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Berliner Brief

Juni (2) 2016
Liebe Leserinnen und Leser,
er bekleidet das höchste deutsche
Staatsamt. Er stößt gesellschaftliche
Debatten an. Nach außen wie nach
innen repräsentiert er die Bundesrepublik Deutschland und verkörpert
deren Einheit. Es geht um das Amt
des Bundespräsidenten. In dieser
Woche hat Bundespräsident Joachim
Gauck angekündigt, nicht für eine
zweite Amtszeit zu kandidieren. Das
ist bedauerlich, aber aufgrund seiner
persönlichen Beweggründe auch verständlich. Joachim Gauck ist ein
Bundespräsident, der das Staatsamt
in hervorragender Art und Weise
ausfüllt. Ihm liegt das Wohl der Menschen und die Zukunft Deutschlands
am Herzen. In seiner Ankündigung
zu Beginn der Woche hatte Gauck
auch gesagt, dass er bis zum Ende

seiner Amtszeit, dem 17. März 2017,
seine Aufgaben mit allem Ernst, mit
Hingabe und Freude erfüllen werde.
Fest steht aber heute schon, dass wir
dankbar sein können, für den Dienst,
den Gauck bislang für unser Land
geleistet hat.
Im Plenum stand, neben Themen wie
zum Beispiel Berufsbildungsbericht
2016, die Verbesserung der inneren
Sicherheit auf der Tagesordnung. Zur
Verbesserung braucht es eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden.
Dazu haben wir einen entsprechendes Gesetzesentwurf in erster Lesung
beraten.
In dieser Woche besuchten fünfzig
politisch interessierte Bürgerinnen
und Bürger aus meinem Wahlkreis

die Bundeshauptstadt. Neben dem
Besuch des Bundeskanzleramtes, der
Gedenkstätte zum Potsdamer Abkommen und des Reichstages, hatte
ich die Gelegenheit, den Besuchern
meine parlamentarische Arbeit vorzustellen und mit ihnen über aktuelle politische Themen zu diskutieren.
Diese Besuchergruppenfahrten sind
mir sehr wichtig, denn sie machen
Politik erlebbar und bieten eine weitere Plattform für den Austausch zwischen Bürgern und Politikern, der
mir sehr am Herzen liegt.
Über meine ereignisreiche Sitzungswoche informiert Sie wieder mein
aktueller Berliner Brief.
Es grüßt Sie herzlichst, Ihre

Fotos: Kai Horstmann (oben), CDU/CSU-Bundestagsfraktion| Steffen Hollah, Deutscher Bundestag| Anke Jacob, Deutscher Bundestag | JF Müller (unten, v.l.n.r); V.i.S.d.P.: Astrid Timmermann-Fechter

Astrid Timmermann-Fechter, MdB
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon: 030/ 227 - 77915
Telefax: 030/ 227 - 76915
astrid.timmermann-fechter@bundestag.de
www.timmermann-fechter.de

Juni (2) 2016

Berliner Brief

Seite 2

Meine Woche im Parlament
Am
Montag (06.06.)
(11.01) bereite
nehme ich
ichmich
zuAm Montag
nächst
an
der
vom
Ausschuss
für
Fain meinem Berliner Abgeordnetenbümilie,
Frauen
und vor.
Jugend
ro auf Senioren,
die anstehende
Woche
Im
durchgeführten
Anhörung
zum von
Mittelpunkt stehen
dabei inhaltliche
der
Bundesregierung
KonVorbereitungen
zu geplanten
einem Fachgesum–
Abgabeverbot
vonder
elektrosprächund
zum
Thema Reform
Pflenischen
WasserpfeigeberufeZigaretten
und von und
Berichterstattunfen
Gesetzentwurf
wird von
genteil.
für Der
die Sitzungen
des Familienden
Sachverständigen
einhellig
beausschusses, wie zum Beispiel zum
grüßt.
betonenzurdabei,
dass arzder
ThemaSie
4. Gesetz
Änderung
Konsum
von sogenannten
Eneimittelrechtlicher
und anderer
Zigaretten
und
E-Shishas
entgegen
Vorschriften (Arzneimittelgesetz).
der weitverbreiteten Meinung zu gravierenden
Gesundheitsschäden
Am Dienstag
(07.06.) erfolgt infühder
ren
kann.
Auch
wurden
VerbesserunSitzung der Arbeitsgruppe Familie,
gen
vorgeschlagen,
die teilweise
in
Frauen,
Senioren und
Jugend der
den
weiteren Gesetzgebungsprozess
CDU/CSU-Bundestagsfraktion
die
einfließen
werden.
Nachbereitung der Anhörung zum
geplanten ProstituiertenschutzgeAm
tagt die
Arbeitssetz,Dienstag
welche(12.01.)
am Montag
stattgefungruppe
Familie
der
Unionsfraktion.
den hat. Das Gesetz zielt darauf ab,
Dabei
sprechen
unter anderem
die Rechte
von wir
Prostituierten
und
mit
ihren dem
SchutzUNICEF-Geschäftsführer
vor Fremdbestimmung
Christian
Schneider
über die
aktuelle
zu stärken.
Nachmittags
debattieren
Situation
Flüchtlingslagernausführin den
wir in derinFraktionssitzung
Nachbarländern
Syriens
und werfen
lich über aktuelle
parlamentarische
einen
Blick
zurück
auf
die
Themen, wie zum BeispielAnhörung
das Arzvom
Vortag.
In
der
Fraktionssitzung
neimittelgesetz. Des Weiteren diskuam
Nachmittag
natürlich die
tieren
wir unter spielen
dem TagesordnungsEreignisse
an
Silvester
in
Köln eine
punkt „Pakt für die Landwirtschaft“
große
Rolle.
Es herrscht
über die
Verbesserung
der absoluter
Situation
Konsens
in unsererMit
Fraktion,
dass der
der Milchbauern.
dem Gesetz
zur
Rechtsstaat
hier
mit
aller
Härte
antReform der Investmentbesteuerung,
worten
Auch
hat sich der
die Frakuniwelchesmuss.
ebenso
Gegenstand
onsgeführte
sehr
tionssitzungRegierungskoalition
ist und das wir in dieser
schnell
auf
die
rechtlichen
KonseWoche in zweiter und dritter Lesung
quenzen
verständigt.
werden gebeschließen
werden,Wirvereinfachen
meinsam
mit unserem Koalitionswir das Investmentbesteuerungsgepartner
gesetzliche
Verschärfungen
setz und beenden gleichzeitig
Steuerbeschließen,
mit
denen
erreicht
wersparmodelle mit Hilfe von Immobiliden
soll, Gleichzeit
dass straffällige
Ausländer
enfonds.
unterbinden
wir
und
Migranten
leichter
ausgewiesen
sog. Cum/Cum-Geschäfte, mit denen
werden
können wurde,
bzw. die
ihnen
die
bislang versucht
DividenFlüchtlingseigenschaft
entzogen werdenbesteuerung zu umgehen.
den kann.

Am Mittwoch (13.01.) präsentiert sche Themen spreche.
Bundesfamilienministerin Manuela
Schwesig die Vorhabenplanung für Am Donnerstag (14.01.) beginnt der
das Jahr 2016. Es stehen zahlreiche Tag mit dem Treffen der AG Ruhrgewichtige Gesetzesvorhaben an, so biet um 9.30 Uhr. Danach geht es dizum Beispiel zur Entgeltgleichheit rekt ins Büro, wo ich unter anderem
zwischen Männern und Frauen oder ein Hintergrundgespräch führe und
zur Reform der Pflegeberufe. Wir als im weiteren Verlauf des Tages zusamUnionsfraktion werden weiter dafür men mit meinen Mitarbeitern eine
Sorge tragen, dass die Familienpolitik Vielzahl von Vorgängen bearbeite.
eine klare christdemokratische Hand- Anträge der Opposition zum Thema
schrift tragen wird. Danach geht es Prostitution führen mich dann am
für mich direkt ins Plenum, wo eine Abend zu einer frauenpolitischen DeRegierungsbefragung zum geplanten batte ins Plenum. Die Große Koalition
Gesetz zur Reform der Pflegeberufe will demnächst ein Gesetz zum besseAstrid Timmermann-Fechter
mit ihrer Besuchergruppe
ausSchutz
dem Wahlkreis
Foto: D. Nichterlein auf den
stattfindet.
Bundesgesundheitsminisren
von Prostituierten
ter Hermann Gröhe (CDU) und Fami- Weg bringen, das wird in der Debatte
lienministerin
Schwesig steht
von unserer
Seite
natürlich deutlich
Im Ausschuss fürManuela
Familie, Senioren,
und seine
Bereitschaft
signali(SPD)
beantworten
hierbei
die
Fragen
gemacht.
Frauen und Jugend am Mittwoch siert hat, die anstehende Reform der
der
Abgeordneten.
Alsweiteren
zuständige
Be- Stasiunterlagenbehörde mitzugestal(08.06.)
steht, neben
Tagesrichterstatterin
im
FamilienausNachEr einer
intensiven
Woche
und
ordnungspunkten, der Vorstandsvor- ten.
ist nicht
nur bei den
Opferverschuss
der Direktor
CDU/CSU-Bundestagsdem abschließenden
Plenartag
steige
sitzende und
des Deutschen bänden,
sondern auch
über Parteifraktion
beschäftige
ich Dr.
michThomas
bereits und
ich am
Freitag (15.01.)
Nachmittag
in
Jugendinstituts,
Prof.
Ländergrenzen
hinweg
eine anintensiv
mit
dem
Gesetzesvorhaben,
den
Zug
Richtung
Wahlkreis.
Rauschenbach, den Abgeordneten erkannte und geschätzte Persönlichwas
nächster Zeit
nochhierbei
inten- keit. Am Abend gebe ich meiner BeRedesich
undin Antwort.
Es geht
sivieren
wird. Gemeinsam mit
den suchergruppe im Rahmen einer Disum die Arbeitsschwerpunkte
des DJI,
Kollegen
aus
dem
Gesundheitsauswie den in Kürze erwarteten 15. Kin- kussion im Deutschen Bundestag eischuss
wir in den
der- undwerden
Jugendbericht
odernächsten
aktuelle nen Einblick in meine Arbeit. Dabei
Wochen
und Monateninalles
set- ergibt sich auch die Gelegenheit für
Herausforderungen
derdaran
Kinderzen,
ein
ausgewogenes
Gesetz
zu
verund Jugendhilfe. Im Anschluss freue zahlreiche Fragen zu verschiedenen
abschieden,
das Besuchergruppe
die Interessen aller
ich mich, meine
aus politischen Themen.
drei
nämlich
der Kranken-,
dem Bereiche,
Wahlkreis
im Rahmen
eines
der
Kinderkranken–
Alten- Am Freitag (10.06.) fahre ich zurück
Kurzbesuchs
währendund
desder
Mittagespflege,
angemessen
berücksichtigt.
sens persönlich
zu begrüßen.
Am nach Nordrhein-Westfalen und nehDann
kann das
Gesetz
Sicherung
Nachmittag
führe
ich inzur
meinem
Bü- me an der gemeinsamen Sitzung der
des
Fachkräftebedarfs
in
der
Pflege
ro ein Expertengespräch zum Thema Kreisvorsitzenden und des Landesbeitragen
für eine Aufwertung vorstands der CDU NRW teil. Daran
Reform derund
Pflegeberufe.
des Bereichs der Pflege älterer Men- schließt sich am Samstag der Landesschen
sorgen.
Am Donnerstag
(09.06.) wählen wir parteitag in Aachen an. Anschließend
im Plenum Roland Jahn erneut als
Am
Abend lädt die FamilienministeBundesbeauftragten
für die Unterlarin
zum
Neujahrsessen,
wo ehemalidie Mitgen der Staatssicherheit der
glieder
des
in
gen DDR.
WirFamilienausschusses
freuen uns, dass er für
ungezwungener
Atmosphäre
unter
eine weitere Amtszeit
zur Verfügung
anderem auch über familienpoliti-

Astrid Timmermann-Fechter, MdB
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon: 030/ 227 - 77915
Telefax: 030/ 227 - 76915
astrid.timmermann-fechter@bundestag.de
www.timmermann-fechter.de

fahre ich von Aachen aus direkt zurück in den Wahlkreis, wo ich mich
auf den Sommerempfang des CDUStadtbezirksverbandes Essen-Borbeck
freue.

Juni (2) 2016

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Weiteres aus Fraktion und Plenum
In dieser Woche wird über zahlreiche Gesetze beraten oder beschlossen — hier eine Auswahl:
Aufarbeitung der SED-Diktatur
fortführen/Wiederwahl Roland
Jahns. Im Rahmen der Wiederwahl
Roland Jahns als Bundesbeauftragter
für die Stasiunterlagen fordern wir
konkrete Schritte, um eine Aufarbeitung des SED-Unrechts zu verstetigen
und zu verbessern. Hierfür stellen die
Absicherung der Tätigkeit des Bundesbeauftragten, aber auch die dauerhafte Sicherheit des Stasi-UnterlagenArchivs wesentliche Rahmenbedingungen dar. Wie viele Opfervertreter,
Bürgerrechtler und betroffene Institutionen sind wir der Überzeugung,
dass der Stasiunterlagenbehörde ein
großer Symbolwert und eine internationale Vorbildwirkung zukommt.
Gesetz zum besseren Informationsaustausch bei der Bekämpfung des
internationalen Terrorismus. Mit
dem Gesetzentwurf, den wir in erster
Lesung beraten, verbessern wir die
Möglichkeiten des Datenaustauschs
zur Terrorismusbekämpfung.
Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung. Wir

passen das Bauvertragsrecht in erster
Lesung an die Rechtsprechung des
Europäischen Gerichtshofs an. Bauunternehmer werden künftig auf
Mindestanforderungen für Baubeschreibungen sowie die Angabe verbindlicher Fertigstellungstermine
verpflichtet, um Transparenz und
Vergleichbarkeit der Angebote zu verbessern und den Bauherren Planungssicherheit zu geben.

krieges als Verbrechen der Aggression
zu konkretisieren und damit die Verfahrensordnung des Internationalen
Strafgerichtshofs zu ergänzen. In erster Lesung setzen wir diese Beschlüsse in deutsches Recht um, indem wir
im Völkerstrafgesetzbuch neben der
bislang strafbaren Vorbereitung erstmals auch die tatsächliche Durchführung eines Angriffskrieges unter Strafe stellen.

Gesetz zur verbesserten Durchsetzung des Anspruchs der Urheber
und ausübenden Künstler auf angemessene Vergütung. In erster Lesung diskutieren wir eine Reform des
Urhebervertragsrechts. Sie soll den
rechtlichen Rahmen für die vertraglichen Beziehungen zwischen Kreativen und den sogenannten Verwertern
regeln. Wir wollen hierbei die Urheber und ausübenden Künstler dabei
unterstützen, ihrem Anspruch auf
angemessene Vergütung besser
durchsetzen zu können.

Gesetz zur Änderung des Standortauswahlgesetzes. Wir diskutieren in
erster Lesung über eine Änderung des
Standortauswahlgesetzes, die wir in
breitem politischem Konsens aller
Fraktionen vorbereiten wollen. Diese
Änderung soll die Einrichtung eines
„Nationalen Begleitgremiums“ ermöglichen, das als wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit bei der
Ermittlung eines Standorts für die
Endlagerung radioaktiver Abfallprodukte wirken soll.

Gesetz zur Änderung soldatenbeteiligungs- und personalvertretungsrechtlicher Vorschriften. Die
Aufgaben und Strukturen der Bundeswehr haben sich seit der letzten Novelle des Soldatenbeteiligungsgesetzes deutlich geändert. Dem tragen wir
in zweiter und dritter Lesung durch die Änderung
dieses Gesetzes Rechnung,
indem wir die Beteiligungsrechte qualitativ und
quantitativ fortentwickeln.

Reichstagskuppel. Foto: Deutscher Bundestag | MELDEPRESS/AMS

Astrid Timmermann-Fechter, MdB
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Gesetz zur Änderung des
Völkerstrafgesetzbuches.
Bei der Vertragsstaatenkonferenz von Kampala
aus dem Jahr 2010 hatte
man sich dazu entschlossen, den Begriff des völkerrechtswidrigen Angriffs-

Bitten und Beschwerden an den
Deutschen Bundestag – Die Tätigkeit des Petitionsausschusses des
Deutschen Bundestages im Jahr
2015. Der Jahresbericht des Petitionsausschusses belegt auch für das vergangene Jahr die vielschichtige und
erfolgreiche Arbeit des Ausschusses
und dessen erhebliches Arbeitspensum: 2015 wurden insgesamt 13.137
Petitionen eingereicht, davon 31 Prozent auf elektronischem Weg. 14.765
Petitionen wurden im Jahr 2015 abschließend behandelt und 780 Einzelberatungen ‑ davon sechs öffentlich ‑
durchgeführt. Für uns besitzt jede
Petition dabei den gleichen hohen
Stellenwert, egal ob sie von einer Einzelperson oder von tausenden Unterstützern eingereicht wird.