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HEILFASTEN

Fasten und Heilung

Gesund durch Heilfasten Nimmt man das Wort „beim Wort“, dann bedeutet Heilfasten nicht mehr, aber auch nicht weniger als „Fasten zum Zweck der Heilung“.

Aus diesen beiden Elementen - „Fasten und Heilung“ - setzt sich Heilfasten nicht nur von seiner Wortbedeutung, sondern auch von der praktischen Durchführung her zusammen; und von seinem inneren Wesen her, das man ebenfalls kennen und verstehen muss, will man mit seinem Heilfasten-Vorhaben erfolgreich sein.

Fasten bedeutet nach dem heute vorherrschenden, sachlich-nüchternen Verständnis:

Aus freiem Entschluss über längere Zeit (Tage oder Wochen) keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Mehr als Verzicht auf Nahrung Aber in dieser Definition liegt bereits der Keim zu Missverständnissen und Fehldeutungen. - Klingt das nicht ganz ähnlich wie „freiwillig hungern“? Oder wie „Selbstkasteiung durch Nahrungsentzug“? Mancher denkt vielleicht auch an eine besonders drastische Reduktionskost oder an die berühmte „Null-Diät“. Aber all das ist mit Fasten nicht gemeint.

Fasten heißt mehr als bloßer Nahrungsverzicht, bedeutet mehr als einfach nichts zu essen.

Innehalten Das Wort „Fasten“ leitet sich von dem alten gotischen Wort „fastan“ her und das bedeutete neben „halten“ auch „anhalten“, „haltmachen“, „innehalten“. In dieser alten Bedeutung kommt etwas vom Wesen des Fastens zum Ausdruck, das in der nüchternen Definition verloren geht:

Besinnen „Innehalten“ lässt keine Verbissenheit zu, keine Selbstkasteiung und auch kein krampfhaftes Festhalten an irgendwelchen selbst auferlegten Essensverboten. Im „Innehalten“ schwingt Gelassenheit mit, sich besinnen und zur Ruhe kommen; und auch so etwas wie „innere Einkehr“.

Loslassen All das weist darauf hin, dass Fasten untrennbar mit einer bestimmten Einstellung, einer bestimmten inneren Haltung verbunden ist. Sie lässt sich am treffendsten noch als „Loslassen“ bezeichnen:

Fasten heißt, innerlich loslassen von der gewohnten Lebensführung, und zwar nicht nur, was das Essen und Trinken angeht.

So bedeutet Fasten auch loslassen vom ewigen Vorwärtsstürmen, vom hektischen und krampfhaften Machen-wollen und Erzwingen-wollen und von der Jagd nach Ablenkung, Stimulanz und schneller Befriedigung.

Heilfasten

Fasten und Heilung

Körper, Seele, Geist Fasten heißt in gewisser Weise auch Abkehr vom Alltag und Hinwendung zu sich selbst; körperlich und seelisch. Denn Fasten ist keineswegs nur eine Angelegenheit des Organismus, der eine Weile auf Nahrungszufuhr von außen verzichten muss, sondern erfasst auch die seelischen und geistigen Bereiche der Person.

Aber natürlich hat das Fasten auch ganz handfeste Seiten, die nicht weniger wichtig sind:

! Abnehmen

Fasten bedeutet für den Organismus Ernährung aus den körpereigenen Vorräten und ist deshalb

auch ein sehr wirksames und gesundes Mittel, das Gewicht zu reduzieren, also abzuspecken.

! Entschlacken

Fasten animiert den Organismus zu entgiften, zu entschlacken und seine Organfunktionen zu regenerieren. Fasten ist deshalb so etwas wie ein Jungbrunnen.

! Selbstheilen

Und schließlich ist Fasten eine der ältesten und wirksamsten Heilmethoden der Menschheit: Es stärkt die Selbstheilungskräfte des Organismus und ruft – ob man das nun beabsichtigt hatte oder nicht - den „inneren Arzt“ auf den Plan.

Heilfasten ist totales Fasten Im Grunde ist also jedes Fasten Heilfasten. Weshalb hier dennoch nicht einfach von Fasten, sondern ausdrücklich von Heilfasten die Rede ist, liegt daran, dass in jüngster Zeit eine Fülle von Spezialformen des Fastens entwickelt und populär gemacht wurden, die zum Teil bestimmte Nahrungsmittel (z. B. Reis) als Fasten-Kost zulassen bzw. sogar vorschreiben.

Heilfasten, so wie es hier gemeint ist, lässt dagegen überhaupt keine feste Nahrung zu: Es ist totales Fasten.

Heilfasten ist die konsequenteste Form des Fastens - und die wirksamste.

Der innere Arzt Außerdem bringt der Name Heilfasten immer wieder in Erinnerung, worum es beim Fasten letztlich und quasi automatisch - geht: um Heilung durch die Selbstheilungskräfte des Körpers und der Seele.

Sich bewusst zum Heilfasten zu entschließen, heißt, sich vertrauensvoll dem eigenen „inneren Arzt“ zu überantworten.

Heilfasten in diesem Sinn ist gerade bei den heutigen Lebensbedingungen bei jedem zu empfehlen. Denn so gesund sind wir alle nicht mehr, dass wir nicht eine gute Portion Heilung gebrauchen könnten.

Weshalb heilfasten?

Wer sich auf ein derartiges Unternehmen einlassen und von den Fähigkeiten seines „inneren Arztes“ praktisch profitieren will, der ist wahrscheinlich daran interessiert zu erfahren, was dieser „innere Arzt“ kann, mit anderen Worten: welche heilenden bzw. stärkenden und vorbeugenden Wirkungen Heilfasten hat.

KRANKHEITEN BEKÄMPFEN

Die für den Fastenden offensichtlichsten Wirkungen liegen im Bereich der körperlichen Gesundheit und der Krankheitsabwehr.

Dagegen hilft Heilfasten Heilfasten lässt sich erfolgreich einsetzen gegen:

! Übergewicht und dessen gesundheitliche Gefährdung des gesamten Organismus;

! Erkrankungen des Herz-Gefäß-Systems wie Arterienverkalkung, Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen;

! Erkrankungen der Verdauungsorgane wie akute Magen-Darm-Verstimmungen, chronische Dickdarmentzündung, Leberleiden, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse;

! Erkrankungen der Haut wie Schuppenflechte und andere chronische Hautleiden:

! Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane, z. B. Entzündungen der Nieren, Nierenschrumpfung, Blasenentzündungen, Nierensteine, Myome (gutartige Muskelgeschwülste der Gebärmutter);

! Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises wie chronischen Gelenkentzündungen und Arthrosen;

! chronische Kopfschmerzen und Migräne

! akute Infektionen

! grünen Star (Glaukom)

! Zahnfleischschwund

! krankhafte Magersucht

Gegen all diese Erkrankungen, die zu den „ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten“ zählen, hat sich Heilfasten - meist im Verbund mit anderen Therapiemaßnahmen - als hochwirksame Behandlungsmethode bewährt.

Heilfasten

Weshalb heilfasten?

DAS SOLLTEN SIE BEACHTEN

Frühstadium der Krankheit Selbständiges Heilfasten, so wie es in unserem Fahrplan beschrieben wird, hilft gegen diese Krankheiten (abgesehen vom Übergewicht und von leichten Infektionen) nur, solange sie sich noch im Frühstadium befinden.

Chronische Erkrankungen Sobald ein akutes oder gar chronisches Krankheitsbild vorliegt, bedarf es der gezielten Therapie durch klinisches Heilfasten; es findet stationär in speziellen Fastenkliniken unter ständiger ärztlicher Kontrolle statt und erstreckt sich grundsätzlich über mehrere Wochen.

KRANKHEITEN VORBEUGEN

Aber keine dieser so genannten ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten entsteht von heute auf morgen. Alle entwickeln sich über Jahre, meist sogar Jahrzehnte hinweg im Verborgenen, ohne dass wir deutliche Symptome wahrnehmen.

Die Krankheit - als Störung der Funktionsabläufe unseres Organismus – besteht dann bereits jahrelang, ehe sie so starke Symptome zeigt, dass wir sie als Beschwerden und Leiden empfinden. In diesem „latenten“, d. h. noch verborgenen Stadium der Krankheiten, hat selbständiges Heilfasten die besten Aussichten, eine Heilung herbeizuführen:

Heilfasten ruft den „inneren Arzt“ auf den Plan.

So hilft Heilfasten

! stärkt

Organismus;

die

körpereigene

Krankheitsabwehr

und

aktiviert

die

Selbstheilungskräfte

des

! sorgt für gründliche Entgiftung und Entschlackung sämtlicher Körperzellen und beseitigt damit viele versteckte „Störfelder“ unserer Gesundheit;

! führt zu schönerer Haut und strafferem Bindegewebe;

! verschafft den Verdauungsorganen Gelegenheit, sich zu regenerieren, also notwendige „Eigenreparaturen“ vorzunehmen;

! lässt unspezifische, mal hier, mal da auftauchende Schmerzen verschwinden;

! macht viele chemische Arzneimittel überflüssig;

! stärkt

die

körperliche

und

Gedächtnisstörungen;

geistige

Leistungsfähigkeit,

beseitigt

Konzentrations-

und

! reduziert auf gesunde Weise und in kürzester Zeit eventuell vorhandenes Übergewicht.

Weshalb heilfasten?

GEWICHT REDUZIEREN

Übergewicht ist ungesund Auch abspecken bedeutet Heilung! Das so genannte Übergewicht ist nicht nur ein Schönheitsproblem, sondern in erster Linie eine Belastung für den Organismus und Ursache für viele Krankheiten.

Auch wenn Ihr Hauptanliegen einzig die Normalisierung Ihres Übergewichts ist - und sei es nur aus kosmetischen Gründen! - „missbrauchen“ Sie das Heilfasten keineswegs. Übergewicht oder Fettleibigkeit hat auf längere Sicht derart viele körperliche und auch seelische (Funktions-) Störungen im Gefolge, dass Heilfasten eigentlich die einzige verantwortbare Methode zum drastischen Abbau der überflüssigen Fettpolster ist.

Fettpolster belasten auch das Gemüt Gerade bei der Frage „Heilfasten gegen das Übergewicht“ wird deutlich, dass das ganze Unternehmen nicht ausschließlich eine Angelegenheit des Organismus sein kann: Das Übergewicht, die „Speckpolster“, belasten nicht nur unseren Körper, sondern auch die Seele.

Und wenn das Fettgewebe während des Heilfastens dahin schmilzt, dann profitiert davon nicht nur der Organismus, sondern auch unser psychisches Wohlbefinden, unser Selbstbewusstsein und sogar unsere Lebensfreude.

INNERE RUHE FINDEN

Heilfasten tut der Psyche gut Heilfasten berührt unseren seelischen Bereich, aber nicht nur über solche (gewichtige) Umwege, sondern auch direkt. Durch Fasten werden Prozesse ausgelöst und begünstigt, die man durchaus mit dem Begriff „Heilung“ in Verbindung bringen kann:

! Heilfasten baut inneren Stress ab,

! es befreit vom Gefühl des Gehetzt- und Überlastet-Seins und

! löst seelische Blockaden und Verhärtungen.

Jeder Fastende wird es sehr schnell bemerken:

Heilfasten führt zu

! mehr Gelassenheit

! mehr Selbstvertrauen

! mehr Distanz zu den Problemen des Alltags

! mehr Harmonie und Stabilität.

Heilfasten

Fasten und Ernährung

Körper, Seele und Geist sind in unserem Leben nicht voneinander zu trennen. Auch in der Ernährung nicht. Wie wir uns seelisch fühlen, wirkt sich auch auf das Befinden und die Funktionstüchtigkeit unseres Organismus aus. Und was wir für „normal“ halten, wovon wir glauben, es müsste so sein, das bestimmt zum großen Teil auch die Gewohnheiten und Arbeitsweisen unseres Organismus.

Was Ernährung betrifft, so halten wir heute den andauernden Überfluss, die nahezu pausenlose Zufuhr von Nahrungsmitteln für „normal“ und auch für notwendig.

Unsere Ernährung macht krank Unser Organismus ist uns darin gefolgt; er hat sich darauf eingestellt, fortwährend und in kaum noch zu bewältigenden Mengen aufzunehmen, flüchtig zu verarbeiten und vor allem zu speichern, einzulagern, hinzustopfen, wo immer sich Platz findet. Das Abbauen und Ausscheiden verlernt er immer mehr. Darmträgheit, Verdauungsstörungen, Stoffwechselstörung usw. gehören zu den modernen Zivilisationskrankheiten.

Unterbrechen wir die permanente Nahrungszufuhr einmal oder reduzieren wir auch nur deren Menge, protestiert unser Organismus sofort: Er meldet Hunger. Ignorieren wir dieses Signal, wird er in seiner Forderung nach Nahrung massiv: bohrendes Hungergefühl, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schwäche und ähnliches mehr. Erst wenn wir seiner Forderung nachkommen, d.h. ihn weiter überfüttern, gibt er sich zufrieden.

UMSTIMMEN UND UMSCHALTEN

Auf Selbstversorgung umschalten Schon der Entschluss zum Heilfasten durchbricht diesen stumpfsinnigen Kreislauf. Die Entscheidung in unserem Kopf, innezuhalten, von eingefahrenen Essensgewohnheiten einfach loszulassen und in planvoller Weise eine Weile auf Nahrungsaufnahme ganz zu verzichten, lässt auch den Organismus in seinen Gewohnheiten innehalten: Er schaltet um auf Selbstversorgung.

In seinen reichhaltigen Depots, in seinen Zucker-, Fett- und Eiweißspeichern findet er alles, was er zum Leben braucht; auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente finden sich dort in ausreichender Menge für etliche Wochen.

Der Körper ernährt sich aus seinen eigenen Reserven

Kein Hunger Sobald wir unserem Organismus mit einer gründlichen und möglichst schonend vorgenommenen Darmentleerung klar gemacht haben, dass es uns ernst ist mit unserem Entschluss zum völligen Verzicht auf Nahrungsaufnahme, beginnt er unverzüglich mit seinem neuen „Programm“ und verzichtet seinerseits auf das Signal „Hunger“.

Wer heilfastet, verspürt keinen Hunger! Der Körper weiß, dass er von außen keine Nahrung bekommt und akzeptiert das.

Ausscheiden und Reinigen

Ausscheiden statt aufnehmen Die Aktivitäten des Organismus beschränken sich während des Heilfastens jedoch keineswegs darauf, sich am Leben zu erhalten.

Da er von der Verdauung (und Speicherung) aufgenommener Nahrung freigestellt ist, steht ihm die sonst hierfür verbrauchte Energie für andere Tätigkeiten zur Verfügung. Das ist eine nicht unerhebliche Menge.

Der überflussgeschädigte Organismus gibt diese freigewordene Energie in die Hand des „inneren Arztes“, der sie zur Heilung nutzt, zur Reinigung und Regeneration:

! Ablagerungen in und zwischen den Körperzellen, die die Stoffwechselprozesse behindern, werden abgebaut;

! Schadstoffe aller Art werden ausgeschwemmt und abtransportiert;

! altes und geschädigtes Gewebe und Schlacken werden abgebaut und auf jede nur mögliche Weise ausgeschieden;

! Zellen werden erneuert und schadhafte bzw. geschwächte Organe „ausgeheilt“.

Reinigen statt speichern Was während der ganzen Zeit des Heilfastens augenfällig vor sich geht, ist ein gewaltiger und umfassender Reinigungsprozess, in dem der Organismus sich von allem befreit, was ihn belastet, behindert oder was er nicht unbedingt braucht. Dazu gehören auch die im Überfluss vorhandenen Fettdepots!

VORGÄNGE IM KÖRPER

Vom großen Reinigungs-, Entschlackungs-, Entgiftungs- und Erneuerungsprozess sind alle Organsysteme, ja sogar sämtliche Zellen des Körpers betroffen. Und dieser Prozess vollzieht sich auf unübersehbare, zum Teil sogar recht drastische Weise.

Darm entleeren Womit der Fastende als erstes - gleich am Morgen seines ersten Fastentages - konfrontiert wird, ist die vollständige Entleerung des Darmes. Sie wird vom Fastenden selbst eingeleitet und ist für den Darm das Signal, dass er sich von nun an ganz auf seine Funktion als Ausscheidungsorgan konzentrieren kann: Verdauung wird von ihm nicht mehr verlangt.

Er wird sich in der Folgezeit vor allem selbst entschlacken und regenerieren. Seine Muskelbewegungen, die er beibehält, fördern Kotreste endlich hinaus, die sich über Jahre hinweg in so genannten Darmtaschen angesammelt haben. Die Darmwände nutzen die Zeit ihrer Entlastung von der Verdauung außerdem, um sich zu erneuern und Schlacken sowie Zell- und Gewebstrümmer abzustoßen und auszuscheiden.

Auch Gift- und Schlackenstoffe aus den Reinigungsprozessen des übrigen Organismus werden in den Darmkanal abgegeben und von ihm hinausbefördert.

Die ganze Fastenzeit über scheidet der Körper solche Schlacken in sichtbaren Mengen über den Darm aus.

Heilfasten

Ausscheiden und Reinigen

Entwässern und Blutdruck Am zweiten Tag des Heilfastens machen sich bereits weitere Veränderungen im Organismus bemerkbar. Durch die starke Entwässerung (infolge des Kochsalzentzuges) ist es zu einer geringfügigen Eindickung des Blutes gekommen. Das lässt den Blutdruck absinken. Vorher überhöhter Blutdruck wird so normalisiert; wer jedoch ohnehin zu niedrigem Blutdruck neigt, wird eine leichte Labilität des Kreislaufes erspüren, die jedoch mit einfachen Maßnahmen problemlos aufzufangen ist.

Nicht selten kommt es im Verlauf des Heilfastens sogar zu einer – kaum erklärbaren - Normalisierung des vorher zu niedrigen Blutdrucks.

Als erfreuliche Wirkung wird der Fastende bereits am Morgen des zweiten Fastentages eine deutliche Gewichtsabnahme feststellen. Sie rührt allerdings nicht unbedingt schon vom Abbau der Fettpolster her, sondern zuvorderst von der Entwässerung des Bindegewebes.

Mit der Entwässerung geht auch eine Entquellung einher: Das Bindegewebe strafft sich. Gleichzeitig werden die Schadstoffeinlagerungen, die der Körper mit Vorliebe dort anlegt, aufgelöst und ausgeschwemmt.

Die Reserven werden angezapft Vom dritten Fastentag an ernährt sich der Organismus nun ausschließlich aus seinen festen Reserven:

! Alle im Blut eventuell noch verfügbaren Nährstoffreste sind aufgebraucht.

! Die Leber hat ihre Zuckervorräte vollständig abgebaut und ist nun vor allem mit dem Abbau der Fettdepots beschäftigt, die rapide dahin schmelzen.

! Auf allen verfügbaren Wegen scheidet der Organismus Schadstoffrückstände, Schlacken, Krankheitsstoffe und giftige Abbauprodukte seines Stoffwechsels aus: Leber, Niere, Haut, Schleimhäute und Lunge sind daran beteiligt.

Leber und Niere Leber und Niere, die wichtigsten Entgiftungsorgane des Körpers, arbeiten dabei auf Hochtouren. Sie binden und scheiden die giftigen Stoffwechselprodukte aus, die nun in verstärktem Maße vom Blut und anderen Körperflüssigkeiten mitgeführt werden. So ist zum Beispiel der Harnsäurespiegel des Blutes während des Fastens erhöht, da überall im Körper verstärkt alte und geschädigte Zellen abgebaut werden. Beide Organe müssen in ihrer Arbeit regelmäßig durch geeignete Maßnahmen unterstützt werden.

Trotz dieser starken Beanspruchung macht die Leber während des Heilfastens einen Regenerationsprozess durch, wird „schlanker“, straffer und gesünder.

Die Niere leistet während des Heilfastens Schwerarbeit. Dem Urin, den sie produziert, merkt man die hohe Konzentration der Giftstoffe an: Seine kräftige Einfärbung und sein oft unangenehmer, penetranter Geruch sind jedoch kein Grund zur Beunruhigung.

Ausscheiden und Reinigen

Haut Auch die Haut zeigt sich während des Fastens unübersehbar als Ausscheidungsorgan. Der Schweiß, den sie absondert, riecht übel und zeugt davon, dass auch er Giftstoffe und Stoffwechselreste transportiert. Die Haut selber neigt zu Trockenheit und Unreinheiten. Auch sie scheidet Schlacken aus, reinigt und regeneriert sich.

Das Ergebnis zeigt sich nach dem Fasten, sobald man wieder feste Nahrung zu sich nimmt: Die Haut ist rosig, klar und feinporig und fühlt sich auffallend glatt und weich an.

Mund Auch die Veränderungen im Mundraum sind während der Fastenzeit von Ausscheidung und Selbsterneuerung geprägt und - vom ästhetischen Standpunkt her - nicht gerade angenehm:

Zähne und Zahnfleisch fühlen sich pelzig an und sind mit sichtbaren Belägen überzogen; die Zunge zeigt einen dicken Belag, der seine Farbe wechselt (grau bis schwarz, weiß, gelb, grün), je nachdem welche Giftstoffe gerade ausgeschieden werden, und der Mundgeruch lässt sich auch durch intensive Pflege nicht ganz unterbinden. Am Mundgeruch wirkt freilich auch der „schlechte“ Atem mit, der gasförmige Abbauprodukte des Stoffwechsels aus der Lunge abtransportiert.

Schleimhäute Dass auch die Schleimhäute - wo immer sie sich befinden: in Mund, Nase. Rachen oder Scheide - in vermehrtem Maße ihre Sekrete absondern, die ebenfalls mit allerlei Schlacken und Abfallprodukten angereichert sind, wird den Fastenden bei dieser ganz von Ausscheidung und Entgiftung bestimmten Gesamtsituation nicht mehr verwundern.

VERÄNDERUNGEN DER SINNLICHEN WAHRNEHMUNG

Die Sinne schärfen sich Reinigung und Erneuerung erfassen wahrend des Heilfastens auch die Zellen der Sinnesorgane und eben auch deren Rezeptoren. Die Folge ist eine deutliche, zuweilen verblüffende Verbesserung der sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeit, die bei vielen Fastenden zu bemerkenswerten Sinneserlebnissen führt.

! Das Sehvermögen lässt zwar vorübergehend in seiner Schärfe etwas nach, was am verminderten Augendruck während des Fastens liegt, aber die Empfänglichkeit für Farb- und Formeindrücke erhöht sich beträchtlich: Die Welt wird bunter und von ihrem Formenreichtum her reizvoller.

! Der Geruchssinn verfeinert sich auffällig. Die Nase nimmt noch die feinsten Düfte wahr und kann in Wohlgerüchen schwelgen. Eigenartigerweise bedeuten die lockenden Düfte von Essbarem keine echte Versuchung.

! Auch das Gehör schärft sich. Das hat angenehme, aber auch unangenehme Seiten: Man wird empfindlicher gegenüber den disharmonischen Geräuschen des Alltags, vor allem in der Großstadt. Man empfindet sie als lästigen Lärm, was den Wunsch nach Abgeschiedenheit verstärkt.

! Wie sehr sich die Geschmacksnerven regenerieren, stellt man vor allem nach dem Fastenbrechen fest: Der gewöhnlichste Apfel wird zu einem Geschmackserlebnis ersten Ranges!

Heilfasten

Seele und Geist

Auch die Psyche reagiert Obwohl sich seelische und geistige Vorgänge generell nicht mit derselben Exaktheit beobachten und voraussagen lassen wie körperliche Reaktionen, so lässt sich doch feststellen, dass in Seele und Geist während, des Heilfastens ganz ähnliche Prozesse ablaufen wie im Organismus und dass diese von denselben Prinzipien bestimmt sind:

! Umstimmen und Umschalten

! Ausscheiden und Reinigen

Auch die Seele schaltet offenbar um, wobei die körperlichen Prozesse während des Fastens sie unterstützen. Die innere Aufmerksamkeit des Fastenden kehrt sich deutlich von den seelischen Verflechtungen und den vermeintlichen Zwängen ab. Das Eingebundensein, die Verstrickung in die Belange des Alltags verliert seine beherrschende Wichtigkeit.

„Seelenmüll“ abbauen Stattdessen wendet sich der Fastende auch innerlich der eigenen Person und seinen seelischen Regungen zu. Anstatt immer neue Eindrücke, Verletzungen oder Streicheleinheiten von außen aufzunehmen, geht die Seele dazu über, alte Verletzungen, Ängste und weg gedrängte Emotionen an die Oberfläche zu holen, abzubauen und schließlich auszuscheiden.

Der Fastende verspürt dabei das starke Bedürfnis, für sich zu sein, um das, was da hochkommt, in Ruhe anschauen und in „Stimmungen“ (oft auch in Träumen) durchleben zu können.

Distanz und Gelassenheit Aber dieses Aufarbeiten alten Seelenmülls hat nichts Bedrohliches oder Krampfhaftes an sich. Das Loslassen der Seele schafft auch Distanz zu den eigenen Problemen und Komplexen, und aus dieser Gelassenheit heraus entspringen mitunter verblüffend einfache Lösungen.

Das seelische Befinden entwickelt sich während des Heilfastens meist von einer leichten Melancholie zu anhaltend gehobener Stimmung, der eine gefestigte Lebensfreude und Lebensbejahung zugrunde liegt.

Fasten und Religion Fasten wurde durch die Jahrtausende hindurch in allen Kulturen immer wieder mit spiritueller Reinigung in Verbindung gebracht. In allen Weltreligionen, in Christentum, Buddhismus und Islam, hat es einen festen Platz. Dennoch hat Heilfasten nicht unbedingt etwas mit Religion zu tun.

Wer sich jedoch während der Fastenzeit aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass er sich auch ohne äußeren Anstoß Gedanken über jene existentiellen Lebensfragen macht, die mit materiellen Zielsetzungen nichts zu tun haben; nicht einmal mit körperlicher oder seelischer Gesundheit:

Fragen nach dem Lebenssinn tauchen auf, nach Lebenszielen, wirklich befriedigenden Aufgaben und nach Zusammenhängen, die über das eigene Leben hinausweisen.

Die Erfahrung zeigt, dass während des Fastens die innere Bereitschaft wächst, sich solchen Fragen zu stellen und den Strom der Gedanken einfach fließen zu lassen.

Wer darf heilfasten, wer nicht?

Wer darf Jeder, der sich gesund und einigermaßen kräftig fühlt, kann selbständig heilfasten; Abgespannt- Sein oder das Gefühl allgemeiner Antriebsschwäche sind keine Hinderungsgründe.

Wer darf mit Einschränkung Wer an gefährlichen Maschinen arbeitet oder auf schnelle Reaktionsfähigkeit angewiesen ist, insbesondere wenn davon die Gesundheit anderer Menschen abhängig ist: Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel, Kranführer, Dreher ua. Diese Personengruppen sollten sich unbedingt Urlaub nehmen, wenn sie heilfasten wollen.

Wer darf nicht

! Wer an einer akuten oder chronischen Krankheit leidet.

! Wer sich erheblich geschwächt fühlt, z.B. nach einem Unfall, einer Operation oder einer Erkrankung.

! Wer schwanger ist.

! Wer stillt.

Wer muss den Arzt fragen

Im Zweifelsfall kann nur der Arzt nach gründlicher Untersuchung eine verbindliche Entscheidung treffen,

! ob man doch zu Hause (gegebenenfalls unter ambulanter ärztlicher Kontrolle) heilfasten darf,

! ob man nur in einer Fastenklinik, also stationär unter ständiger ärztlicher Aufsicht und Betreuung fasten darf oder

! ob man ganz auf das Heilfasten verzichten muss.

Wann heilfasten?

Grundsätzlich eignet sich jede Jahreszeit zum Heilfasten. Am günstigsten scheint aber die traditionelle vorösterliche Fastenzeit zu sein. Sie legt nicht nur vom jahreszeitlichen Rhythmus her eine Phase der Besinnung nahe, sie eignet sich auch als Frühjahrskur, um die restlichen Weihnachtspfunde abzuspecken. Vor diesem Hintergrund bieten sich vielleicht für viele gerade die Termine nach den großen Festtagen als ideale Fastentage an. Wieder andere bevorzugen die Urlaubszeit für ihr Fastenvorhaben, da sie dann ihr Bedürfnis nach Abgeschiedenheit und Ruhe am besten befriedigen können.

Wann Sie heilfasten, ob zur kirchlichen Fastenzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt, hängt nur von Ihrer persönlichen Entscheidung ab. Es gibt keine festen „Fastentermine“.

Heilfasten

Darauf sollten Sie achten Beruf – Familie - Freunde

Fasten bedeutet auch eine weitgehende, zumindest aber eine innerliche Ablösung vom Alltag. Deshalb sollten Sie einige Punkte vorher abklären.

WENN SIE NICHT EXTRA URLAUB NEHMEN KÖNNEN

Beruf

! Überzeugen Sie sich davon, dass in den Fastentagen keine außergewöhnlichen, also über die tägliche Routine hinausgehenden Arbeiten auf Sie zukommen. Also: keine Überstunden oder hektischen Monatsabrechnungen, keine Versetzung in eine andere Abteilung und keine Urlaubsvertretung für einen Kollegen.

! Erledigen

Sie

Fasteneinstieg.

möglichst

alle

lästigen

und

liegen

gebliebenen

Arbeiten

vor

Ihrem

! Nutzen Sie unbedingt die Möglichkeiten der Gleitzeit- und Kernzeitentnahme, sofern sie in Ihrem Betrieb eingeführt sind. Sie holen die Stunden nach dem Fasten wieder „locker“.

! Meiden Sie, wenn irgend möglich, Teamarbeit mit Kollegen/innen. Sie werden während des Fastens einerseits Stimmungsschwankungen unterliegen, andererseits die Belange des Berufsalltags aus großem Abstand betrachten. Beides ist der Teamarbeit nicht gerade förderlich lind könnte womöglich zu Spannungen mit den Kollegen/innen führen, die im Berufsalltag drinstecken.

! Überlegen Sie es sich gut, ob es notwendig ist, alle Kollegen/innen in Ihr Fastenvorhaben einzuweihen. Sie ersparen sich möglicherweise „wohlmeinende“ Ratschläge, Störmanöver und Frotzeleien.

WENN SIE FAMILIE HABEN

Familie und Partner

! Klären Sie vorab, ob der/die Partner/in oder ein Familienmitglied in der nächsten Zeit Ihre besondere Zuwendung benötigen wird (z. B. Partner/in hat gerade neue berufliche Aufgaben übernommen; Tochter steckt mitten in Prüfungen). Sollte das der Fall sein, dann ist es sicher besser, wenn Sie sich einen etwas glücklicheren Fastentermin aussuchen.

! Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem(r) Partner/in und Ihren Kindern über Ihren Entschluss zu fasten.

! Informieren Sie sie ausreichend darüber, was Heilfasten bedeutet. (Geben Sie ihnen dieses Heft zu lesen.)

! Sprechen Sie mit ihnen gemeinsam den Termin Ihres Heilfasten-Beginns ab.

WENN SIE FAMILIE HABEN

Familie und Partner

! Führen Sie Ihrer Familie vor Augen, dass Sie in den nächsten Tagen wenig mit Ihnen rechnen kann. Sie brauchen Zeit für sich selbst.

! Klären Sie, sofern Sie für das Zubereiten der Mahlzeiten zuständig sind, wer das für die Dauer Ihrer Fastenzeit übernimmt. (Ist diese Frage nicht zu lösen, regen Sie Ihre Familie zum Gaststättenbesuch an.)

! Bereiten Sie Ihre(n) Partner/in auf die Trennung nicht nur vom Tisch, sondern auch vom Bett vor. Sie brauchen einen Ort der Abgeschiedenheit.

! Lösen Sie zusammen mit Ihrer Familie die Frage, wo dieser Ort der Abgeschiedenheit in Ihren vier Wänden sein wird. (Es sollte schon ein Raum ganz für Sie allein sein, in den Sie sich auch wirklich zurückziehen können.)

! Ist Ihre Wohnung nicht groß genug, um sich zurückzuziehen, dann suchen Sie sich die Ruhe bei Spaziergängen in der Natur.

TERMINE UND VERABREDUNGEN

Freunde und Bekannte

! Überlegen Sie, ob sich in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis jemand befindet, der selbst schon einmal gefastet hat. Der Gedankenaustausch könnte ganz nützlich sein.

! Weihen Sie nur die Freunde in Ihr Fastenvorhaben ein, die sich wundem würden, wenn Sie sich einige Tage lang nicht bei ihnen melden.

! Sagen Sie erst einmal alle festen Verabredungen und besonders alle lästigen Verpflichtungen ab. (Sie können sich - sofern Sie Lust dazu haben - während Ihres Fastens ja spontan verabreden.)

! Üben Sie schon jetzt, ob Sie es fertig bringen, das Telefon auch mal klingeln zu lassen, ohne sich - im wahrsten Sinne des Wortes – „angerufen“ zu fühlen.

Fastentipp Lassen Sie sich von den hier aufgeführten -möglichen - Schwierigkeiten rund ums Fasten nicht entmutigen!

Fasten ist mit dem Alltag, mit dem Berufs- und Privatleben durchaus vereinbar.

Wenn Sie die hier aufgelisteten Punkte beachten, dann dürften Sie auch keine großen Schwierigkeiten mit dem Fasten zu Hause haben.

Heilfasten

Darauf sollten Sie achten Beruf – Familie - Freunde

Grundsätzliches Heilfasten mindert die Leistungsfähigkeit keineswegs, weder die körperliche noch die des Verstandes oder die der Seele. Im Gegenteil: Man fühlt sich zunehmend kräftiger, widerstandsfähiger, ausdauernder - insgesamt also zu größerer Leistung fähig als vor dem Fasten.

KÖRPERLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT

Darauf müssen Sie achten Während des Fastens ist die Reaktionsgeschwindigkeit des ganzen Organismus etwas herabgesetzt. Deshalb sollten Sie zum Beispiel auch im Straßenverkehr besonders vorsichtig sein!

Spontane, plötzliche Kraftanstrengungen, „Spurts“, gelingen während des Fastens nicht so gut wie sonst; es dauert etwas, bis man in Gang kommt. Aber das hat nichts mit Schwäche zu tun.

Die Dauerleistungsfähigkeit, das Durchhaltevermögen bei lang andauernden Anstrengungen verbessert sich spürbar. Das zeigt sich beim Bergwandern, bei strammen, ausgedehnten Spaziergängen, Waldläufen usw.

GEISTIGE LEISTUNGSFÄHIGKEIT

Das kann sich verschlechtern Die Gedächtnisleistung, vor allem das Kurzzeitgedächtnis und die Verstehensleistung beim Lesen oder Zuhören können sich leicht verschlechtern.

Man spricht dann vom „Fastengehirn“, das beim Aufnehmen und Speichern etwas langsamer ist als sonst. Offenbar sind dem Gehirn diese Tätigkeiten während der Zeit des Heilfastens, also der Zeit der Reinigung und Ausscheidung, nicht so wichtig. Viel wichtiger sind ihm die tieferen, größeren Verstandesleistungen, das Durchschauen, die tiefen Einsichten, das Erkennen und das eigenständige Denken.

Das wird sich verbessern Der Verstand wird klarer, er kann Zusammenhänge - auch sehr tief greifende - leichter durchblicken und begreifen, woraus manche bleibende Erkenntnis und Einsicht erwächst.

Dass auch die Kraft der Seele während des Heilfastens zunimmt, merkt man vor allem an ihrer regen Tätigkeit. Sie wagt sich an Aufgaben heran, vor denen sie vorher „die Augen zugemacht“ hat. Sie arbeitet auf und „hakt ab“ bzw. scheidet aus mit einer wahren Freude am Schaffen.

Nach dem Fasten Nach dem Heilfasten fühlen sich die meisten Fastenden

! körperlich und geistig insgesamt leistungsfähiger; Heilfasten wirkt tatsächlich wie ein kleiner Jungbrunnen.

! seelisch selbstsicherer, gelassener - eben gereinigt von manchen Verkrampfungen, alten Ängsten und Minderwertigkeitskomplexen.

Richtig heilfasten So wird’s gemacht

Heilfasten

Heilfasten im Überblick

DIE DREI PHASEN DES HEILFASTENS

Heilfasten besteht immer aus drei Phasen.

Einstimmen Phase 1: Ein Einstimmungstag, an dem Sie mit reduzierter Kost Körper und Seele sacht auf die bevorstehende Ausnahmesituation vorbereiten. An diesem Tag sollten Sie auch die praktischen Vorbereitungen beendet haben

Fasten Phase 2: Die reinen Fastentage, an den Sie außer verschiedenen Getränken nichts zu sich nehmen.

Aufbauen Phase 3: Die sich anschließenden Aufbautage, an denen Sie Ihren Organismus mit spezieller Kost Schritt für Schritt wieder an die Aufnahme von fester Nahrung gewöhnen.

Wichtig Alle drei Phasen gehören fest zu Ihrem Heilfasten-Programm!!! Nicht nur die reinen Fastentage!!!

DIE FASTENDAUER

Unser Fastenfahrplan, den wir zusammengestellt haben, läuft über 12 Tage: 1 Einstimmungstag, 7 reine Fastentage, 4 Aufbautage. Die Länge der reinen Fastentage können Sie je nach Ihrer persönlichen Situation verkürzen oder ausdehnen:

Verkürzen Wollen Sie verkürzen, dann höchstens um zwei Tage. Fünf Tage sind erfahrungsgemäß die Minimalzeit für ein wirksames Heilfasten. Sie können dann auch die Aufbauzeit auf drei Tage verkürzen; den Einstimmungstag aber unbedingt beibehalten!

Verlängern Wollen Sie die reine Fastenzeit ausdehnen, weil Sie sich phantastisch fühlen und noch ein bisschen mehr Gewicht verlieren wollen, sollten Sie sich am siebten Tag von einem Fastenarzt untersuchen lassen; einfach zur Sicherheit.

Wichtig Auf keinen Fall aber sollten Sie die reinen Fastenzeit auf eigene Faust, ohne ärztliche Betreuung, auf mehr als zehn Tage ausdehnen! Es wäre Leichtsinn.

Darauf sollten Sie achten Mit besonderem Nachdruck seien Ihnen die Aufbautage ans Herz gelegt: Wenn Sie die weglassen, kann es zu Komplikationen (z.B. Magen- und Darmkrämpfe, Kreislaufzusammenbruch oder gar Darmverschluss) kommen. Zumindest aber schnellt Ihr Gewicht von einem Tag zum anderen drastisch wieder nach oben.

Wenn Sie auf den Einstimmungstag verzichten, laufen Sie Gefahr, das Umschalten des Organismus zu verzögern. Erstens reduzieren sich dann die Fettpolster nicht so rasch wie erhofft, und zweitens kann es dann doch zu unangenehmen Hungergefühlen während der ersten Tage kommen.

Heilfasten im Überblick

GENUSSGIFTE UND MEDIKAMENTE

Rauchen, Kaffee, Alkohol Genussgifte wie Nikotin, Alkohol, Koffein usw. sind während des Fastens besonders schädlich für den Organismus. Sie sollten sie allesamt weglassen. Erscheint Ihnen der Verzicht unmöglich, so sollten Sie zumindest versuchen, ihren Konsum drastisch einzuschränken - auf keinen Fall sollten Sie jedoch Alkohol zu sich nehmen!

Arzneimittel Auch Medikamente sind wahrend des Fastens eine Belastung für den Organismus. Auf selbst verordnete Medikamente wie Kopfschmerz-, Abführ- oder Schlaftabletten sollten Sie verzichten. Sie brauchen sie nicht: Ihr Abführmittel ist der Einlauf, der auch gegen Kopfschmerzen wirkt, gegen Schlafstörungen haben Sie Entspannungsübungen, usw.

Wichtig Bei allen Medikamenten, die Ihnen verordnet wurden oder die Sie über längere Zeit hinweg einnehmen, müssen Sie den Arzt zu Rate ziehen, bevor Sie mit dem Heilfasten beginnen!

DER ABLAUF DES HEILFASTENS

Vorbereitungen Um einen ungestörten Verlauf der Fastenkur sicherzustellen, sollten Sie vor Fastenbeginn die Voraussetzungen schaffen, die im Kapitel „Darauf sollten Sie achten“ beschrieben sind.

Als zweites gilt es, die nötigen Dinge (Tees, Geräte, Wäsche usw.) zu besorgen, die Sie während des Heilfastens zur Hand haben müssen.

Durchführung Damit ihre Heilfastenkur zu einem erfolgreichen und angenehmen Erlebnis wird, sollten Sie auf folgendes achten:

Unbedingt notwendig: Bewusstes, langsames Aufstehen nach jedem Liegen; regelmäßige, eingeleitete Darmentleerung; Trinken der Fastengetränke (mindestens 2 Liter pro Tag!).

Wichtig: Bewegung, Entspannungsübungen, Atemübungen, zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung des Organismus, Besinnung.

Hilfreich: Gymnastik, Sport, Meditation, künstlerische Betätigung, Tagebuch

Fastenkrisen Es können freilich auch Fastenflauten oder gar Fastenkrisen auf Sie zukommen. Dann fühlen Sie sich müde, lustlos, schlapp. Wie Sie dagegen vorgehen, ist in einem gesonderten Kapitel beschrieben.

Heilfasten

Darmentleerung

Die meisten Gift- und Schlackenstoffe scheidet der Körper während der gesamten Fastenzeit über den Darm aus. Er muss deshalb in regelmäßigen Abständen (mindestens alle zwei Tage) gründlich entleert werden. Der Darm tut das jedoch nicht in ausreichendem Maße von allein: Die Darmentleerung muss von Ihnen eingeleitet werden.

Wichtig Das muss sein! Bei ungenügender Darmentleerung können wegen der Gefahr der Rückvergiftung des Organismus Beschwerden auftreten: Kopfschmerz, Schwäche, Depressionen.

Die erste „eingeleitete“ Darmentleerung erfolgt am Morgen des ersten Fastentages. Sie kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden:

DER EINLAUF

Beim Einlauf lässt man einen halben Liter lauwarmes Wasser mittels eines Einlaufgerätes (Irrigator) durch den After in den Darm einlaufen. Der Darm wird dadurch zur Entleerung angeregt und gründlich durchgespült.

Einlaufgerät Der Irrigator besteht aus einem Becher von einem Liter Rauminhalt mit Auslauftülle, einem Gummischlauch, einem Zwischenstück mit Absperrhahn und einem Einführrohr.

Anwendung

1. Als erstes muss der Irrigator aus diesen Einzelteilen zusammengesetzt werden; das Teil mit dem Absperrhahn gehört zwischen Schlauchende und Einführrohr; der Absperrhahn

wird geschlossen.

2. Danach wird der Becher mit ungefähr einem halben Liter körperwarmem, reinem Leitungswasser (ohne irgendwelche Zusätze) gefüllt.

3. Man stellt oder hängt den Becher nun so auf, dass zum Einführrohr am Ende des Schlauches ein Gefalle besteht. Das Wasser muss fließen können.

4. Nun wird der Schlauch entlüftet, d.h. man öffnet den Absperrhahn, bis am Einführrohr Wasser austritt, und schließt den Hahn wieder.

5. Zum eigentlichen Einlauf kann man verschiedene Körperhaltungen einnehmen: stehend mit leicht gegrätschten Beinen vorgebeugt; Hockstellung; so genannte „Demutshaltung“ auf Knien und Ellenbogen abgestützt. Die „Demutshaltung“ ist die geeignetste, auch wenn sie einem zunächst befremdlich erscheint.

6. Nun wird das Einführrohr etwa 8 bis 9 cm durch den After in den Darmkanal eingeführt. Dabei entspannen und leicht - wie beim Stuhlgang - mit der Darmmuskulatur gegendrücken.

7. Jetzt den Hahn öffnen, die Bauchmuskulatur entspannen, ruhig atmen und warten, bis das Wasser nach 30 bis 45 Sekunden vollständig eingelaufen ist.

Darmentleerung

Stuhlgang Es empfiehlt sich, sich während dieser Prozedur in unmittelbarer Nähe der Toilette aufzuhalten. Wenn Sie sich sicherer fühlen, dann können Sie den Einlauf auch in sitzender, leicht nach vorne gebeugter unverkrampfter Haltung auf der Toilettenschüssel durchführen.

Die Wirkung des Einlaufs tritt nämlich bereits nach kurzer Zeit ein, wobei zuerst ein Teil des Wassers, später dann der gesamte Darminhalt in jaucheartiger Beschaffenheit ausgeschieden wird.

Nach der Darmentleerung sollten Sie sich für einige Zeit hinlegen, sich warm halten und ausruhen.

Wo erhältlich In der Apotheke sind neben dem Irrigator auch gebrauchsfertige Einmal-Klistiere erhältlich. Der Irrigator ist jedoch mehrfach verwendbar und somit günstiger.

Empfehlung Der Einlauf ist die schonendste und gleichzeitig gründlichste Methode zur eingeleiteten Darmentleerung. Er ist auch zur täglichen (mindestens jedoch zweitäglichen) Anwendung während der reinen Fastenzeit zu empfehlen.

WEITERE METHODEN

Glaubern Dazu werden 30 Gramm Glaubersalz in einem halben Liter lauwarmem Wasser aufgelöst (besonders große Menschen benötigen 40 Gramm auf dreiviertel Liter Wasser) und dann auf einmal getrunken. - Zur Geschmacksverbesserung (der Trunk schmeckt sehr bitter) kann man ein paar Spritzer Zitronensaft hinzufügen und danach Kräutertee trinken.

In den nächsten Stunden kommt es mehrmals zur durchfallartigen Entleerung des Darmes. Dabei können „Bauchzwicken“ und leichte Magenkrämpfe auftreten; aber sie sind nicht gefährlich, nur unangenehm.

Empfehlung Wegen der chemischen Reizung des Verdauungstraktes sollten Sie auf das Glaubern wahrend der reinen Fastentage verzichten.

Sauerkraut und Buttermilch Bei „top“-gesundem Darm (der allerdings selbst bei jungen Leuten sehr selten ist) genügt eventuell die Anregung des Darmes mittels eines Achtelliter Sauerkrautsaftes oder Buttermilch, morgens nach dem Aufstehen getrunken. Die Darmentleerung erfolgt nach etwa einer halben Stunde.

Diese Methode - wenn sie funktioniert! – eignet sich zur zweitäglichen Anwendung während der reinen Fastenzeit.

Vorsicht Diese beiden Methoden zur Darmentleerung können die Wirkung von Anti-Baby-Pillen beeinträchtigen, wenn diese kurz vor oder kurz nachher eingenommen wurden.

Heilfasten

Körperpflege

Auch über die Haut und über die Schleimhäute werden während des Fastens viele Giftstoffe ausgeschieden. Körperpflege gewinnt deshalb während dieser Zeit an Wichtigkeit. Dabei sollten Sie den Körperregionen besondere Aufmerksamkeit schenken, die für schlechte Gerüche anfällig sind: Mund, Achselhöhlen, Intimbereich.

SO SOLLTE IHR KÖRPERPFLEGEPROGRAMM AUSSEHEN

Trockenbürstenmassage Sie bringt Ihren Kreislauf in Schwung und durchblutet die Haut. Mit Hilfe einer Körperbürste aus Naturborsten oder eines Sisal-Handschuhs bürsten Sie in sanft kreisenden Bewegungen, immer von außen nach der Körpermitte, dem Herzen zu. Beginnen Sie mit dem linken Bein vom Fuß zum Schenkel hin, danach bürsten Sie das rechte Bein. Wenden Sie sich dann dem linken Arm zu und bürsten Sie vom Handgelenk zur Schulter hin und wiederholen das am rechten Arm. Den Rumpf bürsten Sie ebenfalls in kreisenden Bewegungen zum Herzen hin.

Dusche warm/kalt Sie ist am Morgen unbedingt erforderlich. Seifen Sie sich unter warmem Wasser gründlich ab und beschließen Sie die Prozedur mit einer kurzen kalten Dusche. Hierbei wieder an den Füßen beginnend zum Herzen hin brausen. Wenn Sie vorher trockengebürstet haben, dürfte die kalte Dusche nicht allzu viel Überwindung kosten.

Achtung Vollbäder über 37°C sind während des Heilfastens eine zu große Belastung für das Herz. Sie sind unbedingt zu vermeiden!

Haut Nach dem Duschen benutzen Sie am besten ein gutes Körperöl auf natürlicher Basis, zumindest aber eine Feuchtigkeitslotion, denn die Haut neigt während des Fastens zu Trockenheit. Nutzen Sie diese Körperhautpflege, sich einmal richtig durchzuwalken; das fördert zusätzlich die Durchblutung.

Gesicht Reinigen und cremen Sie die Gesichtshaut wie gewohnt, aber besonders sorgfältig. Benutzen Sie möglichst eine Hautcreme auf natürlicher Basis. Während des Heilfastens sollten Sie auf Make-up und Puder verzichten.

Mund Wegen der Beläge auf Zähnen, Zahnfleisch und Zunge sollte man besonders oft die Zähne putzen und – wenn man möchte – auch mit einem Mundwasser spülen. Auch die Zunge sollte mit der Zahnbürste bearbeitet werden, um die Beläge, die sich auch dort bilden und für den schlechten Mundgeruch mitverantwortlich sind, in Grenzen zu halten.

Spröde Lippen, die während des Heilfastens entstehen können, massiert man öfter mal sanft mit der Zahnbürste und behandelt sie danach mit einem Pflegestift.

Richtig aufstehen

Während des Heilfastens sinkt der Blutdruck. Das bedeutet für viele Fastende, dass ihr Kreislauf nicht mehr so stabil ist wie sonst. Sie sollten dieser Tatsache in jedem Fall besondere Aufmerksamkeit schenken und in Ihrem Verhalten Rücksicht darauf nehmen, vor allen Dingen während des morgendlichen Aufstehens.

AUFSTEHEN AUS DEM LIEGEN

1. Nach dem Aufwachen bleiben Sie zunächst liegen und wecken Ihre Gliedmaßen: räkeln Sie sich genüsslich, dehnen und strecken Sie Arme, Beine und den ganzen Körper, gähnen Sie laut und stöhnen Sie nach Herzenslust.

2. Wenn Sie das Gefühl haben, nun sei Ihr ganzer Körper wach, rollen Sie sich langsam zur Seite. Dabei atmen Sie tief und bewusst.

3. Dann richten Sie sich auf, stellen die Füße auf den Boden und stehen dann auf mit rundem Rücken und vorgeneigtem Oberkörper.

4. Nun richten Sie Ihre Wirbelsäule langsam – Wirbel für Wirbel – auf, nehmen die Schultern zurück und atmen ein paar Mal tief.

Sie sollten immer auf diese Art und Weise aus dem Liegen aufstehen, also auch nach der Bodengymnastik, der Meditation im Liegen usw.

GYMNASTIK

Während des Aufstehens Falls Sie ohnehin unter zu niedrigem Blutdruck leiden, sollten Sie ihn bereits während des Aufstehens mit leichter Gymnastik in Schwung bringen:

1. Noch liegend im Bett heben Sie die Beine und fahren in der Luft Rad

2. Auf der Bettkante sitzend lassen Sie den Kopf baumeln und rollen ihn dann über die rechte Schulter in den Nacken und über die linke zurück (3 x).

3. Lassen Sie dann die Schultern ein paar Mal kreisen, dass es im Schultergürtel richtig schön knackt. Das lockert die Nackenmuskulatur und lässt neben dem Blut auch die übrigen Energieströme fließen.

Nach dem Aufstehen

Leichte gymnastische Übungen am weit geöffneten Fenster wirken besonders anregend auf den Kreislauf und die gute Laune:

1. Knie beugen: Sie stellen sich aufgerichtet hin, strecken die Arme vor der Brust aus und gehen dann - bei möglichst gerade gehaltenem Oberkörper und ausgestreckten Armen - soweit in die Knie als möglich, ohne dass die Fersen sich vom Boden heben.

2. Arme kreisen: Strecken Sie die Arme zur Seite aus und beginnen Sie, mit ihnen kleine, allmählich größer und größer werdende Kreis zu beschreiben (höchstens eine Minute lang).

3. Danach traben Sie noch ein wenig locker auf der Stelle - und dann Richtung Badezimmer.

Dort können Sie die Kreislaufanregung mit Trocken-Bürstenmassage und Duschen fortsetzen.

Heilfasten

Bewegung und Ruhe

Beim Heilfasten spielen die Elemente Bewegung und Ruhe eine wesentliche Rolle. Sie sind gleich wichtig, für den Körper ebenso wie für die Seele. Beiden sollte man sich deshalb bewusst zuwenden und dafür sorgen, dass sie zu ihrem Recht kommen. Und beide sollte man genießen:

Bewegung macht Spaß, aktiviert den Organismus und hebt die Stimmung, aber ebenso erquickend und befriedigend kann die Ruhe sein.

BEWEGUNG

Blutdruck Während des Heilfastens kann es vorkommen, dass Sie sich müde und abgeschlagen fühlen, obwohl Sie gut und genügend geschlafen haben. Das liegt meist daran, dass der Blutdruck abgesunken ist. Legen Sie sich dann möglichst nicht sofort nieder. Versuchen Sie stattdessen, Ihren Kreislauf durch einen Spaziergang oder ein paar Gymnastikübungen anzuregen.

Spaziergang Generell sollten Sie viel gehen und die üblichen „Bewegungsverhinderer“ wie Lift und Auto beiseite lassen. Mindestens einmal pro Tag sollten Sie einen Spaziergang machen.

Sport Wenn Sie regelmäßig Sport betreiben, dann machen Sie auch während des Heilfastens weiter, verzichten Sie aber auf Rekordversuche. Einfache Gymnastikübungen rundet Ihr Bewegungsprogramm ab.

RUHE

Mittags Nach dem Mittagstee sollte man sich für mindestens eine Stunde hinlegen. Diese Mittagsruhe sollte man, wenn irgend möglich, täglich einhalten. Berufstätige sollten wenigstens versuchen, sich zurückzuziehen und abzuschalten.

Nachts Gehen Sie früh zu Bett und vermeiden Sie am Abend aufregende Zerstreuung. Falls Sie nachts durch Träume geweckt werden, schreiben Sie diese auf. Können Sie danach trotz Einschlafhilfen nicht weiterschlafen, nehmen Sie es als Zeichen, dass die Gedanken, die Ihnen durch den Kopf gehen, auch gedacht werden sollen. Ihre Seele will es so.

Einschlafhilfen Als Einschlafhilfen empfehlen sich:

! Entspannungsatmen

! Autogenes Training

! Ansteigendes Fußbad

Bewegung oder Ruhe? Generell gilt: Geben Sie Ihrem Ruhebedürfnis, das in den ersten Tagen stark sein könnte, ruhig nach. Aber prüfen Sie, ob nicht der Kreislauf daran schuld ist; dann hilft eher Bewegung!

Einkaufsliste

DAS BRAUCHST DU FÜR DEN EINSTIMMUNGSTAG

! Obst nach Wahl

! Gemüsebrühe

! Teesorten deiner Wahl

! Mineralwasser

DAS BRAUCHST DU FÜR DIE FASTENTAGE

Teesorten

! 30g Pfefferminze

! 30g Malve

! 10g Melisse

! 10g Johanniskraut

! 10g Indische Rose

! 10g Kamille

! 10g Holunderblüte

! 10g Hagebutte

Zutaten

1

Glas kaltgeschleuderter Honig

3

Zitronen

! 10g Brombeere

! 10g Stiefmütterchen

! 10g Leber-Galle-Tee

! 10g Nieren-Blasentee

! 10g Blutreinigungstee

! 10g Schlafteemischung

! 5g Anis

! 5g Fenchel

Mineralwasser nach Bedarf 1 Flasche ungesüßten Obstsaft (ungezuckert – ohne Zusatzstoffe) oder frisches Obst zum Pressen

Für die Darmentleerung

! Einlaufgerät – Irrigator (Apotheke)

! Evt. Buttermilch, Sauerkrautsaft

DAS BRAUCHST DU FÜR DIE AUFBAUTAGE

! 2 Äpfel

! 2 Stk. Obst nach Wahl

! Blattsalat

! Gemüse nach Wahl

!

!

! 2 Karotten

! 1 Lauch

! ½ Sellerieknolle

! Kräuter

! Knoblauch

! 200g Sauerkraut (ungesalzen)

2 Tomaten

1 Kartoffel

! 3 Joghurt (mager)

! 300g Magertopfen

! 3 Backpflaumen

! Sonnenblumenöl

!

!

!

Zitrone

Butter

Honig

! 4 Knäckebrote

! 2 Scheiben Vollkornbrot

! 1 TL Haferflocken

! 1 EL Leinsamen

!

!

4 EL Müsli Reis

Heilfasten

Der Einstimmungstag

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport

! Erledigen Sie ihre Besorgungen - wenn irgend möglich - zu Fuß. Stimmen Sie sich auf Gehen ein und machen Sie einen ausgedehnten Spaziergang.

! Treiben Sie heute Sport: Er hindert ua. auch am Essen aus Langeweile.

! Wenn Sie Saunagänger sind, tun Sie es heute ausgiebig.

! Trinken Sie nach Sport und Sauna besonders viel, aber nur nichtalkoholische Getränke!

Ruhe und Entspannung

! Bereits heute sollten Sie mit Yoga, Autogenem Training, Atem- und Entspannungsübungen beginnen.

Kreative Betätigung

! Schauen Sie auch einmal in das Schaufenster eines Künstlerbedarfs- oder Bastelgeschäfts. (Übrigens: auch Stricken, Häkeln und Sticken sind kreative Beschäftigungen)

! Verzichten Sie schon heute auf Ablenkungen wie Fernsehen, aufregende Lektüre usw. Hören Sie stattdessen lieber Musik, die Sie gern mögen und die Sie entspannt.

! Bekräftigen Sie Ihren Entschluss zum Heilfasten, indem Sie Ihre Erwartungen, aber auch Bedenken der Tagebuchseite anvertrauen. Vielleicht fällt es Ihnen am Anfang schwer, Ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Versuchen Sie es trotzdem, Sie werden sehen, dass es Ihnen von Mal zu Mal leichter fällt.

Familie und Freunde

! Informieren Sie spätestens heute Ihre Familie und Ihre Freunde von Ihrem Vorhaben, eine Heilfastenkur zu machen. Bitten Sie sie um vermehrte Rücksichtnahme und Solidarität, diese Unterstützung wird Ihnen beim Fasten sicherlich helfen.

Einkäufe

! Prüfen Sie, ob Sie alles zu Hause haben, was Sie für Ihre Fastenkur brauchen. Kaufen Sie nicht mehr ein als Sie benötigen. Es verdirbt nur und führt Sie in Versuchung.

Tipps für Berufstätige

! Legen Sie diesen Einstimmungstag auf einen Freitag, dann hat Ihr Körper am Wochenende genug Zeit, in Ruhe umzuschalten.

! Lassen Sie Ihr Auto schon heute stehen und fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit.

Der erste Fastentag NIEREN

DAS GESCHIEHT HEUTE

! Ab heute nehmen Sie keine feste Nahrung mehr zu sich. Ihr Organismus lebt aus sich selbst heraus. Die eingeleitete Darmentleerung veranlasst ihn umzuschalten.

! Trotzdem kann es heute noch zu Hungergefühlen kommen: Dagegen hilft Trinken.

! Farbe und Geruch des Urins verändern sich. Das ist normal. Aber auch hier gilt: Viel trinken!

TAGESBEGINN

Darmentleerung Stehen Sie heute früher auf als sonst und nehmen Sie sich Zeit für die eingeleitete Darmentleerung und das erweiterte Körperpflege-Programm.

! Die eingeleitete Darmentleerung ist heute Morgen unbedingt erforderlich. (Einlauf, Glaubern oder Sauerkrautsaft oder Buttermilch)

FASTENKOST

Ab heute nehmen Sie ausschließlich Flüssigkeiten zu sich, jede feste Nahrung ist während Ihrer Fastenwoche absolut verboten!

Die Teerezepte, die wir für Sie zusammengestellt haben, sind in ihrer Wirkung abgestimmt auf die Tageszeit und die Organe, die an den jeweiligen Tagen besonders beschäftigt sind.

Unsere heutige Empfehlung tut vor allem den Nieren gut.

Morgens Pfefferminze (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 kleines Glas Fruchtsaft (0,02l – ungezuckert, ohne Zusatzstoffe) 1: 1 mit Wasser verdünnt.

Mittags Nieren- und Blasentee (3 mittelgroße Tassen)

6 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 5-10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Scheibe Zitrone aussaugen oder in den Tee ausdrücken.

Nachmittags Holunderblüte (3 mittelgroße Tassen)

3 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 TL Honig in den Tee geben oder vom Löffel lutschen.

Abends Johanniskraut (3 mittelgroße Tassen)

3 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Wichtig

! Klare Suppen oder Fleischbrühen sind zwar auch flüssig, aber dennoch während der Fastenwochen verboten.

! Schonen Sie Ihren Magen und trinken Sie auf keinen Fall zu heiß.

Heilfasten

Der zweite Fastentag LEBER

DAS GESCHIEHT HEUTE

! Ihr Organismus hat heute bereits weitgehend auf Reinigung und Ausscheidung umgeschaltet. Sie merken es deutlich an den Ausscheidungen der Haut und der Schleimhäute.

! Außerdem entwässert der ganze Körper; das Bindegewebe strafft sich, der Blutdruck sinkt, der Kreislauf wird vorübergehend labiler.

! Beim morgendlichen Wiegen werden Sie einen deutlichen Gewichtsverlust feststellen.

! Wenn Sie ohnehin zu niedrigem Blutdruck neigen, kommt es heute vor allem darauf an, Ihren Kreislauf zu stützen und immer wieder anzukurbeln.

TAGESBEGINN

Richtig aufstehen Springen Sie heute nicht gleich nach dem Aufwachen aus dem Bett! Beherzigen Sie unsere Empfehlungen zum richtigen Aufstehen aus dem Liegen. Auch die Gymnastik während des Aufstehens und Gymnastik nach dem Aufstehen ist gerade heute angesagt; desgleichen Trockenbürsten-Massage und warm/kalte Dusche.

FASTENKOST

Unsere Tee-Empfehlung widmet sich heute dem Schwerpunkt Leber.

Morgens Malve (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 5-10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 kleines Glas Fruchtsaft (0,02l – ungezuckert, ohne Zusatzstoffe) 1: 1 mit Wasser verdünnt.

Mittags Leber-Galle-Tee (3 mittelgroße Tassen)

6 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Scheibe Zitrone aussaugen oder in den Tee ausdrücken.

Nachmittags Pfefferminze (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 TL Honig in den Tee geben oder vom Löffel lutschen.

Abends Melisse (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Wichtig

! Vergessen Sie auf keinen Fall täglich Ihre zwei Liter zu trinken.

! Wenn Sie sich an unsere Tee-Empfehlung halten, so decken Sie diesen Flüssigkeitsbedarf gerade. Besser ist es, „über den Durst zu trinken“.

Der zweite Fastentag LEBER

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport

! Machen Sie einen ausgiebigen Spaziergang. Gehen Sie zügig, konzentrieren Sie sich dabei auf das Atmen.

! Auch heute ist Saunen verboten!

Ruhe und Entspannung

! Geben Sie Ihrem Ruhebedürfnis heute nicht sofort nach! Raffen Sie sich zu Bewegung auf und ruhen Sie dann.

! Wenn Ihnen Ihr Kreislauf zu schaffen macht, dann tun Ihnen Zurückgezogensein und Abgeschiedenheit heute besonders wohl. Sie sollten sie sich gönnen.

! Sollten Sie ein flaues Gefühl im Kopf haben, vertreiben Sie es durch unsere einfachen Entspannungsübungen.

! Wenn Sie nachts aufwachen und trotz Einschlafhilfen nicht wieder einschlafen können, ärgern Sie sich nicht: Lassen Sie die Gedanken fließen, vielleicht schreiben Sie sie auf.

Kreative Betätigung

! Widmen Sie sich Ihrem Tagebuch. Es führt Sie zu sich selbst.

Wickel und Bäder

! Leberwickel bzw. -packung: Zur Unterstützung der Leber sind sie heute ratsam. Am besten wirken sie nach Ihrem Mittagstee während der Mittagsruhe.

! Ansteigendes Fußbad: Abends vor dem Zubettgehen angewandt, durchwärmt und entspannt es und hilft beim Einschlafen.

Einlauf

! Wenn Sie heute unter Kopf- oder Gliederschmerzen leiden, machen Sie einen Einlauf: Er hilft.

Tipps für Berufstätige Haben Sie unseren Rat befolgt und den Einstimmungstag auf einen Freitag gelegt, dann steht Ihnen morgen ein Arbeitstag bevor: Legen Sie sich alles bereit, was Sie morgen brauchen und gehen Sie früh zu Bett.

Heilfasten

Der dritte Fastentag BLUTREINIGUNG

DAS GESCHIEHT HEUTE

Reinigen und Entgiften

! Ihr Organismus hat endgültig umgeschaltet. Die Leber baut Fettvorräte ab. Jede Zelle entgiftet, reinigt und scheidet aus. Im Blut kreisen viele herausgelöste Gift- und Krankheitsstoffe.

! Manchmal kommt es vor, dass jetzt alte Beschwerden kurzzeitig aufflackern. Das bedeutet:

Alte Leiden haben jetzt die Chance, von den Selbstheilungskräften des Organismus ausgeheilt zu werden, denn alles Kranke wird rigoros abgebaut und ausgeschieden.

! Möglicherweise machen Sie heute ein Stimmungstief durch. Aber auch das ist kein Grund zu Beunruhigung. Spätestens morgen ist das alles vorbei.

TAGESBEGINN

! „Richtiges Aufstehen aus dem Liegen“ und „Kreislaufanregende Gymnastik“ sind auch heute noch besonders wichtig.

! Nehmen Sie sich viel Zeit für Ihr Körperpflege-Programm.

! Achten Sie bei allem - auch beim Teetrinken - darauf, dass Sie es ruhig und bewusst tun.

! Eingeleitete Darmentleerung: Sie ist heute wieder erforderlich. Verwenden Sie nach Möglichkeit kein Glaubersalz mehr! Wenn Sauerkrautsaft oder Buttermilch bei Ihnen nichts bewirken, machen Sie einen Einlauf. Überwinden Sie Ihre Scheu. Darmentleerung muss sein! Wenn Sie morgens keine Zeit haben, können Sie die Darmentleerung auch zu jeder anderen Tageszeit einleiten.

FASTENKOST

Unsere Tee-Empfehlung hat heute den Schwerpunkt Blutreinigung.

Morgens Indische Rose (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp ½ Liter kochendes Wasser, 5-10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 kleines Glas Fruchtsaft (0,02l – ungezuckert, ohne Zusatzstoffe) 1: 1 mit Wasser verdünnt.

Mittags Blutreinigungstee (3 mittelgroße Tassen) 6TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Scheibe Zitrone aussaugen oder in den Tee ausdrücken.

Nachmittags Pfefferminze (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 TL Honig in den Tee geben oder vom Löffel lutschen.

Abends Johannniskraut (3 mittelgroße Tassen)

3 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Hilfreich Wenn Sie berufstätig sind und Ihre Tees nicht am Arbeitsplatz zubereiten können, dann bereiten Sie sich morgens die Tees für tagsüber in einer Thermoskanne vor.

Der dritte Fastentag BLUTREINIGUNG

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport

! Heute können Sie eine kleine Wanderung unternehmen oder zum Schwimmen gehen. Bei und nach dem Schwimmen achten Sie darauf, dass sie nicht und auskühlen! Nehmen Sie sich für den Nachhauseweg wärmere Kleidung mit.

! Saunen ist leider noch verboten!

! Gymnastik steht immer noch auf dem Programm.

Gewichtskontrolle

! Der Blick auf die Waage wird Sie spätestens heute in Hochstimmung versetzen.

! Leisten Sie sich einen Strauß Blumen oder ein CD.

Das Fastensparschwein

! Liebäugeln Sie schon lange mit einem schönen Kleidungsstück? Dann legen Sie das Geld, das Sie bislang gespart haben zurück und warten mit dem Kauf bis zum Ende der Fastenkur.

! Es ist doch eine rosige Aussicht, das begehrte Stück eine oder zwei Nummern kleiner erstehen zu können – und es motiviert Sie gleichzeitig, Ihr Gewicht langfristig zu halten.

Ihr Standardprogramm

! Richtiges Aufstehen

! Richtiges Atmen

! Entspannungsübungen

! Kreatives Arbeiten und Tagebuchschreiben

Tipps für Berufstätige

! Besorgen Sie ein zweites Zahnputzzeug und deponieren Sie es am Arbeitsplatz.

! Während die Kollegen in der Kantine sitzen… Nutzen Sie die Zeit, um sich frisch zu machen oder spazieren zu gehen

Heilfasten

Der vierte Fastentag STOFFWECHSEL

DAS GESCHIEHT HEUTE

Höhen und Tiefen Spätestens seit heute scheiden sich die Geister - es gibt zwei Möglichkeiten:

! Sie fühlen sich körperlich und seelisch stabil. Das Vertrauen in die Fähigkeiten des eigenen Körpers festigt sich. Der innere Abstand zum Alltagsgetriebe wird größer: Ihre Gelassenheit wächst, was Sie vor kurzem noch belastet hat, erscheint Ihnen jetzt gar nicht mehr so wichtig.

! Sie fühlen sich lustlos, müde und niedergeschlagen. Sie glauben, dass Sie die Fastenwoche nicht durchhalten. Ursache: Eine Fastenflaute beeinträchtigt Ihr Wohlbefinden.

TAGESBEGINN Sie haben sich nun an das richtige Aufstehen, an Morgengymnastik und das zusätzliche Programm im Badezimmer gewöhnt. Behalten Sie es bei, auch wenn Ihr Kreislauf nun schon stabiler ist.

FASTENKOST

Die heutigen Tees sind für den Stoffwechsel gut.

Morgens Pfefferminze (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 kleines Glas Fruchtsaft (0,02l – ungezuckert, ohne Zusatzstoffe) 1: 1 mit Wasser verdünnt.

Mittags Malve (3 mittelgroße Tassen)

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 5-10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Scheibe Zitrone aussaugen oder in den Tee ausdrücken.

Nachmittags Holunderblüte (3 mittelgroße Tassen)

3 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 TL Honig in den Tee geben oder vom Löffel lutschen.

Abends

Schlaftee-Mischung (3 mittelgroße Tassen)

4 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 6-8 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Wichtig

Wenn Sie gerade mit einer Fastenflaute zu kämpfen haben, dann gehen Sie möglichst jeder Versuchung aus dem Weg.

! Meiden Sie Restaurants und Lebensmittelgeschäfte.

! Gehen Sie allen Konflikten aus dem Weg, Sie sind heute aggressiver und sensibler als sonst.

Der vierte Fastentag STOFFWECHSEL

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport

! Wenn Sie normalerweise Sport treiben, sollten Sie spätestens heute wieder damit beginnen: Joggen, Aerobic, Tennis usw. Aber streben Sie keine Rekorde an.

! Als Untrainierter sollten Sie Ihr bisheriges Gymnastikprogramm ausweiten (turnen Sie die Übungen intensiver und öfter) und einen wirklich langen und strammen Spaziergang machen.

! Tun Sie alles, was Schwung in den Tag bringt. Vergessen Sie jedoch nicht die Ruhepausen dazwischen

Ruhe und Entspannung

! Heute ist ein guter Tag für Yoga-Übungen: Sie verknüpfen Bewegung und Ruhe in idealer Weise und wirken auf Körper und Seele gleichermaßen.

! Gehen Sie doch einmal ins Kunstmuseum und setzen Sie sich vor ein Kunstwerk, das Ihnen besonders gefällt. Lassen Sie Farben, Formen und Kompositionen auf sich wirken.

Kreative Betätigung

! Wenn Sie Schaffensdrang oder die Lust am Gestalten in Ihnen regt, dann nehmen Sie sich heute Zeit dafür: malen, töpfern, modellieren Sie drauflos, Betätigung ohne den Anspruch „große Kunst“ produzieren zu müssen.

! Mittlerweile hat sich einiges in Ihrem Leben verändert. Sie sind vor allen Dingen ruhiger geworden, machen Sie sich darüber Gedanken, die Sie dann im Tagebuch niederschreiben.

Positive Veränderungen Auch körperlich dürfte einiges anders geworden sein. Denken Sie einmal nach, wie Sie sich vor dem Fasten gefühlt haben.

! Mancher Schmerz ist seit Beginn der Fastenkur nicht mehr aufgetaucht.

! Ihre Haut und Ihr Gesichtsausdruck sind klarer geworden: Der Blick in den Spiegel zeigt es Ihnen.

! Sie haben bereits einige Pfunde abgenommen, Ihr Gewebe hat sich entschlackt und beginnt, sich zu straffen.

! All dies sind Zeichen dafür, dass die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers aktiv sind.

Wickel und Bäder

! Leberwickel bzw. -packung: Heute sind sie wieder an der Reihe. Der Mittagsschlaf ist die beste Zeit dafür.

! Ansteigendes Fußbad: Wann immer Ihnen kalt ist oder Sie nicht einschlafen können, hilft es.

Tipps für Berufstätige

! Den Leberwickel können Sie auch vor dem Einschlafen machen.

! Steigen Sie auf dem Weg zur Arbeit eine Station früher aus und gehen Sie den Rest zu Fuß.

! Nutzen Sie Ihre Mittagspause zu einem strammen Spaziergang.

Heilfasten

Der fünfte Fastentag DICKDARM

DAS GESCHIEHT HEUTE

Am fünften Fastentag stellt sich bei den meisten Fastenden besonderes Wohlbefinden ein, das sich zeitweise bis zur Euphorie steigert. Sie stecken voll guter Laune, voll seelischer und körperlicher Kraft und strahlen viel Sicherheit aus.

TAGESBEGINN

Gute Stimmung Gerade weil Sie heute einen besonders positiven Tag haben werden, sollten Sie richtig aufstehen, sozusagen mit dem rechten Fuß, und sich schon am Morgen einer ausgiebigen Körperpflege widmen.

Gehen Sie die Gymnastikübungen und das Trockenbürsten locker an und genießen Sie die warm/kalte Dusche.

Hautpflege Ihrer Haut, die inzwischen zur Trockenheit neigt, lassen Sie besondere Pflege angedeihen.

Darmentleerung Auch die heute fällige eingeleitete Darmentleerung, die nach wie vor sein muss, kann Ihre Stimmung nicht drücken.

FASTENKOST

Heute stehen die Verdauungsorgane im Mittelpunkt.

Morgens Fenchel

2 TL auf knapp1/2 Liter kochendes Wasser, 5-10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 kleines Glas Fruchtsaft (0,02l – ungezuckert, ohne Zusatzstoffe) 1: 1 mit Wasser verdünnt.

Mittags Kamille

4 TL auf knapp1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Scheibe Zitrone aussaugen oder in den Tee ausdrücken.

Nachmittags Anis

2 TL auf knapp1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 TL Honig in den Tee geben oder vom Löffel lutschen.

Abends Johanniskraut

3 TL auf knapp1/2 Liter kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Eine musikalische Unterstützung aus dem Radio (oder singen und pfeifen Sie selbst ein Lied) wird Ihre Stimmung zusätzlich heben. Ihr Partner oder die Kollegen in der Firma werden Sie voll Neid begutachten.

Der fünfte Fastentag DICKDARM

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport Die gute Stimmung vom Morgen wird den ganzen Tag anhalten und sich auch in einem gehörigen Bewegungsdrang niederschlagen. Geben Sie diesem nach, aber überschätzen Sie sich nicht!

! Den Morgen beginnen Sie mit einem ausgiebigen Gymnastikprogramm.

! Ihrer gewohnten sportlichen Betätigung dürfen Sie seit gestern wieder nachgehen. Wenn Sie also diese Möglichkeit noch nicht genützt haben, dann machen Sie heute das gewünschte Tennismatch oder wickeln Ihr Aerobic- oder Jogging-Programm etc. ab

! Auch wenn Sie sonst nicht aktiv Sport treiben, sollten Sie heute etwas zulegen. Schieben Sie am Abend nach dem Spaziergang eine zweite Gymnastikstunde ein.

! Für Sauna-Liebhaber ist heute der letzte Tag der Abstinenz.

Ruhe und Entspannung Wenn Ihr Schwung Sie nicht zur Ruhe kommen lässt:

! Schalten Sie zwischendurch eine Entspannungs- und Atemübung ein.

! Entspannen Sie sich bei autogenem Training.

! Machen Sie ein paar Haltungsübungen aus dem Yoga.

! Geben Sie sich einer „geführten Meditation“ von der CD hin.

Schlaf Wer vor dem Fasten an Schlafstörungen zu leiden hatte, wird im Verlauf der Fastenkur eine angenehme Überraschung erleben. Die regelmäßige Gymnastik, Sport, die Bäder, die frische Luft und nicht zuletzt der geregeltere Blutdruck sorgen für einen besseren Schlaf.

Baden

Nach diesem aktiven Tag sollten Sie sich mit besonderer Sorgfalt auf Ihre Bettruhe vorbereiten.

! Ansteigendes Fußbad: Die ideale Einschlafhilfe!

! Lauwarmes Vollbad: Wenn Sie sich mit einem Vollbad eine Freude machen können, ist heute der richtige Tag dafür. (Wassertemperatur keinesfalls über 37°C!)

Familie und Freunde Das Ende der Fastenzeit rückt langsam näher, spätestens für die nächste Woche können Sie schon wieder Verabredungen treffen, ohne dass sie Angst haben müssen, dass der Anblick von Essen und Trinken Sie in Versuchung führt.

Tipps für Berufstätige Für all diejenigen, die sich an Ihrer Arbeitsstelle für einige Minuten zurückziehen können:

Autogenes Training lässt sich auch im Sitzen durchführen. Suchen Sie sich dazu einen ungestörten Ort, und stellen Sie den Stuhl an die Wand, damit Sie Ihren Kopf anlehen können. Dann beginnen Sie mit den Übungen.

Heilfasten

Der sechste Fastentag ATEMWEGE

DAS GESCHIEHT HEUTE

Sie stehen über den Dingen Ihr Geruchssinn hat sich während der Fastenkur geschärft. Sie können Speisen schon aus größerer Entfernung riechen. Sie haben aber inzwischen eine derartige Distanz zum Essen gewonnen, dass Sie auf Versuchungen gelassen reagieren. Es fällt Ihnen nicht mehr schwer, angebotene Speisen abzulehnen. Vielmehr wundern Sie sich darüber, wie viel ringsum gegessen wird. Zeigen Sie aber nicht, wie überlegen Sie sich fühlen, Nichtfastende reagieren darauf - verständlicherweise - sauer.

Bei aller Fasten-Euphorie denken Sie aber sicher auch schon an die Zeit nach dem Fasten:

Wenn sich Gedanken einstellen sollten, was Sie dann anders machen wollen, beschäftigen Sie sich heute mit ihnen ausgiebig.

TAGESBEGINN

! Das Morgenprogramm ist Ihnen bereits zur Routine geworden: Langsames Aufstehen, Gymnastik, Trockenbürsten, warm/kalt Dusche, ausgiebige Körperpflege.

! Der morgendliche Blick auf die Waage macht Ihnen immer mehr Freude.

! Gerade wenn Sie sehr viel abgenommen haben, dann bedarf Ihr Gewebe der zusätzlichen Straffung. Gehen Sie deshalb schwimmen, das tut dem ganzen Körper gut und macht Sie fit für den restlichen Tag.

FASTENKOST

Heute im Mittelpunkt: die Atemwege.

Morgens Brombeere

4 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 kleines Glas Fruchtsaft (0,02l – ungezuckert, ohne Zusatzstoffe) 1: 1 mit Wasser verdünnt.

Mittags Holunderblüte

3 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Scheibe Zitrone aussaugen oder in den Tee ausdrücken.

Nachmittags Hagebutte

4 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten kochen lassen, abseihen.

1 TL Honig in den Tee geben oder vom Löffel lutschen.

Abends

Schlaftee-Mischung

4 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 6-8 Minuten kochen lassen, abseihen.

Wichtig Wenn Sie sich an unseren Fasten-Fahrplan halten, dann ist morgen der letzte reine Fastentag und damit der Tag, an dem Sie Ihre Einkäufe für die Aufbautage erledigen müssen. Fallt dieser siebte Fastentag auf einen Sonntag, dann denken Sie daran, Ihre Besorgungen bereits heute zu machen. Planen Sie, die Kur fortzusetzen, dann prüfen Sie, ob genügend Tee im Haus ist.

Der sechste Fastentag ATEMWEGE

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport

! Sorgen Sie für viel Bewegung in frischer Luft.

! Treiben Sie maßvoll Sport.

! Probieren Sie Ihr Gymnastik-Programm einmal mit Musik.

! Wahrscheinlich haben sich bei Ihnen inzwischen ein individueller Rhythmus und bestimmte Vorlieben herausgebildet: z. B. wann Sie Gymnastik machen, wann und wo Sie spazieren gehen und wann Sie ruhen. Behalten Sie das alles heute noch unverändert bei.

! Wenn Sie das Bedürfnis haben, in die Sauna zu gehen, dürfen Sie es heute tun - vorausgesetzt Sie fühlen sich wohl, aber denken Sie daran: nicht ohne Begleitung saunen und die Saunagänge verkürzen!

Wickel und Bäder

! Leberwickel bzw. -packung: Heute zum letzten Mal! Mittags zur Mittagsruhe; notfalls abends vor dem Zubettgehen.

! Lauwarme Vollbäder und das ansteigende Fußbad können Sie nach Belieben machen.

Ruhe und Entspannung

! Sie haben im Verlauf des bisherigen Fastens sicher einige von unseren Vorschlägen zur Unterstützung von Körper, Seele und Geist ausprobiert. Was hat Ihnen am meisten gelegen? Wodurch konnten Sie sich besonders gut entspannen? Woraus schöpften Sie die meiste Kraft? -Konzentrieren Sie sich darauf noch einmal.

Kreative Betätigung Auch seelisch tut sich bei Ihnen inzwischen sicherlich viel: in Träumen, Stimmungen und innerer Auseinandersetzung.

! Kreative Beschäftigung - welcher Art auch immer - kann dabei wirksame Hilfestellung leisten. Indem Sie mit den Händen kreativ gestalten, unterstützen Sie auch die Gestaltungsarbeit Ihrer Psyche.

! Und indem Sie Ihr Tagebuch schreiben, können Sie sich diese seelische Gestaltungsarbeit bewusster machen.

Bilanz ziehen Ziehen Sie bereits heute Bilanz über den Verlauf der Fastenkur:

! Wie fühlen Sie sich insgesamt?

! Welche Beschwerden haben sich gebessert?

! Wie viel haben Sie abgenommen?

! Ist Ihnen das Fasten schwer gefallen?

! Wie hat Ihre Umwelt auf Sie reagiert? Wie sind Sie mit ihr fertig geworden?

! Haben Sie vielleicht Lust, weiterzumachen?

! Wenn ja, dann lesen Sie heute schon mal nach, was Sie beim Verlängern der Fastenkur beachten müssen

Tipps für Berufstätige

! Sollten sich Kollegen durch Ihre Gelassenheit gereizt fühlen, nehmen Sie es ihnen nicht übel!

! Sagen Sie auch ruhig Ihren Kollegen Bescheid, dass in einigen Tagen Ihre Kur beendet ist - das macht sie sicher toleranter.

Heilfasten

Der siebte Fastentag Haut

DAS GESCHIEHT HEUTE

Abbrechen oder Verlängern?

! Heute ist nach unserem Fastenplan der letzte Tag des reinen Fastens. Genießen Sie einerseits Ihre Unabhängigkeit vom Essen, vom Alltag, von den vielen kleinen Verpflichtungen, andererseits die Farben und Formen eines Lebensmittelladens: Heute kaufen Sie für Ihre Aufbaukost ein.

! Wenn Sie so begeistert vom Fasten sind, dass Sie noch ein paar Fastentage anhängen möchten, dann ist heute für Sie ein ganz normaler Fastentag. Lesen Sie sich dazu aber genau Punkt 2 der nächsten Seite durch.

TAGESBEGINN

! Wie immer: Langsames Aufstehen, Gymnastik, Trockenbürsten, warm/kalte Dusche, ausgiebige Körperpflege.

! Heute ist einmal wieder eine eingeleitete Darmentleerung fällig. Für die meisten von Ihnen ist es die letzte während dieser Fastenkur!

FASTENKOST

Die heutigen Tees tun besonders der Haut gut.

Morgens

Stiefmütterchen

4 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 5-10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 kleines Glas Fruchtsaft (0,02l – ungezuckert, ohne Zusatzstoffe) 1: 1 mit Wasser verdünnt.

Mittags Kamille

4 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine Scheibe Zitrone aussaugen oder in den Tee ausdrücken.

Nachmittags Pfefferminze

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

1 TL Honig in den Tee geben oder vom Löffel lutschen.

Abends Melisse

5 TL auf knapp 1/2 Liter kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Wichtig

! Erleben Sie diesen letzten Fastentag besonders bewusst.

! Erledigen Sie die Einkäufe für die Aufbautage.

Der siebte Fastentag Haut

Heute ist für die meisten von Ihnen der letzte Fasttag. Manche haben aber vielleicht Geschmack am Fasten gefunden und wollen weiter fasten. Was heute zu tun ist, hängt von dieser Grundsatzentscheidung ab.

1 . FÜR ALLE, DIE HEUTE DIE FASTENKUR AUSKLINGEN LASSEN:

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Auf die Zeit nach dem Fasten vorbereiten

! Absolvieren Sie heute genau wie an allen anderen Tagen Ihr Standardprogramm:

Atemübungen, Gymnastik, Entspannungsübungen.

! Überlegen Sie sich dabei, was Ihnen besonders Spaß gemacht hat die letzten Tage. Wie wär's, wenn Sie diese Übungen auch nach dem Fasten beibehalten?

! Stellen Sie sich nackt vor den Spiegel: Sie werden sehen, dass sich die Fastenkur gelohnt hat!

! Machen Sie sich aber keine Illusionen. Sie können den jetzigen Zustand nur halten, wenn Sie auch weiterhin an sieh arbeiten. Stimmen Sie sich schon heute darauf ein! Ab morgen dürfen Sie zwar wieder feste Nahrung zu sich nehmen, aber Sie sollten Ihre bewusste Lebensweise der vergangenen Tage nicht zu den Akten legen.

! Lesen Sie sich schon heute durch, was am ersten Aufbautag auf Sie zukommt, denn das „Fastenbrechen“ bedeutet einen Bruch in Ihrer gewohnten Fasten-Lebensweise.

! Freuen Sie sich an den Einkäufen für die Aufbaukost. Wenn Sie Zeit haben, dann kaufen Sie nicht alles auf einmal. Sehen Sie bei den vier Aufbautagen nach, was Sie an den einzelnen Tagen brauchen und gehen Sie täglich einkaufen.

2. FUR ALLE, DIE DIE FASTENKUR VERLÄNGERN WOLLEN:

DAS SOLLTEN SIE TUN

Drei Tage ist das Maximum

! Absolvieren Sie heute genau wie an allen anderen Fastentagen Ihr Standard-Programm:

Atemübungen, Gymnastik, Entspannungsübungen.

! Steigen Sie morgen erneut am fünften Fastentag in den Fahrplan ein, dann können Sie in der gewohnten Weise noch drei Tage weiter fasten. Danach müssen Sie auf alle Fälle Ihren Arzt fragen, wenn Sie weiter fasten wollen.

! Wenn Sie länger als sieben Tage fasten, dann kann es gut sein, dass Sie mit einer Fastenkrise zu kämpfen haben.

! Auf keinen Fall sollten Sie sich zu einer Verlängerung zwingen! Es ist viel sinnvoller, nach einer gewissen Zeit erneut eine Fastenkur zu machen. Zweimal im Jahr, zum Beispiel im Frühjahr und Herbst, können Sie ohne Bedenken eine Fastenkur durchführen.

Wichtig Auf keinen Fall sollten Sie die reinen Fastentage auf mehr als zehn Tage ausdehnen, ohne den Arzt zu fragen! Lassen Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen und sich von ihm ein Fastenprogramm für eine weitere Verlängerung zusammenstellen.

Heilfasten

Der erste Aufbautag

DAS GESCHIEHT HEUTE:

DAS FASTENBRECHEN

Aufhören ist schwerer als anfangen Heute brechen Sie das Fasten. Für Ihren Organismus ist das schwieriger als der Einstieg ins Fasten. Er muss zurückschalten von Reinigung und Ausscheidung auf Nahrungsaufnahme und Verdauung; dazu gehört zum Beispiel die Produktion von Verdauungssäften, die Rückkehr zu

normaler Darmtätigkeit und die Gewöhnung des Kreislaufes an die Verdauungsarbeit. Das geht nicht sprunghaft. Sie müssen ihm geduldig dabei helfen und ihn Schritt für Schritt wieder an feste Nahrung gewöhnen.

! Wir warnen eindringlich davor, sich sofort wieder „normaler“ Kost zuzuwenden. Der Organismus würde rebellieren. Organschädigungen können die Folge sein.

! Auf jeden Fall aber würde Ihr Gewicht binnen kürzester Zeit auf den alten Stand hochschnellen!

Aufbautage bestimmen den Erfolg Halten Sie sich deshalb an die Vorschläge in Ihrem Fahrplan und beachten Sie die folgenden Gebote. Die Aufbautage entscheiden letztlich über Erfolg oder Misserfolg Ihres Heilfastens.

DIE ZEHN GEBOTE DER AUFBAUTAGE

Unbedingt einhalten

! Die gesamte Zeit über kein Salz verwenden! Salz während der Aufbautage führt zu aufgeschwemmtem Gewebe und aufgedunsenem Aussehen.

! Ballaststoffreich und fleischlos essen!

! Genauso viel trinken wie währen der Fastentage! (2 Liter Kräutertee Ihrer Wahl oder Mineralwasser und ungesüßte Säfte, kein Alkohol, kein Kaffee und kein Schwarztee!)

! Besonders intensiv und lange kauen!

! Verzichten Sie auf Tischgespräche, konzentrieren Sie sich ganz auf das Essen.

! Legen Sie sich nach jeder Mahlzeit eine Stunde lang hin, um Ihrem Organismus bei der ungewohnten Verdauungsarbeit zu unterstützen.

! Leiten Sie die Darmentleerung nur im „Notfall“ ein. Warten Sie auf den natürlichen Stuhlgang.

! Sorgen Sie auch in diesen Tagen für ausreichend Bewegung, aber vermeiden Sie große Anstrengung.

! Vermeiden Sie Hektik und seelische Belastungen.

! Schonen Sie Ihren Magen: Essen und trinken Sie nicht zu heiß!

TAGESBEGINN

! Behalten Sie das gesamte Morgenprogramm unverändert bei. Noch fasten Sie ja!

! Das einzige, was ab heute entfällt, ist die eingeleitete Darmentleerung.

Der erste Aufbautag

AUFBAUKOST

Heute werden Sie Ihren ersten Apfel und Ihre erste Suppe seit Beginn der Fastenkur zu sich nehmen. Sie brechen das Fasten. Bei den Tees haben wir ab heute keine Rezepte mehr vorgegeben. Wählen Sie die Tees, die Ihnen am besten geschmeckt haben, aber achten Sie darauf, dass Sie pro „Mahlzeit“ mindestens drei mittelgroße Tassen trinken.

Morgens Kräuter- oder Früchtetee

Vormittags

1 reifen Apfel sehr gut kauen, dazu Kräuter- oder Früchtetee

Mittags Kräuter- oder Früchtetee und einen Naturjoghurt mit 1 EL Leinsamen vermischen

Nachmittags Kräuter- oder Früchtetee

Abends

1 Teller Gemüsesuppe aus: 1 kleinen Kartoffel, 1 kleinen Karotte, 1 dünnen Stange Lauch, 1/4

einer kleinen Sellerieknolle, ½ TL Haferflocken, frische oder getrocknete Kräuter (z.B. Majoran, Petersilie, Muskatnuss). Alles schälen, zerkleinern, in 1/4 Liter kochendem Wasser 15 Minuten gar kochen, alles pürieren,

Haferflocken dazugeben, mit den Kräutern abschmecken.

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport

! Behalten Sie von Ihren Gymnastik-Übungen auch jetzt noch alles bei, was Ihnen gut getan hat.

! Vor übertriebenen Anstrengungen sollten Sie sich hüten.

! Auch Sauna und Vollbäder belasten den labilen Kreislauf während der Aufbautage zu sehr.

Ruhe und Entspannung

! Achten Sie heute besonders darauf, dass Sie genügend ruhen!

! Nach jeder Mahlzeit legen Sie sich eine Stunde lang hin.

! Gehen Sie heute früh zu Bett.

Magen und Darm

! Ab heute müssen sich Magen und Darm wieder an die Verdauung gewöhnen. Unterstützen Sie diese Organe bei ihrer Arbeit. Besonders wichtig ist es, dass Sie Ballaststoffe wie Leinsamen oder Weizenkleie zu sich nehmen.

! Wenn Sie vor dem Fasten schon mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hatten, dann versuchen Sie es mit folgendem Trick: Trinken Sie morgens, gleich nach dem Aufstehen, ein Glas lauwarmes Wasser. Bei besonders hartnäckigen Fällen können Sie das Wasser auch zur Hälfte mit Sauerkrautsaft mischen.

Wichtig

! Trinken Sie auch heute noch mindestens zwei Liter.

! Nehmen Sie ihr Abendessen vor 19 Uhr ein. Ihr Magen muss sich erst wieder an die Verdauung gewöhnen und könnte Sie dadurch in Ihrer Nachtruhe stören!

Heilfasten

Der zweite Aufbautag

DAS GESCHIEHT HEUTE

! Ihr Organismus ist heute noch sehr mit dem Rückschalten beschäftigt.

! Gerade an der Haut werden Sie die kosmetischen Wirkungen des Heilfastens erkennen: Sie ist rosig, klar und feinporig geworden und fühlt sich glatt und weich an.

! Die Beläge auf Zähnen, Zahnfleisch und Zunge verschwinden.

! Die erste selbstständige Darmentleerung kann eintreten. Tut sie es heute nicht, dann ist kein Grund zur Besorgnis vorhanden: Manche Fastende können erst am dritten Aufbautag von alleine auf die Toilette gehen.

TAGESBEGINN

Kreislauf Ihr Kreislauf ist recht labil, da er noch zu sehr mit der ungewohnten Verdauung zu kämpfen hat. Sie müssen deshalb dem Morgenprogramm ganz besondere Beachtung schenken. Achten Sie vor allem auf das richte Aufstehen aus dem Liegen.

FASTENKOST

Morgens 1 Knäckebrot mit 50g Magertopfen bestreichen und 2 TL Honig darüber täufeln.

Vormittags Kräutertee oder Fruchtsaft (ungezuckert)

Mittags Rohkost-Teller aus: 1 kleinen Karotte, 1/4 einer Sellerieknolle, 1 kleinen Tomate, 100g Sauerkraut (ungesalzen!), mit Kräutern gewürzt (z.B. Basilikum, Schnittlauch, Petersilie), evt. Knoblauch

Nachmittags Kräutertee oder Fruchtsaft (ungezuckert)

Abends 1 Knäckebrot mit Kräutertopfen aus: 50g Magertopfen, Schnittlauch, Petersilie, Pfeffer, evt. Knoblauch

Tipp für Berufstätige:

Bislang war das Essen am Arbeitsplatz kein Problem – eher das Nicht-Essen. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, die oben beschriebene Rohkostplatte an Ihrer Arbeitsstelle zuzubereiten, dann:

! nehmen Sie sich ein Joghurt oder Frischkäse oder etwas Obst mit;

! stellen Sie sich, wenn möglich, aus den Beilagen der Firmenkantine eine Salatplatte zusammen. Verzichten Sie aber auf das Dressing (Salz).

Wichtig

! Alles sehr gut kauen und langsam essen.

! Nach dem Essen ruhen.

! Viel trinken (weiterhin mindestens zwei Liter).

Der zweite Aufbautag

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Ruhe Es ist durchaus möglich, dass Ihre Leistungskraft in den ersten beiden Aufbautagen absinkt (ungewohnte Verdauungsarbeit).

! Halten Sie deshalb die Ruhepausen nach den Mahlzeiten ein.

! Denken Sie an das langsame Aufstehen.

! Horchen Sie genau auf Ihren Organismus, wie viel Bewegung ihm gut tut. Machen Sie – wenn au behutsamer – unbedingt mit dem Bewegungsprogramm weiter. Das ist nicht nur für die Verdauung gut!

! Wandeln Sie das altbekannte Sprichwort um: Nach dem Essen sollst du ruhen und danach tausend Schritte tun.

Partner und Familie

! Spätestens jetzt, wo Sie wieder Kleinigkeiten essen dürfen, sollten Sie damit beginnen, Ihren Partner oder die Familie davon zu überzeugen, die Ernährung in Zukunft etwas umzustellen. Leben Sie gemeinsam gesünder.

! Stürzen Sie sich heute noch nicht voll in den Trubel! Für Geselligkeiten, Diskotheken- oder Kinobesuch ist es noch zu früh.

! Öffnen Sie sich behutsam.

Magen und Darm Wenn heute noch keine Darmentleerung stattfindet, dann machen Sie sich keine Sorgen – es ist ja auch noch nicht so viel im Darm, dass eine Entleerung unbedingt nötig wäre. Verspüren Sie ein leichtes Magenzwicken oder Blähungen, dann helfen Sie sich mit einem Kräutertee. Vor allem Anis und Fenchel sind zu empfehlen.

Zubereitung Anis- bzw. Fencheltee: 2 TL Anis/Fenchel zerdrücken, mit 1/2 Liter kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Gewicht Als Sie heute Morgen auf die Waage gestiegen sind, haben Sie eine Gewichtszunahme festgestellt:

Das hat Ihnen sicher keine Freude bereitet. Vielleicht beruhigt es Sie aber, dass das ganz normal ist! Ihr Körper lagert, seit er wieder feste Nahrung aufnimmt, Flüssigkeit ein und das schlägt sich auf der Waage nieder. Wenn Sie sich weiterhin kalorienbewusst ernähren und Ihr Bewegungsprogramm beibehalten, dann können Sie diesen Aufwärtstrend stoppen.

Alte Leiden Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn während der Aufbautage alte Leiden wieder auftauchen. Auch das ist normal und geht wieder vorbei, wenn Sie nach den Aufbautagen eine sinnvolle Lebensweise beibehalten.

Für morgen vorbereiten Morgen gibt es drei Backpflaumen zum Frühstück, diese müssen Sie bereits heute Abend zerkleinern und in einer Tasse Wasser einweichen.

Heilfasten

Der dritte Aufbautag

DAS GESCHIEHT HEUTE

Rückkehr zum Alltag Ihr Organismus findet zunehmend in seine alten Aufgaben zurück:

! Die Nahrungsaufnahme und damit auch die Verdauungsarbeit nähern sich immer mehr dem Normalzustand.

! Der Darm sollte sich spätestens heute aufgrund natürlichen Stuhlgangs entleeren. Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang haben, dann wenden Sie ein Hausmittel an (siehe nächste Seite).

! Ihr Kreislauf hat sich vom Schock des Fastenbrechens wieder etwas erholt, er beginnt sich zu stabilisieren.

TAGESBEGINN

! Trinken Sie heute nach dem Aufstehen zur Anregung der Darmtätigkeit ein kleines Glas zimmerwarme Buttermilch oder Wasser (eventuell zur Hälfte mit Sauerkrautsaft vermischt).

! Auch wenn sich Ihr Kreislauf schon stabilisiert hat, sollten Sie Ihr morgendliches Körperpflegeprogramm auch über die Fastenzeit hinaus fortsetzen.

AUFBAUKOST

Morgens Müsli aus: Joghurt, 4 EL Müslimischung, 3 eingeweichte und zerkleinerte Backpflaumen

Mittags 1 Stück Obst

Abends vor 19 Uhr:

Rohkostteller aus: Blattsalat, rohem Gemüse (z.B. Tomate, Gurke, Rettich, Karotte) und 100g Sauerkraut (ungesalzen), dazu Salatsoße aus: 1 großen EL Magertopfen, 1-2 EL Wasser, 1 Spritzer Zitronensaft, Pfeffer, Kräuter

Tipp für Berufstätige Den Kräutertopfen können Sie schon am Morgen vorbereiten und mitnehmen. Packen Sie sich dazu zwei kleinere Scheiben Vollkornbrot (ohne Zusatzstoffe) und einen Apfel oder eine Birne ein.

Wichtig Heute gibt es schon recht viel zu essen. Die Versuchung wird immer größer, in den normalen Trott zu verfallen, d.h. zu schnell zu viel zu essen. Essen Sie auf keinen Fall mehr, als Sie brauchen, um satt zu werden – auch nicht, wenn es besonders gut schmeckt oder wenn nichts übrig bleiben soll.

Der dritte Aufbautag

DAS WIRD IHNEN GUTTUN

Bewegung und Sport Während Sie an den ersten beiden Aufbautagen ein Leistungstief durchgemacht haben, geht es jetzt stetig bergauf. Der gesamte Körper – die Organfunktionen und der Kreislauf – arbeitet wieder normal, ja sogar besser als vor Beginn der Fastenkur.

! Für Ihr Bewegungs- und Sportprogramm gibt es keinerlei Einschränkungen mehr.

! Dem Saunabesuch steht nichts mehr im Wege.

! Auch wenn es bequemer ist, behalten Sie zumindest die Morgengymnastik bei. Sie bringt den Kreislauf jeden Tag in Schwung und hält den Körper frisch.

Ruhe und Entspannung Lassen Sie sich nicht vom Alltag verschlingen! Bewahren Sie sich noch einen Freiraum, in dem Sie die Erfahrungen Ihres Heilfastens festigen können.

! Auch hier gilt was für das Bewegungsprogramm gesagt wurde: Versuchen Sie, so viel wie möglich von den Entspannungsübungen in Ihren Alltag einfließen zu lassen. Vielleicht sind Sie sogar auf den Geschmack gekommen und wollen mehr über Yoga, Meditation und autogenes Training erfahren.

Stuhlgang Wenn es mit dem Stuhlgang nicht auf Anhieb klappt, dann helfen Sie etwas nach.

! Sollte das Glas Buttermilch oder das Wasser am Morgen nicht gewirkt haben, dann mischen Sie unter jede Mahlzeit einen Teelöffel voll Leinsamen; das erleichtert die Darmtätigkeit.

! Sie können sich aber auch in der Apotheke ein mildes Abführzäpfchen besorgen.

! Ein bewährtes Rezept aus der Kräuterapotheke ist der Schlehenblüten- oder blättertee: 2 EL Schlehenblüten oder –blätter in 1/4 Liter Wasser zum Kochen bringen, abseihen. Zwei Tassen genügen vollkommen.

! In jedem Fall können Sie aber auch einen Einlauf wiederholen.

! Da Sie während der Aufbauzeit noch immer sehr dosiert essen, wird zwischen den einzelnen Toilettengängen auch mehr Zeit vergehen. Werden Sie also nicht ungeduldig oder besorgt.

Wichtig Auf keinen Fall sollten Sie die Hilfsmittel zur Einleitung des Stuhlgangs zur Gewohnheit werden lassen. Dies bewirkt auf lange Sicht eher das Gegenteil, nämlich Darmträgheit.

Heilfasten

Der vierte Aufbautag

DAS GESCHIEHT HEUTE

Rundum fit Mit diesem Tag beenden Sie Ihr Heilfasten. Sie gehen daraus gesünder, schlanker und gelassener hervor, als Sie es vorher waren:

! Ihr Körper hat sich entgiftet und entschlackt;

! Er hat seine Fettdepots, je nach Länge der Fastenkur, ganz oder nur teilweise abgebaut;

! Er hat sich erholt und ist insgesamt leistungsfähiger geworden.

! Auch die Seele hat aufgearbeitet und manche alten Verletzungen aufgearbeitet. Mit einem Wort: Sie fühlen sich der Umwelt besser gewachsen.

TAGESBEGINN

Stehen Sie auch an diesem Morgen richtig auf und machen Ihre Gymnastikübungen und das Trockenbürsten genauso gründlich wie die Tage zuvor.

AUFBAUKOST

Morgens Müsli aus Joghurt oder Milch, 1/2 Apfel, 4 EL Müslimischung, 2 Knäckebrote mit Butter und Honig

Mittags Gemüse mit Reis: 200g Gemüse (z.B. Broccoli, Lauch, Zwiebel) weich dünsten, mit Pfeffer, Kräutern und evt. Knoblauch würzen. Mit 4 EL gekochtem Reis und 1 EL Sonnenblumenöl vermischen.

Nachmittags Topfenspeise aus 50g Magertopfen, einigen Spritzern Zitrone und Honig als Süßmittel.

Abends vor 19 Uhr:

1 Stück Obst, 2 Vollkornbrotscheiben mit 50-100g Magertopfen bestreichen, eine Scheibe mit Tomaten belegen und pfeffern. Die andere mit Schnittlauch bestreuen.

Tipp für Berufstätige Vertauschen Sie heute ruhig einmal Mittag- und Abendessen und nehmen Sie sich die Zutaten mit zur Arbeitsstelle.

Wichtig Heute ist der letzte Tag, an dem Sie eine vorgeschriebene Diät einhalten müssen. Ab morgen können Sie Ihren Speiseplan wieder individuell gestalten. Beachten Sie aber die Grundregeln auf der nächsten Seite.

Die Nachfastenzeit

HINWEISE ZUR NACHFASTENZEIT

Gewicht halten

! Sie haben etliche Kilo an Gewicht verloren. Wenn Sie Ihr neues Gewicht halten wollen, ist es notwendig, dass Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten ändern.

! Meiden Sie fetthaltige Speisen.

! Essen Sie nie im Stehen, lassen Sie sich immer genügend Zeit. Das ist magenschonend und der Sättigungsgrad tritt eher ein.

! Stellen Sie sich täglich auf die Waage und prüfen Ihr Gewicht.

! Sie erleichtern es sich zusätzlich, Ihr Gewicht zu halten, wenn Sie ein paar von unseren Anregungen zur Bewegung in Ihren Alltag integrieren und ausbauen.

! In der Nachfastenzeit gibt es keine „kleinen“ Sünden. Jede kleine zusätzliche Leckerei kann zu einer deutlichen Gewichtszunahme führen.

Gesunde Ernährung

! Als ideale Ernährungsweise können wir die Vollwertkost empfehlen: Sie belastet den Organismus nicht zu sehr, reduziert die Einlagerung von Giftstoffen in das Gewebe und sorgt für gute Verdauung.

Natürliche Lebensweise

! Durch das Heilfasten sind die Selbstheilungskräfte Ihres Organismus aktiviert und die Organfunktionen gestärkt worden. Sie haben daher gute Chancen, ohne Gewohnheitsmedikamente (Abführmittel, Schmerzmittel, Schlafmittel usw.) auszukommen.

! Vielleicht ist es Ihnen während des Heilfastens gar nicht so schwer gefallen, auf Genussgifte wie Nikotin und Alkohol zu verzichten. Die Gelegenheit wäre günstig, sie ganz aufzugeben oder den Konsum einzuschränken.

! Erinnern Sie sich immer dann, wenn es Ihnen nicht gut geht (seelisch und körperlich) daran, welche enormen Heilkräfte in Ihnen selbst ruhen. Nehmen Sie dann dieses Heft zur Hand, lesen Sie sich die einleitenden Kapitel nochmals durch und prüfen Sie, ob nicht Heilfasten ein Weg zur Besserung wäre.

! Aber auch als Mittel zur Gesundheitsvorsorge sollten Sie das Heilfasten benutzen:

Heilfasten hilft nicht nur, Beschwerden zu heilen, es beugt ihnen auch vor und ersetzt manche (kostspielige) Behandlungen

Tipp Ein einfacher Weg, dem Körper in der Zeit nach der Fastenkur Gutes zu tun, ist, wöchentlich einen Fasten- oder Obsttag einzulegen.