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1.

Erhaltung der Wahrscheinlichkeit

[Griffiths 1.4]

Normierung der Wellenfunktion


Die Wahrscheinlichekeit das Teilchen irgendwo zu finden muss gleich 1 sein. Das erfordert
dass
Z
dx|(t, x)|2 = 1
wobei

Z
dxf (x) :=

dxf (x)

Man sagt auch, muss auf 1 normiert sein.

Ublicherweise
geht man wie folgt vor: Zunachst lose die Schrodingergleichung und erhalt
so eine Lsg. (t, x). Wegen der Linearitat der Schrodingergleichung ist (t, x) = N (t, x)
mit konstantem N ebenfalls eine Lsg. Wahle N so, dass auf 1 normiert ist. Dies nennt
man Normierung der Wellenfunktion
. Das ist nat
urlich nur moglich, wenn quaR
2
dratintegrabel ist, d.h. wenn dx|| endlich und ungleich Null ist. Man nennt dann
normierbar .
Bsp: (i) Freie Teilchen. Ebene Wellen
ei(kx(k)t)
mit
(k) :=

~k 2
2M

sind nicht normierbar.


(ii) Zu einem bestimmten Zeitpunkt sei die Wellenfunktion
2

(x) = N ex /(4a )
Gaupaket
R

2
Man braucht hier dyey = .
Z
Z
Z

2
2
2
x2 /(2a2 )
2
dx|| = N
dxe
= N 2a dyey = N 2 2a
N = (2)1/4 a1/2

Erhaltung der Wahrscheinlichkeit


Sei

dt|(t0 , x)|2 = 1

zu einem Zeitpunkt t0 . Nun gilt einerseits


1

(i) Die Wahrscheinlichkeitsinterpretation erfordert, dass


Z
dx|(t, x)|2 = 1
auch f
ur

t 6= t0

und andererseits
(ii) Durch (t0 , x) und die Schrodingergleichung ist (t, x) f
ur alle Zeiten t eindeutig
festgelegt.
Sind (i) und (ii) kompatibel? Ja!
Begr
undung:
(t, x) := |(t, x)|2
Wahrscheinlichkeitsdichte
Z
Z
d

dx = dx
dt
t

=
( ) =
+
t
t
t
t
Jetzt benutze die Schrodingergleichung:
~ 2
i

= i

V
t
2M x2
~

~ 2
i
= i
+ V
2
t
2M x
~



2

i~
2

=

t
2M
x2
x2



i~

2M x
x
x

Definiere
i~
J(t, x) :=
2M

x
x

J
+
=0
t
x

Dies ist eine Kontinuitatsgleichung f


ur Wahrscheinlichkeit. Insbesondere
Z
Z
x=
d
J

dx = dx
= J(t, x)
dt
x
x=
Wir nehmen an, dass (x) quadratintegrabel ist
lim (x) = 0

lim J(x) = 0
Z
dx(t, x) = 1

f
ur alle Zeiten t 
Interpretation von J: Wahrscheinlichkeitsstromdichte.

1.4

Erwartungswert, Unsch
arfe

[Griffiths 1.3]

Man definiert den Erwartungswert (Mittelwert) des Ortes eines Teilchens zur Zeit t
als
Z
hxi := dxx|(t, x)|2
Interpretation: F
ur ein Ensemble identischer Systeme messe an jedem System zum (selben)
Zeitpunkt t den Ort des Teilchens. Dann ist hxi der Mittelwert dieser Messungen. I.A.
liefern die Messungen verschiedene Resultate. Ein Ma f
ur die Abweichung der Messwerte
von hxi ist ist
p
x := (x)2
mit


(x)2 := (x hxi)2
und
n

hx i :=

dxxn |(t, x)|2

x heit Unsch
arfe (Standardabweichung) von x (und (x)2 die Varianz von x). Es
gilt


(x)2 = x2 2xhxi + hxi2
d.h.
(x)2 = hx2 i hxi2
Bsp: (i)

Hier ist hxi a, x a.


(ii) Sei |(x)|2 = |(x)|2 .

Hier ist |(0)|2 = 0. Trotzdem ist aber hxi = 0, aber x a. D.h. hxi ist nicht unbedingt
ein Wert der tatsachlich gemessen wird.
Als explizites Beispiel betrachte wieder das Gaupaket:
(x) = N ex

2
x = N2

2 /(4a2 )

Gaupaket

aus Symmetriegr
unden:
hxi = 0
Z

2
2
2
2
dxx2 ex /(2a ) = N 2 dxa3 ex /(2a ) = a3 N 2 N 2 = a2
a
a

D.h.
x = a

18. September 2014