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Die Idee fr ein Monument stammte von Edouard Lefebvre de Laboulaye.

Der Pariser
Politiker war ein glhender Anhnger der amerikanischen Freiheitsideale, zumal in seinem
eigenen Land Napoleon III diktatorisch regierte. Deshalb sollte ein Freiheitssymbol als
Geschenk fr die Amerikaner um an den 100. Jahrestag der Unabhngigkeit zu erinnern auch
eine Botschaft an den Kaiser sein. Als de Laboulaye schon 1865 das Denkmal vorschlug, war
es fr ihn natrlich, dass es gemeinsames Werk beider Nationen sein msse. Zunchst hielt
sich Begeisterung in Amerika in Grenzen. Die Statue war zwar ein Geschenk, doch den
Sockel mussten die New Yorker selber zahlen. Nach einem Aufruf des Verlegers John
Pulitzer kamen rund $102,000 zusammen. Erst im Jahr 1884 wurde das Denkmal in
Frankreich fertiggestellt, in Einzelteilen in die U.S.A. verschifft und dann wieder aufgebaut.
Am 28. Oktober 1886 zog eine Parade zum Hafen, und als die Statue an der Wall Street
vorbeikam, warfen die Hndler Papierstreifen aus den Fenstern und erfanden so das moderne
Konfetti.
Seit dem Tag thront die Freiheitsstatue auf Liberty Island ber dem Hafen von New York. Die
46 Meter hohe Darstellung der rmischen Freiheitsgttin Libertas reckt den rechten Arm mit
einer goldenen Fackel in die Hhe und hlt in der linken Hand eine Tafel mit dem Datum der
Unabhngigkeitserklrung. Neulich meinte der franzsische Staatschef Sarkozy, dass Lady
Liberty mehr als eine Statue sei. Obwohl sie eigentlich bis heute als Symbol fr Freiheit und
Demokratie gilt, hat sich diese Bedeutung gendert. Sie ist mittlerweile auch zu einem
Symbol der Einwanderung geworden. Mehr als 12 Millionen europische Einwanderer haben
zwischen 1892 und 1924 im Schatten von Lady Liberty auf der benachbarten Ellis Island
Insel auf ihre Einreise in die U.S.A. gewartet. Nun feiert sie ihren 125. Geburtstag, um gleich
am nchsten Tag zu schlieen. Zwar bleibt Liberty Island weiter geffnet, doch die
Verwaltung des Denkmals wird einen neuen Fahrstuhl bauen und das Treppenhaus
vergrern lassen. Die Arbeiten sollen ein Jahr in Anspruch nehmen.