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Eine kurze Abhandlung über den Begriff "Vampyr"

Nachdem ich am 18./19.04.2007 ein Gespräch über Vampyre


mitbekommen habe, sehe ich mich nun gezwungen eine
Abhandlung über jene zu schreiben. Ich hoffe damit vielen
Missverständnissen und Unklarheiten den Gar auszumachen.
Der Text kann frei kopiert werden, sofern man vermerkt, dass er
von mir geschrieben ist.

Man sagt, es gäbe für den Begriff "Vampyr" keine Definition;


"Vampyr"-Sein sei für jeden etwas anderes. Wie man in jenem
Gespräch, was ich in der Einleitung ansprach, sagte, ist diese
Haltung einzig und allein (ich zitiere): "...ein Zeichen von
Unwissenheit aber dem Wunsch nach Wissen...".

Man kann generell sagen, dass sich unter Vampyren folgende


Gruppen wiederfinden:
- Vampyre (= Schatten, s. weiter unten)
- Träumer (~ Alternative Vampire)
- Rollenspieler (zum Teil unbewusste)
- Psychische Vampire

Allein erstgenannte sind die wahren Vampyre. Dazu gleich


mehr. Träumer sind oft anzutreffen. Darunter sind Menschen zu
verstehen, die sich durch rein psychische Eigenschaften dem
Vampirismus zugetan fühlen und durch die Bandbreite an
"Definitionsversuchen" von Vampyren sich eben jenen
zugehörig fühlen. Allerdings sind jene eher unter "Alternativen
Vampiren" einzuordnen. Das heißt, Menschen die sich eben
dem Vampirismus, wie gesagt, zugetan fühlen, und den
Vampirismus ausleben (oftmals durch Film, Roman, Mythen
und/oder amerikanischen Vampirismus, z.B. Sebastian Todd
geprägt). Das ist nichts verwerfliches, jedoch sind jene
Individuen keine "realen Vampyre".
Träumer gibt es all zu oft und überall. Sei es in magischen,
wissenschaftlichen, vampiristischen oder ganz alltäglichen
Bereichen. Träumer unter Vampyren sind schlicht Menschen,
welche glauben, etwas zu sein was sie nicht sind. Angezogen
werden sie meist von einer Faszination für Vampirismus oder
den Lebenstil (s. Alternative Vampire). Sie fangen an sich so zu
Kleiden, zu geben und "sind dann Vampyre".
Rollenspieler sind da sehr ähnlich. Sie nehmen die (zeitweise)
Rolle einer Definition von Vampyr an und betiteln sich dann als
solcher. Manchmal unbewusst (dann fast eher ein Träumer),
manchmal auch bewusst, einfach weil es "IN" ist oder sie
jemanden, menschlich ausgedrückt, "verarschen wollen".
Psychische Vampire sind Menschen, welche sich selbst besser
fühlen, wenn sie bei anderen bestimmte Emotionen
hervorrufen. D.h. sie "ernähren" sich vom Glück oder allgemein
Gefühlen anderer. Jedoch sind Psychische Vampire keine
Vampyre.

Was uns zu der Frage bringt "WAS" ein Vampyr denn


schlussendlich ist.
Es wird gesagt, ein Vampyr ist, wer sich zum Vampirismus
hingezogen fühlt. Es wird gesagt, ein Vampyr ist jemand der
sich als solcher "sieht" (vgl. Sebastian Todd, um seine Bücher
besser zu vermarkten).
Usw., usf.,... .
Sicherlich, daher kommt der Begriff Vampyr ja überhaupt; man
ist "wie" ein Vampir (aus Roman, Rollenspiel (vorallem),...).
Allerdings macht das "Vampyr"-Sein etwas anderes aus. Ein
Vampyr ist im wesentlichen ein Wesen, welches durch das Blut
oder direkten Energietausch eines/mit Menschen "wächst" und
sich davon, sei es durch Aurenabziehen, direktes mentales
Angreifen und Abziehen von VI oder Sexualenergie, "ernährt" .
Jenes Aufnehmen der Lebensenergie anderer geschieht
instinktiv (auch unbewusst oft) und es dient nicht dazu (wie bei
Energie-/Psychischen Vampiren), sich selbst zu bereichern,
sondern ist schlicht "Nahrung". Ein Vampyr entwickelt sich
(unbewusst/unkontrolliert) dadurch, kann es aber durch
entsprechende Übungen optimieren.
Aus jener Fähigkeit entwickeln sich primär und direkt folgende
andere Fähigkeiten:

Jagdinstinkt: Ein Vampyr liebt nicht das Aussehen des Blutes


oder der Menschen selbst (auch wenn es für viele so aussehen
mag). Er liebt die Energie, die Lebensenergie. Er ist fokusiert
auf das was sein "Körper" und seine Seele braucht. Sieht ein
Vampyr Blut, oder auch teilweise einen "energetisch
gutaussehenden" Menschen, passiert dasselbe, was Menschen
dazu veranlasst, dass ihnen sprichwörtlich beim Anblick von
Nahrung das "Wasser im Mund zusammenläuft". Ein Vampyr ist
ein menschenähnliches Raubtier, welches nun auf die "Jagd"
geht. Auch wenn es sich viele Vampyre - aufgrund ihres
Aufwachsens bei Menschen und den damit verbundenen
Ethiken - nicht eingestehen wollen, würden sie am liebsten
jenen Menschen direkt erlegen und dessen Blut trinken, weil es
der optimale Träger der Lebensenergie ist. Jedoch "jagen" so
wenige. Die meisten nehmen sich entweder feste Spender oder
üben sich (oft unter Qual) in Zurückhaltung. Manche haben
auch die SM-Szene als gutes "Jagdrevier" entdeckt.

Aggressivität: Eng verbunden mit dem Jagdinstinkt ist, dass


jeder Vampyr leicht reizbar ist - um so mehr je weniger er von
der Lebensenergie anderer bekommt. Genauer betrachtet ist
das ein natürlicher Vorgang: Die Aggressivität und das daraus
resultierende eher unkontrollierte Agieren führt eher zum
"Erfolg" (= zum Erlegen der Beute) als darauf zu warten, dass
jemand sich freiwillig vor der eigenen Nase die Haut aufschlitzt.

Starker Körperbau/sehr empfindliche Sinne: Ein Vampyr


braucht, um jagen zu können, auch entsprechende körperliche
Voraussetzungen. Meist entwickelt sich das durch das Jagen an
sich extrem weiter. Muskelprotze gibt es allerdings weniger.
Licht- und Geruchsempfindlichkeit sind Eingeschaften, die
Vampyre meist schon in jungen Jahren extrem ausgebildet
haben. Daher sind Vampyre auch sehr lichtscheu. Das Gehör ist
ebenso sehr ausgeprägt.

Hohe psychische Entwicklung/Intelligenz: Ein Vampyr kann


nicht wie eine Raubkatze ihre Beute einfach reißen. Er muss
sich a.) anpassen können, um in der Nähe der "relativ" ( ;) )
intelligenten Menschen sein zu können, und b.) auch verführen
können. Letzteres hat sich gerade in jüngeren Jahrhunderten
herausgebildet, weil man so "unbemerkter" an seine Beute
herankommt.

Neigung zu "paranormalem": Ein Vampyr ist durch seine


Nahrung (VI) empfindlicher, als ein Mensch, auf energetische
Dinge. Jenes dient auch dem Jagdinstinkt, bzw. macht ihn
teilweise erst möglich:
Wie soll ein Wesen, welches nicht "sieht", dass ein Mensch viel
Lebensenergie in sich trägt, "wissen", dass er ihn "jagen"
sollte?
Durch jene Sensibilität, nimmt er alle möglichen energetischen
Dinge wahr und kann jene Fähigkeiten auch leichter trainieren.
Sie fallen ihm quasi zum Teil in den Schoß.

Sekundär entwickelt ein Vampyr im Laufe seines Werdegangs,


zum Teil unbewusst/unwillendlich, noch andere Fähigkeiten.
Wichtig ist dazu jedoch (bei z.B. rein energetischen Fähigkeiten,
um nicht wie ein Mensch sich abmühen zu müssen, um sie zu
erlangen), dass er das was er braucht auch zu sich nimmt.
Unter jene Fähigkeiten fallen: Zum Teil sehr schnelle
Regeneration von Wunden, verlangsamtes oder ganz
gestopptes Altern, telekinetische Fähigkeiten, Hypnose,
Empathie, ...

Zu guter Letzt möchte ich noch auf Folgendes eingehen:


Es wird oft gesagt, Vampyre haben ein "Trauma-Erlebnis" oder
einen "seelischen Tod", welcher/welches sie erst zum Vampyr
macht. Jenes ist so nicht richtig. Ein Vampyr wird in der Regel
als solcher geboren. Er durchlebt zwar einige zum Teil
schwierige Entwicklungsphasen, doch gibt es um ein Vampyr zu
werden kein zwingendes Trauma-Erlebnis oder eine
Nahtoderfahrung, auch wenn das viele gerne aus zum Teil auch
romantischen Gründen behaupten. Näheres dazu in dem Text
"Einblicke in die Psyche von Vampyren".

Ich hoffe, jener Text gibt ein wenig Aufschluss und entwirrt den
Sachverhalt ein bisschen. Ich persönlich bezeichne jene
"richtigen" Vampyre lieber als "Schatten", da unter dem Begriff
"Vampyr" leider, wie ich aufzeigte, so viel, zum Teil sehr
falsches, verstanden wird.

Geschrieben im April 2007 von scops mit Unterstützung von Noir.