Sie sind auf Seite 1von 39

HD Standarts

Wo verläuft die Grenze zwischen Standard-Qualität und HDTV?

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

Hier werden einerseits die vielen Begriffe und Abkürzungen erklärt, die bei HDTV vorkommen,
andererseits wird erläutert, was wie funktioniert und worauf man achten soll.

Cell-CPU
Alle anzeigen / Alle verbergen

Cell-CPU soll das Fernsehen revolutionieren?

Auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas hat der japanische Hersteller Toshiba
seinen Cell TV vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen LCD-Fernseher mit integriertem Cell-
Prozessor. Cell ist der Name für eine Prozessorserie, die von IBM gemeinsam mit Sony und Toshiba
entwickelt wurde. Die Prozessoren zeichnen sich durch die Nutzung eines 64-Bit-PowerPC-Kernes,
einer Pipeline-Architektur, Unterstützung für Simultaneous Multithreading und dem Einsatz einer
Multicore-Architektur aus, wodurch sie für paralleles Rechnen prädestiniert sind. In dem Chip
übernehmen acht Kerne die Berechnung von Multimedia-Inhalten, was im Vergleich zu anderen
Geräten eine deutliche Verbesserung der Darstellungs-Qualität bringen soll, so Toshiba. Immerhin sei
die CPU zehnmal leistungsfähiger als herkömmliche PCs und sogar 143 mal stärker als die Chips in
anderen Fernsehern.

Die hohe Leistung wird unter anderem genutzt, um in herkömmliches Video-Material 3D-Effekte
hineinzurechnen. Dies kann auch bei 1080p-Inhalten geschehen. Die Videos sollen so realistischer
erscheinen als bei einer normalen zweidimensionalen Darstellung. Der neue Fernseher verfügt auch
über eine Internet-Anbindung, mit der Anwender auf on-demand-Angebote zugreifen können. Auch
hier soll der Cell-Prozessor wieder für mehr Qualität sorgen, indem Kompressions-Artefakte analysiert
und mit einem Rauschunterdrückungs-System minimiert werden.

Auch die Einstellung von Helligkeit, Kontrast und anderem übernimmt der Cell TV von sich aus. Dafür
analysiert er seine Umgebung mit Sensoren. Dies beschränkt sich aber nicht nur auf die Helligkeit,
sondern auch die Farbtemperatur des jeweiligen Raumes wird erfasst und das Bild entsprechend
angepasst. Der Cell TV ist mit Bildgrössten von 46, 55 und 65 Zoll zu haben. Preise stehen noch nicht
fest. Diese will Toshiba erst bekannt geben, wenn die ersten Geräte voraussichtlich im dritten Quartal
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 1/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
in den Handel kommen.

HD-Standards
Alle anzeigen / Alle verbergen

Wo verläuft die Grenze zwischen Standard-Qualität und HDTV?

Alles was im Breitbildmodus mehr als 720 Zeilen darstellen kann, darf als HDTV-tauglich gelten.
Allerdings ist Vorsicht geboten, denn sowohl bei Bildschirmen als auch bei Projektoren gibt es viele
verschiedene Seitenverhältnisse und Auflösungen. Die Angabe "1024 x 768" legt zunächst einmal
HDTV-tauglichkeit nahe. Das Seitenverhältnis 4:3 dieser Panels führt jedoch dazu, dass bei Breitbild-
Wiedergabe nur 576 Zeilen aktiv sind, weil darüber und darunter ja schwarze Balken bleiben. Solche
Geräte akzeptieren zwar häufig HDTV-Signale, echte HDTV-Qualität können sie aber nicht darstellen.

Unterschiede zwischen 720p und 1080i

Der zunächst wesentliche Unterschied zwischen den beiden HDTV-Formaten ist deren grafische
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 2/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Auflösung, also die Anzahl der Bildpunkte.

Das häufig angeführte Argument, bei 1080i stünden angeblich mehr Bildpunkte zur Verfügung und
liefere daher ein qualitativ besseres Bild, ist nicht zutreffend, da diese Rechnung nur für Standbilder
richtig ist. Fernsehen aber überträgt bewegte Bilder. Im Format 1080i werden pro Sekunde 50
Halbbilder mit jeweils nur 540 Zeilen, beim Format 720p jedoch immer 50 Vollbilder mit 720 Zeilen
übertragen (deshalb die vollständige Bezeichnung 720p50). Bei 720p50 werden also doppelt so viele
Vollbilder pro Sekunde übertragen wie bei 1080i25: Dieses Format löst die Bewegungen deutlich
feiner auf und der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist besser. Für das Bewegtbild des Fernsehens
liefert das Format 720p50 somit tatsächlich eine bessere Bildqualität als 1080i25. Die Übertragung auf
Basis von Halbbildern, wie sie beim HDTV-Format 1080i25 benutzt wird (i="interlaced", englisch für
Zeilensprung), setzt auf das veraltete Zeilensprungverfahren auf, das ursprünglich für das analoge
Fernsehen entwickelt wurde. Alle Flachbildschirme stellen Bilder aber grundsätzlich als Vollbilder dar.
Diese progressive Darstellungsweise von Bildinhalten im Format 1080i erfordert in den Geräten einen
als "De-Interlacing" bezeichneten Verarbeitungsschritt, der aus Halbbildern wieder die entsprechenden
Vollbilder berechnet. Vor allem bei der Darstellung von sich bewegenden Objekten und
Kameraschwenks kann dies zu deutlicher Unschärfe und zu einer tatsächlichenAuflösung führen, die im
Extremfall nur noch bei der Hälfte der nominellen Zeilenanzahl (also 540 Zeilen) liegt.

Das 720p50-Format (p= progressiv, englisch für Vollbild) nutzt hingegen die volle zeitliche Auflösung
und liefert dem Bildschirm 50 Vollbilder (mit 720 Zeilen) pro Sekunde. Ein De-Interlacing ist nicht
erforderlich und Bewegungsartefakte, wie sie beim Interlaced-Format vorkommen, existieren bei der
progressiven Darstellung nicht.

Die Vorteile des Formats 720p50

Der Standard 720p50 arbeitet mit 50 Vollbildern pro Sekunde, die jeweils eine Auflösung von
1280x720 Bildpunkten besitzen. Das heisst, die Auflösung der Einzelbilder ist vor allem bei sehr
ruhigen Szenen nicht so hoch wie bei 1080i25, sobald jedoch Bewegung ins Spiel kommt, spielt der
progressive Standard seine Vorteile aus. Die 50 Vollbilder lösen die Bewegungen deutlich feiner auf
und der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist besser. Für das Bewegtbild des Fernsehens liefert das
Format 720p50 somit meist eine bessere Bildqualität als 1080i25. Tests, die vom Institut für
Rundfunktechnik (IRT in München), der Europäischen Rundfunkunion (EBU in Genf) und dem ZDF
unabhängig voneinander durchgeführt wurden, zeigen eindeutig, dass die im 720p50 Format
dargestellten Bilder dem Zuschauer bei gleicher Distributionsdatenrate besser gefallen. Zudem wurde
deutlich, dass sich progressive Bilder effizienter kodieren lassen: Bei gleicher Datenrate kann also ein
720p50-Bild mit höherer Qualität kodiert werden. Alternativ kann natürlich die Bandbreitenersparnis in
der Übertragung genutzt werden, um mehr Programme in einem Kanal zu übertragen. In den Tests
konnte dieser Vorteil für das 720p50-Format verifiziert werden, da hierbei selbst bei etwas niedrigerer
Datenrate als bei 1080i25 ein schärferer Bildeindruck übermittelt wird.

Die Eigenheiten des Formats 1080i25

1080i25 setzt als das älteste der hochauflösenden Formate auf Interlaced- Technologie. 1080i25
besteht aus 50 Halbbildern mit jeweils 540 Zeilen á 1920 Bildpunkten. Diese Halbbilder werden von
einem Röhrenmonitor nacheinander dargestellt und dabei ineinander "verschachtelt".

Der Röhrenmonitor ist allerdings ein Auslaufmodell, das von den neuen Flachbildschirmtechnologien
wie z. B. LCD und Plasma verdrängt wird. Und diese Flachbildschirme arbeiten grundsätzlich
progressiv, das heisst sie können die beiden Halbbilder von 1080i25 nicht ineinander verschachteln.
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 3/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Um das Problem zu lösen, müssen die Flachdisplays aus den Halbbildern wieder Vollbilder generieren.
Ein einfaches Zusammenfügen der beiden Halbbilder funktioniert hier aber nur in ganz wenigen Fällen.
Sobald zwischen der Aufnahme der beiden Halbbilder Bewegung im Bild stattgefunden hat, entstehen
an diesen Stellen hässliche Kammeffekte. Folglich müssen die Geräte in der Praxis mit Hilfe
aufwendiger Technologie versuchen, die fehlenden Zeilen in den Halbbildern künstlich zu errechnen und
somit aus jedem einzelnen Halbbild (540x1920 Bildpunkte) ein Vollbild (1080x1920 Bildpunkte) zu
generieren. Dieser als De-Interlacing bezeichnete Prozess kann jedoch fast nie perfekt durchgeführt
werden, es entstehen typische Interlaced-Bildfehler (so genannte Artefakte) wie Kammeffekte und
Unschärfen.

Das Format 1080p50

Dieser Standard wird oftmals als der "ultimative HD-Standard" oder auch "3G HD" (HDTV der
dritten Generation) bezeichnet, kombiniert er doch die Vorteile der beiden heutigen zur HD-
Ausstrahlung verwendeten HD-Standards 720p50 und 1080i25. So bietet er die volle
Bewegungsauflösung von 50 Vollbildern pro Sekunde bei einer Einzelbildauflösung von 1920x1080
Bildpunkten. Allerdings verdoppelt sich hierdurch die Datenmenge der unkomprimierten Bildsignale im
Vergleich zu 720p50 und 1080i25 auf rund 3 Gbit/sec. und stellt somit extrem hohe Anforderungen an
das notwendige Produktionsequipment. Bislang ist solches Equipment nur vereinzelt erhältlich, ganze
Fernsehsender mit solcher Technik auszurüsten ist bislang noch nicht möglich. Inwiefern sich dieser
Standard durchsetzen wird, kann heute noch nicht beurteilt werden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund,
dass dessen Vorteile beim Zuschauer erst ab sehr grossen Displaygrössen von über 50 Zoll
offensichtlich werden.

Um wieviel besser als der HDTV-Standard 720p ist 1080i?

Bei bewegten Bildern gar nicht. Welcher der beiden Standards die besseren Ergebnisse bringt,
darüber streiten die Fachleute. Die viel grössere Zeilenzahl lässt bei 1080i zunächst eine grössere
Bildschärfe erwarten. Doch genau genommen sieht man bei der "Interlaced"-Darstellung von 1080i
immer nur die 540 Zeilen eines Halbbildes und einen Moment später die zweite Bildhälfte mit derselben
Zeilenzahl. Nur dank der Trägheit des menschlichen Sehapparates verschmelzen diese beiden
Halbbilder subjektiv zu einem Vollbild. Ausserdem müssen die Halbbilder für die Darstellung auf
Displays und Projektoren erst in 25 Vollbilder pro Sekunde umgewandelt werden, was nicht ganz
unproblematisch ist. Die progressive Darstellung von 720p zeigt hingegen immer nur Vollbilder und
zwar 50 pro Sekunde, was eine bessere Bewegungsauflösung, eine klarere Zeitlupe und schärfere
Standbilder ergibt. Abgesehen davon lassen sich Vollbilder bedeutend effizienter komprimieren. Das
alles bringt so viele Qualitätsvorteile mit sich, dass die meisten Menschen beide Formate zumindest als
gleichwertig empfinden. Empirische Untersuchungen haben ausserdem gezeigt, dass bei gleichem
Betrachtungsabstand eine progressive Bildwiedergabe im Vergleich zu einer Interlaced-Bildwiedergabe
rund 35 Prozent (Faktor 1,6) weniger Zeilen benötigt um eine vergleichbare Vertikalauflösung zu
erzielen. Fernsehsender können beide Formate ausstrahlen, Empfangsgeräte können beide Formate
zeigen. Das Umschalten geschieht automatisch und unbemerkt sodass man sich um dieses Detail in der
Praxis nicht zukümmern braucht. Eindeutig überlegene Ergebnisse bringt der Standard 1080p50, den
es im Fernsehen aber erst in einigen Jahren geben wird. Bei Blu-ray Discs gibt es 1080p schon heute,
allerdings nicht mit 50 Vollbildern pro Sekunden, sondern - wie im Kino - mit deren 24.

Was bedeutet der Begriff "HD ready"?

Garantiert und uneingeschränkt HDTV-taugliche Bildschirme und Projektoren dürfen seit Februar
2005 das "HD-ready" Logo tragen. Dessen Verwendung ist alerdings nicht Pflicht, sodass es auch
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 4/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
HDTV-taugliche Geräte ohne dieses Logo gibt. Hier sehen Sie, welche Bedingungen ein Gerät erfüllen
muss, damit es das Logo "HD ready" tragen darf:

Display Breitbildformat 16:9


Eigenschaften Auflösung mindestens 720 Zeilen
Video-Eingänge Analog: Komponenten und
Digital: HDMI oder DVI (HDCP-
tauglich)
Akzeptierte 1280x720p 50Hz und 60Hz
Eingangssignale 1920x1080i 50Hz und 60Hz

Im September 2007 wurde ein zusätzliches Logo zur Kennzeichnung von Geräten mit erweiterten
Möglichkeiten eingeführt. Diese müssen alle Forderungen von "HD-ready" erfüllen, ausserdem aber
noch diese:

Display Auflösung mindestens 1920x1080


Eigenschaften
Overscan abschaltbar
Akzeptierte Analog: 1280x720p 50Hz und
Eingangssignale 60Hz
1920x1080i 50Hz und 60Hz

Digital: 1280x720p 50Hz und


60Hz
1920x1080i 50Hz und 60Hz
1920x1080p 24 Hz, 50Hz und
60Hz
Was bedeutet der Begriff "Full HD"?

Genau genommen gar nichts. Es ist nämlich nirgendwo definiert, welche Forderungen ein Gerät
erfüllen muss, damit es diese Bezeichnung tragen darf. Immerhin hat es sich eingebürgert, dass dieser
Begriff auf Geräte mit 1920x1080 Bildpunkten angewendet wird. Dieser Wert gibt allerdings keinen
direkten Hinweis auf die zu erwartende Bildqualität. Auch sagt „Full HD“ nichts darüber aus, ob das
damit beworbene Gerät überhaupt über die notwendigen Anschlüsse und die Fähigkeiten verfügt,
urheberrechtlich geschützte HD-Programme zu zeigen.

Um wieviel besser ist die Wiedergabe auf "Full-HD" Bildschirmen mit 1080 Zeilen?

Möglicherweise überhaupt nicht, denn die höhere Pixelzahl bringt nicht nur eine potenziell höhere
Bildschärfe, sondern zugleich auch geringere Lichtleistung, höheren Stromverbrauch und schlechteren
Kontrast. Die Pixelzahl sollte so gewählt werden, dass man von seinem bevorzugten Sitzplatz aus die
einzelnen Bildpunkte nicht mehr wahrnehmen kann - auch bei der Wiedergabe von PAL-DVDs. Das
hängt von der persönlichen Sehschärfe ab, vor allem aber von der Distanz zum Bildschirm. Full-HD
lohnt sich erfahrungsgemäss bei sehr geringem Betrachtungsabstand bzw. bei sehr grossen
Bildschirmen. Sobald der Abstand mehr als das Vierfache der Bildhöhe beträgt, ergeben meist
Bildschirme mit 768 Zeilen den besseren Bildeindruck.

Was bedeutet das Logo "HD-TV"?

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 5/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Für den Empfang via Satellit oder Kabelnetz digital verbreiteter Programme benötigt man einen
speziellen Empfänger. Dieser befindet sich üblicherweise in einem separaten, kleinen Gerät, der
"Settopbox". Damit ein solcher Empfänger uneingeschränkt HDTV-tauglich ist, muss er die
nachstehend aufgeführten Bedingungen erfüllen. Dann darf er das Logo "HD-TV" tragen.

Video MPEG-2, MPEG-4


1280x720p, 1920x1080i, 50 Hz
Modulation Satellit: DVB-S, DVB-S
Kabel: DVB-C mit 256 QAM
Audio MPEG-1, Dolby Digital 5+1
Digital: HDMI oder DVI (HDCP-
Ausgänge
kompatibel)
Video
Analog: Y,Pb,Pr Komponenten
Ausgänge Digital: Optisch oder koaxial
Audio Analog: Stereo

Findet man dieses Logo auf einem Fernsehgerät, so hat man ein Modell vor sich, bei dem der HD-
taugliche Empfänger bereits eingebaut ist.

Kauftips für Bildschirme


Alle anzeigen / Alle verbergen

Darf ein Wohnungsvermieter das Anbringen einer Satellitenschüssel verbieten?

Nein, das darf er nicht, jedenfalls nicht generell. Aufgrund von Art. 10 der Europäischen
Menschenrechtskonvention sowie Art. 52 des Schweizer Radio- und Fernsehgesetzes kann nicht
verboten werden, Fernsehen via Satellitenschüssel zu empfangen. Allerdings dürfen die Schüsseln ohne
Zustimmung des Vermieters nur auf dem Balkon installiert werden. Für die Montage vor dem Fenster
oder auf dem Dach ist die Zustimmung des Vermieters nötig.

Worauf muss ich beim Gerätekauf achten?

Ein Projektor, Plasmabildschirm, Fernseher oder Rückprojektor muss die beiden Standards 720p
und 1080i wiedergeben können. Als Analogeingänge sind dafür in aller Regel YUV-Eingänge
(Komponenten) nötig. Vorsicht, nicht immer verstehen die Komponenteneingänge wirklich auch
HDTV-Signale. Das muss vor dem Kauf sichergestellt werden, denn es gibt Komponenteneingänge,
die das Display automatisch auf Standard-Definition Wiedergabe umschalten. Optimal sind
Digitaleingänge wie DVI oder HDMI. Aber auch hier ist eine Vorsichtsmassnahme angezeigt: Man
muss unbedingt abklären, ob der DVI-Eingang auch wirklich das Kopierschutzverfahren HDCP
versteht. Ist das nicht der Fall, kann dieses Gerät Digitalsignale nur von Computern akzeptieren, denn
nur die DVI-Ausgänge von PC-Karten geben die Signale auch bei der Wiedergabe von DVDs ohne
HDCP-Codierung aus. Wichtig: MPEG-4 Settopboxen geben HDTV-Qualität nur über HDCP-
geschützte Ausgänge aus, bei HD DVD- und Blu-ray Abspielgeräten wird das ab 2010 der Fall sein.
Ein daran angeschlossener Bildschirm oder Projektor muss also über einen HDCP-tauglichen DVI-
Eingang oder über einen HDMI-Eingang verfügen, sonst bekommt er nur Standard-Qualität geliefert.
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd 6/36
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Damit die HDTV-Qualität auch wirklich zu sehen ist, sollte das Display bei einem 16:9-Bild mindestens
720 Zeilen zählen. Dies ist gewährleistet bei den 16:9-DLP-Projektoren, bei den besseren LCD-
Breitbild-Projektoren sowie bei LCD- und Plasma-Schirmen mit 768 Zeilen. Röhrenprojektoren
können HDTV darstellen, wenn sie eine Eingangsfrequenz von 32 kHz beherrschen.

Was ist beim Kauf eines Bildschirmes wichtig?

Nicht jeder LCD- oder Plasmabildschirm mit HDTV-Auflösung kann auch wirklich HDTV-
Videobilder darstellen. Dafür muss er auch über die geeigneten Eingänge verfügen. Am besten sind die
(gleichwertigen) Digitaleingänge HDMI oder DVI, wobei im Fall von DVI vor dem Kauf geklärt
werden muss, ob das Kopierschutzsystem HDCP unterstützt wird. Bei HDMI ist dies immer der Fall.
Für Analogsingale braucht man einen Komponenteneingang (YUV). Allerdings ist hier Vorsicht
geboten, denn es gibt HDTV-taugliche Bildschirme, die jedoch über ihren Komponenteneingang nur
Standard-Auflösung zeigen. Ausserdem ist zu bedenken, dass die Komponentenausgänge von Settop-
Boxen an ihren Komponentenausgängen meist nur Standard-Auflösung ausgeben weil die
Programmlieferanten die unrechtmässige Weiterverwendung hochwertiger HDTV-
Komponentensignale fürchten. RGB-Eingänge auf SCART-Buchsen sind grundsätzlich nicht HDTV-
tauglich. Manchmal klappt's aber trotzdem auch mit RGB, denn manche Bildschirme akzeptieren
hochauflösende RGB-Signale aus Computern. Dazu haben sie 15-polige Sub-D Buchsen, die auch die
vertikale und horizontale Synchronisation empfangen.

Wodurch unterscheiden sich LCD- und Plasma-Bildschirme voneinander?

Die Angaben in der nachstehenden Tabelle zeigen nur prinzipbedingte Tendenzen auf. In der Praxis
gibt es zwischen den verschiedenen Herstellern und Modellen derselben Technik sehr grosse
Unterschiede. Simple Pauschalaussagen, das eine System sei generell besser als das andere, sind
demnach unzulässig.

LCD - Plasma
Vergleich der Eigenschaften

Bildschirmgrösse LCDs können sehr klein gebaut werden, aber nicht beliebig gross. Die
Plasmatechnik hingegen eignet sich nur für grosse Bildschirme
Helligkeit Im direkten Vergleich wirken LCDs gelegentlich etwas heller, besonders in heller
Umgebung, das hängt mit ihrer Hintergrundbeleuchtung zusammen. In dunkler
Umgebung kommen häufig Plasmadisplays besser zur Geltung. Ein klarer Vorteil für
die eine oder andere Technik lässt sich daraus aber nicht ableiten.
Kontrast Da bei LCD-Bildschirmen die Hintergrundbeleuchtung immer eingeschaltet ist und
die einzelnen LCD-Pixel sich nicht völlig schliessen lassen, ist die Darstellung von
sattem Schwarz problematisch. Das ist bei Plasma-Bildschirmen kein Problem,
sodass in der Regel ein grösserer Kontrastumfang erreicht wird.
Auflösung HDTV-taugliche Auflösung zu erzielen, ist mit LCDs bedeutend einfacher als mit der
Plasma-Technik. Das schlägt sich auch in der Zahl der erhältlichen Modelle nieder.
Farbtreue Von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich und auch individuelle
Geschmackssache. Viele Testpersonen empfinden LCD-Bildschirme etwas
brillanter, Plasma-Displays wärmer.
Reaktionszeit Plasma-Displays können schnelle Bewegungen etwa gleich gut darstellen wie
konventionelle Bildröhren. LCDs tendieren hier eher zu Nachzieh-Effekten. Im
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 7/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Extremfall kann z. B. ein Tennisball einen kleinen "Kometenschweif" hinter sich her
ziehen.
Einbrennen Wenn man ein Standild während Stunden, Tagen oder Wochen stehen lässt, kann
es bei Plasma-Bildschirmen zu Einbrenneffekten kommen, die bei LCDs nur selten
auftreten. Hier können höchstens Ladungsreste zu einem befristeten Nachleuchten
führen. Beide Effekte sind allerdings in letzter Zeit bei den führenden Marken stark
reduziert worden.
Lebensdauer Bei beiden Techniken darf man heute getrost von einer Lebenserwartung von
40.000 bis 60.000 Stunden ausgehen, wobei auch dann noch 50 Prozent der
Lichtleistung zur Verfügung stehen.
Empfindlichkeit Plasma-Displays sollten auf keinen Fall waagrecht liegend transportiert werden und
die meisten Hersteller garantieren ihr Funktionieren nur bis etwa 1500 Meter
Seehöhe, in der Praxis funktionieren sie allerdings meiost bis über 2.500 Meter
klaglos. Für LCDs gelten diese Einschränkungen nicht.
Gewicht Bei gleicher Grösse sind Plasma-Displays schwerer als LCD-Bildschirme. Daher
sollte man die Wandmontage nach Möglichkeit Fachleuten überlassen.
Stromaufnahme Der durchschnittliche Stromverbrauch liegt bei Plasma-Displays häufig etwas höher,
allerdings hängt er von der momentanen Bildhelligkeit ab. LCDs verbrauchen meist
weniger Strom, allerdings auf gleichbleibendem Niveau.
Geräusch Manche Plasma-Bildschirme haben Lüfter eingebaut, sie sind daher nicht völlig
geräuschlos. LCD-Displays kommen ohne Ventilatoren aus.
Welchen Vorteil bieten 100 Hz Fernseher?

Die Verdopplung der Bildwechselfrequenz von 50 auf 100 Hertz wurde bei TV-Geräten Anfang der
80-er Jahre eingeführt, um Flimmern zu unterdrücken. Das ist bei 50 Hertz vor allem bei grossen hellen
Flächen zu sehen, weil das Auge speziell in den Randbereichen der Netzhaut besonders empfindlich für
Flimmern ist; je kleiner der Bildschirm also (im Verhältnis zum Betrachtungsabstand), um so
unwichtiger ist 100 Hertz. Nicht unterdrückt wird aber Zeilenflackern, ebensowenig andere Störungen,
die durch das Halbbildverfahren („Interlaced“) entstehen. Deswegen scheinen auch 100-Hertz-Röhren
oft noch zu flimmern. Bei LCD-Schirmen dient 100 Hertz einem anderen Zweck: Man verringert damit
die Zeit, in der ein bewegten Objekt an einer bestimmten Stelle des Schirms steht. Wenn sich das
Auge darüber bewegt, wirkt dieses Stehen wie Unschärfe. Dieses Verschmieren ist LCD-typisch und
wird auch nicht durch kurze Reaktionszeiten beseitigt. Mit 100-Hertz-Technik lässt sich das
Verschmieren halbieren, unter einer Voraussetzung: Anders als bei Röhren darf nicht einfach nur eine
Verdoppelung der Bilder passieren, es müssen Zwischenbilder errechnet werden, die das bewegte
Objekt an einer neuen Position abbilden. Die gelegentlich angegebenen 120 Hertz sind nichts anderes
als 100 Hertz, nur eine Verdoppelung der 60-Hertz-Frequenz von NTSC. Plasmaschirme arbeiten
übrigens seit vielen Jahren schon mit 100 Hertz, allerdings bisher meistens ohne Errechnung von
Zwischenbildern. Da hier, wie bei Röhren, eine Dunkelphase und das Aufleuchten einer Kontur
aufeinander folgen, gibt es hier abr auch den Verschmier-Effekt nicht.

Wie verhält sich ein 100 Hz Bildschirm bei Signalen von einem 24p Player?

Das hängt vom Hersteller ab. Möglich sind 72 Bilder pro Sekunde (bei Pioneer), 96 (bei Philips)
oder 120 (bei Sony). Wichtig ist nur, dass es ein Vielfaches von 24 ist. Die Plasmabildschirme von
Panasonic zeigen zum Beispiel 48 Vollbilder wie im Kino.

Was bringt 200 Hertz?


Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 8/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

Der Vorteil von 200 Hertz lässt sich nicht ganz leicht erklären und erst recht nicht gut vermarkten.
Das Problem bei LCDs liegt nämlich darin, dass sich das Auge über den Schirm bewegt, die
Darstellung aber statisch ist – weil natürlich die Pixel feststehen. Je länger also ein Objekt an einer
Stelle zu sehen ist, als umso unschärfer wird es empfunden. Man kann den Effekt gut mit der Unschärfe
eines Fotos vergleichen: Nimmt man ein vorbeifahrendes Auto mit einer 50-stel Sekunde auf, ist es
verwischt, da es sich in dieser Zeit vorwärtsbewegt hat. Eine 200-stel Sekunde stellt es wesentlich
schärfer dar, weil sich das Objekt in dieser Zeit nur ein Viertel so weit bewegt hat. Wobei der
Vergleich korrekterweise so lauten müsste, dass das Objekt steht und sich das Kameraauge bewegt.

Es geht auch anders


Techniker sprechen bei LCDs auch von Sample-Hold-Displays, weil sie das Bild nicht aufblitzen
lassen wie die Röhre oder ein Plasma, sondern eine bestimmte Zeit halten. Mit 200 Hertz kommt man
nun auf Hold-Zeiten von fünf Millisekunden, während es bei 50 Hertz noch 20 waren. Konturen
erscheinen hier also viermal so scharf, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Die Elektronik muss
pro Ausgangbild drei Zwischenbilder errechnen. Bei 24p- Quellen, also Film, sind es sogar sieben, da
hier mit 192 Hertz gearbeitet wird. Hertz errechnen. Das allein macht freilich noch keine guten Bilder,
es gehört ausserdem eine Menge Know-how dazu. Denn die Zwischenbildberechnung ist nicht trivial,
man kann dabei viele Fehler machen.

Freilich gibt es noch eine andere Möglichkeit, eine Hold-Zeit von fünf Millisekunden zu erreichen. Eine
Möglichkeit ist das Einfügen von Dunkelbildern, wie es zum Beispiel bei den SXRD-Projektoren
möglich ist. Dann verliert man aber die Hälfte der Helligkeit. Eleganter geht es mit LEDs als
Hintergrundbeleuchtung. Schaltet man die nämlich auf gepulsten Betrieb, leuchten sie nur die halbe Zeit,
da aber mit doppelter Lichtstärke. Damit kann man bei einem 100- Hertz-Modell eine Hold-Zeit wie
bei 200 Hertz mit konstanter Hintergrundbeleuchtung erzielen. Da sich höhere Zahlen immer besser
verkaufen, könnte der eine oder andere kreative Marketing- Mann diese Lösung auch als 200 Hertz
bezeichnen.

Die Illustration zeigt, was 200 Hertz ausmacht: Gelb eingezeichnet ein Objekt, das sich über ein
Pixelraster bewegt, die roten Linien markieren, wie das Auge der Bewegung folgt. Die Bewegung
erfolgt von links nach rechts.

Oben – 50 Hertz: Das Objekt springt alle 20 Millisekunden weiter, auf der Netzhaut (rechts in der
Leiste) ist kein Bereich wirklich gelb, die Kanten unscharf.
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 9/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Mitte – 100 Hertz: Wird das Objekt alle 10 Millisekunden an einer neuen Position dargestellt,
entsteht in der Mitte des Bildes auf der Netzhaut ein klarer Bereich (zwischen den gepunkteten Linien).
Unten – 200 Hertz: Mit einem neuen Bild alle 5 Millisekunden nimmt die Unschärfe an den Kanten
deutlich ab, das Abbild auf der Netzhaut wird dem Originalobjekt immer ähnlicher.

Kauftips für Projektoren


Alle anzeigen / Alle verbergen

Nützt mir HDTV auf meinem Projektor, auch wenn dieser nur Standardauflösung zeigt?

Wenn er das Signal akzeptiert: ja. Denn bei einem Projektor geht man normalerweise in Bildgrössen,
bei denen man praktisch jeden Pixel einzeln erkennen kann. Dann fällt auf, dass bei normalen Signalen
die Farbe nicht mit der Schärfe des Schwarzweiss-Bildes übereinstimmt - die Farbdeckung ist auch bei
RGB- oder YUV-Signalen nicht perfekt. Bei HDTV ist auch das Farbsignal schärfer als die
Darstellung auf dem meisten Projektoren, so dass ein ganz anderer, wesentlich präziserer Bildeindruck
entsteht. Das gilt selbst dann, wenn der Projektor bei 16:9 nur mit 480 Zeilen arbeitet

Wodurch unterscheiden sich die Konstruktionsprinzipien der diversen Videoprojektoren voneinander?

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 10/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

Bei LCD-Panels („Liquid Crystal Display“) ist jedem Bildpunkt ein durchleuchtbares
Flüssigkristallelement zugeordnet. Mit dem Őffnen und Schliessen des Elementes dringt das
Projektionslicht auf die Leinwand oder wird zurückgehalten. Weil ein perfektes Schliessen nicht
möglich ist, kann mit diesem System in der Projektion kein sattes Schwarz erzielt werden, der Kontrast
leidet. Das wirkt sich in der Praxis aber nur selten störend aus, da dieser Effekt nur in perfekt
verdunkelten Räumen zu erkennen ist. Ausserdem gibt es neuerdings Projektoren, die mit einer
dynamisch arbeitenden Irisblende den Helligkeitskontrast verstärken. Die Elektronik auf dem LCD-
Display braucht Platz, sodass zwischen den einzelnen Bildpunkten relativ grosse Abstände entstehen,
was sich unter Umständen auf der Leinwand in erkennbarer Pixelstruktur niederschlagen kann.
Verkleinert man die Pixel um höhere Auflösung zu erzielen, geht wegen der grösseren Anzahl der
Trennstege die Bildhelligkeit zurück. Um ein aus Bildpunkten zusammengesetztes Farbbild zu erhalten,
braucht es die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB). Man kann das erreichen, indem man die
einzelnen Pixel mit entsprechenden Farbfiltern versieht, wodurch sich allerdings due Auflösung
reduziert. Daher setzt man für HDTV in aller Regel die 3LCD-Technik ein. (Bild) Diese zerlegt
zunächst das Licht in drei farbige Lichtbündel, die jeweils ein eigenes LCD-Panel durchleuchten. Diese
Panels steuern für jede Farbart die richtige Menge Licht, um das Bild zu erzeugen. Diese drei RGB-
Bilder werden anschliessend in einem Prisma wieder exakt zusammengesetzt und dann gemeinsam
projiziert.

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 11/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

DLP („Digital Light Processing“) ist eine Entwicklung von Texas Instruments. Hier trifft das Licht der
Projektionslampe auf sehr kleine Mikrospiegel. Jeder entspricht einem Bildpunkt und er lässt sich
mehrere Tausend Mal pro Sekunde bewegen. So wirft er das auftreffende Licht je nach Bedarf auf die
Leinwand oder in eine schwarze „Lichtfalle“. Das ergibt eine sehr gute Lichtausbeute und es lassen sich
hohe Kontrastwerte erzielen, wenngleich die Feinabstufung im dunkelsten Bereich keine Idealwerte
erreicht. Die DLP-Technik nutzt die Trägheit des Auges: Zwischen Lichtquelle und DLP-Chip befindet
sich ein sehr schnell drehendes Farbrad, dessen Farbsegmente das Licht in kurzen Abständen färben;
die Farbsequenz wird anschliessend an den kleinen Pixelspiegeln reflektiert. Genau genommen
projiziert ein DLP-Projektor also drei einfarbige Bilder hintereinander, die nur durch ihre sehr hohe
Frequenz als ein einziges Farbbild wahrgenommen werden. Bei kontraststarken Bildern können jedoch
durch diese Methode an den Rändern farbige Streifen entstehen (Regenbogeneffekt). Auch bei sehr
schnell bewegten Bildsequenzen können irritierende Schattenbilder auf der Leinwand erscheinen. Weil
Mechanik und Elektronik zum Bewegen der Mikrospiegel unterhalb der Spiegel angeordnet sind,
können die Abstände zwischen den einzelnen Spiegeln sehr gering gehalten werden sodass kaum eine
Pixelstruktur auf der Leinwand zu erkennen ist. Ausserdem werden hohe Auflösungswerte erzielt und
das System erleidet auch nach Jahren keine schleichende Qualitätsminderung.

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 12/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

D-ILA („Direct Drive Image Light Amplifier“) wurde von JVC entwickelt und gilt in praktisch allen
Qualitätsparametern als das Optimum des derzeit Möglichen. Das System basiert auf LCOS („Liquid
Crystal on Silicon“), es erreicht enorm hohe Auflösungen bei gleichzeitig grosser Bildhelligkeit, bestem
Schwarzwert und feinster Grauabstufung. Weil es fast keine Abstände zwischen den einzelnen Pixeln
gibt, ist auf der Leinwand auch bei grossen Bildformaten keine Pixelstruktur zu erkennen und die
nichtorganischen Flüssigkristalle unterliegen praktisch keiner Alterung. D-ILA Projektoren werden
unter anderem in Kinos zur Projektion von HDTV-Filmen verwendet. Nach demselben Prinzip
funktioniert auch das SXRD von Sony.

Blu-ray Disc
Alle anzeigen / Alle verbergen

Gibt es auf Blu-ray Discs auch anamorphe Bilder?

Nein. HDTV gibt es immer und ausschliesslich im Bildformat 16:9. Die Angabe „anamorph“ auf
manchen Blu-ray Boxen ist irreführend und auf eine gedankenlose Uebernahme der DVD-Angaben
zurückzuführen.

Haben alle Abspielgeräte Decoder für HD-Ton eingebaut?

Nein, in diesem Punkt unterscheiden sich die verschiedenen Modelle deutlich voneinander.

Benötigt man Decoder für HD-Ton im Player überhaupt?

Nein, sofern ein angeschlossener AV-Receiver über eine HDMI 1.3 Schnittstelle verfügt. Dann
übernimmt dieser die Entschlüsselung der HD-Tonformate.

Kann man die HD-Tonformate auch hören, wenn die HDMI-Schnittstelle des AV-Receivers nicht 1.3-
konform ist, sondern nur 1.1 oder 1.2?

Ja. BD Player mit integrierten HD-Ton Decodern können Dolby True HD und DTS-HD Master
Audio verlustfrei ins PCM-Format umwandeln und dieses via HDMI 1.1 oder 1.2 an den AV-
Receiver weitergeben.

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 13/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Enthalten alle Blu-ray Discs HD-Ton?

Nein, denn den Produzenten steht eine breite Palette an Tonformaten zur Auswahl. Bei Hollywood-
Produktionen steht häufig die Originalversion in HD-Ton zur Verfügung, die deutschsprachige
Synchronisation hingegen in Dolby Digital oder DTS. Allerdings klingen auch diese Tonformate auf
der BD meist besser als auf der DVD, denn hier steht ihnen viel mehr Bandbreite zur Verfügung: Bei
Dolby Digital 640 kBit/sec. und bei DTS 1,536 MBit/sec.

Was ist Bonus-View?

Blu-ray Discs sind in der Lage, zwei Bild- und Tonströme gleichzeitig auszugeben. In der Funktion
Bonus-View wird diese Möglichkeit dazu genutzt, Zusatzinformationen zum laufenden Film per Bild-
im-Bild einzuspielen, etwas Hintergrundinformationen zu gerade laufenden Szene, Drehbuch- und
Storyboard-Auszüge, Interviews oder Kommentare von Regisseur oder Schauspielern.

Was ist BD-Live?

Viele Blu-ray Disc Player lassen sich mit dem Internet verbinden. Dann dient die Disc sozusagen als
„Smart Card“, die den Zugang zu Informationen eröffnet, die nur dem Besitzer dieser Disc zugänglich
sind. So kann man unter Umständen zusätzliche Untertitel abrufen, aktuelle Informationen über neueste
Produktionen oder Auftritte der Künstler erfahren, Trailer und entfallene Szenen herunterladen, an
Gewinnspielen teilnehmen, sich mit anderen Zuschauern austauschen, Fanartikel bestellen und so
weiter.

Warum dauert es nach dem Einschalten eines Blu-ray Players so lang bis er betriebsbereit ist?

Das hat mehrere Gründe: Erstens ist ein solches Gerät beinahe ein Computer mit einem eigenen
Betriebssystem, das zunächst in der Grössenordnung von 75 MB geladen werden muss. Zweitens
muss der Player nach dem Laden einer Disc herausfinden, um was für ein Format es sich hier handelt:
Blu-ray, Audio-CD, DVD-Video, DivX, MP3 und so weiter. Und drittens sind aufwändige Menüs
von Blu-ray Discs mit Java programmiert, was dem Abspielgerät weitere Arbeit auflädt. Schneller geht
es, wenn der Player sich bereits im Standby-Modus befindet, dort verbraucht er aber Strom.

Audio
Alle anzeigen / Alle verbergen

Was ist bei der Wahl einer Audio-Anlage zu beachten?

Jeder Psychologe weiss, dass das Gesamterlebnis „Kino“ zu mehr als 50 Prozent vom Ton bestimmt
wird. Aus diesem Grunde sollte man die Audioanlage mit derselben Sorgfalt aussuchen wie die
Videokomponenten und man sollte dafür auch etwa gleichviel Geld ausgeben wie für Bildschirm, Blu-
ray Player und Settopbox.

Wofür braucht man Surroundsound?

In der Natur sind wir jederzeit von Geräuschen und Klängen aus allen Richtungen umgeben. Selbst in
einem Konzertsaal hören wir den Klang nicht nur vorn vorne. Er breitet sich im gesamten Raum aus,
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 14/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
wird von Wänden, Boden und Plafond vieltausendfach reflektiert und erreicht unsere Ohren aus allen
Richtungen. Das Ergebnis all dieser Reflexionen bezeichnen wir als „Raumakustik“. Wenn man
akustische Ereignisse zu Hause möglichst originalgetreu reproduzieren möchte, reicht
Stereowiedergabe also nicht aus, weil der Ton da nur vor vorne abgestrahlt wird. Erst Surroundsound
schafft akustisch das Gefühl, wirklich dabei zu sein.

Wie stellt man die Lautsprecher einer Surroundsound-Anlage richtig auf?

Idealerweise sollten die Lautsprecher so aufgestellt sein wie in dem Studio in dem die Abmischung
vorgenommen wurde. Für die Studiokonfiguration gibt es eine international akzeptierte Empfehlung, die
nachstehend abgebildet ist:

Gemäss dieser Grafik sollten alle Lautsprecher etwa gleich weit vom Hörer entfernt sein und dieselbe
Klangcharakteristik besitzen. So stellt sich ein homogenes und natürlich wirkendes Klangbild ein. Nun
lässt sich eine solche Idealanordnung in den meisten Wohnräumen aus Platzgründen nicht
verwirklichen. Kompromisse sind also unumgänglich, diese müssen aber keineswegs faul sein:

Die beiden (rückwärtigen) Surroundlautsprecher müssen nicht unbedingt dieselbe Grösse haben
wie die drei Frontlautsprecher. Sofern sie vom selben Hersteller stammen und dieselbe
Klangcharakteristik haben, bringen hier auch kleinere Boxen durchaus gute Ergebnisse.
Optimal ist es, wenn alle Lautsprecher sich auf Ohrenhöhe des Zuhörers befinden. Im Falle der
Frontlautsprecher sollte man sich unbedingt so weit wie möglich an diese Empfehlung halten weil
es nervös macht, wenn Bild und Ton nicht von derselben Stelle kommen. Bei den
Surroundlautsprechern sind Kompromisse erlaubt. Je nach Platzierungsmöglichkeit kann man sie
auch in 1,8 oder 2 Metern Höhe an die Wand hinter dem Zuhörer hängen. Eine solche Montage
ist auch in Fällen zu empfehlen, wo bei ebenerdiger Aufstellung der Abstand vom
Surroundloutsprecher zum Zuhörer zu gering wäre.
Für einen voluminösen, raumfüllenden (nicht unbedingt lauten) Klang braucht man Lautsprecher
von einer bestimmten Grösse. Wenn die räumlichen Verhältnisse nur den Einsatz sehr kleiner
Lautsprecher erlauben, kann man dennoch eine beeindruckende Klangfülle erzielen, indem man
die Abstrahlung der tiefsten Frequenzen (Kontrabass, Pauken, Donnergrollen, Explosionen)
einem spezialisierten Tiefton-Lautsprecher übertragen. Dieser „Subwoofer“ verfügt meist über
einen eigenen Verstärker und eine relativ grosse Lautsprechermembran und weil das
menschliche Ohr Schwierigkeiten hat, extrem tiefe Töne zu orten, kann man einen solchen
Zusatzlautsprecher irgendwo im Raum hinstellen wo er optisch nicht stört.

Wichtig: All dies sind nicht buchstabengenau zu befolgende Vorschriften, sondern nur Empfehlungen,
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 15/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
die als Anhaltspunkte bei der Planung einer Audio-/Video- Anlage dienen können.

Der klassische Surroundsound kommt mit 5 Lautsprechern aus, eventuell ergänzt durch einen
Subwoofer. Es gibt aber auch Vorschläge, noch mehr Uebertragungskanäle einzusetzen. Das Format
6+1 setzt einen „Rear-Center“-Lautsprecher hinter dem Zuhörer ein, es ist aber kaum gebräuchlich.
Etwas häufiger kommen neuerdings Blu-ray Discs mit 7+1 Audiokanälen auf den Markt. Damit soll
speziell in grösseren Räumen eine noch gleichmässigere Umhüllung des Zuhörers erreicht werden.
Solche Aufnahmen verlangen aber nicht zwingend nach 7 Wiedergabekanälen, sie lassen sich ohne
Einbusse auch auf klassischen Anlagen mit 5 oder 5+1 Kanälen abspielen.

Warum ist der Ton bei HDTV-Fernsehsendern leiser?

Für die Tonübertragung im Fernsehen stehen 2 verschiedene Formate zur Verfügung: MPEG-1 ist
nur für Stereoton geeignet, Dolby Digital auch für Surroundsound. Nun gelten für Surroundsound und
Dolby Digital allerdings andere Aussteuerungsregeln. Das führt dazu, dass Fernsehsendungen mit DD
immer deutlich leiser ausfallen. Da Pegelsprünge beim Umschalten zwischen verschiedenen
Porgrammen unangenehm sind, bemüht sich derzeit eine Arbeitsgruppe von Fachleuten um eine
gesamteuropäische Lösung dieses Problems.

Warum sind bei vielen Spielfilmen die Dialoge im Verhältnis zu Musik und Geräuschen zu leise?

Das Mischungsverhältnis wir in grossen Studios hergestellt und bei Lautstärker wie sie in Kinosälen
üblich sind. Wenn man diese Soundtracks auf kleineren Lautsprechern und mit niedriger Lautstärke
abspielt, leidet häufig die Sprachverständlichkeit. Viele Surroundsound-Verstärker (oder –receiver)
bieten daher die Möglichkeit, das Lautstärkeverhältnis zwischen den einzelnen Kanälen zu beeinflussen.
Dort kann man den Center-Kanal und damit die Dialoge hervorheben.

Was ist Dolby Digital Plus?

Ein Audio-Kompressionsformat, das eine Weiterentwicklung des bekannten Dolby Digital darstellt
und das höhere Datenraten erlaubt. Damit können bei einer Datenrate von bis zu 6 Mbit/sec. bis zu
13+1 Audiokanäle codiert werden, daneben ermöglicht das System aber eine Steigerung der
Audioqualität bei niedrigsten Datenraten. Ausserdem lassen sich zwei verschiedene Datenströme
miteinander mischen (etwa Kommentare oder Internet-Downloads). Die weit verbreiteten Decoder für
Dolby Digital können die in Dolby Digital Plus enthaltenen 5+1 Basisinformationen ohne Verlust
decodieren.

Was ist Dolby TrueHD?

Ein verlustlos arbeitendes Audio-Kompressionsformat, das auf dem von der DVD-Audio bekannten
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 16/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
MLP (Meridian Lossless Coding) aufbaut. Hier lässt sich die Klangqualität von Aufnahmen mit 192
kHz Abtastrate und 24 Bit Wortbreite einschränkungslos übertragen. Bei Datenraten bis zu 18
Mbit/sec. sind bis zu 14 Audiokanäle sowie Metadaten möglich. Für die Blu-ray Disc wurde die Zahl
der Audiokanäle eingeschränkt: Bei 24 Bit Wortbreiten sind es 8 bei einer Abtastfrequenz von 96 kHz
oder 6 bei 192 kHz. Dolby True HD verkleinert die Datenrate gegenüber unkomprimiertem PCM auf
etwa die Hälfte, nimmt aber von der Klangqualität absolut nichts weg. Die Hersteller von Blu-ray
Abspielgeräten sind nicht verpflichtet, Decoder für dieses Format in ihre Produkte einzubauen. Damit
solche Player nicht stumm bleiben, schreibt Dolby vor, dass auf jeder Blu-ray Disc, die Dolby True
HD enthält, dieselbe Tonspur parallel dazu auch in konventionellem dolby Digital enthalten sein muss,
die jeder Player versteht. Dies ist immer der Fall, auch wenn auf der Verpackung der Blu-ray Disc nur
Dolby True HD angegeben ist.

Was ist DTS-HD?

Ein Audio-Kompressionsformat, das eine Erweiterung des bekannten DTS Surroundformates


darstellt. Es benötigt noch mehr Speicherplatz, erlaubt es aber, noch mehr Audiokanäle zu speichern
und dies auch in noch höherer Qualität bis hin zum völlig verlustfreien Speichern. Auf der Blu-ray Disc
können im Format DTS-HD Master Audio bis zu 8 Audiokanäle mit einer Wortbreite von 24 Bit und
192 kHz Abtastfrequenz untergebracht werden. Dafür steht eine Bandbreite von maximal 24,5
Mbit/sec. zur Verfügung. Die Hersteller von Blu-ray Abspielgeräten sind allerdings nicht verpflichtet,
Decoder für DTS-HD Master Audio in ihre Abspielgeräte einzubauen. Blu-ray Player ohne solche
Decoder bleiben aber nicht stumm, sie geben den "DTS-Core" aus, also die verlustbehaftete
Basisversion von DTS in Surroundsound oder auch in einer intern vorgenommenen Stereo-
Abmischung.

Geräteeinstellung
Alle anzeigen / Alle verbergen

Wie stelle ich meine Videoanlage optimal ein?


Ganz einfach: Mit hochwertigen Testsignalen von BUROSCH, der führenden Entwicklungsfirma
von professionellen Testsignalen. Burosch stellen Ihnen die «Display Reference Test Suite» zum
Download bereit. Darauf finden Sie nicht nur 12 wertvolle Testbilder, sondern auch Audiosignale, die
Ihnen helfen, Ihre Surroundsound-Anlage optimal zu justieren. Mit einem DVD-Brenner und
entsprechender Software (z.B. Nero für Windows, Toast für Mac) können Sie selber eine in Ihrem
Standard DVD-Player lauffähige DVD erstellen. Bitte Lesen Sie unbedingt zuerst die Anleitung zur
Auswahl der richtigen Testsequenz und zum sicheren Brennen. Dass das alles nicht in HD-Auflösung
sondern in Standard-DVD-Qualität angeboten wird, liegt daran, dass DVD-Brenner für Blu-ray und
HD DVD noch äusserst selten sind, die wichtigen Bildschirmeinstellungen aber auch mit Signalen in
Standardauflösung vorgenommen werden können.

Download «Display Reference Test Suite» für Nero


(.nrg Datei, ca. 154 MB)

Download «Display Reference Test Suite» für Toast


avservicetechnik.ch/…/UntitledFrame-3… 17/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
(.img Datei, ca. 165 MB)

Download PDF Handbuch (ca. 1.3 MB)


Die Test-DVD beinhaltet insgesamt 12
Testbilder

Welches ist der ideale Betrachtungsabstand?

Das kommt, wie vorstehend beschrieben, auf die Bildauflösung an. Wenn man bei einem Programm
mit Standard-Auflösung dem Bildschirm zu nahe kommt, treten die einzelnen Zeilen störend in
Erscheinung. Aus diesem Grunde liegt der empfohlene Betrachtungsabstand dort beim 4- bis 6-fachen
der Bildhöhe. Da bei HDTV die Bildauflösung bedeutend grösser ist, gilt hier etwa das 3-fache der
Bildhöhe als optimal. Umgekehrt folgert daraus, dass bei gleichbleibendem Betrachtungsabstand ein
HDTV-Fernsehgerät bedeutend grösser sein sollte als eines, das nur für Standardqualität eingerichtet
ist.

Wie beurteilt man die Fähigkeiten eines Wiedergabegerätes, Feinabstufungen in der Helligkeit
wiederzugeben?

Am besten mit einem Graukeil, den man auf Test-DVDs findet. Im Idealfall kann man jeden Streifen
einzeln erkennen.

Bei der Wiedergabe über weniger hochwertige Geräte verschmelzen mehrere Streifen miteinander zu
einem undifferenzierten Ganzen.

Was soll man machen, wenn man an seinem Fernseher die Farbräume 601 und 709 einstellen kann?

Die beiden Standards sind Empfehlungen der Internationalen Telekommunikations-Union, so


genannte ITU-Rec BT.601 und BT.709. 601 ist die Norm für PAL-Farbbilder, auch bekannt als
EBU-Farbraum. Alle Videosignale mit 576 Zeilen sollten nach dieser Norm abgestimmt sein, damit sie
auf Bildschirmen korrekt wiedergegeben werden. Die entsprechende Norm für HDTV-Bilder ist 709.
Beide Normen unterscheiden sich nicht gravierend voneinander, aber im direkten Vergleich doch
sichtbar. Daher gilt folgende Regel: Wenn es sich um Bilder in PAL handelt, sollte immer 601
verwendet werden, bei HDTV-Quellen dagegen setzt man korrekterweise den Farbraum 709 ein.
Wenn die Umschaltung am Fernsehgerät möglich ist, sollte man die Einstellung kontrollieren – je nach
dargestellten Bildern. Bei normalem TV-Programm oder DVD also 601, bei HDTV-Bildern eben 709.
Die Tücke liegt allerdings darin, dass neuerdings immer mehr Geräte in der Lage sind, die Auflösungen
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 18/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
umzuwandeln. Das trifft vor allem auf DVD-Player zu, ebenso neuere Digital-TV-Settopboxen mit
HDMI-Ausgang. In vielen Fällen richtet sich der Bildschirm automatisch nach der Zeilenzahl des
eingehenden Signals, wählt also bei 1080 oder 720 Zeilen den HD-Farbraum. Wenn die Quelle dann
aber eine hochskalierte DVD oder ein normales Digital-TV-Programm ist, dann ist die Darstellung
verfälscht, weil 601-erzeugtes Material als 709 verarbeitet wird. Wer in einem solchen Fall die
Möglichkeit hat, die Einstellungen von Hand einzustellen, sollte dies tun.

Kompatibilität
Alle anzeigen / Alle verbergen

Kann ich HD DVDs und Blu-ray Discs auf meinem Computer abspielen?

Ja, denn um eine möglichst breite Einführung dieser neuen Medien zu ermöglichen, wird der rigide
Kopierschutz AACS in Stufen eingeführt. HDCP-Verschlüsselung ist zunächst nicht Pflicht, sodass
zunächst auch Besitzer von analogen Monitoren HD-Filme an ihrem PC abspielen können. Sie
benötigen dafür lediglich ein HD-DVD- oder Blu-ray-Laufwerk. Die Hersteller empfehlen für die
ruckelfreie Wiedergabe als CPU Intel Pentium 4 ab 3,2 GHz, Intel Core2DUO ab 1,83 GHz, Intel
Pentium Mobile ab 2.0 GHz oder AMD ab X2 3800+. Dazu eine Grafikkarte mit mindestens 256
MByte Ram und folgendem Chip: ATI/AMD Radeon ab X1600, besser ab HD 2400, Nvidia: ab
7600GT. HDCP oder HDMI wird man wahrscheinlich erst ab 2010 benötigen. Der taiwanesische
Softwarehersteller Cyberlink bietet eine Gratis-Software an, mit der man rasch überprüfen kann, ob
alle Systemkomponenten eines Computers für die Wiedergabe von Blu-ray Discs und HD DVD
geeignet sind. Die Software analysiert die Systemkomponenten Prozessor, System-Speicher,
Betriebssystem, Grafikkarte, Treiber und Video-Speicher, Wiedergabe-Software und HDCP-
Standards.

Gibt es Unterschiede in der Bildqualität von PAL-Signalen, wenn diese auf Bildschirmen mit 1920x1080
bzw. 1366x768 Bildpunkten gargestellt werden?

Häufig wird vermutet, die Darstellung auf einem "Full-HD" Bildschirm könne schlechter sein weil dort
mehr Zeilen hinzugefügt werden. Doch so pauschal lässt sich das nicht beantworten, es hängt vor allem
von der Signalverarbeitung im jeweiligen Gerät ab. Die besseren Voraussetzungen für ein gutes Bild
von einer PAL-Quelle bietet nzunächst Full-HD, aus einem einfachen Grund: Die 576 Zeilen von PAL
lassen sich durch Abzug des Overscans zu 540 Zeilen machen, ohne dass etwas Wichtiges fehlen
würde. Dann verdoppelt man einfach die Zeilenzahl, am besten natürlich durch Interpolation, und
kommt damit auf genau die 1080 Zeilen eines Full-HD-Schirms. Damit muss dann immer nur eine
Zwischenzeile errechnet werden, was wesentlich weniger fehlerträchtig ist als andere Umwandlungen.
Macht man dagegen aus 576 Zeilen 768, dann ergeben immer drei Zeilen des Ausgangsbildes vier
Zeilen in der Darstellung. Ausserdem: Man sollte die Pixelzahl eines Bildschirms nicht nach der Quelle
auswählen, sondern danach, ob man bei normaler Entfernung noch einzelne Pixel erkennen kann - was
nicht der Fall sein sollte. Das wird beeinflusst durch den Abstand des Sitzplatzes zum Fernseher (oder
Leinwand) und durch die individuelle Sehschärfe. Als grobe Formel für den richtigen Abstand von HD-
Schirmen gilt die dreifache Bildhöhe (etwas weniger als das Zweifache der Diagonale). Wählt man das
Pixelraster zu grob, sieht man praktisch eine Gitterstruktur im Bild, wählt man es zu klein, verschenkt
man andere wichtige Vorteile, etwa Helligkeit und Kontrast.

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 19/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
In der Computertechnik werden die Bildschirm-Auflösungen meist in Buchstabenkürzeln angegeben.
Welchen Videoauflösungen entsprechen diese?

Wie die Tabelle zeigt, entsprechen die meisten Kürzel dem Seitenverhältnis von 4:3 (1,33:1). Da
HDTV aber ausschliesslich das Bildformat 16:9 (1,77:1) verwendet, werden hier über einen 4:3
Bildschirm oder ein 4:3 Projektorpanel 25 Prozent der horizontalen Zeilen gar nicht benützt, denn sie
stellen nur schwarze Balken dar. Die wirklich nutzbare Auflösung reduziert sich dadurch um diesen
Prozentbetrag. Die XGA-Angabe von 1.024 x 768 mit ihrem Seitenverhältnis von 4:3 ergibt im
Breitbildbetrieb also eine nutzbare Auflösung von nur noch 1.024 x 576, was die Qualität von HDTV
nicht voll zur Geltung bringt.

Bildschirm-Auflösungen
Bezeichnung Pixel Seitenverhältnis
VGA 640 x 480 1,33:1 = 4:3
SVGA 800 x 600 1,33:1 = 4:3
WVGA 853 x 480 1,77:1 = 16:9
XGA 1.024 x 768 1,33:1 = 4:3
SXGA 1.280 x 1.024 1,25:1
WXGA 1.280 x 768 1,66:1 = 15:9
WXGA 1280 x 800 16:10
WXGA 1.366 x 768 1,77:1 = 16:9
SXGA+ 1.400 x 1.050 1,33:1 = 4:3
UXGA 1.600 x 1.200 1,33:1 = 4:3
WSXGA+ 1680 x 1050 16:10
UXGA+ 1.920 x 1.200 1,6:1
QXGA 2.048 x 1.536 1,33:1 = 4:3
QUXGA 3.200 x 2.400 1,33:1 = 4:3
QUXGA+ 3.840 x 2.400 1,6:1
Wenn mein Disc-Player über einen HDMI-Ausgang verfügt, kann ich ihn an den DVI-Eingang eines
Computermonitors anschliessen?

Im Prinzip ja. Nur arbeiten Computermonitore mit anderen Bildschirmauflösungen und


Bildwiederholraten, sodass nicht sichergestellt ist, dass Sie ein einwandfreies Bild zu sehen bekommen.
Ausserdem aktivieren die allermeisten Discs den Kopierschutz HDCP. Dieser wird aber von den DVI-
Eingängen von Computermonitoren in der Regel nicht unterstützt, sodass der Bildschirm völlig schwarz
bleibt.

Was tun, wenn ein bereits vorhandener Bildschirm oder Projektor keinen HDCP-tauglichen DVI- oder
HDMI-Eingang hat?

Solche Eingänge sind nach den Bestimmungen des "HD-ready" Logos zwingend geboten, denn nur
sie können die HDCP-verschlüsselten Bildsignale moderner HD-Quellen entschlüsseln und darstellen.
Um dennoch auch ältere Geräte nutzen zu können, hat die deutsche Firma Spatz; Konverter
entwickelt, die das ankommende Signal von der HDCP-Codierung befreien und es in ein analoges
Komponenten- oder RGB-Signal umwandeln. Weil damit aber offensichtlich Patente verletzt werden,
musste das Unternehmen den Vertrieb dieser Produkte schon Anfang 2006 wieder einstellen.
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 20/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

Technische Details
Alle anzeigen / Alle verbergen

Warum ist die Fernsehsendung via Satellit um einige Sekunden gegenüber terrestrischer oder Kabel-
Verbreitung verzögert?

Das hat hauptsächlich 2 Ursachen: Das Signal legt von der Erde bis zu den ca. 36'000km über dem
Äquator schwebenden Satelliten und retour einen weiten Weg zurück. Der Hauptgrund liegt aber
darin, dass das Bild und der Ton digitalisiert, datenreduziert (komprimiert), verschlüsselt und in der
Empfangs-Box wieder entschlüsselt und de-komprimiert werden muss, damit es auf einem Bildschirm
dargestellt werden kann. Besonders die Datenreduktion ist ein zeitaufwendiger Vorgang, speziell, wenn
das Bild bei hoher Qualität möglichst stark komprimiert werden soll.

Wie kann man dem Einbrennen von Standbildern bei Plasmabildschirmen begegnen?

Einbrennen, also Geisterbilder vorausgegangener Darstellungen, kommt bei Plasmaschirmen vor allem
am Anfang der Lebendauer vor, in den ersten 500 oder 800 Betriebsstunden. Moderne Geräte haben
damit recht wenig Probleme, es kann aber vorkommen. Dagegen hilft:
– In den ersten Betriebsstunden Material mit festen Einblendungen nur eine gewissen Zeit ansehen (vor
allem Videotext, Games, aber auch Letterbox-Filme); danach Umschalten oder Ausschalten.
– Am Anfang die Helligkeit herunterregeln; der Schirm ist zu Beginn besonders empfindlich, aber auch
besonders hell. Daher verträgt er eine Reduzierung und spart gleichzeitig Helligkeit für später.
Ist es dennoch passiert, hilft der Betrieb mit einem Weissbild (etwa von einer Test-DVD) für eine
gewisse Zeit, etwa über Nacht. Das wird auch in den Service-Abteilungen der Hersteller so
praktiziert.

Gibt es das Einbrennen auch bei LCD-Bildschirmen und was kann man dagegen tun?

Ja, das kommt tatsächlich vor, wenn auch selten. Und es ist nicht nur bei Bildschirmen bekannt,
sondern auch bei Projektoren. Ausser häufigem Wechsel der Bilder lässt sich dagegen allerdings nichts
unternehmen. Es empfiehlt sich also, Standbilder nicht tage- oder wochenlang unverändert stehen zu
lassen.

Wie kommt es, dass Aufnahmen mit xvYCC auf einem normalen Bildschirm besser aussehen als normale
Camcorder-Aufnahmen?

Tatsächlich sollte man erwarten, dass ein Signal mit erweitertem Farbraum auf einem Bildschirm ohne
diese Fähigkeit falsch dargestellt wird, ja sogar weniger gesättigt. Eine richtige Darstellung dürfte doch
eigentlich erst bei entsprechendem Eingang wirksam sein. Tatsächlich ist es aber so, dass Aufnahmen
von Camcordern, die den erweiterten Farbraum xvYCC (auch x.v. Color genannt) beherrschen,
meistens besser aussehen. Das hat zwei Gründe.
Zum einen werden digitale Videosignale traditionell mit etwas Abstand nach oben und unten codiert,
um Spielraum für die Beseitigung von Störungen (Aliasing) zu haben. Ein Kanal mit acht Bit nutzt dann
von den möglichen Stufen 0 bis 255 nur 16 bis 235 (in den beiden Farbdifferenzkanälen 16 bis 240).
PC-Signale lassen diese Begrenzung weg und nutzen 0 bis 255. Da xvYCC einen weiteren Farbraum
darstellen muss, hat man beschlossen, hier ebenfalls den vollen Spielraum zu nutzen. Daher wirken die
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 21/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Bilder kräftiger und kontrastreicher, auch auf Bildschirmen ohne x.v. Color.
Ein zweiter Grund ist, dass bisher immer auf den RGB-Farbraum Rücksicht genommen wurde. Werte,
deren Summe in RGB bisher unter 0 oder über 1 lagen, waren verboten, die Farben konnten also nicht
übertragen werden. Bei x.v. Color (genauer gesagt xvYCC/IEC 61966-2-4) ist dieser Farbraum
zugelassen, und damit auch nutzbar, wenn Camcorder und Bildschirm per HDMI verbunden sind –
dort ist neben RGB auch immer YUV möglich. Damit wirken einzelne Farben heller und gesättigter, sie
leuchten stärker.
Für wirklich korrekte Darstellung braucht man aber tatsächlich einen Bildschirm mit HDMI-Eingang in
Version 1.3, bei dem x.v. Color unterstützt wird. Deep Color dagegen ist etwas anderes, nämlich die
Übertragung mit mehr als acht Bit (12 bis 16).

Mein Blu-ray / HD DVD Player gibt kein 24p aus, ich kann aber trotzdem kein Ruckeln erkennen. Woran
liegt das?

Das kann mehrere Ursachen haben:

1. Man hat es bisher nicht bemerkt. Denn das Ruckeln, dass durch die unregelmässige
Umwandlung der 24 Filmbilder auf 60 Hertz entsteht (der erste Halbbild dreimal, das zweite
zweimal, daher 3:2 Pulldown genannt), fällt umso stärker auf, je grösser ein Bildschirm ist – hier
folgt das Auge den Objekten über den Schirm. Und es hängt natürlich stark von der jeweiligen
Szene ab. Bei Schwenks über harte Konturen, etwa Gebäude oder Personen, ist es kaum zu
übersehen.
2. Manche Bildschirme haben eine spezielle Filmmode-Erkennung, die aus den 60 Halbbildern
herausfindet, welche vom gleichen Filmbild stammen. Diese werden dann in einer geichmässigen
Abfolge wiederholt, etwa mit 72 Hertz (drei Bilder pro Filmbild, 3:3).

Mein Player und der Bildschirm sind 24p fähig, es ruckelt aber trotzdem. Woran liegt das?

Auch hier kommen mehrere Ursachen in Betracht:

1. Auch Filmbilder im Kino ruckeln, da die Frequenz von 24 Bildern pro Sekunde zuwenig für
flüssige Bewegungen ist. Schwenkt ein Kameramann zu schnell, was früher verpönt war,
bemerkt man ein leichtes Ruckeln. Das verschwindet erst ab etwa 50 Bildern pro Sekunde, wie
bei TV-Aufnahmen üblich. Dafür sind die aber unscharf bei Bewegung, bedingt durch das
Halbbild-Verfahren (ausser kommende 720p/50-Übertragungen). Dagegen hilft das Errechnen
von Zwischenbildern, wie bei 100-Hz-LCDs der Fall.
2. Manche Bildschirme akzeptieren zwar am HDMI-Eingang 24p, rechnen die Signale intern aber
wieder auf 60 Hertz um, weil sie keine höheren Bildwechselfrequenzen beherrschen. Damit ist
der 3:2 Pulldown wieder gegeben, das Bild sieht so aus, als ob es mit 60 Hertz vom Player
geliefert würde.
3. Es kann passieren, dass die Informationen des Bildschirms fehlerhaft sind oder verloren gehen.
Per HDMI teilt er nämlich dem Player mit, welche Auflösungen und Frequenzen er verarbeiten
kann (EDID-Signal). Kommt darin 24p nicht vor, wird der Player 60i oder 60p liefern. Einige
Bildschirme übermitteln diese Information nicht, in anderen Fällen geht die Information auf
dem Weg durch einen AV-Receiver oder einen HDMI-Umschalter verloren. Hier hilft es, wenn
der Player auf „forced 24p“, also zwangsweises 24p geschaltet werden kann (bei PS3 ab
Update 1.90 möglich).

Der Bildausgang meines Disc-Players ist umschaltbar zwischen 1080 und 720. Welche Einstellung soll ich
für meinen 720-er Bildschirm wählen?
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 22/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

Das lässt sich nicht generell beantworten, man muss es mit der jeweiligen Gerätekombination in der
Praxis ausprobieren. Meistens erhält man das beste Ergebnis aber, wenn man den Player auf 1080
stellt und das Umrechnen dem Bildschirm überlässt.

Wie vergleichen sich die technischen Parameter der verschiedenen Disc-Formate?


***(max., in der
Praxis noch nicht
erhältlich)
Laser-Wellenlänge 405 nm (blau) 405 nm (blau) 650 nm (rot)
Numerische 0,85 0,65 0,6
Apertur
(Laserbündelung)
Spurbreite 0,32 Mikron 0,40 Mikron 0,74 Mikron
Kapazität pro 25 GB 15 GB 4,7 GB
Schicht
Schichten pro Seite 4 3 2
***
Max. Bitrate 53,95 38,55 Mbit/sec. 11,08 Mbit/sec.
Rohdaten Mbit/sec.
Max. Bitrate Video 40 Mbit/sec. 29,4 Mbit/sec. 9,8 Mbit/sec.
Max. Bitrate Audio 48 Mbit/sec. 30,24 Mbit/sec. 10,08 Mbit/sec.
+ Video
Spielzeit MPEG-2 22 Stunden 13 Stunden 3,8 Stunden
(SD, 5 Mbit/sec.)
Spielzeit MPEG-4 / 8,5 Stunden 5 Stunden -
VC1
(HD, 13 Mbit/sec.)
Spielzeit MPEG-2 5,5 Stunden 3 Stunden -
(HD, 20 Mbit/sec.)
Bildauflösung 1920x1080 1920x1080 720x576
(max.)
Video Codecs MPEG-4 MPEG-4 H.264 AVC, MPEG-1,
H.264 AVC, VC-1, MPEG-2 MPEG-2
VC-1, MPEG-
2
Audio Codec Pflicht Pflicht Pflicht
Dolby Digital max. 640 max. 504 kbit/sec. max. 448 kbit/sec.
kbit/sec.
Audio Codec Pflicht Pflicht Optional
DTS max. 1,5 max. 1,5 Mbit/sec. max. 768 kbit/sec.
Mbit/sec.
Audio Codec Optional Pflicht -
Dolby Digital Plus max. 1,7 3 Mbit/sec.
Mbit/sec.
Audio Codec Optional Optional -
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 23/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
DTS-HD max. 6 max. 3 Mbit/sec.
Mbit/sec.
Audio Codec Pflicht Pflicht Pflicht
Linear PCM
Audio Codec Optional Pflicht -
Dolby True HD
Audio Codec Optional Optional -
DTS-HD Master
Audio
Internet-Zugang Optional Pflicht -
Kopierschutz AACS 128 Bit AACS 128 Bit CSS 40 Bit
Ländercodes 3 Regionen - 6 Regionen
Benötigt man für die Übertragung von HDMI 1.3 spezielle Kabel?

Nein. HDMI-Kabel müssen nicht dem Standard 1.3 entsprechen, denn die dort theoretisch mögliche
Bandbreite wird derzeit gar nicht genutzt. Allerdings sieht 1.3 für Kabel spzeielle Tests und Freigaben
vor, das verspricht eine gewisse Sicherheit. Alle vorhandenen HDMI-Kabel übertragen auch alle
neuen Tonverfahren.

Was geschieht, wenn die Blu-ray Disc oder die HD DVD den Ton in Dolby True HD oder DTS-HD
Master Audio enthält, der HDMI-Eingang des nachgeschalteten AV-Receivers aber nur Version 1.1 oder
1.2 ist?

In einem solchen Fall liefert der Player dem Receiver die jeweils höchste Qualitätsstufe, die dieser
verarbeiten kann. Das ist in aller Regel unkomprimiertes PCM mit 5+1 Audiokanälen. Sollte die Disc
7+1 Kanäle enthalten, so werden diese vom Player automatisch auf 5+1 "heruntergerechnet".
Sämtliche Audiosignale werden zudem in analoger Form an den RCA-("Cinch")Buchsen des
Abspielgerätes ausgegeben und können von dort aus ohne Qualitätsverlust zum Verstärker geleitet
werden.

Wie kann es passieren, dass bei HDTV-Wiedergabe Bild und Ton nicht synchron sind?

Das kann vorkommen, wenn die Verarbeitung von Bild- und Tonsignalen in den verwendeten
Geräten unterschiedlich lang dauert. Um dies zu korrigieren, enthalten viele A/V-Verstärker oder
Home-Cinema-Receiver einstellbare Verzögerungseinrichtungen, mit denen man diesen Effekt
korrigieren kann. Auch Settopboxen sind häufig mit solchen Einrichtungen ausgestattet. Es gibt auch
externe Verzögerungsgeräte, die sich in den Audio-Signalweg einschlaufen lassen.

Wofür braucht man Datenkompression?

In der Digitaltechnik sind zwei Begriffe von zentraler Bedeutung: Speicherplatz und
Transportkapazität. Beides kostet Geld und steht nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung, also
versucht man wo immer möglich, die Datenmenge möglichst niedrig zu halten. Wie die nachstende
Grafik zeigt, produziert ein unkomprimiertes 8-Bit Videosignal in High Definition Qualität etwa 891
Megabit pro Sekunde. Bei 10 Bit kommen nochmals ca. 50 Prozent dazu. Wollte man diese
Datenmenge auf einer DVD speichern, wäre die Disc nach weniger als 5 Sekunden voll, für HDTV in
Spielfilmlänge bräuchte man eine DVD von mindestens 2 Metern Durchmesser. Ausserdem gibt es
keinen Laser, der in der Lage wäre, 891 MBit/sec. zu schreiben. Ohne Datenkompression geht es also
nicht, Videodaten müssen erheblich komprimiert werden, damit man sie überhaupt senden oder
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd 24/36
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
aufnehmen kann. Die populäre MPEG-2 Kompression lässt die Datenmenge auf etwa 18 - 25
MBit/sec. schrumpfen. Dieses System wird überall ausserhalb Europas für Fernsehübertragung benützt
und es ist auch als eines von 3 Kompressionsformaten für die Blu-ray Disc und die HD-DVD
vorgesehen. Modernere Verfahren erreichen aber einen noch viel stärkeren Kompressionsgrad und
ergeben zugleich sogar noch eine höhere Bildqualität. So kommt jetzt in Europa für
Fernsehübertragung das hoch effiziente MPEG 4 H.264 AVC zum Einsatz. Dasselbe Format ist - wie
auch VC 1 von Microsoft - auch auf den neuen Disc-Formaten im Einsatz. Damit kann man
hochauflösendes Video sogar auf einer DVD-ROM unterbringen, die für eine Datenrate von 9,6
MBit/sec. eingerichtet ist.

Was muss man über Verschlüsselung wissen?

Immer mehr Fernsehsender übertragen ihre Programme verschlüsselt. Man kann sie also nicht mehr
mit beliebigen Geräten empfangen, sondern man benötigt einen speziellen Decoder und eine so
genannte Smart Card, die zum Empfang berechtigt. Für die Verschlüsselung gibt es zahlreiche Gründe:

Manche Sender wollen oder müssen ihr Sendegebiet einschränken, etwa wenn sie über Satellit
übertragen wie SRG und ORF.
Programmveranstalter wie RTL wollen ihre Rechte schützen, so dass niemand unbefugt damit
Geschäfte machen kann, etwa fremde Werbung dazwischenschneiden oder ins Bild einblenden.
Infrastrukturbetreiber wie Kabel- oder Satellitenfirmen wollen die Zuschauer an den Kosten der
Übertragung beteiligen, etwa bei der HD+-Plattform in Deutschland.
Bei klassischem Pay-TV zahlt der Kunde für die Inhalte, so wie bei Sky oder dem Teleclub in
der Schweiz.

Rund um die Verschlüsselung gibt es aber viel Verwirrung, weil zahlreiche Begriffe unklar sind oder
falsch verstanden werden.

1. Verschlüsselung oder Scrambling

Alle TV-Sender, die digitale Programme verschlüsselt ausstrahlen, nutzen einen gemeinsamen
Standard, der in der DVB-Norm festgelegt ist. Er nennt sich Common Scambling Algorithm (DVB-
CSA) und besteht aus einer so genannten Verwürfelung, bei der die einzelnen Datenpakete in eine
wirre Reihenfolge gebracht werden. Diese Reihenfolge ändert sich zudem ständig. Um daraus nun ein
sauberes Bild- und Tonsignal zusammenzusetzen, benötigt der DVB-Empfänger einen Schlüssel sowie
die Information, für welche Datenpakete dieser Schlüssel gültig ist. Weil dieses Verfahren in der Norm
verankert ist, lassen sich mehrere Wege, wie der Schlüssel transportiert wird, gleichzeitig einsetzen.
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 25/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Man nennt das dann Simulcrypt und das bedeutet, dass ein Sender zum Beispiel mit Nagravision und
NDS Videoguard parallel zugänglich gemacht wird. Gleichzeitig muss eine Kennung im Sendestrom
enthalten sein, welche Karten für dem Empfang freigeschaltet sind. Dabei hat jede Karte eine eigene,
nicht auslesbare Nummer.

2. Zugangsberechtigungs-Systeme oder Conditional Access (CA)

Für die Übertragung der Schlüssel, die zum Empfang notwendig sind, gibt es zahlreiche Verfahren, von
denen die bekanntesten Nagravision, NDS Videoguard, Conax, Irdeto, Viaccess oder Betacrypt
heissen. Sie regeln, wie Kontrolldaten im Datenstrom versteckt werden, wie aus ihnen der Schlüssel
errechnet werden kann, wo auf den Karten die jeweilige Berechtigung so versteckt wird, dass sie nicht
auslesbar ist, und so weiter. Diese Methoden sind frei wählbar, so dass die einzelnen Anbieter ihre
CA-Systeme ständig weiterentwickeln können; von den meisten Firmen gibt es daher mehrere
Versionen, die sich teilweise grundlegend voneinander unterscheiden.

Man unterscheidet dabei zwischen einem eingebauten CA-Verfahren (Embedded) und einer Lösung
auf Basis des Common Interface (CI, siehe unten). In der Regel hat ein Empfänger immer nur ein
Zugangssystem eingebaut, so dass das Gerät oft nur für einen speziellen Dienst nutzbar ist. Gleichzeitig
können Sender und Verschlüsselungsfirma den Herstellern von Set-top-Boxen bestimmte Bauarten
und Funktionsweisen vorschreiben. So kann zum Beispiel verlangt werden, dass innerhalb der Box
kein Signal ungeschützt abgreifbar sein darf oder dass am Ausgang ein Kopierschutz (z. B.
Macrovision an Scart und HDCP an HDMI) aktiviert werden muss.

Eindeutig einem bestimmten Verfahren zugeordnet ist auch die jeweilige Smart Card. So lassen sich mit
einer Nagra-Karte keine Videoguard-Empfänger betreiben. Eine Ausnahme ist das so genannte
Tunneln oder Umhüllen (Tunneling, Enveloping). Das hat man zum Beispiel bei Nagra eingesetzt, um
damit auch Empfänger betreiben zu können, die Betacrypt eingebaut haben. Dort wird auf der Karte
ein zweites Protokoll eingesetzt, das die Kontrollcodes entsprechend übersetzt.

3. Gemeinsame Schnittstelle oder Common Interface (CI)

Im DVB-Standard verankert ist die Spezifikation einer offenen Schnittstelle, die es erlauben soll, mit
jedem Empfänger jedes Verschlüsselungssystem zu nutzen, das Common Interface (CI). Dieser Schlitz
nimmt ein Modul auf, in dem ein Chip die Übersetzung der jeweiligen Befehle des CA-Systems in die
von jedem DVB-Receiver verstandenen Schlüssel des CSA-Verfahrens besorgt. Von Seiten der EU-
Kommission wird verlangt, dass jeder Fernseher mit DVB-Empfangsteil eine solche Schnittstelle
besitzt. Allerdings sind die Sender nicht verpflichtet, die Benutzung dieser Module zu erlauben.
Zahlreiche Betreiber bestehen darauf, dass der Empfang ihrer Programme nur mit von ihnen lizensierter
Hardwäre möglich ist, etwa BSkyB in Grossbritannien. Die CI-Module (manchmal auch CA-Modul
genannt) enthalten eines oder mehrere CA-Systeme. Sie benötigen dafür eine Lizenz, etwa von Nagra,
Conax oder NDS. Allerdings genügt eine einzelne Lizenz nicht für alle entsprechend verschlüsselten
Angebote oder Smart Cards. So lassen sich manche Nagra-Karten in CI-Modulen verwenden, andere
dagegen nicht.

4. CI-plus

Am CI-Standard wird häufig kritisiert, dass er nicht allen Sicherheitsanforderungen genügt. Vor allem
gilt das für die offene Übertragung der Schlüssel über die Schnittstelle. Daher hat eine Arbeitsgruppe
aus Firmen und Anbietern eine Weiterentwicklung in Form von CI-plus verabschiedet. Darin ist unter
anderem eine weitere, allerdings einheitliche Verschlüsselung der Kontrolldaten zwischen Modul und
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 26/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Empfänger geregelt (in AES oder Triple-DES), dazu Sicherheitsmassnahmen auf Empfängerseite, etwa
die Verschlüsselung von Aufzeichnungen und der Bezug von Lizenzen für die Wiedergabeberechtigung,
vergleichbar mit den DRM-Systemen am PC wie Windows-DRM oder Apple Fairplay.

CI-plus soll es erlauben, möglichst alle Funktionen eines CA-Systems über die gemeinsame
Schnittstelle zu organisieren, von der Kontrolle der Aufzeichnungen bis hin zu Jugendschutz. Damit
würden spezielle Boxen, die nur ein Verfahren oder einen Anbieter unterstützen, überflüssig.
Beschränkungen über das CA-System hinaus sind mit CI-plus nicht möglich, CI-plus dient lediglich als
eine Art Übersetzer.

CI-plus und CI sind miteinander kompatibel, soweit es die Grundfunktionen des Common Interface
betrifft. Ein CI-plus-taugliches Gerät lässt sich lässt sich mit einem CI-Modul betreiben, dann allerdings
nur auf der Ebene von dessen Funktionen; umgekehrt passt ein CI-plus-Modul in jeden CI-Schlitz,
funktioniert da aber nur wie ein CI-Modul. Wenn ein CI-plus-Modul so eingesetzt wird, muss es die
Entschlüsselung verweigern, falls das CA-System nur CI-plus erlaubt.

Es liegt an den Sendern, ob sie die Verwendung von CI-plus-Modulen verlangen. Vereinzelt gab es
bereits Kritik, weil manche Einschränkungen von CA-Systemen nicht über CI-plus zu regeln sind, etwa
beim Ansehen von aufgenommenen Sendungen das Überspringen von Werbepausen zu unterbinden
(so genanntes Ad Skipping). Für diese Art der Steuerung wäre der Einsatz der DVB-Technik CPCM
(Content Protection and Copy Management) nötig. Aus diesem Grunde wollen manche Sender das
Aufnahmen ihrer Programme grundsätzlich unterbinden.

5. Plattformen (HD+ und andere)

Unter einer Plattform versteht man im digitalen Fernsehen den Betrieb eines Angebots, das mit
einheitlicher Technik und gemeinsamer Verschlüsselung zu empfangen ist. Auch Plattformen ohne
Verschlüsselung kommen vor, etwa die Freesat- und Freeview-Systeme in England, die nur interaktive
Funktionen regeln. Bei nicht frei empfangbaren Angeboten kommt es vor allem auf die Smart Card an,
die für alle Programme benutzbar sein muss. Solche Plattformen gibt es zum Beispiel beim ORF, wo
über die Technik dieses Senders auch andere Angebote zu empfangen sind, etwa von Premiere/Sky
oder Arena. In Frankreich gibt es TNTSAT, das sowohl über Astra wie über terrestrische Antennen
empfangbar ist und vor allem für HD-Sender genutzt wird. In Deutschland soll HD+ eine solche
Plattform darstellen, über die auch konkurrierende Anbieter wie RTL oder Sat1 zu sehen sind. Auch
Premiere hat versucht, sich mit dem Angebot Premier Star in dieser Richtung zu profilieren, dieses
Bouquet wurde aber eingestellt beziehungsweise in das neue Sky-Programm integriert.

Der Betreiber einer Plattform kann – in Absprache mit den vertretenen Sendern – festlegen, welche
Anforderungen er stellt. Freesat zum Beispiel bringt eine spezielle Benutzerführung und
Programminformation mit sich, dazu eine Steuerung der Parallelausstrahlung von normaler und HD-
Qualität. Astra als Betreiber von HD+ verlangt recht hohe Sicherheitsnormen, so zum Beispiel CI-plus
auf Empfängerseite oder wenigstens spezielle CI-Module, die nur in bestimmten Receivern einer
Marke funktionieren. Conditional Access bei HD+ ist Nagravision in neuester Form. Es ist auch der
Plattformbetreiber, der entscheidet, wo, auf welchem Weg und zu welchen Konditionen die nötigen
Smart Cards verkauft werden. So werden beispielsweise die Smart Cards für die deutsche HD+
Plattform ausschliesslich in Deutschland verkauft, sodass diese Programme in den anderen
europäischen Ländern über Satellit nicht zu empfangen sind.

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 27/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

Was bedeutet eigentlich...


Alle anzeigen / Alle verbergen

CI Plus

"Common Interface" ist seit langem die Schnittstelle in einem digitalen Empfangsgeräte, etwa einer
Settopbox. Hier lässt sich ein Entschlüsselungs-Modul einstecken, das wiederum die
kreditkartengrossen "Smart Card" aufnimmt, mit der der Besitzer dieser Karte sich als legitimer Nutzer
des verschlüsselt ankommenden Programms ausweist. Da einigen Programmanbietern diese
Schnittstelle nicht gut genug gegen eventuelle Hackerangriffe gesichert schien, ist 2009 eine sozusagen
"verschärfte" Version von CI entwickelt worden: CI Plus.

Es gibt aber auch andere Stimmen. Das ZDF meint beispielsweise:

TV-Sender könnten durch eine Art Schalter im Datenstrom, sogenannte Flags, etwa
festlegen, ob eine Sendung überhaupt aufgezeichnet werden kann ("no copy"), dass ein
aufgenommener Spielfilm nach Stunden (90 Minuten) oder Tagen (bis 61) automatisch gelöscht
wird, dass Werbeblöcke nicht mehr schnell "vorgespult" werden können ("ad-skipping"), dass
eine zeitlich versetzte Wiedergabe ("timeshift") unmöglich gemacht oder auf 90 Minuten
begrenzt wird, dass die Speicherzeit begrenzt wird.

Das Thema Speicherzeit der Aufnahme (Reetention) ist (bewusst?) schwammig spezifiziert. Es ist eine
Begrenzung ab 90 Minuten möglich und keine unbegrenzte Speicherung mehr erlaubt (maximal 61
Tage). Es ist auch nicht spezifiziert, ob die Zeitrechnung mit Beginn oder mit Ende der Sendung
beginnt. Ein Spielfilm von üblicher Länge (90 Minuten) könnte folglich mit der Standardbegrenzung von
90 Minuten direkt nach der Aufnahme nicht mehr angeschaut werden. Ausserdem kann mit CI Plus
nicht gleichzeitig ein verschlüsseltes Programm angesehen und ein zweites aufgezeichnet werden.

Es ist keineswegs sicher, dass Fernsehstationen überhaupt von diesen Einschränkungsmöglichkeiten


Gebrauch machen werden, und wenn doch, in welchem Umfang. Sicher ist hingegen, dass
Fernsehsendungen, die nach der neuen CI Plus Schnittstelle verlangen, von den bisher üblichen
Settopboxen mit CI-Schnittstelle nicht empfangen werden können. Dieser Mangel lässt sich in vielen
Fällen durch ein Software-Update und ein neues CI+-Modul beheben, in vielen anderen Fällen steht
diese Möglichkeit aber nicht zur Verfügung, dort hilft nur der Kauf einer neuen, CI+-tauglichen
Settopbox

DSL

Die Abkürzung DSL steht für Digital Subscriber Line (deutsch: Digitale Teilnehmeranschlussleitung).
Damit werden verschiedene Techniken bezeichnet, um über zwei bis vier Kupferadern des
Telefonnetzes Daten mit hohen Datenübertragungsraten zu übertragen. Die bekannteste DSL-Technik
ist das sogenannte ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line), eine asymmetrische
Datenübertragungstechnologie, z. B. mit Datenübertragungsraten von 8 Mbit/s zum Teilnehmer und 1
Mbit/s in der Gegenrichtung. Der grundlegende strukturelle Unterschied zwischen DSL und
herkömmlichen Datenverbindungen (z. B. über ISDN) besteht darin, dass die eigentliche DSL-
Verbindung nur auf der letzten Meile zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle besteht und der Rest
des Vermittlungsweges zwischen zwei Teilnehmern (Endpunkte) nicht über geschaltete Leitungen,
sondern über die Netzinfrastruktur des Internet geführt wird. Die letzte Meile schränkt die Übertragung
ein und gerade die DSL-Technik ermöglicht nun wesentlich höhere Datenübertragungsraten als analoge
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd 28/36
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Verfahren oder ISDN. Seitens der Telefon-Netzbetreiber wird DSL deshalb als die Technologie für
Internet- Zugänge bei Privatkunden forciert.

DVB

DVB (Digital Video Broadcasting) ist eine ursprünglich europäische Initiative zur Entwicklung und
Standardisierung von digitalen Übertragungsstandards für Fernsehen. 1993 gegründet, ist DVB
mittlerweile eine weltweite Projektorganisation mit über 250 Mitgliedern aus allen fünf Kontinenten.
Sitz der Organisation ist Genf. Die Standards der DVB-Familie sind die heute weltweit am meisten
verbreiteten Normen für das digitale Fernsehen.

EBU

Die EBU (European Broadcasting Union) ist der Verbund der europäischen öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten. Die EBU ist in verschiedene Abteilungen untergliedert, die sich beispielsweise um
den gemeinsamen Rechteerwerb für internationale Sportveranstaltungen, den Austausch von
Programmmaterial oder auch die Entwicklung gemeinsamer technischer Standards und Empfehlungen
kümmern. Ähnliche Organisationen gibt es beispielsweise auch in Asien (ABU) und der Arabischen
Welt (ASBU).

EPG

Ein elektronischer Programmführer (englisch: Electronic Programme Guide, kurz: EPG) ist ein
bildschirmgeführtes, interaktives Dialoginstrument, mit dem der Zuschauer zu den Fernsehprogrammen
der Digital- Bouquets (z. B. ZDF.vision) geführt wird. EPGs werden in der Regel von den Herstellern
in ihre Receiverprodukte integriert, können aber auch von Programmanbietern angeboten und über das
Rundfunksignal verbreitet werden. EPGs sind damit simultan zum Fernsehprogramm abrufbar. Der
EPG gibt Detailinformationen zu den einzelnen Sendungen und beschreibt technische Extras, wie etwa
Mehrkanalton oder die Bedienungsanleitung interaktiver Begleitdienstangebote

Halbbild

Aus historischen Gründen arbeitet das Fernsehen bislang hauptsächlich (analoges PAL, digitales
SDTV und einige HD-Formate) nicht wie die herkömmliche Fotografie oder Kinematographie mit
Vollbildern, sondern "nur" mit Halbbildern. Das heisst, jedes einzelne Vollbild wird aufgeteilt in zwei
Halbbilder und im Zeilensprungverfahren geschrieben, jeweils um eine Zeile versetzt. Das erste
Halbbild belegt die ungeraden Zeilen (1, 3, 5, 7 usw.), das zweite Halbbild die geraden Zeilen (2, 4, 6,
8 usw.). Bei einer Vollbildfrequenz von 25 Bildern pro Sekunde ergeben sich somit 50 Halbbilder, die
in vertikaler Richtung nur jeweils die Hälfte der Bildpunkte eines entsprechenden Vollbildes besitzen.
Bei 1080i/25 sind dies z. B. 540 Bildpunkte (vertikal) bzw. Bildzeilen pro Halbbild. Der Vorteil
gegenüber einer progressiven Darstellung von 25 Vollbildern pro Sekunde liegt in der flüssigeren
Darstellung von Bewegungen.

IP / Internet Protocol

Das Internet Protocol (deutsch: Internet-Protokoll), kurz: IP, ist ein Netzwerkprotokoll, das
Computernetze miteinander verbindet. Es arbeitet dabei unabhängig vom Übertragungsmedium. Mittels
der sogenannten IP-Adresse und einer Subnetzmaske können Computer innerhalb eines Netzwerkes
in logische Einheiten, sogenannte Subnetze, gruppiert werden. Auf dieser Basis ist es möglich,
Computer in grösseren Netzwerken zu adressieren und Verbindungen zu ihnen aufzubauen, da
aufgrund der logischen Adressierung ein "Routing", das heisst die Wegewahl und Weiterleitung von
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd 29/36
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Netzwerk-Paketen ermöglicht wird. Das Internet-Protokoll bildet damit die Grundlage des Internets.

IP-TV / TVoIP / TVoDSL

IPTV (Internet Protocol Television) ist eine neue Verbreitungsform für TV-, Video- und Hörfunk-
Dienste. IPTV ist typischerweise für die Nutzung am Fernseher gedacht, aber auch der Empfang am
PC ist möglich. Die Übertragung des IPTV-Angebots erfolgt über geschlossene Breitbandnetze (meist
VDSL), auf die nur ein abgegrenzter und registrierter Nutzerkreis – die Abonennten - Zugang hat, und
die eine definierte, konstante Empfangsqualität gewährleisten (Quality of Service – QoS).

PAL

PAL ist die Abkürzung von "Phase-Alternating-Line" und bezeichnet ein 1967 in Deutschland
eingeführtes Verfahren zur Farbbildübertragung im analogen Fernsehen (kompatibel zum
Schwarz/Weiss-System). Dabei wird das Farbdifferenzsignal in jeder zweiten Bildzeile um 180 Grad
phasenverschoben übertragen und vermeidet somit Farbtonfehler wie sie im älteren, amerikanischen
NTSC häufig auftreten.

Set-Top-Box

Bezeichnung für Endgeräte zum Empfang von digitalem Fernsehen in der Form von Zusatzgeräten mit
eigenem Stromanschluss und eigener Fernbedienung. Die Bildwiedergabe bleibt dabei Aufgabe des
meist vorhandenen, gewöhnlichen Fernsehgeräts, welches über Scartkabel oder HDMI-Kabel (->
HDMI-Anschluss) angeschlossen wird. Eine Set- Top-Box verfügt in ihrem "Innenleben" über einen
Prozessrechner, über den computerähnliche Steuerungsfunktionen realisiert werden.

Time Shifted TV

Die Begriffe "Time Shift” oder auch "Time Slip" werden für zeitversetztes Fernsehen gebraucht, das
durch eine Funktion bei digitalen Videorekordern (-> PVR) ermöglicht wird, bei der eine Sendung
gleichzeitig aufgenommen und wiedergegeben werden kann. Mit Hilfe dieser Funktion kann bereits mit
dem Ansehen einer Sendung begonnen werden, während diese noch läuft und zu Ende aufgezeichnet
wird. Zudem ist es möglich, durch die Aktivierung der "Time-Shift- Funktion" auf der Fernbedienung
eine Sendung zu "stoppen", z. B. um ein dringendes Telefonat entgegenzunehmen, während die
Sendung im Hintergrund weiter aufgezeichnet wird. Nach Beendigung des Telefonats kann man am
selben Punkt der Sendung wieder einsteigen, an dem man gestoppt hatte, um sie dann zu Ende zu
sehen.

Was ist Overscan?

Der Overscan war ein Notwendigkeit im analogen TV-Zeitalter und bei Bildröhren. Der
Elektronenstrahl bekam nämlich zum Start einen kräftigen Impuls, der ihn ordentlich ausschlagen liess
und den Anfang der Zeile markierte. Um den zu verbergen, begann das Bild etwas ausserhalb des
sichtbaren Bereichs. Das hatte auch den Vorteil, dass leichte Unsauberkeiten kaschiert wurden, weil
man die Kante des Bildes nicht sehen konnte. Overscan nennt sich daher der Bereich, der zum Bild
gehört, aber auf dem Schirm nicht sichbar ist. Von Underscan spricht man dagegen bei PC-Monitoren,
die innerhalb des sichtbaren Feldes mit dem Bildinhalt beginnen, also einen leichten schwarzen Rahmen
um das Bild legen. Der Overscan sollte eigentlich in der Grössenordnung von fünf Prozent liegen, es
gibt aber auch Bildschirme, die bis zu zwölf Prozent verstecken. Wobei Overscan im Zeitalter der
Digitalübertragung und der Pixelraster-Displays völlig unsinnig ist - und sogar schädlich: Ein Full-HD-
Schirm könnte ein HDTV-Signal mit 1.080 Zeilen exakt so darstellen, wie es gesendet wird. Overscan
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd 30/36
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
dagegen bedeutet, dass etliche Zeilen oben und unten abgeschnitten werden, sodass der restliche
Bildinhalt aufgeblasen werden muss. Dann werden die Zeilen umgerechnet, was zu Verlusten in der
Bildschärfe führt. Daher ist es für die optimale HDTV-Darstellung wichtig, dass ein Bildschirm die so
genannte pixelnative Darstellung, auch 1:1 Pixelmapping genannt, beherrscht. Im neuen Logo "HD-
ready 1080p" wird das sogar explizit verlangt.

Was ist ein Farbraum?

Das menschliche Auge nimmt Farbtöne wahr, die kein Bildschirm darstellen kann, etwa Nordlichter
oder die Reflexionen auf einer CD. Bildschirmen werden enge Grenzen gesetzt durch die
Leuchtmaterialien (zum Beispiel das Phosphor bei Bildröhren) oder die Farbfilter. Daher muss man
definieren, wie gesättigt ein Farbton jeweils ist, damit die Grundfarben Rot, Grün und Blau einheitlich
wiedergegeben werden. 100 Prozent, also voller Pegel zum Beispiel im Grün-Kanal, entsprechen in
Wirklichkeit nur einem bestimmten Punkt innerhalb des sichtbaren Spektrums, nicht farbreinem Licht
mit einer Frequenz von 530 nm oder einem benachbarten Wert. In der Kombination mit den anderen
beiden Farbkanälen lässt sich so jeder Wert innerhalb des definierten Dreiecks exakt wiedergeben;
diese Werte genau zu treffen, in Farbton wie Helligkeit, dazu dient die so genannte Kalibrierung. Das
gilt übrigens für Kameras genau wie für Bildschirme. Werden die Parameter nicht exakt eingehalten,
entstehen falsche Farben, um ehesten sichtbar im Grün; dort liegt das aktuell benutzte Sprektrum nahe
an der Grenze der in der Natur vorkommenden Farben. Eine Verschiebung des Grünpunkte führt
daher schnell zu synthetisch aussehendem Rasen, etwa bei Fussball-Übertragungen. Gebräuchlicher
Farbraum ist ITU-R 601, auch als EBU-Farbraum bekannt und für PAL gültig; er wird mit kleinen
Änderungen auch bei HDTV verwendet. Für NTSC gab es anfangs ein wesentlich erweitertes Modell,
das aber nicht angewandt wurde; heute taucht es gelegentlich in Angaben über den möglichen
Farbumfang von Fernsehern auf („110 Prozent NTSC“). Neu ist der sogenannte xvYCC-Farbraum
(da und dort auch xvColor genannt), der die Grenzpunkte nach aussen verschiebt. Er wird von
Camcordern im AVCHD-Standard genutzt, erste Bildschirme können ihn auch darstellen.

Was ist HDMI?

"High Definition Multimedia Interface" ist eine Verbindung zwischen verschiedenen Geräten, auf der
hochqualitative Audio- und Videosignale miteinander in einem einzigen Kabel transportiert werden
können. In der ersten Version 1.1 überträgt HDMI Audiodaten von bis zu 8 Kanälen mit 24 Bit
Wortbreite und 192 kHz Abtastfrequenz sowie Videodaten mit bis zu 165 MHz. Damit ist
Zukunftssicherheit bis hin zur Super-Auflösung von 1080p gewährleistet. Die Transportleistung beträgt
5 GB/Sec., Kabellängen von mehr als 15 Meter sind möglich, allerdings empfiehlt sich dann das
Einsetzen eines (verlustlosen) Zwischenverstärkers. Solche Geräte gibt es zum Beispiel hier und auch
hier. Die (ungebräuchliche) Version 1.2 bietet dieselbe Uebertragungsleistung, kann aber auch den
Datenstrom des Audioformates DSD transportieren. Die vielseitigste Version trägt die Bezeichnung
1.3. Hier steht eine maximale Transportleistung von 10 GB/Sec. zur Verfügung, eine Farbtiefe von bis
zu 48 Bit und ein integriertes "Lip-Sync" System zur Sicherstellung perfekter Synchronisation von Bild
und Ton. Erst diese Version ist auch in der Lage, die neuen Tonformate Dolby True-HD und DTS-HD
in ihrer originalen Form zu transportieren, etwa von einem Disc-Player zum Surround-Receiver.
HDMI-Stecker gibt es in zwei verschiedenen Grössen, die kleinere Variante ist zum bequemen
Anschliessen von Camcordern und digitalen Fotokameras an Bildschirme gedacht. Zum Schutz von
Autorenrechten kommt bei jeder HDMI-Verbindung das Kopierschutzverfahren HDCP (High
Bandwith Digital Content Protection) zur Anwendung. Geräte mit HDMI-Eingangsbuchse können auch
digitale Videosignale von einem Gerät mit DVI-Ausgang empfangen, egal, ob HDCP-codiert oder
nicht. Entsprechende Uebergangskabel gibt es im Fachhandel. Nahezu alle nennenswerten
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 31/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Unternehmen der Computer- und der Heimelektronik haben den HDMI-Standard akzeptiert. Eine
Website mit weiterführenden Informationen finden Sie hier. Geräte mit HDMI-Anschluss tragen dieses
Logo.

Dies sind die beiden HDMI Steckervarianten:

Hier eine Übersicht über die verschiedenen HDMI-Versionen. Wenn ein Bildschirm oder AV-
Receiver nicht der gleichen Version entspricht wie das Abspielgerät, schaltet dieses automatisch auf die
Version zurück, die von allen Geräten der Kette beherrscht wird.

HDMI Standards
HDMI 1.0 HDMI 1.1 HDMI 1.2 HDMI 1.2a HDMI 1.3
Bandbreite 4,95 Gbit/sec. 4,95 Gbit/sec. 4,95 Gbit/sec. 4,95 Gbit/sec. 10,2 Gbit/sec.
Video 1080p60 1440p120
maximal
Farbe 24 Bit RGB (3x8) 48 Bit RGB
36 Bit YUV (3X12) 48 Bit YUV
xvYCC
Audio 8 Kanäle PCM + DVD- + SA-CD + Lip-Sync
Dolby Digital Audio + Dolby True HD
DTS + DTS-HD
Sonstiges CEC-
Unterstützung
erhältlich seit 12 / 2002 6 / 2004 8 / 2005 12 / 2005 11 / 2006

Um HDMI absolut zukunftssicher zu machen, wurde im Sommer 2009 der Standard 1.4
etabliert.Dieser beinhaltet
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 32/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
einen Audio- Rückkanal
zusätzliche Leitungen für Netzwerkverbindungen
3D-Unterstützung
4K-Unterstützung
erweiterte Farbräume (insbesondere für professionelle digitale Fotokameras)
einen Micro-HDMI-Connector (vor allem für Fotokameras) und
ein besonders robustes Steckersystem für den Betrieb im Auto

Zukünftig wird es fünf verschiedene Kabeltypen geben. Diese werden aber auf Basis einer Richtlinie
klar gekennzeichnet sein. Dies betrifft sowohl die Kabel selbst als auch deren Verpackung, um so dem
Käufer die Auswahl zu erleichtern. Bislang gibt es bereits zwei Arten von HDMI-Kabeln („Standard“
und „High Speed“). „High Speed“ ist erforderlich, um die höheren (allerdings noch ungebräuchlichen)
Auflösungen und Bildraten zu übertragen (1080p bei 60 Hz Bildwiederholfrequenz oder höher,
Auflösungen grösser als 1080p, Deep Color für Auflösungen von 720p, 1080i und höher). Die meisten
der neuen HDMI 1.4-Funktionen können mit diesen grundlegenden zwei Kabeltypen übertragen
werden.

Zu diesen existierenden Kabeltypen gesellen sich nun die Varianten mit Ethernet-Kanal. Das heisst, der
Käufer muss noch die Entscheidung treffen, ob er ein HDMI-Kabel mit Ethernet-
Verbindungsmöglichkeit benötigt („Standard-HDMI-Kabel mit Ethernet“ und „High Speed HDMI-
Kabel mit Ethernet“). Ausserdem wird es ein „Automotive-Verbindungssystem“ für den Betrieb im
Auto geben.

Über HDMI verbundene Geräte können künftig ohne separate Ethernet-Kabel untereinander Daten
austauschen und eine Internetverbindung realisieren. Und zwar mit schnellen 100 MBit/s.

Der Audio-Rückkanal schliesslich bringt eine wesentlich einfachere Verkabelung der verschiedenen
Geräte, wie Flat-TV und Heimkino-Receiver. Ein vom Receiver empfangener digitaler Mehrkanalton
kann von diesem über HDMI 1.4 an den Heimkino-Receiver übermittelt werden und so von diesem
wiedergegeben werden. Das reduziert die Anzahl der zu verlegenden Kabel.

Hier die verschiedenen Steckertypen für Heimanwendung

und HDMI Einbaubuchse SMT mit Flansch.

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 33/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;

Was ist CEC?

"Consumer Electronics Control" ist ein Steuerungsprotokoll für Geräte, die per HDMI miteinander
verbunden sind. Damit wird die Bedienung einer Heimvideo-Anlage vereinfacht: Drückt man zum
Beispiel beim Disc-Player auf PLAY, so schalten sich Surround-Receiver und Fernseher automatisch
ein, sie wählen selbsttätig den richtigen Eingang und der Bildschirm schaltet zudem auf das richtige
Bildformat.

Wie ist die Kontaktbelegung einer HDMI-Buchse?

Pin1: TMDS Data2+


Pin2: TMDS Data2 Shield
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 34/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
Pin3: TMDS Data2-
Pin4: TMDS Data1+
Pin5: TMDS Data1 Shield
Pin6: TMDS Data1-
Pin7: TMDS Data0+
Pin8: TMDS Data0 Shield
Pin9: TMDS Data0-
Pin10: TMDS Clock+
Pin11: TMDS Clock Shield
Pin12: TMDS Clock-
Pin13: CEC
Pin14: Reserved
Pin15: SCL
Pin16: SDA
Pin17: DDC/CEC Masse
Pin18: +5 Volt Versorgungsspannung
Pin19: Hot plug Detact

Was ist DVI?

"Digital Visual Interface" ist eine Verbindung zur Uebertragung von Videosignalen, etwa zwischen
Computer und Bildschirm oder Projektor. Die Kabellänge sollte nicht mehr als 5 Meter betragen.
Anders als bei HDMI werden hier keine Audiodaten übertragen. Die Transportleistung reicht bis 1,65
GBit/sec., DVI-D transportiert nur digitale Signale, DVI-I (für "integrated") auch analoges Video ohne
Ton. Beim Kauf eines Projektors oder Bildschirmes mit DVI-Eingang ist es wichtig, darauf zu achten,
dass dieser Eingang HDCP unterstützt. Ist das nicht der Fall, kann das Gerät Digitalsignale nur von
PC-Karten empfangen, die immer ohne dieses Kopierschutzverfahren arbeiten, also auch bei der
Wiedergabe von DVDs.

DVI-D Buchse DVI-I Buchse


Wie ist die Kontaktbelegung einer DVI-Buchse?
01 = TDMS-Daten 2- 17 = TDMS-Daten 0-
02 = TDMS-Daten 2+ 18 = TDMS-Daten 0+
03 = Abschirmung TDMS-Daten 2,4 19 = Abschirmung TDMS-Daten 0,5
04 = TDMS-Daten 4- 20 = TDMS-Daten 5-
05 = TDMS-Daten 4+ 21 = TDMS-Daten 5+
06 = DDC Takt 22 = Abschirmung TDMS-Takt
07 = DDC Daten 23 = TDMS-Takt +
08 = Analog: V-Sync 24 = TDMS-Takt -
09 = TDMS-Daten 1-
10 = TDMS-Daten 1+ C1 = Analog: Rot
11 = Abschirmung TDMS-Daten 1, 3 C2 = Analog: Grün
12 = TDMS-Daten 3- C3 = Analog: Blau
13 = TDMS-Daten 3+ C4 = Analog: H-Sync
Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd
Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 35/36
22.05.2010 AV Servicetechnik | HDTV - FAQ;
14 = +5 Volt C5 = Analog: Masse
15 = Masse für +5 Volt
16 = Hotplug-Detect
Sind HDMI und DVI miteinander kompatibel?

Ja. Das Datenformat ist dasselbe und es gibt im Fachhandel auch Verbindungskabel mit HDMI-
Stecker auf der einen Seite und DVI-Stecker auf der anderen. Beim Verbinden ist allerdings darauf zu
achten, dass nicht alle Projektoren und Displays mit DVI-Eingang auch mit der HDCP-
Verschlüsselung zurecht kommen. Dieser Punkt sollte vor dem Gerätekauf unbedingt geklärt werden.

Was ist AACS?

Das Daten-Verschlüsselungssystem, das illegales Kopieren von HDTV-Programmen verhindern soll.


Dabei wird eine 128-Bit Verschlüsselung eingesetzt (Advanced Encryption Standard AES), die sich in
jeder Minute mehrere Hundert Mal ändert. Ausserdem enthält jede Disc einen "Renewal Key Block"
und eine individuelle Identifikationsnummer. Jedes legal fabrizierte Abspielgerät verfügt über einen -
von Hersteller zu Hersteller verschiedenen - Entschlüsselungsalgorithmus. Nur wenn der "Device-Key"
des Gerätes und der "Renewal Key Block" der Disc übereinstimmen, wird das Programm abgespielt.

Was ist BD+ ?

BD+ ist ein Kopierschutz für Spielfilme auf Blu-ray-Discs, der dort zusätzlich zum AACS-
Kopierschutz funktioniert. Dazu überprüft eine BD+-Software innerhalb einer Java Virtual Machine die
Filmdaten auf eventuelle Manipulationen und stoppt die Wiedergabe, falls die Daten oder Schlüssel
irgendwo abgegriffen oder verändert werden. Die BD+-Software überprüft unter anderem den
Speicher, ob dort nicht autorisierte Applikationen oder Treiber installiert sind.

Was ist HDCP?

"High Bandwith Digital Content Protection" ist ein Kopierschutzsystem, das bei der Uebertragung
von Daten über HDMI (immer) und DVI (meistens) zur Anwendung gelangt. Dort verhindert es, dass
urheberrechtlich geschützte Inhalte unrechtmässig kopiert werden. HDCP-geschützte Programme
können nur von Geräten empfangen werden, deren Eingangsbuchse ausdrücklich mit HDCP
gekennzeichnet ist. Es steht jedem Verbreiter von Programmen frei, ob er die HDCP-Verschlüsselung
einsetzen will oder nicht. So sendet beispielsweise HD1 mit HDCP, der Demokanal von Astra
hingegen ohne.

Paul Schlotter • Höhefeldstrasse 37 • CH-5012 Schönenwerd


Mobile: +41 (0)79 256 70 16 • Mailto: avs@yetnet.ch • www.avservicetechnik.ch 36/36