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Titel : Prognose der Gefährlichkeit im Maß-

regelvollzug.
Ein Beurteilungsbogen im Westf.
Zentrum für Forensische Psychiatrie
Lippstadt.

Autoren : Ulrich Kobbe, Diplom-Psychologe


Wolfgang Schmitz, Diplom-Psychologe

Institution : Westf. Zentrum für Forensische


Psychiatrie Lippstadt
(Ltd. Ärztin: Dr. med. Vera Schumann)
Postfach 61 00
4780 Lippstadt 16

Korrekturadresse : Dipl.-Psych. U. Kobbe


Westf. Zentrum für Forensische
Psychiatrie Lippstadt
Postfach 61 00
4780 Lippstadt 16
Zusammenfassung

Für die Behandlung psychisch kranker Rechtsbrecher im Maßregelvollzug


gemäß §§ 63, 64 StGB gilt die Maßgabe, daß Vollzugslockerungen Bestand-
teil der Behandlung sind, sich das Maß des Freiheitsentzuges nach dem
Erfolg der Behandlung richtet und Freiheitsbeschränkungen zum frühest-
möglichen Zeitpunkt verringert werden.
Die Freiheitsbeschränkungen der im Maßregelvollzug Untergebrachten sind
im Schutzinteresse der Allgemeinheit begründet; somit müssen die Erwei-
terungen dieser Freiräume als (kalkuliertes) Risiko zu Konflikten führen.
Entsprechend sind Ärzte und Therapeuten in jedem Fall gehalten, diese
Risiken verantwortlich abzuwägen. Es besteht daher ein Bedarf an Kriterien
von Krankheitswert, von Gefährlichkeit, von Therapieeffizienz. Forensi-
sche Psychiatrie und Psychologie sind genötigt, ihre Konzepte und Kon-
strukte darzulegen, zu konkretisieren und zu adaptieren.
Es wird die dritte revidierte Fassung eines Beurteilungsbogens vorge-
stellt, der im Westf. Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt der
Gewährung von Vollzugslockerungen vorgeschaltet ist.

Summary

The treatment of mental ill delinquents in coercive measures (§§ 63,


64 StGB) implicates gradually reductions of these repressive measures
äs part of therapy, includes that the degree of die imprisonment
depends from the success in this therapy, and demands that the restric-
tion of freedom has to be reduced äs soon äs possible.
From these decisions results a risk for the general public which should
originally be protected by the coercive measure. So conflicts are
inevitable. The responsible therapists are obliged to calculate these
risks so that it exist a demand for criteria concerning the seriousness
of illness, the patients danger, and the efficiency of therapy. Finally
forensic psychiatry and psychology are obligated to explicate, to
convrete, and to adapt their concepts and constructs.
The authors present the third revised form of a standardized rating
questionnaire which is in use in the 'Westf. Zentrum für Forensische
Psychiatrie Lippstadt1 to evaluate the risks mentionnend above.
Prognose der Gefährlichkeit im Maßregelvollzug.
Ein Beurteilungsbogen im Westf. Zentrum für Forensische Psychiatrie
Lippstadt.

"Die Konzentration der Teamdiskussionen auf das Thema Lockerungen bei der
Beurteilung eines Untergebrachten vermittelt mitunter den paradoxen Ein-
druck, daß die wegen der vermuteten Gefährlichkeit angeordnete Freiheits-
entziehung eigentlich nur den Sinn hat, die Gewährung von Lockerungen zu
ermöglichen" (Rasch 1986, 100).

1. Einleitung
Nach dem Strafgesetzbuch (StGB) können psychisch kranke Rechtsbrecher
gemäß § 63 bzw. § 64 StGB in einem psychiatrischen Krankenhaus bzw. in
einer Entziehungsanstalt zwangsuntergebracht werden. Diese Maßregeln der
Besserung und Sicherung stellen für die behandelnden Therapeuten ange-
sichts der Dilemmata Parteilichkeit versus Neutralität, Diagnostik/Thera-
pie versus strafrechtliche Konsequenzen, juristischer versus psychiatrisch-
psychologischer Diskurs (Küchenhoff 1988) auch im Bereich der Prognosestel-
lung für den einzelnen Patienten erhebliche Probleme dar (s.a. Schorsch
1983) . Prognosen als solche sind bereits wegen des Fehlens allgemeinver-
bindlicher Kriterien, aber auch wegen ihrer Abhängigkeit von der Erfah-
rung der Therapeuten schwierig zu stellen (vgl. Hinz 1986, Hinz 1987,
Volckart 1985) . Rasch (1985) kennzeichnet die Prognose im Maßregelvollzug
als "kalkuliertes Risiko", konstatiert u.a., "der Versuch, das Verhalten
psychiatrischer Patienten aufgrund der Verhaltensbeobachtung während der
Unterbringung zu prognostizieren", sei "von vornherein als vergebliches
Bemühen anzusehen" (Rasch 1984, 136) und mahnt an, diese "grundsätzlichen
Schwierigkeiten können weder übermächtiges Sicherheitsdenken rechtfertigen
noch die Resignation, sich nicht um Prognoseentscheidungen zu bemühen"
(Rasch 1986, 106).
Entsprechend beinhaltet die Erweiterung der Freiräume des zwangsunterge-
brachten Patienten ein Risiko für die Allgemeinheit, ist letztlich aus
therapeutischer Sicht wohl ein erfolgreicher Behandlungsabschluß als
beste Sicherung hinsichtlich eventueller Straftaten anzusehen. Diesbe-
züglich stellt die 'Humanistische Union' fest, "mehr als ein Drittel der
psychisch kranken Rechtsbrecher (sei) nicht wegen schwerer Gewalttaten
verurteilt worden" (Kilali 1982), was die von Schumann (1987) empirisch
gewonnenen Daten allerdings widerlegen. Wesentlich erscheint dennoch der
Hinweis der 'Humanistischen Union', daß "die hohen Rückfallquoten bei
- 2-

anderen Rechtsbrechern zeigen, daß dieses Risiko nach jeder verbüßten Frei-
heitsstrafe besteht. Bei psychisch kranken Tätern allerdings wird keinerlei
Risiko in Kauf genommen" (Kilali 1982, 1).
Die Betonung der Therapie im Maßregelvollzug verschiebt mittlerweile
den Akzent, bringt jedoch zugleich andere Problemstellungen mit sich: So
bedeutet (Psycho-) Therapie eine Infragestellung von bislang vermeintlich
stabilen (Abwehr-) Strukturen der Persönlichkeit, bewirkt sie eine Labili-
sierung der intrapsychischen Homöostase, so daß u.U. ein Fortschritt in
der Therapie -pradoxerweise- zu einer vermehrten Sicherung des Patienten
führen muß (bzw. sollte, denn: dieses Paradoxon ist für Patienten wie für
deren Rechtsanwälte z.T. nicht einsehbar).
Insgesamt stellt sich somit für Therapeuten im Maßregelvollzug die Frage
nach dem 'richtigen' Zeitpunkt für sog. Vollzugslockerungen, d.h. die
effektive schrittweise Erweiterung von Freiräumen in/aus der Zwangsunter-
bringung. Heißt es im Maßregelvollzugsgesetz (MRVG) für Nordrhein-Westfalen
in § 16 noch, "das Maß des Freiheitsentzugs richtet sich nach dem Erfolg
der Behandlung", so fordert § 9 Abs. l DV-MRVG für Nordrhein-Westfalen,
"die Lockerungen der Unterbringung sind so anzuordnen und zu gestalten,
daß die durch den Vollzug gebotenen Freiheitsbeschränkungen im frühest-
möglichen Zeitpunkt verringert und allmählich abgebaut werden"; erläuternd
heißt es weiter in der Begründung der Durchführungsverordnung zum Maßregel-
vollzugsgesetz für Nordrhein-Westfalen: "Vollzugslockerungen sind Bestand-
teile der Behandlung eines Patienten; die Entscheidung hierüber ist deshalb
unter vorwiegend ärztlichen Gesichtspunkten von einem Arzt zu treffen"
(S. 18).

2. Ausgangsüberlegungen
Auf diesem Hintergrund wurde im Westf. Zentrum für Forensische Psychiatrie
Lippstadt der im Anhang abgedruckte Beurteilungsbogen weiterentwickelt.
Die standardisierte Form der Verlaufsbeurteilungen folgt zunächst weit-
gehend Ansprüchen an gängige Gütekriterien für Fremdbeurteilungsverfahren,
so daß individuelle Beurteilungsfehler ('blinde Flecken') durch Sympathie/
Antipathie, durch bestimmte Gegenübertragungen und/oder situative Konstel-
lationen (vgl. Bruner u. Tagiuri 1954, Taft 1955, Merz 1962) deutlich ver-
ringert und Fehlerquellen psychiatrisch-psychologischer Prognosen (vgl.
Pfäfflin 1978, Rasch 1982) erheblich reduziert werden. Zweitens beugt der
einheitliche Beurteilungsbogen der Tendenz zur Reduktion von kognitiver
Dissonanz im Sinne einer Kriterienreduktion (vgl. Festinger 1957) vor:
- 3-

Er sorgt dafür, daß auch bei langjährig untergebrachten Patienten das


zur Verurteilung und Unterbringung führende Delikt nicht 'vergessen'
wird, sondern vielmehr durch Wiederbearbeitung erneut vergegenwärtigt
und kontextuell betrachtet werden muß.
Die Einführung einer formalisierten (prognostischen) Beurteilung ver-
hindert, daß dem Drängen des zwangsuntergebrachten Patienten auf die
Erweiterung seiner Freiräume allzu schnell nachgegeben wird. Zugleich
ermöglicht er, dem Spannungsverhältnis zwischen dem Freiheitsanspruch
des Einzelnen und dem Sicherungsbedürfnis der Allgemeinheit dahingehend
Rechnung zu tragen, daß die im Beschluß des Bundesverfassungsgerichts
vom 08.10.85 (s. Eisel 1986) ausführlich dargelegte Verhältnismäßigkeit
des Freiheitsentzuges auch im Rahmen von Vollzugslockerungen gilt.
Darüberhinaus ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit für die Maßregeln
der Besserung und Sicherung in § 62 StGB gesetzlich festgelegt (s.a. von
Bülow 1981, 7). So dient bei gemäß § 64 StGB untergebrachten Patienten
die Sicherungsbestimmung "lediglich der Sicherstellung der Behandlung"
(Leygraf 1988, 231). Zuletzt gibt der Umgang mit dem Instrument des Beur-
teilungsbogens auch Argumentationshilfen gegenüber dem den einzelnen
Patienten vertretenden Anwalt (s. hierzu Schuler 1988, 8).

3. Erläuterungen zum Beurteilungsbogen


Im folgenden werden Die Gliederungsaspekte und Gründe für die Item-Auswahl
des Beurteilungsbogens (s. Anhang) erläutert:
3.1 Der Oberbegriff 'Anlaß der Beurteilung' bezieht sich wie ersichtlich
auf praxisbezogene Anlässe in der Unterbringung im psychiatrischen Kranken-
haus. Hierbei ist relevant, daß im Westf. Zentrum für Forensische Psychia-
trie Lippstadt nach einer Untersuchung von Schumann (1987) von den gemäß
§ 63 untergebrachten Patienten 51 % als Verhaltens- und persönlichkeits-
gestörte Töter einschl. 4,8 % sexueller Deviationen, 29 % schizophrene und
17 % hirnorganisch gestörte Rechtsbrecher behandelt und gesichert werden.
Schumann legt ausführlich dar, daß die Patientengruppe der Verhaltens- und
Persönlichkeitsgestörten "vom Beginn des Maßregelvollzugs an bis heute das
(ungelöste) Problem innerhalb der forensischen Psychiatrie bildet" (S. 116),
Angesichts dieses Klienteis stellen die Beurteilungsanlässe (Verlegung,
Ausführung, Pfleger-, Besucher-, Einzelausgang, Freigang, Urlaub) einen
Wechsel von Bezugspersonen, eine Reduktion bzw. die Wegnahme von Sicherung
im Sinne von Außen- oder Fremdkontrolle dar, oder sie implizieren therapeu-
tische Motive im Einzelfall (z.B. Teilnahme an Freizeitveranstaltungen).
- 4-

3.2 Im Abschnitt 2 des Bogens soll(en) die Straftat(en) des unterge-


brachten Patienten als eine wesentliche Grundlage zur Prognose der Ge-
fährlichkeit vergegenwärtigt und beschrieben werden: entsprechend werden
Kriterien der krankheits-, persönlichkeits- und/oder situationsbedingten
Tatdynamik, der Schwere der früheren Straftat, des Motivs und der Wieder-
holung berücksichtigt. Denn wegen ihrer Bedeutung für eventuelle zu-
künftige Situationen oder Beziehungskonstellationen sind hierbei Per-
sönlichkeitsnähe und Krankheitswert ebenso zu beachten wie die Beschrei-
bung der Tat und ihre psychodynamische Interpretation (s. Schorsch u.a.
1982, Rasch 1986, 106).
3.3 Im dritten Abschnitt zur Persönlichkeit und Krankheit werden zunächst
die Einweisungs- und derzeitigen Diagnosen referiert, da davon ausgegangen
werden muß, daß die Einrichtung aufgrund der längeren Kenntnis des Patienten
über bessere Erkenntnismittel analog zu § 244 Abs. 3 StPO verfügt. Es folgt
die Beschreibung der zentralen Problematik und der hieraus sich ergebenden
Bearbeitungsnotwendigkeiten bzw. -möglichkeiten in der Therapie. - Anschlie-
ßend ist ein Rating von Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmalen gefordert,
die an Ichstärke-Konzepten von Kernberg (1983, 29 f., 42 f., 50, 153 ff.),
an Kriterien des DSM-III und an allgemeinpsychiatrischen Fragestellungen
orientiert sind (Items 3.5 - 3.11). Sind die bisherigen Kategorien primär
für persönlichkeits- und/oder verhaltensgestörte Patienten gedacht, so
ist in Anbetracht der Untersuchungsergebnisse von Schumann (s.o.) ebenso
parallel eine medizinisch-psychiatrische Diagnostik (Item 3.12 - 3.14)
und eine Beschreibung der Risikofaktoren (Item 3.15) sowie eine Messung
der Symptom- und/oder Persönlichkeitsveränderung erforderlich.
Wesentlich erscheint, ob die bestehende Symptomatik für ein eventuelles
zukünftiges delinquentes Verhalten relevant ist: Immerhin beschreibt Rasch
(1985) die "Überschätzung der Gefährlichkeit von untergebrachten psychisch
gestörten Rechtsbrechern" durch psychiatrische Kliniker (s. 311), ist
darüberhinaus nicht jede markante Persönlichkeitseigenschaft Indikator
für eine potentielle Delinquenz und wird nach dem Urteil des Bundesver-
fassungsgerichts vom 08.10.85 "vor allem die Konkretisierung der Wahr-
scheinlichkeit weiterer rechtswidriger Taten, die von dem Untergebrachten
drohen, und deren Delikttypus" gefordert (Eisel 1986, 28)..
3.4 Der vierte Abschnitt beinhaltet eine Evaluation des Gesamtverhaltens
hinsichtlich der Fähigkeit zur Formalanpassung und Kooperation, zu Bezie-
hungen zu unterschiedlichen Personen innerhalb und außerhalb der Einrich-
tung sowie hinsichtlich der Teilnahme an Therapie bzw. der Einbindung in
therapeutische Prozesse (Items 4.3 - 4.7). Die weiteren Items (4.8 - 4.13)
beziehen sich auf Beobachtungen von Verhaltensauffälligkeiten mit Relevanz
für delinauentes Verhalten.
- 5-

3.5 Die zusammenfassende Verlaufsbeurteilung bezieht sich abstrahierend


auf Merkmale psychischer/psychosozialer Gesundheit (vgl. u.a. Göllner 1983)
und schließt mit dem Diskussionsergebnis des behandelnden Teams und dessen
Begründung. Diesbezüglich erscheint wichtig, daß es sich um ausführlich
begründete, um hinsichtlich der Kriterien nachvollziehbare und um von
mehreren am Behandlungsverlauf beteiligten Personen aus unterschiedlichen
Berufsgruppen getroffene Entscheidungen handelt:
- eventueller Willkür und Einseitigkeit der prognostischen Beurteilung
durch einen einzelnen wird somit weitgehend vorgebeugt;
- Transparenz und auch Überprüfbarkeit im Sinne des Vorschaltverfahren-
gesetzes (GVNW) für Nordrhein-Westfalen sind gegeben;
- Beurteilungsdivergenzen von Angehörigen unterschiedlicher Berufsgruppen
(Arzt, Psychologe, Sozialarbeiter, Krankenpfleger) können minimiert wer-
den (vgl. Stieglitz 1988), wobei jedoch unterschiedliche berufsspezifische
Aspekte in den Entscheidungsprozeß eingehen.

4. Schluß
Der in der abgedruckten Form vorgestellte Beurteilungsbogen ist die
3. revidierte Fassung, der ein erster Vorläufer in der Forensischen Abtei-
lung der Klinik für Psychiatrie Benninghausen und eine weiterentwickelte
Form im Westf. Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt zugrunde-
liegen; die Zweitfassung des Beurteilungsbogens war von 1985 bis 1987 in
Gebrauch und wurde nach eingehender Diskussion in mehreren Gesamtkonferenzen
der Einrichtung zur vorliegenden, aber u.E. weiterhin vorläufigen Form über-
arbeitet und ergänzt.
Der hier vorgestellte Beurteilungsbogen hat auch insofern vorläufigen
Charakter, als z.Z. am Lehrstuhl für Kriminologie und Strafrecht der
Fakultät für Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld (Prof.
Dr. jur. Albrecht) ein Forschungsprojekt zur Validierung des obenge-
nannten Bogens durchgeführt wird, von dem sich die Institution erneute
Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten verspricht.
Desweiteren wird dieses Evaluationsinstrument an dieser Stelle publiziert,
weil es einerseits diesbezüglich fast keine Literatur gibt, nur "eine
schmale Basis empirischer Feststellungen" vorliegt (Foerster 1986, 29),
andererseits die veröffentlichten 'Beurteilungs- und Prognose-
kriterien hinsichtlich Lockerungen, Höherstufungen und Entlassungen in der
Forensik1 (Schuler 1988, 2 Tabelle 1) in der vorgestellten tabellarischen
- 6-

Form weder der Komplexität der zu beurteilenden Person, ihrer Persön-


lichkeitsproblematik in Verbindung mit Deliktdynamik, Therapieverlauf
und deren Relevanz für eventuelles delinquentes Verhalten gerecht wer-
den, noch wegen ihres hohen Abstraktionsgrades den Forderungen nach
Repräsentativität durch Praxisnähe (vgl. Gadenne 1976) entsprechen.
- Auch insofern stellen die Autoren als Vertreter des Westf. Zentrums
für Forensische Psychiatrie Lippstadt den Beurteilungsbogen zur Diskus-
sion und erbitten Rückmeldungen und Anregungen. Sie erwarten - bzw. be-
fürchten - zugleich aber auch korrigierende Einwirkungen auf die bis-
herige Praxis des Maßregelvollzugs
- durch strafrechtspolitische Wellen wie beispielsweise die Einführung
des § 65 StGB 1969 und dessen Aufhebung 1984 (s. Heinz u. Korn 1973,
73 - 84 sowie Specht 1986),
- durch gesundheitspolitische Wenden vom Reformansatz der Psychiatrie-
Enquete zur heutigen ("postmodernen") Reformillusion (vgl. Finzen 1987)
und
- durch dem 'Zeitgeist' entsprechende Einstellungsänderungen in der
Bevölkerung zu psychisch kranken Rechtsbrechern.

5. Anhang
Beurteilungsbogen im Westf. Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt.

6. Literatur
WESTFÄLISCHES ZENTRUM FÜR FORENSISCHE PSYCHIATRIE
LIPPSTADT

Beurteilungsbogen Nr.: Datum:

Name, Vorname: geb. am:

Station: Bearbeiter:

Unterbringungsgrundlage: Freiheitsstrafe: Jahre

(letztes) Delikt am: in Eickelborn seit:

letzte Beurteilung am:

jetziger Beurteilungszeitraum in Monaten:

1. Anlaß der Beurteilung: erstmalig:

Verlegung nach '—' Freizeitveranstaltung l—'

Ausführung '—'

erster Pflegerausgang '—' Besucherausgang '—'

Einzelausgang '—' Freigang , '—l

Urlaub l—l

Sonstige '—'

Maßnahme geplant am/ab


^

Dem Vorschlag wird nicht zugestimmt. '—'

Dem Vorschlag wird zugestimmt. . '—'

Dem Vorschlag wird unter folgender Modifikation zugestimmt: '—'

Datum:
Die Leitende Ärztin
- 2-

2. Tatkomplex
2.1 Einweisungsdelikt/e (Auslösetat): Einzeltat '—l Wiederholungstat '—>
2.1.1
2.1.2

2.2 Tat
persönlichkeits- '—'
krankheits- |[
bedingt 1 2 3 4 5 situationsbedingt

2.3 Tat-Charakterisierung
2.3.1 Opfer: .'
Täter-Opfer-Beziehung:
^s
Tatablauf:

Motiv (j uristisch):
Besonderheiten:

2.3.2 Psychodynamische Interpretation:

^
3. Persönlichkeit/Krankheit
3.1 Einweisungsdiagnosen (lt. Gutachten)
3.1.1 ICD-Nr.:
3.1.2 ICD-Nr.:

3.2 Derzeitige Diagnose


3.2.1 ICD-Nr.:
3.2.2 .................................... ICD-Nr.: .........................
- 3-

3.3 Zentrale Problematik (z.B. Wahnthema, Beziehungsstörung, Aggressivität,


Suchtproblematik, Perversion etc.)
Art

3.4 War Bearbeitung möglich?


3.4.1 bzgl. zentraler Problematik (s. 3.3)
g a r nicht 1 2 3 4 5 sehr intensiv

3.4.2 bezgl. Deliktverarbeitung (s. 2.3)


g a r nicht 1 2 3 4 5 sehr intensiv

3.5 Impuls-Kontrolle
gering 1 2 3 4 5 hoch

inadäquat 1 2 3 4 5 adäquat

3.6 Impuls-Durchbruch (Art:


häufig 1 2 3 4 5 selten

3.7 Frustrationstoleranz
gering 1 2 3 4 5 hoch

3.8 Angsttoleranz
gering 1 2 3 4 5 hoch
^
3.9 Sublimierungsfähigkeit
nicht ausgebildet 1 2 3 4 5 gut ausgebildet

3.10 Fähigkeit zur Tagesstrukturierung


unausgewogen 1 2 3 4 5 ausgewogen

3.11 Kommunikationsfähigkeit
3.11.1 mit Männern
gering l 2 3 4 5 hoch

3.11.2 mit Frauen


gering l 2 3 4 5 hoch
- 4-

3.12 Psychotische Symptomatik


akut chronisch keine
Wahnideen D D D
Halluzinationen || [| ||
Art

3.13 Psychotische Dekompensation bei Belastungen zu erwarten?


wahrscheinlich 1 2 3 4 5 unwahrscheinlich
Bedingungen

3.14 Psychotische '—' oder hirnorganische '—' Dauerveränderung (Defekt)


stark 1 2 3 4 5 keine

3.15 Alkohol- l—l und/oder Drogenproblem '—'


3.15.1 stark 1 2 3 4 5 g a r nicht
3.15.2 War Bearbeitung möglich?
g a r nicht 1 2 3 4 5 sehr intensiv

3.16 Veränderung seit letzter Beurteilung anhand Persönlichkeitstests


Keine Tests gemacht '—'
negativ 1 2 3 4 5 positiv
Angewandte Testverfahren:

3.17 Gesamteinschätzung der Schwere der Störung oder Krankheit


schwer 1 2 3 4 5 leicht

3.18 Relevanz der bestehenden Symptomatik für zukünftiges delinquentes Verhalten


hoch 1 2 3 4 5 gering
Welche Symptome?
- 5-
-J

3.19 Körperliche Beschwerden


ausgeprägt l keine
Art

4. Verhalten im Beobachtungszeitraum
4.1 Gesamtverhalten
4.1.1 Kooperation (im Stationsalltag, in der Therapie)
unkooperativ 1 2 3 4 5 kooperativ
4.1.2 Formalanpassung
gering 1 2 3 4 5 hoch

4.2 Besteht zu wenigstens einem Mitarbeiter (alle Berufsgruppen) eine trag-


fähige therapeutische Beziehung?
4.2.1 innerhalb der Station
nein 1 2 3 4 5 je
4.2.2 außerhalb der Station
nein 1 2 3 4 5 je
4.2.3 Bestehen tragfähige Beziehungen zu Personen außerhalb der Einrichtung?
ja '—l nein '—'
zu wem? ................................................................

4.3 Teilnahme an Einzelgesprächen


n i e 1 2 3 4 regelmäßig
keine Indikation D kein Angebot D
4.4 Teilnahme an Gruppengesprächen
n i e 1 2 3 4 regelmäßig
keine Indikation '—' kein Angebot D
- 6-

4.5 Teilnahme an Beschäftigungs-/Arbeitstherapie


nie 1 2 3 4 regelmäßig
keine Indikation '—' kein Angebot D
4.6 Teilnahme an Musiktherapie '—' Sporttherapie '—' schulische Maßnahmen
nie •—• gelegentlich l—' regelmäßig '—'
andere Therapien:

4.7 Medikamentöse Behandlung


regelmäßig •—' gelegentlich '—' nie '—'
keine, da verweigert '—' keine Indikation '—'
Mißbrauch ja '—l nein l—'
-_x
4.8 Fremdaggressionen
wiederholt '—' gelegentlich '—' keine '—•
Art

4.9 Neigung zu Selbstaggressionen


hoch 1 2 3 4 5 niedrig

4.10 Neigung zu Entweichungen '—' oder gravierenden Reaktionen l—' unter Belastung
hoch 1 2 3 4 5 niedrig
_ Art

•4.11 Entweichungen - Zahl'—'«—' Rückkehr'—''—'mal freiwillig


Zuletzt

4.12 Besondere Vorkommnisse bei Entweichungen


ja '—' nein '—l
Art
- 7-

4.13 Zahl der komplikationslos verlaufenden Lockerungen DD


Art . ............

5. Zusammenfassende Verlaufsbeurteilung

5.1 Symptomfreiheit

verschlechtert l 2 3 4 5 verbessert

5.2 Bearbeitung der Grundproblematik

verschlechtert 1 2 3 4 5 verbessert

5.3 Soziale Integration

verschlechtert 1 2 3 4 5 verbessert

5.4 Realitätsnähe

verschlechtert 1 2 3 4 5 verbessert

5.5 Subjektive Zufriedenheit

verschlechtert l 2 3' 4 5 verbessert

6. Wurden Gutachten und Urteil bei der Bearbeitung berücksichtigt?

ja l—l nein '—'

7. Diskussionsergebnis

w. der Bereichskonferenz D
des Haus-Teams n
des Stations-Teams n
Konferenzbeschluß, ggf. Begründung, Anmerkungen:
-
-
•-

G l o s s a r

zum Beurteilungsbogen

zu 2.3: TatCharakterisierung und psychodynamische Interpretation sind für


jedes der aufgeführten Einweisungsdelikte erforderlich.

zu 3.5: Impulskontrolle bedeutet die Fähigkeit, spontanen oder reaktiven


Handlungsimpulsen, die für andere oder den Betroffenen schädlich
sind (DSM III S. 303), einschließlich der aufkommenden Spannungs-
gefühle zu widerstehen. "Angemessenheit" (adäquat - inadäquat) be-
zieht sich auf die Frage, ob Impulskontrolle situationsspezifisch
erfolgt, also flexibel bleibt, oder durch Übergeneralisierung rigide
Züge (Zwanghaftigkeit, Überanpassung, Vermeidungsverhalten) annimmt.
(Spezielle Literatur: Otto F. Kernberg: Borderline-Störungen und
pathologischer Narzißmus)

zu 3.6: Impulsdurchbrüche sind abrupte, situativ ausgelöste, ungeplante


Selbst- oder Fremdaggressionen, die in der Regel keine spezifi-
schen Vorläufer haben. Beispiele: Zerstörung von Inventar, Brand-
legung, Weglaufen, manche Formen von Exhibitionismus.

zu 3.7: Frustrationstoleranz ist die Fähigkeit, über längere Zeit die


psychische Spannung zu ertragen, die aus der Nichtbefriedigung
von Bedürfnissen oder Wünschen entsteht (durch Scheitern, Ver-
sagung etc.).

zu 3.8: Entsprechend ist Angsttoleranz die Fähigkeit, über einen längeren


Zeitraum die psychische Spannung zu ertragen, die durch innere oder
äußere Auslöser entsteht und subjektiv erlebt wird als: Besorgnis,
Befürchtung, Bedrohtsein, Panik. Dazu gehört auch die Fähigkeit,
unklare oder vieldeutige Situationen zu belassen, ohne eigene oder
fremde Entscheidungen zu erzwingen.
(Spezielle Literatur: Otto F. Kernberg: Borderline-Störungen und
pathologischer Narzißmus)
- 9 -

zu 3.9: Die Sublimierungsfähigkeit eines Menschen drückt sich u.a. darin


aus, inwieweit er sich für eine bestimmte Tätigkeit oder berufliche
Arbeit über unmittelbar selbstbezogene Interessen oder Bedürfnisse
hinausgehend engagieren kann, welches Ausmaß an Befriedigung er aus
solchen Betätigungen zu ziehen vermag und inwieweit es ihm im Sinne
eines echten Engagements um die Sache selbst geht, also um den
eigenen Wert der betreffenden Arbeit oder Tätigkeit. Kreative Genuß-
fähigkeit und kreative Leistungsfähigkeit werden als die beiden
wichtigsten Aspekte der Sublimierungsfähigkeit genannt.
(Spezielle Literatur: Otto F. Kernberg: Borderline-Störungen und
pathologischer Narzißmus)

zu 3.11: Kommunikationsfähigkeit bedeutet hier, daß Kontakte eingegangen und


aufrechterhalten werden können (verbal und/oder nonverbal), daß sich
Kooperation entwickelt, sich die Kommunikationspartner aufeinander
beziehen und ihren Selbstbezug dabei teilweise aufgeben.

zu 3.17
und 3.18: Hinweis: Die Schwere der Störung und das Ausmaß der beobachteten
Symptomatik geben nicht allein Aufschluß über die Schwere und
Wahrscheinlichkeit zu erwartender Delinquenz.

zu 4.2.1
und 4.2.2: Gemeint sind alle an der Behandlung mitwirkenden Personen innerhalb
der Einrichtung wie z.B. Arbeitstherapeuten, Beschäftigungstherapeu-
ten, Musiktherapeuten, Lehrer, Ausbilder, Mitarbeiter in Werkstätten
usw.

zu 4.2.3: Umfaßt sowohl private (Verwandte, Freunde) als auch therapeutische


oder institutionelle Kontakte nach "draußen", soweit sie (noch) be-
stehen .

zu 4.10: Mit gravierenden Reaktionen sind Reaktionen gemeint, die die eigene
oder die Gesundheit anderer gefährden, die die Ordnung und Sicher-
heit in der Einrichtung derart stören, daß einerseits Therapie ver-
unmöglicht wird, andererseits die Einrichtung in der Öffentlichkeit
diskreditiert wird.

Bearbeitungshinweis:
Bitte füllen Sie diesen Beurteilungsbogen mit Schreibmaschine aus,
nehmen Sie aber die Ankreuzungen handschriftlich vor!
- l-
American Psychiatrie Association (Hrsg.)
Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM III
(Dtsch. Bearb.: Koehler, K. + H. Saß)
Beltz, Weinheim Basel (1984)
Begründung der Durchführungsverordnung zum Maßregelvollzugsgesetz.
Land Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (1986)
Bruner, J.S. + R. Tagiuri
The perception of people.
in: Lindzey, G. (Hrsg.)
Handbook of Social Psychology II.
Cambridge, Mass. (1954)
Bülow, Detlev von
Zur gesetzlichen Regelung der freiheitsentziehenden Maßregeln.
in: Evang. Akademie Hofgeismar (Hrsg.)
Maßregelvollzug in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Hofgeismar, Protokoll 178 (1981) 3-11
Durchführungsverordnung zum Maßregelvollzugsgesetz (DV-MRVG) .
Land Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (1986)
Eisel, Lutz
Zum Verhältnis von Freiheitsanspruch und Sicherungsbedürfnis bei der Fort-
dauer der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus: BVerfG, Be-
schluß v. 8.10.85 - 2 BvR 1150/80 und 1504/82 Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG,
§§ 62,63,67d StGB.
in:R&P 4/1 (1986) 25-31
Festinger, L.
A theory of cognitive dissonance.
Row & Peterson, Evanston/Ill. (1957)
Finzen, Asmus
Von der Psychiatrie-Enqu§te zur postmodernen Psychiatrie.
in: Psychiat. Prax. 14 (1987) 35-40
Foerster, K.
Die Bedeutung von Lehre und'Forschung für die forensische Psychiatrie.
in: Pohlmeier, H. + E. Deutsch + H.-L. Schreiber (Hrsg.)
Forensische Psychiatrie heute. Ulrich Venzlaff zum 65. Geburtstag.
Springer; Berlin Heidelberg (1986) 25-33
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