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PRAXIS

Photoshop-Praxis
Teil 75: Vektorobjekte in Photoshop 6
Hennig Wargalla
icht nur Schriften werden in Photoshop 6 als Vektoren schneidungspfad zugeordnet ist. Es gibt überraschend viel

N behandelt. Auch Rechtecke, Striche und Polygone lie-


gen in der neuen Version als Vektorinformation vor.
Nutzt man diese Werkzeuge wird eine neue Ebene erstellt,
zu entdecken, wenn man sich mit diesen neuen Funktio-
nen befasst. In diesem Artikel geht es um die grundlege-
nen Einflußmöglichkeiten auf den Ebenenbeschneidungs-
die eine Farbinformation enthält und der ein Ebenenbe- pfad.

Die neuen Vektorwerkzeu-


ge findet man in der Werk-
zeugleiste. 1 In der
Menüleiste im oberen Be-
reich des Bildschirms sieht
man die Optionen zu dem
gewählten Werkzeug.
Hier kann man Vektoren
abziehen, hinzufügen oder
die Schnittmenge bilden.
Neben den Standardfor-
men gibt es auch ausgefal-
lenere, vorbereitete Objek-
te. 2

1 2

Erstellt man ein neues Ob-


jekt, entsteht automatisch
eine neue Ebene, die mit
der Vordergrundfarbe ge-
füllt wird. Durch einen
Doppelklick auf das Sym-
bol kann man jederzeit
diese Farbe ändern. 3
Um das Objekt zu ver-
schieben, kann man den
geschlossenen Pfeil ver-
wenden. Mit Hilfe des Be-
fehls „frei transformieren“
kann man darüber hinaus
nahezu beliebige Verzer-
4 rungen vornehmen. 4
3

Um einzelne Ankerpunkt
zu verschieben, nutzt man
den offenen Pfeil. So kön-
nen wir etwa die Zacken
des Sterns verlängern. 5
Auch alle Pfadwerkzeuge
kann man einsetzen, um
Punkte hinzuzufügen, zu
löschen oder um kurvige
Linien zu erzeugen. 6 Die
Ebenen-Beschneidungs-
pfad bieten also schon eine
Vielzahl von Einflußmög-
lichkeiten.

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PRAXIS
Doch damit nicht genug: Man kann die
Vektorformen auch noch mit Ebenen-
masken kombinieren, um transparente
Übergänge zu realisieren. Dazu erstellt
man eine Ebenenmaske. 7
Diese wird zwischen Farbfläche und
Ebenenbeschneidungspfad plaziert und
hier kann man z.B. einen Verlauf erstel-
len, der für einen weichen Übergang
zwischen Objekt und Hintergrund
sorgt. 8 8
7

Das erstellte Vektorobjekt kann man für eine spätere Verwen-


dung abspeichern. Dazu wählt man den Befehl „Eigene Form
festlegen“ und vergibt einen Namen. Dieses Objekt wird dann
in der Menüleiste mit einem eigenen Thumbnail auftauchen.

In der Ebenenpalette zu dem abgedruckten Beispielbild sieht man zwischen der Bild- und
der Schriftebene die Vektorebene. Links erkennt man die Farbfläche und rechts den Ebenen-
beschneidungspfad. In der Mitte ist die Ebenenmaske. Sie sorgt mit einem Verlauf von weiß
nach schwarz für die Transparenz im oberen, rechten Bildbereich.
Solche Kombinationen aus „harten“ Vektoren und „weichen“ Masken waren in dieser Form
bisher nicht möglich. Mal sehen wie man das einsetzen kann und wohin der Weg uns
führt…

Diesen, wie alle anderen seit


7/95 erschienenen Tips, können
Sie auch im Internet abrufen:
http://www.daton.de/wargalla

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