten.

Drogenmarkt aktuell
Zur Zeit erleben wir in der BRD eine neue, die 5. Drogenwelle. Nach
der Marihuana- und Haschischwelle, der LSD-Welle, der Heroinwelle und
der Kokainwelle schwappt nunmehr die Welle synthetischer Drogen mit
verheerender und oft tödlicher Wirkung auf den Drogenmarkt. Die Situa-
tion ist derzeit dadurch gekennzeichnet, daß die BRD für sich fest-
stellen kann und muß, "in Europa das Heroin-Verbraucherland Nummer l
zu sein. Daran wird sich auch künftig nichts ändern. Im Gegenteil,
schon heute können wir feststellen, daß wir auch das Kokain-Verbraucher-
land Nummer l in Europa geworden sind.
In der Bundesrepublik haben inzwischen mehr als 3 Mill. Jugendliche
von insgesamt 9 Mill. zwischen 10 und 20 Jahren schon einmal illegale
Rauchgifte probiert. Abhängig ... sind heute nach den
neuesten Erkenntnissen der Europa-Statistik zwischen 80.000 und 100.000.
* s. 5; 21; 22; 23; 31; 32; 64; 79; 94
- 2-

Kenner der Drogenscene multiplizieren die Zahlen der Abhängigen und


Toten mit dem Faktor 3, um wenigstens annähernd die Grauzone zu er-
fassen. - Zur Gesamtzahl der Drogenabhängigen gehören aber neben den
Rauschgiftabhängigen noch ca. 800.000 Arzneimittelabhängige und ca.
2,1 Mill. Alkoholabhängige. Zählt man die genannten Zahlen zusammen,
kommt man zu dem erschreckenden Ergebnis, daß heute mehr als 3 Mill.
Bundesbürger suchtkrank sind" (124, S.15).
Ergänzend ist weiter festzustellen, daß sich die obengenannten 'Drogen-
wellen' nicht gegenseitig ablösen, sondern sich überschneiden, verzahnen
und ergänzen. Entsprechend gibt es nicht (mehr) den Heroinabhängigen,
den Kokainabhängigen usw., sind fast alle Konsumenten sogenannte Poly-
toxikomane, Mehrfachabhängige von unterschiedlichen Substanzen. D.h.
zum einen, daß der Einstieg durch Haschisch und der spätere angeblich
zwangsläufige Umstieg auf Heroin und/oder Kokain eine Behauptung auf-
grund falscher Interpretation empirischer Befunde ist (108; 68): viel-
mehr gibt es unterschiedlich populäre Drogen, die zu den jeweiligen
Einstiegsdrogen werden, dann aber auch mehr oder weniger schnell zu
körperlichen und psychischen Schäden (16; 17; 131) sowie zur sozialen
Desintegration führen. So wird an Schulen beispielsweise Heroin zum
Rauchen angeboten, an anderen Schulen wiederum Haschisch - ganz abge-
sehen von den sogenannten legalen Drogen Alkohol oder Nikotin. Ent-
sprechend ist das Einstiegsalter der sich heute in Therapie befind-
lichen Abhängigen statistisch mit 11,3 Jahren zu errechnen!

Zur Wirkung und Auswirkung von Drogen in Stichworten(115; 40), wobei


ich bei Alkohol (s. 44), bei Coffein (s. 49), bei Nikotin (s. 121) und
Beruhigungs-, Schlaf- oder Schmerzmitteln (s. 8) Ihre eigenen Alltags-
erfahrungen voraussetze, bei 'exotischeren' Drogen wie z.B. Pilzen
(s. 122) auf die Darstellung verzichte.

Haschisch
Haschisch wird in seiner Wirkung bezüglich Intensität und Qualität so-
wohl von der Höhe der Dosis wie auch der Persönlichkeit des Konsumen-
ten bestimmt. "Der Cannabisrausch macht im allgemeinen euphorisch,
häufig wird der Konsument von Heiterkeit geradezu überwältigt. Aggres-
sivität ist äußerst selten - im Gegensatz etwa zur Alkoholwirkung.
Charakteristisch ist die Veränderung der Sinneseindrücke bzw. deren
Verarbeitung: akustische Reize, z.B. Musik, werden verschärft und be-
sonders eindringlich, oft verzerrt, wahrgenommen. Optische Reize,
Formen und Farben wirken äußerst intensiv, es kann -wie bei anderen
- 3-

Halluzinogenen- zu glänzenden, farbigen Visionen kommen; winzige kleine


Gegenstände können in gigantischer Größe erscheinen, vermutlich durch
Veränderung der Aufmerksamkeit und Konzentration. Bei völlig klarem
Bewußtsein verändert sich das Körper- und Raumempfinden. Der Berauschte
hat vielfach das Gefühl, sich in Glas statt in Luft zu bewegen; dies
kann sich bis zum Eindruck völliger Lähmung steigern, was dann in der
Regel starke Angst auslöst. Ebenfalls angstbesetzt kann der Eindruck
der Orientierungslosigkeit sein: selbst eine völlig vertraute Umgebung
kann fremdartig verzerrt wirken. Das Zeitgefühl kann sich massiv ver-
ändern: Sekunden dehnen sich zu Stunden.
Regelmäßig zu beobachten ist das sogenannte 'Amotivationssyndrom1: der
Konsument wirkt apathisch-gleichgültig, er ist unfähig, Pläne in Hand-
lung umzusetzen, Leistungsanforderungen erscheinen lächerlich und werden
ignoriert. Subjektiv kann der Betroffene dies positiv als Gefühl ausge-
glichener Ruhe empfinden, aber auch negativ als Hilflosigkeit. Es ver-
wundert kaum, daß gerade das Amotivationssyndrom in einer leistungs-
orientierten Gesellschaft als 'Aussteigen1 abgelehnt wird. Bei lang-
dauerndem kontinuierlichem Konsum hoher Dosen wurden Hirnschäden mit
Delirien, toxische Psychosen, Intelligenzminderung und körperlicher
Verfall beobachtet" (40, S.39-40).
Haschisch sei nur "ein sogenanntes Rauschgift", verharmlost Leonhardt
(82) die Wirkung dieses Suchtmittels; auch Schneider(llS) bestreitet,
daß Haschisch bei regelmäßigem und langjährigem Gebrauch mehr als nur
eine alternative Lebensform sei. Dem entgegen stehen gut strukturierte
Untersuchungen von Täschner (132) und beispielsweise Stosberg und Lösch
(128), die die obengenannten Langzeit- und Folgeschäden ausdrücklich
bestätigen und belegen (s.a. 25; 135).
"haschu haschisch inne tasche
haschu immer wasu nasche"

LSD
LSD ist heute kaum noch ein Thema in Therapien aufgrund seiner Unbe-
rechenbarkeit: "Im LSD-Rausch verschwinden die Grenzen zwischen dem
erlebenden Ich und der Außenwelt mehr oder weniger. Das kann als be-
glückendes, ja beseligendes Einheitserlebnis empfunden werden oder
aber als dämonische, mit dem Verlust des vertrauten Ich einhergehende,
Entsetzen einflößende Wandlung. Ob die Reise ins Paradies oder in die
Hölle führt, kann nicht vorausgesehen werden. Darin liegt die eigentliche
Gefahr des LSD. Die mit einem Höllen-Trip verbundenen Verwirrtheitszustände
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können sich bis zu psychotischen Zusammenbrüchen steigern oder zu


schweren Zwischenfällen, tödlichen Unfällen oder gar Selbstmord führen.
LSD ist denkbar ungeeignet als Mittel, seinen Problemen im Rausch zu
entfliehen; es verstärkt im Gegenteil die Konfrontation mit denselben"
(61, S.1127). Insofern ist LSD wegen der Nichtvoraussehbarkeit jedes
einzelnen 'Versuches1 eine äußerst gefährliche Droge.

Heroin
Heroin -ein Opiat- ist zur Zeit die Droge: Opiate "wirken vor allem auf
das zentrale Nervensystem, allerdings nicht bei allen Menschen gleich.
Es kommt darauf an, ob die hemmenden oder die erregenden Effekte über-
wiegen. Bei kleinen Dosen kann es sowohl zu Müdigkeit bzw. Schläfrigkeit
als auch zur Euphorie kommen. Die Morphineuphorie ist ein Zustand, in
dem die Affekte, die Stimmung und Gefühl bestimmen, nicht mehr voll wirk-
sam werden. Dadurch werden Ängste und Konflikte -vor allem im Zusammen-
hang mit Aggressionen, Schmerz und Sexualität- bedeutungslos oder treten
gar nicht mehr auf. ... Vor allem bei Ersteinnahme können auch Angst,
Mißmut und Unlustgefühle im Vordergrund stehen. Hohe Dosierung kann
zentrale Dämpfung, tiefen Schlaf und sogar ein Koma bewirken. Alle
Substanzen wirken schmerzlindernd" (40, S.27-28). Die Entzugssymptome
"steigern sich von tränenden Augen, laufender Nase, Schweißausbrüchen,
unruhigen schlafähnlichen Zuständen und Angstgefühlen über Pupillener-
weiterung, Appetitlosigkeit, Unruhe, Zittern bis zu Schlaflosigkeit,
Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen im Bauchbereich, Durchfall. Nicht selten
tritt ein lebensbedrohlicher Kreislaufkollaps auf. In diesem Stadium
kann es zu Delirien, tiefsten Depressionen, elementarer Angst mit hoher
Suicidgefahr, eventuell auch zu halluzinatorischen Psychosen und cerebra-
len Krampfanfällen kommen" (40, S.29); s.a. Cohen (26) und Wüster (140).
"nimmt der opi opium
bringt opium den opi um"

Kokain
Kokain erregt schon in kleinen Dosen das gesamte zentrale Nervensystem
und bewirkt "Ruhelosigkeit, Redseligkeit, Schlaflosigkeit. Der Konsument
hat das subjektive Gefühl von erhöhter körperlicher und geistiger Lei-
stungsfähigkeit und damit ein gesteigertes Selbstbewußtsein. Dieser
euphorische Zustand wird begleitet von gesteigerter Empfindlichkeit vor
allem der visuellen Wahrnehmung und des Gehörs. Es kommt zu sexueller
Erregung. Optische, akustische und taktile Halluzinationen können auf-
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treten, die beim Konsumenten unberechenbare, unter Umständen gewalttätige,


Reaktionen hervorrufen. Periodisch können Depressionen auftreten, bei
denen Suicidgefahr besteht, ebenso Wahnideen und Verfolgungsangst" (40,
S.36-37); einige Arbeiten zur Kokainabhängigkeit und zur Therapie von
Kokainabhängigen finden sich bei Heckmann (53; 54), bei Täschner und
Bort (133) sowie bei Spotts und Shontz (127).

Designer-Drogen
Die neuen synthetischen Rauschgifte werden auch 'Designer-Drogen' genannt,
weil ihre Hersteller sie wie Architekten entwerfen und immer wieder ab-
wandeln."Das Unglaubliche dabei: die gewissenlosen Chemiker dürfen ihre
Zutaten ganz legal in jeder Apotheke oder Chemikalienhandlung kaufen.
Aus den bekannten und z.T. harmlosen Grundsubstanzen entstehen im Labor
chemische neuartige, hochpotente Suchtmittel, die den Behörden anfangs
unbekannt sind und die deshalb auch auf keiner Verbotsliste stehen. ...
Vorbilder für die Designer-Drogen sind in der Regel hoch wirksame Medi-
kamente, z.B. Fentanyl (ein Narkosemittel), Pethidin (ein Schmerzhemmer)
oder das schon seit 100 Jahren bekannte Aufputschmittel Amphetamin. ...
Amerikanische Labortäter entdeckten das Betäubungsmittel Fentanyl als
Droge und wandelten seine chemische Struktur geringfügig ab. Damit hatten
sie eine neue, offiziell unbekannte Drogensubstanz geschaffen. Als die
Behörden sie verboten, änderten die Chemiker die Zusammensetzung erneut.
Wieder war eine Droge entstanden, die zunächst ganz legal verkauft werden
durfte. Rund 30 solcher Fentanyl-Verbindungen sind bisher auf dem Drogen-
markt aufgetaucht - mehr als 1000 sind theoretisch denkbar.
Die Wirksamkeit mancher Retortendroge ist so hoch, daß sie das ohnehin
schon starke Heroin 300-, 1000- oder in einem Fall sogar 7000-mal über-
treffen können. Weil die Wirkung so extrem hoch ist, lassen sich die
synthetischen Rauschgifte kaum exakt dosieren. Schon ein winziges 'Staub-
partikelchen1 zuviel löst eine Katastrophe aus. Sie sind die Ursache von
hunderten von Todesfällen in den USA und einigen in der Bundesrepublik.
Aber auch die 'richtige' Dosierung schützt keineswegs vor gesundheitlichen
Schäden. Je nach Substanz auftretende Gedächtnislücken, Depressionen,
starke Verfolgungsängste, Halluzinationen und aggressives 'Durchdrehen'
sind noch relativ harmlose Erscheinungen, die dem kurzen Höhenflug folgen.
An die negativen Folgen denkt natürlich keiner von denen, die das neue
Rauschgift probieren. Im Gegenteil. Namen wie 'Engelsstaub', 'Cosmic Space'
oder 'Cadillac' klingen ja nicht nach körperlicher und seelischer Zerstörung.
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Sie klingen einladend, vielversprechend. Und so sehen die Drogen häufig


auch aus. In Kapsel- oder Tablettenform wirken sie hygienisch und leicht
konsumierbar. Niemand muß sich mehr mit einer blutigen Spritze die Fin-
ger schmutzig machen" (124, S.13-14); s. spezieller Thamm (134).
"acid is ecstasy
and ecstasy is good for you"

Ebenfalls im Ansteigen begriffen ist verbunden mit dem Trend zu synthe-


tischen Drogen der Mißbrauch des Aufputschmittels Amphetamin, der ähnlich
dem Konsum von Kokain auf ein neues Verhalten der Drogenmißbraucher hin-
weist: "Bisher ist es ihr Ziel gewesen, 'zuzumachen1, sich zu betäuben,
um in einer 'Null-Bock-auf-Nichts-Neutralität' die 'böse Umwelt möglichst
nicht wahrzunehmen'. Der neue Trend geht dahin, 'aufzumachen', sich auf-
zuputschen und damit möglichst aktiv zu sein. Amphetamin führt schnell
zu einer starken, vorwiegend psychischen Abhängigkeit, warnt das Innen-
ministerium. Sehr bald wird die Dosis auf das 10- bis 50-fache gesteigert,
was zu Denkzerfahrenheit, Halluzinationen, schweren organischen Hirnschä-
den und Amphetaminpsychosen führt. Die Folgen können tödlich sein" (100).

Crack
Dann ist da noch Crack, zu deutsch "Mauerputz" (98) - "das neue 'Volks-
Kokain' oder auch 'Fast-Food-Kokain'; Crack (Kokainbase) entsteht durch
chemische Umwandlung der Substanz Kokainhydrochlorid. Es wird mit kohlen-
saurem Natrium (Backpulver) und Wasser über einer heißen Flamme zusammen-
gebacken. Dabei vergrößert sich das Volumen um das 6-fache. Crack wird
mit einer Pfeife oder als Joint -meist in Verbindung mit Marihuana oder
Tabak- geraucht. Das 'Volks-Kokain' ist billig. ... Die Wirksamkeit von
Crack ist dadurch gegeben, daß durch das Rauchen eine starke Resorption
in den Lungen erfolgt, was eine Anflutung im Gehirn innerhalb weniger
Sekunden zur Folge hat. Der erlebte Effekt ist explosiv und kann tötlich
wirken. Dieser plötzliche starke Rausch, verbunden mit einem intensiven
starken euphorischen Zustand, hält höchstens 20 Minuten an. Danach folgt
eine Phase der Ruhelosigkeit, Gereiztheit, aber auch absoluter Depression.
Crack ist in der Zwischenzeit auch in der Bundesrepublik vorhanden. Labo-
ratorien zur illegalen Herstellung von Crack sind entdeckt worden; es hat
erste Tote gegeben. Aber zu der befürchteten Crack-Welle ist es bisher
noch nicht gekommen" (124, S.15-16); s.a. Spiegel-Spezial (126, S.49-55).
- 7 -

Lösungsmittel
Weiter steigt die Tendenz zum Schnüffeln von Lösungsmitteln und Kleb-
stoffen (2): es wird geschätzt, daß 30.000 bis mehr als 300.000 Schüler
und Studenten täglich schnüffeln, so die Angaben der 'Schnüfflerhilfe'
München(102) und von Speckmann (124, S.16). Schnüffler atmen fast alle
lösungsmittelhaltigen chemischen Verbindungen ein, um in einen rausch-
ähnlichen Zustand zu geraten. Die Gefahr des Langzeitschnüffelns liegt
in der Schädigung von Nervensystem und Gehirn, die im Extremfall bis
zum Schwachsinn führen kann. Sehr früh kommt es zu einer psychischen
Abhängigkeit. Die bisher einzige Schnüfflerhilfe in der Bundesrepublik
macht die Öffentlichkeit darauf aufmerksam, daß immer mehr Kinder und
Jugendliche Erfahrungen mit dem Einatmen von Lösungsmitteln machen.
"Längst sei Schnüffeln keine 'Droge der Arbeiterkinder' mehr, der Miß-
brauch von Lösungsmitteln gehe inzwischen durch alle Bevölkerungsschich-
ten" (102, S.44) . -

Ergänzend bleibt weiter festzustellen, daß "die bekannten Drogenersatz-


stoffe (Arzneimittel mit Suchtpotential) wie z.B. Temgesic 0,3, Medinox,
Mandrax, Fortral, Vesparax, Methadon, Methaqualon, ... in der Drogen-
scene nach wie vor ihren Stellenwert (haben). Auch Captagon ist wieder
'in', seit es dem BtMG unterstellt wurde" (124, S.16); s.a. Jäckle (65,5.11 ff.).

Süchtige Gesellschaft
Führen wir die Ist-Analyse fort: "Wir leben in einer drogenfreundlichen
Gesellschaft, die das Bedürfnis nach dem Konsum psychoaktiver Mittel
Tag für Tag neu intensiviert. Die Errichtung einer drogenfreien Gesell-
schaft ist absurd und zugleich utopisch. Wir alle müssen lernen, kon-
trolliert mit den in dieser Gesellschaft zur Verfügung stehenden Drogen
umzugehen, ohne daß es zu einem abhängigen Verhalten kommt. Es gibt
immer Gebrauch, aber auch Mißbrauch von legalen wie illegalen Drogen"
(118,5.107).
Wenn unsere Gesellschaft einerseits derart "drogenfreundlich" ist, so
wehrt sie/wehren wir die eigene Süchtigkeit ab, kommt es zum inflationären
und unreflektierten Gebrauch des Suchtbegriffs(109; 66; 85): allein die
Wortneuschöpfungen mit der Komponente 'Sucht' erhalten nach einer Unter-
suchung von Deissler (29) immer häufiger eine negative, oft jugendfeind-
liche Bedeutung: dies könne "eine Ventilwirkung für bewußt oder offen
nicht zugegebene Feindseligkeit der begriffsbildenden und die Medien
beherrschenden Generation gegenüber der nächsten, der jungen Generation
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sein". Damit aber handelt es sich um ein Generationen- und ein gesamt-
gesellschaftliches Problem, das u.a. durch einen Wertewandel gekenn-
zeichnet und bedingt ist, das auch durch geschriebene Verständigungs-
texte (96) nicht überbrückt werden kann. Nach demoskopischen Umfragen
breiten sich "gerade jene Einstellungen weiter aus, die den Gebrauch
von Rauschgift so verlockend machen. Auf die Frage: 'man fragt sich ja
manchmal, wofür man lebt, was der Sinn des Lebens ist. Worin sehen Sie
vor allem den Sinn des Lebens?1 antwortet seit 1974 eine ständig wachsende
Zahl in der deutschen Bevölkerung: den Sinn meines Lebens sehe ich darin,
'das Leben zu genießen' und 'daß ich glücklich bin, viel Freude habe'.
Die Vorstellung, man könne glücklich sein, Lebensfreude im direkten Zu-
griff gewinnen, macht den Drogengebrauch besonders verführerisch",
konstatiert Noelle-Neumann (97, S.27). Beim Stichwort 'Glück' fällt
dann aktuell schon auf, daß just das (pathologische?)Glücksspiel als
Form 'nicht-stoffgebundenen süchtigen Verhaltens' entlarvt wurde (13;
93; 78), daß der diesjährige Kongreß der Gesellschaft für wissenschaft-
liche Gesprächspsychotherapie unter dem ebenso unsinnigen wie bemerkens-
wertem Motto "Macht Therapie glücklich?" steht (86; 51) und daß in den
Hitlisten ein Song mit dem Titel "Don't worry - be happy" hoch oben
steht. Offensichtlich werden ergänzend neben sportlichen Aktivitäten
über die Massenmedien Verfahren und Therapien angeboten, die in unserer
Gesellschaft eine Kompensation der alltäglichen Belastungen (s. 6) ver-
sprechen. "Ihre Attraktivität erhalten solche Angebote darüberhinaus
durch den Hinweis, daß nach einiger Übungszeit neue Erfahrungs- und
Erlebnisdimensionen entwickelt sind, die ein glückliches und zufrieden-
stellendes Leben ermöglichen: von befreiter, entspannter Sexualität
über lustvolle Formen körperlicher Bewegung bis hin zu der 'Aufweichung
des körperlichen Panzers', die als Voraussetzung für ein sensibles Leben
angesehen werden. Lust und Entspannung, sofern man sie nur in sich und
seinen Körper aufnehmen will, gelten als Synonym für Glück und Gesund-
heit. Dieser Hypostasierung selektiver Psychotherapien und ihrer ver-
meintlichen Wirkung kann inzwischen der Vergleich zur Werbung für
pharmazeutische Produkte hergestellt werden. Die Privatisierung und
Individualisierung gesellschaftlicher Konflikte und Probleme innerhalb
der Lebensbedingungen -deren historischer Verlauf von dem amerikanischen
Medizinsoziologen Renee Fox (1979) als 'from sin-to-crime-to-sickness
evolution1 charakterisiert wird- ist deshalb eine sozialpolitische und
-ökonomische Strategie der Prävention bzw. Intervention, die von 'der
Verherrlichung individuellen Selbstvertrauens gekennzeichnet ist' (...).
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Daß dies aber im Zuge der strukturellen Krisen der Industriegesellschaft


mit ihren arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Folgen (Arbeitslosigkeit,
Kurzarbeit, Ausbildungsplatzmangel, Kürzungen im Sozial-Budget etc.) den
Menschen tendenziell abhanden gekommen ist, wird gar nicht erst zur Kennt-
nis genommen. Die Entspannung, die dem Individuum abgefordert wird, ent-
halten ihm die staatlichen Agenturen und sozialen Institutionen bereits
seit langem vor. Die Stilisierung des entspannten, lustbetonten Körpers
als Ausdruck für die individuelle Gesundheit bleibt angesichts dieser
gesellschaftlichen Verhältnisse und der nuklearen Bedrohung ein böser,
wenn auch konkreter Schein, denn: 'es gibt kein richtiges Leben im falschen1"
(Adorno 1983, S.42) (42, S.76).

Ein neuer Sozialisationstyp?


Eindringlich beschreibt Lasch (80) das neue Zeitalter des Narzißmus,
das neue Bewußtsein und den gesellschaftlichen Eingriff ins Ich mit-
samt der Herausbildung narzißtischer Persönlichkeiten (s.a.119). Gerade
dies erinnert an die Arbeiten von Ziehe (142) zur Entstehung "eines
'neuen', von der traditionellen bürgerlichen Pubertätsproblematik ab-
weichenden Sozialisationstypus, der gekennzeichnet ist, durch
- ein symbiotisches Verhältnis zur Mutter, das zu einer 'Konservierung'
der archaischen Mutterrepräsentanzen im kindlichen Unbewußten führt;
- ein Streben nach Befriedigung, das nicht so sehr über Objektbeziehungen
vermittelt wird, sondern über das Erlebnis von narzißtischen Gleichge-
wichtszuständen ;
- ein diffus ins Kosmische erweitertes, auf Omnipotenz abzielendes
archaisches Ich-Ideal;
- eine schwache Identifikation mit den postödipalen Elternrepräsentanzen
und ein hierdurch bedingtes 'Offenbleiben' des ödipalen Konflikts;
- die Verdrängung der aus den verschärften Überich-Konflikten resultieren-
den Schuldgefühlen;
- ein dem Realitätsrisiko narzißtischer Kränkungen aus dem Weg gehendes
Verweigerungsverhalten, das vorwiegend der Abstützung des äußerst ver-
letzlichen Selbstwertgefühls dient" (7, S.XI); s.a. Henseler (55),
Bruder-Bezzel und Bruder (18), Roth(112). Weiter erinnert all dies in
seiner Gesamtheit an die zwar nicht empirisch belegten so doch von
-eigener- Erfahrung geleiteten Feststellung, Drogenabhängige seien
zunehmend 'frühgestört' im Sinne einer nur unvollständig gelungenen
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Ablösung aus der symbiotischen Mutter-Kind-Beziehung und/oder einer


mißlungenen, traumatischen Triangulierung(10; 73; vgl. a. 72). Um so
intensiver müssen die regressiven Bedürfnisse nach Wiedererlangung/
Wiederherstellung beglückender, unproblematischer, emotionale Wärme
spendender Beziehungen sein - und sei dies 'nur' die Beziehung des
einzelnen Subjekts zum Ersatzobjekt Droge. Denn diese Gesellschaft
vermag immer weniger erstrebenswerte Ziele anzubieten oder aber die
Wahrscheinlichkeit zu bieten, daß individuelle Ziele tatsächlich er-
reichbar sind: die vermeintliche Offenheit, die Mitsprache- oder Mit-
wirkungsmöglichkeiten, die Wahlmöglichkeiten und Teilhabe- und Gestal-
tungskompetenzen entpuppen sich gerade für Jugendliche in der eigenen
Lebenswirklichkeit als Illusion, als politisches und Sozial-Design,
das beharrlich daran festhält, nicht Inszenierung sondern real Er-
reichbares im Supermarkt der Lebenswelten zu sein. "Sein oder Design"
- das ist für viele im Zeitalter der Abklärung mit ihrem Verlust über-
lieferter Sinntraditionen und Kulturbestände, ihrem Geltungsschwund
der modernen Ideologien, ihrem kulturellen Bedeutungsschwund der
Wissenschaften, ihrer Krise des Wohlfahrtstaates und ihren Zukunfts-
unsicherheiten (76) längst nicht mehr die Frage (50)!
Um so weniger geht es heute bei den Drogenmißbrauchern um Angehörige
d J (45;62;58) J a
einer Gegengesellschaft , vielmehr um eine Generation von desillu-
sionierten (sehn)süchtigen Einzelgängern, deren Gefühlsfrost ihr Frost-
schutzmittel, deren Schau- und Zeigelust ihre Isolation und Einsamkeit,
deren Beliebigkeits-Duzen und unterschiedslose Nähe ihr distanziertes
soziales Nichts ist. Fast beliebig konkurriert die Nutzlosigkeit, er-
wachsen zu werden (57) mit der unerträglichen Leichtigkeit des Seins
(77); fast ebenso beliebig werden Drogen unterschiedlichster Wirkung
und Auswirkung von Jugendlichen kompensatorisch eingesetzt.
"Die täglichen Konflikte und Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz, in
der Familie und während der Schul- und Ausbildungszeit, die ihnen deut-
lich vor Augen halten, wie gering ihre Einflußmöglichkeiten auf die
Gestaltung ihrer Lebensentwürfe sind, lassen sie mit einem Gefühl von
Hilflosigkeit und Ohnmacht zurück. Sie scheinen sich mit ihrer Arbeits-
und Lebenssituation zu arrangieren, wobei ihnen als Bewältigungsform
der den sozialen Strukturen inhärenten Konflikte häufig nichts anderes
als Risikoverhalten bleibt" (42, S.92). D.h. daß die Konflikte nicht
bewältigt, d.h. bearbeitet und (kompromißhaft) gelöst, sondern über ein
Verhalten behandelt werden. "Solches Risikoverhalten, das man als 'kleine
Fluchten' (Franzkowiak/Wenzel 1981) bezeichnen könnte, verbleibt immer
- 11 -

innerhalb eines gesellschaftlich akzeptieren Rahmens. 'Aussteigen1,


'alternative Lebensformen', aber auch politischer und kultureller
Protest, Motorrad-fahren, Konsum von Haschisch und anderer sogenannter
'weicher Drogen' sind inzwischen Risikoverhaltensweisen, die zwar symbo-
lisch eine dezidierte Opposition zu den gegenwärtigen gesellschaftlichen
und kulturellen Verhältnissen indizieren mögen, jedoch unter system-
funktionalen Gesichtspunkten nicht zur Destabilisierung der Gesellschaft
führen. Auch hier werden die sozialen Konflikte symbolisch vermittelt
ausagiert, nicht aber thematisch und funktional bearbeitet oder gar
bewältigt" (42, S.93-94). Zu Formen des Risikoverhaltens s. Brengel-
mann u.a. (14), Balint (4), Huebner u.a. (63) sowie Hoffmann (60).

Gesundheitspolitik
Zusammenfassend wird also die Situation des Jugendlichen in dieser Gesell-
schaft schwieriger. "Auch in der hochtechnisierten Dienstleistungsgesell-
schaft der 90er Jahre wird der Konsum die herrschende Ideologie bestimmen.
Sinngebung soll aus der materiellen Orientierung bezogen werden. ... Die
nachindustrielle Gesellschaft bringt verstärkt Lebensformen hervor, die
eine Erfüllung elementarer menschlicher Bedürfnisse (Geborgenheit, Aner-
kennung, Sinnorientierung ...) entgegenstehen. Menschliche Beziehungen
werden immer mehr 'professionalisiert'. Soziale Fähigkeiten verkümmern.
Alte und neue Medien bieten 'ein Leben aus zweiter Hand' und tragen bei
zu Selbstbezogenheit und Passivität. Immer schärfere Konturen gewinnt
die 'Zwei-Drittel-Gesellschaft1: ein Drittel der Bevölkerung gehört zu
den 'Randgruppen', zu den 'Ausgesetzten' und 'Abweichlern', die nicht
teilhaben an Wohlstand und gesellschaftlichem Leben.
Auf dem Drogenmarkt wird die Verfügbarkeit über Drogen aller Art so groß
sein wie nie zuvor. Die neuen synthetischen Drogen und die Entwicklungen
auf dem Pharmamarkt lassen die Unterscheidung zwischen legalen und ille-
galen Drogen immer künstlicher werden. Neue synthetische Drogen ('Designer-
Drugs 1 ) und neue Kokain-Aufbereitungen ('Crack'), die billiger sind und
schneller wirken als die herkömmlichen Drogen, erschließen einen neuen
Konsumentenkreis. Drogenkonsum ist nicht gleichbedeutend mit Aufbegehren
und Revoltieren: es gibt immer mehr unauffällige, angepaßte und karriere-
bewußte Konsumenten. 'Anpassungsdrogen' treten an die Stelle von 'Aus-
steigerdrogen'" (81, S.23); s.a. Deissler (30).
Die Bundesregierung stellt hierzu in ihrem sogenannten Drogenreport (34)
ebenso vereinfachend wie platt fest: "Drogenmißbrauch stellt damit nur
das erkennbare, äußere Symptom dar, dessen Grundproblematik einzuordnen
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ist in den umfangreichen Katalog psychosozialer Probleme insgesamt.


Deshalb wird das Mißbrauchsverhalten zu einem allgemeinen gesundheits-
oder gesellschaftspolitischen Problem" (S. 5-6). Ist das Problem derart
vage und unscharf beschrieben, eine politisch-gesamtgesellschaftliche
Bedingtheit zwar erkannt, eine Verantwortung und Betroffenheit jedoch
ausgeblendet, greift die Bundesregierung auf Maßnahmen zur Bekämpfung
der Drogenkriminalität wie auf Maßnahmen zur Kriminalisierung Abhängi-
ger mittels der Strafandrohungen im Betäubungsmittelgesetz zurück.
1988 formuliert die Bundesregierung dann ein Programm zur Verstärkung
der Drogenpolitik, das sogenannte Booster-Programm, das folgende Schwer-
punkte haben soll:
"- erhebliche Verstärkung aufsuchender und nachgehender Arbeit in der
Drogenscene (z.B. durch stabilisierte Ex-User),
- schwellenlose Angebote der Hilfe in Form von Kontaktläden und Tee-
stuben, die ohne Abstinenzanspruch Hilfen zur Bewältigung des täg-
lichen Lebens des Abhängigen darstellen,
- Krisenintervention in Form von kurzfristigen Übernachtungs- und Wohn-
angeboten" (36, S. 2) .
Dies ist zwar mehr,aber immer noch zu wenig. Paradoxer- und ironischer-
weise schreibt die Bundesregierung weiter u.a.: "Der Trend zu politoxi-
komanem Mißbrauch von Substanzen unter Drogenabhängigen ist seit einigen
Jahren in der Bundesrepublik Deutschland zu beobachten und hat die Auf-
fassung der Bundesregierung bestätigt, daß Mißbrauchsverhalten ein Symptom
tieferliegender Störungen ist und die unterschiedlichen Mißbrauchssub-
stanzen austauschbar sind. Das bedeutet auch, daß ohne Lösung der Grund-
probleme keine Heilung erreicht werden kann" (36, S.4), woraufhin einen
Absatz später die Umetikettierung der Drogenberatungsstellen in soge-
nannte psycho-soziale Beratungsstellen stattfindet. Lediglich im Presse-
dienst vom 22.08.88 formuliert das BMFFJG (12) noch einmalsein Verstärker-
Programm zum Ausstieg für Drogenabhängige im Sinne "möglichst 'schwellen-
loser1 Hilfe": "Die Modellprogramme stationäre Krisenintervention bei
Drogenabhängigen (Verhütung von Abbruchen bei Krisenklienten), auf-
suchende Sozialarbeit für schwer Drogenabhängige (Straßenarbeit mit
'Altfixern1), ambulante Ganztagsbetreuung Drogenabhängiger (Verstärkung
nicht-stationärer Therapieangebote), die zusammen über 40 Einzelprojekte
umfassen, sollen nicht nur verbessert, sondern vor allem durch ambulante
und teilstationäre Angebote ergänzt und differenziert werden. ... Dabei
geht es auch darum, stationäre, teilstationäre und ambulante Hilfen
besser miteinander zu verbinden und so die Ausstiegsmöglichkeiten für
- 13 -

Drogenfixer insgesamt zu verbessern" (12, S.2).


Festzustellen bleibt, daß die Politiker, daß unsere kranke Gesellschaft
ihrem drogenabhängigen Indexpatienten keinerlei kausaltherapeutischen
Maßnahmen anzubieten hat, sondern vielmehr Symptomtherapie betreibt.
Dies wird nicht zuletzt daran deutlich, daß das BMFJG zwar noch im
Pressedienst vom 21.06.85 (11) eindringlich vor der Methadon-Abgabe
an Süchtige warnt, diese als Kunstfehler ansieht und den Vorwurf der
Ausnutzung Abhängiger formuliert, diese Auffassung auch von der Bundes-
regierung im Jahre 1986 dezidiert unterstrichen wird (33), um dann aber
die Methadon-Abgabe an Heroinabhängige Ende 1988 "neu zu überdenken"
(99;101) mit dem Ziel, den Teufelskreis von Sucht und Beschaffungs-
kriminalität aufzubrechen und der Ausbreitung von AIDS entgegenzu-
wirken. Abgesehen von den eigenen Widersprüchen, abgesehen von der
Tatsache, daß es diese ausschließlich heroinkonsumierenden Junkies (20)
nicht (mehr) gibt, ist dieses Modellprogramm Ausdruck gesundheits-
politischer wie gesamtgesellschaftlicher Hilflosigkeit, gerät das
Ministerium so doch wie der Polamidon abgebende Arzt Kapuste (69; 95;
90) ins Reagieren statt Behandeln. Uchtenhagen sagte hierzu: "Was mir
gegenwärtig Sorgen macht, ist eine Überschätzung der Möglichkeiten,
die eine Methadon-Behandlung bieten kann. ... Das ist eine der gefähr-
lichsten Situationen, weil sie dazu führen kann, daß die Methadon-
Behandlungen, die jetzt seit der Liberalisierung der Richtlinien in
sehr viel größerem Ausmaß laufen, z.T. verwahrlosen und erfolglos
bleiben und damit die ganze Geschichte in Verruf bringen..." (90, S.84). Für
entsprechend verwahrlost und verantwortungslos halte ich die Forderung
der Abgabe von Methadon an "alle Heroinabhängigen, die es wollen" als
Teil eines sogenannten niedrigschwelligen Angebots (120).
Drastisch formulieren die Elternkreise drogengefährdeter und drogenab-
hängiger Jugendlicher, "Befürworter von Methadon-Programmen handeln
inhuman, sie ersetzen ein Suchtmittel durch ein anderes. Methadon macht
abhängig. Es hat erhebliche Nebenwirkungen. Es verträgt sich sehr
schlecht mit anderen Medikamenten, die von abhängigen Menschen genommen
werden, z.B. besteht eine große Unverträglichkeit zu Schlaf-, Beruhigungs-
und Schmerzmitteln, aber auch zu Alkohol. Eine bestimmte Kombination mit
Methadon kann tödliche Folgen haben"(104). Letztlich bedarf es also
einer äußerst engen Indikationsstellung mit Bedingungen, die mir nach
dem abschließenden Sachstandsbericht des MAGS (89) hinsichtlich der
nur zwei geforderten gescheiterten mehrmonatigen Abstinenztherapien
zu willfährig, bezüglich der unbedingt über die Methadon-Abgabe hinaus
- 14 -

erforderlichen psychosozialen Betreuungsprogramme viel zu vage und unent-


schlossen erscheint (vgl. 87; 88; 59), so daß sich das Methadon-Programm
auch als "Alibi-Programm" und als "pharmazeutisches Ruhigstellen einer
unangenehmen Minderheit" (125) selbst zu entlarven droht (s. insb. 24,
S.215-217).

Konstruktionen postmoderner Gesellschaft


Warum aber gibt es keine Brücke, "die die Kluft zwischen Individuum und
Sozialität, zwischen Alltag und Sinnerfüllung, zwischen dem Glücksver-
langen und der Lebensbedrohung zu überwinden vermag? Das Defizit gegen-
wärtiger Drogenpolitik bleibt unverständlich, solange man nicht konsta-
tiert, daß die Drogen die Gesellschaft gleichzeitig bedrohen und stabi-
lisieren. Durch den Genuß der Rauschmittel werden Erfahrungen freige-
setzt, die zu den Strukturgesetzen der modernen Gesellschaft im krassen
Widerspruch stehen. Die Erkundung der Innenwelt stört jene Gefügigkeit,
die das Funktionieren der technischen, wirtschaftlichen und politischen
Systeme benötigt. Wer sich selber entdeckt hat, begegnet den Postulaten
der Leistungsgesellschaft mit reservierter Gelassenheit. Mancher kehrt
von der Reise ins Innere nicht mehr an Fließband oder Schreibmaschine
zurück. Oder kommt gar auf den Gedanken, die Welt müßte so verändert
werden, daß Erfahrungen von Glück, Identität und Geborgenheit nicht nur
im Ausnahmezustand des Rausches zugänglich werden. Die Abwehr der Drogen
paßt also konsequent zu einem sozialen System, das zu seinem ungestörten
Ablauf angepaßte Individuen und restringierte Erlebnisbedingungen benötigt.
Wer sich solchen Forderungen entzieht, wird zum Opfer - wobei die Perspek-
tive des Betrachters darüber entscheidet, ob er die gescheiterten Existen-
zen als Opfer ihrer selbst, als Opfer der Droge oder als Opfer der Gesell-
schaft ansieht.
Wenn die Annahme zutrifft, daß die Opfer der Droge auch Opfer gesellschaft-
licher Fehlkonstruktionen sind, dann wird man eine weitere Vermutung wagen
dürfen. Dann wird man nämlich fragen müssen, ob die Gesellschaft an den
Drogenopfern nicht auch einen erheblichen Nutzen hat. Gewiß, oberfläch-
lich betrachtet zeigt sich nur der Ausfall an Arbeits- und Kreativitäts-
potential, der Gesundheitsverlust, das Anwachsen der Kriminalstatistik
und das Bemühen der Gesellschaft, Menschen vom Abgleiten in die Drogen-
karriere fernzuhalten. Gleichzeitig aber bilden die Drogenopfer auch
leibhaftiges Anschauungsmaterial für das Schicksal derer, die aus den
Bedingungen gesellschaftlich anerkannter Existenz auszusteigen versuchen.
... Paradoxerweise tragen sie zur Stabilisierung jener gesellschaftlichen
- 15 -

Verhältnisse bei, denen sie in ihrer subjektiven Motivation entgehen


wollen. Im Spiegelkabinett des Museums zeigen die Monstrositäten, was
für ein Glück es bedeutet, normal zu sein.
So gründet die Politik der Abwehr nicht nur in einer allgemeinen Hilf-
losigkeit; sie ist auch als eine Politik gesellschaftlicher Selbster-
haltung zu verstehen - und die Droge ist ihr willkommenes, wenn auch
verfemtes Instrument" (67, S.1291-1292) .

Gesellschaftspessimistischer Ausblick
Entsprechend balanciert die Drogenpolitik, Drogenerziehung und Drogen-
prävention zwischen Abschreckung, Ausgrenzung und Kriminalisierung als
114)
Reaktion der Gesellschaft einerseits (38; una filigraner Einzelfall-
hilfe mit individueller Sinnsuche als Gegenreaktion der Person anderer-
seits (106) . Von den politischen Repräsentanten der Gesellschaft im
Stich gelassen und wechselseitig als Sündenböcke identifiziert bleibt
den Eltern nur die Anerkennung eigenen Unvermögens (43; bei gleichzei-
tiger Selbsthilfe in den Elternkreisen drogengefährdeter und drogenab-
hängiger Jugendlicher (92; 126, S.83-89; 138; 111; 107), bleibt den be-
troffenen Abhängigen nur das individuelle Management der Sucht verbun-
den mit eigener Wertorientierung und Sinnvermittlung (74; 39; 46; 47), die
Spaltung in ein kooperationswilliges Subjekt und krankes Objekt, um vielleicht
allein,vielleicht im Rahmen der therapeutischen Beziehung das Drogenproblem zu bearbei-
ten (48), letztlich seinen Weg zu finden (83) . Insofern ist der Weg das
Ziel, ist jeder Weg individuell (1; 123, s.a.116) und für manchen gar
(52;59;117)
als 'Selbstheiler' gangbar ' '. D.h. auch, "daß die Wert- und Sinn-
frage stets auf die jeweilige Person bezogen ist, sowohl vom Patienten
als auch vom Therapeuten her gesehen, und daß es sich dabei um einen
sehr intimen Bereich handelt, bei dem es weniger um große Worte geht,
als um die Vorstellung eines wesentlicheren Lebens" (3, S.155).

Zur Ausgangsfrage dieses Vertrags zurückkehrend bedeutet dies, daß die


Aufmerksamkeit für immer mehr und immer neue Drogen den Blick verstellt
für immer mehr und immer neue Drogenabhängige und Drogentote, die Symptom-
träger und Sündenböcke (vgl. 71, S.1349) dieser postmodernen Gesellschaft
sind. Die Legitimationskrise unseres Gemeinwesens, die Vortäuschung vieler
formal garantierter oder angeblich vorhandener Freiheiten, die materielle
Orientierung der Etablierten, der ideelle Sinnverlust und Wertewandel,
die Unerreichbarkeit individueller Ziele für Jugendliche wird gesamtge-
sellschaftlich weiter andauern, sich voraussichtlich verschärfen. - Was
wir als unsere Kultur ansehen, bietet immer weniger Wege, Richtungen,
- 16 -

Muster, Ideale und Entwicklungen an - die multimedial vorgetäuschte


Fülle und Vielfalt entpuppt sich als Illusion. Bestehen bleiben jedoch
die zu kompensierenden Forderungen und Belastungen des Alltags (113,
S. 1253) in einer Zwei-Drittel-Gesellschaft, in der eine subjektive
Hoffnungslosigkeit und objektiv vorhandene Chancenlosigkeit besteht
und die Teilnahme am gesellschaftlichen Lebensstandard mit den Mitteln
der Sozialhilfe stark eingeschränkt ist (g, s.a.113). "Damit ist deut-
licher geworden, wem die Drogenabhängigen, vor allem junge Menschen
entfliehen wollen: einer Welt, die ihnen eine progressive Wirklich-
keitserfahrung versagt" (141, S.114).
"Änderungen in der Gesellschaft können nur von Menschen geleistet werden,
die um die Grenzen ihres Könnens und ihrer Erfahrung wissen und die die
realen Möglichkeiten einer Veränderung der Gesellschaft auch auf dem
Hintergrund historischer Prozesse abschätzen vermögen. Sie müssen in
der Lage sein, täglich neu im Umgang mit der konkreten Notsituation,
in der Arbeit mit dem Einzelnen oder der Gruppe ihre politischen und
sozialkritischen Vorstellungen zu überprüfen, zu modifizieren und
weiterzuentwickeln. Sozialarbeit, die nur auf die Änderung der Gesell-
schaft abhebt und die Hilfeleistung bei individueller Not in Erwartung
einer besseren Gesellschaft vernachlässigt, beschäftigt allenfalls
Narren, auch wenn ihre Diagnosen der Gesellschaft so brillant sind,
wie ihre persönliche Bereitschaft politischem und sozialem Engagement
unterentwickelt ist" (84, S.77). So beginnt die Arbeit an der Gesell-
schaft bei der Konfrontation der angeblich Unbeteiligten mit dem Ab-
hängigen, den sozialen Ursachen seiner Not und mit der eigenen Verant-
wortung (s. beispielsweise 113 sowie 41, S.211-212). Es geht um das
konkrete soziale Engagement des einzelnen im alltäglichen Umgang mit
anderen -ob Drogen gebrauchend oder nicht-, es geht um die Schaffung
oder Entdeckung vielfältiger 'gesunder' Befriedigungs- und Erlebnis-
möglichkeiten, um verbindlich-tragfähige zwischenmenschliche Beziehun-
gen ebenso wie um 'kleine Fluchten' und die Toleranz gesellschaftlicher
'Nischen'. - Für und mit den Anhängigen selbst bleiben letztlich nur
die oben skizzierten Schritte zu einem Autonomie und Lust ebenso be-
inhaltenden wie Frust ertragenden aktiven Leben, in dem Abstinenz als
solche kein sinnentleerter Wert (mehr) ist, in dem es befriedigende
Alternativen zum Verzicht auf Suchtmittel gibt,in. dem eine weitgehende
Übereinstimmung zwischen individuellen Bedürfnissen und Wünschen mit
gesellschaftlichen Anforderungen besteht. Therapeuten "können nicht
das leisten, was unsere Kultur im Ganzen leisten müßte: Erfahren der
- 17 -

grundlegenden Konstruktionsprobleme, Vermittlung von etwas, das den


Mühen Sinn gibt, Wendungen von Arbeit und Festen; nicht zuletzt:
Verspüren-Lassen, daß diese Kultur uns 'wiederliebt', wenn wir uns
auf sie einlassen. Dafür gibt es jedoch kein Rezept"(113, S.1254).

Fazit
"Da hier noch keine Trendwende auf breiter Ebene in Sicht ist, wird
die passive Konsumhaltung als einer der wesentlichen Risikofaktoren
für das Entstehen von Drogenabhängigkeit wahrscheinlich auch in den
90er Jahren bestimmend bleiben.
Ob die sogenannte 'New Age'-Bewegung mehr wird als eine esoterische
'Nabelschau1 und sich zu einer gesellschaftspolitisch relevanten
ökologisch orientierten Gegenbewegung entwickelt, scheint eher frag-
würdig. Augenblicklich wirkt sie mehr wie eine erneute 'Flucht in
die Innerlichkeit'" (139, S.450); s.a. Keupp (70).
1. Allport, Gordon W.: Gestalt und Wachstum in der Persönlichkeit.
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in: DER SPIEGEL 31 (1988) 82-84
91. Mendel, Gerard: Die Generationskrise. Eine soziopsychoanalytische Studie.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt (1972)
VI

92. Meyer, Eise: Eltern im Drogenproblem. Erfahrungen aus der Hilfe durch
Selbsthilfe.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt (198 )
93. Meyer, Gerhard: Pathologisches Glücksspiel.
in: KSA (Kath. Sozialethische Arbeitsgemeinschaft): Sogenannte neue Süchte.
Phänomene - Fragen - Ergebnisse.
Hoheneck-Verlag, Hamm (1984) 29-38
94. Michaux, Henri: Turbulenz im Unendlichen.
Frankfurt (1971)
(erwähnt bei Wulff (1981) a.a.O., 105)
95. Moebius, Monica: 'Münchner Freiheit II'.
in: Psychologie heute 5 (1978) 12, 52-60
96. Müller-Schwefe, R.; E. Schott (Hrsg.): Komm schwarzer Panther, lach noch
mal. Verständigungstexte über Drogen und Abhängigkeit.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt (1981)
97. Noelle-Neumann, Elisabeth: Drogengefahr als Thema von Umfragen,
in: SuchtReport SR l (1987) 23-28
98. o. Verf.: Crack. Schnee von morgen,
in: DER SPIEGEL 43 (1986) 147-150
99. o. Verf.: Drogen. Chemisch ruhig,
in: DER SPIEGEL 33 (1987) 32-34
100. o. Verf.: Amphetamin ist die neue Droge in Bayern,
in: SuchtReport SR 5 (1987) 46
101. o. Verf.: Drogen. Bröckelnde Front,
in: DER SPIEGEL 32 (1988) 29-30
102. o. Verf.: Schnüfflerhilfe: Klebstoffe nicht nur Partner des Fortschritts,
in: SuchtReport SR 5 (1988) 42-44
103. Plemper, Burkhard: Altfixer. Der Wettlauf mit der Nadel,
in: Sozialmagazin 11 (1986) l, 36-41
104. Rathsack, Helga: Methadon. Stellungnahme zur derzeitigen Diskussion,
in: SuchtReport SR 6 (1987) 55
105. Reich, Wilhelm: Massenpsychologie des Faschismus. Nachwort zur 2. Auflage.
Kopenhagen (1934)
106. Renn, Heinz: Die Bedeutung gesellschaftlicher Faktoren bei der Suchtent-
wicklung .
in: DHS (1984) a.a.O., 94-114
107. Rennert, Monika: Elternarbeit - Ein Stiefkind der Drogenberatungsstellen?
in: Suchtgefahren 26 (1980) 4, 189-194
108. Reuband, Karl-Heinz: Rauschmittelkonsum in der Bundesrepublik Deutschland,
in: Völger .. (1982) a.a.O., 1040-1051
109. Rieger, Prof.: Über die Trunksucht und die "Suchten" überhaupt. Fest-
schrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der unterfränkischen Heil-
und Pflege-Anstlat Werneck (1855-1905) dargebracht von der Psychiatrischen
Klinik der Universität Würzburg.
Verlag von Gustav Fischer, Jena (1905); Reprint 1985
110. Rimek, J.; H. Renn: Wie sieht die Realpolitik zu "Sucht und Gesellschaft"
aus?
in: DHS (1984) a.a.O., 312-315
VII

111. Roioff, Ingeborg: Gemeinschaftsbildung in Elternkreisen: Eine neue Lebens-


orientierung?
in: DHS (1986) a.a.O., 200-204
112. Roth, Roland: Die Indianer sind fern. "Jugendunruhen" und neue soziale Be-
wegungen in der Bundesrepublik.
in: Widersprüche 4/5 (1982) 91-103
113. Salter, Wilhelm: Haben Drogen eine Seele?
in: Völger .. (1982) a.a.O., 1246-1255
114. Scheerer, Sebastian: Mit dem Rücken an der Wand,
in: P & G 9 (1985) 3, 35-49
115. Schmidbauer, W.; J. vom Scheidt: Handbuch der Rauschdrogen.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt (1976)
116. Schneider, R.: Begleitmaterial zur Arbeitsgruppe 'Wertorientierung und mora-
lische Normen in der Therapie der Abhängigkeiten'.
hektografiertes Skript, o.O., o.J.
117. Schneider, Werner: Zur Frage von Ausstiegschancen und Selbstheilung bei Opiat-
abhängigkeit. Auswertung von Ergebnissen aus Langzeitforschung.
in: Suchtgefahren 34 (1988) 6, 472-490
118. Schneider, Wolfgang: Die Lebenswelt von Langzeitcannabiskonsumenten. Ergeb-
nisse einer qualitativen Studie.
in: P&G 10 (1986) l, 95-108
119. Schütte, Franz: "Spielsucht" und Narzißmus,
in: Suchtgefahren 33 (1987) 2, 126-136
120. Schuin, P.; M. Wiese: Aids machts möglich: Methadon!
in: Forum Recht l (1988) 206-211
121. Shiffman, Saul M.: Tabakkonsum und Nikotinabhängigkeit,
in: Völger .. (1982) a.a.O., 1382-1389
122. Siegel, Ronald K.: Castanedas Privatapotheke,
in: Völger .. (1982) a.a.O., 1256-1270
123. Smidt, Rolf: Heilung durch Normen? Zur Bedeutung der Normorientierung in
der Suchtkrankentherapie.
in: WzM 40 (1988) l, 31-39
124. Speckmann, Günter: Rauschgift - die tödliche Gefahr. Nicht die geringsten
Anzeichen für eine Verminderung des Drogenmißbrauchs.
in: drogen-report 3 (1988) 12-17
125. SPIEGEL-Streitgespräch: "Das bringt euch alle in den Knast". Gesundheits-
minister Heinemann und Sozialsenator Scherf über Aids, Postitution und die
Staatsdroge Methadon.
in: DER SPIEGEL 5 (1988) 82-92
126. SPIEGEL-Spezial: Geißel Rauschgift. Die SPIEGEL-Serie über die Drogensucht.
SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg (1989)
127. Spotts, J.V.; F. Shontz: Forschungsergebnisse zum Kokaingebrauch,
in: Völger .. (1982) a.a.O., 1402-1409
128. Stosberg, K.; H.J. Lösch: Haschisch-Spätfolgen. Ergebnisse einer empirischen
Studie.
in: SuchtReport SR 5 (1987) 12-16
129. Szasz, Thomas S.: Die Ethik der Sucht.
in: Szasz, Th.S. (Hrsg.): Psychiatrie - die verschleierte Macht. Essays über
die psychiatrische Entmenschung des Menschen.
Fischer Taschenbuch Verlag (1978) 127-147
VIII

130. Szasz, Thomas S.: Der Krieg gegen die Drogen,


in: Völger .. (1982) a.a.O., 1335-1347
(zitiert bei Kievelitz (1982) a.a.O., 1348 ff.)
131. Täschner, Karl-Ludwig: Zur Symptomatik und Differentialdiagnose von
Psychosen bei Drogenkonsumenten. Eine Studie in 40 Fällen.
in: Suchtgefahren 26 (1980) 195-198
132. Täschner, Karl-Ludwig: Das Cannabisproblem. Haschisch und seine Wirkungen.
Deutscher Ärzte-Verlag, Köln (1986)
133. Täschner, K.-L.; G. Bort: Kokainmißbrauch - eine unterschätzte Gefahr?
in: Suchtgefahren 33 (1987) 5, 369-378
134. Thamm, Bernd Georg: Synthetische Drogen,
in: SuchtReport SR 3 (1987) 52-54
135. Uchtenhagen, Ambros: Gegenwärtiger Stand der Haschischforschung,
in: Völger .. (1982) a.a.O., 1397-1401
136. Völger, G.; K. von Welck (Hrsg.): Rausch und Realität. Drogen im Kulturver-
gleich. 3 Bde.
Rowohlt Verlag, Reinbek (1982)
137. Walter, Paul: Das Drogenproblem aus strukturalistischer Sicht,
in: P & G 9 (1985) 3, 50-76
138. Wetendorf, Hans-Wilhelm: Neue Lebensorientierung durch Gemeinschaftsbildung
in Elternkreisen.
in: DHS (1986) a.a.O., 195-199
139. Wille, Rolf: Zukunftsperspektiven der Arbeit mit Abhängigen von illegalen
Drogen. Tendenzen, Arbeitsansätze, Forderungen für die Arbeit der 90er
Jahre.
in: Suchtgefahren 33 (1987) 6, 448-451
140. Wüster, Michael: Der neueste Stand der Opiatforschung,
in: Völger .. (1982) a.a.O., 1410-1418
141. Wulff, Erich: Drogen, Sprache, Arbeit, Politik. (Orig. 1980)
in: Wulff, E. (Hrsg.): Psychiatrisches Leiden und Politik. Ansichten der
Psychiatrie.
Campus Verlag, Frankfurt (1981) 105-115
142. Ziehe, Thomas: Pubertät und Narzißmus.
Syndikat / EVA, Frankfurt (1984)