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Die rmischen Hilfstruppen (Auxiliartruppen) der rmischen Kaiserzeit

In den Auxiliartruppen bzw. Hilfstruppen dienten nur Mnner, die kein


Rmisches Brgerrecht besaen und daher keine rmischen Brger waren. Wer
innerhalb der Reichsgrenzen (Provinzbewohner) lebte und ber kein
Brgerrecht verfgte, wurde als Peregrinus (Fremder) bezeichnet.
Nach ehrenvoller Entlassung eines Auxiliarsoldaten (missio honesta) erhielt
dieser fr seinen 25-jhrigen Waffendienst das Rmische Brgerrecht in Form
eines bronzenen Militrdiploms berreicht. Dieses Recht erstreckte sich auf
seine Frau und seine Kinder.
Es brachte gewisse Annehmlichkeiten mit sich. Wer eines Kapitalverbrechens
beschuldigt wurde, durfte als rmischer Brger den Kaiser bzw. das kaiserliche
Gericht anrufen, whrend ein Peregrinus dieses Recht nicht fr sich in Anspruch
nehmen konnte. Ein Peregrinus konnte ohne Appellationsverfahren vor
dem kaiserlichen Gerichtshof vom Provinzstatthalter zum Tode verurteilt
werden. Da beispielsweise Paulus rmischer Brger war, stand ihm das Recht
zu, an den Kaiser zu appellieren. Dies fhrte zu seiner berfhrung nach Rom
(dort tagte das kaiserliche Gericht).

Die Hilfstruppen wurden von rmischen Offizieren befehligt und nach dem
Vorbild der Legionen organisiert. Damit bewirkten sie in hohem Mae die
Romanisierung der Fremden. Sie lernten dort die lateinische Sprache, die
rmischen Sitten und Gepflogenheiten kennen und schtzen.
Die Auxiliartruppen wurden in kleineren Verbnden (100-1000 Soldaten)
flchendeckend an den Grenzen des Rmischen Reiches stationiert, whrend
die viel greren, elitren Legionsverbnde (5000-6000 Soldaten) im
Hinterland verblieben. Dort bildeten die Legionen den Kern der rmischen
Kampfkraft und kamen nur bei greren Konflikten zum Einsatz.

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