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HEILEN MIT DER KRAFT

DER NATUR
Heilkräuter im Rheinland-Pfälzischen
Freilichtmuseum Bad Sobernheim
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HERZLICH WILLKOMMEN
IM RHEINLAND-PFÄLZISCHEN FREILICHTMUSEUM!
Wir freuen uns, dass Sie bei uns Einblick in die Die vier Baugruppen heißen: Mosel-Eifel, Pfalz-
Lebensverhältnisse der Rheinland-Pfälzer wäh- Rheinhessen, Mittelrhein-Westerwald und
rend der letzten fünf Jahrhunderte nehmen wol- Hunsrück-Nahe.
len!
Die Häuser sind in der Regel nach ihrem Her-
Das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum zeigt, kunftsort benannt. Übrigens sollen noch weitere
wie in der Vergangenheit der Alltag in Rheinhes- Häuser aufgebaut werden, sodass sich ein Muse-
sen, Eifel und Pfalz, an Mosel, Nahe und Mittel- umsbesuch immer wieder lohnt.
rhein und auf dem Hunsrück ausgesehen hat.
Wie haben die Menschen dort gelebt, gewohnt
und gearbeitet? Um diese Fragen möglichst
anschaulich und konkret zu beantworten, wur-
den seit Mitte der 1970er-Jahre 40 historische
Gebäude Stein für Stein und Holz für Holz in
den verschiedenen Regionen abgebaut und im
Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum original-
getreu wieder aufgebaut.

Seit Mai 2004 betreut und gestaltet Hevert-


Arzneimittel den Heilkräutergarten auf dem Ge-
lände des Freilichtmuseums Bad Sobernheim.
Auf einer Fläche von ca. 250 qm werden in idylli-
scher Atmosphäre pharmazeutische und botani-
sche Kenntnisse über eine Vielzahl von Heil- und
Gewürzpflanzen vermittelt.

Die Gebäude wurden entsprechend der un-


Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum
terschiedlichen Hauslandschaften in vier Nachtigallental 1 · D-55566 Bad Sobernheim
„Museumsdörfer“ zusammengefasst. Dazwi- Tel.: +49 6751 - 85 58 80 · Fax: +49 6751 - 85 58 110
info@freilichtmuseum-rlp.de · www.freilichtmuseum-rlp.de
schen liegen Hausgärten, Äcker, Wiesen und
Weiden. Herausgeber: Hevert-Arzneimittel, D-55569 Nussbaum
Stand: 07/2020
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Auf den folgenden Seiten haben wir für Sie eine


kleine Auswahl der in unserem Heilkräutergar-
ten kultivierten Pflanzen zusammengestellt. Die
vorgestellten Beispiele zeigen eindrucksvoll die
vielfältigen Möglichkeiten der effektiven und
zugleich schonenden Therapie mit Naturheil- Mariendistel
Carduus marianus L., Familie: Asteraceae
mitteln.
Die Mariendistel gehört mit bis zu zwei Metern

!
Pflanzen bitte nicht anfassen! Wuchshöhe zu den größten und durch ihre auf-
fällige Farbgebung auch zu den schönsten Dis-
Ständiges Anfassen kann die Gesundheit der Pflanzen
teln. Sie ist ursprünglich in Südeuropa, Südruss-
schädigen und sie im Wachstum beeinträchtigen. Auch
können einige Arzneipflanzen giftig sein und sind da- land, Kleinasien und Nordafrika beheimatet.
her weder zum Verzehr geeignet, noch bedenkenlos zu Seit dem Mittelalter wird sie in Mitteleuropa
berühren.
kultiviert. Auffällig sind ihre großen, dornig ge-
zähnten, grün-weiß marmorierten Blätter. Die
Korbblütenstände sind rotviolett gefärbt und ku-
gelförmig. Aus den befruchteten Blütenständen
entwickeln sich schwarze, hartschalige Früchte,
die zu Heilzwecken verwendet werden. Sie ent-
halten einen Wirkstoffkomplex, der die Leber
entgiftet, stärkt bzw. schützt und anregend auf
den Gallenfluss wirkt.

Anwendung: Chronisch entzündliche Lebererkrankungen,


Leberzirrhose und durch Lebergifte verursachte Leberschä-
den (zum Beispiel in Hepatos Mariendisteldragees).

(Zitronen-) Melisse
Melissa officinalis L., Familie: Lamiaceae

Melisse gehört zu jenen Pflanzen, deren aromatische Inhaltsstof-


fe meist bekannter sind als ihr Aussehen. Sie wird gerne von Bie-
nen aufgesucht, was sich in ihrem Namen widerspiegelt (griech.
‚melissa’ = Biene), der sich auch mit dem angenehmen Duft des
Honigs in Verbindung bringen lässt (griech. ‚meli’ = Honig). Die
Melisse, auch Zitronenmelisse genannt, ist ein Heil- und Gewürz-
kraut, das seit langem in Europa kultiviert wird. Arzneilich verwen-
det werden ihre Blätter. Sie enthalten ätherisches Öl mit dem für
die Pflanze charakteristischen, zitronenartigen Duft.

Anwendung: Bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden und nervös beding-


ten Einschlafstörungen (zum Beispiel in Valeriana Hevert Beruhigungsdragees).
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Schöllkraut
Chelidonium majus L., Familie: Papaveraceae

Chelidon kommt aus dem Griechischen und bedeutet Schwalbe.


Einer Sage nach haben Schwalben ihre Jungen gegen drohende
Erblindung mit Schöllkraut behandelt. Diese, bis zu einem halben
Meter hohe, ausdauernde krautige Pflanze mit goldgelben Blüten
bevorzugt stickstoffreiche Böden. Sie wird aufgrund ihres unauf-
fälligen Aussehens oft für „Unkraut“ gehalten. Beim Pflücken tritt
ein gelber Milchsaft aus, der von alters her auf Warzen aufgetupft,
diese nach einigen Tagen verschwinden lassen soll. Arzneilich ver-
wendet werden das Kraut und die Wurzel.

Anwendung: Akute und chronische Leber- und Gallenerkrankungen (zum Bei-


spiel in Hepar Hevert Lebertropfen, Hepar Hevert Lebertabletten).

Ginkgo
Ginkgo biloba L., Familie: Ginkgoaceae

Der Ginkgobaum ist ein bis zu 40 Meter hoch wachsender som-


mergrüner Laubbaum. Er gehört zu den ältesten Pflanzenarten der
Erde und stellt das Bindeglied zwischen Farnen und Nadelhölzern
dar. Der Ginkgobaum ist zweihäusig, das heißt es gibt männliche
und weibliche Pflanzen. Der Name biloba (zweilappig) weist auf
die typische Blätterform hin. Medizinisch verwendet werden Ex-
trakte aus den Blättern.

Anwendung: Hirnleistungsstörungen, Periphere arterielle Durchblutungsstö-


rungen, Ohrensausen, Schwindel (zum Beispiel in Ginkgo biloba comp. Hevert).

Goldrute
Solidago virgaurea L., Familie: Asteraceae

Die Bezeichnung dieser in Europa weit verbreiteten Heilpflanze


gibt schon eine recht präzise Beschreibung ihrer Erscheinung ab.
Die gerade wachsenden, nahezu unverzweigten Stängel erinnern
mit ihrer durchschnittlichen Höhe von 80 Zentimetern wirklich an
Ruten. Die (gold)gelben Blüten sitzen an den Spitzen der Triebe in
Rispen. Arzneilich verwendet werden die zur Blütezeit gesammel-
ten oberirdischen Pflanzenteile.

Anwendung: Entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Harn- und


Nierensteine, Reizblase, Harndrang, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
(zum Beispiel in Cysto Hevert, Solidago Hevert Complex).
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Weißdorn
Crataegus monogyna Jacq., Familie: Rosaceae

Der in Mitteleuropa beheimatete Weißdorn ist ein strauchartiger


Baum, der bevorzugt an Waldrändern oder Hecken wächst. Seine
jüngeren Zweige sind mit Dornen besetzt. Im Hochsommer ent-
wickeln sich aus den weißen Blütenrispen rotbraune Früchte, bei
denen es sich um sogenannte Scheinfrüchte handelt, welche die
eigentliche Frucht, eine kleine Nuss, umhüllen. Arzneilich verwen-
det werden hauptsächlich die blühenden Zweigspitzen (Weiß-
dornblätter mit Blüten).

Anwendung: Steigerung der Herzleistung, Verbesserung der Durchblutung des


Herzmuskels, Behandlung leichter Formen einer Herzinsuffizienz oder bei al-
tersbedingtem Nachlassen der Herzleistung (zum Beispiel in Bomacorin 450 mg
Weißdorntabletten).

Roter Sonnenhut
Echinacea purpurea (L.) Moench, Familie: Asteraceae

Der Rote Sonnenhut ist eine im mittleren Nordamerika heimische,


bereits von den Indianern als Heilpflanze geschätzte, bis zu 180
Zentimeter hohe Staude. Charakteristisch sind die nach unten ge-
schlagenen Blütenblätter und der an einen Igel erinnernde Blüten-
kopf. Arzneilich verwendet werden alle Pflanzenteile.

Anwendung: Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte, äußerlich zur Wund-


behandlung (Echinacea pallida zum Beispiel in Sinusitis Hevert SL, Mato Hevert
Erkältungstropfen).

Königskerze
Verbascum thapsus, Familie: Scrophulariaceae

Die Königskerze trägt ihren Namen zu Recht, denn die unver-


zweigten, meterhohen Stängel wachsen in der Tat kerzengerade.
Am Stängelende sitzen gelbe Blütentrauben, die der Pflanze ein
„fackelartiges“ Aussehen verleihen. Arzneilich verwendet werden
die getrockneten Blüten der Großblumigen Königskerze und der
Gemeinen Königskerze (Verbascum phlomoides).

Anwendung: Behandlung von Atemwegserkrankungen, Husten und Heiserkeit


(zum Beispiel in Contrallergia Hevert Heuschnupfentabletten, Pulmo Hevert
Bronchialcomplex Tabletten).
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Thymian
Thymus vulgaris L., Familie: Lamiaceae

Dass Thymian eine alte Arznei- und Nutzpflanze aus dem Mittel-
meerraum ist, zeigt schon sein Name. Dieser leitet sich vom grie-
chischen „thymiama“ her, zu Deutsch Räucherwerk. Als beliebte,
aromatische Gewürzpflanze wird er aber inzwischen in vielfälti-
gen Variationen überall in Europa angebaut. Arzneilich verwendet
werden die von den Stängeln abgestreiften (gerebelten) Blätter
und Blüten.

Anwendung: Atemwegserkrankungen wie Husten und Bronchitis. Wegen der


krampflösenden Wirkung können Thymianpräparate auch bei Reizhusten und
Keuchhusten eingesetzt werden (zum Beispiel in Hustensäften).

Ringelblume
Calendula officinalis L., Familie: Asteraceae

Die Ringelblume ist neben Kamille und Arnika eine der typischen,
traditionellen „Wundheilpflanzen“. Sie duftet aromatisch bis leicht
harzig. Ihre ursprüngliche Heimat ist das Mittelmeergebiet und
Nordafrika. Heute wird sie als Arzneipflanze weltweit, vor allem
jedoch in Ägypten und Osteuropa, angebaut. Die einjährige Pflan-
ze mit einem aufrechten, oft mehrfach verzweigten Stängel und
intensiv gelborangen Blütenköpfchen wird bis zu 50 Zentimeter
hoch. Medizinisch verwendet werden die randständigen Zungen-
blüten.

Anwendung: Äußerliche Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der Haut


und Schleimhäute, schlecht heilenden Wunden, Erfrierungen, leichten Verbren-
nungen und Quetschungen (zum Beispiel in Wund- und Heilsalben).

Baldrian
Valeriana officinalis L., Familie: Valerianaceae

Der Baldrian gehört zu den bekanntesten und ältesten Heilpflan-


zen überhaupt. Schon in der Volksheilkunde galt er als wirksames
und zugleich schonendes Beruhigungsmittel. Verbreitet ist der
Baldrian überall in Europa, wobei er sich auf feuchten Böden be-
sonders heimisch fühlt. Die weißen Blüten des Baldrians wachsen
in Dolden an den oberen Stängelenden der bis zu zwei Meter ho-
hen Pflanze und bestehen aus einer Vielzahl einzelner Blüten.

Anwendung: Bei Schlafstörungen, nervös bedingten Unruhezuständen, Angst


und Spannungszuständen (zum Beispiel in Calmvalera Tabletten und Tropfen,
Valeriana Hevert Beruhigungsdragees).
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In der Weiherwiese 1 · D-55569 Nussbaum
info@hevert.de · www.hevert.de
500746 · ID: 4894373 · 06/2020 · Fotos: Adobe Stock, Flowermedia, Fotolia, Freilichtmuseum, Georg Dahlhoff, GettyImages, Hevert-Arzneimittel

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