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Acciai

inossidabili

Stainless steels Rostfreie Edelstähl

On CD-ROM

Domenico Surpi

Acciai inossidabili Stainless steels Rostfreie Edelstähl On CD-ROM Domenico Surpi
Acciai inossidabili Stainless steels Rostfreie Edelstähl On CD-ROM Domenico Surpi
Acciai inossidabili Stainless steels Rostfreie Edelstähl On CD-ROM Domenico Surpi

INHALTSVERZEICHNIS

GRUNDBEGRIFFE

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FERRITISCHER STAHL

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MARTENSITISCHER STAHL

8

AUSTENITISCHER STAHL

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SCHMELZE UND HERSTELLUNG DER NICHTROSTENDEN STÄHLE

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CHEMISCHE ELEMENTE

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BEARBEITUNGEN UND OBERFLÄCHENENDBEHANDLUNGEN

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KALTWALZEN

31

OBERFLÄCHENBEHANDLUNGEN

32

OBERFLÄCHENBESCHAFFENHEIT vON NICHTROSTENDEN STÄHLEN

33

KALTBEARBEITUNG

34

SCHWEISSEN

36

WÄRMEBEHANDLUNG

38

OBERFLÄCHENBEHANDLUNGEN

48

PASSIvIERUNG

51

KORROSION

52

INSTANDHALTUNG DER OBERFLÄCHEN

56

LAGERUNG

58

EMPIRISCHE FORMELN

59

ÜBERGANGSKURvEN

60

NORMENvERGLEICH

61

BEFESTIGUNGSELEMENTE

62

BEZUGSNORMEN

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GRUNDBEGRIFFE

Beim so genannten rostfreien Stahl handelt es sich um Stahl mit erhöhtem Chromanteil, was zu einer höheren Bestän- digkeit gegen die verschiedenen Korrosionsformen führt. Diese Metalle und Legierungen verfügen über die besondere Eigenschaft, sowohl gegen den so genannten „trockenen“ Korrosionsangriff (an der Luft oder bei hoher Temperatur) als auch gegen die „feuchte” Korrosionswirkung beständig zu sein. Man pflegt zwischen der so genannten „Trocken- korrosion“ (auch Hochtemperaturkorrosion oder Oxidation genannt) und der „Feuchtkorrosion“ zu unterscheiden, die in feuchten oder atmosphärischen Umgebungen auftritt. Allgemein kann man feststellen, dass die Beständigkeit gegen die Hochtemperaturkorrosion („Warmkorrosion“) des rostfreien Stahls mit der Bildung und der Aufrechterhaltung einer feinen, kompakten und haftenden Oxidschutzschicht in Zusammenhang steht, welche die Funktion einer Barriere erfüllt und einen weiteren Korrosionsangriff auf das Grundmaterial verhindert. Dagegen handelt es sich bei der Feuchtkorro- sion um einen elektrochemischen Prozess und die Korrosionsbeständigkeit des nichtrostenden Stahls verdankt sich der Bildung einer Passivschicht an der Oberfläche, für die ein Chromgehalt von mindestens 10,5 % erforderlich ist. Bei jeder Art von nichtrostendem Stahl muss ein solcher durchgehender und an der Oberfläche haftender, nicht poröser und unlöslicher Film vorhanden sein, der über die Eigenschaft verfügt, sich neu zu bilden, sobald er der Luft und dem Einfluss von Rostumgebungen ausgesetzt und dadurch beschädigt wird. Die Strukturen dieser metallischen Materialien sind daher außerordentlich wichtig, was man auch an der Tatsache erkennt, dass sie als Grundlage zur Einteilung in folgende Stahlklassen dienen: ferritisch, martensitisch, austenitisch, austeno-ferritisch und ausscheidungshärtbar.

„EVOLUTIONSSTUFEN“ DER EISENLEGIERUNGEN

Eisen Fe Gusseisen grau, weiß, Temperguss, Sphäroguss, Karbonlegierungen min. 2 % Kohlenstoffstahl < 2%
Eisen
Fe
Gusseisen
grau, weiß, Temperguss,
Sphäroguss, Karbonlegierungen
min. 2 %
Kohlenstoffstahl
< 2%
Legierter Stahl
Cr, Mo, Ni, v, W
Nichtlegierter Stahl und mikrolegierter
Strukturstahl, Dualphasenstahl, TRIP-Stahl
Duplexstahl und
ausscheidungshärtbarer Stahl
Nichtrostender Stahl
Superlegierungen
Hastelloy, Incoloy, Inconel, Monel, Udimar
In Entwicklung
Kompositmaterialien, Flüssigmetall,
Formgedächtnislegierungen
Austenitischer Stahl
Fe + Cr +Ni
Ferritischer Stahl
Fe + Cr
Martensitischer Stahl
Fe + Cr
C%
Ni%
0.03 - 0.10
16.0 - 20.0
8.0 - 13.0
C%
0.03 - 0.08
16.0 - 19.0
C%
Cr%
Cr%
Cr%
0.06 - 1.20
11.5 - 19.0

Die Werte C – Cr – Ni der nichtrostenden Stahlarten beziehen sich auf die im vorliegenden Katalog behandelten Typen.

Die Werte C – Cr – Ni der nichtrostenden Stahlarten beziehen sich auf die im vorliegenden

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FERRITISCHER STAHL

Dieser Stahltyp verfügt über keine kritischen Punkte. Die Struktur wird durch einen hohen Chrom- und einen niedrigen Kohlenstoffanteil gewährleistet. Nach dem Prozess des Rekristallisationsglühens ist dieser Stahl somit einsatzfertig. Dieser Stahl weist eine ferritische Struktur auf, unabhängig davon, bei welcher Temperatur das Material erhitzt wird. Nach der Warmbearbeitung kann man das Material auch an der Luft abkühlen lassen, da es nicht verhärtet und keine besondere Spannungsgefahr besteht. Die Warmformung muss bei 850 - 900° C beendet werden, denn bei ca. 1150° C besteht das Risiko des Kornwach- stums, wobei eine Erholung durch keine Art der thermischen Behandlung mehr möglich wäre. Schadensabhilfe würde in diesem Fall die Kaltumformung bieten, bei der das Korn zersplittert und das Material einer thermischen Rekristalli- sationsbehandlung unterzogen wird. Das abgestimmte verhältnis Cr/C sorgt dafür, dass das Material keinen Tran- sformationspunkt aufweist: Es ist nicht möglich, durch irgendeine Art der thermischen Behandlung die mechanischen und physischen Eigenschaften zu verändern.

EIGENSCHAFTEN UND CHARAKTERISTISCHE ELEMENTE:

• C % 0,01 - 0,12 / Cr % 10,5 - 30,0

• Korrosionsbeständigkeit von moderat bis gut bei steigendem Chromgehalt

• gute Beständigkeit gegen Spannungskorrosion

• Beständigkeit gegen Hitze bis zu 1175° C, Abblätterungsbeständigkeit bis zu 750 – 800° C

• begrenzte mechanische Eigenschaften, die durch thermische Behandlung nicht und durch Kaltverfestigung kaum verbessert werden können; im vergleich dazu erweist sich der verfestigungsprozess bei austenitischem Stahl als höherwertig.

• Rapide Abnahme der Bruchfestigkeit (Kerbschlagzähigkeit Kv) bei Temperaturen nahe 0° C bzw. unter 0° C.

• gute Verschleißbeständigkeit

• gute Kaltverformbarkeit

• mittelmäßige Schweißfähigkeit; das Schweißen kann eine Spannungsversprödung verursachen.

Aufgrund der magnetischen Permeabilität werden diese Werkstoffe als „ferromagnetisch“ klassifiziert. Die Werkstofftypen, die über eine bessere Bearbeitbarkeit verfügen, besitzen eine im vergleich zum Ausgangsstahl verringerte Korrosionsbeständigkeit. Sie weisen auch bei kurzer Exposition bei Temperaturen zwischen 400 und 600° C eine beträchtliche versprödungsten- denz auf; es ist möglich, dieses Phänomen durch Zugabe von Stabilisatoren während der Gussphase abzumildern.

STAHLSORTEN IM KATALOG:

STAHL WNR. 1.4016 • EN X6Cr17 • AISI 430

Nicht für Wärmebehandlung des Temperns geeignet. Leichte Kaltverformbarkeit, zur Steigerung der Härte-, Bruch- und Dehnwerte. Bei Blechstärken über 3 mm empfiehlt es sich, vor dem Kaltziehen oder dem Kaltwalzen das Material auf 100 – 300°

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Bei Blechstärken über 3 mm empfiehlt es sich, vor dem Kaltziehen oder dem Kaltwalzen das Material

C zu erhitzen. Bei Werkteilen, die keiner besonderen Beanspruchung unterworfen sind, reicht in den meisten Fällen ein fertig ausgeglühtes Material mit ferritischer Struktur aus, unabhängig davon, welcher Temperatur es ausgesetzt wird. Feinschleifen und sorgfältiges Polieren tragen dazu bei, die Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen. Empfohlen für verwendung bei hohen Temperaturen; nicht geeignet für Umgebungen mit Temperaturen von weniger als 0° C, da hohe versprödungstendenz. verwendungsgebiete: Besteck, Haushaltsgerätebereich (z. B. Spülbecken und Trommeln für Waschmaschinen bzw. Geschirrspülerkörbe), petrochemische Industrie bzw. Waschmittelindustrie, Endfertigung im Autosektor, Auspufftöp- fe, Benzinbehälter, Anlagen zur Herstellung von Salpetersäure und Küchenutensilien, Magnetsensoren, Elektroinjekto- ren, Brennstoffbehälter, Diesel-verbrennungskammern, Scharniere, Speiseeisbehälter, Stickstofffixierungsgeräte, Na- phtabrenner, Industriegasabzugshauben, Rußbläser, Metallvorhänge und Metallgewebe, Magnetventile, Sanitär- und Abwasserleitungen, Bolzen und Schrauben. verwendungsgebiete der Flachprodukte: Abdeckungen, Dachtraufen, Regenwasserabflüsse, Blechabdeckungen, Trägerelemente für Abdeckungen, Lift-verkleidungen, Lüftungs- und Klimakanäle; bei den Anlagen zur Erzeugung alternativer Energie verwendung bei der Zusammensetzung der Solarpaneele und Photovoltaik-Module; die optimale Poliereignung macht diesen Werkstoff für Dekorationen in Innenräumen ideal.

STAHL WNR. 1.4105 • EN X6CrMoS17 STAHL AISI 430FMo

Nicht für die Wärmebehandlung des Temperns geeignet. Aufgrund des hohen Schwefelgehalts für die maschinelle Bearbeitung geeignet. Um die durch die Zugabe von Schwefel und den Einschluss von Sulfiden verursachte leichte verringerung der Korro- sionsbeständigkeit auszugleichen, wird entsprechend kalibriertes Molybdän beigefügt. Gute Beständigkeit gegen Spannungskorrosion. verwendungsgebiete: Salpeterindustrie, Erdölindustrie, Architektur, Dekor-Bereich, Auto-Sektor, Bolzen, Muttern und Schrauben; Magnetbremsen, Bimetallthermometer (Temperatur- und Feuchtigkeitsmesser), Naphtabrenner, Küchenu- tensilien, Magnetventile, Sanitärteile, Injektoren, Mobiliar, Bergbau und Landwirtschaft, Komponenten für Grabun- gen, Magnetrotoren, Magnetventil-Spulen, Temperaturregler. Geringe Beständigkeit gegen intergranulare Korrosion. Nicht empfohlen für unter Druck stehende Gefäße oder Behälter.

STAHL WNR. 1.4106 MOD • X2CrMoSiS18-2-1

Stahl mit erhöhtem Bearbeitbarkeitsfaktor. Nicht für die Wärmebehandlung des Temperns geeignet. Die Korrosion- sbeständigkeit wird durch den hohen Schwefelgehalt verringert. Durch einen hohen Molybdän-Gehalt kann man eine optimale Beständigkeit gegen die Korrosion durch Säuren und Chloride erreichen. Die spezielle chemische Zusammen- setzung ermöglicht eine Optimierung der magnetischen Eigenschaften dieses Werkstoffs; der Silizium-Gehalt sorgt für eine hohe magnetische Permeabilität und eine konsistenten elektrischen Widerstandsfaktor. verwendungsgebie- te: Magnetventile für Korrosionsumgebungen, Kolben, Erdungskomponenten, Abschirmungen, unter Druck stehende Hochtemperaturbehälter in Korrosionsumgebungen, Magnetkerne von Transformatoren, Lichtmaschinenpole, Flussre-

gler, Relais, Teile von Industrie- und Haushaltsöfen.

Magnetkerne von Transformatoren, Lichtmaschinenpole, Flussre- gler, Relais, Teile von Industrie- und Haushaltsöfen. 7

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MARTENSITISCHER STAHL

Diese Stahlarten werden so bezeichnet, weil sie als einzige unter den nichtrostenden Stahlsorten über kritische Punkte verfügen (Ac1, Ac3) und daher nach dem Tempern eine martensitische Struktur annehmen. Durch den Chromanteil wird eine starke verlagerung der isothermischen und aninsothermischen Kurven nach rechts verursacht, weswegen diese Struktur auch durch Abkühlung an der Luft erreicht wird. Wie beim vergütungsstahl werden die besten Eigenschaften nach Tempern und Anlassen erzielt; dabei muss beson- deres Augenmerk auf diese letzte verarbeitung gelegt werden, da sich Chromkarbide an den Korngrenzen sammeln und die Korrosionsbeständigkeit beeinträchtigen können. Bei martensitischem Stahl ist von einer verwendung im

ausgeglühten Zustand abzuraten.

EIGENSCHAFTEN UND CHARAKTERISTISCHE ELEMENTE:

• C % 0,08 - 1,2 / Cr % 11 - 19

• moderate Korrosionsbeständigkeit: Die gewöhnliche Exposition in städtisch-industrieller Atmosphäre kann zu einer Beschädigung des Materials führen

• gute Verschleißbeständigkeit

• geringe Bruchfestigkeit, insbesondere bei Temperaturen unter 0° C

• mittlere Schweißeignung

Sorgfältiges Polieren (auf Hochglanz) trägt zu einer besseren Korrosionsbeständigkeit bei. Aufgrund der hohen magnetischen Permeabilität werden diese Werkstoffe als „ferromagnetisch“ klassifiziert. Die Werkstofftypen, die über eine bessere Bearbeitbarkeit verfügen, besitzen eine im vergleich zum Ausgangsstahl ver-

ringerte Korrosionsbeständigkeit.

STAHLSORTEN IM KATALOG:

STAHL WNR. 1.4005 • EN X12CrS13 • AISI 416

Dieser Werkstoff wird normalerweise im so genannten „vergütungszustand“ verwendet, bei dem die mechanischen Eigenschaften und die Korrosionsbeständigkeit verbessert sind. Niedrigkohlenstoffstahl mit Schwefelzusatz zur ver- besserung der Bearbeitbarkeit. vom Schweißen wird abgeraten: Falls dies jedoch unbedingt erforderlich sein sollte, führen Sie ein vorglühen und ein Entspannungsglühen durch. Durch Tempern und Anlassen können die mechanischen Eigenschaften je nach Nutzungserfordernissen verändert werden. verwendungsgebiete: Turbinen für die Energieerzeugung, Hydraulikventile, Motoren und Pumpen für Süßwasser, Sportgeräte, verwendung in chemisch-aggressiven Umgebungen in der Chemieindustrie; Schrauben - Muttern - Nä- gel; Bolzen, Stiftschrauben, ventilschäfte, Gerüste, Flugzeug-Zubehör, Feuerlöscher, Schmiedeformen. Nicht geeignet

für Anwendungen, bei denen verschleißgefahr oder „Kolbenfresser-Risiko“ besteht.

STAHL WNR. 1.4006 • EN X12Cr13 • AISI 410

Geeignet für Tempern und Entspannen oder Anlassen. Kann auch im ausgeglühten Zustand verwendet werden. Ideal für das Kaltziehen.

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Tempern und Entspannen oder Anlassen. Kann auch im ausgeglühten Zustand verwendet werden. Ideal für das Kaltziehen.

Der beste Korrosionsbeständigkeitszustand wird nach Tempern und Entspannungsglühen bei 200° C und nicht über 430° C erzielt. Ein bei Temperaturen zwischen 430 und 700° C durchgeführtes Anlassen verursacht eine verringerung der Korrosionsbeständigkeit. Die besten Zugfestigkeitswerte werden bei Stahlwerkstoffen erzielt, die im Temperatu- rintervall zwischen 600 und 760° C angelassen wurden. Optimale Umformbarkeit aufgrund der rekristallisierten oder ausgeglühten warmgewalzten Struktur, schwierige An- wendung auf Materialien, die zuvor einer Kaltumformung unterzogen wurden und bei denen man eine weitere Umfor- mung durchführen will (Beispiel: Tiefziehen etc.). verwendungsgebiete: verkleidungen von ventilsitzen, Deckel, Pumpenkomponenten, Flansche und verbindungsstücke für die Erdölindustrie bzw. petrochemische Industrie, ventilgehäuse, Wellen, Kurbelstangen, Schrauben und Muttern, Bügel, Armaturen, Speichen und Felgen bei Fahrrädern und Motorrädern, Gasbrenner, Reißwölfe für Papierfabriken, Rutschen und verkleidungen für Kohlebunker, Schlüssel, Feinmesser (Mikrometer), Karabinerkomponenten, Scheren, Laternen, Dampfturbinen, Metallvorhänge und Metallgewebe, Schränke, Innenraumdekor, Lautsprecherböden, Wa- schmaschinen, Dekorationen und Profile für Außenbereiche, Wasserabflusssysteme; als Kontroll- und Steuerstäbe

sowie Sicherheitsventile in Atomkraftwerken.

STAHL WNR 1.4021 • EN X20Cr13 • AISI 420A

Dieser Werkstoff wird für gewöhnlich in vergütetem Zustand verwendet. Er verfügt über „selbsttempernde“ Eigenschaften (Tempern erfolgt durch Abkühlung an der Luft). Empfohlen für Anwendungen, bei denen ein hoher Kraftaufwand erforderlich ist und keine allzu intensiven Korro- sionskräfte wirksam sind. verwendungsgebiete: Mechanismen, die der Korrosion durch Meerwasser ausgesetzt sind, Messer, chirurgische und zahnmedizinische Instrumente; Lager, bei denen kein Schutz durch Antirost-Öle möglich ist; Hydraulik- und Gasturbi- nen, Sport- und Landwirtschaftsgeräte, Formen für Glas, Turbinenschaufeln, Pumpenwellen, leichte Waffen, Füße und verankerungen, ventile, Magnete, Mixstäbe für Obst und Gemüse; Geräte für das Tempern von Federn; in Atomkraf-

twerken als Steuerstäbe.

STAHL WNR. 1.4028 • EN X30Cr13 • AISI 420B

Erreicht nach der vergütung einen hohen Härtegrad und eine gute Korrosionsbeständigkeit. Selbsttempernd. Geeignet für Fotoätzung. Optimale Korrosionsbeständigkeit nach Tempern und Entspannungsglühen bei 200° C. Wenn das Material poliert oder fotogeätzt werden muss, empfiehlt es sich, Stahl mit S % 0,015 max. zu verwenden. verwendungsgebiete: Fotokameras, Formen für Glas, Innenarchitekturkomponenten, Küchenmesser, ventilsitze, ko- nische ventile, Federn, Schrauben, chirurgische Instrumente, Formen für Kunststoffmaterialien, Wellen für Pumpen,

Flansche und verbindungsstücke.

STAHL WNR. 1.4031 • EN X39Cr13

Geeignet für Tempern und Anlassen.

Gute Hitze- und Korrosionsbeständigkeit.

STAHL WNR. 1.4031 • EN X39C r 13 Geeignet für Tempern und Anlassen. Gute Hitze- und

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Die maximale Korrosionsbeständigkeit wird durch Tempern und Entspannungsglühen bei niedrigen Temperaturen (ca. 180° C) erreicht. Das Schweißen ist schwierig, weswegen davon abgeraten wird: Falls dies aber unbedingt erforder- lich sein sollte, glühen Sie bei 250-300° C vor und nehmen Sie nach Beendigung des Schweißverfahrens sofort das Ausglühen bei 700-750° C vor. Sorgfältiges Polieren (auf Hochglanz) trägt zu einer besseren Korrosionsbeständigkeit bei. Wenn das Material fotogeätzt werden muss, empfiehlt sich die verwendung von Stahl mit S % 0,015 max. verwendungsgebiete: Klingen für Hobbymesser, Messinstrumente wie Kalibriergeräte-vergleicher, Mikrometer; For- men für Kunststoffmaterialien, Federn, chirurgische Instrumente, Armaturen, Pumpen und Filter für Dieselmotoren;

Komponenten, die einem durch Trink- und Gebrauchswasser verursachten verschleiß ausgesetzt sind.

STAHL 1.4034 • EN X46Cr13 • AISI 420C STAHL 1.4034 de mit verbesserter bearbeitbarkeit

Geeignet für Tempern und Anlassen. Das Schweißen ist schwierig, weswegen im Allgemeinen davon abgeraten wird. Gute Umformbarkeit im gewalzten Zustand. Die maximale Korrosionsbeständigkeit erzielt man durch Härtung und Entspannung. Gute Hitze- und Korrosionsbeständigkeit. Abblätterungsbeständig bis zu 650 °C. verwendungsgebiete: Behälter für Obst und Gemüse, Federn, Formen für Kunststoffmaterialien, Antireibungslager, Scheren und Messer, mechanische Industrie, chirurgische Instrumente, Schaber, Pumpenkomponenten für Diesel- Motoren, Fixierungselemente, ventilkugeln, Auto-Sektor, Haushaltsgeräte, Messinstrumente (z. B. Kalibratoren und vergleicher).

STAHL WNR. 1.4035 • EN X46CrS13 • (AISI 420C+S)

Aufgrund der konsistenten Zugabe von Schwefel leicht maschinell bearbeitbar. Die charakteristischen mechanischen Eigenschaften werden durch die thermische vergütungsbehandlung erzielt. Durch den Schwefel wird die Korrosionsbeständigkeit verringert. Aufgrund des hohen Schwefelgehalts sind Schweißarbeiten sehr schwierig, weswegen wir davon abraten. verwendungsgebiete: Zapfen („Pivot pins“), kleine Formen für Kunststoffmaterialien, Schneideinstrumente wie Klin- gen für Rasierer, Küchenmesser, Scheren, Schaber, chirurgische Instrumente, Schraubengewinde, Sitze für Lager, Na- delventile und Düsen. Nicht empfohlen für Behälter mit Flüssigkeiten oder Gasen, die unter Druck stehen.

STAHL WNR. 1.4057 • EN X17CrNi16-12 • AISI 431

Für gewöhnlich wird dieser Werkstoff aufgrund der hohen Dehnwerte und der optimalen Schlagfestigkeit im vergüte- ten Zustand verwendet. Durch die vergütung können die mechanischen Eigenschaften je nach Anwendungserfordernissen verändert werden. Gute Ermüdungsfestigkeit. Optimale Umformbarkeit im ausgeglüht warmgewalzten Zustand, schwierige Anwendung auf Materialien, die zuvor einer Kaltumformung unterzogen wurden und bei denen man eine weitere Umformung durchführen will (Beispiel: Tiefziehen etc.)

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Kaltumformung unterzogen wurden und bei denen man eine weitere Umformung durchführen will (Beispiel: Tiefziehen etc.) 10

Optimales verhalten in Meerwasser und salziger Atmosphäre. Wird normalerweise nicht für Anwendungen verwendet, bei denen ein Schweißen erforderlich ist. verwendungsgebiete: Unterwassergeräte, Kolbenschäfte; Teile, die säurehaltigem Grubenwasser ausgesetzt sind, Schiffskonstruktionen, Schrauben und Muttern für die Stärke-Industrie und die Papierherstellung, ventilkomponenten, kleine Schraubenwellen für Süßwasser, Schleifsteine für Glas, Zentrifugenkörper für die Bereiche Käseherstellung und vergärung, im Allgemeinen verwendet für Fixierungsvorrichtungen; in Atomkraftwerken verwendung als Druckbehäl-

ter des Reaktors und im Kern.

STAHL WNR. 1.4104 • EN X14CrMoS17 • AISI 430F

Besser bearbeitbare version des Stahls X14CrMo17. Geeignet für die thermische vergütungsbehandlung. Gute Beständigkeit gegen mittlere Korrosion (Luft, Süßwasser, Salpetersäure zu 90 % kalt und zu 10 % warm, sch- wache organische Säuren). Durch die Zugabe von Schwefel wird die Beständigkeit gegen die punktuelle Korrosion bzw. gegen die Zwischenraum- Korrosion leicht verringert. Geeignet für die serienmäßige maschinelle Hochgeschwindigkeitsverarbeitung. von Anwendungen, bei denen Schweißarbeiten vorgesehen sind, ist abzuraten. verwendungsgebiete: Erdöl- und Salpeterindustrie, Außendekorationen im Bauwesen, Dekorprofile und Dekorscha- blonen im Auto-Bereich; Bolzen, Muttern und Schrauben, Besteck, Sanitärleitungen, Temperaturregler, Temperatur- und Druckregler, Komponenten für die Luftfahrt. Aufgrund des hohen Schwefelgehalts (der im Inneren des Werkstücks Porosität verursachen kann) wird von einer

verwendung für Druckbehälter abgeraten.

STAHL WNR. 1.4112 • EN X90CrMoV18 • AISI 440B

Dieser Werkstoff verfügt über eine hohe verschleißbeständigkeit und eine bemerkenswerte Formbeständigkeit. Durch Tempern und Entspannen erreicht er eine solide Härte. Im getemperten und entspannten Zustand (300 °C) gute Beständigkeit in einer Umgebung mit mittlerer Korrosion. Aufgrund der hohen Härtbarkeit muss der Werkstoff in der Schweißphase vorgeglüht und entspannt werden. Das Kaltwalzen und Kaltziehen ist bei dieser Legierung nicht ganz einfach. Die beste Korrosionsbeständigkeit erzielt man mit Anlassen bei einer Temperatur von weniger als 430 °C. verwendungsgebiete: Werkzeuge für die Erzeugung von Zinnfolien, chirurgische Instrumente, Lager, Komponenten für Motoren mit Innenverbrennung, Lebensmittelbehälter, Messer, Scheibenklingen für Kaltsägen, gehärtete Kugeln,

Permanentmagnete, verschleißteile.

STAHL WNR. 1.4116 • EN X50CrMoV15

Aufgrund seiner selbsthärtenden Eigenschaften lässt sich dieser Werkstoff nicht leicht schweißen. Schlecht geeignet für die Kaltumformung. Optimale verschleißbeständigkeit. Eine bestmögliche Bearbeitbarkeit mit Werkzeugenerzielt man mit ausgeglühtem Material unter Zuhilfenahme von Spanteilern.

bestmögliche Bearbeitbarkeit mit Werkzeugenerzielt man mit ausgeglühtem Material unter Zuhilfenahme von Spanteilern. 11

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Gute Oxidations- und Hitzebeständigkeit bis zu 760 °C. verwendungsgebiete: Schneideklingen mit unterschiedlichen Formen, reinigungsmittelbeständiges Besteck, Formen und Matrizen für synthetische Harze, Ringe für Lager, Kugeln, ventilkomponenten, Messinstrumente, Drahtzieheisen

und Zugmatrizen, zahnmedizinische und chirurgische Instrumente, Permanentmagnete, Gelenkzapfen.

STAHL WNR. 1.4122 • EN X39CrMo17-1

Durch eine thermische vergütungsbehandlung wird diesem Stahlwerkstoff eine optimale Beständigkeit gegen Korro- sion, verschleiß bzw. gegen die eigenen Antireibungseigenschaften verliehen. vom Schweißen wird abgeraten: Falls dies unbedingt erforderlich sein sollte, wenden Sie nach dem vorglühen auf 300-400 °C die TIG-Technik an. verwendungsgebiete: Komponenten für Kompressoren; Muttern und Bolzen; Wasserdampfventile, chirurgische Mes- ser und Profi-Messer, Formen für korrosive Kunststoffmaterialien und synthetische Harze, Hochqualitätsbesteck, Pum- penkomponenten, Meeranlagen, Räumwerkzeuge, Schweißfäden für harte Auflagen; in Atomkraftwerken verwen-

dung als Kern und Druckgefäß.

STAHL WNR. 1.4125 • EN X105CrMo17 • AISI 440C

Geeignet für Tempern und Entspannen zur Erzielung hoher Härtegrade. Hohe verschleißbeständigkeit. Dieser Werkstoff darf bei einer Temperatur über 425 °C nicht verwendet werden, da er unter den Auswirkungen des Anlassens leidet und seine Korrosionsbeständigkeit gesenkt wird; bei 750 °C oxidiert er merklich. vom Schweißen wird aufgrund der hohen Härtbarkeit dieses Werkstoffs abgeraten: Falls dies unumgänglich notwen- dig ist, glühen Sie bei 200-150 °C vor und glühen Sie nach Beendigung des Schweißens bei 780 °C aus. verwendungsgebiete: Hochwiderstandsspezialmesser, Schneidescheiben, Rasierklingen, chirurgische Instrumente,

Lager, Düsen, ventilkomponenten und Pumpen für Erdölfelder, Rußabscheider bei Dieselmotoren.

Instrumente, Lager, Düsen, ventilkomponenten und Pumpen für Erdölfelder, Rußabscheider bei Dieselmotoren. 12

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Instrumente, Lager, Düsen, ventilkomponenten und Pumpen für Erdölfelder, Rußabscheider bei Dieselmotoren. 12

AUSTENITISCHER STAHL

Die austenitische Struktur, die bei Umgebungstemperatur stabil bleibt, wird durch das gleichzeitige vorhandensein von Chrom und Nickel und durch den niedrigen Kohlenstoffgehalt gewährleistet. Austenitischer Stahl wird in zahlreichen aggressiven Umgebungen bei niedriger und hoher Betriebstemperatur verwendet. Die gängigste thermische Behandlung für alle diese Werkstofftypen ist das so genannte „Lösungsglühen“ oder „Ho- mogenisieren“ (Kühlung in Wasser bei 1050 °C). Durch das Ziehen wird dem Werkstoff die gewünschte Kaltumformung verliehen, wobei den Bruch- und Dehneigen- schaften eine besondere Bedeutung zukommt. Um diese Kaltbearbeitung zu erleichtern und keine übermäßige Kaltumformung durchzuführen, werden Behandlungen mit Oxalaten ausgeführt, das als Schmiermittel zwischen den Metalloberflächen und den Drähten fungiert und auf diese Weise die Reibung auf ein Minimum reduziert. Die mechanische Beständigkeit kann durch die Zugabe von Schwefel und Molybdän verbessert werden. Durch eine glatte und einheitliche Oberfläche (mit sehr geringer Rauheit) kann die Korrosionsbeständigkeit merklich

verbessert werden.

EIGENSCHAFTEN UND CHARAKTERISTISCHE ELEMENTE:

• C % 0,015 - 0,15 / Cr % 16,0 - 28,0 / Ni % 6,0 - 32,0

• Durch das Molybdän wird eine höhere Korrosionsbeständigkeit gewährleistet (Crevice und Pitting), jedoch kann Korrosion unter Spannung in einer Chlorid-Umgebung auftreten

• hohe Beständigkeit gegen das Phänomen des Kriechens (Retardation), also die zeit- und temperaturabhängige plastische verformung unter Last

• gute Verschleißbeständigkeit

• hohe Beständigkeit gegen Wärmeoxidation bis zu 925 °C und für feuerfeste Materialien (Cr % > 20, Ni % ~ 20, Si % > 1) bis zu 1150 °C

• gute Ermüdungsfestigkeit

• aufgrund ihrer guten Dehnbarkeit eignen sich diese Stahlwerkstoffe ausgezeichnet für das Kaltumformen

• gute Schweißeignung

• die äußerst geringe magnetische Permeabilität (vergleichbar dem Vakuum) ermöglicht einen stabilen amagnetischen Zustand

Die Werkstofftypen, die über eine bessere Bearbeitbarkeit verfügen, besitzen eine im vergleich zum Ausgangsstahl verringerte Korrosionsbeständigkeit. von Schutzanstrichen mit Bewuchsschutz-Lacken (TBT-Lacken) wird abgeraten, da diese nutzlos und sogar schädlich sind; wir empfehlen ein gründliches Polieren, um eine Beschädigung der Passivschicht zu vermeiden. Im Falle einer Beschädigung der Schutzschicht empfehlen wir die Anwendung geeigneter Beiz- und/oder Passivierung- sverfahren; dabei kommt es zu einer schnellen und effizienten Neubildung der Passivschicht. Diese Stahlwerkstoffe sind im lösungsgeglühten Zustand gegen Sprödbruch resistent; sie eignen sich auch für die

verwendung bei kryogenischen Temperaturen (-160 °C)

Zustand gegen Sprödbruch resistent; sie eignen sich auch für die verwendung bei kryogenischen Temperaturen (-160 °C)

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STAHLTYPEN IM KATALOG:

STAHL WNR 1.4301 • EN X5CrNi18-10

Stahl mit verbesserter Bearbeitbarkeit. Klassisch im Bereich der nichtrostenden Stahlwerkstoffe: 18-10. Nicht für Tempern geeignet; die mechanischen Eigenschaften R und Rp0.2 können durch Ziehumformung verbessert werden. Optimale Bruchfestigkeit bei niedrigen Temperaturen. Benutzen Sie, falls ein Schweißen vorgesehen ist, Elektroden E308 L. Gute Korrosionsbeständigkeit im lösungsgeglühten Zustand. vermeiden Sie ein langsames Erhitzen und Abkühlen im Temperaturintervall zwischen 450 und 850 °C, um eine Aus- scheidung von Chromkarbiden zu vermeiden (Sensibilisierungsphänomen). Gute Schweiß- und Tiefzieheignung. Wenn der Ferritgehalt über 1, 5 % liegt, besteht ein Bruchrisiko in der Ziehphase. Als Lösung für dieses Problem em- pfehlen wir, den Nickelanteil so hoch wie durch die entsprechenden vorschriften erlaubt zu halten, um auf diese Weise einen Ferritanteil von nicht mehr als 0,5 % zu erzielen. verwendungsgebiete: pharmazeutische Industrie; Anlagen für die Chemie-, Textil-, Färberei-, Lebensmittel- und Goldschmiedeindustrie; Architekturdekor, Tanks und Autoindustrie, Wärmetauscher, ventile und Düsen, Lawinen- schutzdächer; Wassersektor (Gitter, Schleusen, Buchsen für Netzfilter und selbstreinigende Filter, Sedimentatoren, Rührmaschinen, Unterwasserpumpen, Insufflatoren für Belüftungswannen, Förderanlagen und Kanalleitungen für Jauche und Gülle); mittelgroße und tiefe Formen; Anlagen für die Behandlung von Milch, Käse, Butter, Fruchtsaft und Brennereiprodukten; Behälter und Geräte für die verarbeitung von Kakao; schalldämpfende Barrieren für Eisenbahnen und Autobahnen. verwendungsgebiete der Flachprodukte: Abdeckungen, Dachtraufen, Regendächer, Blechabdeckungen, verriegelun- gen, Trägerelemente für Abdeckungen, Liftverkleidungen, Straßenplatten, Gitter, Einfassungen, begehbare Platten und Gitter, Platten für Bügeleisen; in Atomkraftwerken verwendung als Flansche, Federn, Bolzen und Muttern, ventile, Leitungen, Heizkessel; bei Anlagen zur Erzeugung alternativer Energie verwendung bei der Zusammensetzung der Solarpaneele und Parabolspiegel. Im sensibilisierten Zustand keine Gewährleistung gegen die so genannte „interkristalline Korrosion“ (durch Lösung-

sglühen verbesserbar); geringe Korrosionsbeständigkeit bei vorhandensein von Chloriden.

STAHL WNR. 1.4305 • EN X8CrNiS18-9 • AISI 303

Automatenstahl, der für gewöhnlich im lösungsgeglühten und ziehumgeformten Zustand verwendet wird. Optimale Bruchfestigkeit bei niedrigen Temperaturen und gute Korrosionsbeständigkeit, wenn keine Chloride oder reduzierende Säuren vorhanden sind. Der Säureangriff führt zu einer punktuellen Korrosion bzw. zu Zwischenraum-Korrosion. Beim Drehen können die Sch- miermittel verwendet werden, die für gewöhnlich in der allgemeinen Mechanik Anwendung finden. Dieser Stahlwer- kstoff lässt sich, falls keine adäquaten Maßnahmen und vorkehrungen getroffen, nur mühsam schweißen. Je nach Grad der Kaltverformung, der dieser unterzogen wird, weist er leichte ferromagnetische Eigenschaften auf. verwendungsgebiete: Schrauben und Stiftschrauben, Muttern, in großem Umfang maschinell produzierte Bolzen, ver- bindungsstücke, Zapfen, Zugstangen, Buchsen, Angelspulen; Inneneinrichtung, Haushaltsgeräte, Transportbereich,

elektronische Geräte.

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Zapfen, Zugstangen, Buchsen, Angelspulen; Inneneinrichtung, Haushaltsgeräte, Transportbereich, elektronische Geräte. 14

STAHL WNR. 1.4306 • EN X2CrNi19-11

Chrom-Nickel-Stahl, aushärtbar mittels Kaltumformung (Beispiel: Ziehen und Tiefziehen). Beständig gegen intergranulare (interkristalline) Korrosion. Der hohe Nickelgehalt ermöglicht die Erzielung einer hohen Bruchfestigkeit bei kryogenischen Temperaturen (niedrige Temperaturen). Die Ermüdungsfestigkeitsgrenze an der Luft für geschliffene Produkte liegt bei ca. 250 N/mm2, ein Wert, der in kor- rosiven Umgebungen entsprechend sinkt. Keine Beständigkeit gegen Chloridkorrosion. vermeiden Sie eine Anwendung bei Temperaturen über 550 °C. verwendungsgebiete: Färberei-, Papier, Chemie-, Pharmazeutik-, Lebensmittel-, Nuklear-, Düngemittel- und Salpete- rindustrie; geschweißte Geräte, Tanks, kryogenische Geräte, Zisternen.

STAHL WNR. 1.4307 • EN X2CrNi18-9

Nicht für Tempern geeignet, die mechanischen Eigenschaften können durch Kaltumformung verbessert werden. Im lösungsgeglühten Zustand ist der Werkstoff gegen die interkristalline Korrosion beständig. Für gewöhnlich zur verbesserung der Bearbeitbarkeit mit Kalziumbehandlung hergestellt. Dieser Werkstoff magnetisiert in der Kaltumformungsphase (Kaltziehen oder Kaltwalzen) leicht. Optimale Tiefziehei- gnung. Auch ohne vorglühen und Enddehnung leicht schweißbar. Es wird empfohlen, die Schweißstelle mechanisch oder chemisch zu beizen und sie im Anschluss daran mit Salpeter- säure (25 %) zu passivieren. verwendungsgebiete: Behälter und Geräte für Nahrungsmittel, Textil- und Erdölsektor, kryogenische verwendung (niedrige Temperaturen); Kohletrichter, Düngemittel-Tanks, Geräte zur Herstellung von Salpetersäure, Behälter für To- matenkonzentrat, Abschirmungen und Metallvorhänge bzw. Metallgewebe, architektonisches Dekor, Leitungen und Kanäle für Heizkessel; in Atomkraftwerken verwendung als Plattierungen für Schweißen und Primärkreisläufe.

STAHL WNR. 1.4310 • EN X10CrNi18-8 • AISI 302

Einer der am häufigsten eingesetzten austenitischen Chrom-Nickel-Stähle, äußerst beständig und duktil, wird kaltge- walzt und kaltgezogen eingesetzt. Dieser Stahl weist einen etwas höheren Kohlenstoffgehalt auf als der Typ 1.4301 und zeichnet sich durch optimale Ermüdungsfestigkeit aus. Die Korrosionsbeständigkeit ist ein wenig höher als beim Stahltyp AISI 301. Durch die einfache Kaltverformung steigt die Härte dieses Materials deutlich an, beim Ziehen ist jedoch ein möglicher stärkerer Magnetismus zu berücksichtigen. Bei der Bearbeitung mit Werkzeugmaschinen empfiehlt sich aufgrund der hohen Plastizität die verwendung von Spanbrechern. verwendungsgebiete: Federn, Uhrenkomponenten, verbindungsteile, Tierkäfige, Kochgeschirr, Behälter zum Abfül- len von Getränken und Bier, architektonische Elemente für den Außenbereich, Kessel, Waschmaschinentrommeln,

Küchengeräte, Schmuck, Pharma-, Molkerei- und Lebensmittelindustrie, Benzintanks.

Kessel, Waschmaschinentrommeln, Küchengeräte, Schmuck, Pharma-, Molkerei- und Lebensmittelindustrie, Benzintanks. 15

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STAHL WNR. 1.4401 • EN X5CrNiMo17-12-2 • AISI 316

verwendung bei hohen Temperaturen mit guter Beständigkeit gegen Korrosion durch verschiedene Säuren, Salze, Sal- zwasser und chemische Substanzen. Aufgrund des hohen Molybdän-Gehalts kann dieser Werkstoff in reduzierenden Umgebungen bzw. überall dort eingesetzt werden, wo eine Kriechbeständigkeit erforderlich ist. Beständigkeit gegen Lochfraßkorrosion („Crevice“ und „Pitting“); in sensibilisiertem Zustand wenig empfänglich für interkristalline Korrosion. Bei in oxidierender Umgebung erhitztem Material ist die Anwendung eines chemischen Beizverfahrens erforderlich, um eine maximale Korrosionsbeständigkeit zu erzielen. verwendungsgebiete: Chemische Industrie, Nahrungsmittel, Textil- (Kunstseide-), Papier- und Zelluloseindustrie, Fo- tografie, chirurgischer Bereich, Tanks für Schiffe; Besteck, Arzneimittel-, Auto-, Sanitärindustrie; Behälter für Leben- smittel und Getränke, Wasserrinnen, Wärmetauscher und Herdkomponenten; Laufräder, Pumpenwellen und Membra- ne für Entsalzungsanlagen; Treppen, Brücken und Stege; Schornsteine, Behälter für Wasserenthärtung, Wasserkocher, Geräte für die Maisveredelung, Brandweinbottiche; bei Anlagen zur Erzeugung alternativer Energie verwendung als

Solarpaneele und Parabolpaneele.

STAHL WNR. 1.4404 • EN X2CrNiMo17-12-2 • AISI 316L

Nicht für Tempern geeignet, die mechanischen Eigenschaften können nur durch Kaltumformung verbessert werden. Geeignet für starke Kaltumformungen. Gute Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion, gegen Salzwasser sowie gegen Lebensmittelerzeugnisse. Bei in oxidierender Umgebung erhitztem Material ist die Anwendung eines chemischen Beizverfahrens erforderlich, um eine maximale Korrosionsbeständigkeit zu erzielen. verwendungsgebiete: Schweißkomponenten, chemische Industrie; Lebensmittel-, Textil- (Kunstseide-), Rauchab- zugs-, Kamin-, Papier- und Zelluloseindustrie; Fotografie, chirurgischer Bereich, Tanks für Schiffe, Besteck, Zugstan- gen; Arzneimittel-, Auto- und Sanitärindustrie; Behälter für Lebensmittel und Getränke; Gefäße und Küvetten für den petrochemischen Bereich; Teile, die mit Schwefeltrioxid in Kontakt geraten; im Bereich von Kläranlagen verwendung als Flockungsmitteldosierer sowie in verbrennungsanlagen, ventilatoren, ventile und Düsen, Metallmaschen, Wärme- austauscher; bei Atomkraftwerken verwendung als Wärmegeneratoren und Pumpen; verwendung findet dieser Wer- kstoff auch auf dem Juwelier- und Brillenmarkt, auch wenn aufgrund der jüngsten vorschriften über Nickelfreisetzung durch Schweiß eine Tendenz zu weniger allergischen Titaniumlegierungen festzustellen ist; im Bereich der alternativen thermischen Solarenergie verwendung bei der Ausführung von Speichertanks. Falls Schweißteile vorhanden sind, darf dieser Werkstoff nicht bei Temperaturen von mehr als 400 °C verwendet werden.

STAHL WNR. 1.4435 • EN X2CrNiMo18-14-3 • (AISI 316LMo)

Sein Gefüge ist vollständig austenitisch, und der Ferritgehalt liegt nach dem Lösungsglühen bei weniger als 0,5 %. Er ähnelt dem Stahl 1.4404, weist jedoch einen niedrigeren Silliciumgehalt und einen höheren Molybdänanteil auf. Aufgrund des vollständig austenitischen Mikrogefüges kann dieser Stahl problemlos kaltverformt werden, mit Hilfe des höheren Molybdängehalts können beständigere Geräte hergestellt werden als mit dem Stahl 1.4404. Das vollständig austenitische Gefüge kann aber das Phänomen der Warmrissbildung hervorrufen. Dieser Stahltyp kann mit den meisten Schweißverfahren geschweißt werden: WIG, Plasma, MIG, SMAW, SAW usw. unter Anwendung von Parametern zur vermeidung von Karbid- und Nitridausscheidungen sowie von Rissbildung.

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SAW usw. unter Anwendung von Parametern zur vermeidung von Karbid- und Nitridausscheidungen sowie von Rissbildung. 16

Glanzpolierte Oberflächen eignen sich am besten, um Korrosion zu verhindern. verwendungsgebiete: wie beim Stahl 1.4404, wo eine höhere mechanische Festigkeit erforderlich ist.

STAHL WNR. 1.4541 • X6CrNiTi18-10 • AISI 321

Häufig wird dieser Werkstoff auch als „nichtrostender feuerfester Stahl“ bezeichnet. Durch Titaniumzugabe stabilisierter Stahl. Gute Beständigkeit gegen intergranulare Korrosion. Falls dieser Werkstoff in einer oxidierenden Umgebung lösungsgeglüht wird, ist eine chemische Beizung erforderlich, um eine maximale Korrosionsbeständigkeit zu erzielen. Nicht sensibilisierbar. Relative magnetische Permeabilität bei -196 °C ~ 2 °r. Sehr leitungsfähiger Stahl. verwendungsgebiete: Bei thermischer Behandlung für Körbe, Wannen, Schmelztiegel, Erhitzungsplatten, Gitter, Ket- ten, Haken, Rollen und Walzen, Kolben, ventilatoren, Düsen für Brenner, Schrauben und Muttern; Ringkollektoren für Flugzeuge, Komponenten von Reaktionsmotoren, Boilermantel; verkleidungen für Pfeiler, Druckgefäße, Brandplatten und Brandtüren, Heizkessel für den Hausgebrauch, Kollektoren. Die gute Bruchfestigkeit bei niedrigen Temperaturen macht diesen Werkstoff ideal für die Herstellung von stickstof-

fhaltigem Industriedünger.

STAHL WNR. 1.4567 • EN X3CrNiCu18-9-4 • (~ AISI 304Cu)

Nichtrostend durch Zusatz von Kupfer, der das Austenit stabilisiert und dieses für schwere Kaltumformungstätigkeiten (Pressen, Falzen, Ziehen und verarbeitungen mit Werkzeug). Durch das Kupfer wird darüber hinaus die Korrosionsbeständigkeit verbessert. Für kryogenische Anwendungen geeignet. Gute Gewinde- und Bohreignung durch verhindern der entsprechenden Kaltverformung. verwendungsgebiete: Auto-Bereich, chemische Industrie, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, Dekorationen,

elektronische Komponenten, Schiffssektor, Weinbau, Wandhaken, Kabel, Nägel, Metallvorhänge und Metallgewebe.

STAHL WNR. 1.4570 • EN X6CrNiCuS18-9-2 • AISI 303K

Nichtrostender Automatenstahl, dessen mechanische Eigenschaften sich durch Tempern nicht verändern. Aufgrund des ho- hen Schwefelanteils können während der Kaltumformung (Ziehen, Pressen etc.) Mikrorisse entstehen. Stahl mit Schwefel- und Kupferzugabe zur Steigerung der Bearbeitungsfähigkeit mit Werkzeugmaschinen. Durch die Kupferzugabe wird die Beständigkeit gegen die durch Kunststoff verursachte Korrosion verbessert. Das Profil der Werkstücke sollte einfach sein und darauf abzielen, eine Neuverzinnung der korrosiven Produkte zu vermeiden. Durch die bei einem Temperaturintervall von 450 bis 800 °C ausgeführte Sensibilisierung wird dieser Werkstoff der interkristallinen Korrosion ausgesetzt. verwendungsgebiete: In allen Sektoren bei denen eine im vergleich zum Grundstahl ASTM 303 höhere Korrosionsbe- ständigkeit erforderlich ist; Komponenten, die serienmäßig auf Hochgeschwindigkeitsmaschinen hergestellt werden wie Zapfen, Schrauben, Muttern, Zugstangen und Buchsen.

auf Hochgeschwindigkeitsmaschinen hergestellt werden wie Zapfen, Schrauben, Muttern, Zugstangen und Buchsen. 17

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STAHL WNR. 1.4571 • EN X6CrNiMoTi17-12-2 • AISI 316Ti

Mit Titanium stabilisierter Stahl mit guter Beständigkeit gegen interkristalline, einheitliche und Lochfraß-Korrosion („Pitting/Crevice“). Dieser Werkstoff besitzt eine beträchtliche Beschichtungsbeständigkeit (beschränkte Bildung von Chromkarbiden) aufgrund der Betriebstemperaturen. Gute mechanische Eigenschaften bei Umgebungstemperatur und bei hohen Temperaturen mit beträchtlicher Kriechbeständigkeit. Bei hohen Temperaturen und einer Atmosphäre stagnierender Luft hohe Oxidationstendenz. Optimale Kaltpress- und Zieheignung. Problemlos schweißbar. verwendungsgebiete: geschweißte Strukturen, See- und Schiffsindustrie; petrochemische Industrie; Lebensmittel-, Phar-

mazeutik-, Papier- und Textilindustrie; Wärmetauscher, Haushalts- und Industrieöfen, Windungen für Durchlauferhitzer.

AUSTENITISCHER-FERRITISCHER STAHL (gemeinhin als Duplex-Stahl bezeichnet)

Er enthält Chrom, Nickel, Molybdän und Stickstoff in entsprechenden Anteilen und besitzt ein Zweiphasen-Gefüge, das aus Austenit-Inseln gebildet wird, welche etwa zu gleichen Teilen in die ferritische Matrix integriert werden. Dieser Stahlwerkstoff zeichnet sich in erster Linie durch optimale Spannungskorrosions-Beständigkeit und eine hohe Dehngrenze aus. Die ferritische Struktur hält vor allem Spannungskorrosion stand, die austenitische Struktur der allge- meinen Korrosion, insofern ist das Interesse der Industrie an solchen Zweiphasen-Stählen leicht nachvollziehbar. Die charakteristischen chemischen Elemente dieser verbindung sind Cr, Mo (ferritbildend) und Ni, C, N (austenitbildend). Der Stickstoff mit einem prozentuellen Gehalt von 0,10 – 0,20 erhöht zudem die Stabilität der austenitischen Struktur im Rahmen von Wärmebehandlungen und verbessert die mechanische Festigkeit sowie die Beständigkeit hinsichtlich lokal auftretender Korrosion. Bei nichtrostenden Zweiphasen-Stählen gibt es zwei kritische Temperaturintervalle, einerseits bei 800°C (zwischen 600 und 950 ~), wo es zur Karbid- und Nitridausscheidung kommen kann, und andererseits bei 475°C, wo sich das Ferrit mit Chrom anreichern kann, dadurch härter wird und zu Sprödigkeit neigt. Die Zähigkeit wird auch durch den Sauerstoffgehalt und das vorhandensein intermetallischer Phasen herabgesetzt. Duplex-Stahl zeichnet sich durch ein besseres Ermüdungsverhalten im vergleich zu Austenit-Stahl aus. Dies wurde anhand des verhältnisses Lf/R zwischen 0,5 - 0,6 für Duplex-Stahl und 0,45 - 0,50 für Austenitstahl getestet und festgestellt (Lf = theoretische Ermüdungsgrenze im Umlaufbiegeversuch und R = Zugfestigkeit des Materials). Dieser Stahl eignet sich nicht für die vergütungs-Wärmebehandlung, die Prozentanteile der Struktur können jedoch durch Lösungsglühen verändert werden, d. h. durch höhere Temperaturen kann nach dem Härten etwa ein höherer Ferritanteil erzielt werden.

STAHL WNR 1.4362 • EN X2CrNiN23-4 • UNS 32304

Dieser Stahl wird in Umgebungen mit Spannungskorrosion, Pitting und Spaltkorrosion eingesetzt. Er bietet durch den Zusatz von Stickstoff (N) optimale mechanische Festigkeit. Gute Zähigkeit und Duktilität (zwischen austenitischem und ferritischem Stahl). Für die Warmverformung gilt T ~ 0,6•T Schmelzvorgang ,feinkörnig und niedrige Reduktionsgeschwindigkeit. Der Stahl darf nicht über einen längeren Zeitraum Temperaturen von über 300°C ausgesetzt werden, da die Gefahr des verlusts der mechanischen Festigkeit und der versprödung besteht. Er ist leicht schweißbar, wobei darauf zu achten ist, die Aufnahme von Wasserstoff zu verhindern. Durch perfekte Oberflächenbehandlung (Läppen mit Ra 0,10-0,20 µm) kann die Pitting-Beständigkeit deutlich erhöht werden. verwendungsgebiete: Druckbehälter, Heißwassertanks, Schrauben, ventilatoren, Wärmetauscher, Abwasserbehan-

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werden. verwendungsgebiete: Druckbehälter, Heißwassertanks, Schrauben, ventilatoren, Wärmetauscher, Abwasserbehan- 18

dlung, Schnecken, Mischer, Papier- und Zelluloseindustrie, Bleichanlagen, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Bran- dschutzwände, Offshore-Ölförderinseln.

STAHL WNR 1.4462 • EN X2CrNiMoN22-5-3 • UNS 31803

Dieser Stahlwerkstoff ähnelt dem Stahl 1.4362, ist aber höher legiert und enthält Molybdän (Mo). Die Pitting- und Spal- tkorrosionsbeständigkeit ist gleich oder höher als beim Stahl AISI 317L. Die mechanische Festigkeit liegt höher als beim austenitischen Stahl. Er ist nicht völlig unempfindlich gegenüber Spannungskorrosion, wird aber im Baubereich im Kontakt mit Natriumchlorid und Brackwasser am häufigsten eingesetzt. Dieser Stahl darf nicht bei Temperaturen über 340 °C ein- gesetzt werden. Das vorhandensein von Molybdän und Stickstoff kann zu Schwierigkeiten bei der Behandlung mit Wer- kzeugmaschinen führen. Die mechanischen Eigenschaften hängen vom Ferrit-/Austenitverhältnis ab, und die Zähigkeit steht im Zusammenhang mit dem Ferritgehalt. Ein höherer Ferritgehalt bedeutet geringere Zähigkeit, ein höherer Austenit- gehalt bedeutet geringere mechanische Festigkeit. Nach Kaltverformungen mit Reduktionen von mehr als 10 % empfiehlt sich ein Lösungsglühen. Wie alle Duplex-Stähle hält auch dieser kryogenen Temperaturen (unter -180°C) stand. verwendungsgebiete: Wärmetauscher, Essigsäure-Destillatoren, Abgasfilter, chemische Druckbehälter, industrielle Gas- und Ölgeräte. Als Richtwert für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen von nichtrostendem Stahl kann bei der chemischen Analyse der Nickelanteil herangezogen werden. Bei Ni ~ 9% Einsatz bei -196 °C, Ni ~ 3,5% Einsatz bei -101 °C, Ni ~ 2,25% Einsatz bei -59 °C. Als Richtwert für die Beständigkeit gegen Zunderbildung bei hohen Temperaturen kann der Cr-Ni-Gehalt herangezo- gen werden. Bei Cr ~ 13% Einsatz bis 760 °C, Cr ~ 18% und Ni ~ 9% Einsatz bis 850 °C, Cr ~ 25% und Ni ~ 20% Einsatz bis 1150 °C, Cr ~ 28% Einsatz bis 1175 °C.

AUSSCHEIDUNGSHÄRTBARE STAHLWERKSTOFFE

Diese Stahltypen sind besser unter der Bezeichnung PH-Stahl (PH = Precipitation Hardening = Ausscheidungshärtung) bekannt. Dieser Werkstoff wird durch aufeinander folgende Temperverfahren bei nicht zu hohen Temperaturen (480- 600 °C) gehärtet. Seine wichtigste Eigenschaft ist eine ziemlich gute Korrosionsbeständigkeit, begleitet von optimalen mechanischen Eigenschaften. Bei den zumeist zur Härtung dieser Stahltypen verwendeten Elementen handelt es sich um folgende: Titanium (Ti), Niobium (Nb), Stickstoff (N), Aluminium (Al), Kupfer (Cu). Auch bei den ausscheidung- shärtbaren Stahlwerkstoffen unterscheidet man zwischen martensitischen, austenitischen und semiaustenitischen Typen. Angesichts der Rohstoffkosten eignet sich dieser Werkstoff vor allem für jene Sektoren (Luft- und Raumfahrt sowie Energieproduktion), bei denen eine hohe Beständigkeit und eine optimale Dehnbarkeit erforderlich sind. Beispiel: Martensitischer Typ 17-4 PH nach Lösungsglühen und einstündiger thermischer Alterung bei 480 °C: R =

1250 N/mm2; A % = 13

WEITERE ANMERKUNGEN ZU NICHTROSTENDEN STAHLTYPEN

Es kann vorkommen, dass eine gewisse Entkohlungsstufe für ferritische und austenitische Stahlwerkstoffe nicht schädlich ist, für martensitische Typen aber schon; eine Kohlenstoffanreicherung ist jedenfalls für alle Werkstoffarten schädlich. Wenn bei Behandlungen Gas vorhanden ist, müssen alle notwendigen vorkehrungen getroffen werden, um eine Wasserstoffabsorption zu vermeiden (aufgrund des bekannten versprödungseffekts). Die ferritischen und auste- nitischen Typen sind aufgrund des Fehlens der kritischen Punkte nicht härtbar und können mittels Kaltumformung die

Ermüdungs- und Bruchlast verändern. Die martensitischen Typen bieten die besten mechanischen Eigenschaften.

die Ermüdungs- und Bruchlast verändern. Die martensitischen Typen bieten die besten mechanischen Eigenschaften. 19

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Stahl

In der Tabelle werden die ungefähren Eigenschaften für gewalzte Produkte gegenübergestellt.

Kategorie

 

R

Rp 0,2

A

Kv +20 °C

Kv -150 °C

Magne-

Beständigkeit

des Stahls

N/mm 2

N/mm 2

%

J

J

tisch

(Temperaturen)

Duplex

1070 - 1270

800

13

25

 

ja

gut

Austenit. Stahl

500

- 700

220

50

140

100

nein

gut

Ferrit. Stahl

450

- 650

280

22

25

 

ja

gut

Martensitisch

650

- 850

500

14

30

 

ja

Durchschnittlich Cr % < 16

 

gut Cr% > 20

Ungefähre Tabelle der Korrosionsbeständigkeit der Familie der nichtrostenden Stahltypen

maximal

minimal

Duplex

Austenit. Stahl

Ferrit. Stahl

Martensitisch

Darstellung des verhältnisses Bearbeitbarkeit an der Werkzeugbank - Korrosionsbeständigkeit

316 316L 304 303 430 430F 410 416 Korrosionsbeständigkeit
316
316L
304
303
430
430F
410
416
Korrosionsbeständigkeit

Klassifizierung der nichtrostenden Stahltypen

Bearbeitbarkeit

Klassifizierung

UNS

AISI

EN

 

serie 500

S5xxxx

 

Xxx

Nichtrostende martensitische Stahltypen

serie 400

S4xxxx

4xx

Xxx

Nichtrostende martensitische und ferritische Stahltypen

serie 300

S4xxxx

3xx

Xxx

Austenitische nichtrostende Stahltypen

serie 200

S2xxxx

   

Austenitische nichtrostende Stahltypen

Die Serie 200 (Cr-Mn) wird hauptsächlich in den asiatischen Ländern verwendet, wo die Tendenz besteht, Ni durch einen hohen An- teil von Mn zu ersetzen. Diese besonderen chemischen Analysen können den Stahl in der Phase des Ziehens oder des Kaltpressens für Rissbildungen empfänglich machen.

Anwendungsfelder einiger Materialien

Einsatztemperatur

Ferritisch - Ni Gewöhnl. Baustahl C-Mn Nichtrostend Cr Feinkornbaustahl Legierungen Cr-Mo Nichtrostend Cr-Ni
Ferritisch - Ni
Gewöhnl. Baustahl C-Mn
Nichtrostend Cr
Feinkornbaustahl
Legierungen Cr-Mo
Nichtrostend Cr-Ni

20

Feinkornbaustahl Legierungen Cr-Mo Nichtrostend Cr-Ni 20 Einsatztemperatur Legierungen Leichtlegierungen

Einsatztemperatur

Legierungen Leichtlegierungen Kupferlegierungen Nickellegierungen
Legierungen
Leichtlegierungen
Kupferlegierungen
Nickellegierungen

Benutzungsintervalle bei hohen und tiefen Temperaturen

SCHMELZE UND HERSTELLUNG DER NICHTROSTENDEN STÄHLE

Die ersten Materialien, die imstande waren, dem aggressiven Säureangriff zu widerstehen, wurden im Jahre 1821 en- tdeckt, als man Eisenoxide und Chrom mischte und schmolz. In jenen Zeiten enthielt diese Legierung einen Chroman- teil von ca. 1,5 % und sehr hohe Kohlenstoffwerte. Mit der Entwicklung des Bessemer-Ofens (1855), des Martin-Ofens (18659 und des Martin-Siemens-Ofens (1892) begann die Produktion von Chrom-Kohlenstoff-Stahl, aber erst ab dem Jahr 1895 begannen einige schwedische und deutsche Stahlwerke damit, Eisen-Chrom-Legierungen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt zu produzieren, Werkstoffe, die in Folge von einer immer ausgeklügelteren Elektrometallurgie- Industrie perfektioniert wurde. von 1904 bis 1909 wurde nichtrostender martensitischer Stahl mit einem Chromgehalt von 13 % und ferritischer Stahl mit einem Chromgehalt von 17 % definiert (mit Kohlenstoffwerten von 0,12 % bis 1 %. Ebenfalls im Jahr 1909 wurde der erste austenitische Stahl mit Eisen-Chrom-Nickel-Legierung entwickelt. Im Jahre 1925, zu einem Zeitpunkt, als man bereits über entsprechende Erfahrung mit diesen Technologien verfügte, begann Italien mit der Produktion von nichtrostendem Stahl.

STAHLERZEUGUNG AUS MINERALSTEINVERARBEITUNG

Im Hochofen erhält man Roheisen mit einem Kohlenstoffgehalt von 4-6 %; dieses noch flüssige Roheisen wird in einen „Konverter“ genannten Behälter gefüllt, um den Anteil von unerwünschten und oxidierbaren Begleitelementen wie Phosphor, Schwefel, Kohlenstoff, Silizium etc. zu reduzieren. Nach diesem Entkohlungsprozess wird Eisen-Chrom zugefügt und eine Transformation in metallisches Chrom durchge- führt, um zu einer chemischen Analyse zu gelangen, die bereits sehr nahe am nichtrostenden Stahl liegt. Die Flüssigkeit wird dann in den AOD-Anlagen (schnelles und günstiges verfahren, das meist für Inox-Stahl verwendet wird) bzw. durch vOD (verfahren für jene Stahlwerke, die neben Inox-Stahl Legierungen, Werkzeuge, etc. herstellen) affiniert, und durch Oxidation (meist unter vakuum) wird eine verringerung des Kohlenstoffgehalts bis zum gewünschten Anteil erzielt. In diesen letztgenannten Öfen wird auch die chemische Analyse durchgeführt und nach Zugabe von Ausglei- chs- und verbesserungsmitteln (Cr, Ni, Mo, Ti, Cu, etc.) erreicht man die endgültigen Anteile. Durch die Kombination der verfahren AOD + vOD kann man Stahl herstellen, dessen Kohlenstoffgehalt sogar nur 0,005 % beträgt.

Gicht Mineral Kohle vORBEREITUNG DES MINERALS Zertrümmerung - Anreicherung Trocknung - Kalzination (Brennen) -
Gicht
Mineral
Kohle
vORBEREITUNG DES MINERALS
Zertrümmerung - Anreicherung Trocknung -
Kalzination (Brennen) - Sintern
Koksproduktion
durch Destillation
Schacht
der Kohle
Kohlensack
Rast
Roheisen
mit Kohlenstoff > 4 %
Gestell
Herstellungsverfahren aus Mineralstein
HOCHOFEN
flüssiges
Gusseisen
Konverter Herstellungsverfahren Aus Schrott ausgewählter Schrott AOD VOD ofen ofen Nichtrostender Stahl 21
Konverter
Herstellungsverfahren Aus Schrott
ausgewählter Schrott
AOD
VOD
ofen
ofen
Nichtrostender Stahl
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HERSTELLUNGSVERFAHREN AUS SCHROTT

Bei der Herstellung der ersten nichtrostenden Stahlwerkstoffe wurden dieselben elektrischen Öfen verwendet, die auch für herkömmlichen Stahl benutzt wurden. Nach dem Schmelzen von gewöhnlichem Schrott wurden Eisenlegierungen (Eisen-Chrom) in die Flüssigkeit gefüllt, womit man den Chromgehalt auf einen Anteil von ca. 12 % brachte. Die Kohlenstoffmenge war ziemlich hoch (teilweise aufgrund der drei Graphitelektroden, die dieses Element frei- setzten). In der Folge wurde Schrott von nichtrostendem Stahl, geschmolzen bei hoher Temperatur mit Reduktion durch Ei- senlegierungen (Eisen-Silizium und Eisen-Chrom-Silizium) verwendet, wobei eine Technik angewendet wurde, die als „sekundärmetallurgische Behandlung außerhalb des Ofens“ bezeichnet wird. Für diese Systeme waren bis zum Jahre 1960, als man damit anfing, die verfahren AOD und vOD bei der Produktion zu verwenden, lange Bearbeitungszeiten und ein hoher Energieverbrauch erforderlich. AOD = Argon - Oxygen - Decarburization (Entkohlung durch Argon und Sauerstoff).

vOD = vacuum - Oxygen - Decarburization (Entkohlung unter vakuum durch Sauerstoff).

AOD-HERSTELLUNGSVERFAHREN

Die Schmelze wird in einem herkömmlichen Ofen durchgeführt; die Flüssigkeit wird dann in den Konverter gefüllt, in dessen Innerem das Stahlbad durch Oxid-Reduktions-Reaktionen einer chemischen Feinanalyse und Affination (vere- delung) unterzogen wird. Durch das Einblasen von Argon und Sauerstoff über Rohre wird das Bad ständig neu durchmischt und durch die Oxid- Reduktions-Reaktionen wird die Temperatur selbstständig auf ca. 1650 °C gesteigert. Die wichtigste Reaktion ist die Entkohlung, bei der sich der übermäßig vorhandene Kohlenstoff mit Sauerstoff und anderen eingeblasenen trägen Gasen verbindet, um Kohlenstoffoxid zu bilden, das nach Ausscheidung aus dem Bad zur Erzielung von Kohlenstoffanteilen im Bereich von 0,015 % beiträgt. Der Oxidations-verlust des Elements Chrom wird durch das spezielle verhältnis von Sauerstoff und Argon be- schränkt. Nach „Zentrierung“ der chemischen Analyse wird der Stahl stranggegossen oder in Kokillen gegossen.

VOD-HERSTELLUNGSVERFAHREN

Die Schrottschmelze läuft genauso ab wie beim vOD-verfahren, mit dem Unterschied, dass der flüssige Stahl in eine Gießtrommel umgefüllt wird, die ihrerseits in eine Anlage (Tank) integriert ist, die imstande ist, ein Anfangsvakuum von 3 mbar zu erzeugen, um sich dann bei 0,6 mbar (Millibar) zu stabilisieren. Durch das vakuumverfahren wird die Entkohlungsreaktion verstärkt und Chrom aus Überoxidation gewonnen. vom Boden der Gießtrommel aus wird über Glasfilterfritten Argon zugeführt, um das Stahlbad bewegt zu halten. von oben wird über eine spezielle Lanze Sauerstoff eingeführt, der sich auf der Oberfläche der Schmelze verbreitet, die Bildung von Kohlenstoffoxid beschleunigt und den vorgang der Entkohlung ermöglicht, wobei der Kohlenstoffwert in den Grenzbereich von 0,015 % gebracht wird.

Nachdem die vorgesehenen spezifischen Kohlenstoffwerte erreicht wurden, erfolgt die Anpassung der anderen che- mischen Elemente wie z. B. Chrom, die durch Eisen-Chrom-Zusätze korrigiert werden kann.

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die Anpassung der anderen che- mischen Elemente wie z. B. Chrom, die durch Eisen-Chrom-Zusätze korrigiert werden

Einen ökonomisch interessanten Aspekt dieses verfahrens bildet die Tatsache, dass bei der Entkohlungsreaktion (Ko- hlenstoffoxidation) Wärme erzeugt wird und daher eine geringere Menge elektrischer Energie zur Aufrechterhaltung der für das verfahren notwendigen hohen Temperaturen erforderlich ist. Danach erfolgt das Gießen in Kokillen oder Gießwannen für das Stranggussverfahren.

Weitere industrielle verfahren für die Herstellung von nichtrostenden Stahlwerkstoffen mit besonderen Anforderun- gen, z. B. hoher Reinheit:

• VIM Herstellung im Induktionsofen unter Vakuum

• VAD Verfahren, das häufig mit dem VOD-Verfahren kombiniert wird, wobei eine tief gehende Entgasung erfolgt (Wasserstoff < 1,2 ppm)

• VDG Entgasung unter Vakuum mit Argon-Einblasung

• VAR Umschmelzung im Bogenofen unter Vakuum

• ESR Umschmelzung mit Elektroschlacken

• EBR Vakuumumschmelzung einer Verbrauchselektrode durch Elektronenbombardement

• Kombinierte Verfahren VIM + VAR, VIM + ESR, ASLD + WIR etc.

Stromversorgung (Gleichstrom) vakuumanschluss Elektrodenstange Elektrode (Block) austretendes Wasser Elektrischer
Stromversorgung
(Gleichstrom)
vakuumanschluss
Elektrodenstange
Elektrode (Block)
austretendes Wasser
Elektrischer Lichtbogen
Wassergekühlte Standkokille
Flüssiger Metallsumpf
Erstarrter Fertigblock
Grundplatte
Wasserzulauf

Schematische Darstellung VAR-Vakuumumschmelzung

Metallsumpf Erstarrter Fertigblock Grundplatte Wasserzulauf Schematische Darstellung VAR-Vakuumumschmelzung 23

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CHEMISCHE ELEMENTE

Austenitischer Stahl

Kohlenstoff % 0,015 - 0,15

Chrom % 16,0 - 28,0

Nickel % 6,0 - 32,0

Ferritischer Stahl

0,01 - 0,12

10,5 - 30,0

Martensitisch

0,08 - 1,20

11,0 - 19,0

AUSWIRKUNGEN DER LEGIERUNGSELEMENTE AUF DIE NICHTROSTENDE STÄHLE:

ALUMINIUM

Steigert die Beständigkeit gegen die so genannte Warmoxidation und begrenzt die Bildung von Oxid (Zunder). Bei Kom- bination mit Nickel werden intermetallische verbindungen erzeugt, die für die Ausscheidungshärtung geeignet sind.

STICKSTOFF

Dieser verhindert bei austenitischem Stahl die Bildung von Delta-Ferrit und stabilisiert Austenit. Er verbessert die Bru- chlastgrenzwerte R und die Ermüdungsbeständigkeit Rp. Bei Stahlwerkstoffen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt trägt er zur Steigerung der Dehngrenzwerte bei. Bei ferritischen Stahlwerkstoffen ist er bei einer Überschreitung des Werts von 10 ppm unerwünscht. Dieses Element steigert die Beständigkeit gegen Pitting-Korrosion.

KALZIUM

Dieses Element wird hinzugefügt (z. B. bei Stahl AISI 316L) um die Bearbeitbarkeit durch Werkzeugmaschinen zu verbessern.

KOHLENSTOFF

Kohlenstoff bildet bei einem Chromanteil von mehr als 10 verschiedene Karbide, die für die mechanische Hitzebeständi- gkeit sowie für eine allgemeine Korrosionsbeständigkeit, insbesondere aber für die Beständigkeit gegen intergranulare Korrosion nützlich sind. Er verringert die Beständigkeit gegen Pitting-Korrosion (insbesondere im sensibilisierten Zustand).

CHROM

Stahl nimmt nichtrostende Eigenschaften an, wen in der Matrix eine feste Chromlösung mit einem Anteil von mehr als 10,5 % vorhanden ist, die unter Absorption von Sauerstoff eine sehr dünne Oberflächenschicht erzeugt, die fähig ist, das Grundmetall zu passivieren und die Korrosion zu stoppen. Optimaler Ferritstabilisator. Dieses Element steigert die Beständigkeit gegen Pitting-Korrosion.

MANGAN

Für gewöhnlich wird bei nichtrostenden Stahlwerkstoffen ein Mengenanteil von 2 % nicht überschritten, weswegen dieses Element nicht als Legierungselement betrachtet wird.

MOLYBDÄN

Als Zusatz für austenitische Stahlwerkstoffe trägt dieses Element zur Aufrechterhaltung einer stabilen austenitischen

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Als Zusatz für austenitische Stahlwerkstoffe trägt dieses Element zur Aufrechterhaltung einer stabilen austenitischen 24

Struktur auch bei Umgebungstemperatur bei. Durch Zugabe von 2-3 % dieses Elements in den Austenitstahl AISI 304 wird die Stabilität der Passivschicht in Umgebungen mit hoher Chloridkonzentration gesteigert. Für verwendungen, bei denen ein Kontakt mit Schwefel-, Phosphor- und Salzsäure erfolgt, werden austenitische Stahlwerkstoffe mit einem Mo-Anteil von bis zu 5 % verwendet. Ferritisierendes Element. Erhöht die Beständigkeit gegen Spaltkorrosion („Crevice“) und Spannungskorrosion. Mit Chrom wird auch die Beständigkeit gegen Pitting-Korrosion gesteigert.

NICKEL

Ein erhöhter Anteil dieses Elements führt bei Umgebungstemperatur zu stabilen austenitischen Legierungen, die sich durch optimale Dehnbarkeit, hohe Bruchfestigkeit auch bei kryogenischen Temperaturen, gute mechanische Hitzebe- ständigkeit, gute Schweißeignung und gute Korrosionsbeständigkeit in wenig oxidierenden Umgebungen auszeich- nen. Falls der Ni-Anteil bei 4 % liegt, kommt es während des Erhitzens zu einer Phasentransformation und es ist möglich, eine martensitische Härtung während der Abkühlung durchzuführen. Wenn der Nickelanteil bei nicht mehr als 20 % liegt, kann man eine martensitische Härtung auch mit Abkühlung an der Luft erzielen. Bei einem Nickelgehalt von mehr als 30 % erhält der Stahl eine optimale Beständigkeit gegen Spannungskorrosion. Dieses Element steigert die Beständigkeit gegen Pitting-Korrosion.

NIOBIUM

Dieses Element bildet stabile Karbide, die dazu beitragen, die mechanische Beständigkeit bzw. die Beständigkeit gegen das Phänomen des „Warmkriechens“ zu verbessern. Es handelt sich um ein stabilisierendes Element, das dazu dient, das Ansammeln von Chromkarbiden während der thermischen Behandlung bzw. während des Schweißens zu verhindern.

KUPFER

In einigen Fällen trägt Kupfer zur Wirkungssteigerung des Nickels bei. Bei den Austeniten verbessert Kupfer die Kor- rosionsbeständigkeit auch bei vorhandensein von 10-prozentiger Schwefelsäure bei einer Temperatur von 80 °C. Bei den austenitischen Stahltypen verbessert es auch die Kaltumformbarkeit.

SILIZIUM

Element, das imstande ist, Wärmeoxidationsbeständigkeit zu verleihen (Zunder). Diese wird häufig bei feuerfestem Stahl verwendet (Cr > 20 %, Ni ~ 20 %, Si ~ 1 % und Kohlenstoff durchschnittlich höher im Vergleich zum herköm- mlichen Inox-Stahl). Die Eigenschaft dieses Elements, sich in der Flüssigphase in der Matrix aufzulösen, ohne dass es dabei zur Bildung von Karbiden kommt, verbessert die Beständigkeit (f. Härtung durch feste Lösung). Dieses Element verringert die Beständigkeit gegen Pitting-Korrosion, wobei diese durch Beifügung von Molybdän auch erhöht werden kann. verbessert die Eigenschaften der magnetischen Permeabilität und des elektrischen Widerstands.

SELEN

Kann Schwefel ersetzen, denn es besitzt eine globularere Morphologie, die zur Zersplitterung des Stahlspans in der Phase der mechanischen verarbeitung beiträgt. Im vergleich zum Schwefel wirkt sich dieses Element weniger nega- tiv auf die Bruchfestigkeit und den Grad der Oberflächenendbehandlung aus. Es globulisiert Mangansulfide, aber aufgrund der hohen Kosten wird es nur in Sonderfällen verwendet (z. B. wenn gute mechanische Eigenschaften in

aber aufgrund der hohen Kosten wird es nur in Sonderfällen verwendet (z. B. wenn gute mechanische

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Querrichtung erforderlich sind). Aufgrund der hohen Toxizität dieses Elements kommt es (wenn überhaupt) nur zu einer beschränkten Nutzung.

SCHWEFEL

Dieses Element wird zugegeben (z. B. bei Stahl AISI 303), um die Zerspanbarkeit zu verbessern, trägt aber dazu bei, die Korrosionsbeständigkeit zu verringern. Es verringert die Reibung zwischen Stahlspan und Werkzeug und verhindert so Kolbenfresser-Probleme.

TITANIUM

Es handelt sich um ein stabilisierendes Element, das dazu dient, das Ausscheiden von Chromkarbiden während der thermischen Behandlung bzw. während des Schweißens zu verhindern. Dieses Element trägt zum Schutz gegen inter- granulare Korrosion bei.

WOLFRAM

Dieses Element dient als Zusatz bei einigen austenitischen Stahltypen, um die mechanischen Wärmeeigenschaften zu verbessern.

VANADIUM

Dieses Element verfügt über dieselben Eigenschaften wie Wolfram.

Element verfügt über dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel

Graphit (Kohlenstoff)

dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel Schwefelkristalle Silizium 26

Titanium

dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel Schwefelkristalle Silizium 26

Molybdän

dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel Schwefelkristalle Silizium 26

Chrom

dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel Schwefelkristalle Silizium 26

Nickel

dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel Schwefelkristalle Silizium 26

Schwefelkristalle

dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel Schwefelkristalle Silizium 26

Silizium

26

dieselben Eigenschaften wie Wolfram. Graphit (Kohlenstoff) Titanium Molybdän Chrom Nickel Schwefelkristalle Silizium 26

BEARBEITUNGEN UND OBERFLÄCHENENDBEHANDLUNGEN

WARMBEARBEITUNG

Beim Schmieden und Walzen der martensitischen und ferritischen Stahltypen werden Temperaturen zwischen 900 und 1100 °C angewendet. Weitere diesbezügliche Details entnehmen Sie den technischen Produktdatenblättern. Das vorglühen von Barren, Blöcken und Knüppeln wird langsam bis zu ca. 800 °C durchgeführt, um dann die zuvor festgelegte Temperatur zu erreichen, bei der sehr kurze Haltezeiten empfohlen werden. Bei den Ferriten empfiehlt es sich, die Warmumwandlung zu beenden, wenn die Werkstücke eine Temperatur von 750-700 °C erreicht haben. Diese Kaltumformung und die darauf folgende Rekristallisierung ermöglichen die Erzielung feinkörniger Strukturen. Bei den Martensiten sollte die Temperatur nicht unter 900 °C sinken; wenn diese Temperatur überschritten wird, las- sen Sie ganz langsam abkühlen, um so Brüche und Risse zu vermeiden. Bei den austenitischen Stahltypen, die im vergleich zu den ferritischen und martensitischen Stahlwerkstoffen über eine geringere thermische Leitfähigkeit verfügen, werden längere Anwärmzeiten empfohlen. Ebenso wird empfohlen, die Endbearbeitung nicht unter 900 °C vorzunehmen, um Risse bzw. eine Kaltumformung zu vermeiden. Wiederholen Sie das Anwärmen in Brennstoff- oder Schwefelumgebung nicht zu oft. Den beiden Werkstofffamilien gemeinsam ist die Tatsache, dass zu lange Pausen und ein wiederholtes Erhitzen ver- mieden werden sollten, da dies zu einem Anschwellen des Korns und zum verlust der Korrosionsbeständigkeit führt. Die verfahrenstechnik der Extrusion gelangt dann zur Anwendung, wenn es nicht möglich ist, komplexe Strukturen, Kanten und Profile durch einfaches Walzen zu erzielen. Das Material wird gepresst und fließt ins Innere der Formwerkzeuge. Bei gleichem Querschnitt ist der auf nichtrostendes Material ausgeübte Druck größer als jener, der bei Kohlenstoffstahl und legierten Stahl verwendet wird. Die Klötze, die in Spezialöfen ähnlich wie beim Schmieden und Walzen vorgeglüht werden, werden von einer Punze ins Innere eines Behälters gedrückt, der aus Mantel und Panzer besteht. Auf der Oberfläche des Materials, das der Extrusion unterzogen werden soll, wird ein Schmiermittel als Reibungsschutz aufgetragen um die Gleitfähigkeit zu verbessern. In der so genannten Pulvermetallurgie wird der nichtrostende Stahl geschmolzen und im Anschluss daran mit unterschiedlicher Körnung zu Pulver zerstäubt. Dieses Pulver wird mit Bindemitteln gemischt, mit einem Druck von ~ 1000 bar komprimiert und bei 1200-1400 °C gesintert.

KALTBEARBEITUNGEN

Die martensitischen Stahltypen werden manchmal kalt bearbeitet, mit dem alleinigen Ziel, Profile und Kanten zu er- zeugen, da diese ihre mechanischen Eigenschaften durch Umformung nicht wesentlich verändern. Sie reagieren hauptsächlich auf Tempern. Ferritische Stahlwerkstoffe verfügen über eine niedrige Kaltumformungsrate, weswegen sie sich besser für Komprimie- rung als für Zugbelastung eignen. Austenitische Stahlwerkstoffe weisen die beste Kaltumformungsrate auf. Ihre Bruch- und Ermüdungswerte werden deutlich nach oben verändert, die guten Ermüdungs- und Kerbschlagzähigkeitswerte beibehalten. Diese nichtrostenden Stahltypen verlieren einen Teil ihrer Bruchfestigkeit, wenn sie unter Zugabe von Schwefel oder Kupfer hergestellt werden.

verlieren einen Teil ihrer Bruchfestigkeit, wenn sie unter Zugabe von Schwefel oder Kupfer hergestellt werden. 27

27

Beachten Sie, dass durch vorhandensein von Titankarbiden, Niobium und nichtmetallischen Einschlüsse die Formbar- keit der nichtrostenden Stahltypen verringert wird. Die Steigerung der magnetischen Permeabilität, die sich parallel zur Zunahme des Reduktionsverhältnisses erhöht, stellt einen weiteren Faktor dar, den es zu beachten gilt. Aufgrund dieser Tatsache besteht eine mangelnde Eignung für amagnetische Anwendungen. Ausgehend von Warmwalzprodukten ist es möglich, das so genannte Kaltwalzen auszuführen (z. B. von Rundstahl in Rollen oder Stangen). Das Ausgangsmaterial aus ferritischem oder austenitischem Stahl wird enthärtet (Ausglühen oder Lösungsglühen) und einem chemischen Beizverfahren unterzogen. Die maximal anwendbaren Reduktionen liegen bei 75 % für Austenite und bei 85 % für Ferrite. Falls mehrere Walzdurchläufe erforderlich sind, werden die Ferrite zuerst einer thermischen Rekristallisationsbehan- dlung und die Austeniten einer Lösungsglühung unterzogen. Für diesen vorgang ist es außerordentlich wichtig, dass Material und Geräte sorgfältig gereinigt wurden. Für die Schmierung werden Flüssigkeiten verwendet, die für hohen Druck geeignet sind (meist handelt es sich um die gleichen Produkte, die für Kohlenstoffstahl oder Legierungen verwendet werden). Bekanntlich kann durch Unterkühlung auf Temperaturen unter 0 °C Restaustenit in Martensit umgewandelt werden. Diesen Umstand kann man mit Kaltumformungen kombinieren, um den mechanischen Widerstand der austenitischen Stahlwerkstoffe zu steigern, die im lösungsgeglühten Zustand über moderate Bruch- und Ermüdungswerte verfügen. Im Folgenden einige Grafiken mit Hinweisen zu einigen nichtrostenden austenitischen Stahltypen.

Walzen bei Walzen bei Walzen bei Stärkereduktion beim Kaltwalzen Bruchlast N/mm 2
Walzen bei
Walzen bei
Walzen bei
Stärkereduktion beim Kaltwalzen
Bruchlast N/mm 2

Veränderungdes Bruchlastgrenzwertes, der durchKombinationseffekt erzielt wird: DurchKaltwalzenundMaterialtemperatur in der Walzphase erzielte Umformung.

28

der durchKombinationseffekt erzielt wird: DurchKaltwalzenundMaterialtemperatur in der Walzphase erzielte Umformung. 28

Beim Ziehen geht man wie beim Kaltwalzen von behandeltem und gebeiztem Material aus. Der Walzdraht in Rollen bzw. das warmgewalzte Material in Stangen erhalten eine „Oxalatbehandlung“, wobei das Oxalat als Haftgrund für die spezifischen Schmieröle fungiert. Die verarbeitungsgeschwindigkeit beim Ziehen muss niedriger sein als bei gewöhnlichem Kohlenstoffstahl bzw. Legierungen. Das Reduktionsverhältnis schwankt zwischen 20 und 30 %, wobei der maximale Wert, je nach mechanischen Werten, auf die man abzielt, bei 50 % liegt. Aus diesem Grund sind die Kaltumformungstabellen, die auf einigen Produktda- tenblättern angegeben sind, manchmal sehr nützlich. Die größten Schwierigkeiten beim Ziehen der austenitischen Stahlwerkstoffe treten bei den Typen mit hohem Kohlen- stoffgehalt sowie jenen Materialien auf, deren Bearbeitbarkeit durch Zugabe von Schwefel verbessert wurde bzw. aufgrund von Sprödigkeit, die durch Wasserstoffabsorption in der Phase der chemischen Beizung verursacht wurde.

Mithilfe des Ziehens lassen sich ISO-Abweichungstoleranzwerte von H11 und H10 erzielen. Durch verwendung spe- zieller Drahtzieheisen, die für nichtrostende Stahltypen konzipiert wurden, sind auch Profile mit ISO-Toleranzwerten

von H9 möglich. Oft wird der gezogene Stahl mit Toleranzwerten von H8, H7, h6, g

Für das Schleifen werden Schleifsteine des Typs 1 mit zylindrischer Form verwendet: Für die Endbearbeitung bestehen diese aus verglastem Gemisch und für das Walzschleifen mit größerer Materialabtragung aus Bakelitgemisch. Für die Formung des Schraubengewindes verwendet man das so genannte Rollverfahren, dessen Aufgabe auch darin besteht, die Härte des Materials zu verbessern. Dieses hauptsächlich bei austenitischen Stahltypen verwendete verfahren dient darüber hinaus auch dazu, verfestigungen gezielt zu berichtigen, zu glätten, zu kalibrieren bzw. diese je nach der Kraft, die von den Walzen ausgeübt wird, zu pressen. Bei den Schmiermitteln handelt es sich um Öle oder Emulsionen, die über die Fähigkeit verfügen, starkem Druck standzuhalten. Die sogenannte Prägung erfolgt mit Hilfe von Prägeformen mit bestimmten Maserungen, mit denen man das Ma- terial presst. Das Ausgangsmaterial sollte soweit wie möglich enthärtet sein (geringste mögliche Härte) und frei von Gussnähten, Riefelungen und Oxid etc. sein. Besondere Sorgfalt muss auch auf das Gewicht des zwischen die Pressformen einzuführenden Materials gelegt wer- den; dieses muss dem Endvolumen des Prägestücks entsprechen. Bei der Prägung werden üblicherweise keine Sch-

miermittel verwendet, da ein etwaiges Übermaß an Flüssigkeit die gute Haftung zwischen Material und Formscha- blone beeinträchtigen könnte. Einige spezifische Produkte werden je nach Erfahrungswert im entsprechenden Sektor verwendet. Das Profilieren von nichtrostenden Stahlwerkstoffen erfolgt hauptsächlich auf Bändern. Die diversen Profile oder Wellen werden im Kaltverfahren erzielt, indem man das Material durch Walzgerüste zieht, die über Schablonenwalzen für die optimale Oberflächenendbearbeitung (oft auch verchromt) verfügen. Bei diesem vorgang ist eine kräftige Schmierung erforderlich. Als Schmiermittel dienen diverse Emulsionen, die die Eigenschaft besitzen, starkem Druck standzuhalten. Um keine Schäden wie z. B. Risse zu verursachen, empfehlen wir die Anwendung entsprechender Falzradien, speziell für jene Ausgangsmaterialien, die bereits einer starken Kaltumformung unterzogen wurden. Für das Profilieren werden vorzugsweise austenitische nichtrostende Stahlwerkstoffe verwendet. Bei hohen ästhe- tischen Anforderungen werden die Bänder mit einem Kunststofffilm bedeckt, der nach beendeter Arbeit entfernt werden kann. Die austenitischen Stahltypen sind jene Werkstoffe, die am meisten in den Sektoren verwendet werden, in denen ein Falzen vorgesehen ist, unabhängig davon, ob es rechtwinkelig zur Walzrichtung (günstigere Bedingung) oder parallel zur Walzrichtung erfolgen soll.

f

js geschliffen.

zur Walzrichtung (günstigere Bedingung) oder parallel zur Walzrichtung erfolgen soll. f js geschliffen . 29

29

Wenn sich das Material im kaltumgeformten Zustand befindet (kaltgewalzt oder kaltgezogen) kann es nützlich sein, es bei ca. 200 °C vor dem Falzverfahren vorzuglühen, wobei spezifische Falzradien zu berücksichtigen sind. vergewissern Sie sich, dass die Kanten der Platten keine Schäden oder Mängel aufweisen, die Risse oder Sprünge verursachen können. Die Oberflächen aller Werkzeuge und Maschinen müssen über eine gute Endbearbeitung verfügen und dürfen keine Rostflecken aufweisen, um galvanische Reaktionen zu vermeiden, welche die Korrosion beschleunigen können. Das Sandstrahlen oder Kugelstrahlen wird mit trägem Stahlsand oder mit kleinen nichtrostenden Stahlkugeln mit großem Härtegrad durchgeführt. Dieser vorgang kann z. B. auf den aus Austenitstahl hergestellten Schleifsteinen zur Kaltumformung der Oberflächenschicht ausgeführt werden. Als Feinschleifen wird eine Oberflächenbehandlung der Werkstoffe bezeichnet, bei der ganz dünne Metallschichten durch ein Schleifmittel abgetragen werden, das durch ein Bindemittel fixiert wird. Die wichtigste Funktion dieser verarbeitung besteht in der Abtragung schädlicher Substanzen wie Oxide und überflüssige Rauheiten und Uneben- heiten, die z. B. durch das Schweißen verursacht wurden. Während dieses verfahrens müssen die Druckparameter der Schleifsteine und die Wärmeeinbringung auf die Werkstücke kontrolliert werden, um Deformationen zu vermeiden. Unter Polieren versteht man die Feinbearbeitung, bei der die Oberfläche zu ästhetischen oder Dekorationszwecken geglättet wird. Für gewöhnlich ergeben feinkörnigere Schleifmittel glattere Oberflächen. Als typische feinkörnige Mit- tel für Endbehandlungen weisen wir auf die Typen 320/400 und für das Feinschleifen von warmgewalzten nichtrosten- den Stahlwerkstoffen auf die Typen 36760 hin. Beachten Sie auch, dass falls mehrere Arbeitsgänge oder Durchläufe erforderlich sind, die Geschwindigkeit der Schleifwerkzeuge stufenweise gesenkt werden muss (vom gröbsten bis zum feinsten Grad). Auch beim Bürsten handelt es sich um eine Schleiftätigkeit, die aber schwächer ist als die oben genannten und deren Haupteigenschaft darin besteht, das die Färbung der Oberfläche zu vereinheitlichen, z. B. wenn eine fein geschliffene Schweißschnur vorhanden ist. Das Bürsten erfolgt mit Bändern, Tupfern oder Mikrofaserblättern. Beim Glanzpolieren geht es nicht um das Abtragen von Material, es wird hauptsächlich ausgeführt, um die mit nichtrostendem Stahl hergestellten Erzeugnisse zu glätten und deren Oberfläche glänzend zu machen. Das kann mit Hilfe von Baumwolltuchscheiben, Filz oder Lamellenscheiben geschehen, die mit Scheuerpasten oder Scheuerflüssi- gkeiten imprägniert wurden, welche dazu beitragen, den Glanz des Stahls zu erhöhen.

welche dazu beitragen, den Glanz des Stahls zu erhöhen. Mikrofasern für das Bürsten. Für Reinigungs-,
welche dazu beitragen, den Glanz des Stahls zu erhöhen. Mikrofasern für das Bürsten. Für Reinigungs-,

Mikrofasern für das Bürsten. Für Reinigungs-, Entkrustungs- und Passivierungskriterien siehe ASTM A 380. Für die chemische Passivierungsbehandlung siehe ASTM A 967.

30

Entkrustungs- und Passivierungskriterien siehe ASTM A 380. Für die chemische Passivierungsbehandlung siehe ASTM A 967. 30

KALTWALZEN

Stufenanzahl für austenitischen oder ferritischen Stahl von einem Warmband mit 5 mm Stärke ausgehend

Reduktion

Anz. Umwandlungen (Reduktionen)

Anschließende Behandlungen

Von mm

Auf mm

5

4

1

Weichglühen

Beizen

   

3

   

5

3

Stufenweise, erste Reduktion größer als die anderen zwei

Weichglühen

Beizen

   

5

   

5

2

Stufenweise Reduktion der

--

Beizen

Stärke

Insgesamt darf die höchste Reduktion der Stärke ohne Weichglüh-Zwischenbehandlungen nicht 75% (austenitisch) oder 85% (ferritisch) der ursprünglichen Warmbandstärke überschreiten.

Spezifischer Druck, der abhängig von der angewandten Stärkereduktion für das Kaltwalzen erforderlich ist.

 

Spezifischer Druck

Reduktion

AUSTENITISCHER STAHL einige Stahlsorten: AISI 301 - 302 - 303 - 304 - 316

N/mm 2

%

880

0

1000

5

1120

10

1150

15

1250

20

1310

25

1440

30

1500

35

1630

40

1690

45

1760

50

1870

55

1930

60

1980

65

2030

70

2060

75

2125

80

2190

85

 

2220

90

 

Spezifischer Druck

Reduktion

 

N/mm 2

%

815

0

FERRITISCHER STAHL einige Stahlsorten: AISI 429 - 430 - 434

890

5

1000

10

1060

15

1125

20

1190

25

1250

30

1315

35

1375

40

1440

45

1490

50

1510

55

1550

60

1560

65

1580

70

1630

75

 

1640

80

1660

85

1700

90

Ausgegangen wird beim Kaltwalzen von Warmbändern, die (je nach Art der rostfreien Stahltypen durch Lösung- sglühen, Rekristallisationsglühen oder Glühen) entsprechend weichgeglüht und gebeizt worden sind.

durch Lösung- sglühen, Rekristallisationsglühen oder Glühen) entsprechend weichgeglüht und gebeizt worden sind. 31

31

OBERFLÄCHENBEHANDLUNGEN

Arbeitsparameter für elektrolytisches Polieren (Blankätzen)

 

Kathoden-

Spannung (1)

Stromdichte

Dauer

Temperatur des Bades ° C

Zusammensetzung des Bades

material

v

A/cm 2

Minuten

300

cm3 Orthophosphorsäure

Austenitstahl

       

530

cm3 Glyzerin

AISI 304

4

- 5

0.08

15

100

90 cm3 Wasser

 

125

cm3 Schwefelsäure

         

650

cm3 Orthophosphorsäure

Kupfer

8

- 15

0.08

- 0.20

5 - 10

85

225

cm3 Wasser

   

110

cm3 Schwefelsäure

         

600

250

g. Zitronensäure

cm3 Methylalkohol oder

Austenitstahl

AISI 304

6

- 8

0.08

- 0.55

1 - 3

50 - 125

Butyl-, Propyl- oder Äthylalkohol

   

(1) für neues Bad

 

Orientative Lösungen für Dekontamination, Eisenspuren oder Verunreinigung durch Kontakt mit an- deren Metallen

Art des rostfreien Stahls

volumen %

Temperatur °C

Zeit in Minuten

Austenitisch, ferritisch,

     

austenitisch-ferritisch,

Salpetersäure (10 - 16)

25

10

- 60

Ausscheidungshärtbar

 

Reihe AISI 400 mit Cr < 16% und bei verbesserter Bearbeitbarkeit

Salpetersäure (8 - 12)

25

10

- 60

Die Lösungen sind auf die Massenkonzentration bezogen: Salpetersäure 67%.

 

Indikative Lösungen für das Beizen

Art des rostfreien Stahls

volumen %

Temperatur °C

Zeit in Minuten

Austenitisch, ferritisch,

Salpetersäure (10 - 25) Fluorwasserstoffsäure (1 - 8)

   

Austenitisch-ferritisch,

25

- 60

5

- 50

Ausscheidungshärtbar

 

Reihe AISI 400 mit Cr < 16% und bei verbesserter Bearbeitbarkeit

Salpetersäure (10 - 15) Fluorwasserstoffsäure (0.5 - 2)

20

- 50

5

- 20

Die Lösungen sind auf die Massenkonzentration bezogen: Salpetersäure 67% und Fluorwasserstoffsäure 40%.

Einige Systeme für die Oberflächenreinigung von rostfreiem Stahl

Zustand

Reinigungsmittel

Anwendung

Bemerkungen

   

Mit Schwämmen,

Auf satinierten Oberflächen nur in der Satinierrichtung reiben.

Leicht verschmutzte Oberflächen, regelmäßig gereinigt

Wasser und Seife oder

sauberen Tüchern,

weichen Bürsten.

   

Reichlich abspülen.

Mittelstark verschmutzte Oberflächen, gelegentliche Reinigung.

Siehe oben, eventuelle Zugabe von belüftetem Bimsstein. Han- delsprodukte ohne Chlor.

Siehe oben.

Siehe oben.

Sehr schmutzige Oberflächen in industrieller Umgebung.

Wasser und Seife mit Zugabe von Schleifpulvern wie belüfteter Bimsstein und Tonerde.

Siehe oben. Stark befleckte Stellen intensiv behandeln.

Siehe oben. Keine Bürsten oder Metallwolle benutzen. Eventuell kleine Schleif- filzstücke aus Kunststoff benutzen.

32

Siehe oben. Keine Bürsten oder Metallwolle benutzen. Eventuell kleine Schleif- filzstücke aus Kunststoff benutzen. 32

OBERFLÄCHENBESCHAFFENHEIT VON NICHTROSTENDEN STÄHLEN

Walzdraht, Stäbe, Draht und Profilen EN 10088-3

 

Kurz-

Ausführungsart

 

Erzeugni-

 

zeichen

Ober-flächenbeschaffenheit

 

sform

Empfohlene Anwendung und Erfahrungen

 

(2)

(1)

A

B

C

   

Warmgeformt,

Mit Zunder bedeckt (örtlich geschliffen, falls erforderlich). Nicht ohne Oberflächenfehler.

     

Geeignet für warm weiterzuverarbeitende

Erzeugnisse.

austenitisch-ferritischen Sorten kann die Wärmebehandlung entfallen, falls die Bedingungen für das Warmumformen und anschließende Abkühlen so sind, dass die Anforderungen an die mechanischen Eigenschaften des Erzeugnisses und die Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion eingehalten werden. 4) Die Art der Kaltweiterverarbeitung (Kaltziehen, Drehen, Schleifen,

warmgeformt; 2 = kalt weiterverabeitet. 3) Bei ferritischen, austenitischen und

Stelle: C 1 = = Halbzeug

2) Erste Profile

B = Stäbe,

verfügbar.

Walzdraht

A = Stähle

1) Nicht Oberflächenbeschaffenheiten und Ausführungsarten sind für alle

 

1U

nicht wärmebehandelt,

nicht entzundert.

x

x

x

 

Warmgeformt, wärmebehandelt (3) , nicht entzundert.

Weitgehend zunderfrei (aber vereinzelte schwarze Stellen können vorhanden sein). Nicht ohne Oberflächenfehler

     

Geeignet für weiterzuverarbeitende Erzeugnisse

1C

x

x

x

(warm oder kalt)

Warmgeformt

 

Warmgeformt,

Per gran parte esente da scaglia (sporadiche macchie nere possono essere presenti). Non esente da difetti superficiali.

       

1E

wärmebehandelt (3)

mechanisch entzundert.

--

x

x

Geeignet für weiterzuverarbeitende Erzeugnisse

(warm oder kalt)

 

Warmgeformt, wärmebe- handelt (3) , gebeizt, beschichtet (optional)

Zunderfrei (örtlich geschliffen, falls erforderlich). Nicht ohne Oberflächenfehler.

     

Erzeugnisse, die im vorliegenden Zustand

 

1D

x

x

--

verwendet oder weiterverarbeitet werden (warm oder kalt)

bleibt dem Hersteller überlassen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

)

 

Warmgeformt, wärmebehandelt (3) , vorbearbeitet

Zunderfrei (aber einige Eindrü- cke von der Bearbeitung können zurückbleiben). Nicht ohne Oberflächenfehler.

     

Erzeugnisse, die im vorliegenden Zustand

1X

--

x

--

verwendet oder weiterverarbeitet werden (warm oder kalt)

Fertigstellen der endgültigen besondere

2H

1C, 1D, oder 1X, kalt weiterverarbeitet (4) beschichtet (optional) rivestito (opzione).

Glatt und matt oder blank. Nicht notwendigerweise poliert. Nicht ohne Oberflächenfehler.

--

x

--

Bei durch Kaltziehen ohne anschließende Wär- mebehandlung gefertigten Erzeugnissen ist die

Zugfestigkeit wesentlich erhöht. Insbesondere

bei austenitischen Gefügen ist dies vom Grad der Kaltumformung abhängig. Die Härte kann an der Oberfläche höher sein als im Kern.

2D

2H, wärmebehandelt (3) , gebeizt und nachgewalzt (optional), beschichtet (optional).

Glatt und matt oder blank. Nicht ohne Oberflächenfehler.

--

x

--

Die Nachbearbeitung erlaubt die Wiederher-

stellung der mechanischen Eigenschaften nach

der Kaltumformung. Erzeugnisse mit guter

Umformbarkeit (Fließpressen) und speziellen magnetischen Eigenschaften.

2B

1C, 1D oder 1X, kalt weiterverarbeitet (4) mechanisch geglättet.

Glatt, gleichmäßig und blank. Ohne Oberflächenfehler.

--

x

--

Erzeugnisse, die im vorliegenden Zustand verwendet werden oder für eine verbesserte Ausführungsart bestimmt sind. Bei durch Kaltzie-

hen ohne anschließende Wärmebehandlung

gefertigten Erzeugnissen ist die Zugfestigkeit we-

 

sentlich erhöht. Insbesondere bei austenitischem Gefügen ist dies vom Grad der Kaltumformung abhängig. Die Härte kann an der Oberfläche höher sein als im Kern.

Schaben,

               

Fertigstellen der endgültigen besondere

Warmgeformt, wärme- behandelt (3) entzundert, vorbearbeitet (4) oder geschält bei Walzdraht. Nachbearbeitung durch Materialabtrag.

Geeignet für besondere Anwendungen

 

Aussehen mehr oder weniger einheitlich und blank. Ohne Oberflächenfehler.

(Fließpressen und/oder

1G

--

x

--

Kalt- oder Warmstauchen). Oberflächenrauheit kann festgelegt werden.

 

2H, 2D, oder 2B, sauber geschliffen, mechanisch geglättet (optional)

       

Ausführungsart für enge Grenzabmaße.

2G

Glatt, gleichmäßig und blank. Ohne Oberflächenfehler.

--

x

--

Falls nichts anderes vereinbart wurde, muss die Oberflächenrauheit Ra < 1,2 sein.

   

Glatter und blanker als Au- sführung 2B oder 2G. Ohne Oberflächenfehler

     

Erzeugnis zeigt eine gepflegte Oberflächenbe-

2P

2H, 2D, 2B oder 2G, glänzend poliert

--

x

--

schaffenheit. Die Oberflächenrauheit muss bei der Anfrage und Bestellung vereinbart werden.

-- x -- schaffenheit. Die Oberflächenrauheit muss bei der Anfrage und Bestellung vereinbart werden. 33

33

KALTBEARBEITUNG

Beispiele einiger Schäden, die an Schneidplättchen feststellbar sind, die für die Spanbeseitigung an rostfreiem Stahl benutzt wurden, mögliche Ursachen und eventuelle Abhilfe.

FEHLER

URSACHE

ABHILFE

Plastische

Zu hohe Temperatur des Einsatzes verbunden mit hohem Druck.

Härteren Einsatz wählen. Geschwindigkeit verringern. vorschub reduzieren.

verformung

Aufbauschneide

Das bearbeitete Material neigt dazu sich am Einsatz zu verschweißen.

Schnittgeschwindigkeit erhöhen oder einen Einsatz mit Positivspanwinkeln wählen. Einen widerstandsfähigeren Einsatz wählen. Einen Einsatz mit kräftigerer Schneidkante wählen. Schnittgeschwindigkeit erhöhen oder einen Einsatz mit Positivspanwinkeln wählen.

Beschädigung der

Einsatz zu brüchig. Einsatz mit schwachen geometrischen Eigenschaften. Bildung der Aufbauschneide.

Schneidkante

Einschlagen des

Der Span ist zu lang und neigt dazu sich in Richtung der Schneidkante zu verbiegen.

vorschub leicht ändern. Eine andere Schnittgeometrie wählen. Einstellwinkel der Halterung ändern.

Spans

Bearbeitbarkeitsindexe für rostfreien Stahl (Bezugsgrundlage entspricht 100 von AISI-Stahl B 1112 - DIN 10S20)

AISI - STAHL

STRUKTUR

BEARBEITBARKEITS-INDEX

403

Martensitisch

58

410

Martensitisch

58

416

Martensitisch

97

(1)

420 (C = 0.30%)

Martensitisch

58

431

Martensitisch

46

405

Ferritisch

58

430

Ferritisch

58

430

F

Ferritisch

90

(1)

201

Austenitisch

49

302

Austenitisch

49

303

Austenitisch

70

(1)

304

Austenitisch

49

304

L

Austenitisch

49

305

Austenitisch

49

316

L

Austenitisch

43

(1) verbesserte Bearbeitbarkeit. Um dort, wo dies möglich ist, die Zerstückelung des Spans zu begünstigen, wird mit Hilfe einer Kaltumformung die plastische Kaltformänderung (Ziehen) durchgeführt.

Orientative Werte für das spitzenlose Schleifen an Stücken aus rostfreiem Stahl

Stahl

Härte

Umfangsge-schwin-

digkeit der Schlei- fscheibe M/Sek.

Umfangs-

geschw. des

Schnitt-Tiefe

Winkel

zwischen

Umfangsge-schw.

der Führungs-

 

HB

Stücks

mm

den

scheibe

   

M/Min.

Achsen

M/Min

Martensitisch

135

- 275

28

- 33

15

0,12

0,03

30

Martensitisch

>

275

28

- 33

15

0,12

0,03

30

Ferritisch

135

- 185

28

- 33

15

0,12

0,03

30

Austenitisch

135

- 275

28

- 33

15

0,12

0,03

30

Ausscheidungshärtbar

150

- 200

28

- 33

15

0,12

0,03

30

Ausscheidungshärtbar

>

200

28

- 33

15

0,12

0,03

30

Schleifscheiben mit Korngröße 46 für Grobschleifen

 

Schleifscheiben mit Korngröße 60 für Zwischenzüge

Schleifscheiben mit Korngröße 70 für Fertigbearbeitung

Schleifscheiben aus Harz zum Polieren

 

Kühlflüssigkeit: Öl-in-Wasser-Emulsionen

 

34

Schleifscheiben aus Harz zum Polieren   Kühlflüssigkeit: Öl-in-Wasser-Emulsionen   34
35
35
35

35

SCHWEISSEN

Indikative Spannungs- und Stromwerte für manuelles Lichtbogenschweißen mit Mantelelektroden

Elektroden-

Spannung

 

Stromstärke in A

 

durchmesser

   

Cr-Ni-Elektroden

   

Cr-Elektroden

 

mm

 

V

Schweißposition

Schweißposition

   

Eben

Senkrecht

Überkopf

Eben

Senkrecht

Überkopf

1,6

20

- 22

20

- 35

15

- 25

20

- 30

     

2

20

- 23

30

- 50

25

- 35

30

- 45

     

2,5

22

- 25

40

- 65

35

- 50

40

- 60

50 - 75

40

- 55

50

- 65

3,2

23

- 26

65

- 100

55

- 75

65

- 85

80 - 115

65

- 80

75

- 95

4

23

- 26

95

- 145

80 - 105

90 - 120

115

- 160

90 - 110

110

- 130

5

24

- 27

125

- 190

105 - 135

125 - 155

155

- 210

125 - 145

145

- 160

6

25

- 28

200

- 280

         

Indikative Parameterwerte für manuelles Lichtbogenschweißen mit Mantelelektroden

Elektroden-

Material-

Anzahl

Stumpfschweißen

Durchschn. Elektrodenanzahl pro Schweißmeter

durchmesser

Stärke

der

Abstand zwischen den Kanten

mm

mm

Durchgänge

Stumpf-sch-

Eck-schweißen

mm

weißen Nr.

Nr.

1,6

   

0

5,5

8,5

2

1,5

1

0,5

3,7

6

2,5

2

1

0,8

2,9

4,8

3,25

3

1

1,5

2,9

4

4

5

(1)

2

(2)

1,5

3,1

3,1

5

7

(1)

-

2 3

(2)

1,5

4,1

4,1

5

10 (1)

3 4 (2)

-

2

5

5,7

(1) Beim Stumpfschweißen wird ab Stärke 4 die Abschrägung der Kanten empfohlen. (2) Für den ersten Schließdurchgang des Kantenbodens wird ein Elektrodendurchmesser von 1,6 oder 2 empfohlen.

Elektrodenhalter Mantelelektrode Kurzschlusszündung
Elektrodenhalter
Mantelelektrode
Kurzschlusszündung

36

von 1,6 oder 2 empfohlen. Elektrodenhalter Mantelelektrode Kurzschlusszündung 36 (Aus Dokumentation Inox-Zentrum)

(Aus Dokumentation Inox-Zentrum)

1.0%, Si = 0.50%, Cr = 29%, N = 0.12%. 14. Für kryogenische Anwendungen E308L benutzen. 15. E317L nicht AWS-klassifizierte Elektrode. L bedeutet

des

E8016-B2,

DI CAPRIO] 2. Das abgelagerte Metall E308 hat eine niedrigere mechanische Festigkeit als diejenige des Grundmetalls.

benutzen,

in Betrieb

Stahl

Indikative Wahl des mit rostfreiem Stahl umhüllten Elektrodentyps für Aneinanderschweißen von rostfreiem Stahl sowie Schweißen mit Kohlenstoffstahl und mit legiertem Stahl.

Typische Analyse

legierten

Atmosphäre

13. E8015-B2, Brüchigkeit

5. Den weniger

Stahl

für weniger

in wenig schwefliger

aufweisen.

legierten

mit E308 vervollständigen.

E16-8-2

wie das Grundmetall

11. niedrig

Naht Temperaturen

für

8. fertigstellen.

Elektroden

und bei die hohen

Härte

E310

werden.

Naht dieselbe

mit

für Nähte, die

benutzt

E309 bestreichen

vergütung

die

E310

der und

vor allem

nach und

bestreichen

ist mit

E309

Stahl

muss

können

NiCrFe3

E312

legierten

Metall

erforderlich,

mit

E-Stahl

AUFLAGE - G. empfohlen.

abgelagerte

Den weniger 6. stark

CrNi-Stahl

mit E308 4. fertigstellen.

Metall

Bearbeitbarkeit

Den

10. das

abgelagerten

12. E309

E7028.

die Naht Elektrode.

VIERTE

verbesserter

im ist.

E7018,

ausgesetzt

Stahlart mit STAHL

Zwischenzusammensetzung

geeignete

E7015, E7016,

ROSTFREIER

XX; E70 XX) und

Temperaturen

(E60 bestreichen

0.08% Mn C = max).

für keine

C-Stahl

SCHWEISSMATERIAL

HOEPLI

C = 0.10%,

für hohen

mit E312

BIBLIOTHEK wird

(E317 enthält

7. Ist eine

für C-Stahl

anhaltend

9. Elektroden

Das Schweißverfahren

den anderen

C max Metalls

sind, vorzuziehen.

beliebige

der Stahl

[TECHNISCHE

abgelagerten

E8018-B2.

E309,

3. Jede

0.04%

wenn

mit

1.

                                           

12

AISI

431

 
                                         

E309

7

AISI

430F (1)

1

                                       

7

E309

7

AISI

430

 
                                     

7

7

7

7

AISI

420

 
                                   

E309

E309

E309

E309

E309

AISI

416

1

                                 

7

7

7

7

7

7

AISI

403

410

                                 

4

4

4

4

4

4

AISI

347

 
                             

E312 E330

 

5

5

5

5

5

5

AISI

321 330

 
                                 

4

4

4

4

4

4

AISI

   
                         

15

E308L E347

E308

E308L E347 E312 E347

4

4

4

4

4

4

AISI

317 L

 
                       

E317

E317

E308

E312

11

4

4

4

4

4

4

AISI

317

 
                     

E316 E316L

E316

E316 E316L

E308 E308L

E312

E316L

4

4

4

4

4

4

AISI

316 L

 
                   

11

 

E316

   

E312

11

4

4

4

4

4

4

AISI

316

 
                 

E312

E316

E316

E308

E317

E308

E312

E308

4

4

4

4

4

4

AISI

314

 
               

E310

E312

E316

E316

E317

15

E308

E312

E347

4

4

4

4

4

4

AISI

310 S

 
             

E310

E310

E312

E316

E316

E317

15

E308

E312

E347

4

4

4

4

4

4

AISI

310