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Projekt: Relativitätstheorie

Von Steffen Gottschling und Raoul Lörsch


Raumzeit:

Die Raumzeit beschreibt die absolute Gesamtheit aller Ereignisse, welche aus
der Vereinigung von Raum und Zeit zu einer vierdimensionalen Struktur
resultiert.
Die Kausalstruktur der Raumzeit ist ebenfalls absolut und beschreibt welche
Ereignisse von bestimmten anderen Ereignissen beeinflusst werden können.
Hierbei gilt die Regel, dass ein Ereignis A nur dann Einfluss auf ein anderes
Ereignis B haben kann wenn Informationen in einer bestimmten Zeit von A nach
B gelangen können ohne sich dabei schneller als Licht zu bewegen.

Gleichzeitigkeit:

Laut der speziellen Relativitätstheorie ist die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse


relativ und hängt von der Position und der relativen Geschwindigkeit ihrer
Betrachter ab.
Angenommen ein Zug bewegt sich mit halber Lichtgeschwindigkeit und ist zwei
Lichtjahre lang. In der Mitte des Zugs gibt es ein Ereignis. Für einen Beobachter
innerhalb des Zugs, der sich ebenfalls mit halber Lichtgeschwindigkeit bewegt
benötigen die Informationen des Ereignisses gleich lang um die die beiden
Enden des Zugs zu erreichen. In diesem Fall jeweils ein Jahr.
Ein ruhender Beobachter außerhalb des Zugs nimmt das Ereignis anders wahr.
Für ihn kommen die Information des Ereignisses im hinteren Ende des Zuges
früher an als im Vorderen, da sich der Zug für ihn vom Ort des Ereignisses
entfernt. In diesem Fall beträgt für ihn die Zeit die das Licht benötigt um den
Hinteren Teil des Zuges zu erreichen nur ein Halbes Jahr während es Eineinhalb
Jahre benötigt um den vorderen teil des Zugs einzuholen.
Zwischen zwei Ereignissen, die für den ersten Beobachter gleichzeitig
stattfinden, liegt für den zweiten Beobachter also ein Ganzes Jahr
Zeitunterschied.
Eine universelle Gleichzeitigkeit existiert damit nicht!

Zeitdilatation
Zeitdilatation meint das Phänomen der Relativitätstheorie, dass
sich Uhren im bewegten System für einen außenstehenden
Betrachter langsamer bewegen. Diesem Phänomen unterliegen
allerdings nicht nur Uhren, sondern jeder beliebige Vorgang und
damit die Zeit im bewegten System selbst. Bei zunehmender
Geschwindigkeit nimmt auch die Zeitdilatation
(Zeitverzögerung) zu.

Wie man auf der


Grafik erkennen kann ist der zurückgelegte Weg im bewegten
System länger als der im ruhenden was nur einen Schluss
zulässt: Die Zeit im Bewegten System vergeht langsamer.
Die Zeitdilatation errechnet sich mit der Formel:

Wobei
To = Eigenzeit
T‘= beobachtete Zeit (von außen)
V² = Geschwindigkeit des beobachteten Objekts
c² = Lichtgeschwindigkeit
ist.
Längenkontraktion

Das Prinzip der Längekontraktion beschreibt, dass ein Objekt von einem
Messsystem umso kürzer gemessen wird, je schneller es in Relation zu diesem
unterwegs ist. Dieses Phänomen beruht im Grunde auf der Theorie der relativen
Gleichzeitigkeit.
Aus der Sicht des Objekts findet die Messung zunächst an dessen Spitze und
dann an seinem Ende statt wodurch es durch seine Fortbewegung kürzer
erscheint als dies im Ruhesystem der Fall wäre.

Dies lässt sich erneut gut am Bespiel eines Bahnsteigs mit einem
vorbeifahrenden Zug erklären.
Bewegt sich ein Zug, in dem sich eine Lichtuhr befindet an dem Bahnsteig
vorbei ergeben sich aus verschiedenen Beobachtungsstandpunkten verschiedene
Messergebnisse.
Aus dem ruhenden System heraus betrachtet legt der Lichtpunkt innerhalb der
Lichtuhr in der Zeit, die der Zug benötigt den Bahnhof zu passieren nicht nur
eine Bewegung von oben nach unten aus sondern folgt auch der Bewegung des
Zuges.
Aus der bewegten Perspektive innerhalb des Zuges heraus bewegt sich der
Lichtpunkt allerdings nur senkrecht wodurch er eine kürzere Strecke
zurückzulegen scheint.
Wenn man nun von der Formel s=c*Δt und davon dass sich in beiden Fällen der
Lichtpunkt mit Lichtgeschwindigkeit bewegt aus, ergibt sich:

Δt(ruhend) > Δt(bewegt)

Nun wendet man die Formel nicht mehr für die zurückgelegte Strecke der
Lichtpunkte sondern für die des Zuges an: s=v*Δt
Da der Zug in beiden Fällen die gleiche Geschwindigkeit v hat gilt daher auch:

s(ruhend) > s(bewegt)

Der Bahnsteig erscheint aus dem ruhenden System heraus gemessen also länger,
als wenn man die Situation aus dem fahrenden Zug beobachtet und misst, da
sich der Lichtpunkt aus dieser Perspektive beim Passieren des Bahnsteigs nur an
einem senkrechten Vektor entlang bewegt, während er aus der ruhenden
Perspektive heraus auch mit dem Zug mitbewegt.
Ruhemasse und Massenzunahme

Die Ruhemasse eines Körpers ist die masse die gemessen werden kann wenn er
relativ zum Beobachter ruht.
In der speziellen Relativitätstheorie wird davon ausgegangen, dass die Masse
von bewegten Körpern (aus der ruhenden Parspektive heraus) zunimmt.
Wie dies begründet wird entzieht sich meinem Verstand im Moment allerdings
komplett.

Beziehung von Masse und Energie.

Der Energieerhaltungssatz besagt dass Energie nicht gewonnen


werden kann oder verloren geht sondern nur umgewandelt
werden kann. Daraus ergibt sich, dass Masse mit einem Faktor
multipliziert seiner Energie entspricht. Einstein entdeckte
diesen Faktor, er beträgt das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit
woraus sich die Formel E=mc² ergibt.

Krümmung der Raumzeit

Die Raumzeit ist ein vierdimensionales Gebilde, in welchem jeder Punkt drei
Raum- sowie ein Zeitkoordinate besitzt und als Ereignis bezeichnet wird.
Bei der Theorie der Krümmung der Raumzeit wird nun davon ausgegangen,
dass die Masse von Körpern sowohl den Raum in ihrer Umgebung als auch die
Zeit krümmen. Hierauf wird in der speziellen Relativitätstheorie auch die
Gravitationskraft zurückgeführt.
Um dies zu verstehen muss man das Modell vereinfachen:
Stellt man sich den Raum als zweidimensionale Fläche und die Zeit als dritte
Dimension vor so öffnet sich nach jedem Ereignis nach oben (in Richtung der
Zeit) der beschreibt, welche Ereignisse vom Ausgangsereignis beeinflusst
werden können. Der Kegel wird dadurch begrenzt, dass nur Ereignisse in der
Zukunft beeinflusst werden können, zu denen Licht in der vergangenen Zeit seit
dem Ausgangsereignis gelangt sein kann.
Jede Masse neigt nun diese Kegel in ihre Richtung, wodurch sich die Weltlinien
zu ihr hin krümmen.
Warum kann man Objekte hinter einem Schwarzen Loch
manchmal mehrfach sehen?

Da Schwarze Löcher eine sehr hohe Masse darstellen krümmen


auch sie die Raumzeit. Nun kann es sein, dass Objekte hinter
dem Schwarzen Loch Lichtstrahlen aussenden die an mehreren
Stellen an dem Schwarzen Loch vorbeigehen, von diesem
‘abgelenkt‘ werden und dann auf der Erde im Mikroskop
ankommen, somit für uns sichtbar sind. Wir sehen das Selbe
Objekt mehrfach.

Wenn wir nun die Wege rekonstruieren würden ohne die Krümmung der
Raumzeit einzubeziehen würden sich mehrere Objekte ergeben die an
unterschiedlichen Positionen vermuten würden (1, 2).

Schwarze Löcher

Jede Masse hat eine gewisse Gravitationskraft zur Folge welche diese
komprimiert. Im Normalfall wirken dieser Kraft Kräfte im Inneren entgegen,
woraus ein stabiler Zustand hervortritt. Übersteigt nun die Gravitationskraft
sämtliche Gegenkräfte wird die Masse bis zum Volumen 0 komprimiert
wodurch die Dichte unendlich wird. Die Masse kollabiert und ein „Schwarzes
Loch“ entsteht.
Die Dichte, bis zu der Materie komprimiert werden muss, um durch ihre
Gravitationskraft zu einem Schwarzen Loch zu kollabieren, ist umgekehrt
proportional zum Quadrat der Masse.
Ihren Namen haben Schwarze Löcher (auch Singularität) durch den Umstand,
dass elektromagnetische Wellen, wie etwa sichtbares Licht, den
Ereignishorizont nicht verlassen können und es einem menschlichen Auge daher
vollkommen schwarz erscheint.